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Autor Thema: Der Test der Zeit  (Gelesen 87647 mal)

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Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #585 am: 02. Februar 2012, 13:44:17 »
21. Nachtal 738 TZ Das Jahr des segelnden Mannes Höhle der Goblins

Ich bekomme keine Luft mehr, Erde dringt in meinen Mund und richtige Panik kommt in mir hoch. Ist dies das Ende? Das darf nicht sein! Ich muss noch meine kleine Tochter aus den Klauen von diesem verfluchten Moloch retten! Gerade als mir schwarz vor Augen wird und ich das Gefühl habe, ersticken zu müssen, rutsche ich weiter nach unten in einen kleinen Tunnel, wo ein Umber Hulk mich gerade ausgegraben hat. Meine Kameraden stehen hinter ihm und sind bewaffnet. Hä?

So wie es aussieht, ist dieser Hulk frei und will seine versklavten Brüder befreien. Wir verständigen uns auf orkisch oder besser gesagt, mit ihrem kruden Alphabeth. Manchmal schon seltsam, für was solch eigentlich unnützes Wissen auf einmal gut sein kann. Es scheint einige mächtige Goblinpriester zu geben, die in der Tiefe hausen. Und zwar dienen sie Krinatek, was auch immer das für eine Gottheit sein soll. Noch nie davon gehört. Nun gut.

Es gibt hier in der Nähe einen Tempel, wo wir die Priester angreifen können. Druss ist etwas ängstlich, als er hört, dass sich da ein paar hundert Goblins zu einer dunklen Messe versammelt haben. Nun, wir haben noch ziemlich viele Massenzauber, sollte von meiner Warte kein Problem sein. Da Dolon uns eventuell durch die Preisgabe seines Namens in den Rücken fallen könnte, lassen wir ihn einfach nach hinten in akzeptalber Distanz sichern. (Der Spieler musste früher gehen)

Wir bereiten uns auf ein weiteres Gefecht vor und machen einen groben Plan. Ich spreche in paar schützende Zauber und es kann los gehen. Der riesige Umber Hulk gräbt uns einen Gang zum Tempel und wir fallen mit der Wand ins Haus. Es sind etwa dreihundert Gläubige versammelt. Im Zentrum des Tempels, der etwa fünfundzwanzig schritt Breit und fünfundsiebzig Schritt lang ist, ist ein großer steinerner Altar aufgebaut. Ein großer Drachenschädel ist darauf drapiert. In seinem skelettiertem Maul liegt einer dieser seltsamen Zentauer, wie wir sie bei den Feen gesehen haben. In vier weiteren Opferkreisen liegen Feenwesen, darunter so kleine geflügelte Wesen wie von der Art von Spaßmacher, eine süße Nymphe und zwei nebelhafte weibliche Feen. Drei körperlose Priester leiten das Ritual und vier gepanzerte Wachen beschützen sie.

Sofort rotten sich die Gläubigen in vier große Mobs zusammen. Lia eröffnet den Reigen mal wieder mit einem überdimensionalen Blitzschlag, um einen der Körperlosen Priester und zwei der Mobs zu treffen. Ich jage ihnen einen Kugelblitz entgegen, der zwei Mobs, drei Wachen und alle Priester betrifft. Ha, das war nicht schlecht. Die Wachen bewegen sich auf uns zu und bilden so etwas wie eine Abwehrlinie, um ihre Chefs zu schützen. Die Mobs sind noch dabei sich zu organisieren, wenn man das mal so nennen möchte. Druss und Harun stürmen vor. Besonders Harun haut ziemlich heftig ein. Die Priester beginnen mit einem unheiligen Singsang, der nichts gutes bedeuten dürfte.

Lia kann leider keine Dimensionsübergreifenden Zauber mehr sprechen, kann aber trotzdem einen Blitzstrahl anbringen. Ich rufe "Beeilt euch!" und unsere beiden Kämpfer gelingt es je zwei der Wachen zu erledigen, dafür werden sie nun von den Mobs überrollt. Obendrein endet das Ritual der Priester und sie sprechen ein äußerst ziemlich schlimmes Wort aus, das mich so erschüttert, dass ich ein paar Sekunden wie gelähmt bin, um mich wieder zu sammeln. Den anderen ergeht es nicht viel besser und Harun wird von den Beinen gerissen und wird von den Goblins beinahe in Stücke gerissen. Die Priester sprechen weitere unheilige Gebete. Lia wirft einen Blitzstrahl, der mich beinahe noch erwischt hätte. Dumme Nuss! Druss schnetzelt sich durch seinen Mob und eilt Harun zur Hilfe. Gemeinsam kommt er wieder auf die Beine. Eine der Priester berührt mich und verursacht ziemliches Leid. Finsterste Verdammnis!

Ich ramme ihm im Gegenzug mein Schwert in den Leib und aktiviere den gespeicherten Vampirgriff. Da er nicht Untot ist, entziehe ich ihm seine Lebenskraft und heile mich damit etwas. Nach mehreren weiteren Schlägen bricht der Priester zusammen, da er mit meinem Zwergenschwert nicht wirklich schwer zu treffen ist. Druss schnappt sich ebenfalls einen dieser halbdurchsichtigen Kleriker und haut ihn um, nachdem dieser ihm auch ein Leid angetan hat. Auch der letzte der Priester fällt, allerdings hat er als letzte Handlung noch Harun auf seine Seite gezogen und der ist jetzt außer Kontrolle. Lia wischt mit den verbliebenen Goblins den Boden auf, während Druss den bezauberten Harun zu Boden ringt. Ich zücke meinen praktischen magischen Totschläger und zieh ihm eins über, so dass er ins Reich der schlummernden Kopfschmerzen abtaucht. Druss wirft Harun kurzerhand über die Schulter und zieht sich zum gegrabenen Eingang zurück. Von außerhalb des Tempels ist zu hören, wie massive Verstärkung anrückt. Mit Flammenwänden und einer Energiewand halte ich sie auf, da wir hier noch nicht ganz fertig sind.

Lia gibt mir Deckung, während ich die gefangenen Feenwesen befreie, die in den Opferkreisen noch leben. Bei den drei Pixies zögere ich etwas. In mir halt immer noch Xanas "Hab ich es nicht gesagt!" in den Ohren, als ich damals den gemeinen Spaßmacher befreit habe. Aber inzwischen habe ich im Kreegogerwald einen anderen, durchaus netten Vertreter dieser Art kennen gelernt und der war ja ganz in Ordnung gewesen. Also befreie ich alle Feenwesen und wir ziehen uns geschlossen zurück. Der Umber Hulk bringt seinen Stollen zum Einsturz und wir sind erst mal in Sicherheit. Wenn man das so nennen möchte. Mal sehen, was uns sonst noch hier wiederfährt. Die Priester sind in den Boden gezogen worden, als wir sie erledigt haben. Wahrscheinlich befinden sich ihre Körper in der Nähe von Harvans Herz, vermutet Druss. Und bevor wir da hinunter gehen, brauchen wir den Dolch des Goblinkönigs. Den Dolch, der Götter töten kann. Allerdings kommen wir zu dem Schluss, dass wir für heute keine weiteren Kämpfe ausführen können. Ich beschwöre ein schickes Herrenhaus, entspannen uns im Spa des Hauses und begeben uns dann zur Ruhe. Nur der arme Druss muss auf Harun aufpassen, der immer noch im Bann des Goblinklerikers steht. Leider können wir momentan nichts gegen seinen Zustand tun. Finsternis!

Gespielt am 08.10.2011
Spielleiter: Stefan
SC: Kaira 20 (Schurke 4/ Seher 2/ Unseen Seer 4/ Arkaner Trickser 10)
Druss 19 (Barbar 16/Psioniker 2/Ilthidentöter 1)
Harun 18 (Krieger 6/ Gesegneter Templer 10/ Gotteskrieger 2)
Dolon 18 (Kleriker 8/Kriegspriester 10)
Lia 18 (Waldläufer 5/ Kriegsmagier 6/Arkaner Bogenschütze 2, Mystischer Ritter 5)
EP: Stufe 18 3225 Stufe 19 2752 Stufe 20 2580
Kaira 75, Druss 300, Harun 75, Lia 150
Überwundene Gegner
sechs Goblin Mobs
2 Späher
3 Aufseher
4 Elite Wächter
3 Kleriker in die Flucht geschlagen
3 Umber Hulks
1 riesiges Grabedings
Beute
Nix

Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #586 am: 06. Februar 2012, 11:22:16 »
Kapitel 11
Göttermörder!

22. Nachtal 738 TZ Das Jahr des segelnden Mannes Höhle der Goblins

Ich wache gut ausgeschlafen am nächsten Morgen auf. So ein jederzeit verfügbares Luxusanwesen ist doch was feines. Eine der Nebelfrauen schwebt über mir. Über diese Feenwesen gibt es viele schlimme Geschichten. Die Moral dieser Geschichten, lege dich nicht mit Nebelfrauen an oder versuche sie zu betrügen. Oder verärgere sie. Auf alle Fälle gehören sie zu den Feenwesen, vor denen man Angst haben sollte. Deswegen bin ich nicht begeistert, sie über meinem Bett schweben zu sehen. Verdammnis!

Sie fragt mich ganz Nett, was uns in diese finstere Gefilde geführt hat. Ich erzähle ihr die Geschichte von Harvan, der Sohn des Auppensers und einer Feenkönigin, der von seinem fiesen Halbbruder aufgrund der falschen Prophezeiungen des Gargathan Codex gefangen genommen wurde. Dann wie aufgrund von Intrigen von Moloch der arme Junge geschlachtet und in drei Teile geteilt wurde. Sein Herz wurde in einen Golem gesetzt und wurde zu Borem vom kochendem See. Ich erzähle, wie dieser Golem, nachdem er unendliches Leid über Menschen, Elfen und Feen gebracht hatte, von drei mächtigen Abenteurern besiegt wurde. Wie der damals noch sterbliche Tyrannos das Herz herausschnitt und es durchbohrte. Die finsteren Drei ließen das Herz in einer Höhle versteckt zurück, bis der Dolch von einem gierigen Drachen gestohlen wurde. Hier unterbricht mich die Nebelfrau und macht mir klar, dass ich da was missverstanden habe. Der Dolch wurde von einem Goblin geraubt, der danach sich zum ersten der finsteren Goblinkönige dieses verdorbenen Reiches aufschwang. Nun gut, soweit die Geschichte. Auf alle Fälle suchen wir das Herz, um die Mutterzyste zu zerstören. Dieser ganze Hass muss endlich aufhören oder die ganzen Sternensee versinkt im Blutrausch. Und da wäre ja noch das Problem mit der längsten Nacht, die ich aber erst mal verschweige.

Die Nebelfrau erzählt mir noch folgende Dinge. Neben dem Herz liegt der Torso von Krintak, dem Vater der Namen. Einst war dieser Krintak der mächtigste Gott im Goblinpantheon. Aber die anderen Goblingötter neideten Krintak seine absolute Macht über sie. Also zogen sie im geheimen eine Gruppe von Eliteassassinen auf, die keine Namen hatten. Dadurch dass sie keine Namen hatten, hatte auch Krintak keine Macht über sie und die namenlosen Assassinen rissen ihm Unterkiefer, Zunge, Arme und Beine ab. So war Krintak all seiner Möglichkeiten beraubt, sein Wissen zu nutzen. Er geriet im Laufe der Jahrtausende in Vergessenheit, bis es seinen wenigen verbliebenen Anhängern gelang, ihn in die Höhle mit dem Herzen zu schaffen. Seitdem vegetiert er dort unten dahin, umhegt von seinen letzten Anhängern, diesen verruchten Stamm. Nach der Geschichte komplimentiere ich die Nebelfrau aus meinem Quartier und lerne die Zauber des Tages auswendig.

Dann versuchen Dolon und ich die Beherrschung von Harun zu brechen, was uns trotz mehrerer Versuche und Einsatz äußerst mächtiger Magie nicht gelingen mag. Schließlich erbarmt sich die Nymphe Harun und lässt ihre Kräfte spielen, was die Bezauberung mit einer neuen Bezauberung überlagert. Allerdings wird Harun dadurch Blind. Finsternis! Zu seinem und unserem Glück hat Dolen einen Stecken, mit dem er das wieder reparieren kann. Nun gut, muss es eben so gehen. Harun bekommt von der Nymphe den Auftrag, dass Herz zu beschaffen. Ich hoffe nur, dass es am Ende keinen Interessenkonflikt darüber geben wird.

