Autor Thema: D&D4 - Problem mit Schaden  (Gelesen 2273 mal)

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Astavar

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D&D4 - Problem mit Schaden
« am: 04. Juni 2014, 06:27:20 »
Ich stelle bei D&D4 fest, daß Kämpfe lange dauern, und meine Neueinsteiger von der Anzahl Trefferpunkte von simplen Goblins und Wölfen völlig überrascht. Diese Neueinsteiger kommen aus Richtung D&D3 bzw. AD&D2nd. Natürlich erscheint das dann viel. Meine Frage aber:
Die Charaktere scheinen nur wenige Möglichkeiten zu haben, ihren Schadensausstoß im Verlauf der Stufenaufstiege zu steigern, während die Monster drastisch höhere Trefferpunkte erhalten werden, tatsächlich hat ja sogar schon der kleine weiße Drache aus der Koboldhalle deutlich über 200 davon.
Ist mein Eindruck falsch? Niveliert sich das doch mehr, als es mir den Anschein hat, oder ist (auch) D&D4 schlecht ausgewogen, wenn es um das Thema Schadensausstoß der SC im Gegenzug zu Trefferpunkteanstieg der Gegner geht? Und sind Kämpfe somit ab höheren Stufen (sagen wir ab 15) ohne stetes Mühen des Spielleiters zum besonderen Interessantgestalten zu einem langweiligen, öden Punkterunterkloppen verdammt?
Every silver lining has a cloud...

Zechi

  • Globaler Moderator
D&D4 - Problem mit Schaden
« Antwort #1 am: 04. Juni 2014, 11:54:09 »
Ich stelle bei D&D4 fest, daß Kämpfe lange dauern, und meine Neueinsteiger von der Anzahl Trefferpunkte von simplen Goblins und Wölfen völlig überrascht. Diese Neueinsteiger kommen aus Richtung D&D3 bzw. AD&D2nd. Natürlich erscheint das dann viel. Meine Frage aber:
Die Charaktere scheinen nur wenige Möglichkeiten zu haben, ihren Schadensausstoß im Verlauf der Stufenaufstiege zu steigern, während die Monster drastisch höhere Trefferpunkte erhalten werden, tatsächlich hat ja sogar schon der kleine weiße Drache aus der Koboldhalle deutlich über 200 davon.
Ist mein Eindruck falsch? Niveliert sich das doch mehr, als es mir den Anschein hat, oder ist (auch) D&D4 schlecht ausgewogen, wenn es um das Thema Schadensausstoß der SC im Gegenzug zu Trefferpunkteanstieg der Gegner geht? Und sind Kämpfe somit ab höheren Stufen (sagen wir ab 15) ohne stetes Mühen des Spielleiters zum besonderen Interessantgestalten zu einem langweiligen, öden Punkterunterkloppen verdammt?

Das ist kein "Bug", sondern ein "Feature" :)

Ziel der Designer der 4E war es, die durchschnittliche Dauer von Kämpfen zu erhöhen. In der 3E dauerten die Kämpfe im Schnitt drei Runden und in der 4E ist es eher das doppelte. Deshalb wurden sowohl der Schadensausstoß gesenkt als auch die Hit Points erhöht. Das führt dazu, dass die 4E Kämpfe im Schnitt deutlich länger dauern. Selten schafft man deshalb eine Kampfbegegnung unter einer Stunde. Dabei versucht die 4E zudem jeden Kampf regelrecht zu "zelebrieren", daher selbst Kämpfe mit "Dummies" sollen etwas besonderes darstellen.

Verhindern wollte man zudem den Effekt in vorherigen D&D Editionen, dass starke Einzelgegner (häufig auch die Endgegner) im Falle einer schlechten Initiative von einer gut vorbereiteten/optimierten Gruppe in einer oder zwei Runden "platt" gemacht werden. Gerade in der 3E können solche Situationen vorkommen und führen dazu, dass die "Endkämpfe" dann meist deutlich weniger spektakulär sind. Ursache ist hierfür auch, dass die SC meist vier Aktionen pro Kampfrunde haben und der Solo-Gegner nur eine. Deshalb haben Solo-Gegner in der 4E besonders viele Hp (entsprechend vier Standard Monstern) und mehr Handlungsoptionen.

Während diese Gründe zwar nachvollziehbar sind, hat der 4E Ansatz meines Erachtens vor allem ein praktisches Problem. Die Kämpfe dauern einfach zu lang. Durch die langen Kämpfe wird der Fokus auf Kämpfe noch einmal verstärkt (in der subjektiven Wahrnehmung). Gleichzeitig schafft man pro Spielabend auch deutlich "weniger". Bei unseren ca. 3-5 Stunden langen Spielabenden haben wir daher ca. 2-3 Kämpfe pro Session geschafft. In der 3E haben wir dagegen eher 4-6 Kämpfe geschafft (wenn nicht gerade besondere Endkämpfe anstanden).

Gruß Zechi
Planen ist alles, Pläne sind nichts.

Halys

  • Mitglied
D&D4 - Problem mit Schaden
« Antwort #2 am: 04. Juni 2014, 12:00:18 »
Hiho!

Wie bereits Zechi sagte, ist das eins der wenigen Probleme der 4E, aber absolut lösbar, normalerweise senke ich die TP der Gegner einfach um 20-30% bzw. benutze auch häufig Lakaien/Minions, die spätestens nach drei Runden verschwunden sind, dadurch hat sich in meinen Runden das Problem völlig gelöst, auf späteren Stufen sowieso, weil die Synergien der Gruppenmitglieder enorm zunehmen. Bei meinen Gruppen wurden die Kämpfe im Vergleich zur 3.5 oder Pathfinder sogar kürzer.