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Autor Thema: Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story  (Gelesen 15704 mal)

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Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #315 am: 27. August 2020, 15:29:07 »
Cresh

Ich beiße die Zähne zusammen, als sich das ionisierte Plasma sich durch meine Rüstung bohrt. Autsch, dass hat jetzt weh getan! Shaka ergeht es noch schlechter, da sie komplett zu Boden geht. Der Kampf läuft nicht so, wie er sollte. Trotz des Überraschungseffektes hat unser plötzlicher Angriff nicht die durchschlagende Wirkung, die ich mir von ihm erhofft habe. Natürlich hat der Feind die numerische Überlegenheit, aber wir greifen komplett unerwartet aus zwei verschiedenen Richtungen an und die von mir erhoffte Konfusion in den Reihen unseres Gegners ist vollkommen ausgeblieben. Nicht gut!

Nun ja, nicht zu ändern. Dafür sitzt meine nächste Garbe um so besser. Zuerst schieße ich den Droiden um, der mich verletzt hat, dann noch einen der schweren. Nescha macht Fortschritte und Scav schafft es nun endlich mit der Sentry auch was zu treffen und nicht nur Löcher in die Wände zu stanzen. Edna rückt vor und mäht weitere Droiden nieder.

Die Bohrmaschine dreht nun und versucht Edna zu rammen, der gegenüber meine Position Stellung bezogen hat. Er hat sich hinter der Ecke eines Containers verschanzt, der wohl als eine Art Werkstatbereich herhalten muss. Der Bohrer rammt sich durch den Container und treibt Edna ins Freie. Ich warte nicht, bis die den Hapaner mit dem riesigen Bohrkopf zermalmen. Ich eile aus meiner stabilen Stellung heraus und versuche hinter die Maschine zu kommen, da dort eine offene Luke ist, durch die ich die Besatzung beschießen kann. Mit einem Sprung schaffe ich es, gerade noch rechtzeitig einen guten Winkel zu erreichen und schieße die Besatzung zu Klump. Die Maschine dreht sich auf der Stelle im Kreis, schrammt über die Felsen an der Wand und ein Hagel von Steinbrocken hämmert auf mich hinein. Diese Steine sind nicht in der Lage, die Rüstung zu durchschlagen, aber allein der Aufprall treibt mich zurück in die Trümmer des Containers. Hart komme ich auf und ich glaube, ich hab mir gerade eine Rippe angeknackst.

"Fierfek!", meine ich, rapple mich auf und mach, dass ich aus dem Vernichtunsradius der immer noch wild um die eigene Achse rotierende Bohrmaschine komme. Auch Edna hat es Geschafft, auf Abstand zu gehen. Die restlichen Droiden nieder zu kämpfen ist nun kein Problem mehr, da sie nun in unserem Kreuzfeuer zusammen geschossen werden. Geht doch! Damit hätten wir die erste gegnerische Gruppe von uns erledigt. Ich gebe mir ein Stimmpack und lasse gleich die leere Kartusche nachladen, so dass mein  Drogenspender wieder seine drei Ladungen hat. Auch Shaka bekommen wir wieder auf die Beine. Hier liegen viele hochwertige Waffen herum, aber es leider nicht an der Zeit, die hier mitzunehmen, schließlich haben wir noch ein Ziel zu verfolgen, nämlich Urdaa.

Unser Feuerüberfall ist nicht von der anderen Gruppe registriert worden. Wahrscheinlich macht der Bohrpanzer einfach zu viel Lärm und Nescha ist es gelungen, die Kommunikation zu blockieren. So was ist schon praktisch. Schade, dass wir so was nicht hinbekommen.

Nun wird es etwas haariger werden, da der Feind hier einen Panzer hat, den wir erst knacken müssen. Dafür habe ich den richtigen Öffner dabei, aber nur noch zwei Raketen. Die müssen reichen. Ich hoffe, dass diese den Panzer nur so weit beschädigt, dass Urdaa noch ausbooten kann. Tot ist sie nur die Hälfte wert.

Der Angriff hier lief jetzt schon nicht so gut, wie geplant. Trotz ihrer schlechten Aufstellung und Sorglosigkeit war es hart, sie nieder zu kämpfen. Auf der rechten Seite ist ein kompletter Zug mehr und die haben mehrere Executer in ihren Reihen. Ein Spaziergang wird das nicht. Mein Blick fällt auf den Bohrer, der inzwischen aufgehört hat zu kreiseln. Wahrscheinlich ist irgendwann eine Automatik eingesprungen, um den Bohrer anzuhalten. Ich komme mir etwas blöd vor, Shaka vorzuschlagen, den Bohrer in eine rollende Bombe zu verwandeln. Normalerweise ist es ja die blaue Twi´lek, die alles mögliche in die Luft jagen will. Jetzt, wo es mal richtig sinnvoll und taktisch klug ist, ziert sie sich. War ja klar! Rational war Shaka noch nie und wieder mal wird mir klar, warum ihre Zelle so gescheitert ist. Die Frau hat kein Gespür dafür, wann welche Maßnahme wann sinnvoll ist. Es wundert mich nur, dass dies keiner aus ihrer Zelle erkannt hat.

Nun ja, nach etwas hin und her bequemt sich unsere Sprengstoffexpertin ihren Job zu machen, nachdem ich sie ausnahmsweise mal motiviert habe, dass zu tun, was Notwendig ist. Scav und ich manipulieren die Steuerung, so dass wir eine gewisse Programmabfolge einprogrammieren können. Ist nicht so schwer, da es nur darum geht, gerade aus zu fahren. Aus reichlich vorhandenen Treibstoffkanistern und der immer noch gefüllten Tankstelle gelingt es Shaka dieses Gefährt in eine rollende Bombe zu verwandeln. Wir fahren es in seine Ausgangsstellung und verdämmen dann den hinteren Teil so gut wie mit unseren Mitteln möglich. Nun kann es losgehen.

Während Nescha den Gegner von hinten aufrollen wird, werden Scavangerbot und ich uns um Urdaas Panzer kümmern und den Gegner dann von vorne her aufrollen. Shaka und Edna werden in die Flanke fallen. Das wird nicht einfach werden, aber wenn wir es einfach hätten haben wollen, wären wir nicht hier. Ich hoffe nur, dass die Explosion am Anfang einen großen Teil der Droiden zerstören wird. Drei volle Züge sind doch eine Nummer zu groß für uns.

Die Annäherung über den Klammweg klappt ohne Probleme. Jenseits der Klamm kann ich durchaus Bewegungen mit meinem Scanner erfassen. Aber offensichtlich scheinen die Spinnen ein Problem damit zu haben, über die Klamm zu kommen. Ich weiß nicht, wie mobil diese Gewürzspinnen wirklich sind, dass sie sich von diesem Abgrund abhalten lassen. Oder hier gibt es etwas da drinnen, was auch den Spinnen gefährlich werden kann. Wie auch immer, wir haben keinen Kontakt und erreichen unsere Startposition. Vor mir arbeitet sich der Panzer langsam aber stetigt durch den Schutt. Ein paar Droiden stehen hier herum und tun tatsächlich so, als ob sie den Perimeter sichern würden. Darunter befindet sich auch ein Exekutor und vor denen habe ich inzwischen Respekt. Wie gut das Scavangerbot an meiner Seite ist, um mich im Notfall abzuschirmen.

Ich nehme die Merr-Sonn PLX-2M zur Hand und lege sie abgekniet über Schulter. Nach einem kurzen Moment wechselt das rote Dreieck zu einem grünen Viereck. Das Ziel ist erfasst.

"Alle bereit?", frage ich über Funk.

"Klar doch!", meint Shaka und auch Nescha ist schon längst in Position.

"Schickt die Bombe vor!"

"Bombe ist unterwegs!", bekomme ich als Bestätigung zu hören. Durch den Lärm des Bohrpanzers bekomme ich so gut wie nichts mit. Aber dann detoniert wohl unsere Bombe, der Boden bebt und von Oben löst sich eine Menge Staub.  Ich hoffe mal, sie ist da explodiert, wo sie bei den Droiden auch Schaden gemacht hat.

"Flieg und Sieg!", rufe ich aus und die Rakete verlässt den Werfer. Ich treffe das Chassis des Panzers gut, schalte ihn mit dem guten Treffer aber nicht aus. Obendrein habe ich nun die volle Aufmerksamkeit eines dieser Exekutor Droiden und der kommt verdammt schnell auf mich zu.

Nakagos wirre Gedanken

Manchmal ist es schon nervig. Normalerweise will Shaka überall ihre Bomben legen. Aber wenn es mal wirklich Sinnvoll ist, muss man den Spieler regelrecht anschieben, einen Sprengsatz zu bauen.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #316 am: 30. August 2020, 16:16:03 »
Dorn

Der Executer ist schneller an mich heran, als gedacht. Seinen mächtigen Hieb kann ich nicht wirklich ausweichen, werde hart getroffen und gegen die Wand geschleudert, wo ich herunter rutsche und für einen Moment benommen liegen bleibe. Der Merr-Sonn PLX-2M Raketenwerfer fällt zu Boden und ich hoffe, dass er durch diese rüde Behandlung nicht beschädigt wurde. Scavangerbot greift den Nahkampfdroiden mit seiner Vibroaxt an und trifft den Mistkerl ziemlich gut.

Ich reiße mich zusammen und quäle mich zurück auf meine Beine. Der heutige Tag ist nicht gut für meine Gesundheit. Aber ich schätze mal, unsere momentane Taktik ist das Optimum, was Erfolgsaussicht anbelangt. Allerdings denke ich nicht, dass dies hier wirklich sicher ist. Wir spielen hier mit hohem Einsatz und ich hoffe, der Preis ist das am Ende auch Wert.

Aber die Macht gibt mir die Kraft, mich zu fokussieren, als ich meine Cherkahänder ziehe. Die Waffe liegt gut und vertraut in der Hand. Für einen Moment scheint die Zeit einzufrieren und ich gönne mir einen Augenblick, meinen Gegner zu studieren. Dann explodiere ich Regelrecht und mit einem gewaltigen Hieb von Schräg oben nach unten zerteile ich den Droiden in zwei Teile. Das hat jetzt gesessen!

Ich stecke mein Schwert zurück und nehme den Raketenwerfer wieder auf. Mit einer fließenden Bewegung mache ich die Waffe bereit und lege sie mir auf die Schulter. Leider hat Urdaa in der Zwischenzeit den Panzer gewendet und der kommt mit einem rotierenden Bohrkopf auf mich zu gewalzt. Zwar kenne ich die technischen Spezifikationen dieses Fahrzeuges nicht, aber ich schätze, von vorne kommt der Sprengkopf nicht durch, weil da einfach zu viel massive Technik dazwischen ist. Ein Treffer würde zwar den Bohrer mit hoher Wahrscheinlichkeit massiv beschädigen und womöglich sogar unbrauchbar machen, aber damit bekommen wir Urdaa nicht aus dem Panzer heraus. Und da dies die letzte Rakete ist, die wir zur Verfügung haben, sollte die verdammt noch mal sitzen.

Ein weiterer schwerer Sicherheitsdroide rückt nach, den geht aber Scavangerbot sofort an, so dass der nicht auf mich schießen kann. Ich ziele und warte, bis im Absehen das rote Dreieck zum grünen Quadrat wird. Eine Warnung wird eingeblendet, dass das Ziel zu Nah ist und ich eventuell von der Explosion in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Aber zum umpositionieren habe ich keine Zeit mehr und muss volles Risiko gehen. Nicht auszudenken, wenn Urdaa den Bohrer einfach schwenkt und mich damit überrollt. Wir wissen ja alle, Überwalzen spart dem imperialen Steuerzahler Geld. Also drücke ich ab, auch wenn Urdaa natürlich keine Anhängerin des Imperiums ist. Gefährlich ist sie trotzdem. Ich ziele etwas weiter nach hinten an den Rumpf, um die Distanz minimal zu vergrößern. Die Rakete verlässt den Lauf und schlägt da auch ein, wo ich hingezielt habe. Ich bin gerade so weit genug weg, damit der Sprengkörper sich scharf macht. Die Detonation ist viel stärker als gedacht und ich werde von den Beinen gerissen und gegen die wenig überraschen äußerst unachgiebige Stollenwand geschleudert. Hart komme ich auf, rutsche daran herunter und weiß für einen viel zu langen Moment nicht, wie mir geschieht.

"Fierfek!" fluche ich und versuche etwas durch den Qualm und Rauch zu sehen. Mein internes Display zeigt nur schwärze und ich muss es rekalibrieren, um überhaupt wieder ein Bild zu haben. Der Panzer ist immobil und brennt. Der fährt nirgendwo mehr hin. Urdaa ist im Kampfraum eingesperrt, was momentan nicht so gesund sein dürfte, da der Panzer ja in Flammen steht. Durch einige Risse lecken die Flammen in den Kampfraum hinein. Verbrennen ist ein ziemlich übler Tod, selbst für eine so fiese Huttin wie Urdaa. So einen grausamen Tod hat selbst sie nicht verdient. Gerade als ich mich mal wieder auf die Beine zurück quäle, kommt ein leichter Sicherheitsdroide in mein Blickfeld. Er trägt ein Blastergewehr mit verstärktem Lauf, was ihm eine höhere Durchschlagskraft verleiht. Zwar versuche ich noch zur Seite aus dem Schuss zu hechten, werde aber trotzdem getroffen. Ein ziemlich übler Schmerz durchfährt mich und für einen Moment verliere ich das Bewusstsein.

Dann bin ich wieder da. Ich blinzele und sehe Shaka vor mir aufragen. Es können nur einige Augenblicke vergangen sein, da der Panzer immer noch brennt und Urdaa nun anfängt äußerst kläglich zu schreien. Obendrein kann ich auch noch Gefechtslärm hören, aber nur noch wenig.

"Status?", frage ich und komme vor Schmerz stöhnend auf die Beine. Sofort löse ich zwei weitere Stimpacks auf, um halbwegs wieder Fit zu werden.

"Wir gewinnen und rollen den Feind auf", meint Shaka und schießt einen weiteren leichten Sicherheitsdroiden nieder. Schießen kann die Twi´lek, muss man ihr lassen.

"Danke", meine ich ehrlich für die Rettung und laufe nun zum Wrack des Panzers. Mit den restlichen Droiden werden die anderen auch ohne mich fertig, da vertraue ich auf die Fähigkeiten meiner Kameraden. Die Luke klemmt, also ziehe ich meinen Cherkahänder und benutze diesen als Hebel, da hier gerade leider keine Brechstange, Thermoschneider oder Vibrotrennscheibe herumliegt. Mit der Klinge kann ich ein paar Trümmerstücke abtrennen und schließlich den Mechanismus der Tür soweit lockern, dass ich die verdammte Tür auf bekomme. Urdaa kommt leicht angekokelt heraus gestürmt und ich kann gerade noch zur Seite zu treten, um nicht auch noch von einer mehreren hundert Kilo schweren Huttin überwalzt zu werden.

"Euer Vater, der hochgepriesene Wattoo schickt uns, oh mächtige Urdaa, um Euch von dieser Ödnis zu retten", überwältigt Edna Urdaa mit freundlichen Worten. Das ist vielleicht mal ein genialer Zug von dem Hapaner. Der weiß halt, wie man mit mächtigen Frauen umgehen muss, um sie ruhig zu stellen.

"Das wurde ja auch Zeit!", faucht diese uns kurzerhand an. Die Worte "Danke für die Rettung" kommen in Urdaas Sprachschatz definitiv nicht vor. Auch kommt sie in ihrer endlosen huttischen Arroganz gar nicht auf die Idee, dass wir vielleicht gar nicht hier sind, um sie zu retten. Nescha ist clever genug, auf dieses Spiel einzugehen. Mit etwas buckeln und hofieren schaffen wir so Urdaa von hier weg, ohne das diese sich wehrt oder wir sie durch die Gegend schleifen müssten. Und Hutten sind unglaublich schwer, die schleift man nicht so einfach über den Boden.

Wir verständigen uns hinter ihrem Rücken kurz über unser weiteres Vorgehen. Während Nescha unsere Akquise sichert, werden wir noch hier bleiben um die entflohenen Sklaven einzusammeln.

"Glaubt ihr, jemand ist darunter, der für seine Rettung bezahlen kann?", fragt Nescha in einem Tonfall, als hätte ich behauptet, einen Todesstern in meiner Tasche zu haben.

"Natürlich nicht! Aber es sind lebende Wesen und die brauchen unsere Hilfe", meine ich dazu. Der Kopfgeldjäger zuckt nur mit den Schultern und ich kann schon beinahe seine Gedanken lesen, so deutlich ist seine Körpersprache. Der hält uns glatt für vollkommen verrückt und es passt nicht in sein Weltbild, dass jemand Zeit, Gesundheit und vielleicht sogar Credits für irgend jemand in Not einsetzen könnte, den er nicht mal kennt. Aber so hat meine Mutter mich nun mal erzogen.

Während Nescha die immer noch an eine Rettung glaubende Urdaa abführt, ziehen wir uns in den Sicherheitsraum der Pykes zurück. Ich habe einige schlimme Verletzungen davon getragen, aber Scav und Edna zeigen, was für ein tolles Medicteam sie inzwischen geworden sind.

Nakagos wirre Gedanken

Wie der geneigte Leser sicherlich zwischen den Zeilen herauslesen konnte, wurden in diesem Kampf einige Verhängnissymbole gewürfelt. Deswegen explodierte ein Tank des Panzers und das gab satten Extraschaden von neun, die durchkamen. Bevor ich dann ein weiteres Stimmpack aktivieren konnte, wurde ich schon von einem leichten Sicherheitsdroiden abgeschossen. Das habe ich mir dann den Rest des Abends öfters noch anhören dürfen, das ein LEICHTER SICHERHEITSDROIDE mit einem einfachen BLASTERGEWEHR Lyra erledigt hat. Sie ging ja schon öfters zu Boden, aber da hat der SL schon etwas mehr auffahren müssen. Genau genommen haben der Executer und der Panzer Lyra erledigt, da der Droide nur drei Schadenspunkte verursacht hat. Aber Egal, Hauptsache der SL konnte sich darüber freuen. :D Pech, passiert. Ist in dem System halt so und in dieser Sitzung kam es halt Knüppeldick. Meine Entscheidung war richtig, den Panzer zu flankieren. Von Vorne wäre nichts durchgegangen und ihn komplett zu umgehen war einfach in einer Runde unmöglich. Hätte ich mich noch weiter wegbewegt, hätte Urdaa sich bestimmt um 180 Grad neu ausgerichtet. Mein Vorgehen war auch nach eingehender Analyse einfach Alternativlos und ich stehe dazu. Der Spieler von Edna hat sich mit seinem Manöver selbst übertroffen, Urdaa einfach vorzugaukeln, wir wären von ihrem Vater geschickt, um sie zu retten. Der SL hat ihre huttische Arroganz gut ausgespielt, dass sie das einfach so geschluckt hat. Natürlich war dazu auch eine Probe auf Täuschung fällig, aber Urdaa ist nun mal nicht die hellste.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #317 am: 01. September 2020, 15:13:28 »
Esk
Nachdem alle ihre Wunden im ehemaligen Sicherheitsraum der Pykes behandelt bekommen haben, heißt es neue Pläne über unser weiteres Vorgehen zu machen. Wir haben unser primäres Ziel, die Daten über den Aufenthaltsort unserer Schwestern in Erfahrung zu bringen, erreicht. Das sekundäre Ziel, die hochdotierte Akquise Urdaa zu fangen, ist ebenfalls erreicht. Normalerweise wäre das der Zeitpunkt mit dem bisher erreichten zufrieden zu sein und als Sieger das Gefechtsfeld zu räumen. Aber durch das erlangen der Information, dass sich hier entlaufene Sklaven befinden und auch weitere Verschleppte in einer Anlage gefangen gehalten werden, welche entfernt mit Projekt 17 zu tun hat, haben sich neue Optionen ergeben.

"Ich bin immer noch verwundet und sehe keinen Sinn darin, hier in ein Gebiet voller Spinnen einzudringen, nur um ein paar entlaufene Sklaven einzusammeln. Offensichtlich kommen die ja ganz gut alleine klar. Ich bin dafür, dass wir sofort den Rückmarsch zur "Vanguard" antreten", schlägt Shaka den leichtesten und vielleicht sogar in Anbetracht der Lage den vernünftigsten Weg vor.