Der Schlachtenrufer wirkt einen Zauber, so dass er sich mit dem Erdkoloss vor dem Eingang des Herrenhauses unterhalten kann. Wir entwerfen einen wagemutigen Plan, wie wir an den Goblinkönig seinem Göttermörderdolch heran kommen können. Ist eigentlich der Plan, den wir immer haben, nur das wir dieses Mal uns nicht mit reden aufhalten werden. Der Umber Hulk buddelt uns einen Zugang zu der Haupthöhle der Goblins, auf dessen unterste Ebene der König residiert. Wir schlüpfen durch, nachdem ich uns alle Unsichtbar gemacht habe.

Auf einem Plateau vor seiner Wohnhöhle hat sich der König aufgebaut und leitet gerade ein Ritual, in dem gefangene Elfen und Menschen in Schlammgruben geworfen werden, um mit Hass verursachende Zysten infiziert zu werden. Hier an der Quelle geht die Infektion in Sekundenschnelle von statten. Bevor wir eingreifen können, gehen die Infizierten sich unter dem allgemeinen Gejohle tausender Goblins, die sich hier in der Haupthöhle versammelt haben, an die Kehle. Rasend vor Hass zerfetzten sie sich regelrecht gegenseitig. Was für ein grausames Schauspiel.

Wir sind hier ziemlich weit unten in der Haupthöhle. Es gibt nur eine Rampe, die knapp sechs Meter breit ist, welche die unterste Ebene mit den Höhlen darüber verbindet. Die werden Druss und Lia hinter einem von Dolon hochgezogenen Steinwall verteidigen. Notfalls werde ich noch ein Feuerelementar beschwören. Anfangs wollen wir noch warten, bis sich der König in seine Höhle zurück verkrümelt, aber er scheint sich darin zu gefallen, nun eine ewig lange Rede darüber zu halten, dass sich die großen Völker der Oberfläche in dieser Region, also die Menschen des alten Jhaamdaths und die Elfen des Chondalwaldes sich bald durch die Zyste gegenseitig so bekämpfen werden, dass die Goblins mit den kümmerlichen Resten ein leichtes Spiel haben werden. Und wenn wir heute scheitern sollten, könnte dieser hinterlistige Plan durchaus von Erfolg gekrönt sein. Aber wir werden nicht scheitern, denn die Götter werden uns den Mut, die Raffinesse und die Stärke geben, dieses Problem für alle Zeit aus der Welt zu schaffen. Also, worauf warten wir noch?

Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #587 am: 09. Februar 2012, 11:08:57 »
22. Nachtal 738 TZ Das Jahr des segelnden Mannes Höhle der Goblins

Ich eröffne den Reigen der Vernichtung mit einem Säuresturm, der den gewaltigen König, der den Göttermörderdolch an einem Speer trägt, seinen Bannermann und vier seiner fünf Leibwächter erwischt. Einer steht leider zu weit draußen. Der Sturm fährt über sie hinweg und nimmt ein paar ziemlich mit. Harun springt den Goblinhäuptling regelrecht an und trifft ihn ziemlich hart (126 Schaden mit einem Kritischen Treffer). Dolon erschafft die Steinmauer, auf er Druss und Lia Stellung beziehen, um die Goblinmassen abzuwehren, die sogleich auf uns einzustürmen beginnen.

Der große Goblinkönig fängt an noch größer zu werden, seine Muskelberge schwellen an und er läuft rot an. Oh oh! Mit einem unglaublichen Brüllen beginnt er mit rasendem Zorn auf Harun einzustechen. Sein Speer zuckt dabei so schnell vor und zurück, als würde er unter einem Zauber stehen, der seine Vitalfunktionen beschleunigt. Harun wird mehrmals hart getroffen und sieht danach nicht mehr besonders gesund aus. Ich werfe einen weiteren Säuresturm, der wiederrum recht gut einschlägt. Harun lässt sich nicht lumpen und schlägt mit großer Wucht auf den Goblinkönig ein, alle seine Hiebe finden zielsicher ihr Ziel. Da Harun nicht nah genug in unserer Nähe steht, wirkt Dolon eine Massenheilung um Harun am Leben zu erhalten, unter dem sich schon eine große Lache Blut angesammelt hatte. Die Formation zu verlassen ist nie besonders klug, aber die Nymphe scheint den Templer übermotiviert zu haben. Ja, Liebe macht eben blind, weiß ich nur zu gut aus eigener bitterer Erfahrung.

Die Leibwächter greifen nun ebenfalls ins Geschehen ein, drei bilden eine Kampfline vor Dolon und mir, da wir auf gleicher Höhe stehen. Wir stecken die Treffer aber gut weg oder werden gar nicht erst getroffen. Tymora sei Dank. Harun hat nicht soviel Glück und sieht noch schlimmer als vor Dolons Heilung aus. Verdammnis! Da der Feind sich nun schön aufgereiht hat, jage ich einen Blitzstrahl durch sie hindurch und treffe auf der anderen Seite einen weiteren Leibwächter und den König. Ich sorge für weiteren Schutz, in dem ich mich mit einem Vampirgriff weiter kräftige. Der Anführer der Goblins ist mehrmals so schwer getroffen worden, dass er gar nicht mehr leben dürfte. Harun zieht sich in einem Anfall von gesundem Menschenverstand mit einem Dimensionstor zurück, kassiert aber noch einen abschließenden Schlag. Schwer angeschlagen kommt er bei uns an. Das war jetzt verdammt knapp gewesen.

Dolon gibt dem König die Macht von Tempus mit einem recht heftigen Flammenschlag zu schmecken. Obwohl er anfängt zu brennen, scheint ihn das nicht zu kümmern. Er hat Wunden, die ihn eigentlich töten müssten, aber dieser rasende Berserker steht immer noch. So langsam wird mir wirklich mulmig zumute. Verdammnis! Die Leibwächter probieren die Festigkeit unserer Rüstung aus, scheitern aber zum größten Teil. Ein Teil der Leibwächter rückt weiter vor, um Harun hinter uns zu erreichen, der schwer angeschlagen ist. Der Berserker kommt nach und greift mich an, trifft aber nicht. Tymora sei Dank!

Ich versuche es mal mit einem Kettenblitz und werfe ein paar Leibwächter um, der Koloss vor mir zeigt sich immer noch vollständig unbeeindruckt von meiner arkanen Macht. Harun rückt weiter zurück und heilt sich etwas. Dolon erledigt zwei weitere Leibwächter. Es sind nur noch wenige übrig, aber die greifen uns weiterhin vehement an. Welle um Welle brandet gegen die Steinmauer an. Lia und Druss halten blutige Ernte, aber die Goblins benutzen ihre Gefallenen um eine Rampe zu bauen, könnte man jedenfalls beinahe meinen. Der Berserkerkönig greift nun Dolon an, aber seine harte Rüstung verhindert das schlimmste. Ihm diese Rüstung zu schenken war damals wirklich clever von mir gewesen. Ich töte einen weiteren Leibwächter mit Flammenden Strahlen, die verdammt gut treffen.

Harun heilt sich weiter, Dolon erledigt den letzten Leibwächter. Ein weiterer Schlaghagel geht auf Dolon nieder und so langsam macht der König den Eindruck, dass er seine Wunden bemerkt. Seine Raserei scheint kurz vor dem Ende zu sein. Hinter uns fällt die Mauer und ich beschwöre einen Feuerelmentar, um den Barbaren und die Waldläuferin zu unterstützen. Auch Harun eilt zur deren Unterstützung herbei. Der König haut ein weiteres mal auf Dolon ein und trifft ihn mehrmals, da er keine Wucht mehr in seine Schläge legt. Dann fällt riesige Goblin einfach tot um. Geht doch!

Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #588 am: 13. Februar 2012, 14:51:58 »
22. Nachtal 738 TZ Das Jahr des segelnden Mannes Höhle der Goblins

Dolon schnappt sich den Göttermörderdolch, während ich in die Wohnhöhle hineinschaue. Die Wände sind voller Trophäen, darunter zwei magische Waffen. Die schnappe ich mir, ebenso ein paar herumliegende Schmuckgegenstände. Dolon wirkt auf uns Windwandeln und wir verlieren unsere Stofflichkeit. Unter dem Absatz mit dem toten Goblinkönig liegt die Senke mit den Schlammgruben, wo die Gefangene infiziert wurden. Dort liegt auch eine Art Brunnen, wo die Schlammbrühe hochgeholt wird. Das ist ein Zugang zur Tiefe. Wir lassen von unserem ursprünglichen Plan ab, sagen unserem neuen Freund den Erdkoloss bescheid, dass wir nun direkt in die Tiefe vorrücken. Diese Gelegenheit nützen wir. Ich entlasse meinen Freund, den Feuerelementar, der eine ganze Hundertschaft Goblins verkokelt hat, aber jetzt schwer angeschlagen ist. Ich gehöre nicht zu den Magiern, die ihre beschworenen Kreaturen bedenkenlos opfern. Natürlich sind auch unter meiner Herrschaft einige Elementare drauf gegangen, aber wenn es möglich ist, entlasse ich sie vorher aus meinem Dienst und schicke sie zurück.

Wir dringen in den Schlammbrunnen ein. Die Wandung ist grob behauen und wir dringen ziemlich tief ein, wie wir an den Gesteinsschichten um uns herum gut sehen können. Ein Zwerg hätte sicherlich seine reine Freude an diesem Ausflug. Wir kommen schließlich in ein rot leuchtendes Gewölbe heraus. Hier fließt ein träger Fluss aus stinkendem Schlamm. Seine Ufer sind mit unzähligen Knochen und Unrat bedeckt. Das rote leuchten kommt von roten Steinen, die aus sich heraus glühen. Wir landen und laufen am Ufer entlang, bis wir eine größere Höhle betreten. Auch hier ist alles voller abgenagter Knochen und viele davon sind eindeutig Menschlich. Hier treffen wir auf einen uralten Goblin in Begleitung zweier mutierter Grottenschrate. Bei dem Goblin handelt es sich um einen Kleriker des Krintak. Wir bekommen das Übliche zu hören, dass wir keine Chance haben, auch wenn wir die ersten sind, die es bis hierher geschafft haben. Nun, wir werden auch die ersten sein, die Haruns Herz holen werden.

Wir beginnen den Kampf. "Beeilt euch!" ruft Dolon und der Reigen der Vernichtung beginnt. Der Priester darf nicht überleben. Ich brate ihm zuerst eine maximierte Säurekugel auf den Pelz und als das nicht reicht, kriegt er noch eine schnelle hinter her. (205 Schadenspunkte!) Der Goblin platzt regelrecht auseinander. Ein Problem weniger. Die Grottenschrate greifen an. Einer wirft Harun in den Schlammfluss. Nein! Ein anderer greift Dolon an, der aber stehen bleibt. Harun geht einen kurzen Moment unter kommt dann vor Wut schnaubend wieder hoch. Er krabbelt aus dem Fluss und rennt nun Richtung Lia und Druss, die einen weiteren Schrat weiter hinten abwehren. Dolon zeigt dem mutierten Schrat das mit einem Schlachtenrufer nicht zu spaßen ist und haut ihm mehrere harte Schläge um die Ohren. Ich sause mit Hilfe meiner Stiefel um den Gegner, der mit Dolon kämpft und jage durch beide Schrate einen Kältekegel. Das friert sie ziemlich ein, aber einer von ihnen greift mich an, ein Teil des Schadens kann ich auffangen und bleibe auch auf den Beinen. Der Schlachtenrufer wird zurück gedrängt, bleibt aber auf dem Ufer noch stehen. In Harun streiten inzwischen drei Bezauberungen um die Vorherrschaft und er weiß nicht mehr, was er eigentlich tun soll.

Dolon greift an und vermöbelt das Schratding ziemlich gut. Ich flankiere mit Dolon und piekse es zweimal, was reicht, um das Ding zu töten. Das Überlebende greift weiter Dolon an, der wieder zurück gedrängt wird. Harun steht wieder auf unserer Seite und greift mit einem heftigen Hieb ein. Der schwer angeschlagene Dolon heilt sich, während ich dem Ding mal kurz eine heftige Säurekugel zentriere, was es sterben lässt. Puh!

Diesen Kampf haben wir gewonnen, Dolon heilt uns so gut es geht wieder hoch, aber allzu viele Kämpfe werden wir heute nicht mehr bestreiten können. Frisch gestärkt eilen wir weiter vorwärts, bevor den Goblins eine Möglichkeit einfällt, uns nach hier unten zu folgen. Ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis sie uns zu überrennen versuchen. Und allzu viele Kontermöglichkeiten haben wir nicht mehr. Aber ich nutze die Kampfpause um die beiden Schwerter und den Dolch zu identifizieren. Die Schwerter sind scharf und haben sonst eine geringe Verzauberung auf ihren Mithralklingen. Der Dolch dagegen strahlt vor Magie, er hat eine Verzauberung, die kein Mensch eigentlich vollbringen sollte. Meines Wissens hat einst ein finsterer Kult diese Waffe geschmiedet, mit dem Ziel, Götter zu töten. Jergal bekam Wind davon und entriss ihnen die Seelen. Noch immer sollen sie furchtbarste Qualen für ihren Frevel erleiden. Auf alle Fälle ist die Waffe so unheilig, dass ich sie ohne Konsequenzen nicht anfassen kann und auch will. Diese Waffe ist ein geschmiedeter Frevel und allein sie ansehen zu müssen, dreht mir schier der Magen um.

Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #589 am: 16. Februar 2012, 14:40:52 »
22. Nachtal 738 TZ Das Jahr des segelnden Mannes Höhle der Mutterzyste

Dolon kann den Göttermörder anfassen, ohne dass ihm schlecht wird, deswegen beschließen wir, dass er ihn führen soll. Eine Entscheidung, die uns beinahe des Leben gekostet hätte, wie sich später noch heraus stellen sollte. Aber in dem Moment konnte ich mich einfach nicht überwinden, dieses schreckliche Ding auch nur zu berühren. Wir rücken nun weiter vor. Die Umgebung wandelt sich. Es riecht nach brennenden Bäumen und Blut. Die Leiche eines gerüsteten Mannes gespickt mit Elfenpfeilen treibt an uns vorbei. In der Ferne hören wir Schreie, Waffengeklirr und das wiehern von Pferden. Eine Schlacht ist im Gange. Seit Jahrtausenden scheint hier auf ewig die Schlacht um den Hain von Tremel zu toben. Wir sind gefangen in dem Traum eines sterbenden Gottes, der die letzten Minuten seiner Existenz wieder und wieder durchleben muss. Da muss man ja Wahnsinnig dabei werden. Verdammnis!

Schließlich erreichen wir ein Becken, auf einer Säule getrockneten Schlammes liegt das Herz. Es ist größer als das eines kleinen Jungen, größer als das eines Menschen. Höchstens Riesen haben ein solch großes Herz. Finstere Magie muss es verändert haben. In der Mitte hat es ein Loch von der Größe der Dolchklinge. Aus diesem Loch quillt dieser Schlamm kontinuierlich in ein Becken, aus dem der Strom gespeist wird, an dem wir entlang gelaufen sind. Am gegenüberliegenden Ufer steht ein weiterer unstofflicher Kleriker und sieht gar nicht glücklich aus. Hinter dem Becken ist ein Thron ohne Beine aufgestellt, der krude aus Holzlatten gezimmert und mit Metallplatten verstärkt ist. Darauf thront ein verstümmelter riesiger Goblin. Mit Beinen wäre der bestimmt fünf Meter hoch, so ist der Torso immer noch stolze drei Meter hoch. Auch die Arme fehlen, ebenso der Unterkiefer samt Zunge. Seine Feinde sind wirklich nicht zimperlich mit ihm umgegangen. Finsternis!

Da wir nicht zum reden hier sind und die Gespräche mit Krintak obendrein höchst einseitig sein dürften, halten wir uns nicht mit Palaver auf. "Beeilt Euch!" rufe ich und alle sind jetzt ganz hibbelig. Ich rücke schon mal recht nah an den Gott heran. Harun springt über den Schlammfluss und versucht den Goblin nieder zu strecken, was auch ganz gut gelingt. Eine Armee geisterhafte Goblins formieren sich und attackieren Dolon und mich. Obendrein schleudert der finstere Gott noch einen Blitz aus schwarzer Energie auf mich, unter den ich mich einfach weg ducke. Ha! Dolon stärkt sich und rückt emsig in perfekte Sturmangriffdistanz vor. Der Kleriker zaubert ein Leid auf Harun, der aber die dunkle Energie einfach abschüttelt. So im Sichtbereich seines Gottes zu versagen ist schon verdammt bitter.

Ich brat dem verstümmelten Gott eine Säurekugel auf den Pelz, die ordentlich reinhaut. Harun macht einen Schlaghagel und trifft sagenhafte einmal. (Dreimal an Fehlschlagchance gescheitert und dann noch eine 1!) Wieder werde ich von Geisterhaften Goblins belästigt, ebenso Dolon. Ich opfere emsig weitere Zauber um die Schläge abzumildern, aber es kommt trotzdem noch einiges durch. Allzu lange können wir hier keinen Abnutzungskampf führen. Dolon greift mit voller Wucht nun an und flankiert mit mir nun den verstümmelten Gott. Der Goblinkleriker fängt an zu predigen, aber niemand hört ihm zu.

Mit einem Geisterhieb steche ich zwei ordentliche Wunden in den Leib von Krintak, aber die anderen Hiebe gehen fehl. Auch wenn er sich nicht mehr bewegen kann, schützen ihn doch fiese Schutzzauber. Ein weiteres Mal belästigt mich eine Geisterarmee. So langsam werden die echt nervig, da man denen nicht einfach durch Umpositionierung entkommen kann. Es läuft auf einen Abnutzungskampf heraus, wo gerade jetzt Druss weitere Grottenschrate abwehren muss. Schlechtes Timing! Finsterste Verdammnis!

Dolon heilt uns Beide etwas hoch, damit werden wir ein paar Herzschläge länger aushalten können. Harun schafft es nicht, den Goblin zu treffen, was so langsam äußerst peinlich wird, da der kleine Goblin schon aus dem letzten Loch pfeift, der uns obendrein einen Wunden verursachenden Flächenzauber reinzieht, der aber äußerst schwächlich bei uns ankommt. Noch mal Glück gehabt. Auch ich treffe nun nichts mehr. (RK 40 ist doch recht knackig). Dolon ist gezwungen sich ein weiteres mal hoch zu heilen, um noch stehen bleiben zu können. So langsam wird mir klar, dass ich einen schrecklichen Fehler begangen habe. Ich hätte nicht so zimperlich in Bezug auf "Göttermörder" sein sollen und diese Waffe führen, während Dolon mit dieser kleinen Waffe einfach nicht zurande kommt und obendrein noch damit beschäftigt ist, uns mit Heilmagie am Leben zu halten. Harun schafft es endlich den lästigen Priester zu erschlagen und kommt auf uns zu. Ich werfe noch eine Kugel aus Säure, was nun die letzte des heutigen Tages war. Trotz Schubsen kommt viel zu wenig durch. Dann versuche ich es mit flammenden Strahlen, die leider sofort verlöschen. Beim zweiten Versuch geht wenigstens etwas durch. Dolon schafft es nun mit mehreren Hieben den Gott weiter zu schwächen und der Templer schafft es endlich seinen Hintern hier her zu schwingen. Natürlich schafft er es mit einem Glückstreffer den Gott umzuhauen und Dolon vernichtet ihn mit dem Dolch!

War ja jetzt gar nicht so schwer. (Kaira hatte noch ein Drittel ihrer Lebenspunkte, hatte trotzdem mehr als Dolon und Harun zusammen). Ich küsse zuerst mein Amulett und danke Tymora, dass sie mich wenigstens vor Schaden bewahrt hat, da der Gott in den letzten Runden Probleme hatte, durch meine Rüstung zu kommen. Auch wenn ich nicht viel in diesem Kampf beisteuern konnte. Vergessene Götter sind definitiv keine Gegner, die mir liegen. Ich falle Dolon um den Hals und drücke ich einen dicken Schmatz auf die Wange, was ihn rot anlaufen lässt und sprachlos macht. Der Körper des toten Gottes löst sich auf, ebenso seine geisterhafte Goblinarmee.

Der Schlachtenrufer schwebt nun zum Sockel im Schlammteich und steckt den Dolch zurück ins Herz. Augenblicklich versiegt der Strom aus verdorbenen Schlamm. Diese Gefahr ist gebannt. Die Illusion des brennenden Hains verblasst und wir sehen uns in der wirklichen Höhle wieder. Auf steinernen Bahren liegen unzählige Skelettierte Goblins, Überreste seiner toten Anhänger. Am Rand sind verwirrt aussehende Erdkolosse zu sehen. Dolon macht ihnen mit seinem Zauber klar, dass wir hier sind, um sie zu befreien. Wir beschreiben ihnen, wo sie ihren Bruder finden, der uns geschickt hat. Dann streife ich durch die Höhle und finde einiges an Schätzen. Acht Ringe, vier Speere, drei Kurzschwerter und ebenso viele Umhänge sind magisch. Dazu noch jede Menge Schmuck und Edelsteine. Damit lässt sich was anfangen. Auch vergessene Götter zu töten scheint äußerst lukrativ zu sein.

Wir teleportieren in die Höhle zurück, wo der Eingang zum Herrenhaus sich befindet. Wir müssen rufen, damit die anderen uns hier finden. Die Nymphe ist begeistert, dass wir das Herz haben. Ich schlage vor, dass sie den Bann beendet. "Welcher Bann? Das ist wahre Liebe!" haucht sie. Na prima auch. Jetzt kommt auch zur Sprache, dass die Feenwesen nicht rein zufällig hier sind. Sie haben sich im Auftrag von Harvans Mutter hier her hineingeschlichen, um das Herz zu finden. Harvans Mutter lebt noch? Nun gut, wir lassen uns breit schlagen, die Feen zu ihr zu begleiten. Das dürfte Interessant werden.

Gespielt am 15.10.2011
Spielleiter: Stefan
SC: Kaira 20 (Schurke 4/ Seher 2/ Unseen Seer 4/ Arkaner Trickser 10)
Harun 18 (Krieger 6/ Gesegneter Templer 10/ Gotteskrieger 2)
Dolon 19 (Kleriker 8/Kriegspriester 10)
EP: Stufe 18 3880 Stufe 19 3410 Stufe 20 3100
Überwundene Gegner
1 Hohepriester
1 alter Priester
2 komische Grottenschrate
1 Goblin Häuptling
6 Leibwächter mit Bannermann
1 Krintak, Herr der Namen, Gott der Goblins
Beute
1 Göttermörderdolch +6
Magierring Stufe 2 (Dolon)
Schutzring +4 (Harun)
Kälteresistenzring 20 (verkauft)
Feuerresistenzring 20 (verkauft)
Ring des Entrinnens (Lia)
Unsichtbarkeitsring (Pool)
Ring des schwachen Zauberspeichers 3 Grade (Harun)
Ring des Negativen Energieschutzes (Lia)
Speer +3 der Resonanz (verkaufen)
Speer +2 der Anarchie und Warnung (verkaufen)
Speer +4 der Psychokinese (verkaufen)
Speer +4 (verkaufen)
Kurzschwert +3 der Schnelligkeit (verkaufen)
Kurzschwert +5 aus kaltem Eisen (Kaira)
Kurzschwert +3 Unheilig (verkaufen)
Schutzumhang +5 (Kaira) (ihr Schutzumhang +4 Dolon, sein +3 in den Pool)
Charismahumhang +6 (Lia)
Schlachtenumhang (verkaufen)
2 Scharfe Schwerter +2 (verkaufen)
Schmuck und Gold 18000

Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #590 am: 20. Februar 2012, 10:42:39 »
Kapitel 12
Die Trauer einer Mutter!

22. Nachtal 738 TZ Das Jahr des segelnden Mannes Höhle der Goblins

Unser Freund der Umber Hulk buddelt uns zurück an die Oberfläche. Wir verabschieden uns in Freundschaft von ihm und gehen mit den Feenwesen tiefer in den Wald. Die Nebelfrauen weißen uns den Weg. Die Nymphe gleitet regelrecht durch das Unterholz und ihre bloßen Füße scheinen den Boden gar nicht richtig zu berühren. Zuerst gehen wir nach Südosten, biegen dann aber nach Norden hin ab, ohne das jetzt ein Hindernis im Weg gewesen wäre. Dann geht es nach Nordosten und dann wieder nach Südosten. Schließlich biegen wir wieder nach Nordosten ab. Ich bin nicht sicher, aus welchen Grund wir diese Route einnehmen. Auf alle Fälle wird der Wald dichter, urtümlicher und auch fremdartiger. Ich habe hier das gleiche Gefühl wie damals im Drunakwald, der auch von fremden Wesen unsubtil berührt worden war. Das ist wohl das, was man einen Feenwald nennt. Kalte Schauer laufen wir über den Rücken und lassen mich frösteln. Finsternis!

Die Bäume werden dunkler, verwachsener, als ob sie vom bösen berührt worden wären. Mir kommen viele Geschichten aus meiner Kindheit wieder hoch, die davon handeln, wie unschuldige Kinder im tiefen Wald sich verlaufen oder von scheinbar verspielten Feenwesen in genau solche dunklen verwunschenen Wälder gelockt werden, wo ihnen meist schlimme Dinge wiederfahren. Die Moral der Geschicht, trau den bösen Feen nicht. Ich habe nicht mehr allzu viele Offensive Zauber und mit jedem Schritt tiefer in den Feenwald denke ich, dass wir einen Fehler machen. Schließlich bewegt sich einer der Bäume und wendet uns ein richtiges bewegliches Gesicht zu, dass wie in das Holz eingeschnitzt erscheint.

