Autor Thema: Faranur der Waldläufer - Aktueller Hüter des Silfenwaldes  (Gelesen 1128 mal)

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Faranur

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Aufgewachsen als Waise in einer ihm nicht näher bekannten Stadt riss er aus und stahl sich so durchs leben.
Versteckte sich bei fahrenden Händler in den Karren um von Stadt zu Stadt zu kommen und mogelte sich so gut durch wie es für einen kleinen Jungen nun so möglich war. Doch er war keineswegs schlimmen Taten zugetan oder gar raffgierig, denn sobald er wirkliches Werkzeug tragen konnte, verdingte er sich hier als Holzfäller oder half dort Handwerkern aus um sich sein ehrliches Brot zu verdienen.

So ging es einige Jahre bis zu seinem 18 Lebensalter. Ein Tagelöhner von Beruf wenn man so will und ständig unterwegs. Als er eines schönen Tages im Walde unterwegs war und wilderte wurde er von einer Gruppe Elfen Waldläufern aufgegriffen die ihn anfangs zurecht wiesen doch auch alsbald erkannten das es sich bei diesem jungen um einen besonderen bisher nur fehlgeleiteten handelte. So nahmen sie ihn statt ihn zu bestrafen bei sich auf und Gariel ihr Anführer wurde so denn sein Mentor und einige Jahre später auch so etwas wie ein Vater in Faranurs Augen, der einzig wirkliche den er je hatte.

Er hatte nun ein Heim, ein wanderndes zwar aber ein wirkliches und eine Familie. Die scheinbar nie alternden Elfen zeigten ihm die Praktiken eines Waldläufers und unterwiesen ihn in den Lehren Ehlonnas ihrer Göttin. So verging auch hier einiges an Zeit und er wuchs an Kraft und Disziplin. Rechtschaffener als je zuvor wurde sein Wesen und er wehrte gemeinsam mit seinen Brüdern Übergriffe der Orks ab und half Wanderen wieder auf den rechten Weg zu finden wenn sie sich verliefen. Faranur der Elfenjunge in den umliegenden Dörfern genannt, obwohl er nicht ihrer Abstammung war.

So friedvoll dies alles auch sein mag so verhängnisvoll ward das was geschah dann auch. Eines Nachts überfiel eine Horde Orks das Lager angeführt von einem vermummten Reiter der von der Statur her definitiv keiner zu sein schien. Den Bogen und das Schwert in die Hand gedrückt wurde Faranur hinaus in die Nacht gesandt. "Sieh dich nicht um, kehre nicht zurück, egal was du hörst, reite weiter. Du musst überleben!!" Mit diesen Worten bekam das Pferd einen Klaps und stob davon. Dies war das letzte Mal das er die Elfen sah... Inmitten eines brennenden Waldes... umzingelt von Orks... Tränen auf veruster Haut...

Seit dem brodelt es in ihm. Er hat nie die Lehren vergessen, nie auch nur ein Wort und ewig schien er auf der Jagd. Jeder Spähtrupp der ihm in die Quere kam ergriff alsbald die Flucht vor seinen Pfeilen und schnellen Finten und Paraden.

Er musste denjenigen finden der für den Tod verantwortlich war. Er muss es einfach...

Dann hörte er von einem Konflikt in zwischen dem Armenischen und Urgatonischen Königreichen...Dunkle Reiter durchstriffen die Nacht und entzündeten einsame Gasthäuser und Tavernen. Legten Feuer und brannten nieder... Dieses Gefühl bei der Botschaft... Er musste dem auf den Grund gehen und so machte er sich auf den Weg geschwind wie ein Schatten in der Nacht.

Rechtschreibfehler dürfen behalten werden, hab ja schliesslich genug davon^^
« Letzte Änderung: 12. Juli 2011, 14:00:30 von Faranur »

Faranur

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Faranur der Waldläufer - Aktueller Hüter des Silfenwaldes
« Antwort #1 am: 12. Juli 2011, 14:29:21 »
Appetithappen: Aktueller Zustand Faranurs ist: Linke gebrochene Hand, linke und rechte Schulter einschussloch Pfeil, zwei drei Zombiebissspuren und leicht angekohlt. Wer Interesse und Lust an der Geschichte hat, einfach posten, dann mache ich weiter.

