Autor Thema: Neue Min/Max-Konzepte braucht das Land [3E]  (Gelesen 6814 mal)

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Zechi

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Neue Min/Max-Konzepte braucht das Land [3E]
« am: 23. November 2003, 13:33:28 »
So mit dem neuen Gate wäre es schön, wenn es wieder neue Min/Maxings geben würde, da mit erscheinen der 3.5E sich ja einiges geändert hat, versuche ich gerade die alten Min/Maxings zu überarbeiten, was einiges an Zeit dauern dürfte.
Neue Ideen sind aber immer willkommen, um die noch recht leeren Hallen des Gates zu füllen. Daher schreibt, wenn ihr Lust dazu habt.

Hier nochmal die Rules of Min/Maxing als Leitfaden.

Was bedeutet eigentlich Min/Maxing?
Der Begriff Min/Maxing kommt eigentlich von dem Wort Mini/Max oder Maxi/Min und ist ein spielstrategischer Begriff.
Ein Min/Maxing im D&D Rollenspiel bedeutet, aus einem Charakter-Konzept das maximale herauszuholen, dabei möglichst nur minimale Nachteile in Kauf zu nehmen und Spielressourcen (Talente, Fertigkeiten etc.) zu verbrauchen. Meist ist ein Min/Max-Konzept sehr spezialisiert und auf eine Idee fixiert.

Wozu ist das denn gut?
Min/Max-Konzepte können in mehrfacher Hinsicht nützlich sein.

1. Einmal lässt sich durch ein Min/Max-Konzept feststellen, ob das Spiel durch die eigenen Regeln geschlagen werden kann. So kann man gut feststellen, ob bestimmte Talente, Prestige-Klassen und Fähigkeiten die Spielbalance zerstören. Letztlich testet man die Grenzen des Spielsystems.

2. Es kann als Anleitung für den eigenen Charakter oder NSC dienen. Ich empfehle zwar, seinen Charakter möglichst an der Kampagne oder dem Abenteuer zu orientieren und nicht von der 1. Stufe an zu versuchen, einen Plan aufzustellen, wie ich es bei den Min/Max-Konzepten mache, dennoch sind sicherlich einige Ideen hilfreich für den eigenen Charakteraufbau.

3. Durch das Min/Max-Konzept werden einem die Spielmechanismen näher gebracht.

4. Man kann hochstufige Charaktere mit niedrigstufigen NSC, die einem Min/Maxing unterzogen wurden, fordern.

5. Es macht höllisch Spaß, sie zu lesen. ;-)

Ist Min/Maxing nicht was für Munchkins und Powergamer = schlechte Rollenspieler?
Ich denke nicht, denn eigentlich sind alle Min/Max-Konzepte zwar in ihrer Spezialität unheimlich gut, aber weit davon entfernt, wirklich unbesiegbar zu sein. Sie sollen auch nicht als Anleitung verstanden werden, einen möglichst unbesiegbaren Charakter zu erstellen. Vielmehr dienen sie als Testgelände für die Regeln.

The Rules of Min/Maxing
Jeder der Lust hat kann gerne ein Min/Maxing für das DND-GATE schreiben. Frische Ideen für neue Konzepte sind sehr willkommen, da mir selber fast alle Ideen ausgegangen sind. Wer vor hat, etwas für das Gate zu schreiben sollte aber folgende Vorgaben beachten:

1.   Für das Erstellen der Attribute für ein Min/Max-Konzept, wird das 32 Punkte System aus dem Spielleiterhandbuch verwendet.

2.   Als Grundlage für die Min/Max-Konzepte sind nur die WotC Regelwerke und Ergänzungen erlaubt. Regelergänzungen von der Website oder aus dem Dragon sind grundsätzlich nicht zulässig.  Bezüglich der Regelauslegung sollte man immer das offizielle D&D-FAQ, die Errata sowie die neueste Regelversion zu Rate ziehen. Ein neueres Buch geht einem älteren Buch immer vor. Wer sich fragt, warum nur diese Regelwerke zulässig sind. Das hat mehrere Gründe. Zum einen werden die WotC-Werke recht gut auf die Spielbalance geprüft (durch Spieltests etc.) gerade auch in Kombination mit bereits erschienenen Regelwerken von WotC, zum anderen sind dies nun mal die meist verkauften Bücher. Über die Grundregeln verfügen nahezu alle Gruppen.

