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Autor Thema: Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path  (Gelesen 23802 mal)

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Doombrand

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #120 am: 23. Januar 2005, 19:58:06 »
Zitat von: "Berandor"
So, heute wurde gespielt... "Basar des Lebens" ist fast vorbei, aber die Spieler sind insgesamt siebenmal in negative Trefferpunkte geraten - und ohne unsere Sonderregel (Tod = -(Kon+1)) wäre es wohl ein TPK. So hat zumindest einer überlebt...
Verdammt, das macht mich neugierig. Jetzt muss ich das ja noch alles lesen. :D  
Well, some people hate it, some people love it.<br><br>Therefore..<br><br>Balanced! :)

Kylearan

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #121 am: 24. Januar 2005, 09:47:40 »
 War das echt nur sieben Mal? Kam mir häufiger vor. Was ein Kampf! Jetzt bin ich mal gespannt, wie unser Barde/Berandor die Heldentaten in Worte kleidet...

Kylearan
"When the going gets tough, the bard goes drinking."

shaz´narahd

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #122 am: 24. Januar 2005, 12:16:12 »
 Bis zu meinem Tod, fand ich es auch echt spannend. Danach wirkte es für mich zu "verkrampft", was vielleicht auch daran lag, daß Michael vor dem finalen Sieg fahren mußte. Ich bin war immer noch ein wenig unzufrieden über den unglücklichen Regelfehler, der zu meinem Ableben führte, muß aber sagen, daß der Spieltag in hervorragender Erinnerung geblieben ist, da es während meiner "In-Game"-Zeit ein fantastischer Endkampf mit super Atmosphäre war. Bin echt auf die Nacherzählung gespannt.

Zum Thema Story-Hour: Ein fettes Lob an Berandor!!!!!!!!!!!!
Es macht nochmal doppelt soviel Spaß den Nacherzählungen in so einer romanhaften Art zu folgen.

Laß Anna in würdiger Art zu Tymora ziehen, da die Göttin anscheinend ein besonderes Interesse daran zu haben scheint, sie so früh zu sich zu holen ;)
Ich werde sie vermissen, auch wenn sie noch nicht so lange dabei war...

Anscheinend braucht die Gruppe noch etwas schlagkräftigeres - mal schauen.

shaz
"Ich höre nichts", sagte Anna zum Zwerg, der ihr beipflichtete. Der Raum hinter Tür schien eindeutig leer zu sein... bis auf den Tod!

Berandor

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #123 am: 24. Januar 2005, 12:31:24 »
 ooo - fetter spoiler!

Nebenbei: Der "Regelfehler" war die Tatsache, dass sowohl ich als auch die Spieler vergessen hatten, bei Dirims Rüstungsklasse den Bonus gegen Riesen aufzurechnen.

Warum das für Anna wichtig war? Da müsst ihr euch dann noch etwas gedulden...
Bitte schickt mir keine PMs hier, sondern kontaktiert mich, wenn nötig, über meine Homepage

Berandor

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #124 am: 25. Januar 2005, 09:25:46 »
 Es geht frühestens am WE weiter... ich habe leider momentan zuhause kein Internet.
Bitte schickt mir keine PMs hier, sondern kontaktiert mich, wenn nötig, über meine Homepage

Berandor

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #125 am: 27. Januar 2005, 09:43:32 »
 Gestern habe ich die Story Hour fertig geschrieben... bislang drei Kapitel.

Bislang? Ja, ich weiß noch nicht, ob ich den Endkampf aufteile.

Zum Vergleich: ein normales Kapitel hat zwischen 1.000 und 1.400 Wörtern, das längste bislang gute 1.700. Der Endkampf hat 3.400 Wörter, also doppelt so viele!

Nebenbei: Meine Worddatei mit der SH (und normaler Formatierung) ist inzwischen 95 Seiten lang.

Sobald mein Heimzugang wieder funzt, kommt Teil 1: "Xukasus Wache".
Bitte schickt mir keine PMs hier, sondern kontaktiert mich, wenn nötig, über meine Homepage

Ghulstuhl

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #126 am: 27. Januar 2005, 10:09:07 »
 
Zitat
und ohne unsere Sonderregel (Tod = -(Kon+1)) wäre es wohl ein TPK. So hat zumindest einer überlebt...

