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Autor Thema: Cthulhu: Das Sanatorium  (Gelesen 24544 mal)

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Hedian

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    • www.rosenranken.org
Re: Cthulhu: Das Sanatorium
« Antwort #75 am: 16. August 2008, 17:45:43 »
Exzellente Story Hour, habe sie heute am Stück verschlungen. Die Spannung steigt von Teil zu Teil, und die Persönlichkeiten werden gut vermittelt. Liest sich beinahe wie ein fertiger Roman.

Halvar

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Re: Cthulhu: Das Sanatorium
« Antwort #76 am: 23. August 2008, 23:28:01 »
Beinahe?! :X

Nein, Unsinn. Vielen Dank für das sehr positive Feedback. :)
Ich hoffe, ich kann eure Erwartungen auch bei den kommenden Teilen noch erfüllen. Spannend bleibt es jedenfalls und es wird auch noch höchst dramatisch, versprochen.  wink
Take me out to the black, tell 'em I ain't comin' back.

Halvar

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Re: Cthulhu: Das Sanatorium
« Antwort #77 am: 23. August 2008, 23:34:27 »
Teil 19: Die Nacht des roten Todes, Teil 2

Fortsetzung Session 02.02.2008

Mrs. Stevens-McCormmick blickte in vier verdutzte Gesichter. "Was meinen Sie mit Vision?", fragte Lady Gordon. "Ich habe mich selbst vor einem der Fenster stehen sehen und beobachtet, wie draußen ein gelbes Leuchten war und sich große Brocken aus dem Erdboden gelöst haben und nach oben geflogen sind", stammelte Mrs. Stevens-McCormmick schließlich. "Das ergibt alles überhaupt keinen Sinn", fügte sie hinzu, legte die Spritze und das Beruhigungsmittel beiseite und erklärte, dass sie es lieber doch nicht versuchen wolle. Ich konnte mir beim besten Willen nicht erklären, was sie da gerade gesehen hatte, und augenscheinlich ging es auch den anderen nicht anders. Vermutlich waren ihr einfach nur die Nerven durchgegangen.

Abermals verlangte Barber lautstark, aus der Abstellkammer herausgelassen zu werden. Mrs. Stevens-McCormmick holte eine Packung Zigaretten hervor, zündete sich eine davon an, und noch ehe wir reagieren konnten, stand sie auf, öffnete die Tür und hielt Barber die Schachtel hin: "Rauchen Sie?" Barber ignorierte das Angebot jedoch völlig und stapfte nur mit den Worten "Na endlich!" an Mrs. Stevens-McCormmick vorbei den Gang hinunter in Richtung seines Zimmers.

Die erste, die aufsprang, war Lady Gordon. Sie rannte ihm hinterher und versuchte, ihn dazu zu überreden, nicht in sein Zimmer zu gehen, da dieses gerade gereinigt würde. Barber glaubte ihr jedoch kein Wort und setzte seinen Weg fort. Daraufhin befahl ihm Mrs. Stevens-McCormmick, sich wieder hinzusetzen und still zu sein. Als auch dies nicht fruchtete, versuchte Lady Gordon, ihn festzuhalten, bekam ihn jedoch nicht gepackt. Nun setzten ihm auch Mrs. Stevens-McCormmick und Pater Benedict nach und versuchten, ihn aufzuhalten, doch es war zu spät: Barber hatte sein Zimmer bereits erreicht.

Glücklicherweise waren die Vorhänge vor seinem Fenster zugezogen. Lady Gordon und Mrs. Stevens-McCormmick folgten ihm und redeten weiter auf ihn ein - erfolglos. Ich entschloss mich zu einer anderen Taktik: Ich stürzte voller Panik in sein Zimmer, schrie "Raus hier! Raus hier!" und versuchte, ihn zu packen. Aber auch ich bekam ihn nicht richtig zu fassen - er war schlüpfrig wie ein Aal. Mrs. Stevens-McCormmick gab mir durch einige Gesten zu verstehen, dass sie es lieber gewaltlos versuchen wolle, also hielt ich mich danach zurück. Sie begann, auf Barber einzureden. Pater Benedict kam herein. Offenbar war auch er inzwischen bereit, Henry Adam Barber mit Gewalt aus seinem Zimmer zu holen - als er jedoch sah, dass Mrs. Stevens-McCormmick mit ihm redete, zog er sich wieder zurück.

Barber hatte sich auf sein Bett gesetzt und verlangte, dass wir sein Zimmer verlassen. Lady Gordon ging hinaus. Da ich zu der Überzeugung gelangt war, dass Barber durch die geschlossenen Vorhänge vor dem Lichtschlauch gut genug geschützt war, folgte ich ihr. Mrs. Stevens-McCormmick blieb allein mit Barber zurück. Lady Gordon holte ein paar Decken aus der Abstellkammer und deckte sie über Darlene und Colonel Billings, die im Putzschrank inzwischen eingeschlafen waren. Ich setzte mich neben Dr. Tiller, der auf dem Stuhl in der Nische Platz genommen hatte. Pater Benedict ließ sich neben uns nieder und fragte, ob er Dr. Tiller irgendwie beistehen könne, doch dieser schüttelte nur den Kopf.

Endlich kehrte etwas Ruhe ein. Das einzige, was zu hören war, war die Stimme von Mrs. Stevens-McCormmick, die weiter beruhigend auf Barber einredete. Dann jedoch wurde sie etwas lauter: "Bleiben Sie sitzen!" Das nächste, was wir hörten, war das Geräusch von Vorhängen, die aufgezogen wurden, dann folgten das Klirren von Glas und ein kurzer, aber heftiger Aufschrei. Barber hatte es erwischt. Ich vergrub meinen Kopf zwischen den Händen. Kurz darauf taumelte Mrs. Stevens-McCormmick aus dem Zimmer. Lady Gordon nahm sie in Empfang und führte sie zu uns in die Nische, wo sie sich zitternd auf den Boden setzte. Um etwas mehr Platz zu schaffen, hob Pater Benedict den Schreibtisch an und stellte ihn senkrecht vor das Fenster.

Vorerst blieb uns nichts anderes übrig, als hier abzuwarten, bis die Nacht vorüber war. Von den Patienten waren nur noch Darlene und Colonel Billings am Leben, und diese befanden sich momentan in Sicherheit. So saßen wir einfach da im schummrigen Licht der heruntergedrehten Öllampen und warteten ab, was als nächstes passieren würde. Nach Barbers Tod war es geradezu gespenstisch still geworden. Die Nacht erschien uns bereits eine Ewigkeit gedauert zu haben, tatsächlich waren aber erst wenige Minuten verstrichen, seit Mrs. Stevens-McCormmick vor die Tür getreten war, um ein wenig frische Luft zu schnappen. In diesen wenigen Minuten waren drei Menschen gestorben - und es war noch nicht einmal Mitternacht.

