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Autor Thema: Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story  (Gelesen 3341 mal)

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Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #105 am: 28. März 2019, 22:31:18 »
Esk

"So wird das wirklich nix, Leute! Wir können noch Tage auf die Anlage starren und wir kommen auf keinen praktikablen Plan. Mein Vorschlag wäre, wir verkleiden uns als Wartungsarbeiter, fälschen einen Auftrag und schauen uns die Anlage von Innen an. Vielleicht sehen wir da irgendwelche Ansatzpunkte", schlage ich schließlich vor, als keinem etwas vernünftiges und/oder Umsetzbares einfällt, was nicht gleich die ganze Platte und alles darum herum in die Luft jagt oder in unserem sicheren Tod endet.

Es ist inzwischen schon ziemlich spät, als kehren wir zur "Vanguard" zurück. Nach ausgiebiger Nachtruhe beginnen wir am nächsten Morgen die notwendigen Informationen über die Firmen zu sammeln, welche die Wartungsarbeiten übernehmen. Deren Sicherheit ist nicht wirklich vorhanden. Wir organisieren uns gebrauchte Arbeitskleidung in einem Second Hand Laden, an denen sogar noch die Firmenbezeichnung angebracht ist. Scav fälscht einen Wartungsauftrag für uns, da er sich in deren System soweit reinhacken kann, dass er einen real existierenden Wartungsauftrag uns zuschanzt. Auch das Fälschen von ID Karten ist kein großer Aufwand und sogar unsere Akten in der Firma zu fälschen gelingt ohne Probleme. Für ein paar Credits leihen wir uns ein entsprechendes Fahrzeug aus dem Fuhrpark der Firma. Die Leute hier haben hier keine besonders große Loyalität zu ihrem Arbeitgeber. Innerhalb der Werkzeugkiste ist nur das Hackertool versteckt, sonst sind wir sauber.

Ich klemme mich hinter das Steuer und Scav okkupiert den Beifahrersitz. Die beiden Xenos dürfen auf der Rückbank platz nehmen. Als Mensch übernehme ich das Reden, weil das gegenüber einem Imperialen am wenigsten für Spannungen sorgen dürfte. Es fällt mir unglaublich schwer, mich an die Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten. Aber ich kann mich mit äußerster Willensanstrengung zusammen reißen. Für einen Corellianer gibt es nur eine passende Geschwindigkeit und die ist Volllast. Alles andere ist schlicht unangepasste Geschwindigkeit. Wir kommen zum Eingansbunker und halten dort bei einem Posten.

"Papiere!", schnauzt mich der Sergeant äußerst unfreundlich an, nachdem ich ihm einen schönen Tag gewünscht habe. Drei weitere imperiale Soldaten halten hier Wache. Einer hat ein DLT 19, die anderen die üblichen E 11 Blastergewehre. Ich reiche dem Unteroffizier unseren Wartungsauftrag. Der ließt ihn in sein Datapad ein.

"Neu hier?", fragt der Sergeant, während das nicht wirklich schnelle System unsere Daten verifiziert.

"In der Tat, Sir", erwidere ich.

"Träumer?"

"Kann man so sagen", erwidere ich, da die meisten Leute ja genau deswegen hier sind. Der Soldat schnaubt nur verächtlich.

"Lasst sie passieren!", meint er, gibt mir den Auftrag zurück und die Bunkertore öffnen sich zischend. Nachdem sie aufgefahren sind, fahren wir mit unserem Transporter hinein und eine anschließende steile Rampe nach unten. Wir kommen in einer geräumigen Halle heraus und parken zwischen zwei anderen Gleiter anderer Firmen. Wir werden von zwei weiteren Soldaten in Faserrüstung in Empfang genommen. Auch dem zeige ich unseren Auftrag. Die sind ziemlich mürrisch und treiben uns an. Am Ende der Halle ist ein weiteres Eingangstor mit weiteren imperialen Soldaten. Hier ist auch ein Scanner. Aber da wir weder Waffen noch Sprengstoff haben, schlägt der nicht an. In die Halle käme man also, aber ab hier würde es kritisch werden. Ein Trupp ist hier ständig stationiert. Dazu gibt es hinter der Sicherheitsschleuse einen Aufenthaltstraum der für einen kompletten Zug ausgelegt ist. Ich kann in dem kurzen Blick, den ich hineinwerfen kann, nicht alles erfassen, aber momentan halten sich da mindestens zwei Trupps auf. Der Rest ist wohl in Zweiergruppen mit den Wartungsarbeitern unterwegs. Schließlich landen wir in einem Versorgungsschacht, wo das Wasser Wadentief steht. Hier ist eine Hochenergieleitung defekt, die Funken sprüht.

So lange die unter Spannung steht, kann man die nicht reparieren. Scav fragt ganz frech zu einem Zugang zum System und bekommt auch eine sehr beschränkte Sicherheitsfreigabe. Zum einen leiten wir so den Strom um und beginnen dann mit unserer Arbeit. Die Wachsoldaten nehmen ihren Auftrag nicht besonders ernst und lassen uns dann schließlich alleine. Scav beginnt sich nun in das System zu hacken. Während Shaka schmiere steht, reparieren Lyn und ich die Leitung weiter. Nach und nach bringt Scav verschiedene Informationen ans Licht. Unsere Zielperson hat ein Büro im oberen Stockwerk der Anlage an der Oberfläche. Ebenso sein Quartier, eine kleines Zimmerchen mit eigener Nasszelle. Leider verfügt dieser Teil nicht über eine automatische Feuerlöschanlage mit erstickenden Gasen und auch gibt es keine Routinen, die ein vollständiges Abpumpen des Sauerstoffs aus diesem Areal vorsehen. Es gibt zwar einen Evakuierungsplan, aber der führt Personal nur tiefer in die unterirdische Anlage. Dadurch ergibt sich leider keinen Ansatz, ihn ins freie und in das Schussfeld meines E11s zu bekommen. Das wäre nicht mein erster Anschlag dieser Art.

Mehrmals überzeugen sich die Wachsoldaten vom Fortschritt unserer arbeiten im Versorgungstunnel, lassen uns aber sonst unbehelligt. Die Droiden der Anlage sind nur beschränkt autark. Regelmäßig werden vom Zentralrechner neue Befehle und Routinen übermittelt. Die halten ihre Droiden an der kurzen elektronischen Leine. Wahrscheinlich haben sie schlechte Erfahrungen mit zu autonomen Systemen gemacht. Dadurch kommt mir die Idee, gezielt eine Wartungsdrohne über den Abwasserkanal nach draußen zu bringen, wo wir eventuell Sprengstoff anbringen könnten, die es dann im Zimmer von Tobin Apeel zu Detonation bringt.

"Ich habe noch eine ausreichende Menge an giftigen Pilzsporen von Anduras I vorrätig und könnte daraus eine tödliche Lösung herstellen, die ein Reinigungsdroide einfach während der Reinigung versprüht."

"Das ist noch besser als Sprengstoff, weil kein Sensor wohl das einfach so entdecken dürfte", meine ich durchaus begeistert dazu. Sieht so aus, als hätten wir unseren Plan. Scav meint, dass er Zeitnah in der Lage ist, das Mittel herzustellen. Das einzige was etwas friktionsanfällig ist, dürfte die Übergabe der Lösung zum Droiden sein. Und natürlich wird genau dieser gefährliche Part wieder mal an mir hängen bleiben. Aber dafür bin ich ja auch am besten von allen hier für diese Aufgabe qualifiziert.

Professionell und routiniert erledigt Scav alle Vorbereitungen. Zum einen okkupiert einen der Wartungsdroiden und programmiert ihn für die Mission so um, dass er morgen früh sich zu einer genau definierten Zeit zum offenen Ende des Abwasserkanal begeben wird, dort die Probe an sich nimmt und dann in einem Depot platziert. Von dort wird dann ein Reinigungsdroide den Behälter an sich nehmen und während dessen regulärer Arbeitszeit damit  Tobin Apeel Stube "reinigen". Anschließend wird der Behälter entsorgt und die Routine sich selbst löschen. Das nenne ich ein sauberes Attentat.

Jetzt ist die Frage, versuchen wir hier gleich Informationen über die geheime Anlage aus dem internen Netzwerk des Bunkers zu ziehen. Diese Verschlüsselung ist viel schwieriger zu knacken als die Daten über Reinigungsdroiden und die Raumbelegung. Geht es schief, stehen wir ungerüstet und unbewaffnet mitten in einer imperialen Anlage. Mit dem Werkzeug in den Händen werden wir nicht weit kommen. Da Scav sich unsicher ist, ob er unentdeckt bleiben wird, lassen wir es lieber sein. Wir haben jetzt einen funktionierenden Plan und ich hoffe, dass die örtliche Rebellenzelle uns das liefern kann, was wir brauchen. Also beenden wir professionell unsere Arbeit und geben wieder Energie auf die Leitung. Der von uns aufgetragene Isolierschaum hält und die Reparatur ist damit abgeschlossen. Wir lassen uns von den Wachsoldaten wieder abholen und von einem gelangweilt wirkenden Leutnant die Arbeit bestätigen. Damit ist der Auftrag erledigt und wir besteigen den Gleiter.

Langsam, mich an die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Anlage haltend, fahre ich zum Tor hoch, warte bis es offen ist und steuere unseren Gleiter heraus. Als wir außer Sichtweite sind, fällt die Anspannung erst mal von mir ab. Das war jetzt einfacher als gedacht, aber der gefährlichste Teil steht mir erst noch bevor. Wirklich gute Ausrüstung für das Anschleichen an eine hochgesicherte Anlage steht mir hier leider nicht zur Verfügung. Das ist ein Manko, dass wir noch beheben sollten, wenn wir die eigentliche geheime Anlage in Angriff nehmen.

Wir bringen den Wagen zurück, ziehen uns um und kehren zum Schiff zurück. Ohne große Schwierigkeiten stellt Scavangerbot 523 die tödliche Lösung her und füllt diese in einen genormten Behälter nach Imperialen Standard. Ich besorge mir derweil eine hochwertige Tauchausrüstung bei einem Verleiher am Hafen. Ohne irgend eine Frage über Sinn und Zweck gestellt zu bekommen, habe ich nach wenigen Minuten die Ausrüstung.

Nach kurzer Nacht gehen wir sehr früh am Morgen in Richtung der Anlage und ich gehe wortwörtlich auf Tauchstation. Mit der Hilfe eines kleinen Scuba nähere ich mich dem Ziel an. Sobald ich in der Nähe der Sensoren der Anlage komme, lasse ich das kleine Gefährt zurück und lasse mich mit der Strömung treiben, so dass ich für die Sensoren wie ein Stück Treibgut wirke. Es kostet Nerven, so an die Position zu kommen. Ich bin zwei Minuten zu früh da und muss warten, bis der Droide auftaucht. Jetzt wird es wirklich gefährlich, da ich mich mit Hilfe der Enterpistole nach oben hangeln muss. Die Stelle ist zwar normal nicht einzusehen, aber wenn eine Patrouille vorbei kommen sollte, könnten die mich durchaus entdecken.

Vorsichtig tauche ich auf, orientiere mich kurz und schieße dann den Haltebolzen unter das ein Stück herausragende Rohr. Es ist körperlich durchaus anspruchsvoll, da leise hoch zu kommen. Unbehelligt komme ich da an und übergebe den Behälter dem Droiden, der ihn mitnimmt. Er kehrt nun gemäß seiner Programmierung zurück in die Anlage und ich seile mich ab. Vorsichtig gleite ich in die Schwärze des Wassers zurück. Von hier wieder wegzukommen ist nicht so einfach und ich brauche recht lange, bis ich wieder beim Scuba bin. Als ich endlich weit genug von der Anlage bin, fällt mir ein Stein vom Herzen. Für unsere Zielperson bricht nun sein letzter Tag an, während ich zurück an die Oberfläche komme.

Diese ganze Aktion hat jetzt schon viel länger gedauert, als kalkuliert. Wir müssen nun einen weiteren Tag warten und hoffen, dass die Rebellen auch vom Tod der Zielperson erfahren. Und bis jetzt ging es nur darum, überhaupt an Informationen für unser eigentliches Ziel zu bekommen. Normalerweise sollten wir jetzt auf Nilvax Station sein und dort die Leute von Yal Varka treffen. Der Transfer von Cyphera zur Station dauert im Normalfall nur ein paar Stunden. Trotzdem haben wir ein Zeitfenster einzuhalten, dass gerade mit diesem Auftrag kollidiert.

Sitzung gespielt am: 11.08.2018
Anwesende Spieler: Lyra, Shaka, Scav, Lyn
Erfahrungspunkte: 15 EP + 10 EP, 25 EP investiert in Talent Tödliche Präzision 2 Spalte, 5 Ebene ganz unten im Talentbaum Attentäter,  0 EP noch übrig.

Beute: 20000 Credits Bestechung, 30000 Credits Beute vom Zollmeister, 10 000 Credits von der Imperialen "Kriegskasse", 1 Disruptergewehr, 1 DLT 19, 10 Blastergewehre, 2 Blasterpistolen,

Getötete Gegner: ca. 10 Wachen von Quiban, 1 Verräter,

Gruppenwert:
Diplomatie: 225 (+75 Wegen Geschäfte mit Yal Varka)
Schmuggel/Handel: 210
Militär: 300

Resümee: Der Besuch von Zargos Zarbossa war doch nicht der totale Reinfall wie von mir befürchtet. Das wir Valerie noch im Haus angetroffen haben, war zwar erhofft, aber nicht erwartet. Hätte gedacht, sie wäre weiter weg auf dieser Gefängnisstation. Der Sturm auf das Haus war gut, aber letztendlich haben nur zwei von vier Charaktere gekämpft. Ist schon etwas bedenklich, wenn sich ein Charakter sich ganz vornehm zurückhält. Dem Spieler von Lyn kann man keinen Vorwurf machen, musste ja fliegen und kam nicht so schnell hinter her. Aber der von Shaka hat Bummelstreik gemacht. Fand ich nicht so prickelnd.

Der Einkauf hat sich gelohnt und hab die Sachen bekommen, die ich wollte. Der Ausbau der Station geht voran. Drei leichte Turbolasergeschütze sind eine ziemliche Ansage.

Auch gut, dass der Storystrang mit General Gale weiter gehen wird. Vielleicht bekommen wir nächstes mal Antworten, was zur Hölle General Gale sich bei seinen letzen Aktionen gedacht hat.  Interessant ist auch, dass die Familie Virin hinter dem "Tanca" in der Firma Suul-Tanca steckt. Ich hoffe, in der nächsten Sitzung bekommen wir endlich Antworten darauf, was der traurige Rest des Imperiums im Vergänglichen Labyrinth so treibt. Immerhin haben wir es jetzt 14 Episoden lang geschafft, immer an Antworten und wichtigen Hinweisen vorbei zu laufen. Das erste schon in Episode I, wo wir die Nachricht nicht entschlüsseln konnten. Oder der Panzerzug der Suul-Tanca Corporation, dessen Ladung wir in Episode IV nicht untersuchen konnten. Ich bin auch sicher, dass Khador irgendwie ein Teil vom Ganzen ist und den habe ich ja auch gekonnt in Episode IX verpasst.

