Autor Thema: Vorträge für einen Konvent  (Gelesen 2499 mal)

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Belgarion

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Vorträge für einen Konvent
« am: 19. August 2010, 14:47:05 »
Hallo liebe Abenteurer,

Ich leite zur Zeit eine D&D3.5 Gruppe in den FR und plane gerade einen Harfnerkonvent in der Zwielichthalle in Berdusk, den ich gern ausgiebig ausspielen würde. Der Konvent soll insgesamt sechs Tage dauern und es soll verschiedene Vorlesungen, Seminare und Diskussionen geben, die sich oft auch überschneiden, so dass die Chars eine Auswahl der angebotenen Veranstaltungen treffen müssen.

Nun wollte ich hier gerne einen Sammelthread für Ingame-Vorträge aufmachen. Das ist ja sicherlich auch für andere SLs eine gute Sache, ich selbst habe jedenfalls lange nach so etwas gesucht.

Einen Konventsplan habe ich schon unter -> Kampagnenwelten -> Forgotten Realms geposted, aber die Vorträge können auch gern völlig andere Themengebiete bearbeiten oder aus anderen Systemen kommen.

Belgarion

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Vorträge für einen Konvent
« Antwort #1 am: 19. August 2010, 14:52:28 »
Ich mach einfach mal selbst den Anfang.

Ich habe für meinen Magister im Rahmen der 7-Gezeichneten-Kampagne von DSA einen Vortrag zum Thema "Kraftlinienmagie" ausgearbeitet.


Vortrag zum Thema Kraftlinien

Meine sehr geehrten Damen und Herren. Bevor ich mit meinem Vortrag beginne, möchte ich vorab noch einige Anmerkungen zum Ablauf anführen. Zunächst der Hinweis: Sie befinden sich hier bei dem Vortrag über Kraftlinien. Falls sie der simultan stattfindenden Diskussion zum Thema Mythos der Elementarzitadellen beiwohnen wollen, begeben sie sich bitte ins Basileus im 1. Stock. Dieser Vortrag wird zwar mittels eines Voco Limbo magisch verstärkt, dennoch möchte ich sie bitten sich für die Dauer des Vortrags in Schweigen zu üben, damit auch die Interessierten in den hinteren Reihen die Möglichkeit haben meine Ausführungen zu verstehen. Um den strengen Zeitplan des Konvents nicht übermassig zu strapazieren, möchte ich sie ebenfalls bitten von Zwischenfragen abzusehen. Ich bin jedoch gerne dazu bereit Fragen zu dieser Vorlesung in einem persönlichen Gespräch im Anschluss näher zu erörtern. Mein Name ist Belgarion (Großmeister der arkanen Künste) von Riva, ehemals Adept der Halle der Macht zu Lowangen und gegenwärtig Dozent für Sagen und Legenden an der Dracheneiakademie zu Kunchom, Träger des ushûn magachim, des Almadinen Auges und damit erster Gezeichneter. Ich werde sie heute über den derzeitigen Fortschritt in der Erforschung der erst kürzlich entdeckten chattâr ashtarranim, der Kraftlinien, die unseren Kontinent durchziehen, in Kenntnis setzen und dabei insbesondere auf ihre Nutzung durch den Dämonenmeister Borbarad eingehen. Zunächst möchte ich mich an dieser Stelle jedoch ganz herzlich bei dem Magister Dschelef ibn Jassafer, ehemalige Spektabilität der Pentagramma-Akademie und hochbegabter Magier und Wissenschaftler auf dem Gebiet der Elementarmagie, bedanken ohne dessen Unterstützung es mir nicht möglich wäre ihnen heute diese Erkenntnisse zu vermitteln. Ihm haben wir unter anderem die Anfertigung einer Kraftlinienkarte zu verdanken, auf der alle derzeit bekannten chattar ashtarranim verzeichnet sind. Darauf werde ich jedoch im Verlauf des Vortrags noch näher zu sprechen kommen. Mir ist bewusst, dass sich heute viele arkane Laien unter den Hörern meines Vortrags befinden und ich werde versuchen diesem Umstand in meiner Ausdrucksweise Rechnung zu tragen und möchte mich gleichzeitig bei den Gelehrten unter ihnen für die proletarische Ausdrucksweise im Folgenden entschuldigen. Ich beginne nun meinen Vortrag zum Thema Kraftlinien.

