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Autor Thema: Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path  (Gelesen 23880 mal)

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Berandor

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #60 am: 28. November 2004, 15:24:49 »
 Extra: SPEISEKARTE im Krummen Krug

Zitat
eSSen
-------
KnoBlAuchFichBRüe
lAmmTopF miT pReiSSelBÄRen + KnöDel
WuRST unD zWiBelkuchen

TRinKen
---------
KoRn
BRAnDmeT
BiR
--DunKleS
--HelleS
--LAgeR
--BiRmeT
Wein (Auch AlS TiSchWein)
--WeiS
--RoT
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Berandor

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #61 am: 28. November 2004, 15:48:32 »
 Extra: SPEISEKARTE im Trunkenen Morkoth

Zitat
Speisen
---------
Geräucherte Muscheln mit Pfeffer und Krustenbrot
Rindertopf in Biersauce mit Knödeln aus Zwergenbrot
Gegrilltes Schwein auf Bohnensprossen
Gebackene Lachssteaks
In Honig gerösteter Schinken mit Backkartoffel
Wild in Pilzsoße

Liköre (Alle Liköre auch gealtert oder als Rachenputzer. Rum auch gewürzt)
-------
Branntwein
--Armagnac
--Cognac
Rum
--Arak
--Rübenschnaps
--Demerara
--Grog
Mezcal

Amnae (Elf-Weine; alle Weine unter 20 Jahren. Ältere Jahrgänge auf Anfrage)
--------
Iri Amnae
--Apfelblüte
--Löwenzahn
Verethere Amnae

Weine (auch gealtert, als Beerenauslese, Eiswein oder Tafelwein)
-------
Baco (Rotwein)
Chablis (Weißwein)

Elfenbier
----------
Beerenkorb
Honiglimone
Nachtschattengewächs
Orangenblüte
Schneeapfel
Sternenlicht
Weiße Gerste
Wintersprossen
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Berandor

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #62 am: 28. November 2004, 15:49:43 »
 Diese beiden Karten habe ich schon verteilt, daher sind Übersetzungsunterschiede möglich.

Außerdem lässt das außer Acht, dass ich alle Karten in unterschiedlichen Handschriften versucht (!) habe, zu schreiben. :)
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Lillith

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #63 am: 28. November 2004, 19:53:59 »
 Herr Ober,

ich nehme die geräucherten Muscheln als Vorspeise und den Honig-Schinken zum Hauptgang. Dazu reichen sie mir bitte einen halben Liter Chabli. Danke.

Aber mal im Ernst: ich hoffe, dass deine Spieler diese immense Arbeit auch zu würdigen wissen. Es ist höchst beeindruckend was du da ablieferst.

Hoffentlich färbt das Lesen deiner Storyhour auf mich ab, so dass ich mir irgendwann mal genau so viel Mühe für Abenteuer und Spieler mache.

Bye Lilith  

 
I love the smell of bat guano in the morning.<br>Smells like ... VICTORY!!!

Berandor

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #64 am: 28. November 2004, 20:06:14 »
 Wie gesagt, diese Mühe liegt ja auch daran, dass die Gruppe sehr lange in Cauldron weilen wird, und dass ich viel Zeit zur Vorbereitung hatte.
Ich habe dann den einzelnen Kneipen unterschiedliche "Kategorien" zugeordnet. So ist der Trunkene Morkoth ein Haus der oberen Kategorie und hat eine recht umfassende und ausgefallene Auswahl. Der Krumme Krug ist aus der unteren Kategorie und hat billigere Sachen.

Sehr viel haben mir dabei die Bücher aus Kaizer's Bazaar geholfen. Eine Rezi müsste es im Gate geben... http://www.dnd-gate.de/gate3/page/index.php?id=872' target='_blank'>Aha! Zumindest fürs erste Buch. Auch verwende ich http://www.dnd-gate.de/gate3/page/index.php?id=874' target='_blank'>Tournaments, Fairs & Taverns und das Alkohol-System daraus, weshalb unterschiedliche Drinks weitere Vorteile bieten (nämlich unterschiedliche Alkoholstärken).
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sir_ollibolli

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #65 am: 29. November 2004, 14:11:31 »
 Betrachte die Getränkekarten nach Greyhawk kopiert/entführt... zumindest in meine Runde(n)... :D

Spoiler: Klicke, um den Beitrag zu lesen

 
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Berandor

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #66 am: 29. November 2004, 16:10:37 »
 Siehe PM
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Berandor

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #67 am: 30. November 2004, 19:35:43 »
 Willkommen und Abschied
Nimbral landete lautlos auf dem Boden, sah zu dem Fremden hin und entschied dann, dass sie diesen Kerl im Griff hatte. Dann lief sie wieder zum Ofen, rollte sich davor ein, und beobachtete das weitere Geschehen mit glühenden Augen.