Wir haben viel Zeit mit dem Abchecken der Imperialen Anlage vertan. Gar nicht so einfach, da rein zu kommen. Aber ich bin Froh, dass wir durch Teamarbeit es geschafft haben, einen Plan zu entwickeln, der auch geklappt hat. Und das wir mit der Benutzung von Droiden eine Star Wars spezifische Lösung gefunden haben.

Lyras Entwicklung: Dank der 15 Punkte von der heutigen Sitzung und der schon aufgesparten 10 EP reicht es nun endlich für tödliche Präzision. Damit ist Lyra nun deutlich tödlicher, wie es sich für ein Attentäterin auch gehört, da nun ihr Rang in Schwere Fernkampfwaffen auf den Schaden addiert wird, was momentan immerhin schon drei Punkte sind. Das ist ziemlich mächtig. Vielleicht auch zu mächtig, mal sehen.

Das neu gekaufte Jetpack ist cool, aber gleich eine Bruchlandung hingelegt. Zum Glück genug Vorteile übrig gehabt, damit nichts schlimmeres passiert. Auch die neue Ausrüstung ist Super. Das Cortosisgeflecht wird kritische Verletzungen verhindern. Und auch die Dragoner Seitenwaffe wird sich für Notfälle sicherlich bewähren. Das die Präzision beim Rapier nicht geklappt hat, ist ärgerlich, hätte zuerst Präzision und dann Gewichtsreduzierung nehmen sollen. Blöd gelaufen! Besonders da das Rapier eh nur als Seitenwaffe bei besonderen Anlässen geführt werden soll. Ärgerlich!

Am Rande des Imperiums: Zeitalter der Rebellion

Heute will ich mal das Grundbuch des Brudersystems von Am Rande des Imperiums, nämlich "Zeitalter der Rebellion" vorstellen. Es verfügt über 458 Seiten plus einige zum herauskopieren gedachte Bögen für Charaktere, Gruppenverwaltung und das Raumschiff und ist damit etwas umfangreicher als ARDI. Der Spaß kostet knapp 60 Euro und ist für ein Grundbuch im Vergleich zu anderen Systemen ebenfalls happig. Dafür braucht man nur noch die entsprechenden Würfel und kann gleich loslegen.

Die Regeln sind identisch mit den von ARDI und deswegen unproblematisch. Das einzige was hier anders ist, dürfte das Verpflichtungs/Pflicht System sein.  Die Struktur des Buches ist gut aufgebaut und führt Anfangs linear durch den Charakterbau, der einfach vonstatten geht. Auch hier geht das sehr schnell und Unproblematisch.

Als spielbare Rassen gibt es Droiden, Duros, Gran, Menschen, Ithorianer, Mon Calamari und Sullustraner. Leider nur sieben verschiedene Rassen und darunter kennt man Droiden und Menschen schon ARDI, aber logischerweise müssen die ja für ein Stand Alone Rollenspiel mit rein. Episode VI stand hier offensichtlich Pate. Wobei Duros und Gran auch schon in anderen Werken von ARDI vorgestellt worden sind.

Dann gibt es sechs Klassen mit je drei Spezialisierungen, damit dann 18 verschiedene Archetypen. Die da wären: Fliegerass, Kommandant, Diplomat, Ingenieur, Soldat und Spion. Mehrere Spezialisierungen sind vom Talentbaum mit denen aus ADRI identisch. Nur der Zugang zu Berufsfertigkeiten sind etwas anders. Als 19 Spezialisierung gibt es noch den Rekruten, den jeder nehmen kann. Der Rekrut spiegelt eine solide militärische Ausbildung für alle Archetypen wieder, die sonst recht wenig Zugang zu Waffenfertigkeiten haben. Die 20. Spezialisierung ist dann der "Erwachende Machtsensitive", den auch jeder nehmen kann. Also eine Spezialisierung mehr als wie im Grundbuch von ADRI und hat auch andere Jedikräfte zur Auswahl. Dazu noch einen anderen Talentbaum.

Danach werden Fertigkeiten und Talente erklärt, was fast identisch mit ADRI ist. Es gibt nur eine zusätzliche Wissensfertigkeit mit dem Namen "Kriegskunst". Die Ausrüstungssektion unterscheidet sich nur in Nuancen und geht logischerweise mehr in Richtung Militär. Wobei mir da zu wenig zusätzliche spezifische Rüstungen und Waffen gibt. Die gibt es leider erst in den Erweiterungsbänden. Forged in Battle und Stay on Target haben dann das an Ausrüstung, was hier fehlt.

Der Fokus von "Im Zeitalter der Rebellion" sind militärische Abenteuer im Galaktischen Bürgerkrieg, da man ein Mitglied der Rebellenallianz spielt. Hier ist man aber relativ frei, welche der mannigfaltigen Themen man aufgreift. Man kann ein Team aus Kommandosoldaten spielen. Oder das Gefolge eines Diplomaten auf diplomatischen Missionen. Oder Spione, die Informationen beschaffen. Oder Mitglieder einer X-Wing Staffel, so dass jeder den gleichen Archetyp spielen kann. Oder Teil einer Besatzung eines Kriegsschiffes oder planetaren Stützpunktes.

Das Kampfsystem hat überraschenderweise keine Erweiterung auf Massenkämpfe, die gibt es dann in verschiedenen Abenteuern oder Zusatzbücher erklärt. Finde ich etwas seltsam, da so was eigentlich in ein Grundbuch gehört.

In der Fahrzeugsektion findet man recht viele militärische Exemplare aus den Filmen wie der Wolkenwagen von Bespin, der T-47 von Hoth oder der 74-Z von Endor. Natürlich auch der AT-AT und AT-ST in der Läufersektion. Die ganzen Buchstaben aus der Originaltrilogie wie A, B, X und Y-Flügler. Vier verschiedene TIE und natürlich das ikonische Lambda Shuttle. Weiter geht es dann mit Großkampfschiffen bis zum Sternenzerstörer der Imperiumsklasse. Fast alle sind in den Filmen zu sehen gewesen. Es gibt ein paar Doppelungen mit Raumschiffen aus ARDI. 

Im Geographieteil werden die einzelnen Regionen der Galaxis grob vorgestellt und es gibt eine doppelseitige Übersichtskarte mit den im Buch erwähnten Welten. Acht Planeten werden auch hier detailliert vorgestellt, darunter Chandrilla (Die Heimatwelt von Mon Mothma), Hoth und Yavin IV. Von jeder Region gibt es einige relevante Informationen über Rebellen oder Imperiale Aktivitäten, dazu werden in je einem Absatz einige bekannte und weniger bekannte Welten vorgestellt. Trotzdem bekommt man so eine Fülle an Informationen. Gewisse Regionen bekommen ihre eigenen Abschnitte, wie eben auch das Hapes Konsortium, wo unsere Kampagne spielt.

Die Rebellion hat natürlich ein ausführliches Kapitel über deren Geschichte, Struktur und Vorgehensweise. Die Geschichte hält sich dabei an den alten Kanon mit der Deklaration von Corellia. Es ist alles sehr informativ, auch für Fanfiction Autoren. Aber leider eben der ausführlich ausgearbeitete alte Kanon, während der neue da ziemlich diffus ist und mir in weiten Teilen nicht wirklich zu gefallen mag.

Die NSC Sektion beinhaltet erst Mitglieder der Allianz, also NSC wie Vorgesetzte, Soldaten, Piloten, Bodenpersonal und so weiter. Dann kommt das Galaktische Imperium, zuerst etwas Verwaltungsbeamte, dann natürlich das Militär, die primären Gegner des Setting. Nicht nur Sturmtruppler, sondern auch Flottensoldaten, Imperiale Soldaten, Piloten, Offiziere, Sergeanten, Spezialkräfte und sogar ein Dunkler Truppler. Als nächstes werden Angehörige der Unterwelt vorgestellt, die entweder wichtige Schwarzmarktkontakte, Fälscher oder Informanten sein könnten. Oder eben auch Gegner. Als nächstes gibt es eine Sektion mit Droiden. Am Ende noch ein paar Zivilisten und Kuriositäten wie sage und schreibe zwei(!) Kreaturen, den schon bekannten Dianoga und den Gundark. Dazu noch ein Jedi im Exil.

Fazit: Auch in diesem Grundbuch ist sehr viel Star Wars enthalten. Bei der Fülle an Informationen ist auch hier für alte Hasen der ersten Stunde noch was Neues dabei, wenn leider eben vom alten Kanon. Auch dieses Artwork vermag mich wie bei jedem Buch dieser Reihe beim durchblättern aufs neue zu begeistern.

Nakago

  • Mitglied
Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #106 am: 31. März 2019, 15:47:16 »
Episode XV
Der Sprung ins Nichts
Aurek

"Leute, so wird das nichts!", meine ich, nachdem ich aus der Dusche komme und mich wieder in Rüstung bekleidet auf meinen Stammplatz im Aufenthaltsraum der "Vanguard" werfe. Das Banthaleder des Sofas ist da schon ziemlich ramponiert und die Polsterung sollte vielleicht mal ersetzt werden. Wirklich sauber fühle ich mich auch nach der ausgiebigen Reinigung unter der Dusche nicht, da tauchen in Abwässer, nichts anderes ist diese Brühe zwischen den schwimmenden Inseln, nicht zu den Dingen gehört, die der Gesundheit wirklich zuträglich sind und das Sauberkeitsgefühl steigern.  "Wir verlieren einfach zu viel Zeit! Wir sollten jetzt schon auf Nilvax Station sein und uns von Yal Varkas Leuten zu unserem Ziel führen lassen. Auch sind wir so nicht wirklich in der Lage, eine gut gesicherte Station zu infiltrieren. Dazu fehlt uns einfach die notwendige Ausrüstung."

Momentan haben wir nichts, was uns eine heimliche Mission in eine Anlage ermöglichen würde. Während dem Galaktischen Bürgerkrieg bin ich öfters für die Allianz in Imperiale Anlagen eingedrungen, aber dann trug ich spezielle Schleichanzüge. Die sind notwendig, um Sensoren zu täuschen. Bis jetzt war eine solche Ausrüstung in der Sperrzone nicht nötig. Die Sicherheitskräfte der Vol Yunkai Station würden erst merken, wenn jemand die Station stehlen würde, wenn sie im  Vakuum trieben. Das ist vielleicht etwas überspitzt ausgedrückt, aber die Bewohner der Sperrzone haben es Sicherheitstechnisch nicht wirklich drauf. Aber die Imperialen schon. Die städtische Anlage war schon recht anspruchsvoll gewesen und wir sind nur zur Peripherie vorgedrungen. Die eigentliche militärische Anlage haben wir ja noch nicht mal betreten.

Ich erkläre der versammelten Crew meine Bedenken bezüglich unserer mangelhaften Ausstattung eine imperiale Anlage zu infiltrieren. Dazu noch das sich bald schließende Zeitfenster um General Gale zu treffen. Mit dem haben wir einiges zu bereden. Mein Vorschlag wäre, die Mission hier zu pausieren, da es eine unbestimmte Zeit dauern wird, bis der Tod unserer Zielperson bestätigt ist. Momentan können wir hier nichts machen außer zu warten. Auf Nilvax Station können wir Schleichanzüge bestellen, die etwa 8000 Credits kosten dürften. Dazu vielleicht noch etwas Ausrüstung. Dann begleiten wir die Leute des Waffenhändlers zu General Gale und reden mit ihn. Ich hoffe, dass bleibt friedlich und wir bekommen ihn wieder zur Vernunft. Dann nehmen wir unsere neuen Anzüge und kehren hier her zurück. Meine Argumente wirken und auch Valerie Virin hat nichts dagegen, hier ein paar Tage zu warten. Die junge Virin kennt hier ein paar Leute, bei denen sie unterkommen kann. Also warten wir, bis Valerie von ihren Bekannten abgeholt wird, kaufen derweil noch ein paar Waren ein, um sie auf Nilvax Station hoffentlich gewinnbringend verkaufen zu können.

Aber leider sind die Märkte hier ziemlich leer gekauft. Es wird immer deutlicher, dass dieser Planet und seine Wirtschaftliche Struktur in einer ernsten Krise steckt. So was habe ich schon öfters miterlebt, dass Planeten unter imperialer Herrschaft schnell verarmen und die Wirtschaft eine ziemliche Talfahrt hinlegt. Das liegt zum einen an der Korruption vieler Imperialer Militärs und Beamte. Zum andere die brachiale Ausbeutung von für das Imperium wichtige Ressourcen ohne jede Rücksichtsame. Das sind die Gründe, warum die sogenannte Neue Ordnung nur Elend und Leid für all jene außerhalb der imperialen Strukturen bringt. Es wird wirklich Zeit, diesen Spuk auch hier zu beenden.

Etwas über ein Drittel bekommen wir unseren Laderaum voll und fliegen dann zur Nilvax Station. Der Transfer verläuft anfangs normal, aber dann geraten wir in einen Ionensturm. Es kracht und knirscht ziemlich, als wir den Hyperraum verlassen. Einige Warnlampen blinken hektisch. Eine Überladung hat wohl einige Systeme genommen und unser Astronavigationscomputer ist Offline. Das ist nicht gut. Aber auch keine Katastrophe. Nach einer halben Stunde haben wir  den Großteil der ausgefallenen Systeme wieder hochgefahren oder überbrückt. Trotzdem werden wir ein paar Teile austauschen müssen. Auch der Astronavigationscomputer ist wieder Online. Nach dieser kurzen Unterbrechung fliegen wir weiter und kommen ohne weitere Vorkommnisse an der Station an. Hier ist einiges los und der Markt gut besucht. Wir bekommen den Großteil unserer Ware gut verkauft, bleiben aber auf einigen Restbeständen sitzen. Wir beschließen die weiter zu behalten, anstatt sie hier zu verramschen.

Yal Varkas Leute haben sich schon eingerichtet und unsere bestellten Waffen und Ausrüstungsgegenstände sind schon da. Der Kontaktmann ist ein Mensch, der von einem Gamorraner begleitet wird. Wir lassen unsere Rüstungen mit einem Cortosisgeflecht aufwerten, was die Rüstung ungemein resistent macht. Für unsere bevorstehende Infiltration bestellen wir vier Tarnrüstungen und ein Modul, welches Scav sich einbauen kann. Hoffentlich kommen die auch rechtzeitig.

Es gibt eine kurze Diskussion, ob wir mit unserem Schiff fliegen sollen oder mit dem Schiff der Schmuggler. Nach kurzem hin und her setzt sich der Vorschlag durch, dass wir mit dem Schiff der Schmuggler hin fliegen, was auch ich favorisiere. Kabinen haben die keine, aber einen Aufenthaltsraum, der noch herunter gekommener aussieht als der unsrige. Aber da dort keine weiblichen Besatzungsmitglieder an Bord ist, sehen die wahrscheinlich gar nicht, wie schäbig das alles ist.