Haben deine Spieler alle KON30?  :boxed:

Grüße,
Ghulstuhl
We have to defend ourselves too, and right now, that means beeing anywhere else.

shaz´narahd

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #127 am: 27. Januar 2005, 10:39:42 »
 Nein, aber alle (selbst Anna) haben mehr als 10, was der SHB-Regel gleichkommen würde. Anna hat z.B. Con 11, was bedeutet, daß sie erst bei -12 TP hinüber ist. Zusätzlich ist man von 0 bis -Con-Modifier nicht bewußtlos, sondern kann "munter" weiter Teilaktionen ausführen. Die Regelung pushed zwar Con mächtig auf, macht das ganze aber wesentlich spannender und erhöht die Überlebenschance.  Anna hätte z. B. schon eine Con von mindestens 18 gebraucht, um nicht gleich das Zeitliche zu segnen  <_<
Life sucks  :P

Anna will jetzt als Geist oder besser noch als Wiedergänger wiederkommen *scherz*

shaz
"Ich höre nichts", sagte Anna zum Zwerg, der ihr beipflichtete. Der Raum hinter Tür schien eindeutig leer zu sein... bis auf den Tod!

Kylearan

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #128 am: 27. Januar 2005, 10:53:12 »
Zitat von: "Ghulstuhl"
Zitat
und ohne unsere Sonderregel (Tod = -(Kon+1)) wäre es wohl ein TPK. So hat zumindest einer überlebt...

Haben deine Spieler alle KON30?  :boxed:

Grüße,
Ghulstuhl
Was uns auch herausgerissen hat: die Hausregel besagt, dass man mit einer Wahrscheinlichkeit von (KON)% stabilisiert, nicht 10%. Dirim hat KON 18 und beim Stabilisieren zweimal (!) eine 18 gewürfelt.

Kylearan
"When the going gets tough, the bard goes drinking."

Ghulstuhl

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #129 am: 27. Januar 2005, 10:56:12 »
 ...Da ist mir wohl ein Modifikator ins Auge geruscht.  :rolleyes:

Grüße,
Ghulstuhl
We have to defend ourselves too, and right now, that means beeing anywhere else.

Gast_Berandor

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #130 am: 28. Januar 2005, 17:03:40 »
 Habe am WE wohl doch noch kein Inet. Also erst nächste Woche irgendwann...

Doombrand

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #131 am: 30. Januar 2005, 12:06:23 »
 Ich bin jetzt zur Hälfte von Seite 7 gekommen und erst mal meine Zitat-Favoriten:


Zitat
1.Männer,“ sagte Anna, als sie durch das Tor waren.

„Menschen,“ sagte Dirim.

„Wachen,“ sagte Helion.

Thargad sagte nichts.


2.„Man nennt uns übrigens die Sturmklingen!“, rief Anna durch die geschlossene Türe.

„Was sollte das denn?“, fragte Helion, als sie ein wenig vom Haus entfernt waren.

„Wenn sie schon sauer ist, dann doch besser auf die Sturmklingen als auf uns,

oder?“

3. „Nein, nein“, sagte Dirim. „Ihr versteht nicht. Ihr bekommt jeder eine Silbermünze, und die Teilt ihr mit dem anderen, sodass jeder von euch fünf Kupferpeitsche verdient.“

„Also doch!“, rief Pellir.

„Aber ihr bekommt doch auch fünf Peitschen vom anderen, da habt ihr wieder eine Klinge“, sagte Dirim, doch seine Erklärung stieß auf taube Ohren. Er winkte ab. „Kommt einfach morgen wieder.“

„Da bin ich allerdings auch nicht ganz mitgekommen“, gab Anna zu. Thargad zuckte mit den Schultern.

„Aber es ist doch ganz einfach“, sagte Dirim.


Jetzt noch ein paar Fragen

Wie merkst du dir, wer im Gasthaus was trinkt? Schreibst du das so genau auf, oder merkt sich das jeder einzeln, oder ist das dichterische Freiheit?


Zitat
„Nein, zwei Halbelfen im Dienste des Stadtherren. Fario Ellegoth, ein bleicher Kerl, dem sein kleiner linker Finger fehlt, und Fellian Sharn. Der hatte eine Narbe über dem Auge und ein Lachen wie eine betrunkene Henne.“

Jedem ein unverkennbares Merkmal, nicht wahr? ;)


Woher hast du die Namen der Biere, oder sind die erfunden? Nicht, dass ich was gegens Erfinden hätte, aber ich fänds lustig, wenn man die auch irgendwo so finden würde.


