Autor Thema: (5.Ed) SC greifen übermächtige Monster (grundlos?) an und siegen  (Gelesen 2618 mal)

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Aronan

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(5.Ed) SC greifen übermächtige Monster (grundlos?) an und siegen
« Antwort #15 am: 03. Oktober 2016, 01:03:39 »
Wie schon zuvor gesagt, kann man das ganze retten,indem man einen agressiveren Nachfolger einsetzt. Wenn du den Spielern das Gefühl geben willst einen Fehler gemacht zu haben kann der als Gegensatz zum Verhandlungsbereiten Häuptling in die Richtung extremer Fanatiker oder grausames Ungeheuer gehen, die vorher vom Häuptling unter Kontrolle gehalten wurden.
Ob das Sinn macht kann ich schlecht einschätzen, habe weder Kenntnis deiner Gruppe noch des Abenteuers oder deines Stils.

Na das ist ja mal eine pubertierende Truppe aus dem Bilderbuch. Grinden NPCs obwohl sie sich denken können, dass die zum Plot gehören und Paladine die Schlafende meucheln?
Das ist mitnichten ein Problem des Spielsystems oder des Plots. Die wollen HacknSlay und du anscheinend nicht. Da muss man ansetzen.
Da kannst du ja gerne den Sohn des Häuptlings nachsetzen oder so, aber den Plot werden sie so immer wieder zerstören.
Ohne neuen Gruppenvertrag kannst du das knicken.

Korrigiere mich wenn ich das falsch sehe, aber die Beurteilung finde ich etwas aus der Luft gegriffen mithilfe der Informationen die wir hier bekommen haben. Oder aus welchen Aussagen des Thread-Erstellers liest du das heraus?
Bisher kann es auch sehr gut sein, dass es für die Gruppe nicht offensichtlich war dass der Encounter nicht gekämpft werden sollte, da die Spieler die Statblöcke ja in der Regel nicht vor sich liegen haben. Vor allem bei einem "Boss", dessen Handlanger und einem Haustier könnte von Spielerseite schnell der Eindruck entstehen,dass hier ein Bosskampf ansteht und diese so ungewollt vermittelt bekommen,dass der Kampf beabsichtigt ist. Zwar steht im Abenteuer,dass der Kampf zu hart sein soll, aber dass das auch so rüberkommt würde ich jetzt nicht 100% voraussetzen.
Und nur weil ein Spieler die Klasse Paladin spielt und nicht den klassischen noblen Ritter würde ich auch nicht direkt Plotsabotage als Absicht voraussetzen. Kann ja sein dass er eher einen Paladin im Sinne von "Feuer und Schwert" spielen will, der Gutes tun will indem er zuerst zuschlägt statt zu warten dass das Böse loslegt.

Natürlich weiß auch ich das nicht sicher, aber es sind plausible Erklärungen die nichts mit deiner ziemlich selbstbewusst aufgestellten Behauptung zu tun haben. Klar kann man auch da mal nachfragen,aber es muss nicht zwingend das Problem sein.

Hier hilft nur, die Charaktere mit den empfohlenen 5-6 Encountern weich zu kochen und ihnen dann den eigentliche Begegnung vorzusetzen. Da diese Richtlinie aber an der Spielrealität in den meisten Fällen vorbeigeht [...]
Genau das. Ich kann die SC nicht immer dazu zwingen den nächsten Kampf-Encounter zu starten ohne davor zu rasten. Außerdem wenn ich pro Spielabend 5 Kampf-Encounter spielen muss, damit das System funktioniert, machen wir nichts anderes mehr als Kämpfen.  :boxed:


Reingehaun
G4

Was das betrifft kommt es natürlich auch auf das Abenteuer an, das ich nicht gelesen habe. Aber generell kann man das schon beeinflussen je nach Umgebung oder Ziel.

Falls die Gruppe ein bestimmtes Ziel erreichen muss, kann man Zeitdruck einbauen um die mögliche Zahl an Rasten zu limitieren, vor allem an langen. Die brauchen ja alle eine gewisse Zeit mit relativ wenig Störung oder Beschäftigung.
Je nach Umgebung kann es auch sein, dass sie während der Rast gestört werden, z.B von Patroullien von Gegnern, da eine Rast ja soweit ich weiß nicht unterbrochen werden darf oder andernfalls keine Erholung bringt.

