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Autor Thema: Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story  (Gelesen 12545 mal)

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Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #255 am: 07. April 2020, 17:28:00 »
Besh

"Kann man das nicht irgendwie beschleunigen?", frage ich baff, da es ein halbes Jahr dauert, bis ein Antrag auf die Einsicht in das Archiv der Kirche der Macht bearbeitet ist.

"Die Hohepriesterin Vasima kann eine Ausnahmegenehmigung in dringenden Ausnahmefällen genehmigen. Aber die Hohepriesterin ist leider momentan mit der Abschlussprüfung der Jünglinge beschäftigt."

"Und wann kommt sie zurück?"

"In wahrscheinlich zwei oder vielleicht auch drei Tagen. Je nachdem wie lange sich die Prüfungen hinziehen. Das ist jedes mal verschieden."

- Fierfek! - denke ich durchaus etwas angesäuert. Natürlich könnte ich jetzt die Tooka aus dem Sack lassen, dass ein grenzdebiler Hutte mit einem Ego in der Größe des Sternenkratzers seines Erzeugers samt einer Söldnertruppe uns unbekannter Stärke nur darauf brennt, den Tempel zu stürmen und das Archiv aufzubrechen. Aber das erscheint mir momentan nicht opportun zu sein. Das ganze ist eh eine äußerst blöde Situation. Genau genommen wollen wir ja nicht die Codes haben, sondern die verdammten Hintergrundinformationen zu diesem Schlamassel, um aufgrund der Fakten dann eine Strategie zu entwickeln, was wir am Besten machen.

"Das ist natürlich äußerst bedauerlich. Aber könnten wir eine Führung durch den Tempel bekommen?" Natürlich bekommen wir eine. Aber schnell wird klar, dass das Archiv nicht hier im Hauptgebäude zu sein scheint. Wir bekommen einiges über die Ausbildung der neuen Jedi zu hören. Das Hauptaugenmerk scheint auf der Selbstkontrolle zu liegen, dass die Macht nicht missbraucht wird. Kampf mit dem Lichtschwert steht nicht auf dem Stundenplan, was ich seltsam finde. Für mich ist das Lichtschwert und der Jedi eine Einheit. Wenn man mit sinnvollen Argumenten nicht mehr weiterkommt, braucht man immer noch einen handfesten Meinungsverstärker. Und es gibt wenige Waffe in dieser Galaxie, welche die eigenen Argumente so gut unterstreichen wie ein Lichtschwert.

"Was sind das eigentlich für Wetterphänomene in diesem Gebiet?", frage ich mal beiläufig. Die Priesterin gibt mehr oder weniger qualifizierte Auskunft darüber, dass es sich wohl um eine Wechselwirkung der Rubat-Kristalle, die es hier in großer Menge gibt, mit der Macht. Etwas scheint die Kristalle hier in Aufregung zu versetzen. Über die Ursache wiederum bleibst sie äußerst vage. Entweder weiß es Priesterin Zavati selbst nicht oder sie will es uns nicht sagen, aus welchen Grund auch immer.

Wir kommen in einem abgelegenen Bereich, in dem noch renoviert wird. Auf einem Tisch sehe ich einen Stapel mit ausgedruckten Bauplänen. Vielleicht ist dort eine für uns wichtige Information zu finden.

"Lenke bitte die Priesterin ab!", raune ich Shaka zu. Die fängt an die üblichen dämlichen Fragen zu stellen, was die Priesterin voll in Beschlag nimmt und ich flitze zurück zu dem Tisch mit dem Stapel an Bauzeichnungen. Leider sind die ersten zehn nur von diesem Stockwerk, in dem es definitiv kein Archiv gibt. Aber dann sehe ich eine große Übersichtskarte des Areals, welches auch den angrenzende Berg mit einschließt. Ich kann nur einen kurzen Blick darauf werden, kann aber in einiger Entfernung auf dem Areal am Berg auf halber Höhe das Archiv erkennen. Bevor ich weitere Details erkennen kann, höre ich jemanden hinter mir Räuspern. Fierfek!

Mit einem überraschend wirkenden Lächeln drehe ich mich herum. Dafür brauche ich mich nicht anzustrengen, dass ich wirklich überrascht bin und den etwas älteren Mönch mit den grauen Haaren nicht habe kommen hören.

"Dürfte ich erfahren, was Ihr hier zu suchen habt?", fragt er mich.

"Ich interessiere mich wahnsinnig für Architektur und die harmonische Gesamtkonzeption der Anlage. Ich habe auf Sybal einen ähnlichen Tempel besucht, der war natürlich viel kleiner. Aber die Struktur ist doch in den mathematischen Grundzügen die gleiche und spiegelt gut die Religion hinter der Macht ab", führe ich aus und lege alle meine Begeisterung darüber in mich selbst. Ich denke, der Mönch ist durchaus Machtsensitiv und ich meine schier zu spüren, wie er meine Gefühle erforscht. Da ich wirklich mich für solche Dinge begeistern kann, überlagern diese Emotionen meine wahren Absichten, für die ich mich wahrlich Schäme. Es sollte nicht notwendig sein, was ich hier tu und trotzdem gibt es wohl keine Alternative dazu. Mir gelingt es wohl, seinen Verdacht gegenüber mir zu zerstreuen und wir Fachsimpeln über die Struktur der Anlage. Leider sind das andere Pläne, aber ich komme so ohne Alarm davon.

Leider blieb mein Weggang nicht unbemerkt und die Priesterin scheint unsere finsteren Absichten zu ahnen. Letztendlich ist es eh nicht mehr notwendig, hier zu verweilen. Deswegen ist es auch nicht schlimm, als sie uns freundlich, aber bestimmt wieder ins Freie befördert. Sie wird sich melden, wenn die Hohepriesterin wieder da ist, falls wir mit ihr überhaupt noch reden möchten. Um den Schein zu wahren, wollen wir das natürlich auch weiterhin.

Zurück an Bord der "Vanguard" machen wir es uns in der Messe gemütlich, während draußen im Freien immer noch dieser seltsame Sturm tobt, der erst in einigen Metern Höhe zu spüren ist. Noch während wir unsere möglichen Optionen prüfen, kommt ein weiterer Comspruch von Moorbaa herein.

"Und habt ihr endlich die Codes?", fragt er, dabei sind noch keine zwei Stunden vergangen. Wahrlich, die mangelnde Geduld der Hutten ist nicht umsonst Sprichwörtlich. Wie kleine Kinder, die alles sofort auf der Stelle haben möchten.

"Wir arbeiten daran", meine ich dazu, da ich das antworten übernehme.

"Ihr seid immer nicht nicht fertig?" Seine Stimme klingt so ungläubig, als hätte ich behauptet, einen ausgewachsenen Kryat Drachen in meiner Jackentasche zu verstecken.

"Wie ich schon sagte, wir arbeiten daran!", sage ich mit so wenig Schärfe in der Stimme wie mir möglich ist. So langsam sehe ich einen Mord an diesen Hutten durchaus als eine in Frage kommende Option an.

"Gut, ich gebe Euch zwei weitere Stunden, dann schaffe ich unumstößliche Fakten!" Sein Tonfall ist eher der eines kleines Kindes, dass auf später vertröstet wird.

"Wir brauchen mindesten 48 Stunden", pokere ich in einem ruhigen Tonfall, als hätten wir alles vollkommen im Griff.

"Ich gebe Euch Versagern vierundzwanzig Stunden! Macht endlich mal was! Mein Vater wartet schon seit Ewigkeiten auf die Lieferung!" Die Verbindung wird unterbrochen. Gut, ich denke, wir schaffen es in zwölf Stunden. Also habe ich ausreichend Zeit heraus geschunden. Ich hoffe nur, der Hutte gibt uns wenigstens die, da ich nicht glaube, dass er es 24 Stunden lang warten wirklich aushält.

Wir schauen uns nun die topographische Karte an und ich kann nun das Archiv identifizieren. Ein kleiner Komplex im oberen Bereich des Berges etwa zehn Klicks von hier entfernt. Es gibt zwei Wege von hier dort hin. Allerdings können wir dem vom Tempel aus nicht nehmen, da wir durch das Areal müssten und die sehen uns wahrscheinlich, wenn wir es mit unseren Gleitern umfliegen. Zu Fuß kämen wir zwar wahrscheinlich unentdeckt im Schutze der Dunkelheit und das zerklüftete Gelände ausnutzend vorbei, aber wir wären zu lange unterwegs, da die Mehrheit der Crew sich eindeutig für unsere militärischen Rüstungen ausspricht.

Nakagos wirre Gedanken

Hier waren wieder mal die Würfel am Werk. Die Heimlichkeitsprobe habe ich mit sieben positiven Würfel, 2 Gelb, 3 Grün, 2 Blau, gegen einen Roten und zwei Lila nicht geschafft. Die Charmeprobe mit einem Gelben und einem Grünen gegen zwei Rote und zwei Lila dagegen schon. Deswegen wurde Lyra entdeckt, konnte aber sich mit ihrem charmanten Auftreten aus der Situation retten. Leider hat auch Shaka ihre Täuschungsprobe versaut, so dass wir dann schließlich heraus geworfen wurden.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #256 am: 09. April 2020, 16:41:57 »
Cresh

Letztendlich einigen wir uns auf eine oberirdische Annäherung von der anderen Seite mit Hilfe der "Vanguard". Dann nehmen wir unsere neuen Gleiter und testen sie im Gelände. Ich würde den langen Weg zu Fuß favorisieren, aber das Zeitlimit des Hutten und das Schutzbedürfnis meiner Kameraden steht dem im Wege. Es steht zu befürchten, dass Moorbaa die Geduld verlieren wird und selbst mit seinen Söldnern eingreift, dann ist eine Eskalation unabwendbar, da wir es nicht zulassen werden, dass Bürger der Neuen Republik abgeschlachtet werden. Nun gut, wir haben einen Plan.

Ich ziehe mich meine Kabine zurück, richte meine Ausrüstung und ziehe die militärische Rüstung an. Wenn das mal nur gut geht. Dann klemme ich mich hinter die Kontrollen des Piloten und es kann losgehen. Wir melden uns ab und starten. Im Tiefflug verlassen wir scheinbar das Areal und umkreisen weiträumig den Berg. Von dieser Seite aus sind die Turbulenzen viel stärker. Inzwischen ist es Nacht und Blitze aus dunklen Wolken erhellen die Berge um uns herum. Das ist ein ziemlich heftiger Sturm. Die Fallwinde sind unberechenbar und machen unser Schiff zu einem Spielball der Naturgewalten. Ich habe große Probleme, die "Vanguard" durch diesen Sturm zu steuern. Der ist definitiv nicht Natürlich. Angeblich soll hier ja in diesem Gebiet die Prüfung der Jünglinge stattfinden. Gehört das zum Ritual? Oder ist gerade etwas schrecklich schief gelaufen? So wie ich unser Glück kenne, ist natürlich was schief gelaufen und die Macht hat uns hier her gebracht, um das wieder gerade zu biegen.

Landen ist in diesem Areal ziemlich Trickreich. Ich versuche am Rande eines Talkessel zu landen, was aber nicht wirklich klappt. Das Gelände ist zu zerklüftet. Normalerweise würde ich jetzt abbrechen und zurück zu Plan A gehen und einfach das Archiv zu Fuß mit unseren Schleichrüstungen infiltrieren. Würde dieser verdammte Moorbaa und seine Söldnertruppe nicht in unserem Nacken kleben, wäre dass sicherlich eine vernünftige Alternative. Aber die Mehrheit ist immer noch für einen Aufstieg mit Militärrüstung und voller Kampfausrüstung, weil es durchaus sein kann, dass wir gegen Moorbaas Söldner kämpfen müssen.

So bleibt mir nichts anderes übrig, als unsere E-9 mit eingezogenen Landestützen aufzusetzen. Ich finde einen Ort mit einem Spalt, so dass die unten liegende Ionenkanone nicht abgerissen wird. Trotzdem knirscht es ganz schön, als ich aufsetze. Das waren mehr als nur ein paar Kratzer im Lack. Schätze mal, dass wird um die tausend Credits kosten. Nun gut, wir sind nun gelandet und weiter mit unserem Plan. Wir booten unsere Undicur Jumpspeeder aus und fahren in Kolone zu dem Tal, der den Anfang des Weges nach oben zum Archiv markiert. Der Talkessel ist voller steil herausragender Stelen, welche eine Landung unmöglich gemacht haben. Wir fliegen in die Senke und haben nun ebenen Grund unter uns. Hier ist es wieder fast Windstill, während nur mehrere Meter über uns ein heftiger Sturm tobt. Uns ist allen klar, dass dies definitiv nicht natürlich ist. Auch leuchten viele der Rubat-Kristalle in Unheil verkündeten Rot. Das sind absolut keine guten Vorzeichen.

"Nur fürs Protokoll, ich hab ein verdammt mieses Gefühl bei der Sache!", meine ich dazu, aber nun ist es zu spät für alternative Pläne. Das war es schon, als ich mich hab breit schlagen lassen, dass wir zuerst die Asche der Gefallenen quer über die Galaxis verteilen, bzw. abliefern. Ab diesem Zeitpunkt, als wir von Nar Shaddaa nicht direkt nach Phemis geflogen sind, haben wir nur gegen Friktion angekämpft. Auf der anderen Seite haben wir natürlich wohl Millionen von Menschenleben auf Isde Naha gerettet, aber trotzdem ist diese Situation momentan äußerst unerquicklich. Das miese Gefühl wird noch durch einen Scheiterhaufen verstärkt, der auf einem Gitter in der Mitte des kleinen Talkessel aufgeschichtet ist. Wahrscheinlich ist das für einen Toten gedacht und dies ist definitiv ein Friedhof.

Langsam in Kolone fliegen wir nun auf die Steile Treppe zu, die unter anderem zum Archiv dieses Tempels führt. Es handelt sich dabei um einen in den Fels geschlagenen Hohlweg mit bis zu dreißig Schritt hohen steilen Wänden auf jeder Seite. Aber da er in etwa drei Schritt breit ist, haben wir keine Probleme, diese enge Stelle mit unseren Gleitern zu passieren.

Schließlich kann ich eine Lebensform vor uns in etwa 80 Schritt Entfernung scannen. Wir steigen ab und ich ziehe meine Dragoner, klappe den Schaft aus und stelle sie auf Betäubung. Vorsichtig, uns gegenseitig Deckung gebend, rücken wir, wie es im militärischen Handbuch steht, vor. Schließlich sehen wir einen am Boden liegenden Körper. Ein Halbwüchsiger Jüngling, wahrscheinlich einer der Prüflinge. Er bewegt sich noch, aber die Blutspur, die er auf seinen Weg von oben nach unten hinterlassen hat, sieht nicht gut aus. Weitere Lebensformen kann ich nicht erfassen. Was immer den jungen Menschen erwischt hat, ist nicht hier. Eilig rücken wir nun vor. Während ich sichere, versuchen Scav und Edna Erste Hilfe zu leisten.

"Es tut mir so Leid!", meint der Dunkelhaarige Junge und erschlafft dann. Mit nur einem geübten Blick stelle ich seinen Tod fest. Wenn man unzählige Wesen an Kampfverletzungen hat sterben sehen, hat man irgendwann ein Gefühl dafür, wer tot und wer nur bewusstlos ist. Der arme Junge tut mir durchaus Leid.

"Kein Puls! Zu starker Blutverlust! Wir sind definitiv zu Spät für Rettungsmaßnahmen!", meint Scav lapidar. Nun tausche ich mit Edna die Position und schaue mir die Leiche näher an. Bauchwunde, Eintrittswunde vorne, Austrittswunde hinten. Verbrennungen an beiden Punkten. Innerlich verblutet. Ich tippe auf ein Lichtschwert, da Blasterwunden beim Eintritt einen größeren Krater mit verbrannten Fleisch hinterlassen. Lichtschwerter arbeiten da sauberer. Der Junge hat Schwielen an den Händen, wenn man mit Waffen mit Griff intensiv trainiert oder harte Arbeit verrichtet. Die Jünglinge im Tempel hatten aber nicht so ausgesehen, als ob sie Tagsüber schwere Arbeit vernichten müssten.

Wir folgen einfach mal der Blutspur, was nicht schwer ist und sie endet nach etwas über hundertdreißig Schritten. Auf dem Boden liegt ein Lichtschwert mit ein paar einfachen geometrischen Verzierungen. Ich achte darauf, es richtig herum zuhalten und aktiviere es. Surrend baut sich eine rote Klinge auf. In dem Moment spüre ich, wie sich eine bösartige Entität regt und seine Sinne auf mich richtet. Als würde ich gerade markiert werden. Das ist aber nicht das Schwert selber, sondern das kommt von über uns. Die Grobe Richtung kann ich spüren, aber nicht die Entfernung.

"Elf Uhr, weit über uns. Stellung!", meine ich, deaktiviere das Lichtschwert und wir huschen so gut es geht am Rand in Deckung. Ich wechsele auf mein DLT-19D und versuche durch das Sichtsystem meines Zielfernrohres irgend einen Gegner zu entdecken. Fehlanzeige! Allerdings werden wir auch nicht beschossen.

"Ich kann nichts sehen", meint Edna und erntet dafür ein paar Lacher, da er als Hapaner eh nie was im Dunkeln sehen kann. Ich bemühe ein weiteres mal meinen Scanner, aber die Daten sind widersprüchlich. Für ein paar Sekunden habe ich mehrere Lebensimpulse, die dann verschwinden um im nächsten Moment ganz wo anders wieder aufzutauchen. Der Scanner wird durch diesen Elektromagnetischen Sturm definitiv massiv gestört.

"Gehen wir zurück zu den Gleitern und fliegen weiter", meine ich nach mehreren Minuten stupiden Wartens. Also lassen wir uns zurückfallen. Als wir an der Stelle ankommen, wo der tote Junge lag, müssen wir feststellen, dass seine Leiche fehlt. Was hat das jetzt wieder zu bedeuten? Bange gehen wir zu unseren Gleitern, die so da stehen, wo wir sie auch zurück gelassen haben. Wir schauen nach Sprengfallen oder anderen Gemeinheiten, können aber nichts entdecken. Dafür habe ich jetzt definitiv eine Wärmequelle auf dem Scanner und kann visuell auch einen Feuerschein unten im Tal ausmachen. Nach kurzer Beratung siegt unsere Neugier und wir fahren wieder zurück zum Friedhof. Mal sehen, was uns da erwartet.

