Autor Thema: TOEE - das Original  (Gelesen 1504 mal)

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Gwywereth

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TOEE - das Original
« am: 10. März 2004, 20:31:37 »
 hallo,

da sich meine spieler einem total party kill hingegeben haben, wird hier demnaechst der zweite versuch, den tempel zu erobern, folgen.
wer will, kann den ersten teil (bis zum tpk) unter "story hour charakter" bei "swalin - das schild" nachlesen.

gestartet wird allerdings mit ein paar kleineren kurzen abenteuern, so dass die noetigen charaktersufen vorhanden sind, um sich gleich in den tempel zu begeben und das moathouse nicht erneut aufsuchen zu muessen.

wahrscheinlich erfolgt die erzaehlung der ereignisse in form von einem oder mehreren tagebuechern. da diese zudem als gedaechtnisstuetze (fuer die spieler) dienen sollen/werden, moechte ich bitten KEINE SPOILER, die das abenteuer betreffen, zu POSTEN. wer fragen zum abenteuer hat oder uebersetzungen benoetigt kann sich per mail an mich wenden.

besten dank und viel spass beim lesen.
 

NeuroDad

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TOEE - das Original
« Antwort #1 am: 11. März 2004, 11:27:50 »
 Ibaub Langfuss:

Ibaub hat nicht viel erlebt in seinem kuzen Leben. Aufgewachsen in der laendlichen Gegend von Grabenfurt (Grabfort) am Weihenstillsee (Whyestil Lake) war seine Kindheit behuetet und ruhig. Ibaub kam in seiner aufbrausenden Jugend zu dem, fuer Halblinge der Gegend ungewoehnlichen Schluss, dass sein Leben nicht beschaulich, sondern mehr als langweilig sei. Die Reiselust und Neugierde befluegelte ihn immer weitere Ausfluege in die Umgebeung seiner Heimat zu unternehmen. Immer in der Hoffnung eine der sagenumwogenen  Gestalten zu treffen, welche in den vielen Geschichten vorkommen oder eine der unzaehligen Crypten welche die Erde unter den Fuessen der Bewohner Grayhawks zum Grossteil ausmachen soll. Auch wenn er nichts der gleichen fand, waren die langen Wanderschaften doch eine willkommene Abwechslung fuer den jungen Halbling aus dem Clan der Langfuesse. Auf diesen Reisen lernte er auch den Glauben an Fharlangh kennen. Oft standen kleine Gebetshaeuschen am Rand von Handelsstrassen. Ibaub war begeistert von der Ueberzeugung Fharlanghs - Die Welt bereisen um sie kennen zu lernen, sich von der Neugierde leiten lassen und immer Neues sehen und erfahren. Er betete bald regelmaessig zu Fharlang um Schutz und Glueck auf seinen Reisen zu erbeten. Bald erhielt er ihn auch - mehr noch, er wurde zu einem Verkuender der Idee und Fharlangh versetzte ihn in die Lage Schutz, Heilung und was sonst auf langen Reisen von noeten ist, durch seine Zuwendung zu erhalten und anderen Reisenden zu gewaehren.
Als eines Tages Marcus Ariol den jungen Ibaub ansprach wurde die Weiche in ein neues Leben gestellt.
"Habt ihr nicht Lust meine Karavane in die unabhängigen Stadt Dyvers zu begleiten? Auch wenn mir euer Patron deutlich zu nachsichtig mit Dieben und Halunken ist, so waere mir ein Priester des Herrn der Reisenden doch sehr willkommen - denn eine Reise ist es dir wir anstrengen!"
Ibaub musste nicht lang ueberlegen, und antwortete begeistert: "Mein Herr richtet nicht, er laesst jeden leben nach seiner Art und gibt jedem Schutz der ihn benoetigt weil er sich in der Fremde befindet oder auf dem Weg in die Heimat ist. Gerne werde ich euch in die ferne Stadt Dyvers begleiten, schon immer wollte ich eine freihe Stadt sehen!"
...und so began fuer Ibaub Langfuss ein Leben als Abenteurer, denn diese Reise sollte nicht so harmlos verlaufen wie die bisherigen und die Ereignisse sollten Ibaub mit sich reissen wie ein ungezuegelter Strom einen Stamm. Aber lest selbst...

http://www.s-u-p.com/dud/ibaub.html' target='_blank'>Ibaub Charsheet

phantomas

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TOEE - das Original
« Antwort #2 am: 11. März 2004, 11:44:51 »
 Hier die Vorgeschichte meines strohdummen, haesslichen aber maechtig starken Barbaren, Bamak:


Bei einem Ueberfall von Orks auf einen Bauernhof etwas ausserhalb einer kleinen Siedlung wurde Bamaks Mutter Aima vergewaltigt und ihr Ehemann getoetet. Bamak kam also ohne Vater zur Welt, seine zwei aelteren Halb-Brueder Jesen und Marti hassten ihn, und obwohl seine Mutter stets versuchte, ihn gleich wie ihre anderen beiden Soehne zu behandeln, erinnerte Bamak sie immer an die schreckliche Nacht, die ihr Leben so veraendert hatte. Bamak, der damals noch seinen menschlichen Namen Bert trug, wurde nie in die Schule geschickt und auch sonst nicht unterrichtet. Tagein tagaus half er auf dem Hof die Tiere zu halten und die Aecker zu bestellen. So sehr er sich auch anstrengte, die Akzeptanz seiner Brueder konnte er nie erlangen. Als seine Mutter recht jung an Herzversagen starb, wurde Bert mit 17 Jahren von seinen Halb-Bruedern vertrieben und zog fortan alleine durch Waelder und kleinere Siedlungen und mied groessere Staedte. Seine Wut und seine Unzufriedenheit ueber sein bisheriges Leben lies er an Wanderern, Reisenden und anderen Passanten aus, die ihm ueber den Weg liefen. Meist ueberfiel er sie, raubte sie aus und wenn ihm danach war, toetete er sie auch oder schnitt Narben in ihre Gesichter. Auf diese Weise konnte er seine eigene Haesslichkeit und Andersartigkeit besser ertragen. Eines Tages traf Bert auf eine kleine Gruppe umherziehender Orks, die ebenfalls die Gegend unsicher machten. Bert schloss sich ihnen an, zum einen weil sie haessliche Orks waren und ihm zumindest aehnlich, teils auch weil er einfach nichts besseres zu tun hatte und die Einsamkeit satt hatte. Diese Orks, die fuer die naechsten 2 Jahre seine neue Familie sein sollten, gaben ihm auch den Orknamen Bamak, ein etwas veraechtliches Wort, das uebersetzt soviel heisst wie: Menschenkind. Richtige und volle Anerkennung sollte ihm zunaechst auch nicht zuteil werden, doch immerhin wurde er hier toleriert. Immer wieder gab es Ueberfaelle auf Doerfer. Bamak und die Orks pluenderten, setzten die Haeuser in Brand und metzelten die, die sich ihnen zur Wehr stellten, ab. Dies geschah regelmaessig und Bamak verspuerte bis dahin nie irgend eine Form von Reue ueber das, was er tat. Doch eine Nacht war anders als die bisherigen Ueberfaelle: In einem kleinen Haeuschen hatten sich eine Frau und ihre 3 Kinder versteckt, doch die Orks konnten ihre Angst riechen und fanden sie schliesslich. Sie beschlossen, mit der Frau ein bisschen Spass zu haben, und Bamak sollte beginnen. Und obwohl er nie besonders schlau war, begriff er doch die Tragweite dieser Situation: Genau das selbe musste seine Mutter vor 15 Jahren durchmachen, so war er entstanden. Er konnte nicht zulassen, dass dies nocheinmal geschah, dafuer hasste er sein Leben zu sehr. Doch sich gegen die Orks zu wenden waere sein sicherer Tod gewesen. Und so tat er, was fuer ihn die einzige bleibene Moeglichkeit war: Er nam seinen Dolch und in einem Ausbruch von Rage erstach er die Frau, die eben noch schluchzend vor ihm auf dem Boden lag und von zwei seiner Ork-Freunde festgehalten wurde. "Die heulte mir zu viel, lasst uns hier verschwinden!" Erstaunt und sehr beindruckt ueber diese ruchlose Tat folgten die anderen Orks ihm und so kam es, das Bamak sich schon bald als der Anfuehrer der Orks wiederfand. Zum ersten Mal hoerte jemand auf das, was er sagte. Er genoss diese Seite seines neuen Lebens, doch seit dieser Nacht begann er immer wieder darueber nachzudenken, was er da tat. Arme, undschuldige Menschen ermordern.... zwar hatte er seit Mutter starb stets eine innere Wut gegenueber Menschen, aber seine Mutter erzog ihn nicht zu einem gewalttaetigen Mann. Und so ueberwog nach etwa einem weiteren halben Jahr des Anfuehrens, Raubens, Pluenderns doch seine menschliche Seite, und er beschloss eines Nachts, einfach abzuhauen. Bald schon lernte er die Einsamkeit wieder zu schaetzen und er begann zu akzeptieren, dass er wohl besser auf sich alleine gestellt leben konnte als mit Anderen - seien es Orks, Menschen oder was auch immer...