Plötzlich erhob Pater Benedict seine Stimme: "Wie kann man dieses Leuchten aufhalten, stoppen, vernichten?" Er klang verzweifelt. "Licht, Feuer, Wasser", antwortete ich ihm kurz und bündig - dies waren die drei Dinge, die Darlene uns in ihrer Annephis-Identität aufgezählt hatte. Meine Antwort war nicht wirklich ernst gemeint, aber Pater Benedict stieg darauf ein: "Braucht man alles drei oder reicht eines davon? Und muss es sich um fließendes Wasser handeln oder reicht stehendes?" Natürlich konnte ihm diese Fragen niemand beantworten. "Im Castro-Manuskript steht jedenfalls, dass die Kreaturen erst im Meer vernichtet wurden", warf Lady Gordon ein. "Meer haben wir hier jedenfalls genug", stellte Mrs. Stevens-McCormmick mit einem nervösen Lachen fest. Ich merkte an, dass es uns schwer fallen dürfte, Licht ins Meer zu treiben, aber dass wir hier durchaus über eine Menge Benzin verfügen würden - für Feuer könnten wir also sorgen. Wir diskutierten mehrere Möglichkeiten: Lady Gordon wollte mit den Benzinkanistern eine Schneise zum Meer hin bauen; ich schlug vor, das Benzin genau an der Stelle auszuschütten, an der nun der Lichtschlauch zu sehen war, und es zu entzünden, sobald er in der nächsten Nacht wieder dort auftauchen würde. Pater Benedict erwog sogar, das Benzin in Flaschen abzufüllen, um daraus Wurfbrandbomben zu bauen. Alle diese Vorschläge erschienen uns jedoch bei näherer Betrachtung als wenig Erfolg versprechend.

"Wollen Sie einen zweiten Weltkrieg beginnen?", fragte Dr. Tiller in die Runde, "gegen was wollen Sie da eigentlich kämpfen?" So recht klar war uns das in der Tat nicht. Mrs. Stevens-McCormmick schlug jedenfalls vor, besser nach einem Weg zu suchen, von der Insel herunterzukommen. Wenn es sich tatsächlich um eine solche Kreatur wie aus dem Castro-Manuskript handeln würde, die nicht ins Wasser kann, dann wären wir auf dem Meer jedenfalls in Sicherheit. Dem widersprach Lady Gordon jedoch: "Wenn diese Wesen nicht ins Wasser können, warum befestigen dann irgendwelche Seeleute Schutzsymbole unter dem Bug ihrer Schiffe? Vermutlich heißt das nur, dass diese Wesen im Wasser getötet werden können, nicht aber, dass sie im Wasser von alleine umkommen."

Ich wusste zwar nicht, wie Lady Gordon auf einen Zusammenhang zwischen unserer Situation und dem Brief, den sie in Ebenezers Haus gefunden hatte, gekommen war, aber das Gespräch war inzwischen ohnehin sehr abenteuerlich geworden. Wir heckten Taktiken gegen etwas aus, von dem wir noch nicht einmal ansatzweise wussten, um was es sich handelt. Außerdem zogen wir mit unseren Mutmaßungen ja indirekt in Betracht, dass es sich tatsächlich um eine Art mythologisches Monster aus dem alten Ägypten handelte und Darlenes Annephis-Identität offenbar die echte Annephis war. Ein völlig irrwitziger Gedanke - das war uns vollkommen klar. Aber: Was hatten wir für Alternativen?

Pater Benedict kam schließlich auf die Idee, den Leuchtturm anzuzünden - einerseits wussten wir, dass dort oben noch irgendjemand oder irgendetwas sein musste, das Lady Gordon verletzt hatte, andererseits hatten der Pater und ich ja auch genau dort bereits ein rötliches Leuchten gesehen, als wir in der ersten Nacht den Schreien von Mrs. Randolph gefolgt waren. Es deutete also alles darauf hin, dass es - was immer "es" auch war - sich tagsüber wahrscheinlich in oder auf dem Leuchtturm aufhalten würde. Mit genügend Holz und Benzin sollte es kein Problem darstellen, auch einen metallenen Leuchtturm in ein flammendes Inferno zu verwandeln. Ich hielt das Ganze zwar für ziemlich gewagt, aber in unserer verzweifelten Situation erschien mir dies noch als der sinnvollste Vorschlag.

Dr. Tiller erklärte uns zwar alle für völlig verrückt, aber da auch er keine bessere Idee hatte, ließ er uns gewähren. Lady Gordon zählte auf: "Licht, Feuer, Wasser - wir haben Tageslicht, mit Feuer treiben wir es ins Wasser, aber wie bringen wir es dann im Wasser um?" Ich merkte an, dass es wahrscheinlich nicht notwendig sei, alle drei Dinge gleichzeitig anwenden zu müssen, denn laut Castro-Manuskript hatte Annephis die Kreaturen in den Nil getrieben - ohne Feuer und Licht. Stattdessen hatte sie allerdings irgendwelche Steine gehabt, über die wir rein gar nichts wussten. Uns fiel das Symbol ein, das Darlene in ihrer Annephis-Identität gezeichnet hatte. Vielleicht hatte sich dieses Symbol auf den Steinen befunden und dann wäre es eventuell möglich, damit auch noch etwas zu erreichen - immerhin hatte ja auch Hardings andere Identität darauf reagiert.

Mrs. Stevens-McCormmick und Dr. Tiller waren zwar der Überzeugung, dass es sich um eine Art Maschine oder einen Wahnsinnigen handeln musste, die oder der sich dort oben auf dem Leuchtturm befand, letzten Endes war dies jedoch einerlei - die Ursache war offensichtlich dort zu suchen. Ich schlug vor, morgen bei Tageslicht mit genug Benzin zum Leuchtturm zu gehen, Holz darin aufzuschichten und das Ganze anzuzünden. Sollte der Wahnsinnige, der dort oben hauste, aus dem Turm herauskommen, würden wir ihn mit dem Zeichen ins Meer treiben. Somit hatten wir alles: Feuer, Tageslicht, Wasser und das Zeichen. Das alles klang zwar ziemlich verwegen, aber immerhin: Wir hatten einen Plan.

Als die Uhr Mitternacht zeigte, stieg unsere Zuversicht, dass uns in dieser Nacht keine unliebsamen Überraschungen mehr bevorstehen würden. Trotzdem blieben wir natürlich sicherheitshalber in der Nische und dem Gang sitzen, denn dass der rote Lichtschlauch verschwunden war, daran glaubte niemand von uns. Pater Benedict schlug vor, dass wir abwechselnd schlafen sollten, und legte sich gleich als Erster hin. Ich begann, meine Waffe zu putzen. Als es gegen 1 Uhr immer noch ruhig geblieben war, beschloss ich, ebenfalls die Augen zu schließen. Um 4 Uhr weckte mich Lady Gordon und fragte, ob wir tauschen könnten. Ich blieb wach bis 8 Uhr morgens, dann öffnete ich vorsichtig die Tür zu Barbers Zimmer. Zwischen den Gitterstäben und den darin verkeilten mumifizierten Überresten des ehemaligen Bewohners drang Tageslicht herein. Argwöhnisch spähte ich hinaus. Das rötliche Leuchten war verschwunden.

Die Nacht war überstanden.

Fortsetzung in Teil 20: Gegenoffensive
Take me out to the black, tell 'em I ain't comin' back.

