Autor Thema: Charakterorientierte Low-Magic D&D 3.5 Kampagne  (Gelesen 2829 mal)

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Balrog_Master

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  • and the heavens shall tremble
Charakterorientierte Low-Magic D&D 3.5 Kampagne
« am: 10. Juli 2010, 13:58:34 »
Spieler A zu Spieler B: Wie hat deine Kampagne begonnen?
Spieler B antwortet: Wir (Kämpfer, Kleriker, Magier, Schurke) haben uns in einer Taverne getroffen und haben danach ein paar marodierende Orks erledigt die das Dorf bedroht haben. Als Belohnung gabs vom Bürgermeister ein magisches +1 Schwert.

So ähnliche Erfahrungen haben wohl viele von uns schon gemacht. Meine kommende D&D 3.5 Kampagne (mit Pathfinder Regelelementen) die als Low-Magic Kampagne angesetzt ist, soll aber gänzlich anders beginnen. Während Pathfinder sämtliche Klassen maximiert und alles stärker, größer und bombastischer macht, tue ich das Gegenteil. Eigentlich ist man ja bereits auf Stufe 1 ein Held, wie in dem obigen Beispiel beschrieben. Meine Kampagne soll allerdings dort beginnen, wo der Begriff Held noch in weiter Ferne liegt. Sämtliche Spieler starten als Commoner Level 1. Die erste Aufgabe wird sein, sich zu überlegen, welche Rolle ich in meinem Umfeld einnehme und wie ich mir den Lebensunterhalt verdiene, als z.B. Schmiedelehrling, Fischer, Bettler oder Feldarbeiter. Jeder Charakter ist gleich stark bzw. gleich schwach. Entscheidet sich ein Charakter ein Kämpfer oder ein Magier zu werden, kann er das jederzeit tun, nur muss er dies InGame bewerkstelligen, z.B. indem er in die Armee eintrittt oder sich bei einem Magier als Lehrling bewirbt. Jeder Charakter kann jederzeit jede Entscheidung treffen. Die Kampagne soll also komplett charakterorientiert sein und eine enge Bindung zur Umgebung aufweisen. NSC's spielen daher eine große und wichtige Rolle.

Was sind also die Kernmerkmale:

- geringes Powerlevel (Startattribute: 13, 12, 11,10, 9, 8, nach Volksadaption)
- Start als Commoner, Substitute als Experte, Aristokrat, Krieger, Adept möglich
- keine XP's; Stufenaufstieg orientiert sich am Rollenspiel
- Zauber und Talente müssen InGame erlernt werden bzw. plausibel sein
- stärkerer Fokus auf Fertigkeiten und event. Ausbau dieser
- so gut wie keine normalen magischen Gegenstände, dafür aber unterschiedliche Metallarten (Bronze, Eisen, Stahl, usw.) und Stufen bei Meisterarbeit
- wenige seltene aber dafür einzigartige magische Gegenstände
- Prestigeklassen können InGame erspielt werden

Wie wird die Kampagne aussehen:

- vollkommen charakterorientiert
- die Charaktere müssen bei Begegnungen stärker zusammenarbeiten um diese erfolgreich zu bestehen
- Charaktere werden öfter belohnt, als bei einer High-Magic Kampagne
- Motivation ist höher, da die Charaktere stärker in das Geschehen integriert sind, als bei z.B. Kaufabenteuern oder typischen Dungeoncrawls


Was müsste ich aus eurer Sicht noch berücksichtigen um hier Erfolg zu haben?
Ich war böse. Eine Succubus soll mich bestrafen!

Kilamar

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Charakterorientierte Low-Magic D&D 3.5 Kampagne
« Antwort #1 am: 10. Juli 2010, 14:03:22 »
So weit brauchst Du gar nicht gehen.

Verringere die Anzahl der magischen Gegenstände, erhöhe die Stufen der NSC, zwinge alle zukünftigen Magieanwender in einer Nicht-Zauber-Klasse anzufangen.

Niedrige Attribute kann nehmen, aber ich würde mir die Option offen halten diese später auf ein normales Niveau zu erhöhen.