Wir fliegen ohne besondere Vorkommnisse in ein System mit dem Namen Utaria, was Oberhalb der Nilfax Station liegt. Das ist ein ziemlich ödes System mitten im Nirgendwo. Das Gestirn ist ein Weißer Zwerg, der schon vor sehr langer Zeit seine Planeten bis auf den Äußersten zerstört hat . Dieser wüste Planet kreist einsam um seine Sonne. Wir landen in einem Tal, wo eine gigantische Pyramide aufragt. Sie hat nur drei Seiten, erinnert mich aber fatal an die von Anduras I und auch Yavin IV. Momentan weht hier ein sehr starker Wind, aber der Bereich um die Pyramide ist davon nicht betroffen. Wahrscheinlich eine Art Schutzfeld.

Ich bitte darum, einmal um die Pyramide herum zu fliegen. Leider kann ich nichts erhellendes erkennen, alle anderen fallen verschiedene Details auf. Auf der oberen Plattform gibt es eine Art Tempel, wo wohl gerade eine humanoide Gestalt verschwunden ist. Auf Bodenniveau und etwas darüber gibt es weitere Eingänge. Im unteren kann man Schleifspuren entdecken. Da wir etwa zwei Stunden auf den General warten müssen, schlage ich vor, den Tempel derweil zu untersuchen. Leider sind meine Kameraden aus verschiedenen Gründen dagegen. Zum einen soll die Fauna hier ziemlich aggressiv sein und falls es später zu einer eskalierenden Situation mit unseren früheren Befehlshaber, wäre es von Vorteil, ausgeruht zu sein. Nun gut, da ich keine Lust habe, da allein raus zu gehen und ich ein Teamplayer bin, akzeptiere ich die Entscheidung der Mehrheit und flegele mich entspannt auf dem Sofa.

Es dauert knapp zwei Stunden, dann kommen mehrere Gleiter. Wir helfen einige Kisten mit Versorgungsgüter heraus zu schaffen. Eine davon ist besonders groß und ich kann einen Blick auf den Inhalt erhaschen, als jemand kurz reinschaut, ob die Ware den Transport überlebt hat. Für mich sieht das aus wie eine der Verteilungseinheiten für Nanoviren, wie wir sie auf Quaria gesehen haben, nur etwas größer. Hat General Gale etwa davon Kampfmittel erbeutet und hat vor, diese nun gegen ihre Erschaffer einzusetzen? Biologische Kampfstoffe sind verpönt und die Allianz hat sich nie dazu herab gelassen, so etwas widerwärtiges einzusetzen. Ich mache mir ernsthaft Sorgen über den Geisteszustand unseres Generals. Falls ein klärendes Gespräch nichts bringen sollte, wäre es vielleicht dann an der Zeit, andere Maßnahmen in Erwägung zu ziehen.

Wir bauen uns draußen auf, wo immer noch ein heftiger Wind weht. Zwar haben wir Staubmäntel und Schutzbrillen bekommen, trotzdem ist der feine Sand äußerst unangenehm. In dem Moment bebt die Erde, dann bricht ein gigantischer Wurm etwa hundert Meter vor uns heraus. Das wäre der Moment, einen Raketenwerfer einzusetzen. Blöd, dass ich den nicht dabei habe. Für einen kurzen Augenblick ragt diese gigantische Kreatur in einem Winkel von etwa vierzig Grad fünfzig oder sechzig Meter weit in die Höhe. Dann krümmt sie sich und bohrt sich zurück in den Sand. Offensichtlich hat der Wurm uns entweder nicht wahrgenommen oder wir passen nicht in sein Beuteschema. Keine Ahnung, was das Ding hier frisst. Vielleicht Mineralien? Aber kaum ist der riesige Wurm vom Planetenboden verschwunden, tauchen mehrere kleine Exemplare davon auf. Keine Ahnung, ob das seine Brut ist oder einfach irgendwelche Parasiten. Drei Würmer kriechen in einer überraschend schnellen Bewegung auf uns zu und ich habe den Eindruck, dass wir in das Beuteschema dieser Kreaturen durchaus zu passen scheinen.

Nakagos wirre Gedanken

Nun befinden wir uns auf einen weiteren Planeten in der Sperrzone mit netten Kreaturen. Langweilig wird es einem hier wirklich nicht!

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #107 am: 02. April 2019, 17:34:49 »
Besh

Sofort richte ich mein Blastergewehr auf einen der schnell herankommenden Würmer aus und schieße in sein Maul, dass aus einem Kranz von viel zu großen Zähnen zu bestehen scheint. Wer in dieses Mahlwerk hinein kommt, wird wortwörtlich durch den Fleischwolf gedreht. Eine Erfahrung, die ich zu vermeiden gedenke. Jedenfalls treffe ich ziemlich gut, auch wenn das Ding die Definition von unverwüstlich zu sein scheint. Selbst mein Nachschlag in Form eines zweiten Schusses tangiert ihn nicht wirklich. Dafür spuckt er irgend eine ätzende Masse auf mich in einem hohen Bogen über den Kistenstapel, hinter dem Scav und ich in Stellung gegangen sind. Ich habe keine Ahnung, was das für ein Zeug ist, was da dampfend auseinander spritzt. Aber es ist ätzend und einige Tropfen finden ihren Weg durch meine gute Rüstung. Für einen kurzen Moment verschwimmt die Umgebung vor mir. Ich reiße mich aber zusammen und fokussiere mich erfolgreich auf meinen Gegner.

Nun ist es Zeit, mein neues Schwert auszuprobieren. Also lasse ich das Gewehr fallen und ziehe das Schwert, welches gut ausbalanciert in meiner Hand liegt. Mit so einer Waffe habe ich im letzten Jahr meiner Gladiatorkarriere gekämpft. Zuerst war der Speer die Waffe meiner Wahl gewesen, weil diese meine Schwächen minimiert hatte. Aber ich wurde größer und dann war ein großes Schwert wie dieses durchaus die bessere Waffe für mich. Mir wird durchaus die Ironie bewusst. Wieder kämpfe ich auf Sand mit einem Schwert gegen eine wilde Bestie. Manches ändert sich nie, auch wenn ich viele Lichtjahre von Nar Shaddaa entfernt bin. Nur die Kameradrohnen und Zuschauer fehlen.

Der von mir verwundete Wurm will sich an mir für seine Schmerzen rächen, greift an und ich lasse ihn ins Leere laufen. Mit einem Wuchtigen Hieb trenne ich in den Kopf ab. Hat er nun davon, uns angreifen zu wollen. Scav wird vom zweiten Wurm angegriffen, der ihn wohl für Dosenfutter hält. Auch Edna bekommt einen dieser verfressenen Würmer ab. Aber zeigt der Kreatur, was für ein guter Fechter er doch ist und gibt ihm sein reich verziertes Vibroschwert zu schmecken, was dem Vieh nicht gut bekommt. Aus dem Hintergrund heraus motiviert Shaka uns bevor sie mit dem Karabiner Feuerunterstützung gibt. So was ist immer sehr gefährlich, da man gerne mal den eigenen Kameraden trifft, wie sie selbst ja schon am eigenen Leib erfahren hat. Manche Leute lernen einfach nicht dazu.

Nachdem der erste Wurm erschlagen ist, eile ich sofort zu Scav und helfe ihn. Mein wuchtiger Hieb lässt den Wurm in Richtung des Droiden zucken und genau in die Flugbahn von dessen Vibroaxt. Tief beißt sich Scavs bewährte Axt in den Leib der Kreatur und macht ihr den Gar aus. Sofort eilen wir Edna zur Hilfe. Mit wuchtigen Hieben machen wir auch Schaschlik aus diesem Wurm. Tja, damit wäre der Tag gerettet. Größere Blessuren haben wir zum Glück keine abbekommen und ich bin wirklich begeistert über mein neues Schwert. Die gebogene Schneide der Klinge ist unglaublich scharf. Vorne verbreitert sich die Spitze, so dass das letzte Sechstel der Klinge zweischneidig ist, was Stiche erleichtert und die Balance verbessert. Je weiter hinten der Schwerpunkt ist, desto besser, aber eine massive Spitze erhöht die Stabilität. So eine Waffe verdient einen eigenen Namen. "Scharfrichter" dürfte passend sein.

In dem Moment tauchen mehrere Lastgleiter auf. Generisches Hapanisches Modell. Mehrere Bewaffnete springen ab und kreisen uns ein. Sie alle tragen wie wir auch Staubmasken. Es gibt ein kurzes Hallo und die Kisten werden übergeben. Einer von Männern kennt Shaka. Ein Kerl Namens Adrian Malkov, der einst den Rang eines Leutnant trug. Also ein Untergebener von Shakas Zelle, wie es scheint. Der war definitiv nicht auf dem Frachter, als wir in die Sperrzone aufgebrochen sind. Ist wohl extra in das Vergängliche Labyrinth aufgebrochen, um seinen ehemaligen Commander zu finden. Entsprechend groß ist seine Freude. Ich kann dem Gespräch entnehmen, dass General Gale wohl nach dem Debakel auf der Minenstation zuerst in den Republikanischen Raum zurückgekehrt ist und dort neue Leute angeworben hat. Irgendwie ist es ziemlich schäbig, dass es keiner nötig befunden hatte, mal auf Anduras I nachzuschauen. Immerhin hatten die Kapseln alle einen Peilsender. General Gale selbst ist nicht hier, sondern auf irgend einer geheimen Mission, wird aber bald wieder kommen.

Nun gut, wir erklären uns bereit, den Stützpunkt aufzusuchen und dort auf den General zu warten. Die Schmuggler erklären sich zum Glück bereit, hier so lange zu warten. Wir nehmen in einer der Kabinen eines Gleiters platz und lassen uns durch das Tal schippern. Schließlich fahren wir in eine Schlucht und dann durch eine Wand, die natürlich keine Wand ist, sondern nur eine ziemlich gelungene Holoprojektion. Wir landen schließlich in einem Hangar, in dem einige Kanonenboote stehen. Die YT-560 ist nicht darunter.

Leutnant Malkov führt uns durch die Anlage und stellt uns viele neue Gesichter vor. Ich kann keinen einzigen Veteranen der ersten Reise entdecken. Die Bunkeranlage ist gut ausgebaut und für eine viel größere Besatzung ausgelegt. Die Ausrüstung ist gut. Ich frage Malkov etwas über die Pyramide aus und er erklärt sich bereit, mit uns dahin zu fliegen. Die Gestalt, die wir gesehen haben, war wohl ein Späher der Rebellen. Auf meine Frage, wie lange wir noch warten müssen, gibt es eine weitere ausweichende Antwort. Auf dem Flug zur Pyramide quetsche ich den Leutnant etwas aus. Besonders die Gründe, warum Gale so massiv gegen die Nilvax Station vorgegangen ist, interessieren mich. Ich bekomme zu hören, dass sie dort einen "imperialen" Agenten gesucht haben. Mir ist nicht ganz klar, ob das nun ein Versprecher war oder hier etwas schrecklich falsch läuft. Aber da Shaka die Hand ins Feuer für ihren ehemaligen Adjutanten ins Feuer legt, achte ich nicht weiter auf meinen mich warnenden Instinkt.

Wir landen schließlich in der Pyramide, die wirklich der auf Anduras I sehr ähnlich ist. Die auf Yavin IV war etwas anders, wenn doch vom gleichen Stil. Auch hier wurden wohl Kyberkristalle gesammelt. Wahrscheinlich war das in irgend einem der vielen Sithkriege in der Vergangenheit deren primäre Quelle für Kyberkristalle. Meines Wissens waren später die Sith auf Synthetische Steine angewiesen, so das diese Quelle wahrscheinlich selbst innerhalb der Sith ein Geheimnis war. Man könnte meinen, dass die Jedi damals nicht nur wegen den Piraten ins Vergängliche Labyrinth geflogen sind. Aber das ist reine Spekulation von mir, da ich nicht wirklich firm in so alter Geschichte bin. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Wahrheit in einem Krieg das erste Opfer noch vor der Menschlichkeit ist.

Wir wandern im Licht von Lichtstäben etwas herum, betrachten die Fresken und Ornamente. Leider werden wir von keinen vorwitzigen Kreaturen angegriffen, da ich doch gerne noch etwas Praxiserfahrung mit meinem Schwert gewonnen hätte. Stattdessen sonder ich mich mit Leutnant Malkov etwas ab, um mehr über Shaka Blen zu erfahren. Ich hätte sie natürlich auch mal selbst Fragen können, aber mir ist eine sekundäre Quelle hier lieber.

Shaka war wirklich mal Offizierin im Range eines Commanders in der Allianz. Allerdings war ihre Zelle mehr oder weniger Eigenständig, deswegen auch der Flottenrang für eine Landkriegseinheit. Die meisten Anführer autarken Zellen hatten den militärischen Rang eines Commanders. Immerhin waren sie ja Anführer eines meist gemischten Verbandes. Shelly von "Shellys Gundarks" hatte auch schließlich innerhalb der Allianz den Rang eines Commanders, da sie einen gemischten Verband angeführt hat. Wir waren zwar offiziell nur eine Kompanie, waren aber deutlich stärker als eine normale Einheit dieser Größe und verfügten über eigene Schiffe für unsere Boden oder Entermissionen.

Shakas Zelle hat in diesem Bereich des Raumes operiert und gegen Admiral Thorne und seinen Verband gekämpft. Dabei hat sie zuerst zwei Beine und dann den Arm verloren. Konkret gesagt, sie hat den Kampf mit Ach und Krach verloren. Eine Zelle gegen einen Flottenverband ist auch sehr einseitig und von vorne herein zum scheitern verurteilt. Dieser Bereich war im Bürgerkrieg für die Allianz nicht relevant. Keine Kriegsindustrie zum zerschlagen, keine Nachschubwege zu unterbrechen und keine relevante Welt zu befreien.

"Wir sollten uns mal richtig umsehen", meine ich, als unsere Tour beendet ist. Mein Instinkt sagt mir, dass hier noch mehr geben muss. Also beginnen wir in dem Bereich zu suchen, den ich für den Wohnbereich eines Anführers halte. Tatsächlich finden wir auch auch einen geheimen Zugang. Leider braucht man einen Faustgroßen Kyberkristall, um diesen zu öffnen. Oder eine große und gut platzierte Richtladung. Leider haben wir beides nicht vor Ort.

Nakagos wirre Gedanken

Und wieder eine Pyramide der Sith. Man könnte meinen, hier wäre ein Nest. :D

Nakago

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« Antwort #108 am: 04. April 2019, 15:39:50 »
Cresh

"Habt ihr Lust auf einen Übungskampf? Viele der Rekruten sind noch ziemlich grün und könnten ein paar Lektionen von kampferprobten Veteranen gut gebrauchen", schlägt Leutnant Malkov auf dem Rückflug ganz nebenbei vor.

"Klar, warum auch nicht?", erwidere ich, als ich einen kurzen Blick in die Runde geworfen habe und alle ihre Zustimmung dazu signalisiert haben. Schließlich müssen wir immer noch warten und da ist jede Ablenkung höchst willkommen.

Es gibt im Keller ein Übungsgelände, wo Gebäudekämpfe und Entermanöver geübt werden. Es gibt drei Zugänge und wir können zwei Barrikaden als Sperrelement aufbauen. Wir haben als Ausrüstung unsere auf Betäubung gestellte Blastergewehre, Elektroschlagstöcke und eine Betäubungshandgranate. Wir platzieren die Barrieren so, dass es nur noch einen Durchgang in die Tiefe des Labyrinths gibt.  In dem dahinter liegenden Durchgang bauen wir eine Falle und platzieren einen Dummy. Das sollte reichen für ein paar grüne Rekruten. Allerdings müssen wir etwas warten, weil die Rekruten noch etwas brauchen, um sich fertig zu machen.

