Autor Thema: "Der Sharner Kobold" Artikel 2008  (Gelesen 22198 mal)

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"Der Sharner Kobold" Artikel 2008
« Antwort #15 am: 19. April 2008, 13:36:20 »
Zitat
Erbe der ir’Kelelin in Sharn eingetroffen

19. Eyre 999 NBK

Sharn - Kurz nach Mitternacht traf die „Sternentaube“ in Sharn ein. Der Kapitän des Schiffs wählte absichtlich ein nächtliches Anlegen, um den Andrang der neugierigen Massen im Rahmen zu halten. Trotzdem waren zwei Dutzend besorgte Verehrerinnen anwesend, um den heimkehrenden Baron Magra’In ir’Kelelin in Sharn zu begrüßen.

Baron Magra’In ir’Kelelin war erst vor kurzem in einem Verlies in Sturmkap entdeckt worden. Im Laufe seiner Gefangenschaft verlor er sein Gedächtnis, wie uns sein begleitender Arzt Doktor Herribart Trauerspiel knapp mitteilte.

Umgeben von seiner Leibwache, der Abenteurergruppe „Die Schwarzen Wölfe“, wurde der Baron zu seiner Luftkutsche geleitet und verließ ohne weitere Stellungnahme das Landeplateau. Wie uns ein Matrose der „Sternentaube“ anschließend erzählte, war der Baron während der Reise äußerst schweigsam. Nur sein Arzt und seine Wachen durften die Kabine des Barons betreten. „Die Kabine sieht dreckig aus und stinkt nach Müll. Und gerade ich muss sie jetzt sauber machen.“, erzählte unser anonymer Informant weiterhin.

Lasyat Saltay, freier Reporter
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"Der Sharner Kobold" Artikel 2008
« Antwort #16 am: 19. April 2008, 13:43:31 »
In eigener Sache: Den Weg gefunden!

Sharn, 19. Eyre 999 NBK

Zitat
Liebe Leser,
soeben hat uns aus Glanzheim eine Meldung erreicht, die wir voller Freude an Sie weitergeben möchten. Unserer Außenredaktion in Aundair ist es gelungen, einen Exklusivvertrag mit der Stiftung der Wegfinder abzuschließen, der uns in der Zukunft befähigen wird, auf die Archive der Wegfinder zuzugreifen und so eine für unsere Leser unschätzbare Informationsquelle zu erschließen.

Der Vertrag erlaubt es uns außerdem, mit Mitgliedern der Stiftung Einzelverträge abzuschließen und diese als freie Mitarbeiter unserer Zeitung einzusetzen. Dies versetzt uns in die glückliche Lage, in Zukunft auch aus den Gebieten zu berichten, in denen der Aufenthalt unserer Mitarbeiter oft mit Gefahren verbunden sind, die zu bewältigen ein Journalist oft nicht ausgebildet ist. Natürlich unterliegen unsere Veröffentlichungen der Zustimmungspflicht der Stiftung der Wegfinder, aber wie Lord Boroman ir'Dayne, der trotz seiner Erkrankung immer noch sehr aktive Gründungsvater der Stiftung höchstpersönlich versprach, bedeutet das nicht, dass wir in unserer Berichterstattung durch allzu strenge Vorgaben eingeschränkt sein werden.

„Mir geht es nicht um Politik, mir geht es einzig und alleine darum, eine Möglichkeit zu finden, die Ergebnisse unserer Forschungsreisen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.“ so Lord ir' Dayne. „Und wie ginge das besser, als in Zusammenarbeit mit einem der unabhängigsten Zeitungsorgane Khorvaires, das schon mehrfach den Mut bewiesen hat, trotz politischer Repressalien heiße Themen anzupacken.“

Wie unsere aundairischen Mitarbeiter weiter berichteten, habe Lord ir'Dayne augenzwinkernd angefügt, dass er sich außerdem keine bessere Werbung für die Stiftung vorstellen könne. Der daraufhin geäußerten Frage, ob die Stiftung der Wegfinder etwa unter Mitgliederschwund leide, widersprach er aber vehement. „Wir haben immer Bedarf an fähigen Mitarbeitern, das ist richtig. Aber nur und ausschließlich aus dem Grund, dass es viel zu viele Dinge noch zu entdecken gilt und auch unsere Ressourcen natürlich nicht unendlich sind.“

Wie dem auch sei: Mit dem heutigen Vertragsabschluß beweist der Kobold jedenfalls zum wiederholten Male, die Speerspitze der Berichterstattung unserer geliebten Heimatstadt zu sein. Sie, liebe Leser, dürfen also schon in Kürze die ersten Ergebnisse dieser hoffentlich langen und fruchtbaren Zusammenarbeit erwarten.

