Autor Thema: "Der Krieg ist vorbei" - schade eigentlich!  (Gelesen 4888 mal)

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Goemoe

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"Der Krieg ist vorbei" - schade eigentlich!
« Antwort #45 am: 04. Juni 2009, 17:18:06 »
Hm. Interessant. Ist bei uns nicht so. Bei uns sind die Charaktere nur ein Teil der Welt nicht das Zentrum. Manches was sie tun hat Auswirkungen, manches nicht. Wenn wir in Eberron während des großen Krieges spielen würden, würde keiner bei uns auch nur entfernt auf die Idee kommen, sein Charakter würde den Lauf der Dinge verändern. Aber das liegt sicher daran, was die Spieler aus ihren vergangenen Kampagnen gewohnt sind. Etwas wie:
Zitat
Das Problem ist, dass die Spieler einen Impakt auf die Welt machen wollen.
gab es in keiner Kampagne, in der ich gespielt oder geleitet habe. Die Spieler wollten einfach ihre Charaktere spielen und entwickeln. Außer bei der Dark Sun Kampagne, aber die ist auch inhaltlich anders aufgesetzt.

Dabei muss ich anmerken, dass wir so gut wie nie im Endlevel Bereich eines Rollenspielsystems gespielt haben. Wir fingen bei Lvl 1-3 an und spielten zweiwöchent- oder monatlich. Dabei kommt man nicht so schnell voran, dass je die Spielwelt erschüttert worden wäre. Und wenn wir Stufe 8-15 waren (Je nach Kampagne) passierte meist etwas, dass wir neu angefangen haben (System, Kampagne oder einfach so). Das kenne ich in 25 Jahren Rollenspiel in diversen Systemen gar nicht anders. Spielt ihr immer die Chars von 1 bis Ende durch? (Mach mal eine Umfrage daraus Zechi  :D )

Wormys_Queue

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"Der Krieg ist vorbei" - schade eigentlich!
« Antwort #46 am: 04. Juni 2009, 17:26:28 »
Hm. Interessant. Ist bei uns nicht so. Bei uns sind die Charaktere nur ein Teil der Welt nicht das Zentrum. Manches was sie tun hat Auswirkungen, manches nicht. Wenn wir in Eberron während des großen Krieges spielen würden, würde keiner bei uns auch nur entfernt auf die Idee kommen, sein Charakter würde den Lauf der Dinge verändern. Aber das liegt sicher daran, was die Spieler aus ihren vergangenen Kampagnen gewohnt sind. Etwas wie:
Zitat
Das Problem ist, dass die Spieler einen Impakt auf die Welt machen wollen.
gab es in keiner Kampagne, in der ich gespielt oder geleitet habe. Die Spieler wollten einfach ihre Charaktere spielen und entwickeln. Außer bei der Dark Sun Kampagne, aber die ist auch inhaltlich anders aufgesetzt.

Dann bist Du ganz ehrlich und ernsthaft zu beglückwünschen. Das wäre das Ideal, das auch mir vorschweben würde, gesehen hab ichs leider aber noch nicht allzuoft. :)
Think the rulebook has all the answers? Then let's see that rulebook run a campaign! - Mike Mearls
Wormy's Worlds

Judeaux

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"Der Krieg ist vorbei" - schade eigentlich!
« Antwort #47 am: 04. Juni 2009, 17:45:59 »
Hm. Interessant. Ist bei uns nicht so. Bei uns sind die Charaktere nur ein Teil der Welt nicht das Zentrum. Manches was sie tun hat Auswirkungen, manches nicht...

Und wenn wir Stufe 8-15 waren (Je nach Kampagne) passierte meist etwas, dass wir neu angefangen haben (System, Kampagne oder einfach so). Das kenne ich in 25 Jahren Rollenspiel in diversen Systemen gar nicht anders.