Ach ja: So ne hohe Geheimtürendichte hab ich noch nie gesehen.
 :D

Das wars erstmal von mir....
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uncleheavy

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #132 am: 30. Januar 2005, 15:46:27 »
 Berandor:
Große Show, wie hier bereits geschrieben, bist Du als Barde mit "perform" gemaxt unterwegs.
Macht Deiner Signatur wirklich Ehre!
Mehr!
Schnell!
Nimm zur Not Leute mit I-Net-Anschluß als Geiseln, wir holen Dich da schon raus (wer, wenn nicht wir)!  :D

Wie würde Blacky sagen:
"Ganz großes Tennis!"

Grx,
Uncle

Berandor

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #133 am: 31. Januar 2005, 09:29:36 »
 
Zitat von: "Doombrand"
Jetzt noch ein paar Fragen
So, ich poste gleich von der Arbeit aus... man muss halt Prioritäten setzen.  :rolleyes:

Zitat
Wie merkst du dir, wer im Gasthaus was trinkt? Schreibst du das so genau auf, oder merkt sich das jeder einzeln, oder ist das dichterische Freiheit?
Nun, das hat mehrere Gründe.
1. Bin ich stolz auf die Menükarten und passe deshalb besser auf - vor allem beim ersten Mal
2. schreibe ich möglichst kurzfristig nach dem Spielabend, da weiß man noch einiges (vor allem die unwichtigen Details)
3. ist der Rest dichterische Freiheit

Zitat
Zitat
?Nein, zwei Halbelfen im Dienste des Stadtherren. Fario Ellegoth, ein bleicher Kerl, dem sein kleiner linker Finger fehlt, und Fellian Sharn. Der hatte eine Narbe über dem Auge und ein Lachen wie eine betrunkene Henne.?

Jedem ein unverkennbares Merkmal, nicht wahr? ;)
Tja, das steht so im Abenteuer. Aber ja.  :P

Zitat
Woher hast du die Namen der Biere, oder sind die erfunden? Nicht, dass ich was gegens Erfinden hätte, aber ich fänds lustig, wenn man die auch irgendwo so finden würde.
Aus "Kaizer's Bazaar". Meine Rezi:

http://www.dnd-gate.de/gate3/page/index.php?id=872' target='_blank'>http://www.dnd-gate.de/gate3/page/index.php?id=872
Zitat
Ach ja: So ne hohe Geheimtürendichte hab ich noch nie gesehen.
Hey, in einer ordentlichen Gnomen-/Zwergenfestung gehört das dazu... oder?

Und jetzt zum nächsten Teil der SH. Ich habe mir ein kleines Extra ausgedacht, dass jetzt unregelmäßig zum Einsatz kommen wird - eine Art Vorwort. Viel Spaß!

EDIT: Leider habe ich die Werte von Xukasus nicht dabei... werden nachgereicht!
Bitte schickt mir keine PMs hier, sondern kontaktiert mich, wenn nötig, über meine Homepage

Berandor

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #134 am: 31. Januar 2005, 09:33:54 »
 "Wenn ihr wie ich glaubt, dass es Feigheit ist, etwas "böse" zu nennen und es dann nicht mit aller Macht und Hingabe zu bekämpfen, dann rufe ich euch auf, an meiner Seite zu stehen!"     - Aleandra Dunessar im Jahre 1354 TZ

Die Malachitfeste: Xukasus auf der Lauer
Noch als die Nachkommen ihre Köpfe nach oben wandten, sprang ihnen Thargad - denn dieser war es, der gerufen hatte - entgegen. Sanft und nahezu lautlos landete er auf der nach unten fahrenden Plattform.

Helion sah den beiden Gestalten nach, die mit Thargad am Rand des Aufzugs gestanden hatten, aber dann wieder im Geheimgang verschwunden waren.

"Wer waren denn die anderen beiden?", fragte er.

"Halbelfen", sagte Dirim und bestätigte damit Helions Vermutung. Thargad hingegen blieb ruhig.

"Fario und Felliarn - wir haben von den beiden schon gehört. Der Stadtherr hatte sie beauftragt."

"Warum kommen sie nicht mit?", erkundigte sich Helion.

"Sie bleiben zurück, falls wir Hilfe brauchen... so kann man uns nicht gemeinsam schnappen."

"Du kannst sie also verständigen?"

Thargad nickte zur Antwort.

Die Plattform ruckelte weiter in die Tiefe, und selbst Annas scharfe Elfenaugen vermochten bald das obere Ende nicht mehr auszumachen. Um ihre Nervosität etwas zu beruhigen, begannen die Gefährten, ihre Waffen vorzubereiten. Dann hielt die Plattform mit einem letzten Ruck an.

