Autor Thema: [FR 3.5] Böse Gruppe - Wie handelt ein Kleriker/Druide...  (Gelesen 4316 mal)

Beschreibung: ...mit Heilungszaubersprüchen?

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Squigtreiba

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Hallo liebe Rollenspieler,

Zugelassene Bücher (falls jemand fragen sollte^^ alle FR und 3.5er)

Der Zusammenhalt der Bösen Gruppe ist folgends aufgebaut:

- Unser Oberchef ist der Dämon "Balor" der seine Herrscharen regiert.
- Dieser erkürte einen Charakter unserer Truppe zum Anführer unserer - also einen Rechtschaffen Bösen

Somit ist der Zusammenhalt gegeben und Balor´s Gefolgsleute(Sklaven) kämpfen für ihn.

zu meiner Frage: Wenn es zu einem Kampf kommt, inwiefern sind Kleriker bzw. Druiden (sagen wir mal beide CB) daran angehalten zu heilen bzw. zu buffen? Im Grunde ist jeder ein Individualist der nur an sich denkt, auf der anderen Seite doch der "gewisse Zusammenhalt". Kann man da so einen Char wie in einer guten Gruppe spielen der den "Heal-Bot" macht?

Mit ist bewußt, das es auch Heiltränke -bzw. Schriftrollen gibt, die der SL auch hier und da verteilen könnte. Mit geht es aber um die Spielweise solcher Charaktere.
Bin gespannt über Eure Meinungen.

Gruß
Squigtreiba  :D

Kilamar

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[FR 3.5] Böse Gruppe - Wie handelt ein Kleriker/Druide...
« Antwort #1 am: 03. April 2016, 17:45:23 »
Das kommt wohl sehr auf die Charaktere an. Eine allgemeine Antwort ist da nicht möglich.

Sol

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[FR 3.5] Böse Gruppe - Wie handelt ein Kleriker/Druide...
« Antwort #2 am: 03. April 2016, 18:26:29 »
Grundsätzlich hat Kilamar schon recht. Allerdings will ich trotzdem mal von einer meiner bösen Rollenspielrunden erzählen: Barde und Kleriker heilen dort eigentlich schon ganz brauchbar. Der Barde etwas schwächer durch seine Klasse bedingt und der Kleriker hat halt nicht so viel Cure-Spells vorbereitet, aber wenns mal sein muss, heilen die schon. Wäre ja auch dumm in einem Kampf, an dem man nicht vorbeikommt, seinen Verbündeten nicht zu heilen, wenns brenzlig wird. Als nächstes steht man vielleicht selbst auf der Abschussliste, wenn der Tank zusammenbrechen sollte. Chaotisch böse ist nicht gleich "chaotisch blöd". Es kommt aber immer auf die Gruppe und den konkreten Kleriker an. Ich habe irgendwie bessere Erfahrungen mit Rechtschaffen Bösen Gruppen gemacht. Ein Dämonen-Kleriker ist halt immer so eine Sache...
"I am Grey. I stand between the candle and the star. We are Grey. We stand between the darkness and the light." (B5)

Mersharr

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[FR 3.5] Böse Gruppe - Wie handelt ein Kleriker/Druide...
« Antwort #3 am: 04. April 2016, 00:36:20 »
Wenn es zu einem Kampf kommt, inwiefern sind Kleriker bzw. Druiden (sagen wir mal beide CB) daran angehalten zu heilen bzw. zu buffen?

Druide ist auf mindestens einer Achse neutral

Squigtreiba

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[FR 3.5] Böse Gruppe - Wie handelt ein Kleriker/Druide...
« Antwort #4 am: 04. April 2016, 05:46:40 »
Stimmt schon das es an sich nicht pauschal beantwortet werden kann. So wie Sol meint sollte es wohl auch sein.
@Mersharr: Stimmt, das habe ich überhaupt nicht berücksichtigt.

Danke für die Antworten.
Wenn wer noch Erfahrungen hat für mich und andere Neugierige... Bitte posten.

Gruß Squigtreiba

afbeer

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[FR 3.5] Böse Gruppe - Wie handelt ein Kleriker/Druide...
« Antwort #5 am: 05. April 2016, 09:52:09 »
Naja, die bösen Charaktere sollten schon einen Grund haben zusammenzuarbeiten; dann buffen Kleriker und Druide auch. Oder der Zauberkundige lässt die Gruppe im entscheidenden Augenblick fliegen. Oder der Nahkämpfer hält den Fernkämpfern/Zaubernden die Paladin mit seinem Lanzensturmangriff vom Leib. ...

