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Autor Thema: Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story  (Gelesen 6297 mal)

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Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #105 am: 28. März 2019, 22:31:18 »
Esk

"So wird das wirklich nix, Leute! Wir können noch Tage auf die Anlage starren und wir kommen auf keinen praktikablen Plan. Mein Vorschlag wäre, wir verkleiden uns als Wartungsarbeiter, fälschen einen Auftrag und schauen uns die Anlage von Innen an. Vielleicht sehen wir da irgendwelche Ansatzpunkte", schlage ich schließlich vor, als keinem etwas vernünftiges und/oder Umsetzbares einfällt, was nicht gleich die ganze Platte und alles darum herum in die Luft jagt oder in unserem sicheren Tod endet.

Es ist inzwischen schon ziemlich spät, als kehren wir zur "Vanguard" zurück. Nach ausgiebiger Nachtruhe beginnen wir am nächsten Morgen die notwendigen Informationen über die Firmen zu sammeln, welche die Wartungsarbeiten übernehmen. Deren Sicherheit ist nicht wirklich vorhanden. Wir organisieren uns gebrauchte Arbeitskleidung in einem Second Hand Laden, an denen sogar noch die Firmenbezeichnung angebracht ist. Scav fälscht einen Wartungsauftrag für uns, da er sich in deren System soweit reinhacken kann, dass er einen real existierenden Wartungsauftrag uns zuschanzt. Auch das Fälschen von ID Karten ist kein großer Aufwand und sogar unsere Akten in der Firma zu fälschen gelingt ohne Probleme. Für ein paar Credits leihen wir uns ein entsprechendes Fahrzeug aus dem Fuhrpark der Firma. Die Leute hier haben hier keine besonders große Loyalität zu ihrem Arbeitgeber. Innerhalb der Werkzeugkiste ist nur das Hackertool versteckt, sonst sind wir sauber.

Ich klemme mich hinter das Steuer und Scav okkupiert den Beifahrersitz. Die beiden Xenos dürfen auf der Rückbank platz nehmen. Als Mensch übernehme ich das Reden, weil das gegenüber einem Imperialen am wenigsten für Spannungen sorgen dürfte. Es fällt mir unglaublich schwer, mich an die Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten. Aber ich kann mich mit äußerster Willensanstrengung zusammen reißen. Für einen Corellianer gibt es nur eine passende Geschwindigkeit und die ist Volllast. Alles andere ist schlicht unangepasste Geschwindigkeit. Wir kommen zum Eingansbunker und halten dort bei einem Posten.

"Papiere!", schnauzt mich der Sergeant äußerst unfreundlich an, nachdem ich ihm einen schönen Tag gewünscht habe. Drei weitere imperiale Soldaten halten hier Wache. Einer hat ein DLT 19, die anderen die üblichen E 11 Blastergewehre. Ich reiche dem Unteroffizier unseren Wartungsauftrag. Der ließt ihn in sein Datapad ein.

"Neu hier?", fragt der Sergeant, während das nicht wirklich schnelle System unsere Daten verifiziert.

"In der Tat, Sir", erwidere ich.

"Träumer?"

"Kann man so sagen", erwidere ich, da die meisten Leute ja genau deswegen hier sind. Der Soldat schnaubt nur verächtlich.

"Lasst sie passieren!", meint er, gibt mir den Auftrag zurück und die Bunkertore öffnen sich zischend. Nachdem sie aufgefahren sind, fahren wir mit unserem Transporter hinein und eine anschließende steile Rampe nach unten. Wir kommen in einer geräumigen Halle heraus und parken zwischen zwei anderen Gleiter anderer Firmen. Wir werden von zwei weiteren Soldaten in Faserrüstung in Empfang genommen. Auch dem zeige ich unseren Auftrag. Die sind ziemlich mürrisch und treiben uns an. Am Ende der Halle ist ein weiteres Eingangstor mit weiteren imperialen Soldaten. Hier ist auch ein Scanner. Aber da wir weder Waffen noch Sprengstoff haben, schlägt der nicht an. In die Halle käme man also, aber ab hier würde es kritisch werden. Ein Trupp ist hier ständig stationiert. Dazu gibt es hinter der Sicherheitsschleuse einen Aufenthaltstraum der für einen kompletten Zug ausgelegt ist. Ich kann in dem kurzen Blick, den ich hineinwerfen kann, nicht alles erfassen, aber momentan halten sich da mindestens zwei Trupps auf. Der Rest ist wohl in Zweiergruppen mit den Wartungsarbeitern unterwegs. Schließlich landen wir in einem Versorgungsschacht, wo das Wasser Wadentief steht. Hier ist eine Hochenergieleitung defekt, die Funken sprüht.

So lange die unter Spannung steht, kann man die nicht reparieren. Scav fragt ganz frech zu einem Zugang zum System und bekommt auch eine sehr beschränkte Sicherheitsfreigabe. Zum einen leiten wir so den Strom um und beginnen dann mit unserer Arbeit. Die Wachsoldaten nehmen ihren Auftrag nicht besonders ernst und lassen uns dann schließlich alleine. Scav beginnt sich nun in das System zu hacken. Während Shaka schmiere steht, reparieren Lyn und ich die Leitung weiter. Nach und nach bringt Scav verschiedene Informationen ans Licht. Unsere Zielperson hat ein Büro im oberen Stockwerk der Anlage an der Oberfläche. Ebenso sein Quartier, eine kleines Zimmerchen mit eigener Nasszelle. Leider verfügt dieser Teil nicht über eine automatische Feuerlöschanlage mit erstickenden Gasen und auch gibt es keine Routinen, die ein vollständiges Abpumpen des Sauerstoffs aus diesem Areal vorsehen. Es gibt zwar einen Evakuierungsplan, aber der führt Personal nur tiefer in die unterirdische Anlage. Dadurch ergibt sich leider keinen Ansatz, ihn ins freie und in das Schussfeld meines E11s zu bekommen. Das wäre nicht mein erster Anschlag dieser Art.

Mehrmals überzeugen sich die Wachsoldaten vom Fortschritt unserer arbeiten im Versorgungstunnel, lassen uns aber sonst unbehelligt. Die Droiden der Anlage sind nur beschränkt autark. Regelmäßig werden vom Zentralrechner neue Befehle und Routinen übermittelt. Die halten ihre Droiden an der kurzen elektronischen Leine. Wahrscheinlich haben sie schlechte Erfahrungen mit zu autonomen Systemen gemacht. Dadurch kommt mir die Idee, gezielt eine Wartungsdrohne über den Abwasserkanal nach draußen zu bringen, wo wir eventuell Sprengstoff anbringen könnten, die es dann im Zimmer von Tobin Apeel zu Detonation bringt.

"Ich habe noch eine ausreichende Menge an giftigen Pilzsporen von Anduras I vorrätig und könnte daraus eine tödliche Lösung herstellen, die ein Reinigungsdroide einfach während der Reinigung versprüht."

"Das ist noch besser als Sprengstoff, weil kein Sensor wohl das einfach so entdecken dürfte", meine ich durchaus begeistert dazu. Sieht so aus, als hätten wir unseren Plan. Scav meint, dass er Zeitnah in der Lage ist, das Mittel herzustellen. Das einzige was etwas friktionsanfällig ist, dürfte die Übergabe der Lösung zum Droiden sein. Und natürlich wird genau dieser gefährliche Part wieder mal an mir hängen bleiben. Aber dafür bin ich ja auch am besten von allen hier für diese Aufgabe qualifiziert.

Professionell und routiniert erledigt Scav alle Vorbereitungen. Zum einen okkupiert einen der Wartungsdroiden und programmiert ihn für die Mission so um, dass er morgen früh sich zu einer genau definierten Zeit zum offenen Ende des Abwasserkanal begeben wird, dort die Probe an sich nimmt und dann in einem Depot platziert. Von dort wird dann ein Reinigungsdroide den Behälter an sich nehmen und während dessen regulärer Arbeitszeit damit  Tobin Apeel Stube "reinigen". Anschließend wird der Behälter entsorgt und die Routine sich selbst löschen. Das nenne ich ein sauberes Attentat.

Jetzt ist die Frage, versuchen wir hier gleich Informationen über die geheime Anlage aus dem internen Netzwerk des Bunkers zu ziehen. Diese Verschlüsselung ist viel schwieriger zu knacken als die Daten über Reinigungsdroiden und die Raumbelegung. Geht es schief, stehen wir ungerüstet und unbewaffnet mitten in einer imperialen Anlage. Mit dem Werkzeug in den Händen werden wir nicht weit kommen. Da Scav sich unsicher ist, ob er unentdeckt bleiben wird, lassen wir es lieber sein. Wir haben jetzt einen funktionierenden Plan und ich hoffe, dass die örtliche Rebellenzelle uns das liefern kann, was wir brauchen. Also beenden wir professionell unsere Arbeit und geben wieder Energie auf die Leitung. Der von uns aufgetragene Isolierschaum hält und die Reparatur ist damit abgeschlossen. Wir lassen uns von den Wachsoldaten wieder abholen und von einem gelangweilt wirkenden Leutnant die Arbeit bestätigen. Damit ist der Auftrag erledigt und wir besteigen den Gleiter.

Langsam, mich an die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Anlage haltend, fahre ich zum Tor hoch, warte bis es offen ist und steuere unseren Gleiter heraus. Als wir außer Sichtweite sind, fällt die Anspannung erst mal von mir ab. Das war jetzt einfacher als gedacht, aber der gefährlichste Teil steht mir erst noch bevor. Wirklich gute Ausrüstung für das Anschleichen an eine hochgesicherte Anlage steht mir hier leider nicht zur Verfügung. Das ist ein Manko, dass wir noch beheben sollten, wenn wir die eigentliche geheime Anlage in Angriff nehmen.

Wir bringen den Wagen zurück, ziehen uns um und kehren zum Schiff zurück. Ohne große Schwierigkeiten stellt Scavangerbot 523 die tödliche Lösung her und füllt diese in einen genormten Behälter nach Imperialen Standard. Ich besorge mir derweil eine hochwertige Tauchausrüstung bei einem Verleiher am Hafen. Ohne irgend eine Frage über Sinn und Zweck gestellt zu bekommen, habe ich nach wenigen Minuten die Ausrüstung.

Nach kurzer Nacht gehen wir sehr früh am Morgen in Richtung der Anlage und ich gehe wortwörtlich auf Tauchstation. Mit der Hilfe eines kleinen Scuba nähere ich mich dem Ziel an. Sobald ich in der Nähe der Sensoren der Anlage komme, lasse ich das kleine Gefährt zurück und lasse mich mit der Strömung treiben, so dass ich für die Sensoren wie ein Stück Treibgut wirke. Es kostet Nerven, so an die Position zu kommen. Ich bin zwei Minuten zu früh da und muss warten, bis der Droide auftaucht. Jetzt wird es wirklich gefährlich, da ich mich mit Hilfe der Enterpistole nach oben hangeln muss. Die Stelle ist zwar normal nicht einzusehen, aber wenn eine Patrouille vorbei kommen sollte, könnten die mich durchaus entdecken.

Vorsichtig tauche ich auf, orientiere mich kurz und schieße dann den Haltebolzen unter das ein Stück herausragende Rohr. Es ist körperlich durchaus anspruchsvoll, da leise hoch zu kommen. Unbehelligt komme ich da an und übergebe den Behälter dem Droiden, der ihn mitnimmt. Er kehrt nun gemäß seiner Programmierung zurück in die Anlage und ich seile mich ab. Vorsichtig gleite ich in die Schwärze des Wassers zurück. Von hier wieder wegzukommen ist nicht so einfach und ich brauche recht lange, bis ich wieder beim Scuba bin. Als ich endlich weit genug von der Anlage bin, fällt mir ein Stein vom Herzen. Für unsere Zielperson bricht nun sein letzter Tag an, während ich zurück an die Oberfläche komme.

Diese ganze Aktion hat jetzt schon viel länger gedauert, als kalkuliert. Wir müssen nun einen weiteren Tag warten und hoffen, dass die Rebellen auch vom Tod der Zielperson erfahren. Und bis jetzt ging es nur darum, überhaupt an Informationen für unser eigentliches Ziel zu bekommen. Normalerweise sollten wir jetzt auf Nilvax Station sein und dort die Leute von Yal Varka treffen. Der Transfer von Cyphera zur Station dauert im Normalfall nur ein paar Stunden. Trotzdem haben wir ein Zeitfenster einzuhalten, dass gerade mit diesem Auftrag kollidiert.

Sitzung gespielt am: 11.08.2018
Anwesende Spieler: Lyra, Shaka, Scav, Lyn
Erfahrungspunkte: 15 EP + 10 EP, 25 EP investiert in Talent Tödliche Präzision 2 Spalte, 5 Ebene ganz unten im Talentbaum Attentäter,  0 EP noch übrig.