Der Fremde trat noch einen weiteren Schritt auf die Gruppe zu und hob die Arme. Dann musterte er die Vier, bis sein Blick an dem Magier hängen blieb.

„Helion?“, fragte er mit dumpfer Stimme. Helion entspannte sich und ging im Geiste durch, wen er da vor sich haben könnte. Natürlich, es war doch so offensichtlich!

„Boras! Schön, dich einmal in Fleisch und Blut vor mir zu sehen.“

Der Barbar blicke an seinem Lederrock herunter. „Das ist nicht mein Blut“, sagte er.

Helion zuckte zusammen. „Na, macht nichts.“ Er ging auf Boras zu und nahm ihn in den Arm. Dann stellte er ihn den anderen vor. „Boras ist Boros’ Sohn.“

„Schwarzer Opal“, fügte Boras zur Sicherheit hinzu.

Der Rest des Abends verging mit Geschichten und Kennen lernen, und der Fehlschlag im Krummen Krug war fürs Erste vergessen.

-

Am nächsten Morgen hatte Dirim eine Spezialaufgabe für Pellir und seine Freundin.

„Findet mir jeden Zugang in Katakomben unterhalb der Stadt, durch den ein Mensch passen könnte. Jeder Zugang bringt euch eine Silbermünze ein.“ Die Kinder sahen sich kurz an, dann machten sie sich auf die Suche.

Auf dem Weg zu Ghelves Schlössern kam ein anderer Junge auf die Nachkommen zu. Er trug ein dunkelblaues Hemd und eine weiße Hose, die ihn als Dienstboten des Nachrichtendienstes am Stadthaus auswiesen.

„Thargad?“, fragte er in die Runde. Dann gab er ein Schriftstück ab, das Thargad sogleich überflog, dessen Miene sich gleich verfinsterte.

„Was ist los?“, fragte Anna.

„Ich muss mich um etwas kümmern.“ Mit einem kurzen Nicken verließ er die Anderen. Dirim sah jedoch gleich das Positive.

„Wenigstens sind wir nicht mehr fünf.“

-

Bald standen sie vor einem zweistöckigen Gebäude mit Erker, natürlich aus schwarzem Stein. Die Fenster waren mit Gittern verstärkt. Rechts vom Eingang hatte man in den Vorbau ein großes Fenster eingelassen; dahinter sah man samtgebettete Schlösser aller Art.

Die Vier betraten den Verkaufsraum, der von einer hohen Theke in zwei Teile geteilt wurde. Auf ihrer Seite standen zwei gemütliche Sessel vor einem prasselnden Feuer, auf der anderen Seite verdeckte ein roter Vorhang den Blick in die weiteren Räume. An der Wand gegenüber der Eingangstür hingen Unmengen von Schlössern, mindestens drei Dutzend.

„Ich komme sofort“, ließ sich eine freundliche Stimme hinter dem Vorhang vernehmen. Dann hörte man dumpfes Pochen, das allmählich näher kam.

Durch den Vorhang trat ein seltsam missgestalteter Gnom: seine Nase, seine Arme, ja sein ganzer Oberkörper hatte normale Proportionen – und auch sein Bart war fein gestutzt – aber seine Beine waren furchtbar in die Länge gestreckt. Erst auf den zweiten Blick erkannte man, dass der Gnom unter seinen Beinkleidern Stelzen trug, die ihn groß genug machten, um beinahe selbst Boras in die Augen zu blicken.

„Was kann ich denn für euch tun?“, fragte Keygan Ghelve.

„Wir untersuchen die Entführungen im Waisenhaus“, sagte Dirim.

„Und was hat das mit mir zu tun?“

„Die Schlösser wurden spurenlos  und schnell geöffnet. Ist das bei euren Schlössern üblich?“

Der Gnom schien ungehalten. „Natürlich nicht!“

„Dann habt ihr den Einbrechern geholfen?“

„Ich denke nicht, dass ich mir das anhören muss.“

„Es wurden Kinder entführt, Keygan. Kinder.“

Der Schlossmacher fuchtelte mit den Armen. „Jetzt reichts aber!“ Boras fiel auf, dass der Gnom immer wieder in Richtung des Vorhangs blickte, als würde er Zeichen geben. Mit einem Satz sprang er über die Theke und war im nächsten Raum. Drei Truhen standen auf dem Boden, und eine Treppe führte an der Wand nach oben. Helion folgte dem Barbaren auf dem Weg um die Theke herum.