Du hast ja den Oberchef, der kann 'Wohlverhalten' belohnen und egoistische Aktionen öffentlich bestrafen. (insgeheim kann er von den Aktionen profitieren wollen) Jedenfalls kann es sich einstellen, dass die Sklaven sich gegenseitig in des Oberchefs Gunst übertreffen wollen (Mit dem Ziel Ich will Anführer anstelle des Anführers sein). Er kann auch Abenteuerweise den Anführerposten vergeben, etwa an den Kleriker, wenn es gegen einen Tempel eines guten Gottes geht, oder den Druiden wenn es zur Diplomatiemission zu den Feenwesen geht.

Nur weil ein Charakter böse ist, mordet er nicht oder unterlässt Hilfeleistungen.

Wenn die Charaktere nicht als Gruppe zusammenarbeiten, sind sie schnell Ex-Charaktere, weil immernoch D&D gespielt wird.

Tigershark

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[FR 3.5] Böse Gruppe - Wie handelt ein Kleriker/Druide...
« Antwort #6 am: 06. April 2016, 13:20:44 »
Auch böse Charaktere können Freunde haben, das ist schon klar, oder?
Du hast nicht wirklich erwartet, dass ich dir Recht gebe, oder?

Astavar

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  • Every silver lining has a cloud...
[FR 3.5] Böse Gruppe - Wie handelt ein Kleriker/Druide...
« Antwort #7 am: 11. April 2016, 06:24:50 »
Eigentlich ist es nicht nötig zu fragen, ob Druide oder Kleriker heilen und buffen würden. Schon die Grundannahme, dass eine Gruppe aus Chaotisch Bösen Charakteren eine geraume Zeit sinnvoll zusammenarbeiten könnte, setzt "suspension of disbelief" oder nicht ausgespielte Gesinnungen voraus. Das ist also in dem Fall echt eine Frage der Spieler.
Tatsächlich kann man heilen oder unterstützen auch neutral bewerten als sachdienlich oder nicht. Es sind beides keine inhärent "guten" Handlungen.
Every silver lining has a cloud...

Tempus Fugit

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[FR 3.5] Böse Gruppe - Wie handelt ein Kleriker/Druide...
« Antwort #8 am: 11. April 2016, 19:45:20 »
Wenn ein böser Charakter etwas nicht alleine kann, dannn wird er all seine Fähigkeiten einsetzen um zum Ziel zu kommen und dazu gehört dann natürlich auch heilen, buffen oder alles was sonst dazu gehört. Jedes Mittel, was ihm seinem Ziel näher bringt ist dabei Recht. Wenn er dazu dann nicht ganz dumm ist, dann wird er darauf achten, dass er niemanden stärker macht, als er selbst gerade ist, damit ihn niemand aufhalten kann. Ist der Charakter RB kann sich aber sogar das anders darstellen.
Wenn der böse Charakter seine Ziele erreichen kann wird er die Gruppe entweder verlassen oder vernichten, je nachdem, was ihm mehr zusagt.

Generell ist eine CB Gesinnung in einer Gruppe nicht zu empfehlen, das ist immer schlecht. Selbst NB kann da schon sehr grenzwertig sein.
Übermensch, weil Rollenspieler

Ghosttalker

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[FR 3.5] Böse Gruppe - Wie handelt ein Kleriker/Druide...
« Antwort #9 am: 09. Mai 2016, 21:00:42 »
Eigentlich ist es nicht nötig zu fragen, ob Druide oder Kleriker heilen und buffen würden. Schon die Grundannahme, dass eine Gruppe aus Chaotisch Bösen Charakteren eine geraume Zeit sinnvoll zusammenarbeiten könnte, setzt "suspension of disbelief" oder nicht ausgespielte Gesinnungen voraus.