Nakagos wirre Gedanken

Das Phemis einst eine Welt des Jediordens war, ist offiziell. Der Tempel an sich und die ganze Anlage hat sich unser Spielleiter ausgedacht.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #257 am: 12. April 2020, 15:18:33 »
Dorn

In der Mitte des Friedhofes lodert der Scheiterhaufen. Eine Leiche, wahrscheinlich die des toten Jungen, liegt in der Mitte des Holzstapels. Wer auch immer das Feuer entzündet und die Leiche dort oben drapiert hat, ist nicht zu sehen. Wer immer das war, muss sich schon schier auf dem Friedhof befunden haben und muss es noch tun. Mein Scanner zeigt aber mal wieder nichts an, was auf eine Lebensform schließen würde. Derjenige kann natürlich auch eine entsprechende Rüstung tragen, haben wir ja auch in unserem Arsenal. Oder der große Unbekannte kann gut genug klettern, um die steilen Wände zu überwinden und hat ihm schwer zugänglichen Gelände sich versteckt. Da es sich bei dem, der den Scheiterhaufen entzündet, womöglich auch um dessen Mörder handelt, beschließen wir, trotzdem den Friedhof zu durchsuchen, auch wenn es Zeit kostet und momentan mehr als nur Kontraproduktiv ist. Wir bilden zwei Teams, Edna und Shaka, Skav und ich. Wir haben unsere schweren Waffen im Anschlag und beginnen nun getrennt den Friedhof am Rand entlang abzuschreiten.

Schnell wird klar, dass sich hier keine Spalten befinden, wo sich ein menschengroßes Wesen verstecken könnte. Einige der Stelen, die teilweise mit inzwischen rot leuchtenden Kristalladern durchzogen sind, dürften groß genug sein, um sich dahinter zu verstecken. Nachdem wir uns wieder am gegenüberliegenden Ende des Tales vereinigt haben, durchsuchen wir vorsichtig in Formation mit abwechselndem Sichern und Vorrücken das Innere des Areals. Leider ist nichts zu finden. Unter dem Scheiterhaufen ist eine Grube, aber da auf dem Gitter sich der brennende Holzstapels befindet, dürfte dies kein Ort für ein praktikables Versteck sein. An der Treppe gibt es noch einen Gulli, der das Wasser dort abfließen lässt. Aber der Durchmesser ist auch hier für einen normal gewachsenen Menschen zu klein.

"Ein Wort mit X, dass war wohl Nix!", rufe ich frustriert auf und wir haben fast eine weitere halbe Stunde verloren. "Wer immer das war, den finden wir nicht mehr. Konzentrieren wir uns auf unsere Mission!"

Ohne große Diskussion verlassen wir den uralten Friedhof der Jedi und fliegen wieder den gut geschützten Hohlweg nach oben. Dieses mal kommen wir ohne weitere Zwischenfälle in Form von Kinderleichen voran. Wir überwinden einen Höhenunterschied von etwa 400 Schritten, als wir zu einer Abzweigung kommen. Gerade aus geht es laut Plan in einen Tunnel, der unter anderem zum Tempel führt. Aber über einen großen Umweg auch an die Bergspitze oder das Archiv. Aber die Abzweigung führt eher in Richtung des Archivs. Also biegen wir hier rechts ab. Dieser Weg ist deutlich schmaler. Ich nehme an, dass auf dem Weg zum Friedhof die sterblichen Reste mit einer Prozession hin gebracht wurden, so dass ein breiter Weg wegen den Trägern notwendig ist. Hier ist das nicht der Fall und teilweise kommen wir mit unseren Jumpspeedern gerade so durch immer wieder auftauchende Engpässe.

Derweil ist der Sturm über uns deutlich stärker geworden. Hier und da sind rot leuchtende Kurast-Kristalle in den Wänden auszumachen. Das rote Leuchten verheißt nichts gutes, besonders da wir ja schon ein rotes Lichtschwert bei dem sterbenden Jüngling gefunden haben. Was immer hier auch vorgeht, es wird unsere Mission massiv behindern. Und vielleicht ist es auch an der Zeit zu realisieren, dass es vielleicht sogar noch etwas deutlich wichtigeres hier zu tun ist, als diese verdammten Codes für den Fierfek von Wattoo zu besorgen.

Nach der Überwindung von etwa hundert Schritt Höhenunterschied erreichen wir ein weiteres in der Karte eingezeichnetes Areal. Das Symbol hat ähnlich wie ein Teller ausgesehen und kommt der Topographie dieses Ortes ziemlich nah. Vor uns ist ein fünfzehn Schritt durchmessender Kessel. Im Zentrum befindet sich eine Art kreisrundes Becken. Die Umrandung ist mit einem verwirrenden Geometrischen Muster verziert. Spontan würde ich das für einen Ort für meditative Übungen halten. In dem Becken treiben zwei weitere Leichen, eine Junge und ein Mädchen von etwa vierzehn Standardjahren in den typischen Jünglingsroben. Aber was wirklich meine Aufmerksamkeit fesselt ist das etwa dreieinhalb Schritt hohe Wesen, dass wie eine äußerst bedrohliche Mischung aus Wolf und Rancor aussieht. Es geht auf vier mit riesigen Klauen bewehrten Beinen mit zu vielen Gelenken. Der Kopf ist langgezogen mit einem Maul, dessen gebogene Reißzähne viel überdimensioniert sind. Es wirkt nicht wirklich stofflich, da es aus einer Art massiven Nebel zu bestehen scheint. Auf alle Fälle kann es mit der Umwelt interagieren, denn sein Anwesenheit bringt das Wasser im Teich zu kochen. Und was wohl der wichtigste Punkt ist, es hat uns zum fressen gern. Allerdings ist es nicht die Entinität, die mich als primäres Ziel markiert hat.

Der Geisterwolf öffnet sein Maul und ein roter Kugelblitz schießt hervor, trifft Shaka, die von den Beinen gerissen und gegen die Felswand geschleudert wird. Rotes Elmsfeuer tanzt auf ihrer Rüstung. Wäre die nicht gegen Ionenstrahlung geschützt, hätten wir wohl nun eine in der Rüstung geschmorte Twi´lek. Aber davon lassen wir uns nicht beeindrucken. Ich würde gerne mit dem Wesen reden, allein um zu erfahren, um was für eine Art von Kreatur es sich dabei handelt. Grob geschätzt dürfte das wohl eine Schöpfung der Sith sein. Nicht weil ich davon je etwas gelesen hätte, sondern weil ich diesen Dunklen Machtanwendern einfach jede Sauerei zutraue. Und so eine Machtkreatur ist doch genau deren Ding.

Aber da ich denke, dass dieses Wesen eh nicht reden wird, selbst wenn es könnte, richte ich mein DLT-19D auf den Kopf der Kreatur und ziehe Sauber ab. Leider trifft nur ein Schuss meiner Garbe, der Rest flitzt hoch in den Sturm. Scav und Edna orientieren sich links von mir und eröffnen das Feuer. Auch sie treffen die Kreatur. Die mag das nicht so, macht einen Satz vor und ein wuchtiger Hieb wirft Scav gegen die Wand, während Edna nur oberflächlich getroffen wird, da der massive Droide dem Prankenhieb viel an Wucht genommen hat. Es knallt durchaus schmerzhaft, als der Körper von Scavangerbot feststellen muss, dass Fels nicht nachgibt.

Shaka rappelt sich wieder auf und schießt die Kreatur mit einem sauberen Kopfschuss um. Kaum fällt sie zu Boden, löst sich der mutmaßliche Sith-Geist einfach auf. Das Wasser ist inzwischen komplett verdunstet und nur noch die zwei Leichen liegen da. Dazu noch zwei Lichtschwerter mit ebenfalls roten Klingen. Die wandern recht schnell in verschiedene Taschen. Das Mädchen ist von einem Schwerthieb getötet worden. Quer über den Körper mit einem Überkopfhieb von einem Rechtshänder würde ich meinen. Der Junge ist von einigen großen Klauen getroffen worden. Multiple Schnittwunden, dazu zertrümmerte Knochen und massive innere Verletzungen, was man gut an seinen heraushängenden Gedärmen und offenen Brustkorb erkennen kann. Er muss bei diesen massiven Verletzungen sofort tot gewesen sein. Die Leichen sind inzwischen aufgedunsen und gar kein schöner Anblick.

Momentan deuten die Hinweise darauf hin, dass dieser Tempel der Kirche der Macht massiv unterwandert ist. Ein abtrünniger Jüngling ist bedenklich, aber jetzt sind es schon drei. Wahrscheinlich ist die gesamte Gruppe korrumpiert und wahrscheinlich auch die Hohepriesterin. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass es ihr entgangen ist, dass ihre Abschlussklasse zur Dunklen Seite konvertiert ist. Weiter gibt es hier nicht zu entdecken. Wir kehren zu unseren Jumpspeedern zurück und fliegen weiter nach oben den Hohlweg entlang.

Nachdem wir ein kurzes Stück voran gekommen sind, bebt auf einmal die Planetenoberfläche. Zuerst kommt es nur zum Steinschlag, dann zu einem Steinregen und anschließend zu einem regelrechten Steinrutsch. Das wird nicht einfach werden, dem auszuweichen!

Nakagos wirre Gedanken

Die Sith-Geister hat sich unser Spielleiter selber ausgedacht. Auf alle Fälle sind das durchaus fordernde Gegner.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #258 am: 14. April 2020, 17:30:27 »
Esk

Eine regelrechte Gerölllawine kommt den engen Hohlweg entlang direkt auf uns zu. Von oben prasseln Felsbrocken herab. Ich lasse meinen Jumpspeeder einen Satz nach oben machen und weiche dabei den von oben herunter rollenden Steinen gekonnt aus. Hinter mir kann ich wilde Flüche hören, dann das bersten von Metall und wie insgesamt 9000 Credits sich in einen Haufen Schrott verwandelt. Nicht gut!

Schließlich kommt die Lawine aus teilweise ordentlich großen Brocken zur Ruhe. Ich bin die einzige, die sich noch auf ihrem Undicur Jetbike hält. Alle anderen sind von Geröll begraben. Als erstes suche ich nach Scav, weil dieser der Stärkste von allen ist und er mir am Besten bei der Bergung der anderen Crewmitglieder helfen kann. Ihn zu finden ist nicht schwer, da ein Arm aus dem Geröllhaufen herausragt. Ihn da rauszubekommen ist schon etwas schwerer. Aber da er selbst so gut wie möglich mithilft, bekomme ich ihn schließlich frei. Meine Rüstung ist nun voller Staub, aber das ist ein kleiner Preis im Gegensatz zu dem, was die anderen bezahlen müssen. Edna gelingt es derweil, sich selbst zu befreien. Nun graben wir gemeinsam die arme Shaka aus, die ziemlich tief verschüttet ist.

Angeschlagen, aber durchaus noch kampffähig, setzen wir unseren Marsch weiter nach oben fort. Wir kommen an eine weitere Abzweigung und orientieren uns nach rechts, da dieser Weg direkt zu dem Archiv führt. Die Treppen sind steil in den Fels gehauen und es ist hier zu windig, um mit dem Gleiter zu fliegen. Wahrscheinlich käme ich gut oben an, aber die deutlich langsameren Fußgänger bestimmen das Tempo. Also stelle ich den Undicur in einer Nische ab und wir beginnen den steilen Marsch nach oben. Nach etwa einer weiteren halben Stunde sind wir oben. Diese unregelmäßig hohen Natursteinstufen sind nicht bequem zu besteigen. Der Weg zum wissen war selten beschwerlicher.

Nun sind die oberirdischen Strukturen des Komplexes vor uns zum greifen nahe. Das Archiv befindet auf einer Art Vorsprung, auf zwei Seiten fällt der Berg steil ab, auf der dritten Seite ragt er steil nach oben und nur auf dieser Seite ist eine Annäherung möglich. Im Vorfeld gibt es einen kleinen Landeplatz aus Naturstein für Shuttles, Wolkenwagen oder Gleiter. Ebenso für eine Antigravplattform, die sich aber nicht auf dieser Ebene befindet. Der Eingangsbereich ist ein Torhaus mit zwei aus Bruchstein errichteten Kuppeltürmen, auf denen je ein leichter Vierlingslaser montiert ist, der nicht nur FLAK-Fähig ist, sondern auch für den Bodenkampf eingesetzt werden kann. Über dem Tor ist das Symbol der Jedi angebracht, oder  besser gesagt, war es mal, da es brutal zerstört wurde und sich nur noch erahnen lässt. Das massive Tor aus Durastahl steht offen, zwei blau gerüstete Körper liegen Regungslos auf dem Boden. Da einer davon in einer großen Blutlache liegt und mein Scanner der Meinung ist, dass hier keine Lebensformen zu sehen sind, müssen wir davon ausgehen, dass sie tot sind.

Vorsichtig nähern wir uns dem Gebäudekomplex an und sehen nun auch den Bereich im Torhaus, wo zwei weitere Leichen liegen, wie eine kurze Untersuchung zu Tage fördert. Alle wurden auf unterschiedliche Art getötet, was auf mehrere Angreifer schließen lässt. Ich hoffe mal, dass dies nicht das Werk von Moorbaas Söldnern ist. Aber da auch wieder Wunden von Laserschwertern zu sehen ist, dürften andere Erklärungen wie korrumpierte Schüler und Sith-Geister wahrscheinlicher sein.

Hinter dem Torhaus ist ein kleiner Innenhof, dann kommt ein großer Kuppelbau. Auch hier steht das Tor offen. Dahinter ein gediegen eingerichteter Lesesaal. Aber keine Regale mit Büchern, Holocrons oder ähnlichen Medien. Es gibt einen weiteren Ausgang, der zu einem Hof führt, an dessen Außenbereich sich runde Gebäude aufreihen. Dem Aussehen nach zu urteilen dürfte es sich um Unterkünfte und weitere Infrastruktur handeln. Diesen Bereich ignorieren wir. Es gibt eine Theke mit offenen Zugang, dahinter ein Fahrstuhl und eine offene Treppe, die nach unten in die Tiefe führt.

Wir nehmen die Treppe nach unten, die quasi an der Wand entlang läuft. Nach einer Umdrehung kommen wir an ein Panzerschott an, dass sich in einem runden Raum befindet, wo auch der Fahrstuhl landet. Hier befindet sich eine Sicherheitsschleuse, die aber geschlossen ist. Es gibt einen Handabdruckscanner.

"Scav! Dein Know How ist gefragt", meine ich und helfe ihm so gut wie möglich, während Shaka und Edna Wache stehen. Es gibt einen Wartungszugang für Updates, in den sich Scav einstöpselt. Das System entpuppt sich als sehr hochwertig und leider auch als eine Nummer zu groß für unseren sonst sehr versierten Scavangerbot 523.

"Fierfek!", fluche ich verhalten vor mich hin und blicke auf die eingeblendete Missionszeit. Friktion ist bekanntlich Fakt bei einer militärischen Operation. Aber was wir für Probleme bis jetzt hatten, von den wir einige durchaus mit verursacht haben, ist nicht mehr normal. Aber wie meine Mutter immer sagte: Jammern über verschüttete blaue Bantha Milch bringt nichts!

"Nun gut, probieren wir es doch einfach mal mit dem neuen Werkzeug, was wir bei Caruso erbeutet haben", meine ich kurzerhand. Shaka plappert irgend etwas, was ich aber ignoriere. Ich öffne das Gehäuse und versuche durch eine alternative Überbrückung einen Öffnungsimpuls herbei zu führen.  In dem Moment beginnen sich hörbar die Riegel zu lösen.

"Prima!", meint Edna erfreut.

"Das war ich nicht! Ich bin noch nicht fertig! Stellung!", meine ich dazu nur und greife zur Dragoner, da die einen Betäubungsmodus hat. Während ich mich in den toten Winkel kauere, mache ich die Waffe kampfbereit. Die Tür öffnet sich komplett und drei Senatswachen kommen mit ihren DC-15 im Anschlag heraus. Shaka springt auf, nachdem sie ihr Gesicht mit Holofeld verändert hat und stellt sich den Wachen. Nun bliebt uns nichts anderes übrig, als uns auch zu enttarnen. Eine autoritäre Stimme aus dem Innern des Archivs donnert: "Senkt alle die Waffen und lasst uns in Frieden reden!"

Bevor ich es überhaupt realisiere, habe ich meine Waffe gesenkt, wie auch alle anderen. Aus dem Innern tritt nun ein Mann mit einer weißen Augenbinde etwa Mitte Vierzig. Die Person ist gekleidet wie ein Mönch der Kirche der Macht. Aber das ist definitiv kein Laie, denn in seiner Stimme ist die Macht.

"Wir sind keine Sith!", meint Shaka ehrlich.

"Dessen bin ich mir durchaus bewusst", erwidert der Mönch. Wahrscheinlich kann er unsere Auren lesen, aber Darth Sidious konnte auch den Hohen Rat der Jedi samt Großmeister Yoda täuschen. Offensichtlich ist dieser Fakt nicht jedem Machtanwender der Hellen Seite bewusst. Aber egal, wir sind nicht hier um klugzuscheißen, sondern um eine Mission zu erfüllen.

"Was ist hier eigentlich los? Wir haben eine seltsame Machterscheinung gesehen und drei tote Jünglinge mit roten Schwertern. Ist die Kirche von den Sith unterwandert?" Manchmal ist Angriff die beste Verteidigung. Dadurch, dass ich Vorwürfe in den Raum werfe, lenke ich von der Frage ab, was zum Fierfek wir hier zu suchen haben. Und dieses Manöver gelingt.

"Nein, die Bedrohung kommt von außerhalb. Ein Iktotchi namens Szass ist es gelungen, einige Jünglinge zur Dunklen Seite der Macht zu verführen. Ich befürchte für Hohepriesterin Vasima das schlimmste!"

"Gut, wie können wir helfen?", frage ich einfach ganz rotzfrech, als wäre es das natürlichste auf der Welt, hier mitten in der Nacht in einem abgesperrten Bereich herum zu lungern.

"Hier befinden sich drei Jünglinge, die Standhaft geblieben sind und sich hier retten konnten. Und dazu noch ein Jüngling, der wohl an die Dunkle Seite verloren ist, aber den wir überwältigen konnten. Aber neben dem Iktotchi befinden sich noch Sith-Geister hier. Ein Exemplar ist besonders gefährlich."

"Einen dieser Geister haben wir schon erledigt", meine ich dazu nur. Und der war recht heftig. Einen längeren Abnutzungskampf gegen solch formidable Gegner werden wir nur schwerlich durchstehen können.

"Es wäre von Vorteil, wenn wir alle diesen Berg verlassen würden", schlägt der Mönch durchaus vernünftig vor.

"Dieser Elektromagnetische Sturm, ist das eine Teufelei der Sith?", frage ich weiter, um mehr Informationen zu bekommen.

"Ich befürchte es."

"Nun gut, es wäre uns eine Ehre, Euch und Eure Schutzbefohlenen nach Unten in Sicherheit zu geleiten, wo unser Raumschiff gelandet ist", biete ich einfach mal ganz frech an. Zum einen bringen wird die Leute aus dem Gefahrenbereich, ziehen vielleicht ein paar Sith-Geister an und haben danach die Zeit, das Archiv in aller Ruhe ungestört nach Hinweisen auf den Krustenknacker zu durchsuchen.