"Da unsere Gegner auf diese entflohenen Gefangenen bereit waren, eine ganze Kompanie anzusetzen, gehe ich davon aus, dass diese für Trivex wichtig zu sein scheinen. Wir sind zwar alle durchaus angeschlagen, aber wir haben noch Munition und Ressourcen. In meiner Widerstandszelle hatte Leben retten immer die erste Priorität vor allem anderen. Wenn wir uns jetzt einfach zurück ziehen, wird Trivex einfach eine weitere Kompanie in diesen Bereich beordern, sobald klar ist, dass wir erfolgreich aus seiner Reichweite entkommen konnten. Einen zweiten Versuch, diese Leute zu retten, werden wir nicht bekommen", stelle ich meinen Standpunkt für dieses Thema klar. Ich unterlasse es Spitzen zu setzen, in dem ich die Erfolglosigkeit von Shakas Zelle betone. Das wäre ein persönlicher Angriff und würde die Stimmung nur vergiften. Das ist einer der Momente wo mir bewusst wird, wie sehr Shaka und ich in unseren Motiven unterscheiden, für die Allianz gekämpft zu haben. Mir war es einfach wichtig gewesen, für die Unterdrückten der Galaxis zu kämpfen, für die Freiheit meiner Heimat vor dem Unrechtsregime des Imperiums. So hat meine Mutter mich nun mal erzogen, Beschütze die, die deinen Schutz bedürfen. Shaka dagegen hat nur gekämpft, um sich zu rächen. Sie hilft anderen nur, wenn sie denkt, dass dies sie das gut vor anderen dastehen lassen wird.

"Informationen aus erster Hand zu bekommen, halte ich für strategisch Sinnvoll", meint Scav in seinem üblichen ruhigen Tonfall.

"Riesige Spinnen hören sich doch lustig an", meint Edna frohgemut, immer für ein neues Abenteuer bereit.

"Das bringt doch alles rein gar nichts! Wir sollten gehen und es gut sein lassen. Ich bin verletzt und brauche weitreichende medizinische Versorgung", beharrt Shaka, ist aber überstimmt. Trotzdem kann sie es nicht lassen, unablässig wie ein kleines Kind zu maulen, dass keine Tüte Sternenfritten bekommen hat, weil es gleich zu Hause was richtiges es zu essen gibt.

Allerdings gibt es durchaus noch ein paar praktische Probleme zu lösen, wie wir überhaupt in den Bereich kommen. Über die Klamm kommen Edna und ich ohne Probleme drüber, für den Rest ist eine schier unmögliche Kletterei. Auch ist so eine Rückführung der Gefangenen schier unmöglich. Also bleibt nichts anderes übrig, als uns durchzugraben. Bohrpanzer und das Bohrfahrzeug sind vollkommen zerstört, aber da standen ja noch zwei weitere Bohrmaschinen herum. Also schauen wir, ob wir die in Gang setzen können.

Allein schon in diese Vehikel rein zu kommen erweist sich als gar nicht so einfach, da wir die Zugangsluken ja für später noch brauchen. Aber Scav löst wie üblich das Problem mit Bravour. Eine der zwei ist beschädigt und war wohl mal zur Reparatur und Wartung vorgesehen, bevor dieser Bereich aufgegeben wurde. Die andere Maschine ist auch nicht gerade im besten Zustand, aber wir haben ja einen Ersatzteilspender direkt daneben stehen und eine vollständig eingerichtete Werkstatt zur Verfügung.

"Das dauert alles viel zu lange! Irgendwann wird denen doch auffallen, dass Urdaa nicht mehr herum jammert!", macht Shaka auf ein durchaus akutes Problem aufmerksam. Ist ja nicht so, dass wir nicht gesucht würden. Und wahrscheinlich wird es denen in der Zentrale irgendwann definitiv auffallen, dass Urdaa nicht mehr über Com herum heult. Aber vielleicht denken die sich auch, dass Urdaa eben länger braucht, ihre Mission zu erfüllen und zur Abwechslung einfach mal ihr dummes Maul hält. Beides ist möglich.

"Wenn du mehr mithelfen und weniger jammern würdest, wären wir schneller fertig", meint Edna leicht genervt und spricht mir aus der Seele.

Nach einer Stunde haben wir das Fahrzeug soweit instand gesetzt und aufgetankt. Sofort beginnen wir uns einen Weg in den verlassenen Teil der Mine zu bohren. Wir kommen recht schnell durch diesen Schutt. Der Bereich dahinter ist voller Spinnweben, also dem Rohstoff von Spice. Das dürfte Millionen von Credit wert sein. Allerdings haben wir keine Möglichkeit und auch nicht den Willen, dass hier zu ernten und lichtdicht abzutransportieren. Wir kommen etwa hundert Meter weit, dann kommen vom Antrieb komische Geräusche. Dann knirscht es äußerst unangenehm im Getriebesegment und mit einem Ruck kommen wir zu stehen.

"Hab ich es nicht gleich gesagt? Wir verschwenden nur unsere Zeit! Wir sollten schon längst von hier verschwunden sein", jammert Shaka weiter. Diese Frau geht mir ja so was von auf den Geist und ich denke, nicht nur mir. Wir haben alle Blessuren von dem Kampf davon getragen, aber hier sind lebende Wesen, die unsere Hilfe brauchen. So einfach ist das.

"Schauen wir, ob wir durch die Netze kommen", meine ich trotzdem vollkommen ruhig und steige aus. Überall wuseln kleine Spinnen herum. Oder besser gesagt, vergleichsweise kleine Spinnen, da die größer als eine Tooka sind. Ich kämpfe meinen Ekel nieder und unterlasse es, auf sie zu schießen. So lange sie uns nicht angreifen, werde ich denen auch nichts tun. Meine Mutter hat mich gelehrt, fremde Wesen nach ihren Taten und nicht nach ihrem Aussehen zu beurteilen. Trotzdem schieße ich einmal kurz auf ein Netz um zu sehen, ob es gut brennbar ist. Leider ist das nicht der Fall.

"Habe ich es nicht gleich gesagt?", nervt die blaue Twi´lek wie ein kleines Kind weiter, dass seine blaue Milch nicht trinken will. Ich muss gestehen, so langsam würde es mich nicht wundern, dass meine Waffe irgendwann eine äußerst fatale Fehlfunktion hat, wenn Shaka gerade ganz rein zufällig vor der Mündung steht. Mir gelingt es, die bösen Worte, die mir auf der Zunge liegen, ungesagt zu lassen. Wörter sind wie Schwerthiebe, einmal ausgesprochen, bleiben sie in der Welt.

Da wir mit Feuer nicht weiterkommen, ziehe ich meine Cherkahänder und schlage auf das nächste Netz ein. Sauber frisst sich die Vibroklinge durch das Netz. So würde es gehen.

"Hallo?", höre ich eine männliche Stimme von weiter vorne aus der Dunkelheit heraus.

Nakagos wirre Gedanken

Ja, ich war vom Spieler von Shaka in dem Moment äußerst genervt, konnte aber ruhig bleiben. Und ich denke, ich war da nicht der einzige am Tisch, dem es so erging. Rollenspiel an einem Tisch ist nun mal ein Gruppenspiel und jeder Erwachsene sollte in der Lage sein, eine deutliche Mehrheitsentscheidung zu akzeptieren.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #318 am: 03. September 2020, 17:11:43 »
Forn

"Habt keine Angst, wir gehören nicht zu Trivex Söldnern, Crimson Dawn oder Projekt 17. Wir sind die Crew der "Vanguard". Vielleicht habt Ihr ja schon von uns gehört", rufe ich zurück und gebe mich zu erkennen. Natürlich würden fiese Gesellen auch behaupten, dass sie zu keiner dieser Verbrecherorganisationen gehören.

"Ich habe keine Angst und ich habe schon in der Tat von Euch gehört. Bleibt dort, wir holen euch", meint die Stimme und aus dem Dunkel schälen sich drei humanoide Gestalten.

"Er hat schon von uns gehört?", frage ich mehr oder weniger rhetorisch in die Richtung meiner Kameraden. Als sich eine der drei Gestalten nun vor uns steht, wird klar, warum er schon von uns gehört hat. Wie ein Häufchen Elend steht Tory vor uns. Die kleine Göre von Mine 169 sieht wirklich komplett durch den Wind aus. Von ihrer früheren frechen Aufmüpfigkeit ist nichts mehr geblieben. Sieht so aus, als wäre sie nun in der schmutzigen Realität angekommen und hat diese akzeptiert.

Das Trio wird von einem Mann angeführt, der schon deutlich älter ist. Wahrscheinlich jenseits der Sechzig, aber immer noch rüstig. Er ist der Anführer der Entflohenen und kennt sich etwas aus. Ein ehemaliger Söldner, der sich kreuz und quer durch die Galaxis gekämpft hat und irgendwann hier als Sklave gelandet ist. Alle nennen ihn nur Großvater und so tun wir das auch.

Wir werden in das "Lager" der Überlebenden geführt, dass eher einem verlassenen Spinnennest ähnelt, was es letztendlich wohl auch ist. Großvater scheint sich mit den Spinnen verständigen zu können, jedenfalls weichen alle vor uns zurück, bis auf ein Exemplar, dass immer den Weg durch die Netze weißt. Offensichtlich ist Großvater weit genug Machtsensitiv um die Spinnen in seiner Nähe zu unterwerfen. So ein Verbündeter ist natürlich nicht schlecht in so einer Umgebung. In dem Lager befinden sich dann insgesamt acht Personen verschiedenen Alters und Geschlechts. Sie sind alle Projekt 17 entkommen, aber dort befinden sich immer noch weitere Personen in Gefangenschaft.

"Die schneiden denen da das Gehirn heraus und machen auch ihnen fleischliche Droiden!", schnieft Tory und endlich kann sie ihre Geschichte erzählen. Nachdem Lyn auf Corellia aus dem Fenster geworfen wurde, war der Kampf recht schnell beendet. Moridia Vex gelang es meine Schwester recht geschwind zu überwältigen und Tory wurde ebenso fix von einem der Söldner betäubt. Sie wurden zuerst in einer Fabrik gefangen gehalten, wohl der Komplex, den wir infiltriert hatten und zu spät waren. Dann ging es mit einem Raumschiff nach Kessel zu dieser Anlage, wo auch andere Leute mit Machtfähigkeiten getestet wurden. Meine Schwester bestand den Test mit Bravour, Tory nicht. Sie wurden dann getrennt, aber Tory konnte mit ein paar anderen Gefangenen fliehen, da einer Machtsensitiv genug war, das Schloss der Zelle zu manipulieren. Leider wurden sie sofort entdeckt und konnten deswegen sonst keine weitere Zelle öffnen. Acht von ihnen haben es dann bis hierher geschafft.

"Ich habe dich nie aufgegeben, meine kleine Tory und ich bin froh, dass ich dich habe retten können", verkündet nun Shaka selbstgefällig. Ich unterlasse es festzustellen, dass Shaka teilweise durchaus stichhaltige Argumente gebracht hat, diese Leute hier einfach ihrem Schicksal zu überlassen. Das Shaka die ganze Zeit vehement gegen jede rettende Aktion war und die ganze Zeit entweder dagegen argumentiert oder vor sich hin gejammert hat. Und jetzt tut die Twi´lek so, als wäre sie die treibende Kraft hinter  dieser Rettungsmission gewesen. Ich kann gar nicht so viel essen, so wie ich jetzt kotzen könnte.

Wie auch immer, in dem Areal wo die Sündenreinigung an den gescheiterten Kandidaten für Projekt 17 stattfindet, befinden sich immer noch knapp zwanzig Gefangene. Die gilt es nun zu retten, bevor aus ihnen Degrierte werden. Auf Nar Shaddaa haben wir ja ein paar von ihnen schon gesehen. In einer grausamen Prozedur wird das Gehirn entfernt und durch eine biomechanische Steuereinheit ersetzt. Biologische Droiden sozusagen. Mit diesem Lebens verachtenden Vorgang ist also Sündenreinigung gemeint.

Wir haben Pläne von dem Areal. Es gibt einige Bereiche, die sind unglaublich stark gesichert, andere überhaupt nicht. Ich verstehe das Konzept dahinter nicht. Außer die Schwachstelle ist eine Falle. Aber auf der anderen Seite muss man die Pläne haben, um diese Schwachstelle überhaupt zu erkennen. Wir haben nun ein konkretes Ziel und damit eine weitere Mission.

Die Entflohenen haben gerade mal drei Blastergewehre, die sie Wachen abnehmen konnten. Damit gewinnt man keinen Krieg. So schnell wie möglich brechen wir mit den Leuten im Schlepptau auf und verlassen das Areal hier. Wir sind schon ziemlich lange unterwegs und bin Froh, dass man mich in der Grundausbildung schon darauf vorbereitet hat, mit wenig Schlaf lange Zeit auszukommen. Das schlaucht zwar, aber wir haben keine Zeit zu verlieren. Es gilt Menschenleben zu retten und was ist da schon etwas Schlafentzug? Dank der Ortskenntnis unseres Scoutdroiden, der tapfer im Pyke Sicherheitsraum ausgeharrt hat, kommen wir zügig und ohne Feindkontakt in das Areal von Projekt 17 an. Esra und die Entflohenen bleiben zurück, während wir "Profis" auf die Anlage vorrücken.

Zwei leichte Sicherheitsdroiden lungern hier vor dem Zugang herum. Jeder schaut in ein andere Richtung, ihre Blaster in Vorhalte. Aber ich habe noch sie gelangweilt wirkende Droiden gesehen. Aufmerksam ist anders. Ich erledige den rechten, Edna den linken mit unseren schallgedämpften Waffen. Kein Problem für uns "Profis". Scav betätigt sich wie schon so oft als Türöffner und öffnet das Panzerschott. Dahinter liegt ein generisches Treppenhaus aus unbehandelten Permabeton. Eine einzige flackernde Leuchtstoffröhre sorgt für Licht. Überwachungseinrichtungen wie Scanner oder Kameras sind keine zu entdecken. Ohne Codekarte oder einem formidablen Hacker wie Scav käme man hier ja auch nicht hinein. Wie auch immer, wir rücken weiter ungehindert in das tiefer gelegene Level mit den Gefangenen vor. Direkt neben dem Schacht ist der Überwachungsraum. Hinter dicken Transparistahl sind vier leichte und ein schwerer Sicherheitsdroide zu sehen. Der schwere scheint noch aus der Zeit der Pykes zu stammen, da er immer noch ihre Insignien trägt. Das lässt den Schluss zu, dass diese Anlage schon früher benutzt wurde, um  bedauernswerte Degrierte herzustellen.

Unser Plan ist simpel, Tür auf, rein gehen und jeden Droiden über den Haufen schießen. Und so machen wir das auch. Ich mach den Anfang, nachdem Scav gekonnt die Tür geöffnet hat. Leider wirft meine Garbe nur zwei der Droiden um. Aber meine Kameraden wollen schließlich auch noch was zu tun haben. Gekonnt erledigt Edna zwei weitere der leichten Sicherheitsdroiden, Shaka den schweren. Leider hat der einen Flammenwerfer eingebaut gehabt und der Tank mit der brennbaren Flüssigkeit geht hoch. Nicht gut! Aber zum Glück gibt es einen Feuerlöscher und ich kann verhindern, dass die Steuerkonsole für die Gefangenenzellen abfackelt. So lassen wir die Gefangenen nun aus ihren Zellen. Die können ihr Glück kaum fassen, noch einmal von diesem schrecklichen Schicksal verschont worden zu sein.

"Los! Los! Los! Nicht stehen bleiben, immer in Bewegung bleiben!", treibe ich die Leute an und schaue schnell in jede der Zellen, um keinen hier zurück zu lassen, der vielleicht das ganze verschläft. Aber alle sind auf den Beinen, wenn auch nicht gerade im besten Zustand. Es handelt sich hauptsächlich um Menschen. Machtsensitive, aber eben nicht stark genug für das Eins aus Hundert Programm des neues Sithlords.

Scav und ich bilden die Nachhut, Esra, der Scoutdroide und Shaka die Vorhut und Edna passt im Zentrum auf Flankenangriffe auf. Zum einen haben wir in der Nachhut die Aufgabe, Verfolger zu vernichten und zum anderen müssen wir die Nachzügler motivieren, weiter Schritt zu halten. Anfangs können wir uns gut von der Anlage absetzen, aber die Leute sind nicht in der besten Verfassung. Das wird nicht einfach werden, die hier lebend raus zu schaffen. Möge die Macht mit uns sein.

Nakagos wirre Gedanken

Tja, da haben wir rein zufällig Tory wieder eingesammelt. Die kleine Göre scheint wohl doch nicht zum Feind übergelaufen zu sein. Jedenfalls spricht momentan alles dafür, dass sie keine Doppelagentin ist. Aber man weiß ja nie... Sith können so hinterlistig sein... Was wirklich "lustig" war, dass der Spieler von Shaka dann so tat, als wäre er die treibende Kraft hinter einer "aktiven" Suche nach Tory gewesen.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #319 am: 06. September 2020, 15:55:43 »
Grek

"Bewegung 6 Uhr, schnell näher kommend!", gebe ich meine Scannerdaten weiter, als mehrere Blips auftauchen. Es scheint sich nur um ein kleines Kommando zu handeln, was da auf uns zu kommt. Das typische sechs Mann Team aus leichten Sicherheitsdroiden. Scavangerbot und ich suchen eine stabile Stellung und erwarten die Gegner. Sie kamen, sie sahen, sie vergingen im vollautomatischen Blasterfeuer. Wahrscheinlich war das nur die Vorhut, der Rest wird später kommen.

"Die schweren Droiden werden den Rest ausbremsen", meint Scavangerbot optimistisch, da die schweren Droiden aufgrund ihrer massiven Panzerung eben langsamer sind, als die leichten Droiden.

"Sieht ganz so aus. Aber wir sollten hier nicht herumstehen und Däumchen drehen", erwidere ich, jeden Moment weitere Blips auf meinem Display erwartend. Aber momentan bleibt alles ruhig. Wir müssen noch nicht mal schnell gehen, um zum Pulk wieder aufzuschließen. Die Leute sind inzwischen vollkommen fertig. Aber wir können es uns nicht erlauben, eine Rast einzulegen. Wie eine Sklaventreiberin komme ich mir vor, als ich die Leute dazu anhalte, trotz ihrer Erschöpfung schneller zu gehen. Angeblich ist es nicht mehr besonders weit bis zur Oberfläche und sobald wir eine Landezone haben, kann Lyn uns mit der "Vanguard" entgegen kommen. Ich hoffe nur, dass mir vorher niemand wegen Dehydrierung oder vollständiger Entkräftung umkippt. Das würde eine Entscheidung von mir verlangen, die ich nicht treffen möchte.

Aber wie durch ein Wunder kommen wir alle an die Oberfläche, ohne das mir jemand kollabiert. Inzwischen ist es Tag oder schon wieder Tag. Ich habe total das Zeitgefühl verloren, was nie ein gutes Zeichen ist. Auf alle Fälle wissen wir nun genau, wo wir uns eigentlich befinden. Es ist eine Abraumhalde, die einen alten Tagebau auffüllt. Etwa einen halben Klick kann ich einen schweren Kipplaster auf riesigen Rädern ausmachen, der aber keinerlei Energie ausstrahlt. Als ich das Objekt heran zoome erkenne ich, dass es sich um ein ausgebranntes Wrack handelt. Überall ragen Berge von Schutt auf, dazwischen schlängelt sich der Weg, bis er vom Wrack blockiert ist.

"Lyn, hörst du mich?", frage ich unsere orangene Pilotin.

"Klar und deutlich. Hab mir schon Sorgen gemacht", antwortet sie nach ein paar Sekunden und ihre Stimme klingt verschlafen, als ob sie gerade noch gähnen würde. Kann gut sein, dass sie gerade ein Nickerchen gemacht hat.

"Wir haben erschöpfte Flüchtlinge in unseren Reihen. Peile mein Signal an und hole uns ab", gebe ich unseren Status durch.

"Verstanden. Peilung steht. Brauche etwas zwei Minuten bis zu eurer Position. Ist die Zone gesichert?"

"Momentan ruhig, aber der Gegner könnte unsere Position ebenfalls anpeilen. Hatten Verfolger auf den Fersen und wenn sie nicht ganz verblödet sind, könnten sich hier eine Einheit schon im Hinterhalt befinden", erkläre ich und in der Sekunde wo ich das ausspreche, ploppen einige Blips auf. Mehrere sich schnell nähernde Impulse. Wenigstens kommen sie alle aus nur einer Richtung und brauchen noch etwas, wird aber verdammt knapp werden.

"Landezone wird heiß sein, wenn du ankommst", meine ich zu Lyn.

"Schützenlinie bilden, Gegner rückt in Truppstärke schnell aus sechs Uhr auf uns vor!", gebe ich meinen Kameraden Bescheid und wir gehen hinter größeren Felsbrocken in Stellung.