„Was soll das?“, fragte Keygan, jetzt sichtlich erschrocken. Dirim schob ihn zur Seite.

„Seht ihr was?“

„Nö“, sagte Boras. Plötzlich blitzte etwas in der Luft, und ein roter Striemen erschien auf seiner Brust. „He!“

Er wirbelte herum und sah ein geschlechtsloses Wesen mit eklig grauer Haut. Die Geschlechtslosigkeit war offenbar, da das Wesen nackt war. Gehässige, lidlose blaue Augen starrten aus einem haarlosen Kopf. Noch während Boras hinsah, bildete sich auf der Haut des Wesens das Muster der Wand hinter ihm. Eine perfekte Tarnung.

Es schrie auf und stach wieder nach Boras, doch dann sprang Anna auf die Theke und ließ ihre Peitsche knallen. Das Wesen ließ das Rapier fallen und hielt sich die Schwerthand, wobei es in einer unverständlichen Sprache fluchte.

Sieh die Macht Tyrs!“, rief Dirim, und voller Stolz sah er, wie das Wesen von Angst ergriffen wurde. Sein Zauber hatte gewirkt. Nur konnte es nirgendwohin fliehen. „Vorsicht!“

Das Wesen bückte sich nach seiner Waffe, doch Boras packte es und drückte es gegen die Wand.

„Ganz ruhig“, sagte er. „Keine Zicken.“ Das Wesen antwortete in seiner seltsamen Sprache. Es versuchte strampelnd, loszukommen, doch Boras’ Griff war eisenhart.

„Wie du willst“, sagte der Barbar, und drückte noch einmal fest zu. Das Wesen erschlaffte in seinen Armen.

Helion war inzwischen in den ersten Stock gelaufen und hatte dort nach dem Rechten gesehen. „Hier ist alles sicher.“

„Tötet es!“, schrie der Schlossmacher plötzlich. „Tötet diese Bestie! Sie haben Fenris!“
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Nazgul Oddo

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #68 am: 01. Dezember 2004, 23:10:56 »
 Sehr liebevoll und sorgfältig gestalltet.

Ich kann nur sagen, dass deine SC´s dir das aber auch stark danken, denn wenn die Zitate echt alle so kamen, dann spielen alle wirklich gut mit.

Kann auch nur sagen, dass ich das Männer/Menschen/Wachen und Männer/Frauen/Elfen gut fand. Wobei gut passt nicht. Einfach stimmig.

Ich muss sagen es macht Spaß zu lesen, ich selber muss aber sagen, dass ich mir etwas mehr Spannung wünschen würde, muss aber nochmal mehr lesen und abwarten, um dir sagen zu können, an welchen Stellen es "mangelt". Evtl. ist mein Anspruch auch einfach unpassend.

sir_ollibolli

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #69 am: 02. Dezember 2004, 13:51:08 »
 In meiner Runde heisst der Laden "Schloss Ghelve" und der Gnom hat den Spitznamen Meister Stelzfuss... aber das könnt ihr dann ja selber lesen :D  
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Berandor

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #70 am: 02. Dezember 2004, 20:44:38 »
 olli: Siehe PM!!!

Nazgul: Danke erst mal für die Anregung. Aber es ist ja so, dass ich in der Story Hour auch daran gebunden bin, was denn nun im Spiel passiert ist. Und beide Kämpfe bislang wurden in 1 Runde beendet. Auch ansonsten war noch nicht so viel Spannung.

Es gab bislang einen richtig harten Kampf, der demnächst mit dabei ist. Nach dem zweiten Zwischenspiel mit Jil sag mir bitte noch mal, ob immer noch überhaupt keine Spannung dabei war. Dann muss ich mir wirklich gedanken machen.
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Berandor

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #71 am: 02. Dezember 2004, 21:54:40 »
 Ein Gnom in der Zange
„Tötet es!“, schrie Keygan Ghelve wieder. Dirim seufzte. Der Zwerg war mit dem Schlossmacher in sein Schlafzimmer gegangen, um ihn außer Sicht des ohnmächtigen Wesens zu bringen, aber dennoch hatte sich Ghelve nicht beruhigt.

„Wir werden es nicht töten. Es kann uns vielleicht Informationen geben.“

„Ich sage nichts, bis es nicht tot ist.“ Der Gnom kniff die Lippen zusammen. Dirim seufzte erneut. Das konnte ja heiter werden.