Ich spiele zwar noch keine 25 Jahre, aber das lief in jeder Partie bei mir ebenso - auch heute noch. Die Spieler konzentrieren sich darauf, den von ihnen geschaffenen Charakter mit allen möglichen Ecken und Kanten zu spielen. Die verschiedenen Motivationen der Charaktere sind dabei individuell. Kein Spieler strebt irgendeine Über-Helden Laufbahn an mit weltverändernden Massnahmen.
Wenn wirklich toll gespielt wird, dann kann es jedoch schon mal vorkommen, dass die Helden plötzlich in einen weltverändernden Plot integriert werden. Kann jedoch auch das Gegenteil passieren... Bis zu EPIC kam es bei mir noch nie. Wenn ein Spieler einen wirklich unglaublich guten Charakter entwirft, dann darf er ihn nach der Kampagne zum NPC umbauen und in der Welt lassen und dessen Aktionen bestimmen (drei Spieler haben dies bisher schon fertiggebracht).


Goemoe

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"Der Krieg ist vorbei" - schade eigentlich!
« Antwort #48 am: 04. Juni 2009, 17:50:37 »
Wenn ein Spieler einen wirklich unglaublich guten Charakter entwirft, dann darf er ihn nach der Kampagne zum NPC umbauen und in der Welt lassen und dessen Aktionen bestimmen (drei Spieler haben dies bisher schon fertiggebracht).
Jau, so kenne ich das auch. Da bleibt dann mal ein Charakter im Stadtrat, oder im Rat einer Magier- oder Abenteurergilde. Oder sie leiten ein belebtes Gasthaus an brisanten Orten, das ein wenig Muskelkraft dann und wann erfordert. Aber das war es dann auch.

Ferrus Animus

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"Der Krieg ist vorbei" - schade eigentlich!
« Antwort #49 am: 04. Juni 2009, 18:18:45 »
Die Spieler wollen die Welt verändern, ber der Maßstab hängt auch von der Welt ab.
Wenn der Krieg eine zentrale Rolle spielt werden die Helden darauf auch Einfluss haben, wenn der Krieg abe rnur ein Nebenschauplatz oder Hintergrund der Abenteuer ist, dann werden sie ihn nicht so sehr beeinflussen wollen.

Nadir

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"Der Krieg ist vorbei" - schade eigentlich!
« Antwort #50 am: 04. Juni 2009, 23:06:03 »
Das Problem ist, dass die Spieler einen Impakt auf die Welt machen wollen. Wenn der Krieg das Setting ist, werden sie sich nicht mit einer "Nebenrolle" zufrieden geben, sondern werden nach Wegen und Mitteln suchen, diesen zu beenden (und auch finden).

Als Spielleiter hast Du dann im Prinzip 2 Möglichkeiten:

Die gute: Du gehst auf die Spieler ein,  was dann aber genau zu den von Curundil angesprochenen Problemen führt:
Die schlechte: Borbarad. Egal, was die Spieler tun und machen, die Kampagne verläuft in den vorher festgelegten Bahnen.

Oder anders: Frag dich nicht, wie die Kampagne den Krieg überlebt. Frag dich lieber, wie der Krieg die Kampagne überlebt. :)

Hatte ich ja auch schon so angedeutet. Meine Jungs mögens halt, wenn sie eine wichtige Rolle spielen. Oder darauf hin arbeiten, irgendwann mal "wichtig" zu sein.
Ich denke auch, dass es noch einen goldenen Mittelweg zwischen Deinen beiden Extremen gibt, den ich eines Tages zu finden hoffe.

Das kann man übrigens mit der 3e, bzw Pathfinder viel besser darstellen, als mit der 4e!
"Nicht wer als Erster die Waffe ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt." N.M.

Wormys_Queue

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"Der Krieg ist vorbei" - schade eigentlich!
« Antwort #51 am: 04. Juni 2009, 23:14:14 »
Das kann man übrigens mit der 3e, bzw Pathfinder viel besser darstellen, als mit der 4e!

Inwieweit meinst Du das? Das halte ich nämlich für eine relativ regelunabhängige Eigenschaft bei vielen Rollenspielern.
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Wormy's Worlds

Nadir

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"Der Krieg ist vorbei" - schade eigentlich!
« Antwort #52 am: 04. Juni 2009, 23:15:09 »
Spoiler (Anzeigen)
« Letzte Änderung: 04. Juni 2009, 23:18:17 von Nadir-Khân »
"Nicht wer als Erster die Waffe ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt." N.M.