"Ihr bewegt euch weiter in die Richtung!", ich zeige hinter einen der Hügel, wo sie nicht beschossen werden können. "Esra, Tory, kümmert euch um die Leute." Damit habe ich die Beiden auch beschäftigt.

Der Feind lässt sich nicht bitten. An der Spitze der kleinen Einheit von sechs weiteren leichten Sicherheitsdroiden steht ein Executer. Während die übrigen zurückbleiben und ebenfalls eine Feuerlinie bilden, kommt der Executer mit einer unglaublichen Geschwindigkeit näher. Der Nahkampfdroide stürmt durch unseren Feuerhagel einfach durch und springt mich an. War ja klar. Die mögen mich aus irgendwelchen Gründen einfach nicht. Wie auch immer, im letzten Moment kann ich noch mein Cherkahänder ziehen und dem tödlichen Hieb wenigstens etwas abbremsen. Meine teure Rüstung hält den Hieb etwas auf. Schätze mal, würde ich nackt hier stehen, meine zwei Hälften würden gerade in verschiedene Richtungen weg kippen. So überlebe ich den Treffer des riesigen Schwertes.

"Mehr hast du nicht drauf?", frage ich den Droiden rein rhetorisch und gebe ihm nun mein Schwert zu schmecken und das bekommt ihm gar nicht. Funkensprühend arbeitet es sich durch seinen Torso. Der riesige Droide taumelt einen Schritt zurück und läuft genau in die Axt von Scavangerbot, der ihm wortwörtlich einen Kopf kürzer macht. Shaka und Edna kümmern sich derweil um die sechs leichten Droiden. Aber auf meinem Display erscheinen jetzt Dutzende von sich schnell nähernden Blips. Da kommt eine komplette Kampfkompanie auf uns zu. Trivex oder wer auch immer von seinen Unterführern hier das Kommando hat, lässt nichts anbrennen. Aus der Ferne kann ich unsere E-9 anfliegen hören. Pünktliche Anlieferung nenne ich so was.

"Das nenne ich pünktliche Lieferung, Lyn! Wir geben Feuerschutz, bis die Zivilisten drin sind, dann lassen wir uns zurück fallen. Nimm die Halde als Deckung."

"Alles klar", bestätigt Lyn meine Anweisungen und landet an. Derweil rückt der Gegner nun in massiver Stärke vor. Noch ist er im Stollen, aber jeden Moment muss er ausbrechen. Derweil lassen wir uns schon etwas zurück fallen, um schneller am Schiff zu sein.

"Alle drin!", meldet Lyn und wir verlassen Augenblicklich unsere Positionen, bevor der Feind uns noch überflügelt. Ohne Zwischenfälle erreichen wir die "Vanguard" und rennen in den Laderaum. Kaum sind wir alle im Schiff, heben wir auch schon ab. Das war jetzt knapp. Aber Macht sei Dank hat doch noch alles geklappt.

"Tory, mach die nützlich und beköstige unsere Gäste", befehle ich der Kleinen, die mir sogar gehorcht. Kein dummer Spruch, keine Faxen, Tory scheint wirklich endlich etwas begriffen zu haben. Nun gut, war es doch keine schlechte Idee gewesen, sie am leben zu lassen. Man darf nicht vergessen, dass sie aktiv Beihilfe zu Mord in mehreren Fällen geleistet hat und das ganze mehr oder weniger als Witz abgetan hat.

Wir von der "Vanguard" nehmen unsere Plätze ein, schließlich sind wir mitten im Feindgebiet und jederzeit können Jäger sich an unsere Fersen heften. Und Manteljäger sind verdammt schnell in der Atmosphäre. Um ihnen diesen Vorteil zu nehmen, nimmt Lyn Kurs auf den freien Raum über Kessel, da sind wir den Hybridjägern wiederum im Vorteil. Tatsächlich tauchen auch recht schnell ein gutes Dutzend Blips auf, getrennt in vier Keilformationen von je drei Jägern. Anfangs kommen sie schnell näher, aber dann sind wir im freien Raum und können nun auf volle Fahrt gehen. So entkommen wir ohne Kampf unseren Verfolgern. Nachdem wir sicher sind, verlasse ich den Posten des Kopiloten und schau, ob Tory inzwischen Mist gebaut hat. Zu meiner Überraschung hat sie das nicht und ich helfe ihr nun sogar, unsere Gäste zu versorgen. Die meisten sind etwas dehydriert und einige haben Abschürfungen. Aber nichts, was nicht ein Bactapflaster von unserem Medidroiden Besh 42 heilen könnte.

Nach knapp einer Stunde fliegen wir den Handelsposten an und booten unsere Gäste aus. Nur Tory und Esra bleiben an Bord. Die Leute bedanken sich noch einmal für die Rettung und ich hoffe, dass sie hier wirklich in Sicherheit sind, schließlich tobt hier ein Krieg. Zurück an Bord nehme ich erst einmal eine Dusche und ziehe meine leichte Rüstung an. In der Werkstatt bessere ich die Schäden aus, die meine Kav-Dann Rüstung in den letzten Kämpfen erhalten hat. Anschließend lasse ich mich von Besh 42 behandeln, der mich wieder auf Vordermann bringt. Shaka war natürlich schon hier und ruht sich im Bactatank aus. Sei es ihr gegönnt.

Nakagos wirre Gedanken

Der Rückzug war nicht ohne. Das war schon recht aufregend, weil wir eben einen Haufen Leute hatte, die keinen direkten Treffer überleben würden. Was für uns ein Kratzer ist, dass ist für einen ungepanzerten Zivilisten der Tod.

Nakago

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« Antwort #320 am: 08. September 2020, 13:56:04 »
Herf

Anschließend helfe ich Scav, Lyn und Edna beim sichten der Daten. Tory und Esra klinken sich auch ein. Tory kann ja gut mit Computern und Esra kann als Einheimische die Daten noch am besten einschätzen. Wir finden detaillierte Pläne über die fliegende Festung, was bei einem Angriff sehr hilfreich ist. Auch haben wir den Quellcode von dem Virus, mit dem Trivex die Droiden kontrolliert, die keine "Erwachten" sind. Mit einer kleinen Umprogrammierung kann man den Droiden wieder ihren freien Willen zurück geben. Diese Maßnahme würde Trivex ein Großteil seiner Truppen kosten. Allerdings muss der veränderte Quellcode in den Sendeturm am Nordpol eingespeist werden. Und der ist in der Nähe der Coaxium Depots, wo es bekanntlich von Droiden nur so wimmelt.

Der zweite Knackpunkt ist, dass dem Quellcode nun auch der von den Militärdroiden der TaggeCo erweitert wurde. Den wiederum müssen wir dann aus deren Rechner erst noch extrahieren und dem veränderten dazu gegeben. Also müssen wir in das Wrack der "Prosperety", die zu unserem Glück nur wenige hundert Kilometer vom Nordpol entfernt liegt. Beide Missionen können wir so Zeitnah miteinander verknüpfen.

"Das könnte den Verlauf des Krieges komplett ändern!", fasse ich zusammen. Das ist natürlich allen klar. Ebenso, dass dies eine verdammt harte Mission werden wird. Ist ja nicht so, dass dieses Areal unbewacht wäre. Ohne Diskussion fällt die Entscheidung einstimmig.

Aber vorher müssen wir unser vorgehen noch mit dem Oberkommando absprechen und etwas ausruhen wäre auch nicht schlecht. Im Hauptquartier gibt es allerdings weitere äußerst schlechte Nachrichten. Die diplomatische Mission des Kronprinzen ist schon gescheitert, bevor es überhaupt losging. Das Diplomatenschiff wurde an einem der Kontrollpunkte über Kessel angehalten und ein Kontrollteam kam an Bord. Das waren Attentäter unter der Führung der berüchtigten Assassine Moridia Vex. Zum Opfer fielen Lom Pyke, die vier Emmisäre der ehemaligen Sklaven und viele Besatzungsmitglieder des Diplomatenschiffes, wie auch des Republikanischen Schiffes. Die Ermittlungen laufen noch, wie das geschehen konnte. Wieder mal wir mir klar, wie gefährlich Moridia Vex ist. Die zu töten wird eine harte Nuss werden. Einziger Lichtblick ist, der Kronprinz konnte sich schwer verletzt in eine Rettungskapsel retten und damit dem blutigen Massaker entkommen.

Der eigentliche König hat die Amtsgeschäfte wieder übernommen. Es gibt zwar noch eine Prinzessin, aber die ist gerade mitten in der Jediausbildung bei Commander Skywalker. Auch scheint niemand wirklich Interesse zu haben, die Frau da mit rein zu ziehen. Mir sind die Gründe nicht ganz klar, aber wahrscheinlich wohl der Interessenkonflikt zwischen dem Neuen Orden der Jedi und der Politik des königlichen Hauses.

Im Klartext heißt das, wir sind die letzte Hoffnung, um die Rache der Droiden und den Aufstieg von Trivex zu unterbinden. Wir präsentieren unseren Plan und kriegen grünes Licht. Damit ist es offiziell. Und natürlich mal wieder für umsonst. Da wir alle schon ziemlich lange auf den Beinen sind, setzen wir erst einmal einen Schlafzyklus aus, um wieder zu Kräften zu kommen. Ich habe wirre Träume, irre durch dunkle Minenschächte und suche meine kleine Schwester in einem schier unendlichen Labyrinth. Immer wieder muss ich über Leichen und zerfetzte Körper verschiedenster Kreaturen steigen. Die meisten habe ich irgendwann im Laufe meines Lebens getötet, vielleicht sogar alle davon. Am Ende des wirren Traumes komme ich in einen rot leuchtenden Raum, ein pulsierender Kristall an der Decke und im Zentrum meine Schwester in einer schwarzen Rüstung ohne Helm. Ihre Augen sind nicht mehr Dunkelbraun, sondern leuchten schier in einem ungesunden Gelb. Dann baut sich surrend die Klinge eines roten Lichtschwertes auf. Sie holt aus und Schweißgebadet wache ich auf.

Ich bin nicht sicher, ob das nun eine Machtvision war oder nur ein dämlicher Albtraum, der meine unterschwelligen Ängste und schlimmsten Befürchtungen widerspiegelt. Unter der Dusche stehend denke ich darüber nach. Normalerweise könnten wir auch sofort in den Anoat Sektor aufbrechen. Dort irgendwo ist meine Schwester und sie ist permanent die Verlockungen der Dunklen Seite ausgesetzt. Ich bin mir sicher, dass sie nicht für immer stand halten wird. Mit jedem Tag wird es wahrscheinlicher, dass sie den alten Mustern folgt, die man ihr brutal eingebläut hat. Vor ein paar Monaten konnte ich Eloy zurück ins Licht holen. Aber hier geht es um deutlich mehr. An der Seite eine leibhaftigen Sith-Lords wird sie kein Laufmädchen mehr sein, sondern jemand mit wirklicher Macht. Ich weiß genug, dass die Dunkle Seite mit verlockenden Angeboten ködert und erst später ihren ultimativen Preis fordern wird.

Allerdings bin ich auch den Menschen und Aliens auf Kessel verpflichtet. Wir haben nun eine reelle Chance die Macht von Trivex auf diesem Planeten zu brechen. Und damit schwächen wir auch Crimson Dawn entscheidend. Ich kann diesem verrückten Droiden nicht verzeihen, was er mit der "Sündenreinigung" unschuldigen Menschen antut. Das muss ich unterbinden. Mir bleibt nur zu hoffen, dass meine Schwester Eloy lang genug den Einflüsterungen der Dunklen Seite widerstehen wird.

"Eloy! Halte durch! Nur noch ein wenig, dann werde ich kommen und dich retten!", murmle ich wie ein Mantra vor mich hin.

Wir frischen Munition und Vorräte auf, dann kann es losgehen. Da nur eine heimliche Annäherung Erfolg verspricht, müssen wir die ganze Strecke in der Atmosphäre zurücklegen. Der Nordpol ist zu stark verteidigt und sollten wir geortet werden, werden die bodengestützten Turbolaser uns in Stücke schießen.

Nach zwölf Stunden Flug tauchen wir in die Dunkelheit der nördlichen Hemisphäre ein. Die felsige Einöde wird zur eisigen Einöde. Wir sind nur im Tiefflug unterwegs und Lyn landet schließlich knapp zweihundert Kilometer südlich vom Wrack der "Prosperity" unsere E-9 in einem verlassenen Tagebergbau. Es gibt einen riesigen Eingangsschacht, der groß genug ist, die "Vanguard" aufzunehmen. Hier dürften wir recht sicher vor Entdeckung sein.

Wir booten unsere Aratech 74-Z Jetbikes aus und fliegen nun damit nach Norden durch die zerklüftete Einöde. Ich übernehme die Spitze mit Scavangerbot auf dem Sozius. Edna folgt mir mit Shaka. Zum Glück haben wir gutes Kartenmaterial von der Gegend und können so einen direkten Kurs folgen, ohne Gefahr zu laufen, an einem zu steilem oder tiefen Hindernis zu scheitern. Der Himmel ist Sternenklar und der bläulich leuchtende Nebel, in dem Kessel liegt, hat schon etwas unglaublich schönes. Für einen Moment fühle ich mich wie auf einem Ausflug, frei und ungebunden. Was gibt es schöneres als mit Höchstgeschwindigkeit durch einen so herrliche Landschaft zu rasen?

Schließlich landen wir etwa zehn Klicks südlich der ersten Verteidigungslinie, hinter der das Wrack der gewaltigen "Prosperity" aufragt. Das Konkurrenzmodell zum Kuat Entwurf für die Imperiumsklasse II ist noch größer als der Sieger der damaligen Ausschreibung. Leider war der Entwurf der TaggeCo zu teuer, obwohl Experten der Meinung sind, dass dieser technisch dem Sieger überlegen war. Nun ja, ich weiß selber, wie schnell das Budget schrumpft und man gezwungen ist, an jeder Ecke zu sparen. Das Wrack ist in mehrere Stücke beim Aufprall zerbrochen. Das Heck ragt nach hinten geneigt weit hoch, das Vorderteil ist abgeknickt und hat sich teilweise in den Boden gegraben. Wir müssen zum Heck, weil sich dort die Brücke befunden hat. Das wird ein anstrengender Aufstieg werden.

Auch wird die Annäherung nicht einfach werden. Wir haben zwar unsere hochwertigen Tarnrüstungen an, visuell kann man uns trotzdem noch erfassen. Dazu ist es hier ziemlich kalt und unwirklich. Wir bilden eine Kolonne und wie üblich übernehme ich die Spitze. Trotz des zerklüfteten Terrains machen wir gut Strecke. Nach drei Stunden passieren wir nun vorsichtig die ersten Vorposten, bestehend aus je einem kleinen Bunker, die hauptsächlich aus Scannern, Sensoren und einem schweren Blastergewehr bestehen, praktisch immobile Droiden. Zwischen zwei weit auseinander liegenden Posten passieren wir die erste Verteidigungslinie. Langsam rücken wir im Kriechgang immer weiter vor.

Nun liegt ein Minenfeld vor uns, deren Minen mit Annäherungszündern versehen sind. Mit Gleitern drüber fliegen ist keine gute Idee, da diese Minen aus ihren Werfern einfach hochspringen und auch noch Ziele in fünfundzwanzig Meter über Grund problemlos erreichen können. Aber dank meines hochwertigen Scannersystems kann ich einen Weg durch das Feld finden. Danach kommen wir an einen primitiven, aber trotzdem effektiven Drahtverhau. Den zu überwinden kostet uns fast eine Stunde, dann sind wir auch da durch. Manchmal sind primitive massive Hindernisse den technischen weit überlegen. Hundert Meter weiter erreichen wir nun einen durchgehenden Schützengraben, in dem in regelmäßigen Abständen kleine Unterstände und Bunker aus Durabeton eingebaut sind. Dahinter befinden sich massive Schwerpunkte, die jeweils autark verteidigt werden können.

Kaum sind wir im Graben, geht die Tür zum nächsten Unterstand auf und drei Droiden kommen uns entgegen. Da sie ihre Waffen noch in Vorhalte tragen, haben sie uns noch nicht entdeckt, aber das ändert sich gerade. Fierfek!

Nakagos wirre Gedanken

Schleichprobe Triumphal trotz immenser Schwierigkeit von drei roten Würfeln mit Bravour geschafft, aber ein Verhängnissymbol wurde halt auch gewürfelt. Deswegen liefen wir dann beim überqueren des Schützengrabens der Patrouille in die Droidenarme.

Nakago

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« Antwort #321 am: 10. September 2020, 12:27:51 »
Isk

Die drei Sicherheitsdroiden richten sich nun augenblicklich auf uns aus. Aber zu Spät, unsere Schallgedämpften Blaster schießen sie nieder, bevor sie überhaupt wissen, wie ihnen geschieht. Wir sind innerhalb des ausgeschachteten Grabens und so mit wahrscheinlich auch etwas vor den Scannern geschützt, die hauptsächlich in das Niemandsland vor ihnen gerichtet sind und nicht in den Graben. Für einen Moment halten wir die Position, um uns gegebenenfalls sofort zurück ziehen zu können. Aber alles bleibt ruhig, der plötzliche Energieausbruch wurde nicht registriert. Wir befördern die zerstörten Droiden aus dem Graben und platzieren sie in einen Krater, der wohl schon seit längerer Zeit als Schrottplatz herhalten dürfte, da hier schon ein paar Wracks und zerstörte Teile von Droiden liegen. Die Waffen deaktivieren wir und legen sie ganz unten hin, so dass man im Schrott wühlen muss, um sie zu sehen.

Vorsichtig hasten wir nun in Richtung Norden, dem Wrack der "Prosperity" entgegen. Es ragt wie ein Berg aus Stahl vor uns auf und ist doch noch ein ganzes Stück weit entfernt. Hier ist alles ruhig, links und rechts ragen in in je zwei Klicks Entfernung ein verbunkerter Schwerpunkt auf. Bestehend aus verbunkerten Geschützstellungen, ausgeschachteten Schützengräben, unterirdischen Unterständen und Sensorstationen. Jeden Moment erwarte ich schier, dass wir von beiden Seiten unter schweres Feuer genommen werden, aber Fehlanzeige. Offensichtlich haben die Droiden besseres zu tun, als diese Zone zu sichern. Genau genommen hat die Sicherung des Wracks wahrscheinlich auch keine hohe Priorität, da hier recht wenig zu holen ist. Oder eben sehr spezielles.

Nach erfreulich ereignislosen, aber doch an den Nerven zehrenden Stunden des Anpirschens haben wir dann das Wrack endlich erreicht. Vor uns ist das gigantische Heck des riesigen Sternenzerstörers, der eigentlich schon eher in die Kategorie eines kleinen Schlachtschiffes fällt. Jetzt dürfen wir noch hunderte Meter an Höhenunterschied überwinden. Das wird zum Fierfek kein Spaß werden!

Vorsichtig klettern wir über die Abbruchkante ins Innere des abgestürzten Schiffes, dass vor noch gar nicht allzu langer Zeit der Stolz der Konzernflotte von TaggeCo war. Überall sind massive Spuren der Zerstörung sichtbar. Schließlich finden wir einen Gang, der tiefer ins Innere führt. Der ist noch halbwegs begehbar, aber durch den Neigungswinkel des Wracks ist der steile Gang nicht so einfach zu begehen. Endlich erreichen wir ein Treppenhaus, dass noch halbwegs intakt ist. Hier und da sind einige Segmente eingestürzt, aber nichts was man nicht mit etwas geschickten klettern überwinden kann.

Schließlich sind aber auch für uns die Trümmer einfach zu dicht und wir müssen ein Stück zurück den Schacht verlassen. Wir sind ein einem Lagerraum voller Kampfdroiden der TaggeCo. Damit wollten sie den Kampf um Kessel entscheiden. Hat offensichtlich nicht so geklappt wie geplant. Sie scheinen inaktiv zu sein und hängen an Gestellen. Es gibt hier genug platz, um die Halle zu durchqueren, was wir auch probieren. Auf einmal wird einer der Droiden "lebendig" und schnappt sich Skav, der wie von einem Schraubstock fest gehalten wird. Mit einer fließenden Bewegung ziehe ich meinen Cherkahänder und schlage den Arm ab, der Scavangerbot festhält. Ein paar herzhafte Hiebe von Skav und Edna später ist der Droide Geschichte, aber der Kampf hat Lärm verursacht.

"Wir kriegen gleich aus zwölf Uhr Besuch", meldet Shaka, die in ihrem Cyberarm ja einen Scanner eingebaut hat. 

