Autor Thema: Was ist für euch "Fluff"?  (Gelesen 6013 mal)

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Tzelzix

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Re: Was ist für euch "Fluff"?
« Antwort #15 am: 07. Mai 2009, 21:41:29 »
Fluff ist ein Begriff der D&D-Terminologie, der für mich nur insofern Sinn macht, als dass in der D&D-Community irgendwie der Wahn herrscht, dass man Regeln und Spielhintergründe irgendwie trennen muss. Fand den Begriff schon immer unsäglich und vermeide ihn wann immer möglich.
Never attribute to malice that which can be adequately explained by stupidity.

Bruder Grimm

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Re: Was ist für euch "Fluff"?
« Antwort #16 am: 07. Mai 2009, 22:09:22 »
Ehrlich gesagt ist mir dieser Begriff erst hier im Gate zum ersten Mal untergekommen (genau wie "Crunch"). Gedeutet habe ich es ungefähr mit meiner Begrifflichkeit von "Spieltechnisches" bzw. "Regeltechnisches". Das sind die Begriffe die ich eher benutze. Über die Sinnigkeit davon läßt sich streiten, ist mir klar, da beide Begriffe das Wort "technisch" beinhalten und damit eher auf die Mechaniken der Spielregeln hindeuten als auf den Spielhintergrund.

Wie dem auch sei: In diesem Sinne habe ich "Crunch" soweit als alles gedeutet, was sich mehr oder weniger in Zahlenwerte umsetzen läßt, "Fluff" als das, was sich eben nicht in Zahlen ausdrücken läßt. "Fluff" ist für mich dementsprechend nicht nur Spielwelt-Hintergrund, Geschichten und Historien, sondern auch Spiel- und Spielleitungs-Tips sowie Kampagnen- und Abenteuervorschläge und ähnliches.
Allerdings gibt es auch Bereiche, wo sich beides überschneidet ("Cruff"? "Flunch"?). In D&D zum Beispiel die Gesinnungen, in denen sich "spieltechnisches" (Moralische-ethische Richtlinien und Rahmensätze für das Verhalten von Charakteren) mit "regeltechnischem" (Wirkung und Anwendbarkeit bestimmter Zaubersprüche und Effekte, z.B. protection from evil,  dictum, smite evil etc.) kreuzt.
Vom Wortsinn her habe ich "Fluff" als das "weiche Wattematerial" gedeutet, das die "harte Regelmechanik" des "Crunch" umgibt und anstoßfrei in die "Kartons" der Spielwelten einpassen soll.
Wer im Glashaus sitzt, der werfe den ersten Stein.

Wormys_Queue

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Re: Was ist für euch "Fluff"?
« Antwort #17 am: 07. Mai 2009, 22:19:24 »
Wobei Hintergrund mit Regeln durchsetzt sein kann. Aber ich kann den Begriff Fluff auch nicht leiden, da er suggeriert das alles was nicht mit Regeln behaftet ist unwichtig ist. Crunch ist demzufolge die harte Rollenspielrealität.

Interessant, sehe ich eigentlich genau umgekehrt. Aber egal.

Salopp benutze ich den Begriff Fluff eigentlich oft synonym für die Begriffe Hintergrund bzw. Setting. In dieser Hinsicht gibt es keine echte Dichotomie zwischen dem Begriffspaar Fluff und Crunch, da die beiden zusammengenommen immer noch nicht die Gesamtheit des Rollenspiels ausmachen. Außerdem sehe ich selbst auch gewisse Überschneidungen, da Regeln durchaus dazu dienen können, dem Spieler den Hintergrund nahezubringen.

Beispiel Skill Challenges 4E: auf den nackten Regelmechanismus reduziert, sind sie ein rein gamistischer Mechanismus, mit dem man (u.a.) soziale Interaktion nicht mehr ausspielen muss, sondern sich aufs Auswürfeln beschränken kann. So verwendet würde ich sie definitiv als Crunch einordnen.

In dem Maße aber, in dem sie zur Narration oder zur Simulation sozialer Interaktion eingesetzt werden, können Skill Challenges durchaus dazu beitragen, das Setting zu unterstützen, Charaktere zu entwickeln, Wissen an die Spieler weiter zu geben u.v.m. Je nach Umsetzung können sie also durchaus in den Bereich des Fluff eindringen.