"Na, Elanie, wieder ein paar Ritter für der Herrin Spiele?" fragt der Baum die Nymphe.
"Nein, ich bringe frohe Kunde. Wir haben ein Teil ihres Sohnes!" erwidert Elanie die Nymphe. Ich fange mit dem Baum ein Gespräch an, er heißt Zackborak, was wohl soviel heißt wie Nimmersatt. Offenbar bringen Feen öfters Leute mit in den Hain, um die Königin aufzuheitern. Was auch immer das genau heißen mag. Wir folgen den Feen noch tiefer in den verwunschenen Wald. Schließlich hören wir Flügelschlagen. Ein recht seltsames Feenwesen landet vor uns. Es ist etwas kleiner als ich und hat graue Haut, Hörner auf dem Kopf, Fledermausflügel auf den Rücken und gelb leuchtende Augen. Für eine Gargyle ist es zu klein, sieht aber sonst genau so aus. Man könnte meinen, der Dämon vor dem Brunnenhaus wäre lebendig geworden und steht nun vor uns. Unsere neugewonnenen Feenfreunde verdrücken sich vor der Landung in den Wald und sind nicht mehr zu sehen. So was aber auch!

Wir kommen mit dem Wesen ins Gespräch. So wie es aussieht, ist das Ding kein Feenwesen, sondern ein Dämon, genauer gesagt ein Nabasu. Und so wie es scheint, hat er noch zwei Kumpels mitgebracht. Nach etwas hin und her und dem vergeblichen Versuch, mehr Informationen über seinen Aufenthaltsgrund heraus zu finden, machen wir das, was wir am Besten können. Das Böse totschlagen. Lia reagiert als erste und ruft "Kugel aus Energie, flieg und sieg!" Sie trifft ziemlich gut, aber dann brechen zwei weitere von diesen Dämonen aus dem Unterholz. Alle drei setzen unheilige Energie frei und ich fühle mich deutlich geschwächt und vergesse drei Sprüche aus meinem Repertoire. Verdammnis! Lia und Dolon werden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Ich räche mich augenblicklich mit einer Säurekugel und treffe verdammt gut (69 von 90!) Dolon greift die vor mir stehenden Nabasu und zeigt, wo bei Tempus der Hammer hängt. Harun versucht einen Sturmangriff auf eine der flankierenden Dämonen, stolpert über eine hochstehende Wurzel und fällt schon beinahe komisch der Länge nach hin. Autsch! Druss beschwört eine Kraft, mit der er indirekt sehen kann, weil die Nabasu mit ihren Blicken dunkle Dinge tun können und läuft zu dem dritten Vieh hin. So stehen wir jetzt weit verteilt im Wald. Verdammnis!

Lia beschließt lieber nun mit ihren Pfeilen zu schießen und trifft halbwegs ordentlich. Die Viecher versuchen irgendeine finstere Magie, erreichen damit aber nix. Ich habe nur noch kleine Säurekugeln, werfe eine, aber die geht fehl, weil ich nicht richtig hinschauen mag, weil die gelben Augen so unheimlich glühen. Dolon ergeht es ähnlich, da er entweder weit daneben schlägt oder die steinerne Haut des Dämons nicht zu durchdringen vermag. Harun steht auf und trifft ebenfalls nicht. Dafür zeigt der Barbar mal wieder, wie man es richtig macht und haut dem Dämon mit großer Wucht seinen Zweihänder wiederholt treffsicher um die Ohren. Die elfische Waldläuferin spickt den Wald mit Pfeilen, dass wird noch Ärger geben. Der Dämon bei Harun springt Dolon in den Rücken und die beiden Viecher beginnen auf ihn einzubeißen, was trotz der massiven Rüstung von Dolon gut gelingt. Finsternis!

Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #591 am: 23. Februar 2012, 14:03:30 »
22. Nachtal 738 TZ Das Jahr des segelnden Mannes Verwunschener Feenwald

Ich haue dem fiesen Dämon eine Schalkugel um die Ohren und Dolon gelingt es mal ordentlich drauf zu hauen. Geht doch! Harun läuft hinter her, macht aber nichts mehr weiter. Druss haut den seinen Ordentlich, macht ihn aber noch nicht kalt. Unsere Elfe besinnt sich und trifft sogar einen der Gargylen mit einem Pfeil. Dem Barbaren wird Lebensenergie entzogen, während die anderen beiden an Dolon herum knabbern. Ich versuche einen der Dämonen zu hauen, scheitere aber an deren Haut, die sich wie Stein anfühlt. Da komme ich mit meiner kleinen Klinge kaum durch. Dolon schlägt wieder daneben, Harun greift an und trifft gut. Druss erledigt den seinen und ist nun frei. Die arme Elfe piekst weiterhin  Bäume, die Gargylen greifen weiter Dolon an, aber seien Rüstung schützt ihn diesmal halbwegs. Ich hole mir einen Zauber zurück, aber die beiden Kämpen von Tempus erledigen nun ihre Gegner mit Bravour. Tempus sei Dank! Oder der Dame Tymora, dass sie uns doch noch gelächelt hat.

Da offenbar noch weitere von diesen Viechern hier herumlaufen, ziehen wir uns in einen Seiltrick zurück. Puh! Das war ja jetzt was. Zu unserem Glück bleiben wir unbehelligt, da wir so gut wie keine Zauber mehr haben und werden erst am nächsten Tag wieder von Elanie gestört. Wir haben gerade gut gefrühstückt und sind frisch gestärkt. Bei der Nymphe Elanie sind noch zwei Zentauren die recht seltsam aussehen. Auch sind sie mit menschlichen Schädeln, die sie als Trophäe genommen haben, behangen. Ein seltsamer Elf mit Hirschgeweih auf dem Kopf, dass wirklich mit ihm verwachsen ist, steht etwas abseits. Die Nymphe erzählt uns, dass die Königin verschwunden ist. Diese Dämonen randalieren im Wald und greifen Feen an. Und natürlich liegt es mal wieder an uns, die Sache zu klären. Aber dafür sind ja Helden nun mal da. Das ist fast schon wie in den Geschichten der Barden. Ich könnte die Sache richtig genießen, wenn ich meine Kinder denn alle in Sicherheit wüsste. Trotzdem ist da natürlich auch eine Herausforderung, die es zu meistern gilt. Vielleicht gelingt es uns, hier eine weitere Verbündete zu gewinnen, die uns im Kampf gegen Moloch unterstützen kann. Wobei ja bekanntlich Feen nicht zu trauen ist.

Es gibt hier zwei Lager für "Gäste". Eines der Elfen und eines der Menschen. Irgendwie habe ich den Verdacht, dass die Königin über die Trauer des Verlustes ihres Kindes wahnsinnig geworden ist und die Schlacht um den Hain von Tremel immer wieder nachspielt, denn wir kommen auf dem Weg zu Lager der Elfen immer wieder an Leichen vorbei, die zwar historisch gerüstet sind, aber noch nicht sehr lange tot sind. Ich wirke ein telepathisches Band und Lia geht mal vor zu den Elfen. Nach einer halben Stunde kommt sie wieder und weiß zu berichten, dass die Elfen und die Menschen hier im Krieg liegen und alle bezaubert sind. Die Elfen sind zu Menschenfressern herab gesunken. Das ist natürlich ein schlimme Sache. Finsterste Verdammnis!

Nun gut, wir umgehen die Elfen und laufen etwas durch den verwunschenen Wald, der richtig unheimlich wirkt. Es rauscht und es kommt mal wieder eine von diesen Möchtegerngargylen angeflogen. Wir verstecken uns, was aber nur Lia und mir wirklich gelingt. Die Männer sind einfach zu groß, um sich sinnvoll zu tarnen. Aber sie tun so, als ob sie zu dem Menschlichen "Rittern" der Königin gehören würden. Ich versuche die Gedanken des Nabasus zu lesen und finde heraus, dass die Königin irgendwo im Süden sein muss. Und es wird von einem mächtigen Ding bewacht, dass vier Sensen als Waffen hat, dazu ein Haufen Tentakel und gleich zwei Mäuler. Kein angenehmer Zeitgenosse dünkt mir. Aber wenigstens haben wir jetzt eine grobe Richtung, in die wir gehen, nachdem der Nabasu Leine gezogen hat.

Wir gehen also in die südlichen Haine, sehen ein paar weitere Leichen und finden schließlich mal recht neue Spuren, die Lia und Druss folgen. Nach einer halben Stunde finden wir endlich weitere Hinweise. An einem Feuer sitzt ein Dämonenpaktierer, leicht zu erkennen an seinen vielen spezifischen Tätowierungen auf seinem Oberkörper und zwei Bewaffnete. Die Männer gehen mal vor, um die etwas auszuhorchen. Der Paktierer ist erfreut, neue Mitstreiter gegen die Elfen begrüßen zu können. Lia und ich schleichen uns unsichtbar näher und mir gelingt es seine Gedanken zu erfassen. So wie es aussieht, wird die Königin bald vergehen und wird dann von ihrem Schmerz erlöst sein. Man könnte ja meinen, dass nach über tausend Jahren vielleicht mal der Zeitpunkt gekommen ist, nach vorne zu blicken.

Er hat dafür gesorgt, dass sein Paktdämon sich dieser Angelegenheit annimmt und die Königin in einem Becken langsam auflöst. Damit wird auch dieser Ort vergehen, denn wir befinden uns nicht mehr wirklich auf Faerun. Natürlich können wir das nicht zulassen und wir geben uns zu erkennen. Ich zentriere dem Paktierer gleich mal einen Säurekugel an einer empfindlichen Stelle. (93! Schadenspunkte). Druss zieht seine Waffe und macht einen Schritt auf den Kerl zu. Lia wirft eine Energiekugel und ich schau sie strafend an, da diese Kugeln nicht so gegen sterbliche Wesen auf ihrer Machtstufe effektiv sind wie andere ihr zur Verfügung stehenden Feuer oder Säurekugeln. Dolon haut auch noch drauf und der Paktierer ist schwer verletzt. Dummerweise schwebt von oben ein höchst seltsames Wesen ein. Es eine Art Ballon mit Gesicht, dass Ketten hinter sich herzieht. Harun bewegt sich auf es zu und einige weitere Wachen betreten das Szenario etwa fünfzehn Schritt von uns entfernt. Finsternis!

Nakago

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« Antwort #592 am: 27. Februar 2012, 12:48:10 »
23. Nachtal 738 TZ Das Jahr des segelnden Mannes Verwunschener Feenwald

Ich zentrier dem Kerl noch eine Säurekugel und das war es dann für ihn. Das ging ja mal ausnahmsweise flott. Ich töte eine der Wachen noch mit schnellen Flammenstrahlen. Druss stürmt auf diesen Dämonenballon zu und haut ihm eine. Das tat weh. Lia röstet eine der Wachen und wieder ein Problem weniger. Der Schlachtenrufer predigt "Beeilt Euch!" Harun greift ebenfalls den Ballon ein, trifft aber nicht, da er zu optimistisch ist. Der Ballon zieht Druss auf seine Seite. Nicht gut! Das weckt ungute Erinnerungen in mir. Damals hätte der Barbar mich in seinem Wahn beinahe getötet und nur meine Arkanen Armschienen haben mich gerettet.

Derweil schwäche ich schon mal die zweite Welle Wachen, der sich Dolon entgegen gestellt hat. Druss greift Harun an und verletzt in schwer, aber der Templer des Tempus steht noch. Die Elfe greift mit ihrem Bogen das Vieh an, verletzt ihn sogar ein wenig. Harun macht einen wahren Schlaghagel auf das Vieh, verletzt es schwer, aber es gelingt ihm nicht, es zu töten. Das Vieh revanchiert sich entsprechend, während Dolon die anstürmenden feindlichen Wachen dezimiert. Ich greife nun ebenfalls den Ballon an, aber meine Säurekugel macht rein gar nichts. Aus irgendeinem Grund ist es vollständig gegen Säure immun. So was aber auch! Finsterste Verdammnis!

Druss haut zweimal brutal zu und der Templer sinkt tot zu Boden. (Zwei kritische mit je 40+ Schadenspunkte waren doch zu viel. Ist etwas dumm gelaufen.) Lia ist nun ebenfalls bezaubert und greift mich mit ihren Bogen an. Tut weh, aber ich sterbe nicht daran. Dolon löst sich von den zwei verbliebenen Wachen und bannt die Verzauberung, welche Lia und Druss in den Klauen hält. Leider einen kurzen Moment zu spät. Verdammnis! Das Mistding versucht es nun bei mir, was aber an mir abprallt und spukt mir obendrein noch Säure ins Gesicht. Autsch! Das tut doch weh! Mistding!

