Autor Thema: Erstellungsverfahren des Abenteuers  (Gelesen 9430 mal)

Beschreibung:

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Matrix

  • Globaler Moderator
Erstellungsverfahren des Abenteuers
« am: 16. November 2006, 21:10:22 »
So, Freunde der Nacht  :D
wenn's dann tatsächlich ans Ausarbeiten geht, brauchen wir ein System nach dem wir vorgehen. Hier mal ein paar Vorschläge:

- Schritt-für-Schritt
Als erstes eine Abenteuerübersicht, in der die Geschichte und jede Begegnung kurz angerissen wird, damit man weiß, um was es geht. Danach wird jede Begegnung der Reihe nach geschrieben.
Vorteil: Der Zusammenhang wird gewahrt, es wird detaillierter.
Nachteil: Braucht sehr lange, und man kann sich in den Details verfangen/ sich nicht enig werden (kann aber von dem her überall sein, aber man diskuttiert automatisch länger drüber).

- Parallel
Am Anfang wird eine Abenteuerübersicht ausgearbeitet, in der alles kurz angerissen wird. Danach arbeitet man paralell an allen Begegnungen.
Vorteil: Es ist schneller, es kann an mehreren Baustellen gearbeitet werden.
Nachteil: Wenn die genaue Zusammenarbeit nicht klappt, passen die Begegnungen nicht mehr zusammen. Wenn am Anfang  nochmal was geändert wird, zieht sich das durch...

Mehr fallen mir gerade nicht ein, falls aber noch jemand was hat, editieren wir's.
Gleisarbeiter sind die faulsten Arbeiter der Welt. Immer wenn ich mit dem Zug an denen vorbei fahr, stehen die nur rum!

Wormys_Queue

  • Mitglied
Erstellungsverfahren des Abenteuers
« Antwort #1 am: 17. November 2006, 00:45:24 »
Der Schritt-für-Schritt-Ansatz hat so seine Tücken. Wenn alle gleichzeitig am selben Themenpunkt arbeiten, bekommt man fast automatisch Probleme mit der Synchronisation. Jede kleine Veränderung muss diskutiert werden, damit alle jederzeit auf dem gleichen Stand sind. Letzten Endes geht das im Normalfall so aus, das eine Person einen Arbeitsschritt vollführt, und alle anderen warten, bis er fertig ist. Das ist nicht nur sehr ineffizient, es verschwendet auch eine Menge Kreativität.

Wir sollten also eher schauen, dass wir zu Beginn eine einigermassen gute Gliederung des Abenteuers hinbekommen, wobei wir uns schon zu Beginn klarwerden müssen, wie die Übergänge zwischen den einzelnen Teilen auszusehen haben. Wenn das steht, kann man die einzelnen Teile recht leicht auf Einzelpersonen oder kleinere Gruppen aufteilen, die dann parallel an verschiedenen Stellen arbeiten.

Ich hab mal eine sehr grobe mögliche Gliederung des Abenteuers erstellt, um zu erläutern, was ich meine. Das Layout entspricht dem typischer Kaufabenteuer.

Flucht aus Darguun (Arbeitstitel)

Gliederung:

1. Einleitungstext
2. Hintergrund
3. Kurzzusammenfassung
4. Einstiegsmöglichkeiten ins Abenteuer
5. Kapitel 1 – Das Lager (beschreibt die Lokalität und wichtige NSCs)
    -  Ereignis 1 – Tod eines Sklaven (fiel mir so nebenbei ein, um die Brutalität des Lagerlebens zu beschreiben, führt einen besonders fiesen NSC-Sklavenhändler ein)
    - Ereignis 2 – Kampf in der Arena (Idee von PB)
    - Ereignis 3 – Eine Nacht voll Schrecken (der Überfall)
6. Kapitel 2 – Die Flucht zum Marguul-Pass
7. Kapitel 3 - Die Fallen von Sterntor
8. Kapitel 4 – Freiheit oder Tod (Idee: die Garnison von Sterntor gerät in einen Kampf mit den verfolgenden Goblinoiden, die SC stecken zwischen den Fronten, es kommt zum Showdown mit dem Sklaventreiber aus Ereignis 1)
9. Der Abschluss des Abenteuers

Nehmen wir jetzt mal an, Person A schreibt an Kapitel 1, Person B schreibt an Kapitel 2. Du sprichst das Problem an, dass Änderungen sich durch das ganze Abenteuer ziehen können, daher sollten wir versuchen, so etwas zu vermeiden. Am einfachsten geht das, wenn wir im Vorfeld bestimmen, was Person B von Kapitel 1wissen muss, und was nicht. Glücklicherweise ist das gar nicht mal so sehr viel: Person B muss wissen, wie Kapitel 1 ausging (mit der Flucht der SC) und vielleicht noch, welche NSC von der Feindseite ihr zur Verfügung stehen, um sie in Encounter einzubauen (auch das lässt sich vorher festlegen). Wie jetzt aber genau die Nacht des Überfalls verlief, ist für Kapitel 2 aber eher unerheblich.

