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Autor Thema: Der Test der Zeit  (Gelesen 87648 mal)

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Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #600 am: 26. März 2012, 15:14:43 »
28. Nachtal 738 TZ Das Jahr des segelnden Mannes Anwesen der Liganats

Der Baron von Liganat gibt uns seine Zustimmung, das Grab seines Ahnen zu öffnen. Nun gut, Nalia begleitet uns. Unterwegs erzählt sie uns vom Pfeifer, einem Geist, der hier sein Unwesen treibt. Juhu, und wir sind gerade nachts unterwegs. Vielleicht laufen wir ja ihm über den Weg. Die anderen teilen meinen Enthusiasmus über die eventuell bevorstehende Begegnung mit einem Geist nicht unbedingt. Schließlich stehe ich ja nicht vorne, meint Druss. So gesehen hat er natürlich recht. Die Hiebe kassieren meist andere. Aber dafür sind sie ja auch da, oder etwa nicht?

Nach einer halben Stunde Fußmarsch durch die Einöde erreichen wir einen kleinen umzäunten Friedhof. Das Gusseiserne Tor öffnet die Comtesse mit einem großen Schlüssel und wir betreten den Acker der Toten. Dies ist der Familienfriedhof der Liganats und fast alle Familienmitglieder der letzten zweihundert Jahre sind hier begraben. Zielsicher führt und Nalia zu dem Grab ihres Ahnen. Sie hat drei Schaufeln dabei und ich steuere eine noch mit dazu, so dass alle Männer und Nalia graben, während ich mit der Spitzhake den Boden etwas aufbreche. Nur Lia macht mal wieder auf Elfe und hält sich fein raus. War ja so was von klar. Finsternis!

Schließlich erreichen wir den Sarg und Harun lässt es sich nicht nehmen, ihn zu öffnen. Es überrascht mich nicht, dass er von einer explosiven Falle verletzt wird. Tja, hätte er mich mal meinen Arbeit machen lassen. Dafür schreitet nun Dolon mit seinem Zauber voran und wir stellen unsere Fragen. Wirklich viel mehr erfahren wir auch nicht. Die Gruppe ist damals rein zufällig über das Ei in der Schatzkammer des Schattenfürsten im Wald der schwarzen Seelen gestolpert. Ohne zu wissen, was es ist, haben sie es einfach mitgenommen und später gegen Kultuma eingesetzt. Der tote Liganat erzählt uns, dass Kultuma Lichtmagie fürchtet, da er sich dagegen gut geschützt hat. Ob durch einen Zauber oder einen magischen Gegenstand vermag er nicht zu sagen. Gut zu wissen, brauche ich das Sonnenfeuer gegen ihn gar nicht erst einzusetzen. Schade!

Sonst bekommen wir nicht viel mehr heraus. Einfach immer gerade aus und dann alles auf Kultuma drauf hauen, was man hat. OK, dass sollten wir hin bekommen. Erfahrungsgemäß sind die einfachsten Pläne die erfolgreichsten. Wir bedanken uns bei dem Toten und lassen ihn weiter in Frieden ruhen. Nach einer weiteren halben Stunde schaufeln ist das Grab wieder fast wie vorher. Dolon spricht noch ein kurzes Gebet und dann zucken wir alle zusammen. Der Wind trägt uns eine Melodie aus einer Flöte zu.

"Das ist der Pfeifer!" flüstert Nalia erschreckt.
"Oh nein, uns bleibt auch nichts erspart." flucht Dolon verhalten.
"Mal sehen, was es mit dem auf sich hat!" meine ich neugierig.
"Man könnte meinen, du vermisst deine Familie kein bisschen!" beschwert sich Dolon.
"Doch ich vermisse sie jede Sekunde, aber soll ich deswegen ein Gesicht wie dreißig Tage Regenwetter machen und die ganze Zeit herum heulen?" antworte ich und schüttle über so viel Ignoranz einfach nur den Kopf. Mili und Al sind in meinem Herzen. Al weiß ich mit Garn in Sicherheit und Mili wird auch nichts passieren, bis wir sie befreit haben. Und das werden wir, da bin ich mir ganz sicher. Also warum jetzt herum jammern und mir unnötige Sorgen machen? Wer Tymora im Herzen trägt, der ist gegen solche Schicksalsschläge gefeit, denn er weiß, dass sich am Ende alles zum Guten wenden wird, wenn man was riskiert. Und wir werden alles riskieren, also werden wir auch alles gewinnen!

Kaum sind wir am Tor, erscheint eine durchscheinende unheimliche Gestalt. Sie trägt einen Kapuzenmantel und eine Flöte ragt daraus hervor, welche ein trauriges Lied spielt. Nalia wird totenbleich und sackt in sich zusammen. Bevor wir wirklich aktive Gegenmaßnahmen vollbringen können, löst sich das Phantom auf. Nalia hat eine finstere schwächende Magie abbekommen, aber die vereinten Bemühungen von dem Templer und den Schlachtenrufer bringen sie zurück auf die Beine. Allerdings ist sie immer noch geschwächt. Druss wirft sie sich kurzerhand einfach über die Schulter. So geht das natürlich auch. Wir bewegen uns zurück auf den schmalen Pfaden und auf einmal kommt Harun ins rutschen, wird aber von Lia gerade so noch festgehalten. Ein paar gepfiffene Akkorde verklingen im Wind. Ohne weitere unheimliche Zwischenfälle erreichen wir schließlich den Stammsitz der Familie.

Der Baron erzählt uns, dass dieser Geist seit etwa hundertfünfzig Jahren hier herum geistert. Warum weiß niemand mehr so genau. Es gibt viele Geschichten, aber im Kern geht es darum, dass der Pfeifer von den Liganats ins Unglück gestürzt worden war. Ob nun durch finstere Ränke, direkte Gewalt oder durch Leichtsinn, da widersprechen sich die Geschichten. Auf alle Fälle schlägt der Pfeifer immer wieder zu, Menschen sterben, werden zu tote erschreckt, erleiden banale, aber tödliche Unfälle. Finsterste Verdammnis!

Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #601 am: 29. März 2012, 22:26:35 »
29. Nachtal 738 TZ Das Jahr des segelnden Mannes Anwesen der Liganats

Am nächsten Tag begeben wir uns auf die Suche nach dem Pfeifer. Da Geister keine Spuren hinterlassen wird das sehr schwierig. Nach einem ereignislosen Vormittag und einem genau so langweiligen Nachmittag brechen wir die Sache ab. Nur Lia hat in der freien Natur ihren Spaß, alle anderen nicht. Nun ja.

Da wir nun wissen, was wir in Erfahrung bringen wollten, verabschieden wir uns von den Liganats. Irgendwie habe ich mir mehr von der Sache erwartet. Wir teleportieren nach Westtor und veräußern unsere Beute, was noch mal etwas Geld in die Kasse spült, aber nicht genug, um mir noch etwas Sinnvolles leisten zu können. Verdammnis!

Nun ja, wir teleportieren nun zurück in mein Anwesen, dass voll von Flüchtlingen ist. Wir werden mit großem Hallo empfangen. Aber wir haben einiges zu besprechen. Kaum sind wir da, werden wir auch schon von einem Boten Kultumas dumm angemacht, da der es gar nicht Toll findet, was wir so in Westtor getrieben haben. Tja, da muss der Miesepeter wohl durch. Da auch böse Abenteurer sich nach Schwachstellen ihrer Verbündeten schlau machen, fliegen wir nicht auf. Ich sondere mich schnell von den anderen ab, die bei den Piraten vorbei schauen. Mit Gedankenleere und Unsichtbarkeit bin ich nicht so leicht zu entdecken. Ich suche Karn im alten Stollen auf. Schlechte Nachrichten, Moloch hat seine Zeremonie vorverlegt auf die sogenannte Markunternacht am 15. Hammer, dass ist in sechzehn Tagen. Verdammnis!

In dieser Markunternacht wird es eine Mondfinsternis geben und die will Moloch ausnutzen und nicht bis zum Mittwinterfest warten. Keine guten Nachrichten, aber dafür kriegen wir auch definitiv kein Ärger von den Umberleedrachen, den wir die Versenkung der vier berüchtigten Piratenschiffe versprochen haben. Auch kann es sein, dass Moloch das Ritual in der Zwingfeste des Landgrafen abhalten wird. Das wird sich erst im letzten Moment zeigen. Puh! Das wird schwierig werden zu koordinieren, da ich auch nicht ewig Zauber haben werde, um das zu bewerkstelligen. Wir werden zwar an drei Orten gleichzeitig sein, einmal die Piraten aus der Stadt vertreiben, zum zweiten den Morgenrufer befreien und zum dritten Moloch direkt angreifen. Unsere schwächste Inkarnation wird sich um die Piraten kümmern, die stärkste wird sich Moloch vornehmen. Das kann ja heiter werden.

Und Karn hat noch weitere tolle Nachrichten. So wie es aussieht, setzen sich Shaariten in der Stadt fest. Mit Shaariten sind fanatische Anhänger der finsteren Göttin der Dunkelheit Shaar gemeint, die im ewigen Krieg mit ihrer lieblichen Schwester Selune lebt. Natürlich sind die Anhänger Molochs nicht begeistert, dass sich Anhänger einer weiteren Göttin hier breit machen, da Moloch ja zum alleinigen Gott aufsteigen will. So ein Blödsinn, ein Gott um alles abzudecken. Ne, so was kann einfach nicht gut gehen.

Ich verabschiede mich von Karn und schleiche mich zur Kathedrale, um mit dem Bischoff zu reden. Der ist höchsterfreut mich lebendig wieder zu sehen. Wenigstens einer, dem ich am Herz liege. Nun, schlimme Zeiten stehen uns auf alle Fälle bevor. Unsere Pläne schreiten voran, wir wissen nun, wie wir Kultuma besiegen können. In der Markunternacht werden auch die Tempel ihren Grossangriff auf die Piraten starten und wir sollen die Sturmspitze sein. Ich habe schlechte Erinnerungen an Massenschlachten, da ich in einem dieser Hexenkessel umgekommen bin. Das hat echt weh getan.

Die anderen haben derweil sich bei den Piraten umgesehen und als Trick ausgemacht, dass sie die Truppen der Stadt direkt zu den Piraten führen und dann die Seiten wechseln. Natürlich werden wir die Truppen nur zu den Piraten führen und denen dann ordentlich einheizen. Ist schon ein seltsames Gefühl, ein Doppelagent zu sein.

Als letztes setze ich noch den Hauptmann der Schildwacht in Kenntnis, dass wir am 15. Hammer zuschlagen werden. Dies wird die große Entscheidungsschlacht sein. Entweder Sieg oder Tod. Einen Rückzug wird es nicht geben. Und eine Niederlage bedeutet unser unausweichliches Ende. Aber ich vertraue auf Tymora und ihrem Lächeln. Ich bin sicher, selbst in dunkler Nacht kann sie mich noch sehen. Irgendwie!

Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #602 am: 02. April 2012, 14:50:20 »
15. Hammer 739 TZ Jahr des wankenden Minotaurus Chondathan

Die letzten anderthalb Zehntage waren recht arbeitsam. Ich habe viel in Schriftrollen investiert, was nicht nur Zeit, Zauber, teures Material, sondern auch etwas von einem innersten selbst gekostet hat. Aber ich denke mal, diesmal wird dies wirklich notwendig sein, uns alle vor Geistesbeeinflussung schützen zu können. Ebenso, dass ich einmal mehr als normal Fehlerfrei Teleportieren kann. Wenn das schief gehen sollte, haben wir echte Probleme. Alles hängt davon ab, dass wir am richtigen Zeitpunkt auch am richtigen Ort sind. Irgendwo anders heraus zu kommen ist in diesem Fall nicht mehr peinlich, sondern tödlich. Nicht nur für uns, sondern für alle guten Menschen in diesem Land unter der längsten Nacht.

