Autor Thema: Marius von Velar  (Gelesen 1439 mal)

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Llûth

  • Gast
Marius von Velar
« am: 09. Juli 2004, 14:58:28 »
 Möge Torm Euch segnen, werte Leser!

Hier die Hintergrundgeschichte meines aktuellen Charakters:


Marius von Velar
Paladin of Torm 1
Male Human
DnD 3rd Ed.

STR: 17
DEX: 11
CON:13
INT: 10
WIS:11
CHA:18

Anm.: Attributes wurden ausgewürfelt

Feats: PowerAttack, GreatFortitude, DivineGrace, DivineHealth, DetectEvil (at will), Lay on Hands


MARIUS von VELAR

Es war die Stunde vor dem Morgengrauen.
Durch einen Griff an meine Schulter wurde ich geweckt.
Es war Lofwan. Mein Lehrer.
„Ein Troll schleicht um das Lager!“ flüsterte er mir zu, „Mach Dich kampfbereit!“
So leise ich es vermochte erhob ich mich von meiner Decke, und fest schlossen sich meine Hände um den Schaft des Langspeers neben mir.
Auch Lofwan, der gerüstet neben mir kniete, hatte seinen Langspeer in den Händen.
Da war er!
Der Troll stürtzte aus dem Dickicht, und seine langen Beine fraßen die Distanz zu uns mit gnadenloser Schnelligkeit.
Mein Herz hämmerte wie wild, und Adrenalin rauschte durch meinen Körper, in Erwartung des Kampfes!
Wir setzten die Speere an und versuchten den Sturmangriff des Trolls zu vereiteln.
Das gelang uns nur teilweise.
Schnell war das Ungetüm heran, und der Speer Lofwans zersplitterte unter der Wucht des Aufpralls.
Der Troll war mitten durch uns gebrochen, und hatte uns wie Spielzeug umgeworfen. Dabei war der Speer meines Lehrers zerbrochen, und er selber einige Meter zurückgeschleudert worden.
Ich selbst wurde ebenfalls durch die Luft geschleudert, und konnte mich nur darauf kon-zentrieren den Speer nicht zu verlieren. Auf meinen Aufprall hatte ich keinen Einfluß, und so traf er mich auch mit voller Wucht in den Rücken. ---Der gefrorene Grasboden.
Nach Luft ringend sah ich aus den Augenwinkeln wie Lofwan seinen Zweihänder aus der Scheide auf seinem Rücken zog, und sich dem Troll stellte.
Mühsam kämpfte ich mich wieder auf die Beine.
Der Troll ignorierte mich, und griff Lofwan an, den er als gefährlichere Beute ausgemacht hatte.
Wieder setzte der Troll seine überlegene Größe und Masse ein, und nur mit größter Mühe konnte Lofwan, Streiter und Paladin des Torm, sich den Angriffen erwehren.
Ich brüllte vor Wut auf, und forderte den Troll auf mich nicht einfach zu ignorieren, sich mir zum Kampf zu stellen. In meinem Zorn verdrängte ich völlig, daß ich dem Ungetüm hoff-nungslos unterlegen war. Als Novize des Ordens der Hand Torms. Als Lehrling und Knappe meines Lehrers Lofwan.
Doch der Troll konzentrierte sich weiter auf seinen gerüsteten Gegner, und nach einigen Schlagabtäuschen bluteten beide Kontrahenten aus einigen Wunden. Jedoch schlossen sich die Wunden des Trolls mit Eile vor unseren Augen wieder. Da schlug Lofwan mit aller Ge-walt zu, und verletzte den Troll aufs schwerste. Er verlor dadurch jedoch sein Gleichge-wicht, und wurde von einem Klauenhieb des Trolls gegen den nächsten Baum geschleudert. Dort blieb er reglos liegen, während sich die klaffende Wunde an der Seite des Trolls  schon wieder zu schließen begann. Meinen Lehrer bewußtlos am Boden liegend sehend, stürmte ich mit Gebrüll auf den Troll zu. Nun wendete er sich mir zu, und sein Hieb verfehlte mich nur denkbar knapp. Sein zweiter Hieb erwischte mich jedoch, und brennende Schmerzen und das Gefühl von warmem Blut an meiner Brust ließen mich zurückzucken.
All meinen Mut und Kraft sammelnd stieß ich den Speer in des Trolls Brust und …. traf!
Der Troll sank vor Schmerzen brüllend auf ein Knie, und packte den Speerschaft mit seinen Klauen, um ihn sich aus seiner Brust zu reißen.
Mit meinem ganzen Gewicht und meiner ganzen Kraft hielt ich dagegen, und versuchte dies zu verhindern.
So rangen wir um die Kontrolle über meinen Langspeer, und plötzlich tauchte mein Lehrer hinter dem Troll auf.
Seinen Zweihänder hoch über den Kopf erhoben, schlug er die gehärtete Klinge in den Hinterkopf des Trolls.
Mit einem Mal kippte der Troll hintenüber, und ich nach vorne. Mitgerissen vom Gewicht des Ungetüms.
Lofwan zog mich auf die Füße, und zischte mir angestrengt zu einen brennenden Holzscheit aus unserem Lagerfeuer zu holen.
Er nahm inzwischen den abgebrochenen Speer, und rammte die Speerspitze in die Brust des Trolls. Dann verschüttete er Lampenöl über den Körper des Ungetüms, dessen Wunden sich bereits wieder zu schließen begannen.
Kaum hatte ich den Holzscheit gebracht, entzündete mein Lehrer das Lampenöl, und der Troll ging in Flammen auf. Schnell nahmen wir noch von unserem gesammelten Brennholz, und innerhalb kürzester Zeit brannte  der Körper lichterloh.
„Ein Troll regeneriert seine Wunden, Marius“ sagte Lofwan. „Du mußt seinen Körper ver-nichten, wenn Du ihn niedergeworfen hast. Sonst wird er wieder aufstehen.“
Ich nickte blaß, und die Müdigkeit des nun fehlenden Adrenalins , und der Gestank des verbrennenden Leichnahms, ließen meine Knie zittern.