Man kann die Bedeutung der potentiellen arkanen Potenz, die diese Linien perfluktuiert sine dubio kaum überschätzen. Es ist ein, in diesem Ausmaß einzigartiges Phänomen, dass solch enorme Kraftquellen den Gelehrten Aventuriens solange verborgen bleiben konnten. Dabei mussten bereits viele Magiebegabte vor unserer Generation davon geahnt haben, denn unbewusst zieht es sie alle intuitiv hin zu den Kraftlinien. So ist es kaum verwunderlich, dass an Punkten, wo Kraftlinien konvergieren oftmals druidische Steinkreise, Drachenhorte oder auch Magiertürme zu finden sind. Solche Schnittpunkte bezeichnen wir in Gelehrtenkreisen als Nodices. An diesen Orten sprudelt die astrale Kraft für empfängliche Seelen förmlich spürbar ungehindert hervor. Konvergieren an einem Nodix vier oder mehr Kraftlinien miteinander, so bezeichnen wir es als einen Nexus. Solcherlei Ortschaften sind jedoch äußerst selten anzutreffen. Doch nicht nur die Nodices, sondern schon die Kraftlinien beherbergen eine große arkane Potenz, die unter anderem durch den Wuchs etlicher magischer Pflanzen, in exemplum Blutblatt, als solche erkennbar sind. Kraftlinien und Nodices können überdies mithilfe der gängigen magica clarobservatia- Formeln, exemplum gratia dem Odem Arcanum oder dem Analys, aufgespürt werden. Zu einer genaueren Examination ist jedoch die Applikation eines Oculus Astralis unabdingbar. Auf diese Weise ist es sogar möglich den Verlauf einer chattâr ashtarranim zu verfolgen. Die Kraftlinien spannen sich wie ein Netz über den gesamten Kontinent und verbinden auf diese Weise astrale Stätten miteinander. In der Regel verlaufen sie dabei schnurgerade oder harmonisch gebogen. Zwar gibt es dies betreffend einige Ausnahmen, doch nehme ich an, dann das Kraftliniennetz ab origine aus harmonisch geformten Kraftlinien bestand. Aufgrund dieser Beobachtung ist zu vermuten, dass eine Möglichkeit besteht auf den Verlauf von Kraftlinien einzuwirken. So ist idem zu fragen ob magische Orte dort entstehen wo Kraftlinien konvergieren oder vice versa man durch das Errichten magischer Bauten und heiliger Stätten Kraftlinien verschieben oder sogar erzeugen kann. Falls eine wechselseitige Abhängigkeit tatsächlich existieren sollte, müsste man diese Überlegung in die Planung der Errichtung solcher Bauten miteinbeziehen. Ein weiteres Argument, dass diese These stützt, und hiermit komme ich auf Magister Jelefs Kraftlinienkarte zurück findet sich in Gorien. Es handelt sich um ein besonderes Kraftlinienkonstrukt mit Namen Schleier der Sharisad. Dieser Schleier ist eine Auffächerung über das Land rund um die Wüste Gor, die speziell für Bastrabuns Bann genutzt wurde. Da ich mich nicht in langen Exkursen verlieren will, sei hier zu Bastrabuns Bann nur soviel gesagt: Es handelt sich bei diesem Konstrukt um eine magische Bannmauer, benannt nach ihrem Schöpfer, der mit ihrer Hilfe, die ihm verhassten Echsenwesen davon abhielt ins Land der Menschen einzudringen. Dieses Opus Magnum der magica contraria wurde bereits durch die Magie der dort verlaufenden Kraftlinien, nämlich dem Schleier der Sharisad gespeist. Auch hier ist zu vermuten, dass die Kraftlinien nicht ihrem natürlichen Ursprung nach dort verlaufen, sondern aufgrund äußerer Einwirkung in gewünschte Bahnen gelenkt wurden. Falls bei ihnen Interesse besteht ihre Kenntnisse bezüglich Bastrabuns Bann zu vertiefen, so will ich ihnen die Lektüre meines gleichnamiges Werks anempfehlen und ihnen die Rede vom hochverehrten Magister Jelef Ibn Jassafer am heutigen Nachmittag zu eben diesem Thema ans Herz legen. Eine Abschrift meines Buches erhalten sie in der Dracheneiakademie zu Kunchom. Doch zurück zum Kontext. Wir sehen also, dass die Kraftlinienmagie bereits eine lange Tradition aufweist, die in unseren Landen anscheinend in Vergessenheit geriet.

