Autor Thema: Alternative: Kritische Treffer  (Gelesen 3084 mal)

Beschreibung:

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Lhor

  • Mitglied
Alternative: Kritische Treffer
« am: 02. April 2008, 16:43:56 »
Hi Leute!
Ich hab mir was überlegt und wollte das erst erarbeiten, wenn ich da ein bisschen Senf dazu habe.
ich will das Kritische Treffer System abwandeln. Und zwar so:

Waffen haben keine festgelegte Bedrohungschance mehr, sondern die ist Situationsabhängig.

z.B.
Waffe: Kriegshammer
Bedrohungspunkte: 2
Bedrohungssituation: Über Kopf, Sunder

Bedrohungspunkte heisst, man verbessert die von ALLEN inzwischen ausgehende Bedrohung von 20/x2 um zwei Kategorien. Entweder den Multiplikator oder die Wahrscheinlichkeit. Also man kämpft präzise oder brachial.
Also bei 2 Punkten z.B. könnte das 20/x4 sein.

ABER diese Punkte gibts nur in der Bedrohungssituation.
Hier:
Über Kopf: Der Gegner muss entweder liegend sein oder du hast einen Höhenvorteil, oder er ist kleiner wie du.

Sunder: Bei Attacken gegen Gegenstände gilt die Bedrohung auch.

Bei Dolch hab ich an so Sachen wie "Flat-Footed" "Feint" und so als Bedrohungssituation gedacht
bei Speeren an Sturmangriff und Sturmangriff verteidigen usw.

Also so die Grundidee. Sie soll den Zweck haben, den Kampf abwechslungsreicher zu machen, da die Spieler was tun müssen um diese Situation zu erhaschen.
Natürlich ein wenig auf Kosten von höherem Regelaufwand, klar.

Was hält ihr davon und wenn ihrs nicht total scheisse findet, was hättet ihr für Vorschläge?
 :D
„Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.“
Arthur Schopenhauer

Nightmare

  • Mitglied
Alternative: Kritische Treffer
« Antwort #1 am: 02. April 2008, 16:57:55 »
Erstmal stellt sich mir die Frage warum das ganze? Ich halte es für komplizierter als bisher und sehe den Sinn des Mehraufwands (noch) nicht.

Zitat
Sunder: Bei Attacken gegen Gegenstände gilt die Bedrohung auch.


Zitat von: "SRD"
Objects are immune to nonlethal damage and to critical hits.


Folglich wäre die Bedrohungschance in diesem Fall ziemlich nutzlos, es müssten also andere Bedingungen her. Aber ich nehme mal an, Sunder war ohnehin nur ein aus der Luft gegriffenes Beispiel, oder?

Gruß,
Nightmare
Lange verschollener Idiot.

Boerda

  • Mitglied
Alternative: Kritische Treffer
« Antwort #2 am: 02. April 2008, 16:59:21 »
Zitat
Also so die Grundidee. Sie soll den Zweck haben, den Kampf abwechslungsreicher zu machen, da die Spieler was tun müssen um diese Situation zu erhaschen.


1. Tja...dann "erhascht" man die Situation 10 mal mit Mühe und Not und macht dann beim 10ten mal einen "verbesserten Kritischen" (auf lange Sicht). Scheint mir nicht sehr motivierend, mich für eine potentielle Chance abzurackern, die je nach Würfelglück nicht eintritt.
Beim Schurken hat man ja ein ähnliches Stellungsspiel, aber da ist die "Belohnung" sneaken zu können greifbarer.

2. Scheint mir auf den ersten Blick nochmehr das "Golftaschen-Syndrom" zu fördern.

3. Es ist allgemein leichter, die Bedrohungsreichweite zu erhöhen als den Multiplikator, deshalb ist das anscheinend eine willkommene Möglichkeit zum Missbrauch. Stacking der Verbesseungen mit keen, improved crit etc. muss geregelt werden.

4. Meine Persönliche Meinung: lieber weniger Regeln als mehr. Sehe keinen Spassgewinn für "höherem Regelaufwand".

Rogan

  • Contest 2010
Alternative: Kritische Treffer
« Antwort #3 am: 02. April 2008, 17:58:52 »
Auf der Suche nach Vereinfachungen hatte ich mir folgendes ausgedacht, um auf den Überprüfungswurf zu verzichten:

Statt "19-20/x2" heißt es "9-10/x2". Eine gewürfelte 9 oder 10, die trifft, ist automatisch ein kritischer Treffer. Kein Überprüfungswurf.

Ich hab es noch nicht getestet, denke aber, dass es funktionieren müsste.
Neustart!

AnOceanSoul

  • Mitglied
Alternative: Kritische Treffer
« Antwort #4 am: 04. April 2008, 09:24:13 »
Zitat von: "Rogan"
Auf der Suche nach Vereinfachungen hatte ich mir folgendes ausgedacht, um auf den Überprüfungswurf zu verzichten:

Statt "19-20/x2" heißt es "9-10/x2". Eine gewürfelte 9 oder 10, die trifft, ist automatisch ein kritischer Treffer. Kein Überprüfungswurf.