Ihr ergebenster Diener,

Talamar ir'Gate,
Herausgeber des Sharner Kobolds
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"Der Sharner Kobold" Artikel 2008
« Antwort #17 am: 19. April 2008, 13:52:12 »
Zitat
Kleriker angesichts des Elends wahnsinnig?

19. Eyre 999 NBK

Sharn – In Trümmerfeld kam es gestern zu einem Skandal. Hauptmann Gregorius Sonnenstrahl und seine Männer geleiteten einen Kleriker der Göttlichen Heerschar nach Trümmerfeld hinein. Wie uns der Hauptmann berichtete, wollte der Auserwählte die Kranken heilen und den Armen helfen. Letzteres tat er dann auch unfreiwillig, als ihm sein Pegasus und sein Dackel gestohlen wurden.

Im Zentrum Trümmerfelds angekommen begann er dann über einer Sumpfparzelle zu schweben und eine Halblingsfrau zu beschwören, die nun ebenfalls schwebte und scheinbar blind war, da sie hilflos umher tastete.

Der Kleriker zog rasch die Aufmerksamkeit der Anwohner auf sich und rief aus, er wolle einen neuen Kult gründen. Dann zog er sein Schwert und blickte die Schaulustigen irre an, bevor ihn die örtlichen Sicherheitskräfte baten Trümmerfeld zu verlassen.

Ein Gelehrter aus dem Universitätsdistrikt erstellte daraufhin ein Verstandsprofil des Klerikers und kam zu dem Schluss, dass die gebrochenen Statuen und das Elend in Trümmerfeld für den Mann einfach zu viel gewesen seien. Des weiteren schloss der Gelehrte aus den Beobachtungen des Hauptmanns, dass es Gläubigen zu einfach gemacht werde, irre zu werden. Einzig  Bildung und Wissenschaft könnten Sorge dafür tragen, die wahre Erleuchtung zu erlangen.

Kaspá mel’Chior, Freier Mitarbeiter und Ihr Auge fürs Elend
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« Antwort #18 am: 19. April 2008, 13:59:35 »
Zitat
Neuer verrückter Sport in Sharn

19. Eyre 999 NBK

Sharn - Neue Sportarten erobern die Skyline unserer schönen Stadt. Soeben habe ich mit dem Erfinder der FreienLäufer und der B.A.S.E.-Springer Thavid Baelle gesprochen. Wir standen auf dem Gebäude der Centralbank vom Hause Kundarak.
Wie sind wir dorthin gekommen? Eine neue Sportart, das FreiLaufen, bringt den "CascadenLäufern", wie sich die Jungs nennen an jeden Ort der Stadt. Sie springen von Dach zu Dach, nutzen kleine Brücken, Seile und beklettern eine jede Fassade.
Doch was machen wir hier oben? Dazu Thavid: "Wir springen von den höchsten Gebäuden der Stadt und haben einen Federfallring, den wir kurz vor dem Aufschlagen auf dem Zielobjekt aktivieren."
Sie denken das ist verrückt?
Sehen Sie selbst. Noch heute, zur Feier des Sun's Blessing, werden die "CascadenLäufer" um Thavid Baelle ihre Künste über den Dächern von Sharn vorführen.
Verpassen Sie also nicht den neuen Trendsport in Sharn.

Es berichtete für Sie exklusiv vom Dach der Centralbank
Ihr F'ryan Coblebay
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Talamar

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"Der Sharner Kobold" Artikel 2008
« Antwort #19 am: 20. April 2008, 15:02:25 »
Super Danke, Werde ich die tage einbauen.
Ach ja, vielleicht solltet ihr im anderen Thread dann jeweils kurz vermerken bis wohin ihr das nach hier "transferiert" habt.
Against signatures!

Talamar

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    • http://www.dnd-gate.de
"Der Sharner Kobold" Artikel 2008
« Antwort #20 am: 24. April 2008, 09:32:21 »
So alles drin bis hier!

WIR BRAUCHEN MEHR :D
Against signatures!