Nadir

  • Mitglied
Re: Cthulhu: Das Sanatorium
« Antwort #78 am: 26. August 2008, 21:32:39 »
huh, exited!

 :twisted:
"Nicht wer als Erster die Waffe ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt." N.M.

Halvar

  • Mitglied
Re: Cthulhu: Das Sanatorium
« Antwort #79 am: 06. September 2008, 21:01:50 »
Teil 20: Gegenoffensive

Fortsetzung Session 02.02.2008

5. Tag

Ich begab mich wieder auf den Gang. Pater Benedict war ebenfalls wach geblieben, und so teilte ich ihm mit, dass das rötliche Leuchten nicht mehr zu sehen sei. Wir beschlossen, die beiden Damen zu wecken, Dr. Tiller jedoch noch nicht - in seinem Zustand war ein wenig mehr Schlaf vielleicht besser für sein Seelenheil. "Ich kümmere mich erst mal um Blanche", verkündete Pater Benedict, nahm sich zwei Decken aus der Abstellkammer, öffnete die Tür zum Foyer und deckte die vertrockneten Überreste der ehemaligen Patientin ab, damit uns der Anblick erspart blieb. Der Haupteingang stand immer noch sperrangelweit offen.

Lady Gordon holte inzwischen Darlene aus dem Putzschrank und brachte sie in ihr Zimmer zurück, ich tat das Gleiche mit Colonel Billings. Wir versorgten unsere beiden Patienten kurz, dann trafen wir uns alle im Flur wieder. "Bevor wir zum Leuchtturm gehen, sollten wir vielleicht die Fenster von Darlene und Colonel Billings von außen verhängen", schlug Lady Gordon vor, "und ihnen einen kleinen Essens- und Wasservorrat in die Zimmer stellen." Als sie unsere fragenden Blicke bemerkte, fügte sie hinzu: "Falls wir nicht wiederkommen."

Zwar war mir im Grunde klar, das diese Möglichkeit durchaus bestand, aber dafür Vorbereitungen zu treffen, ließ sie mir auf unangenehme Weise real erscheinen. Wie dem auch sei: Weder Darlene noch Colonel Billings waren in der Lage, sich selbst zu versorgen, auch wenn das Essen direkt vor ihrer Nase stand. Trotzdem sagte ich nichts. Wahrscheinlich würde Dr. Tiller ohnehin hier bleiben wollen und sich - sollten wir tatsächlich nicht zurückkehren - weiter um die Patienten kümmern.

Pater Benedict und ich marschierten zu den Schuppen, um die Benzinkanister zu holen. Ich wollte die Tür des Verschlags gerade öffnen, als mich der Pater plötzlich am Arm festhielt. "Was ist, wenn es im Dunkeln im Schuppen sitzt?", fragte er. Ich war jedoch gerade nicht in der Stimmung für übermäßige Vorsicht - ich wollte endlich etwas unternehmen. "Das können wir dann auch nicht mehr ändern", antwortete ich und zog die Tür auf. Im Schuppen war alles ruhig. "Das letzte, was sie sahen, war ein roter Lichtschlauch...", murmelte der Pater, während wir durch die Tür in das staubige Zwielicht traten.

Wie sich schnell herausstellte, war so ein Kanister mit fünf Gallonen Benzin ziemlich schwer. Mit bloßen Händen ließen sich zwar pro Person zwei davon tragen, aber bis zum Leuchtturm würden wir das auf keinen Fall durchhalten. Glücklicherweise entdeckten wir nach kurzer Suche eine kleine Schubkarre. Pater Benedict und ich luden vier Kanister auf, dann machten wir uns auf den Weg zurück zum Sanatorium, um die Damen abzuholen.

Lady Gordon wartete bereits vor der Tür auf uns und teilte uns mit, dass Mrs. Stevens-McCormmick nur noch etwa eine Stunde benötigen würde, bis sie das Castro-Manuskript durchgearbeitet hätte - vielleicht wäre in dem Buch ja noch irgendein hilfreicher Hinweis für uns enthalten. "Am besten gehen Sie mit dem Benzin vor und Mrs. Stevens-McCormmick und ich kommen dann später nach", schlug Lady Gordon vor, "in der Zwischenzeit sammle ich hier schon mal Holz und verhänge die Fenster von Darlene und Colonel Billings von außen wie besprochen."

Gesagt, getan. Bis zum Leuchtturm benötigten Pater Benedict und ich ebenfalls etwa eine Stunde, wobei wir uns dabei abwechselten, die schwere Schubkarre über den unebenen Trampelpfad zu wuchten. Der Turm stand noch genau so da, wie die anderen ihn tags zuvor verlassen hatten - inklusive des Spatenstiels, der noch immer unter der Klinke der stählernen Tür klemmte. Bedeutete dies, dass dort oben doch niemand war? Oder konnte das, was immer dort oben lauerte, den Turm verlassen, ohne dabei auf die Tür angewiesen zu sein? Wie auch immer, wir entschlossen uns, unseren Plan fortzusetzen. Wir stellten die Kanister neben der Tür ab und begannen, im nahe gelegenen Wäldchen trockene Äste und Reisig sowie am Strand trockenes Treibholz zu sammeln.



Eine Dreiviertelstunde später näherten sich die beiden Damen. Sie hatten zwei lange Holzlatten zu einer behelfsmäßigen Trage umfunktioniert, auf der sie einen ansehnlichen Holzstapel transportierten. Lady Gordon hatte sich sogar aus einem Bettlaken eine Trageschlaufe angefertigt, um ihren verletzten Arm nicht belasten zu müssen. Sie teilte uns mit, dass sie Dr. Tiller zwar geweckt hatte, dieser es aber wie erwartet vorzog, im Sanatorium zu bleiben. Er hätte immer noch keinerlei Verständnis für unseren Plan und wolle einfach nur in Ruhe gelassen werden. Mrs. Stevens-McCormmick hatte das Castro-Manuskript durchgelesen, meinte jedoch, dass darin nichts enthalten wäre, was uns in der momentan Situation nutzen würde.

Vorsichtig öffneten wir die Tür des Leuchtturms und vergewisserten uns, dass keine unmittelbare Gefahr drohte, dann warf ich zum ersten Mal einen Blick ins Innere. Wie von den anderen beschrieben war es staubig und düster. Eine metallene Wendeltreppe füllte den Innenraum bis auf wenige Zentimeter zur Wand hin aus, so dass man nicht weit nach oben schauen konnte. Wir beeilten uns, das gesammelte Holz am Fuß der Wendeltreppe aufzuschichten.

"Sollen wir noch mehr Benzin holen?", fragte Lady Gordon, als wir unsere Arbeit beendet hatten. "Also, um das Holz anzuzünden, reichen zwanzig Gallonen mit Sicherheit", antwortete Pater Benedict nicht ohne eine Spur Ironie. Ich erinnerte mich schmerzhaft an die Explosion der fünf Gallonen, die wir über die Leichen geschüttet hatten, und konnte dem Pater nur zustimmen: Noch mehr war mit Sicherheit nicht nötig.

