Autor Thema: Guidance  (Gelesen 1334 mal)

Beschreibung:

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

G4schberle

  • Globaler Moderator
Guidance
« am: 19. April 2017, 17:32:54 »
Da der Zauber ein Cantrip ist, kann man doch theoretisch davon ausgehen, dass er außerhalb von Kämpfen immer auf den SC liegt, oder?
Dadurch erhält quasi jeder SC auf alle Ability-Checks immer einen durchschnittlichen +2,5 Bonus for free. Ist das nicht etwas stark, gerade für Stufe 1?

Reingehaun
G4
... berichtigt mich, wenn ich falsch liege ...

Findulas

  • Mitglied
Guidance
« Antwort #1 am: 19. April 2017, 18:13:34 »
Nicht wirklich. Ich sehe da die dauerhafte Konzentration als Nachteil. Wenn der Spieler daran denkt und unschädlich den Zauber vor einem Check wirken kann, dann gerne.

Findulas

G4schberle

  • Globaler Moderator
Guidance
« Antwort #2 am: 20. April 2017, 20:02:38 »
Was meinst du mit "unschädlich"?

Konzentration wird selten ein Problem sein, da Guidance ja nur kurz vor jedem Check gewirkt werden muss. Solange man keinem Zeitdruck unterliegt, sollte das immer möglich sein.

Anstatt das man vor jedem Check erst den Guidance Zauber ausspielt wird die Gruppe dann ziemlich schnell anfangen Guidance einfach als gegebene Sache anzusehen, ähnlich wie z.B. die Marschreihenfolge.


Reingehaun
G4
... berichtigt mich, wenn ich falsch liege ...

widdi

  • Mitglied
Guidance
« Antwort #3 am: 21. April 2017, 11:42:11 »
Da der Zauber ein Cantrip ist, kann man doch theoretisch davon ausgehen, dass er außerhalb von Kämpfen immer auf den SC liegt, oder?
Dadurch erhält quasi jeder SC auf alle Ability-Checks immer einen durchschnittlichen +2,5 Bonus for free. Ist das nicht etwas stark, gerade für Stufe 1?
Vermutlich versteh ich dich grad falsch, aber zur Sicherheit: Der Zauber erfordert Concentration, kann also pro Caster nur für ein Attribut eines einzelnen SC wirken. D.h. als Standard kann man's sicher nicht betrachten und erst recht nicht für alle Ability-Checks von jedem SC.

Und wenn man das Rollenspiel nicht komplett außen vor lässt, würd ich sogar nicht mal davon ausgehen, dass der Zauber by default gewirkt ist, weil er nur eine Minute maximal hält und den SC durch die aufgewandte Konzentration von vielen anderen Dingen abhalten würde.
Missbrauchspotenzial seh ich daher überhaupt nicht.

Gruß,
widdi
Proud member of the PL
Die Kraft des Geistes ist grenzenlos - Psionics rock!

Findulas

  • Mitglied
Guidance
« Antwort #4 am: 21. April 2017, 13:54:24 »
Unschädlich heißt, dass es keinen Grund gibt, warum der Held diesen Zauber nicht wirken kann. (Gründe sind z.B. Hetze, durch anwesende NSC gehindert etc.)

Es gibt einen Sage Advice, dass die Konzentration für einen Hex-Zauber auch über die Short Rest aufrecht gehalten werden kann (hier muss aber nicht erneut eine Aktion für den Zauber verwendet werden). Auf höheren Stufen sogar bis 8h.

Bei einem Marsch führt der Guidance zu einer Bremse, das der Held jede Minute eine kleine Zauberpause einlegt. Wenn das den anderen nicht auf den Senkel geht...

Auch wie widdi sagte nur ein Held pro Zauberwirker.

G4schberle

  • Globaler Moderator
Guidance
« Antwort #5 am: 21. April 2017, 14:44:04 »
Unschädlich heißt, dass es keinen Grund gibt, warum der Held diesen Zauber nicht wirken kann.
Stimmt! Das kann natürlich sein. Aber in der überwiegenden Mehrheit der Situationen sollte der Zauber doch problemlos gewirkt werden können.