3.   Bei der Erstellung der Konzepte sollte man auf möglichst wenig Ressourcen zurückgreifen. Dies bedeutet ein Konzept sollte auf so wenig magische Gegenstände und Zauber zurückgreifen wie möglich ist. Insbesondere magische Gegenstände erlangt man nicht ohne weiteres, selbst auf hohen Stufen. Auch der Goldwert aus dem SLH, über den ein SC bereits verfügen sollte, kann man nicht als Richtlinie nehmen um dem Konzept ein paar Gegenstände zu verpassen. Das Konzept sollte größtenteils OHNE Gegenstände auskommen können. Verstärkt ein Gegenstand ein Konzept ungemein, sollte zumindest das Talent gewählt werden, mit dem man diesen Gegenstand herstellen kann. Es kann allerdings davon ausgegangen werden, dass die meiste nichtmagische Ausrüstung bereits in den ersten paar Stufen erworben werden kann (einschließlich meisterhaft gefertigter Waffen und Gegenstände).

4.   Das vorgestellte Konzept sollte so früh wie möglich, daher mit so wenig Stufen wie möglich realisiert werden. Die meisten Konzepte sollten vor der 11.Stufe ihren Höhepunkt erreichen bzw. die Idee, die hinter dem Konzept steht, sollte dann aufgehen. Hochstufige Charaktere sind sowieso immer mächtig. Ziel des Min/Maxings ist es gerade, bereits in niedrigen Stufen hochstufigen Charakteren Konkurrenz zu machen.

5.   Als Völker für ein Min/Max Konzept sind eigentlich alle Wesen zugelassen, die tatsächlich spielbar sind. Man sollte aber auch hier beachten, dass das ECL so niedrig wie möglich zu halten ist, da dieses ja direkt ein Level beeinflusst. Es ist klar, dass ein 11. Stufe Mind Flayer Wizard, besser dran ist als ein 11. Stufe Human Wizard.

6.   Mit Einführung der 3.5E gelten für alle Min/Max-Konzepte die neuen Regeln. Da viele der 3.0E Regelbücher und Ergänzungen noch nicht in die 3.5E übertragen wurden und einige es wohl auch nie werden, ist es zulässig bis zum erscheinen eines 3.5E Updates diese Regelwerke mit den 3.5E Regeln zu verwenden. Alle Konzepte die noch auf 3.0E Regeln basieren, sollten aber im Geiste der Änderungen der 3.5E bedacht werden.

Wer ein Min/Max Konzept plant, sollte zuerst sicher sein, dass dieses von den Regeln gedeckt ist, zudem sollte die Idee nicht bereits in einem bisherigen Min/Maxing verwirklicht worden sein. Wer unsicher ist, ob seine Idee für ein Min/Maxing taugt oder sich unsicher bezüglich einer Regelauslegung ist, kann sich gerne Rat bei mir holen indem er mir eine E-Mail an zechi@d-zechmeister.de schickt. Empfehlenswert ist es aber, zunächst selber in die Regeln und das D&D FAQ zu schauen. Ich helfe auch gerne mit konstruktiver Kritik und weiteren Ideen, um einen Vorschlag weiter auszuarbeiten.

Die Min/Max-Ecke wurde außerdem in jüngster Zeit durch zwei weitere Rubriken erweitert.

-   Fokus-Artikel: Diese Artikel beschäftigen sich mit einer der Grundklassen und analysieren die Stärken und Schwächen der Klasse. Denkbar wären aber auch Fokus-Artikel über Prestige Klassen oder Völker.

-   Monster-Taktiken: Die Artikel aus dieser Rubrik beschäftigen sich mit Monstern und besonders tödlichen Taktiken, die sich mit diesen realisieren lassen.


Für beide Rubriken sind Ideen und Artikel ebenfalls gern gesehen.

Gruß Zechi
« Letzte Änderung: 16. Juli 2008, 10:12:15 von Zechi »
Planen ist alles, Pläne sind nichts.