Taysal

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"Der Sharner Kobold" Artikel 2008
« Antwort #21 am: 24. April 2008, 10:46:44 »
Hau die Mods tüchtig, damit sie schneller werden. ;) :D

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"Der Sharner Kobold" Artikel 2008
« Antwort #22 am: 28. April 2008, 10:45:00 »
Zitat
Noch ein Kindermord

28.Eyre 999 NBK

Sharn - Ein weiterer Kindermord in Sharn überschattete die Feierlichkeiten zu Ehren Dol Arrahs an unserem Sun's Blessing Feiertag.
Der kleine Franq Benlin wurde nach der Andacht tot im Tempelgarten gefunden. Seine Leiche wies starke Verletzungen auf und auf seiner Stirn fehlt ein Stück Haut.
Einige Passanten hätten eine schwerfällige Gestalt inmitten des Tempels verschwinden sehen. Die Wache hat den Glöckner, Salvatore, festgenommen.
Mehr können und dürfen wir zur Zeit noch nicht berichten (erst jetzt wurde die Nachrichtensperre wenigstens so weit gelockert, dass wir überhaupt darüber berichten dürfen), aber wir bleiben auch hier exklusiv für Sie bei der Sache.

Es berichtete für Sie aus dem Souvereign Tower, Ihr F'ryan Coblebay
« Letzte Änderung: 21. September 2008, 11:30:42 von Talamar »
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« Antwort #23 am: 28. April 2008, 10:48:25 »
Zitat
Attentat auf Kommandantin Iyanna ir'Talan

28. Eyre 999 NBK

Tavick's Garnison - Unbekannte haben letzte Nacht ein Attentat auf Iyanna ir'Talan , die Kommandantin der Wache verübt. Drei Personen, in braune Mönchskutten gekleidet und mit schweren Armbrüsten bewaffnet, haben durch ein offenes Fenster der Garnison auf unsere beliebte Kommandantin geschossen. Ein Bolzen verfehlte sie nur um Haaresbreite, ein Bolzen traf sie in ihrer linken Schulter und der Letzte traf sie direkt in die gepanzerte Brust. Ihrer hervorragenden Rüstung ist es zu verdanken, dass sie die Notoperation überlebte.
Die sofort eingeleitete Fahndung verlief bisher erfolglos.
Gerüchten zufolge soll die Kommandantin mit dem freischaffenden Detektiv Lloromar Graumantel eng zusammen gearbeitet haben, um den Kindermörder zu fassen. Sollte hinter dem Ganzen eine weit größere Verschwörung stecken?

Bleiben Sie dran, verpassen Sie nicht, wenn wir endlich exklusiv enthüllen, welch Verschwörung hinter dieser Geschichte steckt.

Es berichtete zeitnah und exklusiv für Sie aus Tavick's Landing,
F'ryan Coblebay
« Letzte Änderung: 21. September 2008, 11:32:10 von Talamar »
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« Antwort #24 am: 28. April 2008, 10:51:56 »
Zitat
Wieder Tavernenschlägerei im "Horse & Hearth" im North Market

28. Eyre 999 NBK

Sharn – Schon wieder haben wir von einer ausgedehnten Tavernenschlägerei aus dem "Horse & Hearth" zu berichten. Wie bei den vergangenen Malen, hat erneut eine Gruppe junger Wandler Ärger verursacht. Gaidan d'Ghallanda berichtet, dass sich die jungen Wandler auf bereits besetzte Plätze setzen wollten und die dort sitzenden Gäste zu vertreiben versuchten. Eine anwesende Gruppe Zwerge habe sich eingemischt, ein Wort das andere gegeben und dann hätten sie sein Gasthaus auseinander genommen.
Das beherzte Eingreifen des "Alten Marsk", eines Stammgastes, hat die Schlägerei sofort beendet, denn als einer der Wandler ein Messer zog, warf er mit zwei Wurfmessern nach ihm und traf ihn direkt in den Unterarm.
Der "Alte Marsk" ist seither verschwunden. Nur geben seine Wurfmesser Rätsel auf, denn gemäß der Wache sei bei der Untersuchung der offensichtlich magischen Dolche zutage getreten, dass der letzte Nutzer ein silberfarbener Drache gewesen sei...
Die Wandler werden noch heute Nacht dem Haftrichter vorgeführt und wahrscheinlich für eine längere Zeit weggesperrt werden.

Es berichtete für Sie aus dem North Market, ihr
F'ryan Coblebay
« Letzte Änderung: 21. September 2008, 11:33:17 von Talamar »
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« Antwort #25 am: 28. April 2008, 10:55:08 »
Zitat
Angeseher Xen'Drik Forscher dem Wahnsinn verfallen??