Nakagos wirre Gedanken

Das sich die Jumpspeeder schon bei ihrer ersten Bewährungsprobe in einen Haufen Schrott verwandeln war schon frustrierend. Aber wenigstens haben sich Lyras Pilotentalente hier mal richtig bezahlt gemacht.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #259 am: 16. April 2020, 13:48:44 »
Forn

Mein Vorschlag wird angenommen. Wir bilden eine Kolonne. Die Crew der Vanguard übernimmt die Spitze, dann der Mönch mit dem Namen Avino Somna samt Jünglinge und als Nachhut die Senatswachen. Das Unwetter hat inzwischen draußen zugenommen und manch heftige Böe legt es darauf an, die Jünglinge von der Treppe zu wehen. Auf alle Fälle ist eine der Bergspitzen, wo sich der Schrein der Prüfungen befindet, ständig von roten Blitzen um zuckt. Ich habe keine Ahnung, was die da oben treiben. Aber eines dürfte Sicher sein, es ist nichts Gutes!

Wir kommen unbehelligt bis zum Becken der Meditation. Ich kann das Böse dort spüren, bevor es sich manifestiert. Der "Jäger" hat mich gefunden. Oder besser gesagt, er denkt, hier wäre ein guter Ort um Vernichtet zu werden.

"Bleibt zurück! Überlasst ihn uns!", rufe ich den Mönch zu, da ich nicht will, dass er sich in Gefahr begibt. Das Becken hat sich inzwischen wieder mit Wasser gefüllt, Nebel wallt darauf und formt sich zu vier Körpern. Todestruppler! Einer davon trägt eine Hellebarde. Für einen kurzen Augenblick erstarre ich, obwohl mir klar ist, dass dies nicht meine kleine Schwester Eloy ist. In mir ist nur der Wille so stark, nicht gegen sie zu kämpfen, dass es mich lähmt.

"Das ist nicht deine Schwester!", ruft Shaka, als ob ich das nicht wüsste. Aber es hilft, mich zu fokussieren und auf das Jetzt zu konzentrieren. Und nicht auf die Vergangenheit, wo ich mir massive Gedanken darüber gemacht habe, meine Schwester zu retten.

"Komm her!", rufe ich zum schwarz gerüsteten Krieger mit Hellebarde und wechsle auf "Scharfrichter", meinem zweihändigen Vibroschwert mit der leicht gekrümmten Klinge. Die Waffe ist perfekt ausbalanciert und ich blende die Umgebung soweit wie möglich aus. Shaka erinnert uns, für was wir kämpfen und eine gewisse Zuversicht breitet sich in mir aus. Während die anderen sich verteilen uns sich ihren Gegnern stellen, springt mich der Todestruppler mit der Hellebarde an. Er ist schnell, rote Flammen umzüngeln wie Elmsfeuer die Klingen der Waffe. Ich pariere seinen wuchtigen Hieb und werde dabei einen Meter zurück gedrängt, soviel Wucht war hinter diesem Schlag.

Sofort mache ich einen Ausfallschritt nach Links und greife mit einem wuchtigen Hieb an. Zwar durchdringe ich seine formidable Verteidigung, aber ich denke, ich mache nicht viel Schaden. Skav flankiert nun den Hellebardenträger, aber seine Axt durchschneidet harmlos nur Nebel. Ähnlich wie bei mir. Das wird um einiges länger dauern als zuerst Gedacht. Sofort setze ich nach, da sich nun endlich eine Lücke aufgetan hat. Dieses mal habe ich das Gefühl, dass es dem Nebel etwas ausmacht. Aber ich war zu Forsch und werde im Gegenzug getroffen. Meine militärisch hochwertige Kampfrüstung nimmt dem Schlag den Großteil seiner Tödlichkeit, trotzdem knacksen ein paar meiner Rippen unangenehm. Als Scav versucht ihn in die Zange zu nehmen, löst er sich einfach auf. Im nächsten Moment stehen wir im Feuer eines Repetierblasters. Auch wenn diese Wesen nur aus Rauch sind, ihre Waffen sind es nicht. Gerade so kann ich zuerst den Blastergeschossen ausweichen, werde aber getroffen, als ich dem Gegner nachsetze, der sich nun hinter Skav materialisiert und dem Droiden von hinten so schwer trifft, dass Skav an mir vorbei geschleudert wird.

Ich weiche dem schnell auf mich zukommenden Droiden aus, um nicht von ihm begraben zu werden und laufe stattdessen in ein Blastergeschoss des Repetierblasters. Das hat weh getan. Aber ich lasse mich nicht ablenken und greife den Kämpfer mit der Hellebarde ein weiteres mal Kraftvoll an. Dieses mal erwische ich ihn richtig gut und spalte seine Gestalt in zwei Hälften. Eine leere Rüstung und eine Hellebarde fallen zu Boden. Die anderen Figuren waren wohl nur Aspekte seiner selbst und lösen sich auch auf.

"Puh!", rufe ich aus. "Alles OK bei Euch?" Shaka hat es schlimmer erwischt und braucht erst einmal erste Hilfe von Edna und Skav. Wir anderen sichern das Becken, aber keine weiteren Sith-Geister greifen an, was durchaus positiv zu bewerten ist. Blitze umzucken unverändert den Schrein der Prüfungen, aber was immer das auch für ein Phänomen ist, stärker ist es nicht geworden. Aber leider auch nicht schwächer.

Es dauert eine weitere Viertelstunde, bis Shakas Wunden versorgt sind. Ein Nachteil unserer neuen Rüstungen ist, dass man diese zuerst zum Teil ausziehen und nach der Behandlung wieder anlegen muss. Und das dauert eben. Aber Zeit spielt eh keine Rolle mehr. Moorbaa wird die Geduld noch vor dem Ablauf der vierundzwanzig Stunden verlieren. Es ist nur noch die Frage, wie wir verhindern, dass es zu einem Massaker kommt und wenn ja, wie wir uns dann verhalten. Über die Gründe für diesen Schlamassel muss ich mir ja keine Gedanken mehr machen, dass ist abgehakt, nur wie wir damit umgehen, dass ist jetzt die Frage.

Schließlich ist die Pause vorbei. Skav nimmt die Hellebarde mit und ich verteile die Rüstung auf die Jünglinge, da wir jede Rüstung für unsere Miliz gut brauchen können, besonders solch qualitativ Hochwertige.

Der weitere Abstieg gelingt nun Problemlos und wir erreichen den Friedhof. Der Scheiterhaufen ist inzwischen abgebrannt und nur noch das verkohlte Skelett des toten Jungen liegt dort auf dem Gitter. Ein weiteres Opfer der Sith, deren Stärke nun mal die Verführung ist und selbst unsere Besten sind ihren Verlockungen nicht immer gefeit.

Wir haben nun das Problem, die Steilwand zu überqueren. Das ist ein Job für Edna und mir, da wir ja Jetpacks auf dem Rücken mit uns herum schleifen. Also befördern wir nach und nach alle unsere Schutzbefohlenen nach oben zu einer Position, wo es einen begehbaren Weg zur "Vanguard" gibt. Das sind nur knapp hundert bis hundertzwanzig Schritt, dass schaffen die hoffentlich auch allein. Ich gebe RD79 die Erlaubnis, diese Leute an Bord unseres Schiffes zu lassen und sie zu versorgen. Besh 42 kann sie sich durchaus mal anschauen und behandeln.

Damit wäre das Problem gelöst und wir begeben uns ein weiteres mal in den Hohlweg. Hoch ist das deutlich kräftezehrender als runter. Auf dem langen Weg nach oben, diskutieren wir unsere Optionen. Eine Möglichkeit wäre, sofort zum Archiv und den Sith das tun zu lassen, was er auch immer vorhat. Aber diese Option wird einstimmig verworfen, musste aber zur Sprache gebracht werden. Also müssen wir zum Schrein der Prüfungen. Da gibt es zwei Wege. Einmal über das Archiv, da sich dort noch eine Antigravplattform befindet, bzw. eine Station dafür. Die Plattform selbst ist im Krähennest, einen weiteren Meditationsort in schwindelerregender Höhe, mit sicherlich einem grandiosen Ausblick. Jemand müsste erst hochklettern oder fliegen, um die Plattform herunter zu holen. Wir sind uns schnell einig, dass dies zu gefährlich ist, da der Sturm durchaus Elektronik beeinträchtigen kann und ich denke nicht, dass der Repulsorlift der Plattform besonders isoliert ist.

Letztendlich bleibt uns nichts anderes übrig, als über den Schrein der Lehrmeister einen großen Umweg zu machen. Wie gesagt, der Faktor Zeit ist eh abgelaufen. In angemessener Geschwindigkeit rücken wir nun vor. Wieder übernehme ich die Spitze, der Rest folgt mir auf dem Fuß. Das Geröllfeld ein drittes mal zu überqueren hat schon beinahe etwas tragisch komisches. Aber wir schaffen das, ohne das sich jemand einen Knochen bricht. Dann biegen wir links ab und folgen einem schmalen Pfad, der nur wenige Höhenschwankungen hat am Rand eines Ausläufers entlang, bevor wir eine steile Treppe erreichen, die zum Schrein der Lehrmeister führt. Mal sehen, was uns da erwartet.

Nakagos wirre Gedanken

Das typische hin und her. Aber der Kampf war gut.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #260 am: 19. April 2020, 14:44:49 »
Grek

Der Schrein der Lehrmeister erwartet uns am Ende der steilen Treppe. Am Ende des Hohlweges gibt es eine Pforte, die einst mit einem Tor aus reich verziertem Durastahl verschlossen war. Das Zeichen der Jedi wurde mit wütenden Hieben zerstört. Auf dem vor uns liegenden Plateau liegt ein langgezogener Bau, der mit einem Säulengang umrandet ist. Das Tor ist offen, dahinter sind zwanzig Jünglinge verschiedener Spezies in den typischen Roben der Jedi zu sehen, die eifrig mit Lichtschwertern üben. Beaufsichtigt werden sie von einem älteren männlichen Menschen mit grauem Haarknoten. Da alle Personen leicht durchscheinen, handelt es sich offensichtlich um Geister oder eine Projektion.

Am liebsten würde ich ja dem ganzen ausweichen, aber es sieht so aus, als müssten wir durch diese Halle, der Bergrücken hier links und rechts steil nach unten fällt und der Weg hinter der Halle weiter führt. Prophylaktisch hänge ich schon mal mein DLT-19D um und ziehe mein zweihändiges Vibroschwert "Scharfrichter". Ich denke nicht, dass wir friedlich diese Halle durchqueren werden, da die Klingen der Jünglinge alle in Unheil verkündeten Rot leuchten, was die Erscheinung der haltenden Personen kontaktiert.

Trotzdem schreite ich weiter an der Spitze verbleibend in den Raum, die Jünglinge üben unbeeindruckt weiter, aber der Lehrmeister, der in seiner hellbraunen Tunika wie ein Jedi aus dem Bilderbuch aussieht, kommt auf mich zu. Das Gesamtbild seiner Erscheinung wird nur durch die rote Klinge seines Lichtschwertes gestört. Ohne Vorgeplänkel greift er mich an. Nun gut, er hat es so gewollt. Ich weiche seinem Hieb aus und treffe ihn gut. Mein Schwert saust einfach durch und einer der Jünglinge verschwindet. Damit ist klar, dass dies ein Kampf mit mindestens einundzwanzig Treffern werden wird. Nur dass ich nicht so viele Gegentreffer aushalte. Shaka motiviert uns. Skav und Edna schlagen ebenfalls auf den alten Jedi ein. Jeder Treffer löscht einen weiteren Jüngling aus. 

Wie üblich hat Shaka keinerlei Skrupel auf kleine Kinder zu schießen. Während wir mit dem alten Meister kämpfen, erledigt sie einige der Kinder. Derweil tanzen wir mit dem Meister einen tödlichen Tanz. Seine Bewegungen sind knapp und kräftesparend. Der Mann weiß, wie man kämpft. Aber das wissen wir auch. Und wir alle haben in den letzten Monaten verdammt viel praktische Erfahrung sammeln können. Mehrmals gelingt es dem Meister, meine Verteidigung zu durchbrechen, aber das Cortosisgeflecht meiner Rüstung bewahrt mich vor dem schlimmsten. Ohne diesen Schutz wäre ich recht schnell zu Schaschlik verarbeitet worden. Nachdem nur noch vier Jünglinge übrig sind, schickt er diese in den Nahkampf, wo sie recht schnell einsehen müssen, dass sie gegen Skav und Edna keine Chance haben. Ich ignorieren den meinen und erledige ihn, in dem ich den Meister ein weiteres mal treffe. Unspektakulär löst er sich auf und ein Lichtschwert fällt zu Boden. Sofort hechtet Shaka dorthin und krallt es sich. Auf dem ersten Blick ist zu sehen, dass es wertvoller ist als die anderen, da es reicht mit Bronzinium verziert ist. Soll sie es haben, wenn es sie Glücklich macht.

Wir haben alle etwas abbekommen, aber nichts, was man nicht mit einem Stimpack heilen kann. Nachdem wir die Halle und den Bergrücken überquert haben, geht es in den nächsten Hohlweg nach oben. Der Sturm tobt hier stärker und wir sind froh, dass wir gut im Hohlweg vor den Böen geschützt sind. Der Weg windet sich in Serpentinen immer weiter nach oben, bis wir eine Antigravplattform erreichen. In einem Kamin ist ein Notaufstieg in den Felsen gehauen. Da sind wir halbwegs von den Winden geschützt. Da wir in der Benutzung der Plattform keine praktikable Alternative sehen, bleibt uns nichts anderes übrig, als die Klettertour durch den engen Kamin zu wagen.

Wieder übernehme ich die Spitze. Die Kletterhilfen sind zwar alt, aber der Jediorden hat nicht bei der Qualität gespart. Die sind bestimmt schon seit Jahrhunderten der Witterung ausgesetzt, aber sie sind immer noch im einwandfreien Zustand. Trotz der widrigen Umstände machen wir gut Strecke und erreichen nach einer doch anspruchsvollen Klettertour den Schrein der Prüfungen. Hier ist der Wind ziemlich stark und ohne Intercom kann man sich im Freien gar nicht mehr unterhalten. Mühsam stemmen wir uns gegen den Sturm und ohne unsere schweren Rüstungen würden wir wahrscheinlich einfach vom Berg gewehte werden.

Nach einem kurzen Fußmarsch haben schon bald den Schrein der Prüfungen in unserem Blickfeld, der von vier mächtigen Stelen, die mit rot leuchtenden Kristalladern durchzogen sind, umrahmt wird. Visuell kann ich drei Personen wahrnehmen, die sich im Innern der runden, mit einer Kuppel überdachten und von Säulen gestützten Säulenhalle befinden. Im Boden ist ein Mosaik eingelassen, welches das Symbol der Jedi darstellte, denn es wurde Opfer von massivem Vandalismus. An der Stelle, wo sich normalerweise der Stern befindet, ist ein riesiger Kyberkristall eingelassen, der ebenfalls im roten Licht pulsiert. Die  mutmaßliche Verursacher dieses unnatürlichen Leuchtens sitzen vor dem gigantischen Kristall. Darth Varak hätte seine Freude daran gehabt. Der angekündigte Iktotchi befindet sich in der Mitte, flankiert von zwei Jünglingen.

"Ah, sieh an, ungebetene Gäste zur Mitternachtsstunde!", meint der stämmige Iktotchi. Erst als er aufsteht, wird mir klar, wie groß dieser Mann eigentlich ist. Ich habe keine Ahnung, wie groß Mitglieder der Rasse im Durchschnitt sind, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass wir einen besonders großen Vertreter dieser Spezies vor uns haben. Über seiner hochwertig aussehenden Sicherheitsrüstung einer mir unbekannten Bauart trägt er einen schwarzen Mantel mit Kapuze. Der linke Ärmel ist leer, offensichtlich hat er wohl seinen Arm verloren und ihn nicht mit einer künstlichen Gliedmaße ersetzt. Genau so stellt sich ein Bürger der Neuen Republik einen ewig gestrigen Sith vor. Der rot leuchtende Kristall und die vom Himmel zuckenden roten Blitze untermalen das ganze noch sehr atmosphärisch. Ich kann die von diesem Wesen ausgehende Gefahr schier körperlich spüren. Ich habe Gänsehaut und alle meine Härchen haben sich aufgestellt. Alle meine Instinkte schreien mir aufgeregt zu, von hier zu fliehen und sich nie wieder umzudrehen. Aber ich kämpfe erfolgreich meine Urfurcht vor dem absolut Bösem nieder, recke mein Kinn und gehe auf die ultimative Bedrohung zu.

"Wo ist die Hohepriesterin?", frage ich ihn einfach mal gerade heraus.

"Sie ist nun eins mit der Macht. Sie hat nicht verstanden, was die Dunkle Seite einen wirklich mutigen Machtanwender für Chancen eröffnet. Auch hat dieses äußerst bemitleidenswerte Geschöpf nicht verstanden, was ihre Schüler wirklich brauchen."

"Lasst mich raten, Ihr konntet ihnen geben, was sie sich ersehnten."

"In der Tat! Ich gab ihnen die Kraft, dass zu tun, was sie von sich aus tun wollten. Mit einem Lichtschwert in der Hand ihren Widersachern den gar aus zu machen. Mit der Macht zu herrschen und die niederen Kreaturen zu dominieren. So ist es von der Macht bestimmt! So wird es geschehen. Hier und Jetzt und Immerdar!" Eines muss man den Sith lassen, verkaufen können sie sich gut. Ihre Worte sind Verlockung für die von den Zwängen der zivilisierten Gesellschaft Gefesselten. Mit der Macht sprengen sie die Ketten ihrer Einschränkungen.

"Immer zu zweit sie sind! Wer seid ihr? Der Meister oder der Schüler?", frage ich ihn weiter aus. Darth Sidious und sein Schüler Darth Vader sind tot, es kann durchaus sein, dass sich neue Sith aus dem Dunkel erhoben haben. Oder schon immer da waren. Ich habe die Regel der Zwei eh nie so ganz nachvollziehen können. Die Galaxis ist groß und die Sith waren über tausend Jahre im Untergrund. Wer weiß wie viele Paare es zur gleichen Zeit gab, da die ja keine Möglichkeit hatten, miteinander in Kontakt zu treten. Und Sith scheinen ja immer einen Stall voll geheimer Schüler zu haben, wenn man so den einen oder anderen Geheimdienstbericht der Allianz gelesen hat.

"Momentan bin ich noch der Schüler", sagt er mir so einfach ins Gesicht. Kann natürlich auch gelogen sein, da Sith nicht unbedingt für ihre Wahrheitsliebe bekannt sind.

"Ihr seid nicht zufällig der Schüler von Darth Varak?", fragt Shaka.

Nakagos wirre Gedanken

Wie es aussieht, werden in dieser Kampagne nun nicht nur das Erbe der Sith ein Thema sein, sondern auch leibhaftige Sith ihr Unwesen treiben.

