Autor Thema: Jhalafai "corynthoryl" Ai-seffir  (Gelesen 1176 mal)

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Eisenklaue

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Jhalafai "corynthoryl" Ai-seffir
« am: 22. November 2003, 23:44:21 »
 Hi zusammen!

Hier mal eine Charstory eines exotischen Charakters meinerseits. Ein Freund von mir wird bald eine "Single-Player" Kamapgne mit mir und diesem Charakter starten. Dient als Zeitvertreib, wenn wir sonst mal nicht wissen, was wir machen sollen :) Vielleicht werde ich dazu auch die Story in der Story Hour posten, mal sehen wieviel Zeit ich habe.

Und jetzt lest! :D


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Jhalafai "Corynthoryl" ai-Seffir


Jhalafai "Corynthoryl" ai-Seffir ist im Süden Faeruns, in Calimshan, aufgewachsen. Über seine Eltern ist nicht viel bekannt, er selbst kann sich nur noch an seine späte Kindheit erinnern, als er bereits in dem Waisenhaus untergebracht war, in dem er aufgewachsen ist. Über die Jahre gab man ihm dort den Beinamen "Corynthoryl", ein Golddrache, über den man bisweilen einige Gerüchte und Geschichten gehört hatte, doch nichts konkretes wirklich. Da Jhalafai nun einmal zur einen Hälfte ein Golddrache war, hielt man diesen Namen wohl einfach für passend. Zudem war Jhalafai zur anderen Hälfte schliesslich auch Mensch und für diese Tatsache war er alles andere als klein. Aber nicht nur seine Statur, sondern auch sein Verhalten haben ihm diesen Namen eingebracht. In Calimshan begegnet man nun nicht alle Tage einem Drachen, daher sind Gerüchte über diese Wesen im Umlauf, die von den erstaunlichsten Dingen sprachen. Niemand vermochte diese eindrucksvollen, aber auch gefährlichen Wesen zu verstehen, so gelten Drachen bei den Menschen in Calimshan hauptsächlich als unberechenbar. Und genau das war auch Jhalafai. Zwar nicht in dem Sinne, dass er seine wilde, ungezäumte Natur freiliess und sich in Probleme brachte, doch konnte er Strecken seines Lebens in Einsamkeit verbringen und zu anderen Zeiten brauchte er unbedingt soviel Gesellschaft, wie nur eben möglich. Man wusste nur selten, ob er in der Stimmung für ein Gespräch war oder nicht, so dass man öfters eine scharfe Antwort erhielt, wenn man ihm in unpassenden Momenten Gesellschaft leisten wollte. Viele meinten Jhalafai käme mit seiner Existenz nicht klar, andere behaupteten er wäre nicht ganz bei Sinnen, doch eigentlich war Jhalafai nur jemand, der zuviel über das, was passierte, nachdachte.

Das Leben in Calimshan war für Jhalafai alles andere als einfach. In den Strassen von Almraiven, wo Jhalafai wohl bislang den größten Teil seines Lebens verbracht hatte, herrschte das Verbrechen. Die Menschen dort liebten den Reichtum, zu gerne gewöhnten sie sich an einen gehobenen Lebensstandard, und schreckten selten davor zurück sich solchen auf nicht ganz legale Art und Weise zu beschaffen. Desöfteren schon ist Jhalafai dazu gedrängt worden, sich einer der hiesigen Banden anzuschliessen, doch er weigerte sich stets. Das Zücken seines Zweiklingenschwertes und das Ausbreiten seiner Flügel verhalfen ihm oft dazu aus einer solchen Situation unbeschadet wieder herauszukommen. Nichtsdestotrotz musste er durchaus vorsichtig sein, denn der Großteil der Bevölkerung in Calimshan war Halbdrachen gegenüber äusserst skeptisch und manchmal sogar aggressiv eingestellt. Auf ehrliche Art und Weise dort auch nur zu etwas Luxus und Ansehen zu kommen, war für ihn daher nicht einfach, wenn nicht gar unmöglich.
Jhalafai war schon lange bewusst, dass er ohne etwas Unterstützung aus seinem Leben nicht viel machen konnte. In Almraiven boten sich leider nicht viele Partner für ihn an, so entschloss er sich, es mit den Harfnern zu versuchen. Ihre Unterstützung für das Volk und ihre Bemühungen um das Halten von Recht und Ordnung war weitläufig bekannt, obgleich ihm diese Organisation etwas merkwürdig zugleich erschien, da sie sich öffentlich kaum zeigte, und auch sonst relativ unklar war, wer nun Harfner war und wer nicht. Kontakt mit ihnen aufzunehmen war also schwierig. Jhalafai hatte bereits zu viele unliebsame Unterhaltungen deswegen gehabt, er wagte es also nicht sich schlicht nach den Harfnern durchzufragen.


