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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story (beendet 4.7.21)

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Nakago:
Forn
Edna hat mit der oberflächlich reparierten "Vanguard" und der kleinen Ta´a Chume an Bord einen Position in der Reserve eingenommen. Meine A7-E9 Einheit ist an Bord und kümmert sich um die meisten Systeme. Wir selbst haben die ILH-KK als unser Schiff für diese Mission gewählt. Unten befindet sich in einer Magnetklammer den mit einer Transportkammer versehenen Y-Wing, der von einer armen R3 Einheit gesteuert wird. Mir tut der kleine Kerl leid, den wir für das höhere Wohl der Galaxis opfern werden.

Meine Schwester ist mit den "Imperialen" an Bord der 3R4 als weiteres Angriffsteam. Ebenso sind die beiden Shuttles voll mit unseren Söldnern, welche die Fabriken sichern sollen. Unser mit den leichten Turbolasern schwer bewaffneter Gozanti Kreuzer ist bei der Hauptflotte als Feuerunterstützung. Das Hauptkontingent der Flotte des Prinzen springt zuerst, dann wir Bodenteams und dann die Reserve. Wenn das mal gut geht.

Das Cockpit der ILH-KK ist im Gegensatz zur Vanguard sehr breit aufgestellt. Pilot und Co-Pilot sitzen im Zentrum, die Schadenskontrolle und Navigation ist links davon, der Waffensystembediener rechts. Das Schiff ist von Grund auf mit einer doppelten mittelschweren Laserkanone, zwei gekoppelten leichten Ionenkanonen und einem Erschütterungsraketenwerfer ausgerüstet. Der Nachteil der vielen Waffensysteme ist, sie sind alle starr nach vorne gerichtet. Von Grund auf ist der leichte Frachter darauf ausgelegt, zwei Sternenjäger in Magnetklammern mitzuführen, die von Innen aus bemannt werden können. Dazu gibt es noch einen mittleren Traktorstrahler. Wir haben das Schiff zusätzlich noch mit einer Enterröhre versehen. In meinem ersten Entwurf sollte dieses Schiff eines der Marauder Kanonenboote von Crimson Dawn entern, aber dazu kam es ja nie. Falls es das Gefecht überleben sollte, wird es in der Verteidigung der Nilvax Station eingegliedert.

Durch einen hochgezüchteten KM 440 Reaktorblock ist der ILH-KK in der Lage, zu den mannigfaltigen Waffensystemen auch noch ein verbessertes Deflektorschild zu speisen. Auch kann es sechzehn Passagiere fassen und dazu noch einen großen Laderaum. Dafür ist der Hyperraumantrieb nicht so schnell wie jener der "Vanguard". Wir haben es noch zusätzlich panzern lassen, aber dafür ist es nun schwerer zu steuern. Es fühlt sich irgendwie falsch an, nicht mit der "Vanguard" ins letzte Gefecht zu fliegen, aber wir haben unserer E-9 in der letzten Zeit einfach zu viel zugemutet und in dem momentanen Zustand riskieren wir einen Totalverlust schon beim ersten schweren Treffer.

"Fierfek! Ich kann die Präsenz vom Moridia Fex spüren!", verkündet Lyn, als wir den zweiten Sprungpunkt erreichen.

"Und wo genau?", frage ich Bange, über meine Schulter spähend, jeden Moment erwartend, dass Moridia Fex mit ihren leuchtenden Dolchen ins Cockpit stürmt und beendet, was sie angefangen hat.

"Kann ich nicht genau sagen!", meint Lyn zu meiner Enttäuschung.

"Aber du bist dir sicher, dass sie hier auf dem Schiff ist?", frage ich sicherheitshalber nach.

"Nein, dazu ist sie zu weit weg!", meint sie, als ich mich abschnalle.

"Nun gut, dann gebe ich mal allgemeinen Alarm an alle Schiffe der Flotte, dass sich eine äußerst fähige Attentäterin an Bord eines unserer Schiffe befindet!" Und so mache ich das auch. Die Nachricht führt zu einigen hektischen Aktivitäten und Prinz Isolder verlässt sein Flaggschiff, um auf den anderen Schattendrachen überzusetzen. Leider gelingt es Lyn nicht, die imperiale Assassine näher zu lokalisieren, da Moridia Vex nun wohl merkt, dass Lyn sie gespürt hat. Es schient wohl Möglichkeiten zu geben, seine Aura zu tarnen. Letztendlich erreichen wir außer Panik und Unordnung in der Flotte rein gar nichts mit unserer Meldung. Wo immer die Chiss auch sein mag, ich denke, sie wird uns in der Pyramide zu finden wissen.

Die einzelnen Segmente unserer Flotte nehmen nun Formation ein und die Kampfschiffe springen vor, wie warten zwei Minuten und folgen dann. Als wir aus dem Hyperraum brechen, ist der Kampf schon voll entbrannt. Die Angriffsflotte hat sich wie vereinbart frontal auf ihre Gegner gestürzt und hält sie beschäftigt, während wir seitlich daran vorbei schlüpfen. Unser ILH-KK ist das Zentrum der Formation, da wir eh nur nach vorne schießen können.