Es gab nur einen Ausgang, eine verstärkte Holztüre, und die fünf Gefährten gingen zielstrebig darauf zu, als Boras plötzlich zu Boden ging.

Dirim untersuchte den Barbaren; schnell hatte er festgestellt, dass Boras unter "Seelenriss" litt, einem Zustand, der nach einer Wiederbelebung eintreten konnte. Dabei wurde der Geist des Kranken von seinem Körper getrennt, sodass dieser nur mehr einem willenlosen Golem glich, gleichwohl aber lebendig war. Dieser Zustand konnte von ein paar Augenblicken bis hin zu mehreren Wochen anhalten.

"Da können wir nichts tun", sagte Dirim traurig. "Wir müssen warten, bis sein Geist wieder zurückfindet."

"Etwas können wir doch unternehmen", widersprach Anna. Sie drückte Boras eine immerhelle Laterne in die Hand. "So macht er sich wenigstens nützlich."

"Licht", sagte Boras dumpf. Dirim rollte mit den Augen.

Erneut nahmen die Fünf Stellung ein, nur dass Boras diesmal am Ende der Gruppe positioniert wurde. Dann öffneten sie die Türe.

-

Der Raum dahinter war ein breiter Gang. Von der hohen Decke baumelten zwei schmale Käfige, die jedoch leer waren. An einer Seitenwand konnte man im Schein der Laterne eine weitere Türe erkennen.

"Moment mal", sagte Dirim.

"Moment mal", sagte auch Helion.

"Die Wände sind aus Malachit!", rief Dirim erstaunt.

"Wir werden beobachtet!", gab Helion zurück, fast zu spät. Aus dem mattschwarzen und glatt geschliffenen Stein glitt ein Wesen hervor, dass am ehesten einem großen Haufen Geröll glich - wenn man von den dunklen Augen (die Helion bemerkt hatte), dem Maul und den beiden armähnlichen Auswüchsen absah.

"Ein Erdelementar." Diesmal sprach Helion aus, was alle dachten. Dann rollte das Ungetüm auf die Gruppe zu. Es hatte keine Füße, sondern schob sich geradezu über den Boden, wobei es kleine Erd- und Steinbrocken zurückließ.

Der Elementar war fast so groß wie Boras und größer als die übrigen Streiter, und sein erster Hieb schlug schmetternd in die Wand gleich neben Dirims Kopf. Die Augen des Zwergs wurden für einen Moment größer, aber dann packte er sein Langschwert und hieb auf das Wesen ein.

Thargad tauchte unter einem weiteren Hieb durch und brachte sich auf die andere Seite. Er zückte seine beiden Kurzschwerter und stieß mit beiden tief in den Erdkoloss. Stein bröckelte von dem Wesen ab; ansonsten gab es keine Regung von sich. Stattdessen schlug es erneut nach dem Zwerg.

Diesmal traf der Hieb, und Dirim spürte, wie ihm trotz seiner Rüstung die Luft aus den Rippen gepresst wurde.

"Es ist verletzt!", rief Helion, "Wir müssen-"

In diesem Moment sprang die Türe auf, und eine hageres Echsenwesen auf zwei Beinen trat hinaus. In seinen Händen hielt es eine lange Stange mit stachelbewehrtem Kopf. Das Wesen hielt kurz inne, und zwei große Brocken Malachit lösten sich aus dem Boden und schwebten wie ein Schild um es herum.

Helion erkannte dieses Wesen - oder zumindest seine Art. Die Squamus Lir, so nannten sie sich, lebten tief im Unterreich in großen Höhlensystemen und versuchten, diese Welt der Erdebene ähnlicher zu gestalten. Sie hielten sich Sklaven - und Erdelementare.

"Das ist der wahre Wächter!", rief Helion. "Ihn müssen wir stoppen."

"Erst kümmere ich mich um den Wachhund", sagte Thargad. Wieder zuckten die Schwerter, aber die Klingen prallten von der Oberfläche des Elementars ab.

"Ich mache das." Anna tänzelte an dem Erdkoloss vorbei und rannnte auf das Echsenwesen zu.  Nach einer knappen Geste riss sich ein weiterer Steinbrocken aus der Wand und flog krachend in Annas Seite, die beinahe ihr Gleichgewicht verlor.

"Sso leicht mache ich ess euch nicht, Menschenfrau", zischte der Lir. Dann schleuderte er einen weiteren Brocken gegen Dirim. Der Zwerg taumelte, fiel aber nicht. Stattdessen erneuerte er seinen Ansturm, und endlich brach sein Schwert durch die Oberfläche des Elemtars und drang tief in seinen Körper ein. Als er die Waffe wieder hervor zog, folgte ihm eine kleine Lawine aus Geröll.