Das erinnert mich an meine Ausbildung. Es war eine harte, aber doch schöne Zeit voller guter Erinnerungen an Kameradschaft und Erfolgserlebnisse, nachdem man Anfangs oft gescheitert ist. Aber aus Fehlern lernt man und macht es dann besser. Teamarbeit war der Schlüssel und wir waren ein gutes Team. Die meisten sind leider im laufe des Krieges gefallen. Der Preis der Freiheit haben wir ihn Blut bezahlt. Aber hätten wir uns so viel Zeit gelassen, hätte es verdammt großen Ärger gegeben. So langsam verdichtet sich in mir ein Gefühl, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt.

Dieser Übungsraum ist eigentlich die perfekte Falle. Letztendlich führen die drei Zugänge nur zu einem Treppenhaus, dass nach oben in die eigentliche Anlage führt. Es gibt zwar eine Lüftungsanlage, aber deren Durchmesser der Schächte sind deutlich zu klein für einen ausgewachsenen Menschen. Es gibt nur einen einzigen Weg zurück und der ist von oben leicht zu blockieren.

"Wie weit traust du Leutnant Malkov?", frage ich ein weiteres mal Shaka. Je länger ich hier bin, desto mehr gefallen mir einige Details nicht. Da wäre die Zerstäubungsanlage für Nanoviren, der "imperiale" Agent auf Nilvax Station und diese ganzen Vertröstungen für einen Übungskampf an diesem Ort mit nur einem Zugang. Gut, wir sind unangemeldet hier und können nicht erwarten, dass General Gale zu jederzeit ansprechbar ist. Für alles gibt es durchaus eine Erklärung, aber in der Summe schwant mir böses.

"Absolut! Im Galaktischen Bürgerkrieg hat er mir mehrmals das Leben gerettet!", bestätigt Shaka mit Nachdruck in der Stimme ihre Meinung über Malkov. Eigentlich sollte mich das beruhigen, aber ich werde eher nervöser. Etwas stimmt hier nicht. Ganz und gar nicht. Die Rebellen auf Cyphera haben sicherlich auch ihren Kameraden Tobin Apeel getraut und der hat nicht nur seine Kameraden ans Messer geliefert, sondern auch seinen Bruder und seine eigene Frau. Was treibt einen Mann zu so einer Tat? Ich kann es nicht nachvollziehen. Sicher hat jeder seinen Preis, aber die eigene Familie ans Messer liefern? So was ist schon eine Liga für sich. Verrat kam auch in anderen Zellen vor, aber meist von Leuten, deren Familien vom Imperium als Druckmittel verwendet wurden. Mir ist kein anderer Fall bekannt, wo ein Verräter auch seine eigene Familie ans Imperium verraten hat.

"Wir sind nun soweit! Es kann losgehen!", meldet sich Malkov über Intercom. Nun gut, vielleicht entpuppt sich alles als harmlos. Trotzdem ist da so ein nagendes Gefühl in mir, dass hier etwas nicht stimmt.

"Verteilen wir uns!" Wir nehmen unsere Verteidigungspostionen ein. Wir hören das trampeln von schweren gepanzerten Stiefeln auf Permabeton, die von den nackten Wänden reflektiert werden. Dann wie die schweren Kisten der Barrikaden eingerissen werden. Die haben nicht vor, über den offensichtlichen Zugang vorzurücken. Nun gut, wir teilen uns auf. Die linke Flanke halten Scav und ich, die rechte übernehmen Shaka und Edna. Ich löse meine Handgranate und werfe sie über die teilweise eingerissene Barrikade. Es knallt ganz schön. Scav tut es mir gleich, da sich immer noch was regt. Erste Lektion in engen Gängen, immer gut verteilen.

Dann bricht der erste der Rekruten durch und der trägt eine echte Rüstung eines Sturmtrupplers. Ist das eine Kostümierung oder habe ich einen echten Sturmtruppler vor mir? Ich will ersteres gerne glauben, befürchte aber letzteres. Mein Instinkt sieht sich bestätigt, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt, als weitere "Rekruten" durchbrechen und mit scharfen Waffen auf uns feuern. Mein Verstand weigert sich, trotz allem diese Realität zu akzeptieren. Ist das eine Holosimulation? Ist das ein Fiebertraum? Passiert das gerade wirklich? Ist Gale oder Malkov oder beide übergelaufen? Das kann und will ich einfach nicht glauben. Von General Gale mag man ja halten was man will, aber Verrat traue ich ihm einfach nicht zu.

Ich gehe sofort an einer Ecke in Deckung, während mir rote Strahlen aus plasmafizierten Tibanagas um die Rüstung fliegt. Leider habe ich mein neues cooles Schwert "Scharfrichter" nicht bei mir, da die schwere Waffe in diesem Übungsgefecht nur behindert hätte und praktisch gar nicht hätte eingesetzt werden können. Also dann eben auf die klassische Art mit dem Blastergewehr. Das A-280 hat sich schon auf vielen Schlachtfeldern bewehrt und wird nun Sturmtruppen niederstrecken. Ich lasse die Waffe auf Betäubungsmodus, weil die Granaten auch nur Betäubungsschaden machen. Unser Flügel wird von vier Soldaten angegriffen und ich schieße in schneller Folge drei Stück über den Haufen und den letzten haut Scav um. Auf der anderen Flanke brauchen sie etwas länger, aber auch sie kriegen ihre Feinde unter Kontrolle.

"Ich muss gestehen, ich kapier nicht ganz, wie das möglich ist", meine ich zu Scav, da ich immer noch nicht verstehe, warum Malkov uns verraten konnte. Ich untersuche einen der Sturmtruppler und finde seine imperiale Erkennungsmarke. Das sind definitiv echte Angehörige der imperialen Streitkräfte und nicht nur einfach ein äußerst schlechter Witz.

"Ich schätze, wir finden die Antwort auf Cyphera. Uns fehlen konkrete Daten, aber ich befürchte, die Imperialen hier haben eine Methode gefunden, Menschen umzuprogrammieren", meint Scav lapidar und ich befürchte, dass könnte wirklich mit deren Forschungen auf Cyphera zusammen hängen.

Wieder muss ich an den Verräter Tobin Apeel denken, der nicht nur seine Kameraden, sondern auch seine eigene Familie für einen Posten in der Verwaltung verraten hat. Der General Gale, den ich kenne, hätte nie die Nilvax Station so angegriffen, wie er es getan hat. Wobei mein Bild davon nur sehr grob ist. Aber so ein rücksichtsloses vorgehen passt nicht zu dem General, der eine Zeitlang unsere Division geführt hat. Gale ist eher jemand, der immer auf Raffinesse gesetzt hat. Der mit dem Laserskalpell und nicht mit dem Gravitationshammer arbeitet. Hier läuft etwas unglaublich schreckliches im Hintergrund, dessen Dimensionen ich vielleicht gerade zu erahnen beginne. Trotzdem verstehe ich diese Problematik noch nicht einmal ansatzweise.

Aber es ist müßig darüber zu spekulieren, da auf der Treppe weitere schwere Schritte zu hören sind. Ich stelle derweil meinen Blaster auf tödliche Energie. Nun betritt ein schwarzgerüsteter Todestruppler die Trainingseinheit. Fierfek! Und ich dachte schon, der Tag könnte nicht schlimmer werden. Aber meine Mutter hat gesagt, lobe nie den Tag vor dem Abend. Und das gilt auch im negativen. Ich habe gegen viele Truppentypen des Imperiums gekämpft, aber Todestrupplern bin ich bis zum heutigen Tag nie begegnet. Aber für alles gibt es immer ein erstes mal. Nur ist hier zu befürchten, dass dies unser letzter Kampf werden könnte.

Von meiner Ecke aus visiere ich den Soldaten an, suche mir eine schwach aussehende Stelle am Hals aus und drücke ab. Ich treffe ihn gut, aber mein Schuss macht wenig Eindruck auf ihn. Er visiert mich im Gegenzug an und werde hart getroffen. Das ist nicht gut! Er schaut mich an und ich kann mich auf einmal nicht mehr bewegen. Das ist noch schlechter. Der Truppler kommt näher und Scav stellt sich ihm in den Weg. Leider trifft er nicht. Edna stürmt von der anderen Seite heran, aber auch er ist nicht in der Lage, den Imperialen eine ernsthafte Verletzung zuzufügen. Shaka rückt auf und versucht uns zu motivieren. Der Imperiale versucht zuerst etwas esoterisches bei Edna zu machen, was ihm aber nicht gelingt. Dann macht er das gleiche bei Scav und der schaltet für einen kurzen Moment in den Berserkermodus, wie damals auf der "Vanguard", als er von Viren verseucht wurde, als wir die Verschlüsselung der Datei der Republikanischen Spionin knacken wollten.

Aber Shaka läuft zur Höchstform auf und brüllt so laut auf ihn ein, dass er sich zusammenreißen kann. Allerdings verfügt der Todestruppler nicht nur über seltsame Geisteskräfte, sondern auch über ein Vibroschwert und damit schlägt er durchaus erfolgreich auf Edna ein. So langsam wird mir klar, dass dies wohl unser letztes Gefecht werden dürfte. Ich schätze, selbst wenn wir mit diesem formidablen Gegner fertig werden sollten, werden die Imperialen uns einfach Welle auf Welle schicken und viele Jäger sind des Nuna Tod.

Ich kann mich wieder bewegen und versuche ihn mit dem Bajonett zu stechen. Ich treffe zwar, aber die Klinge schrammt harmlos über die Rüstung und hinterlässt nur einen harmlosen Kratzer. Der Sturmtruppler verschwimmt kurz und ist auf einmal hinter Edna. Auf einmal ragt die Spitze der Klinge des Vibroschwertes des Todestrupplers aus Ednas Brust und zeigt, dass der Imperiale hier ein besserer Metzger als ein Schütze ist. Und der Mistkerl ist ein guter Schütze. Edna bricht in sich zusammen. Fierfek! Die Wunde sind übel aus, wirklich übel!

Nun habe ich freies Schussfeld auf den Truppler und schieße ihm durch eine Schwachstelle ein weiteres mal in den Hals. Er ist schwer verwundet, aber das noch hält der schwarz gerüstete Mann sich auf den Beinen. Der ist ja so was von Zäh. Aber Edna in seinem Blut liegend schießt mit seinem Blaster auf ihn und endlich kippt der Soldat um. Sofort eile ich zu dem am Boden liegenden Hapaner, kann ihn aber nur stabilisieren. Edna verdreht die Augen und fällt in ein Koma, aus dem er wohl nicht so schnell erwachen wird. Sein Körper fährt gerade alles herunter, um ihn am Leben zu erhalten. Die Wunde ist sehr schwer und ich würde sogar sagen, dass dieser Treffer tödlich ist. Aber vielleicht irre ich mich auch. Manche Verwundete haben grässliche Verwundungen überlebt und andere an eigentlich harmlos aussehenden Verletzungen elendig verreckt.

Ein weiteres Getrampel ist auf der Treppe zu hören. Ich gebe mir ein Stimpack, um wieder halbwegs auf die Beine zu kommen. Wir gehen ein weiteres mal in Stellung, als der Feind jetzt in Zugstärke über uns herfällt. Handgranaten wären jetzt nicht schlecht. Oder ein leichter Repetierblaster.

So langsam realisiere ich, dass wir diesen Gefecht nicht gewinnen werden. Normalerweise wäre jetzt der Zeitpunkt abzubauen, sich zurück fallen zu lassen und sich im Rückwärtigen Raum neu zu formieren. Aber ein Rückzug ist hier aus dieser Position heraus nicht möglich. Diese Falle war äußerst primitiv, aber doch sehr effektiv. Wir waren allesamt zu vertrauensselig. Aber wer konnte schon wirklich ernsthaft annehmen, dass General Gale, einer der größten Helden der Allianz, zum Imperium überlaufen könnte?

Als mir klar wird, dass ich heute hier sterben werde, beginne ich vollkommen ruhig zu werden. Ich denke an meine kleine Schwester Eloy, wegen der ich hier bin. Sie wird nun nie erfahren, dass ich alles gegeben habe, um meinen Schwur zu halten. Das bedauere ich am meisten. Heute werde ich eins mit der Macht werden, dass dürfte Fakt sein. Als Corellianerin ist Aufgabe keine Option und meine Kameraden scheinen das ähnlich zu sehen. Als ich mich "Shellys Gundarks" angeschlossen habe, war mir klar, dass dieser Tag kommen wird. Und heute ist dieser Tag, deswegen habe ich auch jetzt keine besonderes große Todesangst mehr. Jetzt heißt es nur noch, sich so teuer wie möglich zu verkaufen.

Die Vorhut ist ein Viperdroide, den wir recht schnell zusammen geschossen bekommen. Dann kommen die Sturmtruppen. Einige haben Sturmschilde und geben ihren Kameraden effektiv Deckung. Uns gelingt es, die ersten Truppler trotzdem über den Haufen zu schießen, auch wenn sie Rauchgranaten werfen, um ihren Vormarsch zu decken. Dann sind sie in Reichweite für Handgranaten und im Gegensatz zu uns haben die jede Menge davon. Ihnen ist es egal, dass sie damit auch ihre noch betäubten Kameraden treffen. Wenigstens sorgen wir dafür, dass ihr Weg zu uns mit den Leichen ihrer Kameraden gepflastert ist. Dann trifft mich ein Blasterstrahl und dann ist nichts mehr.

Nakagos wirre Gedanken

Beim erscheinen der dritten Welle war mir klar, dass dieses Gefecht nicht zu gewinnen war. Deswegen habe ich nur noch ein statisches Feuergefecht geliefert, um Ressourcen für später zu schonen. Ab und zu muss man halt eine vom Spielleiter vorgesehene Niederlage akzeptieren. Deswegen habe ich nicht in die Trickkiste gegriffen, da dies das Unausweichliche nur herausgezögert hätte.

Eigentlich war Edna in der Anfangsphase bei Lyra, aber das Gespräch fand mit Scav statt, so dass ich die beiden ausgetauscht habe. Das ist natürlich noch nicht das Ende, auch wenn Spieltechnisch Edna gestorben wäre, da er eine tödliche kritische Wunde erhalten hat. Aber auf diesen Umstand wollte niemand wirklich beharren.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #109 am: 07. April 2019, 16:05:09 »
Dorn

"Ich hab doch gesagt, Ihr solltet sie besser nicht unterschätzen! Das sind allesamt Veteranen der Rebellion mit langjähriger Kampferfahrung", höre ich eine Stimme sagen. Ich brauche einen Moment, bis ich wieder weiß, wo ich bin und was gerade passiert ist. Besiegt und offensichtlich gefangen genommen. Unter mir spüre ich kühlen Permabeton und blinzle in das grelle Licht des Hangarbereichs der Anlage. Mehrere Stellen meines Körpers tun höllisch weh und ich habe keinerlei Kontrolle über meinen motorischen Funktionen. Ich sehe mehrere Lambda Shuttle des Imperiums im Hangar stehen. Ein imperialer Offizier der Sturmtruppen redet gerade mit Leutnant Malkov, der offensichtlich ein Verräter ist. Ich muss an Scavs Worte denken, dass die Imperialen wohl in der Lage sind, Menschen umzuprogrammieren. Scheint offensichtlich etwas dran zu sein. Aber bevor ich den Gedanken richtig greifen kann, gleite ich auch schon wieder in die Schwärze der Ohnmacht zurück.

