Autor Thema: Der Fall Blingdensteins  (Gelesen 5788 mal)

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Der Fall Blingdensteins
« Antwort #15 am: 03. Mai 2004, 21:27:48 »
 Seid gegrüßt!

Blindingsteins Invasion kann Bücher füllen. Also: es gibt noch viel zu tun!

Mögen die Winde euch in wärmere Gefilde tragen.

fuxx

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Der Fall Blingdensteins
« Antwort #16 am: 04. Mai 2004, 08:48:34 »
 Hab gerade noch nachträglich einen Spoiler meinem letzten Update hinzugefügt.

fuxx

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Der Fall Blingdensteins
« Antwort #17 am: 11. Mai 2004, 19:28:55 »
 Es dauert nicht lange bis Jhaela, immer noch unsichtbar und lautlos, zu ihren wartenden Brüdern und dem Söldner Bregan D’aerthes zurückkehrt. Das mit dem Stille Zauber belegte Steinchen legt sie für den Moment etwas abseits ab, um ungehindert sprechen zu können. Mit flüsternder Stimme erzählt sie den anderen was sie, natürlich unbeobachtet, gesehen hat. Sie findet, dass dieses primitive Koboldvolk mehr als ein Sklavendasein nicht verdient hat und beschliesst den unverzüglichen Angriff. Darauf hoffend sie kann noch Vorteil aus dem bald endenden Unsichtbarkeitszauber ziehen nähert sich die Gruppe, im Schutz des Stille Zaubers, den nichtsahnenden Kobolden. Die Jhaela, durch Lolths gewährte Macht, treu ergebenen Spinnen bewegen sich dabei an der Spitze der Gruppenformation. Geschickt und sehr graziös krabbeln sie in ihrem natürlichen Terrain voran. Auf  Jhaelas mentalem Befehl klettern die beiden sanft zur gewölbten Decke und gehen anschliessend über den Köpfen der Kobold-Jäger in Angriffstellung. Lautlos seilen sie sich ein Stück ab bevor ein Netz aus klebrigen Fäden auf zwei der insgesamt sechs reptilienähnlichen Wesen zuschiesst und diese auf der Stelle verstrickt. Allerdings scheinen die Kobolde Angriffe von Spinnengetier gewöhnt zu sein und deswegen setzen sie sich mutig und selbstbewusst gegen diese „zusätzliche“ Mahlzeit zur Wehr. Allerdings bricht schlagartig Panik aus, als auf einmal eine Horde Dunkelelfen um die Ecke biegt und sie mit Handarmbrüsten und Bögen unter Beschuss nimmt. Die Hälfte stirbt auf der Stelle im tödlichen Pfeilhagel, aber Zweien gelingt kreischend die vorläufige Flucht in ein abzweigendes Tunnelsystem.

