Autor Thema: Gate-Treffen: The Riddle of Steel  (Gelesen 1255 mal)

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Tzelzix

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Gate-Treffen: The Riddle of Steel
« am: 27. April 2008, 16:26:39 »
Was ist das Rätsel des Stahls?

Dieses Rätsel dürfen einigen aus den Geschichten rund um Conan bekannt sein, in diesem speziellen Fall aber ist "The Riddle of Steel" der Name eines Rollenspielsystems, welches als Indie-RPG seinen Weg im bekannten Forum The Forge begonnen hat. Der Kernpunkt dieses Systems ist die (realistische) Ausgestaltung des Kampfs durch ein dynamisch, taktisches System, welches versucht, den Kampf zwischen zwei Duellanten zu simulieren. Inwieweit das gelingt, könnt ihr dann hoffentlich selbst beantworten. ;)

Die Grundlagen
"The Riddle of Steel" ist ein klassisches Pool-System, bei dem Proben immer mit einer Anzahl W10 gegen eine "Target Number (TN)" durchgeführt werden. Die TN sagt aus, welche Würfel als Erfolg zählen und welche als Mißerfolgt. Fertigkeiten werden z.B. direkt über die TN charakterisiert, so dass man hoch anfängt und diese dann mit der Zeit runterkaufen kann.

Die "Dynamik" im Kampf basiert darauf, dass man nur einen Pool hat, aus dem man Verteidigung und Angriff bestreiten muss. Verschiedene Manöver (welche auch von der eingesetzten Waffe / Schild abhängen) verfeinern diese Basis noch durch besondere Optionen (Finten, Gleichzeitige Attacke/Parade, etc.). Desweiteren wird Bewegung sehr abstrakt behandelt und nicht auf einem Bodenplan ausgebreitet. Würfel aus dem Kampfpool können nämlich "abgezweigt" werden, um z.B. einen Gegner aus zu manövrieren, so dass dieser keine Chance hat, gegen einen zu agieren.

Eine große Besonderheit von "The Riddle of Steel" gegenüber klassischeren Systemen sind die "Spiritual Attributes (SA)", welche analog zu den geistigen und körperlichen Attributen einen Charakter definieren. Die Motivationen und Ziele eines Charakters werden auf diese Weise in definierte Kategorien erfasst und mit einem Wert belegt, der zwar nicht notwendigerweise eine Aussage über die Priorität macht, aber anzeigt, wie sehr ein Charakter besser würde, wenn es um die definierte Sache geht. Ein Beispiel hierfür ist ein ungeheuerlicher Akt körperlicher Kraft in der Not, um z.B. die Geliebte aus den Trümmern des eigenen Hauses zu bergen. In diesem hat z.B. der Retter ein SA "Passion (Liebt seine Freundin)" von 2 und bekommt somit 2 Würfel zu seinem Pool hinzu, wenn er versucht etwas für diese Liebe zu tun. Der Kernpunkt dabei ist Dramatik und die Förderung von "sinnvollen" Handlungen im Rahmen des Charakterkonzepts.
Die Spirituellen Attribute dienen nämlich außerdem als "Erfahrungspunkt". Der Spielleiter vergibt z.B. nach der gelungenen Rettung (die natürlich mit großen Gefahren verbunden war) einen Punkt zur "Passion". Damit wird der Charakter automatisch besser, wann immer seine Liebe im Spiel ist, aber er kann dieses Attribut auch "aufkaufen", um seine körperliche Stärke zu erhöhen. Auf diesem Weg bleiben die Ziele der Charakter dynamisch und veränderlich, da man sie jederzeit aufkaufen und verändern kann (aus Liebe wird Hass, aus einem Schwur vielleicht ein neuer, usw.)

Ein paar mehr Details

Auf der Website des Publishers finden sich die Quick Start Rules, die schon einen feinen Eindruck in das Spielkonzept geben. Ich habe mir zudem noch die Mühe gemacht und deutsche Kampfkarten erstellt, mit denen man mit wenigen Blicken seine verfügbaren Manöver überschauen kann, die mit einem bestimmten Kampfstil möglich sind. Der Ablauf eines Duells zwischen zwei Kämpfern geht normalerweise wie folgt los:

1. Die Kämpfer umkreisen sich bis jemand attackiert
Die initiale Initiative wird durch das gleichzeitige Werfen eines farbigen Würfels (rot oder weiß) ermittelt, wobei rot = Angriff und weiß = Abwarten/Verteidigung. Hierdurch kann es passieren, dass beide Kämpfer aufeinander zustürmen und gleichzeitig angreifen und sich damit nicht verteidigen können.