Leider schiebt sich eine der Korvetten, die wohl in Reserve war, unseren Angriffspulk entgegen. Begleitet wird sie von einer ganzen Staffel Sternenjäger. Immer zu dritt sie sind, ein schwerer im Zentrum, zwei leichte an den jeweiligen Flanken. Sofort beschleunige die ILH-KK auf maximale Geschwindigkeit. Der leichte Angriffsfrachter macht Regelrecht einen Satz nach vorne und die Andrucksabsorber springen einen Tick zu langsam an. Das fühlt sie wie ein Banthatritt an, als mir die Luft aus den Lungen gedrückt wird. Für einen Moment glaube ich, wir werden zerquetscht, dann tun die Absorber endlich ihren Dienst. Lyn reagiert sofort, als sie wieder Luft bekommt und ihre Arme bewegen kann. Mit einer sauberen Salve vom Erschütterungsraketenwerfer erledigt sie den schweren Jäger, der Frontal auf uns zu kommt. Shaka verstärkt die Frontaldeflektoren. Einer der Jäger wird mit dem Ionengeschütz erledigt. Der letzte Jäger erwidert das Feuer, triff und beschädigt uns oberflächlich. Fängt ja schon mal gut an.

Wir versuchen über die Korvette einfach rüber zu fliegen und sie eröffnet das Feuer, während sich der Jäger hinter uns setzt. Hier kommt nun der Nachteil dieses Schiffes zum tragen, wir können nicht nach hinten schießen. In der Beziehung ist die "Vanguard" eben doch unser bestes Schiff. Gut, der Gozanti hat zwei Vierlingslasergeschütze zur Jägerabwehr. Aber dafür fliegt er wie ein Backstein.

Unser Schiff wird knapp vom Turbolaser verfehlt. Aber zu Früh gefreut, meine Ausweichbewegung führt in den Feuerbereich eines schweren Lasergeschützes. Der Treffer hat gesessen und die Schadenskontrolle hat nun viel zu tun. Aber niemand hat gesagt, der Durchbruch wäre einfach. Endlich schließt unser Jagdschutz auf und beschäftigt die Jäger. Die Korvette schießt ein weiteres mal auf uns und trifft wieder. Gerade habe sich unsere hinteren Deflektorschilde verabschiedet. Das ganze kommt mir bitter bekannt vor. Aber nun kommen wir in den Bereich der Abwehrsatelliten, die hier auch noch herum schwirren. Uns gelingt es mit kombinierten Feuer aus den Ionengeschützen einen der Abwehrsatelliten lahm zu legen. Da war die Macht mit uns. Der andere schießt und verfehlt uns knapp, da er nicht schnell genug seinen Geschützturm auf uns schwenken kann.

Dann sind wir durchgebrochen und ziehen nun Feuer von verbunkerten Turbolaserbatterien am Boden. Und eine weitere Welle an Jägern steigt gerade auf, um uns abzufangen. Also langweilig wird es uns heute nicht definitiv nicht werden. Ich beginne mit den Angriffsfrachter Manöver zu fliegen, für die dieses Schiff nicht ausgelegt wurde. Wieder springen die Absorber zu spät an und würden wir keine militärische Vollrüstung tragen, hätten uns die eigenen Gurte die Rippen zertrümmert. Wir schießen im darauf folgenden Luftkampf vier leichte Jäger ab und einen weiteren schweren. Dann hören wir eine vor Hass triefende Stimme in unserem Bewusstsein.

"Ihr Narren wagt es wirklich? Ihr habt meinen Bruder getötet und so ist es nur gerecht, dass ich euch nun vernichte!" Das muss einer der beiden noch lebenden Hohepriester sein.

In mir kommt die Befürchtung hoch, dass dies keine leere Drohung ist. Inzwischen können wir die Sithpyramide sehen. Die vier Flanken sind, wie auf den Bildern zu sehen gewesen, voll gepanzert und der rote Kristall leuchtet unheilverkündend. Im nächsten Moment kracht ein roter Blitz in uns. Es knallt, etwas birst und dann gehen alle Lichter aus.

"Skav, wir haben ein Problem!" Meine Stimme hat ein unangenehmes kreischen, da in mir gerade eine ziemliche Panik in mir hochkocht. Unser Schiff kommt in schlingern und wir rasen Steuerlos auf die Oberfläche zu.

Nakagos wirre Gedanken

Und so gelingt uns der Durchbruch durch den Sperrriegel. War ja gar nicht so schwer. :P Jetzt müssen wir nur noch dafür Sorgen, nicht zu zerschellen.

Nakago:
Grek
"Skav, wir haben ein Problem!", schreie ich panisch kreischend, nachdem uns ein roter Machtblitz von der Pyramide als Vergeltung für die Ermordung des Hohepriesters auf Varia uns all unserer Energie beraubt hat.

"Ich arbeite schon daran!", meint Scav vollkommen ruhig bleibend und im nächsten Moment fahren die Systeme auch schon wieder hoch. Allerdings dauert es etwas, bis alle wieder Online sind. Derweil kommt die Oberfläche von Xios gefährlich Nahe und wenn es mir nicht gelingt, dass Schiff abzufangen, knallen wir direkt in einen Lavafluss. Aber dann bekomme ich wieder Zugriff auf die Steuerung und von Lyn unterstützt ziehe ich die Nase nach oben. Mir gelingt es die Geschwindigkeit massiv zu vermindern, aber an Höhe gewinnen wir nicht mehr so richtig. Aber wir fliegen nun schräg vom Lavafluss weg und haben nun felsigen festen Grund unter unserem Schiff. Just in dem Moment, wo wir Bodenberührung bekommen, sind die Repulsorliftantriebe wieder Online. Aber zu spät. Wir verlieren die unteren Finnen des Schiffes, dann reißt es unseren Y-Wing aus der Verankerung und wir schlittern ungesund kreischend auf dem Unterboden über blanken Fels.

Tja, sieht so aus, als wären wir gerade abgeschossen worden. Das knirschend kreischende Geräusch von auf rauen Fels schlitternden Metall ist äußerst angsteinflößend. Mein Herz rast, mein Mund ist trocken und mein Gedärm ein einziger Knoten. Jeden Moment denke ich, dass sich das infernalische Kreischen zu einem berstenden Geräusch steigern wird, wenn unser Schiff auseinander bricht. Aber die solide Konstruktion und der geschichtete Verbundwerkstoff hält den immensen Belastungen einer Bruchlandung stand. Wir kommen zur Ruhe und für einen kurzen Moment ist die Stille um uns herum beinahe schmerzhaft.