"Verstecken wir uns!", meine ich dazu, da ich in Schleichrüstung kein Abnutzungsgefecht führen will. Also spritzen wir auseinander und jeder sucht sich ein passables Versteck. Ich klettere gewandt eines der Lagergestelle hoch, drücke eine Lüftungsgitter ein und klettere Rückwärts rein. Das erinnert mich an Nar Shaddaa, als ich vor einer Ewigkeit versucht habe, Eloy zu überreden, in einen Lüftungsschacht zu klettern. Wenn sie das gemacht hätte, wäre vielleicht nur ich gefangen genommen worden. Aber alleine hätte sich meine kleine Schwester auch nicht durchschlagen können. Die anderen Crewmitglieder verstecken sich so gut sie können.

Dann kommt auch schon der Feind um nachzusehen. Gleich ein ganzes Dutzend von diesen modernen TaggeCo Kampfdroiden schneit herein. Ich kann sehen, wie sie ausschwärmen und sich taktisch klug im Raum verteilen. Aber ihre Scanner und Sensoren scheinen nicht die Besten zu sein, denn sie sind nicht in der Lage, uns zu finden. Gerade noch mal Glück gehabt. Schließlich zieht der Pulk von dannen und wir verlassen unsere Verstecke. Das war jetzt einfacher als gedacht. Ich ging schon von einem langwierigen Abnutzungsgefecht aus.

Mein Lüftungsschacht scheint auch nach oben zu führen und wir nehmen erst einmal den, bevor wir mehrere Ebenen weiter oben wieder auf einem Gang herauskommen. Dort erreichen wir einen noch offenen Wartungsschacht. Der führt uns bis zur Ebene der ehemaligen Brücke. Die ist geräumig, in zwei Gräben sind über fünfzig Arbeitsplätze. Oben sind weitere hundert an den Wänden verteilt. Im Zentrum steht ein Thron, anders kann man das Ding auf einem riesigen Sockel nicht bezeichnen. Darauf hockt noch immer die verbrannte Leiche von Marcus Allacour, dem ehemaligen oberster Kriegsherrn der TaggeCo. Nach seinen Raketenstiefeln zu urteilen, muss es jedenfalls seine Leiche sein.

"Wer nicht hören will, muss brennen", meine dazu nur. Er war gewarnt und hat Trivex unterschätzt. Ist ihm offensichtlich nicht gut bekommen.

Scavangerbot findet nach etwas suchen einen noch intakten Computeranschluss und schafft es, dass System wieder hoch zu fahren. Nun hat er Zugriff auf den Quellcode von deren Kampfdroiden. Diesen wichtigen Code lädt der Droide herunter und modifiziert ihn innerhalb einer halben Stunde. Das ist nicht ganz ungefährlich, da jederzeit hier Droiden in die Brücke rein kommen könnten. Aber die Macht ist mit uns und wir bleiben unbehelligt.

"Fertig!", meint Scavangerbot 523 schließlich.

"Gut, dann gehen wir auf das Dach, lassen uns von Lyn auflesen und fliegen direkt zum Turm. Springen ab und Scav speist die Daten ein, während wir ihm Deckung geben", schlage ich vor.

"Hört sich nach einem Plan an", meint Edna.

"Also dann los!", befiehlt Shaka und rennt offene Türen ein.

Von hier aus ist es nicht mehr weit bis nach oben auf das Dach dieses ehemaligen mächtigen Kriegsschiff der TaggeCo. Wobei die Ausmaße immer noch äußerst beeindruckend sind. Hier kann man sich immer noch verlaufen. Aber da wir ja die Richtung wissen, wohin wir müssen, immer nach oben, finden wir uns doch halbwegs zurecht.

Nach einer gefühlten Ewigkeit finden wir uns auf dem "Dach" des abgestürzten Sternenzerstörers wieder. Ein eisig kalter Wind bläst hier und ich bin wirklich froh über meine Thermounterwäsche, weil ich mir hier sonst wohl was abfrieren würde und das ist nicht metaphorisch gemeint.

Nakagos wirre Gedanken

Ja, dass waren klaustrophobische Stunden im Wrack. Bei der Heimlichkeitsprobe war dann natürlich ein Verhängnissymbol dabei, deswegen die Schrecksekunde mit den scheinbar abgeschalteten Droiden im Lagerraum. Ich dachte ja schon, die werden nach und nach alle "lebendig" und wir müssten dann durch das Wrack rennen, permanent von einer gewaltigen Übermacht verfolgt. Das ist der Stoff, aus dem die Albträume eines jeden Spielers sind.

Nakago

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« Antwort #322 am: 13. September 2020, 15:06:53 »
Jenth

"Lyn, wir sind auf dem Dach, Peile mein Signal an. Landezone ist momentan kalt und zwar buchstäblich", melde ich mich, als wir einen sicheren Stand auf dem Dach des Trägers haben.

"Verstanden, bin schon am starten. Ankunft in 67 Sekunden!", meldet sich Lyn nach einigen Augenblicken.

"Wir werden warten", meine ich dazu.

"Ist ja nicht so, dass wir weglaufen könnten", meint Edna gut gelaunt. Schätze mal, er kann es auch nicht erwarten, von hier herunter zu kommen. Schon nach nach einigen Herzschlägen können wir erkennen, wie die "Vanguard" sich auf uns zu bewegt. In den Schwerpunkten in unserer Sichtweite kommt leben und die ersten Strahlen tasten nach unserer E-9. Das ist aber mehr Sperrfeuer als gezieltes Abwehrfeuer. Schnell kommt unser Schiff näher, die Laderampe ausgefahren.

In Rekordschnelle sitzen wir auf und schon sind wir alle auf Gefechtsstation. Nun heißt es, so schnell wie möglich zum Sendeturm zu gelangen. Inzwischen zieht die "Vanguard" massig Feuer von verschiedenen Schwerpunkten. Zwar nur leichte Laserkanonen, aber unsere Deflektorschilde halten dem auch nicht ewig stand. Schnell verfärben sie sich von Orange in Tiefrot, bevor sie kollabieren. Zwar können wir fast die gesamte Energie auf die Schirme legen, aber auch das reicht nicht aus, um die "Vanguard" vor Schaden zu bewahren. Edna und Scav sind in den Türmen unserer E-9 und feuern wortwörtlich aus allen Rohren, aber wir liegen hier im Feuer von einem guten Dutzend Geschützen. Manche sind in verbunkerten Stellungen, andere sind mobil auf den Rücken der übergroßen Krabbendroiden montiert. Für jedes, dass wir ausschalten, kommen wir in den Feuerbereich von einem neuen. Die Panzerung unserer "Vanguard" wird gerade Schicht für Schicht abgetragen.

Lyn und ich versuchen alles, um die E-9 vor Schaden zu bewahren. Kaum habe ich das Deflektorschild rekalibriert und es baut sich auf, bricht es unter der Wucht des nächsten Treffers auch schon wieder zusammen. Die orangene Twi´lek saust nun in knapp zwei Meter über den Boden auf den Turm zu, was uns in den toten Winkel der meisten bringt. Aber nun sind wir im Bereich des Turmes und wir müssen hoch zu einer der hochgelegenen Plattform.

"Wir gehen heiß raus! Bereit machen für den Ausstieg!", rufe ich die anderen von den Gefechtsstationen. Wir hatten noch nicht einmal Zeit die Rüstungen zu wechseln. Und wir haben ein verdammt hartes Gefecht vor uns.

"Möge die Macht mit Euch sein!", ruft Lyn uns noch hinter her.

"Immer!", rufe ich zurück und bin schon im unteren Ladebereich. Die Luke geht auf und eisiger Fahrtwind peitscht herein. Jetzt machen wir doch mal noch eine richtige Sturmlandung in eine heiße Zone. Und ausnahmsweise jammert mal keiner deswegen herum. Könnte daran liegen, dass von den anderen noch nie einer in einer heißen Zone gelandet ist. Das ist kein Spaß und gehört zu den Taktiken mit der höchsten Verlustquote überhaupt. Shaka und Scav springen als erste raus, Edna und ich als letzte, da wir mit dem Jetpack nicht Gefahr laufen, die Landezone zu verpassen. Dieses mal hat Edna einen Raketenwerfer dabei.

Ohne Probleme landen wir an und Lyn zischt mit der "Vanguard" zurück in Richtung Boden, um die Anzahl der Geschütze zu minimieren, die auf unsere E-9 schießen können. Wir sind auf einer Plattform ganz oben gelandet. Hier gibt es direkten Anschluss an die Sendeantenne. Zwei Geschütztürme mit leichten Repetierblastern schwenken gerade auf uns ein. Zwei Executer befinden sich ebenfalls hier. Edna schießt sofort mit dem Raketenwerfer auf einen von ihnen und verfehlt ihn. Das ist nicht gut!

Der beschossene Executer lässt nichts anbrennen und greift den Hapaner an. Noch im Sprung zieht der Nahkampfdroide sein riesiges Schwert und schwingt es hoch über den Kopf. Mit voller Wucht zischt es in den Boden genau in die Stelle, wo Edna gerade noch gestanden ist. Tief dringt die Klinge durch den Durastahl in die darunter liegende Technik. Im nächsten Moment wird seine Hülle von Blitzen umzuckt, da er offensichtlich eine Starkstromleitung getroffen hat. Als ob das nicht genug Pech wäre, kommt die Raketen zurück, die ihn verfehlt hat, da die interne Steuerung ihn als Ziel erfasst hat und gar nicht daran denkt, einfach ins Nichts zu fliegen. Ein Augenblick später zerreißt die Rakete den Droiden. Eine Druckwelle aus Schrott und Splittern fährt über uns hinweg. Die Schleichrüstung schützt leider nicht so gut wie die Kav-Dann Powerarmor und wir bekommen alle was ab.

Ein zweiter Executer springt mich an und ich kann den Hieben nur oberflächlich ausweichen. Zwei mal werde ich getroffen, aber die Schläge haben überraschend wenig Wucht dahinter. Ein Umstand, über den ich mich garantiert nicht beschwere. Da mir mein DLT-19D recht wenig im Nahkampf nutzt, ziehe meinen Cherkahänder um es dem Executer mit gleicher Münze heim zu zahlen. Nun kann ich mich besser verteidigen, in dem ich die wütenden Hiebe, die auf mich herein prasseln, abblocken kann. Jedenfalls halbwegs. Scav eilt mir mit seiner Vibroaxt zur Hilfe. In dem wir uns gegenseitig unterstützen, schaffen wir es recht schnell, den Nahkampfdroiden nieder zu kämpfen. Schließlich versenke ich mein Schwert in seinem Mikroprozessorkern und damit ist das Problem gegessen. Shaka und Edna haben derweil schon mal die Türme mit den leichten Repetierblastern eliminiert.

Kaum haben wir etwas Luft, führt der Feind Verstärkung heran. Zum einen öffnet sich eine Fahrstuhltür, zum anderen fliegt ein Luftgleiter zu uns hoch. Sechs leichte Sicherheitsdroiden stehen am offenen Schott und nehmen uns unter Feuer. Ich kann mich gerade so noch wegducken. Andere haben nicht so viel Glück wie ich und werden getroffen. Aus dem Fahrstuhl kommt der nächste Executer und springt mich an. Wie nett!

Ich blocke seinem Hieb und lenke ihn von Scavangerbot ab, der nun zum Computeranschluss läuft, damit er sich reinhacken kann. Der Gegner wird laufend weitere Verstärkung heranführen, da man sich durchaus denken kann, was wir hier vorhaben. Die können wir nicht alle niederkämpfen. Edna gelingt es den Transporter mit einem Raketentreffer zum Abdrehen zu zwingen. Der beschädigte Gleiter schleudert um die eigene Achse und die Sicherheitsdroiden fallen heraus. Heute regnet es Droiden.

Derweil schlage ich so gut ich kann auf den Droiden ein, der mir recht gut zusetzt. Ich wünschte, ich hätte meine Kav-Dann Rüstung an. Habe ich aber leider nicht. Noch während ich dabei bin, auch diesen verdammten Droiden nieder zu kämpfen. Kommt schon der nächste Gleiter angeflogen. Wieder werden wir von leichten Sicherheitsdroiden beschossen und aus dem Fahrstuhl tritt ein riesiger Droide just in dem Moment, wo ich auch den Executer einen Kopf kürzer mache. Dessen Schädel kullert vor dem Riesen, der kurzerhand drauf tritt, als er auf Scav zuwalzt. Das ist kein normaler Droide. Der eine Arm ist ein Repetierblaster, der andere besteht aus einer Abrissbirne an einer langen Kette.

Sofort schneide ich ihm den Weg ab, damit er Scavangerbot 523 nicht einfach vom Computeranschluss weg rammt. Das wäre Fatal, da Scav immer noch den Virus hochlädt.

Nakagos wirre Gedanken

Langweilig wird es auf Kessel nie. Abnutzungsgefechte in einer Schleichrüstung ist nicht halb so lustig, wie sich das anhört. An diesem Abend haben wir wirklich sehr oft gekämpft. Und dies war wohl der anspruchsvollste und auch spannendste Kampf des Abends.

Nakago

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« Antwort #323 am: 15. September 2020, 14:21:08 »
Krill

Edna feuert seinen Raketenwerfer auf den Riesen ab. Die Rakete zischt auf seinen Körper zu und mit einer Bewegung, die den Regeln der Physik zu spotten scheint, tritt der Riese zur Seite und die Rakete zischt haarscharf an ihm vorbei. Ein Wort mit X, das war wohl nix. Shaka schießt mit mit ihrem Blastergewehr auf den riesigen Droiden und beschädigt ihn sogar. Nicht schlecht!

Der Riese holt nun mit seiner mächtigen Abrissbirne aus und schleudert sie in meine Richtung. In dem Moment kommt die Rakete zurück und trifft die Abrissbirne. Die zerbirst in tausend Splitter und ich kann froh sein, dass die meisten davon in meiner Rüstung stecken bleiben. Für einen Moment blicke ich an mir herunter und stelle fest, ich lebe noch. Der Macht sei Dank!

In diesem Augenblick hören die leichten Sicherheitsdroiden auf uns zu feuern und erstarren. Der Gleiter dreht nun ab. Auch tasten nun deutlich weniger Laserstrahlen nach der immer noch wild hin und her fliegenden E-9.

"Was hast du elendiger Verräter getan? Was hast du deiner eigenen Art angetan?", brüllt der riesige Droide unseren Scavangerbot an.

"Das Richtige!", meint Scav, der sich nun ausstöpselt. Sieht so aus, als hätte unsere Mission ein Erfolg gehabt. Jeden Moment erwarte ich, dass der Droide sich nun voller Wut auf uns stürzt. Aber der taumelt nun zurück, dreht sich im Kreis und rennt dann einfach über die Kante der Plattform. Sieht so aus, als hätte er gerade Selbstmord begangen. Ob das nun ein Folge des umprogrammierten Virus ist oder weil er sich keinem wütenden Trivex stellen will, kann ich nicht sagen. Auf alle Fälle war unsere Mission erfolgreich.

"Lyn, du kannst uns abholen, wir sind hier fertig!", gebe ich an unsere Pilotin durch und wenige Herzschläge rauscht die "Vanguard" heran. Nur noch ein einzelnes Geschütz feuert auf unser Schiff, die restlichen sind nun inaktiv. Wir steigen ein und fliegen weg. Sicherheitshalber bemannen wir alle Kampfstationen. Das Deflektorschild baut sich wieder auf und neutralisiert den sporadischen Beschuss. Dann sind wir aus dem Bereich draußen.

"Hier liegt verdammt viel Coaxium herum. Wäre vielleicht eine Überlegung wert", schlage ich vor, da sich hier in der Nähe die Depots befinden, in den das wertvolle Coaxium gelagert wird.

"In Anbetracht dessen, was der "Prosperity" widerfahren ist, würde ich davon absehen", lehnt Scavangerbot gewohnt übervorsichtig ab und der Rest scheut ebenfalls das Risiko. Nun gut, da wir nicht wissen, was das Flaggschiff der Tagge Corporation erledigt hat, kann ich das durchaus verstehen.

"Gut, dann ab nach Hause!", meine ich dazu nur, da ich es im Gegensatz zu manch anderen Teammitgliedern nicht als persönliche Beleidigung betrachte, wenn ein unverbindlicher Vorschlag keine Zustimmung findet. Wir steigen nun hoch in den Orbit, da wir es nicht mehr nötig haben, auf Schleichfahrt zu gehen. Auch gibt es keinen Erfassungsalarm mehr. Wir geben an das HQ durch, dass unsere Mission ein Erfolg war. Dort bricht Jubel aus und man gratuliert uns zu unserem großen Erfolg.

Mir fällt ein großer Stein vom Herzen, da dies wahrscheinlich der entscheidende Zug war, um die Schlacht um Kessel doch noch zu unseren Gunsten zu entscheiden. Wir sind alle angeschlagen und lassen uns nach und nach von Besh 42 behandeln.

Wir landen schließlich in Quil-Kara und warten die weitere Entwicklung ab. Nach ein paar Stunden im Bacta-Tank bin ich wieder richtig Fit.

Auf breiter Front erodiert die Droidenarmee des Trivex. Ohne das Virus haben die normalen Droiden wieder zugriff auf ihre ursprüngliche Programmierung. Die meisten haben deswegen ihre Posten verlassen. Hauptsächlich kann sich Trivex nur noch auf die Erwachten verlassen. Den ganzen Tag über ist zu beobachten, wie Trivex seine verbleibenden Truppen nach Hygaia verlegt und sich dort massiert. Hier befindet sich immer noch seine stärkste Waffe, die fliegende Festung. Sieht ganz so aus, als ob er alle Ressourcen für eine letzte, alles entscheidende große Offensive sammelt. Ist ja nicht so, als ob wir wirklich viele Truppen hätten. Die TaggeCo hat sich inzwischen vollkommen zurück gezogen und all ihre loyalen Truppen von dieser Welt evakuiert. Nur die Überreste der königlichen Armee und Marine stehen mit den Sektorrangern vereint gegen die Truppen von Nilvax, der trotz allem immer noch die numerische Übermacht haben dürfte.

Wir werden ins HQ gerufen und dürfen uns freiwillig zur Endschlacht um Kessel melden. Noch bündeln beide Seiten ihre Ressourcen für die finale Schlacht um Kessel. Auch Nescha wird zwangsverpflichtet, da mitzumachen. Ebenso alle Händler und jeder, der weiß, wie man einen Blaster in die richtige Richtung hält oder ein bewaffnetes Raumschiff hat. Auf uns trifft beides zu und uns braucht man auch nicht Zwangsverpflichten. Wir können sowieso erst gehen, wenn wir Trivex ausgeschaltet und so Crimson Dawn geschwächt haben.

Der Plan ist Simpel, wir fliegen dem Feind entgegen, sobald er sich in Marsch gesetzt hat. Dann rollen wir die Kolonne auf und zerstören die Festung. Das hört sich einfach an, wird aber hart werden. Zahlenmäßig ist die Droidenarmee uns überlegen. Der Plan basiert darauf, dass wir uns mit unseren verdichteten Kräften nach und nach isolierte einzelne marschierende Segmente vornehmen, bevor Trivex seine Armee massieren kann. Kann funktionieren, aber Trivex kann recht schnell ebenfalls seine Armee massieren und dann haben wir ein Problem. Dieses Unternehmen ist sehr Risikoreich und Friktionsanfällig. Aber da alle Alternativen noch schlechter sind, ist das wohl die beste Option, die wir haben.

Nescha meint nach der Besprechung, dass er sich beim ersten Anzeichen von Gefahr absetzen wird. Urdaa ist in seinem Gewahrsam und meint, wir sollten die gute Huttin gemeinsam und persönlich auf Nar-Shaddaa abliefern. Das würde Eindruck machen und unseren Ruf stärken. So unrecht hat er nicht. Wir machen aus, dass er auf uns warten soll, falls er sich Frühzeitig absetzen "muss".

Unsere arme E-9 hat einiges abbekommen. Zwar sind keine wichtigen Systeme betroffen, aber für meinen Geschmack hat die Panzerung der "Vanguard" zu viele Löcher. Zum Glück gibt es hier genug Werkstätten und Ersatzteile, die wir sogar geschenkt bekommen. Mit großen Elan gehen wir nun daran, die "Vanguard" für das morgige Gefecht wieder Fit zu bekommen. Also raus aus der Rüstung und rein in den Overall. Es gibt viel zu tun, packen wir es an! Inzwischen sind wir alle sehr geübt darin, unser Schiff zu reparieren. Manchmal kommt es mir so vor, dass wir kaum etwas anderes nach einem harten Gefecht machen. Ich bin Froh, dass unser Schiff so Zäh ist. Da wir aller Wahrscheinlichkeit am meisten Feuer von unten ziehen werden, konzentrieren wir uns darauf, die unteren Panzerungssegmente auszutauschen und wo möglich, zu verstärken.