Wir waren uns allerdings einig, dass es nicht sonderlich effektiv wäre, das ganze Benzin nur auf dem Boden des Turms zu verteilen. Sicherlich gäbe es eine große Verpuffung, aber dann würde nur noch das Holz brennen, und das Feuer wäre wahrscheinlich nicht stark genug, um auch die Turmspitze zu erreichen. Mrs. Stevens-McCormmick schlug vor, einen Benzinkanister als eine Art Sprengfalle direkt unter der Luke zu platzieren, wir waren uns jedoch nicht sicher, ob die Hitze des Feuers unten im Turm ausreichen würde, um den oberen Kanister zur Explosion zu bringen.

Lady Gordon wollte eine Feuerschneise zum Meer hin legen, damit das, was auch immer aus dem Turm kommen sollte, sich nur noch in Richtung Wasser bewegen konnte. Ich merkte jedoch an, dass sich der- oder dasjenige kaum freiwillig ins Wasser begeben würde, wenn er oder es weiß, dass es dort vernichtet wird - so dass wir auch diesen Plan wieder verwarfen.

Wenn wir auf Nummer sicher gehen wollten, dann blieb uns nichts anderes übrig, als so viel Benzin im Turm zu verteilen wie möglich, und zu hoffen, dass das entstehende Feuer ausreichen würde, um das Problem endgültig zu lösen. Da wir uns aufgrund der dabei entstehenden Dämpfe beeilen mussten, beschlossen wir, dass sich Pater Benedict und ich jeweils mit einem Kanister in den Turm begeben und das Benzin die Wände herunter laufen lassen sollten. Dann würden wir uns möglichst schnell nach unten begeben und den Inhalt des dritten Kanisters über das Holz verteilen, während Mrs. Stevens-McCormmick mit dem vierten Kanister eine möglichst lange Lunte vom Eingang weg legen sollte. Lady Gordon würde am Ende dieser Lunte stehen und diese entzünden, sobald sich alle ausreichend weit vom Turm entfernt hätten.

Letztere hielt das Ganze jedoch für ein Himmelfahrtskommando: "Wenn Sie unter der Luke mit Benzin hantieren, dann wird der- oder dasjenige auf dem Turm doch sofort angreifen", argwöhnte sie. Pater Benedict und ich erklärten uns jedoch dazu bereit, dieses Risiko einzugehen. Der Pater wickelte ein Taschentuch um einen kurzen Stock und schüttete etwas Benzin darüber. Mrs. Stevens-McCormmick entzündete das Tuch mit ihrem Feuerzeug, dann drückten wir Lady Gordon die provisorische Fackel in die Hand. Sie stellte sich in etwa zehn Metern Entfernung zum Eingang des Turms auf und harrte der Dinge, die da kommen sollten.

Zwei der Kanister stellten wir neben dem Eingang zum Turm ab, Mrs. Stevens-McCormmick postierte sich daneben. Dann griffen sich Pater Benedict und ich jeweils einen der beiden anderen Kanister und stiegen die Wendeltreppe hinauf. Etwa auf halber Höhe blieb der Pater stehen, ich setzte den Weg bis ganz nach oben unter die Luke fort. Dort horchte ich erst mal, ob sich irgendetwas weiter oben regte. Alles war ruhig. Ich öffnete den Deckel des Kanisters und begann, das Benzin gegen die Turmwand zu spritzen, wobei ich langsam die Treppe wieder hinabstieg. Von weiter unten vernahm ich, dass es mir der Pater gleichtat.

Ich war gerade drei oder vier Stufen weit gekommen, als ein mächtiger Schlag durch den Turm dröhnte, der das ganze Gebäude erzittern ließ. Ich zuckte vor Schreck zusammen und blickte nach oben, von wo der Lärm gekommen war. Mitten auf der Luke prangte eine etwa kopfgroße Delle, die sich fünf Zoll nach unten wölbte! Panik stieg in mir auf. Kurz entschlossen legte ich den Benzinkanister auf die Stufen, so dass er weiter auslaufen konnte, dann nahm ich die Beine in die Hand. Hinter mir donnerten zwei weitere Hiebe auf das Metall des Turms, dann hörte ich, wie ein schweres Metallteil - offenbar die Luke - hinter mir die Treppe heruntergepoltert kam.

Ich stürmte weiter, ohne mich umzudrehen. Auf halber Höhe traf ich auf Pater Benedict, der offenbar die selbe Idee gehabt hatte wie ich - er hatte seinen Kanister ebenfalls auf eine Stufe gelegt und war gerade im Begriff, die Flucht anzutreten. "Unten auf dem Holz ist noch kein Benzin!", rief ich ihm zu, während wir so schnell wie möglich die Treppe hinabstürzten.

Wir waren gerade unten angelangt, als ich hörte, wie noch etwas die Stufen hinabpolterte - dem Geräusch nach zu urteilen der obere Benzinkanister. Mrs. Stevens-McCormmick war glücklicherweise so geistesgegenwärtig gewesen, sofort die Lunte zu legen, als sie gemerkt hatte, dass etwas nicht stimmte. Sie stand bereits neben Lady Gordon, die mit der brennenden Fackel auf unser Signal wartete. Pater Benedict schnappte sich den letzten Kanister, der noch unten neben der Tür stand, riss ihn auf und begann, Benzin auf das Holz zu spritzen. Ich half ihm dabei, so gut ich konnte. Wenige Sekunden später hörten wir, wie auch der mittlere Kanister die Stufen hinabkam.

Wir mussten schnellstens von hier weg. Pater Benedict warf den Benzinkanister auf das Holz, in der Hoffnung, dass noch möglichst viel davon auslaufen würde, dann rannten wir so schnell wir konnten in Richtung der Damen und riefen ihnen zu, sie sollten die Lunte anzünden.

Lady Gordon senkte die Fackel auf den Boden und die Lunte fing Feuer. Die Flamme raste zwischen mir und Pater Benedict hindurch, während wir weiter auf die Damen zuliefen. Wir hatten sie fast erreicht, als hinter uns mit einem dumpfen Knall der Turm explodierte. Die Druck- und Hitzewelle warf uns fast zu Boden.

Wir hatten zwar nicht so viel Benzin verteilen können, wie uns lieb gewesen wäre, nichtsdestotrotz hatte sich das Innere des Turms in eine einzige Flammenhölle verwandelt, wie wir durch die offen stehende Tür erkennen konnten. Oben quoll schwarzer Rauch hervor, vermutlich aus der Öffnung, in der sich die Luke befunden hatte.

Einige Sekunden lang betrachteten wir dieses spektakuläre Schauspiel, dann meldete sich Mrs. Stevens-McCormmick zu Wort. "Was war denn da oben los?", fragte sie. "Es ist gekommen", antwortete ich. "Habe ich doch gleich gesagt", warf uns Lady Gordon vor. "Nun, um so besser", erwiderte ich, "jetzt steckt es mitten im Feuer."

"Was meinen Sie denn mit es, haben Sie irgendetwas gesehen?", wollte Mrs. Stevens-McCormmick wissen. Pater Benedict und ich mussten verneinen. Ich teilte Mrs. Stevens-McCormmick jedoch noch mit, was "es" mit der Luke angerichtet hatte.