MfG Aronan
« Letzte Änderung: 03. Oktober 2016, 01:07:36 von Aronan »

Der Erzähler

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(5.Ed) SC greifen übermächtige Monster (grundlos?) an und siegen
« Antwort #16 am: 03. Oktober 2016, 14:52:37 »
Die Idee mit dem aggressiveren Nachfolger finde ich auch mehr als richtig, besonders bei einem Trollhäuptling. Prinzipiell regieren bei solchen Stämmen ja eher die stärkeren Charaktere und wenn man da sagen wir mal das Warcraft-Universum die Orcs als Beispiel nehmen, sehen wir dort ja auch, dass es dort starke, aber eher friedensbedachte Anführer wie Durotan gibt und dann gibt es auf der anderen Seite Stammesführer wie Grom Hellscream und Kargath Bladefist, deren Clans auf Brutalität und Eroberung aufbauen.
Mag sein, dass mir hier Leute widersprechen, aber ich würde es nicht unwahrscheinlich finden, wenn die Stämme der Trolle in D&D ähnliche Dynamiken haben.

Theoretisch muss der neue Häuptling ja nicht einmal ein Fanatiker sein, sondern einfach nur einer unter den Trollen sein, die gesagt haben "Wir dürfen Außenseitern nicht trauen und müssen andere Wege einschlagen um zu expandieren.", während der Häuptling (sofern ich die richtigen Quellen zu Kingmaker gefunden habe) ja versucht hatte verschiedene Stämme für sich anzuwerben.
Das kann dann theoretisch ein Häuptling sein, welcher andere Reformen in seinem Stamm durchsetzt und sich seine Verbündeten andersweitig holt (andere Trollstämme von außerhalb; Nekromantie; andere Möglichkeiten, die sich für die Region anbieten) oder aber auch ein Schamane, der die Agenda des Vorgängers fortsetzt, aber wieder andere Möglichkeiten sieht um den Stamm in seine Position zu verhelfen. Vielleicht sogar auch Teufelspakte um nicht nur einen mächtigeren Gegner zu erstellen, sondern auch um auzuzeigen, dass Hargulka's Herrschaft zwar auch nicht besser, aber zumindest berechenbarer war als die Fraktionen, die er zu Lebzeiten noch kontrollieren konnte, weil er die Risiken kannte, welche die Pläne der anderen beinhalteten/durch ihre Pläne seine eigene Herrschaft in Gefahr sah, wenn er auf ihren Ratschlag hörte.
Oder der Leibwächter, der ja scheinbar überlebt hat, wird die Nachfolge des Häuptlings und schwört Rache. Prinzipiell liebe ich es persönlich, Gegner, die frühere Begegnungen mit der Gruppe überlebt haben noch einmal auftauchen zu lassen, aber dann etwas stärker als zuvor, wenn etwas Zeit vergangen ist (zumindest wenn es sich anbietet).

Ansonsten kann ich dem, was Lhor sagt auch nicht zustimmen. Woher bitte schön soll die Gruppe wissen, dass der NSC abenteuerrelevant ist unter der Prämisse, dass sie nicht spicken um sich selbst den Spaß zu verderben? Man kann als SL zwar sagen, dass die Person "mächtig aussieht und eine wichtige Position innezuhaben scheint, angesichts ihrer Kleidung", aber daraus zu schließen, dass dieser Troll dann der Endgegner der Kampagne sein soll, halte ich für unsinnig. So was kann die Gruppe nicht wissen, außer wenn sie den Abenteuerpfad kennen.
Und ich gehe mal davon aus, dass  G4schberles Mitspieler die Fairness aufweisen sich nicht über die Handlung des Abenteuerpfades zu informieren. Kann das nicht einschätzen, da ich Abenteuerpfade nur als Ideenanregung nutze, aber ansonsten nur Spielrunden mit individuellen Abenteuern anbiete um dieses Spicken zu vermeiden (und dementsprechend auch das Improvisieren gewohnt bin, wenn etwas anders eintritt als erwartet), aber eigentlich sollte es vorauszusetzen sein - ein Kumpel von mir, der auch SL ist, leitet beispielsweise "Unter Piraten" in Pathfinder und obwohl ich die Bände mir kaufen könnte, werde ich mich nicht darüber informieren und auf mich alles zukommen lassen. Ingame hat mein Charakter das Wissen auch nicht, warum also mir Meta-Infos geben?

Aronan gebe ich von daher durchaus recht. Die Informationen, die hier zugrunde liegen legen nahe, dass die Gruppe durchaus ihre Gründe für ihr Verhalten hatte und das Problem war eher, dass die Gruppe vom Level her mit dem Häuptling und seiner Gesellschaft recht ähnlich war - 3 Level 5 Charaktere können gegen einen HG 6 und einen HG 5 Charakter durchaus locker bestehen, besonders, wenn sie ausgeruht in den Encounter gehen. Habe ähnliche Erfahrungen bereits gemacht.