Es ergab sich jedoch eines Tages, dass die Harfner, oder besser gesagt einer von ihnen, von sich aus Kontakt mit Jhalafai aufnahmen. Die Situation erinnerte ihn an frühere Tage, wie er beinahe in die lockenden Fänge eines angeblich reichen, doch wahrheitsgemäßg nur hinterhältigen, Händlers geriet, als ein Mann, gekleidet wie ein ebensolcher, in bute Tücher gehüllt und mit einem viel zu großen weissen Turban, ihn auf der Straße ansprach: "He ihr dort. Wartet doch kurz einen Moment!" Der schlanke, relativ kleine Mann, rannte mit breitem Lächeln auf den Lippen, auf Jhalafai zu und gesellte sich neben ihn. "Entschuldigt, werter Herr, doch meine Zeit ist begrenzt, ich wünsche nichts zu kaufen", entgegnete Jhalafai, versuchend diesen Mann so schnell wie möglich abzuwimmeln, wie nur eben möglich, und ging schnellen Schrittes weiter die Straße entlang. Doch der Mann, welcher sich ihm sogleich als Chuil Dhataranthi vorstellte, gab so leicht nicht auf und begleitete Jhalafai mit ebensoschnellem Schritt. "Es liegt nicht im Geringsten in meiner Absicht Eure Zeit zu vergeuden, mein Herr, noch möchte ich Euch etwas verkaufen. So bleibt doch einen Moment stehen und hört mich an." Zwar lebte Jhalafai schon lange in dieser Stadt und auch die hinterlistigen Methoden der hiesigen Diebe oder anderer unliebsamen Gesellen waren ihm mittlerweile geläufig, doch nur zu oft fiel Jhalafai auf seine eigene Gutgläubigkeit herein und so blieb er stehen, um den Mann anzuhören. "Ich habe etwas wichtiges mit Euch zu besprechen, mein Herr. Hier .. seht her.", sagte Chuil und förderte ein kleines Amulett aus seiner Tasche, warf kurz einen Blick um sich, und drückte es Jhalafai in die Hand. Das Amulett war gut gefertigt und anscheinend aus purem Gold. Vier Sterne befanden sich dessen Rand und in der Mitte war ein Mond zu sehen mit einer edlen, silbernen Harfe. Es handelte sich eindeutig um das Zeichen der Harfner. "Folgt mir doch bitte, Herr", sagte Chuil, "ich führe uns an einen Ort, an dem wir uns ungestört unterhalten können.", und kaum hatte er diese Worte gesprochen eilte Chuil bereits los, warf nur ab und zu einen Blick nach hinten, um zu sehen, ob Jhalafai ihm folgte oder nicht. Diesem blieb nichts anderes übrig, denn schliesslich war er schon eine Weile daran interessiert mehr über die Harfner zu erfahren und er wollte die Gelegenheit beim Schopfe packen. Chuil führte ihn schnell und ohne ihm die Gelegenheit zu bieten weitere Fragen zu stellen, durch die halbe Stadt. Als sie über den wohl größten Platz der Stadt schritten, vorbei an den unzähligen Händlerständen und dort auftretenden Künstlern, fiel es Jhalafai nicht leicht dem kleinen Mann zu folgen, doch kaum als sie Platz überquert hatten, bog er auch schon in eine kleine Seitenstrasse ein und führte ihn zu einem kleinen Turm, von denen sich hunterte in der Stadt befanden, schloss die hölzerne Tür auf und bot ihm an, einzutreten. Jhalafai kam der Aufforderung nach und befand sich einen Augenblick später in einem recheckigen Raum wieder. Geschmückt mit Wandteppichen, einem Kerzenständer zur Beleuchtung, und unzähligen Mosaiken an den Wänden, als auch auf dem Boden, wirkte dieses Zimmer nicht anders, als die meisten es in dieser Stadt taten. Jhalafai nahm auf einem Hocker platz und Chuil schenkte ihm direkt einen Krug Wein aus einer vielfach gewundenen Karaffe ein. "Nun, also .. warum ich Euch gebeten habe, mir zu folgen, ist schnell erklärt", begann er zu berichten, "ich gehöre, wie Ihr sicherlich bereits festgestellt habt, den Harfnern an. Leider gibt es in dieser Region nur wenige von uns und wie Ihr sicherlich wisst, bietet diese Stadt eine Menge Probleme, derer sich jemand wie wir annehmen müsste. Ihr mögt es vielleicht nicht glauben, doch Euer Ruf eilt Euch vorraus, Jhalafai "Corynthoryl" ai-Seffir. Ich habe Euch über lange Zeit bereits beobachtet und meine Vermutungen haben sich bewahrheitet. Ihr seid reinen Gewissens und die Tatsache, dass ihr bereits zwei Mal mit der "Ungesehen Hand" unliebsamen Kontakt hattet, ist für uns Grund genug, Euch zu vertrauen." Bei diesen Worten weiteten sich Jhalafai's Augen und er mochte nicht glauben, was er da hörte. Sein Ruf eile ihm vorraus ? Nunja, sicherlich konnte er sich ein schüchternes Lächeln nicht verkneifen und es gefiel ihm, was er da hörte, doch so recht wollte er Chuil keinen Glauben schenken. Nicht umsonst lag es in seinem Interesse sich aus jeglichen Problemen herauszuhalten und auch sonst konnte er sich nicht daran erinnern, jemals etwas großartiges vollbracht zu haben, von dem jemand berichten könnte. Chuil's Worte jedoch klangen sehr überzeugt und er fand  bislang auch keinerlei Grund seine Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen, also nahm er einen Schluck jenes süßen Weines und lauschte seinen Worten weiterhin. "Um zur Sache zu kommen ..", fuhr der Harfner fort, ".. ich habe eine Bitte an Euch. Ist Euch der Name Musar Tasyn el Veryn ein Begriff ? Nicht .. ? Nein, das dachte ich mir. Wenn Ihr ihn seht, wird er Euch sofort auffallen. Auf den ersten Blick erscheint er als gemütlicher, verfressener, reicher Händler, immer bemüht aus jedem Geschäft einen nicht zu verachtenden Profit zu schlagen, doch lasst Euch gesagt sein, dass dieser Mann hinter seiner vielleicht zu freundlichen Visage ein übler Geselle ist, der wirklich jeden über den Tisch zieht. Er hat es über die Jahre zu Einfluss in der Stadt gebracht und unter ihm existiert er eine kleine Bande von Dieben, die seinen Reichtum ins Unermessliche steigern. Dieser Mann ist uns natürlich ein Dorn im Auge und dieses Problem verlangt nach Bearbeitung. Wie ich bereits anmerkte, sind wir Harfner zu wenige, um uns mit allem zu befassen. Es läge doch sicher auch in Eurem Interesse, diesem Mann das Handwerk zu legen, nicht wahr ?", schloss Chuil seinen Vortag ab, begleitet von einem durchbohrenden, fragenden Blick. Jhalafai, der in der Zwischenzeit den Geschmack jenes Weines durchaus liebgewonnen hatte, nahm noch einen Schluck davon und entgegnete:  "Hm .. natürlich toleriere ich solche Machenschaften nicht, aber welche Rolle denkt ihr, soll ich dabei spielen ? Ich kann mir momentan nicht recht vorstellen, warum ihr mich deswegen angesprochen habt.". Die beiden Männer saßen so also noch einige Stunden beisammen und Chuil erklärte dem Halbdrachen, was seine Aufgabe diesbezüglich war und letztendlich ließ Jhalafai sich darauf ein. Den Harfnern einen Dienst zu erweisen war mit Sicherheit eine erste Möglichkeit für ihn sich bei ihnen beliebt zu machen, überlegte er sich.


