Autor Thema: Lords of Darkness  (Gelesen 19558 mal)

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Gerthrac

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Lords of Darkness
« Antwort #45 am: 27. August 2007, 17:25:06 »
Kapitel 15: Dame

Caloras beendete seinen Zauber fluchend wieder und schrumpfte auf normale Größe. Er wirkte einen konventionelleren Zauber, der sein Waffengeschick und seine Stärke erhöhte und nahm seinen Streitkolben zur Hand. Er lief nach vorne.

Plötzlich explodierte seine Welt.

***

Sergenas stand da, den Zauberstab des Zerschmetterns aus dem Betrachterhort in der Hand, und grinste selbstgefällig. Der Hexenmeister hatte das verrostete Eisengatter in tausend Teile gesprengt. Gut, einige davon hatten Caloras getroffen, aber wen interessierte das schon? Grimmig stapfte Sergenas in die Stufenpyramide.

***

Heram schoss Pfeil um Pfeil auf die Kleriker und Paladine vor ihm. An der Decke hatte er gutes Schussfeld und die Nahkämpfer konnten ihn nicht erreichen. Doch kam nun vor Rakis etwas ins Blickfeld.

Herams Pfeilhand fing an zu zittern. Er sagte: „Unmöglich…“

***

Teldra stach dem Paladin, der sich zwischen Rakis und ihr hindurchdrängte, in die Kniekehlen, dann sah sie es ebenfalls. Vor Schreck vernachlässigte sie ihre Deckung, und erst als ihr ein Khopesh in die Seite hieb, kam sie wieder zu sich. Sie spuckte Blut.

***

Vor Rakis stand ein Berg.

Ein Berg aus Eisen.

Weit über zwei Meter maß die Gestalt, und von Kopf bis Fuß war sie in fingerdicke Stahlplatten gehüllt. In einer Hand einen Kriegshammer mit einem bösartigen Dorn in der Mitte, in der anderen ein Schild, groß wie Rakis.
Keine.
Einzige.
Lücke.
In der Rüstung.
„Wie kann man damit denn noch laufen?“ fragte Rakis ungläubig und starrte hoch in das unbarmherzige Visier. Er trat einen Schritt zurück und hob sein Schwert. Die Gestalt trat einen Schritt vor. Ihr Auftreten ließ schwarze Asche in einem Fuß Umkreis um den Panzerstiefel hochfliegen.

Wenn Dairons Rüstung einer Wand entsprach, diese war eine Burgmauer. Die Fackel genau hinter dem Giganten ließ ihn noch bedrohlicher wirken und Rakis in seinem Schatten verschwinden.

Rakis registrierte nicht die Priester, nicht die Paladine, die in den Gang zu den anderen stürmten, und die Teldra bedrängten.

Jetzt gab es nur noch ihn, sein Schwert, und den Berg vor ihm. Er sammelte seine mentalen Energien. Ein einsamer Schweißtropfen lief sein Rückgrat hinunter.

***

Caloras trat dem ersten Paladin entgegen und erfasste mit einem Blick die Situation.
Im Raum waren nun fünf lebende Paladine, und drei Kleriker von Horus-Re. Ein Feind war tot, Rakis hatte ihn eindrucksvoll erschlagen.

Und da war dann noch der gepanzerte Riese, der auf Rakis zustampfte.

Doch hörte Caloras Rufe aus den Gängen.
Verstärkungen waren unterwegs.

Er parierte den ersten Schlag des Tages.

***

Rakis sprang nach vorne. Er unterlief den erhobenen Schild und hieb unter die Achseln des Giganten, ein Schlag, der bei den meisten schwer gerüsteten Gegnern Wirkung zeigte. Ein lautes metallisches Scheppern ließ seine Hoffnungen zunichte werden. Keine Chance da durchzukommen. Der Gegenangriff des Stahlriesen ließ nicht lange auf sich warten, und so musste Rakis parierend zurückweichen.

***

Caloras stand nun neben Teldra und unterstützte sie im Kampf. Beide nahmen Treffer von allen Seiten, doch machte das dem Kleriker in seiner schweren Rüstung und mit Schild weit weniger aus als der agilen Zauberdiebin. Sein Streitkolben arbeitete gegen seinen Feind und Hieb um Hieb drängte er den Paladin zurück.