Einiges Tages, erschoepft von einer erfolglosen Jagd im Wald, sass Bamak mit knurrendem Magen auf einem Felsvorsprung auf einer Lichtung. Ploetzlich hoerte er Pferdegalopp und weil er gerade absolut keine Lust auf Gesellschaft hatte, wollte er sich hinter dem Felsen verstecken, doch leider sah er nicht, dass es dahinter 10 Fuss steil bergab ging, und mit lautem Gepolter und schmerzerfuellten Schreien fiel er den Abhang hinab. Selbstverstaendlich hoerte der Reiter dies, stoppte sein Pferd und stapfte, laut rufend, in seine Richtung: "Hallo, ist da jemand? Braucht ihr Hilfe?" Bamak blieb mucksmausschen still, kniff seine Augen zusammen, und dachte insgeheim nur: "Hoffentlich sieht er mich nicht, hoffentlich sieht.... " - "Ah, da seit ihr ja! Ist etwas passiert? Braucht ihr Hilfe? Wartet, ich hol ein Seil und helf euch hoch..."
Bamak grunzte nur und rollte mit den Augen. Als er nach kurzer Zeit nach oben blickte, sah er einen gut gekleideten, kraeftigen Mann mit weisser Robe und laecherlich frisierter Gesichtsbehaarung. "Menschen und ihre Baerte, was ist das nur?" dachte sich Bamak und machte keine Anstalten, nach dem Seil zu greifen. Doch bald schon realisierte er, dass er ohne der Hilfe dieses Menschen nur schwer wieder aus diesem Loch heraus kommen wuerde, und so schnappte er sich, wenn auch widerwillig, das Seil. "Hallo, mein Name ist Marcus Ariol, Rao sei gedankt euch ist nichts passiert ausser ein paar blauen Flecken. Was tut ihr hier und wieso seit ihr in das Loch gestuerzt, so klein ist es nun auch wieder nicht dass man es uebersehen koennte. Habt ihr Durst? oder Hunger? Kommt, ich habe einen Wasserschlauch und Brot bei meinem Pferd..." - "Wieso hoeren diese Menschen nie auf zu reden?", dachte Bamak sich waehrend er seine nun voellig schmutzige Lederruestung etwas abstaubte. Doch das Wort "Brot" machte ihn noch hungriger, und bevor der Sabber ihm aus dem Maul tropfen konnte, gab er ein grunziges "Ja, Brot waere gut" von sich. Marcus hoerte nicht auf zu reden, doch Bamak ass sein Brot und warf nur gelegentlich ein "Aha" ein. Zwar wurde er nicht satt, aber wenigstens hatte er etwas im Magen, und ganz nebenbei erfuhr er auch noch die komplette Lebensgeschichte von diesem sogenannten Paladin, wie er sich nannte. Und als ihn Marcus aufforderte, ihn ein Stueckchen zu begleiten war ihm bereits klar, dass dieser Mann ein "Nein" nicht annehmen wuerde. Zumindest nicht ohne mehrstuendige Diskussion. Und so gab Bamak nach und begleitete Marcus nach Narwell. Und schon nach der Haelfte der Wegstrecke began Bamak, diesen charismatischen Mann zu bewundern. Ein Einzelgaenger und Kaempfer wie er, doch von allen geachtet und anerkannt, ja sogar angehimmelt. Menschen taten was er sagte, nicht weil sie ihn fuerchteten sondern weil sie ihn respektierten. Vielleicht wuerde es nicht schaden, ihn ein bisschen zu begleiten...

Krull

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TOEE - das Original
« Antwort #3 am: 11. März 2004, 17:22:02 »
 So und hier die Vorgeschichte meines ganz leicht "rassistischen" Paladins vom Orden der Heilsbringer des Heironius:

Rendell Siegelbrunn

Redell wuchs in einem groesseren Landgut auf, zusammen mit seinen 4 Bruedern und 2 Schwestern. Mit ihren Eltern bestellten die Geschwister das Land und zuechteten Vieh. Von den Ertraegen konnten sie sich allerlei leisten, unter anderen sogar eine Magd. Das Leben auf dem Gut war friedlich und erfuellt, doch das sollte sich jaeh aendern.

Keiner weiss den Grund, warum ein rastloser Daemon sich genau dieses Gut, genau diese Familie aussuchte, aber es geschah so. Und fortan wurde das Leben zur Hoelle auf Erden. Der Daemon tyrannisierte und quaelte die ganze Familie. Er wurde nie muede einen nach dem anderen aufs neue zu demuetigen. Oft kam er mit anderen seinesgleichen um "Spass" mit den Menschlein zu haben. Um die Siegelbrunns daran zu hindern Hilfe zu holen, wurde ihnen Gewalt und Folter bis hin zu einem qualvollen Tod angedroht. So wagte sich keiner zur naechsten Stadt, die mehrere Tagesreisen weit entfernt lag, um dort Hilfe zu erbeten. Die Familie fuegte sich in ihr Schicksal und Jahre des Terrors und der Angst lagen vor ihnen. Eines Tages brach Rendells Mutter in einem Weinkrampf zusammen und stand nicht wieder auf. Das war endgueltig zuviel fuer Rendell dem juengsten Spross der Siegelbrunns. Als die Familie die Mutter zu Grabe trug, blieb er der beerdigung fern packte stattdessen sein Hab und Gut und rannte davon, um die vermeintliche Erloesung und ein Ende aller Qualen zu finden.