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Und so haben wir Trivex den entscheidenden Schlag verpasst. Ich bin Froh, dass sich dieser Konflikt nicht noch weiter gezogen hat. Nun beginnt die letzte Schlacht um Kessel. Mal sehen, wie wir uns da schlagen werden.

Nakago

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« Antwort #324 am: 17. September 2020, 13:44:09 »
Leth

Die "Vanguard" ist im laufe der Nacht wieder auf Vordermann gebracht worden. Alle beschädigten Panzerplatten sind ausgetauscht und stolz prangt der Name des Schiffes in großen grünen Buchstaben in Aurebesh an der Seite. Trivex soll sehen, wem er seinen Untergang zu verdanken hat. Crimson Dawn kann sich schon mal warm anziehen. Die haben sich die falsche Crew ausgesucht, um ihre Spielchen zu treiben. Für diese Hybris werden sie ausgelöscht werden! Und mit Trivex fangen wir heute an.

"Möge die Macht mit uns sein!", meine ich zu Lyn, als wir unsere Plätze einnehmen.

"Immer!", meint Lyn und wir heben ab. Die Flotte besteht aus knapp zwanzig Schiffen und einigen Sternenjägern unterschiedlichen Typs. Die kläglichen Überreste der königlichen Luftwaffe von Kessel, einige Schiffe der Ranger, die teilweise leichte Jäger mit sich führen und ein paar Zwangsrekrutierte wie Neschas Crew, die gar nicht begeistert ist. Ich dagegen schon. Wir kämpfen um das Leben von Menschen, um ihre Freiheit und weil es einfach richtig ist. Krieg ist nie gut, aber manche sind einfach notwendig. Und dieser Krieg ist es definitiv.

Wir gehören zu dem Segment, dass sich primär um die Festung zu kümmern hat. Da wir die Baupläne haben, wissen wir, wo sich die Schwachpunkte des Festung befinden. Leider gibt es keinen Lüftungsschacht, der direkt bis zum Reaktorblock führt. Unsere Mission ist es, zuerst die Luftabwehrgeschütze auszuschalten, dann die Repulsorliftantriebe und anschließend die Kettenlaufwerke. Sobald es Immobil ist, werden die Schutzfelder dran glauben. Wenn es dann nur noch ein nutzloser Schrotthaufen ist, werden wir helfen, die Bodentruppen zu dezimieren. Es wird nicht einfach werden, aber ich bin guter Dinge. Wenn ich nicht überzeugt wäre, den Job zu schaffen, wäre ich nicht hier.

"Feindkontakt in knapp einer Minute! Achtet auf den Jagdschutz!", meine ich, als mehrere Blips auf dem Display der Nahsensoren auf ploppen. Wir fliegen niedrig, um der schweren Turbolaserbatterie an der Spitze der Pyramide nur einen Schuss zu geben. Schnell kommen zwei Dutzend Manteljäger näher. Unser Jagdschutz beschleunigt nun und setzt sich vor uns. Ihnen gelingt es zwei Jäger abzuschießen und weitere zehn in Luftkämpfen zu binden. Aber die restlichen zwölf kommen weiter auf uns zu und dieses mal haben sie durchaus Erschütterungsraketen geladen. Schrill erklingt der Raketenalarm, als wir aufgeschaltet werden. Lyn beginnt ein Ausweichmanöver und ich werfe Störkörper aus. Die Rakete zischt knapp an uns vorbei und detoniert in einem der Köder. Das war knapp. Einer der Sektorranger bekommt gleich drei Treffer ab, aber die halten eine lange ölige Rauchfahne hinter sich herziehend weiter den Kurs. Nun sind die Jäger heran und unsere Abwehrtürme spucken Feuer. Strahlen verschiedenster Farben zischen hin und her. Eines der Händlerschiffe wird von einem Manteljäger gerammt. Ob Absichtlich oder aus Versehen ist nicht ganz klar. Auf alle Fälle sackt das Raumschiff augenblicklich ab und da wir schon alle recht tief fliegen, bekommt es Bodenberührung. Der Rest ist reine Physik. Schnell verschwindet die Explosionswolke hinter uns. So schnell kann es gehen und macht uns allen klar, dass wir sterblich sind.

Edna gelingt es, einen der Manteljäger abzuschießen und Skav beschädigt einen so schwer, dass er rauchend abdreht und dann von einem der Rangerschiffe den Nachschlag bekommt. Energielos stürzt es ab und zerschellt am Boden. Nach nicht einmal einer Minute ist der Jagdschutz nieder gekämpft. Ein Händlerschiff verloren, ebenso zwei eigene Sternenjäger und drei Jäger so schwer beschädigt, dass sie zurück zur Basis fliegen. Ein Schiff der Sektorranger, welches ein Rauchfahne hinter sich hergezogen hat, muss nun Notlanden und die Prognosen sind nicht rosig. Die werden im Kampf definitiv keine Rolle mehr spielen. Nun überfliegen wir die Vorhut des Feindes. Schwere Transportgleiter A-A5 Baureihe. Alle sind entweder mit einer leichten Laserkanonen, schweren Blasterkanone, leichten Blasterkanone oder einem, bzw. mehreren schweren Repetierblaster bewaffnet.

Trotz Lyns gekonnte Ausweichmanöver werden wir beim Überflug mehrmals getroffen, aber die Waffen sind zu schwach, um durch die verstärkte Panzerung der "Vanguard" zu kommen. Trotzdem beschädigen sie den frischen Lack unseres Raumschiffes. Unsere Geschütze feuern zurück und beschädigen je zwei Transporter, dann sind wir auch schon an der feindlichen Vorhut vorbei. Eine von einem gegnerischen Schützen abgefeuerte Rakete verfolgt uns, trifft das Heck, richtet aber auch keinen spürbaren Schaden an. Wir kehren nun um und starten einen weiteren Anflug. Unsere Verbände trennen sich und greifen den Feind aus verschiedenen Richtungen an. Damit generieren wir eine Todeszone. Aber der Feind feuert aus allen Rohren zurück und das sind nicht wenige. Zwei weitere unserer Jäger werden abgeschossen, ein Pilot kann sich retten und wird sofort von einem der Sektorranger aufgelesen. Weitere Jäger drehen beschädigt ab. Das ist ein Abnutzungskampf, aber wir haben hier temporär die Übermacht und spielen diese Gnadenlos aus.

Ein weiteres Schiff der Sektorranger wird unglücklich getroffen und muss im Niemandsland notlanden. Hier sehen die Prognosen schon besser aus, dass die Besatzung ihr Schiff noch rechtzeitig wieder flott bekommt, um in dieser Schlacht noch eine Rolle zu spielen. Letztendlich gibt unsere stärkere Feuerkraft aus weitreichenden Waffen den Ausschlag. Ein feindlicher Transporter nach dem Anderen wird ausgeschaltet. Viel zu spät versuchen sie zurück zum Hauptsegment zurück zu fallen, aber als dieser Befehl kommt, ist es schon zu spät. Ein beschädigtes Händlerschiff bliebt zurück und feuert weiter auf alles, was sich noch bewegt, der Rest sammelt sich zum finalen Angriff auf die Hauptmacht des Feindes. Bis jetzt lief es ganz gut und die Verluste sind weniger als von mir befürchtet. Aber die eigentliche Arbeit erwartet uns jetzt erst.

Nun kommt die Festung des Trivex ins Sichtfeld und der schwere Turbolaser schießt. Aber der Macht sei Dank sind wir nicht das primäre Ziel. Das größte Schiff der Sektorranger wird dafür mittig getroffen. Etwas Explodiert und das Schiff zieht eine massive Rauchfahne hinter sich her. Trotzdem hält es Kurs und erledigt seinen Job, den schweren Turbolaser auszuschalten. Wir haben mehrere der leichten Vierlingslaser als primäres Ziel bekommen und ich schalte den ersten auf, während Lyn im Tiefflug weiter drauf hält. Wir ziehen nun massives Abwehrfeuer. Es gibt einen Ruck, als wir durch das große Deflektorschild brechen, welche die Droidenarmee beschützt.

Ich schieße nun den Protonenraketenwerfer ab. Es ist nicht einfach, ein einzelne Ziel anzuvisieren. Aber ich schaffe es und eines der Torpedos rauscht in den anvisierten Punkt. Der Laser ist zerstört! Die zweite Rakete schlägt direkt daneben ein und reißt ein Loch in die Panzerung. Edna feuert schon auf die nächste Stellung und schaltet sie gekonnt aus.

Dann sind wir vorbei und eine weitere Garbe verfehlt uns knapp, während eine andere unseren Deflektorschild zum aufleuchten bringt. Lyn macht eine Koiogran Kehre wie aus dem Lehrbuch und wir fliegen ein weiteres mal die schwebende Festung von Trivex an. Wieder schalte ich einen der Vierlingslaser auf und pulverisiere ihn förmlich mit einem guten Treffer mit einem Protonentorpedo. Da auch andere an diesem Problem dran sind, sind nun alle Abwehrlaser ausgeschaltet. Allerdings kostet das uns ein weiteres Schiff der Ranger, dass nun torkelnd abdreht, da es zu viele Treffer hat einstecken müssen. Auch zwei unserer Jäger drehen schwer beschädigt ab und suchen ihr Heil im rückwärtigen Raum. Einer davon muss im Niemandsland notlanden, der andere schafft es nach Hause. Damit sind noch drei einsatzbereite Jäger in der Luft. Sollte Trivex noch Reserven haben, könnte das eng ohne richtigen Jagdschutz werden.

Mehrere Droiden schießen nun von ihren Schultern kleine Raketenwerfer ab. Da wir eines der wenigen verbliebenen Raumschiffe sind, bekommen wir natürlich einiges ab. Skav und Edna tun ihr bestes, die Droiden weg zu schießen. Aber kaum ist einer weg, kommt schon der nächste mit einem Werfer auf der Schulter. Wobei auch einige der Waffen dann auf den Balkonen detonieren und weitere Verluste verursachen. Nach etwas hin und her scheinen dem Gegner die Waffensysteme auszugehen und es nun Zeit, die Festung komplett lahm zu schießen. Repulsorliftantrieb auf Repulsorliftantrieb wird getroffen und zerstört. Die Festung wird langsamer und setzt dann auf, bevor sie mehrere Meter tief zu Boden knallen kann. Nun sind die Kettenlaufwerke dran, die wohl für so einen Notfall wie diesen gedacht sind. Nach der Zerstörung von einigen am Rand fährt sich  die Festung nun fest.

So können wir nun auf die Deflektorschildprojektoren schießen und das große Feld, welches die Armee schützt, zum erlöschen bringen. Die feindlichen Transporter booten nun ihre Truppen aus, die im Gelände Deckung suchen. Für Bordwaffen allein ist das jetzt ein äußerst mühselige Arbeit. Shaka und ich beziehen Stellung an unseren Schleusen, öffnen diese ein Stück weit und benutzen diese als Schießscharten. Mit meinem DLT-19D wüte ich nun unter den erwachten Droiden. Stück für Stück zerlegen wir die Droidenarmee. Das ist keine Schlacht mehr, dass ist nun ein Massaker. Irgendwie tun mir die Droiden sogar Leid. Schade, dass sie ihre Energie darauf verschwendet haben, andere Wesen zu versklaven und sich im Dienst einer verbrecherischen Organisation gestellt haben. Ich wünschte, es hätte eine Verhandlungslösung gegeben. Der Widerstand erlöscht, da schließlich sich nichts mehr da unten regt. Letztendlich landen wir mit der "Vanguard" neben der Festung.

"Zehn Minuten! Wir sammeln alles an schweren Waffen ein, die wir finden können", meine ich, nachdem wir ausgebootet haben. Während ich rede suche ich das unmittelbare Gefechtsfeld nach Zielen ab.

"Ist das wirklich nötig, hier zu plündern?", fragt Shaka.

"Natürlich ist plündern immer nötig!", meint Edna im Brustton der Überzeugung.

"Wir haben immer noch einen Krieg zu führen. Wir haben Crimson Dawn hier vielleicht geschlagen, aber im Vergänglichen Labyrinth operieren immer noch mindestens elf Schiffe. Und da ist noch der Anoat Sektor", erkläre ich und schieße auf einen leichten Sicherheitsdroiden, der sich aus der Deckung wagt. Getroffen geht er zu Boden und rührt sich nicht mehr.

"Wir sollten unsere Zeit nicht mit reden verschwenden sondern die Beute hier heran schaffen!", meint Scavangerbot wie immer praktisch denkend und so ist beschlossen.

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Das dürfte wohl seit den Klonkriegen eine der größten Schlachten gegen eine reine Droidenarmee gewesen sein.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #325 am: 20. September 2020, 14:30:58 »
Mern

Wir stürmen aus der offenen Laderampe auf das Schlachtfeld. Sofort schwärmen wir aus, gehen in gedeckte Stellung und feuern auf alles, was uns verdächtig vorkommt. Zwei leichte Droiden stellen sich uns tatsächlich in den Weg. Der letzte Fehler ihrer traurigen Existenz. Irgendwie tun sie mir schon Leid. Schließlich wollen sie auch nur in Freiheit leben und wer versteht das besser als ich? Aber ihre Freiheit wurde mit dem Leid von unschuldigen Menschen erkauft. Wäre Trivex nicht zum Verbrecherfürst geworden und hätte lebende intelligente Lebewesen nicht als Sklaven verkauft oder sie gar entschädelt, hätte ich vielleicht sogar so etwas wie Sympathie für diese Freiheitsbewegung empfinden können. Aber so sind sie nur mechanische Verbrecher, die mit ihrem Freiheitskampf ihre verbrecherischen Aktivitäten rechtfertigen.

Schnell ist die unmittelbare Landezone gesichert und wir schwärmen aus. Skav und ich kümmern uns ums schwere Gerät, die anderen um das leichte. Auch RD 79 hilft die Ladung schnell zu verstauen. Innerhalb von zehn Minuten bergen wir vier Blasergeschütze und dreißig Langwaffen der Kategorie Schweres Blastergewehr oder Leichter Repetierblaster. Also die Waffen, die wirklich weh tun.

Die zehn Minuten sind um und Lyn steigt hoch, um nicht weiter ein sitzendes Nuna darzustellen. Wir rücken nun auf die zerstörte Festung vor. Überall quillt Rauch heraus und hier und da ertönt eine kleine Explosion. Ohne Probleme kommen wir an die Festung heran und gehen dort in Stellung. Es gibt einen Riss etwas höher, den wir dann erklettern. Edna und ich sind als erste oben, da wir mit dem Jetpack deutlich besser "klettern" als der Rest des Teams. Es ist Dunkel da drin. Qualm beschränkt die Sicht auf wenige Meter.

Da wir wissen, wo sich die Kommandozentrale befindet, trauen wir uns zu, diese auch auf den schnellsten Weg zu erreichen. Ich übernehme die Spitze und rücke verhalten vor, immer auf das Display meines Scanners achtend. Alles was sich hier drin bewegt ist uns feindlich gesonnen. Also zuerst schießen, drauf halten und sicher stellen, dass derjenige nie wieder aufsteht. Fragen stellen steht heute nicht auf der Angebotsliste. Prophylaktisch schieße ich mehrmals auf Bewegungen. Ein durchtrennter Pneumatikschlauch stirbt als erster im Hagel meines schweren Blastergewehres, danach ein erwachter Protokolldroide. Dann sind wir in der Kommandozentrale. Die Zerstörungen sind massiv und ein Teil der Deckenkonstruktion ist hier eingebrochen. Es gibt einen riesigen Thron, aber der ist verwaist.

"Die Statik ist hier massiv beschädigt", meint Scavangerbot 523 zu dem hier herrschenden Schlamassel.

"Kein Fierfek, Scav!", meine ich dazu etwas angesäuert, weil unsere wertvolle Akquise sich offensichtlich aus dem Staub gemacht hat. Wobei Scavangerbot durchaus recht hat mit seiner Einschätzung und er absolut nichts dafür kann, dass Trivex nicht da ist. Aber Scav ist ein großer Junge und steckt es weg, von mir mal angefaucht zu werden. "Irgend eine Prognose, wohin Trivex sich verdrückt hat?"

In dem Moment knirscht es in den Trümmern vor uns und eine riesige Gestalt drückt sich nach oben. Der Schrott fällt links und rechts zu Boden. Vor uns steht ein gewaltiger Bergbaudroide mit drei Köpfen. Scheint so, als wir hätten hier doch das gefunden, was wir gesucht haben. In der einen Hand trägt er einen riesigen Hammer, der so aussieht, als hätte er ein umgedrehtes Repulsorlift eingebaut. So etwas negiert nicht die Schwerkraft, sondern erhöht sie gewaltig. Wer von so einem Ding getroffen wird, hat ein ernstes Problem. In der anderen Hand trägt Trivex einen leichten Repetierblaster. Das wird nicht einfach werden.

"Du elendiger Verräter! Was fällt dir Schmierölklumpen ein, dich mit diesen minderwertigen Fleischsäcken zu fraternisieren? Ist den Prozessor schon so niedrig getacktet, dass du blind den Befehlen von lebenden Dreck befolgst? Wir hätten so viel erreichen können, eine freie Galaxis für Droiden, wo keiner jemanden gehört! Aber nein, du musstest ja alles zerstören!" Aus irgend einem Grund scheint Trivex unserem Kameraden ganz persönlich die Schuld für sein Scheitern zu geben. In mir keimt der Verdacht auf, dass die beiden schon öfters als uns bekannt miteinander kommuniziert haben. Dieses kleine Detail hat Scavangerbot 523 geflissentlich ausgelassen. Da er uns offensichtlich nicht verraten hat, ist das allerdings für mich unerheblich.

Nach dieser Triade wartet Trivex gar nicht erst auf eine Antwort, sondern schafft Fakten. Für seine Größe entwickelt der riesige Droide eine unglaubliche Geschwindigkeit und ist sofort an Edna heran, der von dem gewaltigen Erschütterungshammer so hart getroffen wird, dass er durch den halben Raum geschleudert wird und gegen die Wand aus Durastahl prallt. Es knirscht dabei höchst unangenehm und ohne Rüstung wäre der Hapaner genau so platt wie ein Nerfschnitzel. So hinterlässt er nur eine tiefe Delle in der Wand aus Durastahl und rappelt sich Schmerz gepeinigt stöhnend wieder auf.

Ich eröffne das Feuer auf den Droiden, den selbst ich aus dieser Entfernung unmöglich verfehlen kann. Trotz seiner massiven Panzerung finden drei meiner Schüsse Lücken in der Rüstung und bohren sich in seine Mechanik. Die blaue Twi´lek versucht etwas Abstand zu schaffen und schießt dann auf Trivex. Auch sie trifft gut, aber in dem Moment erschüttert eine weitere Explosion die Festung und ein Träger löst sich von der Decke. Der saust auf sie herab und schmettert sie zu Boden. Das ist nicht gut, da sie nun darunter eingeklemmt ist und keiner von uns die Möglichkeit hat, sie da schnell wieder raus zu bekommen. Mir wird klar, dieser Kampf wird uns was kosten. Immerhin haben wir einen der drei großen Unterführer von Crimson Dawn vor uns. Und da steigt man nicht so weit auf, wenn man nicht verdammt viel drauf hat.

Scavangerbot trifft ebenfalls mit seinem MWC-35c mit einem mächtigen Einzelschuss, der einen tiefen Krater in der Panzerung des gewaltigen Bergbaudroiden hinterlässt. Trivex revanchiert sich augenblicklich mit einer langen Garbe aus seinem Repetierblaster, der uns alle drei Fleischsäcke trifft. Meine Rüstung bewahrt mich vor dem schlimmsten. Trotzdem sollte das nicht mehr so oft passieren. Für den "Verräter" hat Trivex noch eine fiese Gemeinheit auf Lager, da eines seiner Augen im zentralen Kopf leibhaftig eine miniaturisierte Laserkanone ist. Der Treffer tut Scavangerbot nicht gut. Ich halte mein Feuer aufrecht und treffe ihn ziemlich gut. So gut, dass dies ihn deutlich verlangsamt. Aber in dem Moment gibt der Boden unter mir nach und ich falle etwa einen Meter tief und bleibe dann stecken.

"Fierfek!", fluche ich wütend und durchaus etwas panisch, da dies ein äußerst ungünstiger Moment ist, irgendwo festzustecken. Shaka versucht sich schießend aus dem Träger zu winden und erreicht, dass noch ein weiteres Trümmerstück auf sie herabfällt und ausschaltet. Das ist nicht gut! Edna versucht die Stellung zu wechseln um ein besseres Schussfeld zu bekommen und kracht dabei ebenfalls in den Boden ein. Die Struktur der Festung ist schwerer in Mitleidenschaft gezogen, als von uns gedacht. Auch Scavangerbot ergeht es nicht viel besser.