Bevor die Charaktere allerdings die Flüchtlinge abfangen können, hört man deutliche Bell- und Fieplaute, welche eindeutig als Antwort auf das panische Koboldgeschrei folgen. Jetzt erst realisiert die Gruppe, dass sie schleunigst was unternehmen sollten, damit ein evtl. Grossalarm vermieden werden kann. Doch die fliehenden Kobolde sind verdammt schnell für ihre Grösse (Run Feat halt) und die Gruppe versucht sie vergeblich einzuholen. Kurz bevor man mit dem Gedanken spielt die Verfolgung einzustellen, stolpern die Charaktere in einen etwas breiteren Gang, in welchem insgesamt vierzehn Kobolde nur auf deren Kommen gewartet haben. Nun dreht sich der Spiess um. Diszipliniert haben sie sich in zwei Reihen aufgestellt und schleudern Wurfspeere nach den Charakteren, wovon der eine oder andere auch tatsächlich trifft und kleine, nicht zu unterschätzende, Stichwunden hinterlässt. Hinter den beiden Reihen erkennt man auch den vermeintlichen Grund für das militärische Verhalten der, doch sonst so oft chaotischen, Kobolde. Es ist ein weiterer Kobold, der eine orangefarbige Chitinpanzerung trägt, welche offensichtlich von einem (selbst)erlegten Riesenskorpion gefertigt wurde. Seine Schuppen sind rostfarben mit schwarzen Flecken. Er hat etliche kleinere Verletzungen und Narben, wobei viele von Peitschenhieben stammen könnten. Darüber hinaus trägt er ein Brandzeichen auf seinem rechten Arm, welches Jhaela als das Symbol des zweiten Hauses, die Familie Del’Armgo, identifiziert. Alles deutet darauf hin, dass dieser Kobold einst ein Sklave in Menzoberranzan gewesen sein muss, welchem es gelang zu fliehen. Um seinen Schwanz trägt er einen Eisenring, der mit Dornen besetzt ist, und zu allem Überdruss ist er mit einem meisterhaften Kurzschwert bewaffnet, welches er vermutlich bei seiner Flucht gestohlen hat. Von hinten stachelt er die anderen zu einem verbitterten Kampf an. Doch bevor die Kobolde ein weiteres Mal zum Werfen bzw. Angriff kommen, aktiviert Jhaela die magische Energie ihrer Handarmbrust. Ein schimmrig weisser Bolzen taucht plötzlich im Lauf der Fernkampfwaffe auf und schiesst mit rasender Geschwindigkeit auf die Koboldformation zu. Einen Augenblick später explodiert das Geschoss in der Luft und ein grosses, spinnenartiges Netz breitet sich über den Koboldköpfen aus. Die Situation ausnutzend metzeln Solace und Merindi die komplette erste Reihe der verstrickten Kreaturen, mit gezielten Stichen und mächtigen Hieben, nieder. Ein Feuer entfacht weiter hinten im Netz und als dieses alle Fäden und Stränge verbrannt hat, sind alle Kobolde getötet. Alle ausser einem - vom vermeintlichen Anführer fehlt jede Spur. Dieser konnte anscheinend entkommen, denn schon bald hört man das Läuten einer entfernten Glocke….

Pestbeule (Gastmodus)

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Der Fall Blingdensteins
« Antwort #18 am: 11. Mai 2004, 19:58:41 »
 Liest sich sehr gut, toll was du aus meinem Gerüst gemacht hast  :)

Coole Ideen auf jeden Fall, das der eine Kobold ein entflohener Gefangener war! Hast du meine Werte benutzt oder ihn noch aufgemotzt?

fuxx

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Der Fall Blingdensteins
« Antwort #19 am: 11. Mai 2004, 20:08:08 »
 @Pestbeule: Gute Frage. Ich glaube nicht. Kobold Fighter Level 5 halt.

By the way: Haben letzten Sonntag die "Kampagne" beendet. Bis jetzt sind schätzungsweise 25-30% in dieser Story Hour verschriftlicht worden.

Kaio

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Der Fall Blingdensteins
« Antwort #20 am: 13. Mai 2004, 02:55:38 »
 Sehr geil!!! Meeeeeeeehr!  
Ich glaub ich muss auch mal ne Drow Story Hour spielen. Wie macht ihr das mit dem ständigen Misstrauen und Intrigenspiel unter Drow? So wirkliche Gruppenzugehörigkeitsgefühle dürften da doch eigentlich rassenbrdingt nicht aufkommen? Kommt das rollenspielerisch rüber?  :ph34r:

hochachtungsvoll
Kaio

Alatariel

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Der Fall Blingdensteins
« Antwort #21 am: 13. Mai 2004, 06:52:35 »
 Lesen!
Da ist eine Lolth-Priesterin in der Gruppe. Rate mal wer das Sagen hat  ;)

Edit: Böses Fehlerteufelchen.  :)  
Verstand ist die am gerechtesten verteilte Sache der Welt. Jeder glaubt, er hätte genug davon.