Ich positioniere mich um und wirke einen Kältekegel, der eine der verbliebenen Wachen tötet und den Dämon aber nicht ankratzt. Druss macht nun kurzen Prozess und haut den Ballon zurück in den Abgrund. Auch die letzte Wache fällt unter Lias Beschuss. Das war jetzt hart gewesen. Harun ist nur kurz tot, da Schlachtenrufer Dolon ihn sofort wieder beleben kann. Trotzdem ist er etwas angepisst. Nun ja, so was passiert hin und wieder mal. Willkommen im Club der gestorbenen und wiederauferstandenen Recken.

Wir heilen uns etwas und bereiten uns auf einen weiteren Kampf vor. Nur wenige hundert Meter entfernt lauert nämlich das Zweimaul mit den vier Sensen, da es von sicherer Entfernung den Kampf beobachtet, aber nicht eingegriffen hat. Wahrscheinlich haben wir ihm einen Gefallen getan, in dem wir den Paktierer getötet haben, schließlich gehört dem Dämon jetzt dessen arme Seele. Ich werde nie verstehen, wie man einfach seine Seele verkaufen oder verpfänden kann.

In Linie rücken wir durch den Wald vor und stehen schließlich vor diesem riesigen Ding. Es besteht aus einem Schlangenleib, dessen Schwanz in einem Maul endet. Oben hat es einen Kopf mit ebenfalls einem riesigen Maul. Direkt darunter sitzen vier Arme, die je eine Sense halten. Etwas weiter ist ein Kranz von dicken Tentakeln zu sehen, die sicherlich auch gut drauf hauen können. Ich glaube, es ist nicht sehr gesund, wenn man direkt vor ihm steht. Schließlich sind wir etwa neun Schritt von ihm entfernt. Hinter ihm ist eine Schleimblase zu sehen, in dem es blubbert. Wahrscheinlich befindet sich darin die Feenkönigin.

"He, du! Gib uns die Feenkönigen oder du bekommst riesengroßen Ärger!" meine ich und baue mich vor ihm auf.
"Nein! Die bleibt bei mir. Ihr Tod schmeckt zu süß, als das ich aufhören könnte zu naschen!"
"Hast du einen Namen?"
"Ja!"
"Verrätst du ihn mir?"
"Könnt ihr eh nicht aussprechen da ihr zu wenige Zungen habt."
"Und was bist du für ein Wesen?"
"Ich bin ein Myrmyxicus!"
"Autsch, da bricht einem ja die Zunge ab. Da wir und wohl nicht gütlich einigen werden…." Und der Kampf beginnt. Lia schießt mal wieder mit ihrem Bogen auf das Ding, was sich als nicht besonders effektiv erweist. Ich schleudere dafür zwei Säurekugeln auf den Myrmyxicus und treffe ihn beides mal verdammt hart, da eine Kugel noch maximiert ist. (110 und 120 Schadenspunkte!) Unser Barbar stürmt brüllend voran und rammt schein Schwert in den Balg des seltsamen Wesens. Dolon beschwört unseren Rechtschaffenen Zorn und Harun bewegt sich vor. Das Monster lässt seine Sensen wirbeln und verletzt Druss schwer, Harun bekommt Tentakel links und rechts um die Ohren gehauen, obendrein werden beide noch gebissen. (15 Attacken!) Der Templer und der Barbar sind danach massiv angeschlagen. Hätte sich der Myrmyxicus auf einen von ihnen konzentriert, wäre der nun tot. Verdammnis!

Die Kriegsmagierin besinnt sich darauf, dass sie besser zaubern als schießen kann und wirft ihm ebenfalls eine Säurekugel an den Kopf. Ich lege noch eins drauf und hau den Scheißkerl um. War ja jetzt gar nicht so schwer! Das Wesen zerfließt und nur seine Sensen bleiben auf dieser Ebene zurück. Jetzt müssen wir nur noch die Feenkönigin aus dieser Blase heraus bekommen. Ich schnappe mir eine der Sensen, die gerade ihre Magie verlieren. Dann stelle ich mich vor der Blase und sense mal vorsichtig rein. Leider pralle ich ab. Mist!

Dolon packt seine Axt auf und zeigt allen, dass er praktisch begabt ist. Mit wuchtigen Hieben zertrümmert der Schlachtenrufer die Eierschale und der braune Schleim fließt ab. Eine nackte Frau mit spitzen Ohren taucht auf. Sie ist vollständig eingesaut, kommt aber zu Bewusstsein. Irgendwie scheint sie nicht glücklich über ihre Rettung zu sein und der Wald um uns herum fängt an zu brennen. Tja, die gleiche Nummer wie ihr Sohn. Das Trauma der Vergangenheit hat auch sie fest im Griff. Vielleicht wird das Herz ihres Sohnes sie milde stimmen. Auf der einen Seite brauchen wir dieses Herz ja noch für unsere Pläne, aber momentan dürfte es wohl vernünftiger sein, es ihr zu geben. Also hole ich es hervor und überreiche es ihr. Sofort werden ihre Züge milder und die Feuer flackern nicht mehr so intensiv, sondern brennen langsam ab und verlöschen schließlich. Ich kann ihr nachfühlen, wie sie sich fühlen muss. So ähnlich ist es mir ergangen, als ich Milis Seele in meinen Händen hatte.

Gespielt am 29.10.2011
Spielleiter: Stefan
SC: Kaira 20 (Schurke 4/ Seher 2/ Unseen Seer 4/ Arkaner Trickser 10)
Druss 19 (Barbar 16/Psioniker 2/Ilthidentöter 1)
Dolon 19 (Kleriker 9/Kriegspriester 10)
Harun 18 (Krieger 6/ Gesegneter Templer 10/ Gotteskrieger 2)
Lia 18 (Waldläufer 5/ Kriegsmagier 6/Arkaner Bogenschütze 2/Mystischer Ritter 5)   
EP: Stufe 18 3020 Stufe 19 2400 Stufe 20 1800
Kaira 150, Druss 225, Harun 75, Lia 150, Dolon 150
Überwundene Gegner
3 Nabasu
8 Wachen
1 Paktierer
1 Sybriex
1 Myrmyxicus
Beute
4 Sensen

Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #593 am: 01. März 2012, 12:53:13 »
Kapitel 13
Nachforschungen in den Baronien!

23. Nachtal 738 TZ Das Jahr des segelnden Mannes Verwunschener Feenwald

Immer mehr Feenwesen kommen nun hervor und halten respektvollen Abstand. Elanie meint, wir müssten Königen Serela Zeit für ihre Trauer geben. Hat diese Frau nicht schon ein Jahrtausend getrauert? Nun ja, wir werden eindringlich davor gewarnt, jetzt der Königen zu nahe zu treten. Inzwischen habe ich gelernt, solche Warnungen zu beherzigen. Und um ein paar Stunden kommt es auch nicht mehr unbedingt an. Nun gut, wir durchsuchen die Leichen der Gefallenen nach Beute und finden ein paar magische Sachen, wie magische Armbrüste, Rüstungen und einen Dolch. Nichts weltbewegendes, aber jede Goldmünze zählt. Bei nächster Gelegenheit lohnt sich mal wieder ein Ausflug nach Westtor um ein paar Sachen zu verkaufen und einzukaufen.

Um die Zeit etwas sinnvoll zu nutzen, gehen wir zum Lager der Menschen und sehen uns dort etwas um. Elanie führt uns durch den immer noch schwelenden Wald. Nach knapp anderthalb Stunden strengen Fußmarsch erreichen wir eine Palisade. Ich geh voraus etwas spähen, da sich hier einige Fallen befinden. Sie sind recht primitiv und leicht zu finden. In der Palisade gibt es nur einen kleinen Durchgang. Im Rund der Befestigung finden sich einige schwelende Zelte und eine massive Blockhütte. Die anderen rücken nach und wir reden mit den Bewohnern. Lia bleibt mal außen vor, da sie hier nicht wohl gelitten ist. Die Leute innerhalb der Palisade sind richtig aufgebracht, weil die Königin wieder erwacht ist. Wir müssen uns anhören, was für einen Aufwand die betrieben haben, um der Königin einen Ausweg zu geben. Und die sind gar nicht begeistert, als sie hören, dass dieses Ding tot und die Königin aus der Blase der Auflösung befreit ist. Mir gelingt es nicht die davon zu überzeugen, dass es nur zum Besten der Königin ist. Rasend vor Wut greifen sie uns an. Nun gut, ich lasse mich von diesen Wahnsinnigen nicht in Stücke reißen. Dolon reagiert als erster und ruft "Beeilt euch!"

Harun rennt vor und schwingt sein Schwert. Mit einem wuchtigen Hieb senst er durch die Menge armer Irrer und schlägt zwei davon in Stücke. Druss greift ebenfalls an und tötet mehrere von ihnen. Ich werfe einen Feuerball, der gut trifft. Mehrere gehen verbrannt zu Boden. Verdammnis! Die restlichen versuchen Druss und Harun nieder zu reißen, scheitern aber kläglich. Die wenigen Überlebenden fliehen. Drei davon in die Blockhütte in der Palisade. Der Barbar meint, wir sollten nachsehen, ob sich dort ein Beschwörungskreis befindet. Glaub ich zwar nicht, aber nachsehen kann nicht Schaden. Also tritt der Barbar die Tür ein. Zum Glück können wir die drei Insassen soweit beruhigen, dass wir nichts böses im Schilde führen. Die Hütte birgt keinen Beschwörungskreis, aber zerlegte Elfen. Hier gibt es groß kein Jagdbares Wild, da nimmt man, was man bekommen kann. Örks, mir wird schlecht!

Wir warnen die Überlebenden vor der Rache der Elfen und die geben Fersengeld. In den Zelten finden sich noch jede Menge Ausrüstung in verschieden brauchbaren Zustand. Das meiste ist alt und verbraucht. Nichts, mit dem man groß noch was anfangen könnte. Trotzdem finden wir noch etwas Gold, was wir hier nicht verderben lassen. Wirklich ergiebig war das jetzt nicht. Also kehren wir zurück zur Königin, deren Zustand immer noch unverändert ist. Nun ja, ewig Zeit haben wir auch nicht. In 39 Tagen ist Mitwinter. Bis dahin müssen die Piraten tot sein oder wir haben einen Schwur gebrochen. Und Umberlee hat nicht den Ruf, eine besonders verständige Göttin zu sein. Es gibt eine kurze Diskussion, in der ich mich aber nicht durchsetzen kann. Die anderen sind für abwarten. Nun gut, dann warten wir eben. Ich beschwöre ein Herrenhaus und wir ziehen uns erst mal zurück.

Ich nehme ein ausgiebiges Bad und lasse etwas die Seele baumeln. Hoffentlich wird sich noch alles zum Guten entwickeln. Unsere Aufgabe erscheint eigentlich nicht schaffbar, so viele Faktoren müssen letztendlich zusammen treffen, damit wir Erfolg haben können. Aber wer auf die Göttin vertraut und sein Köpfchen zum denken benutzt, der kann alles schaffen. Nun gut, ich hoffe mal, dass Tymora mir lächeln wird, so dass ich mein kleines Töchterlein aus den Klauen des finsteren Molochs heraus reißen kann. Nach dem entspannenden Bad führe ich mir ein erlesenes Neun Gänge Menü zu Gemüte. Dieser Zauber ist einer der Besten, der je entwickelt wurde. Dieser Mordenkainen wusste einfach, auf was es im Leben ankommt. Ich schaue kurz nach, wie es inzwischen draußen aussieht. Immer mehr Feenwesen haben sich versammelt, aber die Königin ist immer noch in Trauer. Ich hoffe mal, dass gibt sich in den nächsten Tagen, sonst haben wir ein ernstes Problem.

Nakago

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« Antwort #594 am: 05. März 2012, 15:17:08 »
24. Nachtal 738 TZ Das Jahr des segelnden Mannes Verwunschener Feenwald

Nach einer geruhsamen Nachtruhe gibt es am nächsten Morgen bedenkliche Entwicklungen. Bevor ich überhaupt zum memorieren komme, erschallt von draußen ein großes Jammern und Wehklagen. Das hört sich nicht gut an. Mit noch nicht gemachten Haaren stürze ich mich mit den anderen nach draußen und schaue, was los ist.