………….

Ich war sechzehn Jahre alt, als ich als Knappe des  Lofwan, Paladin und Streiter Torms, nach Norden gezogen war, um meinen Dienst mit meinem Lehrer zusammen in einer kleinen Festungskirche Torms nördlich von Silverymoon anzutreten.
Es war das erste mal gewesen, daß ich von zuhause ausgezogen war, um meiner Bestim-mung zu folgen.
Meine Eltern waren ebenfalls im Dienste Torms. Meine Mutter war ein Paladin der Hand Torms mit Namen Denea, während mein Vater, Rheus von Velar, der Hochpriester der Kir-che Torms in Velar war.
Schon früh spürte ich, dass  mein Weg dem meiner Eltern folgen würde. Und ich spürte, dass Torm mich in seine Dienste rief.
So beschloss ich der Hand Torms im Alter von 15 Jahren beizutreten.
Es war eine Freude zu sehen, wie meine Eltern voller Stolz und Güte meinem Gefolgseid für Torm, und meinem Lehrer, dem Ritter Lofwan, beiwohnten.
So zog ich mit Lofwan als sein Knappe durch die Länder, und lernte den Weg des Kriegers, den Weg der Ritterlichkeit, und den Weg Torms.

Zusammen bekämpften wir das Übel der Welt hoch im Norden, bis Lofwan mich eines Tages nach dem Morgengebet beiseite nahm:

„Marius, es gibt nichts mehr was ich Dich lehren könnte. Von nun an wird Dein Weg Dich alles lehren was Du wissen mußt! Vertraue Torm, vertraue Dir, sei immer Gerecht und ohne Angst, hilf wo Du der guten Sache helfen kannst, und laße nie einen Bedürftigen im Stich! Bereite Dich darauf vor die Exerzitien der Hand Torms  in zehn Tagen zu Empfangen!“

So war ich nun ein Paldin und Streiter Torms. Zwanzig Jahre alt, und bereit dem Übel der Welt entgegen zu  treten.
Ich empfing meine Waffen von Lofwan.
Die Waffe Torms: einen gewaltigen Zweihänder.
Die Waffe Lofwans: einen Langspeer mit langem Blatt
Und die Waffe meiner Wahl: ein Paar Wurfspeere
Außerdem wurde ich in eine Brustplatte mit dem Zeichen Torms gerüstet.

Der Orden gab mir auch ein leichtes Reitpferd, und so ging ich meinem ersten Aufrag entgegen.
Die Heimreise nach Velar. Zu meinen Eltern. Um Ihnen und der Kirche Torms zu dienen.