Kilamar

Balrog_Master

  • Mitglied
  • and the heavens shall tremble
Charakterorientierte Low-Magic D&D 3.5 Kampagne
« Antwort #2 am: 10. Juli 2010, 14:39:02 »
Das könnte ich, aber dann wäre es einem Spieler dennoch möglich seinen Charakter von vorne bis hinten durchzuplanen. Es soll ja gerade das Spannende sein, dass ein Spieler das nicht können soll, sondern sich auf das verlassen muss, was InGame passiert. Auch der Realismus wird eine größere Rolle spielen. Ein Charakter wird nicht so von heute auf morgen ein neues Talent oder eine neuen Zauber können. Jedes Talent und jeder Zauber wird irgendeine Verbindung zur Rollenspielwelt haben und nur wenn der Charakter etwas bestimmtes tut, erlangt er einen Zugang zu einer neuen Fähigkeit. Z.B. muss er für den Zauber Feuerball den Odem eines jungen Drachen einfangen und diesen mit einer Erbse der seltenen Feuerkrautpflanze in Verbindung bringen und die dadurch entstandene Magie einfangen. Wie der Charakter das macht, sprich ob er sich einfach auf die Suche nach einem Drachen macht, für viel Gold ein Elexier des Drachenodems kauft, mit Diplomatie sich leichter Zugang verschafft oder in die Hütte des Alchimisten einbricht bleibt ihm überlassen.
Ich war böse. Eine Succubus soll mich bestrafen!

Arne

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Charakterorientierte Low-Magic D&D 3.5 Kampagne
« Antwort #3 am: 10. Juli 2010, 15:02:28 »
Vielleicht hilft Dir auch Iron Heroes weiter? Da gibt es vlt auch Ideen, die Dir helfen könnten:
http://en.wikipedia.org/wiki/Iron_Heroes

Urgal.Beleron

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Charakterorientierte Low-Magic D&D 3.5 Kampagne
« Antwort #4 am: 10. Juli 2010, 15:11:19 »
Das mit dem Commonerstufen finde ich unter aller Sau. Verlangst du ernsthaft, dass deine Charaktere das eine Level praktisch die ganze Zeit bis hoch zu 20 (Verzeihung, warte, ich meinte natürlich 10) mitschleifen, oder gar im schlimmsten Fall, wenn das RP mal nicht so stimmt, auch noch weitere Stufen davon?

Wirst du in Kauf nehmen, dass der Charakter von Spieler Shakespere 5 Level über dem von Spieler Heinzi sein wird?
Was sagen deine Spieler zu den vorgestellten Ansätzen?

Ansonsten sind schon ein paar schöne Ideen bei. Die mit dem Feuerball fand ich zwar etwas seltsam, aber das war ja auch nur ein Beispiel.
Wichtig ist, dass du deine Charaktere durch Ingame Geschehnisse nicht zu sehr einschränkts; wenn dein Rogue Spieler nie wieder Assassine werden kann, nur weil er NSC #75 in der 3. Gasse von Stadt XY zum Zeitpunkt Z nicht entdeckt und angesprochen hat, ist etwas sehr viel Grundlegenderes schiefgegangen.
« Letzte Änderung: 10. Juli 2010, 15:14:43 von Urgal.Beleron »

furbo

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Charakterorientierte Low-Magic D&D 3.5 Kampagne
« Antwort #5 am: 10. Juli 2010, 15:31:45 »
Ich glaube die wichtigste Frage ist:
Möchten das deine Spieler?
Das sieht mir dann weniger nach D&d aus, als nach historischem Rollenspiel und ich würde umbedingt vorher abstimmen ob das deinen Spielern überhaupt gefällt. Sollten die nämlich gerne Monster verprügeln wollen, habt ihr ein Problem.

Wenn du weg vom klassischen dungeon rein - dungeon raus willst, dann solltest du dir eventuell sogar überlegen ob d&d überhaupt das richtige System ist.
Sachen wie EP willst du sogar vollkommen frei verteilen, Magie anscheinend stark beschneiden (was Probleme gibt, wie dir viele sagen werden) und gängige Charakterkonzepte praktisch komplett unmöglich machen (Stufe 1 commoner).

Brauchst du da überhaupt ein System mit Regeln? Die d&d Regeln beschäftigen sich größtenteils mit Kämpfen und so wie ich das sehe willst du darauf kaum Schwerpunkte setzen. Dann kannst du dir aber eigentlich auch das System schenken oder?
Du schreibst du möchtest den Fokus auf Berufswahl, Lehre und Handwerk legen. Das wird in d&d wenig bis gar nicht behandelt.

Folglich würde ich dir raten erst einmal Rückfrage bei deinen Spielern zu holen. Ich verstehe zwar irgendwo den Ansatz, aber mit persönlich würde so eine Kampagne keinen Spaß machen. Muss aber nicht so bei deinen Spielern sein, kann aber.
Und dann solltest du ehrlich gesagt nach einem anderen System suchen, dass nicht komplett auf Monster schlachten ausgerichtet ist.