Rastlos wanderte er umher und er wusste nicht was tun. Doch das Schicksal hatte die Plaene fuer ihn schon geschmiedet. Sein Gewissen plagte Rendell Tag und Nacht, auf das er Schuld war am hoechstwahrscheinlichen Tod seiner ganzen Familie. 4 Brueder, 2 Schwestern und sein Vater. Nach mehreren durchweinten Naechten als Rendell sich seiner Tat voll bewusst wurde und die Last der Schuld ihn erdrueckte, schnitt er sich mit seinem Messer die Pulsadern auf, um dem ganzen Albtraum ein Ende zu setzen.

Doch ein wandernder Priester Fharlanghns fand ihn rechtzeitig heilte ihn und sprach ihm Mut zu. Rendell jedoch verschwieg was ihm widerfahren war. Der Priester lieferte den Jungen in einem nicht so gern gesehen Paladinorden ab mit dem Namen Heilsbringer des Heironius, da dieser der naechste auf seinem Weg war. Der Orden war deswegen nicht so gern gesehen, da er nur Menschen aufnahm und bekannt dafuer war, andere Voelker nicht so hoch einzuschaetzen wie das Menschenvolk, den vermeintlich wahren Heilsbringern. Natuerlich halfen die Ordensbruedern jedem, da das Gute und Gerechte fuer jeden auf der Welt gleichermassen gilt, aber eben doch bevorzugt fuer Meschen. Rendell sollte hier eine gute Ausbildung und ein Ziel fuer sein Leben aufgezeigt bekommen. Das Ziel aber setzte Rendell sich selber. Er schwor Rache an dem Daemon zu nehmen und wenn ihn dies bis ins tiefste Abyss fuehren sollte. Der dunkle Fleck seiner Vergangenheit belastete ihn schwer, doch war genau dies der Antrieb um fortan besonders gut und rechtschaffen zu sein, und den Menschen zu helfen wo immer er nur konnte.

Jeder freie Minute verbrachte er in der hiessigen Bibliothek des Ordens und las dort einiges ueber Daemonen und deren Faehigkeiten und ueber diverse Paladinorden und deren Ziele. Eines Tages wurde er fuendig. Ein Orden von Paladinen und Klerikern die sich selber "Hueter des Grals" nannten, nur einer Sache  verschrieben: Daemon aufzuspueren, zu jagen, und fuer immer vom Angesicht der Welt zu tilgen. Nur die Besten und davon nur diejenigen mit den edelsten Absichten wuerden in den Stand eines Daemonenjaegers erhoben und erhielten die Mitgliedschaft bei den "Huetern des Grals".

Das Ziel stand nun unwiderruflich fest. Die Ausbildung zum Kaempfer und die Lehre des Heironius waren abgeschlossen. Ein neuer Paladin ward geboren. In einer grossen Zeremonie wurde Rendell zusammen mit 2 anderen Lehrlingen offiziell in den Stand des Paladins erhoben und ihm wurde sein Langschwert ueberreicht. Nun zog es ihn in die Welt hinaus, um fuer Recht und Ordnung zu sorgen, um dem Boesen die Stirn zu bieten, auf das seine Taten bekannt wuerden und er eines Tages an das Tor der "Hueter des Grals" klopfen koenne. In weiter Ferne lag das Ziel das ihm die Energie und den neuen Lebensmut gab. Doch eines hatte er gelernt: Setze einen Fuss vor den anderen Rendell, und eines Tages wirst Du ankommen. Und wo immer Du hingehst, Heironius wird dort schon auf Dich warten.

Die erste Aufgabe stand auch schon fest. Er ueberredete seine 2 frischgebackenen Paladin Freunde um mit ihm zum Gut seiner Eltern zu gehen. Nach dem Training fuer Koerper und Geist das er in dem Orden erhalten hatte , fuehlte er sich maechtig genug sich dem Daemon zu stellen, und vor allem, sich auch seiner bitteren Schuld zu stellen. Am Ort der Geschehnisse angekommen bot sich ihm ein Anblick den er nicht erwartet hatte. Das Gut war gebrandschatzt worden. Kein Stein stand mehr auf dem anderen. Die Felder waren zerstoert, kein Gras wuchs mehr auf dem einstmal fruchtbaren Boden. Eine totenstille lag ueber dem Ort. Ringsherum war immer noch schoene Natur, grosse Baeume, saftige Graeser. Nur die Stelle an der das Bauerngut frueher stand, war nur noch eine Steinwueste. Als ob saemtliches Leben aus diesem Ort herausgesaugt worden waere. Weinend machte sich Rendell auf den Rueckweg. Seine Freunde bedrueckt hinter ihm laufend, aber zuviel Angst davor zu fragen was dies wohl zu bedeuten hatte. Im innern Rendells tobten die Gefuehle wie im Sturm, aber nur der Regen in Form seiner Traenen drang nach aussen.

Den gesamten Rueckweg kreisten seine Gedanken immer nur um eines: Rassak’Shan. Dies war der Name des Daemons, der sich in all den Tagen des Schreckens und der Qualen wie eine Mischung aus Feuer und Saeure in seine Gehirnwindungen eingebrannt hatte und den er niemals wieder vergessen wuerde. Es war schon immer das erste an das er dachte wenn er aufstand, und das letzte wenn er zu Bett ging.

