Autor Thema: Erste Erfahrungen  (Gelesen 1352 mal)

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Keldorn Areon

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Erste Erfahrungen
« am: 05. Dezember 2007, 12:52:21 »
Ich hab da mal nen paar Fragen zu Meiner Kampagne.
Um mal die Situation zu schildern. Ich bin das erste Mal Spielleiter, aber spiele schon mehrere Jahre DnD. Bis vor einem Jahr hat nen Kumpel den SL gemacht, doch der ist abgesprungen und nun mach ich das mal übergangsweise.
Naja und ich wills anders amchen als er.
1. Ich habe mir eine eigene Welt asugedacht.
2. Ich gebe Charaktere vor (will mal sehen, wie die Spieler reagieren, wenn ich das Vol, Die Klasse und das Wesen vorgebe. Mich reizt mal zu sehen, wie die das packen, wenn es Vorgaben gibt und die nicht einfach drauf los können.)

Die Welt in der das RP spielt, ist ein Vereister Kontinent, der Nur an vereinzelt besiedelt ist. Die Bedingungen sind so hart, dass die Spieler nicht einfach von einer Siedlung zur anderen reisen Können. Sie müssen auf eine Gelegenheit warten, oder sich Ausrüstung besorgen. Ein Großteil des Kontinents ist von Gnollen und Ogern, Orks und Ogern besiedelt. Die Spieler müssen zu einer Erzmiene gelangen, die von den Gnollen übernommen wurde, um dort Sklaven zu befreien. Nebenbei werden sie dann auf ein Artefakt  aufmerksam mit dem Namen "Flamme des Nordens" und müssen dann rausfinden was es damit auf sich hat.

Weiß auch noch nicht genau welche Fähigkeit ich dem Artefakt verleihe, oder welche Konkrete bedeutung es für den Kontinent einnehmen soll. Naja und nun frag ich mal nach eurer Meinung, ob die Story nen bissl was taugt, oder ob sowas schon zu abgegriffen ist. Was haltet ihr von dem ganzen Prinzip?

Terminsel

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Erste Erfahrungen
« Antwort #1 am: 05. Dezember 2007, 13:03:38 »
Also, den Spielern die Chars vorgeben? Ich weiss nicht so recht... Ich kann verstehen, wenn du die vier wichtigen Slots ausgefüllt haben willst: Kämper, Schurke, Magier, Kleriker. (Wobie ich nicht meine, dass einer dieser Slots genau von einer dieser Klassen belegt wird. Gibt auch genug andere Klassen, die ähnliche Fähigkeiten haben) Aber gleich zu sagen, "Willi, du spielst 'nen Barbaren," und Willi will lieber einen Magier spielen halte ich nicht für richtig, es sei denn du hast das mit deinen Spielern abgesprochen und die haben alle nichts dagegen.

Wenn es dir um die vier oben genannten Slots geht, dann kannst du das ja so bestimmen, aber lass die Spieler sich auf jeden Fall vorher absprechen. Wenn sie sich nicht einigen können, lass sie würfeln.

Bei der Gesinnung kann ich das noch irgendwie verstehen. Das du keine Lust hast, LG mit CE zusammenzuführen ist, denke ich, nachvollziehbar. (Und ich sage hiermit NICHT, dass es unmöglich wäre!)
Ein mal SL, immer SL. Wie stelle ich es ab, meinen neuen SL ständig zu korrigieren?

Hunter

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    • Savage Tide
Erste Erfahrungen
« Antwort #2 am: 05. Dezember 2007, 13:06:48 »
Die Welt an sich finde ich interessant.
Aber ich bewundere deine Spieler: Wissen sie schon von ihrem "Glück", dass du ihnen die Charaktere vorfertigst?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Spieler mit diesen Charakteren einfach nicht identifizerien können, wenn sie sie denn überhaupt annehmen. Ich würde ihnen wirklich eigene Charaktere erlauben.
Wenn ich daran denke, dass sich sogar in meinen Anfängerrunden alle darum prügeln selbst einen Chara zu bauen, kann ich mir nicht vorstellen, dass es bei einer bereits etwas erfahreneren Gruppe anders ist...

EDIT: Zu langsam...
Stopper der Grausamen Flut, Töter des Erben des Feuers, Vernichter der Kadaverkrone und Erlöser des Fluchs des Purpurthrons.