Die letzten Stunden verbringe ich in meiner kleinen Kapelle und bete zu Tymora, dass sie mir in dieser aller finstersten Stunde in meinem Leben mir lächeln wird. Vielleicht war mein ganzes Leben nur für diesen einen Moment ausgerichtet und die Göttin hat mich schon lange auserwählt, hier und jetzt an diesem Ort zu sein, um die Bedrohung durch Moloch ein für alle mal ein Ende zu setzen. Dies ist mein Schicksal und Versagen ist nicht akzeptabel. Mili muss gerettet werden, ich will wieder eine richtige Familie haben und kein Seelenlosen Anker für diese Unnatürlichkeit. Als letztes küsse ich mein Amulett mit Antlitz von Tymora, führe es an Stirn und Herz. Die Göttin ist mit mir, dass kann ich nur zu gut spüren.

Die Tempel machen Mobil. Und zwar alle. Tyrannos Templer werden gemeinsam Seite an Seite mit Paladinen der Triade und Schlachtenrufern des Tempus in die Schlacht ziehen. Morgen werden sie wieder Feinde sein, aber heute sind sie Brüder gegen einen übermächtigen Feind vereint. Wer hätte gedacht, dass ich das jemals erleben werde?

Wir sammeln uns, die letzten Vorbereitungen sind abgeschlossen. Schlachtenrufer Dolon und Templer Harun haben speziell geweihte heilige Amulette bekommen, welche auch in der längsten Nacht ihnen erlauben, ihre Zauber wie gewohnt zu sprechen. Da bin ich aber wirklich froh. Letztendlich bilden wir einen Teleportationskreis und teleportieren an das Reinigungsbecken des Orakels und beginnen mit dem Ritual. Das Schild mit dem Hinweis auf die "Gostnlose Brügge" ist immer noch da und die Oger gucken etwas verdutzt, als sie uns wieder sehen.

"Zeit zum essen?" fragt der übliche Kerl frecherweise.
"Nein, noch ist es zu früh. Aber kenne ich Euch nicht?" fragt der Anführer.
"Doch, wir waren schon mal da und wissen jetzt, wie es geht." Tja, mit dem Essen wird es heute für sie nichts werden.

Wir laufen den Weg entlang, der zur Höhle führt. Nichts hat sich verändert. Diesmal erwartet uns, wie von Haparius versprochen, keine hinterlistige Marilith auf uns. Wir nehmen den wichtigen Kristall und gehen durch das erste Tor. Unsere erste Inkarnation kehrt jetzt nach Chondathan zurück, um Moloch zu besiegen.

Nun sind wir wieder am Becken und wiederholen das Ganze, bis wir wieder hier sind. Unsere zweite Inkarnation versucht jetzt den Morgenrufer Vhor'tal zu befreien. Und wir werden jetzt die Piraten aufmischen. Ich habe zwei wichtige Zauber vergessen, aber der Rest sollte reichen, um den Piraten der Schwarzen Hand den Tag zu verderben. Ich zücke meine Schriftrolle und wir teleportieren zum Nordtor, wo sich die Schildwacht schon versammelt hat. Wir setzen uns an die Spitze der Kolonne. Wir marschieren in Formation durch das Nordtor in die Stadt ein. Kriegshörner ertönen und Trommeln geschlagen. Ich spreche meine letzten Schutzzauber, die meine Haut härter machen, mir einen Blick in die Zukunft ermöglichen und ein Schild aus Energie. Auch schütze ich alle mit einer weiteren Rüstung gegen die Angriff von Schatten.

Am Targramsweg erwarten uns die Kontingente der Tempel und reihen sich ein. Wir marschieren in der von unzähligen flackerenden Fackeln erhellten Straßen der Stadt zum Hafen und treffen erst dort wie verabredet auf Widerstand. Kapitän Abraxas führt die Truppen am Land. Begleitet wird er von seinem ersten Offizier und Leibwächter, und einer Shaarpriesterin, die über den Truppen Erinnyengleich schwebt. Als kleine Unterstützung sind in der Armee noch zwei Nachtschreiter aufmarschiert. Jetzt ist die Zeit gekommen, uns zu offenbaren.

"Für Tempus! Für Tymora! Für die Triade! Tod dem falschen Gott! Tod seinen verdorbenen Diener!" Ertönt unser Schlachtruf und die Reihen prallen aufeinander. Tja, wir sind Verräter, aber unser Verrat gilt dem finsteren Moloch.

Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #603 am: 05. April 2012, 15:44:02 »
15. Hammer 739 TZ Jahr des wankenden Minotaurus Chondathan Hafenviertel

Da ich einen Nachtschreiter und die drei Hauptleute mit einem verheerenden Säuresturm bekomme, ohne welche von unseren Jungs zu treffen, mache ich das auch sogleich. Aber erst, nachdem ich mich ebenfalls in die Lüfte mit einem Zauber erhebe, um so zu sehen, wo mein Zielgebiet überhaupt liegt. "Maximierter Sturm der Säure!" rufe ich laut aus und mein Angriff reist große Lücken in das feindliche Piratenkontingent. Aber leider füllen sich fast augenblicklich die Lücken wieder. Verdammnis!

Die riesigen Nachtschreiter pflügen durch unsere Linien und greifen unseren Barbaren und den Schlachtenrufer an. Während der mächtige Hieb von Dolons Rüstung kompensiert wird, darf der arme Druss eine ziemliche Menge Schmerzen erleiden. Obendrein werfen diese Wesen noch mit unheiliger Energie um sich, was nur der Templer Harun zum lachen findet, da er gegen die Auswirkungen fast gänzlich immun ist. Lia wirkt eine Zauberexplosion auf einen ihrer Pfeile und setzt dem Feind damit ordentlich zu. Das hat gesessen! Harun greift einen der Nachtschreiter an und schafft es tatsächlich das riesige Ziel zu verfehlen. Die Shaaritin wirft ebenfalls ganz fix unheilige Energie uns um die Ohren und segnet noch schnell ihre Truppen. Das ist nicht Nett! Druss schützt sich mit seiner psionischen Macht vor den Auswirkungen der finsteren Blicke der Nachtschreiter, während Dolon gänzlich von Tempus verlassen es nicht mit vier Attacken schafft, den riesigen Nachtschreiter vor ihm auch nur zu kratzen.

Ich wirke einen Kugelblitz auf den finstern Piratenkapitän und treffe ihn ordentlich. Er schwankt bedenklich und ich röste ihn mit flammenden Strahlen noch fix nach. Das reicht, um ihn einer höheren Gerichtsbarkeit zu überstellen. Die Nachtschreiter attackieren weiter Druss und Dolon und hauen dabei ordentlich rein. Das und die unheilige Energie hinter her tut weh. Lia versucht sich mit einem Überschlagsblitz und treibt den Leutnant danach in die Flucht. Wieder ein Problem weniger. Unsere Nahkämpfer demonstrieren mehr oder weniger eindrucksvoll, was für große Krieger sie sind. Wobei Druss wie üblich die Messlatte sehr hoch legt, an der die anderen schier verzweifeln. Muss man dem Barbaren schon lassen, zuhauen kann er verdammt gut, wie ich aus eigener leidvoller Erfahrung ja nur zu gut weiß.

Ich schubse einen der Nachtschreiter, rufe "Untote verletzlich! Säurekugel flieg und sieg!" Ich treffe ziemlich gut. Ha! Das hat gesessen. Die Nachtschreiter beweisen, dass sie einiges drauf haben und ihre unheilige Magie setzt mir immer stärker zu. Wir müssen da eine Lösung finden und zwar schnell. Lia schießt die Shaarpriesterin ab, der Templer und der Barbar kämpfen weiter. "Mächtige Massenheilung!" ruft Dolon und nimmt die Nachtschreiter mit in den Zauber ein. Da er ihre natürliche Resistenz gegen Magie durchbrechen kann, werden sie betroffen und bekommen einiges an heiliger Energie ab, was sie vernichtet. Da die Piraten sich bar jeder Führung und ihrer mächtigsten Verbündeten beraubt sehen, zersplittert ihre Front auf ganzer Linie. Einige fliehen in Richtung ihrer Schiffen an den Kais, andere ziehen sich in Gassen hinter Barrikaden zurück. Die Schlacht am Hafen ist gewonnen, der Feind aber noch nicht geschlagen. Überall bilden sich Widerstandsnester. Dolon und andere Hauptläute versuchen etwas Ordnung ins Chaos hinein zu bringen. Ich plündere derweil die Leichen und erbeute unter anderem einen Teleportationsstein, der uns ermöglich, drei der vier Piraten Schiffe zu betreten. Leider ist das Flaggschiff des Schwarzen Pada, die "Schwarze Königin" nicht darunter. Aber das der Tieflingspiratin Zephana der Seelenlosen und ihrem Golemschiff, dass gerade die Beschießung des Hafens beginnt. An Bord scheint ein gewaltiges Katapult installiert zu sein, das explodierende Brocken auf meine schöne Heimatstadt wirft. Wehe, wenn sie den Silberfisch damit trifft. Die armen Erlans! Damit wird uns die Entscheidung nahe gelegt, sofort auf das Golemschiff zu teleportieren, was wir auch umgehend tun.

Wir kommen in einen geräumigen Raum innerhalb des Golemschiffes "Roter Reißer" heraus, auf dessen massivem Boden aus Stein ist ein magischen Pentagramm zu sehen ist, in dem wir erscheinen. Die Wände scheinen aus richtigem Stahl zu sein. Wahrscheinlich ist Magie notwendig, dieses schwimmende Konstrukt über Wasser zu halten. Ein großer Golem aus Stein steht neben dem eingravierten Pentagramm und meint lapidar: "Eindringlinge vernichten!" Und damit sind offensichtlich wir gemeint. Verdammnis!

Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #604 am: 09. April 2012, 13:00:37 »
15. Hammer 739 TZ Jahr des wankenden Minotaurus Chondathan Reede "Roter Reißer"

Leider habe ich kein Konstrukte verletzlich, aber eine Säurekugel tut auch so ganz schön weh. Harun greift an und haut ein paar Bröckchen heraus. Lia probiert mal eine Energiekugel aus. Der Golem setzt seine Kraft ein, um uns zu verlangsamen. Nur ich kann der unheiligen hinterhältigen Energie widerstehen. So was aber auch.

Schlachtenrufer Dolon von Tempus kontert mit "Lähmung aufheben!", was aber nur bei ihm zu einem Resultat führt. Druss greift trotzdem an und trifft. "Beeilt euch!" kontere ich den Zauber richtig und alle bis auf Dolon können sich wieder normal bewegen, der nun auch beschleunigt ist. Der Templer des Schlachtengottes greift nun mit aller Kraft an und trifft den mächtigen Golem mehrmals. Lia probiert es auch mal mit einer Säurekugel und trifft ordentlich. Der Golem lässt seine mächtigen Fäuste wirbeln und verprügelt Druss und Harun etwas. Der Schlachtenrufer will etwas beitragen, scheitert aber an der harten Rüstung. Der Barbar revanchiert sich und ich beende das Trauerspiel mit einer weiteren Säurekugel. Es gibt nur einen Ausgang mit einer seltsamen Tür, in der ein steinernes Gesicht eingearbeitet ist. Während Dolon die anderen etwas heilt, schaue ich mir die Sache genauer an.