Nicht zwangsweise, wie von anderen schon erwähnt wird auch ein böser Charakter seine Verbündeten heilen, wenn er einen Vorteil darin sieht, beispielsweise einen gemeinsamen Feindzu töten, den man nicht alleine besiegen kann.
Trotz einer gemeinsamen Mission steht in einer Gruppe mit hauptsächlich böse gesinnten Charakteren oft die Verratsvermutung im Raum, also wird jeder mehr oder minder damit rechnen, dass die Anderen ihn verraten könnten.
Vorallem nach dem Erreichen des Missionsziels, wenn also das, was die Zusammenarbeit der Gruppe quasi vorausgesetzt oder gar erzwungen hat wegfällt können hier Spannungen in der Charaktergruppe entstehen, weil jeder der i.d.R. recht selbstsüchtigen Charaktere das Meiste von der Beute möchte.
Generell sind Gruppen mit überhaupt einem bösen Charakter nicht sonderlich empfehlenswert und werden mit steigender Anzahl an bösen Charakteren meidenswerter da es wirklich schwierig sein kann, zwischen den Spannungen im Spiel und dem tatsächlichen Leben zu trennen.
Was ich persönlich empfehle ist, wenn man schon unbedingt eine böse Gruppe spielen will, irgendeinen guten Grund zu implementieren, wieso die Gruppenmitglieder sich untereinander nichts tun.

Kree

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[FR 3.5] Böse Gruppe - Wie handelt ein Kleriker/Druide...
« Antwort #10 am: 09. Mai 2016, 21:52:07 »
Ich fand Gruppen mit Bösen Charakteren immer viel einfacher zu leiten. Ihr verhalten ist vorhersehbar, wenn sie Infos wollen nutzen sie jedes Mittel. Wenn sie irgendwo eindringen gibt es keine Gefangenen und wenn die Belohnung stimmt rennen sie in so ziemlich jedes Abenteuer.

Klar es gibt die Leute die dann ihren Chaotisch Bösen Charakter spielen wollen. Aber das ist vergleichbar mit einem Paladin der in einer "neutralen" Gruppe spielt. Aktionen die direkt gegen die Gruppe zielen werden direkt beantwortet...

Ein anderer Vorteil ist einfach, es gibt kaum "Grauzonen" - "Oh nein, wenn wir diesen Edelstein nehmen wird das Dorf sterben... aber die Welt wird überleben... was tun..." ist in bösen Gruppen einfach geregelt. Hat der Held mehr Aktien im Dorf oder in dem Rest der Welt ? Zweifler werden überstimmt und notfalls mit Gewalt nieder geknüppelt.

Meine Meinung als SL, es ist viel schwerer eine weiße Weste als Held zu haben, als ohne gewissen durch die Lande zu ziehen.

mfg
Kree

P.S: Zum Thema, böse Gruppen handeln genauso wie gute Gruppen. Sie haben nur einfach keine Moral, es gibt keine Grenzen um ein Ziel zu erreichen. Ein böser Kleriker handelt so, wie es in der Situation für ihn am besten ist, dazu gehört eben auch das Heilen von anderen Spielern. Klar man kann auch gegen die Gruppe handeln, wenn alle am Tisch damit umgehen können und es Spass macht. Aber im Zweifel ist ein Held, jemand der ein Abenteuer bestreitet das der SL vorbereitet. Und man sollte dem SL soviel Respekt erweisen das man ein "ordentliches" Abenteuer nicht mit vollkommen bescheuerten Aktionen zertstört.
« Letzte Änderung: 09. Mai 2016, 21:56:31 von Kree »

Tigershark

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[FR 3.5] Böse Gruppe - Wie handelt ein Kleriker/Druide...
« Antwort #11 am: 10. Mai 2016, 12:33:13 »
Ich finde das ehrlich gesagt wesentlich zu flach gedacht.

Eine Gewinnung heißt ja nicht zwingend, dass man stets nach Gesinnung handelt, sondern gibt für mich eher eine Tendenz an.
Auch wenn ein neutral-guter Zwergenkrieger normalerweise Folter für unangemessen hält, kann es sein, dass er auch derartige Maßnahmen (evtl. nicht in seinem Beisein) billigt, wenn dafür größeres Übel verhindert wird oder es in seinen eigenen Interessen steht. (Z. B. Folter, um herauszufinden, wo seine Kinder gefangen gehalten werden.)

Ich halte es für absolut sinnvoll, dass ein böser Charakter seine Komparsen heilt. Selbst Fremde könnte er heilen, wenn er davon profitiert (Bezahlung?). In einer Gruppe böser Charaktere halte ich es für absolut unsinnig, dass Heilung nicht auch den Gruppenmitgliedern zusteht, außer, innerhalb der Gruppe existiert ein starkes Hierarchiegefälle (Drowpriesterin mit mehreren männlichen Drowkriegern).