Anderes Beispiel wären die Haunt-Regeln oder die Character Traits , die Paizo für die Pathfinder-APs entwickelt hat; beides zunächst ebenfalls nackte Regelprodukte, die jeweils auf ihre Weise aber vor allem dazu genutzt werden, das Setting zu transportieren bzw. die Charaktere in dasselbe einzubinden.

Lassen wir das aber im Sinne der Diskussion außen vor.

Bleiben wir aber bei Hintergrundmaterial. Was sind da für euch objektive Qualitätskriterien?

Für mich sind dasvor allem:
a) Präsentation
b) Inhalt und Anwendbarkeit

Präsentation umfasst für mich Äußerlichkeiten wie Layout und Artwork, vor allem aber auch die Aufbereitung als Text allgemein. Ich will Spaß daran haben, Flufftexte zu lesen, wenn diese also stilistisch schlecht geschrieben und totlangweilig sind, verliere ich sehr schnell das Interesse. Bei Regeltexten gelten für mich andere Prioritäten, aber Fluff muß gefallen

Der Inhalt gewinnt für mich umso mehr an Wert, je detaillierter die Ausarbeitung ist UND je mehr er meine Gehirngänge in Bewegung versetzt. Die beiden Dinge bedingen sich gegenseitig, deswegen verzichte ich auf eine weitere Unterteilung.  Im Zweifelsfall ist aber zweiteres wichtiger als ersteres. Eine noch so detailliert beschriebene Örtlichkeit nützt mir nichts, wenn die beschreibung in mir den Wunsch erweckt, einen möglichst weiten Bogen um den Ort zu machen.  Enthält ein Artikel aber viele kleine Details, die danach schreien, genutzt zu werden, spielt es keine ganz so große Rolle, ob der Artikel in seiner Gänze für mich brauchbar ist.

Um das an einem Beispiel zu verdeutlichen, verweise ich auf ein paar  Artikel aus dem Dragon Magazine #365 (kostenlos downloadbar). Da gibt es zum Beispiel einen Artikel von Robert Schwalb, in dem eine ganze Menge Items beschrieben werden, die man im Hort eines Drachen finden kann. Das könnte man natürlich dazu nutzen, ein paar legendäre, flufftriefende Gegenstände einzubauen, aber nee, eigentlich ist das ganze Crunch pur, aus Fluffsicht ist das Ding vollkommen unbrauchbar. Bilbo hätte sich naserümpfend abgewandt.

Dieselbe Ausgabe enthält einen Backdrop zu Cormyr aus der Feder von Brian R. James. der fällt in die Kategorie: detailliert, aber uninspiriert (das Problem hatte Cormyr bei mir schon immer, der Artikel tut aber nicht das geringste, um das zu ändern). Wer vorher schon keine Lust auf Cormyr hatte, dürfte beim Lesen des Artikels jedenfalls kaum welche bekommen.

Dann die Ecology of the Dragonborn: Dürfte jeder wissen, dass ich die Dinger nicht leiden kann, aber ganz ehrlich: Wer nach Lesen dieses Artikels keine Idee hat, wie er einen Dragonborn spielen könnte, sollte bitte sofort mit dem Rollenspielen aufhören. Für Spieler, die einen Angehörigen dieses Volkes spielen wollen, ist der Artikel eigentlich ein Muss. So sieht für mich guter Fluff im Rahmen dieses Magazins aus.

Und zum Schluss Keith Bakers Artikel Dollurh's Dawn. Hier kann man nun glaube ich nicht von einer wirklich detaillierten Darstellung der Örtlichkeit und seiner Einwohner sprechen. Aber was für ne kranke Idee, einen Ort voller Doppelgänger der wichtigsten Heroen der Eberron'schen Geschichte ins Settin einzubauen. Da stecken nicht Ideen für eine, sondern gleich für mehrere Kampagnen drin, insbesondere in Verbindung mit dem darin vorgestellten Epic Destiny. Kriegt für mich einen Sonderbonus, obwohl der Artikel im Sinne meiner obigen Definition nicht die allerhöchsten Weihen verdient.
Think the rulebook has all the answers? Then let's see that rulebook run a campaign! - Mike Mearls
Wormy's Worlds