"Nimm das!"

Helion sah, dass der Lir einen weiteren Brocken schleudern wollte, wieder auf seine Schwester. Schnell trat er ein paar Schritte vor und sprach einen Zauber.

"Incendere!" Ein Feuerstrahl schoss aus seinen Fingern hervor. Er prallte gegen eines der beiden Malachitschilde. Der Lir kniff die Augen zusammen und hob die Hand schützend vor sein Gesicht, und der Steinbrocken verfehlte Anna um einige Handbreit. Trotzdem fluchte Helion, als er sah, dass der geschmolzene Schild gleich von einem neuen Stein ersetzt wurde.

"Ich habe schon Steine gehauen, als du noch ein kleiner Kiesel warst", rief Dirim. "Wäre doch gelacht, wenn ich dich nicht klein kriege!" Wieder und wieder stieß er zu, und mehr und mehr Steine fielen vom Elementar ab, dessen Gegenwehr nun zusehends schwächer wurde.

Thargad sah, dass der Zwerg seinen Gegner im Griff hatte, und sprang sofort vor, um Anna beizustehen. Die beiden drangen von unterschiedlichen Seiten zum Lir vor. Dessen steinerne Miene bekam einen Riss, als Dirim einen letzten Schlag ausführte und der Elementar krachend zu Boden ging.

"Ergib dich!", rief Anna. Der Lir sah sich um, dann hielt er seine seltsame Waffe quer vor sich.

"Lassst mich szziehen", sagte er. "Ich bin nur ein Wächter. Lassst mich zzurück in meinen Raum, und ihr sseid frei zzu gehen."

"Beantworte unsere Fragen, und vielleicht verhandeln wir über dein Leben", gab Thargad zurück.

"Lassst mich durch, oder wir kämpfen."

"Abgelehnt", sagte Thargad trocken. Seine Kurzschwerter schossen vor, und der Lir ging zu Boden.

"Ich schlage vor, wir fesseln und durchsuchen ihn", sagte Thargad. "Und dann stillen wir seine Wunden."

-

Sie schleppten den Squamus Lir in den benachbarten Raum. Das Zimmer war voller Steinbrocken, viele davon künstlich verformt, sodass sie als Liege, Stuhl oder Tisch dienten. Ein Stein war darüber hinaus hohl, und mit einem Kristall, den der Lir bei sich hatte, öffneten die Gefährten diese Truhe. Darin befand sich ein großer Haufen Kupferstücke, zwei weitere Edelsteine und zwei Steinphiolen mit Heilflüssigkeit.

"Wie heißt du?", fragte Dirim den Lir, nachdem man ihn wachgerüttelt hatte.

"Xukasuss."

"Also gut, Xukasus. Keine Mätzchen, sonst bist du tot. Sag uns, was du weißt."

"Ich weisss ssehr viel", gab Xukasus zurück. Seine spitzen Zähne blitzten in einem falschen Lächeln.

"Warum töten wir ihn nicht einfach?", fragte Helion entnervt. Er schüttelte den Kopf. "Ich warte draußen." Er verließ den Raum, aber die anderen führten die Diskussion fort.

"Für wen arbeitest du?", fragte Dirim.

"Für Kazzmojen."

"Wie viele Wachen hat er?"

"Wachen?"

"So wie du und die Hobgoblins."

"Richtige Wachen - nur zzwei. Hobgoblinss - ssehr viele."

"Wer sind die richtigen Wachen?"

Xukasus grinste. "Ich und mein Elementar."

"Dann hat er jetzt nur noch eine Wache", sagte Dirim trocken.

"So bekommen wir aus ihm nichts heraus", dachte Thargad. "Wir müssten ihm etwas zusetzen." Aber sprach seine Gedanken nicht aus..

"Schwöre auf deine Götter, uns in Frieden zu lassen, dann darfst du vielleicht gehen", sagte Anna zu dem Gefangenen. Xukasus lachte.

"Wass verstehsst du von den Göttern?"

"Wir sollten ihn in den Helmtempel bringen", überlegte Dirim. "Aber dafür haben wir keine Zeit. Und Jenya würde ihn wohl ohnehin töten." Er zog sein Langschwert und stellte sich über Xukasus. "Zu schade."

Xukasus öffnete den Mund, um etwas zu sagen, doch Dirim stieß zu, und es drang nur noch ein Gurgeln aus seiner Kehle. Und selbst das Gurgeln erstarb kurz darauf.
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