Eine andere, relativ gesicherte Möglichkeit der Einflussnahme auf den Verlauf von Kraftlinien ist das Entweihen und Zerstören magischer Ortschaften. Solche Orte, an denen sich Nodices finden, werden durch das Entweihen ihres Kerns aus dem Gleichgewicht gebracht, was sich wiederrum auf die Nodices vor Ort auszuwirken scheint. Diese Form der Einflussnahme kann unter anderem dazu führen, dass sich die Kraftlinien, die von dem jeweils entweihten Nexus ausgingen verschieben. Dieser Form der Einflussnahme bediente sich Borbarad in der nahen Vergangenheit des Öfteren und es ist zu befürchten, dass hinter der Schändung der Ortschaften durch Borbarad und seine Dämonenheere eine gewisse Systematik steckt. Um das Folgende zu verstehen ist es zunächst notwendig noch einige Worte über die Beschaffenheit von Kraftlinien selbst zu verlieren. Es gibt Kraftlinien unterschiedlicher Stärke. Mit der Linienstärke bezeichne ich im Folgenden die astrale Potenz einer Kraftlinie. Unter Zuhilfenahme eines Oculus Astralis wird diese Stärke visuell durch das Ausmaß der zu erkennenden Kraftlinie angezeigt. Diese Potenz kann wissentlich zur Verstärkung von Ritualen oder Zaubern nutzbar gemacht werden. Die unbewusste Nutzung einer Kraftlinie verstärkt den Zauber hierbei jedoch oftmals nur unwesentlich. Es ist ergo notwendig, die Linie zu erkennen und genauestens zu Examinieren. Hinzu ist eine gewisse Erfahrung mit der Zauberei auf Kraftlinien von Vorteil. Erst wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind kann man die größtmögliche magische Potenz der jeweiligen Kraftlinie nutzen. Neben den bereits angeführten allgemeinen Linienstärken besitzen viele Kraftlinien auch eine Affinität zu einer bestimmten Schule der Magie oder sind einem bestimmten Element zugeordnet. Wenn wir nun aber, wie schon eingangs erläutert, von einer gewissen Wechselwirksamkeit zwischen den Kraftlinien und ihrer Umwelt ausgehen, so ist zu vermuten, dass die Veränderung oder Verlegung von Kraftlinien wiederum Auswirkungen auf die Umwelt mit sich bringen könnte. So sind als Folgeerscheinungen auftretende Umweltphänomene wie Erdbeben und Sturmfluten meines Erachtens nicht auszuschließen. Welch fatale Ausmaße außer Kontrolle geratene astrale Potenz bewirken kann zeigt sich schon in den im Rahmen der Erforschung der Kraftlinien angestellten Feldversuche zu Magieanwendung auf astralen Nodices. So traten bei den Probanden in der Regel Kopfschmerzen, extreme Müdigkeit und Übelkeit auf. Einige Zauber versackten förmlich im Nichts, andere wiederum wirkten komplett reversaliert. Seltenere Nebenwirkungen waren Spontanteleporationen und im schlimmsten Fall entstand sogar ein Riss im Sphärengefüge der die Probanden in sich aufsog. Wir vermuten nun, dass es sich bei diesen Nebenwirkungen um ein unkontrolliertes Übermaß an Astralkraft handelt, welches wir als kritische Essenz bezeichnen. Je nach Ausmaß der kritischen Essenz richtet sich anscheinend auch das Ausmaß des darauf folgenden chaotischen Phänomens. So waren bei dem Riss im Sphärengefüge beispielsweise vergleichsweise viele Magier durch einen Unitatio miteinander verbunden und es handelte sich bei dem Versuchsort um einen Nexus. Aufgrund dieser Regelmäßigkeit müsste es möglich bald möglich sein bei einem magischen Ritual mit der kritischen Essenz und ihrer Auswirkung auf einem Nexus zu kalkulieren. Eine Möglichkeit die wir auch in Bezug auf den Dämonenmeister Borbarad im Auge behalten sollten.