Nakago

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« Antwort #261 am: 21. April 2020, 13:59:54 »
Herf

"Ihr seid nicht zufällig der Schüler von Darth Varak?", fragt Shaka. Offiziell ist der gute Mann ja tot, wobei es über sein Ende ja unterschiedliche Berichte, oder besser gesagt, Gerüchte gibt. Mal ist er von seinem Schüler getötet worden, mal von Aliens, mutmaßlich von den Yuuzhan Vong. Sein vermeintlicher Tod hatte ja bekanntlich den Zusammenbruch des Vergänglichen Labyrinth zur Folge. Aber wir reden hier von einem Ereignis, dass über dreitausend Jahre zurück liegt. Es ist unwahrscheinlich, dass Darth Varak noch lebt. Man kann zwar Leute in Karbonit einschließen und für längere Zeit konservieren, aber wohl eher weniger für mehrere tausend Jahre. Wenn das der Fall wäre, würde Darth Varak unter seinem Kyberkristall hocken und das Vergängliche Labyrinth kontrollieren.

"Faszinierend, dass Ihr diesen Namen kennt!", meint der Sith unverbindlich zu meiner Überraschung, da dieser Name nun mal nicht gerade geläufig sein dürfte. "Wenn ich, Szass, Euch getötet habe, werde ich der wahre Schüler meines Meisters werden." Damit ist die Frage nicht wirklich beantwortet. Aber da er nun sein Lichtschwert zückt, ist die Zeit des Redens wohl vorbei. Nun gut, soll mir recht sein!

Shaka motiviert uns, siegreich zu sein und schießt einen der Jünglinge um, der ebenfalls zum Schwert greift. Zum Glück hat sie ihren Blaster auf Betäubung gestellt. Der Junge sackt bewusstlos in sich zusammen.

Mit einem Satz überwinde ich die Distanz zum Sith und schlage einen hohen Hieb. Leider wird mein Schlag abgelenkt, so dass ich nur den Mantel aufschneide und einen oberflächlichen Kratzer auf der Rüstung hinterlasse. Im Gegenzug zischen rote Blitze aus seiner Hand und decken uns mit rotem Elmsfeuer ein. Mich tangiert das in keinster Weise, da ich seinen Kräften gut widerstehe. Einer der Jünglinge, ein Rodianer, greift mich an und sein Stich findet sogar eine Lücke im Cortosisgeflecht, um eine oberflächliche Verbrennung zu hinterlassen, so ein frecher Kerl! Skav erweist sich als Gentleman und haut den frechen Jüngling mit der bloßen Faust um. Schätze mal, da ist gerade das Jochbein von dem Jungen gebrochen, als er betäubt zu Boden geht.

Mein nächster Hieb wird ebenfalls abgelenkt. Die Riposte mit dem Lichtschwert trifft mich gut und bin für einen Moment total konfus, weil der Treffer verdammt weh tut und mich in meinen Bewegungen einschränkt. Aber es gelingt mich zu fokussieren, während Skav nun mit der Axt den Iktotchi gut trifft.  Der taumelt etwas in meine Richtung und seine Deckung ist zum ersten mal offen. Die Gelegenheit kann ich mir nicht entgehen lassen.

Alles läuft nun wie in Zeitlupe ab. Ich bringe mich wieder ins Gleichgewicht, hole aus und mein horizontaler Hieb köpft den hochgewachsenen Iktotchi sauber. Während sein Kopf über den Boden kullert, bleibt sein Körper einen Moment aufrecht stehen, dann kippt er zur Seite und sein Blut besudelt den Boden. Meine Meisterin wäre stolz auf diesen Hieb wie aus dem Lehrbuch gewesen. Sauberer Schnitt, so was sieht man in den Arenen von Nar Shaddaa nur selten. Ich grüße meinen Gegner mit einem Salut mit meinen zweihändigen Vibroschwert. Wäre Scav nicht gewesen, wäre ich wahrscheinlich bis ins ende meiner schnell näher rückenden Tage an seiner formidablen Verteidigung gescheitert.

Noch während ich meinem Gegner gedenke und der Macht für ihre Führung danke, schnappt sich Edna das Lichtschwert des Toten. Leider sind die Taschen des Gefallenen leer und es finden sich keinerlei Hinweise, wie der Sith hier her gekommen ist. Wahrscheinlich steht irgendwo noch ein gut getarntes Raumschiff. Mit dem Tod des Dunklen Machtanwenders lässt nun auch das Unwetter fast Augenblicklich nach. Sieht so aus, als wäre es an den Verursacher gekoppelt.

In einem hat der Sith nicht gelogen, hinter dem Kristall liegt der Körper der toten Hohepriesterin Vasima. Ihre Leiche ist entstellt und man sieht ihr an, dass sie nicht schnell gestorben ist. Die Grausamkeit der Sith kennt eben keine Grenzen. Nun gut, wir haben genug Zeit für die Lösung dieses Problems aufgewendet. Wir verschnüren die gefallenen Jünglinge und nehmen sie mit uns. Keine Ahnung, was mit Ihnen passieren wird. Wahrscheinlich hat jeder von Ihnen einen seiner Kameraden getötet, vielleicht haben sie sich auch am Schlachten der Hohepriesterin beteiligt. Für einen kurzen Moment ziehe ich es in Erwägung, sie an Ort und Stelle zu exekutieren. Aber ich bin nicht das Gesetz und das hier ist kein Grenzland oder gar eine rechtsfreie Zone. Hier herrschen die Gesetze der Neuen Republik und als lizenzierte Kopfgeldjägerin des Republikanischen Sicherheitsbüros bin ich durchaus ein Organ davon, aber nur, um die Verbrecher zu fangen, nicht um sie zu verurteilen oder gar hinzurichten.

Da der Elektromagnetische Sturm nun aufgehört hat, können wir bequem die Plattform rufen und schweben sicher hinunter. Nun aber ab zum Archiv der Jedi. Schließlich haben wir noch eine andere Aufgabe zu erfüllen. Immer wieder blicke ich nach oben in der bangen Erwartung das herab stoßende Schiff von Moorbaa zu entdecken. Aber momentan scheint der Hutte sich noch in Geduld zu üben. Obwohl wir noch knapp zwölf Stunden haben, denke ich, dass unsere Zeit bald ablaufen wird. Schließlich erreichen wir das Krähennest, ein Ort der Meditation auf einem Plateau mit drei steil abfallenden Kanten. Hier ist eine weitere Antigravplattform und wir fahren nun hinunter ins Archiv.

Alles ist so, wie wir es verlassen haben. Ein weiteres mal probieren wir uns am Sicherheitssystem und es stellt sich heraus, dass es verdammt Zäh wird. Voller Frustration versucht Scav mit Hilfe eines Lichtschwertes durch das Tor zu gelangen, aber Fehlanzeige, da die Schleuse aus geschichtetem Cortosis besteht. In einem Tempel der Jedi macht es Sinn wichtige Bereiche so zu schützen.

Wir führen schließlich einen Stromausfall herbei und nutzen den Reboot des Systems zur Installierung eines Trojaners, der es uns dann erlaubt, endlich die verdammte Schleuse zu öffnen. Das Geschütz ist deaktiviert und wir gehen durch diesen Bereich in einen enttäuschend kleinen Raum mit einem Durchmesser von vielleicht fünf Schritt. In der Mitte steht ein Terminal und ein halbes Dutzend Datapads, an den Wänden ein Regal. Die Auswahl an Speichermedien ist erschreckend gering. Von wegen, ein großer Teil des Coruscanter Archivs des dortigen Jedi Tempels befindet sich hier. Das ist äußerst frustrierend und ich muss mich zusammenreißen, um nicht lauthals hysterisch zu lachen.

"Fierfek!", meine ich dazu nur leise.

"Mal sehen, die Speichermedien sehen aus wie hochwertige Massespeicher. Da können Milliarden von Dokumenten gelagert sein", macht Skav uns allen Mut, als er zum Terminal geht und sich dort einloggt. Natürlich ist es auch hier noch geschützt, aber dieses mal gelingt es Scavangerbot, dass System unter seine Kontrolle zu bringen.

Als erstes probieren wir es mit dem Begriff "Krustenknacker". Null Treffer! Fierfek! Als nächstes gibt Skav "gamorranische Prospektoren" ein. 3 Treffer, aber alle Ereignisse sind vor hunderten von Jahren geschehen. "gamorranische Kriegsbande". 2143 Treffer. Nach einer halben Stunde sind wir genau so schlau wie zuvor. Kein versiegelter Sprengkörper darunter, wobei nur vier Fälle in die Zeit der Klonkriege fallen. Skav variiert die Suchanfragen, bis er nur noch Gamorraner eingibt. 3259 Treffer, knapp tausend können wir schon ausschließen. Wir teilen uns auf und arbeiten uns durch die Daten durch.

"Ich glaub, ich hab hier was!", meint schließlich Edna. Er hat einen Bericht von einem Meister Tinakai über einen Vorfall mit Gamorranern im Huttenraum am Ende des Klonkrieges. Von der Zeit und dem Ort her könnte das passen. Es gibt ein halbes Dutzend Unterdateien, die alle aber klassifiziert sind. Jede ist mit einem imperialen Kürzel versehen, dass eine Archivnummer beinhaltet und den Hinweis, dass die Datei in ein imperiales Sicherheitsarchiv überführt wurde. Warum, wieso und wohin lässt sich so nicht klären. Aber wir haben nun ein paar Nummern. Leider auch nicht mehr. Und das wird Wattoo nicht reichen. Fierfek!

Nakagos wirre Gedanken

Der Schwertkampf gegen den Sith war richtig irre. Zuerst trifft Scav ihn kritisch und würfelt mit dem W100 eine Eins! Dann kam Lyra dran, traf, kam gerade so durch und dann kam die 100! Das war richtig episch. Sonst wäre es ein ziemlich zäher Abnutzungskampf geworden, da der Gegner verdammt gut parieren konnte und jeweils sechs Schadenspunkte negieren konnte. Dazu noch die Absorption. Um Überhaupt durchzukommen, musste ich als Spieler gleich zwei relevante Talente abfeuern.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #262 am: 23. April 2020, 15:20:35 »
Isk

Ich starte eine Suchanfrage zu Meister Tinakai. Jedimeister, Gelehrter für Xenologie und beim Ausbruch des Klonkrieges zu alt für eine aktive militärische Karriere. Er hat wohl einfach seine Expedition weitergeführt, ohne sich um den Krieg um ihn herum zu kümmern. Etwa einen Monat nach Order 66 wurde er von Imperialen Agenten aufgespürt und getötet. Sein Spezialgebiet waren Aliens außerhalb der hiesigen Galaxis und galt als Koryphäe auf dem Gebiet der Yuuzhan Vong. Das ist natürlich äußerst interessant. Leider sind seine entsprechende Werke über dieses Thema ebenfalls klassifiziert. Aber ich finde eine Zusammenfassung, dass die Yuuzhan Vong einst wohl von außerhalb der Galaxis das damalige Imperium der Sith angegriffen haben und erst nach langen Jahren des Krieges besiegt wurden. Da dieses Ereignis die damalige Republik nicht groß tangiert hat, ist darüber nichts in den Schulbüchern zu finden. Über den Verbleib der Yuuzhan Vong ist hier nichts zu finden. Aber es gibt noch einen klassifizierten Eintrag mit dem Titel: Gravitationswaffen der Yuuzhan Vong. Bin nicht sicher, was ich jetzt davon halten soll.

"Vielleicht haben die Sith in diesem ominösen Mond irgend etwas eingesperrt", mutmaßt Scav.

"Die Sith unterwerfen oder vernichten, einsperren ist nicht ihr Stil", meine ich dazu.

"Möglicherweise wollten sie das was sich da drin befindet unterwerfen? Vergaßen es dann aber?", meint Shaka dazu.

"Das sind alles Spekulationen. Konzentrieren wir uns lieber auf das, was wir wissen und das ist momentan verdammt wenig. Was wir hier haben, wird Wattoo nicht glücklich machen."

"Du bist sehr erpicht darauf, diesen Verbrecherfürsten glücklich zu machen", wirft Edna ein.

"Ich weiß, was passieren wird, wenn er nicht zufrieden ist. Und jetzt ist genau das eingetreten, was ich immer befürchtet habe. Wir stehen mit leeren Händen da und haben keinen Zeitpuffer mehr", führe ich aus. "Ich habe keine Lust bis an mein Lebensende von Kopfgeldjägern verfolgt zu werden."

"Wir hatten schon mal Kopfgeld auf uns ausgesetzt und das hat wirklich keinen Nerf in der Galaxis interessiert", extrapoliert Edna.

"Stimmt! Man hielt uns zuerst für tot und dann hatten wir mit meiner Mitgliedschaft bei der örtlichen Gilde uns Schutz gekauft. Dieses mal werden es keine lächerlichen Beträge sein, sondern wahrscheinlich für jeden von uns mindestens fünfzigtausend und ich halte eine sechsstellige Summe für durchaus realistisch. Ich will diese äußerst unerquickliche Situation nicht dramatisieren, aber auch nicht kleinreden. Und das schlimmste was uns passieren kann, ist, lebend bei Wattoo abgeliefert zu werden", fasse ich meine Bedenken zusammen.

"Wenn wir hier sind, sollten wir vielleicht noch andere Sachen nachforschen", bringt uns Scav auf andere Gedanken. "Näheres zu Crimson Dawn wäre vielleicht hilfreich."

Da hat Scav natürlich recht. Also schauen wir mal nach, was wir hier finden. Wir finden eine Zusammenfassung von dem, was wir eigentlich wissen. Auch hier gibt es nichts neues zu finden. Wäre ja auch nur hilfreich gewesen. Über die ursprüngliche Crimson Dawn gibt es viel, aber so gut wie nichts über das wiedergegründete Crimson Dawn.

Über Darth Varak finden wir auch nur bekanntes, da wissen wir inzwischen mehr als die Archivare der Jedi je gewusst haben. Das einzige neue ist, dass Darth Varak die Theorie vehement vertreten hat, dass Kyberkristalle eine eigene Persönlichkeit haben. Interessant, aber in unserer Situation momentan wenig hilfreich. Irgendwie habe ich mir deutlich mehr von diesem Archiv erhofft. Aber ein paar Informationshäppchen haben wir. Mit den Nummern können wir herausfinden, wo sich die eigentlichen Daten befinden. Ist nur die Frage, wen wir danach fragen? Wollen wir es zuerst über Admiral Hoyt versuchen, in dem wir ihm weismachen, dass es sich dabei um Informationen zu Darth Varak, den Kyberkristallen und dem Vergänglichen Labyrinth handelt? Oder lösen wir unseren Gefallen bei Direktor Minka vom Korrekturbüro ein?

Wenig überraschend ist sofort Shaka vehement dafür, es über Admiral Hoyt zu probieren. Die blaue Twi´lek scheint immer noch den Wunsch zu verfolgen, damit zu einem Sektorranger zu werden. Halte ich nach wie vor für kein erstrebenswertes Ziel. Letztendlich ist es wohl vernünftig, es erst wirklich über den Admiral zu versuchen, der letztendlich uns auch noch die eine oder andere Gefälligkeit schuldet für das, was wir für die Neue Republik vollbracht haben. Noch nicht einmal einen Orden gab es für uns.

Nachdem wir unsere Spuren so gut wie möglich verwischt haben, rücken wir ab. Inzwischen hat der Sturm deutlich nachgelassen. Es weht immer noch ein heftiger Wind, aber es gibt keine roten Blitze mehr und die offen liegenden Kristalladern leuchten nicht mehr Rot. Das nennen ich mal ein gutes Zeichen.

Der Abstieg ins Tal mit dem Friedhof verläuft ohne Zwischenfälle. Es dämmert und der Sonnenaufgang ist ein farbenprächtiges Spektakel, was mir nach dieser Nacht des Kampfes durchaus das Herz erwärmt. Es ist schön, am Leben zu sein und sich an solch einfachen Dingen erfreuen zu können.

Da Shaka recht schwer angeschlagen ist, darf sie mit unserem verbliebenen Jumpspeeder fliegen, während der Rest zu Fuß läuft. Einer er Jünglinge liegt quer über dem Gepäckträger, den anderen tragen wir abwechselnd, da diese immer noch betäubt sind. Von unseren Zeitlimit sind noch sechs Stunden übrig, als wir endlich die "Vanguard" erreichen. Der Aufstieg über die dem Friedhof umgebende Steilwand war wieder der schwierigste Part. Aber mit Hilfe des Jumpspeeders war da kein Problem, einen nach den anderen, der kein Jetpack trägt, da hoch zu bekommen.

Es schmerzt mich beinahe körperlich, die Vanguard so da liegen zu sehen. Auf dem Bauch liegend macht sie einfach nichts her und ich kann einige neue Kratzer schon so entdecken. Das wird wirklich über tausend Credits kosten. Fierfek!

Die Jünglinge wie auch der Mönch Avino Somna sind wohlauf. Wir übergeben dem Mönch unsere gefangen genommenen Jünglinge, die gerade wieder zu Bewusstsein gelangen. Dabei übermitteln wir die traurige Nachricht, dass die Hohepriesterin Vasima eins mit der Macht geworden ist. Viel zu Früh vor ihrer Zeit, ermordet von ihren eigenen Schülern. Das nenne ich keinen guten Neustart für die Ausbildung der nächsten Jedi. Man könnte sagen, ihr Konzept ist krachend gescheitert und hat ihr das Leben gekostet.

"Was habt Ihr Euch nur dabei gedacht?", fragt Bruder Avino mit bebender Stimme und man kann sehen, dass es ihn doch trotz seines Trainings emotional mitnimmt, dass diese Jünglinge die Dunkle Seite gewählt haben.

"Ihr seid doch alle selbst Schuld! Ihr tut so, als wären wir nur Gelehrte, dürfen die Macht nur begrenzt einsetzen und dürfen kein Lichtschwert benutzen. Das ist nicht Fair! Wir sind von der Macht auserwählt um zu herrschen, nicht um zu dienen!", stößt der Rodianer hervor. Sieht so aus, als wären die Lehren der Sith bei ihm auf fruchtbaren Boden gefallen.

Nakagos wirre Gedanken

Wenn man Machtanwender zu sehr gängelt, kommt eben so etwas dabei heraus. Hier sieht man schön, was passiert, wenn etwas überreguliert wird. Die Macht findet ihren weg, im guten, wie im schlechtem.

Nakago

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« Antwort #263 am: 26. April 2020, 15:48:52 »
Jenth

"Bedauerlich, wie wenig wir euch haben beibringen können", seufzt Bruder Avino und wir sperren die gefallenen Schüler in eine der Kabinen. Wir müssen definitiv irgend wo einen Platz für einen Gefangenenbereich schaffen. Vielleicht eine der Vorratskammern, ein Würfel mit je etwas um die zwei Schritt Kantenlänge. Da ist Platz genug für drei an die Wand ausklappbare Pritschen und eine Toilette mit Waschmöglichkeit. Momentan stehen eh keine riesigen Exkursionen im Raum, aber dafür haben wir alle paar Tage Gefangene zu beherbergen.

