Autor Thema: Erde als Kampagnenwelt geeignet?  (Gelesen 2483 mal)

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Delollie

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Re: Erde als Kampagnenwelt geeignet?
« Antwort #15 am: 12. April 2009, 12:53:07 »
Also im "Deities and Demigods" sind die klassischen Götter schon regeltechnisch erfasst. Es sind dort einige Monster, die typisch für die Sagenwelt sind, aufgeführt, u.a. Zyclopen dazu noch ein Verzeichnung über Monster, die in einem hellenistischen Abenteuer nicht vergessen werden dürfen wie Medusen und Zentaueren.
Was eher schwierig wird, sind der fließende Übergang zwischen dem Mittelmeerraum und Mitteleuropa, da ich die Grenzen aus anderer Zeit verwende, und die weggefallene Christianisierung. Da gehts schon aufs Feld der virtuellen Geschichte. Wie hätte die römische Republik zur schweizer Eidgenossenschaft gestanden? Wie hätte das Kaiserreich ausgesehen ohne den Papst?
Aber je länger ich darüber nachdenke, umso spannender finde ich eigentlich die Idee. Kann ich nämlich, wenn ich die Gruppe noch länger spiele mit dem Geschichtsstudium verbinden :D. Freue mich schon auf die erste Begegnung mit Karl dem Großen (Stufe 20 Paladin) oder Leo X (Kleriker des Pelors 10/ Contemplate 10).
"I just tranferred my consciousness from the lower planes and boy, are my arms tired!"

Archoangel

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Re: Erde als Kampagnenwelt geeignet?
« Antwort #16 am: 13. April 2009, 10:15:16 »
Deklariere doch einfach das römische Reich (Republik), als ein Elfenreich, in dem dann die "dunklen Elfen" (Kaiserreich) übernommen haben; Ägypten war ein Reich der Echsenmenschen und die Hunnen sind Orks; so hast du ein paar Fantasyelemente drin. TheRaven Die Schweizer sind natürlich alle Zwerge und die Menschen kamen erst mittels Völkerwanderung an ... dann noch die keltischen Goblinvölker dazu und das Ganze hat einen wunderbar fantastischen touch :).
In diesem Thread gibt es wunderbare Beispiele, dass Schulpflicht und Dummheit sich nicht ausschließen. (Tempus Fugit)

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Delollie

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Re: Erde als Kampagnenwelt geeignet?
« Antwort #17 am: 13. April 2009, 13:02:20 »
Ja, alles in Arbeit, ich hab mehr Ideen, als ich verarbeiten kann. Aber das römische Reich nehm ich nicht für die Elfe, da lieber das griechische. das römische wird eine Art Schmelztiegel, bedingt durch seine Lage.
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Darigaaz

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Re: Erde als Kampagnenwelt geeignet?
« Antwort #18 am: 13. April 2009, 13:04:29 »
Ich hätte die Griechen ja eher als Thayaner durchgehen lassen denn Elfen bzw. bei mir sind sie das.

Realismus erhöht nur den DC

Wahre Worte sind nicht angenehm, angenehme Worte sind nicht wahr!

Delollie

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Re: Erde als Kampagnenwelt geeignet?
« Antwort #19 am: 13. April 2009, 13:40:39 »
Naja, ich versuche erstmal die Core Völker unterzubringen.

-Zwerge vor allem in dem Alpen, aber auch im Landesinnern Skandinaviens, sowie Goldzwerge in Ägypten (Erbauer der Pyramiden) und dem Atlasgebirge, Grauzwerge als Konkurrenten in jeder dieser Regionen.
-Elfen von Griechenland bis Mesopotamien und in den phönizischen Kolonien, Dunkelelfen auf dem Balkan und in der Schwarzmeer-Region.
-Gnome in den Pyrenäen, dem Zentralmassiv, niedrigen Lagen der Alpen, Karpaten etc.
-Halblinge ersetzen die arabischen Nomaden, also ziehen die zwischen dem Zweistromland und Spanien in ganz Nordafrika umher.
-Orcs als Hunnen einzuführen ist eine gute Idee, passt sehr gut, werde ich wahrscheinlich anwenden.
-Menschen ist wieder ganz klar, die gibt es überall. Auch wenn sie nicht überall regieren wo sie in der Mehrheit sind.