Die Tür ist mit einer sehr komplexen Falle gesichert, die es mir schwer macht, sie zu knacken. Es ist recht knifflig, da sich der Mechanismus sehr schnell wieder rekalibriert. Aber mir gelingt es das Schloss zu knacken und die anderen durch die Tür zu schleusen. Wir marschieren eine kurze Treppe hoch und gelangen an Deck. Am Bug steht das Katapult, das automatisch auf die Stadt zu schießen scheint. Acht Tieflingsbesatzungsmitglieder stehen an Deck, angeführt von einem schwer gerüsteten Scheusal. Da kommen richtig Erinnerungen an vergangene Zeiten hoch. Ach ja, das mit der Blutstrotzer ist jetzt auch schon wieder fast acht Jahre her. Wie die Zeit vergeht.

"Zwei Möglichkeiten, lauf und lebt, oder bleibt und sterbt!" rufe ich ihnen zu. Sie wählen wenig überschaden Option eins. Nun gut, dann eben wie gewohnt auf die harte Tour. Der erste Offizier schmeißt uns gleich mal eine unheilige Plage um die Ohren, Danke auch! Ich antworte mit einem Feuerball und muss mit Erschrecken ansehen, dass der Großteil der Tieflinge einfach ausweicht. Die können das gleiche wie ich! Finsterte Verdammnis!

Lia bewegt sich seitlich zur Reling und beschießt das hinten stehende Halbscheusal mit recht wenig Erfolg. Dolon stürmt auf einen der Tieflinge zu und trifft. Harun tut es ihm gleich, allerdings sind die Wunden teilweise recht gering, da sie die Wucht des Schlages recht gut abfedern können. Die Besatzung kreist nun die vorne stehenden Wagemutigen ein und attackiert sie recht heftig. Druss will Revanche, stürmt auf einen der Tieflinge zu, der sich blitzschnell zur Seite dreht und der für ihn bestimmte Hieb trieft den verdutzten Dolon.

"Bist du schon wieder bezaubert?" fragt er den Barbar fassungslos.
"Nein, dass war ein hinterhältiger Trick von dem Tiefling!" verteidigt sich der ebenfalls überraschte Druss. So was haben wir nun wirklich noch nie erlebt. Ich wünschte, so was könnte ich auch. Als ob das nicht schon genug Ärger wäre, fahren aus dem Deck noch scharfe Sensenklingen heraus und hauen nach uns. Holla!

Der erste Offizier begibt sich ins Getümmel, ich schütze mich mit einer Säurehülle, gehe dann zu einem der Tieflinge und töte ihn mit einem schnellen Vampirgriff. Lia verschießt Pfeile, Dolon tötet einen, Harun zwei von den Tieflingspiraten. Wirklich viel halten die zu unserem Glück nicht aus. Wir kämpfen uns nun recht schnell durch die Piraten und auch der erste Offizier fällt, bevor er wirklich gefährlich werden kann. Da hat Tymora uns nochmal gelächelt. Das Katapult feuert nun nicht mehr und wir haben ein Problem weniger. Jetzt müssen wir nur noch Zephana die Seelenlose finden, die berüchtigte Anführerin der "Roten Reißer".

Es führt gegenüber von wo wir gekommen sind ein Abgang nach unten. Ich unterdrücke ein paar Fallen und wir stürmen nach unten in die Kabine der Kapitänin. Zephana ist schon mehr als ein normaler Tiefling mutiert und wohl eher ein Halbscheusal mit einem Teufel als Mama oder Papa. Sie trägt ein mit Nieten besetzter Lederpanzer und hat einen gebogenen Zweihänder in der Hand. Solch krumme Waffen lassen ungute Erinnerungen in mir aufsteigen.

"Ergib dich oder stirb!" gebe ich ihr die Chance auf ein Weiterleben. Aber nein, sie stellt sich zum Kampf. Neben ihr steht eine Säule mit vielen Gesichtern und scheint die Steuerungseinheit des Golemschiffes zu sein. Lia eröffnet das Gefecht, in dem sie eine Säurekugel schleudert, die gut trifft. Der Schlachtenrufer setzt seine Kraft ein, um uns schneller Handeln zu lassen. Der Barbar schlägt ebenfalls zu, Harun genau so. Ich werfe auch eine Säurekugel auf sie, aber die Säule heilt sie einfach wieder komplett und obendrein haut sie noch nach mir. Ich geb ihr mit meiner Schutzhülle genau so viel mit, wie sie mich verletzt. So wie es aussieht, müssen wir sie einfach nur schnell genug töten oder die Säule zerstören. Druss versucht die Säule zu zerstören, wir anderen greifen mit allem an, was wir haben. Schließlich ramme ich ihr mehrmals das Kurzschwert in ihren Leib und sie geht zu Boden. Nach der Stille des Kampfes höre ich es aus ihr ticken. Was bei Tymora ist das denn?

Ich ziehe sie aus und in ihrer Brust ist eine große Narbe, die ich auftrenne. In der Höhe des Herzen ist ein Uhrwerk untergebracht, was vor sich hin tickt. Das ist ja mal wirklich seltsam. Wir plündern noch schnell. Ein magischer Ring, Amulett und ein Zweihänder wandern in unsere Beutel. Zwei Schiffe sind noch vor uns, mal sehen ob wir die auch so locker schaffen. Aber irgendwie bezweifle ich, dass es so leicht bleiben wird.

Gespielt am 26.11.2011
Spielleiter: Stefan
SC: Kaira 20 (Schurke 4/ Seher 2/ Unseen Seer 4/ Arkaner Trickser 10)
Druss 20 (Barbar 16/Psioniker 2/Ilthidentöter 2)
Dolon 19 (Kleriker 9/Kriegspriester 10)
Harun 19 (Krieger 6/ Gesegneter Templer 10/ Gotteskrieger 3)
Lia 18 (Waldläufer 5/ Kriegsmagier 6/Arkaner Bogenschütze 2/Mystischer Ritter 5)
EP: Stufe 18 3220, Stufe 19 2505 Stufe 20 2100 (Kaira -691 wegen Schriftrollen)
Kaira 75 Druss 150, Harun 75, Dolon 150, Lia 300
Überwundene Gegner
1 Piratenkapitän Abraxas
1 Shaarpriesterin
2 Nachtschreiter
1 Leibwächter
1 Steingolem
8 Tieflingspiraten
1 Halbscheusal Pirat
1 Piratenkapitän Zephana
Beute
1 Robe von Shaarpiresterin
1 Zweihänder von Abraxas
1 Rüstungsamulett +3
1 Kommunikationsring A
1 Schutzring +2A
2 Tränke Schwere Wunden heilen
1 Ring S
1 Zweihänder mit Schall
1 Amulett
1 Ring
1 Teleportstein

Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #605 am: 12. April 2012, 12:35:30 »
Kapitel 15
Piraten von Chondathan!

15. Hammer 739 TZ Jahr des wankenden Minotaurus Chondathan Reede "Roter Reißer"

Wir beschließen, dass wir als nächsten den Vampir Leman Thai auf seiner Schattenjäger angehen werden. Dieses Schiff ist ein berüchtigtes Geisterschiff, das aus den Teilen von Untoten zusammen gebaut ist. Das verspricht, dass es ziemlich gruselig werden wird. Mit dem Teleportstein transportieren wir uns an Bord des Untotenschiffes. Wir kommen in einem Innenraum mit einem Pentagramm heraus. Die Wände bestehen aus Knochen und wurmstichigen Holz versunkener Schiffe. Zwei geisterhafte Wesen ohne Körper und Beine, aber mit Armen mit klauenbewährten Händen erwarten uns schon. Der Templer des Tempus greift sofort eines der Dinger an und trifft es Mittelmäßig. Da wäre mehr drin gewesen. Ich visiere das noch frei stehende an und manifestiere eine Kugel aus Säure in es. Die Kugel trifft gut und haut richtig gut rein. (2 unter Maximum) Der Geist kommt auf mich zugeschwebt, aber meine Elektroplasmarüstung rentiert sich hier zum ersten mal wirklich und seine Attacke prallt an mir ab. Harun hat leider nicht so viel Glück. Lia eröffnet das Feuer mit ihren Energiepfeilen und trifft immerhin mit drei von vieren. Druss schnappt sich den, der mich attackiert hat, schafft es aber überhaupt nicht zu treffen. So ein Pech aber auch.

Harun gelingt es nun seinen Geist zu vernichten, während ich mit mäßigem Erfolg auf den meinen einsteche. Mein Geist schreit auf, was aber keinen spürbaren Effekt hat. Lia erschießt nun den Geist und damit wäre das Problem beseitigt. Die Tür aus dem Raum ist wie üblich gut geschützt, aber keine wirkliche Herausforderung für mich. Ich schleiche voran, nachdem ich die knarzende Tür geöffnet habe und gehe den Aufstieg aus Knochen und morschem Holz hoch. Oben an Deck befinden sich einige gerüstete Gestalten. Fünf Stück davon und ein Riese, der wohl ein Zombie ist. Das sollte schaffbar sein und weiche etwas in Deckung zurück. Ich winke die anderen hoch, setze sie ins Bild und wir marschieren in Schlachtformation an Deck.

"Wir sind die Wagemutigen und wir haben ein einmaliges Angebot für euch. Rennt und bleibt Untot oder bleibt und sterbt endgültig!" rufe ich ihnen entgegen. Wenig Überraschend entscheiden sich die feindliche Besatzung für Option zwei. Etwas anderes habe ich auch nicht erwartet. Werde ich jeweils erleben, dass ein Gegner die zweite Möglichkeit wählt? Wohl nicht mehr in diesem Leben, dünkt mir. Finsternis!

Ich eröffnete den Kampf in dem ich eine schillernde Sphäre in ihre Mitte werfe. Leider scheint sie das nicht wirklich großartig zu tangieren, dafür hat Lias Feuerball schon mehr Effekt. Die Vampire schauen uns komisch an und sehen dann sehr enttäuscht aus, als ihr Effekt an unserer Gedankenleere abprallt. Ha, da müssen die sich schon was anderes ausdenken. Harun greift einen der Vampire an und trifft. Der Riese stürmt vor und versucht mich zu beißen. Seine fauligen Zähne durchdringen aber nicht meinen Schutz. Druss greift den Riesen an, der direkt vor ihm steht und trifft ihn zweimal hart. Das Schiff wird sich unserer Präsenz an Deck bewusst und fängt an zu heulen. Autsch, da klingeln vielleicht mal meine Ohren. Der Templer ist wohl ganz taub.

Mit dem Stab des Feuers werfe ich einen Feuerball in eine Ansammlung der Vampire, treffe aber nicht wirklich mit durchschlagendem Erfolg. Mit Flammenden Strahlen röstet Lia einen der Vampire an. Harun wird von seinem Gegenspieler mehrmals getroffen und verwundet. Im Gegenzug revanchiert sich der Templer mit gleicher Währung. Der Riese greift nun Druss an, richtet aber recht wenig Schaden an. Der haut im Gegenzug den Riesen um. Hat der nun davon. Das heulen des Schiffes steigert sich und ich lasse vor Konfusion mein Schwert fallen. Für ein paar Sekunden bin ich außer Gefecht gesetzt. Verdammnis! Lia und Harun geht es genau so. Nur Druss scheint sich nichts daraus zu machen.