RW 79 und Besh 42 haben sich vorzüglich um unsere Gäste gekümmert, die sich im Aufenthaltsraum bequem gemacht haben. Leider gibt es schlechte Nachrichten, der Tempel wird angegriffen. Und zwar von angelandeten Söldnern. Moorbaa hat wie erwartet die Geduld verloren, obwohl die Frist für uns noch nicht um ist. Das ist ja so typisch. Es gibt keine Vorurteile gegen Hutten, denn alles, was man über sie sagt, ist nur zu wahr!

Wir steigen auf und sehen uns den Schlamassel mal von oben an. Auf unsere Kontaktversuche erhalten wir keine Antwort. Jetzt ist guter Rat teuer. Wir können eine Sichtlinie zum Areal herstellen und zoomen an das Geschehen heran. Die Söldner, etwa sechzehn Stück, in zwei Gruppen zu je acht Mann aufgeteilt, haben in einer Zangenbewegung das Areal angegriffen, den Widerstand gebrochen und treiben gerade die Bewohner des Tempels zusammen. Ein Kampfläufer der AT-ST Klasse begleitet die Einheit und ausladende Heck lässt den Schluss zu, dass Moorbaa sich darin befindet. Jetzt ist die Frage, was tun wir?

"Das wäre vielleicht die Gelegenheit sich Moorbaa für alle Zeit zu entledigen", deutet Skav gedehnt an. Ein Volltreffer mir dem Lasergeschütz und der AT-ST ist samt Hutte Geschichte. Für einen Moment muss ich an Dosenfleisch denken, dass sich selbst in der Dose erhitzt. Der Gedanke hat was.

"Ich würde dir gerne recht geben, aber es gibt zu viele Zeugen", wiegle ich ab.

"Warum sollten die reden?", fragt Skav etwas blauäugig.

"Weil Wattoo den Tod seines Sohnes aus Prinzip nicht ungerächt lassen kann. So wenig er von seinen Kindern wohl auch halten mag, sie sind immer noch Teil der Familie. Auch wenn wir als positiven Seiteneffekt einen Schwächling entfernen, so wird er diesen Mord nicht einfach hinnehmen. Also wird er jemanden schicken, der die Leute hier befragt. Wenn die halbwegs professionell arbeiten, werden die sich einfach einen von hier schnappen und eine Befragung durchführen. Er wird zwei Köfferchen auf den Tisch stellen, in dem sind Credits, von dem anderen willst du gar nicht wissen was drin ist. Was wird derjenige wohl wählen? Und falls es nicht die Credits sind, wird er schon bald reden, nur um den Schmerzen zu entkommen. Folter kann manchmal ein recht nützliches Mittel sein und in diesem Fall erfüllt sie ihren Zweck", plaudere ich aus dem Nähkästchen, wie ein professioneller Kopfgeldjäger so arbeitet. Und noch meiner Erfahrung muss man sehr selten den Inhalt des zweiten Köfferchens offenbaren. Die meisten erkennen die Zeichen der Zeit und nehmen den leichteren Weg. Die Leute hier schulden uns nichts, also warum sollten sie uns decken?

"Dann sollten wir nur schnell genug danach nach Nar Shaddaa fliegen und Wattoo erledigen", meint Shaka.

"Du erinnerst dich an die zwei bis vierhundert Söldner, die zwischen ihn und uns stehen? Wir sind gut, aber so gut auch wieder nicht", erkläre ich in der Realität verbleibend.

"Wir könnten das Schiff von Moorbaa nehmen, es voll Sprengstoff packen und auf Wattoos Turm drauf fallen lassen. Dann spielt es keine Rolle, wie viele hundert Söldner er hat", schlägt Edna vor. So einen Vorschlag hätte ich eher von Shaka erwartet, die ja bekanntermaßen ein ungesund inniges Verhältnis zu Dingen hat, die explodieren.

"Klasse Idee! Der Turm kollabiert und reist ein paar der umliegenden Gebäude mit um. Wie viele Zigtausende wird das töten? Und wie viele Hutten wird das verdammt sauer machen?", weise ich auf das Offensichtliche hin.

"Ich hasse es, wenn du Recht hast", meint Edna etwas niedergeschlagen.

"Ich wünschte ja auch, wir könnten ihn ohne Aufstehen und Zeugen verschwinden lassen. Aber eben nicht heute!" Wieder einmal liegt es an mir, die Führung und die Initiative an mich zu reißen. "Konzentrieren wir uns auf das, was wir können und nicht auf das, was für uns nicht möglich ist. Wir lokalisieren Moorbaas Schiff, kapern es und nehmen Kontakt mit ihm auf. Entweder er zieht sich zurück und bekommt sein Schiff zurück oder wir überlassen ihn den örtlichen Sicherheitsbehörden."

Nach kurzer Diskussion wird mein Plan angenommen. Ich fahre die Sensorgloben unseres E-9 aus und schon haben wir eine positive Ortung von einem Raumschiff etwa fünf Klicks westlich des Tempels der Kirche der Macht. Das gut getarnt Schiff einer mir komplett unbekannten Baureihe liegt in einer kleinen Vertiefung. Die Konstruktion ist quadratisch, mit einer immensen Feuerkraft nach vorne. Das Teil ist eindeutig auf Krawall gebürstet und wahrscheinlich genau so wendig wie es aussieht, nämlich gar nicht. Wir gehen dahinter in erhöhter Position in Stellung. Funkkontakt schlägt fehl. Auch sind keine Wachen zu sehen. Während Scavangerbot und Edna an Bord der "Vanguard" zurückbleiben, ist es an Shaka und mir, das Schiff zu erobern.

Ein Versuch, dass Schiff zu scannen scheitert leider an der massiven Panzerung der Außenhülle. Hier wurde ganz klar nach dem Prinzip Panzerung vor Feuerkraft vor Beweglichkeit gearbeitet. Wobei die Feuerkraft nach vorne durchaus beachtlich ist. Ein Angreifer, aber leichte Beute für schnelle Jäger mit großer Feuerkraft, sprich Protonentorpedos. Die Rampe ist unten, die Schleuse zu. Normalerweise öffnet ja Skav immer die Tür, dieses mal liegt es an mir. Ich drücke den Knopf mit dem Huttischen Schriftzug für "Öffnen" und oh Wunder, dass Schott fährt zischend einfach nach oben.

"Das war jetzt beinahe schon zu einfach", meine ich und im nächsten Moment werden von zwei riesigen Massiffs angesprungen. Ich habe in der Roten Arena mehrmals das "Vergnügen" gehabt, gegen diese Wachhunde von Geonosis zu kämpfen. Aber ich habe noch nie so riesige Exemplare gesehen. Als ob ihre schiere Größe nicht reichen würde, sind diese noch cybertechnisch besonders im Bereich der Schnauze verstärkt. Während Shaka augenblicklich unter ihrem Massiff begraben wird, kann ich meinen auf Distanz halten. Allerdings nur, in dem ich zu Boden gehe und ihn über mich hinweg rennen lasse. Eine Taktik aus der Roten Arena, die mir schon öfters das Leben gerettet hat. Nutze den Schwung des Angreifers, in dem man ihn einfach über sich hinweg rennen lässt. Sofort stehe ich wieder auf, ziehe "Scharfrichter" und erwarte den Angriff der aggressiven Kreatur, die aufs töten hin optimiert wurde.

Sofort wendet er und greift ein weiteres mal. Ein schneller Schritt zur Seite, ein wuchtiger Hieb und der Massiff überschlägt sich tödlich getroffen. Für einen kurzen Moment zucken noch seine Läufe im kurzen Todeskampf, sein Darm und Blase entleert sich, was entsprechend unappetitlich aussieht und genau so riecht.

Drei Schritte und ich kicke den Geonosischen Wachhund runter von Shaka, die sogleich auf ihn schießt und gut trifft. Aber es liegt an mir, ihn zu töten. Augenblicklich wirble ich zurück in Richtung der Schleuse, aber kein weiterer Angriff erfolgt. Scheint so, als hätte Moorbaa nur seine Wachhunde zurück gelassen, um das Schiff zu schützen. Eigentlich für die meisten Eindringlinge eine formidable Abwehr. Wäre Shaka alleine gewesen, die Massiffs würden jetzt an ihren Cybergliedmaßen herum kauen und sich wundern, warum die Twi´lek nach Dosenfutter schmeckt. Wir treten die Kadaver von der Rampe und dringen nun ins Innere des Schiffes vor. Für einen kurzen Moment denke ich, hier wäre eine Müllhalde, aber das ist wohl der Aufenthaltsraum der Crew. Was für ein Schlamassel!

Nakagos wirre Gedanken

Hier hat mal wieder Lyra die Initiative ergriffen. Moorbaa zu töten wäre in dieser Situation einfach zu kritisch gewesen. Zu viele Zeugen versauen einen den Tag. Zum Glück konnte ich mich durchsetzen.

Nakago

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« Antwort #264 am: 28. April 2020, 13:26:36 »
Krill

 Ich habe keine Ahnung, was wirklich Abfall und was persönliche Gegenstände oder Ausrüstung der Söldner sein soll. Mehrere Türen gehen von hier ab und wir müssen nach dem Ausschlussprinzip vorgehen, in dem wir sie der Reihe nach öffnen. Schlafquartiere, Toilettenbereich, Hangar für den Kampfläufer, Maschinenraum, Aufgang nach oben in Form einer Rampe. Hutten haben es bekanntlich nicht so mit Treppen. Eine Art Lagerraum, die Kabine von Moorbaa, die ebenfalls mehr Müllhalde als Quartier ist. Von Ordnung und Sauberkeit hat der Hutte offensichtlich noch nie etwas gehört. Schließlich finden wir das Cockpit. Die Anordnung der Instrumente ähnelt nicht mal im entferntesten der Corellianischen Industrienorm oder die der davon angelehnten Anordnung der Techno Union.

Es würde mich nicht Wundern, wenn dieses Schiff eine Bande Javas auf Glimstim zusammen geschraubt hätte. Gewisse Elemente kann ich identifizieren, einige kann ich durch die Aufschrift erkennen. Bei einigen Anzeigen habe ich keine Ahnung, für was die gut sein sollen. Nachdem ich mich mehrere Minuten lang mit den Kontrollen vertraut gemacht habe, während Shaka mir in den Ohren liegt, dass ich mich beeilen soll. Es fällt mir äußerst schwer, sie nicht darauf hinzuweisen, dass wir dieses ganze Chaos und Riesenschlamassel dem Umstand verdanken zu haben, dass wir uns haben breit schlagen zu lassen, Asche quer durch die Galaxis zu schippern. Wäre es umgekehrt, Shaka Blen würde dieses Thema mir zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit unter die Nase reiben.

Schließlich denke ich, dass ich dieses Schiff halbwegs steuern kann und starte die Triebwerke. Einige Anzeigen verändern sich und zeigen Werte an. Die Farbskala ist nicht das vertraute Grün, Orange und Rot, sondern in Erdtönen gehalten. Je Dunkler, desto besser wie es aussieht. Ober vielleicht auch nicht. Mit einem Ruck heben wir ab und gewinnen schnell an Höhe. Ich ziehe die Rampe und das Fahrgestell ein. Denke ich zumindest. Die Beschleunigung ist ein Traum. Gerade aus fliegen macht mit dem Teil durchaus Spaß, Kurven sind aber nicht dem sein Ding, dass merke ich sofort.

Recht schnell nähern wir uns dem Tempel an und Shaka übernimmt es, den Hutten anzufunken. Ihre Stimme trieft vor Überheblichkeit, als sie sich meldet und Moorbaa klar macht, dass wir sein Schiff haben.

"Ihr wagt es? Wartet nur, bis ich das meinem Vater erzähle! Habt Ihr wenigstens die verdammten Codes?"

"In diesem Archiv waren keine zu finden", erklärt Shaka und ich rolle mit den Augen.

"Die Informationen, die Ihr uns zur Verfügung gestellt habt, waren Falsch!", schiebe ich gleich mal den Schwarzen Tooka zum Hutten.

"Ihr habt die für meinen Vater so wichtigen Codes immer noch nicht! Was seid ihr für totale Versager?", tobt der Hutte und ich kann sehen, wie der AT-ST wütend mit seinen Beinen aufstampft. Wie alt ist dieser Hutte nach dem Maßstäben seines Volkes eigentlich, da er sich wie ein menschlicher Fünfjähriger gibt?

"Wir haben die Codes nicht, weil dein Vater uns zum falschen Archiv geschickt hat! Also zieh jetzt deine Truppen ab und lasse uns unsere Arbeit machen!", erkläre ich dem Hutten.

"Einmal mit Profis arbeiten!", spricht er aus, was denke. Nur das wir vom jeweils anderen sprechen, bzw. denken.

"Übrigens, wir waren so frei, dein Schiff zu konfiszieren, um unseren Vorschlag zum Rückzug etwas mehr Gewicht zu verleihen. Ziehe dich drei Klicks vom Tempel in westlicher Richtung zurück und du bekommst dein Schiff wieder!", ziehe ich die Daumenschraube etwas an.

"Das ist nicht Fair!", jammert er und stampft wieder mit Fuß des Läufers auf. So was muss man erst einmal können und wahrscheinlich ist das nicht der erste Wutanfall, den Moorbaa innerhalb eines Läufers erleidet. Nachdem auch einige seiner Nikto Söldner sich eingeschaltet haben, ist Moorbaa bereit, alle gefangen genommenen Bewohner des Tempels wieder frei zu lassen und sich zurück zu ziehen. Wir landen diesen fliegenden Würfel an der angegebenen Position. Vorher sabotieren wir die Zielaufschaltung des Protonentorpedowerfers, dass er uns damit nicht beschießen kann, falls er in einem Trotzanfall heraus auf uns Jagd machen sollte. Auch verstellen wir etwas die Zielkalibrierung. Falls es zum Gefecht kommen sollte, werden die in der ersten Phase nichts treffen können.

Die "Vanguard" nimmt uns wieder auf und wir heben ab, während Moorbaa seinen Truppen voraus läuft. Wir halten sicheren Abstand und stellen sicher, dass Moorbaa dann auch wirklich mit seinen Söldnern abhebt.

"Das erzähle ich alles meinem Vater! Das werdet ihr noch bereuen!", verabschiedet sich Moorbaa und zischt buchstäblich ab. Die Beschleunigung stimmt bei dem Raumschiff, dass man man die Konstrukteuren lassen. Wir bringen nun unsere Gäste zum Tempel und verabschieden uns von den Mönch und seinen standhaft gebliebenen Jünglingen. Kaum sind die samt den Senatswachen draußen, starten wir und schauen, dass wir von hier wegkommen, bevor noch jemand auf die Idee kommt, uns unangenehme Fragen zu stellen.

Im Orbit über Phemis funken wir Admiral Hoyt an. Shaka begrüßt ihn mal wieder in ihrer etwas herablassenden Art und ich reiße sofort das Gespräch an mich, da ich keine Lust habe, dass Shaka diese Chance versaut, für Lau an Informationen zu gelangen. Ich erzähle dem Admiral die Story vom Pferd, mische aber gekonnt viel Wahrheit mit hinein.

"Wir haben ein paar Daten über Darth Varak und die Aliens sichten können, die ihn damals wohl besiegt haben. Allerdings sind wichtige weiterführende Daten in andere imperiale Archive verbracht worden. Wir haben aber ein paar Nummern, die uns weiter helfen könnten." Ich übermittle die uns bekannten Daten und der Admiral erklärt sich bereit, da mal unverbindlich nachzufragen. Wir bedanken uns alle artig beim Admiral und hoffen, dass er vielleicht etwas findet, was uns weiter helfen könnte.

"Irgendwie würde es mich nicht wundern, wenn das geheime Imperiale Archiv sich hinter der Eisernen Blockade im Herrschaftsbereich von Gouverneur Adalahrt finden würde", unke ich mal frei heraus.

Sitzung gespielt am: 29.06.2019
Anwesende Spieler: Lyra, Scav, Shaka, Edna
Erfahrungspunkte: 25 EP. Investiert in Rang 2 und Rang 3 von Coolness

Beute: 1 Hellebarde, 1 Deathtrooper Rüstung, 2 alte Lichtschwerter, ein halbes Dutzend neuer Lichtschwerter. Datenfragmente zu verschiedenen Themen.

Getötete und überwundene Gegner: 2 Sith Jünglinge, 1 Sith, 1 Sith Chimärengeist, 1 sehr mächtiger Sith Chimärengeist.

Resümee: Nach drei Wochen Pause, unser SL musste zu einem Vortrag nach Süd Korea, ging es nun in der Gluthitze des Sommers 2019 endlich weiter. Die Stimmung am Tisch war gut, bis auf dem Spieler von Shaka, der die ganze Zeit am Seufzen war. Ob aus Ärger, weil wir nicht alle bei dem Vorschlag gejubelt haben, ihn zu Sektorranger zu machen oder wegen der Hitze, weiß ich nicht. Das Abenteuer war dieses mal auch wieder richtig gut. Wir hatten ein klar definiertes Ziel und das war gut so.

Die Problematik des Krustenknackers und des drum herums ist weitaus Komplexer, als zuerst gedacht. Wir haben nun weitere Informationshäppchen bekommen. Das ganze scheint mit den Yuuzhan Vong zusammen zu hängen. Der Spieler von Scav hat sofort vermutet, dass in diesem Mond vielleicht etwas eingesperrt ist. Da dieser Spieler recht schnell die Plots von unserem SL durchschaut, könnte durchaus was dran sein.

Auch ist nun klar, warum wir diese "Goodwill Tour" plus die Verschwörung aufdecken haben müssen. Einmal um eben die Bühne für den äußerst nervig debilen Moorbaa zu bereiten und es könnte durchaus sein, dass die Daten hinter der Blockade sich befinden. Aber es gab noch ein Offszene in einem Archiv auf Coruscant, was auf eine andere Location deutet. Der Zwischenfall mit Moorbaa wird sicherlich noch Folgen haben. Wenn es keine Zeugen gegeben hätte, würde der mit seinem stinkenden Atem keine Atmosphäre in dieser Galaxis mehr verpesten können. Aber noch wollen wir keinen offenen Krieg mit Wattoo riskieren, was wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit ist, je nachdem wie sich die Sache noch entwickelt. Wir können wahrscheinlich nicht zulassen, dass dieser gierige Hutte den Krustenknacker wirklich benützt. Noch haben wir kein Wissen darüber, um was für einen Mond es sich handelt und was sich genau darin befindet.