"Pass bloß auf, die ist verdammt gefährlich!", höre ich eine Stimme. Ich spüre an den typischen Vibrationen, dass wir uns in einem kleinen Raumfahrzeug befinden und dass ich auf dem Bauch liege. Viel habe ich nicht mehr an, denn ich friere. Das wenige was ich erblicke, lässt mich glauben, dass ich mich in einem imperialen Shuttle befinde. Dann spüre ich einen kleinen Einstich im Arm und alles wird wieder schwarz um mich.

"Shaka Blen, wie oft muss ich denn dich noch töten?", höre ich eine Stimme. Ich liege fixiert auf einer schwebende Trage. Vor mir schwebt Shaka und neben ihr steht ein Mann in einer imperialen Admiralsuniform. Ich bin nicht sicher, aber ich denke, dass ist Admiral Thorne. Dann dämmere ich wieder weg, bevor ich mir Gedanken darüber machen kann, was der hier zu suchen hat. Angeblich befindet er sich irgendwo im Hapanischen Konsortium.

Als ich das nächste mal zu mir komme, stehe ich aufrecht. Oder besser gesagt, ich hänge an zwei Handfesseln an der Wand gekettet. Mein Mund ist trocken, meine Augen so verklebt, dass ich mehrere Versuche brauche, um sie zu öffnen. Die Umgebung vibriert leicht und ich kann keinen Reaktor oder Triebwerke hören. Damit dürfte ich auf einem Großkampfschiff sein. Die Luft ist künstlich und aufbereitet. Aber die Luft riecht gut, also ist die Anlage gut gewartet und die Filter in Ordnung. Ich bin Barfuß und trage keinerlei Unterwäsche. Trotzdem spüre ich Stoff auf meiner Haut, wahrscheinlich ein hinten offenes Krankenhausleibchen.

Endlich kann ich die Augen öffnen. Der in grün gehaltene Raum hat vielleicht fünf mal fünf Schritt, eine Tür rechts von mir. Ein Tisch vor mir, auf dem der Torso von Scavangerbot 524 liegt. Links von mir ist Edna, an die Wand gekettet, rechts von mir Shaka. Ein Offizier beaufsichtigt zwei Techniker, die gerade noch mit Scav beschäftigt waren. Der Offizier trägt die Uniform und Insignien einen Arztes der Imperialen Flotte. Neben ihn schwebt ein schwarz lackierter IT-O Verhördroide. Diese kleine Kugel aus reiner Boshaftigkeit ist voller wirklich fieser Folterwerkzeuge ausgestattet. Eine Spritze mit Wahrheitsserum ist das noch harmloseste, was es im Programm hat. Man hat uns Rekruten erzählt, so ein Ding kann, wenn es will, an einem Menschen eine Vivisektion vornehmen. Das heißt, es kann ihn lebendig sezieren und sehr lange am Leben halten. Ob das wirklich stimmt, weiß ich nicht, aber es gab einige Urteile an Ärzten aus Todeslagern des Imperiums wegen solch abscheulicher Verbrechen. Also ist es durchaus möglich. Keine besonders angenehme Art zu sterben und ich spüre durchaus eine gewisse Angst in mir hoch kriechen.

Für einen kurzen Moment überkommt sogar so etwas wie Panik und ich zerre wie wild an meinen Ketten. Die Schellen sind zu eng, um sich darauf herauswinden zu können und die Ketten zu stark, als das ein lebendes Wesen sie zerreißen könnte. Zu meinem Glück sind der Arzt und der Droide primär von Shaka fixiert. Mit ihrer kleinen Rebellenzelle hat sie wohl durchaus einigen Schaden anrichten können. Jedenfalls genug, dass dem Verhörspezialist ihr Name geläufig genug ist, um mit ihr anzufangen. Aber aufgehoben ist nicht aufgeschoben.

Während der Ausbildung hat man mir verschiedene Techniken beigebracht, wie man damit umgeht, in Gefangenschaft zu geraten. Allerdings kann man sich nicht wirklich darauf vorbereiten. Ab einer gewissen Schwelle bricht jeder ein, deswegen war die gängige Taktik, früh Wahrheit, Halbwahrheiten und Lüge zu mischen. Herauszufinden, was der Gegner wissen will und ihm das zu geben in einer Form, mit der er wenig anfangen kann. Wie schon gesagt, Folter an sich ist kein wirklich erfolgreiches Mittel zur Informationsbeschaffung bei Leuten, die mit Implantaten und Konditionierung darauf vorbereitet wurden. Und alle anderen reden nach dem Mund ihres Folterers und geben weiß die Macht was auch immer zu. Trotzdem ist es schmerzhaft und ich habe keine Lust mich foltern zu lassen. Die Techniker sind inzwischen weg und ich versuche, so lange die Aufmerksamkeit auf Shaka liegt, ein weiteres mal die Ketten und Schellen näher zu untersuchen, um vielleicht eine Möglichkeit zu finden, daraus zu entkommen.

In dem Augenblick höre ich zum einen das Magnetschloss an der Tür einschnappen und wie sich die Schellen unserer Fesseln öffnen. Im Moment weiß ich nicht, wem ich diesen Umstand zu verdanken habe, aber das ist nicht wirklich von Belang. Was wichtig ist, den Verhörspezialisten und den Droiden schnell genug nieder zu kämpfen, bevor die Alarm geben können. Also gebe ich dem Mann in den Fünfziger einen herzhaften Banthatritt gegen den Kopf, der ihn sofort betäubt zu Boden schickt. Shaka rennt zum Tisch, wo die Extremitäten von Scav liegen. Auch Edna bewaffnet sich mit einem Arm des Droiden und haut dem Verhördroiden auf den Deckel. Der findet das überhaupt nicht lustig und schießt einen Strahl Säure in Richtung des Hapaners ab, der gerade so sich wegducken kann. Die Säure hinterlässt eine dampfende Spur auf dem Boden und ich sollte Barfuß nicht unbedingt da rein treten. Shaka schnappt sich ein abgetrenntes Bein von Scav und wirft es mir zu. Geschickt fange ich es auf, halte es Beidhändig fest und tu beinahe so, als ob ich Schlagball spielen würde. Ich stelle mich stabil hin, ziele sorgfältig und schlage dann mit aller Kraft zu. Ich treffe die Kugel so hart, dass der Repulsorliftantrieb aufkreischt, während die Kugel gegen die gegenüberliegende Wand knallt. Folterwerkzeuge krachen splitternd ab und die Kugel rumst zischend und funkensprühend zu Boden. Das Licht des Kameraauges erlischt flackernd. Sieht so aus, als hätte ich den Droiden ziemlich kreativ getötet.

Wir haben den glücklichen Umstand unserer Befreiung Scav zu verdanken, welcher sich in das Sicherheitssystem hacken konnte. Dummerweise ist er immobil und wir haben weder Werkzeug noch die Fähigkeit seine Extremitäten wieder zu montieren. Auch ist seine Spracheinheit beschädigt, so dass wir über die Gegensprechanlage kommunizieren müssen. Wir befinden uns auf dem Sternenzerstörer "Overlord". Das Flaggschiff der gefürchteten Imperiumsklasse des Admirals, welches angeblich beim Transfer in die Sperrzone zerstört wurde. Das heißt, wir haben es in etwa mit 45 000 Gegner zu tun, wenn dieses Schiff voll bemannt sein sollte. Wir wurden ja noch nicht mal mit einem Zug Sturmtruppler fertig, also brauchen wir uns hier keine Illusionen darüber zu machen, wie ein Kampf hier ausgehen würde. Aber zu unserem Glück bin ich ja nicht auf dem Kopf gefallen und es gibt immer eine Alternative zum kämpfen.

"Die Lage ist verzweifelt, aber nicht Hoffnungslos", versuche ich den anderen Mut zuzusprechen. Hier gibt es großartig nichts, was uns weiterhelfen könnte. "Scav, was ist im nächsten Raum?"

Dahinter befindet sich eine menschenleere medizinische Station. Ich schätze mal, hier werden die Gefolterten wieder soweit wieder zusammen geflickt, um sie später ein weiteres mal "verhören" zu können. Es gibt hier vier fest eingebaute Spinde, aber es ist nur eine Offiziersuniform zu finden. Die passt mir halbwegs, während  Edna sich den Verhöranzug des Arztes anzieht. Der hat zwei Stifte zur Identifizierung bei sich, so das jeder einen bekommt. Wir sehen beide nicht wirklich gesund aus. Der Hapaner trägt einen dicken Kopfverband und hat momentan mit den Auswirkungen einer Gehirnerschütterung zu kämpfen. Den Verband kann ich mit einer Mütze kaschieren. Unsere ramponiert aussehenden Gesichter können wir hinter Masken verbergen, nachdem ein Überschminken mit den hier vorhandenen Materialien nur zu einem äußerst grotesken Ergebnis führt. Hier findet sich aus ein mit Repulsorliftantrieb ausgestattete Transporteinheit mit zwei Kisten, in die wir Scav und Shaka stopfen können. Eine Werkstatt ist etwa fünfhundert Meter entfernt, aber Scav macht mir nachdrücklich klar, dass eine Reparatur von ihm mindestens zwei Stunden dauern würde und danach könnte er vielleicht gehen, aber auch nicht viel mehr. Es liegt außerhalb unserer realen Möglichkeiten den Droiden hier schnell unter diesen widrigen Umständen zu reparieren. Das ist verdammt schlecht, aber mir bleibt nichts anderes übrig, als diese Fakten als gegeben zu akzeptieren.

Um planen zu können, brauchen wir weitere Informationen. Wir befinden uns im hinteren Bereich der Overlord. Über uns liegt die Brückensektion, unter uns der Reaktorraum. Edna und Shaka geht die Phantasie durch in dem sie entweder den Reaktor hochjagen oder den Brücke entern wollen. Beides liegt außerhalb unserer Möglichkeiten. Unsere Ausrüstung befindet sich schon in einem Lambda Shuttle mit Ziel nach Cyphera und einer Anlage mit dem Kürzel XIII.VI, wo wir für Operation Windstoß vorbereitet werden sollen. Leider gibt es keinerlei weitere Informationen über den Stützpunkt XIII.VI oder Operation Windstoß. Aber ich denke, ich habe einen Plan.

Nakagos wirre Gedanken

Das war einer der geilsten Szenen am Abend, wie Lyra mit Scavs Bein den Verhördroiden mit einem Schlag zertrümmert hat. Kritischer Treffer und verdammt hoch gewürfelt. Jedenfalls leben wir alle mehr oder weniger noch.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #110 am: 09. April 2019, 17:04:23 »
Esk

"Das ist der reine Wahnsinn!", kommentiert Edna meinen Plan.

"Das ist verrückt!", meint auch Shaka.

"Die Chance, dass dieses Szenario klappt, liegt bei....", versucht Scav mir meinen Plan auszureden.

"Sag mir nie, wie meine Chance stehen! Und ja, es ist wahnsinnig verrückt und genau deshalb wird es klappen. Weil eben niemand mit so einer wahnwitzigen Aktion rechnet. Scav, fälsche den Befehl und los geht es!" Autoritär würge ich die Diskussion ab. Immerhin trage ich die Offiziersuniform. Ein Drucker spuckt den Befehl aus und wir stopfen zuerst Scav und seine Gliedmaßen in eine Kiste, die schon auf der Schwebeeinheit steht. Dann machen wir das gleiche mit Shaka, die wir in die nächste Kiste stopfen. Als Waffe nehme ich ein Skalpell mit. Wir ziehen beide Operationsmasken auf und gehen dann raus auf dem Gang. Edna schiebt die Kisten, ich laufe wichtig aussehend hinter ihm her.

Der Gang ist gut bevölkert. Mausdroiden flitzen die Gänge entlang, Flottenpersonal hastet zu ihren Stationen, Quartieren oder in die Kantine. Zwei Sturmtruppler kommen mit ihren E11 in Vorhalte auf uns zu. Ich versuche sie zu ignorieren und blicke starr nach vorne, schiele aber doch, ob sich ihre Haltung verändert. Sie passieren uns und verschwinden um die nächste Ecke. Offensichtlich haben sie nichts gemerkt und mir fällt ein Stein vom Herzen. Eine so frühe Entdeckung hätte das Ende des Planes bedeutet.

Wir erreichen einen Turbolift und betreten ihn. Gerade als die Tür sich schließen will, drängeln sich zwei Offiziere in den Lift. Sie werfen uns einen kurzen Blick zu, grüßen, wie wir auch und reagieren aber nicht weiter auf unsere Anwesenheit. Ich habe die Arme auf dem Rücken verschränkt, dass Skalpell in der hohlen Hand versteckt. Bereit, jederzeit gnadenlos zuzuschlagen, falls die beiden Offiziere misstrauischen werden.

Wir fahren nach unten und erreichen unser Stockwerk. Die Türen öffnen sich zischend und wir treten unbehelligt aus dem Turbolift heraus. Zwei Tore später sind wir im Hangarbereich des Sternenzerstörers. An den Decken hängen TIE Jäger und TIE Bomber. Gegenüber stehen ordentlich aufgereiht vier AT-AT, davor ein gutes Dutzend AT-ST. Hier und da sind Imperiale Banner zu sehen. Das weckt durchaus Erinnerungen an alte Zeiten. Man könnte meinen, die Schlachten von Endor, Commenor, Kuat, Corellia und Jakku hätten nie stattgefunden. Und wenn wir Pech haben, hat Admiral Thorne vielleicht sogar wirklich eine Möglichkeit gefunden, das Rad der Zeit zurück zu drehen. Wie heißt es so schön, der Imperator ist tot, lang lebe der Imperator. Auch Palpatine hat mal klein angefangen.

"Da drüben ist unser Shuttle!", mache ich Edna auf unsere Fahrkarte nach draußen aufmerksam. Das schwerbewaffnete Shuttle der Lambdaklasse wurde gerade aufgetankt und eine Wartungscrew verlässt das Schiff. Dieses ist ganz offiziell für uns bestimmt und unsere Ausrüstung befindet sich an Bord des Shuttles. Offensichtlich hatte der Verhörspezialist nicht viel Zeit für unser Verhör und es ist gut möglich, dass jeden Moment jemand nach Resultaten fragt. Wir kommen bis zur Laderampe.

"Darf ich fragen, was sie hier zu Suchen haben, Doktor?" Ein Leutnant der Flotte in makelloser Uniform stellt sich uns in den Weg, an seiner Seite findet sich ein schwarz lackierter Protokolldroide der 3P Serie.

"Meine Befehle, Leutnant!", erwidere ich glatt und gebe ihm meinen Ausdruck. Stirnrunzelnd sieht der Leutnant den sich an und gibt ihn dann den Droiden, der ihn in einen Brustschlitz zur Autorisierung schiebt.