Lhor

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(5.Ed) SC greifen übermächtige Monster (grundlos?) an und siegen
« Antwort #17 am: 04. Oktober 2016, 08:24:59 »
@Aronan

Zitat
Korrigiere mich wenn ich das falsch sehe, aber die Beurteilung finde ich etwas aus der Luft gegriffen mithilfe der Informationen die wir hier bekommen haben. Oder aus welchen Aussagen des Thread-Erstellers liest du das heraus?
Ich korrigiere dich gerne, da es nötig ist:

Zitat
Bisher kann es auch sehr gut sein, dass es für die Gruppe nicht offensichtlich war dass der Encounter nicht gekämpft werden sollte, da die Spieler die Statblöcke ja in der Regel nicht vor sich liegen haben. Vor allem bei einem "Boss", dessen Handlanger und einem Haustier könnte von Spielerseite schnell der Eindruck entstehen,dass hier ein Bosskampf ansteht und diese so ungewollt vermittelt bekommen,dass der Kampf beabsichtigt ist. Zwar steht im Abenteuer,dass der Kampf zu hart sein soll, aber dass das auch so rüberkommt würde ich jetzt nicht 100% voraussetzen.
Allein die Tatsache, dass ein Spieler durch Begriffe wie "Encounter" und "Endboss" entscheidet ob man jetzt kämpft oder nicht, spricht für HacknSlay. Im Endeffekt bestätigst du mich nur.


Zitat
Und nur weil ein Spieler die Klasse Paladin spielt und nicht den klassischen noblen Ritter würde ich auch nicht direkt Plotsabotage als Absicht voraussetzen. Kann ja sein dass er eher einen Paladin im Sinne von "Feuer und Schwert" spielen will, der Gutes tun will indem er zuerst zuschlägt statt zu warten dass das Böse loslegt.

Lies einfach was G4schberle geschrieben hat:
Zitat
Einem Gott dient er soweit ich weiß nicht, stattdessen hat er sich der Ideologie (nobel sein, Gutes tun, den Armen und Schwachen helfen, ...) verschrieben.
Das ist also ein absolut klassischer RG Paladin. Der Spieler hat durch Meuchelung, Hinterhalte und unprovozierten Überfall sicherlich das Thema komplett verfehlt.

Zitat
Natürlich weiß auch ich das nicht sicher, aber es sind plausible Erklärungen die nichts mit deiner ziemlich selbstbewusst aufgestellten Behauptung zu tun haben. Klar kann man auch da mal nachfragen,aber es muss nicht zwingend das Problem sein.
Ich weiß es natürlich auch nicht sicher, aber solche Spieler habe ich zu oft erlebt, als dass ich die nicht gegen den Wind riechen würde.
„Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.“
Arthur Schopenhauer

Scurlock

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(5.Ed) SC greifen übermächtige Monster (grundlos?) an und siegen
« Antwort #18 am: 04. Oktober 2016, 10:37:34 »
Na das ist ja mal eine pubertierende Truppe aus dem Bilderbuch. Grinden NPCs obwohl sie sich denken können, dass die zum Plot gehören und Paladine die Schlafende meucheln?
Das ist mitnichten ein Problem des Spielsystems oder des Plots. Die wollen HacknSlay und du anscheinend nicht. Da muss man ansetzen.
Da kannst du ja gerne den Sohn des Häuptlings nachsetzen oder so, aber den Plot werden sie so immer wieder zerstören.
Ohne neuen Gruppenvertrag kannst du das knicken.

Nicht die Spieler sind das Problem, sondern das Abenteuer. Encounter, die (erst einmal) nicht bekämpft werden dürfen, ist einfach übles Abenteuerdesign. Von den Spielern dann auch noch zu erwarten, dass sie auf Metaebene Plotencounter erkennen und deshalb auch verschonen, ist naiv, mieses Rollenspiel und lässt auf einen schlechten SL-Stil schließen. 
Es ist einfach immer damit zu rechnen, dass die Spieler etwas Dummes tun. Das liegt in der Natur des Spielers. Die Aufgabe des SLs ist dann, die Konsequenzen dieses Handelns aufzuzeigen und auszuspielen. Im besten Falle unterstützt das Abenteuer den SL dabei. Ist hier offenbar nicht geschehen, ärgerlich. Lässt sich aber wie mehrfach im Thread skizziert, einfach beheben.
Den Spielern aber pubertierendes Gehabe vorzuwerfen, ist einfach nur albern und hilft niemandem. Bei dieser Einstellung hilft kein Gruppenvertrag, sondern Nachhilfe in anständiger SL.
And now the rains weep o'er his hall and not a soul to hear...