--------------

Nun war ich auf den Weg in das vom Bürgerkrieg zerrissene Land Tethyr, um die Kirche Torms und die Bedürftigen des Krieges zu schützen. Und auch um Greueltaten gegen die Schwachen zu unterbinden.
Dabei nahm ich den Weg durch die Händlernation Amn.
Da passierte es: an einer schwer überschaubaren Stelle wurde das Pferd von Wegelagerern unter mir erschossen, und sogleich griffen mich sechs der Spießgesellen an. Waren sie erst noch siegessicher, so änderte sich das, als ich einen von Ihnen erschlug und einen weiteren schwer verletzte.
Nun warfen sie ein starkes Netz über mich, und rissen mich zu viert zu Boden. Dann knüp-pelten sie auf mich ein, bis ich das Bewusstsein verlor. Wohl hielten Sie mich für tot und beraubten mich meiner ganzen Habe. Nicht einmal die Kleider ließen sie mir.
Als ich wieder zu mir kam war ich nackt und arg verbeult.
So schleppte ich mich weiter, bis ich einen Bauernhof erreicht. Die Bauersleut gaben mir Kleidung, Essen und Unterkunft, und so war ich nach einer Woche der Ruhe wieder im Vollbesitz meiner Kräfte. Ich erkundigte mich nach der nächst größeren Ansiedlung, um mich vielleicht in einer Feste Torms wieder neu auszurüsten, und dann die Räuber zur Strecke zu bringen, die sich hinterrücks selbst an Gefolgsleuten Torms bereicherten.
Die Bauersleut wiesen mir den Weg nach Handelstreff, und nachdem ich den Segen Torms über sie gesprochen hatte, brach ich dorthin auf…….
 

Llûth

  • Gast
Marius von Velar
« Antwort #1 am: 09. Juli 2004, 15:13:00 »
 Noch ein kleiner Ausblick:

Angestrebt wird die PrC Spellsword.

Paladin 1
Paladin 1 / Sorcerer 1
Paladin 1 / Sorcerer 2
Paladin 2 / Sorcerer 2
Paladin 2 / Sorcerer 3
Paladin 3 / Sorcerer 3
Paladin 3 / Sorcerer 3 / Spellsword 1
...

wenn Marius so lange lebt  ;)

Der Gefahren lauern viele,
auf den Streiter,
auf das mutig Herz.

Viele Gefahren das Herz zu zerstören,
viele Gefahren das Herz wachsen zu lassen.
Zu fordern das größte Opfer,
um die Schwächsten vor dem Opfer zu schützen.

Gruß,
Llûth
 

chesmond

  • Gast
Marius von Velar
« Antwort #2 am: 10. Juli 2004, 08:24:51 »
 :oops: , jetzt hab' ich doch glatt Deinen Background gelesen.   :stupid:

Ziehe meinen Hut....tolle Story.   :wub:
Sehr authentisch, wie in der Name der Rose...ja das ist es
wer ist jetzt hier der Schriftsteller? ;)


Aber keine Angst ich erzähls nicht weiter *castet "Mind Blank" auf sich selbst*

*überlegt ob er nicht zum Ausgleich auch was in die Story Hour schreiben soll*  

ein "sneaky "Mitspieler  :ph34r:  

Denea ;-)

  • Gast
Marius von Velar
« Antwort #3 am: 26. September 2004, 18:33:14 »
 Mögen die Götter dich segnen, Llùth...

Ich wußte bislang nicht, daß ich in einem früheren Leben wohl eine Paladin der Hand Torms gewesen bin und das Rheus mein Gemahl  war.....  ;)

Nein, Spaß beiseite - sorry, wenn ich mich hier so ungefragt einmische, aber es ist immer wieder seltsam, wenn ich meinen Namen in völlig andern Zusammenhängen im Netz entdecke.... wobei mir dieser Zusammenhang hier sehr gefällt, denn ich bin ein absoluter Fantasy-Fan....

In meinem (Fantasy-)Roman ist Denea allerdings eine Elbin, genauer eine Kytling, im Umgang mit Bogen und Schwert sehr bewandert....  ;)


Ich wünsche dir Glück und Mut im Kampf, Llúth.....   :)
Denea


P.S.: Neugierig? Mal gucken? http://www.deneas-welt.de/tdw.htm' target='_blank'>Tor der Welten (Auszug)

 

Llûth

  • Gast
Marius von Velar
« Antwort #4 am: 27. September 2004, 13:59:43 »
 Hallo Denea,

echt gute Story!
Und echt guter Schreibstil!

Mit dem Segen Torms für Dich   :)

Gruß,
Llûth
(der ein anderer Charakter von mir ist. Ein Shevarash Cleric / Fighter male Moonelf)