Zwei Tage später also machte Jhalafai sich auf den Weg zu dem größten Marktplatz in Almraiven, der im Volksmund "Platz der tausend Gesichter" genannt wurde, schlicht und ergreifend aufgrund der Größe und Beliebtheit dieses Platzes und der unzähligen Feste und Attraktionen, die dort jedes Jahr stattfanden. Auch an diesem Tag war der Platz wahrlich überfüllt, denn das alljährliche "Kupfermünzen-Fest" hatte begonnen, eigentlich eher eine Gelegenheit für die hiesigen Händler diejenigen Waren, die sie ohnehin nicht loswurden, zu Schleuderpreisen an Fremde loszuwerden, als ein Fest in dem Sinne. Zwar nutzten viele Künstler, Akrobaten und Musiker das, um ihre Fähigkeiten und Werke dort zu demonstrieren, doch im Grunde unterschied sich dieses Fest nicht sonderlich von den allwöchentlich stattfindenden Märkten dort. Jhalafai bahnte sich also seinen Weg durch die Menge und gelangte schliesslich in die ungefähre Mitte des Platzes. Die Veranstalter hatten dort ein hölzernes Podest aufgebaut, um Händlern, Schauspielern, aber auch wichtigen Persönlichkeiten der Stadt die Möglichkeit zu bieten mittels Reden auf sich aufmerksam zu machen. Dank seiner Größe und Kraft gelang es ihm sich in die zweite Reihe der Zuhörer zu drängen, die gerade einem Pantomimen zusahen, der seine Künste darbot. Es dauerte ungefähr eine halbe Stunde, bis sich der hagere Mann auf der Bühne unter tosendem Beifall verbeugte und den Platz für jemand anderen freigab. Jhalafai lief ein kalter Schauer über den Rücken, denn die nächste Person, die über eine kleine Treppe auf das Podest stieg, war unverkennbar der Händler Musar Tasy el Veryn, von dem der Harfner ihm berichtet hatte. Die Beschreibung, die er von ihm bekommen hatte, passte wie die Faust aufs Auge. Musar trug passend zu den Festivitäten lange, wallende Gewänder in blau und gelb, die trotz ihrer Weite seine massige Gestalt nicht verbergen konnten. Sein breites Gesicht, auf dem ein nicht minder breites Lächeln lag, wirkte trotz des schwarzen Schnäuzers freundlich und gemütlich und auch seine Stimme, die er alsbald erhob, machte einen harmlosen und eher fröhlichen als gemeinen Eindruck. Es erstaunte ihn wahrlich, wie dieser Mann, der in der Tat eine gewisse Ausstrahlung besaß, hinter seiner Fassade ein übler Geselle sein konnte. So schnell wie nur eben möglich verbannte Jhalafai jedoch diese Gedanken aus seinem Kopf und konzentrierte sich auf das, was nun kommen sollte. Musar stellte sich zunächst vor und begann dann aus seiner Jugend zu erzählen, was nicht nur Jhalafai selbst, sondern auch den Rest der lauschenden Menge, überraschte, ihren Gesichtsausdrücken nach zu urteilen. Wohlmöglich wollte er die Menge zunächst fesseln und bezirzen, um später dann umso höheren Umsatz bei seinen Geschäften herausschlagen zu können, denn schliesslich würde sich jeder hier an eine derart verwunderliche Rede und Musar selbst erinnern können. Ob das der Wahrheit entsprach, sollte aber niemand jemals erfahren, denn gerade, als Musar davon berichtete, wie er eines Tages eine Stelle als Lehrling eines Töpfers angeboten bekam, erhob Jhalafai, wie vorher abgesprochen seine Stimme und breitete zeitgleich dazu seine Flügel aus, um dem Ganzen weit mehr Imposanz zu verleihen."Hört mir alle zu!", begann er mehr zu schreien als zu rufen, "Dieser Mann ist ein Betrüger." Es schien beinahe so, als würde der Plan vollends aufgehen, denn wie erwartet distanzierten sich die herumstehenden Leute sowohl von Jhalafai, als auch von Musar und widmeten dem Ganzen ihre Aufmerksamkeit. Musar selbst unterbrach seine Rede und stand mit vor Erstaunen geweiteten Augen nun allein auf dem Podest und sah sich hilfesuchend um. Jhalafai fuhr mit dem auswendig gelernten Text fort: "Dieser Mann geht mit unlauteren Mitteln vor und muss für seine Vergehen angemessen bestraft werden. Er..." Gerade als er diesen Satz gesagt hatte und seine Rede fortsetzen wollten, stieß Musar mit einem Mal einen schmerzerfüllten Schrei aus und fiel einen kurzen Moment später wie ein schwerer Sack vorn über das Podest. Zwei Bolzen steckten tief in seinem Rücken und eine Menge Blut rann aus den Wunden. Die Reaktion der Masse war zwiegespalten. Der größte Teil der Besucher geriet in Panik und suchte schnellstmöglich das Weite, während sich ein andere Teil sofort auf Jhalafai stürzte und ihn unter sich begrub. Der ganze Platz war in hellem Aufruhr und zu Jhalafai's Glück, wie sich später herausstellen sollte, gelang es einigen Männern und Frauen ihn mit sich in ein nahegelegenes Haus zu zerren, weg von der aufgebrachten und schreienden Menge.