"Befehl konnte nicht autorisiert werden, Sir!", meint der Droide nach einigen Sekunden bangen Wartens.

"Versuchen Sie bitte das doch an einem feststehenden Terminal, Leutnant", versuche ich den Kerl loszuwerden. Offensichtlich konnte Scav den Befehl nicht so wie gewünscht fälschen. Vielleicht kennt Scav sich auch mit den Feinheiten der Imperialen Bürokratie nicht so richtig aus. Leider schickt der nur den Droiden los. Das ist nicht gut. Aber es ist sein Leben, dass nun enden wird. Ich gebe Edna ein Zeichen und er tut sein bestes, den Leutnant abzulenken. Und es klappt. Ich töte den Leutnant so schnell, dass dieser schon tot ist, als ich ihn zu Boden gleiten lasse. Sofort ziehe ich ihn in das Shuttle und Edna folgt mir.

"He!", rufen zwei Sturmtruppler in der Nähe. Aber zu spät für sie. Wir sind im Schiff und fahren sofort die Rampe hoch, als sie zu Feuern beginnen. Ich verriegle diese von Innen und wir schieben unsere Leute ins Cockpit. Zuerst werfe ich Shaka aus ihrer Kiste, dann stöpsle ich Scav ins Bordsystem. Edna eilt daraufhin selbstständig nach hinten, um den Geschützstand zu besetzen. Während Scav die Sicherheitsroutinen und Freund Feind Erkennung überschreibt, klemme ich mich hinter den Steuerknüppel und mache mich mit der Anordnung der Bedienelemente vertraut. Ich schätze mal, dass ich diese Mühle fliegen kann.

"Was zur Hölle treiben Sie da?", werden wir vom Tower angefunkt und Shaka versucht tatsächlich die hinzuhalten. Aber ohne Erfolg. Scav ist dagegen Erfolgreich und ich fahre die Systeme hoch. Für ein Checkup fehlt uns die Zeit. Ich kann hören, wie Edna das Feuer mit dem Heckgeschütz auf die an der Decke hängenden TIE Jäger eröffnet. Wir heben derweil ab und ich fahre die Landestützen ein. Sofort gebe ich Schub und flitze mit einem halsbrecherischen Manöver aus den Hangar heraus in den freien Raum. Einige Elemente in diesem Rumpf knirschen protestierend gegen diese äußerst rüde Behandlung auf.

"Schalte das verdammte Com aus!", rufe ich Shaka zu, da wir auf allen Kanälen angefunkt werden und das nur nervt. "Scav, berechne den nächsten Sprung, muss nicht weit sein."

Eine Alarmsirene geht hoch, da wir nun aufgeschaltet werden. Ein Traktorstrahlermitter tastet nach uns, aber ich schraube uns gekonnt aus seinem Bereich hinaus, bevor der uns zu fassen bekommt. Ich halte mich Nahe an den Sternenzerstörer, so dass wir schnell aus dem jeweiligen Feuerbereich der Nahverteidigung herausfliegen und in einen anderen Sektor weiter gereicht werden. Es dauert seine Zeit, die Freund Feinderkenunnungsroutinen auszuschalten. TIE Jäger kommen nun hinter uns her geflogen und ich fliege mit einer Fassrolle aus deren Feuerbereich hinaus. Grüne Strahlen zischen an uns vorbei. Die erste Nahverteidiungslaser der "Overlord" beginnen nun zu feuern, da sie offensichtlich nun erfolgreich die Freund Feind Erkennung ausgeschaltet haben. Ich fliege einen wilden Zick Zack Kurs, der uns ein paar Sekunden Zeit verschaffen wird. Inzwischen ist der Raum um mich herum von grünen Strahlen erleuchtet und das Deflektorschild bekommt die ersten Treffer ab. Der Raketenwarner fängt an schrill zu piepsen und ich werfe eine Ladung Köder ab. Edna versucht sein Bestes, die TIE Jäger hinter uns zu beschießen. Ob er damit Erfolg hat kann ich nicht erkennen.

"Scav!", meine ich nur mit drängender Stinme, da wir nicht lange gegen diese Übermacht standhalten werden.

"Kurs steht!", meint Scav nach einigen Sekunden der Ewigkeit und im nächsten Augenblick reiße ich schon den entsprechenden Hebel für den Hyperraumantrieb nach hinten. Vor uns verschwindet das glitzern des Ionennebels und wir sind im Hyperraum.

"War ja jetzt gar nicht so schwer", meine ich und gönne mir ein paar Sekunden Ruhe, bevor ich Shaka in die Wartungstunnel scheuche, um den Transponder des Schiffes auszuschalten.

Wir beginnen mehrere kurze Sprünge in Richtung Cyphera, da diese Route im Astronavigationscomputer abgespeichert ist. Das machen wir so lange, bis wir den Schnittpunkt mit einem Kurs zur Nilvax Station erreichen. Dieser Sprung geht schief, denn wir kommen am Randbereich eines Ionensturms heraus. Selten sieht eine tödliche Gefahr so schön aus wie der Ausläufer eines Ionensturms. Die Schilde werden über Gebühr beansprucht und brechen zusammen. Auch diese Fähre hat einen Ionenschild wie wir. Aber gegen so eine Belastung ist auch dieser Schirm machtlos. Elmsfeuer tanzt auf der Panzerung des Lambda Shuttle. Und elektrische Entladungen sorgen für eine interne Überlastung der Systeme. Warnleuchten beginnen hektisch zu blinken und ein nervender Warnton erklingt. Dann ist es Dunkel und Still, da wohl die Hauptsicherung angesprungen ist. Nur das Elmsfeuer sorgt für etwas Beleuchtung, dann gehen die Notfallleuchten an.

Die nächste Stunde sind wir damit beschäftigt, die Systeme des Schiffes nach und nach wieder zu starten. Leider klappt das nicht bei allen Systemen. Aber Lebenserhaltung, Fusionsreaktor, Steuertriebwerke, Hyperraumantrieb und Astronavigationscomputer bekommen wir wieder zum laufen. Das ganze wird erschwert, dass Scav nicht wirklich aktiv helfen kann. Wir haben zwar etwas Werkzeug, aber schnell stellt sich heraus, dass es besser ist, nach seinen Anweisungen zu arbeiten als ihn soweit wieder zu reparieren.

"Oh, ich entdecke gerade, dass mein Hauptspeicher von den Imperialen kopiert worden ist", sagt Scavangerbot 523 in dem Moment, wo wir den nächsten Hyperraumsprung wagen wollen.

Nakagos wirre Gedanken

Das war schon was. Das ist eine von diesen Sitzungen, die zu Legenden werden. Die Flucht von einem Sternenzerstörer. Geht es noch epischer? Nur blöd, dass die Scavangerbots Speicher kopiert haben.

Nakago

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« Antwort #111 am: 11. April 2019, 16:08:35 »
Forn

"Fierfek! Hättest du das nicht früher erwähnen können?", erwidere ich durchaus angesäuert die Aussage von Scav, dass die Imperialen auf der "Overlord" seinen Hauptspeicher kopiert haben. Damit ist so ziemlich alles korrumpiert, was wir in den letzten Wochen angeleiert haben. Nilvax Station, der geplante Schmuggel für die Rebellen auf Sybal und unsere Infiltration auf Cyphera. Und natürlich viele persönliche Dinge über mich. Meine Suche nach Eloy und Khador. Wobei das wahrscheinlich für die imperialen nur von geringer Bedeutung sein dürfte. Trotzdem sind das äußerst niederschmetternde Nachrichten.

"Ich habe den Datenvermerk gerade erst bemerkt. Bis jetzt waren andere Sachen wichtiger als meine Logdateien zu überprüfen", erklärt Scav ruhig.

"Nun gut, ist nicht mehr zu ändern", meine ich dazu etwas resigniert. In der Tat waren wir alle bis jetzt mit anderen Dingen beschäftigt gewesen. Das korrumpiert alle unsere Unternehmungen und besonders die Nilvax Station. Wir haben jetzt schon eine Vermögen investiert und wenn wir Pech haben, wird die imperiale Flotte die Station einfach zusammenschießen und sei es auch nur darum, weil sie es verdammt noch mal können.

Als erstes melden wir mehrere Gespräche an der Nilvax Station an. Zum einen Informieren wir Lyn, was uns widerfahren ist und machen einen Rendezvouspunkt an dem Ort aus, wo die "Vanguard" damals den Brand im Hyperraumantrieb hatte. Das scheint schon wieder eine Ewigkeit her zu sein und wir haben sehr viel seitdem erlebt.

Endlich habe ich etwas Zeit, in aller Ruhe über die letzten Ereignisse nachzudenken. Aufgrund der neusten Informationen schätze ich, folgendes Szenario dürfte der Realität recht nahe kommen. Den Imperialen um Admiral Thorne muss es gelungen sein, General Gale nach der Zerstörung der Solarminenstation gefangen zu nehmen. Auf Cyphera dürfte sich eine Anlage befinden, die es den Imperialen ermöglicht, Menschen neu zu "programmieren", wie Scav das so schon ausgedrückt hat. Ihnen muss es gelungen sein, den Traum und/oder Suúl dafür zu verwenden, Menschen umzudrehen. Malkov ist wohl auch umgedreht worden. General Gale ist nun eine Marionette von Admiral Thorne. Und diese Spielfigur hat den Zweck, dass Hapes-Konsortium in einen Krieg gegen die Neue Republik zu führen. Und ich denke, dass wird durch den Versuch einen Anschlages auf die Königinnen Mutter geschehen. Deswegen auch der Zerstäuber für die Nanoviren. Und die Versuche auf Quaria. Der Name Operation Windstoß wäre jedenfalls äußerst poetisch und durchaus passend für dieses Szenario. Ich bin nicht sicher, ob das Attentat auf die Königinmutter das gewünschte Resultat hervorbringen wird, da ich die Innenpolitischen Verstrickungen zu wenig kenne. Auf alle Fälle wird Thorne das Resultat wählen, dass ihm am genehmsten ist. Was ich dabei nicht verstehe, wie Admiral Thorne hier sein kann, wo der doch angeblich im Hapes Konsortium unter Hausarrest steht.

Ich kann nicht abschätzen, wie viel Schaden ein Krieg mit dem Hapes-Konsortium anrichten könnte. Die Flotte der Neuen Republik ist deutlich kleiner als die des vorherigen Imperiums. Aber die meisten Besatzungen sind Veteranen des Galaktischen Bürgerkriegs und damit erfahrene Truppen. Die Perlanische Handelsstraße verläuft in der Nähe. Eine Sperrung dieser Route kann viel Schaden anrichten. Auf der anderen Seite liegt hinter der Mynaros Station Onderon, dessen Route Kernwerts führt direkt zu Commenor. Und jedes Kind, dass in der Schule aufgepasst hat, kennt diese Welt wegen ihrer dort geschlagenen Schlachten in irgendwelchen Kriegen mit den Sith und in den Mandolorianischen Kriegen. Die erste Offensive der Separatisten in den Klonkriegen galt Commenor, weil diese Welt durch ihre Lage und Verkehrswege eine immense Strategische Bedeutung hat. Über den Knotenpunkt Commenor wird die Werftwelt Kuat versorgt und das ist die größte Werft der Neuen Republik und des ehemaligen Imperiums. Commenor ist der Schlüssel zu Kuat und der Besitz von Kuat ermöglicht den Massenbau von Großkampfschiffen. Auch im Galaktischen Bürgerkrieg war Commenor Schauplatz vieler Kämpfe und konnte schließlich von der Allianz befreit werden, als die Imperialen mit Operation Asche versuchten, auch diese Welt zu zerstören. Ist ihnen nicht gelungen.

Die Königliche Flotte verfügt über mindestens 63 Großkampfschiffe, für jede Welt eines. Schwer abzuschätzen, wie viele davon inzwischen mit Thornes Hilfe nachgerüstet worden sind. Dazu die Schattenflotte und Reste der Imperialen Flotte mit mindestens einem Sternenzerstörer der Imperiumsklasse. Eine Eroberung von Commenor, Kuat und den notwendigen Welten mit Rohstoffen liegt im Bereich des Möglichen. Und es wird dauern, die davon wieder zu vertreiben, falls das überhaupt gelingt. Ich kenne die momentane Stärke der Republikanischen Flotte nicht und kann das nicht wirklich einschätzen, wie lange Thorne sich da halten kann. Falls das überhaupt sein Plan ist. Aber so würde ich vorgehen. Wer einen Eroberungskrieg führen will, braucht Großkampfschiffe und die werden nun mal nirgendwo in größerer Anzahl als im Orbit von Kuat gebaut.

Es sind also äußerst düstere Gedanken, die ich den Anderen mitteile. Einiges ist sicherlich Spekulation, aber vieles macht auf einmal auf sehr schreckliche Weise Sinn. Admiral Thorne hat also sehr ambitionierte Pläne mit dem Hapes-Konsortium und ausgerechnet General Gale hat dem ganzen noch Vorschub geleistet. Er gibt jetzt nun den perfekten Sündenbock ab. Einige unserer Puzzlestücke scheinen zu passen. Andere sind immer noch lose, wie die Kyberkristalle. Aber für was immer auch Thorne diese braucht, bestimmt kommt nichts gutes dabei raus.

Die "Vanguard" erscheint schließlich frisch repariert und mit einer Vorrichtung versehen, die es schwerer macht, sie zu orten. Zwar kein richtiges Tarnfeld, aber nah dran. Wir koppeln an und gehen rüber in unser Schiff. Dort führen wir nun die angemeldeten Gespräche und warnen schon mal unsere Verbündeten vor. Auch mit Valerie Virin nehmen wir Kontakt auf und erzählen ihr die schreckliche Wendung, dass nun das Imperium weiß, was wir vorhaben. Trotzdem halten wir an dem Plan fest. Sie ist natürlich über diese Wendung nicht erfreut, aber akzeptiert diese ohne großes Gejammer. Wenigstens ist der Tod von Tobin Apeel nun offiziell und unser Anschlag war erfolgreich. Da ich nun weiß, dass Tobin nur ein weiteres Opfer von Thornes perfiden Plan und neuen Möglichkeiten ist, hält sich meine Freude darüber in Grenzen. Nicht das der Tod eines Menschen je ein Grund zu Freude für mich wäre. Wobei ich bei Admiral Thorne durchaus eine Ausnahmen machen würde. Wobei es die Frage ist, ob dieser monströse Plan auf seinem Mist gewachsen ist oder er eine langfristige Strategie des Imperators folgt. Operation Asche hat gezeigt, dass der Imperator ein Scheitern der Neuen Ordnung und seinen Tod durchaus mit in seine Überlegungen einbezogen hat.

Auf dem Rückflug erzähle ich Lyn haarklein wie wir es geschafft haben, aus dem Hangar der "Overlord" zu entkommen. Das war schon ziemlich cool.

"Ich sehe schon, ihr hattet sehr viel Spaß", meint Lyn daraufhin. Ich bin nicht sicher, ob sie das nun im Scherz gesagt hat oder wirklich glaubt, dass die ganze Aktion spaßig war. Als Corellianerin hatte ich sicherlich Spaß, es gibt schließlich nichts schöneres als hinter dem Steuerknüppel eines Raumschiffes zu hocken. Dabei von einem Sternenzerstörer der Imperiumsklasse beschossen zu werden fällt aber nicht unter die Kategorie "Spaß". Besonders da wir allesamt deutliche Verletzungen im Vorfeld davon getragen haben.