Ich hab es noch nicht getestet, denke aber, dass es funktionieren müsste.


In meinen Augen helbest du dadurch komplett aus, dass man gegen Stärkere Gegner (z.B. 'Endgegner') kritische Treffer starten kann. Was ich ehrlich gesagt etwas öhm... unschön finde. Dann geht ein gewisses Spannungselement verlohren. Und wenn n Gegner so ne niedrige RK hat, dass man mit ner 9 oder 10 locker gegen kommt, dann braucht man eigentlich auch keine kritischen Treffer mehr (weil er sowieso nach n paar Schägen platt ist)

Ich find das aktuelle kritische Treffersystem nice. Wenns einem zu viel gewürfle ist, kann man ja den Überprüfungswurf weglassen -.-
Think the rulebook has all the answers? Then let's see that rulebook run a campaign! - Mike Mearls

Rogan

  • Contest 2010
Alternative: Kritische Treffer
« Antwort #5 am: 04. April 2008, 10:11:12 »
Ja, da verändert sich was.

Bei meiner Variante würden leicht zu treffende Gegner häufiger einen kritischen Treffer kassieren (da kein Überprüfungswurf) , schwierig zu treffende Gegner seltener (da eine reine 10 gewürfelt werden muss).

Nicht immer macht sich die Stärke des Endgegners an seiner RK fest, aber wenn, dann muss der Kämpfer gut gebufft sein, um seinen kritischen Treffer landen zu können. Endgegner mit z.B. vielen TP und schlechteren RK kassieren häufiger kritische Treffer.

Zitat
Ich find das aktuelle kritische Treffersystem nice. Wenns einem zu viel gewürfle ist, kann man ja den Überprüfungswurf weglassen -.-
Ich komme mit dem aktuellen System auch zurecht. Ich bin auch der Meinung, dass wenn man Änderungen am 3E-Regelsystem durchführen will, es eher in Richtung "Vereinfachen" tun sollte.

Den Überprüfungswurf wegzulassen, erschafft größere Balanceprobleme, denke ich.
Neustart!

AnOceanSoul

  • Mitglied
Alternative: Kritische Treffer
« Antwort #6 am: 04. April 2008, 11:06:11 »
Zitat von: "Rogan"
Bei meiner Variante würden leicht zu treffende Gegner häufiger einen kritischen Treffer kassieren (da kein Überprüfungswurf) , schwierig zu treffende Gegner seltener (da eine reine 10 gewürfelt werden muss).


Bei schwächeren Gegner ist das natürlich nice. Allerdings wird die Schwäche der Gegner schon durch die niedrige RK oder z.B. die Möglichkeit für Sneaken dargestellt. Ich denke schwache Gegner werden dadurch noch schwächer, starke noch etwas Stärker.

Zitat
Nicht immer macht sich die Stärke des Endgegners an seiner RK fest, aber wenn, dann muss der Kämpfer gut gebufft sein, um seinen kritischen Treffer landen zu können. Endgegner mit z.B. vielen TP und schlechteren RK kassieren häufiger kritische Treffer.


Stimmt. Allerdings wird es doch öfter mal auch über die RK dargestellt. Wenn man also für einen Gegner mehr als eine 11 bräuchte um die RK zu überwinden, wäre es effektiv unmöglich einen Kritischen zu landen. Was in meinen Augen die Unbalance so verstärkt, dass ich lieber nen 2. Wurf in kauf nehme.


Zitat
Den Überprüfungswurf wegzulassen, erschafft größere Balanceprobleme, denke ich.

Wir hatten es bis vor einiger Zeit immer weggelassen und es ist nicht aufgefallen. Und es galt ja nicht nur für die Spieler sondern auch für die Gegner, somit gleicht sich die Wahrscheinlichkeit für einen Kritischen aus. Er findet nur öfter statt.
Think the rulebook has all the answers? Then let's see that rulebook run a campaign! - Mike Mearls

Lhor

  • Mitglied
Alternative: Kritische Treffer
« Antwort #7 am: 04. April 2008, 13:29:03 »
Öhm... und was ist mit meinem Problem?
ich mein, ist schon interessant die Idee...
„Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.“
Arthur Schopenhauer

Rogan

  • Contest 2010
Alternative: Kritische Treffer
« Antwort #8 am: 04. April 2008, 14:09:47 »
@Lhor: Ich stimme Boerda in allen Punkten zu.
@AOS: Deine Analyse stimmt
Zitat
Wenn man also für einen Gegner mehr als eine 11 bräuchte um die RK zu überwinden, wäre es effektiv unmöglich einen Kritischen zu landen.
Mal sehen, ob mir noch etwas besseres einfällt.

Auf den Überprüfungswurf zu verzichten, stärkt die schwachen Gegner jedoch überproportional. Wenn Du als Endkampf das Scenarion "Viele Gegner gegen wenig Helden" fährst, dann treffen im Extremfall die Gegner die Helden gar nicht oder immer kritisch.
Neustart!