fuxx

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Der Fall Blingdensteins
« Antwort #22 am: 13. Mai 2004, 10:27:21 »
 @Kaio
So siehts aus. Die Priesterin hat das letzte Wort. Gruppenzugehörigkeit entsteht nur vor dem Gesichtspunkt von Furcht, denn man hat Angst grausam bestraft zu werden, wenn man in seinem, von oben befohlenen, Auftrag scheitert oder abweicht. Von daher sehen die Magier z.B. davon ab sich gegenseitig zu ermeucheln, denn sie wissen, dass durch den fehlenden Mann ihr Auftrag schwerer, wenn nicht unschaffbar wird.
Spieltechnisch kann ich mich eigentlich nicht beschweren, kommt alles angemessen rüber, vielleicht nicht perfekt, aber naja.  

fuxx

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Der Fall Blingdensteins
« Antwort #23 am: 14. Mai 2004, 19:58:57 »
 Alarm! Was nun? Der Gruppe bleibt keine Zeit zum Nachdenken. Doch sie zögert und darum wird sie aus allen Richtungen von dutzenden Kobolden förmlich überrannt. Effizient setzt man sich zur Wehr, doch die Übermacht ist einfach zu gross und schon bald muss man einsehen, dass ein Kampf gegen die zahlenmässig überlegenen Kobolde aussichtslos und nicht mehr sinnvoll ist. Gut und gerne vierzig bis fünfzig Kobold-Kämpfer in Lederrüstungen haben sich, mit Speeren bewaffnet, um die Charaktere geschart. Kurz darauf jedoch knien die Kobolde ruckartig nieder und richten ihren Blick zum Boden, denn von hinten scheint sich offenbar etwas zu nähern, vor dem die Kobolde entweder mächtig Angst oder gehörigen Respekt haben.

Es ist eine weibliche, koboldähnliche Gestalt, welche in etwa dieselbe Grösse der Charaktere aufweist. Ihre Krallen und Hörner sind wesentlich ausgeprägter als es für einen normalen Kobold üblich ist. Unter ihren Armen spannt sich eine dünne Membran (welche denen bei Flugechsen ähneln), was ein Anzeichen von missgebildeten Flügeln ist, die sich wohl nie richtig entwickelt haben. Nichtsdestotrotz fliesst offenbar Drachenblut in ihren Adern! Neben ihr stolziert der, aus Menzoberranzan geflohene, Kobold-Lieutnant, auf wessen Schnauze sich ein breites und überhebliches Grinsen abzeichnet. Seine Augen glühen rot vor Hass. Sofort beginnt dieser unterwürfig mit dem scheinbaren Halb-Drachen zu diskutieren. Zwar ist Mereas mit der drakonischen Sprache vertraut, aber da es sich hier um einen seltsamen Dialekt handelt, kann er nur einige Wortfetzen aus dem Gespräch aufschnappen. Es deutet alles darauf hin, dass der Lieutnant, sein Name ist übrigens Shagrak, die Gruppe tot sehen will. Massiv versucht er die Stammesführerin, Ugluk, von seinem Vorhaben zu überzeugen. Allerdings scheint diese skeptisch und auch der Hinweis, dass die Charaktere mehrere ihrer Untertanen abgeschlachtet hätten, überzeugt sie nicht.

Letztendlich wendet sich die Stammesführerin in einem gebrochenen Undercommon an die Charaktere. Sie verspricht die Gruppe ziehen zu lassen, verlangt aber als Gegenleistung nach einigen Informationen. Um ihre Glaubwürdigkeit zu untermauern ist sie bereit einen Grossteil ihrer Krieger fortzuschicken. Ihren Worten folgen sogleich Taten und alle Krieger ziehen ab, ausser Shagrak, dem Lieutnant, und vier weiteren, besonders zäh wirkenden Kobolde. Sie schlägt vor, dass man sich an einen neutralen Ort begibt, um dort in aller Ruhe über einige Dinge zu plaudern. Zunächst ist die Gruppe unschlüssig, aber Ugluk beteuert sie werde den Charakteren etwas Interessantes zeigen. Dabei kann sie sich ein Lächeln nicht verkneifen. Als schliesslich das Schlagwort „Svirfneblin“ fällt, willigt die Gruppe, dennoch misstrauisch, ein.

