Autor Thema: Rollenspielladen in Stuttgart ?  (Gelesen 11605 mal)

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Xiam

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  • Mörder der 4E
Rollenspielladen in Stuttgart ?
« Antwort #15 am: 12. April 2013, 10:44:43 »
Was genau meinst du mit "Menschen mit dem Bildungshintergrund"?
Leute mit akademischer Ausbildung oder zumindest höherem Schulabschluss, wie die Mehrheit der typischen Rollenspieler.

Interessant, dass Du das ansprichst. Das habe ich auch schon mehrfach so erlebt.
Vorweg: ich bin optisch wohl alles Andere, als ein passender Besucher in einem Rollenspielladen. Oft sehe mich einer kalten elitären Wand von Desinteresse und herablassender Arroganz konfrontiert. Im Hamburger Dragonworld (oh mein Gott, ich habe den Namen genannt), ist das eben nicht so. Die beiden sind locker, gesprächsbereit und zu guten Scherzen aufgelegt. Aber wir kennen uns ja schon 20 Jahre, vielleicht liegt es daran.
Habe ich so in noch keinem Laden erlebt. Im Atlantis z.B. fühle ich mich immer sehr willkommen und bestens beraten. So auch in fast allen anderen Läden, die es in HH gab. Einzige Ausnahme war für mich immer das Spieleland. Nicht, dass man da unfreundlich behandelt wurde, aber da bin ich ausnahmslos auf inkompetente Mitarbeiter gestoßen, die die einfachsten Fragen nicht beantworten konnten (z.B. zum Release-Termin eines neuen Regelwerkes) und auch nicht bereit/in der Lage waren, kurz nachzuschauen.

Rollenspielläden werden überschätzt. Bei den meisten Läden, in denen ich gewesen bin, war das Personal unfreundlich, desinteressiert, herablassend und/oder erweckte allgemein den Eindruck, dass ich sie gerade beim Nichtstun stören würde. Das ist mir zu blöd. Ich kaufe nur noch online.
Ich finde du vegisst die Chance, mit anderen Rollenspielern ins Gespräch zu kommen und Leute kennen zu lernen.
1984 was not supposed to be an instruction manual.

Zechi

  • Globaler Moderator
Rollenspielladen in Stuttgart ?
« Antwort #16 am: 12. April 2013, 10:51:49 »
Mich würde interessieren was einige hier unter "wirkliche Rollenspielläden" verstehen? Sind nicht Dragonworld als auch Atlantis als solche zu sehen?

Meiner Meinung nach waren sogenannte "Rollenspielläden" schon immer relativ "breit" aufgestellt und haben nicht nur reine Rollenspielprodukte vertrieben, sondern eben auch Trading Card Spiele, wie Magic the Gathering, taktische Tabletop-Spiele wie Warhammer, teilweise auch klassische Wargamer Spiele und auch Brettspiele mit Fantasy, Wargame Hintergrund (Axis&Allies usw.). Hinzu kommt dann immer noch ein Science Fiction, Superhelden Bereich sowie entsprechende Sammel- und Spielfiguren + Comics, Romane usw.
Planen ist alles, Pläne sind nichts.

Scurlock

  • Mitglied
Rollenspielladen in Stuttgart ?
« Antwort #17 am: 12. April 2013, 11:18:05 »
Mich würde interessieren was einige hier unter "wirkliche Rollenspielläden" verstehen? Sind nicht Dragonworld als auch Atlantis als solche zu sehen?

Meiner Meinung nach waren sogenannte "Rollenspielläden" schon immer relativ "breit" aufgestellt und haben nicht nur reine Rollenspielprodukte vertrieben, sondern eben auch Trading Card Spiele, wie Magic the Gathering, taktische Tabletop-Spiele wie Warhammer, teilweise auch klassische Wargamer Spiele und auch Brettspiele mit Fantasy, Wargame Hintergrund (Axis&Allies usw.). Hinzu kommt dann immer noch ein Science Fiction, Superhelden Bereich sowie entsprechende Sammel- und Spielfiguren + Comics, Romane usw.
In meinen ersten Jahren in HH gab es ne ganze Menge Rollenspielläden, die tatsächlich auch nur Rollenspiele und vielleicht noch ein paar Miniaturen verkauft haben. Keine Ahnung wie die alle hießen. Einer war in der Schanze, einer in Wandsbek kurz hinter dem Quarree, einer in Eilbek, einer beim Stadtpark, einer in der Innenstadt, dann Dragonworld und das Drachenei. Bis auf Dragonworld und das Drachenei, aus dem am Ende ja Atlantis hervorgegangen ist, ist keiner der Läden geblieben. Und nur das Drachenei und der Laden in der Innenstadt (Spieleland?) waren damals etwas breiter aufgestellt mit Büchern und Live-Rollenspiel-Klamotten, wobei letzteres auch erst später kam. Selbst bei Dragonworld, damals noch am S-Bhf in Ohlsdorf, gab es wenig mehr als nur Rollenspiele zu kaufen.