Alle anderen Völker sind entweder Minderheiten (z.B. Tiefengnome, die ebenfalls die Hochgebirge bewohnen), leben mit anderen Völkern zusammen (z.B. die Planetouched und Zentauren) oder sind soweit über die Welt verstreut, dass es keinen Sinn macht, Regionen aufzulisten (Goblinoids, Halborks, -elfen, Spellscales, etc.)
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Darigaaz

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Re: Erde als Kampagnenwelt geeignet?
« Antwort #20 am: 13. April 2009, 15:55:48 »
Den kann ich mir jetzt nicht verkneifen:
Tiefen-gnome in Hoch-gebirgen?? Entbehrt nicht einer gewissen Komik  :P
Realismus erhöht nur den DC

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Bruder Grimm

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Re: Erde als Kampagnenwelt geeignet?
« Antwort #21 am: 13. April 2009, 19:33:48 »
Grüß euch.

Irgendwie würde ich Elfen am ehesten in den keltischen Regionen erwarten, zumindest Waldelfen. Aber irgendwie komme ich mir vor als hänge ich da einem Klischee an.
Halblinge könnte ich mir auch gut in der Rolle von Zigeunern vorstellen.
Und aus Ägypten hätte ich ein Reich gemacht, das in erster Linie von Untoten beherrscht wird und für dessen Bewohner es nichts Erstrebenswerteres gibt als den Zustand des Untodes zu erreichen.
Gnome würde ich in die Region der Niederlande versetzen - Edelsteinschleiferei und Windmühlen  :) Fände ich passend.
Ein großes Reich von Echsenmenschen und/oder Yuan-Ti würde bei mir in erster Linie in Amerika existieren, anstelle der Azteken- und Maya-Reiche.

Nur mal so als Einwürfe von mir. Vielleicht ist ja was dabei, was gefällt. Ach ja, als Kampagnenwelt-Name noch ein Vorschlag: Tellus (so nannten die Römer die Erde).
Wer im Glashaus sitzt, der werfe den ersten Stein.

Archoangel

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Re: Erde als Kampagnenwelt geeignet?
« Antwort #22 am: 13. April 2009, 19:57:31 »
Grüß euch.

Irgendwie würde ich Elfen am ehesten in den keltischen Regionen erwarten, zumindest Waldelfen. Aber irgendwie komme ich mir vor als hänge ich da einem Klischee an.
Halblinge könnte ich mir auch gut in der Rolle von Zigeunern vorstellen.
Und aus Ägypten hätte ich ein Reich gemacht, das in erster Linie von Untoten beherrscht wird und für dessen Bewohner es nichts Erstrebenswerteres gibt als den Zustand des Untodes zu erreichen.
Gnome würde ich in die Region der Niederlande versetzen - Edelsteinschleiferei und Windmühlen  :) Fände ich passend.
Ein großes Reich von Echsenmenschen und/oder Yuan-Ti würde bei mir in erster Linie in Amerika existieren, anstelle der Azteken- und Maya-Reiche.

Nur mal so als Einwürfe von mir. Vielleicht ist ja was dabei, was gefällt. Ach ja, als Kampagnenwelt-Name noch ein Vorschlag: Tellus (so nannten die Römer die Erde).

Klingt ziemlich nach Warhammer ...

Aber die Halblinge könnten doch in den Nieder-Landen wohnen  wink.
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Cut

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Re: Erde als Kampagnenwelt geeignet?
« Antwort #23 am: 13. April 2009, 19:58:45 »
Ich habe jetzt nicht alles gelesen und fürchte ich liege auch knapp neben der Fragestellung mit meiner Antwort.

Auf jeden Fall: Die Erde (und die Geschichte) geben einiges her, für spannende Rollenspiel-Sitzungen:

Wir haben jedenfalls mal mit einem recht kreativen Spielleiter zu Schultagen eine sehr spannende Historien-Kampagne gespielt (die ich meine auf den damals aktuellen MIDGARD Regeln basierte).

Wir waren eine Gruppe von Elfen, Mitglieder der letztgeborenen Generation der Elfen und bereisten zur Zeit der Renaissance die Welt auf der Suche nach verbliebenen (mächtigen) Artefakten, die auf die Existenz der alten, mächtigen Kulturen der Elfen (und anderen Völker) hindeuten würden. Diese sollten wir an uns nehmen oder zur größten Not vernichten.

Wir haben beispielsweise Venedig, Wien und Rom besucht. Es war eine sehr sehr tolle Runde, die allerdings abrupt von einer Sitzung auf die andere endete.

Schade an sich.

Auch Earthdawn, ein eigenständiges Rollenspiel, spielt auf der Erde, lange vor unserer Zeit. Aber man kann deutlich Bezüge zur Erde sehen, grade auch geographisch.

Ansonsten schau Dir Serien wie Stargate an. Die haben einen ganzen Wust an RPG tauglichem Szenario in die Vergangenheit der Erde konstruiert. Die Erde taugt in jedem Falle als Kampagnenwelt.
« Letzte Änderung: 13. April 2009, 20:00:34 von Cut »
On the Internet you can be anything you want.
It's strange that so many people choose to be disagreeable and stupid...