Neugierig folgt man den Kobolden. Ugluk geht mit Shagrak voran, danach folgen die Charaktere, während die restlichen vier Stammeskrieger die Nachhut bilden. Gemeinsam betritt man einen schmalen Tunnel, der nach kurzer Zeit steil bergab fällt. Der Boden ist feucht und schon fast schlammig. Es scheint so, als gäbe es hier irgendwo grössere Wasservorkommen und ein gedämpftes Geräusch von sprudelnder Flüssigkeit bestätigt zusätzlich die Vermutung der Charaktere. Am Ende des abfallenden Tunnels ist eine T-Kreuzung. Man blickt auf ein seichtes Flussbett, etwa zehn Zentimeter tief.

Zur Rechten erblickt man, zum Erstaunen der Gruppe, einen massiven Staudamm. Solch eine meisterliche Konstruktion hätte man den primitiven Kobolden garnicht zugetraut. Dieser ist schätzungsweise fünf bis sechs Meter hoch und besitzt darüber hinaus an mehreren Stellen Luken (bzw. Fenster) aus Kupfer, die man von oben mechanisch öffnen kann, um dass Flussbett zu fluten. Vermutlich um den immensen Druck, der auf dem Damm liegt, zu lindern, ist eine Luke einen spaltbreit geöffnet und strahlförmig ergiesst sich schmutziges Wasser in das seichte Flussbett.

Zur Linken schaut man an gut zwanzig Meter hohen Felswänden empor. Oben spannt sich eine gut patroullierte Hängebrücke der Kobolde über die Schlucht, in welcher die Charaktere sich gerade befinden. Überall an der Brücke sind Seile mit Eimern befestigt, die man bei Bedarf ins Flussbett hinunter lassen kann.

Ungeduldig folgt die Gruppe der Anführerin der Kobolde, und zügig marschiert man unter der Brücke hindurch, während man dem Flussbett weiter folgt. Dabei quetscht man sich eng an den Wänden entlang, wo kaum Wasser im Vergleich zur Mitte ist, denn man möchte ungern nasse Füsse bekommen. Es dauert nicht lange als Ugluk und Shagrak sich zielstrebig auf einen weiteren, schmalen Tunneleingang zubewegen. Augenscheinlich wurden in diesem vor langer Zeit Schienen auf dem Boden verlegt und mehrere verrostete, mit Moos überwucherte Karren/Loren wurden vor dem Eingang abgestellt. Die Karren sind voll mit Picken und Werkzeugen, die eindeutig auf Minenwerkzeuge schliessen lassen. Sollten nicht die Svirfneblin in einer Art Mine arbeiten um Edelsteine und wertvolle Metalle zu schürfen? Aufmerksam folgt man den Kobolden weiter ins Ungewisse.