Zwei der Vampire ringen Harun nieder. Unser Barbar schnappt sich einen der Vampire und haut ihn um. So geht das! Das nächste Heulen hat mal wieder keinen Effekt auf uns und wir können uns wieder normal bewegen. Als erstes rufe ich "Untote verletzlich!", visiere einen der Vampire an, die Harun nieder gerungen haben und werfe eine Säurekugel hinter her, der den Vampir mit einem Schlag tötet. Oder besser gesagt, ihn in Nebelgestallt zwingt und ihn zu seinem Sarg befördert. Ein Problem weniger. Lia versucht es mit ein paar Flammenden Strahlen, die aber nicht ausreichen, den Vampir zu vertreiben. Der verbeißt sich weiter in Harun, bis dieser ihn wegdrückt und seinen Zweihänder wieder aufhebt. Druss erledigt einen weiteren Vampir. Von unten ist zu hören, wie sich Verstärkung auf dem Weg nach oben macht. So wie es aussieht, ist dort unten noch einiges an Besatzung vorhanden. Verdammnis!

Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #606 am: 16. April 2012, 14:39:05 »
15. Hammer 739 TZ Jahr des wankenden Minotaurus Chondathan Reede "Schattenjäger"

Vier ungerüstete Vampirbruten und zwei weitere Vampire machen sich an Deck breit. Und das waren garantiert noch nicht alle. Ich gebe ihnen einen warmen Empfang mit einem Feuerball aus dem Stab. Wohl bekomms! Lia gibt ihnen gleich mal Nachschlag und eine der Bruten bricht zusammen. Unser Templer wird von weiteren Bruten bedrängt, kann sie sich aber erst mal noch vom Leib halten. Der Zweihänder schwingende Druss erledigt einen weiteren Vampir und verletzt einen noch dazu. Das Schiff kreischt wieder. Lia und Harun sind nun aus dem Spiel. Verdammnis!

Um die eine Flanke zu decken, beschwöre ich einen Feuerelmentar, welcher einen der Bruten, die Harun anknabbern möchten, den Gar aus macht. So gehört sich das. Lia ist ziemlich wackelig auf den Beinen und zwei Bruten fangen an ihr herum zu beißen. Das sieht nicht gut aus. Zwei Vampire greifen meinen Elementar an und setzen ihm zu. Druss springt in die Bresche und klärt bei Harun die restliche Angriffslinie. Ich eile Lia zur Hilfe und erledige eine der an ihr hängenden Bruten mit drei brennenden Strahlen reines Feuers. Mein Elementar gerät langsam aber sicher in Bedrängnis, während es eine weitere Brut erledigt. Lange wird der arme Kerl nicht mehr durchhalten. Verdammnis!

Druss erledigt die letzten Bruten auf seiner Seite und rückt vor. Das Schiff kreischt und ich kann nichts mehr hören. Finsternis. Kein Wunder, dass der nächste Feuerball dadurch fehlschlägt. Mein Elementar putzt ein weitere Brut weg, wird dafür aber von den Vampiren zurück in die Feuerebene geschlagen. Verdammnis. Dafür hat Druss nun freie Bahn und nimmt sich des Vampirproblems an. Da wo Druss steht, ist einfach ein Wall aus fliegenden Stahl. Weitere Bruten quellen aus dem Inneren des Schiffes und ziehen das Gefecht weiter in die Länge. Was als kleines Geplänkel begann, weitet sich zur Schlacht aus. Letztendlich kämpfen wir schwer angeschlagen auch die dritte Welle nieder. Das hat jetzt ziemlich lange gedauert, aber das Deck ist erobert. Dolon heilt uns alle wieder hoch, auch wenn ich dafür elf Ladungen aus meinem Stab brauche.

Der Weg in das Unterdeck ist nicht nur aus Knochen und Morschem Holz, sondern auch mit vielen gemeinen Siegelfallen gespickt. Allerdings sind die für mein Können nicht mehr wirklich von Belang. Wir überlegen kurz, ob wir in die Kapitänskajüte oder doch lieber zuerst in den Lagerraum gehen sollen, wo die ganzen Särgen stehen müssen. Nach kurzer Diskussion haben wir den Konsens, zuerst in den Lagerraum zu gehen. Wir lassen die Tür zur Kapitänskajüte unberührt und gehen in den Lagerraum, aus dem ein Scharren und Kreischen ertönt. Vorsichtig gehe ich als erste mal spähen, bin aber bei dem morschen knarzenden Untergrund nicht gerade leise. Im Lagerraum befinden sich viele Käfige voller Gefangener und Vampirbruten. Manch Gefangener scheint noch lebendig zu sein. Ich hole die Anderen und wir rücken vor.

"Bitte, ihr edlen Herren, befreit mich arme Maid aus den Klauen dieser Bestien!" fleht uns eine Frau in einem zerrissenen Kleid uns aus einem Käfig heraus an. Ich setze meine Brille auf, welche Untote erkennen kann. Wenig überraschend erkenne ich die Maid in Nöten als Vampirin.
"Um uns zu täuschen, musst du früher aufstehen, Vampirtussi!" Meine ich dazu nur.
"Schade! Hätte ja klappen können." Die Vampirdame öffnet das Türchen vom Käfig und schreitet in den Gang, dann wird sie Körperlos. Na Prima! Ein Kampf in einem Raum voller Käfige mit Vampirbruten darin, die jederzeit nach einen greifen können.

"Bist du Leman Thai?" Frage ich. Die Frau lacht.
"Leman Thai ist ein Mann, Dummerchen!" Kann ja nicht alles wissen, oder? Aber genug der Worte, wir lassen nun Magie für uns sprechen. Lia beginnt den Reigen mit einer Kugel aus Energie, die gut trifft. Harun macht einen Sturmangriff und trifft sogar mal ziemlich gut, wäre aber mehr drin gewesen. Die Vampirmaid revanchiert sich, in dem sie Harun ziemlich bluten lässt. Der arme Kerl wird mal kurzerhand auf die Hälfte seiner Lebenskraft reduziert. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie hart das einen trifft. Ich versuche die Maid mit ein paar Flammenstrahlen zu grillen, aber nur ein Strahl trifft. Verdammnis!

Druss wird aufgehalten, als sich die drei Menschen auf ihn stürzen. Mit der flachen Seite seines Schwertes haut er sie kurzerhand um. Die Elfe wirkt nun auch Flammende Strahlen auf die Vampirlady, was sie nicht besonders tangiert. Harun folgt ihr, da sie von ihm abgerückt ist. Leider geht sein Angriff fehl. Dafür lässt sie Harun weiter bluten und sein Blut bildet ein Netz, dass sich auf Druss stürzt und ihn umwickelt. Damit ist unser stärkster Nahkämpfer aus dem Spiel. Was ist das denn für äußerst finstere Magie? Wenn man keine moralischen Probleme hat, die Macht des Gewebes vollständig auszunutzen, kann man ziemlich starke, wenn auch sehr fiese Sachen machen. Finsterste Verdammnis!

Nakago

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« Antwort #607 am: 19. April 2012, 14:38:15 »
15. Hammer 739 TZ Jahr des wankenden Minotaurus Chondathan Reede "Schattenjäger"

Die Nudel muss weg, sofort! Ich werfe ihr deswegen eine Säurekugel auf den Kopf, die gut trifft. Ha! Da hat mal wieder Tymora gelächelt. Wenn sie etwas breiter gelächelt hätte, wäre die Tussi nun Geschichte, ist sie aber leider nicht. Unser Barbar versucht sie zu befreien, kommt aber nicht los aus dem Blutnetz. Aus der Tiefe des Raumes kommt nun ein schwer gerüsteter Hüne heran gestampft. Irgendwas sagt mir, dass dies der Vampirpirat Leman Thai ist. Normalerweise können ja Vampire kein fließendes Gewässer überqueren. Offensichtlich hat dieser Pirat eine Möglichkeit gefunden, dieses Handikap seiner finsteren Rasse zu umgehen. Er trägt eine schwere Rüstung und einen offenen Helm. Sein Gesicht ist langegezogen und macht einen gelangweilten Eindruck.

"Die Wagemutigen haben also die Seiten gewechselt. Nun, dann werde ich wohl euch alle töten müssen." meint er lapidar, als ob er über das Wetter reden würde.

Der Elfe gehen so langsam die Zauber aus und sie wirft magische Geschosse auf die Vampirmagierin. Besser als mit Erbsen zu werfen, wenn auch nur wesentlich effektiver. Harun gelingt es sich aus seinem Blutnetz zu befreien, wird aber einen Augenblick später von der Vampirin mit einem maximierten Blitzstrahl niedergestreckt, dem er nicht mehr ausweichen kann. Selbst die mächtige Magie seiner Rüstung ist nicht stark genug, ihm am Leben zu erhalten. So eine Verdammnis aber auch! Finsternis!

Ich wende mich Leman Thai zu, der mich schon fast erreicht hat. Ich werfe ihm eine Kugel in die Brust, die gut trifft. Zusätzlich stelle ich mich in den Weg, so dass Lia geschützt ist. Ich kann länger gegen diese Ausgeburt der Hölle durchhalten als die Elfe. Druss lässt seine Muskeln anschwellen, aber die klebrigen Fäden aus Haruns Blut halten ihn fest. Das ist nicht gut. Unser einziger Nahkämpfer gefangen von geradezu lächerlich dünnen Blutfäden. Da läuft gerade etwas total schief! Finsterste Verdammnis!

Mit zwei mächtigen Hieben greift Leman Thai mich an. Mächtige Magie fließt in meine Armschienen und fängt das schlimmste auf. Mit einem Moment der Eingebung verhindere ich noch schlimmeres beim zweiten Treffer. Lia schießt mit ihrem Bogen auf die Vampirtussi und zwingt sie endlich zum Rückzug. Ein Problem weniger. Da mir so langsam die Optionen ausgehen, werfe ich kurzerhand einen Feuerball auf Leman Thai, was ihn nicht glücklich aussehen lässt. Ich lasse weitere Schläge an mir abprallen und der Barbar verstrickt sich immer tiefer ins Blutnetz. Der starke Druss, niedergehalten von etwas Magie. Wahrlich, Tymora schaut gerade nicht hier her.

Die Kriegsmagierin probiert eine Säurekugel an Leman aus, die wirklich gut rein haut. Treffen kann die Elfe, muss man ihr schon lassen. Ich kann nicht länger gegen Leman Thai durchhalten, mache einen Flickflack von ihm weg und springe regelrecht in das Blutnetz, dass Druss immer fester umschlungen hat. "Sprung!" rufe ich, nachdem ich den starken Barbar berührt habe und springe mit ihm auf die Treppe. "Gut gemacht!" meint der Barbar und greift nun mit seinem Zweihänder Leman Thai an. Der prallt Regelrecht zurück, als er die Wut des Barbaren zu spüren bekommt. Hätte ich das nur früher gemacht, aber ich ging davon aus, dass der starke Barbar das poplige Netz einfach zerreißt. (Der MW war eigentlich gar nicht so hoch, aber wenn man konstant unter vier würfelt wird das halt nix.)