"Beim nächsten mal mehr Glück, Hohepriester!", rufe ich aus, als ich realisiere, dass wir noch am Leben sind. Keine Ahnung, ob er uns hören kann, eine Antwort bekommen wir nicht. Schätze mal, unsere ILH-KK wird in der nächste Zeit nicht mehr fliegen. So viel zum Thema, wir schieben mit dem Traktorstrahl den Kristall in den Transportbehälter des Y-Wing. Die R3 Einheit meldet sich und ist noch voll Funktionsfähig. Aber der Y-Wing wird auch so schnell nicht wieder starten, wie ich aus dem aufgeregten Piepsen des Astromechs entnehmen kann. Das ist jetzt nicht wirklich erfreulich. Aber wenigstens geht es an Bord allen gut. Wir schnallen uns ab, fassen unsere Ausrüstung und booten aus.

Kaum draußen, stapft auch auch schon über die felsige Einöde ein AT-GT auf uns zu. Auf Cyphera hatten wir ja schon ausgiebigen Spaß mit diesen Dingern. Deswegen habe ich auch meinen Merr-Sonn PLX-2M Raketenwerfer mit Antigravklammer dabei. Ich nehme ihn auf, lege an und warte, bis das rote Dreieck im Zielfernrohr zu einem grünen Quadrat wird. Dann drücke ich ab und die Rakete fliegt auf den Läufer zu. Die Rakete trifft und die Hohlladung tut das, was sie tun soll. Die Kabine wird weggesprengt und der Läufer macht noch ein paar Schritte, bevor das Laufgestell umkippt. Wieder habe ich einen Menschen getötet und ich spüre keinen Triumph oder Freude darüber, eine Frau zur Witwe und Eltern ihr Kind genommen zu haben.

"Los! Los! Los! Wir müssen zum Forschungszentrum! Beeilung!", treibe ich besonders Shaka an. Vor uns liegt ein Weg von etwa zwei Klicks bis zum Plateau mit dem eingebunkertem Zentrum. Zwei schwere Turbolaserbatterien sind links und rechts davor positioniert. Die verfügen über Perimetersicherung aus Laufgräben, die kleine Bunker miteinander verbinden. Aber das Gelände dazwischen ist zerklüftet und ich denke, wir kommen da durch. Sollten wir entdeckt werden, stehen wir aber im Kreuzfeuer. Sie zu umgehen würde uns entweder näher an die Pyramide bringen, in der ein Hohepriester sitzt, der uns tot sehen will und mit dem Kristall auch ein brauchbares Instrument dazu hat, uns mit einem Blitz in unsere Moleküle zu zerlegen. Oder wir orientieren uns in Richtung der Fabriken, die ebenfalls durch einen Riegel aus Bunkerstellungen gegen Bodenangriffe gesichert sind.

"Wir gehen zwischen den Turbolaserbatterien durch!", bestimme ich einfach und gehe mit dem geschulterten Raketenwerfer einfach los. Ich habe weder Zeit noch Lust das ganze mit der Amateurin Shaka durchzudiskutieren und mache dass, was sie auch immer tut, einfach Tatsachen schaffen. Über uns tobt die Schlacht und wir melden kurz, dass wir "Erfolgreich" gelandet sind. Eine Antwort empfangen wir nicht. Ein brennender Gozanti Kreuzer zerbricht in etwa fünf Klicks Entfernung und das Heck explodiert, während der vordere Teil auf der Oberfläche zerschellt. Das war zum Glück nicht unserer, trotzdem wird mir klar, dass dieser Tag einen hohen Blutzoll fordern wird. Aber ich weiß, dass diese Mission jedes Opfer wert ist. Diese Hinterlassenschaft von Darth Varak muss ausgelöscht werden, wenn auch nicht zu jedem Preis. Auf dem Weg zur Forschungsstation zermartere ich mir den Kopf, wie wir den Kristall nun loswerden wollen und mir fällt kein praktikabler Weg ein. Dann muss ich mich darauf konzentrieren, nicht entdeckt zu werden.

Die Deckung ist hier nur flach und mehrmals müssen wir robben, um nicht entdeckt zu werden. Während über uns immer noch eine mörderische Schlacht tobt, bewegen wir uns langsam aber sicher auf unser Missionsziel zu. Ein Fehler und wir liegen hier im Kreuzfeuer fest. Aber ich lege unsere Route fest und da niemand ausschert, schaffen wir es tatsächlich unentdeckt die beiden Batterien zu passieren. Jetzt sind es nur noch ein Klick bis zu unserem Ziel, einen Eingang am Fuße des Plateaus. Ein Blick zeigt, dass zwei AT-GT das Schott sichern. Weitere Kampfläufer sind im Gelände verteilt. Diese Version hat eine FLAK in Form einer nach oben ausgerichteten Blasterkanone und die schießen auf anlandende Truppen. Da ihre Aufmerksamkeit nach oben gerichtet ist, achten die nicht wirklich auf uns. So kommen wir bis auf ein Viertel Klick an das Schott heran, ohne entdeckt zu werden.

Etwas seitlich über dem Schott befindet sich ein Auslass für die Lüftungsanlage. Zwar mit einem massiven Lamellengitter gesichert, aber ich kann durch Lyns Makroglas erkennen, dass es über Scharniere und ein Schloss verfügt. Wahrscheinlich um eine Wartung zu erleichtern. Einen Durchbruch gegen zwei AT-GT halte ich für möglich, aber dann haben wir vier weitere AT-GT am Hals und nur noch drei Raketen. Aber auch hier sehe ich einen Alternative zum kämpfen. Nach kurzer Rücksprache setze ich mich gegen Shaka durch, die einen Angriff favorisiert und wir nehmen die Route über die Lüftungsanlage.