-

„Was machen wir denn mit ihm?“, fragte Boras.  Er sah auf das gefesselte Wesen hinunter. Es hatte seltsam gepolsterte Handflächen und Fußsohlen, was ihm anscheinend lautlose Fortbewegung ermöglichte.

„Bringt es zum Helmtempel“, riet Helion. „Jenya kann es sicher einsperren, damit es seine Brüder nicht warnt.“ Der Magier zweifelte nicht daran, dass es noch mehr von diesen ‚Schleichern’ gab. „Ihr bringt es rüber, und ich bleibe bei Dirim. Außerdem möchte ich mir dieses Hinterzimmer genauer ansehen.“

Also schulterte Boras das Wesen und folgte Anna zur Türe hinaus. Helion ließ Dirim und Keygan in Ruhe; stattdessen nahm er die Treppe noch einmal unter die Lupe. Tatsächlich wurde er fündig: Unter der Treppe gab es eine Geheimtür, die jedoch verschlossen schien. Helion fasste vorsichtshalber nichts an, und sah erwartungsfroh in den ersten Stock hinauf. Was Dirim wohl herausgefunden hatte?

-

Keygan Ghelve erwies sich als sturer Zuhörer. Dirim bedrohte ihn, bat ihn, täuschte ihn – ohne Erfolg. Dann hatte er eine Idee.

„Na gut“, sagte er mit verzweifelnder Geste, „dann sagst du halt nichts. Nur um die Kinder tut es mir leid.“ Keygan schloss für einen Moment die Augen; ein Zeichen, dass Dirim auf dem richtigen Weg war. „Diese armen Waisen, schutzlos ausgeliefert, vielleicht sogar gefoltert. Und du könntest es verhindern... oder schuld sein.“

„Genug!“, schluchzte Keygan. „Ich erzähle euch, was ihr wissen müsst.“

„Warte noch“, sagte Dirim. „Ich hole Helion dazu.“

-

Mehr als einmal hatte sich Anna gewünscht, eine Decke über das Wesen geworfen zu haben. Die Leute blieben stehen und starrten auf Boras und seine seltsame Last, aber niemand sagte ein Wort. Zum Glück begegneten sie keinem Wachtrupp.

Endlich hatten sich die Eichentüren hinter ihnen geschlossen, und einer der Akolyten hatte sofort Jenya verständigt. Anna stellte ihr Boras vor, dann zeigten sie ihr das Wesen und erklärten, was es damit auf sich hatte.

„Es hat mit den Entführungen zu tun?“, fragte Jenya. „Dann seid ihr hier richtig. Wir werden es in den Kerker werfen und später hinrichten.“

Anna war geschockt über die Härte in der Stimme der Frau. „Aber... es könnte etwas wissen, das uns weiter hilft.“

„Keine Sorge.“ Jenya lächelte grimmig. „Wir bringen es zum Reden.“

Anna und Boras warfen sich hilflose Blicke zu. Jetzt war es zu spät, das Wesen woanders hinzubringen.

„Können wir denn das Seil wiederhaben?“, fragte Anna schließlich.

„Kein Problem. Wir werden es in Ketten legen.“

„Na, dann...“ Die beiden wandten sich zum Gehen, doch Jenya hielt sie noch einen Moment auf, während zwei andere Priester das Wesen an Händen und Füßen ketteten. Jenya hatte zwar noch niemanden gefunden, der die Schätze gekannt hatte, aber sie versprach den Nachkommen, sich für eine Audienz beim Stadtherren einzusetzen, sollten sie erfolgreich sein. Außerdem wollte sie die Weissagungskraft des ‚Stern der Gerechtigkeit’ nutzen, um nach den verschollenen Abenteurern zu fragen. Schließlich händigte sie Anna noch eine Liste mit den bisherigen Entführungsopfern aus.

„Viel Glück“, rief sie den beiden noch hinterher.

-

„Also, Keygan sagt, diese Wesen kämen in zwei Sorten: Groß und Klein. Die Großen haben wir schon kennen gelernt, die Kleinen gleichen Halblingen mit Teufelsfüßen.“ Helion brachte Anna und Boras auf den neuesten Stand, während sich Dirim um den immer noch weinenden Gnom kümmerte.

„In unregelmäßigen Abständen kommen sie durch die Geheimtür - Keygan hat sich dann immer in seinem Schlafzimmer eingeschlossen – und kehren mit einem Entführungsopfer zurück.“

„Warum hat er ihnen geholfen?“, fragte Anna.