Das ist jetzt sicher etwas vereinfacht ausgedrückt, aber wir sind ja alle nicht auf den Mund gefallen, Kommunikation untereinander sollte also nicht unser grösstes Problem sein. :wink:
  Allerdings sollten wir uns auf alle Fälle nach jemandem umschauen, der das Lektorat für uns übernimmt. Diese Person sollte idealerweise nicht zum Kreis der Abenteuerschreiber gehören, um Betriebsblindheit zu vermeiden. Wobei wir uns auch gegenseitig lektorieren können, aber das sollte - denke ich jedenfalls - eher die ALternativlösung sein.
Think the rulebook has all the answers? Then let's see that rulebook run a campaign! - Mike Mearls
Wormy's Worlds

meist3rbrau

  • Mitglied
Erstellungsverfahren des Abenteuers
« Antwort #2 am: 17. November 2006, 13:14:01 »
Um Kommunikationsprobleme zu vermeiden, würde sich vielleicht ICQ o.ä. Chatprogramm anbieten. Das solltet ihr mal überdenken.

edit: Lektorat lese ich gerade? Da biete ich mich hiermit offiziell an! :wub:
Anti-Psionic-Liga[/url]

Matrix

  • Globaler Moderator
Erstellungsverfahren des Abenteuers
« Antwort #3 am: 17. November 2006, 13:43:33 »
Wenn wir alle wirklich zusammenarbeiten und das gut koordinieren (IRC wäre auch eine gute Möglichkeit) dann funktioniert das nach deiner Methode bestimmt.
Dann gäbe des da noch andere zusätzliche Jobs zu verteilen:

- Layout (würde ich übernehmen)
- Karten
- Lektorat (würde ja meist3erbrau übernehmen)
- Illustrationen evtl.
was ich auch nett fände: Musiktipps für einzelne Begegnungen
- mögliche Miniaturen für Begegnungen  :D

Und was mir noch auf der Seele brennt:
Machen wir die Werte auf Deutsch oder Englisch. Mir wären Deutsche viel lieber, ist ja schließlich auch ein deutsches Abenteuer. Aber wie seht ihr das?
Gleisarbeiter sind die faulsten Arbeiter der Welt. Immer wenn ich mit dem Zug an denen vorbei fahr, stehen die nur rum!

meist3rbrau

  • Mitglied
Erstellungsverfahren des Abenteuers
« Antwort #4 am: 17. November 2006, 13:50:27 »
Jupp, bin ich auch für. Auch ich arbeite nämlich (fast) aussschließlich mit deutschsprachigen Materialien.
Anti-Psionic-Liga[/url]

hewimeddel

  • Mitglied
Erstellungsverfahren des Abenteuers
« Antwort #5 am: 17. November 2006, 14:05:37 »
Ich bin für "Deutsch". So ein Mischmasch (Deutscher Text, englische Werte) wie teilweise beim Abenteuerwettbewerb ist schrecklich.

tschau,
hewi
"The right way to play guitar is to play thrash metal" (Mike Mearls)

Wormys_Queue

  • Mitglied
Erstellungsverfahren des Abenteuers
« Antwort #6 am: 17. November 2006, 20:08:07 »
Ich bin auch für Deutsch (des Gesamteindrucks wegen, das Mischmasch gefällt mir auch nicht), allerdings hab ich fast ausschliesslich englische Ausgaben der Regelwerke. Da müsste dann im Zweifelsfall der Lektor an meinen Texten die Stellen ausbessern, an denen ich die deutschen Begriffe nicht kannte oder falsch wiedergegeben habe.