„Caloras…?“ ein nasses, aufschlagendes Geräusch.

Er sah sich um. Teldra sackte Blut spuckend an der Wand entlang herab, der Blick wurde bereits glasig. Der Paladin vor ihr machte sich zum Todesstoß bereit.

Caloras erschien vor ihm und hieb mit seinem Schild nach ihm, weniger, um den dunkelhäutigen Menschen zu verletzen sondern viel mehr um ihm selbst Deckung zu geben während er das Mädchen heilte.

Der Elementargelehrte des Feuerfürsten kam langsam ins Schwitzen.

***

Sergenas stand im Gang und hatte klares Schussfeld. Er ließ die Fingerknöchel knacken.

***

Aruka stand hinter ihrem Mann und heilte ihn, während er fortfuhr, den Flammenpriester unter Druck zu setzen, welcher die kleine Verbrecherin am Leben erhielt. Doch schien er mit einer solch schweren Rüstung nicht so wirklich zurecht zu kommen. Solche Rüstungen trug man einfach nicht in einem Wüstenland. Die braunhaarige Frau, die Haare zu dicken Strähnen geflochten, wirkte einen weiteren Zauber, einer, welcher dem Kleriker seine Kampfzauber wegbannen sollte.

Sie sah den rauchenden Krater in ihrer Brust, bevor sie das Fauchen des Flammenstrahls hörte, der sich gerade hinter ihr in die Wand bohrte.

Sie spuckte Asche und fiel genau dort hinein, Gesicht zuerst.

***

Sergenas blies sich den Rauch von den Fingerspitzen.

***


Ein wütender Ehemann schlug wie ein Besessener auf Caloras ein, Tränen der Trauer und der Wut in den Augen, als er den Heilzauber beendete und sich die gröbsten Wunden in Teldras Bauch schlossen.

Das störte ihn nicht.

Er hämmerte noch gegen sein Schild und seine Rüstung, als er einen weiteren Zauber wirkte, und ein Kollege ihm zu Hilfe eilen wollte.

Auch das störte ihn nicht.

Als eine Feuersäule auf die beiden hernieder fuhr und seinen alten Gegner zu seiner Frau schickte, blieb der andere auf den Beinen.

Das störte ihn gewaltig. Er knurrte unwillig.

***

Heram hing noch immer an der Decke.

Er schwitzte. Er versuchte, mit seinem Pfeil in ein Augenloch des Kriegers zu treffen, doch der war überraschend agil auf seinen Panzerstiefeln. Er schoss. Der Pfeil hätte einem ungepanzerten Gegner durch das Ohr ins Gehirn fahren müssen.

Hier prallte er laut scheppernd ab.

Ein Schweißtropfen lief ihm vom Kinn hinauf ins Auge.

***  

Rakis stürmte brüllend auf den Krieger zu und konzentrierte sich. Mit Hilfe seiner Gedanken versetzte er das Betrachterschwert knapp außerhalb der materiellen Welt, so dass es Metall, Holz und auch Stein durchdrang als wäre es Luft, aber Fleisch und Knochen normal schnitt.

Er zog das Schwert durch die Asche, um seinen Feind zu verwirren, nahm es mit beiden Händen und vollführte einen Aufwärtshieb von rechts unten nach links oben, der seinen Feind in der Mitte spalten würde.

Der Krieger sprang. Hoch.

Rakis’ Augen wurden weit, als er nach oben starrte.

„Unmöglich…!!“

Gerthrac

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Lords of Darkness
« Antwort #46 am: 10. September 2007, 13:28:54 »
Kapitel 16: Monster

Der Hammer kam nach unten.

Hart.

Rakis schrie auf, als die Spitze ihm das Schulterblatt zertrümmerte. Er hatte Probleme, seine Waffe weiterhin effektiv zu führen. Da warf er einen Blick auf die Augen der Klinge, die ihn teilnahmslos anstarrten.

Hoffnung keimte in ihm auf.