Aronan

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(5.Ed) SC greifen übermächtige Monster (grundlos?) an und siegen
« Antwort #19 am: 04. Oktober 2016, 10:39:44 »
@Aronan

Zitat
Korrigiere mich wenn ich das falsch sehe, aber die Beurteilung finde ich etwas aus der Luft gegriffen mithilfe der Informationen die wir hier bekommen haben. Oder aus welchen Aussagen des Thread-Erstellers liest du das heraus?
Ich korrigiere dich gerne, da es nötig ist:

Zitat
Bisher kann es auch sehr gut sein, dass es für die Gruppe nicht offensichtlich war dass der Encounter nicht gekämpft werden sollte, da die Spieler die Statblöcke ja in der Regel nicht vor sich liegen haben. Vor allem bei einem "Boss", dessen Handlanger und einem Haustier könnte von Spielerseite schnell der Eindruck entstehen,dass hier ein Bosskampf ansteht und diese so ungewollt vermittelt bekommen,dass der Kampf beabsichtigt ist. Zwar steht im Abenteuer,dass der Kampf zu hart sein soll, aber dass das auch so rüberkommt würde ich jetzt nicht 100% voraussetzen.
Allein die Tatsache, dass ein Spieler durch Begriffe wie "Encounter" und "Endboss" entscheidet ob man jetzt kämpft oder nicht, spricht für HacknSlay. Im Endeffekt bestätigst du mich nur.

Nur dass die Begriffe von mir eingebracht wurden und nichts mit dem Spieler zu tun haben. Man kanns natürlich auch anders umschreiben, aber worauf ich hinaus wollte ist, dass auch in Runden in denen ich gespielt habe schon Situationen vorkamen in denen ich den Eindruck gewann, dass der DM einen Kampf geplant hat und sich hinterher herausstellte dass er nicht damit gerechnet hat. Ist also keine wirkliche Bestätigung, da ein nicht vermeiden von Kämpfen nicht das selbe ist wie HacknSlay.
Und ich würde auch nicht unbeding sagen dass in so einer Situation anhand solcher Begriffe entschieden wurde bzw. wird. Aber wenn man als Spieler den Eindruck hat dass ein Kampf eingeplant ist, versucht man eben auch nicht auf Teufel komm raus diesen zu vermeiden, sondern ist eher darauf eingestellt, dass es so gewollt ist.

Und deine Aussage, genug solcher Spieler erlebt zu haben um sie "gegen den Wind zu riechen" kann ich auch nicht ganz nachvollziehen, da wir eben wirklich wenige Informationen über die Spieler an sich haben. Selbst wenn man diese Art Spieler kennt, beruht die Einschätzung doch wahrscheinlich auf irgend etwas, dass dir diesen Eindruck vermittelt.

Die Grundfrage bleibt also: aus welcher Aussage leitest du HacknSlay ab? Oder sogar Absicht? Nach wie vor sehe ich nicht woran die Spieler hätten erkennen sollen, dass der NSC plotrelevant war oder nicht getötet werden sollte.

MfG Aronan

Der Erzähler

  • Mitglied
(5.Ed) SC greifen übermächtige Monster (grundlos?) an und siegen
« Antwort #20 am: 04. Oktober 2016, 13:37:29 »
@Aronan

Ich korrigiere dich gerne, da es nötig ist:

Zitat
Bisher kann es auch sehr gut sein, dass es für die Gruppe nicht offensichtlich war dass der Encounter nicht gekämpft werden sollte, da die Spieler die Statblöcke ja in der Regel nicht vor sich liegen haben. Vor allem bei einem "Boss", dessen Handlanger und einem Haustier könnte von Spielerseite schnell der Eindruck entstehen,dass hier ein Bosskampf ansteht und diese so ungewollt vermittelt bekommen,dass der Kampf beabsichtigt ist. Zwar steht im Abenteuer,dass der Kampf zu hart sein soll, aber dass das auch so rüberkommt würde ich jetzt nicht 100% voraussetzen.
Allein die Tatsache, dass ein Spieler durch Begriffe wie "Encounter" und "Endboss" entscheidet ob man jetzt kämpft oder nicht, spricht für HacknSlay. Im Endeffekt bestätigst du mich nur.

Passiert aber prinzipiell, da manche Gegner stärker sind als andere. Passiert sowohl auf Spielleiter-Seite manchmal als auch von Seiten der Spieler.
Mal abgesehen scheinst du mir das RPG-Genre ein wenig zu verallgemeinern, wenn du Hack'n'Slay als negativen Begriff konotierst, sofern Begriffe verwendet werden, welche im modernen Kontext in jedem PC-Rollenspiel auftreten. Mir ist zwar bewusst, dass du mit Hack'n'Slay einen altmodischen P&P Begriff hervorkramst, der selbst aber dann nicht mal wirklich der Situation gerecht wird,
weil du G4schberle und der Gruppe unterstellst das Spiel bisher so geführt zu haben, dass Level-Ups NUR über Encounter stattfanden.