TheRaven

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Re: Was ist für euch "Fluff"?
« Antwort #18 am: 07. Mai 2009, 22:22:01 »
Fluff ist ein Begriff der D&D-Terminologie, der für mich nur insofern Sinn macht, als dass in der D&D-Community irgendwie der Wahn herrscht, dass man Regeln und Spielhintergründe irgendwie trennen muss. Fand den Begriff schon immer unsäglich und vermeide ihn wann immer möglich.
Sehe ich auch so, denn wenn wir Aspekte oder Instinkte von anderen Systemen als Beispiel nehmen, dann wird es unmöglich diese Einordnung zu verwenden. Im Kontext von D&D ist es aber denkbar einfach diese Einteilung zu machen. Hat es Regelauswirkungen? Dann Crunch. Hat es keine Regelimplikationen, dann Fluff. Gerade bei D&D ist diese Teilung sehr konsequent durchgesetzt.
Die Wissenschaft nötigt uns, den Glauben an einfache Kausalitäten aufzugeben.
- Friedrich

Anita Blake

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Re: Was ist für euch "Fluff"?
« Antwort #19 am: 07. Mai 2009, 22:28:30 »
Fand den Begriff schon immer unsäglich und vermeide ihn wann immer möglich.

Genau.
Tut mir leid, Fluff klingt nach rosa Wattebäuschen. 'Fluff- für jeden Schminktisch' oder so ähnlich.
Ausser dass ich den Begriff nicht benutze, ist es wohl der Welthintergrund, der eben von den eigentlichen Spielregeln abgegrenzt wird.
cogito ergo summ - dachte die Biene

uthoroc

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Re: Was ist für euch "Fluff"?
« Antwort #20 am: 07. Mai 2009, 22:46:08 »
In Burning Empires wird, was sonst wohl manchmal Fluff genannt wird, als Color bezeichnet, also "Farbgebung" oder "Ausschmückung". Da sind es konkret Dinge, die keine spielmechanischen Auswirkungen haben. Eine Laser-Pistole is "Color", solange sie nicht mit einem Skill Test abgefeuert wird und/oder Schaden macht.

In dem Sinne verstehe ich auch Fluff und Crunch. Fluff ist juwelenbesetzte Griff des Schwertes, die damaszierte Schneide und das Funkeln der Klinge. Crunch sind die 1W8 Schaden, der +1 Bonus und die 1250 GM Kosten.

Drudenfusz

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Re: Was ist für euch "Fluff"?
« Antwort #21 am: 07. Mai 2009, 22:47:26 »
Zum Ursprung des Begriffs, glaube Robin D. Laws war der erste der ihn für Rollenspielzwecke verwendete, ist also eigentlich nicht nur für D&D angedacht gewesen...

uthoroc

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Re: Was ist für euch "Fluff"?
« Antwort #22 am: 07. Mai 2009, 22:57:06 »
Crunchy Bits ist aus Robin's Laws of Good Game Mastering (dessen Lektüre im Übrigen jedem zu empfehlen ist) und wurde irgendwann zu "Crunch" abgekürzt, denke ich zumindest. Woher "Fluff" kommt, weiß ich nicht.

Heretic

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Re: Was ist für euch "Fluff"?
« Antwort #23 am: 08. Mai 2009, 01:02:17 »
Fluff ist ein Begriff der D&D-Terminologie, der für mich nur insofern Sinn macht, als dass in der D&D-Community irgendwie der Wahn herrscht, dass man Regeln und Spielhintergründe irgendwie trennen muss. Fand den Begriff schon immer unsäglich und vermeide ihn wann immer möglich.
Ich würd mal behaupten, dass das Wort nur aufgrund des Sekundärhobbys der Ami-D&Dler aufgekommen ist...
*mean*


@uthoroc: Vermutlich, bzw. wahrscheinlich: Die Pornoindustrie.

Darigaaz

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Re: Was ist für euch "Fluff"?
« Antwort #24 am: 08. Mai 2009, 11:13:20 »
1. Was ist für mich Fluff?
Das ist für mich alles das, was den Hintergrund zu Fertigkeiten, Zaubern, Magie, Klassen etc. darstellt oder darstellen soll, auf DnD bezogen einfach die Beschreibungen, die andeuten, wie bestimmte Fertig-/Fähigkeiten funktionieren sollen oder eben die Historie eines Ortes, Volkes, Landes, Kontinent etc.