Der Strang mit den Yuuzhan Vong empfindet ich etwas unglücklich, da ich persönlich diesen Tyranidenabklatsch aus dem erweiterten Universum kritisch gegenüber stehe. Waffen aus Biologischen Komponenten sind sicherlich cool, fand das für Star Wars aber nie wirklich passend. Vielleicht stammt diese Aversion auch von einigen Spielen gegen Tyraniden und ihren dämlichen Sonderregeln in WH40K. Nun ja, ist halt nun ein Teil des Plots. Kanonisch waren die ja schon vor knapp 4000 Jahren schon mal in Form eines Aufklärungsschiffes da. Ist halt der alte Kanon, da die Yuuzhan Vong wohl von Disney komplett ignoriert werden dürften. Da dabei Chewbacca zu Tode kam, bin ich über diese Änderung des Hintergrundes ausnahmsweise mal nicht traurig, obwohl ich kein wirklicher Fan von Disney Star Wars bin. Rouge One und Solo waren gute Filme, aber mit Episode VII und VIII werde ich einfach nicht so richtig warm. Auch fand ich die plötzliche Einstellung von The Clone Wars ziemlich mies, wo Ahsoka Tanos und Asajj Ventress Geschichten noch nicht fertig erzählt waren und Rebels hat gekonnt jeden guten Ansatz innerhalb kürzester Zeit wieder abgewürgt. Ein Lehrstück, wie man es nicht machen sollte.

Lyras Entwicklung: 25 EP und so viele Möglichkeiten. Auf der einen Seite würde ich gerne die essentiellen Talente vom Fahrer fertig stellen, aber es gibt noch ein Leben außerhalb des Fahrersessels. Ich merke, ich bei den Fertigkeiten in Hintertreffen gerate, was die Entwicklung der meist anderen Mitspieler betrifft. Die letzten 120 Punkte habe ich in Fahrer und seine Talente investiert und nur 5 EP in den ersten Rang in Coolness. Wäre vielleicht mal wieder an der Zeit, ein oder zwei Fertigkeiten zu steigern.

Das nächste Talent wäre "Defensive Steuermanöver", welches die Verteidigung jeder Zone des Raumschiffes oder Fahrzeuges um eins erhöht, was nicht schlecht ist. Eines der Must Have Talente. Ist halt auch die Frage, haben wir nächste Sitzung ein Raumgefecht und wenn ja, wir Lyn oder Lyra hinter dem Steuerknüppel sitzen?

Letztendlich habe ich mich nach langem hin und her entschieden, Coolness von Rang eins auf Rang drei zu steigern, was genau 25 EP kostet. Wollte ja schon lange mal meine Initiative steigern und zwei Gelbe Trainingswürfel und ein grüner Begabungswürfel sind einfach schick.

Wieder haben sich über 40 Seiten angesammelt und es ist Zeit, die "Hingabe" beim Rigger zu nehmen. Lange Zeit habe ich dazu tendiert, als nächste Eigenschaft Intelligenz zu erhöhen. Vier Aktionsfertigkeiten laufen darüber, darunter unter anderem Mechanik und Computer. Dazu noch alle Wissensfertigkeiten, auf die wir aber sehr selten mal würfeln. Tja, verlockend wäre natürlich Gewandtheit auf sechs zu stellen, aber fünf reichen einfach. Um Lyras Kernkompetenzen zu steigern und um Vollgas eine Runde länger wirken zu lassen, werde ich wohl doch List steigern. Darunter laufen fünf Aktionsfertigkeiten wie Täuschung, Infiltration, Wahrnehmung, Straßenwissen und Überleben. Bis auf Täuschung sind das alles Berufsfertigkeiten von Lyra. Auch hat sonst bis jetzt keiner einen Wert von vier in List. Also spricht momentan mehr für List vier als Intelligenz drei.

Als nächstes Talent beim Rigger nehme ich "Schicke Lackierung" für zehn Punkte. Schicke Lackierung wertet die Fertigkeiten Charme, Täuschung und Verhandeln einmal auf, wenn das Schiff in der Nähe zu sehen ist. Da die "Landung" im Tal beim Friedhof die Unterseite beschädigt hat, ist das eine gute Gelegenheit, um die "Vanguard" neu zu lackieren.

Die neuen Elitetalente für Diplomatie

Wieder hat unser SL uns ein paar neue Talente spendiert, die teilweise auch die typischen Schwächen gewisser Konzepte korrigieren sollen. Jedenfalls mein Eindruck.

Was ich eigentlich sagen wollte...

Verwende einen Schicksalspunkt um eine gescheiterte Probe auf Führungsqualität oder Charme oder Einschüchterung zu wiederholen.

Anmerkung: Für 25 Punkte eigentlich deutlich zu teuer, da diese Proben selten wirklich relevant sind.

Eiskalte Blicke

Verwende einen Schicksalspunkt als Manöver damit ein Gegner in Naher oder kürzerer Reichweite zwei schwarze Komplikationswürfel auf seine nächste Probe erhält.

Anmerkung: Kann in gewissen Situationen durchaus nützlich sein, wenn man eine konkurrierende Probe hat und die sollte klappen.

Wissen Sie eigentlich wer ich bin!

Verwende einen Schicksalspunkt, um einen hervorsagend gefälschten Ausweis oder Pass hervorzuziehen.

Anmerkung: Dieses Talent hat sich sofort Edna bei Verkündung geholt. Und seitdem kommen so Fragen wie: Wie sieht mein Ausweis als Präsident des Sith Fanclubs aus? Ein rotes Lichtschwert?

Hört mich an!

Verwende einen Schicksalspunkt, damit ein erfolgreich eingesetztes "Beflügelnde Worte" einen zusätzlichen blauen Verstärkungswürfel verleiht. Oder ein erfolgreich eingesetztes "Verletzende Worte" einen schwarzen Komplikationswürfel.

Anmerkung: Ich denke nicht, dass jemand dafür 25 Punkte ausgeben würde...

Zähne zusammenbeißen

Höchstens 1 x pro Sitzung. Verwende einen Schicksalspunkt, wenn du bewusstlos bist, um als Aktion sofort Trefferpunkte in Höhe deines höchstens Eigenschaftswertes zu heilen.

Anmerkung: Ein gutes Talent für unsere Pilotin Lyn. Ich hoffe mal, der Spieler nimmt das auch. Das ist mal ein Talent, dass ich mir vorstellen könnte zu nehmen.

Kompetenter Rat

Verwende einen Schicksalspunkt, um für eine qualifizierte Unterstützung deine Werte in Charme oder Führungsqualität zu verwenden. 

Anmerkung: Eigentlich hat nur ein SC da drin einen signifikanten Wert.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #265 am: 30. April 2020, 14:00:55 »
Episode XXXIV
Spaß auf Coruscant
Aurek

Wir haben diesen Wahnsinn auf Phemis überlebt. Besh 42 kümmert sich intensiv um unsere Verletzungen und der Großteil der Wunden tut schon gar nicht mehr so weh. Während Shaka den Bactatank blockiert, nimmt Scav ein Ölbad, ist aber recht schnell wieder auf der Brücke. Just in dem Moment werden wir von Wattoo angefunkt. Natürlich ist es nicht der Hutte selbst, der sich persönlich die Ehre gibt, sondern einer seiner Lakaien. Offensichtlich hat Moorbaa gepetzt. Ist ja auch keine Überraschung, hat er uns ja genau das angedroht und natürlich erstaunt uns das nun auch nicht wirklich.

Auf alle Fälle ist Wattoo nicht zufrieden, dass er so lange auf Ergebnisse warten muss. Ich finde das auch nicht Toll, was da gelaufen ist und das wir immer noch mit leeren Händen da stehen. Ist zwar nicht ganz allein unsere Schuld, aber wohl nicht zu ändern. Auf alle Fälle liegt es nun an uns, sich bei Wattoo wieder einzuschleimen, da er so ungehalten ist und unser angebliches Versagen in Rechnung stellen wird. Sprich die laufenden Kosten der durch unser "Versagen" entstandenen Verzögerungen. Das wir ihm das Leben gerettet haben ist Schnee von Gestern und längst geschmolzen. Das ist einer der Momente, wo ich es bereue, ihn nicht getötet zu haben, in dem wir nichts anderes hätten tun müssen, als R2-Dread seine Arbeit tun zu lassen. Aber wahrscheinlich hätten wir dann jetzt eines seiner Kinder an der Backe. Ärgerlich ist auch, dass ich seine dämliche Tochter gerettet habe. Das war einfach aus einem Impuls heraus. Meine Mutter wäre sicherlich Stolz auf mich, aber ich ärgere mich eher über diesen Umstand. Manchmal ist es einfach nötig, hart zu bleiben. Aber in dem Moment sah die Sache noch etwas anders aus. Es kommt mir inzwischen wie eine Ewigkeit vor, ist aber gerade mal etwas über zwei Wochen her. Wie schnell die Zeit vergeht.

Aber damals war die Prämisse eben gewesen, potentielle Verbündete gegen Crimson Dawn zu gewinnen. Inzwischen denke ich, dass dies illusorisch ist, da Wattoo nur das tut, was Wattoo den meisten Gewinn bringt. Es ist durchaus möglich, dass er sich am Ende mit Trifex aussöhnt, wenn die Minenoperation erst zu Ende ist. Das sind auf alle Fälle keine guten Nachrichten für uns. Da Scav wieder voll Einsatzfähig ist, gehe ich erst einmal eine Runde schlafen, da ich verdammt Müde bin.

Nach einer Mütze voll Schlaf, einer ausgiebigen Dusche einem Tässchen Kaf bin ich wieder voll Fit. Admiral Hoyt meldet sich nun mit neuen Nachrichten. Die gute Nachricht ist, die Daten sind noch vorhanden und befinden sich im Besitz der Neuen Republik. Da fällt mir ein Stein vom Herzen, hatte ja schon die Befürchtung, dass Archiv würde in einem immer noch von den Imperialen kontrollierten Sektoren liegen.

Die schlechte Nachricht allerdings ist, dass diese Daten von der Kommission für die Macht unter Verschluss gehalten werden. Diese Kommission wird von einem Senator mit dem Namen Zavaki angeführt. Senator Zavaki gehört der Fraktion der Zentristen im Senat an. Diese sind der Auffassung, dass gewisse Verwaltungsformen des Imperiums, also die zentrale Verwaltung von Coruscant aus, nicht die schlechteste Form der Regierung war. Und deswegen würden diese gern das "Imperium" reformieren und eine zentrale Regierung installieren. Dabei gilt Zavaki als Hardliner mit einem äußerst ungesunden Misstrauen Erwachten gegenüber. Das ist also niemand, der uns positiv gegenüber steht. Legal die an die Daten zu kommen dürfte damit unmöglich geworden sein. Nicht, dass es vorher nicht schon so gewesen wäre. Wirklich geändert hat sich nichts, außer dass wir nun Gewissheit haben, wo die Daten sich genau befinden. Das ganze wird noch dadurch kompliziert, dass es einen Angriff auf Phemis gegeben hat.

"Wissen wir, waren dabei", meint Scav aus dem Hintergrund. Das war jetzt nicht so gut. Mit dieser Information wäre ich jetzt nicht unbedingt hausieren gegangen. Aber das ist nun nicht mehr zu ändern. Wobei ich mich Frage, warum Scav das jetzt ausgeplaudert hat. Normalerweise spricht der Droide eher selten. Was verspricht er sich davon, diese Information genau jetzt in dieser für uns eher ungünstigen Situation preis zu geben?

"Dann müsst Ihr Euch unbedingt mit Sektorranger Grim Corda in Verbindung setzen. Der Untersucht den Fall und ist ein alter Freund von mir", erklärt Admiral Hoyt ohne mit der Wimper zu zucken. Wahrscheinlich kennt er uns gut genug um zu wissen, wenn es Ärger in unserer Nähe gibt, sind wir meist mitten drin gewesen.

"Gut, werden wir. Vielen Dank für die Informationen, Admiral Hoyt", bedankte ich mich artig und unterbreche das Gespräch. Inzwischen bequemt sich Shaka aus dem Tank und wir können die neusten Ereignisse besprechen. Schnell einigen wir uns darauf, uns mit Marschall Corda in Verbindung zu setzen. Zuerst kommen wir nicht zu ihm durch und hinterlassen eine Nachricht. Aber schon wenige Minuten später werden wir zurück gerufen. Marschall Corda ist ein bärtiger Mann in den Fünfzigern, der aussieht, als hätte er die letzten Monate nicht genug Schlaf bekommen. Nach etwas hin und her machen wir ein Treffen im Orbit über Phemis aus. Wir sind ja immer noch im Orbit dieser Welt und schon wenige Minute später dockt das Patrouillenboot des Rangers an unsere E-9 an. Wir begrüßen den Mann in unserem Aufenthaltsraum und erzählen die für ihn relevanten Teile.

Die weniger relevanten Teile, sprich die mit unserer eigentlichen Mission zu tun hatten, klammern wir mal großzügig aus. Der Sektorranger hört uns aufmerksam zu und stellt viele Fragen zu Szass und was der genau gesagt hat. Letztendlich leider zu wenig. Es gibt nach seiner Aussage einen Sithmeister, von dem er hoffte, als offizieller Schüler angenommen zu werden. Und das Szass der Name Darth Varak geläufig war. Wir erfahren im Gegenzug, dass viele Machtsensitive entführt worden. Wie viele nun viele sind, ist nicht genau heraus zu finden, aber wohl mehr als fünfzig. Jedenfalls mehr, als das es ein reiner Zufall sein könnte. Das sind keine guten Nachrichten, da wohl jemand versucht, Machtsensitive gegen ihren Willen zu rekrutieren. Die Dunkle Seite schläft eben nicht!

In den nächsten Tagen wird Senator Zavaki ein Konzil im Jedi Tempel veranstalten, wo verschiedene Vertreter der Kirche der Macht wohl auf Kurs gebracht werden sollen. Wäre eine gute Gelegenheit, mal rein zu schauen. Der Marshall kennt auf Coruscant eine Frau mit dem Namen Valar Rapan. Sie war einst eine zivile Angestellte im Jeditempel und hat auch im Archiv gearbeitet, sprich dort sauber gemacht. Bei ihr gebe es wohl Informationen zu finden, wie man ganz rein zufällig ins Archiv finden könnte. Die gute Frau hat einen kleinen Laden auf Eben 1287 und er gibt uns die vollständige Adresse. Offensichtlich kann der Marschall eins und eins zusammenzählen und hat wohl auch mit Admiral Hoyt gesprochen.

Nun gut, damit ist wohl alles gesagt und wir haben ein neues Ziel. Jedenfalls herrscht schnell Konsens, die notwendigen Daten nun aus dem Jediarchiv im Jeditempel zu besorgen. Nur Shaka macht etwas schräg, ihr gefällt der Gedanke immer weniger.

"Wisst ihr, dass ganze kann meine Karriere zerstören!", meint Shaka etwas verbittert.

"Welche Karriere?", fragt Edna süffisant.

"Diese kriminellen Aktivitäten mit Wattoo laufen vollkommen aus dem Ruder", führt Shaka weiter aus, ohne auf Ednas Einwand einzugehen.

"Glaubst du, irgend jemand von uns ist begeistert von dieser Situation?", hinterfrage ich mal ihr Gejammer.

"Ich könnte ja jetzt die Audioaufzeichnung von der Entscheidungsfindung abspielen, wie wir alle damals einstimmig beschlossen haben, Lyn Kairn zu helfen, ihre Schulden bei Wattoo abarbeiten", erklärt Scav ruhig.

"Daran kann ich mich auch noch gut erinnern. Lyn hat es uns damals frei gestellt, ob wir mitkommen oder nicht. Sie hat nicht ihre Probleme zu den unseren gemacht, sondern wir haben ihr Problem zum unseren gemacht. Klar, hat zu dem Zeitpunkt niemand von uns im entferntesten ahnen können, wie ausufernd diese Mission für uns werden wird und was wir für massive Probleme damit haben werden. Und wenn man es genau nimmt, hat Kapitän Zarosch erst Wattoo auf diese Idee gebracht."

Ich muss mir auf die Zunge beißen, um nicht auszuführen, dass die Probleme, die uns gerade um die Ohren geflogen sind, daher kommen, weil Shaka unbedingt ihre Urnenablieferungstour just in diesem Moment machen wollte, wo es sinnvoller gewesen wäre, direkt nach Phemis zu fliegen. Der ganze Haufen Banthadung, unter dem wir gerade begraben wurden, haben wir zu einem großen Teil dem Umstand zu verdanken, dass Shaka noch eine Extratour machen wollte! Und das ich nicht ausreichend genug interveniert habe. Damals ging ich noch von einem anderen Zeitrahmen aus und hätten wir uns nicht in die Angelegenheiten anderer Leute gemischt, wären wir immer noch im Zeitfenster.

Nakagos wirre Gedanken

Das war nicht die erste leidige Diskussion zu diesem Thema und auch nicht die Letzte. Wie heißt es so schön: Gewinner suchen Lösungen, Verlierer suchen Schuldige.

Nakago

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« Antwort #266 am: 03. Mai 2020, 15:38:53 »
Besh

Kaum haben wir den Corellia Sektor verlassen, um auf der Corellianischen Schnellstraße in Richtung Coruscant zu fliegen, ruft mich meine kleine Schwester Eloy an. Ich befürchte schlechte Nachrichten, als ich das Gespräch annehme.

"Hallo, kleines Schwesterchen, was ist passiert?", frage ich sofort mit einem hörbar besorgten Unterton in der Stimme, als ihr Holo aufploppt.

"Hallo, großes Schwesterchen, unser alter Freund Khador ist aufgetaucht und hat ein paar Informationen zu verkaufen gehabt. Aber ich habe ihn nachdrücklich davon überzeugt, uns diese Informationen zu schenken. Schließlich schuldet er unserer Familie ja noch was", erzählt Eloy mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

"Khador lebt noch?", hake ich nach, da bei meiner Schwester das Wort "Nachdrücklich" ein Synonym für massive Gewaltanwendung ist.

"Klar, hältst du mich für ein psychopathische Killerin?", fragt Eloy eingeschnappt und verschränkt die Arme vor ihrer Brust.

"Nein!", lüge ich. "Aber ich weiß, wie zerbrechlich normale Menschen sein können."

"Na ja, wie auch immer", erwidert sie gedehnt, als sie meinen Worten wohl keinen Glauben schenkt. "Folgendes: Im Raum der Neuen Republik verschwinden Machtsensitive Wesen in größerer Anzahl und ich werde dem nachgehen!"

"Ist das eine gute Idee?", frage ich etwas bange.

"Denkst du, ich kann keine Nachforschungen anstellen?" Ihr Unterton hat durchaus etwas passiv aggressives. Mein Instinkt rät mir, es ihr auszureden, auch wenn sie dann sauer auf mich wäre. Aber auf der anderen Seite ist meine kleine Schwester eine erwachsene Frau und nicht mehr das kleine Kind. Als hoch trainierte ehemalige Todestrupplerin und Veteranin unzähliger Gefechte sollte sie durchaus in der Lage sein, auf sich aufzupassen. Trotzdem habe ich ein ganz mieses Gefühl bei der Sache.

"Doch, dass kannst du schon!", wiegle ich ab und setze in Gedanken hinzu: "Aber da wird niemand hinter dir aufwischen...."