Balrog_Master

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  • and the heavens shall tremble
Charakterorientierte Low-Magic D&D 3.5 Kampagne
« Antwort #6 am: 10. Juli 2010, 15:49:53 »
Das mit dem Commonerstufen finde ich unter aller Sau. Verlangst du ernsthaft, dass deine Charaktere das eine Level praktisch die ganze Zeit bis hoch zu 20 (Verzeihung, warte, ich meinte natürlich 10) mitschleifen, oder gar im schlimmsten Fall, wenn das RP mal nicht so stimmt, auch noch weitere Stufen davon?

Es werden wahrscheinlich sogar 3 Commonerstufen sein.  :wink:

Man muss sich komplett vom Stufensystem loslösen. Hier hat ein oder mehrere Commonerstufen keine Bedeutung, Stufen sollen nur die Charakterentwicklung, sprich den Lebensweg aufzeigen. Mir geht es darum, dass die Charaktere mir keine Hintergrundgeschichte schreiben sollen, sondern dass die Hintergrundgeschichte gespielt wird. Und da noch niemand als Magier geboren wurde muss sich ein Charakter eben diese Kräft langsam aneignen.

Ich glaube die wichtigste Frage ist:
Möchten das deine Spieler?

Meine Spieler möchten eine spannende Geschichte und die werden sie bekommen. Und D&D ist sehr wohl das richtige System, da Kämpfe nach wie vor massenhaft vorhanden sein werden, nur eben auf niedrigem Powerlevel.
« Letzte Änderung: 10. Juli 2010, 15:53:15 von Balrog_Master »
Ich war böse. Eine Succubus soll mich bestrafen!

Ethelbeorn

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Charakterorientierte Low-Magic D&D 3.5 Kampagne
« Antwort #7 am: 10. Juli 2010, 15:55:50 »
Wichtig ist, dass die jeweiligen Interessen der einzelnen Charaktere die ganze Gruppe einbinden. Ansonsen kannst du auch 4 Solokampangen starten, in denen dann Harald der Schmied zum Drachentöter wird, und Bauer Randas durch seltsame Zufälle sein magisches Potential entdeckt.

Ich könnte mir Vorstellen, dass die Gruppe eher motiviert ist, die Sklavenhändler zu verfolgen, die das Flüchtlingslager überfallen haben in dem die Dorfgemeinschaft der SCs untergekommen war, als einen jungen Drachen und eine Pflanze zu suchen, nur damit ein Spieler danach "brennende Hände" wirken kann. (Die Motivation für letzteres liegt auch eher beim Spieler als in Game)

Es ist sicher kein Problem, wenn die Spieler dir sagen, in welche Richtung sich ihr Charakter entwickeln will un du dann entsprechende Möglichkeiten im Laufe eines spannenden Abenteuers einfügst.

Für so eine Kampange funktioniert auch e6 sehr gut

Viel spaß beim Spielen  :wink:

78% of DM's started their first campaign in a tavern. If you're one of the 22% that didn't, copy and paste this into your signature.

furbo

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Charakterorientierte Low-Magic D&D 3.5 Kampagne
« Antwort #8 am: 10. Juli 2010, 16:24:47 »
Meine Spieler möchten eine spannende Geschichte und die werden sie bekommen. Und D&D ist sehr wohl das richtige System, da Kämpfe nach wie vor massenhaft vorhanden sein werden, nur eben auf niedrigem Powerlevel.

Du solltest bedenken wie niedrig das Powerlevel wirklich ist.
Für Stufe 1 Commoner mit den obigen Werten sind schon HG 1/2 Monster äußerst gefährlich. Und auch Stufe 3 Commoner können im Prinzip nichts.
Wie sollen denn "spannende" Begegnungen aussehen? Die Kämpfe werden einfach nicht sehr mitreißend wenn die Spieler praktisch kaum Aktionsmöglichkeiten haben (keine Zauber, kaum Talente, keine guten Saves/TP, etc...).
Massenhaft Kämpfe werden da die ersten 5 Stufen auf keinen Fall drin sein, außer sie kämpfen ständig gegen Ungeziefer.

Ich möchte dir dein Konzept da nichts zerschießen, wenn es dir und auch deinen Spielern großen Spaß macht, soll dich nichts davon abhalten.
Als SL der auch schon 1-2 Kampagnen geleitet hat, möchte ich dir aber aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass low-level und dann auch noch low-magic mitunter echt langweilig sein kann für Spieler.
Gute Story ist super und macht sicherlich Spaß, aber du solltest bedenken, dass für viele Spieler der Spaß am Rollenspiel eben auch im Charakterbuild, im Monster töten und Schätze horten liegt. Fast alle Spieler wollen mit ihrem Charakter irgendwie irgendwann "gut" sein, sprich Macht und vielleicht auch Ansehen haben.