2. Was ist für mich qualitativ hochwertiger Fluff?
Phantastischer Hintergrund, der meinen Geschmack trifft und dazu (sehr) detailliert ausgearbeitet ist. Als Minimum sehe ich dabei eine eigene entwickelte Schrift und Sprache an, ich möchte meinem Charakter keinen Namen geben, der ein Phantasiekonstrukt ohne Basis ist, denn für mich haben vor allem in Fantasy die Namen immernoch eine Bedeutung bzw. Bezug zum Charakter.

Ich finde es z. B. sehr schade, daß es kein Infernal-Alphabet (jedenfalls konnte ich keines finden) gibt, was mir die Ausarbeitung von Thay sehr erschwerte.

Die Sprache muß dabei nicht unbedingt bis zum 5ten regionalen Dialekt grammatikalisch ausgearbeitet sein, es reicht mir, wenn ich eine Basis wie im Draconomicon oder Drow Of The Underdark besitze, aber die ist ja nichtmal gegeben, eben nur für Draconic und Undercommen.

Hochwertiger Fluff lebt für mich durch Details, die in DnD meistens nicht vorhanden sind, es gibt z. B. einen Haufen Götter mit kurzen Beschreibungen aber keinerlei tiefergehende Gedanken zur Zelebrierung, zur Lieblingsfarbe der Kulte um jene Götter etc. Es stört mich, daß ich dies alles selber erschaffen muß.

Wenn ich spontan ein allgemeines Beispiel für hochwertigen Fluff geben soll, fällt mir nur Warhammer 40k ein und der Humor, der manchmal fein und subtil eingearbeitet wurde, als da wären Orks, die glauben, das rote Fahrzeuge schneller fahren, und das dolle is, die fahren dann auch schneller :D.
« Letzte Änderung: 08. Mai 2009, 22:36:35 von Darigaaz »
Realismus erhöht nur den DC

Wahre Worte sind nicht angenehm, angenehme Worte sind nicht wahr!

Bruder Grimm

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Re: Was ist für euch "Fluff"?
« Antwort #25 am: 08. Mai 2009, 12:08:48 »
Es gibt ja glaube ich tatsächlich eine Studie, in der der Zusammenhang zwischen der Farbe eines Fahrzeugs und der vom Betrachter empfundenen Geschwindigkeit untersucht wurde, die in der Tat zu dem Ergebnis kam, daß rote Fahrzeuge als schneller empfunden werden als andersfarbige Fahrzeuge gleicher Art  :lol:

@topic:
Zitat
Hochwertiger Fluff lebt für mich durch Details, die in DnD meistens nicht vorhanden sind, es gibt z. B. einen Haufen Götter mit kurzen Beschreibungen aber keinerlei tiefergehende Gedanken zur Zelebrierung, zur Lieblingsfarbe der Kulte um jene Götter etc. Es stört mich, daß ich dies alles selber erschaffen muß.

Ja, sowas in der Art fehlt mir auch ein bißchen. Insbesondere den Kalender der Forgotten Realms habe ich noch stark nachgearbeitet - Namen für die Wochentage und die Wochen, detailliertere Ausarbeitungen, wie die einzelnen Festtage gefeiert werden, wo ihre Ursprünge liegen etc. Ist teilweise etwas parodistisch geworden. Wenn Interesse besteht, kann ich das Zeug mal im Workshop vorstellen.

Zitat
Ich finde es z. B. sehr schade, daß es kein Infernal-Alphabet (jedenfalls konnte ich keines finden) gibt, was mir die Ausarbeitung von Thay sehr erschwerte.

Hmm, kennt jemand ein Programm, mit dem man Fonts von Grund auf neu erstellen kann?
Wer im Glashaus sitzt, der werfe den ersten Stein.

Kickhi

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Re: Was ist für euch "Fluff"?
« Antwort #26 am: 08. Mai 2009, 20:17:38 »
In dem Sinne verstehe ich auch Fluff und Crunch. Fluff ist juwelenbesetzte Griff des Schwertes, die damaszierte Schneide und das Funkeln der Klinge. Crunch sind die 1W8 Schaden, der +1 Bonus und die 1250 GM Kosten.
Genauso seh ich das auch.
Mein Charakter ist eine Klerikerin Stufe X, mit Prestigeklasse Y mit den Fähigkeiten und Talenten Z.
Sie hat einen Streitkolben +A des Effekts B der C Schaden macht.
Sie besitzt einen Pegasus der F gold gekostet hat, G Leben hat und H Pfund Last tragen kann.