Beute: 20000 Credits Bestechung, 30000 Credits Beute vom Zollmeister, 10 000 Credits von der Imperialen "Kriegskasse", 1 Disruptergewehr, 1 DLT 19, 10 Blastergewehre, 2 Blasterpistolen,

Getötete Gegner: ca. 10 Wachen von Quiban, 1 Verräter,

Gruppenwert:
Diplomatie: 225 (+75 Wegen Geschäfte mit Yal Varka)
Schmuggel/Handel: 210
Militär: 300

Resümee: Der Besuch von Zargos Zarbossa war doch nicht der totale Reinfall wie von mir befürchtet. Das wir Valerie noch im Haus angetroffen haben, war zwar erhofft, aber nicht erwartet. Hätte gedacht, sie wäre weiter weg auf dieser Gefängnisstation. Der Sturm auf das Haus war gut, aber letztendlich haben nur zwei von vier Charaktere gekämpft. Ist schon etwas bedenklich, wenn sich ein Charakter sich ganz vornehm zurückhält. Dem Spieler von Lyn kann man keinen Vorwurf machen, musste ja fliegen und kam nicht so schnell hinter her. Aber der von Shaka hat Bummelstreik gemacht. Fand ich nicht so prickelnd.

Der Einkauf hat sich gelohnt und hab die Sachen bekommen, die ich wollte. Der Ausbau der Station geht voran. Drei leichte Turbolasergeschütze sind eine ziemliche Ansage.

Auch gut, dass der Storystrang mit General Gale weiter gehen wird. Vielleicht bekommen wir nächstes mal Antworten, was zur Hölle General Gale sich bei seinen letzen Aktionen gedacht hat.  Interessant ist auch, dass die Familie Virin hinter dem "Tanca" in der Firma Suul-Tanca steckt. Ich hoffe, in der nächsten Sitzung bekommen wir endlich Antworten darauf, was der traurige Rest des Imperiums im Vergänglichen Labyrinth so treibt. Immerhin haben wir es jetzt 14 Episoden lang geschafft, immer an Antworten und wichtigen Hinweisen vorbei zu laufen. Das erste schon in Episode I, wo wir die Nachricht nicht entschlüsseln konnten. Oder der Panzerzug der Suul-Tanca Corporation, dessen Ladung wir in Episode IV nicht untersuchen konnten. Ich bin auch sicher, dass Khador irgendwie ein Teil vom Ganzen ist und den habe ich ja auch gekonnt in Episode IX verpasst.

Wir haben viel Zeit mit dem Abchecken der Imperialen Anlage vertan. Gar nicht so einfach, da rein zu kommen. Aber ich bin Froh, dass wir durch Teamarbeit es geschafft haben, einen Plan zu entwickeln, der auch geklappt hat. Und das wir mit der Benutzung von Droiden eine Star Wars spezifische Lösung gefunden haben.

Lyras Entwicklung: Dank der 15 Punkte von der heutigen Sitzung und der schon aufgesparten 10 EP reicht es nun endlich für tödliche Präzision. Damit ist Lyra nun deutlich tödlicher, wie es sich für ein Attentäterin auch gehört, da nun ihr Rang in Schwere Fernkampfwaffen auf den Schaden addiert wird, was momentan immerhin schon drei Punkte sind. Das ist ziemlich mächtig. Vielleicht auch zu mächtig, mal sehen.

Das neu gekaufte Jetpack ist cool, aber gleich eine Bruchlandung hingelegt. Zum Glück genug Vorteile übrig gehabt, damit nichts schlimmeres passiert. Auch die neue Ausrüstung ist Super. Das Cortosisgeflecht wird kritische Verletzungen verhindern. Und auch die Dragoner Seitenwaffe wird sich für Notfälle sicherlich bewähren. Das die Präzision beim Rapier nicht geklappt hat, ist ärgerlich, hätte zuerst Präzision und dann Gewichtsreduzierung nehmen sollen. Blöd gelaufen! Besonders da das Rapier eh nur als Seitenwaffe bei besonderen Anlässen geführt werden soll. Ärgerlich!

Am Rande des Imperiums: Zeitalter der Rebellion

Heute will ich mal das Grundbuch des Brudersystems von Am Rande des Imperiums, nämlich "Zeitalter der Rebellion" vorstellen. Es verfügt über 458 Seiten plus einige zum herauskopieren gedachte Bögen für Charaktere, Gruppenverwaltung und das Raumschiff und ist damit etwas umfangreicher als ARDI. Der Spaß kostet knapp 60 Euro und ist für ein Grundbuch im Vergleich zu anderen Systemen ebenfalls happig. Dafür braucht man nur noch die entsprechenden Würfel und kann gleich loslegen.

Die Regeln sind identisch mit den von ARDI und deswegen unproblematisch. Das einzige was hier anders ist, dürfte das Verpflichtungs/Pflicht System sein.  Die Struktur des Buches ist gut aufgebaut und führt Anfangs linear durch den Charakterbau, der einfach vonstatten geht. Auch hier geht das sehr schnell und Unproblematisch.

Als spielbare Rassen gibt es Droiden, Duros, Gran, Menschen, Ithorianer, Mon Calamari und Sullustraner. Leider nur sieben verschiedene Rassen und darunter kennt man Droiden und Menschen schon ARDI, aber logischerweise müssen die ja für ein Stand Alone Rollenspiel mit rein. Episode VI stand hier offensichtlich Pate. Wobei Duros und Gran auch schon in anderen Werken von ARDI vorgestellt worden sind.

Dann gibt es sechs Klassen mit je drei Spezialisierungen, damit dann 18 verschiedene Archetypen. Die da wären: Fliegerass, Kommandant, Diplomat, Ingenieur, Soldat und Spion. Mehrere Spezialisierungen sind vom Talentbaum mit denen aus ADRI identisch. Nur der Zugang zu Berufsfertigkeiten sind etwas anders. Als 19 Spezialisierung gibt es noch den Rekruten, den jeder nehmen kann. Der Rekrut spiegelt eine solide militärische Ausbildung für alle Archetypen wieder, die sonst recht wenig Zugang zu Waffenfertigkeiten haben. Die 20. Spezialisierung ist dann der "Erwachende Machtsensitive", den auch jeder nehmen kann. Also eine Spezialisierung mehr als wie im Grundbuch von ADRI und hat auch andere Jedikräfte zur Auswahl. Dazu noch einen anderen Talentbaum.

Danach werden Fertigkeiten und Talente erklärt, was fast identisch mit ADRI ist. Es gibt nur eine zusätzliche Wissensfertigkeit mit dem Namen "Kriegskunst". Die Ausrüstungssektion unterscheidet sich nur in Nuancen und geht logischerweise mehr in Richtung Militär. Wobei mir da zu wenig zusätzliche spezifische Rüstungen und Waffen gibt. Die gibt es leider erst in den Erweiterungsbänden. Forged in Battle und Stay on Target haben dann das an Ausrüstung, was hier fehlt.

Der Fokus von "Im Zeitalter der Rebellion" sind militärische Abenteuer im Galaktischen Bürgerkrieg, da man ein Mitglied der Rebellenallianz spielt. Hier ist man aber relativ frei, welche der mannigfaltigen Themen man aufgreift. Man kann ein Team aus Kommandosoldaten spielen. Oder das Gefolge eines Diplomaten auf diplomatischen Missionen. Oder Spione, die Informationen beschaffen. Oder Mitglieder einer X-Wing Staffel, so dass jeder den gleichen Archetyp spielen kann. Oder Teil einer Besatzung eines Kriegsschiffes oder planetaren Stützpunktes.

Das Kampfsystem hat überraschenderweise keine Erweiterung auf Massenkämpfe, die gibt es dann in verschiedenen Abenteuern oder Zusatzbücher erklärt. Finde ich etwas seltsam, da so was eigentlich in ein Grundbuch gehört.

In der Fahrzeugsektion findet man recht viele militärische Exemplare aus den Filmen wie der Wolkenwagen von Bespin, der T-47 von Hoth oder der 74-Z von Endor. Natürlich auch der AT-AT und AT-ST in der Läufersektion. Die ganzen Buchstaben aus der Originaltrilogie wie A, B, X und Y-Flügler. Vier verschiedene TIE und natürlich das ikonische Lambda Shuttle. Weiter geht es dann mit Großkampfschiffen bis zum Sternenzerstörer der Imperiumsklasse. Fast alle sind in den Filmen zu sehen gewesen. Es gibt ein paar Doppelungen mit Raumschiffen aus ARDI. 

Im Geographieteil werden die einzelnen Regionen der Galaxis grob vorgestellt und es gibt eine doppelseitige Übersichtskarte mit den im Buch erwähnten Welten. Acht Planeten werden auch hier detailliert vorgestellt, darunter Chandrilla (Die Heimatwelt von Mon Mothma), Hoth und Yavin IV. Von jeder Region gibt es einige relevante Informationen über Rebellen oder Imperiale Aktivitäten, dazu werden in je einem Absatz einige bekannte und weniger bekannte Welten vorgestellt. Trotzdem bekommt man so eine Fülle an Informationen. Gewisse Regionen bekommen ihre eigenen Abschnitte, wie eben auch das Hapes Konsortium, wo unsere Kampagne spielt.

Die Rebellion hat natürlich ein ausführliches Kapitel über deren Geschichte, Struktur und Vorgehensweise. Die Geschichte hält sich dabei an den alten Kanon mit der Deklaration von Corellia. Es ist alles sehr informativ, auch für Fanfiction Autoren. Aber leider eben der ausführlich ausgearbeitete alte Kanon, während der neue da ziemlich diffus ist und mir in weiten Teilen nicht wirklich zu gefallen mag.

Die NSC Sektion beinhaltet erst Mitglieder der Allianz, also NSC wie Vorgesetzte, Soldaten, Piloten, Bodenpersonal und so weiter. Dann kommt das Galaktische Imperium, zuerst etwas Verwaltungsbeamte, dann natürlich das Militär, die primären Gegner des Setting. Nicht nur Sturmtruppler, sondern auch Flottensoldaten, Imperiale Soldaten, Piloten, Offiziere, Sergeanten, Spezialkräfte und sogar ein Dunkler Truppler. Als nächstes werden Angehörige der Unterwelt vorgestellt, die entweder wichtige Schwarzmarktkontakte, Fälscher oder Informanten sein könnten. Oder eben auch Gegner. Als nächstes gibt es eine Sektion mit Droiden. Am Ende noch ein paar Zivilisten und Kuriositäten wie sage und schreibe zwei(!) Kreaturen, den schon bekannten Dianoga und den Gundark. Dazu noch ein Jedi im Exil.

Fazit: Auch in diesem Grundbuch ist sehr viel Star Wars enthalten. Bei der Fülle an Informationen ist auch hier für alte Hasen der ersten Stunde noch was Neues dabei, wenn leider eben vom alten Kanon. Auch dieses Artwork vermag mich wie bei jedem Buch dieser Reihe beim durchblättern aufs neue zu begeistern.

Nakago

  • Mitglied
Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #106 am: 31. März 2019, 15:47:16 »
Episode XV
Der Sprung ins Nichts
Aurek

"Leute, so wird das nichts!", meine ich, nachdem ich aus der Dusche komme und mich wieder in Rüstung bekleidet auf meinen Stammplatz im Aufenthaltsraum der "Vanguard" werfe. Das Banthaleder des Sofas ist da schon ziemlich ramponiert und die Polsterung sollte vielleicht mal ersetzt werden. Wirklich sauber fühle ich mich auch nach der ausgiebigen Reinigung unter der Dusche nicht, da tauchen in Abwässer, nichts anderes ist diese Brühe zwischen den schwimmenden Inseln, nicht zu den Dingen gehört, die der Gesundheit wirklich zuträglich sind und das Sauberkeitsgefühl steigern.  "Wir verlieren einfach zu viel Zeit! Wir sollten jetzt schon auf Nilvax Station sein und uns von Yal Varkas Leuten zu unserem Ziel führen lassen. Auch sind wir so nicht wirklich in der Lage, eine gut gesicherte Station zu infiltrieren. Dazu fehlt uns einfach die notwendige Ausrüstung."

Momentan haben wir nichts, was uns eine heimliche Mission in eine Anlage ermöglichen würde. Während dem Galaktischen Bürgerkrieg bin ich öfters für die Allianz in Imperiale Anlagen eingedrungen, aber dann trug ich spezielle Schleichanzüge. Die sind notwendig, um Sensoren zu täuschen. Bis jetzt war eine solche Ausrüstung in der Sperrzone nicht nötig. Die Sicherheitskräfte der Vol Yunkai Station würden erst merken, wenn jemand die Station stehlen würde, wenn sie im  Vakuum trieben. Das ist vielleicht etwas überspitzt ausgedrückt, aber die Bewohner der Sperrzone haben es Sicherheitstechnisch nicht wirklich drauf. Aber die Imperialen schon. Die städtische Anlage war schon recht anspruchsvoll gewesen und wir sind nur zur Peripherie vorgedrungen. Die eigentliche militärische Anlage haben wir ja noch nicht mal betreten.