27. Therendor 999 NBK  

Xen'drik/Sharn - Gestern kehrte der angesehene Xen'drik-Forscher Magister Mobilus von einer seiner Expeditionen nach Sharn zurück. Leider scheint diese letzte Reise dem Magister den Verstand geraubt zu haben. Dauernd brabbelt er etwas von einer goldenen Stadt tief im Dschungel von Xen'drik, welche von Riesen erbaut wurde und laut den wirren Aussagen des armen Magisters von schwarzhäutigen Mischwesen, halb Elf, halb Skorpion, bewacht wird.

Leider hat aber außer dem treuen Wiesel des Magisters, welches ihn immer begleitet, niemand sonst diese Expedition überlebt.  

Um seinen geistigen Zustand zu stabilisieren, wurde Magister Mobilus in ein Sanatorium des Hauses Jorasco eingeliefert, um dort von seinen Wahnvorstellungen geheilt zu werden.

Sobald es Neuigkeiten um diesen herausragenden Wissenschaftler gibt, werde ich natürlich darüber berichten.

Argolf Graubuckel
« Letzte Änderung: 21. September 2008, 11:35:17 von Talamar »
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« Antwort #26 am: 28. April 2008, 11:02:05 »
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Zarra'ashkas Tagebücher

28. Eyre 999 NBK

Sharn - Wie vor kurzem angekündigt hat sich die Wegfinder-Stiftung bereit erklärt, zwecks regelmäßiger Berichterstattung über ihre Abenteuer, Funde und Forschungsergebnisse mit dem Sharner Kobold zusammenzuarbeiten. Wir freuen uns, Ihnen mit den Tagebucheinträgen der Wegfinderin Zarra'ashka d'Velderan die ersten Ergebnisse dieser Zusammenarbeit präsentieren zu dürfen und wünschen Ihnen gute Unterhaltung.

-Vorwort von Talamar ir' Gate, Herausgeber des Sharner Kobolds


Zarash'ak, 10. Therendor 999 NBK
Als ich die Zusammenkunft mit dem Triumvirat verließ, schlug mir das Herz bis zum Hals. Vor Aufregung, denn der Auftrag, den ich soeben erhalten hatte, war eines Jägers Boldreis mehr als würdig. Und Gelegenheit zum Jagen werde ich in Droaam sicher bekommen, auch wenn meine Mission diplomatischer Natur ist. Ich bin zur persönlichen Adjudantin Kundran d'Torrns in Grauwall ernannt worden, und soll ihm dabei behilflich sein, die Interessen Tharashks in Droaam zu vertreten. Zwar halten sich die drei Hexen an die mit uns geschlossenen Verträge, doch kommt es immer wieder zu Übergriffen auf die Arbeiter in unseren Minen. Man könnte fast meinen, so mancher Einwohner Droaams hofft auf diese Weise, seine Eignung als Söldner unter Beweis zu stellen. Wir gedenken jedenfalls, das Angebot anzunehmen. Sollen sich die Bestien anderswo die Schädel einschlagen, das macht doppelten Profit für uns. Und ich darf jagen.

Morgen geht es los, ich habe einen Platz auf der „Silberharpune“ gechartert, einer Galeere, die die Küstengewässer zwischen Zarash'ak und Vralkek befährt. Das hat die Findergilde ein paar Galifar gekostet, aber dafür segelt das Schiff ausnahmsweise bis nach Sharn. Ein Umweg gewiss, doch lernt der Jäger, sich auf dem Weg zur Beute keinen ungewissen Risiken auszusetzen, und der Landweg quer durch Droaam ist eine Mutprobe, der man sich in meiner Position nicht mehr aussetzen darf. Eines Tages vielleicht, doch jetzt heißt es, geduldig zu bleiben.


Sharn, 14. Eyre 999 NBK
Die Seereise war so ermüdend wie erwartet. Zum Glück hielt die „Silberharpune“ sich immer an der Küste in flachen Gewässern, mein Magen verträgt das Geschaukel auf Hoher See nicht allzugut. Und immerhin ermöglichte es mir einen tiefen Einblick in die Wildnis Droaams. Mein neues Jagdgebiet gefällt mir schon jetzt, ich kann es kaum erwarten, dort anzukommen.
In Sharn erwartete mich eine kleine Überraschung. Aber offenbar hatte die Stiftung der Wegfinder beschlossen, lange genug auf meine Dienste verzichtet zu haben. Weiß der Raffer, wie ir'Dayne an diese Information gekommen ist, aber irgendwie hat er Wind von meiner Reise nach Droaam bekommen. Er trägt das Blut von Jägern und Spurenlesern in sich, so viel ist gewiss.
Und gering genug ist seine Bitte. Ich soll Kopien meiner Tagebucheinträge an den Sharner Kobold übermitteln, einer Zeitung, die sich kürzlich vertraglich die Berichterstattung über die Aktivitäten ausgewählter Wegfinder gesichert hat. Tharashk kann gute Presse brauchen, es wäre also dumm, mich zu verweigern.