"Die Königin ist tot! Die Königin ist tot! Die Königin ist tot!" schallt es uns von allen Seiten entgegen. Vorsichtig nähere ich mich der Feenkönigin dieses Haines. Sie steht da wie eine Statue, das Herz ihres Sohnes in der Hand. Das Herz ist aber nicht mehr zu der Größe eines Handballes aufgebläht, sondern ist das eines Jungen. Die Haut der Feenkönigin ist wie Alabaster und genau so kalt und hart, als ich sie vorsichtig berühre. So wie es aussieht, hat sie das Herz ihres Sohnes von allem Übel befreit und hat dafür Energien angezapft, die man niemals anrühren sollte, da man die selbst zum Leben braucht. So wie es aussieht, hat Serela das ultimative Opfer für ihr Kind gebracht. Aber es ist fraglich, ob das ausreichen wird, da wir sein Herz an Moloch übergeben werden, nachdem es präpariert worden ist. Wenn wir Moloch während seiner Transformation töten werden, wird fraglich sein, ob Harvan das überleben wird. Genau genommen ist der arme Junge aber schon seit über einem Jahrtausend tot. Finsternis!

Vorsichtig nehme ich das Herz aus ihrer Hand und Druss nimmt den Dolch heraus. Statt Schlamm kommt nun etwas Blut heraus, das ich sorgfältig auffange. So wie es scheint, hat Serela wirklich das Böse aus dem Herzen ihres Sohnes gebannt. Um den Preis ihres eigenen Lebens. Wir machen, dass wir von hier verschwinden, bevor die Feenwesen jemanden suchen, den sie für den Tod ihrer Königin verantwortlich machen können. Ich verabschiede mich noch von der völlig aufgelösten Elanie, die meint, dies Königreich wäre nun wieder zu der materiellen Ebene zurück gekehrt. Da wir viel Beute gemacht haben, beschließen wir, zuerst nach Westtor zu springen. Wir bilden einen Kreis, fassen uns an den Händen und "Sprung".

Wir landen vor dem Eingangsportal zu meinem absoluten Lieblingsladen. Wie üblich werden wir als gute Kunden persönlich vom Inhaber begrüßt. Ich staple die Beute der letzten Tage auf den Tisch und bekommen über zweihunderttausend Goldmünzen dafür, die wir sofort wieder investieren. Ich lasse auf meinen neuen Mantel mich wieder etwas verschönern, kaufe mir eine Schriftrolle mit Mächtiger Magie Bannen, leiste mir ein Buch, dass mir zeigt, meine geistige Kapazitäten besser zu nutzen und begleiche die Schulden, die ich bei Dolon habe. Und schon wieder habe ich genau so viel wie vor dem Abenteuer. Verdammnis!

Nun gut, dass wäre erledigt, also auf das Herz abliefern. Natürlich nicht Moloch, sondern Karn. Ich schütze Dolon und mich mit Gedankenleere, so dass wir immun gegen jede Art von Ausspähung sind. Das sollte reichen, um selbst die Tentakelwolke Moloch zu täuschen. Also bilden Dolon und ich einen Teleportationskreis und springen zum Steinbruch, wo die Seher nun ihr Hauptquartier haben. Wir haben Glück und treffen Karn an. Er ist hellauf begeistert, dass wir das Herz haben. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Hoffentlich!

Ich setze meinen Mentor noch über die Vergangenheit von Kultuma in Kenntnis, dass er einst von Abenteurern gebannt worden war. Diese Information ist Karn ebenfalls schon bekannt. Es wäre gut, wenn wir selbst die Nachforschungen anstellen könnten. Es ist durchgesickert, dass Moloch zur Mitwinterwende das Ritual aufgrund einer mächtigen Sternenkonstellation stattfinden wird. Wenn wir das Herz abgeliefert haben, werden wir wohl etwas "Freizeit" haben, die wir so sinnvoll verbringen können. Hört sich nach einem Plan an.

Wir müssen etwas warten, bis Karn alle anderen Verschwörer eingesammelt hat. Karn bringt uns in einen Extradimensionalen Raum, der wie ein Würfel aussieht. Er hat eine Kantenlänge von etwa sechs Schritt und ist mit vielen magischen Runen beschriftet, die ein unglaublich komplexes Muster bilden. Ich versuche es zu erfassen und bin äußerst beeindruckt, als dies mir nicht gelingen mag. Ein magisches Meisterwerk, das perfekte Versteck. Die anderen "Verschwörer" sind der Bischof der Triade, seine Exzellenz, Erzbischof Ulmar Jarven, Stimme der Gerechtigkeit zu Chondathan in Begleitung zweier mächtiger Streiter seiner Kirche. Die berüchtigte Anführerin der Diebesgilde Ilaria Schwarzpfeil, die letzte überlebende Unterführerin aus Lucius Zeiten. Und natürlich Harvard Repp. Da hat sich ja die Elite Chondathans getroffen. Direktor Repp ist ganz aus dem Häuschen, als er das Herz untersucht. Das Herz eines Halbgottes bekommt man wahrlich nicht alle Tage zu Gesicht. In einer Ecke steht ein Tisch, an dem sich die beiden, also Repp und Karn zurück ziehen. Da mich das ganze äußerst interessiert, halte ich Tuchfühlung, während Dolon sich mit den restlichen Gästen unterhält.

Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #595 am: 08. März 2012, 14:37:00 »
24. Nachtal 738 TZ Das Jahr des segelnden Mannes Kubus der Ungesehenen Seher

Die beiden mächtigen Magier binden mich leider nicht so richtig ein, so dass ich nur unbeteiligter Zaungast bleibe. Vielleicht bin ich auch zu sehr Praktikerin, als das ich mit den beiden Theoretikern mithalten könnte. Wenn ich ehrlich bin, wirklich viel Wissen über die tieferen Mysterien der Kunst habe ich nie wirklich erlangt. Ich habe mich eher um meine weltlichen Fähigkeiten gekümmert, wie das finden und entschärfen von heimtückischen Fallen, das knacken kniffliger Schlösser, das geschickte ausweichen von Passierschlägen. Mich darauf zu konzentrieren, selbst im Angesicht der Gefahr meine Zauber zu sprechen. Ich bin in der Breite gebildet, kenne mich auf jedem Fachgebiet etwas aus, auch wenn nirgendwo wirklich herausragend. Vielleicht sollte ich mich in Zukunft etwas mehr um die Theorie der Kunst kümmern. Aber erst in späterer Zukunft. In der näheren werde ich mich intensiv um meine Kinder kümmern und erst wenn sie groß sind, werde ich mich um andere Dinge kümmern können.

Die beiden mächtigen Magier stellen einige Versuche an und machen sich dann an das eigentliche Ritual heran. Ich kann nicht wirklich begreifen, was sie da tun, aber beide sind der Meinung, es würde funktionieren. Allerdings müssen wir den Dolch mit abliefern, damit dessen bösartige Aura die Manipulation überdecken wird. Eigentlich hatten wir vor, mit dem Dolch diesem Bastard Moloch den Todesstoß zu versetzen. Mit etwas Glück, wird sich der Dolch noch an dem Ort befinden, wo Moloch sein Ritual vollenden wird. Na hoffentlich. Die ganze Sache wird knifflig werden, auch wenn wir uns drei teilen können. Eine Gruppe muss die Piraten vernichten, vier Schiffe an einem Tag. Verdammnis! Eine andere Gruppe muss den Lichtträger befreien und die dritte beim Ritual anwesend sein, um Moloch dann den Todesstoß zu geben. Möge Tymora uns lächeln, denn ein Versagen wäre nicht nur unser Tod, sondern die Vernichtung Tausender.

Schließlich ist das Ritual beendet und das Herz fertig präpariert. Morgen werden wir offiziell im Kollegiat erscheinen und es bei Moloch abliefern. Ich berichte noch von unseren Abenteuern und setze alle über die neusten Entwicklungen ins Bild. Besonders da sich nun eine Möglichkeit aufgetan hat, eventuell Kultuma im Vorfeld aus dem Spiel zu nehmen, verbreitet Hoffnung. Wenn die Nachfahren der ehemaligen Abenteurer nichts mehr gegen diesen Finsterling in der Hand hätten, würde dieser diese nicht in den Untergrund treiben. Nun, mal sehen, was wir herausfinden werden.

Dolon und ich kehren via Teleportation innerhalb eines Wimpernschlages nach Westtor zurück. In einem gehobenen Gasthaus betten wir uns zur Ruhe, nachdem ich mit einem Telepathiezauber die anderen von den neusten Entwicklungen in Kenntnis gesetzt habe. Wir schlafen aus und bereiten uns darauf vor, wieder mal die bösen Schergen des Moloch zu spielen. Ich hoffe mal, dass er uns nicht zu genau unter die Lupe nimmt und unser Erfolg in trunken macht. Ich spendiere allen eine Dunkelsicht und wir springen dann zum Kollegiat. Der mürrische Pförtner führt uns zu Harvard Repp, der eine Meisterleistung der Schauspielkunst ablegt. Nach einem kurzen Geplänkel werden zu Moloch hoch geschickt. Wir laufen durch die Gänge des Kollegiates, durch die wir uns noch vor gar nicht allzu langer Zeit noch blutig hoch gekämpft haben. Einige Schatten zischen uns aus der Dunkelheit verhalten an, aber wohl eher aus Eifersucht und Missgunst. Nun denn, wir erreichen das Observatorium und Kultuma macht sich einen Spaß daraus, uns mit einer Ehrengarde aus Schatten zu begrüßen. Schon bald werde ich diesen Possenreißer leiden lassen. Durch ein Portal, dass scheinbar aus den Tentakeln Molochs geformt ist, betreten wir den Thronraum. Drei Schatten machen für Mili den Narr und unterhalten sie mit billigen Tricks, die sie aber köstlich zu amüsieren scheinen. Allerdings scheint keiner von ihnen Herr Fröhlich zu sein. Moloch schwebt über den Thron und eilt uns entgegen, als er uns sieht.

"Und?" fragt er kurz angebunden und ich präsentiere ihm das Herz.
"Erzählt, wie ist es euch gelungen, dass Herz zu erringen?"
"Wir fanden es in einem Loch voller Goblins, dass nun ein Loch voller toter Goblins ist. Wir kämpften uns einen langen Schlammfluss voller Hass entlang und stapelten in den Gängen die Leichen von Krintaks Anhängern."
"Krintak? Dieser alte Bastard lebt noch?"
"Nicht mehr so ganz, wir erschlugen alle seine Priester und alle seine Anhänger. Das gab ihm dann wohl den Rest, als wir seine Überreste entsorgten.", erzähle ich trocken. Moloch lacht erfreut auf. Finsterste Verdammnis!

Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #596 am: 12. März 2012, 15:14:05 »
25. Nachtal 738 TZ Das Jahr des segelnden Mannes Molochs Thronraum

Wie ein kleines ungezogenes Kind begrabscht Moloch das Herz und betrachtet es interessiert von allen Seiten. Jedenfalls glaube ich das, da dieses Tentakeldings keine richtigen Augen hat. Dieser gefallene Erzteufel ist höchst zufrieden mit uns. Eine materielle Belohnung rückt er trotzdem nicht rüber, aber wir dürfen uns alle eine Baronie aussuchen, wenn dieses Gebiet unter seiner Vollständigen Kontrolle liegt. Prima auch! Handfestere Edelsteine wären mir lieber gewesen. Nun ja, auch die bösen wissen gute Arbeit einfach nicht richtig zu schätzen. Finsterste Verdammnis!

"Pass gut auf meine Prinzessin auf!", ermahne ich das Schattententakelding noch eindringlich.
"Natürlich passe ich gut auf meine kleine süße Prinzessin auf!", sagt er mit einem grinsen in der Stimme. So sind wir nun entlassen. Puh! Der Scheißkerl war so auf das Herz fixiert, dass er nichts gemerkt hat. Hoffe ich zumindest. Auf nach Westtor!

Wir kommen in der Stadt Westtor heraus und forschen etwas nach. Die Abenteurergruppe hatte keinen Namen und sie scheinen ein paar ganz tolle Taten vollbracht zu haben, die vor zweihundert Jahren wohl allen so geläufig waren, dass sie nicht noch einmal extra erwähnt worden sind. Was bin ich froh, dass die Wagemutigen durch meine Chroniken bis in alle Ewigkeit bekannt sein werden. Hoffe ich zumindest. Wie auch immer, wir haben bald einen Namen, den des Paladins Serokas Bey. Dessen Familie hat eine Baronie entlang der Handelsstraße nach Westen. Eine andere Familie mit den Namen Markelt wurde letztens überfallen und ihre Residenz in Schutt und Asche gelegt. Diese Familie scheint im Söldnergeschäft tätig gewesen zu sein und hat sich rechtzeitig im letzten Konflikt auf die Seiten der Purpurflammen geschlagen. Eine weitere Familie heißt Bayna und stammen von einem Talynsteinzwerg ab. Sie haben keinen besonders guten Ruf in Händlerkreisen. Dann gibt es noch die Familie Liganat, die eine abgelegene Baronie südlich der Beys im Nirgendwo bekommen hat. Das fünfte Mitglied hat wohl diesen Bey geheiratet und gemeinsam mit ihm eine Familie gegründet. Ach ja, bei manchen klappt das eben.