Dann sah ich aus dem Augenwinkel, wie sich im Turm etwas bewegte. Ich drehte den Kopf. Aus der Tür quoll etwas hervor...

...und ich verlor den Verstand.

Fortsetzung in Teil 21: Das Ding, das nicht sein darf
« Letzte Änderung: 06. September 2008, 21:13:37 von Halvar »
Take me out to the black, tell 'em I ain't comin' back.

Nadir

  • Mitglied
Re: Cthulhu: Das Sanatorium
« Antwort #80 am: 07. September 2008, 00:47:58 »
gaaaaz großes Kino!


 :thumbup:
"Nicht wer als Erster die Waffe ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt." N.M.

Berandor

  • Mitglied
  • Verrückter Narr
    • http://www.p-pricken.de
Re: Cthulhu: Das Sanatorium
« Antwort #81 am: 07. September 2008, 01:43:31 »
Hej, das war echt gut. Vielleicht lese ich die mal ganz. Das scheint sich zu lohnen.
Bitte schickt mir keine PMs hier, sondern kontaktiert mich, wenn nötig, über meine Homepage

Sirius

  • Mitglied
Re: Cthulhu: Das Sanatorium
« Antwort #82 am: 08. September 2008, 09:25:31 »
Es lohnt sich definitiv!

Halvar

  • Mitglied
Re: Cthulhu: Das Sanatorium
« Antwort #83 am: 08. September 2008, 09:46:56 »
Find' ich auch. wink
Take me out to the black, tell 'em I ain't comin' back.

Halvar

  • Mitglied
Re: Cthulhu: Das Sanatorium
« Antwort #84 am: 14. September 2008, 04:41:02 »
Dramatis personae: Prof. Dr. rer. cult. Rebecca Helen Stevens-McCormmick

Rebecca wurde am 13.05.1892 (Freitag) in London als Tochter des Royal Navy-Commanders George Stevens und der Hausfrau Helen Stevens (geb. Bakers) als Einzelkind geboren. Schon früh musste sie lernen, auf eigenen Beinen zu stehen, denn ihr Vater war im Namen der Krone viel unterwegs. Daher wurde sie im Alter von 3 Jahren auf das Kent College in Pembury geschickt. Dort wurde sie als vorbildliche Schülerin geschätzt und durfte nach ihrem Abschluss im Jahre 1910 in Oxford studieren. Sie studierte dort Kulturwissenschaften und Sprachen. Sie studierte Spanisch, Französisch und Portugiesisch, wobei ihr Spanisch am besten von der Hand ging. Im Rahmen ihrer Studien erlangte sie zunächst einen Doktortitel (Dr. rer. cult.) der Kulturwissenschaften, Fachrichtung Anthropologie. In diesem Gebiet erlangte sie nach ihrer Habilitation sogar das Recht zu Lehren und kehrte an das Kent College zurück. Da dort der Lehrplan aber keine Anthropologie vorsah, begann sie, Geschichte und Spanisch zu unterrichten. In Oxford entdeckte sie ihre Vorliebe für das Fechten und merkte schnell, dass sie ein großes Talent hatte. Sie trat der Fechtmannschaft in Oxford bei und wurde schnell der Captain der Damenmannschaft. Dazu gehörte es allerdings auch, zu lernen wie man erste Hilfe leistet, daher musste sie einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren. Dieser Kurs wurde von einem jungen Arzt namens Johnson McCormmick geleitet und Rebecca verliebte sich Hals über Kopf in ihn. Er verliebte sich ebenfalls in sie und im Jahre 1912 gaben sie sich das Ja-Wort und lebten in seiner kleinen Wohnung im Norden Londons.

Im Jahre 1915 wurde Johnson McCormmick zur Armee einberufen und nach Deutschland verschifft. Nur 4 Monate später erlangte Rebecca die Nachricht des Todes ihres Gatten. Ein Kamerad von Johnson überbrachte diese Nachricht und weitere 2 Wochen später erfuhr Rebecca, dass dieser Kamerad sich in seiner Wohnung das Leben genommen hatte. Im Jahr 1917, als sich Rebecca grade mit dem Tod ihres geliebten Gatten abgefunden hatte, bekam sie die Nachricht, dass ihr Vater von einer deutschen Granate zerfetzt worden war. Diese Nachricht ließ sie in ein tiefes Loch fallen und ein unbändiger Hass gegen die Deutschen keimte ihn ihr auf, der bis heute nicht schwächer geworden ist.

Ihre Mutter musste sich nun selbst um ihren Unterhalt kümmern und nahm einen Job als Bibliothekarin in der königlichen Bibliothek in London an.

Rebecca war nie sonderlich gläubig, aber nach dem Tod der beiden wichtigsten Männer in ihrem Leben verlor sie auch das letzte bisschen Glauben an Gott und die Kirche. Von nun an konzentrierte sie sich voll und ganz auf ihren Lehrstuhl und versuchte, den jungen Frauen ihrer Klasse nahe zu bringen, wie wichtig es ist, selbstständig zu sein.

Rebecca neigt zur Sturheit, wenn sie sich eine Meinung zu etwas gebildet hat, dann ist diese Meinung für sie 100%ig Fakt, es sei denn, man kann unumstößliche Beweise erbringen, die die Falschheit ihrer Meinung belegen. Des Weiteren neigt sie dazu, hysterisch zu werden, wenn mal etwas vollkommen Unvorhergesehenes geschieht. Diese Eigenschaft hat sich aber erst nach dem Tode ihrer beiden Männer eingestellt. Auch seit dieser Zeit hat Rebecca immer wiederkehrende Albträume, die den Tod ihres Mannes zum Inhalt haben.

Sie hat zwar im Laufe der Zeit gelernt, mit dem Tod ihres Mannes umzugehen, aber dennoch hegt sie den innigen Wunsch, dass er eines Tages wieder in der Tür steht und das alles nur ein böser Albtraum war und sie endlich erwacht, um mit Johnson wieder ein glückliches Leben zu führen.

Ihre Großmutter vermachte ihr nach ihrem Tod ein sehr wertvolles Amulett, das Rebecca immer bei sich trägt, in diesem Amulett befindet sich ein Foto ihres Mannes. Dieses Foto macht das Amulett für sie erst wirklich wertvoll, denn dieses Foto ist das letzte, was ihr von Johnson geblieben ist.

Rebecca hatte in ihrer Jugend einen sehr großen Freundeskreis, aber mittlerweile sind nur noch zwei wirklich enge Freunde übrig geblieben, zum einen Amy Peters, eine ehemalige Klassenkameradin aus der Zeit auf dem Kent College und Franklin Lambert, den sie in Oxford kennen lernte. Franklin hegte immer Gefühle für Rebecca, heiratete aber, nachdem sie und Johnson ein Paar wurden, seine Cousine und hat mit ihr mittlerweile zwei Kinder. Beide leben in London.

Wenn Rebecca bei ihren Nachforschungen Hilfe benötigt, besucht sie entweder ihre Mutter in der Bibliothek in London oder befragt den Rektor von Kent College, der ein für sie überaus beeindruckendes Wissen besitzt und ihr immer wieder Zugang zur College-Bibliothek verschafft.