Ich erkläre der versammelten Crew meine Bedenken bezüglich unserer mangelhaften Ausstattung eine imperiale Anlage zu infiltrieren. Dazu noch das sich bald schließende Zeitfenster um General Gale zu treffen. Mit dem haben wir einiges zu bereden. Mein Vorschlag wäre, die Mission hier zu pausieren, da es eine unbestimmte Zeit dauern wird, bis der Tod unserer Zielperson bestätigt ist. Momentan können wir hier nichts machen außer zu warten. Auf Nilvax Station können wir Schleichanzüge bestellen, die etwa 8000 Credits kosten dürften. Dazu vielleicht noch etwas Ausrüstung. Dann begleiten wir die Leute des Waffenhändlers zu General Gale und reden mit ihn. Ich hoffe, dass bleibt friedlich und wir bekommen ihn wieder zur Vernunft. Dann nehmen wir unsere neuen Anzüge und kehren hier her zurück. Meine Argumente wirken und auch Valerie Virin hat nichts dagegen, hier ein paar Tage zu warten. Die junge Virin kennt hier ein paar Leute, bei denen sie unterkommen kann. Also warten wir, bis Valerie von ihren Bekannten abgeholt wird, kaufen derweil noch ein paar Waren ein, um sie auf Nilvax Station hoffentlich gewinnbringend verkaufen zu können.

Aber leider sind die Märkte hier ziemlich leer gekauft. Es wird immer deutlicher, dass dieser Planet und seine Wirtschaftliche Struktur in einer ernsten Krise steckt. So was habe ich schon öfters miterlebt, dass Planeten unter imperialer Herrschaft schnell verarmen und die Wirtschaft eine ziemliche Talfahrt hinlegt. Das liegt zum einen an der Korruption vieler Imperialer Militärs und Beamte. Zum andere die brachiale Ausbeutung von für das Imperium wichtige Ressourcen ohne jede Rücksichtsame. Das sind die Gründe, warum die sogenannte Neue Ordnung nur Elend und Leid für all jene außerhalb der imperialen Strukturen bringt. Es wird wirklich Zeit, diesen Spuk auch hier zu beenden.

Etwas über ein Drittel bekommen wir unseren Laderaum voll und fliegen dann zur Nilvax Station. Der Transfer verläuft anfangs normal, aber dann geraten wir in einen Ionensturm. Es kracht und knirscht ziemlich, als wir den Hyperraum verlassen. Einige Warnlampen blinken hektisch. Eine Überladung hat wohl einige Systeme genommen und unser Astronavigationscomputer ist Offline. Das ist nicht gut. Aber auch keine Katastrophe. Nach einer halben Stunde haben wir  den Großteil der ausgefallenen Systeme wieder hochgefahren oder überbrückt. Trotzdem werden wir ein paar Teile austauschen müssen. Auch der Astronavigationscomputer ist wieder Online. Nach dieser kurzen Unterbrechung fliegen wir weiter und kommen ohne weitere Vorkommnisse an der Station an. Hier ist einiges los und der Markt gut besucht. Wir bekommen den Großteil unserer Ware gut verkauft, bleiben aber auf einigen Restbeständen sitzen. Wir beschließen die weiter zu behalten, anstatt sie hier zu verramschen.

Yal Varkas Leute haben sich schon eingerichtet und unsere bestellten Waffen und Ausrüstungsgegenstände sind schon da. Der Kontaktmann ist ein Mensch, der von einem Gamorraner begleitet wird. Wir lassen unsere Rüstungen mit einem Cortosisgeflecht aufwerten, was die Rüstung ungemein resistent macht. Für unsere bevorstehende Infiltration bestellen wir vier Tarnrüstungen und ein Modul, welches Scav sich einbauen kann. Hoffentlich kommen die auch rechtzeitig.

Es gibt eine kurze Diskussion, ob wir mit unserem Schiff fliegen sollen oder mit dem Schiff der Schmuggler. Nach kurzem hin und her setzt sich der Vorschlag durch, dass wir mit dem Schiff der Schmuggler hin fliegen, was auch ich favorisiere. Kabinen haben die keine, aber einen Aufenthaltsraum, der noch herunter gekommener aussieht als der unsrige. Aber da dort keine weiblichen Besatzungsmitglieder an Bord ist, sehen die wahrscheinlich gar nicht, wie schäbig das alles ist.

Wir fliegen ohne besondere Vorkommnisse in ein System mit dem Namen Utaria, was Oberhalb der Nilfax Station liegt. Das ist ein ziemlich ödes System mitten im Nirgendwo. Das Gestirn ist ein Weißer Zwerg, der schon vor sehr langer Zeit seine Planeten bis auf den Äußersten zerstört hat . Dieser wüste Planet kreist einsam um seine Sonne. Wir landen in einem Tal, wo eine gigantische Pyramide aufragt. Sie hat nur drei Seiten, erinnert mich aber fatal an die von Anduras I und auch Yavin IV. Momentan weht hier ein sehr starker Wind, aber der Bereich um die Pyramide ist davon nicht betroffen. Wahrscheinlich eine Art Schutzfeld.

Ich bitte darum, einmal um die Pyramide herum zu fliegen. Leider kann ich nichts erhellendes erkennen, alle anderen fallen verschiedene Details auf. Auf der oberen Plattform gibt es eine Art Tempel, wo wohl gerade eine humanoide Gestalt verschwunden ist. Auf Bodenniveau und etwas darüber gibt es weitere Eingänge. Im unteren kann man Schleifspuren entdecken. Da wir etwa zwei Stunden auf den General warten müssen, schlage ich vor, den Tempel derweil zu untersuchen. Leider sind meine Kameraden aus verschiedenen Gründen dagegen. Zum einen soll die Fauna hier ziemlich aggressiv sein und falls es später zu einer eskalierenden Situation mit unseren früheren Befehlshaber, wäre es von Vorteil, ausgeruht zu sein. Nun gut, da ich keine Lust habe, da allein raus zu gehen und ich ein Teamplayer bin, akzeptiere ich die Entscheidung der Mehrheit und flegele mich entspannt auf dem Sofa.

Es dauert knapp zwei Stunden, dann kommen mehrere Gleiter. Wir helfen einige Kisten mit Versorgungsgüter heraus zu schaffen. Eine davon ist besonders groß und ich kann einen Blick auf den Inhalt erhaschen, als jemand kurz reinschaut, ob die Ware den Transport überlebt hat. Für mich sieht das aus wie eine der Verteilungseinheiten für Nanoviren, wie wir sie auf Quaria gesehen haben, nur etwas größer. Hat General Gale etwa davon Kampfmittel erbeutet und hat vor, diese nun gegen ihre Erschaffer einzusetzen? Biologische Kampfstoffe sind verpönt und die Allianz hat sich nie dazu herab gelassen, so etwas widerwärtiges einzusetzen. Ich mache mir ernsthaft Sorgen über den Geisteszustand unseres Generals. Falls ein klärendes Gespräch nichts bringen sollte, wäre es vielleicht dann an der Zeit, andere Maßnahmen in Erwägung zu ziehen.

Wir bauen uns draußen auf, wo immer noch ein heftiger Wind weht. Zwar haben wir Staubmäntel und Schutzbrillen bekommen, trotzdem ist der feine Sand äußerst unangenehm. In dem Moment bebt die Erde, dann bricht ein gigantischer Wurm etwa hundert Meter vor uns heraus. Das wäre der Moment, einen Raketenwerfer einzusetzen. Blöd, dass ich den nicht dabei habe. Für einen kurzen Augenblick ragt diese gigantische Kreatur in einem Winkel von etwa vierzig Grad fünfzig oder sechzig Meter weit in die Höhe. Dann krümmt sie sich und bohrt sich zurück in den Sand. Offensichtlich hat der Wurm uns entweder nicht wahrgenommen oder wir passen nicht in sein Beuteschema. Keine Ahnung, was das Ding hier frisst. Vielleicht Mineralien? Aber kaum ist der riesige Wurm vom Planetenboden verschwunden, tauchen mehrere kleine Exemplare davon auf. Keine Ahnung, ob das seine Brut ist oder einfach irgendwelche Parasiten. Drei Würmer kriechen in einer überraschend schnellen Bewegung auf uns zu und ich habe den Eindruck, dass wir in das Beuteschema dieser Kreaturen durchaus zu passen scheinen.

Nakagos wirre Gedanken

Nun befinden wir uns auf einen weiteren Planeten in der Sperrzone mit netten Kreaturen. Langweilig wird es einem hier wirklich nicht!

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #107 am: 02. April 2019, 17:34:49 »
Besh

Sofort richte ich mein Blastergewehr auf einen der schnell herankommenden Würmer aus und schieße in sein Maul, dass aus einem Kranz von viel zu großen Zähnen zu bestehen scheint. Wer in dieses Mahlwerk hinein kommt, wird wortwörtlich durch den Fleischwolf gedreht. Eine Erfahrung, die ich zu vermeiden gedenke. Jedenfalls treffe ich ziemlich gut, auch wenn das Ding die Definition von unverwüstlich zu sein scheint. Selbst mein Nachschlag in Form eines zweiten Schusses tangiert ihn nicht wirklich. Dafür spuckt er irgend eine ätzende Masse auf mich in einem hohen Bogen über den Kistenstapel, hinter dem Scav und ich in Stellung gegangen sind. Ich habe keine Ahnung, was das für ein Zeug ist, was da dampfend auseinander spritzt. Aber es ist ätzend und einige Tropfen finden ihren Weg durch meine gute Rüstung. Für einen kurzen Moment verschwimmt die Umgebung vor mir. Ich reiße mich aber zusammen und fokussiere mich erfolgreich auf meinen Gegner.

Nun ist es Zeit, mein neues Schwert auszuprobieren. Also lasse ich das Gewehr fallen und ziehe das Schwert, welches gut ausbalanciert in meiner Hand liegt. Mit so einer Waffe habe ich im letzten Jahr meiner Gladiatorkarriere gekämpft. Zuerst war der Speer die Waffe meiner Wahl gewesen, weil diese meine Schwächen minimiert hatte. Aber ich wurde größer und dann war ein großes Schwert wie dieses durchaus die bessere Waffe für mich. Mir wird durchaus die Ironie bewusst. Wieder kämpfe ich auf Sand mit einem Schwert gegen eine wilde Bestie. Manches ändert sich nie, auch wenn ich viele Lichtjahre von Nar Shaddaa entfernt bin. Nur die Kameradrohnen und Zuschauer fehlen.

Der von mir verwundete Wurm will sich an mir für seine Schmerzen rächen, greift an und ich lasse ihn ins Leere laufen. Mit einem Wuchtigen Hieb trenne ich in den Kopf ab. Hat er nun davon, uns angreifen zu wollen. Scav wird vom zweiten Wurm angegriffen, der ihn wohl für Dosenfutter hält. Auch Edna bekommt einen dieser verfressenen Würmer ab. Aber zeigt der Kreatur, was für ein guter Fechter er doch ist und gibt ihm sein reich verziertes Vibroschwert zu schmecken, was dem Vieh nicht gut bekommt. Aus dem Hintergrund heraus motiviert Shaka uns bevor sie mit dem Karabiner Feuerunterstützung gibt. So was ist immer sehr gefährlich, da man gerne mal den eigenen Kameraden trifft, wie sie selbst ja schon am eigenen Leib erfahren hat. Manche Leute lernen einfach nicht dazu.

Nachdem der erste Wurm erschlagen ist, eile ich sofort zu Scav und helfe ihn. Mein wuchtiger Hieb lässt den Wurm in Richtung des Droiden zucken und genau in die Flugbahn von dessen Vibroaxt. Tief beißt sich Scavs bewährte Axt in den Leib der Kreatur und macht ihr den Gar aus. Sofort eilen wir Edna zur Hilfe. Mit wuchtigen Hieben machen wir auch Schaschlik aus diesem Wurm. Tja, damit wäre der Tag gerettet. Größere Blessuren haben wir zum Glück keine abbekommen und ich bin wirklich begeistert über mein neues Schwert. Die gebogene Schneide der Klinge ist unglaublich scharf. Vorne verbreitert sich die Spitze, so dass das letzte Sechstel der Klinge zweischneidig ist, was Stiche erleichtert und die Balance verbessert. Je weiter hinten der Schwerpunkt ist, desto besser, aber eine massive Spitze erhöht die Stabilität. So eine Waffe verdient einen eigenen Namen. "Scharfrichter" dürfte passend sein.

In dem Moment tauchen mehrere Lastgleiter auf. Generisches Hapanisches Modell. Mehrere Bewaffnete springen ab und kreisen uns ein. Sie alle tragen wie wir auch Staubmasken. Es gibt ein kurzes Hallo und die Kisten werden übergeben. Einer von Männern kennt Shaka. Ein Kerl Namens Adrian Malkov, der einst den Rang eines Leutnant trug. Also ein Untergebener von Shakas Zelle, wie es scheint. Der war definitiv nicht auf dem Frachter, als wir in die Sperrzone aufgebrochen sind. Ist wohl extra in das Vergängliche Labyrinth aufgebrochen, um seinen ehemaligen Commander zu finden. Entsprechend groß ist seine Freude. Ich kann dem Gespräch entnehmen, dass General Gale wohl nach dem Debakel auf der Minenstation zuerst in den Republikanischen Raum zurückgekehrt ist und dort neue Leute angeworben hat. Irgendwie ist es ziemlich schäbig, dass es keiner nötig befunden hatte, mal auf Anduras I nachzuschauen. Immerhin hatten die Kapseln alle einen Peilsender. General Gale selbst ist nicht hier, sondern auf irgend einer geheimen Mission, wird aber bald wieder kommen.