Im Orden angekommen wurde ihm ein Auftrag zugeteilt. Ein gewisser Paladin mit dem Namen Marcus Ariol erbat Hilfe um eine Karavane sicher nach Dyvers zu geleiten. Die Oberen waren wohl der Meinung Rendell auf seine erste Pruefung schicken zu muessen und entsandten ihn mit einem Antwortschreiben um besagten Paladin treffen und ihm seine Dienste anzubieten. Dies sollte die erste Chance in Rendells Leben werden, sich als wahrer Heilsbringer zu offenbaren…

Luvlein

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TOEE - das Original
« Antwort #4 am: 12. März 2004, 20:49:25 »
 Lynn Fyrls Kindheit
Lynn wurde in einem kleinen Weiler am Rand des Knorrenwaldes geboren. Ihre Eltern waren Bauern, die sich als Köhler ein kleines Zubrot verdienten. Die ersten sieben Jahre hatte das Mädchen mit den braunen Locken ein gutes Leben bei ihrer Familie. Aber dann kamen in ihrem achten Frühling nach der Schneeschmelze die Flüchtlinge aus den von marodierenden Banden zerstörten Nachbardörfern. Die Nahrung reichte nicht für alle. Die Wintervorräte waren aufgezehrt, die Zeit der Ernte  war noch fern, und so hielt der Hunger als grauer Gast Einzug an den Herdfeuern des Weilers. Maren, eine Anhängerin Ehlonnas, die großen Einfluß in der Dorfgemeinschaft hatte, wußte einen Ausweg: „ Ich kenne Orte, an denen man Gold finden kann. Ich denke, es ist an der Zeit, dieses Wissen zu nutzen, um unser aller Leben zu retten. Seht, im Sand des Keilbachs habe ich diese Goldkörner gefunden.“ Also begannen die Dorfbewohner und Flüchtlinge damit, Gold zu waschen, und Maren brachte es in die Stadt, um damit Lebensmittel zu kaufen.
Die Nachricht vom Gold am Keilbach sprach sich schnell herum, obwohl Maren sich bemühte, den Fundort geheim zu halten. Glücksritter und zwielichtige Gestalten folgten dem Lockruf des Goldes, und bald waren die Bewohner des kleinen Ortes ihres Lebens nicht mehr sicher. Lynns Vater kam oft grün und blau geschlagen nach Hause. Die anderen Familienmitglieder wagten gar nicht mehr, den Hof zu verlassen. Bald beschlossen die Dorfbewohner unter der Führung von Maren, sich zur Wehr zu setzten. Der Konflikt eskalierte, das Dorf wurde geplündert und niedergebrannt, Lynns Vater wurde erschlagen und viele andere mit ihm.
Lynn würde nie vergessen, daß die guten Absichten einer Ehlonna-Anhängerin Tod, Verderben und Zerstörung über ihr Zuhause gebracht hatten.
Die Fyrls zogen in die Stadt und lebten dort in Armut. Lynn sehnte sich nach den Wäldern, in denen sie ihre Kindheit verbracht hatte. Nach einigen Jahren verließ sie ihre Mutter und ihren Bruder und zog durch den Knorrenwald, bis sie einen Druiden Obad-Hais fand, der sie bei sich aufnahm.

Lynn Fyrl wird Priesterin

Es war der Morgen nach einer mondlosen, aber sternenklaren Nacht. Die dem Morgen zugewandten Flanken der Hügel rings um den Tan Karrek entflammten im Licht des aufsteigenden Sonnenballs. Doch noch herrschte die Kälte, das Vermächtnis der Dunkelheit, und Lynn, die die Nacht ohne Schlaf und Nahrung verbracht hatte, zitterte am ganzen Leib. Sie kauerte auf dem schwarzen Gipfel des Vulkans und roch die Schwefeldämpfe, die aus dem Krater hinter ihr entwichen. Sie spürte, daß dies die richtige Zeit und der richtige Ort waren. An diesem perfekten Morgen würde Obad-hai sie gewiß erhören und ihre Dienste annehmen. Die Druiden hatten behauptet, ihr würde das nötige Gespür für Pflanzen und Tiere fehlen, aber sie wußte: das Reich von Obad-Hai bestand nicht nur aus den Lebewesen des Waldes, sondern auch aus den elementaren Gewalten von Feuer, Erde, Wasser und Luft, die durch ihren ewigen Kampf Mutter Oerth fruchtbar machten.
Lynn richtete sich auf und wandte sich der Holzpyramide zu, die sie in der Nacht errichtet hatte. Welch eine Qual war es gewesen, all die Kiefernknüppel von der Waldgrenze hier herauf zu schleppen. Hoffentlich würden die Mühen das Opfer heiligen. Lynn sprach ein Gebet zu Obad-Hai und spreizte ihre Finger. Flammen schossen aus ihren Fingerspitzen und bildeten einen lohenden Fächer, der den Holzstoß erfaßte und in Brand setzte. „Obad-Hai wirkt seine Wunder durch mich!“ rief Lynn in den Morgen hinaus. Licht, Hunger, Glück und Erschöpfung erzeugten ein seltsames Gefühl der Schwerelosigkeit in Lynn. Sie begann um ihr Feuer herum zu tanzen, erst taumelnd und unbeholfen, dann aber immer ekstatischer. Sie tanzte, bis das Feuer heruntergebrannt war und die Sonne hoch am Himmel stand
For one so unlike a whale, you blubber well.