Du solltest dir wirklich sehr genau überlegen mit was du deine Spieler bei Stange hältst, denn auch bei einer super Story macht das ganze mitunter wenig Spaß, wenn der eigene Charakter ein absoluter Normalo ist und eigentlich nichts besonders gut kann.

Wie schon gesagt gibt es andere Systeme die nicht so sehr auf lineare und über Stufen geregelte Charakterentwicklung ausgelegt sind. So etwas ist meiner Meinung nach besser geeignet.
Man kann es sicherm it D&d machen. Aber du negierst praktisch alle Stärken des D&D Systems und legst den fokus da hin, wo es eigentlich nicht seine Stärke hat.
« Letzte Änderung: 10. Juli 2010, 16:26:49 von furbo »

Baumschmuser

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Charakterorientierte Low-Magic D&D 3.5 Kampagne
« Antwort #9 am: 10. Juli 2010, 17:34:32 »
Deine Ansätze sind für meinen Geschmack sehr gut. Allerdings hast du entweder Spieler die einfach nicht besser werden wollen was den Charakter betrifft oder ihr spielt sehr oft, dann kann das auch dadurch funktionieren. Ich für meinen Teil fände alles Low sehr gut. Allerdings ist mir das Konzept mit dem Commoner doch sehr fremd und würde mir sicher keinen Spass machen. ( Leider am eigenen Leib ausprobiert^^ )

Würd mich brennend interessieren wie das Ganze funktioniert und ob wirklich jedem deiner Spieler das Spiel so gefällt.



Grüße



Balrog_Master

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  • and the heavens shall tremble
Charakterorientierte Low-Magic D&D 3.5 Kampagne
« Antwort #10 am: 10. Juli 2010, 18:48:14 »
Als Spieler habe ich schon Einiges ausprobiert von Erzählrollenspielen wo ich einen einfachen Fischer spielte, über Spiele wo Charaktere 9 Stufen Unterschiede hatten hinzu powergamermäßigen High-Magic Kampagne. Und ich muss sagen, alle diese Spiele machten Spaß, man muss als Spieler nur offen sein für Neues und sich auf das Spiel einlassen.

Die aktuelle Kampagne ist ne High-Levelkampagne mit Dämonenfürsten, Artefakten, Epischer Magie, usw. Nun möchte ich als DM etwas Neues ausprobieren und zwar eine Geschichte die von den Anfängen einer Heldengruppe handelt. Ich werde das Konzept des Commoners beibehalten aber dafür die Stufen weglassen, sprich ich mache 1-2 Abende wo die Spieler in erster Linie mit NSC's quatschen, sich um ihre Ausbildung kümmern und vielleicht auf erste Hinweise einer Hauptqueste stoßen.

Die Kampagne soll 50-50 gestaltet sein, sprich 50% Begegnungen 50% Rollenspiel. Möglichkeiten zum Rollenspiel biete ich zuhauf, wie schon erwähnt, schwierige Talente und Zauber, bzw. Prestigeklassen müssen InGame erspielt werden. Einfache Talente und Zauber können z.B. durch erfolgreiche Fertigkeitswürfe schnell erlernt werden. Dafür dürfen Magier Zauber viel öfter hinauswerfen. Was die Begegnungen in dieser Kampagne interessant machen soll, ist eben der Low-Magic Aspekt. Hatte bisher der Kämpfer immer eine zweihändige Waffe, das Talent Heftiger Angriff und Ogerkrafthandschuhe als Ausrüstung (quasi ein No-Brainer) so kann er jetzt mit Schwert und Schild oder mit 2 Waffen kämpfen ohne dass es lächerlich wirkt. Die einfachen Dinge bekommen so viel größere Bedeutung. Wenn der Kämpfer 13 Stärke hat, wie wird sich dieser freuen wenn der Kleriker der Gruppe ihm einen Bärenstärke-Spruch verpasst. Oder ein Magier kann jetzt wieder die Verwandlungssprüche (PF) ansehen.
Ich war böse. Eine Succubus soll mich bestrafen!

Baumschmuser

  • Mitglied
Charakterorientierte Low-Magic D&D 3.5 Kampagne
« Antwort #11 am: 10. Juli 2010, 22:42:03 »
@Balrogh Master
Wie gesagt hört sich sehr gut an und wenn ihr nicht so weit weg wäret, würd ich glatt mitspielen wollen.