***

Teldra ließ die Leiche des Paladins an ihrem Rapier abgleiten und trat noch einmal zu, damit er schneller rutschte. Da sah sie, wie ein weißhaariger Mann in Roben in den Raum gestürmt kam, einen Zauber intonierte. Es musste ein magisches Geschoss sein, doch etwas stimmte nicht daran. Als die Geschosse ausschwärmten und sie und ihre Kameraden trafen, merkte sie es.
Ihre Lebenskraft begann zu schwinden.
Sie stürmte auf den Zauberer zu, während sie links und rechts Attacken auswich.

***

Heram spürte den nekrotisch verstärkten magischen Bolzen ebenfalls, als der ihn traf. Er schoss jedoch unbeirrt weiter auf sein Ziel, eine Priesterin, die Sergenas schon angesengt hatte, und wurde mit einem Röcheln belohnt, als er ihre Kehle zerfetzte.

***

Caloras trat von hinten an Rakis heran und heilte dessen Schulter. Er duckte sich etwas, als Raksi sein Schwert hinter den Kopf zog, parallel zum Boden.

Der Kossuthkleriker wusste genug von Schwertkampf, um festzustellen, dass das sicher keine neuartige Kampfhaltung war.

Rakis hatte etwas vor.  

Er hob das Schwert so, dass das blaue Auge der Klinge auf Augenhöhe war. Der Saphir blitzte auf. Caloras meinte, in der Augenhöhle des Giganten auch etwas aufblitzen zu sehen.

Etwas blaues.

„Das ist nur eine kleine Balgerei unter Freunden. Halt dich einfach raus, Kumpel.“ sagte Rakis.

Caloras grinste. Er hatte zugehört, als Sergenas die Funktionen der Augen erklärt hatte. Rakis offenbar auch.

***

Teldra steckte hieb um Hieb ein, doch hatte sie den Magier noch verwunden können. Sie merkte, dass sie sich nicht mehr lange halten würde können, und zog einen Unsichtbarkeitstrank aus dem Gürtel.

***

Sergenas schickte eine Bannwelle in den Raum. Doch die Magie von Caloras und dem Schwert waren davon nicht betroffen.

***

Teldra schluckte den Trank. Doch die Paladine fingen an, nach ihren Füßen zu stechen, die man in der Asche gut erkennen konnte.

***

„Das wird nichts, wenn wir so weitermachen!“ schrie Heram. „Wir müssen hier raus, bevor die Verstärkung auftaucht!“

Der letzte Paladin, versengt von Sergenas und erschlagen von Caloras, ging zu Boden.

Der Gigant stand immer noch dümmlich da.

Rakis versuchte es weiter. „Töte den Magier!“

Der Riese wandte sich dem Magier zu… und stoppte mitten im Schritt.

Ein wütendes Heulen entrang sich seiner Kehle, und er machte kehrt und schlug auf Rakis ein.

***  

Sergenas wünschte Rakis zum Teufel. Warum hatte der nicht aufgepasst, als der Hexenmeister erklärt hatte, was man mit Bezauberten machen konnte und was nicht?
Jetzt musste er wieder helfen.

Er fing an, seine Flammenstrahlen zu wirken.

***

Caloras merkte auch langsam, wie die Schläge an ihm zehrten, und doch nahm er hinter dem Riesen, gegenüber von Rakis, Position ein, damit er seine Deckung geteilt lassen musste.

Die beiden fingen an, den tobenden Riesen zu umkreisen, als dieser von Flammenstrahlen aus dem Gleichgewicht geworfen wurde.

Der Streitkolben hämmerte gegen das Knie, und brach etwas.

Das Betrachterschwert empfing den stürzenden Riesen, und dessen eigenes Gewicht spießte ihn auf.

Blut kam in Schwällen aus der Halsberge geschossen, auf Rakis herab.

***

Teldra zog das Rapier aus dem Rücken des Magiers und hielt sich die Seite. Sie sah in den Gängen Schatten im Fackelschein – Verstärkungen.

Sie lief auf den Ausgang zu.

Die beiden Männer im Raum folgten ihr, ebenso Heram und Sergenas.

Hastig suchte man sich ein Versteck im Trümmerfeld, was einmal ein Vorhof gewesen war, Heram und Teldra verwischten die Spuren.

Die Verstärkung schien sich nicht aus der Festung zu trauen.

Alle sackten müde gegen die Felsen.

Stumm flogen die Ascheflocken auf sie herunter und überzogen sie mit schwarzem Schnee.



