Autor Thema: RPG-Points  (Gelesen 7711 mal)

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Belwar

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RPG-Points
« Antwort #15 am: 05. Juli 2009, 09:51:18 »
Ich für mein Teil gebe auch desöfteren APs an Einzelne für gutes Rollenspiel, im Sinne von logisch-konsequentem Handeln, aber keine XP.

DMs die meinen, ihre Spieler "erziehen" zu müssen, haben vermutlich gravierende psychische Defizite ;)
Und was machst du ;)

Wormys_Queue

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RPG-Points
« Antwort #16 am: 05. Juli 2009, 11:43:18 »
DMs die meinen, ihre Spieler "erziehen" zu müssen, haben vermutlich gravierende psychische Defizite ;)

Vielleicht haben sie ja auch nur erkannt, dass sie das durch ihren Stil, zu leiten, eh tun, ob sie das nun wollen, oder nicht. Das zu erkennen und zu reflektieren, halte ich zunächst mal für gar nichts verwerfliches. Sich darüber Gedanken zu machen, wie man Anreize schafft, die das Charakterspiel fördern, ist ebenfalls nichts, was mit psychischen Defiziten zu tun haben muss.

Ich bin zwar auch eher skeptisch, was den konkreten Nutzen solcher Systeme angeht, wenn die Spieler gar keine Lust darauf haben. Aber gerade im Bereich Charakterspiel hat das ja auch oft etwas mit "sich trauen" zu tun, und da können kleine Belohnungen durchaus Wunder wirken.

Positive Motivierung ist auch eine Form von Erziehung.
Think the rulebook has all the answers? Then let's see that rulebook run a campaign! - Mike Mearls
Wormy's Worlds

Morningstar

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RPG-Points
« Antwort #17 am: 05. Juli 2009, 15:17:15 »
Okay ich muss zugeben, dass ich nun wirklich keine Ahnung von Pädagogik hat. Und wenn man keine Ahnung hat, ..... ;)

Also was ich natürlich meine ist Erziehung im archaischen Sinne, mit Zuckerbrot und Peitsche.
Bin wieder da !

Wormys_Queue

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RPG-Points
« Antwort #18 am: 05. Juli 2009, 17:59:16 »
Ok, da sind wir uns einig, Bestrafung sollte dabei keine Rolle spielen. Wobei das ja schon wieder sehr von den jeweiligen Spielern abhängt, was man als Strafe betrachtet und was nicht (siehe auch die Diskussion bzgl. Charaktertod in D&D). Meiner Meinung nach wird da zwar gerne mal Konsequenz mit Strafe verwechselt, im konkreten Fall dürfte die Unterscheidung aber selten eine große Rolle spielen.

Deswegen bin ich letztlich auch kein großer Fan eines festgelegten und damit starren und unflexiblen Systems. Ich möchte einen Anfänger auch mal für einen kleinen Erfolg belohnen dürfen, den man bei einem fortgeschrittenen Spieler als selbstverständlich annehmen würde. Da schreien natürlich die ewig misstrauischen Rollenspieler im Jahr 2009 wieder was von Willkür und so. Weswegen ich das jedesmal von neuem mit den SPielern abteste, und falls irgendeiner etwas dagegen hat, lass ichs eben ganz bleiben.

Wobei es vielleicht mal einen Versuch wert wäre, das BW-System zu übernehmen, dann verteilt sich die Willkür wenigstens gleichmässig auf alle Beteiligten :D
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Wormy's Worlds

Morningstar

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RPG-Points
« Antwort #19 am: 05. Juli 2009, 18:36:54 »
Also wer Charaktertod als Strafe betrachtet hat wohl D&D nicht verstanden  :blink: ;)
Bin wieder da !

Fanatiker

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RPG-Points
« Antwort #20 am: 09. Juli 2009, 12:09:54 »
Die Idee Charaktere durch Belohnungen aus der Reserve zu locken (bzw. zu gutem Rollenspiel zu "zwingen") ist nicht neu und sehr viele Systeme haben dies.
Dennoch finde ich die Lösung nicht sonderlich elegant.

Sie umgeht das eigentlich Problem und das ist meist der Spielleiter, bzw. seine Abenteuer.

Versuche mal zu ergründen, warum deine Spieler wenig RPG betreiben, so viel Metawissen anwenden etc. pp. und dann an dieser Ursache etwas zu ändern.

Integriere stillere Spieler mehr in deine Kampagne, in dem du sie mal die Protagonisten spielen lässt.

