Autor Thema: Sheng Huan (Halborkischer Mönch)  (Gelesen 754 mal)

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Madbull

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Sheng Huan (Halborkischer Mönch)
« am: 02. August 2008, 13:33:17 »
Da ich momentan leider D&D-abstinent sein muss, aufgrund 800km Distanz zu meiner geliebten Spielergruppe, hab ich mich mal Nimbuls Solokampagne hingegeben.
Entstanden ist dabei Sheng Huan, da ich einfach mal nen Mönch testen wollte. Da die Abenteuer bestritten sind, ich meinen halborkischen Freund aber nicht als Char-Leiche in den Stapeln verschwinden lassen will, hab ich dem Riesenbaby ne Gesichte verpasst.

Wer Lust hat kann sich mal die Story durchlesen (ist ja nicht lang) und ich würd mich freuen ein paar Kommentare von euch dazu zu hören.
Da ich Sheng wahrscheinlich als NPC für meine Gruppe einfliessen lassen will, würd ich mich auch über evtl. Verbesserungsvorschläge zur Geschichte, bzw Anregungen zur Weiterführung der Geschichte freuen (momentan ist er Lvl 5, wenn er meine Spieler trifft sollte er die doppelte Stufe erreicht haben). Momentan befindet er sich im Königreich Unther und hat das 7. Kapitel von Nimbuls Solo-Kampagne gemeistert, meine Spieler wird er irgendwo an der Schwertküste treffen, ist also massig Spielraum um noch nette Geschichtchen einzubaun...

Sheng Huan, halborkischer Mönch Stufe 5
Körperliche Erscheinung:
ca 1,93m groß (6,5 Fuß) 110kg schwer(220lb)
kurzgehaltenes, struppiges schwarzes Haar

Gekleidet ist er in eine billiges, dünnes, geschnürtes Lederhemd und eine robuste, weite Baumwollhose.
An den Füßen trägt er immer sehr ausgelatschte Sandalen, die nur aus der Sohle und ein paar Lederschnüren bestehn.
Seine Bewaffnung ist ein selbstgeschmiedetes, auf seine großen Hände angepasstes Katana (Bastardschwert, mw)

Sheng ist für seine körperlichen Ausmaße erstaunlich agil. Er wirkt stets reserviert, ist jedoch nicht unhöflich.
Aus der Ruhe bringt ihn kaum etwas, ausser Ungerechtigkeit oder Bösartigkeit. Wenn er zornig wird, hat das meistens
schmerzhafte Auswirkungen auf den Verursacher.

Der Hintergrund:

Geboren in Damara, als Sohn einer Diplomatenfamilie aus Kara-Tur, hätte
Sheng wahrscheinlich ein Leben voller Geborgenheit und Sicherheit vor
sich gehabt.
Doch das Schicksal, grausam wie es ist, sah etwas anderes vor. Die einzige
Schwangerschaft, die seiner Mutter Hi-Je gegönnt war, entsprang aus
der heimlichen Liebschaft zu einem halborkischen Soldaten der städtischen
Wache. Da ihr Gatte zur Zeit der Empfängnis mehrere Mondwechsel in ihrem Heimatland
Kara-Tur verbrachte, war schon in
den ersten Monaten der Schwangerschaft klar, dass jener nicht der Vater
sein konnte.
Völlig erbost über die Beschmutzung der Familienehre, jedoch zu sehr erfüllt von Liebe zu
Shengs Mutter, verlangte Hi-Je's Mann, dass sie den Säugling sofort nach der Geburt töten solle um es als Fehlgeburt
zu deklarieren.
Doch Hi-Je, erfüllt von Mutterliebe, brachte es nicht übers Herz das wimmernde Elend, das
gerade ihren Hüften entsprungen war zu töten. Sie nannte den Säugling
Sheng Huan (fremdes Blut) und übergab ihn einem alten Vertrauten, einem
Mönch, der einem kara-turischen Kloster weit ausserhalb der Stadt
angehörte.
Sie nahm dem Mönch das Versprechen ab das Geheimnis zu waren und Sheng in seine Obhut zu
nehmen.
Seinen Klosterbrüdern erzählte der alte Mönch, dass sie die Erziehung des
Sohnes einer wohlhabenden kara-turischen Familie übernehmen sollen,
um ihn bei seiner Volljährigkeit als ehrenvollen Mann zu seiner Familie zurück
zu senden.
So kam es, dass jener wimmernde Säugling innerhalb der Klostermauern
aufwuchs und nach den strengen Regeln des Mönchordens erzogen wurde.
Ihm wurden Rechtschaffenheit, Aufopferung, Ehre und selbstloser Beistand
gegenüber Schwächeren als höchste Moralvorstellungen beigebracht.
Körperliche Entbehrungen, Kraft- und Ausdauertraining, sowie Ausbildung im
waffenlosen Kampf und Schwertkampf zeichneten seine Kindheit und Jugend.
Seine wenige Freizeit verbrachte er bei dem Schmied des Klosters
und eignete sich die Grundkenntnisse des Waffenschmiedens an.
Doch mit den Jahren zeigte sich das fremde halborkische Blut in seinen
Adern deutlicher als der alte Mönch oder seine Mutter es geahnt hätten.
Er wuchs weit schneller als seine Altersgenossen und überragte selbst die
Erwachsenen schon bald um mehr als anderthalb Köpfe. Mit der Pubertät
zeigten sich dann deutliche halborkische Merkmale in seinen Gesichtszügen.

Den Klosterältesten wurde klar, dass die Geschichte von Shengs Ziehvater
nicht stimmen konnte und drängten ihn darauf die Wahrheit zu erzählen unter der
Androhung Sheng zu verbannen.
Notgedrungen erzählte der alte Mönch die Geschichte, verschwieg jedoch
wessen Sprössling Sheng wirklich war.
Aus Angst vor politischen Verwicklungen, wenn die Wahrheit ans Licht kommen würde,
entschieden die Ältesten Sheng trotzdem aus dem Kloster zu verbannen und aus dem Orden
zu verstoßen.
Der alte Mönch erzählte ihm noch vor dem Verlassen des Klosters die Geschichte,
doch verschwieg er auch ihm den Namen seiner Familie, um die
Mutter Shengs zu schützen.
In seinen Grundfesten erschüttert begab sich Sheng nun ziellos auf die
Reise, mit dem Gefühl der Heimatlosigkeit und landete in Heliogabalus, der
Haupt- und Hafenstadt Damaras. Dort taten Spott und teilweise Verachtung
ihm gegenüber sein Übriges um Sheng in einen tiefen Abgrund des
Aussenseiterdaseins zu stoßen. Er verbrachte seine Tage damit im Hafenviertel
Schiffe zu be- und entladen, seine Abende und Nächte mit dem
Versaufen seines Tagelohns und etlichen Schlägereien in den Hafenkneipen.

Doch er sollte durch ein Würfelspiel mit handfestem Ausgang auf den Pfad
der Rechtschaffenheit zurück gelenkt werden, bei dem er eine Karte gewann,
welche ihn zu einem seltsamen Kristall führte und den Anfang einer Geschichte
bildete, die Sheng bei seinen späteren Reisen hin und wieder an
ruhigen Abenden am Lagerfeuer erzählen sollte...
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
-Albert Einstein