Abschließend lässt sich feststellen, dass die Kraftlinien und Nodices über eine bisher völlig unterschätzte astrale Potenz verfügen, bei deren Erforschung wir noch so gut wie am Anfang stehen. Wir ahnen nun endlich, warum Borbarad ausgerechnet das wilde Tobrien als Hauptziel seiner Invasion wählte: Kaum ein anderes Land kennt so viele Schnittpunkte von Kraftlinien und Stätten der Magie. Dass Borbarad bereits daran setzt, die Kraftlinien bewusst zu manipulieren ist eine der erschreckendsten Erkenntnisse der letzten Monate. Denn er scheint unseren Forschungen auf diesem Gebiet weit voraus zu sein und wir können lediglich mutmaßen welchen Plan er bezüglich der Kraftlinienmagie verfolgt.
« Letzte Änderung: 19. August 2010, 18:01:41 von Belgarion »

Belgarion

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Vorträge für einen Konvent
« Antwort #2 am: 07. September 2010, 21:48:26 »
Ich habe noch zwei Links gefunden, wo es vortragsreifes Material gibt. Ersteres ist zwar nicht D&D-spezifisch, aber das macht ja nix.

http://www.larpmagier.de/index.php5?title=Kategorie:Texte
http://rollenspiel.doogle.de/cms/front_content.php?idart=1090

Heretic

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Vorträge für einen Konvent
« Antwort #3 am: 19. November 2010, 17:27:50 »
1. Machen Harfner mWn keine "Konvente".
2. Was soll bitte ein "Konvent" sein?
3. Hast du mal "Magic of Faerun" gelesen?

Niyu

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    • Meine kleine D&D-Seite
Vorträge für einen Konvent
« Antwort #4 am: 22. November 2010, 10:57:07 »
Zu 1.) In deiner Welt vielleicht nicht. Das ist ja jedem selbst überlassen. Ich finde es realistisch, dass Informationsaustausch auch in größerem Stil gemacht wird – in einem „Netzwerk“ aus lauter Einzelgängern kann es sonst mWn keine wirklichen Fortschritte geben. Ob man dass nun Konvent oder Treffen oder Beratung oder Vereinigung oder Elminster Geburtstagsfeier nennt ist doch vollkommen egal.

Zu 2.) http://de.wikipedia.org/wiki/Konvent

Zu 3.) Hast du schon mal das Spielleiterhandbuch gelesen?

Was willst du uns also sagen?

Matrix

  • Globaler Moderator
Vorträge für einen Konvent
« Antwort #5 am: 22. November 2010, 17:17:05 »
Sitzt du dann tatsächlich am Tisch und trägst deinen Spielern diesen Text 1:1 vor. Wie setzt du das um? Rein von dem Text her stelle ich es mir vor allem lang und langweilig vor.
Gleisarbeiter sind die faulsten Arbeiter der Welt. Immer wenn ich mit dem Zug an denen vorbei fahr, stehen die nur rum!