Schon bald beginnt der tunnelförmige, mit Schienen ausgestattete, Gang steil anzusteigen. In regelmässigen Abständen stützen morsch und durchnässt wirkende Holzbalken die niedrige Decke. Dennoch beginnt der matschige Boden allmählich wieder trockener und felsiger zu werden. Doch was ist das für ein abscheulicher Gestank? Ein kühler Luftzug weht einen leichten Verwesungsgeruch in die feinen Geruchsorgane der Charaktere. Ein Luftzug? Im Unterreich? Ein Indiz dafür, dass ein Ausgang zur Oberfläche nicht weit entfernt sein kann. Doch dies realisiert die Gruppe erst später. Der Tunnel mündet schliesslich in eine grosse, natürliche Höhle in deren Mitte eine grosse, mit Wasser gefüllte, Spalte klafft. Die Schienen teilen sich auf und verlaufen links und rechts an der unheimlichen Spalte vorbei und enden schliesslich in zwei weiteren Tunnelsystemen. Überall glitzern offenliegende Kupferadern an den Wänden, doch geschürft wird hier offensichtlich schon seit einem längeren Zeitraum nicht mehr. Warum? Und was hat das ganze mit den Svirfneblin zu tun? Wurden diese vielleicht hier von den Kobolden getötet? Dies würde auch den Verwesungsgeruch erklären. Fragen über Fragen und gerade als man Ugluk zum Antworten auffordert…

…vernimmt man plötzlich ein tiefes Grollen gefolgt von mehreren, dicht folgenden, ohrenbetäubenden Schreien, welche den Boden erzittern lassen. Schlagartig verfallen die Kobolde in einen panikähnlichen Zustand und versuchen in sehr schmalen, gut getarnten, Nischen und Tunnel zu entkommen. Ugluk dreht sich indes zu den Charakteren um. Sie hat ein schadenfrohes Grinsen aufgelegt und bevor die Gruppe reagieren kann, spricht sie eine knappe magische Formel und löst sich im selben Augenblick in Luft auf (Dimensionstür rockt). Aus verschiedenen Stellen hinter den Wänden vernimmt man lautstarkes Kichern. Im selben Moment nehmen die Charaktere das Rauschen von unglaubigen Mengen freigesetzten Wassers wahr – der Staudamm wurde geöffnet und schneidet ihnen somit die einzige Fluchtmöglichkeit ab. Die nischenförmigen Tunnel, durch welche die feigen Kobolde geflüchtet sind, sind natürlich viel zu eng für die Charaktere. So bleibt ihnen nichts anderes übrig, als mutig die Waffen zu ziehen und dem Ungeheuer, welches hier offenbar haust, entgegen zu treten.

Das Grollen wird immer lauter und die Magiebegabten nutzen derweil die Zeit um einige Schutzzauber zu wirken. Einige spannen erwartungsvoll ihre Bögen oder legen einen Bolzen in den Lauf ihrer Handarmbrust. Ausserdem merkt man, dass das Wasser vom Staudamm keinesfalls in diesem Minenkomplex halt macht. Langsam aber stetig wird es mehr und überschwemmt die Höhle. Geschickt platziert man sich um die Spalte herum, während die Magier etwas abseits bleiben. Solace, der Söldner, kennt keine Furcht. Mit zwei hochglanzpolierten Kurzschwertern bewaffnet nähert er sich dem rechten Tunnel, aus welchem das Grollen zu kommen scheint. Kurz bevor er dort ankommt stürmt ein gewaltiges Ding aus dem Gang. In etwa sechs Meter ist es lang, ein dunkelbrauner unförmiger Wanst gespickt mit fünf Köpfen. Sabbernd zeigt das Monster seine gelblichen, scharfen Zähne und stürmt auf den Kämpfer zu. Fast wäre es der Bestie gelungen Solace in die Spalte zu schubsen, doch das Glück bleibt dem sympathischen Söldner hold, der im Gegenzug gewaltig mit seinen Klingen austeilt und diese dem Vieh zweimal in den weichen und schwabbeligen Bauch stösst. Fontänenartig spritzt warmes Blut aus den Stichwunden und das Biest heult auf. Dann folgen Salven von Pfeilen und Bolzen, welche sich tief in den Wanst bohren. Bei dieser enormen Grösse ist es auch kaum möglich vorbei zu schiessen. Roven wirft einen gleissenden Feuerstrahl auf die Hydra, doch die magische Hitze scheint dem Ungetüm nichts auszumachen. Schon bald folgt die Antwort des Monsters. Jeder Kopf speit ebenfalls einen flammenden Strahl auf verschiedene Charaktere, die ziemlich erschrocken wirken. Die meisten ducken sich geschwind doch hier und da bleiben hässliche Brandwunden zurück. Hasserfüllt lässt Merindi seinen Bogen fallen und zieht brüllend seinen Zweihänder, während er auf das Monster zustürmt. Die Hydra versucht die Gelegenheit zu nutzen und den Kämpfer zu Fall zu bringen, doch Merindi weicht graziös aus. Kraftvoll schlägt er zu und trennt dem Vieh einen Kopf ab. Wieder spritzt Blut aus dem kopflosen Hals, doch schon bald verhindert ein seltsamer Reflex weiteren Blutverlust. Mereas ist derweil damit beschäftigt sich magisch zu vergrössern. In der folgenden Runde teilt er leidenschaftlich mit seiner Guisarme aus, kommt der Bestie dabei aber nicht näher als fünf Meter. Eingeschüchert stellt man fest, dass das Ungeheuer ziemlich schnell heilt. Die beiden Stichwunden, welche von Solace zugefügt wurden, sind mittlerweile komplett geschlossen. Auch der kopflose Hals beginnt plötzlich zu pochen und ein neuer Kopf entwächst langsam dem Stumpf. Wenigstens macht das Wasser vom Damm bei der klaffenden Spalte halt, indem es in dieser abfliesst. Insgesamt entfacht ein wirklich harter Kampf, aus dem die Charaktere am Ende, grösstenteils schwer verwundet, erfolgreich herausgehen.