Lia und ich lassen weitere Magie auf Leman niederprasseln, aber es ist schließlich Druss, der den Vampirpiraten umhaut. Damit wäre das Erledigt. Dolon taucht auf und hilft, Harun zu bergen. Nach einer Minute lebt der Templer wieder. Das sollte nicht zur Gewohnheit werden. Etwas weiter hinten im Raum finden wir an einer Plankenwand die Särge in einem Regal aufgestapelt. Gemeinsam hieven die starken Männer einen der Särge aus dem Regal und lassen ihn zu Boden gleiten. Vorsichtig untersuche ich den Sarg nach Fallen und finde sogar eine. Wieder mal eine Symbolfalle, die ich fix entschärfe. Nun öffne ich den Deckel und ein Leichnam, gebettet auf Erde liegt darin. Behutsam löse ich den Brustpanzer. Dann stellen wir fest, dass wir nicht an Pflöcke gedacht haben. Also schnell welche improvisiert und den Kerl gepfählt. Er bäumt sich auf und es passiert nichts weiter. In den Geschichten zerfallen die immer zu Staub. Es gibt eine kurze Diskussion, ob man vielleicht den Toten noch köpfen soll. Eigentlich widerstrebt mir diese Leichenschändung, aber normalerweise dürfte da jetzt nur noch Asche drin liegen. Und mir fallen auch Geschichten ein, wo Vampire geköpft worden sind, um ihnen den Gar aus zu machen. Also schlägt Druss mal kurzerhand zu und der Torso zerfällt zu Asche. Geht doch.

Nakago

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« Antwort #608 am: 23. April 2012, 14:04:28 »
15. Hammer 739 TZ Jahr des wankenden Minotaurus Chondathan Reede "Schattenjäger"

So verfahren wir im Eilverfahren auch mit den anderen Vampiren. Die Zeit läuft uns davon. Eine Stunde kann unglaublich lang sein, oder auch verdammt kurz. Schließlich haben wir auch Leman Thai und seine Magierin erledigt. Sie hat noch ein Zauberbuch und ein paar Rollen mit dabei. Ich identifiziere schnell die bisher erbeuteten Ringe, Amulette und Tränke, ebenso die Rollen. Leider nur ziemlich fiese Nekromantenzauber, mit denen ich nichts anfangen kann. Warum stoßen wir immer nur auf fiese Bösewichte? Nun, weil wohl die lieben Magier eben keine bösen Sachen machen. Wie auch immer, es ist ein guter Schutzring darunter, den ich gleich mal anprobiere, da ich die Zauber, welche mir der Magierring gibt, schon längst gesprochen worden sind.

Einige Gefangene flehen uns an, dass wir sie frei lassen. Wir ignorieren sie zuerst und gehen in die Kapitänskajüte, in der mehrere Käfige von der Decke baumeln. In den Käfigen stecken Nachtvetteln. Die versuchen mit uns zu reden, aber wir haben anderes im Sinn. Wir lassen die menschlichen Gefangenen aus ihren Käfigen und sorgen dafür, dass sie Sicher von Bord kommen.

Nachdem Dolon uns alle wieder hochgeheilt hat, weitere Ladungen meines Stabes verschwinden, teleportieren wir nun mit dem frisch gefundenen Teleportstein zur "Schwarzen Königin", welche unter dem Kommando des gefürchteten Piraten Pada steht. Überraschenderweise kommen wir am Bug des Pirtatenschiffes heraus. Die Besatzung wuselt auf dem Deck herum und macht sich gerade bereit, an Land zu gehen. Tja, die brauchen keinen Ärger mehr suchen, den haben wir mit an Bord gebracht. Wir haben kurz Zeit, ein paar Zauber hochzuziehen. Unter anderem steuer ich eine Hast bei.

"Ihr Schwachköpfe! Wie blöd muss man sein, in der Stunde des größten Triumpfs die Seiten zu wechseln?" fährt uns der riesige Kerl von der anderen Seite des Schiffes an.
"Wie blöd muss man sein zu glauben, dass Moloch Erfolg haben könnte? Jetzt in diesem Moment töten wir ihn für immer! Ach ja, nur wegen der Vollständigkeit halber, rennt und lebt oder bleibt und sterbt!" So wie erwartet wählen sie bleiben und sterben.

Vier Fischmenschen sind die Offiziere und werfen mit Harpunen auf uns, allerdings treffen sie zu unserem Glück nicht besonders gut. Die Mannschaft rottet sich zu einem Pulk zusammen. Harun fällt ein, dass er ja noch Schutzzauber hat und schützt sich gegen Säure. Lieber spät als nie. Ich zieh mit den letzen Ladungen des Feuerstabes die Feuerwand hoch und bruzel ein paar Besatzungsmitglieder. Lia wirft gleich noch einen mächtigen Feuerball von einer Schriftrolle abgelesen hinter her. Druss schützt sich mit einem Flimmerfeld.

Die Offiziere verdünnisieren sich unter Deck oder wo hin auch Immer. Der Mob der Seeleute zieht sich jenseits der Wand zurück. Harun schützt sich vor Feuer. Ich setze mit einem Massenfeuerschild noch was oben drauf. Das sollte uns gut Schützen. Der Schwarze Pada bannt mit einem Schneesturm meine Feuerwand. Noch nie hat die besonders lange gehalten. Zwei Ladungen für nix und wieder nix futsch. Na ja, egal, wenigstens sehen wir noch, wie sich eine der Hände des Schwarzen Pada von einem Drachenkopf zurück in eine normale Hand verwandelt. Druss wird die Warterei zu Dumm und springt vom Bug herunter und rennt in den feindlichen Mob. Im Gegenzug walzen sie über Druss drüber, was ihnen mehr weh tut als ihm.

Harun rennt nun ebenfalls in Richtung Mob und setzt zum ersten Mal an diesem Tag sein Niederstrecken Angriff ein. Ich schmeiße einen Feuerball auf die Ansammlung und den schwarzen Pada. Der revanchiert sich mit einem Kältekegel aus seiner Hand, die sich kurz in einen weißen Drachenkopf verformt. Lia wirft ihm einen Kugel an den Kopf. Druss kämpft sich aus dem Mob heraus und zerstreut ihn. Ein Problem weniger.

Dafür bebt nun das Schiff, dass aus filigranem Stahlglas besteht und hinter dem Barbaren formt sich ein Glasstahl Golem, flankiert von zwei kleinen Schatten. Einer steht direkt vor mir. Verdammnis! Harun stellt sich dem Konstrukt und haut auf ihn ein. Allerdings prallt die Mehrzahl der Hiebe an der harten Panzerung ab. Ich jage einen Blitzstrahl durch alle drei Gegner durch, was die beiden Schatten stark mitnimmt, aber das Konstrukt wie erwartet vollkommen kalt lässt. Das wird noch ein zermürbender Kampf werden. Finsternis!

Nakago

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« Antwort #609 am: 26. April 2012, 15:38:48 »
15. Hammer 739 TZ Jahr des wankenden Minotaurus Chondathan Reede "Schwarze Königin"

Nach dem Blitzstrahl bewege ich mich weiter in Richtung Schwarzer Pada und ziehe dabei meinen Schwarzholzbogen, den ich vor Jahren erbeutet habe. Kurzbögen scheint nicht die bevorzugte Waffe unserer Feinde zu sein. Druss greift den Schwarzen Pada an und trifft ihn hart, der zahlt es dem Barbaren mit gleicher Münze heim. Harun greift weiter das Konstrukt an, Lia ebenso. Ich schieße auf den Schwarzen Pada und treffe ihn mehrmals ziemlich hart, nachdem ich ihn geschubst habe. Schließlich verschwindet der Schwarze Pada einfach und Druss schlägt das Konstrukt zu Brei. Mir ist nicht ganz klar, mit welch finsterer Magie sich der Pirat von hier entfernt hat.

Wie auch immer, es gibt einige harte Schläge und man kann selbst hier oben hören, wie Wasser in das Schiff strömt. Dolon spendiert jedem etwas Heilmagie und ich mach mich sofort daran, die obligatorische Symbolfalle an der Tür zu entschärfen. Es gibt eine kurze Diskussion, hier abzubrechen und den Schwarzen Pada seinem Schicksal zu überlassen. Die vorhergehenden Kämpfe waren für die meisten sehr Ressourcenziehend. Ich habe noch einen Kältekegel als Flächenangriff, weil bisher immer jemand im Weg gestanden hat, um ihn anzubringen. Und das war meine ganze verbliebene Offensivmagie. Wobei es natürlich die Frage ist, ob er gegen diese Energieart nicht gut geschützt ist. Aber wir haben alle noch unsere normalen Waffen und den Willen zu siegen. Was du heute kannst erschlagen, lasse nicht für Morgen entkommen. Mit gezückten Schwertern dringen wir in das Unterdeck ein und arbeiten uns geschwind zur Kapitänskajüte vor. Ist ja nicht das erste mal heute und wir finden den Weg ohne Probleme.

Auf den Weg dorthin stürzen sich zwei der Fischmenschen auf uns. Wie hinterhältig und wie dumm! Harun tötet den einen, Druss den anderen. Manchmal haben auch wir Glück und treffen auf Gegner, die nicht so viel drauf haben. Schließlich erreichen wir die Tür, die zur Kapitänskajüte führt. Natürlich gibt es auch hier eine komplizierte Falle mit einem komplexen Schloss, was aber mich nicht wirklich aufhalten kann. Wir öffnen die Tür und fluten in Linie in den Raum. Inzwischen hat die "Schwarze Königin" schon ziemlich Wasser aufgenommen. Ich bin kein Experte, was sinkende Schiffe anbelangt, aber wir haben vielleicht noch eine Minute, da dieses Glasstahlschiff nicht wirklich aus Schwimmfähigen Material besteht. Aber sehr viel mehr Zeit haben wir sowieso nicht mehr, da unsere Zeit gnadenlos abläuft.

Links und rechts neben dem Schwarzen Pada stehen seine zwei verbliebenen Fischmenschoffiziere. Der Pirat scheint immer noch guter Dinge zu sein. Was weiß er, was wir nicht wissen? Oder blufft er und zeigt Stärke, wo er eigentlich ganz schwach ist? Finden wir es heraus!

Harun springt ihn förmlich an und trifft ausnahmsweise verdammt gut. Seine Ressourcen sind ja noch zum größten Teil vorhanden, weil er sie bis jetzt aufgespart hat, während Lia und ich dafür dann unsere kontinuierlich aufgebraucht haben. Lia zückt ihre letzte Schriftrolle und jagt einen Überschlagsblitz durch die drei hindurch. Klappt ziemlich gut. Ich umgehe Pada und jage ihn mein Schwert zwischen die Rippen. Er scheint mir inzwischen deutlich kleiner geworden zu sein. Irgendwie scheint seine Größe zu variieren. Allerdings ist mir nicht ganz klar, warum.

Der schwarze Pada jagt einen Kältekegel durch meine vier Kameraden hindurch, was besonders Harun zu schaffen macht. Einer der Fischmenschen greift mich an, trifft aber nicht. Der andere knöpft sich Harun vor und verwundet ihn schwer. Lange wird der Templer nicht mehr durchhalten. Druss springt in die Bresche und greift ebenfalls an. Harun zieht sich zu dem Schlachtenrufer zurück, der ihn etwas heilt. Lia jagt ihren letzten Blitzstrahl durch die drei Gegner hindurch. Ich rufe "Geisterklinge!" und steche auf den Schwarzen Pada ein. Mein erster Treffer macht ihn zu einem normal großen Menschen und damit habe ich ihn nicht mehr mit Druss in der Zange, der zu weit weg steht. (Puh, war ich stinkig). Ich treffe zwar, aber leider mache ich nicht besonders viel Schaden.