Kaum gelandet, erwischen wir die Leute von Yal Varka dabei, wie sie gerade das Waffenlager wieder abbauen. Die wirken ziemlich überrascht, als sie uns sehen. Das lässt darauf schließen, dass sie mehr wissen, als sie uns gesagt haben. Wir nehmen Kontakt mit Yal Varka persönlich auf und bekommen als Entschädigung Waffen, Munition und Zubehörteile im Wert von 60 000 Credits, dazu noch die vier Schleichanzüge und das Modul für Scav. Da wir großartig keine andere Möglichkeit haben, nehmen wir das Schmerzensgeld an, dass er nicht weiter in die Nilvax Station investieren wird. So ein gut bestückter Waffenladen hätte durchaus was gehabt.

Die Kirche der Macht ist hier nicht mehr sicher, auch die Republikanische Agentin ist aufgeflogen. Wir veranlassen eine Evakuierung nach Anduras I. Schließlich ist die Welt groß genug, um nicht den Gamorranern in die Quere zu kommen.

Auf der Nilvax Station hat es zum Glück genug kompetentes Personal, um Scavangerbot 523 wieder zusammenzuschrauben. Der arme Kerl hat doch einiges abbekommen und auch der massive Schaden an seinem Kopf wird repariert. Edna, der ebenfalls eine schwere Kopfverletzung erlitten hat, wird von Besh 42 operiert. Ganz abgesehen davon, dass jemand ein Vibroschwert quer durch seinen Körper gerammt hat.

Die Waffen schaffen wir auf die "Vanguard" und bringen sie anschließend zu der im All treibenden Lambda Fähre. Da verstauen wir unsere frisch erhaltenen Waffen, die vielleicht später noch von Nutzen sein dürften. Auf alle Fälle ist das Magazin vom Raketenwerfer wieder voll. Da wir alle noch sehr angeschlagen sind, wird der Bacta Tank in der nächsten Zeit intensiv genutzt. Scav benutzt natürlich das Ölbad.

Nachdem wir uns von unseren Verletzungen erholt haben, besprechen wir unsere weitere Strategie. Wir müssen Thorne aufhalten, darin sind wir uns alle einig. Nur der Weg dahin ist noch nicht ganz klar. Edna kontaktiert ehemalige Kameraden auf Calfa, um diese vor einen möglichen Anschlag zu warnen und macht gleich mal die Hintergründe davon klar. Ich selbst spreche mit meinem Kontakt auf der Mynaros Station. Der gute Mann vom Republikanischen Sicherheitsbüro könnte uns ein paar Feldagenten zur Verstärkung mitgeben. Das ist nicht unbedingt die Art Hilfe, die wir bräuchten. Scheint so, als wären wir mal wieder auf uns allein gestellt.

Nakagos wirre Gedanken

Hier ging es dann wieder etwas ruhiger zu. Mal sehen, wie sehr Lyras Überlegungen letztendlich der Realität entsprechen.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #112 am: 14. April 2019, 17:33:59 »
Grek

Unser nächstes Ziel ist Cyphera. Wir bekommen immerhin 25 000 Credits dafür und wir müssen uns sowieso Gewissheit verschaffen, was Thornes Leute da eigentlich genau treiben. Wir landen unbehelligt und auch die Landeprozedur ist nachlässig wie immer. Offensichtlich haben die Imperialen noch nicht alles von Scavs Speicher ausgelesen und analysiert. Vielleicht sind die Daten auch noch unter Verschluss oder sie denken, dass es für sie von Vorteil ist, dass wir auf freiem Fuß sind. Obwohl das doch eher unwahrscheinlich ist. Wie auch immer, wir sind hier und werden nicht verhaftet.

Wir kontaktieren Valerie Virin, die froh ist, uns lebendig zu sehen. Und auch wir sind beruhigt, dass sie noch nicht verhaftet wurde. Shaka zieht los, um ihren Rebellenkontakt über einen toten Briefkasten zu informieren, dass wir nun bereit sind, die Informationen in Empfang zu nehmen, welche wir für die Ausschaltung ihres "Verräters" bekommen sollen.

Das Treffen findet noch am gleichen Tag statt. Die Örtlichkeit ist eine Brauerei an einem der vielen Häfen dieser Stadt. Valerie würde gerne mitkommen. Da sie das Unternehmen finanziert, hat sie das Recht dazu. Shaka ist zwar dagegen, aber Valerie besteht darauf, auch nachdem wir sie über die möglichen Gefahren aufgeklärt haben. Nun gut, wir bewegen uns dann mit ihr im Schlepptau zu der Brauerei. Der Permabeton der Fassade ist alt und von den Witterungseinflüssen gezeichnet. Das Treffen findet im Lager der Brauerei statt. Hier stehen wenig überraschend viele Stapel mit in Kisten verpackten Flaschen herum. An strategisch sinnvollen Punkten sind bewaffnete Wachen postiert.

Der Anführer der Rebellenzelle ist ein vierschrötiger Kerl, der mindestens zwei Köpfe größer als ich ist und dessen Hände eher Schaufeln gleichen. Ich schätze ihn auf um die Vierzig. Zwei weitere Männer ähnlichen Formates begleiten ihn. Nachdem wir uns zugenickt haben, schmeißt er eine Runde Algenbier. Etwas skeptisch öffne ich die mir dargebotene Flasche. Da ich in letzter Zeit öfters angegangen bin, warte ich erst, bis Shaka von ihrem Bier getrunken hat. Als diese nicht tot umfällt, nehme ich auch einen vorsichtigen Schluck. Ich schmecke keines der mir bekannten Gifte heraus. Wobei es auch geschmacklose Gifte gibt. Das Bier an sich schmeckt ziemlich gut, halte mich aber erst mal zurück, falls es doch vergiftet ist. Die letzten Ereignisse haben mich gelehrt, niemanden zu vertrauen.

"Vielen Dank, dass ihr das Verräterschwein erledigt habt. Damit habt ihr echt was gut bei uns!", meint der Mann, der sich sonst nicht weiter vorstellt. Ich vermiese seinen Triumph nicht dadurch, dass ich ihm erzähle, dass der Mann wahrscheinlich vom Imperium umgedreht worden ist.

"Gern geschehen! Wenn wir nun die Daten über unser Ziel haben könnten?", meine ich, dass Gespräch an mich reißend.

"Sorry Leute, aber darüber wissen wir rein gar nichts", erwidert er mit einem Schulterzucken. Schnell stellt sich heraus, dass diese Zelle über so gut wie keinerlei Informationen über Geheimanlagen oder Anlagen außerhalb der Stadt verfügt. Ich werfe Shaka einen bösen Blick zu. So viel zu der Nützlichkeit dieser Rebellenzelle.

Ganz nutzlos sind sie zwar nicht, da sie uns ein paar Tipps geben und Möglichkeiten aufzeigen, an Informationen zu kommen. Auch bekommen wir einen kleinen historischen Abriss zu hören. Früher war Cyphera ein Planet wie jeder andere. Erst mit der Ankunft der Tanca Corporation und der nachfolgenden Fusionierung mit Suúl hat sich das geändert. Damit kam die Esoterik auf diese Welt und anschließend die Leute, welche in den Traum wollten. Das hätte diese Welt kaputt gemacht. Und das Imperium gibt ihr nun den Rest.

Das sind zwar alles nützliche Informationen, allerdings war der Preis dafür um ein vielfaches zu hoch. Das hätten wir sicherlich auch über offizielle Kanäle erfahren können. Bis jetzt war das eben alles nicht relevant für uns. Ich fühle mich ausgenutzt und bin durchaus etwas sauer über die verlorene Zeit. Letztendlich erfahren wir nichts, was wir nicht so schon erfahren haben. Sie haben zwar Möglichkeiten zivile Daten über eigene Leute in der Verwaltung zu bekommen, aber das ist nicht das, was wir brauchen. Damit die Sache nicht ganz umsonst war, kaufen wir noch eine respektable Menge von dem Algenbier ein. Edna schmeckt der Stoff ziemlich gut, da er sich während des Gesprächs gleich drei Flaschen hinter die Binde kippt. Ich belasse es bei der einen Flasche.

"Ein Wort mit X, dass war wohl nix!", fasse ich das Resultat dieses Treffens mit einem Zitat meiner kleinen Schwester zusammen. Wirklich überrascht hat mich das ganze nicht, da ich so was schon befürchtet habe. So was passiert, wenn man sich auf andere verlässt und die Sache nicht sofort selbst in die Hand nimmt.

"Hat ja niemand ahnen können", verteidigt sich Shaka vehement. Eigentlich doch, alles was wir über die Zelle wissen, zeugt von ihrer sehr niedrigen Professionalität. In der Allianz wäre so etwas unterste Kreisliga gewesen und hätten mindestens einen militärischen Berater gestellt bekommen, um die Jungs auf Vordermann zu bringen. Nun ja, die blaue Milch ist verschüttet und darüber zu jammern bringt nichts, also betrachte ich das Thema für erledigt. Wir sprechen unsere Optionen durch.

Es gibt auf dieser Welt eine Indigene Population aus den sogenannten "Fischmenschen" oder einfach auch Cypheraner genannt. Sie selbst nennen sich natürlich anders und es gibt hier an der Oberfläche durch Händler durchaus einige Anlaufpunkte. Die könnten rein theoretisch über mehrere Umwege durchaus was über Unterwasseranlagen in ihren Lebensbereich wissen. Leider entpuppen sich die Fischmenschen als ein sehr verschwiegenes Häufchen, das nur ungern mit Fremdweltlern redet. Damit lässt sich dieser Ansatzpunkt nicht weiter verfolgen.

"Eigentlich liegt es auf der Hand. Wir dringen ein weiteres mal in die Anlage ein, wo wir schon waren. Immerhin wissen wir, wie es da drin aussieht und wie wir an die notwendigen Daten kommen", verkünde ich schließlich.

"Es war rational, dass wir damals nicht versucht haben, an weitere Informationen zu kommen", verteidigt sich Scavangerbot.

"Das war jetzt kein Vorwurf. Damals war es schlicht nicht notwendig gewesen, ein solches Risiko einzugehen. Aber jetzt werden wir die notwendigen Daten extrahieren müssen", erkläre ich mit Nachdruck. Da den anderen nichts besseres einfällt, bereiten wir alles vor. Wir wissen ja, was wir an Ausrüstung brauchen. Da es dieses mal wahrscheinlich unangenehm werden dürfte, nehmen wir Waffen mit. Aber da im Eingangsbereich Scanner waren, brauchen wir Waffen, die durch einen Waffendetektor kommen. Dafür gibt es die perfekte Waffe. Das Modell 77 von Field Sports. Ein Luftgewehr das kleine, mit einem starken Betäubungsmittel versehene Pfeile verschießt. Ein normaler Waffendetektor sucht nach Energiezellen, Tibanagas oder chemischen Treibmitteln. Das Modell 77 ist nicht umsonst eine weit verbreitete Waffen unter Kopfgeldjägern. Zum einen betäuben sie ihre Gegner damit ohne Probleme und Panzerung schützt nur sehr eingeschränkt dagegen. Nur ein Narr belächelt diese Waffe als ein Kinderspielzeug. Und das Beste an diesen Waffen ist, dass man sie ganz legal im nächsten Waffenladen kaufen kann und unerkannt jeden Waffendetektor passieren.

Unter unserer Schleichrüstung können wir noch eine kleine Waffe unterbringen und ich nehme die kompakte Dragoner. Nun sind wir gut ausgerüstet und zu allem entschlossen. Wäre doch gelacht, wenn wir es nicht schaffen sollten, die notwendigen Informationen zu extrahieren. Ich bin jedenfalls optimistisch, dass diese Mission Erfolg haben wird. Gut gelaunt leihen wir uns auf huttische Art einen Gleiter aus, verstauen unsere Ausrüstung und fliegen ein weiteres mal hin. Scavangerbot 523 hat auch dieses mal einen Wartungsauftrag abgefangen. Der einzige Unterschied ist, dass Lyn in der "Vanguard" zurück bleibt und uns Edna begleitet. Wieder fahren wir vor den Bunker und ich reiche unseren Auftrag. Der wird, da wieder Echt, anstandslos akzeptiert und das Panzerschott öffnet sich vor uns. Ich fahre hindurch und die Rampe hinunter. Wir laden unser Werkzeugwägelchen aus und bekommen zwei missmutige Wachen als Aufpasser gestellt. Das sind andere als letztes mal, aber auch die haben eine sehr lasche Einstellung gegenüber ihre Arbeit. Was ja in unserem Fall kein Fehler ist.

Wieder einmal ist eine Leitung offen und produziert Kurzschlüsse. Wir wissen ja, wie wir einen Bypass legen können und das Wasser aus dem Bereich abpumpen. Skav stöpselt sich ein und versucht die notwendigen Daten zu extrahieren.

"Offensichtlich hat die Sicherheit des Stützpunkt die für uns relevanten Daten nach dem Todesfall von Tobin Apeel in den internen Speicher verlegt", meint Skav nach mehreren Minuten Anspannung.

"Und das heißt nun genau was für uns?", hake ich nach.

"Das heißt, dass wir in den zentralen Rechenkern vordringen müssen", erklärt Scav.

"Und der zentrale Rechenkern befindet sich wo?", frage ich und mir schwant böses.

"Das heißt, wir bekommen nur in der Zentrale einen Zugriff darauf."

Nakagos wirre Gedanken

Es hätte ja so einfach sein können... Aber Einfach ist ja langweilig. Warum nur einmal in eine Anlage eindringen wenn man das zweimal machen kann? :D

Nakago

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« Antwort #113 am: 16. April 2019, 23:12:29 »
Herf

"Fierfek! War ja klar, dass die sensiblen Daten nach unserer Aktion nun besser geschützt sind", erwidere ich auf Scavs niederschmetternde Botschaft, dass die von uns gesuchten Daten sich nur noch von Terminals aus dem zentralen Arbeitsbereich der Bunkeranlage abrufen lassen. Jetzt heißt es wieder mal improvisieren. Letztes mal hatten wir es in Erwägung gezogen, unsere Zielperson mit Hilfe falscher Sensordaten durch einen Feueralarm aus seiner sicheren Position ins Freie zu treiben. Das scheiterte daran, dass kein Personal ins Freie evakuiert werden sollte. Jetzt reicht es uns, wenn der zentrale Arbeitsbereich geräumt wird. Leider lassen sich auch die dortigen Sensoren von unserem Zugang auch nicht manipulieren. Nun gut, bleibt wohl nichts anderes übrig, dass Scav und ich die Sache vor Ort regeln. Wir müssen ja sowieso dahin.