Bevor Jhaela die Gruppe mit Heilzaubern verarzten kann, krabbeln aus den Nischen dutzende Kobole hervor, welche den spannenden Kampf die ganze Zeit von verschiedenen Gucklöchern aus verfolgt haben. Gerade will die Gruppe auf diese zustürmen und sich für ihre hinterlistige Falle rächen, als Ugluk aus dem Nichts wieder auftaucht und einen dicken Lederbeutel vor die Füsse der Gruppe wirft.

Askael

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Der Fall Blingdensteins
« Antwort #24 am: 15. Mai 2004, 19:30:30 »
 Sehr cool! :ph34r:
Freu mich schon drauf, wies weitergeht..
 - Wer waren die Oberweltler?

lg, Al
Pünktlichkeit ist der Dieb der Zeit

fuxx

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Der Fall Blingdensteins
« Antwort #25 am: 15. Mai 2004, 19:44:34 »
 Die Oberwelter sind Gesandte aus Silbrigmond, aber keine Angst - die kommen nochmal wieder  B)  

Askael

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Der Fall Blingdensteins
« Antwort #26 am: 16. Mai 2004, 12:50:04 »
 Ahja; nochmal ein großes Lob für die Story hour!
Das läßt meine Motivation für die anstehende Underdark-kampagne gegen Unendlich steigen :D

 
Pünktlichkeit ist der Dieb der Zeit

fuxx

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Der Fall Blingdensteins
« Antwort #27 am: 28. Mai 2004, 17:45:23 »
 Mit einem, durchaus gut gemeintem, Händeklatschen beglückwünscht die Anführerin der Kobolde die Helden, denn diese hätten endlich das blutrünstige Monster besiegt, welches sich schon über einen längeren Zeitraum in dem Minenkomplex eingenistet hatte und ihren Stamm am Kupferschürfen hinderte. Aus diesem Grund, behauptet Ugluk, haben die Charaktere ihren Respekt und Anerkennung verdient, welches sie offensichtlich mit dem ledernen Beutel unterstreichen möchte.