Wir umgehen weiträumig den Eingang, bis wir an die Felswand kommen, bewegen uns quasi im toten Winkel dann an die AT-GT heran und beginnen dann zu klettern, bis wir das Gitter erreichen. Scavengerbot schafft es ausnahmsweise mal das erste Hindernis des Tages zu öffnen, ohne einen Alarm auszulösen. Ich husche als erste mit dem DLT-19D im Anschlag hinein. Dank der überlegenen Sensoren meiner Kav-Dann Rüstung sehe ich hier auch in der absoluten Finsternis ziemlich gut. Alles sauber, was Feindkontakt anbelangt. Vorsichtig rücke ich vor. Das System scheint nicht wirklich darauf ausgelegt zu sein, mein Gewicht zu tragen. Ich breche ein und kann mich gerade so noch festhalten. Unter mir ist eine Halle, in dem gerade zwei AT-GT neu aufmunitioniert werden. Ein Wartungstechniker schaut nach oben. Ein normaler Mensch würde mich sehen, aber die berühmte Nachtblindheit der Hapaner rettet mich auch hier, da seine Augen schlicht nicht in der Lage sind, mich zu entdecken. Kaum beruhigt sich mein Herzschlag, als das Bruchstück, an dem ich mich klammere, beginnt knirschend abzubrechen.

Nakagos wirre Gedanken

Hier habe ich das Würfelsystem wieder einmal zu hassen gelernt. Infiltrationsprobe grandios mit Triumph, Erfolgen und Vorteilen geschafft, aber ein Verhängnissysmbol darunter. Deswegen bricht Lyra dann ein, wird aber nicht entdeckt. Dann eine Körperbeherrschungsprobe um wieder hoch zu kommen. Drei gelbe zwölfseitige Trainingswürfe, zwei grüne Achtseitige Begabungswürfel, zwei blaue Verstärkungswürfel gegen Schwierigkeitsgrad von zwei, also zwei achtseitige lila Würfel. Man sollte meinen, diese Übermacht an über der dreifachen Anzahl an positiven Würfel sollte einen Erfolg sicher stellen. Aber nicht in diesem System. Zehn Vorteile! Aber kein Nettoerfolg. Was für ein Schlamassel!

Nakago:
Herf
"Fierfek!", fluche ich panisch, als das Bruchstück, an das ich mich klammere, beginnt knirschend abzubrechen. Im letzten Moment packt Scav meinen Unterarm und zieht mich wieder hoch.

"Danke, Scav! Das war Rettung in höchster Not!", bedanke ich mich bei dem Droiden und wir machen, dass wir weiter kommen. Dank meines Scanners kommen wir recht gut vorwärts in diesem Labyrinth. Die Sicherheit ist hier ziemlich niedrig. Wahrscheinlich berücksichtigt das Sicherheitskonzept keine Infiltration durch die Luftschächte. Warum Sensoren anbringen, wenn sie eh nur Fehlalarme produzieren?

Wir kommen recht Nahe an den Verbindungstunnel heran. Hier haben wir die Möglichkeit, entweder direkt zum Tunnel vorzustoßen oder über einen kleinen Umweg die Zentrale dieses Komplexes zu erobern. Da ein Eindringen in den Tunnel nicht unbemerkt bleiben wird, ist es von Vorteil im Vorfeld die Zentrale lahmzulegen, um das koordinieren unserer Verfolgung im Keim zu ersticken. Deswegen wird Lyns Vorschlag, zuerst die Zentrale zu nehmen, auch einstimmig angenommen. Wir verlassen das Lüftungssystem über eine bessere Besenkammer und dringen in einen Gang ein. Hier ist einiges los, Techniker, Zivile Angestellte und Soldaten tummeln sich in großer Anzahl. Ein leises Vorgehen ist nicht mehr möglich.

"Wir sollten ihnen die Möglichkeit anbieten, sich zu ergeben", schlage ich vor, nachdem ich die Anzeige meines hochwertigen Scannersystems ausgewertet habe.

"Warum?", fragt Shaka schier fassungslos.

"Weil die Feinde von heute die Verbündeten von Morgen sein werden", erkläre ich ihr die Grundlagen einen Bürgerkrieges. Man könnte meinen, sie hätte nie in einem gekämpft. Nach etwas hin und her wird meine Taktik mit einer Gegenstimme genehmigt. Ich trete als erst aus der Kammer und sage mein Sprüchlein auf.

"Legt die Waffen nieder und niemand wird verletzt!", rufe ich den Leuten zu, als wir im Gang Position beziehen. Einige der Zivilisten heben sofort ihre Hände, aber die Soldaten eröffnen das Feuer, ohne auf ihre zivilen Schicksalsgenossen Rücksicht zu nehmen. Zwei Mechaniker werden von ihren eigenen Leuten erschossen, bevor wir überhaupt reagieren können. Für einen kurzen Moment herrscht totales Durcheinander. Panische Schreie, wild herum laufende Zivilangestellte und feuernde Soldaten sorgen für ein unglaubliches Chaos. Einige sind so schlau und werfen sich einfach auf den Boden. Nun habe ich ein freies Schussfeld und eröffne das Feuer. Mit einer Garbe erledige ich drei Ziele, Shaka vier und Lyn schlägt mit ihrem Lichtschwert einen tot. Der Rest der Soldaten flieht panisch in einem Anfall von gesunden Menschenverstand vor uns weg. Hätten sie einfacher haben können. Es ist äußerst bedauerlich, dass meine Worte nichts bewirkt haben. Wieder starben unnötig Hapaner.