Mein Charakter ist aber viel mehr als das:
Sie ist eine Asimarin die in Isolation von ihren Eltern zur Klerikerin erzogen wurde, als bei einem Angriff eines Nekromanten ihre Eltern starben um sie zu retten.
Sie fühlt sich von den Göttern verlassen und kriecht zum ersten mal allein und zum ersten mal in der Außenwelt aus der Erde und nur das helle warme Sonnelicht schenkt ihr Hoffnung.
Jahre später ist Die Klerikerin hoffnungslos alkoholabhängig, hat eine tiefe Abneigung gegen Paladine weil sie in einen verliebt war aber aus religiösen Diskrepanzen nicht mit ihm zusammen sein konnte.
Das einzige Wesen dem sie vertraut ist ihr treuer Pegasus, der mehr ihr Gewissen als ihr Reittier darstellt.
Sie verdient sich ihren Alkohol indem sie Menschen gegen Gold heilt oder gegen Gold Untode vernichtet.
Nebenbei ist sie auf der suche nach dem Nekromanten der ihre Eltern auf dem Gewissen hat.


Also mir ist dieser Char mit seiner Geschichte und seinen Macken sehr ans Herz gewachsen, das sie +A auf Angriffswürfe hatte ist mir ziemlich egal.

Da zieht sich eine Grenze für mich zwischen Fluff und Regeltechnischem (RT).
Diese Grenze ist für mich fließend und oft überlappen sich RT und Fluff bei mir.

Siran

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Re: Was ist für euch "Fluff"?
« Antwort #27 am: 09. Mai 2009, 15:56:40 »
Fluff ist das, was  das eigentliche Rollenspiel i.S.v. Charakterspiel ausmacht.
Gestützt wird das natürlich durch harte Regeln.

Anders ausgedrückt:

crunch beinhaltet die harten Faktoren des Spiels, fluff/flavor die weichen Faktoren.

Windjammer

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Re: Was ist für euch "Fluff"?
« Antwort #28 am: 09. Mai 2009, 16:26:42 »
Fluff ist ein Begriff der D&D-Terminologie, der für mich nur insofern Sinn macht, als dass in der D&D-Community irgendwie der Wahn herrscht, dass man Regeln und Spielhintergründe irgendwie trennen muss.
Naja, was heißt in der Community. Seitens der Designer herrscht genau dieses Selbstverständnis, und das wird von den Konsumenten dann auch so wahrgenommen. Das R&D Team von D&D 3E und 4E benutzt für ihre Aufgabenteilung jedoch die spezifischeren Bezeichnungen von "mechanical design" und "story design", wie Dir ein Blick auf das Impressum eines x-beliebigen 4E Buches - ob jetzt MM oder Kaufabenteuer - bestätigen wird.* Und ja, es ist offensichtlich, dass diese Unterscheidung nur auf bestimmte Rollenspielsysteme wie eben das moderne D&D überhaupt Sinn macht. Bei der Diskussion ebendieser Systeme spricht insofern nichts gegen deren Verwendung. Idiotisch wird es, wenn man dieses Selbstverständnis systemunabhängig für absolut setzt.

* Spielarten in der Terminologie sind auch "system design" und "world design" (respektive). Interessant auch, dass WotC diese Positionen bei jedem Produkt so besetzt wie es ihnen gerade gefällt, es also keinen strikten "story guy" oder "mechanics guy" gibt, was der vehementen Außenwahrnehmung von gewissen Kunden widerspricht. Beispiel gefällig?
Zitat von: Mike Mearls
P2 is a bit of a weird case, in that maps were done for it before I worked on it. I actually only worked on the final segment of the adventure (the stuff in the Shadowfell) and I did all the drow RP/alliance stuff.
« Letzte Änderung: 09. Mai 2009, 16:32:38 von Windjammer »
A blind man may be very pitturesque; but it takes two eyes to see the picture. - Chesterton

YRUSirius

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Re: Was ist für euch "Fluff"?
« Antwort #29 am: 09. Mai 2009, 17:58:30 »
Ich finde ebenfalls eine Unterscheidung in "Mechanisches" und "Prosaisches" ein wenig treffender.

Gruß,
YRUSirius
"If you've done your job right, your players are going to tell the stories for years to come - long after the memory of the game mechanics that brought them to life fades into dead neurons."