Drei Monate verbrachte Jhalafai angekettet in einem kleinen Kelleraum irgendwo in einem der unzähligen Häuser Almraivens und bekam abgesehen von einem stämmigen jungen Mann mit blonden Haaren, der ihm jeden Tag etwas zu Essen und zu Trinken brachte, niemanden zu Gesicht. Gedanklich hatte Jhalafai sich schon die schlimmsten Strafen und Folgen ausgemalt, die dieses Ereignis nach sich ziehen könnte. Er begriff noch immer nicht was sich dort abgespielt hatte und warum Chuil ihn nicht aus dieser Lage befreite, was einem Harfner doch mindestens möglich sein musste. Unsanft wurde er dann eines Nachts plötzlich geweckt und kaum als sich seine Augen an das blendende Licht einer Fackel gewöhnt hatten, die ihm vors Gesicht gehalten wurde, blickte er in das Antlitz einer hübschen Frau mit langen, lockigen, schwarzen Haaren und auf den ersten Blick wirklich makellosen Gesichtszügen. "Mein Name ist Janyra al Bastra ai Fasar und ich habe den weiten Weg hierher gemacht, um zu untersuchen inwieweit ihr Schuld tragt an dem Mord des ehrenwerten Harfners Musar Tasyn el Veryn. Folgt mir .."