Hack'n'Slay bezeichnet heutzutage aber eher Spiele wie die Diablo-Reihe, Torchlight sowie die Sacred-Reihe - und mit Ausnahme von Sacred 3 sind das alles hervorragende Spiele mit guter Storyline, einem guten Kampfsystem und dennoch anspruchsvollem Gameplay.
Was aus meiner Sicht auch eine gute Philosophie ist, die man in D&D sowie Pathfinder nutzen kann, da es dafür auch Gegnertypen gibt, die sich anbieten. Morlocks, Kobolde sowie Goblins um mal die offensichtlichsten Beispiele an Monstern zu nennen, die man gerne mal als Rudel gegen eine Gruppe schmeißt.
Und sagt D&D, dass das nicht erlaubt ist?
Nö.

Von daher denke ich lediglich nur, dass du einfach nur pauschalisierst, weil du selbst schlechte Erfahrungen gemacht hast und diese nun auf dir unbekannte Spieler abmünzt. Weiß zwar nicht, was du dir davon erhoffst, finde ich aber persönlich G4schberle gegenüber mehr als unangebracht, weil er sich Hilfe ersucht und du nichts Besseres zu tun hast als diesen Thread für persönliche Thematiken zu missbrauchen.
Kein feiner Zug von dir.



Zitat
Lies einfach was G4schberle geschrieben hat:
Zitat
Einem Gott dient er soweit ich weiß nicht, stattdessen hat er sich der Ideologie (nobel sein, Gutes tun, den Armen und Schwachen helfen, ...) verschrieben.
Das ist also ein absolut klassischer RG Paladin. Der Spieler hat durch Meuchelung, Hinterhalte und unprovozierten Überfall sicherlich das Thema komplett verfehlt.

Was du anhand dieser Passage herausliest?

Wie es ablief:
Die SC haben der Monstergruppe eine Falle gestellt und sie nach dem Gespräch hinterhältig angegriffen.
Der Kampf war zwar nicht leicht, aber bei weitem nicht so einseitig, wie ich erhofft hatte. Zum Schluss konnten die SC sogar den Anführer töten und damit den Leibwächter und das Haustier in die Flucht schlagen.
Hier steht nichts von Meuchelung. Es war ein Kampf, wo zwar eine Falle von Seiten der Spieler vorbereitet wurde, das steht jedoch nicht im Widerspruch zu einem Rechtschaffen Guten Charakter.

Um mal nochmal eine einfache Definition eines Rechtschaffen Guten-Charakters zu nennen:

Rechtschaffen gut:
Charaktere mit dieser Gesinnung glauben daran, daß eine geordnete, starke Gesellschaft mit moralisch einwandfrei handelnder Regierung ein besseres Leben für die Mehrheit der Menschen schaffen kann. Wenn die Gesetze befolgt werden und einer dem anderen hilft, wird diese Gesellschaft blühen und gedeihen.
Daher streben rechtschaffen gute Charaktere danach, den größten Gewinn für die Menschen zu erzielen und dabei den geringstmöglichen Schaden zu verursachen. Rechtschaffen gute Charaktere halten sich an ihr einmal gegebenes Wort.


Natürlich wäre jetzt interessant zu wissen, wer innerhalb der Gruppe den Plan ausgearbeitet hat die Falle zu stellen und ob es eine Vereinbarung zwischen Trollhäuptling und der Gruppe bezüglich des Gespräches gab -
aber darauf will ich nicht auch nicht hinaus, sondern auf die rot-markierte Passage.
Wenn der Trollhäuptling Hargulka genau derselbe Geselle ist wie er hier,
https://kingmaker-lures-of-majesty.obsidianportal.com/characters/hargulka
welchen ich per Websuche in Konnotation mit Kingmaker gefunden habe, dann trifft diese Stelle definitiv auf ihn zu, denn obgleich der Paladin von den Absichten des Trolls wusste oder nicht: Generell kann man bei einem Troll ebenso wie bei einem Goblin, Ork, Duergar oder Drow annehmen, dass diese Individuen langfristig einen Schaden innerhalb der Gesellschaft des Paladins verursachen werden oder können. Besonders bei einem Häuptling von deren Gattung - mag rassistisch klingen (ist es auch :P), aber es gibt Monster im D&D-Universum, wo man auch als Spieler ohne großes Vorwissen über deren Kultur erraten kann, dass da Vertrauen in deren Worte nicht die klügste Wahl ist (gegeben dem Fall, dass wir uns in der Kingmaker-Welt, somit also einem D&D-Universum befinden - wäre es irgendein anderes Universum, wo die Spieler über die Absichten der Trolle wirklich raten müssten, hätte ich G4schberle zugestimmt).