Papnaas

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TOEE - das Original
« Antwort #5 am: 15. April 2004, 17:34:21 »
 Hi,

etwas verspätet, aber immer noch schneller als gewisse andere Charaktere :P, möchte ich hier nun die Vorgeschichte zu meinem Druiden Saterus (gesprochen Sateeerus  ;)) posten.
Ist etwas länger geworden, was vermutlich wie immer ein schlechtes Zeichen ist, aber es hat so einen Spass gemacht das zu schreiben und ausserdem hat mein Charakter ja schon viel erlebt!!!

Saterus ist der drittgeborene Sohn einfacher Bauersleute aus dem Gnarley Wood. Als großes, jedoch eher durchschnittlich starkes Kind, war schnell klar, daß Saterus auf dem elterlichen Hof nicht gerade eine Verstärkung darstellte. Er war sehr aufgeschlossen und interessierte sich vor allem für die Tiere, keineswegs jedoch für die tägliche, harte Arbeit.
Etwa zehn Jahre nach der Geburt von Saterus erledigte ein Druide namens Larus einige leichte Gartenarbeiten auf dem Hof, um sich ein dringend benötigtes Kilo Salz zu verdienen. Der junge Saterus war sofort fasziniert vom Wissen und der Ausstrahlung des Druiden und verfolgte Larus auf Schritt und Tritt. Er konnte nicht genug bekommen von den spannenden Geschichten über die grazilen Elfen, die stinkenden, jähzornigen Zwerge und viele andere Gestalten, denen der Druide auf seinen Wanderungen begegnete.
Auch dem Druiden schien das aufgeschlossene Wesen des Kindes zu gefallen, denn er kam fortan immer öfter auf den Bauernhof. Den Eltern war dies ein Dorn im Auge, da Saterus nun auch für die leichteren Arbeiten unnütz war, er hatte nur noch diesen Druiden und seine Geschichten im Kopf. Nach einigen Wochen hatten die Eltern ein einsehen und baten den Druiden, sich um den Jungen zu kümmern und Ihn zu sich in die Lehre zu nehmen. So war allen Seiten geholfen, die armen Bauern hatten ein hungriges Maul weniger zu stopfen, der Junge konnte ungehindert seinen Interessen nachgehen und der Druide konnte sein Wissen an einen sehr gelehrigen Schüler weitergeben.
Der frühe Beginn seiner Lehre und die Intelligenz des Jungen, gepaart mit der Begeisterung des Jungen für alles Unbekannte, führten dazu, dass der Junge schon mit 18 Jahren das geheime Ritual zum Druiden vollziehen konnte. Dabei wurde dem jungen Mann auch sein jetziger Name verliehen. Es war die Zeit gekommen, um eigene Erfahrungen zu sammeln...