„Diese Wesen haben seinen Vertrauten, die Ratte Fenris entführt. Um ihn nicht zu gefährden, hat er ihnen sogar einen Satz Dietriche gegeben, die seine Schlösser öffnen. So sind sie auch in das Waisenhaus gelangt. Diese Wesen haben einen Anführer, aber Keygan hat ihn noch nie gesehen.“

„Also gut“, sagte Anna, „und was ist die schlechte Nachricht?“

Helion lächelte. „Die schlechte Nachricht ist, dass diese Geheimtüre in die verlassene Gnomenstadt Jzadirune führt. Sie wurde verlassen, weil vor etwa 75 Jahren eine Krankheit unter den Gnomen wütete, die sie allesamt verschwinden ließ. Niemand weiß, ob diese Krankheit ausgerottet wurde.“

„75 Jahre ist eine lange Zeit“, sagte Boras.

„Das stimmt. Aber wir haben noch mehr. Keygan hatte eine alte Karte von der Stadt. Er hat sie allerdings an den Kartenmarkt verkauft.“ Helions Lächeln wurde breiter. „Wir werden uns diese Karte holen.“

„Und was geschieht mit dem Gnom?“ Auf Boras’ Frage wandten sich alle zu Dirim um. Dem Tyrpriester oblag die Entscheidung. Dirim sah zu seinen Freunden, dann wieder zu Keygan hinab.

„Er ist ein Opfer. Wir werden ihn nicht zur Rechenschaft ziehen.“ Eine Welle der Erleichterung lief durch die Gruppe. Dann machten sich Dirim und Anna auf zum Kartenmarkt, während Boras die Geheimtüre bewachen sollte. Helion wollte sich im Arbeitszimmer des Gnoms umsehen, um vielleicht ein paar Utensilien für die Schriftrollenerstellung zu finden.

-

Obwohl der Kartenmarkt direkt an der Stadtmauer lag, sah das schmale Gebäude so aus, als würde es jeden Augenblick umfallen, habe sich nur noch nicht entschieden, in welche Richtung. Jedes seiner drei Stockwerke bog sich in eine andere Richtung, und bei starkem Wind zitterten die losen Steine im Mauerwerk.

Das Innere des Hauses war völlig mit Büchern zugestellt. Bücher stapelten sich überall, auf Stühlen, Tischen, auf dem Boden. Bücher und Schriftrollen. Hinter einem Bücherstapel wand sich eine schmale Treppe in den nächsten Stock. Auf einem gemütlichen Sessel saß eine Halblingsfrau, die Füße auf einem Bücherstapel, eine Tasse Tee auf einem weiteren. Sie blickte von ihrem Buch auf, als Anna und Dirim eintraten, und schob eine Brille von ihrer Stirn auf ihre Nase.

„Wir suchen eine Karte“, sagte Anna. Die Halblingsfrau lächelte und breitete ihre Arme aus, um auf die überall verteilten Schriftrollen zu weisen.

„Es ist eine Karte, die ihr vor etwa zehn Jahren von Keygan Ghelve gekauft habt“, versuchte Dirim, ihr auf die Sprünge zu helfen.

„Hm?“ Die Frau überlegte. „Hm.“

Mit schlurfenden Schritten stieg sie die Treppe in den zweiten Stock hinauf, und ließ Anna und Dirim im Erdgeschoss zurück. Die beiden warteten ein paar Augenblicke, dann wanderte Anna herum, und Dirim begann, ein nahe liegendes Buch zu öffnen. ‚Die Paarungsrituale von Regenbogenfaltern der Dampfsee-Region.’ Er begann zu lesen.

Etwas später kam die Besitzerin wieder herunter, einen verstaubten Schriftrollenbehälter in der Hand. Anna streunte immer noch ziellos herum, während Dirim mühsam gegen die Wellen der Müdigkeit kämpfte, die über ihn hinweg rollten.

„Hier“, sagte die Frau, und hielt den beiden den Behälter hin. Anna nahm ihn und entrollte die Karte darin. Dirim sah ihr über die Schulter.

„Das ist die richtige Karte“, sagte er. „Wie viel?“

Man einigte sich auf drei Königinnen.

-

Helion war ebenfalls fündig geworden. Er hatte Materialien für ein oder zwei Schriftrollen gefunden. Dementsprechend vertrat er die Ansicht, dass man lieber erst am nächsten Tag, wenn alle ausgeruht wären, in die Gnomenstadt ziehen sollte. Schließlich stimmten die anderen zu, und Helion zog sich in das Arbeitszimmer zurück. Die Nacht verlief ereignislos, und am nächsten Morgen wartete Boras ungeduldig, bis die anderen ihre Meditationen beendet hatten.