Das soll keine Verteidigung für den Paladin sein, sondern eine mögliche Erklärung, warum der Paladin so handelte, wie er handelte - und auch wenn dieses Statement vom Spieler bezüglich der Beweggründe simpel ist, würde ich es nach einiger Überlegung doch in die Kategorie zählen:
Zitat
Seine Begründung war: Er hat bereits schlechte Erfahrungen mit anderen Monstern gemacht und es bot sich ihm die Möglichkeit verhältnismäßig einfach ein weiteres mächtiges Monster zu töten.
Selbst wenn die Ausführung der Tat nicht rechtschaffen gut war, so war es dennoch das Motiv.
Ein Paladin, der andere Monster aufgrund vorheriger Erfahrungen tötet ist kein Typ, der von seiner Gesinnung abweicht, sondern einer von der Sorte "Ich trau dem Vieh nicht."
Und wie bereits erwähnt worden ist der "Feuer & Schwert"-Streiter, der potentielle Gefahrenherde lieber eindämmt als Gefahr laufen lässt, dass die sich zu einer größeren Bedrohung entwickeln.

Wenn er dann denkt, dass der Zweck die Mittel heiligt, wäre er aus meiner Sicht ähnlich eingestellt wie im Mittelalter einst mancher Kirchenfürst, welcher die heilige Schrift zu seinen Gunsten auslegt, sein Land verwaltet und ansonsten die Mühlen der Bürokratie für sich arbeiten lässt.

Jedenfalls, selbst wenn es ein Fehltritt war, reicht dies nicht für einen Gesinnungswechsel des Paladins aus aus meiner Sicht, weil es nur ein Fehltritt war.

Von daher, schön zu sehen, wie du sagst 'komplett verfehlt', obwohl selbst die Definition von Rechtschaffen Gut die Aktion bekräftigt. Ansonsten lese ich auch nirgendwo einen Widerspruch - der Paladin hat nicht dem Monster versprochen es nicht zu töten soweit ich das herauslese (G4schberle mag mich korrigieren, wenn IC tatsächlich ein ähnliches Versprechen gegeben wurde während der Session)
und aus D&D-Sicht hilft es sehr wohl der Gesellschaft, wenn böse Monster getötet werden.

Ansonsten wäre die Klasse des Paladins per se sinnlos, da ein Streiter, der nichts darf, da es seiner Gesinnung widersprechen könnte, kaum Champion eines Gottes genannt werden darf.

Zitat
Ich weiß es natürlich auch nicht sicher, aber solche Spieler habe ich zu oft erlebt, als dass ich die nicht gegen den Wind riechen würde.

Siehe oben. Du kennst nicht die Gruppe, urteilst aber, weil du schlechte Erfahrungen gemacht hast und 'angeblich' solche Spieler nach dem ersten Blick erkennst.
Ich sehe nur, dass du viele Vorurteile hast und diese Diskussion jetzt nutzen möchtest um gegen dir unbekannte Menschen zu hetzen. Bravo.

Tempus Fugit

  • Mitglied
(5.Ed) SC greifen übermächtige Monster (grundlos?) an und siegen
« Antwort #21 am: 04. Oktober 2016, 16:42:32 »
Juhu, eine neue Paladindiskussion.
Übermensch, weil Rollenspieler

Speren

  • Lektor
(5.Ed) SC greifen übermächtige Monster (grundlos?) an und siegen
« Antwort #22 am: 04. Oktober 2016, 20:01:20 »
Juhu, eine neue Paladindiskussion.
Mein Gedankengang!  :)
No one touches the faerie!

Alcarin

  • Mitglied
(5.Ed) SC greifen übermächtige Monster (grundlos?) an und siegen
« Antwort #23 am: 06. Oktober 2016, 15:36:21 »
Unterhaltsame 5 Minuten, das muss ich schon sagen
百聞不如一見。 / 百闻不如一见。 -  Einmal sehen ist besser als hundertmal hören.

Scurlock

  • Mitglied
(5.Ed) SC greifen übermächtige Monster (grundlos?) an und siegen
« Antwort #24 am: 06. Oktober 2016, 18:58:58 »
 Die letzten drei Beiträge zeigen mal wieder, warum dieses Forum nahezu tot ist.
And now the rains weep o'er his hall and not a soul to hear...

Der Erzähler

  • Mitglied
(5.Ed) SC greifen übermächtige Monster (grundlos?) an und siegen
« Antwort #25 am: 06. Oktober 2016, 21:39:56 »
Die letzten drei Beiträge zeigen mal wieder, warum dieses Forum nahezu tot ist.
Das stimmt. Aber gut, gibt es immer, dass manche Leute meinen was beitragen zu müssen, was pseudoklug daher kommt, weil es sonst nichts beizutragen gibt.