...und diese sollten sich als schwieriger erweisen, als Saterus lieb war.
Eines morgens sah Larus sehr betrübt aus. Ihn schienen große Sorgen zu bedrücken und nachdem er mit Saterus eine Weile nur über belanglose Themen sprach, fasste er sich ein Herz und gab Saterus den Auftrag nach Homlet zu einem befreundeten Druiden zu reisen. Warum Larus ihn nicht begleiten konnte, oder was er bei diesem Jahu erledigen sollte, diese Antworten bleib ihm Larus schuldig und Saterus hatte den Eindruck, als fiel dem Druiden der Abschied schwerer als jemals zuvor...
In Homlet angekommen, dämmerte Saterus langsam, was seinen Lehrmeister so bedrückt hatte. Jahu erzählte Saterus von einem Tempel, der vor langer Zeit in der Nähe von Homlet stand und das Böse geradezu magisch angezogen hatte. Zwar wurde der Tempel zerstört und versiegelt, doch mehrten sich Anzeichen und Gerüchte, dass der Tempel wieder zu neuem Leben erweckt worden sei und langsam wieder an Macht und Anziehungskraft gewinnt. Saterus bekam von Jahu den Auftrag im Tempel und einem Vorposten namens Sumpffestung nach dem Rechten zu sehen.
Einige erste Streifzüge durch Homlet lieferten weitere Anzeichen, dass die Menschen in der Region eine unsichtbare Bedrohung spürten, denn Rufus und Burnes, die Stadtoberen ließen eine große Festung errichten und die Stadtwache war omnipräsent. Zu Saterus Erstaunen boten ihm die Stadtväter Geld für die Beseitigung jeglichen Gesindels aus der Sumpffeste, so dass Saterus seinen druidischen Auftrag mit seinem ersten selbst verdienten Geld verbinden konnte. Da ihm die Aufregung der Bevölkerung jedoch etwas Angst machte, konnte Saterus einige Gestalten, die er im Gasthaus "Zum freundlichen Flittchen" kennenlernte, überreden, mit ihm gemeinsam die Sumpffestung zu besuchen.
Das schöne daran war, dass Saterus sich zum ersten Mal in seinem Leben einem leibhaftigen Elfen gegenüber sah. Enkidu Erresken, allein dieser Name klang nach Abenteuer in seinen Ohren. Leider allerdings war dieser Elf alles andere als freundlich und so ganz anders als die Elfen in Larus Erzählungen.
Tatsächlich, in der Sumpffestung hatte sich offenbar eine Gruppe von gemeinen, hinterhältigen Dieben eingenistet, die der Gruppe bereits beim ersten Besuch das Leben schwer machten. Es ist wohl seiner mangelnden Erfahrung zuzuschreiben, dass Saterus die Meute mit einem Entangle-Spruch fesselte, der auch einen Teil der eigenen Gruppe betraf. Um so schlimmer, dass sich die Mehrzahl der Fernkampfwaffen auf der Seite der Schurken befand, die sich Ihrer auch reichlich bedienten. Schwer verwundet und zutiefst erschrocken über die Entdeckung der eigenen Unerfahrenheit, kehrten Saterus und Prometheus allein nach Homlet zurück. Glücklicherweise konnten seine Gefährten sich aber aus der misslichen Lage befreien.
Die weiteren Besuche in der Festung verliefen für den jungen Saterus noch unerfreulicher. Es zeigte sich, dass das Diebesgesindel nur die Spitze des Eisbergs war. In den Kellerräumen der Festung hauste unnatürliches, untotes Gebein und ätzend grüner Schleim. Das schlimmste aber war ein Kampf gegen hyänenköpfige Gnolle, die mit Ihren Äxten der Gruppe tiefe Wunden schlugen. Mitten im erbitterten Kampf mit zwei Gnollen konnte Saterus aus dem Augenwinkel den fürchterlichen Axthieb eines dieser Wesen erkennen, doch die Zeit war zu kurz, um den Schlag auch nur notdürftig zu parieren und plötzlich war es sehr dunkel um Saterus...

...was folgte war ein Gefühl unglaublicher Erleichterung. Der Kampf, die Anspannung, die Sorge um den Tempel, alles schien von Saterus abzufallen. Er fühlte sich leicht, fast fröhlich und doch einsam. Wo war Prometheus, sein Gefährte, der in den letzten Jahren kaum von seiner Seite gewichen ist? Das Seltsame war, dass er Ihn nicht einmal spüren konnte, wie sonst, wenn sich der Wolf nicht in seiner unnmittelbaren Nähe befand und dennoch eine Art Verbindung zu ihm hatte. Überhaupt schien Saterus keinerlei Empfindung wie Schmerz mehr zu besitzen, als hätte man seinen Körper von seinem Geist getrennt. Er versuchte aus dem Traum wieder aufzuwachen, doch es wollte ihm einfach nicht gelingen, sein Bewusstsein wieder zu erlangen...

Ohne jegliches Gefühl für Raum und Zeit dämmerte Saterus in diesem Zustand, bis er plötzlich das Gefühl hatte eine vertraute Stimme zu vernehmen. Ja, er hörte es immer deutlicher und wenn ihn seine wieder erlangten Sinne nicht gänzlich aufs Glatteis führten, so handelte es sich hier um Jahu, der in der geheimen Druidensprache einige Formeln aufsagte, die Saterus noch nie zuvor gehört hatte. Das ist es, Jahu konnte ihm sicher aus diesem unschönen Zustand befreien. Und so versuchte er zu schreien, doch er konnte nur das Gemurmel des Druiden hören. Saterus hatte Angst. Angst dass er für immer in diesem Traum gefangen sei, ohne seine Lehrmeister und ohne seinen tierischen Freund. Wieder und wieder versuchte er sich bemerkbar zu machen und die Aufmerksamkeit des Druiden auf sich zu lenken. Er zappelte und schrie, bis ihm plötzlich die Ohren schier platzten bei der Wiedergabe eines schier ohrenbetäubenden tiefen Grunzens unbekannter Herkunft. Vor Schreck riss er die Augen auf und die folgende Überflutung seines Gehirns mit Reizen drohte für einen Augenblick sein wiedergewonnenes Bewusstsein wieder zu verdrängen. Doch bald erkannte er das vertraute Gesicht von Jahu, der verwundert, aber irgendwie erleichtert und vor allem voller Erschöpfung auf ihn herabblickte. Doch irgendwas war anders an seinem Gesicht. Eine Farbe, die er noch nie zuvor im Gesicht eines Menschen erblickt hatte. Langsam und vorsichtig drehte er seinen Kopf, um sich umzublicken. Auch diesmal schienen ihn seine Sinne im Stich zu lassen, denn er schlug sich den Kopf auf der Tischplatte, auf der er offenbar lag, an. Abermals überkam ihn das ungute Gefühl, dass sich etwas grundlegendes geändert hat, aber er konnte einfach keinen klaren Gedanken fassen. Als er sich aufrichten wollte drückte ihn Jahu sanft aber bestimmt auf den Tisch zurück und bedeutete ihm sich noch ein wenig auszuruhen. Er selbst sei jetzt zu erschöpft ihm alles zu erklären. Voller Angst fiel Saterus erneut in einen unruhigen Schlaf und wurde am nächsten Morgen von Jahu geweckt.
Immerhin schien sich sein Zeitgefühl wieder eingestellt zu haben, doch der Blick mit dem Jahu ihn erneut bedachte verhieß nichts gutes.