Nun gut, wir erklären uns bereit, den Stützpunkt aufzusuchen und dort auf den General zu warten. Die Schmuggler erklären sich zum Glück bereit, hier so lange zu warten. Wir nehmen in einer der Kabinen eines Gleiters platz und lassen uns durch das Tal schippern. Schließlich fahren wir in eine Schlucht und dann durch eine Wand, die natürlich keine Wand ist, sondern nur eine ziemlich gelungene Holoprojektion. Wir landen schließlich in einem Hangar, in dem einige Kanonenboote stehen. Die YT-560 ist nicht darunter.

Leutnant Malkov führt uns durch die Anlage und stellt uns viele neue Gesichter vor. Ich kann keinen einzigen Veteranen der ersten Reise entdecken. Die Bunkeranlage ist gut ausgebaut und für eine viel größere Besatzung ausgelegt. Die Ausrüstung ist gut. Ich frage Malkov etwas über die Pyramide aus und er erklärt sich bereit, mit uns dahin zu fliegen. Die Gestalt, die wir gesehen haben, war wohl ein Späher der Rebellen. Auf meine Frage, wie lange wir noch warten müssen, gibt es eine weitere ausweichende Antwort. Auf dem Flug zur Pyramide quetsche ich den Leutnant etwas aus. Besonders die Gründe, warum Gale so massiv gegen die Nilvax Station vorgegangen ist, interessieren mich. Ich bekomme zu hören, dass sie dort einen "imperialen" Agenten gesucht haben. Mir ist nicht ganz klar, ob das nun ein Versprecher war oder hier etwas schrecklich falsch läuft. Aber da Shaka die Hand ins Feuer für ihren ehemaligen Adjutanten ins Feuer legt, achte ich nicht weiter auf meinen mich warnenden Instinkt.

Wir landen schließlich in der Pyramide, die wirklich der auf Anduras I sehr ähnlich ist. Die auf Yavin IV war etwas anders, wenn doch vom gleichen Stil. Auch hier wurden wohl Kyberkristalle gesammelt. Wahrscheinlich war das in irgend einem der vielen Sithkriege in der Vergangenheit deren primäre Quelle für Kyberkristalle. Meines Wissens waren später die Sith auf Synthetische Steine angewiesen, so das diese Quelle wahrscheinlich selbst innerhalb der Sith ein Geheimnis war. Man könnte meinen, dass die Jedi damals nicht nur wegen den Piraten ins Vergängliche Labyrinth geflogen sind. Aber das ist reine Spekulation von mir, da ich nicht wirklich firm in so alter Geschichte bin. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Wahrheit in einem Krieg das erste Opfer noch vor der Menschlichkeit ist.

Wir wandern im Licht von Lichtstäben etwas herum, betrachten die Fresken und Ornamente. Leider werden wir von keinen vorwitzigen Kreaturen angegriffen, da ich doch gerne noch etwas Praxiserfahrung mit meinem Schwert gewonnen hätte. Stattdessen sonder ich mich mit Leutnant Malkov etwas ab, um mehr über Shaka Blen zu erfahren. Ich hätte sie natürlich auch mal selbst Fragen können, aber mir ist eine sekundäre Quelle hier lieber.

Shaka war wirklich mal Offizierin im Range eines Commanders in der Allianz. Allerdings war ihre Zelle mehr oder weniger Eigenständig, deswegen auch der Flottenrang für eine Landkriegseinheit. Die meisten Anführer autarken Zellen hatten den militärischen Rang eines Commanders. Immerhin waren sie ja Anführer eines meist gemischten Verbandes. Shelly von "Shellys Gundarks" hatte auch schließlich innerhalb der Allianz den Rang eines Commanders, da sie einen gemischten Verband angeführt hat. Wir waren zwar offiziell nur eine Kompanie, waren aber deutlich stärker als eine normale Einheit dieser Größe und verfügten über eigene Schiffe für unsere Boden oder Entermissionen.

Shakas Zelle hat in diesem Bereich des Raumes operiert und gegen Admiral Thorne und seinen Verband gekämpft. Dabei hat sie zuerst zwei Beine und dann den Arm verloren. Konkret gesagt, sie hat den Kampf mit Ach und Krach verloren. Eine Zelle gegen einen Flottenverband ist auch sehr einseitig und von vorne herein zum scheitern verurteilt. Dieser Bereich war im Bürgerkrieg für die Allianz nicht relevant. Keine Kriegsindustrie zum zerschlagen, keine Nachschubwege zu unterbrechen und keine relevante Welt zu befreien.

"Wir sollten uns mal richtig umsehen", meine ich, als unsere Tour beendet ist. Mein Instinkt sagt mir, dass hier noch mehr geben muss. Also beginnen wir in dem Bereich zu suchen, den ich für den Wohnbereich eines Anführers halte. Tatsächlich finden wir auch auch einen geheimen Zugang. Leider braucht man einen Faustgroßen Kyberkristall, um diesen zu öffnen. Oder eine große und gut platzierte Richtladung. Leider haben wir beides nicht vor Ort.

Nakagos wirre Gedanken

Und wieder eine Pyramide der Sith. Man könnte meinen, hier wäre ein Nest. :D

Nakago

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« Antwort #108 am: 04. April 2019, 15:39:50 »
Cresh

"Habt ihr Lust auf einen Übungskampf? Viele der Rekruten sind noch ziemlich grün und könnten ein paar Lektionen von kampferprobten Veteranen gut gebrauchen", schlägt Leutnant Malkov auf dem Rückflug ganz nebenbei vor.

"Klar, warum auch nicht?", erwidere ich, als ich einen kurzen Blick in die Runde geworfen habe und alle ihre Zustimmung dazu signalisiert haben. Schließlich müssen wir immer noch warten und da ist jede Ablenkung höchst willkommen.

Es gibt im Keller ein Übungsgelände, wo Gebäudekämpfe und Entermanöver geübt werden. Es gibt drei Zugänge und wir können zwei Barrikaden als Sperrelement aufbauen. Wir haben als Ausrüstung unsere auf Betäubung gestellte Blastergewehre, Elektroschlagstöcke und eine Betäubungshandgranate. Wir platzieren die Barrieren so, dass es nur noch einen Durchgang in die Tiefe des Labyrinths gibt.  In dem dahinter liegenden Durchgang bauen wir eine Falle und platzieren einen Dummy. Das sollte reichen für ein paar grüne Rekruten. Allerdings müssen wir etwas warten, weil die Rekruten noch etwas brauchen, um sich fertig zu machen.

Das erinnert mich an meine Ausbildung. Es war eine harte, aber doch schöne Zeit voller guter Erinnerungen an Kameradschaft und Erfolgserlebnisse, nachdem man Anfangs oft gescheitert ist. Aber aus Fehlern lernt man und macht es dann besser. Teamarbeit war der Schlüssel und wir waren ein gutes Team. Die meisten sind leider im laufe des Krieges gefallen. Der Preis der Freiheit haben wir ihn Blut bezahlt. Aber hätten wir uns so viel Zeit gelassen, hätte es verdammt großen Ärger gegeben. So langsam verdichtet sich in mir ein Gefühl, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt.

Dieser Übungsraum ist eigentlich die perfekte Falle. Letztendlich führen die drei Zugänge nur zu einem Treppenhaus, dass nach oben in die eigentliche Anlage führt. Es gibt zwar eine Lüftungsanlage, aber deren Durchmesser der Schächte sind deutlich zu klein für einen ausgewachsenen Menschen. Es gibt nur einen einzigen Weg zurück und der ist von oben leicht zu blockieren.

"Wie weit traust du Leutnant Malkov?", frage ich ein weiteres mal Shaka. Je länger ich hier bin, desto mehr gefallen mir einige Details nicht. Da wäre die Zerstäubungsanlage für Nanoviren, der "imperiale" Agent auf Nilvax Station und diese ganzen Vertröstungen für einen Übungskampf an diesem Ort mit nur einem Zugang. Gut, wir sind unangemeldet hier und können nicht erwarten, dass General Gale zu jederzeit ansprechbar ist. Für alles gibt es durchaus eine Erklärung, aber in der Summe schwant mir böses.

"Absolut! Im Galaktischen Bürgerkrieg hat er mir mehrmals das Leben gerettet!", bestätigt Shaka mit Nachdruck in der Stimme ihre Meinung über Malkov. Eigentlich sollte mich das beruhigen, aber ich werde eher nervöser. Etwas stimmt hier nicht. Ganz und gar nicht. Die Rebellen auf Cyphera haben sicherlich auch ihren Kameraden Tobin Apeel getraut und der hat nicht nur seine Kameraden ans Messer geliefert, sondern auch seinen Bruder und seine eigene Frau. Was treibt einen Mann zu so einer Tat? Ich kann es nicht nachvollziehen. Sicher hat jeder seinen Preis, aber die eigene Familie ans Messer liefern? So was ist schon eine Liga für sich. Verrat kam auch in anderen Zellen vor, aber meist von Leuten, deren Familien vom Imperium als Druckmittel verwendet wurden. Mir ist kein anderer Fall bekannt, wo ein Verräter auch seine eigene Familie ans Imperium verraten hat.

"Wir sind nun soweit! Es kann losgehen!", meldet sich Malkov über Intercom. Nun gut, vielleicht entpuppt sich alles als harmlos. Trotzdem ist da so ein nagendes Gefühl in mir, dass hier etwas nicht stimmt.

"Verteilen wir uns!" Wir nehmen unsere Verteidigungspostionen ein. Wir hören das trampeln von schweren gepanzerten Stiefeln auf Permabeton, die von den nackten Wänden reflektiert werden. Dann wie die schweren Kisten der Barrikaden eingerissen werden. Die haben nicht vor, über den offensichtlichen Zugang vorzurücken. Nun gut, wir teilen uns auf. Die linke Flanke halten Scav und ich, die rechte übernehmen Shaka und Edna. Ich löse meine Handgranate und werfe sie über die teilweise eingerissene Barrikade. Es knallt ganz schön. Scav tut es mir gleich, da sich immer noch was regt. Erste Lektion in engen Gängen, immer gut verteilen.

Dann bricht der erste der Rekruten durch und der trägt eine echte Rüstung eines Sturmtrupplers. Ist das eine Kostümierung oder habe ich einen echten Sturmtruppler vor mir? Ich will ersteres gerne glauben, befürchte aber letzteres. Mein Instinkt sieht sich bestätigt, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt, als weitere "Rekruten" durchbrechen und mit scharfen Waffen auf uns feuern. Mein Verstand weigert sich, trotz allem diese Realität zu akzeptieren. Ist das eine Holosimulation? Ist das ein Fiebertraum? Passiert das gerade wirklich? Ist Gale oder Malkov oder beide übergelaufen? Das kann und will ich einfach nicht glauben. Von General Gale mag man ja halten was man will, aber Verrat traue ich ihm einfach nicht zu.

Ich gehe sofort an einer Ecke in Deckung, während mir rote Strahlen aus plasmafizierten Tibanagas um die Rüstung fliegt. Leider habe ich mein neues cooles Schwert "Scharfrichter" nicht bei mir, da die schwere Waffe in diesem Übungsgefecht nur behindert hätte und praktisch gar nicht hätte eingesetzt werden können. Also dann eben auf die klassische Art mit dem Blastergewehr. Das A-280 hat sich schon auf vielen Schlachtfeldern bewehrt und wird nun Sturmtruppen niederstrecken. Ich lasse die Waffe auf Betäubungsmodus, weil die Granaten auch nur Betäubungsschaden machen. Unser Flügel wird von vier Soldaten angegriffen und ich schieße in schneller Folge drei Stück über den Haufen und den letzten haut Scav um. Auf der anderen Flanke brauchen sie etwas länger, aber auch sie kriegen ihre Feinde unter Kontrolle.

"Ich muss gestehen, ich kapier nicht ganz, wie das möglich ist", meine ich zu Scav, da ich immer noch nicht verstehe, warum Malkov uns verraten konnte. Ich untersuche einen der Sturmtruppler und finde seine imperiale Erkennungsmarke. Das sind definitiv echte Angehörige der imperialen Streitkräfte und nicht nur einfach ein äußerst schlechter Witz.

"Ich schätze, wir finden die Antwort auf Cyphera. Uns fehlen konkrete Daten, aber ich befürchte, die Imperialen hier haben eine Methode gefunden, Menschen umzuprogrammieren", meint Scav lapidar und ich befürchte, dass könnte wirklich mit deren Forschungen auf Cyphera zusammen hängen.

Wieder muss ich an den Verräter Tobin Apeel denken, der nicht nur seine Kameraden, sondern auch seine eigene Familie für einen Posten in der Verwaltung verraten hat. Der General Gale, den ich kenne, hätte nie die Nilvax Station so angegriffen, wie er es getan hat. Wobei mein Bild davon nur sehr grob ist. Aber so ein rücksichtsloses vorgehen passt nicht zu dem General, der eine Zeitlang unsere Division geführt hat. Gale ist eher jemand, der immer auf Raffinesse gesetzt hat. Der mit dem Laserskalpell und nicht mit dem Gravitationshammer arbeitet. Hier läuft etwas unglaublich schreckliches im Hintergrund, dessen Dimensionen ich vielleicht gerade zu erahnen beginne. Trotzdem verstehe ich diese Problematik noch nicht einmal ansatzweise.