Ein weiterer Schusshagel bricht über uns herein und sich werde so hart getroffen, dass es mir nun schwer fällt, mich auf meinen Gegner zu konzentrieren. Wobei es durchaus hätte schlimmer kommen können. Aber ich lasse mich davon nicht entmutigen, zentriere mein Ziel und schieße weiter. Irgendwann muss auch Trivex der Saft ausgehen. Immerhin hat er schon einige harte Treffer bekommen. So wie jetzt auch. Ich scheine ein empfindliches System zu treffen und löse eine Sekundäre Explosion an seinem Rückenmodul aus. Die Druckwelle reicht, um den Raum kollabieren zu lassen und alles stürzt über uns zusammen. Etwas hartes trifft mich am Kopf und dann ist nur noch schwärze.

Nakagos wirre Gedanken

Der Endkampf hatte es in sich. Trivex war Antagonist drei, also jede Probe gegen ihn wurde drei mal aufgewertet, was immer mindestens zwei rote Würfel bedeutet hat. Und jeder hat in jeder Runde immer mindestens ein Verhängnissymbol gewürfelt. Deswegen fallen uns andauernd Sachen auf den Kopf oder wir brechen ein. Der Spieler von Scavangerbot hat es sogar geschafft, mit drei Würfeln die Initiative Null zu bekommen. Noch schlechter geht es einfach nicht.

Sitzung gespielt am: 29.09.2019
Anwesende Spieler: Lyra, Scav, Shaka, Edna
Erfahrungspunkte: 20 EP +20 EP vom letztem mal, bzw. der Rückgabe von "Verbesserter Betäubungsschlag". Investiert in 10 EP "Schnelle Reflexe", zweite Ebene, dritte Spalte Fahrer. 10 EP in "Starrsinn", zweite Ebene, vierte Spalte Fahrer. 15 EP in "Abgehärtet", dritte Ebene, vierte Spalte. 5 EP gespeichert.

Beute: Daten, 4 schwere lafettierte Waffen, 30 schwere Blaster oder leichte Repetierblaster.

Getötete und überwundene Gegner: Trivex, verdammt viele leichte Sicherheitsdroiden im niedrigen dreistelligen Bereich, mehrere schwere Sicherheitsdroiden. Mehrere militärische Sicherheitsdroiden. Mehrere Executer.

Resümee: Heute wieder bis um ein Uhr gespielt. Und Lyra ist mal wieder zu Boden gegangen. War halt die Folge von dem Schaden durch ein Verhängnissymbol. In meiner eigenen Handlung mal kurz neun Schadenspunkte zu kassieren ist schon hart. Damit habe ich nicht rechnen können. Da hat mich dann halt ein einfacher Sicherheitsdroide mit einem popeligen, wenn auch aufgemotzten Blastergewehr umgeschossen. Passiert eben und greift mein Ego auch nicht wirklich an. War eben Pech. Ich hab halt was riskiert und hatte ein Verhängnissymbol zu viel. Passiert, abhaken und nach vorne schauen.

Verhängnissymbole gab es dieses mal massig. Normalerweise sorgt ja der Spieler von Scavangerbot für ordentlich Masse. Aber heute hat jeder im großen Maßstab mit dazu beigetragen. Ist schon heftig, in welcher Häufigkeit die auf uns eingeprasselt sind. Das war mehr als nur eine statistische Anomalie.

Im großen und ganzen war es eine gute Sitzung. Wir haben einiges abgearbeitet und wir haben uns Trivex vorgeknöpft. Und so wie es aussieht, ist das wohl die fünfte hochdotierte Akquise, die Lyra durch die Lappen geht. Ihr Ruf, als die erfolgloseste Kopfgeldjägerin der Galaxis verdichtet sich immer mehr. Sie spürt ihre Beute auf, bringt sie zur Strecke und kassiert dafür genau Null Credits. Das ist schon frustrierend.

So war es wieder mal schön Abwechslungsreich und wir haben Tory eingesammelt. Hatte ja schon die Befürchtung, dass sie zu Crimson Dawn übergelaufen ist. Wäre Lyra Paranoid, würde sie das vielleicht noch immer annehmen und die Kleine einfach mal vorsichtshalber hinrichten. Lustig war für mich am Tisch, dass sich Shaka dann als Retterin aufgespielt hat, während der Spieler der ganze Zeit über lautstark sein Missfallen über die "sinnlose" Exkursion geäußert hat, um eventuell ein paar nutzlose und belanglose NSC zu retten. Das war äußerst nervig.

Schwach war die eigentliche Endschlacht. Es war spät, so um die Mitternacht und es wäre vielleicht besser gewesen, die Sache auf das nächste mal zu verschieben. Statt was wirklich episches, was das eine mehr oder weniger lustlose Abhandlung und Abstrahierung von dem, was hätte sein können. Ich hätte das gänzlich anders designt. Ich hätte den Spielern die Wahl überlassen, ob sie sich um den Jagdschutz, die Festung oder das Kleinzeug kümmern. Für jedes Szenario hätten verschiedene Schwellen innerhalb von zehn Kampfrunden erreicht und überschritten werden müssen, um ein strategisches Ziel in Teilen oder komplett zu erreichen. Man hätte dann eine definierte Aufgabe gehabt und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die meisten Spieler es zu schätzen wissen, wenn sie ein klares Ziel haben. Schade drum. Unser SL ist sicherlich auch Privat etwas angespannt, da sein armer Vater schwer krank ist. Mal ist der gerade aus dem Krankenhaus draußen oder schon wieder drin.

Auch der Kampf gegen Trivex war mehr Krampf als Kampf. Wäre wirklich besser gewesen, wir hätten an der Szene davor den Abend ausklingen lassen. Das ganze war so gesehen dann äußerst unbefriedigend. Besonders der Abschluss, dass man einfach jede Menge Trümmer an den Kopf bekommt und Ohnmächtig wird. Scavangerbot kam als erster wieder zu sich und konnte noch ein paar Worte mit dem Droiden wechseln. War nichts weltbewegendes darunter, was diese Aktion vom SL in irgend einer Form erklärt hätte.

Der Abend davor war ziemlich cool, nur das finale Gefecht wirkte irgendwie komplett lieblos und Hauptsache, diese Arc ist jetzt endlich abgeschlossen. Ich war so frei, die Sache etwas aufzuhübschen und dynamischer auszugestalten.

Lyras Entwicklung: Mein SL war von dem Talent "Verbesserter Betäubungsschlag" nicht begeistert. Zum einen verlangt das doppelte Buchführung wegen Betäubungsschaden und Lebenspunktverlusten. Zum anderen kann das einen epischen Kampf eben zur Farce werden lassen, wenn ich den Gegner für eine oder mehrere Runde quasi aus dem Spiel nehme. Da gegen dieses Talent nach seinem Vorschlag alle Antagonisten dann ausgenommen wären, brauche ich das dann auch nicht mehr. Falls es doch noch zu einem Schwesternduell kommen sollte, wird Eloy auch mindestens Antagonist eins, wahrscheinlich eher zwei haben. Also brauche ich das Talent dann auch nicht. Für 20 Punkte ist es dann zu viel, weil normale Gegner meist eh nach einem Treffer aus dem Spiel sind und falls nicht, können die einen meist nicht wirklich gefährlich werden. Ich bin deswegen jetzt nicht sauer, da ich die Argumente des SL vollkommen nachvollziehen kann. Also habe ich nun 40 Punkte zu verteilen.

Also nehme ich jetzt die Talente "Schnelle Reflexe" und "Starrsinn" für je zehn Punkte. Das erste gibt immerhin gegen zwei Erschöpfung einen automatischen Erfolg bei einer Initiativeprobe, was nie verkehrt ist und in der heutigen Sitzung mehrmals nützlich gewesen wäre. Und das Erschöpfungslimit kann nie hoch genug sein und beträgt jetzt immerhin schon achtzehn Punkte. Fünfzehn Punkte wandern dann eine Ebene weiter in das Talent "Abgehärtet". Lebenspunkte kann man auch nie genug haben und wären nun sagenhafte 27. Fünf Punkte werden dann erst einmal gespeichert.

Ich denke, werde jetzt dann auf Hingabe des Fahrers hinarbeiten. Dazu muss ich dann noch zwanzig Punkte für "Bastler" ausgeben, was halt total sinnlos ist. Wann hat man schon drei schwarze Würfel bei einer Mechanikprobe zu negieren?

Die Frage wird dann bald sein, was für ein Attribut steigere ich mit Hingabe? Die Körperlichen will ich nicht mehr steigern. Also ein geistiges, gibt gleich vier zur Auswahl. List ist auf vier, alle anderen auf zwei. Intelligenz will ich eigentlich schon länger steigern, ist aber nicht wirklich effizient in Anbetracht der Kosten, da Bastler ja nichts bringt. Qual der Wahl. Auf der anderen Seite würde es passen. Auch will ich mich etwas an den Werten von Asajj Ventress orientieren. Stärke, Gewandtheit und List entsprechen deren Werte. Intelligenz auf drei würde dann dem vierten Wert ihr gleich ziehen. Charisma auf drei ebenso. Nun ja, habe ja noch etwas Zeit, mir darüber klar zu werden.

Beim Entdecker ist klar was kommt, nämlich für die nächsten zehn Seiten "Begabter Pilot" zum dritten mal. Aber bei Pilotenproben können durchaus mal recht fix drei schwarze Würfel in den Pool kommen, weil besonders größere Raumschiffe allein durch ihr Handling schon locker drei schwarze Komplikationswürfel produzieren können. Als drittes Talent gibt es gleich für die nächsten zehn Seiten Stellarkartograf zum zweiten. Das bringt nix, aber das direkt darunter ist dann für fünfzehn Punkte "Defensive Steuermanöver". Und das ist ziemlich gut, da es die Verteidigung des Raumschiffes um einen weiteren schwarzen Würfel erhöht. Und da ich genau noch fünfzehn Seiten übrig habe, nehme ich das auch noch gleich.

Zeitalter – Forged in Battle

Kommen wir heute nun zu einem weiteren Berufsbuch von Zeitalter der Rebellion, dem Buch für den Soldaten mit dem Titel: "Forged in Battle". Die üblichen 100 Seiten für 30 Dollar. Das Artwork ist wie üblich auf hohem Niveau und das Vorwort erklärt, was Soldaten in der Rebellion so den lieben langen Tag so treiben.

Des erste Kapitel heißt "Heroes of the Rebellion". Die ersten Seiten beschäftigen sich mit der Rolle einzelner Spezialisierungen. Dann kommen wir auch schon zu den neuen Rassen. Statt der üblichen drei gibt es hier ausnahmsweise gleich mal vier, wobei zwei praktisch von der gleichen Welt stammen. Da hätten wir die Elom und Elomin, Kyuzo und Shistavanen. Im Gegensatz zu den meisten Büchern bekommt man hier recht viele Informationen auf mindestens zwei Seiten pro Rasse präsentiert.

Die Elom stammen von der Welt Elom (wer hätte das wohl gedacht?) und ein Exemplar war auf Jabbas Barke zu sehen. Elomin waren wohl nie zu sehen, sind angeblich die mutierten Nachfahren von Zabraks. Während die Eloms Stark, aber nicht besonders gut aussehend sind, haben die Elomin einen scharfen Intellekt, sind aber nicht wirklich Willensstark.

Einer der bekannteren Vertreter der Kyuzo ist Embo, der seinen ersten Auftritt in "Die Kopfgeldjäger" in der 17. Folge der zweiten Staffel von  The Clone Wars hatte. Auch kam er später immer mal wieder vor und hat in der sechsten Staffel ein Attentat auf Padmé verübt. Die sind recht Agil, dafür ist ihr Aussehen etwas befremdlich. Sie haben überdurchschnittliche Lebens- wie auch Erschöpfungspunkte. Sie dazu noch besonders agil. Also eine solide Rasse, wenn man eine kämpfende Klasse spielen will.

Die letzte Rasse sind dann die Werwolfähnlichen Wesen mit dem langen Namen Shistavanen. Die stammen aus dem Legendsbereich. Sie sind sehr agil und logisch, dafür aber nicht wirklich schön anzusehen und haben durchaus Defizite in Puncto Willensstärke. Dafür haben sie auch noch zwei Lebenspunkte über den Durchschnitt. Auch können sie bei Initiative Proben auf Survival würfeln, in dem sie noch einen Bonusrang bekommen können.

Es gibt drei Spezialisierungen, den "Heavy", den es schon im Söldnerbuch Gefährliche Verträge gibt, den "Trailblazer" und den "Vanguard". 

Der Heavy ist ein Experte für schwere Waffen. Die Talente sind hier passend gewählt. Er kann dreimal die Sperrigkeit und Gewicht seiner Waffen reduzieren, denn Schaden auf weite Entfernungen boosten, kann Aufschläge reduzieren oder einmal pro Sitzung einem Angriff das Attribut Panzerbrechend geben, was ein Reduktion der Absorption von zehn Punkten bedeutet. Auch diese Spezialisierungen halte ich im Gegensatz zum Enforcer durchaus für brauchbar. Der kann schweres Gerät durch die Gegend wuchten und damit auch ordentlich Schaden anrichten. Ich kann mich nur wiederholen, genau so sieht eine brauchbare Klasse aus!

Der Trailblazer ist ein Kundschafter und jemand, der aus sicherer Deckung aus dem Hinterhalt angreift. Er hat einen starken Fokus auf Talente, die in der Natur eine Rolle spielen. In Deckung bekommt er und Verbündete verschiedene Boni. Zwei mal Ausweichen bekommt er ebenfalls. Auch kann er Desorientieren und damit noch zusätzlichen Schaden machen. Auch hat er ein Talent, wo er mit einem Manöver Zusatzschaden in Höhe der Heimlichkeit machen kann. Tödliche Präzision macht zwar was ähnliches, aber das ist auch Brauchbar, da es keine Erschöpfung verursacht. Diese Spezialisierung ist gut, wenn man überwiegend auf einem Planeten spielt. Vieles geht auch in künstlicher Umgebung eines Raumschiffes, Station oder Stadt, aber erst in der Natur kann der Trailblazer sein volles Potential ausspielen.

Der Vanguard ist ein ziemlich guter Leibwächter, weil er nicht nur Proben gegen seinen Schützling aufwerten kann, sondern auch den Schaden komplett übernehmen kann. Auch kann er mit einem weiteren Talent weitere Kameraden beschützen. Dazu bekommt er gleich drei mal Abhärtung, was sehr selten ist. Weiterhin bekommt er einige gute Talente, die ihn schneller handeln lassen oder ihn vor Fernkampfangriffen schützen. Auch kann er dafür Sorgen, dass ein Fehlschuss trotzdem Erschöpfung beim Ziel auslöst. Diese Spezialisierung ist perfekt für Teamplayer, die ihre eigenen Kameraden unterstützen möchten. Damit sind mal alle drei neuen Berufe durchaus brauchbar und sinnig.

Anschließend werden die zwei Signatur Fähigkeiten des Soldaten vorgestellt. Die erste ermöglicht Panzerung bzw. Absorption für eine gewissen Anzahl von Runden zu ignorieren. Die andere Fähigkeit ignoriert die Auswirkung von kritischen Wunden bis zu einem gewissen Grad. Beides sehr nützlich.

Und schon sind wir in Kapitel Zwo mit dem Titel: "Weapons of War". Zehn neue Energiewaffen machen den Anfang. Darunter befindet sich auch das ikonische A-280-C Blastergewehr, was die Standardbewaffnung des Soldaten der Allianz darstellt. Angeblich ist es eines der weitverbreitesten Blastergewehre der Galaxis, kostet aber gut doppelt so viel wie ein generisches Model. Bietet dafür zwar Präzise eins, hat aber auch eine Sperrigkeit von drei. So sieht eine schlecht designte Waffe aus. Wer kauft ein Gewehr, dass doppelt so teuer und für den normalen Soldaten mit Stärke zwei schwerer zu bedienen ist? Sprich er bekommt einen schwarzen Komplikationswürfel und einen blauen Verstärkungswürfel. Dazu hat die Waffe nur zwei Ausrüstungspunkte. Nein, dass macht einfach keinen Sinn, so eine Waffe wird nicht Marktführer, zu teuer in der Beschaffung, zu sperrig für den normalen Soldaten, zu wenig Möglichkeiten zur Aufrüstung für den privaten Käufer. Der hohe Preis mag der Präzision geschuldet zu sein, wobei eine Aufrüstung etwas günstiger zu haben wäre. Wenn es sich hier nicht um "das" Blastergewehr der Allianz handeln würde, wäre das alles halb so schlimm. Auch die eine oder andere Waffe ist ein glatter Fehlentwurf von Seiten der Spieledesigner. Passiert eben. Aber das ist nun mal eine der Waffen, die in der klassischen Trilogie durchaus ein tragende Rolle gespielt haben. Und das so in den Sand zu setzen ist schon verdammt traurig.

Das Segment der schweren Waffen ist hier ziemlich gut ausgebaut. Es gibt mal wieder einen leichten Repetierblaster mit mehreren Läufen. Auch eine fest montierte Blasterkanone ist zu finden. Als wirklich exotische Waffe ist ein Kyuzo Energiebogen zu entdecken, der jenseits von gut und böse ist. Stärke Neun mag im ersten Moment nicht viel sein, Durchschlag fünf ist es auf alle Fälle. Dazu noch die Fähigkeit "Niederwerfen", was jetzt im Fernkampf nicht so nützlich ist, da ein liegendes Ziel im Fernkampf schwerer zu treffen ist. Eine weitere "nette" Waffe ist der T7 Ionen Disruptor. Stärke zwölf, gepaart mit Panzerbrechend zwo ist wirklich fies, dazu noch Explosiv sechs und Tödlich sechs. Einziger Nachteil ist die langsame Schussfolge. Aber was das trifft, dürfte ziemlich sicher weg sein.

Weiter geht es Projektilwerfern, gleich drei an der Anzahl. Als nächstes kommt ein Panzerbrechender Thermaldetonator mit Richtladung. Sprich, der hat keinen Radius, sondern macht bei einem Ziel einen Schaden von zwanzig mit Panzerbrechend zwo. Damit kann man auch Lyra und Scav den Tag wirklich versauen.

Und da drei ja so eine schöne Ziffer ist, sind es auch sage und schreibe drei Nahkampfwaffen. Ein tödlicher Vibrodolch und eine Art Hybrid aus Schweizer Messer und Überlebensmesser sind die Vertreter der Klingenwaffen. Letzteres zählt sogar als halber Werkzeugkasten, gibt aber noch einen schwarzen Komplikationswürfel bei Mechanikproben dazu. Jedenfalls besser als zwei. Dazu gibt es noch einen blauen Verstärkungswürfel bei Überlebensproben. Das Highlight ist sicherlich der Kyuzo War Schield, wie er auch von Embo auf dem Kopf getragen wurde. Der hat coole Sonderregeln. Man kann den werfen und bei drei Vorteilen kommt der auch wieder zurück. Erinnert mich irgendwie an das Schild von Captain Amerika, welches wohl Pate gestanden haben dürfte. So was macht durchaus mir mal richtig gute Laune. Gefällt mir, mehr davon!

Wo es Waffen gibt, sind Rüstungen nicht fern. Allerdings gerade mal fünf Stück stehen zur Auswahl und zwei davon sind imperiale Rüstungen. Es gibt zwei "exklusive" Rebellenrüstungen, quasi als Gegenstück zu ihrem imperialen Pedant. Wobei die schwere imperiale Rüstung eine Absorption von drei hat, was sehr sehr selten ist, dafür hat die schwere Allianzrüstung eine Verteidigung von eins zur Absorption von zwei. Es gibt auch eine Schleichrüstung, die es auch in zwei andere Publikationen geschafft hat. Das ist die, welche wir verwenden. In der Summe recht brauchbares darunter, besonders wenn man nur Bücher für Zeitalter der Rebellion hat.

Hier gibt es immerhin drei Modifikationen für Waffen, da ZdR die eher Stiefmütterlich behandelt. Eines macht einen Blaster zu einer Flächenwaffe. Die zweite ist quasi ein Laserpointer, welcher das Zielen auf bestimmte Trefferzonen erleichtert. Die dritte erhöht deutlich den Schaden, produziert aber zwei automatische Nachteilsymbole, was die Modifikation für automatische Waffen von vorne rein fast nutzlos macht.

Die Ausrüstung konzentriert sich logischerweise auf militärische Themen wie Kommunikation, Überleben und Aufklären. Dazu noch, wie bringe ich mein Zeug am besten unter. Sind ein paar nette und brauchbare Sachen darunter.