So langsam wirkt der Piratenkapitän nicht mehr so überheblich, aber er ruft Verstärkung. Tentakel brechen durch die Wände und dort wo die Tür ist, erscheint der Extraktor. Oder besser gesagt, dass Ding, was in dem Extraktor eigentlich drin ist. Ich bin nicht sicher, was für eine externare Kreatur da steht, aber sie ist geschunden und man hat ihr alle ihre Zähne gezogen. Als ob das nicht genug wäre, hebt sich das Schiff und Druss wird von den Beinen gerissen. Aber er kann sich fangen und wieder zurück arbeiten. Auch Dolon und Harun haben ihre Probleme, auf den Beinen zu bleiben. Die anderen versuchen Abstand zu halten und sind damit voll auf beschäftigt. Nun liegt es an mir, dem Spuk ein Ende zu machen.

"Das ist euer Ende!" meint Pada wegen seiner Verstärkung und ich steche auf ihn ein. Mein erster Treffer lässt seinen verbliebenen Schutz aufplatzen und seine überirdische Aura, die ihn bisher geschützt hat, offenbart, was für ein kleines Würstchen Pada in Wirklichkeit ist. Das Kerlchen ist kleiner als ich, schätze mal, Xana dürfte er gerade noch so um einen Fingerbreit überragen. Ich ramme ihn mein von Zwergenhand gefertigtes Kurzschwert in den Wanst und drehe es um. Weil es so schön war, das gleich nochmal.

"Ihr werdet trotzdem unter…" Ich ramme ihn mein Schwert in sein verlogenes Maul und beende damit seine sterbliche Existenz. Seine verbliebenen Leutnants verziehen sich in die Fluten und auch für uns wird es Zeit, dass sinkende Schiff zu verlassen. Mit Druss rutsche ich auf die anderen zu, während das Wasser bei ihnen schon bis zur Brust reicht. Wir fassen uns an den Händen und bevor das Vieh aus dem Extraktor etwas tun kann, teleportieren wir zum Golem Schiff "Roter Reißer". Wir landen im dortigen Empfangsraum, der auch schon voller Wasser ist. Wir arbeiten uns hoch und Teleportieren zu meinem Anwesen. Wir platzieren dort im Keller die erbeuteten Gegenstände, dann ist die Zeit vorbei. Mal sehen, wie sich unsere anderen Inkarnationen geschlagen haben.

Gespielt am 11.12.2011
Spielleiter: Stefan
SC: Kaira 20 (Schurke 4/ Seher 2/ Unseen Seer 4/ Arkaner Trickser 10)
Druss 20 (Barbar 16/Psioniker 2/Ilthidentöter 2)
Harun 19 (Krieger 6/ Gesegneter Templer 10/ Gotteskrieger 3)
Lia 18 (Waldläufer 5/ Kriegsmagier 6/Arkaner Bogenschütze 2/Mystischer Ritter 5)
EP: Stufe 18 5450, Stufe 19 4293 Stufe 20 3500
Kaira 225 Druss 225, Harun 0, Lia 150
Überwundene Gegner
1 Piratenkapitän Schwarzer Pada
4 Offiziere
1 Mannschaftsmob
1 Wächtergeist
2 Schatten
1 Piratenkapitän Leman Thai
1 Schiffsmagierin
10+ Vampirbruten
8 Vampirseeleute
3 bezauberte Gefangene
2 Wächtergeister
Beute
1 Rüstung
1 Zweihänder
1 Feuerresistenzring
1 Schutzring +3
50 Magische Wurfmesser
8 Schriftrollen mit fiesen Nekromantenzaubern
1 Zauberbuch mit ebenfalls fiesen Zaubern

Nakago

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« Antwort #610 am: 30. April 2012, 12:58:31 »
Kapitel 16
Schattenspiele!

15. Hammer 739 TZ Jahr des wankenden Minotaurus Kollegiat

Wir bilden einen Teleportationskreis und teleportieren zum Kollegiat. Wir kommen in dem mit Schatten gefüllten Gebäude heraus. Harvard Repp ist in seinem Büro und selbst jetzt spielen wir noch die Charade. Moloch befindet sich tatsächlich in der Burg des Landgrafen und Repp wird diese Information unseren anderen Inkarnationen weiter geben, welche es auf Moloch abgesehen haben. Ich hoffe einfach mal, dass unsere andere selbst das alles gebacken bekommen, wie wir uns das so vorgestellt haben. Aber ich bin optimistisch, dass wir es schaffen, schließlich wird Tymora denen lächeln, die was riskieren und wir wagen wahrlich alles. Schließlich sind wir die Wagemutigen!

Ein komisches quietschendes Geräusch irritiert uns auf den Weg nach oben. Aber zum Glück ist es nur der Hausmeister, der zu solch sinisteren Stunde noch den Boden wischt. Puh! Wir rücken geordnet in Richtung Sternwarte vor, wo sich Bekannterweise das Tor zur Schattenebene befindet. Schon bald ist ganz leise Tanzmusik zu hören. Wir sprechen einige Schutzzauber und rücken dann vor. Ich habe ein leises Gebet auf den Lippen, in dem ich Tymora um ihr glücksbringendes Lächeln bitte. Schließlich geht es nicht nur darum, die ganze Stadt mit ihren Menschen aus den Klauen eines gefallenen Erzteufels zu befreien, der sich anmaßt, ein Gott zu werden, sondern auch meine kleine unbändige Tochter zu retten. Und ihre unschuldige Seele wieder mit ihren Körper zu vereinigen.

Mit gezogenen Waffen dringen wir in den Tanzsaal ein, nachdem ich die prächtigen Zugangstüren am Ende der Treppe nach den obligatorischen Fallen untersucht habe. Im Tanzsaal haben sich prächtig gekleidete Adlige zur Réunion versammelt, wie diese Art von Veranstaltung auch genannt wird. Diene in Livree bieten uns Getränke und kleine Appetithäppchen an, die wir aber geflissentlich ignorieren. Vergiften können die uns zwar nicht, aber wir haben besseres zu tun. Kultuma finden wir im Zentrum des Saals.

"Ah! Die Wagemutigen! Wie schön, dass ihr es noch geschafft habt. Ich habe Euch doch schon früher erwartet, kommt doch Euer Freundschaftsbesuch nicht so ganz unerwartet. Es war lustig mit anzusehen, wie ihr Euch auf Euren unausweichlichen Tod vorbereitet habt. Glaubt ihr wirklich, Eure dilettantischen Versuche etwas über mich heraus zu bekommen, sind unbemerkt geblieben?" höhnt Kultuma und für einen kurzen Moment wird ein verstohlenes Mitglied des kleinen Volkes sichtbar. Tja, vor allem kann man sich ja nicht schützen, aber offenbar unterschätzt der arrogante Kultuma uns noch immer.

"Nun ja, wir wissen nun, was wir wissen müssen, um Euch dahin zu schicken, wo ihr hingehört. In die tiefste der Höllen!"
"Wie Naiv Ihr alle doch seid! Glaubt ihr wirklich, mit immer geradeaus zu gehen ist es getan? Das haben schon andere, bessere als ihr, versucht und sind gescheitert!"
"Paladin Bey und seine tapferen Gefährten haben es immerhin geschafft, euch in ein Ei zu bannen. Und wir werden endgültig das beenden, was sie nicht konnten, denn unser Anliegen ist rein und die Götter sind mit uns!" Und das ist meine vollständige ehrliche Überzeugung. Damit sind genug der Worte gewechselt. Die Gäste und Diener geben ihre Tarnung auf und werden zu Schatten. Und die Schatten rotten sich zu vier Ansammlung zusammen. Je zwei der Mobs flankieren Kultuma, während wir im Zentrum der uns an den Flanken überflügelnden Mobs stehen.

"Feuerball in zwei Dimensionen!" ruft Lia und beschwört einen Feuerball, der auf alle Dimensionen übergreift. Harun stürmt vor und schlägt einen der Mobs mit mäßigem Erfolg. Dolon stürmt auf Kultuma im Zentrum vor und damit ist die Option auf eine Sonnenexplosion für mich dahin. Verdammnis. Schade, wäre auch zu schön gewesen, die gesamte Opposition mit einem Schlag zu vernichten. So beschwöre ich eben nur einen Säuresturm, der Kultuma und einen der Schwärme erwischt. Kultuma tritt einen Schritt zurück und ruft "Bogenschützen!" Auf Balustraden erscheint eine Reihe Bogenschützen mit flammenden Pfeilen. Das überrascht mich so, dass sie mich tatsächlich voll erwischen. Der Feuerschaden prallt an mir ab, tut aber trotzdem weh. Verdammnis!

Die Mobs rücken vor und entziehen unseren Nahkämpfern ziemlich viel Stärke, auch ich werde leider davon betroffen. Finsternis! Da Druss in einem der Schattenmobs schon drin steht, schlägt der Barbar wild um sich und dezimiert den Schwarm ziemlich, auch wenn es nicht zur Vernichtung reicht. Aber unser Druss macht sich erst mal nur warm.

Nakago

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« Antwort #611 am: 07. Mai 2012, 15:18:47 »
15. Hammer 739 TZ Jahr des wankenden Minotaurus Schattenebene Kultumas Eingangshalle

Lia wiederholt ihren Zauber und Harun schafft es seinen Mob nicht wirklich zu treffen. Dafür röstet der Feuerball der Elfe einige der Schatten. Haben die nun davon. Dolon erledigt einen der schwer angeschlagenen Schattenansammlungen, trifft aber sonst genau so schlecht wie Harun. Heute scheint kein guter Tag für Tempusgläubige zu sein. Ich entfessle einen Kettenblitz, der gut reinhaut.

"Magier!" ruft Kultuma und auf einem Balkon erscheint eine Reihe verhüllter Magiewirker und wirft eine Art großflächige Energiekugel auf uns. Ich werde davon ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Die Schatten haben es auf mich abgesehen und ich fühle mich ziemlich schwach. Druss macht nicht wirklich viel Schaden, Schade!

Unsere Elfe teilt sich auf, als sie ihre Stiefel mal wieder benutzt. Leider macht sie das taktisch höchst unsinnig und kann so nur einen der Mobs mit ihren Blitzstrahlen treffen. Wenn das eine Kostprobe hoher elfischer taktischer Finesse war, dann ist es kein Wunder, dass sie den Kampf um Myth Drannor verloren haben. Harun gelingt es einen Mob zu töten, währen Dolon mich teilweise von meiner Schwäche befreit. Danke!

Ich bewege mich so, dass ich die restlichen Mobs treffe und jage einen Blitzstrahl durch, der alle trifft. So geht das, Lia! "Bogenschützen!" ruft Kultuma und wir werden mit einem Pfeilhagel beharkt. Diesmal bin ich vorgewarnt und weiche dem Hagel gewandt aus. Druss erledigt den letzten Mob und die Schatten sammeln sich um ihren Anführer, der einfach mit ihnen verschwindet. Wir haben einen leeren Saal vor uns. Dolon heilt unsere Schwäche nun gänzlich und wir rücken die Nebentüren ignorierend auf die Gegenüberliegende Tür zu, die ohne Fallen in einen langen Gang führt, an der links und rechts auf Sockeln Ritterrüstungen stehen. Ich klettere auf einen der Sockel hoch und untersuche die rechte erste Rüstung. Nach etwa einer Minute bin ich absolut sicher, dass von diesen Dingern keine wirkliche Gefahr ausgeht, da sie weder verzaubert noch sonst wie präpariert sind.