Darastin

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Erste Erfahrungen
« Antwort #3 am: 05. Dezember 2007, 13:08:08 »
Vorgefertigte Charaktere kann man machen, sollte dann aber genug Raum zum wählen lassen. Vielleicht auch ein oder zwei Charaktere mehr als es Spieler gibt damit nicht der Letzte in die Röhre gucken muß und man noch ein wenig nach persönlicher Vorliebe auswählen kann.

Bis bald;
Darastin
Darastins Grundregeln des Rollenspiels:
1. Sei kein Arschloch!  2. Spiele nicht mit Idioten!  3. Redet miteinander!

Keldorn Areon

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Erste Erfahrungen
« Antwort #4 am: 05. Dezember 2007, 14:43:54 »
Hmm ja ich hab mir auch lange genug Gedanken gemacht darüber...ich dachte eigentlich an auswürfeln..aber einigen istc auch ne Maßname. Die Spieler sollen versuchen sich mit den CHarakteren auseinander zu setzen..willnur mal testen ob die drauf anspringen, oder ob es garnicht geht...denn so konnte ich jeden charakter schon von vorne herein in die Story einbringen. So hat jeder ein anderes Ziel bei der selben Aufgabe und die Spieler müssen versuchen miteinander klarzukommen trotz unterschiedlicher Gesinnungen, da alle aufeinander angewiesen sind und das auch merken werden beim spielen ;)...aber ich stimme euch zu, dass der Versuch derbe nach hinten losgehn kann...
Noch kann ich dazu sagen, dass ich ich ncht immer diese Stereotypen von Helden sehen wollte. Jeder 2te will nen Waldi oder Krieger und die andern wollen Klassen wie nen Nekromanten. Hab auch schon RPs gehabt, wo dann 3 Waldis 2 Nekros und ein Schurke dabei war. Das war irgendwie nen Schuss in den Ofen, da kein Gruppendenken da war. Will mal gucken, ob sich das dann ändert, wenn ich ein paar der Freiheiten einschränke. (ist echt nur nen Versuch...)

Terminsel

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Erste Erfahrungen
« Antwort #5 am: 05. Dezember 2007, 15:08:43 »
Na ja, Versuch macht kluch, wie man so schön sagt...  :wink:
Ein mal SL, immer SL. Wie stelle ich es ab, meinen neuen SL ständig zu korrigieren?

Shogun

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Erste Erfahrungen
« Antwort #6 am: 05. Dezember 2007, 22:40:07 »
Also, wenn du es mit deinen Spielern absprichst, spricht doch nichts dagegen, oder? Aber aufdrängen würde ich es ihnen nicht, also müssen sie sich schon freiwillig auf dein Experiment einlassen.

Goldmund G

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Erste Erfahrungen
« Antwort #7 am: 06. Dezember 2007, 03:46:49 »
Die beste Möglichkeit um schnell Gruppendenken zu erreichen ist schlicht und einfach Druck. Die nette Eiswelt, die Du Dir hast einfallen lassen bietet hierfür einen guten Rahmen.

Aus eigenen Erfahrungen rate ich Dir von vorgefertigten Charakteren für Deine Spieler ab. Spieler möchten in der Regel eigene Charaktere. Um die unterschiedlichen Rollen und damit verbundenen Aufgaben (Tank, Heiler, Skilluser, Artillerie,...) füllen zu können, bietet sich an, den Spieler hier Vorgaben zu machen. Diese können abgesprochen, gewählt, gelost... werden.

Besonders bietet sich die Beachtung der Hintergrundgeschichte für Deine Problemstellung an. Daher solltest Du Deine Spieler danach fragen bzw. diese gemeinsam mit dem/den Spielern entwickeln. Denn gerade in der Vergangenheit liegen oft Auslöser für zukünftige Ereignisse. Und Kindheit prägt einen Charakter eben.

Die Weltgeschichte gibt ausreichend Material her. Über Abgegriffenheit musst Du Dir eigentlich keine Sorgen machen. Es ist immer die Jungfrau in Not, das Ende der Welt, Gut gegen Böse...

Du hast das Artefakt erwähnt. Vielleicht hat es feurige Fähigkeiten? So ließe sich etwas Wärme in die Eiswelt bringen. Aber da das Eis schmilzt, steigt der Meeresspiegel: der Untergang der Welt droht. Die Spieler müssen nun ihre eigene Heldentat rückgängig machen. Naja nur so ein Gedanke.