Ja, es stellte sich in den folgenden Wochen tatsächlich heraus, woran Jhalafai nie zu denken gewagt hatte: Er war Sündenbock eines gut geplanten Mordanschlages geworden. Er sollte die Aufmerksamkeit der Menge vollends auf sich ziehen und eine freie Schussbahn auf Musar ermöglichen. Die Anschuldigungen, die Jhalafai Musar vorgeworfen hatte, warfen wirklich kein gutes Licht auf den Halbdrachen und ließen ihn in der panischen Menge als Mitwisser dieses Anschlags darstehen. Zwar konnte er es nicht gewesen sein, der die Bolzen abfeuerte, doch das interessierte die Bevölkerung von Almraiven wenig, das wusste er gut genug. Solange irgendjemand da war, an dem eine gerechte Strafe vollzogen werden konnte, brauchte man den wahren Täter nicht zu finden. Zu Jhalafai's Glück war er nicht der einzige, dem diese Details klar wurden. Auch Janyra, einer Klerikerin des Azuth, wie sich später herausstellen sollte, gelang es mittels klerikaler Magie die Unschuld Jhalafais zu bestätigen. Zwar half das nicht dabei den wahren Täter zu finden, der in der Zwischenzeit ohnehin mehr als genug Zeit gewonnen hatte, um jegliche Spuren zu verwischen und sich aus dem Staub zu machen, doch immerhin erwartete Jhalafai nun keine Strafe seitens der Harfner mehr, wenn auch bei weitem nicht deren Anerkennung, auf die er es einst abgesehen hatte...