2. Ist einmal diese erste Initiative geklärt verläuft der Kampf in Runden ab, die in je zwei Phasen geteilt sind. Über diese zwei Phasen wird der Kampfpool nicht aufgefrischt, von Runde zu Runde jedoch schon. Daher muss man sich gut überlegen wie man seine Würfel verteilt. Hat man selbst die Initiative, kann man seine Angriffsaktion ansagen und dieser Würfel zu teilen. Der Verteidiger wählt dann seine Aktion und teilt ebenfalls Würfel zu. Hat der Angreifer mindestens einen Nettoerfolg (Angriffserfolge - Verteidigungserfolge) liegt ein Treffer vor (dazu gleich mehr). Bei Gleichstand gibt es keinen Treffer, aber die Initiative verbleibt beim Aggressor. Ist die Verteidigung erfolgreich, verliert der Aggressor die Initiative und kann in der nächste Phase selbst angreifen.

The Riddle of Steel arbeitet mit recht detaillierten Angriffszonen und vermeidet abstrakte Trefferpunkte. Stattdessen kann ein Angreifer wählen, wohin er schlagen möchte (z.B. Von schräg links oben) und dann wird ermittelt (per W6), was genau er in der Region getroffen hat. Schadensschwere ist eine Summe aus Kraft, Waffe und den Nettoerfolgen minus Rüstung und natürlicher Toughness. Es gibt Wunden von 0 bis 5, wobei eine Wunde 5 meistens den Tod bedeutet. Jede Wunde ist mit Auswirkungen in Form von Schock, Schmerz und Blutverlust versehen, wobei Schock unmittelbar Würfel aus dem Kampfpool entfertn, Schmerz dies dauerhaft macht (2 Schmerz -> zwei Würfel weniger im Pool den Rest des Kampfes) und Blutverlust separat behandelt wird (dabei aber nicht minder tödlich sein kann).

Das ganze System ist ungemein tödlich, daher sollten Kämpfe im Prinzip nur angestrengt werden, wenn man weiß, dass man im Vorteil ist (oder auch SAs einwirken). Es gibt noch eine Menge Feinheit wie das Kaufen von Initiative, den Fernkampf, Terrainproben, usw., die ich jetzt nicht tiefgehend erklären möchte, dazu besteht noch genug Gelegenheit, wenn wir an einem Tisch sitzen. Fragen beantworte ich natürlich gern.
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Tzelzix

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Gate-Treffen: The Riddle of Steel
« Antwort #1 am: 27. April 2008, 16:40:16 »
Das Szenario
Es herrscht Krieg im Xanarischen Empire, die aufstrebende Nation Gelure hat ihre Truppen in Stellung gebracht und belagert so wohl zur See als auch an Land die Grenzen des Landes. Die Truppen des Kaisers sind somit an den Grenzen gebunden und im Inneren des Landes sieht man selten Soldaten oder andere waffenfähige Männer, die in der Lage sind, für Recht und Ordnung zu sorgen. Die vielen Taugenichtse, die früher nur schlechte Chancen hatte, fette Beute auf den Handelsrouten zu machen, haben die Zeichen der Zeit erkannt und so kommt es zunehmendzu Überfällen und marodierenden Banden, die sich nehmen, was immer sie wollen.
Besonders an der Küste ist die Lage ernst, da schon seit einer Weile keine Versorgungslieferungen mehr die kleinen Fischerdörfer erreicht haben, um dringend benötigte Vorräte zu liefern. Die Flotte von Gelure hält die xanarische Marine in Atem und überfällt immer wieder kleinere Siedlungen, abseits der großen Häfen. Ob nun medizinische Güter, Saatgut oder Waren des Alltags, alles wird knapper und der risikofreudige Händler hat gute Chance auf ein lohnendes Geschäft. Das Handelshaus Delmaine ist sich der allgemeinen Lage wohl bewusst und hat daher eine Hand voll Männer angeheuert, um die wertvolle Lieferung, die innerhalb weniger Tage den kleinen Ort Harborside erreichen muss, gut zu beschützen. Der alte Steradian Delmaine hat keine Mühen gescheut und seine Söhne Rinaldo und Fransciso herbei gerufen, die zusammen mit Geralt und Stefan, Kameraden aus ihrer Zeit bei der Armee und dem Frenden Haruk die Reise nach Harborside antreten sollen. Doch scheint es nicht nur um den Transport einefacher Waren zu gehen, denn Steradian hat auf einen Schwur zum Schutz des Wagen bestanden und betont immer wieder, dass die transportierte Ware "geheim" ist und schwer beschützt werden muss....

Die Charaktere
Rinaldo Delmaine - Lieblingssohn von Steradian und Taugenichts mit einem ordentlichen Riecher für gute Geschäfte und ein lässiges Leben.
Francisco Delmaine - der verlassene und dennoch zurück gekehrte Sohn von Steradian, dessen Hass tief in seinem Innersten brodelt
Geralt - ein einfacher, aber rechtschaffener Mann, der seine Frau über alles liebt
Stefan - ein Mann des Genusses, der auch die Frau seines besten Freundes Geralt nicht verschmäht hat.
Haruk - ein Fremder aus fernen Länder, Kundschafter, Glücksspieler und Missionar.