Aber es ist müßig darüber zu spekulieren, da auf der Treppe weitere schwere Schritte zu hören sind. Ich stelle derweil meinen Blaster auf tödliche Energie. Nun betritt ein schwarzgerüsteter Todestruppler die Trainingseinheit. Fierfek! Und ich dachte schon, der Tag könnte nicht schlimmer werden. Aber meine Mutter hat gesagt, lobe nie den Tag vor dem Abend. Und das gilt auch im negativen. Ich habe gegen viele Truppentypen des Imperiums gekämpft, aber Todestrupplern bin ich bis zum heutigen Tag nie begegnet. Aber für alles gibt es immer ein erstes mal. Nur ist hier zu befürchten, dass dies unser letzter Kampf werden könnte.

Von meiner Ecke aus visiere ich den Soldaten an, suche mir eine schwach aussehende Stelle am Hals aus und drücke ab. Ich treffe ihn gut, aber mein Schuss macht wenig Eindruck auf ihn. Er visiert mich im Gegenzug an und werde hart getroffen. Das ist nicht gut! Er schaut mich an und ich kann mich auf einmal nicht mehr bewegen. Das ist noch schlechter. Der Truppler kommt näher und Scav stellt sich ihm in den Weg. Leider trifft er nicht. Edna stürmt von der anderen Seite heran, aber auch er ist nicht in der Lage, den Imperialen eine ernsthafte Verletzung zuzufügen. Shaka rückt auf und versucht uns zu motivieren. Der Imperiale versucht zuerst etwas esoterisches bei Edna zu machen, was ihm aber nicht gelingt. Dann macht er das gleiche bei Scav und der schaltet für einen kurzen Moment in den Berserkermodus, wie damals auf der "Vanguard", als er von Viren verseucht wurde, als wir die Verschlüsselung der Datei der Republikanischen Spionin knacken wollten.

Aber Shaka läuft zur Höchstform auf und brüllt so laut auf ihn ein, dass er sich zusammenreißen kann. Allerdings verfügt der Todestruppler nicht nur über seltsame Geisteskräfte, sondern auch über ein Vibroschwert und damit schlägt er durchaus erfolgreich auf Edna ein. So langsam wird mir klar, dass dies wohl unser letztes Gefecht werden dürfte. Ich schätze, selbst wenn wir mit diesem formidablen Gegner fertig werden sollten, werden die Imperialen uns einfach Welle auf Welle schicken und viele Jäger sind des Nuna Tod.

Ich kann mich wieder bewegen und versuche ihn mit dem Bajonett zu stechen. Ich treffe zwar, aber die Klinge schrammt harmlos über die Rüstung und hinterlässt nur einen harmlosen Kratzer. Der Sturmtruppler verschwimmt kurz und ist auf einmal hinter Edna. Auf einmal ragt die Spitze der Klinge des Vibroschwertes des Todestrupplers aus Ednas Brust und zeigt, dass der Imperiale hier ein besserer Metzger als ein Schütze ist. Und der Mistkerl ist ein guter Schütze. Edna bricht in sich zusammen. Fierfek! Die Wunde sind übel aus, wirklich übel!

Nun habe ich freies Schussfeld auf den Truppler und schieße ihm durch eine Schwachstelle ein weiteres mal in den Hals. Er ist schwer verwundet, aber das noch hält der schwarz gerüstete Mann sich auf den Beinen. Der ist ja so was von Zäh. Aber Edna in seinem Blut liegend schießt mit seinem Blaster auf ihn und endlich kippt der Soldat um. Sofort eile ich zu dem am Boden liegenden Hapaner, kann ihn aber nur stabilisieren. Edna verdreht die Augen und fällt in ein Koma, aus dem er wohl nicht so schnell erwachen wird. Sein Körper fährt gerade alles herunter, um ihn am Leben zu erhalten. Die Wunde ist sehr schwer und ich würde sogar sagen, dass dieser Treffer tödlich ist. Aber vielleicht irre ich mich auch. Manche Verwundete haben grässliche Verwundungen überlebt und andere an eigentlich harmlos aussehenden Verletzungen elendig verreckt.

Ein weiteres Getrampel ist auf der Treppe zu hören. Ich gebe mir ein Stimpack, um wieder halbwegs auf die Beine zu kommen. Wir gehen ein weiteres mal in Stellung, als der Feind jetzt in Zugstärke über uns herfällt. Handgranaten wären jetzt nicht schlecht. Oder ein leichter Repetierblaster.

So langsam realisiere ich, dass wir diesen Gefecht nicht gewinnen werden. Normalerweise wäre jetzt der Zeitpunkt abzubauen, sich zurück fallen zu lassen und sich im Rückwärtigen Raum neu zu formieren. Aber ein Rückzug ist hier aus dieser Position heraus nicht möglich. Diese Falle war äußerst primitiv, aber doch sehr effektiv. Wir waren allesamt zu vertrauensselig. Aber wer konnte schon wirklich ernsthaft annehmen, dass General Gale, einer der größten Helden der Allianz, zum Imperium überlaufen könnte?

Als mir klar wird, dass ich heute hier sterben werde, beginne ich vollkommen ruhig zu werden. Ich denke an meine kleine Schwester Eloy, wegen der ich hier bin. Sie wird nun nie erfahren, dass ich alles gegeben habe, um meinen Schwur zu halten. Das bedauere ich am meisten. Heute werde ich eins mit der Macht werden, dass dürfte Fakt sein. Als Corellianerin ist Aufgabe keine Option und meine Kameraden scheinen das ähnlich zu sehen. Als ich mich "Shellys Gundarks" angeschlossen habe, war mir klar, dass dieser Tag kommen wird. Und heute ist dieser Tag, deswegen habe ich auch jetzt keine besonderes große Todesangst mehr. Jetzt heißt es nur noch, sich so teuer wie möglich zu verkaufen.

Die Vorhut ist ein Viperdroide, den wir recht schnell zusammen geschossen bekommen. Dann kommen die Sturmtruppen. Einige haben Sturmschilde und geben ihren Kameraden effektiv Deckung. Uns gelingt es, die ersten Truppler trotzdem über den Haufen zu schießen, auch wenn sie Rauchgranaten werfen, um ihren Vormarsch zu decken. Dann sind sie in Reichweite für Handgranaten und im Gegensatz zu uns haben die jede Menge davon. Ihnen ist es egal, dass sie damit auch ihre noch betäubten Kameraden treffen. Wenigstens sorgen wir dafür, dass ihr Weg zu uns mit den Leichen ihrer Kameraden gepflastert ist. Dann trifft mich ein Blasterstrahl und dann ist nichts mehr.

Nakagos wirre Gedanken

Beim erscheinen der dritten Welle war mir klar, dass dieses Gefecht nicht zu gewinnen war. Deswegen habe ich nur noch ein statisches Feuergefecht geliefert, um Ressourcen für später zu schonen. Ab und zu muss man halt eine vom Spielleiter vorgesehene Niederlage akzeptieren. Deswegen habe ich nicht in die Trickkiste gegriffen, da dies das Unausweichliche nur herausgezögert hätte.

Eigentlich war Edna in der Anfangsphase bei Lyra, aber das Gespräch fand mit Scav statt, so dass ich die beiden ausgetauscht habe. Das ist natürlich noch nicht das Ende, auch wenn Spieltechnisch Edna gestorben wäre, da er eine tödliche kritische Wunde erhalten hat. Aber auf diesen Umstand wollte niemand wirklich beharren.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #109 am: 07. April 2019, 16:05:09 »
Dorn

"Ich hab doch gesagt, Ihr solltet sie besser nicht unterschätzen! Das sind allesamt Veteranen der Rebellion mit langjähriger Kampferfahrung", höre ich eine Stimme sagen. Ich brauche einen Moment, bis ich wieder weiß, wo ich bin und was gerade passiert ist. Besiegt und offensichtlich gefangen genommen. Unter mir spüre ich kühlen Permabeton und blinzle in das grelle Licht des Hangarbereichs der Anlage. Mehrere Stellen meines Körpers tun höllisch weh und ich habe keinerlei Kontrolle über meinen motorischen Funktionen. Ich sehe mehrere Lambda Shuttle des Imperiums im Hangar stehen. Ein imperialer Offizier der Sturmtruppen redet gerade mit Leutnant Malkov, der offensichtlich ein Verräter ist. Ich muss an Scavs Worte denken, dass die Imperialen wohl in der Lage sind, Menschen umzuprogrammieren. Scheint offensichtlich etwas dran zu sein. Aber bevor ich den Gedanken richtig greifen kann, gleite ich auch schon wieder in die Schwärze der Ohnmacht zurück.

"Pass bloß auf, die ist verdammt gefährlich!", höre ich eine Stimme. Ich spüre an den typischen Vibrationen, dass wir uns in einem kleinen Raumfahrzeug befinden und dass ich auf dem Bauch liege. Viel habe ich nicht mehr an, denn ich friere. Das wenige was ich erblicke, lässt mich glauben, dass ich mich in einem imperialen Shuttle befinde. Dann spüre ich einen kleinen Einstich im Arm und alles wird wieder schwarz um mich.

"Shaka Blen, wie oft muss ich denn dich noch töten?", höre ich eine Stimme. Ich liege fixiert auf einer schwebende Trage. Vor mir schwebt Shaka und neben ihr steht ein Mann in einer imperialen Admiralsuniform. Ich bin nicht sicher, aber ich denke, dass ist Admiral Thorne. Dann dämmere ich wieder weg, bevor ich mir Gedanken darüber machen kann, was der hier zu suchen hat. Angeblich befindet er sich irgendwo im Hapanischen Konsortium.

Als ich das nächste mal zu mir komme, stehe ich aufrecht. Oder besser gesagt, ich hänge an zwei Handfesseln an der Wand gekettet. Mein Mund ist trocken, meine Augen so verklebt, dass ich mehrere Versuche brauche, um sie zu öffnen. Die Umgebung vibriert leicht und ich kann keinen Reaktor oder Triebwerke hören. Damit dürfte ich auf einem Großkampfschiff sein. Die Luft ist künstlich und aufbereitet. Aber die Luft riecht gut, also ist die Anlage gut gewartet und die Filter in Ordnung. Ich bin Barfuß und trage keinerlei Unterwäsche. Trotzdem spüre ich Stoff auf meiner Haut, wahrscheinlich ein hinten offenes Krankenhausleibchen.

Endlich kann ich die Augen öffnen. Der in grün gehaltene Raum hat vielleicht fünf mal fünf Schritt, eine Tür rechts von mir. Ein Tisch vor mir, auf dem der Torso von Scavangerbot 524 liegt. Links von mir ist Edna, an die Wand gekettet, rechts von mir Shaka. Ein Offizier beaufsichtigt zwei Techniker, die gerade noch mit Scav beschäftigt waren. Der Offizier trägt die Uniform und Insignien einen Arztes der Imperialen Flotte. Neben ihn schwebt ein schwarz lackierter IT-O Verhördroide. Diese kleine Kugel aus reiner Boshaftigkeit ist voller wirklich fieser Folterwerkzeuge ausgestattet. Eine Spritze mit Wahrheitsserum ist das noch harmloseste, was es im Programm hat. Man hat uns Rekruten erzählt, so ein Ding kann, wenn es will, an einem Menschen eine Vivisektion vornehmen. Das heißt, es kann ihn lebendig sezieren und sehr lange am Leben halten. Ob das wirklich stimmt, weiß ich nicht, aber es gab einige Urteile an Ärzten aus Todeslagern des Imperiums wegen solch abscheulicher Verbrechen. Also ist es durchaus möglich. Keine besonders angenehme Art zu sterben und ich spüre durchaus eine gewisse Angst in mir hoch kriechen.

Für einen kurzen Moment überkommt sogar so etwas wie Panik und ich zerre wie wild an meinen Ketten. Die Schellen sind zu eng, um sich darauf herauswinden zu können und die Ketten zu stark, als das ein lebendes Wesen sie zerreißen könnte. Zu meinem Glück sind der Arzt und der Droide primär von Shaka fixiert. Mit ihrer kleinen Rebellenzelle hat sie wohl durchaus einigen Schaden anrichten können. Jedenfalls genug, dass dem Verhörspezialist ihr Name geläufig genug ist, um mit ihr anzufangen. Aber aufgehoben ist nicht aufgeschoben.

Während der Ausbildung hat man mir verschiedene Techniken beigebracht, wie man damit umgeht, in Gefangenschaft zu geraten. Allerdings kann man sich nicht wirklich darauf vorbereiten. Ab einer gewissen Schwelle bricht jeder ein, deswegen war die gängige Taktik, früh Wahrheit, Halbwahrheiten und Lüge zu mischen. Herauszufinden, was der Gegner wissen will und ihm das zu geben in einer Form, mit der er wenig anfangen kann. Wie schon gesagt, Folter an sich ist kein wirklich erfolgreiches Mittel zur Informationsbeschaffung bei Leuten, die mit Implantaten und Konditionierung darauf vorbereitet wurden. Und alle anderen reden nach dem Mund ihres Folterers und geben weiß die Macht was auch immer zu. Trotzdem ist es schmerzhaft und ich habe keine Lust mich foltern zu lassen. Die Techniker sind inzwischen weg und ich versuche, so lange die Aufmerksamkeit auf Shaka liegt, ein weiteres mal die Ketten und Schellen näher zu untersuchen, um vielleicht eine Möglichkeit zu finden, daraus zu entkommen.