Wenn man sich heute Atlantis, mein Shop des Vertrauens in HH, ansieht, dann haben sie ihr Geschäftsfeld seit damals doch erheblich erweitert. Von Schmuck, über Waffenreplika, Bücher, Tradingcardgames, Klamotten bis hin zu Nerf-Guns gibt es da alles zu kaufen. Die Brettspielesektion teilt sich meiner Meinung nach gleichberechtigt mit den Tabletopsachen und den Rollenspielen den Großteil des Ladenplatzes.  
« Letzte Änderung: 12. April 2013, 11:32:50 von Scurlock »
And now the rains weep o'er his hall and not a soul to hear...

Xiam

  • Mitglied
  • Mörder der 4E
Rollenspielladen in Stuttgart ?
« Antwort #18 am: 12. April 2013, 12:05:16 »
Was Scurlock schreibt.
1984 was not supposed to be an instruction manual.

Zechi

  • Globaler Moderator
Rollenspielladen in Stuttgart ?
« Antwort #19 am: 12. April 2013, 12:06:54 »
Also ihr meint Läden mit einem überwiegenden Rollenspielsortiment, weil die genannten Läden schon immer auch andere Produkte geführt hat. Dragonworld hatte z.B. schon immer TCG und auch Brettspiele, selbst im kleinen Laden im Bahnhof Ohlsdorf. Aber es ist richtig, dass ca. 80 % des Sortiments Rollenspiele waren.
Planen ist alles, Pläne sind nichts.

Scurlock

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Rollenspielladen in Stuttgart ?
« Antwort #20 am: 12. April 2013, 12:19:41 »
Also ihr meint Läden mit einem überwiegenden Rollenspielsortiment, weil die genannten Läden schon immer auch andere Produkte geführt hat. Dragonworld hatte z.B. schon immer TCG und auch Brettspiele, selbst im kleinen Laden im Bahnhof Ohlsdorf. Aber es ist richtig, dass ca. 80 % des Sortiments Rollenspiele waren.
Deshalb schrieb ich ja auch:
Zitat
wenig mehr als nur Rollenspiele zu kaufen
.
Ein Laden mit 80% Rollenspielanteil in seinem Sortiment wird heute nicht mehr überleben können. Ich denke 30-40% sind da eher eine Hausmarke, bei der so ein Shop existieren kann.
« Letzte Änderung: 12. April 2013, 12:21:55 von Scurlock »
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Nadir

  • Mitglied
Rollenspielladen in Stuttgart ?
« Antwort #21 am: 12. April 2013, 12:38:52 »
Ein Laden mit 80% Rollenspielanteil in seinem Sortiment wird heute nicht mehr überleben können. Ich denke 30-40% sind da eher eine Hausmarke, bei der so ein Shop existieren kann.

Dragonworld macht deutlich weniger Umsatz mit RSP Produkten und noch weniger Gewinn. Das läuft (O-Ton) nur nebenbei.
"Nicht wer als Erster die Waffe ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt." N.M.

Heretic

  • Mitglied
Rollenspielladen in Stuttgart ?
« Antwort #22 am: 12. April 2013, 16:44:51 »
@Arne:

http://www.lift-online.de/shop/711-gamesde/

711 Games ist der einzige Laden in Stuttgart, der mir so spontan einfällt.
An sich nette Leute (die haben beim Teck-Con in Kirchheim/Teck vor Ort eigentlich immer n Stand) mit fairen Preisen und angeschlossenem Onlineshop( http://shop.711games.de ).


Halvar

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Rollenspielladen in Stuttgart ?
« Antwort #23 am: 12. April 2013, 16:49:56 »
Ich finde du vegisst die Chance, mit anderen Rollenspielern ins Gespräch zu kommen und Leute kennen zu lernen.

Schon richtig, aber diese Chance ist in meinem Fall vernachlässigbar gering und das reizt mich auch nicht besonders.

Mich würde interessieren was einige hier unter "wirkliche Rollenspielläden" verstehen?

In Köln bzw. Düsseldorf gab es vor ca. 10 Jahren (was so ziemlich das letzte Mal war, dass ich in einem Rollenspielladen war) sehr kleine und sehr spezialisierte Fantasy-Shops, die neben RPG's allenfalls noch Comics oder relativ exotische Import-Brettspiele etc. angeboten haben. Dort war natürlich auch das entsprechend "spezialiserte" Publikum und Personal zu finden. Inzwischen ist die Situation sicherlich eine ganz andere. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass der Umgang mit Kunden inzwischen professioneller geworden ist.
Take me out to the black, tell 'em I ain't comin' back.

Speren

  • Lektor
Rollenspielladen in Stuttgart ?
« Antwort #24 am: 12. April 2013, 21:34:06 »
Zitat
einer in Wandsbek kurz hinter dem Quarree
Hatte der nicht zumindest auch Brettspiele?

Meine, hätte damals Arkham Horror da gekauft...kann aber natürlich auch später dazugekommen sein.