Um den Halb-Drachen nicht wieder zu verärgern hebt Jhaela langsam den Beutel vom Boden auf. Als sie ihn gespannt öffnet, fällt ihr Blick auf unzählige bunte Steinchen – allerdings keine Edelsteine, sondern lediglich hübsch anzusehende Glasperlen. In den Augen eines Dunkelelfs verdammt nochmal ziemlich wertlos! Dementsprechend ist auch das folgende Lächeln Jhaelas beträchtlich dürftig. Wenn diese verdammten Kreatuen bloss nicht so vielzähig und man selbst unverwundet wäre…

Es stellt sich heraus, dass Ugluk bereit ist die Charaktere ziehen zu lassen. Shagrak, der plötzlich wieder aufgetaucht ist, protestiert jedoch heftigst gegen diese Entscheidung. Er hätte wohl längst die aktuelle Situation ausgenutzt und die Charaktere getötet, denn die Drow-Gruppe ist schwer angeschlagen bzw. verwundet. Doch sein Quängeln ist vergebens und prallt bei Ugluk wie Wasser gegen eine Mauer. Denn diese unterbreitet derweil den Helden ein weiteres Angebot: Die Gruppe begleite Ugluk in ihre privaten Gemächer, um dort mehr über die, hier kürzlich vorbeigezogenen, Svirfneblin in Erfahrung zu bringen. Ausserdem könnte man dort evtl. ein paar Tauschgeschäfte abschliessen.

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Hellhörig, jedoch zögernd, nimmt man das zweite Angebot Ugluks an. Sie wird die Gruppe doch kein zweites Mal in eine Falle locken? Man ist sich dennoch unschlüssig, ob Ugluk es diesmal wirklich ernst und ehrlich mit ihnen meint. Trotzdem beginnt man ihr und den Koboldkriegern zu folgen. Der Staudamm wurde bereits geschlossen und das Wasser ist schon zu grossen Mengen abgeflossen. Den Weg, welchen man gekommen ist, geht man nun zurück. Kaum einen Moment verliert, der äusserst misstrauische, Shagrak die Drow-Gruppe aus den Augen. Doch ein paarmal scheint er abgelenkt und sofort ist Jhaela zur Stelle, um die Gruppe notdürftig mit ihrem Heilstab zu kurieren. Schon bald erblickt man die stark bewachte Hängebrücke, unter der die Charaktere eben noch durchgewatet sind. Hinter dieser, also auf der anderen Seite, führen dutzende niedrige Gänge in den Fels und überall wimmelt es vor Kobolden, welche die Helden unruhig beobachten – doch zum Glück (?) ist man in der Begleitung Ugluks, denn keiner der Kobolde wagt es sich den Charakteren zu nah zu kommen.

Gebückt geht es weiter in einen der engen Tunnel. Schon bald wird die Luft sehr stickig, als wenn zu viele Kreaturen über einen zu langen Zeitraum auf zu engen Raum verbracht hätten. Doch als wäre dies noch nicht genug fängt sogleich die abgestandene Luft an nach Fäkalien zu stinken. Mittlerweile bereut die Gruppe ihre Entscheidung zutiefst der Anführerin zu folgen, denn es gefällt ihnen hier ganz und garnicht. Hätte sie doch einfach ihr gewährtes Recht zur Weiterreise in Anspruch genommen! Aber nein…es geht weiter und man folgt den Kobolden tiefer in ein Labyrinth aus schmalen Tunneln und Höhlen, welche mittlerweile hauptsächlich aus fester bzw. gepresster Erde bestehen. Hier und da stützen ein paar obligatorische Holzbalken die niedrige Decke. Erbärmlich wie diese lebensunwerten Kreaturen hier hausen. Überall hängt verrottendes Fleisch an rostigen Eisenhaken. Dazwischen entdeckt man riesige, aufgespiesste Käfer und sonstiges Ungeziefer, welche von weiblichen Kobolden zu Nahrung weiterverarbeitet werden. Gehäutete Kadaver und ausgehöhlte Chitinpanzer zieren die Wände und überall hocken Kobolde vor, sich drehenden, Grillspiessen, über welchen oft noch Häute zum Trocknen gespannt worden sind.