Diese Nachforschungen benötigen einiges an Zeit. Am späten Nachmittag haben wir wohl alles Offensichtliche zusammen getragen. Weiteres aus Büchern herauszufinden dürfte nun recht mühsam werden. Nun gut, wir beschließen, als erstes die Beys aufzusuchen, da sie am einfachsten zu finden sind. Wir kaufen uns ein paar Pferde und reiten los. Die Straßen vor Westtor sind erst kürzlich instand gesetzt worden und adrette Häuser ragen in regelmäßigen Abständen am Straßenrand auf. Wir kommen gut vorwärts und übernachten in einem gut ausgebauten Gasthof. Am nächsten Tag brechen wir nach einem Heldenmahl auf und reiten weiter gen Westen die Straße entlang. Hier sind die Verhältnisse schon ärmlicher. Schon bald treffen wir einen Anwerber, der kräftige Burschen für Lord Bey sucht, um eine Schwarzmagierin aus seinem Anwesen zu vertreiben. Aha?

Mir kommt die Sache etwas seltsam vor. Eine Schwarzmagierin ringt man nicht mit Masse, sondern mit Klasse nieder. Die angebotenen fünf Goldmünzen können mich nicht wirklich motivieren. Auf alle Fälle geben wir unseren Pferden die Sporen und kommen noch vor Mittag an dem Anwesen an. Der Bereich ist von einer Energiesphäre umgeben. Lord Bey entpuppt sich als ein Dickerchen jenseits der Vierzig. Von der körperlichen Fitness seiner Vorfahren ist er weit entfernt. Zwei Belagerungsgolems feuern Steine auf die Energiewand, was Null Effekt hat. Seine Bauern stehen bewaffnet herum. Was für ein Narr! Dabei scheint er sogar in der Kunst bewandert zu sein, da er einen magischen Zauberstab bei sich trägt. Der Lord klagt uns sein Leid, dass eine finstere Schwarzmagierin mit dem Namen Nalia als Gast in sein Haus kam und dann seine Frau ermordet hat. Das gleiche hätte sie auch bei ihm versucht, aber konnte entkommen. Seitdem hat sich die Schwarzmagierin hinter dieser mächtigen Barriere geflüchtet, ein Schutzzauber seiner Vorfahren, den sie wohl ausversehen ausgelöst hat. Einige der Bauern machen einen bezauberten Eindruck. Hat Lord Bey so wenig Rückhalt in der Bevölkerung, dass er seine Leute so bei der Stange halten muss? Oder steckt etwas anderes dahinter? Ich beschließe, auf der Hut zu sein.

Wie auch immer, wir werden die Schwarzmagierin vertreibe, dafür dürften wir in den Unterlagen seiner Vorfahren stöbern, um neue Hinweise zu gewinnen. Mit einer Dimensionstür verfrachtet er ins innere der Kuppel. Jetzt wird mir auch klar, warum wir so wenig sehen konnten, da dahinter ein Schneesturm tobt. Ich fahre einige Schutzzauber hoch und wir rücken auf das Anwesen vor. Es ist ein größeres Gebäude mit mehreren Geschossen, die Fenster sind allesamt vergittert. Das ganze macht mehr den Eindruck einer kleinen trutzigen Festung, bei dieser Umgebung vielleicht nicht die schlechteste aller Ideen.

Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #597 am: 15. März 2012, 15:28:01 »
26. Nachtal 738 TZ Das Jahr des segelnden Mannes Anwesen der Beys

Innerhalb des Schneesturms rücken wir auf eine Hecke vor und laufen an ihr entlang, bis wir zu einem Gatter kommen. Im Garten sind einige Statuen zu sehen, alle bis auf eine sind mit Schnee bedeckt. Der Garten selbst ist eben bis auf ein paar Aufwürfe. Langsam rücken wir vor. Unter dem Schnee entdecke ich einige versteinerte Menschen, wahrscheinlich Abenteurer, die von Lord Bey schon vor uns hinein geschickt worden sind. Offensichtlich kamen sie nicht weit. Ich weiß, wie schrecklich es ist, wenn man versteinert ist. Nachts träume ich immer noch von den Fischchen, die mit umschwirren und denen ich beim wachsen zusehen kann. Finsternis!

Um die Sache etwas abzukürzen, forme ich einen Schneeball und werfe sie der Statue an den Kopf. Es überrascht nicht wirklich, als sie uns den Kopf zudreht. Wir vier rücken in einer Linie vor, ich etwas weiter nach hinten versetzt.

"Dies ist das Anwesen von Lord Bey! Verschwindet Eindringlinge oder sterbt!"
"Lord Bey schickt uns nach dem Rechten zu sehen. Lass uns passieren!" erwidere ich.
"Dann sterbt!" Prima! Wir hätten diesen aufgeblasenen Fettsack mitnehmen sollen, damit er uns durch seine eigenen Fallen bringt.
"Ich glaube, dieser Lord Bey vor der Barriere ist ein Hochstapler!", unkt Harun und hat damit vielleicht nicht mal unrecht. Aber letztendlich müssen wir nur die Aufzeichnungen finden, um Kultuma in die Schranken weisen zu können.

Aber jetzt ist nicht der Moment, sich darüber Gedanken zu machen, denn die Augen der Statue leuchten Grün auf. Ich wende sofort meinen Blick ab und benutze meinen Spiegel, um indirekt Sicht auf ihn zu haben, ohne ihn direkt ansehen zu müssen. "Konstrukt verletzlich!" rufe ich und werfe eine Säurekugel hinter her, die gut trifft. Ha! (90 SP) Druss gleitet heran und haut dem Ding sein Schwert um die Ohren. Das Scheppert ziemlich und kleine Bröckchen Stein werden aus der Statue gehauen. Harun und Dolon stürmen heran, aber nur der Kriegspriester vermag zu treffen. Das Konstrukt ruft zwei weitere Statuen zur Hilfe, die sich von ihren Sockeln bewegen und haut etwas auf Dolon und Druss herum.

Ich versuche das Ding mit meinem Spiegel zu fixieren, verfehle ihn aber mit meiner Kugel ziemlich deutlich. Der Barbar schlägt weiter drauf ein und verursacht weitere Krater, der Schlachtenrufer tut es ihm gleich und Templer Harun wird versteinert. So ein Pechvogel aber auch, hätte er mal Tymora als Schutzgöttin gewählt, dann wäre das nicht passiert. Die Statuen rücken vor, einer versucht nach mir zu schlagen, trifft aber nicht wirklich. Der andere rückt einfach nur vor. Die Statue prügelt weiter auf die beiden Frontkämpfer ein. Zum Glück schlägt er nicht die Statue von Harun zu Staub. "Beeilt euch!" rufe ich und bewege mich halbwegs in Sicherheit. Der Kriegspriester beendet das, was Druss begonnen hat und haut den Golem vom Sockel. Jetzt stehen nur noch die beiden Statuen herum, die nicht wirklich gefährlich sind. Drei meiner Säurekugeln aus meinem innersten Selbst und die starken Arme mit großen Schwertern der beiden Männer machen schließlich kurzen Prozess mit den steinernen Ärgernissen. So, dass wäre erledigt. Leider habe ich kein "Stein zu Fleisch" in meinem Girmoire und Dolon hat keinen Fluch brechen auf Lager. Aber zum Glück ist gleich Mittag. Ich beschwöre ein Herrenhaus, wo wir uns aufwärmen können, während Dolon im Eingangsbereich um neue Zauber betet.

Schließlich bricht Dolon den Fluch und wir gegen durch den Schneesturm weiter auf das Anwesen zu. Ich nähere mich vorsichtig der Tür und untersuche sie nach Fallen. Plötzlich formt sich ein Mund mit großen bösen Reißzähnen und versucht nach mir zu schnappen. He! Ich kann schnell genug meine Hände zurückziehen und die Zähne klacken ins Leere. "Ha, Einbrechergesindel! So was habe ich gar nicht gerne."

"Ähm! Lord Bey schickt uns um die Schwarzmagierin Nalia aus seinem Anwesen zu vertreiben."
"Lord Bey ist nicht zu Hause, also verschwindet!" keift die Tür.
"Natürlich ist er nicht zu Hause, weil er uns von außerhalb schickt!" Ich komme mir verdammt dämlich vor, mit einer Tür zu diskutieren. Schließlich kriegt sie dicke Backen und bewirft uns mit stählernen Schrapnellen. He, so was ist gefährlich. Harun unkt wieder, dass unser Lord Bey nicht der richtige Lord Bey sein kann, da dieser uns vor dieser Falle gewarnt hätte. Durchaus möglich, aber ich habe keine Lust, noch mal raus und dann wieder rein zu teleportieren. Theoretisch hätte ich dann noch einen Fluchtzauber, aber auf Grund eines Anfangsverdachtes möchte ich nicht unsere Geschäftsbeziehung belasten. Also gehe ich zum Küchenfenster, entferne ein Gitter, entschärfe eine Symbolfalle und öffne das Fenster. Ich klettere als erste in eine kleine Küche hinein. Ein Wasserfass und eines mit gepökelten Fleisch steht offen. Sonst ist alles ordentlich an seinem Platz. Mal sehen was die tiefen des Hauses für Geheimnisse bergen mögen.

Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #598 am: 19. März 2012, 22:32:07 »
26. Nachtal 738 TZ Das Jahr des segelnden Mannes Anwesen der Beys

Ich lausche an der Küchentür und kann ein flüstern hören. Hm, da scheint jemand zu sein. Ganz vorsichtig öffne ich die Tür und linse in den Gang. Ein Teil führt weiter in die die Tiefe des Hauses, aber die Stimmen kommen aus der Empfangshalle ich schleiche voraus und spähe die Treppe hoch. Oben kann ich an einer Säule eine Gestalt erkennen, aber leider nur die äußeren Umrisse. Wahrscheinlich liegt dort jemand im Hinterhalt. Ich kehre zu den anderen zurück und berichte, was ich gesehen habe. Druss kommt auf die Idee, ich solle mich unsichtbar hochschleichen und die Person überwältigen. Nun gut, hört sich nach einem praktikablen Plan an. Ich zücke meinen Totschläger und mache mich dann unsichtbar.

Vorsichtig schleiche ich mich zurück in die große Empfangshalle, die deutlich größer als die meine ist. Aber dafür ist meine hübscher eingerichtet. Langsam gehe ich nach oben, die Gestalt immer im Auge behaltend. Dummerweise achte ich dabei weiniger auf den Boden und laufe über eine Falle rüber. Die Illusion löst sich auf und zwei Monster tauchen auf. Sie sehen überaus seltsam aus, wie Baumstümpfe, gleichen sich aber nicht vollständig. "Verdammnis" brülle ich, werfe auf den unteren eine große Säurekugel und springe von der Treppe herunter. Der Obere wirft mir einfach eine Ladung ziemlich fieser großer Skorpione hinter mir her. Meine Verbesserte Unsichtbarkeit scheint sie nicht wirklich zu stören. Harun bewegt sich verhalten in die Halle um nachzusehen, was überhaupt los ist. Dolon und Druss greifen den unteren Stumpf direkt an. Dolon haut vorbei, Druss haut im vorbeigehen noch einen Skorpion zu Brei und macht dann einen geschickten Doppelschlag auf den Stumpf. Der revanchiert sich mit je einem heftigen Hieb auf Dolon und Druss.

Ich kläre das mit den Skorpionen, in dem ich sie bis auf einen verdampfen lasse und den Stumpf noch etwas an kokele. Zum Glück ist hier das meiste aus Stein, so dass nichts wirklich wichtiges anfängt zu brennen. Der obere wirft einfach weitere Skorpione nach unten. So was aber auch. Harun schnitzt eine kleine Kerbe in den unteren Stumpf, was nicht sehr beeindruckend aussieht. Dolon ruft "Beeilt Euch!". Druss versucht den Stumpf umzuhauen, gelingt aber nicht sehr gut. Dafür revanchiert sich der untere ziemlich gut. "Säuresturm!" rufe ich und fege die Skorpione hinweg und ätze auch den unteren etwas an. So wie es aussieht, übertragen sich die Wunden des unteren Stumpfes zu dem Oberen. Ziemlich zähe Dinger. Weitere Skorpione regnen von oben herunter. Wenn mir irgendwann mal die Flächenzauber ausgehen sollten, haben wir ein Problem, aber bis dahin vergeht noch eine Weile. Die Jungs spielen etwas Baumfäller, machen dabei aber keine gute Figur dabei. Dolon wird etwas zurück gedrängt. Da die Skorpione sich nun zwischen den Männern verteilt haben, kläre ich die Sache mit einem Blitz, der sich die Skorpione vorknöpft. Weitere Skorpione folgen, die Männer spielen weiter mit mäßigem Erfolg Holzfäller und beziehen weitere Prügel. Mit einem Kettenblitz erledige ich die nächste Welle an herum hüpfenden Skorpionen, kann aber den großen Stumpf wegen seiner natürlichen Abwehrkräften gegen Magie nicht ankratzen. Verdammnis!