Helion klappte sein Zauberbuch zu. Er nahm den Schlüssel hervor, den Keygan ihm gegeben hatte. Dirim öffnete die Augen und zog seine blau-weiße Kriegsrobe an. Anna wickelte langsam und bedächtig ihre Peitsche auf und hängte sie an ihre Hüfte. Boras nahm seine Axt in beide Hände und betrachtete sein Spiegelbild auf der polierten Klinge. Der Barbar lächelte.

„Wollen wir?“
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Nazgul Oddo

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #72 am: 03. Dezember 2004, 00:24:49 »
 
Zitat
und Dirim begann, ein nahe liegendes Buch zu öffnen. ‚Die Paarungsrituale von Regenbogenfaltern der Dampfsee-Region.’ Er begann zu lesen.

Super :D

Ich sag ja nicht, dass keine Spannung da ist, es hätte nur bei manchen Passagen eine Priese mehr sein können.
Die langen Unterhaltungen mit so viel wörtlicher Rede, waren in meinen Augen manchmal zu langatmig, wenn auch sehr unterhaltsam, sie nahmen nur die Luft aus manchen Situationen, evtl bin ich auch einfach Reclam Heftchen geschädigt, noch Nachwirkungen der Schulzeit, die sind ja bekanntlich fast nur aus Unterhaltungen.

Die Sache mit Jil ist wie der übrige Text sehr schon geschrieben, der neue Teil ist (unter anderem, weil er viel handlung beinhaltet), auch wieder ausgesprochen fesselnd.

Gibt nen Daumen hoch für die SH, wenn mir nochmal Stellen unterkommen, die sich zu verlieren scheinen, melde ich mich...

MfG

Oddo

kaigrass

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #73 am: 03. Dezember 2004, 08:47:38 »
 
Zitat
„Das stimmt. Aber wir haben noch mehr. Keygan hatte eine alte Karte von der Stadt. Er hat sie allerdings an den Kartenmarkt verkauft.“
Nette Idee!

Berandor

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Stadt in Ketten - Dungeon Adventure Path
« Antwort #74 am: 05. Dezember 2004, 11:34:50 »
 Jzadirune – Skulks und Masken
Die Türe öffnete sich mit einem leisen Quietschen. Die Nachkommen der Schätze blickten auf eine Treppe, die hinab in die Dunkelheit führte. Spinnweben hingen in den Ecken, und Anna entdeckte verschiedene Spuren im Staub.

Mit einem leisen Klicken schlug Boras Feuerstein und Stahl aneinander, dann nahm er die flackernde Fackel in die Hand.

„Rettet Fenris“, sagte Keygan mit flehendem Blick. Boras lächelte, dann stieg er die Stufen hinab. Die anderen folgten ihm.

Die Treppe  machte zweimal auf einem Absatz einen Rechtsknick, bevor die Gruppe am unteren Ende schwaches Licht entdeckte. Außerdem schallten leise Geräusche zu ihnen herauf: Flüstern, Vogelzwitschern, und ähnlich idyllische Klänge. Die Vier hielten auf dem letzten Absatz.

„Wartet mal“, flüsterte Helion. Er sah sich den leeren Fackelhalter genauer an, der in der Wand hing. „Ich habe so etwas mal in einem Buch gelesen.“ Er griff nach dem Fackelhalter und rüttelte ein wenig. „Er lässt sich drehen“, verkündete Helion triumphierend. Er drehte.

Die hintere Seite des Absatzes hob sich in die Luft. Anna sprang nicht rechtzeitig aus dem Weg, aber Helion, Dirim und Boras wurden von der Rampe geschleudert und krachten die Treppe hinunter. Sie landeten in der Mitte eines großen Raumes, an dessen Wände mehrere Masken hingen.

Mit schmerzhaftem Gesicht erhob sich Boras und zog Dirim aufrecht. Dann sahen beide vorwurfsvoll zu Helion herüber, der sich gerade das Steißbein hielt. Der Magier hob abwehrend die Hände.

„Ich fasse nichts an.“

Anna kam die Treppe herunter. „Der Absatz ist wieder normal“, sagte sie, dann blickte sie zu ihrem Bruder. „Bist du in Ordnung?“

„Ich fasse nichts an.“

Boras hatte inzwischen auch die Fackel wieder aufgehoben und sah sich in dem dunklen Raum um.

„Die Geräusche kommen von den Masken“, sagte er.