Bruder Grimm

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  • DnD-Gate-SL-Contest-Gewinner 2008
Re: Erde als Kampagnenwelt geeignet?
« Antwort #24 am: 13. April 2009, 20:07:53 »
Zitat
Klingt ziemlich nach Warhammer ...

Echt? Das ist aber purer Zufall. Mit Warhammer kenne ich mich nämlich praktisch gar nicht aus.

Noch etwas, nur so nebenbei: Der Ork stammt als Fabelgestalt ursprünglich aus dem Alpenraum, genauer gesagt, aus Tirol.
Wer im Glashaus sitzt, der werfe den ersten Stein.

Curundil

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Re: Erde als Kampagnenwelt geeignet?
« Antwort #25 am: 15. April 2009, 14:53:28 »
Wenn Du das Setting dichter ans Mittelalter anlehnen willst und Magie fremd und mysteriös halten möchtest, wäre das alte "A Game of Thrones d20" Sword&Sorcery von Guardians of Order vielleicht was. Für Ränkespiel im feudalen Mittelalter, Gefahren durch Pestilenz oder simple infizierte Wunden und ähnliche Stilmittel gibt es da schlüssige regeln, zudem ist vieles etwas "realitätsnaher" aufgezogen. Das Regelwerk gibt's als PdF mittlerweile für 10 Euro, und es ist im Kern D&D 3.X (weil d20 OGL-Produkt).

Ansonsten bietet die 4E genug Optionen, ein heroischeres, aber magiearmes Setting zu entwerfen, ohne die Regeln an sich zu verändern. Eine Gruppe kann gänzlich ohne Zauberer auskommen, und wie "magisch" die Items sind, ist eine Frage der Erzählweise. Wäre meine zweite Wahl, wenn es D&D sein soll, nach o.g. OGL-Ableger.

Bei normalem 3.5 ist die ebenso möglich, macht aber Änderungen nötig - es sei denn, man wandelt die Welt in einen magischen Ort um, wie von Dir angeregt. Die Spielbalance ist allerdings darauf ausgerichtet, daß Magie dann universell verfügbar ist, also auch insbesondere für die Spieler. Reduzierst Du dieses Element, solltest Du für einen adäquaten Ausgleich für fehlende oder seltenere Items bzw. Zauber oder zauberische Klassen suchen. In meiner Kampagne, die ebenfalls eher in Richtung low-magic geht (allerdings auch low-power) habe ich dies über Action points (ähnlich wie in Eberron oder Unearthed Arcana) gelöst, die ich als Belohnung für schöne Ideen und gutes Spiel verteile (und somit insgeheim als Ersatz für fehlenden magischen Loot nutze, um die Balance wiederherzustellen).
Unmodifiziertes 3.0/3.5 resultiert halt immer in ziemlich magielastiger High-Fantasy, wenn man nicht daran herumschraubt, und das ist mit viel Balancearbeit verknüpft. Wenn man aber eine Vollblut-Fantasyversion unserer Erde anstrebt, ist das vermutlich eine durchaus valide Wahl. Persönlich mein letzter Platz auf der Hitliste für historisch angelehnte Adaptionen.
history ['hıstəri], n: an account mostly false of events mostly unimportant, brought about by rulers mostly knaves and soldiers mostly fools. -- Ambrose Bierce

Für mehr Handlung in Rollenspielen!

Archoangel

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Re: Erde als Kampagnenwelt geeignet?
« Antwort #26 am: 15. April 2009, 19:45:20 »

Ansonsten bietet die 4E genug Optionen, ein heroischeres, aber magiearmes Setting zu entwerfen, ohne die Regeln an sich zu verändern.

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Gamer Four

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Re: Erde als Kampagnenwelt geeignet?
« Antwort #27 am: 08. Mai 2009, 09:47:26 »
...
« Letzte Änderung: 19. August 2009, 14:39:19 von Gamer Four »

Archoangel

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Re: Erde als Kampagnenwelt geeignet?
« Antwort #28 am: 08. Mai 2009, 19:53:02 »
Klingt nicht uninteressant ... gibt es genaueres?
In diesem Thread gibt es wunderbare Beispiele, dass Schulpflicht und Dummheit sich nicht ausschließen. (Tempus Fugit)

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Gamer Four

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Re: Erde als Kampagnenwelt geeignet?
« Antwort #29 am: 11. Mai 2009, 10:01:09 »
...
« Letzte Änderung: 19. August 2009, 14:39:24 von Gamer Four »