Nicht, dass Jhalafai nicht ohnehin schon lange mit dem Gedanken gespielt hatte Almraiven und besser gesagt ganz Calimshan zu verlassen, doch nun blieb ihm kaum eine andere Wahl als das endlich in die Tat umzusetzen. Die Bevölkerung Almraivens hatten diesen Vorfall trotz alltäglicher Verbrechen und Morde nicht vergessen und das stärkte ihren Hass auf dieses Halbdrachenwesen noch weiter, lange würde es sicherlich nicht dauern, bis auch in seinem Rücken sich zwei Bolzen befanden. So packte Jhalafai in den nächsten Tagen seine Sachen zusammen und machte sich bereit für eine sehr sehr lange Reise, die ihn in ein Land führen sollte, das hierzulande Cormyr genannt wurde, ein Land, in dem Gutmütigkeit und Gesetz herrschen sollte und in dem Drachen verehrt wurden, wie köstlicher Wein aus einer güldenen Karaffe...


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Für alle, die es interessiert, noch seine Werte nach Art der Wizards aufgelistet:


Male Half-Human/Half-Gold-Dragon Ftr 2/Sorc 4: EL 9; CR 8; Medium-size dragon; HD 2d12+6 plus 4d6+12; hp 51; Init +3; Spd 30 ft., fly 30 ft. (poor); AC 19, touch 15, flat-footed 16; Atk +10 melee (1d6+6, bite) and +5 melee (1d4+6, 2 claws) or  + 11 melee (1d8+7 plus 1d6 fire/19-20, +1 flaming/+1 flaming two-bladed sword) or +9/+9 melee (1d8+7 plus 1d6 fire/19-20, +1 flaming/+1 flaming two-bladed-sword); SA breath weapon (fire); SQ fire immunity, cold resistance 5 (ring of warmth), dragon traits; AL NG; SV Fort + 9, Ref + 6, Will +7; Str 23, Dex 16, Con 16, Int 14, Wis 12, Cha 20.
   
Skills and Feats: Concentration +9, Diplomacy +7, Knowledge (arcana) +8, Knowledge (relgion) +3, Ride +8, Spellcraft +8, Spot +4, Swim +8, Tumble +6; Bloodline of Fire, Ambidexterity, Two-Weapon Fighting, Exotic Weapon Proficiency (two-bladed-sword), Dragon Wings, Improved Familiar.
   
Breath Weapon (Ex): Jhalafai can breathe a 30-foot-long cone of fire for 6d10 points of fire damage (Refelx save DC 20 half). He can use this ability only once per day.
   
Dragon Traits: Jhalafai is immune to sleep and paralysis effects. He has darkvision 60 ft. and low-light vision.

Sorcerer Spells Known (6/8/4; save DC 15 + spell level, 17 + spell level for spells with the [Fire] descriptor): 0 - Light, Read Magic, Detect Magic, Dancing Lights, Ghost Sound, Mage Hand; 1st - Lesser Fire Orb, Mage Armor, True Strike; 2nd - Aganazzar's scorcher.

Possessions: ring of protection +2, +1 flaming/+1 flaming two-bladed-sword, cloak of resistance +2, gloves of dexterity +2, Ring of Warmth, 4 potions of cure light wounds, 2 potions of cure moderate wounds, potion of invisibility, egg of pseudodragon familiar (wird irgendwann schlüpfen), 800 gold coins.


Erklärungen dazu:

Das Feat "Dragon Wings" hat mir mein Meister gestattet, da Half-Dragons von mittlerer Größe normalerweise keine Flügel besitzen. Ich weiss gar nicht, ob es dieses Talent wirklich gibt, aber das tut ja auch nichts zur Sache.

Die Attributswerte sind recht hoch. Da es sich um eine Single-Player Kampagne handelt, hat mein Meister mir mehr Punkte als üblich zur Verfügung gestellt.


Hoffe es gefiel :D

Gruß
Eisenklaue