Wir rücken vor und Harun hält uns auf, weil er meint, jede der Rüstungen entwaffnen zu müssen. "Lass den Unsinn!" weise ich ihn zurecht, da wir für so etwas einfach keine Zeit haben. Der Gang scheint beinahe endlos zu sein, bis er abrupt in einer Halle endet. Links führt eine Treppe zu einer Empore, von der aus Kultuma uns verhöhnt. Ich ignoriere ihn geflissentlich und gehe zur gegenüberliegenden Tür. Nachdem ich diese vergeblich nach Fallen untersucht habe, öffne ich sie und schaue hinaus in eine schneebedeckte Landschaft, in der ein Schneesturm tobt. Wie gut, dass ich gegen Kälte geschützt bin. Kultuma weiterhin ignorierend stapfe ich in den Schnee voraus. Die anderen sind klug genug, mir zu folgen. Lia darf nun einen gerade Weg bahnen. Nach etwa zehn Minuten kommen wir in einem Pavillon vorbei, in dem Kultuma an einem Tisch sitzt und an einer warmen Tasse Tee nippt. Aber auch diesmal weichen wir nicht von unserem Weg ab. Weitere zehn Minuten kämpfen wir uns durch den Sturm und erreichen schließlich eine Schlucht.

Wir dringen in die Felsspalte ein und kommen an ein Zwergentor, von dessen Spitze aus uns Kultuma verhöhnt. Unbeirrt gehen wir hindurch und kommen in eine gewaltige Halle zwergischer Bauart. Dieses Bauwerk könnte genauso auch unter der Stadt stehen. Alles ist mit zwergischen Runen verziert. Und die eine oder andere könnte mehr als nur Zier sein. Am letzten Drittel der Halle gibt es eine Schlucht, über die eine Brücke führt. Dahinter ist ein weiter großer Gang zu sehen, der ins Zentrum führt. Daraus reitet nun ein weiteres mal unser Kultuma auf einem Schattendrachen uns entgegen. Es ist der gleiche Drache, der das Kollegiat bewacht hat. Der Schattendrache ist verdammt groß und Kultuma wirkt richtig klein gegen ihn. So wie wir eigentlich auch. Das wird was werden.

"Mächtige Feuerexplosion auf Pfeil!" ruft Lia, die wieder mal die schnellste von uns ist. Leider rast ihr Pfeil knapp an Kultuma vorbei ins Leere. Verdammnis! Druss wartet erst mal ab, da er nicht alleine vorstürmen möchte. Dolon schützt mich mit einem Todesschutz, was im Angesicht dieser Bestie keine schlechte Idee ist. Auch Harun wartet erst mal ab. "Zeitstopp!" rufe ich und die Zeit friert ein. Ha, neunter Kreis der Macht, ich habe ihn nun erreicht. Alles um mich herum bewegt sich unglaublich langsam. "Beeilt euch!" rufe ich. "Warmes Schild!" nun sind alle gegen Kälte geschützt. "Säurehülle!" nun bin ich besonders gefährlich. Während dieser Zeitmanipulation kann ich mehrere weiße Gestalten ausmachen, die uns finster mustern. Es ist viele Jahre her, dass ich solche Wesen auf unserer Reise in die Vergangenheit gesehen habe. Zeitwächter! Verdammnis! Nicht jetzt! Aber sie scheinen nicht eingreifen zu wollen und nachdem sich die Zeit wieder normalisiert hat, werfe ich noch einen schnellen Säuresturm hinter her, der beide ordentlich trifft. Der Anfang wäre gemacht, aber jetzt ist Kultuma und sein Drache am Zug. Finsterste Verdammnis!

Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #612 am: 10. Mai 2012, 15:01:15 »
15. Hammer 739 TZ Jahr des wankenden Minotaurus Schattenebene Kultumas Zwergengewölbe

Der Schattendrache geht etwas vor und speit uns seinen Atem entgegen. Dieser scheint einen massiv zu schwächen, aber zum Glück weiche ich wie Lia dem Odem aus. Nur Dolon und Harun sind davon betroffen. Um den Drachen herum manifestiert sich ein Schattenschild, was es ziemlich schwer macht, ihn zu treffen. Lia rächt die Beiden mit einem Flammenschlag, der ordentlich reinhaut. Druss greift nun mit einem Sturmangriff an, wird sogleich mit einem Biss mit dem großen Maul des Drachen empfangen und auch Kultuma scheint nur darauf gewartet zu haben, dass jemand den Drachen angreift, so bekommt der arme Barbar erst mal ordentlich Haue. Dolon schützt nun Harun, der sich sogleich ins Getümmel stürzt. Auch er wird mit einem Biss empfangen. Mit einem Sonnenfeuer banne ich das Schattenschild und werfe sogleich noch eine Säurekugel auf den Drachen hinter her. Ha, dass hat jetzt gesessen.

Leider beschwört der Drache einfach ein neues Schattenschild und prügelt nun voller Begeisterung auf Harun und Druss ein, die beide ordentlich was abbekommen. Allzu lange wird zumindest Harun nicht durchhalten können. Die Elfe jagt einen weiteren Flammenschlag auf die beiden Wesen aus dem Reich der Schatten, was sie aber leider nicht besonders zu tangieren scheint. Druss revanchiert sich beim Drachen und Dolon heilt uns alle, bevor Harun wieder umkippt. Dafür haut Kultuma mit großer Begeisterung auf den Barbaren ein. Der Templer schafft es mit seinen fünf Attacken gleich viermal daneben zu schlagen. Dieses verdammte Schattenschild muss weg! Und zwar permanent. Also jage ich schnell hinter einander zwei Säurekugeln in den Leib des Drachen und töte ihn damit. Und so ist auch Kultuma durch kein Schattenschild mehr geschützt. Druss erledigt ihn just in dem Moment, wo schwärzlicher Schleim den Abgrund unter uns hochkocht und auf die Brücke schwappt. Der Schattenadlige fällt mit einem Fluch in den Abgrund und die ganze Halle fängt an, einzustürzen. Finsterste Verdammnis!

Wir machen, dass wir von der verdammten Brücke runter kommen und rennen in einen Tunnel. Hinter uns stürzt alles in sich zusammen. Wir haben Kultuma ein weiteres mal besiegt, aber dies ist noch nicht das Ende! Wir sind auf dem richtigen Weg, aber das Ziel ist noch nicht in Sicht. Wir eilen weiter durch den finsteren Tunnel aus Stein und kommen schließlich in einen weiteren Abschnitt, der aus einer großen Kaverne besteht. In der Mitte befindet sich die Tentakelgestalt von Moloch, der uns schon erwartet. Irgendwie glaube ich nicht, dass dies der richtige Moloch ist, da dies nicht der Sitz des Landgrafen ist. Das ist irgendetwas anderes. Nach einem kurzen verbalen Schlagabtausch eröffne ich den Reigen, in dem ich "Untote verletzlich" rufe und sofort eine große Säurekugel hinter her werfe. Ich treffe gut und mein Verdacht bestätigt sich, dass ich einen Untoten vor mir habe. Ha, da muss Moloch sich schon was Besseres ausdenken, um mich zu täuschen.

Dolon macht einen Todesschutz auf sich, lieber spät als nie. Harun macht einen gewaltigen Sprungangriff und trifft ausnahmsweise mal richtig ordentlich. Lia verdoppelt sich und wirft dem Ding zwei Säurekugeln um die Ohren. Das Ding prügelt sich mit Harun und verletzt ihn schwer. Und alle geschlagenen Wunden verschwinden bei diesem seltsamen Wesen wieder komplett. Hä?

Der Barbar greift nun ebenfalls an und haut ordentlich drauf. Ich wiederhole mein Programm und treffe wieder gut. Dolon greift nun auch mit an und trifft. Harun schlägt sich wacker, aber im nächsten Moment verschwinden wieder alle Wunden. Hm, dass ist ja mal nervig, also wieder von vorne, aber jetzt sind alle unsere Nahkämpfer auf Tuchfüllung und können jetzt ordentlich austeilen. Druss schlägt mehrmals hart zu und auch treffe wieder mal gut mit meiner Säurekugel. Vier harte Treffer von Dolon schnell hinter einander sind auch für den falschen Moloch genug. Dieses Wesen bricht zusammen und bleibt nun endgültig liegen. Damit wäre das Thema erledigt. Wir halten uns groß nicht auf, sondern rücken weiter vor. Ein Gang führt durch die Kaverne hinaus und endet schließlich an einer Tür.

Hinter der Tür befinden wir uns wieder im Freien unter einem Sternenhimmel. Ruinen ragen um uns herum auf, welche mit grün glimmenden Runen des Drakonischen Alphabets beschrieben sind. Irgendetwas sagt mir, dass wir am Ziel sind, denn der Boden beginnt zu beben und zwar im Takt von gigantischen Schritten. Etwas verdammt Großes kommt da zielstrebig auf uns zu.

Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #613 am: 14. Mai 2012, 15:47:37 »
15. Hammer 739 TZ Jahr des wankenden Minotaurus Schattenebene Im Zentrum von Kultumas Palast

Schon bald können wir eine riesige Gestalt ausmachen, die grob Humanoid ist. Das Ding ist über zehn Schritt groß, eher noch größer. Seine Arme sind riesig und mit gewaltigen Muskeln bepackt. Sie laufen in gewaltige Krallen aus. Irgendwie erinnert er mich von Proportionen eher an einen riesigen Gorilla. Sein Kopf ist Kugelrund und sein Mund ist nicht mehr als ein Strich. Seine Augen glühen grün und mustern uns äußerst finster.

"Ihr seid die ersten, die es bis hier her geschafft haben. Einst wurde ich hier erschaffen und ihr werdet hier sterben!"
"Wenn ich für jede Todesdrohung eine Goldmünze bekommen würde, ich wäre ein verdammt wohlhabende Frau!" meine ich dazu. "Aber he, das bin ich ja schon!" füge ich noch mit einem breiten Grinsen hinzu. Wobei diese riesigen Proportionen mir doch einen gehörigen Respekt vor diesem Gegner abringen.
"Für jeden kommt einmal die Zeit."
"Sicher, heute bist du dran. Eines Tages werde ich an jemanden geraten, der besser als ich bin. Aber auf dieser Ebene gibt es nicht mehr viele, die es momentan mit mir aufnehmen können", erwidere ich Selbstbewusst und meiner inneren Stärke sicher.
"Hochmut kommt vor dem Fall."
"Ehrlichkeit währt am längsten", kontere ich und der Kampf kann beginnen.
"Ihr habt zwanzig Herzschläge, um Euch auf Euren Tod vorzubereiten." Diese Zeit nutzen wir natürlich und ich ziehe ein neues Schild, beschwöre einen Erdelementar und einen Sphäre aus Säure hoch. Kultuma formt aus Schatten eine gigantische Keule. Der Kampf kann beginnen.

"Flammenschlag!" ruft die Arkane Bogenschützin und beschwört göttliches Feuer vom Himmel.
"Zorn der Gerechten für alle, die Tempus folgen!" meint Dolon. Harun bewegt sich nur etwas unspektakulär. Mein großes Erdelementar stampft auf Kultuma zu und versucht ihn zu schlagen, was aber an der massiven Panzerung abprallt. Ich beschwöre eine weitere Säurekugel und werfe sie auf den Giganten. Der macht eine umfassende Geste und spitze Steine brechen aus dem Boden. Ich kann gerade so noch hochspringen und ausweichen. Die anderen schaffen das nicht so gut. Unser Barbar stürmt mal wieder vor und haut den gewaltigen Koloss.