Wormys_Queue

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"Der Krieg ist vorbei" - schade eigentlich!
« Antwort #53 am: 04. Juni 2009, 23:15:50 »
 :oops:
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Nadir

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"Der Krieg ist vorbei" - schade eigentlich!
« Antwort #54 am: 04. Juni 2009, 23:17:41 »
 :wink:
"Nicht wer als Erster die Waffe ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt." N.M.

Arldwulf

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"Der Krieg ist vorbei" - schade eigentlich!
« Antwort #55 am: 04. Juni 2009, 23:33:47 »
Was ich interessant fände bei diesem Thema wäre die Frage welche Konflikte man in den einzelnen Settings so ausbrechen lassen könnte.

In Faerun würde ich gerne mal das Spielen auf Abeir ausprobieren, die Schwertlande klingen für sowas wirklich gut geeignet, auch wenn ich mir noch nicht sicher bin ob ich dort eher die Konflikte zwischen einzelnen Anführern oder solche mit einem gemeinsamen Feind der alle einigt (oder der Möglichkeiten einbringt mit Politik die kleinen Reiche zu vereinen) ausspielen würde.
1st Edition Nekromantentöter
--------
Ich hab nichts gegen niedrige Wahlbeteiligung. Irgendwann regier ich den Laden eben alleine. ;-)

Goemoe

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"Der Krieg ist vorbei" - schade eigentlich!
« Antwort #56 am: 04. Juni 2009, 23:51:31 »
Das kann man übrigens mit der 3e, bzw Pathfinder viel besser darstellen, als mit der 4e!

Danke, der war gut  :D (Ich wär aber auch reingefallen, ein Satz wie dieser taucht ja eigentlich überall auf.  :wink:)

Nadir

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"Der Krieg ist vorbei" - schade eigentlich!
« Antwort #57 am: 05. Juni 2009, 17:49:31 »
Was ich interessant fände bei diesem Thema wäre die Frage welche Konflikte man in den einzelnen Settings so ausbrechen lassen könnte.

Ernstgemeinte Aufforderung für die genannten Welten Krisenherde zu schaffen?
Was für Konflikte interessieren Dich? Sollen diese global angelegt sein, oder lokale Kriege zwischen zwei Reichen sein?
Denn was Du beschrieben hast:
Zitat
In Faerun würde ich gerne mal das Spielen auf Abeir ausprobieren, die Schwertlande klingen für sowas wirklich gut geeignet, auch wenn ich mir noch nicht sicher bin ob ich dort eher die Konflikte zwischen einzelnen Anführern oder solche mit einem gemeinsamen Feind der alle einigt (oder der Möglichkeiten einbringt mit Politik die kleinen Reiche zu vereinen) ausspielen würde.
ist ja auch nicht das, was Amurayi meinte.
"Nicht wer als Erster die Waffe ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt." N.M.

Arldwulf

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"Der Krieg ist vorbei" - schade eigentlich!
« Antwort #58 am: 05. Juni 2009, 18:13:32 »
Im Prinzip: Alles davon. Ich denke das man sowohl kleine Konflikte zwischen einzelnen Herrschern (durchaus auch nur auf lokaler Ebene) ausspielen kann wie auch das Aufeinandertreffen verschiedener Nationen oder auch globale Konflikte.

Für Interessant halte ich das eigentlich alles. In dem Beispiel oben meinte ich eine Mischung aus Variante 1 (lokale Konflikte) mit Variante 2 (nationale Konflikte). Also durchaus so dass die Schwertlande auch von einer fremden Armee, zum Beispiel der einer Nachbarnation bedroht werden könnten.

Und ja, natürlich war das ernstgemeint. Wir können ja nicht ewig weiter rumblödeln ;-)
1st Edition Nekromantentöter
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Nadir

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"Der Krieg ist vorbei" - schade eigentlich!
« Antwort #59 am: 05. Juni 2009, 18:23:39 »
Ehrlich gesagt bietet mir das Golarion Campaign Setting alle Krisen, Kriege und Konflikte, welche ich als SL brauche.
Bevor ich mir also etwas Neues ausdenke, kann ich das Bestehende komplett abfeiern und damit Jahre verbringen bei unserer "Kontinuität"...
"Nicht wer als Erster die Waffe ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt." N.M.