Zum Äußeren von Rebecca Helen Stevens-McCormmick ist zu sagen, dass sie von durchschnittlichem Wuchs ist, schlank und überaus attraktiv. Sie bewegt sich sehr geschmeidig, was wohl auf ihre Fechtausbildung zurückzuführen ist. Ihre Augenfarbe ist blau und ihre Haare sind blond und stets zu einer strengen Hochsteckfrisur "frisiert". Sie trägt eine Brille und zumeist modische Kleider, wie knielange Röcke und weite Blusen.



Anmerkung: Der Hintergrund wurde auf jene Dinge gekürzt, die den anderen Spielern bekannt sein dürfen.
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Halvar

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Re: Cthulhu: Das Sanatorium
« Antwort #85 am: 14. September 2008, 04:55:12 »
Sorry, aber dieses Wochenende kann ich leider nur mit einem weiteren "Dramatis personae"-Eintrag aufwarten. Ich hoffe, dass es auch der Spieler von Pater Benedict noch schafft, mir seine Charaktergeschichte zukommen zu lassen, bevor diese Story Hour zu Ende ist...

Dafür habe ich jetzt aber die Möglichkeit, eine weitere (und wahrscheinlich auch die letzte) Quizfrage zu stellen:

Quizfrage

Welcher weibliche Spielercharakter wird von einem männlichen Spieler gespielt?

a) Lady Elizabeth Gordon (siehe hier)
b) Prof. Dr. rer. cult. Rebecca Helen Stevens-McCormmick (siehe oben)

Tja, wir haben nur eine Spielerin in der Gruppe, aber zwei weibliche Charaktere. Wer von den beiden ist die Mogelpackung? wink

Ich weiß, das ist eigentlich eine gemeine Frage und es gibt im Grunde auch keine echten inhaltlichen Merkmale, an denen man das festmachen könnte. Trotzdem bin ich mal gespannt auf eure Begründungen.

Edit: Ach ja, eine Meta-Info habe ich auch noch: Das Bild von Mrs. Stevens-McCormmick ist eigentlich Dorothy Dell Goff (1914-1934), eine amerikanische Filmschauspielerin, die im Alter von 20 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist.
« Letzte Änderung: 14. September 2008, 05:14:10 von Halvar »
Take me out to the black, tell 'em I ain't comin' back.

Halvar

  • Mitglied
Re: Cthulhu: Das Sanatorium
« Antwort #86 am: 20. September 2008, 00:05:29 »
OK, ich seh' schon: Die Frage ist nicht sonderlich gut angekommen. Trotzdem hier noch die richtige Antwort, bevor es gleich weiter geht: Mrs. Stevens-McCormmick.
« Letzte Änderung: 20. September 2008, 01:05:24 von Halvar »
Take me out to the black, tell 'em I ain't comin' back.

Halvar

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Re: Cthulhu: Das Sanatorium
« Antwort #87 am: 20. September 2008, 00:14:35 »
Teil 21: Das Ding, das nicht sein darf

Fortsetzung Session 02.02.2008

Aus dem Eingang des Leuchtturms quoll ein riesiger Haufen aus Seifenblasen. Nicht die Art von Seifenblasen, die man gelegentlich auf Jahrmärkten zur Belustigung sieht - diese Blasen hatten eine schleimige Konsistenz und wirkten fremdartig und monströs. Außerdem bewegten sie sich nicht so, wie man es von toten Gegenständen erwarten würde, sondern so, als würden sie bewusst gesteuert oder wären von einem eigenen Willen beseelt. Zunächst breiteten sie sich auf dem Gras vor dem Leuchtturm aus, doch dann rollten sie aufeinander zu und verschmolzen zu einer einzigen, gewaltigen Blase.

Nach allem, was ich zu wissen glaubte, konnte das nicht sein. Nein - es durfte nicht sein. In diesem Moment legte sich in meinem Kopf ein Schalter um. Ich nahm zwar noch bewusst wahr, was um mich herum geschah, aber was ich tat, war wider jegliche Vernunft: Pater Benedict erschien mir plötzlich als der Mann, der alles richtig machte. Wenn ich einfach alles genau so machen würde wie er, dann würde auch ich alles richtig machen. Also ahmte ich alles nach, was er tat.

Unglücklicherweise schien es Pater Benedict ähnlich ergangen zu sein wie mir: Er brabbelte nur noch Unsinn! Er fragte nach seiner Schwester, die in Amerika studiert, und sagte, er wolle nach Mailand in die Bücherei. Und ich hielt das für absolut vernünftig und brabbelte ihm alles nach. Dabei sah ich, wie die große Blase begann, sich langsam auf uns zu zu wälzen. Mrs. Stevens-McCormmick holte das Blatt Papier mit dem Symbol, das Darlene gezeichnet hatte, hervor und hielt es der Blase entgegen. Lady Gordon sprach kurz mit Pater Benedict und dieser ging ein paar Meter zurück, wobei er verkündete, dass er noch ein Schachspiel beenden und dann segeln gehen wolle. Ich folgte ihm und sagte das Gleiche.

Lady Gordon stellte sich ebenfalls der Blase in den Weg, wobei sie in der einen Hand die noch immer brennende Fackel hielt und mit der anderen einen kleinen Gegenstand aus ihrer Tasche zog und beides dem Ding entgegenstreckte. "Wir müssen uns weiter voneinander entfernen - auf dieser Muschel befindet sich das Zeichen ebenfalls!", rief sie Mrs. Stevens-McCormmick zu. Wo hatte sie denn diese Muschel her? Wie auch immer, jedenfalls schien sie zu wirken: Die Blase wälzte sich von den Damen weg nach links auf einige Büsche und ein kleines Wäldchen zu.



Mrs. Stevens-McCormmick eilte nach links und postierte sich zwischen dem Wäldchen und der Blase. "Verschwinde, Du Mistding!", schrie sie dabei. Dann jedoch zuckte sie kurz, knüllte das Blatt Papier mit dem Symbol zusammen und warf es achtlos beiseite.

"Heben Sie das sofort wieder auf!", befahl Lady Gordon und rannte auf sie zu. Kurz vor Mrs. Stevens-McCormmick hielt sie jedoch inne und starrte ihr in die Augen. Was sie sah, schien ihr nicht zu gefallen. Plötzlich versuchte Mrs. Stevens-McCormmick, sich äußerst undamenhaft auf Lady Gordon zu werfen, bekam sie jedoch nicht zu packen. Die Blase nutzte die Gelegenheit, um die Richtung zu wechseln: Nun wälzte sie sich direkt auf Pater Benedict, mich und den Wald hinter uns zu!

Als Lady Gordon dies bemerkte, hastete sie auf ihre alte Position zwischen uns und der Blase zurück und versuchte, das Ding mit ihrer Fackel und der Muschel zurückzutreiben. Mrs. Stevens-McCormmick rannte ihr hinterher und wollte ihr einen Fausthieb versetzen, traf jedoch nicht. Abermals wechselte die Blase die Richtung und bewegte sich nun nach schräg links auf den Wald hinter uns zu.