Lia gehen nun die mächtigen Zauber aus und haut dem Riesen einen Feuerball um die Ohren. "Tempus!" Dolon rennt gegen den Giganten an und sein Schwert sprüht funken, als es von dessen harter Haut einfach abprallt. Harun stellt sich etwas geschickter an, aber viel scheint nicht durch zu kommen. "Mächtiger Feuerball! Explodiere jetzt!" Ich forme in meiner Hand eine glühende Kugel aus Feuer und werfe sie ziemlich weit hoch und sie explodiert auf dessen Kopf. Ha, dass hat gesessen. Mein Elementar lässt seine mächtigen Fäuste wirbeln und hinterlassen sogar ein paar oberflächliche Wunden auf der massiven Haut des riesigen Monsters.

Kultuma in seiner wahren Gestalt schnappt sich Druss und quetscht ihn ein wenig. Der Barbar wehrt sich erfolgreich gegen den Klammergriff und kann sich befreien. Mit einem harten Rums schlägt er auf den harten Boden auf. Unsere Elfe probiert mal eine Schallkugel ein, die schon fast beinahe abprallt, so uneffektiv ist diese. Verdammnis! Unser Opponent ist formidabel geschützt. Viel bleibt da nicht mehr übrig, mit dem wir da noch kontern können. Dolon gelingen nun zwei Treffer, die aber nicht viel bewirken. Das wird noch ein langer Kampf werden. Der Templer dagegen läuft zur Höchstform auf und trifft den Giganten mehrmals hart. Ich steuere eine weitere Kugel, diesmal von einer meiner Schriftrollen abgelesen, bei. Allerdings hinterlässt auch die nur einen oberflächlichen Eindruck. Dagegen hüpft Kultuma kurz hoch und begräbt unter seinen gewaltigen Füßen unsere Nahkämpfer, die sich vergebens gegen die zermalmenden Kräfte zu wehren versuchen. Finsterste Verdammnis!

Lia schnappt sich ihren Bogen und immerhin treffen sechs ihrer vier Pfeile. Nicht schlecht! Ich ziehe die nächste Rolle und schlage einen ordentlichen Krater in die Oberfläche des Titans. Geht doch! Während der Koloss allein durch sein Gewicht die Männer unter ihm zermalmt, nimmt er mich in seine große Pranke, quetscht mich kurz und wirft mich dann auf Lia, die sich geistesgegenwärtig duckt und ich krache hinter ihr auf die Erde. Autsch! Das hat jetzt richtig weh getan. Ich spucke Blut und Erde aus und wälze mich mühsam zurück auf die Beine. Da ist mehr als nur eine Rippe gebrochen. Den Männern gelingt es nun mit einem koordinierten Befreiungsversuch sich unter dem Koloss hervor zu winden. Puh!

Lia lässt einen Hagel von Pfeilen los, von denen wieder die meisten treffen. Eine weitere Säurekugel kommt angeflogen und trifft. Mein Elementar bewirkt nicht wirklich etwas. Aber Kultuma schnappt ihn sich, quetscht ihn in die Form einer Kugel und meint wohl, wir wären Kegel. Denn der Koloss wirft die Elementarkugel auf uns und wir werden wortwörtlich überrollt und geplättet. Aua! Die Elfe rappelt sich auf und erledigt Kultuma mit einer weiteren Salve von Pfeilen.

"Ich bin noch nie besiegt worden. Schade, dass es gerade jetzt ist, wo mein Meister zum Gott wird. Hier habt Ihr gesiegt, aber doch verloren."
"Irrtum! Wir sind nicht nur hier, sondern auch im Hafen und in der Burg des Landgrafen! Eure Niederlage ist vollkommen!"
"Hä? Wenigstens wurde ich von Wesen besiegt, die wenigstens etwas hinterhältig sind!" dann bricht er tot zusammen. Wir haben gesiegt, aber ich fühle mich ziemlich platt. Die Umgebung verblasst und wir sind wieder in der Sternwarte des Kollegiates. Die Leiche eines mächtigen Drachen liegt hier. Auf einer Empore ist ein mit vielen Symbolen gesicherter Sarg zu sehen. Da drin muss sich Morgenrufer Vhor'tal befinden, welcher das Licht von Ellistriel in sich trägt. Während Dolon uns alle etwas heilt, entschärfe ich die Fallen und öffne den Sarg. Darin befindet sich ein schrecklich gealterter Vhor'tal, der anfangs gar nicht glauben mag, dass wir es wirklich sind und nicht eine von Kultumas grausamen Spielereien. Wir teleportieren zum Versteck der ungesehenen Seher und Karn bringt den Morgenrufer umgehend zur Burg des Landgrafen, wo unsere ersten Inkarnationen hoffentlich schon den Weg frei geräumt haben. Wir warten noch eine Viertelstunde, dann ist unsere Zeit um. Ob unsere anderen Ichs genau so erfolgreich wie wir waren?

Gespielt am 14.01.2012
Spielleiter: Stefan
SC: Kaira 21 (Schurke 4/ Seher 2/ Unseen Seer 4/ Arkaner Trickser 11)
Druss 20 (Barbar 16/Psioniker 2/Ilthidentöter 2)
Dolon 19 (Kleriker 9/Kriegspriester 10)
Harun 19 (Krieger 6/ Gesegneter Templer 10/ Gotteskrieger 3)
Lia 19 (Waldläufer 5/ Kriegsmagier 6/Arkaner Bogenschütze 2/Mystischer Ritter 6)
EP: Stufe 19 4860, Stufe 20 4340 Stufe 21 3730
Kaira 75, Druss 225, Dolon 225 Harun 75, Lia 150
Überwundene Gegner
Kultuma in drei Inkarnationen
4 Schattenmobs
1 falscher Moloch
1 Schattendrache
Beute
1 Schwert von Kultuma
« Letzte Änderung: 14. Mai 2012, 15:57:53 von Nakago »

Nakago

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Der Test der Zeit
« Antwort #614 am: 17. Mai 2012, 14:55:07 »
Kapitel 17
Finale!

15. Hammer 739 TZ Jahr des wankenden Minotaurus Chondathan

Wir bilden einen Teleportationskreis und teleportieren zum Versteck der ungesehenen Seher, um zu erfahren, wo Moloch sein Ritual des Aufstieges vollenden wird. Karn weiß zu berichten, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit das Ritual in der Burg des Landgrafen stattfinden wird. Nun gut, mein ehemaliger Vorgesetzter teleportiert uns vor dem Eingangsbereich der Pfennigfeste, noch im Bereich des verlassenen Adelsviertels. In der Unterstadt rotten sich gerade die Piraten zur Schlacht zusammen. Dort unten sind auch wir gerade, ein seltsamer Gedanke, um unsere Truppen zum Sieg zu führen und vier Piratenkapitäne zu töten. Während andere Inkarnationen sich gerade Kultuma vorknöpfen. Hoffentlich können sie das Licht von Ellistriel befreien, sonst sehen wir gegen Moloch alt aus.

Vorsichtig rücken wir nun auf die Pfennigfeste vor. Lia schlägt vor, über die Kanalisation in die Feste einzudringen. Halte ich für Zeitverschwendung. Wir werden wahrscheinlich schon erwartet, so oder so. Also huschen wir weiter Oberirdisch auf den offen stehenden Eingangsbereich vor. Die Tore sind offen, die Gatter oben und es sind keine Wachen zu sehen. Schon beinahe zu einfach. Wir gehen durch das Tor und erreichen unbehelligt den Zwinger, wo wir von hohen mit Schießscharten bewehrten Mauern stehen. Ein Amizu tritt uns in den Weg. Diese pummeligen Teufel waren noch nie eine Herausforderung für uns.

"Wir sind auf Befehl Molochs hier, um seiner Erhebung zum Gott beizuwohnen", bluffe ich frech. Der Amizu geht auf mein Spiel ein und meint, wir sollten uns beim Haushofmeister Xothol melden. Wir passieren und ich denke, der Amizu hat uns nur durchgelassen, weil er keine Konfrontation mit uns wollte, nicht weil er meinen Bluff geschluckt hat. Mit einem infernalischen Krachen explodiert das geschlossene Tor am Ende des Zwinger uns eine gewaltige humanoide Kriegsmaschine tritt uns entgegen. Von einer der Zinnen verhöhnt uns der Amizu, "Ihr habt doch nicht wirklich geglaubt, dass ihr hier so einfach herein kommt?"

"Nein, nicht wirklich!" gebe ich etwas zerknirscht zu. Wieder mal fluche ich innerlich, dass ich eher mit Untoten Kreaturen gerechnet habe und nicht mit Konstrukten. So zentriere ich dem Koloss eine Säurekugel in den gepanzerten Wanst. Da die Kreatur eine unnatürliche eisige Kälte ausstrahlt, schützt die Elfe uns freundlicherweise mit einem Feuerschild, dass einen besser Kälteangriffen ausweichen lässt. Dolon spendiert uns eine Hast, Druss schützt sich etwas und Harun greift die Höllenmaschine mit seinem Sprungangriff an und haut sogar eine kleine Kerbe in die äußerst massive Außenpanzerung rein. Also ob dieser Kriegskoloss nicht schon genug Ärger für uns wäre, stürmen Schattenartige Abishai von den Zinnen, vereinen sich zu einem Mob und greifen uns an. Autsch! Eine gewaltige Kältewelle brandet über uns hinweg und verletzt besonders Harun schwer.

Ich befreite mich aus diesem ekligen Gewusel und jage dem riesigen Ding gleich zwei Säurekugeln schnell hintereinander in die Panzerung. Lia tut es mir gleich, trifft aber etwas besser. Der Kriegspriester schlägt voller Enthusiasmus auf die Maschine ein und trotz seines Schlaghagels wird er nur mit hübschen Funken belohnt. Druss dagegen zeigt Dolon, wie man das richtig macht und schlägt große Stücke der Panzerung heraus, die schon von unseren Säurekugeln geschwächt wurde. Der Koloss bricht unter den Wucht der Schlägen ein und eine weitere Welle des eisigen Hauches weht über uns hinweg. Templer Harun bleibt Stocksteif gefroren stehen und ist offensichtlich tot. Verdammnis!

Dem Schwarm macht die höllische Kälte nichts aus und kämpft fröhlich weiter. Ich versuche einen Blitzstrahl durchzujagen, aber die körperlosen Wesen weichen dem gekonnt aus. Die Elfe wirkt einen Dimensionsübergreifenden Zauber und erledigt einen Haufen von ihnen, die schließlich von Dolon endgültig zerstreut werden. Der Weg in die Burg des Landgrafen ist frei, aber wir stehen immer noch in der Kälte und sollten von hier verschwinden. Druss und Dolon zerren so an den festgefrorenen Harun herum, dass seine Beine abbrechen, währen Lia diese nun mit einem Schwall Flammender Hände loseist.

Wir machen, dass wir mit den Überresten des Templers der Kälte durch den Torbogen entkommen. Im nächsten Gang flammt auf einmal eine Energiewand um uns herum auf und sperrt uns ein. Na Toll. Der Magier, ein älterer Mann mit einem roten Kreis auf der Robe mustert uns finster, während die Decke anfängt, sich langsam nach unten zu bewegen. Wir haben etwa zwei Minuten, bis wir zerquetscht werden. Da der tote Harun zu viel wiegt, um ihn einfach so mitzunehmen, erweckt Dolon ihn wieder. Dann heilt er sich etwas hoch und wir bilden dann kurz bevor wir zerquetscht werden, einen Teleportationskreis und ich wirke ein Dimensionstor. Der Übergang ist äußerst zäh, wir kommen hinter dem Magier wieder heraus. Oder besser gesagt, bevor wir uns manifestieren können, reist uns ein mächtiger Energiewirbel einfach weg. Wir werden regelrecht ins Nichts gesogen. Verdammnis!

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