"Los! Los! Los! Auf zur Zentrale!", rufe ich und unterbinde so alle Versuche von Shaka, dem fliehenden Gegner nachzusetzen. Wir führen hier ein Kommandounternehmen durch und keinen Vernichtungskrieg. Wieder mal wird mir hier deutlich vor Augen geführt, warum Shakas Rebellenzelle so erfolglos war. Die blaue Twi´lek weiß einfach nicht, wo die Prioritäten in einem Gefecht liegen.

Ohne ernsthaften Feindkontakt erreichen wir die Zentrale. Das Panzerschott ist wie erwartet zu, aber dafür haben wir ja Scavengerbot 523 der sich sofort dieses Problems annimmt. Kaum beziehen wir Stellung, um die Bemühungen unseres "Türöffners" zu decken, meldet mein Scannersystems einen heranrückenden schweren Trupp in Begleitung eines schweren Kampfdroiden.

"Schwerer Trupp mit großem Kampfdroiden in Anmarsch!", gebe ich den Kontakt durch. "Kontakt in etwa sieben Sekunden!"

Um den großen Droiden zu neutralisieren nehme ich meinen Merr-Sonn PLX-2M Raketenwerfer zur Hand. Der feindliche Trupp rückt an und ich visiere den voranschreitenden riesigen Droiden eines mir vollkommen unbekannten Baumusters an. Das Ding ist auf alle Fälle riesig, massiv gepanzert und fährt auf einer Laufkette. Bewaffnet ist es mit einem ganzen Arsenal schwerer Waffen, wo ein leichter Repetierblaster die Seitenwaffe ist. Auf dem Absehen meines Zielfernrohrs wechselst das rote Dreieck zu einem grünen Viereck und ich ziehe den Trigger zurück. Sauber löst sich die Rakete und zischt auf den Droiden zu. Ich treffe ihn gut, aber schalte ihn selbst mit diesem gut liegenden Treffer nicht aus. Mehrere Soldaten in ihren schweren Rüstungen werden von Splittern in Mitleidenschaft gezogen. Lyn aktiviert ihr Lichtschwert, holt aus und wirft es auf den Droiden. Sie trifft, aber auch dieser Treffer reicht nicht aus, dieses Ding zu neutralisieren. Das besorgt dann Shaka, die den Torso mehrmals schwer trifft. Der Kampfdroide sackt in sich zusammen und rührt sich nicht mehr.

Einer der Soldaten zieht das Lichtschwert heraus, rennt auf mich zu, holt aus, kommt ins stolpern und spießt sich selbst damit aus. Moral von der Geschicht, mit Lichtschwertern spielen tut man nicht! Dafür ziehen wir nun ordentlich Feuer von den anderen Soldaten. Nur ich nicht, da sie nicht ihren sinnlos vorstürmenden Kameraden gefährden wollen. Das Lichtschwert kullert nun vor Lyns Füße. Ich sprenge mit der nächsten Rakete einen der Soldaten in Stücke und erledige die schon von der anderen Rakete angeschlagenen Soldaten. Shaka mäht alle bis auf einen nieder, der dann von Lyn erschlagen wird. Damit wäre der Gegenangriff zum erliegen gekommen.

"Ich wäre soweit", meint Scavengerbot 523 und wir gehen in Stellung.

"Lassen wir ihnen die Chance sich zu ergeben", meine ich.

"Das hat ja bisher ja immer Super geklappt", mault Shaka und spricht damit durchaus einen validen Punkt an.

"Diese hier haben aber bestimmt auf ihren Schirmen gesehen, was wir drauf haben und das könnte durchaus Eindruck hinterlassen haben", argumentiere ich.

"Ein Versuch ist es auf alle Fälle wert", meint Lyn, die friedlicheren Lösungen deutlich aufgeschlossener gegenüber steht.

"Dann mache ich mal die Tür auf", meint Scav und lässt Worten Taten folgen.

"He, ihr da drin, ergebt euch und ich verspreche, niemand stirbt!", rufe ich in die Zentrale hinein.

"Kapitulieren in der Stunde des Triumpfes? Niemals!", ruft uns eine Offizierin in einer äußerst schicken Panzerung aus Schwarz und Goldenen verziertem Verbundwerkstoff. Die macht von Form und Schnitt echt was her. Das restliche Personal der Zentrale, darunter viele zivile Angestellte, teilen nicht so ganz den Optimismus ihrer Offizierin und heben die Hände. Derweil zeigt die brünette Frau mit dem Vibroschwert auf mich.

"Überlasst das mir", meine ich zu den anderen und bewege mich in die Zentrale hinein.

Nakagos wirre Gedanken

Wir machen langsam aber sicher Fortschritte.

Nakago:
Isk
Während dem aufstehen schultere ich mein DLT-19D und ziehe Scharfrichter, mein zweihändiges Vibroschwert. Die Offizierin grüßt mich schon beinahe spöttisch mit ihrem Vibroschwert, als würden wir hier ein Duell an einem der Höfe des Hapanischen Adels austragen. Ich schätze mal, die gute Frau hat diesen Posten ihrem Familiennamen und nicht ihrer Kompetenz zu verdanken. Sie greift an und ich pariere ihren Schlag, lass ihre Klinge an der meinen bis zum Handschutz heruntersausen. Dann hefte ich die Klinge und eine kurze Drehung später fliegt ihr Vibroschwert durch die Luft und bohrt sich mit der Spitze voraus zwischen zwei Techniker in eine Konsole, wo diese nun durch die rüde Behandlung von der Klinge empört Funken sprüht.