Karten und Illus hab ich zwar auch schon mal selbst erstellt, aber zu meinen Stärken gehört das eher nicht. Zumindest nich, wenn es irgendwie professionell aussehen soll. Im Notfall könnte ich was versuchen, aber wenn sich dafür jemand besseres finden würde, wäre ich mehr als glücklich.
Think the rulebook has all the answers? Then let's see that rulebook run a campaign! - Mike Mearls
Wormy's Worlds

Der Tod

  • Mitglied
Erstellungsverfahren des Abenteuers
« Antwort #7 am: 17. November 2006, 22:50:05 »
Tja, irgendwie hat Wormy exakt meinen Post vorweggenommen! So spart man Arbeit! :D

Pestbeule

  • Mitglied
    • Blog zur aktuellen Königsmacher-Kampagne
Erstellungsverfahren des Abenteuers
« Antwort #8 am: 18. November 2006, 15:45:39 »
Zum Layout!

Ich bin absolut kein Fan von Spielwerten am Ende des Abenteuers. Ich hätte die NSC gern mit kompletten Werten wie sie in der Begegnung auftauchen. Außerdem finde ich das alte NSC Format besser, da kürzer. Mit dem neuen kann ich mich immer noch nicht so recht anfreunden. Bei dem NSC Format lass ich mit mir verhandeln^^
"Since it is difficult to join them together, it is safer to be feared than to be loved when one of the two must be lacking."
http://pestbeule.blog.de/

Wormys_Queue

  • Mitglied
Erstellungsverfahren des Abenteuers
« Antwort #9 am: 18. November 2006, 15:53:27 »
Zitat von: "Pestbeule"
Zum Layout!
Ich bin absolut kein Fan von Spielwerten am Ende des Abenteuers. Ich hätte die NSC gern mit kompletten Werten wie sie in der Begegnung auftauchen.

Bin ich prinzipiell auch dafür. So was im Anhang sehe ich auch nur im Ausnahmefall als gerechtfertigt an (bei ganz besonderen Monstern wie im Age of Worms-AP).

Zitat
Außerdem finde ich das alte NSC Format besser, da kürzer. Mit dem neuen kann ich mich immer noch nicht so recht anfreunden. Bei dem NSC Format lass ich mit mir verhandeln^^

Als ich den Satz las, ist mir aufgefallen, dass ich gar nicht mehr weiss, wie das alte Format genau aussah ;).
  Im Ernst, ich bin eher für das neue Format, da dieses ja auch zunehmend das sein wird, an das die Spielleiter, die unser Abenteuer (hoffentlich) benutzen, gewöhnt sind. Das sollten wir in unsere Überlegungen mit einbeziehen (zugegeben, ich mags auch persönlich ganz gerne). Aber im Endeffekt würde ich mich deswegen nicht streiten.
Think the rulebook has all the answers? Then let's see that rulebook run a campaign! - Mike Mearls
Wormy's Worlds

Eldan

  • Mitglied
Erstellungsverfahren des Abenteuers
« Antwort #10 am: 18. November 2006, 15:58:17 »
Ich kenne das neue Format gar nicht, kann man das irgendwo ansehen?
Wenn man davorkniet sieht alles grossartig aus.

Pestbeule

  • Mitglied
    • Blog zur aktuellen Königsmacher-Kampagne
"Since it is difficult to join them together, it is safer to be feared than to be loved when one of the two must be lacking."
http://pestbeule.blog.de/

Matrix

  • Globaler Moderator
Erstellungsverfahren des Abenteuers
« Antwort #12 am: 19. November 2006, 09:56:10 »
Ich wäre auch für den neuen Statblock!
Gleisarbeiter sind die faulsten Arbeiter der Welt. Immer wenn ich mit dem Zug an denen vorbei fahr, stehen die nur rum!

Tex

  • Administrator
    • Netiquette
Erstellungsverfahren des Abenteuers
« Antwort #13 am: 28. November 2006, 19:25:54 »
Zitat von: "Wormys_Queue"
 Allerdings sollten wir uns auf alle Fälle nach jemandem umschauen, der das Lektorat für uns übernimmt. Diese Person sollte idealerweise nicht zum Kreis der Abenteuerschreiber gehören, um Betriebsblindheit zu vermeiden.


Würde mich da ebenfalls anbieten, ich mache das ja sowieso schon fürs Gate im Allgemeinen, da kann ich bestimmt auch noch ein Abenteuer dazwischenschieben (sofern mich Talamar nicht genau dann mit tausend Rezis zuballert ;) ).
Ceterum censeo Carthaginem esse delendam

Duty Calls.

hewimeddel

  • Mitglied
Erstellungsverfahren des Abenteuers
« Antwort #14 am: 11. Dezember 2006, 13:16:37 »
Projekt schon tot?

@Projektleitung (Matrix33?):   Zuständigkeiten verteilen könnte hilfreich sein :)

tschau,
hewi
"The right way to play guitar is to play thrash metal" (Mike Mearls)