Pater Benedict schreckte auf einmal hoch, als wäre er aus einem bösen Traum erwacht. Ohne eine weitere Sekunde zu verlieren, sprang er auf Mrs. Stevens-McCormmick zu und versuchte, sie zu packen. Es wäre ihm auch gelungen, wenn sie ihn nicht durch einen schmerzhaften Rippenstoß hätte abwehren können. Ich folgte ihm auf dem Fuß und wurde ebenfalls durch einen Hieb von Mrs. Stevens-McCormmick zurückgeschlagen.

"Sie hat das Papier fallenlassen! Falls Sie es sehen, heben Sie es auf!", rief Lady Gordon Pater Benedict zu, während sie weiterhin versuchte, das Ding auf Distanz zu halten und sogar einige Schritte drohend auf es zu ging. Nichtsdestotrotz gelang es der Blase, sich weiter dem Wald zu nähern, wobei sie jedoch einen gewissen Abstand zu Lady Gordon einhielt. Erneut versuchte Mrs. Stevens-McCormmick, Lady Gordon ihre Faust ins Gesicht zu schlagen, diese konnte sich jedoch geschickt unter dem Hieb wegducken. Pater Benedict gelang es schließlich, sich auf Mrs. Stevens-McCormmick zu stürzen und sie festzuhalten. Als er jedoch sah, dass ich das Gleiche vorhatte, ließ er sie los und schubste sie mir direkt in die Arme. Während ich sie fest umklammerte, lief er in die Richtung, die Lady Gordon ihm gewiesen hatte, und suchte nach dem zerknüllten Blatt mit dem Symbol. Lady Gordon hatte es jedoch offenbar vor ihm gesehen: Sie eilte zu der Stelle und hob das Papier auf. Mrs. Stevens-McCormmick versuchte, sich aus meinem Griff zu befreien, aber es gelang ihr nicht. Sie hatte genau den gleichen kalten, leeren Blick in ihren Augen wie Charles Johnson.

Die Blase hatte den Waldrand fast erreicht. In diesem Moment ließ ich Mrs. Stevens-McCormmick los, lief zu Pater Benedict und tat so, als ob ich irgendetwas suchen würde. Darauf hatte die Festgehaltene natürlich nur gewartet: Sofort rannte sie zu Lady Gordon und versuchte zum wiederholten Male, ihr einen Faustschlag zu verpassen. Glücklicherweise konnte Letztere jedoch ebenfalls zum wiederholten Male dem Hieb ausweichen.

Pater Benedict sprang zu Lady Gordon und nahm ihr das Blatt Papier mit dem Zeichen aus der Hand, doch es war zu spät: Die Blase hatte den Waldrand bereits erreicht. Lady Gordon machte ein paar Schritte in den Wald hinein und stellte sich dem Ding erneut in den Weg. Ich folgte ihr und versuchte, ihr die Muschel aus der Hand zu nehmen. Sie fluchte, konnte jedoch ihre Hand glücklicherweise rechtzeitig wegziehen.

Die Seifenblase hatte sich inzwischen ein Stück in den Wald hinein geschoben. Mit schmatzenden Plopplauten löste sich die große Blase in einen Teppich aus einer Unzahl vieler, kleiner Blasen auf, die gleich darauf im Unterholz verschwanden. Sofort rannte Pater Benedict zu der Stelle, an der wir die Lunte angezündet hatten, und griff nach dem Benzinkanister, der immer noch dort stand. Der Rest von uns beobachtete staunend das Schauspiel, das uns die Seifenblase bot, und bemerkte so zu spät, dass sich Mrs. Stevens-McCormmick inzwischen wieder genähert hatte. Sie stand in drei Metern Entfernung und hatte den Arm in Richtung Lady Gordon ausgestreckt. In ihrer Hand hielt sie den .38er Revolver aus Brewers Schreibtisch.

Wie in Zeitlupe sah ich, wie sie kaltblütig Lady Gordon anvisierte, den Abzug drückte und der Hahn auf den Schlagbolzen hämmerte. Krachend löste sich der Schuss - und schlug in einen Baum direkt neben Lady Gordons Kopf ein, so dass uns die Holzsplitter um die Ohren flogen.

"Jetzt reicht's mir aber", kommentierte Lady Gordon diesen Anschlag auf ihr Leben, machte einen Satz nach vorne und versetzte Mrs. Stevens-McCormmick im Sprung einen derart heftigen Tritt an die Schläfe, dass diese zu Boden sackte und reglos liegen blieb.

Der Schuss hatte auch mich endlich wieder zur Besinnung gebracht. Ich legte meine Elefantenbüchse an, doch es bot sich mir kein Ziel. Ich wusste noch, an welcher Stelle die kleinen Blasen im Unterholz verschwunden waren, also zielte ich einfach dorthin. Schnell wurde mir jedoch klar, dass es keinen Sinn mehr hatte: Die große Blase hätte ich vielleicht mit einem Schuss zum Platzen bringen können, aber ich konnte unmöglich jede einzelne von den kleinen Blasen abschießen - selbst wenn sie sich mir gezeigt hätten. Meine Chance war vertan. Zorn wallte in mir auf. Ich war in dieser Situation nicht nur keine Hilfe gewesen, sondern sogar ein Handicap für die anderen. Frustriert und wütend über mich selbst drückte ich ab und jagte zwei Kugeln in den Waldboden.

"Das hier wird eher etwas bringen", ertönte die Stimme von Pater Benedict. Er war gerade im Begriff, das restliche Benzin aus dem Kanister, mit dem Mrs. Stevens-McCormmick die Lunte gelegt hatte, am Waldrand auszuschütten. Allzu viel war jedoch nicht mehr übrig. Ich bezweifelte, dass es ausreichen würde, um einen Waldbrand zu entfachen, aber eine bessere Idee hatte ich auch nicht parat. Lady Gordon begab sich zu Pater Benedict und ich hob den Revolver auf, zog Mrs. Stevens-McCormmick aus dem Wald heraus, legte sie vorsichtig rücklings ins Gras und untersuchte sie kurz. An ihrem Kopf prangte eine gewaltige Beule, die mir jedoch nicht lebensbedrohlich erschien. Wahrscheinlich würde sie innerhalb der nächsten Minuten ihr Bewusstsein wiedererlangen.

"Meinetwegen können Sie sie auch im Wald liegenlassen", merkte Lady Gordon an, als sie meine Hilfsmaßnahmen beobachtete, und warf ihre Fackel in das Benzin. Es gab eine Stichflamme und tatsächlich fingen das Unterholz und die untersten Äste der ersten Baumreihe Feuer, auch wenn es mehr qualmte als brannte. "Ich weiß nicht, was in sie gefahren ist, aber ich glaube nicht, dass sie mit Absicht auf Sie losgegangen ist", versuchte ich Lady Gordon zu beschwichtigen. "Sie hat auf mich geschossen! Dafür sollte sie besser eine verdammt gute Erklärung haben", erwiderte sie. "Haben Sie ihren Blick gesehen?", entgegnete ich, "wie der von Johnson."