Außerdem muss die Konzetration ja nicht aufrecht erhalten werden. Es reicht völlig aus, wenn Guidance direkt vor jedem Check gewirkt wird.

Um das ganze mal an einem Beispiel zu verdeutlichen:
SL: Ihr kommt am Ort der Explosion an. Einige Mitglieder der Stadtwache halten die schaulustigen Städter von den noch immer rauchenden Überresten der Ruine ab.
Spieler 1: Ich befrage die Wache was passiert ist.
SL: Mach einen Persuasions-Check, damit dir die Wache über die bisherigen Ermittlungsergebnisse berichtet.
Spieler 2: Warte kurz! Du bekommst Guidance von mir.
Spieler 3: Währenddessen schaue ich mich um, ob ich jemand Verdächtiges erblicken kann. Der Täter kehrt immer zum Ort des Verbrechens zurück.
SL: Alles klar. Ich brauche einen Perception-Check von dir.
Spieler 2: Warte kurz! Du bekommst auch Guidance von mir.
Spieler 4: Kann ich feststellen, ob hier eventuell böse Magie am Werk ist?
SL: Ja, vielleicht. Mach mal einen Arcana-Check.
Spieler 2: Warte kurz! Du bekommst auch Guidance von mir.
...


Reingehaun
G4
« Letzte Änderung: 21. April 2017, 16:26:17 von G4schberle »
... berichtigt mich, wenn ich falsch liege ...

Zamino

  • Mitglied
Guidance
« Antwort #6 am: 21. April 2017, 18:10:46 »
Spieler 1: Ich befrage die Wache was passiert ist.
SL: Mach einen Persuasions-Check, damit dir die Wache über die bisherigen Ermittlungsergebnisse berichtet.
Spieler 2: Warte kurz! Du bekommst Guidance von mir.
Spieler 3: Währenddessen schaue ich mich um, ob ich jemand Verdächtiges erblicken kann. Der Täter kehrt immer zum Ort des Verbrechens zurück.
SL: Alles klar. Ich brauche einen Perception-Check von dir.
Spieler 2: Warte kurz! Du bekommst auch Guidance von mir.
Spieler 4: Kann ich feststellen, ob hier eventuell böse Magie am Werk ist?
SL: Ja, vielleicht. Mach mal einen Arcana-Check.
Spieler 2: Warte kurz! Du bekommst auch Guidance von mir....

Oh Gott, das wäre ja schrecklich. Als Anfänger DM versuche ich auch außerhalb des Kampfes ein Gefühl von Runden aufrecht zu halten, damit alle SCs etwas tun und nicht einer das ganze Spiel dominiert. Soll heißen: Im Beispiel oben würde ich Spieler 2 nur den ersten Zauber erlauben. Beim 2. Versuch würde ich argumentieren, dass er noch mit Spieler 1 beschäftigt ist.

Außerdem sehe ich neben der bereits genannten Konzentration auch die Reichweite „touch“ als Limitierung. Im Beispiel oben könnte Spieler 2 mMn nicht innerhalb seiner gefühlten Runde weit genug zwischen den Spielern hin und her laufen, weshalb die anderen Spieler ohne seine Unterstützung würfeln müssten. Gemeinerweise könnten die SCs natürlich argumentieren, dass sie dann also warten, bis er bei ihnen ist.

Wenn ich aber nur die Regeln betrachte, müsste theoretisch ein Spiel wie in dem Beispiel von G4schberle möglich sein, oder?

G4schberle

  • Globaler Moderator
Guidance
« Antwort #7 am: 21. April 2017, 18:39:38 »
Gemeinerweise könnten die SCs natürlich argumentieren, dass sie dann also warten, bis er bei ihnen ist.
Genau das wäre auch meine Argumentation gewesen.