RPG-Shops waren in Wuppertal auch nicht sonderlich verbreitet. es gab/gibt KULT, ein recht bekannter Comicladen, der aber RPG sehr schnell in die hinterste Ecke verbannt hat, und einen weiteren, der jedem Klischee entsprach...und pleite gegangen ist. Schon damals war das abzusehen, denn warum sonst sollte der Besitzer noch nachts an der Tankstelle arbeiten müssen (beim Bierkaufen getroffen...)?

Ich denke, ich habe 90 % meiner Bücher im oNline-Shop gekauft, denn selbst hier im Ruhrgebiet müsste ich schon ein wenig rumfahren, um einen vernünftigen Laden zu finden. Und weiss dann noch nicht mal, ob er das, was ich suche, auch wirklich da hat.
No one touches the faerie!

Scurlock

  • Mitglied
Rollenspielladen in Stuttgart ?
« Antwort #25 am: 12. April 2013, 21:57:04 »
Zitat
einer in Wandsbek kurz hinter dem Quarree
Hatte der nicht zumindest auch Brettspiele?

Da hab ich mich unsauber ausgedrückt. Der Laden, den Du meinst war das frühere Ladengeschäft von "Atlantis", das auch hinter dem Quaree lag. Das ist richtig.
Tatsächlich meinte ich aber einen kleinen Shop, der sich kurz hinter dem Quaree Richtung stadtauswärts befand . Keine Ahnung wie der hieß, aber er war wohl einer der ersten Rollenspielläden, die in HH dicht gemacht haben. Ich glaube das war sogar noch in den 1990ern. Wenn ich mich recht erinnere, hatte der damals jede Menge AD&D-Material und noch ein paar andere Rollenspiele. Andere Artikel führte der Shop meines Wissens nicht.
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Speren

  • Lektor
Rollenspielladen in Stuttgart ?
« Antwort #26 am: 13. April 2013, 07:45:11 »
Zitat
Da hab ich mich unsauber ausgedrückt. Der Laden, den Du meinst war das frühere Ladengeschäft von "Atlantis", das auch hinter dem Quaree lag. Das ist richtig.
Ah, okay.

Zitat
Ich denke 30-40% sind da eher eine Hausmarke, bei der so ein Shop existieren kann.
Ich denke, es wäre wohl noch weniger.

Je nach Lage natürlich, aber im Prinzip wird es meiner Meinung nach wohl (fast) nur noch möglich sein, wenn man ein breit aufgestelltes Sortiment anbietet, inklusive Brettspiele, Anime/Manga, Merchandise, Comics, COS-Play-Sachen, etc. Nur, wie immer:
Wenn man breit aufstellt, wird es häufig schwer, auch in die Tiefe zu gehen. Ob man alle Zielgruppen befriedigen kann, ist wohl schwierig.

Ich frage mich sowieso, wie z. B. auch die Games Workshop-Läden überleben können. Es gibt einen hier im Oberhausener CENTRO und was da die Ladenmieten kosten, ist mir einigermaßen gut bekannt.
« Letzte Änderung: 13. April 2013, 07:47:53 von Speren »
No one touches the faerie!

Zechi

  • Globaler Moderator
Rollenspielladen in Stuttgart ?
« Antwort #27 am: 13. April 2013, 09:03:55 »
Ich frage mich sowieso, wie z. B. auch die Games Workshop-Läden überleben können. Es gibt einen hier im Oberhausener CENTRO und was da die Ladenmieten kosten, ist mir einigermaßen gut bekannt.

In der Hamburger Innenstadt (Colonnaden) gibt es auch einen. Zwar nur sehr klein im Parterre, aber immerhin. Hält sich auch gut seit drei Jahren. Liegt vielleicht gerade an der Spezialisierung. Wer Warhammer spielt, der geht da hin?
Planen ist alles, Pläne sind nichts.

Speren

  • Lektor
Rollenspielladen in Stuttgart ?
« Antwort #28 am: 13. April 2013, 09:26:47 »
Zitat
Liegt vielleicht gerade an der Spezialisierung. Wer Warhammer spielt, der geht da hin?
Subjektiv ist da kaum/nie jemand drin.
Und ich habe gerade mal spasseshalber auf deren Seite meine PLZ angegeben und Shops im Umkreis von 25 km gesucht:
12 mögliche Einkaufsmöglichkeiten, davon 5 reine GW-Shops.
No one touches the faerie!

Scurlock

  • Mitglied
Rollenspielladen in Stuttgart ?
« Antwort #29 am: 13. April 2013, 11:55:32 »
Tatsächlich scheinen sich reine Tabletopshops besser zu halten als reine Rollenspielläden. Warum auch immer. In HH gibt es auch noch einen Laden in Eimsbüttel, der ausschließlich Tabletopmaterial im Sortiment hat. Aus meiner subjektiven Kundensicht scheint er zu laufen, sprich da waren immer Leute, die dort auch eingekauft haben.
« Letzte Änderung: 13. April 2013, 12:08:22 von Scurlock »
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