Autor Thema: Etherworld: Das Gasthaus zum Schiffbruch  (Gelesen 2532 mal)

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Eldan

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Etherworld: Das Gasthaus zum Schiffbruch
« am: 29. August 2008, 12:30:15 »
Das Gasthaus hatte diesen Namen ganz zurecht. Die Begebenheit, die zu diesem Namen geführt hat, hat sich vor gut fünf Jahren ereignet: Ceril Tiarr, nun der Wirt, schlief am Steuer seines Aetherschiffs, eines kleinen Einmasters, ein, während seine zweiköpfige Besatzung unter Deck das gleiche tat.
Ihr Erwachen war ziemlich unsanft, als sie frontal in einen Felsen von der Grösse eines Hauses krachten, der im Aether trieb und ihr Schiff fast völlig ruinierte.
Obwohl sie nun auf dem Felsen feststeckten, hatte Tiarr eine Idee: statt einfach auf das nächste Schiff zu warten, begann er mit seiner Besatzung aus der Ladung Bauholz, dass sie geladen hatten, einen Handelsposten mit Gasthaus zu bauen, direkt auf dem Felsen mit dem Schiff als Mittelpunkt.
Irgendwie schafften es die drei tatsächlich, die nächsten Jahre über genügend Kunden anzulocken, um mit dem Geld schliesslich einen Edelstein zu installieren, der ihnen als Herzsteinersatz dienen konnte, so dass Kunden sie tatsächlich ansteuern konnten. Mittlerweile hat das Gasthaus zum Schiffbruch einen gewissen Ruf erlangt, nämlich als ein das Unternehmen eines Irrsinnigen, wo man aber fast alle Handelswaren zu vernünftigen Preisen loswerden kann und dabei einen fürchterlichen Fusel trinken, den Tiarr den "Vernebler" nennt.
Und so entstand das Gasthaus zum Schiffbruch: eine schiefe, lottrige Holzkonstruktion auf einem Felsen, aus deren Dach das Heck eines Schiffs ragt.
Im inneren beherbergt das Gasthaus einen grossen Schankraum, einen Keller, den Tiarr und seine Männer gegraben hatten, ihre Quartiere, sowie vier düstere Zimmer, in denen Gäste übernachten können.

Tiarr ist aber nicht nur für seinen Fusel und sein kleines Handelsunternehmen bewusst: einer handvoll Leute ist auch bekannt, dass im Gasthaus zum Schiffbruch noch ein weiteres Geschäftsfeld abgedeckt wird: Tiarr mischt Sprengstoff. In der gleichen Anlage, in der er seinen Vernebler destilliert, braut er auch eine weitere Substanz, ein dickflüssiges, klebriges schwarzes Zeug, vom Aussehen und der Konsistenz von Pech, das mit aussergewöhnlicher Kraft explodiert, wenn es mit Feuer in Berührung kommt. Unter der Nase der Gilde vertreibt der Wirt den Sprengstoff an Piraten und Entdecker, die etwas mehr Schlagkraft brauchen.Tatsächlich ist die Substanz, für die er horrende Preise verlangt seine Haupteinkommensquelle.
Wenn man davorkniet sieht alles grossartig aus.