"Wie auch immer. Ich schnappe mir Lyn und eines der Shuttles, wenn du nichts dagegen hast." Das sagt sie in einem Tonfall, der mir klar macht, auch wenn ich etwas dagegen hätte, wäre es ihr total egal.

"Nein, mach du nur. Sei aber trotzdem vorsichtig und gehe bitte keine unnötigen Risiken ein." Wir tauschen noch ein paar Belanglosigkeiten aus und Eli ist aus der Leitung, nachdem wir uns gegenseitig versichert haben, dass wir uns wirklich lieb haben. Die Sache scheint Kreise zu ziehen. Aber Momentan haben wir andere Probleme. Wie heißt es doch so schön: Ein Problem nach dem andern!

Der Transfer nach Coruscant läuft absolut Problemlos. Noch im Hyperraum bekommen wir einen Eintrittspunkt und Checkpoint genannt, denn wir zu passieren haben.

"Du hast wirklich keinen illegalen Sprengstoff an Bord?", frage ich Shaka, da ich der Frau alles zutraue. Hat sie nicht und ich hoffe mal, sie lügt nicht. Hier in der Hauptwelt der Neuen Republik aufzufliegen könnte hässliche Konsequenzen für uns alle haben und nicht nur für die ach so wichtige Karriere dieser ehemaligen Commander.

Wir kommen am Ziel an und nehmen Kurs auf unseren Checkpoint, eine Plattform mit einem Scannerring. Wir fliegen durch und werden frei gegeben. Vor uns liegt die Welt Coruscant, die nur aus einer einzigen Stadt zu bestehen scheint. Nun kommt der nächsten Anflugvektor und die "Vanguard" tritt in die Atmosphäre ein. Problemlos erreichen wir auch die Oberfläche und fliegen in einen der Tunnel, welche die Ebenen miteinander verbinden. Unser Scoutschiff ist klein genug, um ohne anzuecken bis auf Ebene 1104 vorzustoßen. Weiter runter geht es hier leider nicht. Also müssen wir die Gleiter nehmen. Blöd nur, dass wir nur noch drei Stücken haben. Auf einem Markt in der Nähe bekommen wir ein gebrauchte Model zu einem fairen Preis. So können wir nun in Kolonne zum Ladengeschäft von Valar Rapan fliegen. Wir sind hier in Gegenden, die nicht für Touristen empfohlen sind. Aber wir tragen unsere Sicherheitsrüstungen und offen unsere Blasterpistolen. Wir sehen hier und da Bandenmitglieder und Swoopgangs, aber keiner ist so dumm, sich mit uns anzulegen.

Schließlich erreichen wir den Block, wo die Schwarzmarkthändlerin Valar Rapan ihr Ladengeschäft hat. Der Zugang erfolgt über eine enge Gasse, in der wir nur als Kolonne fliegen können. Nach ein paar Metern und Ecken liegt eine Leiche auf dem Boden. Weequay, Staubmantel mit Gangtags und ein sehr stark gebrauchtes A-280, dass mit nicht originalen Ersatzteilen schon mehrfach repariert wurde. Zwei Wunden im Oberkörper, keine davon sofort tödlich. Ich würde sagen, er hat sich hierher geschleppt und ist dann innerlich verblutet. Wir halten an und lassen uns zurück fallen. Wir parken die Gleiter, ziehen die Waffen und rücken nun militärisch absichernd in die Gasse vor. Kampfgeräusche sind keine zu hören.

Wir schauen uns kurz die Leiche näher an, keine weiteren Erkenntnisse. Eine Ecke weiter finden wir eine weitere Leiche, gleiche Gangtags, Blasterpistole, Mensch und ein Einschussloch im Oberkörper.

Nun kommen wir zu einem Innenhof mit Ladenzeile, die Adresse stimmt und wir sehen den Eingang von dem Laden von Valar Rapan. Die Tür liegt aufgesprengt auf dem Boden, weitere Leichen davor, allesamt von Blaster getroffen. Die Ganger haben offensichtlich den Laden gestürmt und einen hohen Blutzoll dafür bezahlt. Die Leichen sind noch bewaffnet und voll ausgerüstet. Es riecht noch leicht verbrannt, die Körper sind noch warm, aber die Wunden rauchen nicht mehr. Das ist etwa eine Viertel bis Halbe Stunde her. Im Ladengeschäft sind zwei massiv gepanzerte Sicherheitsdroiden mit schweren Blastergewehren zu sehen. Schätze mal, die sind für das Blutbad im Hof verantwortlich. Die Baureihe ist mir unbekannt, wahrscheinlich eine Kleinserie aus einem regionalen Betrieb.

In dem Moment peitscht ein einzelner Blasterschuss, aber kein Strahl ist zu sehen, der auf uns zuschießt oder vorbei fliegt. Der Schuss kam aus dem inneren des Gebäudes. Vielleicht lebt da noch jemand. Abwechselnd rücken wir zur Tür vor, gehen daneben in Deckung und gehen dann rein. Kleiner Laden, Theke, ein paar Regale und eine Treppe nach oben. Schätze mal, dieser Bereich ist nur Fassade, die eigentlichen Geschäfte fanden wohl ein Stockwerk höher statt. Ich übernehme die Spitze, die Dragoner im Anschlag. Die Treppe öffnet sich zu einem weiteren Ausstellungsraum, zerschlagene Vitrinen, Scherben auf dem Boden, mehrere Leichen, zwei zerstörte schwere Sicherheitsdroiden und ein stehender, sehr alt wirkender Duro. Typische blaue Haut, rote Augen, hochgewachsen, Schlapphut, gepanzerte Weste, zwei Silber verchromte LL-30 Blasterpistolen in den Händen.

"Wow! Cad Bane!", rufe ich aus. Wer kennt nicht diesen legendären oder besser gesagt, berüchtigten Kopfgeldjäger, auf dem selbst mal in den Zeiten der Alten Republik die wahnsinnige Summe von 2 500 000 Credits ausgesetzt war. Ist allerdings von den Behörden des Imperiums begnadigt worden. "Ich dachte, du bist tot!"

"Das dachten schon viele", meint Cad Bane etwas schleppend, seine Waffen immer noch auf mich gerichtet. "Haben wir ein Problem?"

"Nein, ich denke nicht. Außer, du hast dieses Massaker veranstaltet."

"Erstaunlicherweise bin ich nicht für jedes gewaltsame Ableben in der Galaxis verantwortlich. Die Sauerei war schon, als ich gekommen bin. Hatte noch eine Unterhaltung mit einem der Angreifer, habe ihn gerade von seinen Qualen erlöst", erzählt der Duro in einem Tonfall, als würden wir uns über das Wetter unterhalten. Neben ihm liegt ein toter Rodianer, ein gutes Dutzend Einschusslöcher, elf in den Gliedmaßen, eine zwischen den riesigen Augen. "Ich wäre hier fertig."

"Dann steht es dir frei, zu gehen", meine ich und mache den Weg frei. Wir rochieren etwas und der legendäre Kopfgeldjäger zieht seines Weges. Ich schaue ihm kurz nach und frage mich, was dieser Mann hier zu suchen hatte.

"Kennst du den?", fragt Shaka mich.

Nakagos wirre Gedanken

Ja, unser Spielleiter bringt doch noch einen offiziellen und bekannten Charakter aus The Clone Wars ins Spiel. Inzwischen hat Cad Bane in diesem System sogar ganz offiziell seine Werte. Ich fand das echt klasse, auf diesen absolut abgebrühten und wirklich berüchtigten Kopfgeldjäger zu treffen.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #267 am: 05. Mai 2020, 14:04:24 »
Cresh

"Kennst du den?", fragt Shaka mich, nachdem Cad Bane den Laden verlassen hat.

"Das war Cad Bane!", meine ich dazu nur.

"Muss mir der Name was sagen?", fragt mich auch Edna. Das er als Hapaner mit dem Namen des Kopfgeldjägers nichts anfangen kann, leuchtet mir ein. Aber Shaka sollte den Namen eigentlich schon mal gehört haben.

"Cad Bane ist wohl der berühmteste und sicherlich auch der berüchtigste Kopfgeldjäger der Galaxis. Er hat einen Hutten aus einem Hochsicherheitsgefängnis hier auf Coruscant befreit, in dem er Geiseln im Senat genommen hat. Auch hat er das Jediarchiv in den Klonkriegen erfolgreich infiltriert und wertvolle Daten gestohlen. Einmal hat er en Kanzler entführt und 2 500 000 Millionen Credits betrug sein Kopfgel. Neben Boba und Jango Fett gilt er als der bekannteste Kopfgeldjäger der Galaxis", erzähle ich begeistert.

"Bist du in seinem Fanclub?", fragt Edna mich weiter aus.

"Nope! Aber man begegnet schließlich nicht jeden Tag eine solche Koryphäe." Irgendwie können die anderen Crewmitglieder meine Begeisterung nicht teilen. Ist vielleicht auch nicht der beste Ort dafür, immerhin ist das ein Tatort.

Wenig überraschend ist Valar Rapan unter den Toten. Offensichtlich war dies ein Raubmord und dazu ein ziemlich primitiver. Es gibt sicherlich leichtere Ziele, die nicht über vier schwere Sicherheitsdroiden verfügen. Scav logt sich in den hier stehenden Computer ein und findet heraus, dass Valar wohl recht erfolgreich mit Jediartefakten Handel getrieben hat. Allerdings befinden sich ihre wirklich wertvollen Objekte gar nicht hier, sondern in Verstecken, die zwar in Kürzeln hinter den Gegenstände aufgeführt sind, aber es ist nicht ersichtlich, wo sich diese geheimen Lagerorte befinden.

Signifikant sind aber die Preise für Jediartefakte, als für echte, nicht den billigen Ramsch, in den letzten Monaten sprunghaft gestiegen. Jemand Finanzstarkes kauft wohl über Gebühr den Markt leer und verteuert so die Ware. Angebot und Nachfrage eben. Auch werden öfters detaillierte Karten vom Tempel nachgefragt. Die Händlerin Rapan hatte auch einen Termin in etwa zwei Stunden in einer Cantina mit dem Namen "Yaddles Ecke" auf Ebene 1317 mit einem gewissen Rey Bilka, wo es wohl um den Tempel ging. Nun ja, den Termin wird sie nicht mehr wahrnehmen können, wir eventuell schon.

Derweil suche ich nach Geheimverstecken und finden mehrere Knöpfe unter der Theke. Zwei davon gleichzeitig gedrückt lässt ein Regel nach hinten fahren und gibt einen weiteren Raum frei. Darin befindet sich eine Werkstatt und ein Protokolldroide der C-Klasse, der aber schwer beschädigt ist und wie es aussieht, schon ziemlich lange. C3W8, ist ein Experte zum identifizieren von Jedigegenständen und hat die Möglichkeit, aufgrund von Kristallen die Vergangenheit eines Gegenstandes zu "erfühlen". Sieht beinahe so aus, als hätten wir den ersten Machtsensitiven Droiden gefunden. Und er hat auch "gesehen", was passiert ist, da er mit einigen versteckten Kameras im Laden verbunden ist. Wir sehen, wie die Gang den Laden stürmt und zum großen Teil dabei drauf geht, bis schließlich auch unter großen Opfern die Sicherheitsdroiden zerstört werden. Am Ende erscheint dann wohl der Auftraggeber, Mann, weiß, irgendwo zwischen dreißig und fünfzig, dunkle Haare, gute, schon für diesen Ort viel zu feine Kleidung. Sein Gesicht sieht recht durchschnittlich ohne wirkliches Merkmal aus. Er wird von mehreren richtigen Söldnern begleitet, also Leute mit Rüstung und Waffen, die nicht aussehen, als hätte man sie mit viel Liebe wieder zusammen gebaut. Valar lebt noch und die beiden unterhalten sich. Der Ton scheint aktiv gestört zu sein. Ich bin sicher, dass der Mann in Wirklichkeit auch nicht so aussieht wie auf dem Bild, dass eh recht schlecht ist. Wahrscheinlich Holofeld. Am Ende des Gesprächs macht der Mann eine Geste zu einem der Söldner, der daraufhin Valar Rapan einfach exekutiert. Die Söldner ziehen mit ihrem Chef ab, die Ganger plündern den Laden, zwei bleiben zurück. Cad Bane taucht auf, erschießt einen, foltert den anderen und erschießt ihn dann auch. Zum Schluss tauchen wir wenig überraschend auf.

Wenn wir Zeit hätten, würde ich mich jetzt eingehend mit diesem Laden beschäftigen, den Gleiter suchen, den Valar immer benutzt hat, den Speicher des Navitagionssytem auslesen und die Verstecke suchen. Und natürlich würde ich mich eingehend mit ihrem Mörder befassen. Von irgendwo muss er gekommen sein, irgendwo hin muss er hin. Aber all das entfernt uns nur von unserem Ziel, die Codes und Hintergrundinformationen zu beschaffen, um damit Wattoo zufrieden zu stellen. Wirklich ernsthaft will wohl  niemand einen Hutten zum Feind haben, wenn wir nicht für eine sehr lange Zeit auf der Flucht sein wollen oder die Sache auf andere Art zu Ende zu bringen. Ich denke schon, dass wir ihn umgebracht bekommen. Dann müssen wir auch seine Kinder umbringen und Hutten haben doch die Tendenz, es ist nicht prickelnd zu finden, wenn man ihre Landsleute umbringt. Wirklich sauber kommen wir aus der Sache nicht mehr heraus. Der ganze Schlamassel hat in dem Moment angefangen, wo wir von General Gale mit Lyn Kairn in ein Team gesteckt wurden. Wir wussten ja, das ein Kopfgeldjäger hinter ihr her war. Natürlich wusste niemand, was sich daraus entwickeln würde und hat ja auch sehr lange Zeit überhaupt keine Auswirkungen gehabt. Das ganze hätten wir noch stoppen können, als Kapitän Zarosch von der "Vantika" uns vom Krustenknacker erzählt hat. Hätte ich gewusst, was daraus erwachsen würde, ich hätte ihn und Daraka über den Haufen geschossen. Aber hinter her ist man bekanntlich immer schlauer.

In einem Safe im Hinterzimmer finden wir noch etwas Schmuck, aber leider kein Bargeld. Es ist Zeit von hier zu verschwinden. C3W8 nehmen wir mit, auch wenn Scav und ich ihn tragen müssen. Ohne Probleme schaffen wir es zu unseren Gleitern und fliegen weg zurück zur "Vanguard". Ohne Zwischenfälle kommen wir zu unserem Schiff, bringen C3W8 zu unserer Werkstatt und fliegen dann sofort wieder mit den Gleitern los, um noch rechtzeitig zu "Yaddles Ecke" zu kommen. Die Cantina liegt in einer sehr finsteren Gegend direkt an einem Verbindungsschacht. Wenn man mit Schwung aus der Tür kommt, hält einen nur ein niedriges Geländer auf, bevor man ziemlich lange in die Tiefe stürzt. Wir parken unser kleinen Jumperbikes vor der Cantina und gehen rein. Die Klientel sind Leute mit offen getragenen Waffen.

Rey Bilka ist im Hinterzimmer zu finden, aber davor steht ein betrunkener Nikto als "Türsteher". Der will uns nicht rein lassen, also trete ich ihn kurzerhand um, da meine Geduld sich recht schnell zu Ende neigt und Gewalt immer viel Zeit spart. Das Hinterzimmer besteht aus deinem Sabacctisch, aber da spielt niemand, sondern liegt eine Karte vom Tempel. Der hintere Teil des Zimmers nimmt ein riesiger Droide ein, der auf Baustellen regelmäßig zu finden ist. Wollen die was einreißen? Ein Mensch um die Fünfzig mit grauem Schnauzbart ist wohl der Anführer. Ein Weequay sieht aus wie ein Hacker, da er offen die notwendige Ausrüstung mit sich herumträgt. Ein Rodianer ist ebenfalls am Start und natürlich Cad Bane.

"Wer zum Fierfek seid ihr denn?", fragt Bilka und der Droide klappt etwas aus, was nach dem Lauf eines Repetierblasters aussieht.

"Ich bin Lyra Askana und wir sind die Crew der "Vanguard", stelle ich mich mal vor.

"Die sind in Ordnung, lasst sie ihr Sprüchlein aufsagen", meint Cad Bane, nachdem er seinen Zahnstocher ausgespuckt hat.

Nakagos wirre Gedanken

Konspirative Treffen in Hinterzimmer einer Bar/Cantina. Jedem alten Shadowrunspieler geht doch da das Herz auf.

Nakago

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« Antwort #268 am: 07. Mai 2020, 20:37:19 »
Dorn

"Wir wollen in den Tempel, ihr wollt in den Tempel. Warum legen wir unsere Ressourcen nicht zusammen?", frage ich einfach mal frech heraus. Momentan haben wir ja keinen Plan, da rein zu kommen, da die Frau, die uns hätte da eventuell reinbringen können, leider das zeitliche zur Unzeit gesegnet hat.

"Ihr kommt wie aufs Stichwort!", meint Rey Bilka und mir wird klar, dass wir offene Türen einrennen. Die haben einen Plan und das buchstäblich. Aber um den Plan umsetzen zu können, muss jemand von innen heraus eine Wartungsschleuse öffnen, die eben nicht von außen geöffnet werden kann. Sprich, der Hacker muss ich im Innern des Tempels befinden, um das restliche Team rein lassen zu können. Und da kommen wir ins Spiel. Es gibt zwei reiche Twi´lek Damen, die eine Einladung zur Gala im Tempel haben, die während des Konzils für Gönner und Spender gegeben wird. Die beiden Partylöwinnen gelten als Expertinnen und Sammler von Jediartefakten. Auch lassen sie gerne Credits für Wohltätigkeiten springen. Wir müssen die uns nur "verschwinden" lassen, Shaka als eine der Schwestern verkleiden, ihre Eintrittskarten benutzen und Scav als Protokolldroiden einschleusen. Das ist doch ganz einfach!

Ist es natürlich nicht! Aber wir werden das Kind schon schaukeln. Wir tauschen unsere Comfrequenzen aus und versprechen uns zu melden, sobald wir die Karten haben. Ria und Alantia Lothyr haben in Loas Garten Quartier bezogen, einem luxuriösen und bekannten Casinokomplex auf der Oberfläche. Die Familie Lothyr hat ein gut florierendes Handelsunternehmen und die Töchter haben mehr Credits als Verstand.

Das einfachste wird sein, wir geben uns als Händler für Jediartefakte aus, haben ja das eine oder andere inzwischen gesammelt, wenn das meiste auch eher Sithkram ist. Aber wir haben die Aufzeichnungen, einige Gegenstände und das Lichtschwert von Una Batri. Damit lässt sich schon was anfangen. Also stellen wir ein Portofolio zusammen aus Lichtbildern und Daten. Hoffentlich reicht das, um die raus zu locken. Wir mieten dazu eine Limousinengleiter, leider mit fest eingebauten Droidenpiloten mit dazu. Das gefällt mir nicht, aber uns fehlen momentan die Mittel, uns einen eigenen zu kaufen, da die nicht gerade billig sind. Unsere Gemeinschaftscredits sind gerade in der Ladung gebunden, die wir hier nicht gut an den Mann bringen können. Die wo sich hochwertige Maschinen leisten können, haben eine große Auswahl und damit gibt es einen starken Preiskampf. Und die wo die wirklich brauchen, können die nicht bezahlen. Wie üblich, ist das nicht optimal.