Ich versuche gerade etwas ähnliches. In meiner Kampagne ( hab OoW ausgewählt ) habe ich nur 3 Gegenstände pro Spieler zugelassen und diese dafür etwas aufgebort - sprich sie werden mit der Stufe des Trägers stärker. Auch ich habe meine Spieler dazu veranlasst sich Rituale auszudenken um die Fähigkeiten zu " befreien ". Zuerst wollte ich auch die Fähigkeiten der Fantasie und der Intuition meiner Spieler überlassen. Dieses Vorhaben ging allerdings kräftig daneben, weil ich leider Rollenspieler der Art " Komm hauen wirs tot und suchen die Habseligkeiten " Die Hintergründe der kampagne kann ich denen nur ganz schlecht nahebringen, das interessiert sie meistens nicht. Da ich aber nur diese Gruppe habe und auch Spass dran habe zu leiten, hab ich mich etwas angepasst^^ Wir sind jetzt Stufe 4  und ich bin mal gespannt wie das läuft. Deshalb kannst du vielleicht verstehen wenn ich etwas skeptisch bin was den Erfolg betrifft. Aber trotzdem drücke ich dir die Daumen :thumbup:


Grüße

Nadir

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Charakterorientierte Low-Magic D&D 3.5 Kampagne
« Antwort #12 am: 10. Juli 2010, 23:20:37 »
Schau Dir doch mal athas.org an, wenn Du ein magiearmes Setting nach 3.5er Regeln suchst. Dort gibt es auch Infos zum Thema Verfügbarkeiten von Magie.
Ebenso Midnight. Auch ein Setting, in dem Magie für Charaktere gefährlich ist. Jedoch wächst der Machtgrad der Charaktere deutlich, da sie allesamt besondere Fähigkeiten, ähnlich der Blutlinien, bekommen

Denn Standard-D&D ist praktisch unmöglich.

Magiewirker würde ich dann nur als... wie nennt man denn nicht-full-caster? ... zulassen. Also Barde, Waldläufer und Paladin. Meine bevorzugte Variante. Zudem sollten richtige Stahlwaffen bereits einen Erfolg darstellen und dann auch nicht überall erhältlich sein. Eine Meisterarbeit oder gar ein +1 Schwert wären dann schon legendär.

Wie gesagt, im Midnight und DarkSun Setting wirst Du einige Inspirationen finden können.
"Nicht wer als Erster die Waffe ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt." N.M.

furbo

  • Mitglied
Charakterorientierte Low-Magic D&D 3.5 Kampagne
« Antwort #13 am: 10. Juli 2010, 23:45:32 »
Zudem sollten richtige Stahlwaffen bereits einen Erfolg darstellen und dann auch nicht überall erhältlich sein. Eine Meisterarbeit oder gar ein +1 Schwert wären dann schon legendär.

Das kann man schön beschreiben und eine tolle Geschichte um die Waffe herum aufbauen.
Aber der Effekt im Kampf ist bei +1 halt alles andere als legendär.
Mit so einer Bewaffnung wirst du einfach ganz und gar unlegendär draufgehen gegen jeden etwas anspruchsvolleren Gegner.

Ich meine Fakt ist doch das du mit "Weltenbrand, Großklinge der Apokalypse" (Zweihandschwert +1) dann doch nur Hobgoblins mit ein paar Stufen fighter aufmischen kannst.

Nadir hat die Sache mit castern angesprochen. Entweder bannst du full-caster gleich oder beschneidest sie, weil ein low-magic Magier ist nunmal ein commoner. Wenn du caster nicht beschränkst, sind die relativ schnell so ziemlich jedem Nicht-caster überlegen. Und zwar drastisch, was dein Spiel spätestens ab Stufe 10 komplett zerschießt.

Kilamar

  • Mitglied
Charakterorientierte Low-Magic D&D 3.5 Kampagne
« Antwort #14 am: 11. Juli 2010, 00:01:41 »
Aha, und mit dem Schwert kann man keine Giants oder  Elemental angehen?
Für Drachen braucht man Magic Weapon, dann hat das Ding ne Wirkung.

Es gibt noch andere harte Gegner als Außerplanares.

Und nein, Magier laufen auf Stufe 10 nicht solo rum. Das ist ungefähr so als wenn man nur mit schwerer Artillerie oder nur mit Bombern in den Krieg zieht. Viel Bumm, aber trotzdem verloren.

Kilamar