Hier der Krieger (Ich weiß dass Charm Person an sich nicht funktioniert hätte, aber in der Hitze des Gefechts hab ich es vergessen)
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Die Paladine:

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Die Priesterinnen:

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Gerthrac

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Lords of Darkness
« Antwort #47 am: 10. September 2007, 13:29:57 »
Fragen, Anregungen und Kommentare wie immer herzlich willkommen.

Gerthrac

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Lords of Darkness
« Antwort #48 am: 21. September 2007, 20:13:50 »
Liest hier eigentlich noch einer mit? Oder soll ich das Posten lassen?

Boïndil

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Lords of Darkness
« Antwort #49 am: 21. September 2007, 21:29:43 »
Doch ich, nur ich war in letzter Zeit nicht da, um zu posten.

Gab es beim Kampf die Möglichkeit, dass die Verstärkung "rechtzeitig" eintrifft? Der kampf wäre wohl sonst deutlich schlechter gelaufen, es hörte sich so an, als ob der Kampf recht hart war. Sehr Realistisch fand ich den Versuch den Krieger mit Personen Bezaubern zum Angriff zu überreden- ein Kämpfer weiß halt nichts über die Wege der Magie/des PSI  :wink:
"Hört auf zu reden! Lasst uns Köpfe spalten und Knie zertrümmern!"

Sirius

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Lords of Darkness
« Antwort #50 am: 22. September 2007, 11:35:34 »
Ich lese deine storyhour ebenfalls gerne. Mach nur weiter :)

Gerthrac

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Lords of Darkness
« Antwort #51 am: 22. September 2007, 16:51:03 »
Oha liest ja doch noch wer :)
Danke für das Feedback:)

Ja, der Kampf war echte Knochenarbeit. Das lag zum einen an der Architektur(Fallgitter) und zum anderen an den Massen an Gegnern, so dass die Gruppe nicht wirklich koordiniert vorgehen konnte. Es ging auch mehr als ein Charakter zu Boden und nur die Tatsache, das CdG Gelegenheitsangriffe zieht, hat die Gegner davon abgehalten, die Sache zu beenden.

Das Eintreffen der Verstärkung war von mir vorher geskriptet, und zwar im Reaktionsplan wenn Alarm geschlagen wird. Es waren einfach Laufwege zu bedenken, da die Asche die Fortbewegung halbierte.

Und der Krieger, nun jaa, ich sag mal mit dem stand und fiel das Schlachtenglück. Wenn Rakis den nicht bezaubert hätte, hätte der wahrscheinlich dann die Gruppe ausgeschaltet.

Update im Laufe des Wochenendes.

Lords of Darkness
« Antwort #52 am: 23. September 2007, 04:10:43 »
Ich bin auch begeisterter Leser und sehr interessiert. Hoffe es folgen noch reichlich Fortsetzungen.
"die untoten Drachen werden die Welt beherrschen"

Gerthrac

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Lords of Darkness
« Antwort #53 am: 23. September 2007, 19:20:19 »
Kapitel 17: Dämmerung

Müde legte die Gruppe sich in ein behelfsmäßiges Zelt.

Ob es Tag oder Nacht war, wusste niemand, denn der Himmel war schwarz.

***

Viele Stunden später. Sergenas schlug die Augen auf. Er kroch unter der Decke hervor, die er zwischen zwei Felsen gespannt hatte und hielt sich die Seiten. Der Boden war hart. Er ließ seine Halsknöchel knacken. Die anderen krabbelten auch langsam aus ihren Unterständen. Keiner sah wirklich gut aus, denn sogar Caloras hatte seinen Vorrat an Heilmagie aufgebraucht.

„Was machen wir jetzt? Gehen wir wieder rein?“ wollte Rakis wissen.

„Ich würde erst vorher etwas ausprobieren. Das wollte ich schon lange einmal.“ Sagte Sergenas.

„Und was?“

„Wir teleportieren zurück nach Tammar. Zu Dairon.“ Er grinste kurz. „Der wird schauen.“

„Wer ist Dairon?“ wollte Caloras wissen.

„Dairon ist ein schwarzer Priester. Das Original. Und fürs Protokoll: DU bist die Kopie.“ Giftete Sergenas.