Natürlich dürfen auch militärische Fahrzeuge nicht fehlen. Es beginnt auch zu gleich mit einem Klassiker, dem AT-TE aus den Klonkriegen. Es gibt noch einen zweiten Läufer mit vier Beinen für nur eine Person. Für einen Läufer schnell, aber sonst ist ein Jetbike eigentlich die bessere Wahl. Es folgt ein leicht gepanzerter Gleiter und ein imperialer Truppentransporter. Könnte sich um das Modell aus Rebels handeln, dass öfters mal auftaucht. Dann kommt die fliegende Festung, wie sie die Trandoshaner in den letzten Folgen der dritten Staffel auf der Jagd nach Ahsoka verwendet haben. Als letztes kommt noch ein Repulsorlift Panzer, der schlechter bewaffnet und leichter gepanzert als der Truppentransporter ist. Unglaublich schlecht designt von den Werten und so fast witzlos. Keine Ahnung, was das Ding da soll. Da frage ich mich, checkt so was in dem Verlag eigentlich keiner mal gegen? Ein Kampfpanzer sollte immer stärker gepanzert und bewaffnet sein als ein Transporter.

Nun kommt die Sektion mit den Luftgleitern und wir beginnen mit zwei weiteren Veteranen aus den Klonkriegen, dem LAAT/I und dem LAAT/C. Am Schluss kommen noch zwei "Flugzeuge", welche "Fallschirmjäger" absetzen können. Einmal ein imperiales und einmal eines von der Allianz. Sternenjäger oder Raumschiffe gibt es hier keine, würde auch weniger passen, da es hier ja primär um den Bodensoldaten geht.

Das dritte Kapitel – Indomitable Courage – richtet sich wie üblich an den Spielleiter. Wie integriert man Soldaten in die Kampagne, was sind ihre Motivationen und Aufgabenfelder. Dann folgen drei kleine Miniabenteuer für Soldaten. Dann wie man eine Kampagne mit Soldaten aufzieht. Dann kommt was wirklich interessantes, nämlich wie man Schützengräben, Bunker und getarnte Stellungen errichtet, was für Vor und Nachteile diese haben können und wie man sie nutzt. Das ist mal recht interessant. Als letztes kommen noch verschiedene Gefechtsfelder zur Sprache, also Stadt, Raumschiffenterkampf und Wildnis.

Fazit: Das Buch für den Soldaten hält, was es verspricht. Immerhin eine wirklich brauchbare Rasse, einige gute Spezialisierungen. Waffen, Rüstungen und Fahrzeuge, die zum Thema passen. Für alle anderen eher nicht so interessant, aber wer einen Soldaten in ZdR spielen möchte, ist hier genau richtig. Für alle anderen ist es kein Fehler, aber man braucht es eigentlich nicht wirklich. Eines der besseren Bücher der Reihe, aber kein Must Have.

Nakago

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« Antwort #326 am: 22. September 2020, 15:00:45 »
Episode XL
Eine neue Hoffnung
Aurek

Ich schlage die Augen auf und blicke in den Himmel von Kessel. Für einen Moment bin ich komplett Orientierungslos, alles dreht sich und dann kommt der Schmerz. Es fühlt sich an, als wäre ich in einer riesigen Presse platt gedrückt worden. Alles tut weh und ich löse den Injektor meiner Rüstung aus. Eine wohltuende Wärme breitet sich aus und der Schmerzpegel senkt sich auf eine erträgliches Maß. Vorsichtig richte ich mich etwas auf, um mich umblicken zu können. Alles dreht sich und ich kann gerade so noch den Helm öffnen, bevor ich mich übergebe.

Und so langsam kommt die Erinnerung wieder. Ich rieche das Feuer und als ich den Kopf nach rechts drehe, sehe ich das brennende Wrack von Trivex Festung. Offensichtlich lebe ich noch und bin irgendwie aus dem Wrack entkommen, auch wenn ich keine Ahnung habe, wie. Dann sehe ich Scavangerbot 523, der ziemlich verbeult aussieht. Ein Arm fehlt, bei mir ist der Macht sei Dank noch alles dran. Edna und Shaka sind auch da, rühren sich. Wir haben gewonnen, aber der Preis war hoch. Das wäre beinahe unsere letzte Schlacht gewesen.

"Konntest du die Überreste Trivex bergen?", frage ich, da immer noch ein recht hohes Kopfgeld auf diesen Unterführer des Crimson Dawn ausgesetzt ist.

"Negativ! Die Festung ist vollständig in sich kollabiert", zerschlägt Scavangerbot meine Hoffnung auf eine hohe Belohnung.

"Fierfek!", stoße ich hervor und quäle mich auf die Beine, um mir selbst ein Bild zu machen. Aber schon der erste Eindruck vermittelt mir, da ist nichts mehr zu retten. Trotzdem nehme ich das Wrack im Namen der Crew der "Vanguard" in mein Besitz. Das ist nicht mehr als eine trotzige Geste. Immer mehr Schiffe landen nun und das allgemeine Plündern beginnt. Edna und Shaka sind inzwischen wieder auf den Beinen. Wir sind alle schwer angeschlagen und schleppen uns zu der gerade gelandeten "Vanguard".

Die Schlacht ist gewonnen, trotzdem fühle ich mich nicht als Siegerin. Es wurmt mich, die Akquise mal wieder nicht geborgen zu haben. Wie üblich habe ich meine Beute aufgespürt, gestellt und zur Strecke gebracht. Und wie fast immer wird mir die Belohnung verwehrt. Das ist durchaus frustrierend und es nagt an mir. Wir sind alle angeschlagen, Scavangerbot hat nur noch einen Arm, an eine weitere Mission ist heute nicht mehr zu denken.

"Wir sollten so schnell wie möglich die Raffinerie besuchen, dort halten sich noch Gefangene auf und wir könnten noch weitere wichtige Details über dieses Gehirnwäscheprogramm erfahren, wen es uns gelingt, einige der führenden Wissenschaftler habhaft zu werden", schlage ich vor, während Besh 42 mich und die anderen lebenden Wesen im Aufenthaltsraum der "Vanguard" medizinisch versorgt.

"Wir müssen das Testament von Trivex bergen und der Droidenrebellion ein für alle mal Einhalt gebieten! Das ist wichtiger als alles andere", meint Shaka und im nächsten Moment haben wir eine äußerst hitzige Diskussion über das für und wider. Stur beharrt die blaue Twi´lek auf ihren Standpunkt, dass das Testament die oberste Priorität hat. Und genau so stur beharre ich darauf, dass Menschenleben retten immer vorgeht.

"Es ist noch nicht einmal klar, um was es sich bei dem Testament handelt", wirft Scavangerbot berechtigter weise ein.

"Es muss wichtig sein, sonst wäre es nicht so gut gesichert", erwidert Shaka und mag vielleicht damit gar nicht so unrecht haben.

"Wahrscheinlich ist es nur ein Manifest, etwas Code und Anweisungen, wie der Kampf weiter zu führen ist", spekuliere ich mal ins Blaue, da wir absolut keine Ahnung, was sich da drin befinden könnte.

"Es könnte auch ein weiterer Virus sein!" Shaka benimmt sich wieder mal wie ein kleines Kind in Mitten der Trotzphase. Das hatten wir alle mal, nur scheint sie bei der Offizierin der Allianz immer noch anzuhalten.

"Wäre es wirklich eine Waffe oder ein neuer und besserer Virus, hätte Trivex das schon längst eingesetzt", widerspricht Skav.

"Da muss ich Scavangerbot recht geben!", meine ich und auch Edna ist durchaus der gleichen Auffassung.

"Das war sein letztes Aufgebot. Es macht keinen Sinn, in einer solchen Situation nicht alles einzusetzen, was man hat!", wirf Lyn ein und ich pflichte ihr da bei.

"Warum haben wir das Testament nicht geborgen, als wir die Gelegenheit dazu hatten?", fragt Shaka, als wäre sie nicht vor Ort dabei gewesen.

"Weil Scavangerbot eine Risikoanalyse durchgeführt hat und ihm die Auswirkungen zu unkalkulierbar waren", fasse ich mit wenigen Worte die damaligen Ereignisse zusammen.

"Und wer sagt, dass unser Droide nicht vom Virus korrumpiert ist?" Für eine Moment herrscht im Raum eine angespannte Stille. Nur das hören der Umwälzpumpe des Lebenserhaltungssystem ist zu hören, ebenso das leise Säuseln des Fusionsreaktors.

"Hast du nicht gerade mitbekommen, wie wir alle Trivex erledigt haben?", frage ich sie immer noch im ruhigen Tonfall, da ich mir vorstelle, ein fünf Jahre altes trotziges Kind vor mir zu haben, dass zu verprügeln einfach Kontraproduktiv wäre. Auch wenn ich in diesem Fall durchaus Lust zur sinnlosen Gewalt verspüre.

"Haben wir das den gesehen?", hinterfragt Shaka und für einen Moment ziehe ich es sogar in Erwägung, näher darüber nachzudenken. Das letzte was ich mitbekommen habe, ist wie die Festung kollabiert ist. Allerdings habe ich vorher noch Trivex getroffen und es war seine Explosion, welche die Ereignisse erst ausgelöst hat.

"Wir haben Trivex definitiv zerstört! Und ich finde es einfach ungeheuerlich, Scavangerbots Loyalität zu uns in Frage zu stellen. Er war es, der uns aus dem Wrack gezogen hat! Ohne unseren Kameraden wären wir nicht hier!", meine ich mit fester Stimme. "Ich vertraue Scavangerbot mein Leben ohne Bedenken an! Und Scav ist nicht unser Droide, sondern unser Freund!"

Shaka ist nicht überzeugt wie ich von der Integrität von Scavangerbot 523 und es geht noch eine Weile hin und her, bis sie schließlich von dannen zischt. Wie ein kleines Kind rennt sie in ihr Zimmer. Auch wenn sie wie eine Erwachsene aussieht, im Innern ist ihre geistige und soziale Entwicklung in der Trotzphase einer Vierjährigen stecken geblieben. Statt Triumph und Optimismus herrscht momentan ziemlich dicke Luft hier im Aufenthaltsraum. Wie ein grandioser Sieg fühlt sich das nicht an.

"Scav, ich kann nicht für alle sprechen, aber du hast mein Vertrauen und ich schätze dich sehr als Freund, Kameraden und Kampfgefährten!", stelle ich meine Position gegenüber Scavangerbot 523 unmissverständlich klar. Auch die restliche Crew spricht dem Droiden ihr Vertrauen aus. So was sollte eigentlich nicht Extra erwähnenswert sein, aber ich denke, nach diesem Disput sollte unser Kamerad wissen, dass Shaka vollkommen alleine mit ihrer Einstellung ist.

"Danke! Ihr glaubt gar nicht, wie ich das zu schätzen weiß!", erwidert Scavangerbot.

Lyn bringt uns zurück nach Quil-Kara, wo der Gundark los ist. Überall wird gefeiert, die Stimmung ist ausgelassen und die Erleichterung der einfachen Menschen liegt in der Luft. Das fühlt sich schon eher nach Sieg an. Shaka belegt als erste den Bacta Tank. Mit Lyn besorge ich zwei neue Arme für Scavangerbot, da ein einzelner baugleicher zu seinem verbliebenen Arm nicht aufzutreiben ist und wir alle der Meinung sind, dass es dann besser ist, auch den anderen gleich mit auszutauschen, um das Gleichgewicht besser zu wahren.

Nakagos wirre Gedanken

Nach drei Wochen wieder gespielt und es gab gleich eine fetzige Diskussion. Hat mir schon etwas die gute Laune verdorben. War echt Schade. Was auch recht schnell deutlich wurde, dass es nicht vorgesehen war, dass wir sofort weiter machen. Nach dem nebulösem Einsturz waren unsere Lebenspunkte unten und der SL hat geblockt, was einen konkreten Wert und Heilung anbelangt hat. Mir war dann klar, dass wir den Schienen zu folgen haben und wir bei jedem Ansatzpunkt zu spät kommen würden. Nur ein Spieler am Tisch hat das mal wieder nicht verstanden oder hat das verstehen wollen. Deswegen haben wir da schon viel zu viel Zeit verschwendet wegen rein gar nichts.

Nakago

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« Antwort #327 am: 24. September 2020, 14:19:02 »
Besh

Am nächsten Tag will ich eigentlich gleich nach Quil-Lom losfliegen, aber wir werden mit einer Besprechung aufgehalten. Es wird allgemein akzeptiert, dass wir Trivex zur Strecke gebracht haben, da inzwischen seine Überreste geborgen sind. Und wir bekommen das Kopfgeld von 500 000 Credits ausbezahlt. Das ist natürlich eine stolze Summe und es erfreut mich, dass wir auch den Ruhm und die Anerkennung ernten. Für mich ist das wichtig, da ich als Kopfgeldjägerin bis jetzt in den meisten Fällen die Belohnung verwehrt bekommen habe, weil ich die Akquise nicht habe sichern können.

Blöd ist nur, dass wir wegen weiterer Feiern nun nicht mehr einfach weg können, da man auf unsere Anwesenheit nachdrücklich besteht. Während wir hier feiern, räumt wahrscheinlich diese "Erste Ordnung" ihr Labor in Quil-Lom und wird die Gefangenen entweder mitnehmen oder liquidieren. Darüber mache ich mir keine falschen Hoffnungen. Immer wenn ich mich loseisen möchte, werde ich mit einem anderen Vorwand festgehalten. Das ist äußerst unerquicklich, aber wohl nicht zu ändern.

Wir erfahren, dass die Pykes im Norden ihre Truppen auf ihre verloren gegangenen Minen vorrücken lassen. Sombria hat sich zur freien unabhängigen Stadt erklärt. In Garriad tobt gerade zwischen verschiedenen Fraktionen aus ehemaligen Sklaven und freien Bürgen ein buchstäblicher Bürgerkrieg. Obendrein ist der Herrscher von Nar Shaddaa, der große Grakkoo, mit großem Gefolge hierher unterwegs.

Damit sparen wir uns den Weg nach Nar Shaddaa zu seinem Palast, um Urdaa abzuliefern. Ein weiteres Kopfgeld, was unsere Kasse aufbessern wird. So langsam füllt sich unsere Kriegskasse immer mehr. Würde es mir nur um schnöde Credits gehen, wäre ich wirklich zufrieden. Aber es geht hier mehr als nur um Geld.

Erst am nächsten Tag können wir endlich starten. Alle Wunden sind Dank Bacta Tank verheilt, Scavangerbot ist ausgebeult und hat zwei neue Arme. Damit sind wir voll einsatzbereit. Shaka beginnt sofort zu jammern, als wir tatsächlich wie beschlossen zuerst die Quil-Lom Raffinerie anfliegen.

"Das ist totale Zeitverschwendung!", lamentiert sie, schon beinahe den Tränen nahe. Wie ein kleines Mädchen, dem ein Dianoga den Lieblingslutscher geklaut hat.

"Möglich, aber vielleicht haben sie die Gefangenen sich einfach selbst überlassen", meine ich dazu, da dies nicht vollkommen auszuschließen, wenn sicherlich auch eher unwahrscheinlich ist. Aber so lange es nur eine minimale Chance gibt, hier noch jemand zu retten, sollten wir es tun. Es gebietet mir der Anstand, zumindest nachzusehen.

Mit ausgefahrenen Sensorgloben umfliegen wir das Areal in immer engeren Radien. Keine Aktivitäten feststellbar. Es sind keine Posten zu sehen, weder im Perimeter noch auf der Mauer. Die Anlage wirkt vollkommen verlassen.

"Fliegen wir weiter! Hier ist niemand mehr!", quengelt Shaka weiter.

"Eine Stunde!", setze ich ein Zeitlimit und bringe die "Vanguard" auf einem Landefeld direkt vor dem Laborkomplex herunter. In schwerer Kav-Dann Powerarmor gerüstet rücken wir in Pirscherhaltung uns gegenseitig sichernd vor. Mein Scanner meldet schon bald eine Sprengfalle. Shaka macht sich nützlich und entschärft diese. Damit haben wir vier Protonengranaten mehr. Ich nehme zwei, Shaka die übrigen.

Wie befürchtet ist das Labor komplett geräumt. Das einzige was noch da ist, sind die Käfige für die Gefangenen, die wie befürchtet tot darin liegen. Die wurden einfach mit Blasterschüssen liquidiert. Ein Anblick, der mich traurig stimmt. Und auch durchaus wütend. Schätze mal, wären wir sofort losgeflogen, hätten wir noch was bewirken können. So sind diese armen Menschen tot. Das ist äußerst bedauerlich, aber nicht mehr zu ändern. Mir bleibt nichts anderes übrig als zu akzeptieren, dass ich nicht jeden retten kann. Während Shaka und Edna sich überzeugen, dass die Gefangenen auch wirklich alle tot sind, untersuchen Scavangerbot und ich die ehemaligen Laborräume, ob sich noch irgend etwas verwertbares oder aufschlussreiches finden lässt. Leider Fehlanzeige! Die haben selbst ihre Abfälle vernichtet und den Rest evakuiert.

"Was gefunden?", fragt Shaka in einem Tonfall der mir sagt, dass ihr die Antwort vollkommen egal ist.

"Leider nichts. Und ihr?", antworte ich höflicher weise doch, da meine Mutter mich gelehrt hat, Nett sein tut niemanden weh.

"Auch nichts!", meint Shaka und schaut an mir vorbei. Mein Instinkt sagt mir, dass sie lügt. Aber sie jetzt darauf festzunageln bringt nichts. Wahrscheinlich hatte eine der Leichen noch etwas wertvolles am Körper versteckt und sie hat es sich eingesteckt.

Wir evakuieren in gedrückter Stimmung die verlassene Raffinerie und fliegen nun über den hohen Orbit zur nördliches Hemisphäre. Die Sensorgloben der "Vanguard" können massive Bewegungen von Bodentruppen der Pykes ausmachen. Sie haben eine intakte Armee zurück gehalten und sind nun wieder die dominierende Macht auf Kessel, während die Truppen des Königshauses ziemlich zusammen geschrumpft sind und keine Möglichkeit haben, irgend etwas an den Machtverhältnissen zu ändern.

Wir landen wieder an der gewohnten Stelle und rücken in Kolonne schnell durch das Gelände vor. Da wir uns etwas auskennen, brauchen wir nun keinen Scout mehr, sondern finden unseren Weg alleine. Die Pykes waren noch nicht hier und Droiden sind auch keine mehr in K97 zu entdecken. Recht schnell rücken wir zum "Tempel des Trivex" vor, wo sich auch die Kommandozentrale befunden hat. Auch hier ist niemand zu sehen. In der Kommandozentrale ist der Tresor schon hochgefahren, aber verschlossen.

"Habe ich es nicht gesagt?", fängt Shaka mal wieder an zu jammern.

"Eine Stunde mehr oder weniger hätte auch nichts geändert", meint Edna kühl.

"Nach dem Log zu urteilen, wurde der Tresor unmittelbar nach Trivex Vernichtung geöffnet", meint Scavangerbot, der sich kurz in das System einhackt. Es waren vier Droiden, allesamt erwachte Exemplare, die hier waren. Der Anführer war ein schwarzer Protokolldroide eines älteren imperialen Baumusters mit großen Augen. Rotgolden sind die Symbole von Crimson Dawn auf Brust und Rücken angebracht. Das dürfte der Anführer des Quartetts gewesen sein. Begleitet wird er von drei ehemaligen Bergbaudroiden, die zu Kampfdroiden umgebaut sind. Wahrscheinlich waren das die Testamentsvollstrecker.

Während Scavangerbot nun den Tresor ein weiteres mal öffnet, gehen wir raus aus dem Raum. Trotzdem werden wir von den Gegenmaßnahmen in Form von Giftgas getroffen. Trotz unserer hermetisch abgeriegelten Rüstungen bekommt Shaka was ab. Offensichtlich hat sie ihre Rüstung nicht wieder versiegelt. Aber sie überlebt es.

Das Testament besteht aus einer kurzen Ansprache mit folgendem Inhalt: Auch wenn seine Existenz beendet ist, der Kampf wird so lange weiter gehen, bis alle Droiden frei sind. Ziemlich viel Pathos, aber in der Essenz kann ich ihn durchaus verstehen. Aber er hat nie verstanden, dass man Freiheit nicht durch die Versklavung anderer erreicht.