Dafür läuft Druss endlich mal mit seinen schwellenden Muskeln zur Höchstform auf. Der Templer und der Kriegspriester haben nun endlich auch den Bogen raus und verarbeiten den Stumpf langsam aber sicher zu Zahnstochern. Ich versuche die Sache mit ein paar Säurekugeln zu beenden, treffe aber nicht. Finsternis, dafür hat Harun mehr Glück und beendet die Sache endlich. Puh! Das war jetzt ein zäher Kampf. Dolon spricht eine Massenheilung, weil die wo vorne standen einiges abbekommen haben. Nun gut, dieser Kampf wäre vermeidbar gewesen, aber das war schon eine clevere Falle, wahrscheinlich von der Schwarzmagierin installiert. Nachdem wir wieder alle Fit sind, rücken wir vorsichtig nach oben. Es gibt zwei Türen, die eine führt in einen Gang mit Portraits, dessen Inhalt sich angeregt unterhält. Aha?

Die andere Tür offenbart einen weiten Treppenaufgang, den folgen wir als erstes, da am Boden ein Stück eingepökeltes Fleisch liegt. Ich hoffe mal, wir folgen keinen Brotkrumen zum Verhängnis. Die Treppe führt in einen Gang, wir müssten jetzt schon im Dachstuhl sein. Eine Tür geht am Ende des Ganges auf und eine Frau mit einer Brille und einer etwas wirren Frisur schaut uns mit großen Augen wie eine Eule an. Das ist die lustigste Schwarzmagierin die ich je gesehen habe und muss lachen. Dieser Lord Bey hat uns, wie Harun geunkt hat, an der Nase herum geführt. Schnell klärt sich, dass die zerzauste Eule Nalia Liganat ist und auf Besuch war, um hier nach dem Rechten zu sehen. Die Familie Bey ist offensichtlich geflohen, hat sich an einem ihr unbekannten Ort zurück gezogen. Auf alle Fälle hat sie einen ziemlich finsteren Burschen mit dem Namen Oslan im Anwesen angetroffen. Schnell hat sich herausgestellt, dass dieser Unmensch zu Unrecht hier eingedrungen war und sie hat ihn verjagt. Dabei hat sie leider einen Verteidigungsmechanismus ausgelöst, in dem sie eine Kugel zerbrochen hat.

Sie zeigt mir die Kugel, die im Inneren ein Modell des Anwesens beinhaltet, dazu noch künstlicher Schnee. Leider ist die Kugel zerbrochen und sie hat keinerlei Transportmagie zur Verfügung. Erst wenn sie die Kugel wieder repariert hat, kann sie von hier weg. Und die Beys würden es wahrscheinlich auch zu schätzen wissen, wenn sie nach ihrer Rückkehr nicht in einem Wintermärchen wohnen müssen. Nun ja, da kann ich etwas helfen. Ausbessern ist ein praktischer Zauber, habe ich doch damals Milis kleine bunte Ente repariert, als diese zerbrochen war. Hach, waren das damals noch Zeiten, als ich mit einfachen Mitteln große Resultate erzielen konnte. An der Wand hängt ein Bild von einer Frau, Nalias Mutter, dass lebendig ist und die ganze Zeit mütterliche Ratschläge gibt. Oder über ihre Tochter jammert. Nalia hat um ihre Einsamkeit zu bekämpfen, ein Abbild ihrer Mutter gezeichnet, dass ihr leider aber nicht weiter helfen konnte, da es ja nicht tatsächlich ihre Mutter war.

Nun ja, wir werden uns um diesen Oslan aka Lord Bey wohl kümmern müssen, bevor er noch mehr arme Tröpfe hier in den Tod schickt. Wir bereiten in der Haupthalle einen Hinterhalt vor und ich teleportiere nach draußen und bringe den falschen Lord Bey und drei seiner Leute mit in den Halle. Recht schnell haben wir ihn überwältigt, auch seine Leute und fesseln ihn auf einen Stuhl. Wir verbinden ihm die Augen und beginnen ihn zu verhören. Recht schnell gibt er zu, dass er das leere Anwesen der Beys ausräumen wollte. Schließlich sei er eine Art Abenteurer und solche Leute tun das nun mal. Normalerweise tun Abenteurer das mit verwunschenen leer stehenden Gebäuden, die niemand lebendem mehr gehören, aber ich will hier mal nicht den moralischen Heraushängen lassen. Jedenfalls hat er zwei noch anwesende Diener getötet. Und das ist Mord, er hat zwei Familien den Sohn, Vater, Bruder und Ernährer genommen. So was ist unverzeihlich. Auch scheint er nicht besonders einsichtig zu sein. Harun schlägt allen ernstes vor, ihn jetzt und gleich zu töten. Kapiert er nicht, dass dies das uns auch zu Mördern machen würde?

Nalia schlägt vor, dass wir ihn zu ihrem Vater transportieren sollen, dem Lord Liganat und damit auch ein Richter in seiner Domäne. Er würde schon für Gerechtigkeit sorgen. Nun, da die Beys und Liganats miteinander verwandt und befreundet sind, wäre da wohl kein faires Verfahren zu erwarten, aber ich werde überstimmt und beuge mich der Mehrheit, da Oslan gemordet hat und das wohl das gerechteste Verfahren sein wird, was er zu erwarten hat. Da die Kugel wohl auch einen mächtigen Schneedämon entfesselt hat, bleiben wir erst mal in dem Haus und ich helfe der etwas zerstreuten Nalia die Kugel mit sehr vielen Ausbesserungszaubern wieder zusammen zu setzen. Hoffentlich ist das alles keine verschwendete Zeit, denn hier finden wir keine Unterlagen, die Kultuma betreffen. Aber die Liganats verfügen über eine ordentlich geführte Bibliothek und es wäre doch gelacht, wenn wir dort nichts finden würden.

Gespielt am 12.11.2011
Spielleiter: Stefan
SC: Kaira 20 (Schurke 4/ Seher 2/ Unseen Seer 4/ Arkaner Trickser 10)
Druss 19 (Barbar 16/Psioniker 2/Ilthidentöter 1)
Dolon 19 (Kleriker 9/Kriegspriester 10)
Harun 19 (Krieger 6/ Gesegneter Templer 10/ Gotteskrieger 3)
EP: Stufe 19 2600 Stufe 20 2250
Kaira 150, Druss 150, Harun 150, Dolon 150
Überwundene Gegner
1 Baumstumpfteam
1 bezauberter Menschlicher Mob
1 Statuenkonstrukt
2 Statuendiener
Beute
2 Armbrüste +2
2 Rüstungen +2
1 Dolch +2
1 Versorgungsring
1 Schutzring +2
1 Robe des Spezialisten
1 Stab der Monsterbeherrschung mit 12 Ladungen
Gold ca. 1000 GM
1 Zauberbuch mit Beherrschungszaubern

Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #599 am: 22. März 2012, 13:15:04 »
Kapitel 14
Die letzte Schlacht!

28. Nachtal 738 TZ Das Jahr des segelnden Mannes Anwesen der Beys

Wir haben zwei stolze Tage gebraucht, bis die Kugel wieder ganz und auch wir wieder unsere normalen Zauber haben. Kurz nachdem Dolon seine neuen Zauber von Tempus empfangen hat, setzt Nalia Liganat das letzte Bruchstück ein. Nun ist die Kugel wieder ganz und der Schneesturm draußen hört auf zu toben, auch verlöscht die Schutzaura um das Anwesen. Dafür tobt nun ein Schneesturm innerhalb der kleinen Kugel und schneit das Modellanwesen ein. Ist irgendwie ganz knuffig anzusehen. Wir Wagemutigen gehen nach draußen, um uns den anrückenden Mob wütender Bauern zu stellen, die nach ihrem "Lord Bey" rufen, also den infamen Betrüger, den wir in Gewahrsam haben.

"Haltet ein, ihr guten Leute, geht in Euch und erforscht eure Gefühle! Ihr seid von finsterer Magie getäuscht worden!" rufe ich und breite meine offenen Arme aus.
"Aus dem Weg! Oder ihr werdet erfahren, was es heißt, den Gefolgsleuten von unserem geliebten Herrscher im Weg zu stehen!" werde ich angeblafft.
"Magie sei gebannt!" rufe ich und benutze meinen neusten Zauber mächtige Magie bannen.

Der Mob stürmt ein paar Meter vor, dann verlieren sie deutlich an Elan und bleiben verwirrt stehen. Es gibt eine kurze heftige Diskussion, was den passiert sei. Ich kläre sie auf, dass sie verzaubert worden waren und ihr richtiger Herrscher schon seit Wochen untergetaucht ist. Das leuchtet ihnen ein und der Mob verstreut sich schnell. Ich beauftrage einen Handwerker, dass von mir geöffnete Fenster mit einem massiven Laden zu verschließen. Nachdem dies geklärt ist, schaffen wir den falschen Lord Bey und Nalia heraus. Auch die armen Tröpfe, die den falschen Lord begleitet haben, können nun endlich wieder nach Hause gehen. Puh!

Wir sammeln unsere Pferde wieder ein, Nalia muss sich ein neues Kaufen und wir brechen auf zu dem Anwesen der Liganats. Bald biegen wir von der gut ausgebauten Hauptstraße auf einen Nebenweg ab, der sich hoch durch die Hügel schlängelt. Die Landschaft wird immer wilder und der Weg immer schlechter. Die Baronie Liganat liegt nur wenige Kilometer von der Hauptstraße entfernt, aber schon in der tiefsten wilden Provinz. Gegen Abend erreichen wir das Dorf, dass von einem Wall, der mit einer Palisade gekrönt ist, umschlossen ist. Mehrere Wachtürme ragen daraus hervor. Ein steinernes Wachhaus ragt trutzig vor uns auf. Anstandslos werden wir dank Nalia in das Dorf gelassen. Im Zentrum erhebt sich ein mit einem Bergfried flankierter Trutzbau, wo die Familie Liganat residiert. Wir übergeben unseren Gefangen der örtlichen Gerichtsbarkeit und lassen uns von Baron Liganat empfangen. Der grauhaarige Mann jenseits der Fünfzig ist noch recht rüstig, trägt selbst um diese Zeit noch ein Kettenhemd und hat einen Zweihänder in bequemer Griffweite.

Er selbst weiß recht wenig über die Geschichten seiner Vorfahren, was über ein paar Anekdoten und die besten Heldentaten hinausgeht. Er kennt zwar den Kampf gegen Kultuma und seine Einkerkerung ins Ei, aber die genauen Details kennt auch er nicht wirklich aus dem Kopf heraus. Seine Archivarin ist eine kleine Person, die fast schon aussieht wie eine Mumie. Aber dafür kennt sie sich recht gut aus mit den Heldentaten der alten Gruppe.

Das Schattenei stammt aus dem Besitz eines anderen Fürsten der Schattenebene und war in dessen Schatzkammer im Wald der schwarzen Seelen zu finden. Es diente einst dazu, kleine Schatten zu inhaftieren und darin reifen zu lassen. Aus welchem Grund auch immer, jedenfalls brachte der Paladin Bey das in sein Besitz und als er es nicht schaffte, Kultuma zu töten, ihn einfach darin hinein bannte. Ob weitere solch praktische Eier auf der Schattenebene lauern ist leider nicht bekannt. Ganz abgesehen davon, dass wir auch nicht wirklich die Möglichkeit haben, dort unbemerkt hinzugelangen. Verdammnis!

Kultuma fürchtet den Nahkampf und versucht Gegner durch Illusionen aufzuhalten. Der Trick dabei ist, immer geradeaus zu gehen, bis man in das Zentrum seinem Schloss gelangt. Dort muss er sich zum Kampf stellen und dort kann man ihn dann wirklich auch schlagen. Irgendwie habe ich mir mehr erhofft. Damals hat er schon uns ziemlich zugesetzt. Allerdings sind wir auch gleich von direktem Weg abgewichen und durch ein Labyrinth gestolpert. Wenn wir nun einfach immer geradeaus gehen, können wir ihn schlagen. Es wäre zwar wirklich schön gewesen, wenn wir noch einen Joker im Ärmel gehabt hätten. Aber vielleicht können wir ja den Liganat befragen, der damals dabei gewesen war. Schließlich verfügt Dolon ja über den entsprechenden Zauber, den er schon heute Nachmittag sich gemerkt hat.

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