Wir verlassen unseren Arbeitsbereich, nachdem die Wachen mal wieder kurz rein geschaut haben, ob wir noch da sind. Was bin ich Froh, dass die Soldaten an der Peripherie ihren Job so locker nehmen. Rettet ihnen das Leben und minimiert das Risiko, dass jemand über ihre Leichen stolpert. Wir gehen den Versorgungstunnel entlang, bis wir an eine Kreuzung kommen. Wir nehmen die rechte Abzweigung und nehmen von dort dann einen Kriechgang, in dem Datenleitungen verlaufen. Denen folgen wir, müssen mehrere kleine Schotts überwinden, was Scavangerbot 523 übernimmt, in dem er den Sensoren einfach mitteilt, dass er einen offiziellen Wartungsauftrag hat. Bei der nächsten Sicherheitsüberprüfung dürfte das zwar auffallen, aber die nächste ist erst in einigen Stunden fällig. Schließlich sind wir im Rechenzentrum unterhalb des zentralen Arbeitsbereiches. Hier ist nichts los, was uns nur recht ist. Leider gibt es hier keinen Zugang zu den Daten, was ich etwas seltsam finde. Aber nun gut. Wir haben ein paar in Öl getränkte Lumpen dabei und platzieren diese vor entsprechenden Sensoren. Dann zünden wir sie an und der Feueralarm schrillt schon nach wenigen Sekunden los.

Plangemäß wird nun der obere Arbeitsbereich evakuiert und wir machen, dass wir hoch kommen. Unser Zeitfenster dürfte nicht wirklich groß sein. Feuerlöschdroiden sind schon auf dem Weg hierher. Allerdings ist es ein leichtes, über ein offenes Terminal an alle relevanten Daten zu kommen. Scav gelingt es, alles herunter zu laden und wir machen, dass wir von hier wegkommen. Gerade so können wir verschwinden, als schon die ersten Löschdroiden ihre Arbeit aufnehmen. Unsere kleine Sabotage dürfte bald auffallen. Ich warte jeden Moment darauf, dass es eine vollkommene Abriegelung gibt, aber nichts passiert. Wir schaffen es gerade so wieder an unserem Arbeitsplatz zu kommen, als die beiden Wachen auftauchen.

"Ihr seid für heute fertig!", meint einer der Wachen und macht deutlich, dass wir alles zusammen zu packen und von hier zu verschwinden haben.

"Du bist der Boss", meine ich dazu nur lapidar und beginne alles Werkzeug und Ersatzteile in der angemessenen Geschwindigkeit einzupacken. Schließlich wollen wir ja auch von hier weg. Die beiden Wachen machen durchaus Druck und nun ist wohl Schluss mit Lustig. Aus der ferne sehen wir, dass andere Arbeiter zusammen getrieben und gründlich untersucht werden. Heute haben wir mehr Ausrüstung dabei, was bei einer peniblen Durchsuchung durchaus gefunden werden könnte. Die Schleichanzüge unter unseren Arbeitsoveralls sind ebenso eindeutig verdächtig wie die Luftgewehre. Da die Wachen tatsächlich voraus gehen, ist es ein leichtes, die Gewehre aus den Wagen zu holen und sie von hinten nieder zu schießen. Das gelingt ohne Probleme und wir zerren die betäubten Soldaten in die nächste Besenkammer. Da die Wachen weit vor uns darauf fixiert sind, ihre "Verdächtigen" unter Kontrolle zu halten, bemerken diese nicht unser Treiben direkt vor ihrer Nase.

Eine kurze Zählung ergibt zehn Wachen vor uns und das sind nur die, wo wir sehen. Da lauern bestimmt noch mehr weiter hinten. Uns da durch zu kämpfen erscheint niemanden wirklich opportun zu sein. Also lassen wir uns zurückfallen und beschließen durch die rückwärtige Wartungsluke zu verschwinden. Wir bewegen uns so schnell und ebenso heimlich wie möglich durch die Peripherie der Anlage. Einer Patrouille weichen wir im letzten Moment aus und lassen sie in einer Damentoilette wartend passieren. Dann geht es weiter und wir benutzen einen Wartungsschacht um ein Stockwerk höher zu kommen. Da geht es dann weiter.

Jetzt steht nur noch der festmontierte Aufseherdroide zwischen uns und dem Ausgang. Also hole ich meine Dragoner hervor, ziehe die Schulterstütze vor und schraube den Schalldämpfer auf. Während die anderen ein Stück zurückbleiben, schleiche ich in geduckter Pirscherhaltung vor und bekommen eine Sichtlinie zu meinem Ziel. Anvisieren, zentrieren, Atem anhalten und abziehen. Ich treffe den Droiden direkt in seinen Metallschädel und er sackt augenblicklich in sich zusammen. Da war keine Möglichkeit mehr, einen Alarm auszulösen. Die übrigen Droiden haben eine zu eingeschränkte Wahrnehmung und ein zu geringe Autonomie um in irgend einer anderen Form darauf zu reagieren, als stoisch auf weitere Anweisungen zu warten, die niemals mehr von diesem Aufseherdroiden kommen werden. Ich gebe Zeichen und die anderen rücken nach. Die Wartungsluke zu öffnen ist so kein Problem mehr. Aber die ist von einem Geschütz einsehbar. Also wechsele ich wieder auf das Luftgewehr und gehe als erste raus.

Tatsächlich schaut gerade in dem Moment der Schütze im Geschütz genau zu mir runter. Auch hier lege ich sofort an, ziele, zentriere und ziehe sauber ab. Der junge Mann sackt bewusstlos in seinem Sitz zusammen, nachdem mein Geschoss ihn mittig im Torso getroffen habe. Nun heißt es in den toten Winkel der anderen Geschütze zu gelangen. Und das bedeutet, ein Sprung ins Nichts.

Nakagos wirre Gedanken

So, jetzt gibt es erst mal ein kleine Osterpause bis voraussichtlich Sonntag 28.04.2019. Kann auch sein, dass es schon am Donnerstag den 25.04.2019 weiter geht.

Sitzung gespielt am: 24.08.2018
Anwesende Spieler: Lyra, Shaka, Scav, Edna
Erfahrungspunkte: 25 EP, 10 EP investiert in Fertigkeit Nahkampfwaffen zweiter Rang, 15 EP noch übrig.

Beute: Daten aus der Anlage, ein Lambda Shuttle, Waffen im Wert von etwa 60K bis 72K Credits

Getötete und überwundene Gegner: 1 Deathtrooper, 1 Offizier, 1 Verhörspezialist, 2 Viper Droiden, 1 Verwaltungsdroide, 3 Soldaten, etwa 1 Dutzend Sturmtruppler, 3 Sandwürmchen,

Gruppenwert:
Diplomatie: 225
Schmuggel/Handel: 260 (+50 wegen erfolgreicher Flucht von einem Sternenzerstörer)
Militär: 350 (+50 wegen erfolgreicher Flucht von einem Sternenzerstörer)

Resümee: Das war eine ziemliche Achterbahnfahrt. Wirkliche Antworten haben wir immer noch keine. Aber es war notwendig, das Zeitfenster einzuhalten, um mit General Gale Kontakt aufzunehmen. Es gab ja ein paar neue Entwicklungen. Entweder ist General Gale tot, gefangen oder umgedreht. Eine wirklich überraschende Entwicklung, die aber viel erklären würde, warum wir zum Beispiel nicht gerettet wurden.

Momentan sieht es so aus, als würden mit Hilfe von Suul und dem Traum Leute "umprogrammiert" werden. In Gales Fall wird er dann am Ende der Sündenbock sein, der versucht hat, die Königin Mutter zu töten. Das wäre eine Steilvorlage um der Neuen Republik den Krieg zu erklären. Offensichtlich glaubt Admiral Thorne, dass er an der Seite des Hapes Konsortiums in der Lage wäre, die Neue Republik in die Knie zu zwingen.

Der Angriff im Übungsgelände war ziemlich heftig. Nach dem Deathtrooper war mir klar, dass dieser Kampf einer von jenen ist, wo man gefangen genommen werden wird, egal was man macht. Deswegen habe ich es dann einfach geschehen lassen, darauf vertrauend, dass dies für die Story notwendig ist.

Dafür war die Flucht aus dem Sternenzerstörer Kino pur. Das war richtig geil! Und Lyra konnte richtig gut fliegen! Normalerweise verhaue ich Pilotenproben fast immer. Sie kann das zwar rudimentär mit einem Trainings- und drei Begabungswürfeln, aber dieses mal war es verdammt gut. Diese Szene hat mir sehr gefallen.

Zum Glück hat unser SL die Werte des IT-O nicht gekannt, sondern nur was aus dem Stehgreif improvisiert. Normalerweise hätten zwei Schläge nicht gereicht. Das Ding ist für seine 30cm Durchmesser ein verdammt zähes Teil mit 12 Lebenspunkten und einer Absorption von 3, dass sich mit einem Säurestrahl wehren kann und Elektroschocks verteilen kann. Diese kleine gemeine Kugel ist ein richtig garstiges Ding.

Etwas blöd war das Doppelspiel der Rebellen auf Cyphera. Außer Spesen nichts gewesen. Wenn sie gleich reinen Tisch gemacht hätten, wäre es für uns einfacher gewesen. Aber auch hier gibt es Indizien, dass der "Verräter" mit Hilfe einer uns noch bekannten Technik umgedreht wurde.

Die 25 EP sind durchaus angemessen.

Lyras Entwicklung: Tödliche Präzision hat sich bewährt. Drei Schadenspunkte mehr sind schon sehr gut. Auch der Cherkahänder ist ziemlich heftig in voller Aufrüstung. Bloß blöd, dass die Gewichtsreduzierung nicht geklappt hat, der mit Gewicht vier doch recht schwer ist. Mit einer Stärke von 4 kann Lyra maximal 9 Punkte Belastung verkraften, Ausrüstungsgürtel gibt 1 und Rucksack 4 zusätzliche Punkte. Die taktische Weste nur 3. A-280 hat auch Belastung 4, Dragoner und Vibromesser je 1, dazu der Zweihänder sind wir schon 10. Jede Handgranate hat ebenfalls 1, 10 Kleinteile sind ebenfalls 1, Jetpack kostet 2. Da die Rüstungen nur jeweils ein Gewicht von 3 haben, spielen sie zum Glück keine Rolle, da ein Wert von 3 oder weniger bei einer angezogenen Rüstung keine Rolle spielen.

Noch im letzten Kapitel habe ich darüber philosophiert, wie nutzlos eigentlich "Kreatives Töten" ist. Und schon war es praktisch, da ich den Droiden mit einem Schlag so hart kritisch treffen konnte, dass er zerbrochen ist. Das war wahrscheinlich auch die einzige Anwendung in der ganzen Kampagne für dieses Talent, aber dafür war es genau richtig.

Bei Rekrut erreiche ich nun die letzte Ebene und nehme für 25 Seiten Abgehärtet, so das Lyra nun 19 Lebenspunkte hat.

Die 25 Erfahrungspunkte verursachen die Qual der Wahl. Pirscher für 20? Schwere Feuerwaffen auf 4 für 20? Letztens habe ich Pilot Planetar auf 2 gesteigert. Eine Waffenfertigkeit wäre also wieder dran. Oder Nahkampfwaffen für 10 um den zweiten Rang darin zu bekommen? Oder für Powertech sparen und den dann für 30 kaufen?

Letztendlich habe ich mich dafür entschieden, für 10 Punkte den zweiten Rang für Nahkampfwaffen zu nehmen. Mit dem Zweihänder kann Lyra ordentlich Schaden machen und sollte dafür auch richtig umgehen können. Eine hohe Nahkampffertigkeit entspricht ja auch ihrem Hintergrund als Gladiatorin. Ränge darin sind auch später wichtig für mehr Schaden durch "Tödliche Präzision", was es auf der vierten Ebene des Powertechs zu kaufen gibt. Die restlichen 15 Punkte werden für den Kauf der dritten Spezialisierung von Lyra, den des Powertechs aufgespart. Von der Klasse erwarte ich recht viel, da diese viele unterstützende und defensive Talente hat. Besonders Ausrüstung wie Waffen und Rüstungen können verbessert werden. Und verbesserte Ausrüstung bringt viel in diesem System.

Am Rande des Imperiums, dass Rollenspiel

Heute will ich den Rekruten vorstellen. Das ist eine allgemeine Spezialisierung, die aus "Zeitalter der Rebellion" ist und für jede Charakterklasse ohne Strafpunkte zu  haben ist, so lange der Charakter für die Allianz gekämpft hat oder noch aktiv ist. Es spiegelt sozusagen die Grundausbildung wieder. Viele Klassen in den Systemen haben das Problem, dass sie überhaupt keine Kampffertigkeiten besitzen. Mit sehr viel Glück bekommt man hier und da mal leichte Fernkampfwaffen oder Nahkampfwaffen. Manche Talentzweige geben viele Boni auf Nah oder Fernkampf, bloß Blöd, wenn davon nichts eine Berufsfertigkeit ist. Für knapp zwanzig Punkte, vorausgesetzt es ist die zweite Spezialisierung, kann man sich den Rekruten kaufen.

Als Berufsfertigkeiten bekommt er Athletik, Disziplin, Überleben und Wachsamkeit mit. Zwar keine Waffenfertigkeit, aber Ränge in diesen Fertigkeiten zu haben ist auch kein Fehler. Die Waffenfertigkeiten werden dann über Talente frei geschaltet. In drei Kästchen kann man für 5 Punkte zum einen jede normale Waffenfertigkeit kaufen, für 10 Punkte kriegt man Artillerie und Pilot Planetar. Für weitere 10 Punkte bekommt man die Wissensfertigkeiten Kernwelten und Äußerer Rand.

Das restliche Spektrum an Talenten ist eine gute Mischung aus defensiven, offensiven und unterstützenden Talenten. Immerhin bekommt man 3x Abgehärtet, was fünfzig Punkte kostet. Aber sechs Lebenspunkte sind nie ein Fehler. Dazu 2x Starrsinn, also 2 Punkte mehr Erschöpfung, auch sehr sinnvoll. 3x langer Atem, man kann Erschöpfung in Höhe des Talentranges in einer Nebenhandlung einmal pro Begegnung abbauen, auch äußerst praktisch. Belastbarkeit erhöht die Absorption für 25 Punkte, teuer, aber gut. Kann einem das Leben retten. Hingabe ist obligatorisch. Dynamisches Feuer senkt die Schwierigkeit im Nahkampf eine Fernkampfwaffe abzufeuern, auch sehr gutes Talent, wenn auch sehr teuer. Kreatives Töten für 20 kann Nett sein, wie ich erst letztens beim kampf gegen den Verhördroiden feststellen konnte. Schnellziehen und in den Stand sind äußerst Praktisch und nie verkehrt. Ersatzmagazin ist auch ein gutes Talent was Friktion raus nimmt. Und Naturbursche für 5 Punkte ist auch kein Fehler.

Das ist sicherlich nicht die Überklasse, aber für eine Nichtkämpferklasse eine sinnvolle Erweiterung, da es doch recht häufig zu kämpfen kommt. Das Spiel heißt nicht aus einer Laune heraus "Star Wars". Ein breites Spektrum an Waffenfertigkeiten bringt Flexibilität ins Spiel. Und Spezialisierungen mit Zugriff auf alle Waffen sind rar gesät. Das ist eigentlich nur der Söldner/Soldat. Und sechs Lebenspunkte sind auch nie ein Fehler. Davon kann man auch nie genug haben. In der Summe eine gute Ergänzung für so ziemlich jede andere Klasse.

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