"Wir haben momentan drängendere Probleme", warf Pater Benedict ein, "wir brauchen mehr Benzin." Die Bäume brannten zwar an der Stelle, an der er den Kanister ausgeleert hatte, aber so recht schien sich das Feuer nicht ausbreiten zu wollen - der Wald war einfach zu feucht. Wir berieten kurz, wie wir weiter vorgehen sollten. Das Ding hatte sich in das kleine Wäldchen im nordwestlichen Teil der Insel zurückgezogen. Wenn es uns gelingen würde, dieses Wäldchen niederzubrennen, dann könnten wir es vielleicht noch erwischen. Auch wenn die Chance gering war, versuchen mussten wir es auf jeden Fall - eine solche Nacht wie die letzte wollten wir nicht noch einmal erleben. Pater Benedict erklärte sich bereit, mit der Schubkarre zum Sanatorium zurückzukehren, um weitere Benzinkanister zu holen. Lady Gordon und ich wollten in der Zwischenzeit sicherstellen, dass das Ding das Wäldchen nicht verließ und vor allen Dingen nicht in den großen, zentralen Wald der Insel überwechselte.

Wir entschieden uns, die immer noch bewusstlose Mrs. Stevens-McCormmick sicherheitshalber zu fesseln und in die Schubkarre zu legen, damit Pater Benedict sie zum Sanatorium mitnehmen konnte. Vielleicht war Dr. Tiller ja in der Lage, ihr irgendwie zu helfen. Lady Gordon zog ein Seil aus ihrer Tasche und verknotete nicht ohne eine gewisse Genugtuung die Hände und Füße der angriffslustigen Geschichtslehrerin, dann hoben wir sie in die Schubkarre und Pater Benedict machte sich auf den Weg.

Lady Gordon drückte mir das Blatt Papier mit dem Symbol in die Hand. Mir fiel ein, dass sie ja noch immer diese Muschel hatte, deren Herkunft mir unbekannt war. Ich entschied mich jedoch, sie später dazu zu befragen. Wenn meine Vermutung stimmte, dann barg die Antwort einiges an Konfliktpotenzial, und ein Streit war das Letzte, was wir jetzt gebrauchen konnten. Zu ändern war es ohnehin nicht mehr. Glücklicherweise war das kleine Wäldchen genau so groß, dass wir uns in Sichtweite voneinander aufstellen und dabei gleichzeitig die gesamte Freifläche zwischen dem kleinen und dem großen Wald im Auge behalten konnten.

Es würde etwa zwei Stunden dauern, bis Pater Benedict wieder zurückkehren würde - Zeit genug, um meine Gedanken etwas zu ordnen und über das soeben Erlebte nachzugrübeln. Zunächst einmal war da natürlich die Frage, was wir da gerade gesehen hatten. Es erschien mir nur schwer vorstellbar, dass es sich um ein Lebewesen gehandelt hatte. Aber was hätte es sonst sein sollen? Eine Art natürliches Phänomen, eine chemische Reaktion, ausgelöst durch das Feuer? Dazu hatte es sich zu planmäßig bewegt. Hatten wir das Ding vielleicht nur halluziniert, unsere Gehirne weich geklopft durch die Ereignisse der letzten Tage und die Geschichten, die uns die Patienten erzählt hatten? Möglich wäre das. Im Grunde erschien mir das sogar noch am Plausibelsten, auch wenn ich mir nicht erklären konnte, warum wir dann alle zur gleichen Zeit das gleiche Ding halluziniert hatten. Oder handelte es sich tatsächlich um ein Monster aus der altägyptischen Mythologie? Fragen, die mir niemand würde beantworten können.

Tatsächlich tauchte Pater Benedict nach zwei Stunden wieder auf. In der ganzen Zeit war mir nichts Ungewöhnliches aufgefallen und auch Lady Gordon hatte nichts dergleichen signalisiert. Als sich der Pater näherte, sah ich, dass er zwei Benzinkanister dabei hatte. Seiner finsteren Miene entnahm ich jedoch, dass irgendetwas anderes nicht stimmen konnte. "Mrs. Stevens-McCormmick", grunzte er zur Begrüßung. "Sie ist abgehauen."

Pater Benedict berichtete, dass sie etwa nach zwei Dritteln der Strecke aufgewacht wäre. Irgendwie hätte sie es geschafft, sich aus den Fesseln zu befreien und wäre dann einfach in Richtung des großen Waldes gerannt. Es wäre alles so schnell gegangen, dass er nichts mehr hätte unternehmen können. Er hätte dann nur noch das Benzin geholt und sei so schnell wie möglich wieder hierher zurückgekommen.

Lady Gordon hatte wohl Pater Benedict gesehen und näherte sich uns nun. Als sie eingetroffen war, wiederholte der Pater seinen Bericht. "Haben Sie denn Dr. Tiller nicht gewarnt?", fragte Lady Gordon, "was ist, wenn sie zum Sanatorium rennt und ihm oder den Patienten etwas antut?" Pater Benedict blickte uns betroffen an und sagte nichts. Offenbar war ihm diese Möglichkeit nicht in den Sinn gekommen.

Wie dem auch sei, nun war es eh zu spät, um Dr. Tiller zu warnen. Wir verteilten den Inhalt der beiden Benzinkanister auf einer möglichst großen Fläche am Rand des kleinen Wäldchens, dann warfen wir ein Streichholz hinein. Fauchend loderte eine Feuerwand auf, die sogleich begann, sich in den Wald hineinzufressen. Schnell stellte sich jedoch auch hier heraus, dass das Spektakel rasch vorbei sein würde. Sobald das Benzin verbrannt war, verlor das Feuer merklich an Kraft. Um das feuchte Holz zu entzünden, hätte es zuvor wesentlich länger größerer Hitze ausgesetzt werden müssen, als es mit dem heftig, aber nur kurz brennenden Benzin möglich war. Auch weitere Kanister würden an dieser Tatsache nichts ändern.

Hilflos standen wir vor dem Wäldchen und mussten mit ansehen, wie sich unsere letzte Hoffnung, dieses Mistding heute doch noch zu erwischen, buchstäblich in Rauch auflöste. "Lassen Sie uns gehen", meinte Lady Gordon schließlich, "und nachsehen, was im Sanatorium los ist."

Wir luden die drei verbliebenen leeren Benzinkanister auf die Schubkarre und machten uns auf den Rückweg.

Ende Session 02.02.2008

Fortsetzung in Teil 22: Die verlorene Tochter
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2008, 00:00:19 von Halvar »
Take me out to the black, tell 'em I ain't comin' back.

Osric

  • Mitglied
Re: Cthulhu: Das Sanatorium
« Antwort #88 am: 13. Oktober 2008, 12:09:06 »

So, da Berandor mit seiner Story Hour fertig ist, musst du nun die Kohlen aus dem Feuer holen. Was ich damit sagen möchte: Wann geht es hier weiter?
Was würde Robert Jordans Frau dazu sagen?

Halvar

  • Mitglied
Re: Cthulhu: Das Sanatorium
« Antwort #89 am: 13. Oktober 2008, 18:58:15 »
Sorry, ich bin leider momentan anderweitig eingespannt... ich sag' mal ganz vorsichtig: Kommendes Wochenende. Aber versprechen kann ich leider nix.
Take me out to the black, tell 'em I ain't comin' back.

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