Zuerst sollen Shaka und ich die Händler mimen. Shaka, weil sie sich für redegewandt hält und halbwegs was vom handeln verseht und ich komm mit, um die beiden Twi´leks zu überwältigen. Als wir uns verkleiden und auf die Rolle einstimmen, wird Shaka immer zickiger. Wieder das alte Lied, dass diese kriminellen Aktivitäten ihrer Karriere schaden. Als ob wir das hier aus Spaß oder reiner Geldgier machen würden. Wir haben uns da rein ziehen lassen, ist nicht gut gelaufen und wir sind gerade von einem Haufen Banthadung begraben wurden.

"Ich fände es echt Toll, wenn du aufhören könntest zu jammern und dich darauf konzentrieren, was notwendig ist, die Sache glimpflich für Alle zu beenden", werde ich schließlich deutlich, kurz bevor mir wirklich der Kragen platzt.

Ich wage mal zu behaupten, dass einiges Notwendig ist, um mich zum ausrasten zu bringen, aber Shaka steht kurz davor, es zu schaffen. Kaum habe ich mich beruhigt und will unser Portfolio an Gegenständen durchsprechen, dass wir uns nicht widersprechen, fängt sie wieder mit der alten Leier an. Es gibt zwei Möglichkeiten, entweder ich lasse sie stehen oder ich bring sie um. Irgendwann ist einfach mal Schluss!

Ich entscheide mich fürs Erstere, lasse Shaka einfach stehen und wende mich an Edna. Der wirft sich ohne Gejammer in Schale und wir kriegen es im ersten Anlauf ohne Ärger, Herumgezicke oder Gezanke gebacken, unsere Geschichten und Portfolio abzugleichen.

Der Casinokomplex ist in einem Sternenkratzer untergebracht. Wir schweben in einen Hangarbereich ein und werden vor dem Eingangstor abgesetzt. Wir sind beide verkleidet und ich hoffe mal, unsere Maske hält. Unsere Limousine parkt sich in der Nähe auf Abruf ein. Der Eingangsbereich ist ziemlich nobel eingerichtet. Da ist der Rote Turm richtig ärmlich dagegen. Eine der Schwestern, Ria, zockt Sabacc mit fünf Männern und nach dem großen Stapel an bunten Chips vor ihr zu schließen, dürfte sie am gewinnen sein. Ihre Schwester Alantia finden wir etwas abseits, wie sie gerade ein paar Kunstwerke in Augenschein nimmt, die für eine Versteigerung im Casino vorgesehen sind. Der Direktor persönlich erklärt ihr ein Gemälde, dass Darth Vader darstellt, den dunklen Ritter, die rechte Hand des Imperators. Einer der schlimmsten Kriegsverbrecher des Galaktischen Bürgerkrieges.

Interessanter ist ein Drall in Anzug, der hinter der Twi´lek wie ein Nerf hinter seinem Leitbullen her wackelt. Offensichtlich ihr Leibwächter. Wobei ich mir jemand anderes als so eine halbe Person als Bodyguard eingestellt hätte. Ein weiteres kleines Problem, aber damit sollten wir fertig werden können. Ich drängle mich dann irgendwann einfach mal dazwischen und fange mit Alantia ein Gespräch an, bei dem sich auch Edna einklinkt und wir werfen uns die Bälle zu. Klappt ganz gut und ich kann ihr unsere Mappe mit "unseren" Jediartefakten zeigen. Alantia zeigt sich durchaus interessiert an der Hinterlassenschaft von Una Batri und ihrem Schwert. Leider gelingt es uns nicht im ersten Anlauf, da die Twi´lek gerne die Echtheit bestätigt sehen möchte. Und der Direktor wäre zu gerne bereit, sein Labor dazu zur Verfügung stellen zu dürfen.

Nun gut, dass ist kein Beinbruch, da sich das Lichtschwert an Bord des Schiffes befindet. Wir entschuldigen uns, um es holen zu können. Vorher frag ich Lyn, ob wir "ihre" Waffe dazu benutzen dürfen. Damals hat unsere Pilotin und angehende Jedi sich ja diese Beute gesichert. Da Lyn uns vertraut, bekommen wir ihr OK. Also los! Wir bringen nun das Lichtschwert zum Casino und dem Direktor.

Der führt uns mit Alantia in Labor, dass ziemlich gut ausgestattet ist. Genau genommen ist es eigentlich eher eine Werkstatt. Ein Droide einer mir unbekannten Baureihe untersucht das Schwert. Derweil unterhalten Edna und ich uns etwas mit Alantia und zwangsweise auch dem Direktor. Ich könnte dieses Gespräch ja genießen, aber wir haben leider finsteres im Sinne. Nicht nur Shaka findet die momentane Situation hässlich, aber darüber immer nur zu jammern bringt uns daraus nicht heraus. Jetzt heißt es es eben Zähne zusammenbeißen und durch!

Wenig überraschend bestätigt der Droide die Echtheit des Schwertes, haben wir es doch aus den erstarrten Händen von der geklonten Una Batri geborgen. Sofort entbrennt ein Bieterstreit und Alantia ist tatsächlich bereit, 350 000 Credits zu bezahlen. Das ist der Gegenwert eines voll ausgerüsteten Gozanti Kreuzers mit vier Zwillingsturbolaser in ebenso vielen Türmen. Da könnte man durchaus schwach werden und das Geschäft wirklich durchziehen. Natürlich haben wir noch anderes cooles Zeug und Alantia ist durchaus bereit, nun mit uns zu kommen.

Unterwegs sammelt sie ihre Schwester ein und der Leibwächter lässt sich nicht so einfach verscheuchen. Wir geben ihm eine falsche Landeplattform an und fliegen mit unserem Gleiter los. Ria ist durchaus über die Hintergrundgeschichte der geklonten Jedi äußerst angetan und Edna erzählt frei heraus von Darth Varak und dessen Netzwerk aus roten Kyberkristallen. Recht schnell kommt er in Regionen, die Außenstehende nichts angehen. Zeit, dem ein Ende zu bereiten. Ich hole  das Modell 77 heraus und schaffe es noch, auf Alantia zu richten. Getroffen und betäubt sinkt sie zusammen. Im nächsten Moment wird mir wie von Zauberhand die Waffe aus der Hand gerissen und knallt mit voller Wucht gegen Ednas Schädel. Das hat dem Hapaner sichtlich weh getan und er blutet aus einer Platzwunde. Ria ist offensichtlich eine Machtanwenderin und keine schwache. Fierfek!

Nakagos wirre Gedanken

Unser Spielleiter kapiert nicht ganz, dass man mit Telekinese keine Gegenstände aus den Händen reißen kann, dazu braucht man eine andere Kraft.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #269 am: 10. Mai 2020, 17:31:00 »
Esk

Sofort springe ich sie an. Die Twi´lek versucht mich tatsächlich mit einem Teräs Käsi Griff zu blocken. Wie süß! Bei einem ungeübten Angreifer hätte sie sicherlich Erfolg gehabt, aber ich kontere ihren Griff und im nächsten Moment bin ich schon hinter ihr. Jetzt kommt mir das virtuele Imperiale Attentäter Training zu Gute und nehme die Frau in einen Würgegriff. Sie rammt mir mehrmals den Ellenbogen in die Seite, was aber von meiner implantierten Panzerung aufgefangen wird. Dann erschlafft sie endlich und ich lasse sie sanft zu Boden gleiten. Das lief jetzt nicht so wie eigentlich geplant. Edna ist nun nicht mehr länger im Bann der "Hexe" und kann wieder normal agieren.

Wir wickeln die beiden bewusstlosen Twi´lek in Stoffbahnen und schaffen sie als Warenmuster getarnt auf die "Vanguard". Scav schafft es im zweiten Versuch sich in den Kommunikator von Ria zu hacken, nachdem dem das bei Alantia gescheitert ist. Wir schicken dem Drall Leibwächter eine Nachricht, dass sich unser Ziel geändert hat, locken ihn in den Wagen und betäuben auch ihn. Ein weiteres Warenmuster wandert auf unser Schiff. Unsere Gäste werden von Besh 42 betäubt gehalten und wir haben nun die Eintrittskarte. Sieht so aus, als würde nur eine Schwester kommen. Wir geben Rey Bilka Bescheid, dass wir rein kommen können. Wir bekommen die Daten für einen Treffpunkt vor dem Einbruch übermittelt.

Nun gilt es Shaka aufzuhübschen, dass sie aussieht wie Alantia. Das ist ein ziemlicher Akt, genau so stressig ist es Scav eine hübsch glänzende Verschalung anzubringen. So was mag der Droide überhaupt nicht. Aber schließlich sind wir vorbereitet und die Sache kann steigen. Da ich mit dem schlimmsten rechne, da es bekannt ist, dass Cad Bane seine Kameraden meist überlebt, ziehen Edna und ich unsere militärischen Servorüstungen an.

Als wir los wollen, bekomme ich eine Nachricht von meiner kleinen Schwester. Das Holo von Eloy baut sich auf, daneben ist nicht nur Lyn, sondern auch Tory zu sehen.

"Hallo Schwesterchen. Wir sind kurz vor Corellia und schau mal, wer sich an Bord geschlichen hat", meint Eli durchaus vergnügt, während Tory nicht so ganz glücklich aussieht.

"Na, welch Überraschung", meine ich dazu nicht im mindesten überrascht. Tory hat sich zum Schatten meiner Schwester entwickelt. Mir liegt ein blöder Spruch auf den Lippen, lasse es aber sein.

"Pass gut auf Tory auf", meint Shaka, die denkt, sie könnte Tory in irgend einer Form beeinflussen. Ich frage mich, wie lange es dauern wird, bis die ehemalige Comanderin realisiert, dass so jemand wie Tory nicht durch Worte zu erziehen ist. So jemand muss seinen eigenen Weg gehen, man kann höchstens die Richtung durch beispielhafte Taten zeigen und darin ist Shaka nicht wirklich gut, um es mal vorsichtig auszudrücken.

"Klar! Wollte nur sagen, dass wir schon ein paar Infos haben und uns nachher mit jemanden in Sektor Blau treffen werden."

"Mach nichts, was ich nicht auch tun würde", versuche ich Eli etwas zu bremsen.

"Klar, mach dir keine Sorgen, Schwesterchen. Wir kriegen das Kind schon geschaukelt. Hab dich Lieb!".

"Hab dich auch Lieb!" Und damit ist das Gespräch beendet. Mal sehen, was dabei noch rauskommen wird. Wir haben momentan einfach zu wenig Probleme, Gegner und Kriegsschauplätze. Da brauchen wir unbedingt auch noch die Sithproblematik, um die wir uns so nebenbei auch noch kümmern müssen. Die Macht meint es definitiv zu gut für uns oder sie denkt, wir könnten uns einfach langweilen, wenn wir gegen eine berüchtigte Verbrecherorganisation vorgehen, einen undankbaren und ebenso ungeduldigen Hutten im Nacken haben und um uns äußerst gefährliche Hinterlassenschaften einer außergalaktischen Xenosrasse herumschlagen müssen.

Nun können wir endlich los und treffen uns mit Bilkas Crew am vereinbarten Treffpunkt. Wir dringen mit der Hilfe von dem riesigen Droiden Magnus, der einfach einen Tunnel gräbt, in einen Versorgungsschacht mit Bane und seinen Jungs ein, während Shaka und Scav als S-Team die Gala infiltrieren. Wenn das mal nur gut geht. Wir stehen nun vor der massiven Luke aus geschichtetem Cortosis und warten, bis die sich öffnet.

Ich bin schon ziemlich aufgeregt, diesen geschichtsträchtigen Ort zu besuchen. Vor dreißig Jahren war das der zentrale Tempel eines Ordens mit fast zehntausend Mitgliedern. Nun ist der Orden zerschlagen und die wenigen Jedi sind ein kläglicher Haufen im Vergleich zu früher. Mal sehen, was Commander Skywalker da noch auf die Beine stellen kann.

Schließlich löst sich das S-Team erfolgreich vom "Gegner", klettert durch Lüftungsschächte bis sie ein leeres Büro mit Anschluss finden. Und da öffnet sich auch schon die massive Luke und schwingt hydraulisch nach außen. Wir passieren eine weitere Luke und sind drin. Über den Wartungsschacht arbeiten wir uns nun vor. Der riesige Droide Magnus hat Probleme im engen Schacht, alle anderen kommen problemlos voran.

Schließlich landen wir in den heiligen Hallen des Archivs und seilen uns von der Decke ab. Ich hüpfe einfach mit meinem Jetpack herunter und Cad Bane hat praktische Raketenstiefel. Während Bilka sich mit Magnus an dem Tor zu schaffen macht, dass zur Holocronkammer führt, hackt Scav sich erfolgreich in das System.

"Die Daten wurden vom Zentralarchiv ins Sperrlager im Kommunikationsturm verlegt", verkündet unser Droide die frohe Botschaft.

"Fierfek!", meine ich dazu nur, da wir nun einen Ausflug den halben Tempel machen dürfen. Zum Glück ist hier oben um diese Zeit tote Hose. Ist man erst einmal in den oberen Stockwerken und hat einen guten Scanner, ist es recht einfach, sich hier frei fortzubewegen. Allerdings gibt es das Problem, dass der Fahrstuhl zum Sperrarchiv hoch im Turm nur mit Berechtigungskarte möglich ist und dass dann das eigentliche Sperrarchiv nur von Protokolldroiden betreten werden darf. Na Prima!

Aber zum Glück gibt es hier ein Labor in dem noch ein Wissenschaftler arbeitet, der eine Berechtigungskarte für den Fahrstuhl hat. Also in den Vorraum würden wir so schon kommen. Dann müssen eben noch einen Protokolldroiden schnappen, ihn kurz umprogrammieren und schon klappt die Sache. Ich verbreite Optimismus, wobei ich innerlich am liebsten laut schreien möchte. Immer wenn ich denke, schlimmer kann es gar nicht mehr kommen, werde ich eines besseren belehrt. Aber jammern hilft bekanntlich nicht, sondern nur Taten.

Also arbeiten wir uns zum Labor vor, Scav öffnet die Tür und meine Dragoner betäubt den Wissenschaftler, bevor der überhaupt merkt, was ihm geschieht. Edna erledigt einen von zwei assistierenden Protokolldroiden mit seiner Ionenwaffe, der andere wird von Shaka zerstört. Ich schnappe mir die Karte vom rodianischen Wissenschaftler und Scav programmiert den betäubten Droiden soweit um, dass er uns die Daten besorgen wird. Jetzt müssen wir dem Droiden nur noch den Weg frei machen. Wieder arbeiten wir uns durch unendliche Gänge vor. Ich würde gerne hier und da verweilen um einzelne Details im Gebäude zu betrachten. Aber wir sind ja hier nicht als Touristen, sondern haben einen Job zu erledigen, den wir nicht erledigen wollen. Und doch tun wir das, was ein verdammter Hutte will.

Ich fokussiere mich und blende meine negative Gefühle so gut es geht wieder aus. Jammern hilft uns hier bekanntlich immer noch nicht weiter, sondern Taten. So langsam merke ich, dass Shaka mich mit ihren negativen Gefühlen angesteckt hat. Meine Mutter hat immer gesagt, umgebe dich mit positiven Wesen, denn die negativen Gefühle ziehen dich nur runter. Und wieder mal entpuppt sich meine Mutter als sehr weise Frau. Wie gut, dass ich nur wenig Machtsensitiv bin, ich wäre nämlich eine verdammt schlechte Jedi. Wie auch immer, ich bekomme meinen Kopf endlich klar und es kann weiter gehen.

Alles klappt gut, bis wir auf den Eingang zum Fahrstuhlschacht stoßen. Natürlich steht hier ein schwer gepanzerter Wachdroide, was ja auch Sinn macht. Das Teil sieht aus wie eine Weiterentwicklung eines B2. Schwerer gepanzert, größerer, mit Sensorphalanx versehener Kopf und auf seinen Armen sind zwei gekoppelte schwere Balstergewehre montiert. Mit dem ist nicht zu spaßen! Wir überlegen, ob wir den irgendwie wegbekommen, ohne dass Waffen sprechen. Aber niemanden fällt was ein, was funktionieren könnte. Selbst mir will keine zündende Idee kommen. Weglocken dürfte keine Option sein, da er wahrscheinlich Verstärkung rufen würde, statt selbst nach zu sehen. Durchbluffen ist nicht, trotz der Karte. Der wird wissen, wie der gute Doktor aussieht, dem die Karte eigentlich gehört. Also bleibt nur Gewalt übrig. Ich geh in Stellung, ziele, fokussiere mich, werde eins mit der Waffe und dem Ziel und ziehe sauber ab. Meine Garbe trifft und der Droide kippt einfach zur Seite. Hoffentlich hat niemand den Lärm gehört.

Sofort rücken wir vor, ziehen die Karte durch den Schlitz und die Tür öffnet sich. Und ein Protokolldroide schaut uns an. Dann verpasse ich ihm ein drittes Auge und das Problem ist gelöst. Gewalt ist eben immer auch eine Lösung. Wir ziehen die Trümmer des Sicherheitsdroiden in die Kabine und fahren hoch in die Ebene, wo sich das Sperrarchiv befindet.

"Ich hoffe mal, dass dieser Zavakis die Daten nicht versendet hat", unkt Scav. Was durchaus möglich, aber doch eher unwahrscheinlich ist. Aber auf der anderen Seite haben die Sith bewiesen, dass sie gut darin sind, Agenten in den höchsten Ämter zu platzieren. Der letzte war zuerst Senator und dann viele Jahre Kanzler. Und Geschichte wiederholt sich bekanntlich.

Der Turbolift hält. Scav hat sich in eines der erbeuteten Tarnfelder gehüllt und läuft hinter unserem Protokolldroiden einfach her. Der Rest bleibt in der Kabine und hofft auf das Beste. Schließlich kommt Scav mit großer Datenausbeute zurück.

"Die gute Nachricht ist, wir haben die Codes! Die schlechte Nachricht ist, die Koordinaten sind gelöscht worden!", verkündet Scav, als er zurück kehrt. Na Prima! Wieder kocht eine Welle an negativen Gefühlen hoch.

Nakagos wirre Gedanken

Genau diese Information hätten wir doch gebraucht, um in aller Ruhe unverbindlich nachzusehen, was für Folgen die Sprengung des Krustenknacker nun eigentlich hätte. Aber es war unglaublich cool den ehemaligen Jedi-Tempel zu infiltrieren.

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