Autor Thema: Shargol Gash  (Gelesen 1199 mal)

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Shargol Gash
« am: 26. September 2005, 21:04:53 »
 Hallo zusammen,

bald fängt unsere Eberron Kampagnie an und ich habe mich entschieden einen Halb Orc zu spielen.
Die wenigsten würden es ernsthaft erwägen, das Klageland zu bereisen, und die Menschen aus den Schattenmärschen sind da keine Ausnahme. Außer Shargol, den das Klageland mit seinen tödlichen Gefahren und unermeßlichen Reichtümern schon seit Kindesalter faszinierte.Er lebte mit seinem Bruder nahe der Grenze und unterschied sich stark von den anderen. Er war größer und kräftiger, besaß aber auch die schärfsten Sinne weit und breit. Sein besonderes Interesse galt seinen Büchern. Fahrende Händler tauschten sie gelegentlich gegen eine warme Mahlzeit und eine sichere Bleibe für die Nacht (in diesen Situationen pflegte Shargol's Bruder Morogka steht's seine Augen zu verdrehen -ließ ihm aber seinen Willen).
Obwohl Morogka niemals eine böse Absicht erkennen ließ, bereitete es ihm ganz besonderes Vergnügen gelegentlich einen der Händler aufzumischen, was Shargol meistens zu unterbinden wußte. Eine Abmachung war eine Abmachung und daran hielt man sich. Selbst dann, wenn der Händler reich war und sicherlich mehr geben konnte als ein schäbiges zerlesenes Buch wie Shargol einmal zu seinem Bruder sagte. "Im Grunde genommen geht es uns doch nicht schlecht, oder?" "Wohl nicht, aber verfügen auch nicht über übermäßigen Reichtum". Sie hätten wohl ewig so weiterleben können, wäre da nicht dieses Schriftrolle gewesen. Morogkar brachte sie eines Tages von der "Jagd" mit. Er hätte sie dort irgendwo gefunden, wüßte aber nicht mehr wo. Es war sinnlos, also machte Shargol das beste daraus und studierte die Rolle. Es war ein Gedicht:

Hoch die Speer, hoch die Schwerter
Ein frohes Lied in aller Munde
Auf Kameraden, dies ist unsre Stunde!
Gibt acht Böses, dich trifft es umso härter

Geeint im Banner sammeln sich die Scharen
Ob Orc, ob Mensch, selbst Kadett
Einer jeder dient dem guten Zweck
Hört! Vom Ruhme künden die Fanfaren

Die Reihen teilen sich, es tritt hervor
Durbaz, der frischgebackne Held
Er spricht sicher, er weiß was wohl gefällt
Und die Menge stimmt mit ein im Chor

"Diesem Land, und das schwöre ich den Meinen,
Soll bald eine gefällge Sonne scheinen"

In Bewegung setzen sich die Reih'n,
"Denn Glück ist dem Wagemutgen hold
Eine Heimat wiegt mehr als alles Gold
Auf das Klageland vom Unheil zu befrein"

Vor ihnen sich ein totes Tal erstreckt
Kein Soldat, den's nicht erschauert;
Ein Moment, der scheinbar ewig dauert
Das ganze Land mit Knochen ist gedeckt

Eine dunkle Wolke bricht herein
verdeckt des Helden strahlend Licht.
Ihr Götter, verlassen meine Sinne mich?
Im Schatten bewegt sich das Gebein

Leise, ächzend erheben sich die Toten
Nichts dergleich ich mich zuvor entsann
Eh der verhängnisvolle Tag begann
Dem Vernünftgen wär die Flucht geboten

Daraufhin ein Soldat sein Schwerte zog
"Floh ich, ich könnt niemals ruhn",
So befahl Durbaz es ihm gleich zu tun
Stürzten sie sich mutig in den Tod

Die Schlacht war schon längst entschieden
Sah ich Durbaz auf dem Boden liegen
Ein Verräter hatte ihn erschlagen
Doch zuvor hörte ich ihn sagen:

"Bevor ich nun in eine bessre geh
Hört, meiner gibt es tausende
Einer berufen ist, mich zu rächen
Mit meiner Axt, und das ist ein Versprechen"

Sie ließ im keine Ruhe, raubte ihm den Schlaf. "Was wäre wenn...?" fragte er sich ständig. "Nein, es wäre närrisch so etwas auch nur anzunehemen".
Er quälte sich noch zwei weitere Tage, packte dann seine Sachen und rief seinem Bruder zu "ich muss gehen; ein paar Dinge vorbereiten. Vielleicht gibt es jemanden der meine Unterstützung braucht und warte nicht mit den Abendessen". "Moment mal, hast du da eben im Plural gesprochen?" Doch da war Shargol schon weg.
Unterwegs nach Sharn, um einen alten Gefallen einzufordern.

-mino
Das ist philosophisch noch ungeklärt.