Und, wie bereits gesagt, auch böse Charaktere können Freunde haben, auch böse Charaktere können lieben, auch böse Charaktere können Zuneigung und Vertrauen gewinnen und loyal zu Freunden sein. Und das mMn auch bis in's Chaotisch Böse hinein. Ich sehe da überhaupt keinen Gesinnungsbruch.

Ansonsten wäre böse schlicht und ergreifend stets soziopathisch.

Schon die Grundannahme, dass eine Gruppe aus Chaotisch Bösen Charakteren eine geraume Zeit sinnvoll zusammenarbeiten könnte, setzt "suspension of disbelief" oder nicht ausgespielte Gesinnungen voraus.
Dieser Aussage möchte ich indes vehement widersprechen.
Du hast nicht wirklich erwartet, dass ich dir Recht gebe, oder?

Ghosttalker

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[FR 3.5] Böse Gruppe - Wie handelt ein Kleriker/Druide...
« Antwort #12 am: 18. Mai 2016, 20:13:13 »
Ich finde das ehrlich gesagt wesentlich zu flach gedacht.

Eine Gewinnung heißt ja nicht zwingend, dass man stets nach Gesinnung handelt, sondern gibt für mich eher eine Tendenz an.
Auch wenn ein neutral-guter Zwergenkrieger normalerweise Folter für unangemessen hält, kann es sein, dass er auch derartige Maßnahmen (evtl. nicht in seinem Beisein) billigt, wenn dafür größeres Übel verhindert wird oder es in seinen eigenen Interessen steht. (Z. B. Folter, um herauszufinden, wo seine Kinder gefangen gehalten werden.)

Ich halte es für absolut sinnvoll, dass ein böser Charakter seine Komparsen heilt. Selbst Fremde könnte er heilen, wenn er davon profitiert (Bezahlung?). In einer Gruppe böser Charaktere halte ich es für absolut unsinnig, dass Heilung nicht auch den Gruppenmitgliedern zusteht, außer, innerhalb der Gruppe existiert ein starkes Hierarchiegefälle (Drowpriesterin mit mehreren männlichen Drowkriegern).

Und, wie bereits gesagt, auch böse Charaktere können Freunde haben, auch böse Charaktere können lieben, auch böse Charaktere können Zuneigung und Vertrauen gewinnen und loyal zu Freunden sein. Und das mMn auch bis in's Chaotisch Böse hinein. Ich sehe da überhaupt keinen Gesinnungsbruch.

Ansonsten wäre böse schlicht und ergreifend stets soziopathisch.

Schon die Grundannahme, dass eine Gruppe aus Chaotisch Bösen Charakteren eine geraume Zeit sinnvoll zusammenarbeiten könnte, setzt "suspension of disbelief" oder nicht ausgespielte Gesinnungen voraus.
Dieser Aussage möchte ich indes vehement widersprechen.

Prinzipiell ist die Definition aus den Regelwerken die, dass die Gesinnungsart "böse" bedeutet, dass der Charakter selbstsüchtig und wenig moralisch ist. Das trifft für RB Charaktere insoweit zu, dass sie versuchen, das Recht/die Ordnung zu seinem Vorteil manipulieren (wichtig ist bei dem was ein RB Charakter meisten nicht was er sagt, sondern was er nicht sagt) und teilweise drakonische oder unverhältnismäßige Strafen auf Brüche des Rechts selbst für kleine Vergehen befürwortet oder Leute für Dinge wie Rasse, Größe, Hautfarbe oder etwas in der Art als "nicht gleich viel wert wie ich" betrachtet.
Grundsätzlich ist es natürlich möglich und auch realistisch, dass selbst chaotisch böse Charaktere durchaus Freundschaften oder Bekanntschaften haben und diese sogar pflegen. An sich ist es aber tatsächlich der Fall, dass chaotisch böse Charaktere tatsächlich ziemliche Soziopathen sind und meistens sogar Einzelgänger. Die meisten chaotisch bösen Charaktere pflegen ihre Freundschaften tatsächlich hauptsächlich zu einer bestimmten Art von Wesen bspw. Orks, Oger oder Mitglieder eines chaotisch bösen Kults untereinander (nach der "Eine Hyäne kratzt der Anderen kein Auge aus"-Mechanik) und selbst diese Freundschaften sind einem CB Charakter im Zweifelsfall nicht so wichtig wie seine eigenen Interessen.