Alle versammelten sich. Auch Caloras, der nicht allein zurückbleiben wollte.

Sergenas intonierte zum ersten Mal seinen Teleportzauber.

***

Tammar. Früh morgens. Tempel der Tyrannoskirche unter Leitung von Dairon Pereandros.

Dairon stand am Altar und bereitete das Morgenopfer vor.

Plötzlich knisterte es hinter ihm, als arkane Energie den Raum flutete.
Er wirbelte herum. Es krachte, als seine Schutzsiegel detonierten. Also Eindringlinge. Dairon zog seinen Streitkolben. Er zögerte. Vor ihm stand die Gruppe, die er vor über einem Monat nach Messemprar entsendet hatte.

Offenbar hatte Sergenas endlich gelernt zu teleportieren.

Doch brach ein rothaariger Mensch, den er nicht kannte, zu Sergenas Füßen gerade zusammen, gelähmt von den Glyphen, die ihn unkontrolliert zucken ließen.

„Was ist das denn?“ fragte er.

„Ein Kossuthkleriker. Heißt Caloras.“ Sagte Rakis.

Dairons Gesichtszüge gefroren. „Schafft das raus aus meinem Tempel. Sofort.“

***

In den Ruinen der Taverne standen sie alle zusammen, und berieten sich. Caloras hatte aufgehört zu zittern, und Dairon und Heram tauschten aus, was in der Stadt und auf dem Weg geschehen war im vergangenen Monat. Dairon berichtete von den Inquisitionen der Mystrakirche, und dem Drogenproblem, für welches die Mykoniden in der Unteren Höhle verantwortlich waren. Dairon erklärte sich bereit, die Beute zu verkaufen, während die Gruppe sich im Tempel erst einmal ausruhte. Caloras musste sich ein Zimmer in der Stadt suchen.

Ausgeruht, sauber und gesund machte man sich am Abend daran, wieder zurück in die Zitadelle zu teleportieren. Sergenas wirkte zum zweiten Mal Teleport und schon regnete es wieder Asche auf die Köpfe der Gefährten.

Heram hob sofort den Finger an die Lippen.

Er lauschte.

„Da kommt was.“

Alle versteckten sich hinter Trümmern, um zu sehen, was den Hof gleich betreten würde. Sie mussten nicht lange warten. Eine Truppe Mulhorandi marschierte über den Hof, ein Magier und je drei Paladine und Priester.

„Verstärkungen. Diese Schweinehunde.“ Flüsterte Teldra.

„Heram legte einen Pfeil auf die Sehne. Sein Grinsen ließ Teldra einen kalten Schauer über den Rücken laufen.

„Die sind doch nur Freiwild.“



Mehr im Laufe der Woche.

kreuzi

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Lords of Darkness
« Antwort #54 am: 28. September 2007, 22:39:34 »
Cool, weiter so. Kann kaum die Fortsetzung abwarten.

Gruss,

Kreuzi

Gerthrac

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Lords of Darkness
« Antwort #55 am: 01. Oktober 2007, 21:25:07 »
Also bin mim Moment etwas im Stress (Studium geht bald los etc) und daher wird wahrscheinlich am 3.10. ein Update kommen. Da hab ich dann Zeit zum schreiben.

Topas

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Lords of Darkness
« Antwort #56 am: 02. Oktober 2007, 10:38:15 »
Wozu Feiertage doch gut sind.
Immense harm is caused by the belief that work is virtuous.
- Bertrand Russel

Topas

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Lords of Darkness
« Antwort #57 am: 05. Oktober 2007, 16:03:43 »
Wie sieht es aus, kommt das angekündigte Feiertagsupdate zu spät oder ist einfach zu wenig Zeit da um was zu schreiben ?
Immense harm is caused by the belief that work is virtuous.
- Bertrand Russel

Andi

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Lords of Darkness
« Antwort #58 am: 05. Oktober 2007, 17:50:39 »
Lese die Story-Hour auch nch nicht lange, aber dein Stil ist gut.
Würde mich über eine Fortsetzung freuen.

Gerthrac

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Lords of Darkness
« Antwort #59 am: 06. Oktober 2007, 19:00:34 »
Sooo sorry sorry sorry für die Verspätung aber ich hab im Moment echt wenig Zeit.
Dafür mal ein paar schöne neue Infos im Update. Mit Glück kommt morgen noch mehr.