In dem Augenblick höre ich zum einen das Magnetschloss an der Tür einschnappen und wie sich die Schellen unserer Fesseln öffnen. Im Moment weiß ich nicht, wem ich diesen Umstand zu verdanken habe, aber das ist nicht wirklich von Belang. Was wichtig ist, den Verhörspezialisten und den Droiden schnell genug nieder zu kämpfen, bevor die Alarm geben können. Also gebe ich dem Mann in den Fünfziger einen herzhaften Banthatritt gegen den Kopf, der ihn sofort betäubt zu Boden schickt. Shaka rennt zum Tisch, wo die Extremitäten von Scav liegen. Auch Edna bewaffnet sich mit einem Arm des Droiden und haut dem Verhördroiden auf den Deckel. Der findet das überhaupt nicht lustig und schießt einen Strahl Säure in Richtung des Hapaners ab, der gerade so sich wegducken kann. Die Säure hinterlässt eine dampfende Spur auf dem Boden und ich sollte Barfuß nicht unbedingt da rein treten. Shaka schnappt sich ein abgetrenntes Bein von Scav und wirft es mir zu. Geschickt fange ich es auf, halte es Beidhändig fest und tu beinahe so, als ob ich Schlagball spielen würde. Ich stelle mich stabil hin, ziele sorgfältig und schlage dann mit aller Kraft zu. Ich treffe die Kugel so hart, dass der Repulsorliftantrieb aufkreischt, während die Kugel gegen die gegenüberliegende Wand knallt. Folterwerkzeuge krachen splitternd ab und die Kugel rumst zischend und funkensprühend zu Boden. Das Licht des Kameraauges erlischt flackernd. Sieht so aus, als hätte ich den Droiden ziemlich kreativ getötet.

Wir haben den glücklichen Umstand unserer Befreiung Scav zu verdanken, welcher sich in das Sicherheitssystem hacken konnte. Dummerweise ist er immobil und wir haben weder Werkzeug noch die Fähigkeit seine Extremitäten wieder zu montieren. Auch ist seine Spracheinheit beschädigt, so dass wir über die Gegensprechanlage kommunizieren müssen. Wir befinden uns auf dem Sternenzerstörer "Overlord". Das Flaggschiff der gefürchteten Imperiumsklasse des Admirals, welches angeblich beim Transfer in die Sperrzone zerstört wurde. Das heißt, wir haben es in etwa mit 45 000 Gegner zu tun, wenn dieses Schiff voll bemannt sein sollte. Wir wurden ja noch nicht mal mit einem Zug Sturmtruppler fertig, also brauchen wir uns hier keine Illusionen darüber zu machen, wie ein Kampf hier ausgehen würde. Aber zu unserem Glück bin ich ja nicht auf dem Kopf gefallen und es gibt immer eine Alternative zum kämpfen.

"Die Lage ist verzweifelt, aber nicht Hoffnungslos", versuche ich den anderen Mut zuzusprechen. Hier gibt es großartig nichts, was uns weiterhelfen könnte. "Scav, was ist im nächsten Raum?"

Dahinter befindet sich eine menschenleere medizinische Station. Ich schätze mal, hier werden die Gefolterten wieder soweit wieder zusammen geflickt, um sie später ein weiteres mal "verhören" zu können. Es gibt hier vier fest eingebaute Spinde, aber es ist nur eine Offiziersuniform zu finden. Die passt mir halbwegs, während  Edna sich den Verhöranzug des Arztes anzieht. Der hat zwei Stifte zur Identifizierung bei sich, so das jeder einen bekommt. Wir sehen beide nicht wirklich gesund aus. Der Hapaner trägt einen dicken Kopfverband und hat momentan mit den Auswirkungen einer Gehirnerschütterung zu kämpfen. Den Verband kann ich mit einer Mütze kaschieren. Unsere ramponiert aussehenden Gesichter können wir hinter Masken verbergen, nachdem ein Überschminken mit den hier vorhandenen Materialien nur zu einem äußerst grotesken Ergebnis führt. Hier findet sich aus ein mit Repulsorliftantrieb ausgestattete Transporteinheit mit zwei Kisten, in die wir Scav und Shaka stopfen können. Eine Werkstatt ist etwa fünfhundert Meter entfernt, aber Scav macht mir nachdrücklich klar, dass eine Reparatur von ihm mindestens zwei Stunden dauern würde und danach könnte er vielleicht gehen, aber auch nicht viel mehr. Es liegt außerhalb unserer realen Möglichkeiten den Droiden hier schnell unter diesen widrigen Umständen zu reparieren. Das ist verdammt schlecht, aber mir bleibt nichts anderes übrig, als diese Fakten als gegeben zu akzeptieren.

Um planen zu können, brauchen wir weitere Informationen. Wir befinden uns im hinteren Bereich der Overlord. Über uns liegt die Brückensektion, unter uns der Reaktorraum. Edna und Shaka geht die Phantasie durch in dem sie entweder den Reaktor hochjagen oder den Brücke entern wollen. Beides liegt außerhalb unserer Möglichkeiten. Unsere Ausrüstung befindet sich schon in einem Lambda Shuttle mit Ziel nach Cyphera und einer Anlage mit dem Kürzel XIII.VI, wo wir für Operation Windstoß vorbereitet werden sollen. Leider gibt es keinerlei weitere Informationen über den Stützpunkt XIII.VI oder Operation Windstoß. Aber ich denke, ich habe einen Plan.

Nakagos wirre Gedanken

Das war einer der geilsten Szenen am Abend, wie Lyra mit Scavs Bein den Verhördroiden mit einem Schlag zertrümmert hat. Kritischer Treffer und verdammt hoch gewürfelt. Jedenfalls leben wir alle mehr oder weniger noch.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #110 am: 09. April 2019, 17:04:23 »
Esk

"Das ist der reine Wahnsinn!", kommentiert Edna meinen Plan.

"Das ist verrückt!", meint auch Shaka.

"Die Chance, dass dieses Szenario klappt, liegt bei....", versucht Scav mir meinen Plan auszureden.

"Sag mir nie, wie meine Chance stehen! Und ja, es ist wahnsinnig verrückt und genau deshalb wird es klappen. Weil eben niemand mit so einer wahnwitzigen Aktion rechnet. Scav, fälsche den Befehl und los geht es!" Autoritär würge ich die Diskussion ab. Immerhin trage ich die Offiziersuniform. Ein Drucker spuckt den Befehl aus und wir stopfen zuerst Scav und seine Gliedmaßen in eine Kiste, die schon auf der Schwebeeinheit steht. Dann machen wir das gleiche mit Shaka, die wir in die nächste Kiste stopfen. Als Waffe nehme ich ein Skalpell mit. Wir ziehen beide Operationsmasken auf und gehen dann raus auf dem Gang. Edna schiebt die Kisten, ich laufe wichtig aussehend hinter ihm her.

Der Gang ist gut bevölkert. Mausdroiden flitzen die Gänge entlang, Flottenpersonal hastet zu ihren Stationen, Quartieren oder in die Kantine. Zwei Sturmtruppler kommen mit ihren E11 in Vorhalte auf uns zu. Ich versuche sie zu ignorieren und blicke starr nach vorne, schiele aber doch, ob sich ihre Haltung verändert. Sie passieren uns und verschwinden um die nächste Ecke. Offensichtlich haben sie nichts gemerkt und mir fällt ein Stein vom Herzen. Eine so frühe Entdeckung hätte das Ende des Planes bedeutet.

Wir erreichen einen Turbolift und betreten ihn. Gerade als die Tür sich schließen will, drängeln sich zwei Offiziere in den Lift. Sie werfen uns einen kurzen Blick zu, grüßen, wie wir auch und reagieren aber nicht weiter auf unsere Anwesenheit. Ich habe die Arme auf dem Rücken verschränkt, dass Skalpell in der hohlen Hand versteckt. Bereit, jederzeit gnadenlos zuzuschlagen, falls die beiden Offiziere misstrauischen werden.

Wir fahren nach unten und erreichen unser Stockwerk. Die Türen öffnen sich zischend und wir treten unbehelligt aus dem Turbolift heraus. Zwei Tore später sind wir im Hangarbereich des Sternenzerstörers. An den Decken hängen TIE Jäger und TIE Bomber. Gegenüber stehen ordentlich aufgereiht vier AT-AT, davor ein gutes Dutzend AT-ST. Hier und da sind Imperiale Banner zu sehen. Das weckt durchaus Erinnerungen an alte Zeiten. Man könnte meinen, die Schlachten von Endor, Commenor, Kuat, Corellia und Jakku hätten nie stattgefunden. Und wenn wir Pech haben, hat Admiral Thorne vielleicht sogar wirklich eine Möglichkeit gefunden, das Rad der Zeit zurück zu drehen. Wie heißt es so schön, der Imperator ist tot, lang lebe der Imperator. Auch Palpatine hat mal klein angefangen.

"Da drüben ist unser Shuttle!", mache ich Edna auf unsere Fahrkarte nach draußen aufmerksam. Das schwerbewaffnete Shuttle der Lambdaklasse wurde gerade aufgetankt und eine Wartungscrew verlässt das Schiff. Dieses ist ganz offiziell für uns bestimmt und unsere Ausrüstung befindet sich an Bord des Shuttles. Offensichtlich hatte der Verhörspezialist nicht viel Zeit für unser Verhör und es ist gut möglich, dass jeden Moment jemand nach Resultaten fragt. Wir kommen bis zur Laderampe.

"Darf ich fragen, was sie hier zu Suchen haben, Doktor?" Ein Leutnant der Flotte in makelloser Uniform stellt sich uns in den Weg, an seiner Seite findet sich ein schwarz lackierter Protokolldroide der 3P Serie.

"Meine Befehle, Leutnant!", erwidere ich glatt und gebe ihm meinen Ausdruck. Stirnrunzelnd sieht der Leutnant den sich an und gibt ihn dann den Droiden, der ihn in einen Brustschlitz zur Autorisierung schiebt.

"Befehl konnte nicht autorisiert werden, Sir!", meint der Droide nach einigen Sekunden bangen Wartens.

"Versuchen Sie bitte das doch an einem feststehenden Terminal, Leutnant", versuche ich den Kerl loszuwerden. Offensichtlich konnte Scav den Befehl nicht so wie gewünscht fälschen. Vielleicht kennt Scav sich auch mit den Feinheiten der Imperialen Bürokratie nicht so richtig aus. Leider schickt der nur den Droiden los. Das ist nicht gut. Aber es ist sein Leben, dass nun enden wird. Ich gebe Edna ein Zeichen und er tut sein bestes, den Leutnant abzulenken. Und es klappt. Ich töte den Leutnant so schnell, dass dieser schon tot ist, als ich ihn zu Boden gleiten lasse. Sofort ziehe ich ihn in das Shuttle und Edna folgt mir.

"He!", rufen zwei Sturmtruppler in der Nähe. Aber zu spät für sie. Wir sind im Schiff und fahren sofort die Rampe hoch, als sie zu Feuern beginnen. Ich verriegle diese von Innen und wir schieben unsere Leute ins Cockpit. Zuerst werfe ich Shaka aus ihrer Kiste, dann stöpsle ich Scav ins Bordsystem. Edna eilt daraufhin selbstständig nach hinten, um den Geschützstand zu besetzen. Während Scav die Sicherheitsroutinen und Freund Feind Erkennung überschreibt, klemme ich mich hinter den Steuerknüppel und mache mich mit der Anordnung der Bedienelemente vertraut. Ich schätze mal, dass ich diese Mühle fliegen kann.

"Was zur Hölle treiben Sie da?", werden wir vom Tower angefunkt und Shaka versucht tatsächlich die hinzuhalten. Aber ohne Erfolg. Scav ist dagegen Erfolgreich und ich fahre die Systeme hoch. Für ein Checkup fehlt uns die Zeit. Ich kann hören, wie Edna das Feuer mit dem Heckgeschütz auf die an der Decke hängenden TIE Jäger eröffnet. Wir heben derweil ab und ich fahre die Landestützen ein. Sofort gebe ich Schub und flitze mit einem halsbrecherischen Manöver aus den Hangar heraus in den freien Raum. Einige Elemente in diesem Rumpf knirschen protestierend gegen diese äußerst rüde Behandlung auf.

"Schalte das verdammte Com aus!", rufe ich Shaka zu, da wir auf allen Kanälen angefunkt werden und das nur nervt. "Scav, berechne den nächsten Sprung, muss nicht weit sein."

Eine Alarmsirene geht hoch, da wir nun aufgeschaltet werden. Ein Traktorstrahlermitter tastet nach uns, aber ich schraube uns gekonnt aus seinem Bereich hinaus, bevor der uns zu fassen bekommt. Ich halte mich Nahe an den Sternenzerstörer, so dass wir schnell aus dem jeweiligen Feuerbereich der Nahverteidigung herausfliegen und in einen anderen Sektor weiter gereicht werden. Es dauert seine Zeit, die Freund Feinderkenunnungsroutinen auszuschalten. TIE Jäger kommen nun hinter uns her geflogen und ich fliege mit einer Fassrolle aus deren Feuerbereich hinaus. Grüne Strahlen zischen an uns vorbei. Die erste Nahverteidiungslaser der "Overlord" beginnen nun zu feuern, da sie offensichtlich nun erfolgreich die Freund Feind Erkennung ausgeschaltet haben. Ich fliege einen wilden Zick Zack Kurs, der uns ein paar Sekunden Zeit verschaffen wird. Inzwischen ist der Raum um mich herum von grünen Strahlen erleuchtet und das Deflektorschild bekommt die ersten Treffer ab. Der Raketenwarner fängt an schrill zu piepsen und ich werfe eine Ladung Köder ab. Edna versucht sein Bestes, die TIE Jäger hinter uns zu beschießen. Ob er damit Erfolg hat kann ich nicht erkennen.