Sol

  • Globaler Moderator
(5.Ed) SC greifen übermächtige Monster (grundlos?) an und siegen
« Antwort #26 am: 06. Oktober 2016, 21:41:03 »

Ich habe eher das Problem, dass bei mir zu viele Charaktere sterben oder es einmal sogar einen Fast-TPK gegeben hat.
 
Welche Stufe haben die Charaktere? Meiner Erfahrung nach sind die Charaktere nämlich schon auf mittleren Stufen kaum noch tot zu kriegen, sofern nicht die ganze Gruppe umfällt. Die sehr nachsichtige "Death Saving Throws"-Regel sorgt zusammen mit der komfortablen Rastfunktion doch für recht unkaputtbare Helden.

Mein Problem war eher, dass ich viel zu großzügig war. Auf Stufe 10 waren die Charaktere schon so mächtig, dass sie mehrere (nicht bloß einen) Gegner, die ungefähr gleich stark waren (4 bis 5 Stück) zum Frühstück verspeist haben. Dann nahm ich hochstufige Gegner mit mächtigen Fähigkeiten. Die Folge war eine ziemliche Katastrophe. Die Kampagne musste letztlich abgebrochen werden, weil mir die Balance nicht mehr gelungen ist. Entweder die Kämpfe waren strunz langweilig oder viel zu tödlich. Den "spannenden Kampf" (der irgendwo dazwischen lag) gab es effektiv nicht mehr. Es gab nur einen spannenden, denkwürdigen Kampf mit einem komplett selbst ausgedachten Drachen mit interessanten Fähigkeiten.

Ich lerne jetzt dazu. Ich bin nicht mehr so großzügig. Und lasse nicht mehr Fünfe grade sein beim Charaktererschaffen und Gegenständen. Jetzt startet halt eine neue Kampagne (low-level).

Sorry für die späte Reaktion.
"I am Grey. I stand between the candle and the star. We are Grey. We stand between the darkness and the light." (B5)

Speren

  • Lektor
(5.Ed) SC greifen übermächtige Monster (grundlos?) an und siegen
« Antwort #27 am: 07. Oktober 2016, 06:02:19 »
Die letzten drei Beiträge zeigen mal wieder, warum dieses Forum nahezu tot ist.
Das kann man so sehen.

Man kann aber auch auf diese Art darauf hinweisen, dass eine Paladin-Diskussion fast nie gewinnbringend war, ist und sein wird. Ingame ist ein Verhalten eines Paladins zwischen ihm und seinem Gott bzw. Kodex.
Aber eigentlich ist es immer eine Sache zwischen Spieler und SL. In der Vergangenheit, in der es noch einigermaßen "handfeste" Dinge wir klare Ausrichtung der Gesinnung, etc. gab, wurde in den Diskussionen schnell klar, dass es hier auch die unterschiedlichsten Meinungen und Auffassungen gab.

Außerdem wird hier auf unterschiedlichen Ebenen diskutiert. Lhor wirft dem Spieler etwas vor, Der Erzähler versucht es auf der SC-Ebene zu erläutern. Vollkommen unterschiedliche Ansätze, die G4schberle wohl kaum weiterhelfen.

Die Quintessenz all dieser Diskussionen kann imho nur eins sein:
Ein Gespräch zwischen SL und Spieler, um einen gemeinsamen Erwartungsraum zu schaffen. Jegliche Ratschläge von aussen können vielleicht unterstützen (obwohl ich das eher für unwahrscheinlich halte), aber letzlich läuft alles auf das eine hinaus.
No one touches the faerie!

Scurlock

  • Mitglied
(5.Ed) SC greifen übermächtige Monster (grundlos?) an und siegen
« Antwort #28 am: 07. Oktober 2016, 09:36:53 »
Mein Problem war eher, dass ich viel zu großzügig war. Auf Stufe 10 waren die Charaktere schon so mächtig, dass sie mehrere (nicht bloß einen) Gegner, die ungefähr gleich stark waren (4 bis 5 Stück) zum Frühstück verspeist haben. Dann nahm ich hochstufige Gegner mit mächtigen Fähigkeiten. Die Folge war eine ziemliche Katastrophe. Die Kampagne musste letztlich abgebrochen werden, weil mir die Balance nicht mehr gelungen ist. Entweder die Kämpfe waren strunz langweilig oder viel zu tödlich. Den "spannenden Kampf" (der irgendwo dazwischen lag) gab es effektiv nicht mehr. Es gab nur einen spannenden, denkwürdigen Kampf mit einem komplett selbst ausgedachten Drachen mit interessanten Fähigkeiten.

Ich lerne jetzt dazu. Ich bin nicht mehr so großzügig. Und lasse nicht mehr Fünfe grade sein beim Charaktererschaffen und Gegenständen. Jetzt startet halt eine neue Kampagne (low-level).