Metagaming, kann relativ einfach unterbunden werden. "Knowledge" ist das Zauberwort. Wenn ich das Gefühl habe, ein Spieler versucht sich per Metawissen massive Vorteile zu verschaffen, fordere ich ihn einfach auf mal einen Knowldege/Int Wurf zu machen. Wenn der scheitert, kann der Spieler noch so geniales Metawissen haben, sein Charakter weiß es dann eben einfach nicht!
Selbstverständlich solltest du den Knowledge Wurf kurz begründen und dem Spieler ansagen, dass du nicht glaubts, dass sein Char das Wissen kann und er doch mit einem Knowledge/Int Wurf prüfen sollte wieviel er tatsächlich weiß.

Eine schöne Sache ist es, gutes Rollenspiel zu Belohnen, in dem man ein Quest baut in welchen man nur durch gutes RP weiterkommt (z.B. überzeugen des Kanzlers eine bestimmte Sache zu tun um in die nördlichen Provinzen eingelassen zu werden oder so). Für einen Teil des Questes, kann man dann eben XP vergeben (die Spieler haben ja den Kanzler "überwunden").

Zusätzlich musst du aber auch schauen, was deine Spieler tatsächlich wollen. Wollen sie überhaupt viel RP oder ist ihnen ein eher gemäßtiges RP mit viel Kampf lieber. Dann musst du auf die Wünsche der Spieler eingehen oder, wenn es gar nicht passt, eben eine neue Gruppe suchen.
ALEA IACTA EST

Lhor

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RPG-Points
« Antwort #21 am: 09. Juli 2009, 12:31:28 »
Also meine Spieler werden zu gutem Rollenspiel ganz einfach motiviert.
Fast alle fragen mich danach (entweder unmittelbar nach dem Spiel oder 3 Tage später beim Streetfighter zocken oder während der Werbung im Kino usw.)
"Und wie war mein Zwerg/Elf/Barde/Tänzer so letztes Mal?"
"Ich fand du hast scheiße gespielt"
Dann noch den Hypercombo reinhauen oder Popcorn auf ihn/sie werfen um das zu unterstreichen und schon strengt er sich mehr an.

Ich hoffe ich konnte helfen :)

PS: Ich gebe XP nie für Leistung egal welcher Art sondern nur für Spielzeit. Alles andere ist mir zu problematisch oder zu doof.
„Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.“
Arthur Schopenhauer

Relvin

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RPG-Points
« Antwort #22 am: 13. Juli 2009, 12:07:33 »
Das Erfahrungssystem von Dnd find ich allgemein schon ziemlich unhandlich und fragwürdig. Da noch etwas ranzubasteln, sei es mit Erfahrungsgewinn oder andersartiger Belohnung, für so etwas Subjektives wie das Rollenspielen find ich sehr gewagt.

Wir handhaben das ganz ohne Punkte egal ob für Kampf oder sonstwas für Aktionen genau wie es der gute Lhor zu praktizieren schein.

Man muss sich halt vorher mit seinen Spielern hinsetzten und in Erfahrung bringen was alle von der Runde erwarten. Wenn nur Leute da sind die ein Fantasywürfelspiel spielen wollen kommt auch mit den besten Anreizen kein sinnvolles Rollenspiel heraus.
Just wanna be a ninja.

Piero

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RPG-Points
« Antwort #23 am: 28. August 2009, 17:15:56 »
u
Integriere stillere Spieler mehr in deine Kampagne, in dem du sie mal die Protagonisten spielen lässt.
Das werde ich demnächst mal ausrobieren, danke für den Tip.

Ja das Problem in meiner Gruppe ist, dass der eine nur kämpfen will und der andere sagt man würde auch ohne kämpfen auskommen.
Ich mein wer kämpfen will der kann auch kämpfen, wenn er ne Schlägerei anzettelt, wirkt sich nur auf die Gesinnung aus. Man muss denke ich je nach Gruppe austüfteln wie die Anteile von reinem RPG und Kampf sind. XPs gebe ich nicht für RPG sondern für gelöste Quests, Kämpfe oder wenn sie ein Rätsel gelöst haben, jemanden befreit haben oder ähnliches.  Ganz ohne Punkte kann ich nicht spielen, bei son paar aufstiegsgeilen Spielern in meiner Gruppe (wer wills ihnen verübeln)
Lieber Zahlen raten als Raten zahlen