Wroat, 20. Eyre 999 NBK
Die Blitzbahn brachte mich an einem Tag nach Wroat, der Hauptstadt Brelands. Ich hatte kaum Zeit mich umzusehen. Doch fiel mir die Ruhe auf, die für eine so große Stadt eher ungewöhnlich ist. Ein paar Nachfragen ergaben, dass König Boranel im Moment auf Schloss Arakhain verweile, da er demnächst vorhabe, an einer Feierlichkeit im nahe gelegenen Städtchen Ardev teilzunehmen. Wie der Zufall es will, liegt dieser Ort auf meiner Reisestrecke, und ich komme gerade rechtzeitig, um selbst dieses Fest zu besuchen. Ich bin gut in der Zeit, ein kleiner Zwischenhalt und eine kurze Rast wird nicht schaden. Ich will ausgeruht sein, wenn ich den Boden Droaams zum ersten Mal betrete.

Aus den Tagebüchern der Wegfinderin Zarra'ashka d'Velderans
« Letzte Änderung: 21. September 2008, 11:38:21 von Talamar »
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« Antwort #27 am: 28. April 2008, 11:28:24 »
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Kircheneinweihung in Ardev

 28. Eyre 999 NK

ArdevEndlich ist es soweit, die letzten Baumaßnahmen sind vollendet und somit steht nichts der Einweihung der neuen Kirche der göttlichen Heerschar in Ardev im Wege. Mancher Leser wird sich vielleicht erinnern, dass die alte Kirche vor etwa 5 Jahren bei einem Großbrand bis auf die Grundmauern zerstört wurde. Es ist vor allem der Großzügigkeit Boranel ir'Wynarns zu verdanken, dass innerhalb so kurzer Frist der Neubau vollendet werden konnte.

In zwei Tagen soll nun die Einweihung der Kirche feierlich begangen werden und neben vielen geistlichen Würdenträgern freuen sich die Einwohner Ardevs vor allem auf das gestern offiziell bestätigte Erscheinen der Königsfamilie, die sich gerade auf Schloss Arakhain aufhält und die Gelegenheit nutzen möchte, den Bürgern dieser Kornkammer Brelands einen Besuch abzustatten.

Wir werden natürlich von den Feierlichkeiten berichten. Wer aber noch persönlich an der Einweihung teilnehmen möchte, sollte sich so schnell wie möglich um eines der wenigen noch freien Zimmer in den Herbergen Ardevs bemühen, da der Andrang beträchtlich ist und die Anwesenheit nahezu aller Bewohner der Region erwartet wird. [wq]
« Letzte Änderung: 21. September 2008, 11:39:31 von Talamar »
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« Antwort #28 am: 28. April 2008, 11:32:28 »
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Beste Wurst des Brelandes gekürt

28. Eyre 999 NK

Sharn - Der zweijährliche kulinarische Kongress der „Ritter von der Wurst“ und die Vergabe des „Wurstordens zu Breland“ fand auch dieses Jahr wieder in Sharn, unserer prächtigen Heimat statt. Durch die zentrale Lage, das angenehme Klima, die gut ausgebauten Straßen und den geschäftigen Hafen, war Sharn natürlich prädestiniert für den Kongress.

Die Richter setzten sich - wie üblich - aus einem Rat von sieben Rittern der Wurst zusammen, allesamt erfahrene und bekannte Meister ihrer Zunft. Den Vorsitz führte Herzog Botellus ir’Fastidium, selbst mehrfacher Preisträger des „Wurstordens zu Breland“.

Auch die Teilnehmerriege konnte sich sehen lassen. So nahmen Fleischer aus dem fernen Karrnath mit ihren Knochendärmen ebenso am Kongress teil, wie halborkische Schlachter aus Darguun, die „Rohwurst mit geheimer Zutat“ vorstellten.