Dirim nickte. „Wir sind tatsächlich in einer Gnomenstadt. Aber war hier nicht Licht?“

Sogleich spannten sich die Muskeln ebenso wie die Nerven der Nachkommen. Anna bemerkte, dass hinter einem Durchgang Licht zu schimmern schien. Als sie sich dem Durchgang näherte, sah sie die offene Türe. Sie war wie ein Zahnrad geformt, und man hatte einen großen Stein unter einen ihrer Zähne gelegt, um sie offen zu halten.

„Die Türen mit den Zähnen“, sprach sie aus, was alle dachten.

„Ich fasse nichts an“, sagte Helion.

Anna zog eine Grimasse, dann sah sie durch den Spalt. Der Nebenraum glich einem kleinen Lager, mit Liegestellen und kleinen Truhen. In den Wänden sah sie menschengroße Öffnungen, und auf dem Boden des Raumes lag ein brennender Sonnenstab, der den Raum in ein gespenstisches Rot warf.

„Scheint verlassen zu sein“, sagte sie. „Ihr wart ja auch nicht wirklich leise. Gebt mir Deckung.“

Die Halbelfe quetschte sich durch die niedrige Öffnung. Kaum stand sie im Raum, lösten sich zwei Gestalten aus ihrer Starre. Ihre Haut hatte die Farbe und Struktur der Wände angenommen. Es waren dieselben Wesen wie das in Keygans Laden, und sie hatten ebenfalls spitze Rapiere dabei.

Die Klingen blitzten im roten Licht des Sonnenstabes, und Anna schrie auf. Sie griff sich an die Schulter, wo sich ein dunkler roter Fleck ausbreitete. Mit einem gehässigen Kichern sprangen die Wesen davon und verschwanden in den Durchgängen.

„Verdammt!“, fluchte Anna.

-

Die Durchgänge in den Wänden führten in scheinbar selbst gegrabene Tunnel. Diese Tunnel waren nicht auf Keygans Karte eingezeichnet. Bevor sie einen der beiden Tunnel betraten, sahen sich die Nachkommen weiter im Maskenraum um. Ein Gang führte von diesem Raum weg, und noch eine weitere Türe versperrte den Weg.
Als Boras sich die Masken genauer ansah, begann eine von ihnen zu sprechen:

Zitat
Willkommen in Jzadirune, schaut unsere Wunder
Doch Obacht, kommt ihr nur zu rauben
Fallen lauern und Wächter Wachen
Hinter allen Türen, hinter allen Schrauben
„Ein magischer Effekt“, erklärte Helion. „Wahrscheinlich ausgelöst, wenn man sich ihm nähert.“

Boras trat einen Schritt zurück, und wieder einen vor.

Zitat
Willkommen in Jzadirune, schaut unsere Wunder
Doch Obacht, kommt ihr nur zu rauben
Fallen lauern und Wächter Wachen
Hinter allen Türen, hinter allen Schrauben
Die anderen tauschten Blicke aus. Boras trat einen Schritt zurück, und wieder einen vor.
Zitat
Willkommen in Jzadirune, schaut unsere Wunder
Doch Obacht, kommt ihr nur zu rauben
Fallen lauern und Wächter Wachen
Hinter allen Türen, hinter allen Schrauben
„Ist gut jetzt, Boras“, sagte Dirim mit milder Stimme. Boras trat von der Maske weg, zögerte einen Moment, und folgte dann den anderen in den Gang hinein.

„Wartet einen Moment“, sagte Dirim. „Wieso lag da der Sonnenstab im Raum?“ Er deutete auf die leuchtende Fackel, die Helion inzwischen trug. „Ich glaube, die Schleicher können nicht im Dunkel sehen.“

Schnell wurde entschieden, dass der Zwerg voraus gehen würde, um nach Licht zu spähen, während die anderen drei hinter der Ecke warteten, bis er sie nachholte oder Kampfgeräusche hörbar wurden.

-

Dirim ging alleine durch den dunklen Gang. Rechts und links von ihm erhoben sich weitere Zahnradtüren, alle verschlossen. Helion hatte bei einer kurzen Betrachtung festgestellt, dass sie alle Magie verströmten, und angesichts der Warnung in Jenyas Botschaft hielt man sich von den Türen fern. Auf jeder Tür prangte eine Glyphe, die einen der neun Buchstaben Jzadirunes in gnomischer Schrift darstellte. Zum Glück waren diese Buchstaben auch auf der Karte gewesen, daher hatte man sie schnell identifiziert.