AnOceanSoul

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Vorträge für einen Konvent
« Antwort #6 am: 22. November 2010, 17:21:16 »
Ich mag ja dem SL nicht zu nahe treten ber das wäre für mich so ein Abend, wo ich mir ganz viel Alk vor die Nase stellen würd, damit ich überhaupt ETWAS Spaß bei der Sache hätte....  :huh:
Think the rulebook has all the answers? Then let's see that rulebook run a campaign! - Mike Mearls

Niyu

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    • Meine kleine D&D-Seite
Vorträge für einen Konvent
« Antwort #7 am: 23. November 2010, 11:37:19 »
Jedem das Seine. Ich fange das gähnen an, wenn man mir den X-ten Dungeon oder andere hanebüchenen Gegner vorsetzt, so dass ich mir wie bei einem tabletop und nicht wie beim P&P fühle. Andere fangen das gähnen an, wenn man ihnen auf diese Art und Weise die Welt näherbringt. Nicht jeder Spieler kennt die Geschichte der Reiche, nicht jeder Spieler kennt die Götter, die Beziehungen zueinander und das wichtigste – nicht jeder Spieler durchschaut einen großen Plot, der viele Jahre dauert – und in einem solchen Konvent kann man das alles zusammenfassen.

Das nennt man Liebe zum Detail. Andere sind schon zufrieden wenn der SL sein Abenteuer aufmacht ala:
„Da ist ein Haus!“
„Wir gehen rein – was sehen wir?“
„Ein Raum mit einem Bett und einem Schrank und eine weitere Tür. Davor steht ein Skelett…“
„Ich renne hin und vernichte es!“
„Slash, Wham, Bam…“
„ Hinter der Tür ist ein Schatz!“
Ende…

TheRaven

  • Mitglied
Vorträge für einen Konvent
« Antwort #8 am: 23. November 2010, 12:26:05 »
Ich verstehe die Kritik nicht ganz. Selbst wenn man das todlangweilig und überflüssig findet, so dauert dieser Vortrag etwa 15 Minuten. Und dadurch ist der ganze Rollenspielabend dahin? Also bitte, etwas mehr Seriosität in der Argumentation. Aber ja, der Vortrag ist deutlich zu lang, jedenfalls für eine Aktion innerhalb des Spiels und für meinen Geschmack. Ein Abschnitt, also etwa 1/3 wäre wohl ideal. Nicht einmal in einem Theaterstück hat der Hauptdarsteller so viel Text am Stück. Es ist schlicht unverhältnismässig im Kontext einer Rollenspielrunde. Es sei denn, man hat sich im Voraus darauf geeinigt und alle Mitspieler sind damit einverstanden.
Die Wissenschaft nötigt uns, den Glauben an einfache Kausalitäten aufzugeben.
- Friedrich

Magier Tim

  • Mitglied
Vorträge für einen Konvent
« Antwort #9 am: 23. November 2010, 17:16:16 »
Ich hätte Angst, dass ich die Geister, die ich damit rufe, nicht mehr los werde.

Als ich meinen Spieler mal vorschlug, eine Organisation zu gründen, um nicht alles selbst machen zu müssen, haben sie die Idee zum alleinigen Inhalt der Rollenspielrunde gemacht. Fortan hieß es eben nicht mehr Verließe & Drachen, sondern mehr Politik & Verwaltung.

In deinem Fall könnte es in Uni & Forschungsdiskurs abdriften.