"Scav!", meine ich nur mit drängender Stinme, da wir nicht lange gegen diese Übermacht standhalten werden.

"Kurs steht!", meint Scav nach einigen Sekunden der Ewigkeit und im nächsten Augenblick reiße ich schon den entsprechenden Hebel für den Hyperraumantrieb nach hinten. Vor uns verschwindet das glitzern des Ionennebels und wir sind im Hyperraum.

"War ja jetzt gar nicht so schwer", meine ich und gönne mir ein paar Sekunden Ruhe, bevor ich Shaka in die Wartungstunnel scheuche, um den Transponder des Schiffes auszuschalten.

Wir beginnen mehrere kurze Sprünge in Richtung Cyphera, da diese Route im Astronavigationscomputer abgespeichert ist. Das machen wir so lange, bis wir den Schnittpunkt mit einem Kurs zur Nilvax Station erreichen. Dieser Sprung geht schief, denn wir kommen am Randbereich eines Ionensturms heraus. Selten sieht eine tödliche Gefahr so schön aus wie der Ausläufer eines Ionensturms. Die Schilde werden über Gebühr beansprucht und brechen zusammen. Auch diese Fähre hat einen Ionenschild wie wir. Aber gegen so eine Belastung ist auch dieser Schirm machtlos. Elmsfeuer tanzt auf der Panzerung des Lambda Shuttle. Und elektrische Entladungen sorgen für eine interne Überlastung der Systeme. Warnleuchten beginnen hektisch zu blinken und ein nervender Warnton erklingt. Dann ist es Dunkel und Still, da wohl die Hauptsicherung angesprungen ist. Nur das Elmsfeuer sorgt für etwas Beleuchtung, dann gehen die Notfallleuchten an.

Die nächste Stunde sind wir damit beschäftigt, die Systeme des Schiffes nach und nach wieder zu starten. Leider klappt das nicht bei allen Systemen. Aber Lebenserhaltung, Fusionsreaktor, Steuertriebwerke, Hyperraumantrieb und Astronavigationscomputer bekommen wir wieder zum laufen. Das ganze wird erschwert, dass Scav nicht wirklich aktiv helfen kann. Wir haben zwar etwas Werkzeug, aber schnell stellt sich heraus, dass es besser ist, nach seinen Anweisungen zu arbeiten als ihn soweit wieder zu reparieren.

"Oh, ich entdecke gerade, dass mein Hauptspeicher von den Imperialen kopiert worden ist", sagt Scavangerbot 523 in dem Moment, wo wir den nächsten Hyperraumsprung wagen wollen.

Nakagos wirre Gedanken

Das war schon was. Das ist eine von diesen Sitzungen, die zu Legenden werden. Die Flucht von einem Sternenzerstörer. Geht es noch epischer? Nur blöd, dass die Scavangerbots Speicher kopiert haben.

Nakago

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« Antwort #111 am: 11. April 2019, 16:08:35 »
Forn

"Fierfek! Hättest du das nicht früher erwähnen können?", erwidere ich durchaus angesäuert die Aussage von Scav, dass die Imperialen auf der "Overlord" seinen Hauptspeicher kopiert haben. Damit ist so ziemlich alles korrumpiert, was wir in den letzten Wochen angeleiert haben. Nilvax Station, der geplante Schmuggel für die Rebellen auf Sybal und unsere Infiltration auf Cyphera. Und natürlich viele persönliche Dinge über mich. Meine Suche nach Eloy und Khador. Wobei das wahrscheinlich für die imperialen nur von geringer Bedeutung sein dürfte. Trotzdem sind das äußerst niederschmetternde Nachrichten.

"Ich habe den Datenvermerk gerade erst bemerkt. Bis jetzt waren andere Sachen wichtiger als meine Logdateien zu überprüfen", erklärt Scav ruhig.

"Nun gut, ist nicht mehr zu ändern", meine ich dazu etwas resigniert. In der Tat waren wir alle bis jetzt mit anderen Dingen beschäftigt gewesen. Das korrumpiert alle unsere Unternehmungen und besonders die Nilvax Station. Wir haben jetzt schon eine Vermögen investiert und wenn wir Pech haben, wird die imperiale Flotte die Station einfach zusammenschießen und sei es auch nur darum, weil sie es verdammt noch mal können.

Als erstes melden wir mehrere Gespräche an der Nilvax Station an. Zum einen Informieren wir Lyn, was uns widerfahren ist und machen einen Rendezvouspunkt an dem Ort aus, wo die "Vanguard" damals den Brand im Hyperraumantrieb hatte. Das scheint schon wieder eine Ewigkeit her zu sein und wir haben sehr viel seitdem erlebt.

Endlich habe ich etwas Zeit, in aller Ruhe über die letzten Ereignisse nachzudenken. Aufgrund der neusten Informationen schätze ich, folgendes Szenario dürfte der Realität recht nahe kommen. Den Imperialen um Admiral Thorne muss es gelungen sein, General Gale nach der Zerstörung der Solarminenstation gefangen zu nehmen. Auf Cyphera dürfte sich eine Anlage befinden, die es den Imperialen ermöglicht, Menschen neu zu "programmieren", wie Scav das so schon ausgedrückt hat. Ihnen muss es gelungen sein, den Traum und/oder Suúl dafür zu verwenden, Menschen umzudrehen. Malkov ist wohl auch umgedreht worden. General Gale ist nun eine Marionette von Admiral Thorne. Und diese Spielfigur hat den Zweck, dass Hapes-Konsortium in einen Krieg gegen die Neue Republik zu führen. Und ich denke, dass wird durch den Versuch einen Anschlages auf die Königinnen Mutter geschehen. Deswegen auch der Zerstäuber für die Nanoviren. Und die Versuche auf Quaria. Der Name Operation Windstoß wäre jedenfalls äußerst poetisch und durchaus passend für dieses Szenario. Ich bin nicht sicher, ob das Attentat auf die Königinmutter das gewünschte Resultat hervorbringen wird, da ich die Innenpolitischen Verstrickungen zu wenig kenne. Auf alle Fälle wird Thorne das Resultat wählen, dass ihm am genehmsten ist. Was ich dabei nicht verstehe, wie Admiral Thorne hier sein kann, wo der doch angeblich im Hapes Konsortium unter Hausarrest steht.

Ich kann nicht abschätzen, wie viel Schaden ein Krieg mit dem Hapes-Konsortium anrichten könnte. Die Flotte der Neuen Republik ist deutlich kleiner als die des vorherigen Imperiums. Aber die meisten Besatzungen sind Veteranen des Galaktischen Bürgerkriegs und damit erfahrene Truppen. Die Perlanische Handelsstraße verläuft in der Nähe. Eine Sperrung dieser Route kann viel Schaden anrichten. Auf der anderen Seite liegt hinter der Mynaros Station Onderon, dessen Route Kernwerts führt direkt zu Commenor. Und jedes Kind, dass in der Schule aufgepasst hat, kennt diese Welt wegen ihrer dort geschlagenen Schlachten in irgendwelchen Kriegen mit den Sith und in den Mandolorianischen Kriegen. Die erste Offensive der Separatisten in den Klonkriegen galt Commenor, weil diese Welt durch ihre Lage und Verkehrswege eine immense Strategische Bedeutung hat. Über den Knotenpunkt Commenor wird die Werftwelt Kuat versorgt und das ist die größte Werft der Neuen Republik und des ehemaligen Imperiums. Commenor ist der Schlüssel zu Kuat und der Besitz von Kuat ermöglicht den Massenbau von Großkampfschiffen. Auch im Galaktischen Bürgerkrieg war Commenor Schauplatz vieler Kämpfe und konnte schließlich von der Allianz befreit werden, als die Imperialen mit Operation Asche versuchten, auch diese Welt zu zerstören. Ist ihnen nicht gelungen.

Die Königliche Flotte verfügt über mindestens 63 Großkampfschiffe, für jede Welt eines. Schwer abzuschätzen, wie viele davon inzwischen mit Thornes Hilfe nachgerüstet worden sind. Dazu die Schattenflotte und Reste der Imperialen Flotte mit mindestens einem Sternenzerstörer der Imperiumsklasse. Eine Eroberung von Commenor, Kuat und den notwendigen Welten mit Rohstoffen liegt im Bereich des Möglichen. Und es wird dauern, die davon wieder zu vertreiben, falls das überhaupt gelingt. Ich kenne die momentane Stärke der Republikanischen Flotte nicht und kann das nicht wirklich einschätzen, wie lange Thorne sich da halten kann. Falls das überhaupt sein Plan ist. Aber so würde ich vorgehen. Wer einen Eroberungskrieg führen will, braucht Großkampfschiffe und die werden nun mal nirgendwo in größerer Anzahl als im Orbit von Kuat gebaut.

Es sind also äußerst düstere Gedanken, die ich den Anderen mitteile. Einiges ist sicherlich Spekulation, aber vieles macht auf einmal auf sehr schreckliche Weise Sinn. Admiral Thorne hat also sehr ambitionierte Pläne mit dem Hapes-Konsortium und ausgerechnet General Gale hat dem ganzen noch Vorschub geleistet. Er gibt jetzt nun den perfekten Sündenbock ab. Einige unserer Puzzlestücke scheinen zu passen. Andere sind immer noch lose, wie die Kyberkristalle. Aber für was immer auch Thorne diese braucht, bestimmt kommt nichts gutes dabei raus.

Die "Vanguard" erscheint schließlich frisch repariert und mit einer Vorrichtung versehen, die es schwerer macht, sie zu orten. Zwar kein richtiges Tarnfeld, aber nah dran. Wir koppeln an und gehen rüber in unser Schiff. Dort führen wir nun die angemeldeten Gespräche und warnen schon mal unsere Verbündeten vor. Auch mit Valerie Virin nehmen wir Kontakt auf und erzählen ihr die schreckliche Wendung, dass nun das Imperium weiß, was wir vorhaben. Trotzdem halten wir an dem Plan fest. Sie ist natürlich über diese Wendung nicht erfreut, aber akzeptiert diese ohne großes Gejammer. Wenigstens ist der Tod von Tobin Apeel nun offiziell und unser Anschlag war erfolgreich. Da ich nun weiß, dass Tobin nur ein weiteres Opfer von Thornes perfiden Plan und neuen Möglichkeiten ist, hält sich meine Freude darüber in Grenzen. Nicht das der Tod eines Menschen je ein Grund zu Freude für mich wäre. Wobei ich bei Admiral Thorne durchaus eine Ausnahmen machen würde. Wobei es die Frage ist, ob dieser monströse Plan auf seinem Mist gewachsen ist oder er eine langfristige Strategie des Imperators folgt. Operation Asche hat gezeigt, dass der Imperator ein Scheitern der Neuen Ordnung und seinen Tod durchaus mit in seine Überlegungen einbezogen hat.

Auf dem Rückflug erzähle ich Lyn haarklein wie wir es geschafft haben, aus dem Hangar der "Overlord" zu entkommen. Das war schon ziemlich cool.

"Ich sehe schon, ihr hattet sehr viel Spaß", meint Lyn daraufhin. Ich bin nicht sicher, ob sie das nun im Scherz gesagt hat oder wirklich glaubt, dass die ganze Aktion spaßig war. Als Corellianerin hatte ich sicherlich Spaß, es gibt schließlich nichts schöneres als hinter dem Steuerknüppel eines Raumschiffes zu hocken. Dabei von einem Sternenzerstörer der Imperiumsklasse beschossen zu werden fällt aber nicht unter die Kategorie "Spaß". Besonders da wir allesamt deutliche Verletzungen im Vorfeld davon getragen haben.

Kaum gelandet, erwischen wir die Leute von Yal Varka dabei, wie sie gerade das Waffenlager wieder abbauen. Die wirken ziemlich überrascht, als sie uns sehen. Das lässt darauf schließen, dass sie mehr wissen, als sie uns gesagt haben. Wir nehmen Kontakt mit Yal Varka persönlich auf und bekommen als Entschädigung Waffen, Munition und Zubehörteile im Wert von 60 000 Credits, dazu noch die vier Schleichanzüge und das Modul für Scav. Da wir großartig keine andere Möglichkeit haben, nehmen wir das Schmerzensgeld an, dass er nicht weiter in die Nilvax Station investieren wird. So ein gut bestückter Waffenladen hätte durchaus was gehabt.

Die Kirche der Macht ist hier nicht mehr sicher, auch die Republikanische Agentin ist aufgeflogen. Wir veranlassen eine Evakuierung nach Anduras I. Schließlich ist die Welt groß genug, um nicht den Gamorranern in die Quere zu kommen.