"Ihr habt mich überzeugt, ich ergebe mich!", meint die junge Adlige nun deutlich eingeschüchtert ihre Unterlegenheit akzeptierend.

"Na bitte, dass war doch jetzt gar nicht so schwer!", meine ich zu ihr und der Rest von uns geht ebenfalls in die Zentrale. Wir schließen die Schotte, treiben die Techniker von ihren Arbeitsplätzen an die Wand und Scavengerbot kümmert sich darum, dass der Weg zur Pyramide frei ist. Außerdem bringt er die Turbolaserbatterien auf dieser Ebene zum schweigen, da diese durch nur einen zentralen Reaktorblock gespeist werden. Ein einziger großer ist deutlich Kostengünstiger als viele kleine Reaktoren. Die Schlacht da draußen tobt noch mit unverminderter Härte und kaum ein Bodenteam hat bis jetzt anlanden können. Der Kristall ist einfach zu effektiv und hält unsere Schiffe auf Abstand. Wir haben ja gesehen, was dieses Artefakt der Sith mit unserem Schiff angestellt hat. Derweil frage ich die Offizierin aus, wer den diese äußerst kleidsame Rüstung gemacht hat. Ist eine auf sie zugeschneiderte Spezialanfertigung einer kleinen Rüstungsmanufaktur auf Hapes selbst, welcher der Hoflieferant ist. Credits allein reichen also nicht aus, sondern man muss die entsprechende Position und Nachnamen haben. Das ist natürlich bedauerlich, da so eine Rüstung äußerst kleidsam ist.

"Alle Schotten sind offen, die Geschütze schweigen, mehr kann ich nicht tun", meint Scav, fährt das System herunter und sabotiert dann die Schlüsselelemente dieser Anlage.

Nachdem wir das Schott geöffnet haben, treiben wir die Besatzung der Zentrale vor uns her. Ein paar hochmotivierte Soldaten lauern uns auf und eröffnen das Feuer, auch wenn die Offizierin befiehlt, die Waffen niederzulegen. Ein gutes Dutzend unnötiger Toter später haben wir den Gang befriedet. Mit der Dragoner betäube ich die Offizierin und muss Shaka daran hindern, dass sie ein Massaker an den Angestellten verübt. Die blaue Twi´lek ist mir inzwischen so was von unsympathisch geworden. Wobei, eigentlich war sie nie sympathisch. Nicht mal bei unserem ersten treffen.

Wir können uns nun von unseren Gegner gut lösen und sind kurz darauf im Gang, der die Station und die Pyramide miteinander verbindet. Da hier alles frei ist, bewegen wir uns nun im Laufschritt durch den deckungslosen Tunnel. Dann knallt es auf einmal und direkt hinter mir bohrt sich ein abgeschossener Sternenjäger in den Tunnel und detoniert. Ich werde durch die Luft gewirbelt und überschlage mich bei der Landung mehrmals. Auf dem Bauch liegend komme ich zur Ruhe, nachdem ich noch mindestens fünf Meter über den blanken Permabeton geschlittert bin, aus dem der Tunnel besteht. Als ich mich zurück auf die Beine quäle, dreht sich einen Moment alles, dann kann ich mich fangen.

"Fierfek! Sonst alles soweit in Ordnung bei euch?", frage ich mal in der Runde. Lyn und Scav sind auf meiner Seite und signalisieren mir vollständige Einsatzbereitschaft. Shaka, die etwas zurück gefallen ist, auf der anderen Seite und kam nicht ganz so gut weg. Es dauert etwas, bis die blaue Twi´lek es auf unsere Seite geschafft hat. Ich könnte ihr ja helfen, aber irgendwie fehlt mir momentan die Motivation dazu. Besonders da sie mal wieder das Disruptorgewehr bei sich hat. Ich hatte die Hoffnung, dass sie inzwischen verstanden hat, dass so eine Waffe nichts bei jemanden zu suchen hat, der angeblich so sehr auf seinen Ruf bedacht ist, um noch bei der Flotte oder den Sektorrangern Karriere zu machen. Seit ihrer Aktion auf Roran ist sie nun komplett unten bei mir durch. Sie hat einfach mindestens fünf unbewaffnete Arbeiter ermordet, weil sie "wütend" war. Sollte sie zu Boden gehen, ich werde ihr nicht mehr helfen. Nie mehr!

Nach diesem kleinen Intermezzo rücken wir weiter vor. Endlich ist der schier endlose Gang zu Ende und wir sind raus aus dieser deckungslosen Todesfalle. Nun beginnt ein sehr langer aufstieg zu der obersten Plattform. Hindernisse sind nun keine mehr im Weg. Wir sehen wieder den Himmel. Ein weiterer hapanischer Sternenjäger geht gar nicht so weit entfernt zu Boden. Unsere Schiffe sind visuell nicht auszumachen, da der rote Kristall immer noch aktiv ist. Aber wir sind hier immer noch in seinem toten Winkel. Beim ersten Angriff auf die Sithpyramide sind wir damals mit unseren 74-Z hier hoch gedüst. Nun müssen wir laufen. Ich könnte sogar fliegen, unterlasse das aber lieber, um nicht in den Feuerbereich des Roten Kristalls zu geraten, dessen unheilverkündendes Leuchten von hier aus noch sehen kann.

Schließlich sind wir oben an der oberen Plattform angekommen. Die letzten fünfzig Meter sind wir abwechselnd sichernd vorgerückt, immer auf der Hut vor einem Feuerüberfall. Zwar zeigt mein Scannersystem keine Bewegungen, Wärme oder Energie an, aber wir wissen ja selbst gut genug, dass es entsprechende Gegenmaßnahmen gibt.