Wie lange dauert das denn noch? Man will doch nur die erhofften Informationen über diese Tiefengnome und dann nichts wie raus hier! Dann ist es endlich geschafft. Ugluk setzt sich auf einen einfachen, kupfernen Thron inmitten einer etwas grösseren Höhle, die sich kaum von den restlichen unterscheidet. Jedoch erkennt man weiter drüben, hinter dem Thron, wie mehrere Flächen mit Flechten und Moosen fein säuberlich ausgestattet wurden. In dem kuscheligen und wärmenden Plätzchen liegen mehrere Eier – der Nachwuchs.

Bevor die Gruppe von Ugluk erfährt, dass es sich um ein Dutzend Svirfneblin handelt, welche vor kurzem ihr Revier passiert haben, muss die Gruppe noch etwas Geduld aufbringen. Denn Ugluk ist ganz versessen darauf mit den Charakteren Handel zu treiben. Sie selbst hat zwei magische Ringe, mit unbekannter Wirkung, im Angebot. Der eine davon strahlt schwache Verwandlungsmagie aus (Federfallring), während der andere offensichtlich der Schule der Bannmagie zuzuordnen ist (Ring of Mindshielding). Ausserdem bietet sie ein wundersames Pulver an, das unsichtbar macht, wenn man es sich über den Kopf streut. Doch irgendwie zeigen die Charaktere wenig Interesse und Ugluk wird zunehmend ärgerlich. Einsehend, dass man ihre Schwäche für Tauschgeschäfte einfach über sich ergehen lassen muss, einigt man sich später darauf, dass man die beiden Ringe gegen den Lederbeutel mit Glasperlen und ein paar Waffen und Schlafgifte aus Menzoberranzan, tauscht. Zufrieden spuckt Ugluk anschliessend die erhofften Informationen aus. Von den Dutzend Svirfneblin, welche nach Norden weitergezogen sind, hätten sie bereits einen getötet und seinen Kopf als Warnung aufgespiesst. Ausserdem solle man sich vor dem Anführer der Gnome in Acht nehmen. Er wäre deutlich von den anderen zu unterscheiden, denn er ist mit edlen Gewändern anstatt einer Rüstung bekleidet.

Nicht wissend, dass Kobolde und Gnome sich auf den Tod hassen und Ugluk bestimmt bereit gewesen wäre den Charakteren ein paar ihrer fähigsten Krieger für den Überfall auf die Svirfneblin mitzugeben, verlässt die Gruppe den Koboldbau und rastet ein letztes Mal kurz hinter den Grenzen des Koboldreviers. Als man am nächsten Tag aufbricht erfasst ein Feuer der Erregung die Charaktere. Nicht mehr weit ist es. Wahrscheinlich noch an diesem Tag wird man auf die garstigen Gnome und deren Bauexpedition stossen. Alle haben sich seit Tagen auf das baldige Gemetzel  gefreut und angespannt, auf den Kampf vorbereitet, schleicht man weiter – tiefer in die Wurmwindungen hinein…
 

Lord Nibbler

  • Mitglied
    • http://www.lord-nibbler.de
Der Fall Blingdensteins
« Antwort #28 am: 31. Mai 2004, 10:13:47 »
 und du wolltest mir erzählen, dass dieser part langweilig wäre..
tssss :)
Lift with the legs, Rogar, not the back.

Eisenklaue

  • Gast
Der Fall Blingdensteins
« Antwort #29 am: 31. Mai 2004, 23:13:26 »
 WoW ! :)

Auch von mir mal Respekt ;)

Ich wollte eigentlich nur mal ein wenig stöbern im Forum, bin bei deiner Story-Hour gelandet und hab sie dann direkt ganz durchgelesen. Liest sich wirklich gut, werde ich mir mal ein Stück von abschneiden bei meinem nächsten Update.

Gruß ;)