Wenn ich aber nur die Regeln betrachte, müsste theoretisch ein Spiel wie in dem Beispiel von G4schberle möglich sein, oder?
Ich habe auch nichts gefunden was dagegen spräche. Deshalb komme ich zu der Aussage, dass Guidance quasi immer (wenn genug Zeit ist) einen freien +1W4 (durchschnittlich +2,5) Bonus auf alle Attributs-Checks aller SC gewährt.


Reingehaun
G4
... berichtigt mich, wenn ich falsch liege ...

Aronan

  • Mitglied
Guidance
« Antwort #8 am: 21. April 2017, 19:05:50 »
Oh Gott, das wäre ja schrecklich. Als Anfänger DM versuche ich auch außerhalb des Kampfes ein Gefühl von Runden aufrecht zu halten, damit alle SCs etwas tun und nicht einer das ganze Spiel dominiert. Soll heißen: Im Beispiel oben würde ich Spieler 2 nur den ersten Zauber erlauben. Beim 2. Versuch würde ich argumentieren, dass er noch mit Spieler 1 beschäftigt ist.

Außerdem sehe ich neben der bereits genannten Konzentration auch die Reichweite „touch“ als Limitierung. Im Beispiel oben könnte Spieler 2 mMn nicht innerhalb seiner gefühlten Runde weit genug zwischen den Spielern hin und her laufen, weshalb die anderen Spieler ohne seine Unterstützung würfeln müssten. Gemeinerweise könnten die SCs natürlich argumentieren, dass sie dann also warten, bis er bei ihnen ist.

Was diese Argumentation angeht könnten die Spieler aber ohne Probleme einwenden, dass eine Kampfrunde ja eigentlich nur Sekunden dauert. Da dann auf einmal als Spielleiter einwenden, man könne das nicht innerhalb von kurzer Zeit alles geregelt haben (zum Beispiel Laufreichweite wegen touch) finde ich etwas unglaubwürdig.
Und was meinst du mit "gemeinerweise"? Aus Sicht der Spieler ist das nicht gemein, sondern nur vernünftig.
Auch dir gegenüber kann das eigentlich nicht gemein sein, da dein Ziel ja nicht ist es ihnen schwerer zu machen.
Da fände ich es dann ehrlicher zu sagen "Leute, dass ist mir aus Balance-Gründen (oder aus welchen anderen auch immer) zu blöd, deswegen erlaube ich es in meiner Runde einfach nicht."

MfG Aronan

Roumorz

  • Mitglied
Guidance
« Antwort #9 am: 27. April 2017, 17:22:06 »
Was regeltechnisch möglich und spielweltlogisch begründbar ist, sind zwei paar Schuhe.

Cantrips können ohne Begrenzung gezaubert werden: ja.

Aber: Ein Spieler, der alle paar Sekunden exzessiv einen Zauber wirkt, ist irgendwann (Achtung: Realismus) wahrscheinlich mental ziemlich erschöpft. Vergleichbar, wie wenn jemand den ganzen Tag selbst einfache Rechenaufgaben löst, nebenbei kocht, redet und durch die Wildnis wandert. Wie wär´s mit einem Level Exhaustion, der ausnahmsweise nach einer Short Rest endet?

Zudem: der Zauber heißt ja Guidance, d.h. der Kleriker/Druide erbittet bei seiner Gottheit Führung. Wie oft will er das denn am Tag machen? Wird der liebe Gott dann nicht irgendwann genervt sein und dem SC eine Nachricht/Warnung zukommen lassen, seine Kräfte nicht zu missbrauchen für alltägliches Werk?

Um Kritik vorzubeugen: Mir geht es dabei nicht darum, dem Spieler Möglichkeiten zu nehmen, sondern Regel-Exploits zu vermeiden.

Sol

  • Globaler Moderator
Guidance
« Antwort #10 am: 27. April 2017, 17:58:25 »
Zitat
"Leute, dass ist mir aus Balance-Gründen (oder aus welchen anderen auch immer) zu blöd, deswegen erlaube ich es in meiner Runde einfach nicht."