Der Gang endete in einer Wand. Dirim blieb stehen und runzelte die Stirn, als er plötzlich Luft unter seinen Zehen spürte. Er sah hinab und erkannte im Grau seiner Dunkelsicht, dass der Boden unter ihm nachgegeben hatte. Mehr aus Zufall hatte er nur halb auf der Falltüre gestanden, und so sah er nun von oben in eine Grube mit spitzen Metallpflöcken im Boden, anstatt selbst in diesen Pflöcken zu hängen. Die Fallgrube schwang wieder zu.

„Warum ist denn hier eine Grube?“, murmelte der Zwerg. Vorsichtig stieg er um die Falltüre herum und begann, die Wand dahinter zu untersuchen. Seine Hände glitten einfach durch die Wand hindurch – das war gar keine Wand!

„Leute, kommt mal her!“

Schnell waren alle beisammen und über die Grube. Nacheinander schritten die Vier durch die Illusionswand und standen in einem großen Raum. Eine ganze Wand wurde von einer eingemeißelten Karte eingenommen. In die Rillen der Wände und Türen hatten die Gnome einen schwachen Lichtzauber gewirkt, der schwach blau schimmerte.

„Das ist unsere Karte“, sagte Anna und sprach aus, was alle dachten. „Ich frage mich, ob...“

Sie ging vor und fuhr mit dem Finger vorsichtig über den Stein, bis  sie ihren Standpunkt gefunden hatte. Dann suchte sie eine Tür in der Nähe. Sie drückte auf den Platz, der den Raum dahinter markierte. Nichts geschah. Dann strich sie über die Türe. Nichts.

„Helion, könntest du mal?“

„Ich fasse nichts an.“ Der Magier erntete Stirnrunzeln für diese Bemerkung.

„Diese dummen Gnome“, sagte sie schließlich. „Nur ein einfacher Lichtzauber. Pfft!“

-

Man ging wieder zurück in den Maskenraum („Willkommen in Jzadirune, schaut unsere Wunder...“ – „Boras!“) und in den angrenzenden Raum. Zwei Tunnel führten ins Dunkel.

„Diesen?“, fragte Dirim und deutete auf einen. Niemand widersprach, und der Zwerg marschierte los.

Sie überraschten einen Schleicher im Schlaf. Das Wesen erwachte durch den Zwerg, der nur unwesentlich leiser als ein Kavallerieregiment war, doch konnte es nur noch die Augen öffnen, bevor Boras sie mit seiner Axt für immer schloss.

-

Nach einer Weile gelangten die Vier in eine riesige Halle. Große Säulen, die übereinander stehenden gnomischen Kriegern, Künstlern und Klerikern glichen, wie sie die Decke stützten, standen im  Raum verteilt. Tanzende Lichter glitten durch die Halle, beleuchteten hier ein Wandrelief von feiernden Gnomen, und warfen dort lange tiefe Schatten. Am anderen Ende der Halle hörte man das Plätschern von Wasser.
Vorsichtig marschierten die Nachkommen durch die große Halle, immer auf der Hut vor Überraschungen. Dann sah Dirim aus den Augenwinkeln eine Bewegung.

„Vorsicht!“, rief er. Sofort hatte Boras seine Axt in der Hand, die Fackel vergessen am Boden. Aus dem Dunkel sprang ein weiterer Schleicher hervor. Boras hob die Axt, und nickte. „Komm nur.“

Der Schleicher schrie und stürzte vor. Noch bevor er den großen Barbaren erreicht hatte, fuhr die Axt nieder und teilte das Wesen entzwei. Blut und Gedärme spritzten umher. Helion trat unweigerlich einen Schritt zurück.

"Eins", sagte Boras.

Anna wurde von einem weiteren Schleicher angegriffen. Der Bolzen verließ zu hastig ihre Armbrust und kratzte das Wesen nur an.

Der Schleicher griff mit einer Hand an die Seite und hielt sie dann ins Licht. Als er das Blut darauf sah, fauchte er Anna gefährlich an. Aus seinem Brustkorb wuchs eine scharfe Klinge. Das Fauchen erstarb, und Boras, der hinter den Schleicher getreten war, zog die Axt mit einem schmatzenden Geräusch aus dem Rücken seines Opfers.

„Zwei.“

Am Ende der Halle fanden die Vier einen Brunnen. Reines Frischwasser sprudelte aus einem Gnomengesicht in ein Becken. Sie erfrischten sich, und Boras wusch sich das Blut aus dem Haar.  Dirim faltete die Karte aus.

„So“, sagte er und deutete auf die vier Ausgänge, dann wies er auf den Tunnel, der neben dem Brunnen aus der Wand kam. „Und wo lang jetzt?“
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