Wenn ihr euch bereits jetzt für einen Charakter entscheiden wollt, sende ich euch alle nötigen Unterlagen gern zu, so dass auch noch ausreichend Zeit für Fragen ist. Wenn nicht, gibt es die Papierbündel eben in Eschwege. ;)
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Berandor

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Gate-Treffen: The Riddle of Steel
« Antwort #2 am: 27. April 2008, 21:59:39 »
Missionar? Sollte das in üblichen Sinn verstanden werden – gibt es Magie bzw. Göttermagie in dem System oder der Welt?

Ich schwanke zwischen Harun, Francisco (und vielleicht Stefan).
Bitte schickt mir keine PMs hier, sondern kontaktiert mich, wenn nötig, über meine Homepage

Furlong

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Gate-Treffen: The Riddle of Steel
« Antwort #3 am: 27. April 2008, 22:26:56 »
Mich interessieren Francisco und Geralt vom Bauchgefühl am meisten.

Furlong

Berandor

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Gate-Treffen: The Riddle of Steel
« Antwort #4 am: 27. April 2008, 22:36:43 »
Ich hab zuerst Francisco gesagt! (Nur zur Sicherheit :-))
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Tzelzix

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Gate-Treffen: The Riddle of Steel
« Antwort #5 am: 28. April 2008, 06:45:42 »
Magie ist an dieser Stelle ausgeklammert, da dies zusätzliche Komplexität bedeutet. Darüber hinaus sind Magier auch wirklich mächtige Gestalten, vor denen man meistens lieber wegläuft als sich mit ihnen anzulegen (so man denn kann). Die D&D-typische Balance zwischen den Klassen ist hier völlig ausgeklammert, um den Stil des Spiels zu betonen. Also in dem Sinne eher rare magic und auch nicht wirklich so flashig wie D&D das kennt. Dennoch durchaus auch weltverändernd.

Göttermagie gibt es im Sinne von kleinen Wundern und dergleichen als Erweiterung zu den Grundregeln zwar, das habe ich mir bis dato aber nicht sehr genau angeschaut, da mich an TRoS eigentlich mehr die Aspekte des mundanen Lebens interessiert haben. Religion hat einen  festen Platz in den Spirituellen Attributen, da jeder Charakter ein "Faith" besitzen muss, das hat aber nicht notwendigerweise irgendwelche Auswirkungen, da man trotzdem nicht tief gläubig sein muss. Das soll im Prinzip nur darstellen, dass man immer an irgendetwas glaubt. Haruk ist in dem Sinn ein Missionar, als dass er zum einen einer fremden Religion angehört und zum anderen seine SAs in eine Richtung gehen, dass er Andersgläubige entweder gering schätzt oder von seinem Glauben überzeugen würde. Zudem geht sein Schicksal mit seinem Glauben einher. Im Spiel muss das aber nicht heißen, dass man den anderen Charakteren die ganze Zeit mit seiner Religion auf die Nerven geht, passt auch gar nicht so zu Haruk, da dieser gar nicht so offenherzig ist.
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Berandor

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Gate-Treffen: The Riddle of Steel
« Antwort #6 am: 28. April 2008, 07:08:31 »
Nachdem ich drüber geschlafen habe werde ich wohl am Besten ein Namenstrauma los.

Stefan bitte.
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Tzelzix

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« Antwort #7 am: 29. April 2008, 13:19:14 »
Ok, ich warte dann jetzt noch ein,zwei Tage und schicke dann die bisher gewünschten Charaktere raus. Entscheidet euch also bitte alsbald.

Berandor - Stefan
Furlong - Francisco
Gott (korrekt?) - ?
Deus - ?
Mr. Unkown - ?
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Tzelzix

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Gate-Treffen: The Riddle of Steel
« Antwort #8 am: 06. Mai 2008, 18:46:12 »
Wenn ihr euch wundert, was diese Religion da sein soll:

Wissen, Gnade und Gerechtigkeit sind die "Drei", die "Eines" sind.

Diese Religion ist die offizielle Staatsreligion des Xanarischen Empires und hat neben dem Imperator sozusagen das Heft in der Hand. :)

Im Prinzip ist der Glaube ein bisschen wie das Christentum. Der Mensch hat gesündigt, der Verführer hat sie zu jeder Sünde angestiftet und das Allsehende Auge gibt den Menschen die Möglichkeit an die Hand sich wieder zum rechten Pfad zu bekennen. Der Gründer Xanar war ein Sprachrohr des Auges und seine heilige Armee hat die Ordnung wiederhergestellt. Durch die Gabe seines Lebens konnte Xanar den Verführer binden und somit die Menschen von ihrem "Fluch" befreien.

Der Glaube beansprucht daher, dass man allein durch ihn die Dunkelheit und Sünde vertreiben kann. Nach seinen Grundsätzen ist der Staat strukturiert (Der Senat -> das Auge, der Emperor -> die Gerechtigkeit, der Hof -> Die Gnade). Im Prinzip gilt: Nimm nicht an dich, was dir nicht gehört und gebe nicht, worüber du nicht zu bestimmen hast.
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