Aber wir kommen ohne Feindberührung oben an und gehen links und rechts vom Eingang in abgehockt Deckung nehmend in Stellung. Immer noch keine Signaturen, aber mein Scannersystem spielt nun zurück, wahrscheinlich eine Wechselwirkung mit dem hochaktiven Kristallnetzwerk, gesteuert von jemanden, der nur zu gut weiß, was er da tut. Nicht so wie letztes mal, wo es nur von Dilettanten indirekt gesteuert wurde, nicht mal annähernd wussten, was dies Sithartefakt alles kann. Lyn kann auch nichts spüren, weil der Kristall alles andere überstrahlt, nicht mal mich, die direkt vor ihr stehe, kann sie in der Macht spüren.

"Auf drei!", gebe ich Anweisung und wir exponieren uns auf Drei. Leerer Gang vor uns. Die Halle dahinter in rotem Licht getaucht. Überall stehen Apparaturen herum, mehr als letztes mal. Wir rücken nun abwechselnd sichernd in die Halle vor. Einige von diesen Geräten sind groß genug, dass ein ganzer Trupp dahinter sich verstecken kann. Uns ist klar, dass der Hohepriester uns spüren muss und das wir kein Überraschungsmoment haben werden.

Nun betreten Shaka und ich als erste die Halle. Lyn und Scavengerbot folgen uns. Der Hohepriester schwebt oben knapp unter dem Kristall und macht was immer da ein Machtanwender auch tut. Dann enttarnt sich der Feind. Neun reguläre Soldaten mit Blastergewehren, einer mit einem leichten Repetierblaster und ein Offizier. Alle sehr gut im Raum verteilt, die Deckung voll ausnutzend und eine Todeszone kreierend, in der wir exponiert stehen. Shaka und ich schießen sofort den Repetierblasterschützen nieder. Lyn greift den Offizier mit ihrem Lichtschwert an und streckt ihn nieder. Danach schwebt sie hoch. Ob absichtlich oder mal wieder in einem Kampf um die Kontrolle des Kristallnetzwerks verstrickt, kann ich nicht von außen sagen. Auf alle fälle ziehen Shaka und ich massiv Feuer. Und diese Soldaten können wirklich gut treffen.

Nakagos wirre Gedanken

Endlich sind wir genau da wieder, wo wir in Episode XXVI schon waren.

Nakago:
Jenth
Ich erhalte mehrere Wirkungstreffer in den Torsobereich. Meine gute Rüstung reduziert die meisten Treffer auf schmerzhafte Brandblasen. Trotzdem habe ich keine Lust, in meiner eigenen Rüstung zu Tode gegart zu werden. Also nehme ich halbwegs stabile Deckung und strecke vier Soldaten nieder, während Shaka erfolgreich testet, wie gut das Schild des Hohepriesters ist. Es ist sehr gut, was ich nicht anders erwartet habe. Lyn ist nun am Hohepriester und schlägt ihn mit ihrem Lichtschwert innerhalb seines Schildes, was dem Varianer ordentlich zusetzt, ihn aber noch nicht ausschaltet. Das ist ein zäher alter Mistkerl. Trotz meiner stabilen Position ziehe ich weiter massives Feuer und werde so schwer getroffen, dass ich in volle Deckung gehe und ein Stimpack aus dem Drogenspender der Rüstung in mich injiziere. 

Derweil schüttelt Lyn nicht nur den Gegenangriff des Dunklen Machtanwenders ab, sondern tötet ihn mit einem weiteren Hieb mit ihrem Schwert. Damit ist der Kristall nun nicht mehr unter der Kontrolle der Königinmutter. Ich komme wieder aus meiner Deckung heraus und töte die letzten beiden noch lebenden Soldaten.

"Wir haben die Pyramide gesichert, der kontrollierende Hohepriester ist tot!", gebe ich kurz durch, da Situation nun unter unser Kontrolle ist.

"Leute! Ich kann Moridia Fex spüren und sie kommt näher!", meldet sich Lyn, die wieder zu Boden schwebt.

"Fierfek! Wo ist dieses Miststück?", frage ich und überprüfe den Ladenstand meines schweren Blastergewehres. Alles noch im grünen Bereich.

"Für diese Schlampe habe ich extra dieses Baby mitgenommen", meint Shaka und nimmt ihr Disruptorgewehr zur Hand. Wenn sie denn meint, sich so zu entehren zu müssen, ist das ihre Sache.

"Ich denke, sie ist noch in der Forschungsstation", meint Lyn und macht sich locker. Wir rücken bis zum Eingang vor und blicken auf das Plateau gegenüber uns.

"Jetzt ist sie im Tunnel und sie kommt schneller Näher, als eine Chiss das könnte", hält uns die junge Jedi auf dem laufenden.

"Wahrscheinlich hat sie ein Swoop. Aber dafür hab ich eine nette kleine Überraschung", meine ich und nehme den Raketenwerfer zur Hand. Ich nehme den Treppenrand so gut es geht als Deckung und warte auf das Auftauchen von Moridia Vex. Diese Frau hat zwei mal meine kleine Schwester besiegt und ich weiß, zu was Eloy fähig ist. Wir stehen einer der besten Kämpferinnen der Galaxis gegenüber. Ein Raketenwerfer gegen eine Frau einzusetzen ist zwar unsportlich, aber nicht so verrucht wie ein Disruptorgewehr. Dann kommt sie in den Sucher. Oder besser gesagt ein rote Wolke kommt die Treppe hinauf geschossen. Mein Scannersystems zeigt keinerlei Energieemission  an. Auch keine Bewegung oder Wärme. Mir gelingt es nicht, dass Ziel aufzuschalten und ich weiß aus Erfahrung, dass eine Rakete ohne aufgeschaltetes Ziel mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nichts treffen wird. Also wechsle ich auf mein DLT-19D und eröffne das Feuer. Meine Blasterstrahlen verschwinden in der Wolke und kommen gut sichtbar wieder daraus hervor.