Keldorn Areon

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Erste Erfahrungen
« Antwort #8 am: 06. Dezember 2007, 08:00:36 »
Naja also die Spiler wissen beschied, dass ich die Charaktere erstmal vorgebe. Werden wohl auswürfeln, wer welchen bekommt. Naja und wenn es garnicht klappt, dann müssen die doch welche selber machen...dann muss ich n bissl improvisieren ;) .
Mein Glück ist, dass dieses Mal fast nur Anfänger dabei sind.

Ich denke, dass ich dem Artefakt eine wichtige Bedeutung für das Wettergefüge der Welt zuschreibe, aber auf der anderen Seite soll es auch eine Mächtige Waffe sein, damit Feinde auch einen Grund haben anch dem Ding zu suchen und das nicht nur haben wollen, um das Wettergefüge zu stören.

Eigentlich wollte ich den bösen Magier mit Weltherschaftsplänen einbringen, aber ich glaub dss ist nen bisschen abgegriffen. Dachte nun an nen dunklen Paladin oder irgendwas in der Richtung.

Scardon

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Erste Erfahrungen
« Antwort #9 am: 06. Dezember 2007, 09:12:10 »
Die Paladinidee könnte man ja noch folgendermaßen ausbauen:

Vor einigen Jahrhunderten war die Welt noch nicht von Eis bedeckt. Durch irgendein Ereignis, das mit dem Artefakt zu tun haben könnte, wurde es aber allmählich kälter und so entstand die Welt, wie sie jetzt ist. Wird das Artefakt nun wieder benutzt, verändert sich das Klima dramatisch. Es wird wärmer, das Eis schmilzt und der gesamte Kontinent wird überschwemmt.

Natürlich hat auch der Klimawandel vor Urzeiten negative Auswirkungen auf die Bewohner der Welt gehabt. Die Ernten blieben aus, Menschen starben vor Kälte etc. Das hat die Orks, Oger und sonstigen bösen Humanoiden auf den Plan gerufen, die ihre Chance gewittert haben und seither die Menschen terrorisieren.

Eine Gruppe von Anhängern des Sonnengottes, die irgendwo im Süden leben, wo es nicht ganz so unangenehm ist wie weiter nördlich, möchte nun den Versuch unternehmen, das Artefakt zu bergen und so das Klima wieder auf den alten Stand zu bringen. Von den negativen Auswirkungen wissen sie allerdings nichts. Sie schicken also den Paladin los, der das Artefakt besorgen soll.

So haben die SC einen Gegenspieler, der eigentlich guter Natur ist und die Welt vor Leid beschützen will. Interessant wird es dann natürlich, wenn einer der Spieler den Paladin als SC übernimmt. ;)
(Wobei das natürlich auch böse gruppeninterne Folgen haben könnte.)

Ethelbeorn

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Erste Erfahrungen
« Antwort #10 am: 06. Dezember 2007, 20:09:13 »
Was bei mir gut geklappt hat: Den Spielern das Setting und Die Ausgangsposition sagen (z.B. verschneites "Vinkingerdorf") und ihnen die Freiheit lassen, unter diesem Ausgangspunkt die SC zu entwickeln und die Wahl zu begründen.

Ich hab zwar jetzt drei "Schurken", nen Kämpfer und nen Druiden, aber die halten alle fest zusammen und sind leicht zu motivieren.
78% of DM's started their first campaign in a tavern. If you're one of the 22% that didn't, copy and paste this into your signature.

Keldorn Areon

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Erste Erfahrungen
« Antwort #11 am: 09. Dezember 2007, 14:33:16 »
Hab das gestenr ausprobiert bei der Guppe :) . Muss sagen, dass ich positiv überrascht bin. Die haben die Chars gut aufgenommen und verkörpert. Von den 4 Leuten war nur eine unzufrieden, aber die geht generell nicht so aus sich raus...denke einfach, dass die ne zeit brauch um warm zu werden. Werde das bei Gelegenheit bestimmt mal wieder amchen, aber die nächste Kampagne ham die mal als Gegensatz freie Wahl, aber erstmal diese Kampagne zuende Spielen.
Kann aber jedem mal empfehlen auszuprobieren wieviele Freiheiten sich die Spieler nehmen lassen, ohne zu meckern. Bei mir hats ganz gut geklappt. ;)
Aber thx für die Tips