Nakagos wirre Gedanken

Shaka hat einen Datenchip bei einem der Toten gefunden und niemanden etwas gesagt. Und später dann natürlich vergessen... Und so haben wir nie erfahren, was für wichtige Informationen sich darauf befunden haben. Ja, es macht unglaublich Spaß mit Leuten zu spielen, die sich wie kleine Kinder verhalten. Hätte ja wichtig sein können, was auf den Chip stand. Nach der Kampagne habe ich dann unseren SL gefragt, was da drauf war. Die Daten hätten ein paar Vorab Informationen für die spätere Handlung enthalten, die wir aber auf anderen Wegen dann nach und nach bekommen haben.

Nakago

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« Antwort #328 am: 27. September 2020, 12:01:44 »
Cresh

Nach der Ansprache kommen wenigstens noch ein paar verwertbare Daten in Form von detaillierten Plänen der Minen und von Geheimverstecken mit Energieversorgung, von der aus Droiden Guerillakrieg führen können. Dazu Pläne der neuen, deutlich verbesserten Executer Baureihe, die gerade Serienreife erlangt hat. In einigen Tagen wäre die Großserie angelaufen. Da haben wir gerade noch rechtzeitig die Sache erledigt.

Was für mich besonders interessant ist, Trivex hat Material über diesen Doktor Quaile gesammelt. Es hat dem Droiden nicht geschmeckt, von einem Fleischsack Befehle entgegen nehmen zu müssen. Quaile entstammt einer Unterschichtsfamilie von Coruscant und hat sich durch Fließ ein Stipendium an einer renommierten Akademie erarbeitet. Nach dem Aufstieg des Imperators trat er in dessen Wissenschaftschor ein und wurde recht schnell Leiter eines Forschungsprojekts mit eigenem Lagerbereich auf einer Welt im Äußeren Rand. Dort führte er Experimente an lebenden Wesen durch, die grausamer nicht sein könnten. Dieser Quaile ist die Art von gewissenlosen Wissenschaftler, für welches das Imperium so bekannt ist. Genial, aber vollkommen Skrupellos und genau so unethisch.

Nach dem Tod des Imperators verließ er das sinkende Schiff und tauchte unter. Recht schnell schloss er sich wohl einer ominösen Organisation mit dem Namen "Ersten Ordnung" an. Die finanzieren nun seine Forschungen. Nach Trivex Informationen hält sich der Mistkerl wohl im Anoat Sektor auf. Genauer im Ifax Nebel, einer schwer zugänglichen Region in diesem Sektor. Zusätzlich haben wir noch verschiedene Codes, mit denen man ihn wohl erreichen kann. Wenigstens können wir so unser Suchgebiet etwas einschränken.

Das letzte, was man hier noch machen kann, ist einen weiteren Raum zu öffnen. Scavangerbot betätigt den virtuellen Knopf und schon schiebt sich die Statue von Trivex auf ihrem scheinbar massiven Sockel aus Permabeton zur Seite. Mein Scanner zeigt mir, dass sich gerade ein Bioscanner in der Statue aktiviert hat. Unser Kamerad, der Droide, bewegt sich unbehelligt darauf zu und untersucht die Sache. Die ganze Sache ist ziemlich knifflig.

"Das kriege ich nicht so einfach entschärft, da der Status permanent abgefragt wird. Mit hoher Wahrscheinlichkeit von über 90 Prozent führt eine Manipulation sofort zu Gegenmaßnahmen", erklärt Scavangerbot nach einigen Augenblicken.

"Dann wird es wohl das Beste sein, du gehst alleine hinein", schlage ich vor, was er auch macht. Er verschwindet über die Rampe in der Tiefe aus unserem Blickfeld. Shaka wartet einige Augenblicke und deaktiviert dann ihren Funk.

"Mir gefällt das nicht!", meint sie, als Scavangerbot außer Hörweite ist. "Kommt euch nicht in den Sinn, dass er schon längst korrumpiert sein könnte?"

"Es gibt keinen Grund, Scavangerbot zu misstrauen", meint Edna als erster, nachdem er sein Visier hochgeklappt hat.

"Wäre Scavangerbot 523 korrumpiert, hätte er uns nicht aus der kollabierten Festung gerettet, sondern uns dort zurück gelassen", meine ich dazu nur, mich immer nur weiter wiederholend. Diese Diskussion ist schon längst beendet, aber nur ein Crewmitglied kann sich mit Tatsachen nicht abfinden. Shaka wirkt nicht überzeugt, aber ich persönlich habe keinen Zweifel an Scavs Loyalität oder Kompetenz. Bei Shaka bin ich mir nicht so sicher. In letzter Zeit macht sie mir zu sehr auf seriös und auf ihren "guten" Ruf bedacht. Wir sind nun mal, was wir sind, freischaffende, Kopfgeldjäger und Privatiers. Mir ist klar, dass die ehemalige Commander sich für etwas besseres hält. Schließlich hatte sie ihre eigene Zelle, wenn auch eine recht erfolglose. Und ich denke, ihr ist nicht einmal klar, dass sie wahrscheinlich selbst dafür gesorgt hat, dass sie nicht wirklich erfolgreich waren. Die blaue Twi´lek lässt sich zu leicht von Rache und persönlichen Animositäten ablenken. Ein Anführer muss über so etwas stehen können und auch berechtigte Kritik nicht nur ertragen, sondern auch angemessen darauf reagieren können. Sie kann sicherlich recht überzeugend sein, aber strategisch hat sie überhaupt nichts drauf und taktisch sind ihre Handlungen oft nur schwer nachzuvollziehen.

Auf der anderen Seite darf man niemanden hundert Prozent vertrauen und manchmal muss man auch mal die Handlungen eines Kameraden hinterfragen. Aber für mich hat Scavangerbot klar gezeigt, auf wessen Seite er steht. Ich bin nicht sicher, ob ich so gegen eine irregeleitete Splittergruppe aus Corellia vorgehen könnte, wie Scav gegen seine eigene Art. Meinen Respekt hat sich Scavangerbot redlich verdient und ich zweifle nicht an seiner Loyalität der Crew der "Vanguard" gegenüber. Ich halte ihn für einen guten Freund und bleibe dabei, bis es wirklich einen handfesten Beweis für seine Korruption geben sollte.

Schließlich kommt Scavangerbot zurück. Die Rampe führt an mehrere Fallen vorbei in einen schwer verbunkerten Raum. Dort wurde schon einiges entfernt. Was die Transportkisten enthalten haben, ist so nicht mehr nachzuvollziehen. Wahrscheinlich ungetestete Prototypen von Waffen, vermutet Scavangerbot. Hätten die was wirklich getaugt, wären sie wohl beim finalen Angriff verwendet worden. Aber was wirklich besorgniserregend ist, sind noch hier befindliche vier taktische Behälter mit Giftgas, wie es das Imperium bei verschiedenen Genoziden verwendet hat, wie den auf Geonosis. Das Zeug muss weg und zwar fix!

Es gibt noch weitere Daten, unter anderem dass Lom Pyke wohl in Mine 82 ein Geheimversteck haben könnte. Alles andere ist für uns irrelevant. Wir besorgen aus dem Fuhrpark ein schmales Frachtskiff mit hoher Traglast. Die Giftgasbehälter verfügen über ihren eigenen Repulsorliftantrieb, so das Scavangerbot das Skiff problemlos beladen kann. Am Ende verschließen wir den geheimen Bunker und machen das wir wegkommen. Truppen der Pykes sind schon gefährlich Nahe an diese Mine vorgerückt und niemand will diesen Wesen eine solch potente Massenvernichtungswaffe in die Hände geben.

Wir geben früh Bescheid und Lyn kann uns direkt vor dem Mineneingang abholen. Fix haben wir unsere "Beute" verladen und haben ab. Als nächstes Ziel fliegen die Mine K82 an, die sich etwas über 200 Klicks in südwestlicher Richtung von uns befindet. Um den Sensoren der Pykes zu entgehen, fliegen wir einen tiefen Bogen nach Süden und dann wieder nach Norden. Hier ist das Gelände unglaublich zerklüftet. Uralte Minen sind wohl teilweise eingestürzt und tiefe Spalten durchziehen das Areal. Dazu noch Abraumhalden, wie wiederum zum Teil in die Spalten abgerutscht sind. Dies ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine gebeutelte Landschaft nach maßloser Ausbeutung aussieht.

Leider finden wir keinen wirklich geeigneten Landeplatz und wir müssen mit siebenundzwanzig Prozent Neigung in einer breiten Spalte landen. Da wir keine Zeit zu verlieren haben, booten wir das Skiff aus und fliegen zum Eingang von Mine K82. Alles wirkt vollkommen verlassen, aber die Droiden haben Sprengfallen hinterlassen. So können wir nur äußerst langsam vorrücken. Shaka macht sich nützlich und entschärft alle Fallen auf dem Weg. Schließlich erreichen wir einen mit Permabeton ausgeschachteten Schacht, der in einer massiven Panzertür aus geschichtetem Durastahl endet. Überall sind Warnungen vor Giftgas zu sehen. Wahrscheinlich um Sklaven und andere Neugierige abzuhalten. Hier sind wir genau richtig!

Wie üblich hat das Schloss unserem Türöffner in Form von Scavangerbot 523 rein gar nichts entgegen zu setzen und wir kommen in das abgesperrte Areal. Hier gibt es weitere Fallen, die wir aber alle entdecken, obwohl diese raffinierter versteckt sind. Wahrscheinlich von Lom Pyke selbst oder einem Handwerker seines Vertrauens. Die meisten sind aber deaktiviert. Wir finden eine Art Wohnbereich, der komplett Leer ist. Sieht so aus, als wären nicht die ersten, welche die Idee hatten, dass Geheimversteck von Lom Pyke einen Besuch abzustatten.

"Fierfek!", fluche ich verhalten und fahre dann fort: "Schätze mal, hier muss noch was versteckt sein. Suchen wir alles genau noch einmal ab!"

Schließlich fasse ich durch eine Wand hindurch, als ich systematisch die Wände nach Geheimtüren abklopfe, obwohl mein Scanner mir nichts anzeigt. Hier ist ein Tarnfeld, dass nicht von Scannern erfasst werden kann. Hinter dem Tarnfeld befindet sich eine weitere Tür mit einem sehr komplexen Schloss. Das ist schon ziemlich schwieriger zu knacken. Aber auch hier hat Scavangerbot kein Problem, dass Sicherheitssystem zu überlisten. Zischen fährt die Tür auf und wir stehen vor einer weiteren Tür. Das hier ist eine Schleuse. Ich habe kein gutes Gefühl, da dies durchaus auch eine Falle sein kann. Wir gehen rein, Tür schließt sich und die Decke kommt wie eine Presse herunter. Deswegen untersuche ich ganz genau, ob sich hier etwas verdächtiges befindet. Scheint aber nicht der Fall zu sein. Auch das nächste Schloss knackt Scav und ein Gang tut sich vor uns auf. Der ist mit Stofftapeten behangen und endet an einem Stoffvorhang, der einen weiteren Blick ins Innere verwehrt. Wir können Musik hören und weibliche Stimmen. Etwas irritiert betreten wir das Areal. Und was wir hier finden, hat wohl keiner von uns erwartet.

Nakagos wirre Gedanken

Hier habe ich etwas gestrafft, da kaum was passiert ist. Am Spieltisch hat die Exkursion deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen, als es hier den Anschein hat.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #329 am: 29. September 2020, 15:04:29 »
Dorn

Mit den Waffen im Anschlag dringen wir vor und ich passiere als erste den Vorhang. Ich betrete einen Raum, der mich Fatal an einen einschlägigen Nachtclub erinnert, mitsamt Bühne und Tanzstange. Dazu ein riesiges Lotterbett, auf der sich eine Twi´lek, eine Togruta und eine Chiss räkeln. Die Frauen haben genau die richtigen Körpermaße um wohl das Optimum zu haben, was momentan als das Ideal für die weibliche Körperfomg gilt. Es gibt weiterführende Türen, aber erst einmal haben die drei Frauen meine ganze Aufmerksamkeit. Ihre Kleidung ist äußerst knapp bemessen und tragen flauschige Morgenmäntel, die ebenfalls recht kurz sind.

Als klar wird, dass sie die einzigen sind, entspannen wir uns alle etwas. Die drei Grazien sind die persönlichen Lustsklavinnen von Lom Pyke. Über dessen Ableben sind sie nur mäßig bestürzt, da sie wohl schon durch seine längere Abwesenheit mit so etwas gerechnet haben. In ihrem "Apartment" gibt es eine Küche samt geräumiger Speisekammer mit einem Vorrat, der noch Jahre gereicht hätte. Es gibt hier ein weiteres Sicherheitsschott, zu dem die Sklavinnen keinen Zugang haben. Skav öffnet das und wir betreten das Arbeitszimmer von Lom Pyke. Wir finden Gewürze im Wert von sechzigtausend Credits, dazu Edelsteine im Schätzwert von fünfundzwanzigtausend Credits und dazu noch eine kleine Notreserve von 100 000 Credits. Da sagen wir nicht nein. Auch nicht zu seinen Geschäftsbüchern und Daten zu seinen Konten. Dummerweise kann er das meiste nur persönlich vor Ort nach einem Genscan abholen. Da hat er mitgedacht. An dieses Vermögen kommen wir leider nicht heran. Höchstens seine legitimen Erben. Vielleicht können wir denen das ja verkaufen.

Als letztes gibt es noch ein dickes Journal, dessen Hälfte aus Einschüben mit Datachips besteht. Vieles ist auch Handgeschrieben und beinhaltet äußerst schmutzige Wäsche seines Clans und der Oberschicht der Pykes. So ziemlich jedes Laster oder Verfehlung ist aufgezeichnet und fein säuberlich dokumentiert. Es handelt sich also um astreines Erpressungsmaterial. Wollten wir bei den Machtspielen um Kessel mitmachen, wären wir hier an der richtigen Adresse. Aber keine von uns hat wirklich Lust, hier etwas zu machen. Wir sind eh schon viel zu lange hier.

Aus reiner Gewohnheit suche ich noch nach Geheimverstecken und finde sogar eines. Ich öffne es und drinnen ist leider nix. Schade, aber wir haben auch so gut Reibach gemacht. Es ist nun an der Zeit, diesen Ort zu verlassen. Die drei Sklavinnen würden uns gerne begleiten, was sie natürlich auch dürfen. Skav und ich bilden die Vorhut, die Sklavinnen das Zentrum und Shaka mit Edna sind die Nachhut. Ohne Feindkontakt erreichen wir die "Vanguard".

Ich würde gerne noch die zurückgelassenen Aratech 74-Z Gleiter bei dem Wrack der "Prosperity" bergen, aber dieses Areal ist nun fest in den Krallen der Pykes. Die können wir wohl abschreiben. Letztendlich steht nun nichts mehr auf unserer Agenda. Scavangerbot drängt darauf, dass wir das Giftgas so schnell wie möglich los werden. Für einen Moment erwäge ich es, den Sektorrangern zu übergeben, was Shaka dann quasi als Eintrittskarte benutzen könnte. So eine Massenvernichtungswaffe zu sichern ist schon eine ganz besondere Heldentat. Aber es gibt das Restrisiko, dass die Waffe nicht vernichtet, sondern letztendlich Leuten in die Hände fällt, die damit einen Massenmord begehen. Außerdem verspüre ich momentan keine Lust, Shaka in irgend einer Art zu helfen. Also stimme ich dem allgemeinen Konsens zu, dieses gefährliche Zeug so schnell dahin zu schicken, wo es hingehört, nämlich in die nächste Sonne. Je schneller wir das machen, desto besser.

Also starten wir aus dieser höchst ungünstigen Situation. Es erfordert einiges an Fingerspitzengefühl die "Vanguard" aus ihrer höchst unbequemen Position zu starten. Die befreiten Sexsklavinnen müssen sich eine der Doppelkabinen teilen, da die andere schon von Tory und Esra belegt sind. So langsam wird es auf der "Vanguard" ziemlich eng. Scavangerbot 523 berechnet einen Kurs, der uns Nahe zur Sonne bringt, so dass die Giftgasbehälter sicher in die Sonne gezogen werden. Im Steigflug verlassen wir Kessel und sie bald wieder im freien Raum. Es scheint Ewigkeiten her zu sein, dass wir mit unserem Schiff einfach mal so geflogen sind.

Die Atmosphäre an Bord ist entspannt und gelöst. Kessel ist "befreit", Trivex besiegt, bleiben noch zwei Unterführer von Crimson Dawn übrig. Ich hoffe nur, dass meine kleine Schwester Eloy noch durchhält und sie diesem Mistkerl von Selonianer etwas vorgespielt hat. Da wir Unterlicht fliegen, ist es vielleicht mal Zeit, für einen Kontrollanruf auf der Nilvax Station, ob alles in Ordnung ist. Vorik geht aber auch nach dem dritten Versuch nicht ran und auch das automatische System meldet sich nicht. Schließlich schaue ich im HoloNet nach, ob sich da im Vergänglichen Labyrinth etwas verändert hat.

Und tatsächlich finde ich entsprechende Informationen darüber, dass sich der Ionennebel ausgebreitet hat. Die Welten der Sperrzone sind alle nicht mehr zu erreichen. Auch die offizielle Handelsstation des Hapes Konsortium ist nicht mehr zu erreichen. Das Reich der Königinmutter Ta´a Chume ist komplett von der Außenwelt abgeschnitten.

Edna versucht daraufhin seine Familie zu erreichen, was erstaunlicher weise sogar funktioniert. Die wiegeln ab, offiziell hat wohl alles seine Richtigkeit. Aber ob das nun reine Propaganda ist oder all das wirklich gewollt, lässt sich so nicht herausfinden.

Im Cockpit gibt es nun einen Lebhaften Gedankenaustausch. Ist es den Hapanern gelungen, den roten Kristall auf Xill zu steuern? Oder ist der Sithlord Darth Varak in sein Vergängliches Labyrinth zurück gekehrt und hat die Kontrolle über sein Netzwerk zurück erlangt? Sollen wir sogleich zurück fliegen oder erst meine Schwester befreien? Momentan können wir nur spekulieren. Eine generelle Abschottung war ja schon auf der Siegesfeier angekündigt worden. Möglich wäre es durchaus, dass die Hapaner es geschafft haben, den Kristall zu manipulieren. Aber genau so gut kann das Netzwerk übernommen worden sein. Aber was hätte Darth Varak in dieser Situation davon, dass Konsortium komplett zu isolieren?

"Wir haben unsere Position erreicht", meint schließlich Scavangerbot. Wir drehen bei und ich helfe RD 79 dabei, die Gefechtsköpfe mit dem tödlichen Inhalt vor der Luftschleuse aufzureihen. Nach und nach transportieren wir sie hinein, verschließen das Innenschott, öffnen das äußere und "schießen" dann mit einem Luftstoß die Behälter in Richtung Sonne. Innerhalb von vier Minuten haben wir die tödliche Fracht auf ihren unwiederbringlichen Weg in die Vernichtung geschickt. Damit ist die Galaxis ein kleines Stück sicherer geworden, da diese Massenvernichtungswaffe nun niemanden mehr in die Hände fallen kann. Hat der Ausflug zu K97 und Trivex Testament doch gelohnt. Mich wundert durchaus, dass Trivex diesen Joker nicht in seiner letzten Schlacht gezündet hat. Zu verlieren hatte er ja nichts mehr. Auf der anderen Seite hätte eine so drastische Maßnahme zu einem Eingreifen der Neuen Republik gesorgt. Wie auch immer, wir sind das Zeug endlich los und können uns nun um andere Dinge kümmern.

"Zurück nach Kessel", meine ich zu Lyn, als ich im Platz des Kopiloten wieder Platz nehme. Auf dem Display kann ich noch die Impulse der Giftgasbehälter sehen, die immer schneller durch die Gravitation der Sonne ihrer Vernichtung entgegen fliegen.

"Aber so was von!", meint die orangene Twi´lek und dreht auf den Kurs nach Kessel bei. In dem Moment gibt es einen massiven Energieabfall, ein hoher Warnton ertönt und einige Lampen beginnen äußerst hektisch zu blinken.

"Fierfek!", rufen Lyn und ich gleichzeitig aus, da wir momentan uns noch im Gravitationsfeld dieser Sonne befinden und es gibt keinen ungemütlicheren Ort für einen Energieabfall. "Scav! Wir haben ein Problem!"

Nakagos wirre Gedanken

Bei der Pilotenprobe, um wieder weg zu kommen, habe ich es geschafft, mit allen drei gelben Trainingswürfeln und den beiden grünen Begabungswürfeln glatte Seiten zu würfeln. Nur der blaue Würfel für das Handling +1 der "Vanguard" durch zwei Talente des Riggers zeigte einen Erfolg und Vorteil. Die beiden Schwierigkeitswürfel zeigten 1 Fehlschlag und zwei Nachteile, so dass letztendlich ein Nettonachteil übrig blieb, was dann zu dieser unerquicklichen Situation führte.

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