Hier bitte:

Kapitel 18: Licht der Klarheit – Teil 1

Der Kampf währte nur kurz.

Und für die Mulhorandi äußerst schmerzhaft. Die ganze Gruppe wurde von den Fernkämpfern zerschossen, bevor sie auch nur in die Nähe des Tores gelangten.

Dann wartete die Gruppe, ob jemand zu Unterstützung heraus kam.

Nichts.

Langsam schlich man sich wieder in die Festung. Alles leer. Kein Zeichen von Leben mehr zu sehen. Der Bereich der Zitadelle, den die Mulhorandi als Basislager ausgewählt hatten, war anscheinend mal ein Kasernenbereich für die Torwachen gewesen: kleine schlafräume, notdürftig von Asche befreit, und ein größeres Zimmer, wohl ehemals ein Aufenthaltsraum der Wachen. Die Leichen waren alle weg.

Sergenas und Caloras ärgerten sich über mangelnde Beute, ersterer wegen des Verkaufswertes, letzterer, weil er so keine Gegenstände als Opfer an seinen Gott opfern konnte.

Als die Gruppe sich im großen Raum eingefunden hatte, fand Teldra ein paar alte Seiten eines Tagebuches unter dem Tisch, wohl in der Panik buchstäblich unter den Tisch gefallen, sowie ein grüner Edelstein, der laut Sergenas Verwandlungsmagie enthielt.

Teldra fasste gerade zusammen.

„Also gut. Es scheint hier so eine Art Forschungszentrum von diesen irren Gilgeamiten gewesen zu sein, wo sie neue Methoden erforschten, um ihre Soldaten zu verstärken. Und offensichtlich schienen sie damit auch Untote einzubeziehen….“ Sie gab Caloras eine Zeichnung unter den losen Seiten. „…aber das muss unser Fachmann klären. Ihre letzte Methode haben sie wohl an ihrem General durchgeführt. Der Kerl heißt Candcharot und war der Oberbefehlshaber.“ Sie schniefte. “Hat ihn anscheinend so in den Wahnsinn getrieben, weil sie ihm den Arm abgetrennt und ihn eine durch einen ‚Azurkristall’ betriebene künstliche Sense ersetzt haben, dass er angefangen hat, wahllos Leute umzubringen und sie ihn durch ein Ritual eingesperrt haben. Scheint auch untot zu sein. Hier sind ein paar Merkmale.“ Ein weiterer Zettel ging zu Caloras.

Rakis zog eine Braue hoch. „Azurkristall.“

Heram nickte. Das klang viel versprechend.

Caloras war fertig mit der Zeichnung. „Das was die beschreiben sind Huecuvas. Das sind ehemalige Sterbliche die eine Verbindung zum Göttlichen hatten, doch von ihrem Gott irgendwie verraten wurden und dadurch starben. Zum Beispiel Priester, Mönche oder Paladine. Behalten aber ihre alten Kräfte, also Vorsicht. Sie übertragen auch Krankheiten.“

Sergenas lachte dreckig.

„Wir wissen ja von Vierna, dass die Zitadelle bei einem Vulkanausbruch von giftiger Asche ausgelöscht wurde. Das tut Untoten nichts, also werden noch welche hier sein. Ich schau mich mal um.“ kündigte Heram an. Er schlich zu dem Kampfplatz, zur verbarrikadierten letzten Tür.

„Ich schätze mal der grüne Kristall ist Teil des Freisetzungsmechanismus von diesem Candcharot. Suchen wir mal nach dem Ritualplatz.“ Merkte Sergenas an.

Caloras’ ansonsten sonnenverbrannte Haut wurde zusehends blasser. „Nicht gut.“

Rakis sah ihn fragend an.

„Candcharot hat sich anscheinend einen zweiten Splitter ins Herz gerammt und damit sich in einen Untoten erfüllt von göttlicher Kraft verwandelt. Er ist…“

Caloras sah hoch.

„… immun gegen göttliche Energie. Er kann nicht vertrieben und nicht beherrscht werden.

Ein wahrer Untoter. Ein Todesritter.“