Faranur

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Faranur der Waldläufer - Aktueller Hüter des Silfenwaldes
« Antwort #2 am: 13. Juli 2011, 15:51:59 »
Es stürmte und toste und die Nacht ward finster... Kein Lager in Sicht, keine Höhle oder Unterschlupf den ich aufsuchen konnte.
Diese Nacht würde ich nichts mehr finden und so machte ich mich auf den Weg zu einer Taverne deren Lichter ich vor einigen Meilen entdeckt hatte. Ich stieß die Tür auf und nach kurzem verstummen innen drin setzte sich das muntere Treiben fort. Ein Zwerg der sich den Bauch vollschlug, eine Artgenossin seinesgleichen der in Gedanken am Tisch saß, ein Gnom der...der?! versuchte er wirklich den Damen unter die Röcke zu schauen? Nachdem er sich eine gefangen hatte sah er dann doch von diesem Vorhaben ab. Ich suchte mir einen warmen Platz am Feuer und legte meinen Umhang neben mich damit er ein wenig trocknen konnte. Bei einem Glas Wein sinnierte ich so ein wenig über die letzten Ereignisse und die Gerüchte. Einer oder mehrere schwarz gekleidete Reiter wurden immer wieder gesichtet nachdem örtliche Gasthäuser und Tavernen angezündet wurden. Vereinzelt gab es sogar Übergriffe auf naheliegende Dörfer, Irimdur ein paar Meilen von hier entfernt verlor bei einem Anschlag seine Schmiede. Ich werde dem ganzen auf den Grund gehen denn gleichzeitig auch mit diesen Dingen gibt es immer mehr und mehr Übergriffe der Orks vom Clan der Faruer. Normal halten sie sich nur in den Gebirgen Östlich der Grenze, also im Urgatonischen Königreich auf aber immer häufiger wurden Spähtrupps nun in den Wäldern gesichtet.
Ich wusste nicht was ich von dem ganzen halten soll aber ich würde ihm auf den Grund gehen und eine Verbindung finden. Dessen war ich ich mir sicher.

Nach kurzer Zeit übermannte mich auch schon die Müdigkeit und ich fasste meine Sachen um mir bei der Schankmaid ein Zimmer zu mieten. 2 Silber erschien mir sehr günstig und so nahm ich es mir. Oben angekommen veriegelte ich erstmal die Türe und schob die hölzerne Kommode davor. Es mag paranoid erscheinen aber die vielen Jahre in den Wäldern und das fernbleiben größerer Menschenansammlungen kann einen schon ein wenig Abstand zu ihnen gewinnen lassen und gesunden Misstrauen entwickeln. Sobald mein Kopf das Kissen berührt hatte war ich auch schon in das Reich der Träume entschwunden....

Feuer...ich rieche Rauch...es brennt. Ich schrak hoch, sah mich um...leicht diesig war die Luft und ich konnte schlecht sehen. Schweiss rann mir den nacken hinunter und sofort war ich hellwach. Es brannte, die Taverne brannte. Rasch zog ich mich an und nahm ein Seil aus meinem Rucksack zusammen mit Greifhaken. Die Zimmertüre zu öffnen wäre Selbstmord, der Rauch und die Flammen würden sich kurze Zeit später an meinem Körper und meiner Lunge laben. Ich befestigte das Seil am Bettpfosten und trat ans Fenster, ein Blick hinaus lies mich die anderen Gäste sehen die es wohl gerade noch geschafft hatten. Zwei Schritte zurück und Anlauf....KRACH...BUMM...mit dem Bersten des Fensters Flog die Tür auf und der Druck entwisch nach draussen. Als die Flammen das Zimmer verschlang stand ich schon unten uns sah nur noch ein Mehr aus Feuer.

Keine Zeit, er kann nicht weit sein... Geistesgegenwärtig sah ich mich um. Dort ritt er...wenn ich die Richtung die er einschlug richtig einschätzte dann sollte ich selbst bei diesem Wetter ihm durch den Wald den weg abschneiden können. Bogen in der hand und die Pfeile offen rannte ich los so gut der matschige Boden es zu ließ....

"HEY!! WOHIN DES WEGES WALDLÄUFER?" schrie mir der Zwerg hinterher.
"DENJENIGE ERWISCHEN DER DAFÜR VERANTWORTLICH IST!" schrie ich zurück.

Ich sah noch wie er mir nachsetzte und der weibliche Zwerg ebenso. Ich an der Spitze und die beiden im Schlepptau rannten wir sodann durch den Wald in der Hoffnung ihn noch zu erwischen...