Soweit zu den regeltechnischen definitionsgetreuen Gesinnungen des "objective alignment approach". Natürlich gibt es in unserer Welt oft eher Tendenzgesinnungen, die zwar am ehesten auf die Beschreibung einer bestimmten Gesinnung passen, aber auch gewisse Züge oder Verhaltensweisen an den Tag legen, die eher auf die Beschreibung einer ganz anderen Gesinnung passen würden. Nicht-objektive Gesinnungen sind allerdings in DND/PF schwer zu handhaben, vor Allem eben weil das Regelwerk eben mit dem "Gesinnungskorsett" arbeitet.
Natürlich gibt es selbst im klassischen DND-Verständnis von Gesinnungen gewisse Abstufungen und Tendenzen innerhalb einer Gesinnung. Am stärksten ausgeprägt ist dieses Tendenzgefälle dementsprechend in dem, was die Gesinnung neutral neutral beinhaltet. Es können Charaktere nämlich sowohl NN Charaktere mit Gesinnungstendenz zu CB als auch NN Charaktere mit Gesinnungstendenz nach RB vorkommen, die sich  zwar beide noch im NN-Spektrum aufhalten, aber eben jeweils an den Rändern zu anderen Gesinnungen stehen.
Ich hoffe, ich hab jetzt nicht für zu viel Verwirrung mit dem Text gesorgt.

Tigershark

  • Mitglied
[FR 3.5] Böse Gruppe - Wie handelt ein Kleriker/Druide...
« Antwort #13 am: 19. Mai 2016, 11:17:29 »
An sich ist es aber tatsächlich der Fall, dass chaotisch böse Charaktere tatsächlich ziemliche Soziopathen sind und meistens sogar Einzelgänger.
Spätestens wenn man sich durchdenkt, wieso die komplette Gesellschaft der Drow fast ausnahmslos chaotisch böse ist, ist das nicht mehr haltbar. Es ist eben eine Gesellschaft, in der der Stärkere überlebt, aber dennoch gibt es starken Familienzusammenhalt. Das sind aber alles erstmal keine Soziopathen im Sinne einer psychiatrischen Störung. (Übrigens auch eine Gesellschaft mit sehr klaren Strukturen und Regeln, aber dennoch CB, weil das Brechen gewisser Regeln vollkommen innerhalb der Gesetze ist.)

Übrigens, genauso sind Orks keine Soziopathen. Nur weil in einer gewissen Menschengruppe "der stärkste regiert" der Leitspruch ist, heißt das nicht, dass alle oder der Großteil dieser Gruppe Soziopathen sind oder werden.

Die meisten chaotisch bösen Charaktere pflegen ihre Freundschaften tatsächlich hauptsächlich zu einer bestimmten Art von Wesen bspw. Orks, Oger oder Mitglieder eines chaotisch bösen Kults untereinander (nach der "Eine Hyäne kratzt der Anderen kein Auge aus"-Mechanik) und selbst diese Freundschaften sind einem CB Charakter im Zweifelsfall nicht so wichtig wie seine eigenen Interessen.
Puh, schwierig. Bei wem ist das schon so? Wenn mir ein Freund einem RG-Charakter die Frau ausspannen will, wird es schon da relativ schnell mit der Freundschaft zu Ende gehen. Ich denke, Freundschaften sind von Gesinnungen weitgehend unbetroffen. In jedem Fall halte ich die Aussage, dass böse Charaktere keine Freunde haben können und nur Nutzen aus vermeintlichen Freunden ziehen wollen, für falsch.
Uneingeschränkte Liebe und Zuneigung können auch für böse Charaktere bestehen.
Du hast nicht wirklich erwartet, dass ich dir Recht gebe, oder?

Tempus Fugit

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[FR 3.5] Böse Gruppe - Wie handelt ein Kleriker/Druide...
« Antwort #14 am: 21. Mai 2016, 10:54:34 »
Jein. Der Unterschied zwischen gut und böse ist am Ende einfach, wer bezahlt die Rechnung. Zumindest in der D&D-Welt.
Übermensch, weil Rollenspieler