Im Mittelpunkt des Kongresses und den anschließenden Wettbewerbs stand jedoch der zwergische Hundewurstverkäufer Dengin DeVrock. Es handelt sich dabei um einen Einheimischen aus der Maschinerie, der mit seiner salamiartigen Hundewurst für Aufsehen sorgte. Allerdings trug er abgenutzte Kleidung und sein Bart war nur grob gekämmt. Ein günstiger Wind erlaubte mir einen Blick unter seinen Kilt und auch dort erblickte ich nichts, was der Rede wert ist.

Herr DeVrock fühlte sich jedenfalls durch die stetig wachsende Zahl an Stammkunden bestätigt, seine Hundewurst der breiten Öffentlichkeit vorzustellen und um die Aufnahme in die Bruderschaft der Ritter von der Wurst zu bitten. Bei allen Vorbehalten meinerseits und der werten Ritterschaft, so ist die Wurst des Herrn DeVrock tatsächlich eine unbeschreibliche Gaumenfreude – vor allem in hauchdünne Scheiben geschnitten und auf Kaviar serviert.

Allerdings lehnte Herzog Botellus ir’Fastidium eine Aufnahme in die Ritterschaft ab, nachdem bekannt wurde, dass die Hundewurst keineswegs aus Hund besteht, nein, nicht einmal Fleisch als Zutat beinhaltet.

Dies musste Dengin DeVrock der Ritterschaft offen legen. Das genaue Rezept ist natürlich geheim, doch wie mir ein prächtig bestückter und gut aussehender Ritter der Wurst in der Nacht zuflüsterte, scheint Herr DeVrock eine besondere Pilzart an den Sharner Klippenhund zu verfüttern. Der Klippenhund kann diese Pilze kaum verdauen und scheidet sie nach kurzer Zeit wieder aus. Dabei wird die Struktur und Konsistenz des Pilzes leicht verändert, so dass Dengin DeVrock mittels einer nur ihm bekannten Verfahrensweise die Masse zur Hundewurst verarbeiten kann. Wie eklig!

Den Orden erhielt übrigens Gräfin Scortillum ir’Fastidium für ihre Bratsülze.

Maja Rosette, Gesellschafterin und Expertin für den Adel
« Letzte Änderung: 21. September 2008, 11:40:30 von Talamar »
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Nathan Grey

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"Der Sharner Kobold" Artikel 2008
« Antwort #29 am: 29. April 2008, 09:22:53 »
Zitat
Sharner Jugend verkommt immer mehr!

Sharn – Die Jugendlichen Sharns haben sich in den Jahren nach dem Krieg an ein Leben in Frieden und Wohlstand gewöhnt, so eine Kernaussage des gestrigen Symposion im Hause des Graf Heugen ir’Wareland.

Nach einem üppigen Abendmahl zogen sich die geladenen Gäste ins Efeuzimmer des Anwesens zurück, tranken mit Blüten gewürzten Wein und opferten die jeweils letzten Tropfen der Kelche im entzündeten Kaminfeuer der heiligen Olladra.

Nach dem die Dienerschaft Obst aus Xen’drik und klares Zauberwasser auftrug, eröffnete der Gesellschaftsgelehrte Baron Notalp ir’Nigiro die Gesprächsrunde mit einem Lied zu Ehren Aureons und gab das Thema des Abends an.

ir’Nigiros Forschungen nach, ergibt sich die Jugend Sharns immer mehr der Völlerei, wobei vor allem alkoholische Getränke und teure Köstlichkeiten aus Xen’drik im Mittelpunkt ständen. Auch die anderen Gäste des Abends nahmen nun – nach einem kleinen Aureon-Vers – am Gespräch teil und legten ihre Meinungen offen. Auch die moralische Verkommenheit, vor allem innerhalb des neuen Geldadels, stand im Mittelpunkt, ebenso die laxe Einstellung jugendlicher Drachenmalträger, denen man doch zukünftig wohl kaum die Führung der Drachenmalhäuser übertragen könnte.

Nach einer hitzigen und sachlichen Diskussion von über vier Stunden, beendete Baron ir’Nigiro den Abend mit einem kleinen Rätsel, das von Graf Heugen ir’Wareland unter Beifall bravourös gelöst wurde. Anschließend zogen sich die Gäste in ihre Zimmer zurück, um sich dort mit ausgewähltem Personal des Gastgebers zu vergnügen.

Kaspá mel’Chior, Freier Mitarbeiter und Ihr Ohr in den reichen Häusern
« Letzte Änderung: 21. September 2008, 11:41:48 von Talamar »