Ich denke, das grundsätzliche Problem liegt nicht an Deiner Großzügigkeit, sondern viel eher an den Regelmechanismen der 5E. Deine Nachsichtigkeit hat das Problem wahrscheinlich nur verschärft.

Meine Runde habe ich bis vor kurzem in die 6te Stufe geleitet. Die von Dir beobachtete "Swinginess" ist mir dabei ab der 5ten Stufe aufgefallen. Ich konnte zwar einigermaßen gegensteuern, durch den Einsatz von mächtigeren und tödlicheren Gegnern. Hatte aber dabei recht schnell das Gefühl, dass ich dabei zunehmend die Kontrolle über die Kämpfe verliere bzw. deren Ausgang nicht mehr abschätzen konnte. Und abseits des Zulassens von "Feats" war ich weder bei der Charaktererschaffung noch bei der Verteilung von magischen Gegenständen wirklich großzügig, im Gegenteil.
Ich habe nichts gegen potentiell tödliche Kämpfe oder auch unvorhergesehene Encounter, insbesondere wenn es die Gruppe darauf anlegt. Nur ist ein Dauerzustand von Unsicherheit bei der Planung von Encountern ein Riesenproblem.
Die Ursache hierfür vermute ich vor allem in dem starken Power Creep der Klassen auf höheren Stufen im Zusammenhang mit der sehr weichen Rastregelung. Die empfohlene Encounterzahl von 5-6 bis zur nächsten Rast mag die Problematik vielleicht abfedern. Aber wie bereits geschrieben, greifen 5-6 Encounter pro Rastzyklus in den meisten Fällen an der spielerischen Wirklichkeit vorbei.
Mein SL-Nachfolger, der die Gruppe übernommen hat, hat übrigens schon bei der ersten Sitzung die gleiche Beobachtung gemacht.

Man kann aber auch auf diese Art darauf hinweisen, dass eine Paladin-Diskussion fast nie gewinnbringend war, ist und sein wird. Ingame ist ein Verhalten eines Paladins zwischen ihm und seinem Gott bzw. Kodex.
Aber eigentlich ist es immer eine Sache zwischen Spieler und SL. In der Vergangenheit, in der es noch einigermaßen "handfeste" Dinge wir klare Ausrichtung der Gesinnung, etc. gab, wurde in den Diskussionen schnell klar, dass es hier auch die unterschiedlichsten Meinungen und Auffassungen gab....
Der Erkenntnisgewinn der meisten Diskussionen hier oder auch in anderen Foren ist am Ende immer überschaubar. Ob das nun die 3000ste Paladindiskussion oder der 21000ste Diskurs über Railroading ist, ist dabei einerlei. Am Ende kann nur jeder für sich oder zumindest innerhalb der eigenen Gruppe entscheiden, wie oder was gespielt wird.
Andererseits kann jede (wiederholte) Diskussion für den ein oder anderen trotzdem eine Hilfe sein. 
Und schließlich lebt ein Forum von seinen Diskussionen. Wenn man Diskussionen aber als überflüssig erachtet, kann man sich auch gleich das Forum sparen. Insbesondere das Forum hier.

Insofern sind nicht die Paladindiskussionen überflüssig, sondern nur die trollhaften Einlassungen derer, die nichts Konstruktives beizutragen haben.
 
 
 
And now the rains weep o'er his hall and not a soul to hear...

G4schberle

  • Globaler Moderator
(5.Ed) SC greifen übermächtige Monster (grundlos?) an und siegen
« Antwort #29 am: 12. Oktober 2016, 22:14:28 »
Thema Paladin:
Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass der Paladin in der 5. Ed durch die Grundsätze seines Eids recht klar definiert ist. Für den Paladin of Devotion sind das u.A.:
Zitat
Compassion: [...] Show mercy to your foes [...].
Honor: Treat others with fairness, and let your honorable deeds be an example to them. [...]
Beides Dinge gegen die er mMn verstoßen hat.
Ich werde mich mal mit dem Spieler zusammensetzen und den Orden des Paladins etwas ausarbeiten.

Thema Encounterbalancing:
Das ist ja schon reichlich blöd (gelinde gesagt).
Gibt es irgendwelche Faustregeln, um das Encounterdesign zu korrigieren? In meinem Fall war der Encounter ja eher Hard als Deadly und besaß etwa den 3,5fachen Threshold des im DMG angegeben. Könnte man einfach den für alle Encounter zur Verfügung stehende Threshold (ab Level 5 oder so) mal 3,5 nehmen um das Problem zu umgehen?

Thema Abenteuer (Spoiler zum Königsmacher Abenteuerpfad):
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Reingehaun
G4
... berichtigt mich, wenn ich falsch liege ...