-> Da finde ich diesen Ansatz, den Aronan präsentiert offener und "ehrlicher". Wenn man mit offenen Karten spielt, können die Spieler sicherlich Verständnis zeigen.

Zu Roumorz' Ansatz kann ich nur sagen, dass für solche "Hausregeln" (denn im Endeffekt sind das welche) jeder Spieler in meiner Gruppe zustimmen müsste. Das Wichtigste ist, dass jeder Spieler so viel Spaß wie möglich in meiner Runde hat und diese "Regelungen" könnten ja ein paar Typen von Spielern überhaupt nicht schmecken.
"I am Grey. I stand between the candle and the star. We are Grey. We stand between the darkness and the light." (B5)

Kree

  • Mitglied
Guidance
« Antwort #11 am: 27. April 2017, 19:18:32 »
Ist eigentlich unkritisch, ja es ist nicht schlecht. Die Logik begrenzt den Zauber etwas - räumliche Trennung usw. Meine Spieler (und wir haben 1 Kleriker und 1 Druiden) vergessen es sogut wie immer. Von daher habe ich es auch nie wirklich als Problem angesehen. Wenn es extrem viel verwendet wir, kann ich ja einfach den SG für bestimmte Checks erhöhen (ggf. die Stats der NSC anpassen). Da braucht man auch keine Debatte führen oder den Zauber bewerten. Als SL steht einem dieses Mittel frei.

mfg
Kree

Zamino

  • Mitglied
Guidance
« Antwort #12 am: 27. April 2017, 21:45:31 »
Wenn es extrem viel verwendet wir, kann ich ja einfach den SG für bestimmte Checks erhöhen (ggf. die Stats der NSC anpassen).

Ich halte das für keinen guten Lösungsansatz, weil dann der Zaubertrick quasi notwendig wird, um überhaupt halbwegs erfolgreich würfeln zu können. Damit erreichst du genau das Gegenteil.

Kree

  • Mitglied
Guidance
« Antwort #13 am: 28. April 2017, 08:56:20 »
Es geht dadrum das der Zaubertrick bereits massiv angewendet wird. Wenn du den SG um 1 Punkt erhöhst reicht das vollkommen aus und der Einfluss auf das Spiel ist deutlich geringer als eine permanente Debatte mit den Spielern "Du bist erschöptf... Dein Gott fühlt sich von dir genervt ... etc. pp."

Ca. 50% meiner SGs lege ich vor dem Abend fest (eher weniger), die meisten SGs lege ich in der Situation fest. Daher kann ich jederzeit nach regulieren.

Ziel ist es die Geschichte - Abenteuer zu leiten und möglichst Regeldebatten am Tisch oder fadenscheinigen Versuchen etwas zu begrenzen aus dem Weg zu gehen. Wenn man als SL der Meinung ist Guidance ist zu stark passt man eben das Abenteuer an.

mfg
Kree

P.S: Nach der Gegenteil Logik müsste ein niedriger SG zu weniger Einsatz des Zaubers führen - meine Erfahrung ist allerdings das Spieler ihre Möglichkeiten weiterhin nutzen wenn eine Strategie bereits mehrfach zum Erfolg geführt hat.

G4schberle

  • Globaler Moderator
Guidance
« Antwort #14 am: 28. April 2017, 10:05:25 »
Wenn du den SG um 1 Punkt erhöhst reicht das vollkommen aus und der Einfluss auf das Spiel ist deutlich geringer als eine permanente Debatte mit den Spielern "Du bist erschöptf... Dein Gott fühlt sich von dir genervt ... etc. pp."

Auf diese Debatte hätte ich auch keine Lust. Aber müsste der SG nicht eher um 2 erhöht werden?

Gerade wenn ich mir die langsame Progression der Skills in der 5. Ed. anschaue, empfinde ich es als sehr mächtig für einen einen Cantrip. Schließlich müsste ich 4 Attributspunkte einsetzen, um bei dem dazugehörigen Skill eine gleichwertige Steigerung zu erzielen.


Reingehaun
G4
... berichtigt mich, wenn ich falsch liege ...