G4schberle

  • Globaler Moderator
Vorträge für einen Konvent
« Antwort #10 am: 26. November 2010, 12:20:17 »
So wie ich das sehe will der TE über einen längeren Zeitraum (6 Tage) solche Vorträge spielen. Das wären dann mal locker 2 pro Tag, also etwa grandiose 3 Stunden dem SL lauschen. Nicht nur, dass es für die Spieler langweilig werden könnte. Ich als SL würde das auch nicht durchhalten 3 Stunden ununterbrochen hochwissenschaftliches Kauderwelsch vorzulesen.
Meiner Meinung nach sollten:
1) Die Vorträge erheblich kürzer gestaltet werden. Falls die SC überhaupt keine Lust auf Vorträge haben kannst du sie ja einfach einen INT-Wurf machen lassen. Dieser entscheidet dann wie viel sie von dem Vortrag verstanden und behalten haben. Das kannst du ihnen dann stichpunktartig sagen.
2) Interessanter zu spielen fände ich zum Beispiel eine Fragerunde nach dem Vortrag. Jeder SC darf eine Frage zum Vortragsthema an den Referanten stellen. Das würde ein bissel RP reinbringen.
3) Mache nicht nur Vorträge, sondern biete auch Möglichkeiten für SC die nicht so Wissenshungrig sind. ZB: eine Ausstellung magischer Gegenstände, Harfner die in fremden Ländern exotische Kampfstiele gelernt haben und diese nun demonstreiren.
4) Vielleicht kannst du ein kleines Detektivabenteuer unterbringen (ist ein verfeindeter Spion unter der Gesellschaft?)
5) Wo sich viele Leute treffen sind auch Geschäftemacher nicht weit. Fahre ein paar Händler auf, die allerlei Abenteurerkrams verkaufen.

Da es aber in diesem Thread um die Vorträge selbst geht:
Wichtige Themen wären zB magische Artefakte, krittische Regionen, Kriege, die roten Magier, neue Zauber.
Aber wie schon gesagt sollten diese Vorträge nicht länger als 5 Minuten sein und nicht so viele Details beinhalten. Alternativ  kannst du auch Abschnitte aus dem 'Magie Faeruns' und FRCS vorlesen. Die sind manchmal wie ein Vortrag geschrieben.

Reingehaun.
« Letzte Änderung: 26. November 2010, 12:27:27 von G4schberle »
... berichtigt mich, wenn ich falsch liege ...

AnOceanSoul

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Vorträge für einen Konvent
« Antwort #11 am: 26. November 2010, 12:24:33 »
So wie ich das sehe will der TE über einen längeren Zeitraum (6 Tage) solche Vorträge spielen. Das wären dann mal locker 2 pro Tag, also etwa grandiose 3 Stunden dem SL lauschen. Nicht nur, dass es für die Spieler langweilig werden könnte. Ich als SL würde das auch nicht durchhalten 3 Stunden ununterbrochen hochwissenschaftliches Kauderwelsch vorzulesen.

Dito. Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast auszuführen, was ich oben nur ohne weitere Begründung gesagt hatte ;)
Think the rulebook has all the answers? Then let's see that rulebook run a campaign! - Mike Mearls

G4schberle

  • Globaler Moderator
Vorträge für einen Konvent
« Antwort #12 am: 26. November 2010, 16:36:47 »
Öhm. Nachtrag.
Das ist mir in meiner Mathe Vorlesung noch dazu eingefallen:
Sehr cool wäre es auch, wenn die SC selbst einen Vortrag halten müssen.
Ich denke dabei an folgendes Szenario. Ein mit Spannung erwarteter Vortrag über ein Kriesengebiet (in dem die SC zufälligerweise vorher unterwegs waren - da kommt dem Sl entgegen, dass Abenteurer fast immer in Kriesengebieten operieren) kann nicht stattfinden. Der Redner ist krank, oder anderweitig verhindert. Also werden die SC gebeten den Vortrag zu halten.
Der Vortrag sollte auch nicht zu lang sein. Er kann aber durchaus etwas länger sein, als die wo die SC nur zuhöhren müssen (max 30 min). Im Nachhinein werden dann 5-10 Fragen aus dem Publikum laut. Es ist aber wichtig darauf zu achten, dass jeder SC mal was sagt. So könnte man zB den Paladin die Truppenstärke und Situation erklären lassen. Den Magier den Geschichtlichen Hintergrund und den Schurken eventuelle Schwachstellen. Die Fragesteller am Schluss können ihre Fragen auch an einen der Helden direkt stellen (wenn er ansonsten so still war).
Das kommt für die SC bestimmt sehr überraschend und wäre eine witzige Rückblende der Geschehnisse.