"Es tut mir leid!", begann er, "Du bist im Kampf gegen einige Gnolle in der Sumpffestung gestorben." Mit vor Staunen geöffnetem Mund verfolgte Saterus die Worte des Druiden. "Deine Weggefährten haben Deinen Leichnam aus der Festung geborgen und ihn mir für eine angemessene Beerdigung überreicht. Aus Sorge um meinen alten Freund Larus und aus der Schuld heraus, die ich auf mich geladen habe, als ich Dich alleine mit dieser Aufgabe betreute, entschloss ich mich zu einem schwierigen Ritual, dass Tote wieder erweckt. Nun ja, es hat geklappt, hier liegst Du, soviel zu den guten Nachrichten..." Saterus war sich nicht sicher, ob er sich über diese Nachrichten freuen sollte und schon bald hatte er die Gelegenheit diese Unsicherheit zu beseitigen.

"Tja, der Spruch ist mir gelungen, allerdings gibt es nur eine 15-prozentige Chance wieder als Mensch reincarniert zu werden... Es hätte weissgott schlimmer kommen können..." Saterus wäre am liebsten aufgesprungen und hätte das, was Jahu sich nicht zu sagen traute mit blossen Händen aus ihm herausgepresst. Eine Eigenschaft, die der bislang friedliebende Mensch noch nie an sich beobachtet hatte. Er führte diesen Gefühlsausbruch aber auf seine momentane Situation zurück...
"Sieh Dich an, Du bist ein Zwerg!"

...

Saterus spürte kochende Wut in sich aufsteigen, jedenfalls nahm er an, dass dieses Gefühl unbändige Wut darstellte. Ja, es hatte sich etwas verändert und so langsam sickerte die Gewissheit in sein Bewusstsein, dass er sich für den Rest seines Lebens an diese neue Situation gewöhnen muss. Er war gefangen in dem stinkenden Körper eines dieser finsteren Grottenwühler, die er so verabscheute!



Saterus erblickte seinen neuen Körper zum ersten Mal in der spiegelden Wasseroberfläche eines nahegelegenen Waldsees. Bislang hatte er nur wenig mehr als einen kleinen runden Bauch gesehen, der sich ein wenig über seinen Gürtel zu quellen schien. Doch wenn er jetzt im Wald umher lief bemerkte er, dass das Laufen ihm doch erhebliche Schwierigkeiten bereitete. Zwar fühlte er sich stärker und zäher als jemals zuvor, doch diese kurzen Stumpen, die man kaum Beine nennen konnte, wollten sich einfach nicht schneller bewegen, ganz abgesehen von der Kletterei in den etwas unzugänglicheren Waldgebieten.
Was er in seinem natürlichen Spiegel sah, erschreckte Saterus mehr, als er befürchtete. Die Zwergengestalt die er vor sich hatte war gerademal etwas über 1.20 groß und war über und über von schmierigen braunen Haaren bedeckt. Die Sturmfrisur im Afro-Look ging nahtlos in einen langen Bart über, der in zwei Zöpfe geflochten bis zum Gürtel herabreichte (auch wenn dies für normale Verhältnisse nicht sehr lang war). "Immerhin muss ich mich nicht an ein neues Geschlecht gewöhnen!", dachte er sich und in der Tat, mit zähen Muskeln bepackt, sah er trotz des Schmerbauchs durchaus männlich aus. Die Bräune seiner Haut tat ihr übriges, obwohl er eher das Gefühl hatte, sich sofort in ein heißes Bad begeben zu müssen, als das diese Bräune natürlichen Ursprungs sei.
Das schlimmste war, dass sich seine Stimme verändert hatte. Sie war deutlich tiefer als zuvor und noch lange Zeit erschreckte sich Saterus über seine eigenen Worte. Sogar Prometheus schien manchmal seinen Befehlen nicht mehr zu gehorchen.
"Es hätte wirklich schlimmer kommen können", dachte Saterus, "immerhin hätte ich auch als fieser Gnoll wiedergeboren werden können! Aber das ist auch schon alles..."