"Sperrfeuer!", meine ich zu den anderen und wir heizen Moridia Fex ordentlich ein. Aber sie wird nicht langsamer und ich denke, dass kein einziger Strahl da drin was trifft. Ist sie körperlos? Ist das ganze nur eine Illusion? Oder hat sie unseren Trick kopiert und verbessert, der uns vor gar nicht all zu langer Zeit erlaubt hat, das Klonlabor der Ta´a Chume zu zerstören.

"Was für ein Fierfek ist das schon wieder?", meine ich und lasse mich zurück in die Halle fallen. Wir beziehen Stellung hinter stabiler Deckung und schon ist sie da. Der Rote Nebel wird langsamer und wabert durch den Raum.

"Wo zum Fierfek ist diese Chiss?", zische ich in Richtung der Orangenen Twi´lek.

"Das ist Moridia Vex!", behauptet Lyn frech.

"Diese Wolke?", hinterfrage ich Lyns Worte baff.

"Zum Fierfek ja!"

Nun verdichtet sich diese Wolke etwas und schwebt nach oben zum Kristall. Offensichtlich hat diese Sith tatsächlich eine Technik gemeistert, die sie körperlos machen kann. Von so einer Kraft habe ich noch nie etwas gehört. Aber ich bin auch nicht die Expertin, was die Bandbreite an möglichen Machtkräfte von Sith anbelangt. Um die Wolke abzufangen, steigt nun auch Lyn wieder hoch. Die Sith ist aber ein Tick schneller und im nächsten Moment zucken rote Blitze durch den Raum. Ich hechte in volle Deckung, aber die Blitze gelten gar nicht uns. Sondern den Leichen der Soldaten, die noch im Raum liegen. Wie in einem Horrorholovid stehen die auf und wanken auf uns zu.

"Fierfek!", meine ich dazu nur und denke, dass dürfte das Motto des Tages sein. Ich lasse nun mein  DLT-19D für mich sprechen und es hat viel zu sagen. Leider haben die erzielten Treffer keinerlei Wirkung auf die "Zombies". Na Prima, dass ist der Stoff, aus dem Albträume sind. Shaka probiert das gleiche mit dem Disruptorgewehr mit genau so viel Effekt. Aber wenigstens wird nun Moridia Vex stofflich. Die blauhäutige Chiss manifestiert sich und sie stürzt sich auf mich! Was zum Fierfek habe ich ihr je getan? Derweil beschäftigt sich Scavengerbot mit den Zombies, wenn auch nicht sehr erfolgreich. Selbst das abschlagen der Köpfe hat keine wirklich Wirkung.

Ich erwarte meine Kontrahentin mit meinem gezogenen Cherkahänder, während ich mein DLT-19D schultere. Die Frau ist gut, während sie mit dem einen Dolch aus Licht antäuscht, trifft mich der andere. Dank meiner mit Cortosis gefütterten Rüstung ist die Wunde nur Oberflächlich. Ohne die gut investierten zehntausend Credits hätte ich jetzt ein ernstes Problem. So langsam verstehe ich, warum meine kleine Schwester gegen die Frau kein Land gesehen hat. Aber statt in Panik zu geraten, werde ich unendlich ruhig. Niemand, der über hundert Kämpfe in einer Arena der Hutten überlebt hat, neigt zu Panik im Nahkampf. Meine Meisterin hat mich viel gelehrt und ihre wichtigste Lektion war, deine stärkste Waffe ist dein Verstand.

Also analysiere ich ihren Kampfstil, während wir uns miteinander bewegen. Für einen Moment ist es, als hätte die Macht mein ganzes Leben mich auf diesen einen Kampf vorbereitet. Jeder meiner Schritte, jede meiner Aktionen, jeder meiner Erfolge wie auch Misserfolge haben mich an diesen Ort geführt. Es gibt keine Zufälle, es gibt nur die Macht. Und ich bin eins mit der Macht. Ich bewege mich so schnell wie noch nie in meinem Leben. Es ist, als würde ich intuitiv wissen, was Moridia tun wird, bevor sie es selbst überhaupt weiß. Ich sehe die Lücke, bevor sie sich überhaupt auftut und steche zu. Der Treffer ist tief, aber leider nicht tödlich.

Mit einem Flick Flack bricht die ehemalige Imperiale Assassine den Kampf mit mir ab und greift Shaka an, wahrscheinlich weil sie diese für ein leichteres Ziel ansieht und außerdem sie auf Sybal verwundet hat. Immerhin hat die mutmaßliche Hand des Imperators nur noch eine natürliche Hand und einen Cyberunterarm. Zwei schnelle Hiebe mit je einem der Dolche trennt Shaka einen Arm ab. Aber davon lässt sich die blaue Twi´lek nicht beeindrucken und denkt sich wohl, dass es Zeit ist, dass Blau nun Blau trifft. Mit ihrer verbliebenen Hand hebt sie ihr Disruptorgewehr und schießt. Im letzten Moment pariert die Chiss nicht nur den Schuss, sondern schickt ihn zu Shaka zurück. Einen Augenblick später kracht das Disruptorgewehr zu Boden, während die Hand noch den Griff umklammert. Diese ausgleichende Gerechtigkeit ist zu viel für die Twi´lek und sie bricht in sich zusammen. Moral der Geschichte, mit Disruptorgewehren schießt man nicht auf Machtanwender, welche die Energie zurück an den Anwender schicken können.

Nakagos wirre Gedanken

Tja, was will ich da noch sagen. Ein Kampf gegen Zombies hat einfach noch gefehlt. :D

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