Reingehaun.

PS: Aber die Idee mit dem Konvent find ich vom Ansatz her ziemlich cool.  8)
Nich das das falsch rüberkommt. ^^
... berichtigt mich, wenn ich falsch liege ...

Belgarion

  • Mitglied
Vorträge für einen Konvent
« Antwort #13 am: 09. Januar 2011, 09:37:52 »
Entschuldigt, dass ich jetzt erst auf eure Posts antworte, aber ich bin zZ etwas im Examensstress. Schön, dass die Idee auf so reges Interesse gestoßen ist. Wir haben mittlerweile auch begonnen den ersten Konventstag zu spielen und es scheint den Spielern eine Menge Spaß zu bereiten. Ich will mal versuchen ein wenig Stellung zu euren z.T. auch kritischen Anmerkungen zu beziehen. Vorab erstmal: Ich kann die Kritik gut verstehen und war selbst zunächst skeptisch ob alles so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe.  Deshalb will ich mal stichpunktartig darauf eingehen:

 
  • Erstmal habe ich mir einen Co-SL besorgt, der die Hälfte der NSC (und damit der Vorträge) übernimmt, damit keine langen Wartezeiten entstehen.
  • Ich habe meine Spieler Outtime darauf vorbereitet, dass ein solcher Konvent stattfinden wird und sie gefragt zu welchen Themen sie gern Veranstaltungen besuchen würden.
  • Die Spieler selbst werden auch plotrelevante Vorträge halten.
  • Wir spielen max einen Konventstag pro Sitzung.
  • Es gibt natürlich noch andere Dinge zu tun 1) Der Harfnermörder ist gerade unterwegs (Eine von einem Magier ferngesteuerte Waffe, die eine junge Frau auf dem Konvent bei sich trägt aber von den nächtlichen Machenschaften natürlich nichts weiß) 2) Der Diebstahl des Szepters der Hexenmeister fliegt auf, wodurch es zur Konfrontation zwischen Khelben und Belhuar Tantarth (Meister der Zwielichthalle) kommt. 3) Militärische Unruhen in den Reichen veranlassen viele Persönlichkeiten dazu die Heldengruppe (Lvl 17 und seit 5 OT-Jahren unterwegs) aufzusuchen um sie als Fürsprecher zu gewinnen 4) Die Peronal Plots der Chars 5) Jede Menge Aktionen in der rechten Leiste des Konventsplans.
  • Der Vortrag über Kraftlinien ist der Längste, weil wichtigste und am besten ausgearbeitetste des Konvents,
  • Größtenteils unwichtige Vorträge werde ich als Nacherzählung/Inhaltsangabe präsentieren.
  • Bei einigen Veranstaltungen handelt es sich auch um Seminare und Diskussionen, wo die Spieler natürlich aktiv werden sollen.
  • Es sind 25 zum Teil sehr unterschiedliche anspielbare NSC auf dem Konvent anwesend, was zusätzlich für Abwechslung sorgt.
  • Die meisten Vorträge auf dem Konvent sind für die SC von Belang, da sie Informationen, die zur Lösung des Meta-Plots der Kampagne benötigt werden enthalten.
  • Da wir schon sehr lange an der Kampagne spielen, ist es für die SC eine gute Gelegenheit sich die gesammelten Informationen in den eigenen Vorträgen nochmals gegenseitig ins Gedächtnis zu rufen und so eventuell zu plotrelevanten Schlussfolgerungen zu gelangen.

Fazit: Ohne Co-SL und zum massiven Fluff-Spiel motivierte Spieler wäre die Veranstaltung mit Sicherheit ein Reinfall geworden, aber so bietet es nochmal eine gänzlich neue Rollenspielerfahrung, nachdem wir episch (Dragonlance), kampfbetont (Underdark) und gruselig (Ravenloft), sowie lange Zeit in den Vergessenen Reichen durchhaben.