Auf der Nilvax Station hat es zum Glück genug kompetentes Personal, um Scavangerbot 523 wieder zusammenzuschrauben. Der arme Kerl hat doch einiges abbekommen und auch der massive Schaden an seinem Kopf wird repariert. Edna, der ebenfalls eine schwere Kopfverletzung erlitten hat, wird von Besh 42 operiert. Ganz abgesehen davon, dass jemand ein Vibroschwert quer durch seinen Körper gerammt hat.

Die Waffen schaffen wir auf die "Vanguard" und bringen sie anschließend zu der im All treibenden Lambda Fähre. Da verstauen wir unsere frisch erhaltenen Waffen, die vielleicht später noch von Nutzen sein dürften. Auf alle Fälle ist das Magazin vom Raketenwerfer wieder voll. Da wir alle noch sehr angeschlagen sind, wird der Bacta Tank in der nächsten Zeit intensiv genutzt. Scav benutzt natürlich das Ölbad.

Nachdem wir uns von unseren Verletzungen erholt haben, besprechen wir unsere weitere Strategie. Wir müssen Thorne aufhalten, darin sind wir uns alle einig. Nur der Weg dahin ist noch nicht ganz klar. Edna kontaktiert ehemalige Kameraden auf Calfa, um diese vor einen möglichen Anschlag zu warnen und macht gleich mal die Hintergründe davon klar. Ich selbst spreche mit meinem Kontakt auf der Mynaros Station. Der gute Mann vom Republikanischen Sicherheitsbüro könnte uns ein paar Feldagenten zur Verstärkung mitgeben. Das ist nicht unbedingt die Art Hilfe, die wir bräuchten. Scheint so, als wären wir mal wieder auf uns allein gestellt.

Nakagos wirre Gedanken

Hier ging es dann wieder etwas ruhiger zu. Mal sehen, wie sehr Lyras Überlegungen letztendlich der Realität entsprechen.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #112 am: 14. April 2019, 17:33:59 »
Grek

Unser nächstes Ziel ist Cyphera. Wir bekommen immerhin 25 000 Credits dafür und wir müssen uns sowieso Gewissheit verschaffen, was Thornes Leute da eigentlich genau treiben. Wir landen unbehelligt und auch die Landeprozedur ist nachlässig wie immer. Offensichtlich haben die Imperialen noch nicht alles von Scavs Speicher ausgelesen und analysiert. Vielleicht sind die Daten auch noch unter Verschluss oder sie denken, dass es für sie von Vorteil ist, dass wir auf freiem Fuß sind. Obwohl das doch eher unwahrscheinlich ist. Wie auch immer, wir sind hier und werden nicht verhaftet.

Wir kontaktieren Valerie Virin, die froh ist, uns lebendig zu sehen. Und auch wir sind beruhigt, dass sie noch nicht verhaftet wurde. Shaka zieht los, um ihren Rebellenkontakt über einen toten Briefkasten zu informieren, dass wir nun bereit sind, die Informationen in Empfang zu nehmen, welche wir für die Ausschaltung ihres "Verräters" bekommen sollen.

Das Treffen findet noch am gleichen Tag statt. Die Örtlichkeit ist eine Brauerei an einem der vielen Häfen dieser Stadt. Valerie würde gerne mitkommen. Da sie das Unternehmen finanziert, hat sie das Recht dazu. Shaka ist zwar dagegen, aber Valerie besteht darauf, auch nachdem wir sie über die möglichen Gefahren aufgeklärt haben. Nun gut, wir bewegen uns dann mit ihr im Schlepptau zu der Brauerei. Der Permabeton der Fassade ist alt und von den Witterungseinflüssen gezeichnet. Das Treffen findet im Lager der Brauerei statt. Hier stehen wenig überraschend viele Stapel mit in Kisten verpackten Flaschen herum. An strategisch sinnvollen Punkten sind bewaffnete Wachen postiert.

Der Anführer der Rebellenzelle ist ein vierschrötiger Kerl, der mindestens zwei Köpfe größer als ich ist und dessen Hände eher Schaufeln gleichen. Ich schätze ihn auf um die Vierzig. Zwei weitere Männer ähnlichen Formates begleiten ihn. Nachdem wir uns zugenickt haben, schmeißt er eine Runde Algenbier. Etwas skeptisch öffne ich die mir dargebotene Flasche. Da ich in letzter Zeit öfters angegangen bin, warte ich erst, bis Shaka von ihrem Bier getrunken hat. Als diese nicht tot umfällt, nehme ich auch einen vorsichtigen Schluck. Ich schmecke keines der mir bekannten Gifte heraus. Wobei es auch geschmacklose Gifte gibt. Das Bier an sich schmeckt ziemlich gut, halte mich aber erst mal zurück, falls es doch vergiftet ist. Die letzten Ereignisse haben mich gelehrt, niemanden zu vertrauen.

"Vielen Dank, dass ihr das Verräterschwein erledigt habt. Damit habt ihr echt was gut bei uns!", meint der Mann, der sich sonst nicht weiter vorstellt. Ich vermiese seinen Triumph nicht dadurch, dass ich ihm erzähle, dass der Mann wahrscheinlich vom Imperium umgedreht worden ist.

"Gern geschehen! Wenn wir nun die Daten über unser Ziel haben könnten?", meine ich, dass Gespräch an mich reißend.

"Sorry Leute, aber darüber wissen wir rein gar nichts", erwidert er mit einem Schulterzucken. Schnell stellt sich heraus, dass diese Zelle über so gut wie keinerlei Informationen über Geheimanlagen oder Anlagen außerhalb der Stadt verfügt. Ich werfe Shaka einen bösen Blick zu. So viel zu der Nützlichkeit dieser Rebellenzelle.

Ganz nutzlos sind sie zwar nicht, da sie uns ein paar Tipps geben und Möglichkeiten aufzeigen, an Informationen zu kommen. Auch bekommen wir einen kleinen historischen Abriss zu hören. Früher war Cyphera ein Planet wie jeder andere. Erst mit der Ankunft der Tanca Corporation und der nachfolgenden Fusionierung mit Suúl hat sich das geändert. Damit kam die Esoterik auf diese Welt und anschließend die Leute, welche in den Traum wollten. Das hätte diese Welt kaputt gemacht. Und das Imperium gibt ihr nun den Rest.

Das sind zwar alles nützliche Informationen, allerdings war der Preis dafür um ein vielfaches zu hoch. Das hätten wir sicherlich auch über offizielle Kanäle erfahren können. Bis jetzt war das eben alles nicht relevant für uns. Ich fühle mich ausgenutzt und bin durchaus etwas sauer über die verlorene Zeit. Letztendlich erfahren wir nichts, was wir nicht so schon erfahren haben. Sie haben zwar Möglichkeiten zivile Daten über eigene Leute in der Verwaltung zu bekommen, aber das ist nicht das, was wir brauchen. Damit die Sache nicht ganz umsonst war, kaufen wir noch eine respektable Menge von dem Algenbier ein. Edna schmeckt der Stoff ziemlich gut, da er sich während des Gesprächs gleich drei Flaschen hinter die Binde kippt. Ich belasse es bei der einen Flasche.

"Ein Wort mit X, dass war wohl nix!", fasse ich das Resultat dieses Treffens mit einem Zitat meiner kleinen Schwester zusammen. Wirklich überrascht hat mich das ganze nicht, da ich so was schon befürchtet habe. So was passiert, wenn man sich auf andere verlässt und die Sache nicht sofort selbst in die Hand nimmt.

"Hat ja niemand ahnen können", verteidigt sich Shaka vehement. Eigentlich doch, alles was wir über die Zelle wissen, zeugt von ihrer sehr niedrigen Professionalität. In der Allianz wäre so etwas unterste Kreisliga gewesen und hätten mindestens einen militärischen Berater gestellt bekommen, um die Jungs auf Vordermann zu bringen. Nun ja, die blaue Milch ist verschüttet und darüber zu jammern bringt nichts, also betrachte ich das Thema für erledigt. Wir sprechen unsere Optionen durch.

Es gibt auf dieser Welt eine Indigene Population aus den sogenannten "Fischmenschen" oder einfach auch Cypheraner genannt. Sie selbst nennen sich natürlich anders und es gibt hier an der Oberfläche durch Händler durchaus einige Anlaufpunkte. Die könnten rein theoretisch über mehrere Umwege durchaus was über Unterwasseranlagen in ihren Lebensbereich wissen. Leider entpuppen sich die Fischmenschen als ein sehr verschwiegenes Häufchen, das nur ungern mit Fremdweltlern redet. Damit lässt sich dieser Ansatzpunkt nicht weiter verfolgen.

"Eigentlich liegt es auf der Hand. Wir dringen ein weiteres mal in die Anlage ein, wo wir schon waren. Immerhin wissen wir, wie es da drin aussieht und wie wir an die notwendigen Daten kommen", verkünde ich schließlich.

"Es war rational, dass wir damals nicht versucht haben, an weitere Informationen zu kommen", verteidigt sich Scavangerbot.

"Das war jetzt kein Vorwurf. Damals war es schlicht nicht notwendig gewesen, ein solches Risiko einzugehen. Aber jetzt werden wir die notwendigen Daten extrahieren müssen", erkläre ich mit Nachdruck. Da den anderen nichts besseres einfällt, bereiten wir alles vor. Wir wissen ja, was wir an Ausrüstung brauchen. Da es dieses mal wahrscheinlich unangenehm werden dürfte, nehmen wir Waffen mit. Aber da im Eingangsbereich Scanner waren, brauchen wir Waffen, die durch einen Waffendetektor kommen. Dafür gibt es die perfekte Waffe. Das Modell 77 von Field Sports. Ein Luftgewehr das kleine, mit einem starken Betäubungsmittel versehene Pfeile verschießt. Ein normaler Waffendetektor sucht nach Energiezellen, Tibanagas oder chemischen Treibmitteln. Das Modell 77 ist nicht umsonst eine weit verbreitete Waffen unter Kopfgeldjägern. Zum einen betäuben sie ihre Gegner damit ohne Probleme und Panzerung schützt nur sehr eingeschränkt dagegen. Nur ein Narr belächelt diese Waffe als ein Kinderspielzeug. Und das Beste an diesen Waffen ist, dass man sie ganz legal im nächsten Waffenladen kaufen kann und unerkannt jeden Waffendetektor passieren.

Unter unserer Schleichrüstung können wir noch eine kleine Waffe unterbringen und ich nehme die kompakte Dragoner. Nun sind wir gut ausgerüstet und zu allem entschlossen. Wäre doch gelacht, wenn wir es nicht schaffen sollten, die notwendigen Informationen zu extrahieren. Ich bin jedenfalls optimistisch, dass diese Mission Erfolg haben wird. Gut gelaunt leihen wir uns auf huttische Art einen Gleiter aus, verstauen unsere Ausrüstung und fliegen ein weiteres mal hin. Scavangerbot 523 hat auch dieses mal einen Wartungsauftrag abgefangen. Der einzige Unterschied ist, dass Lyn in der "Vanguard" zurück bleibt und uns Edna begleitet. Wieder fahren wir vor den Bunker und ich reiche unseren Auftrag. Der wird, da wieder Echt, anstandslos akzeptiert und das Panzerschott öffnet sich vor uns. Ich fahre hindurch und die Rampe hinunter. Wir laden unser Werkzeugwägelchen aus und bekommen zwei missmutige Wachen als Aufpasser gestellt. Das sind andere als letztes mal, aber auch die haben eine sehr lasche Einstellung gegenüber ihre Arbeit. Was ja in unserem Fall kein Fehler ist.

Wieder einmal ist eine Leitung offen und produziert Kurzschlüsse. Wir wissen ja, wie wir einen Bypass legen können und das Wasser aus dem Bereich abpumpen. Skav stöpselt sich ein und versucht die notwendigen Daten zu extrahieren.

"Offensichtlich hat die Sicherheit des Stützpunkt die für uns relevanten Daten nach dem Todesfall von Tobin Apeel in den internen Speicher verlegt", meint Skav nach mehreren Minuten Anspannung.

"Und das heißt nun genau was für uns?", hake ich nach.

"Das heißt, dass wir in den zentralen Rechenkern vordringen müssen", erklärt Scav.

"Und der zentrale Rechenkern befindet sich wo?", frage ich und mir schwant böses.

"Das heißt, wir bekommen nur in der Zentrale einen Zugriff darauf."

Nakagos wirre Gedanken

Es hätte ja so einfach sein können... Aber Einfach ist ja langweilig. Warum nur einmal in eine Anlage eindringen wenn man das zweimal machen kann? :D

Nakago

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« Antwort #113 am: 16. April 2019, 23:12:29 »
Herf

"Fierfek! War ja klar, dass die sensiblen Daten nach unserer Aktion nun besser geschützt sind", erwidere ich auf Scavs niederschmetternde Botschaft, dass die von uns gesuchten Daten sich nur noch von Terminals aus dem zentralen Arbeitsbereich der Bunkeranlage abrufen lassen. Jetzt heißt es wieder mal improvisieren. Letztes mal hatten wir es in Erwägung gezogen, unsere Zielperson mit Hilfe falscher Sensordaten durch einen Feueralarm aus seiner sicheren Position ins Freie zu treiben. Das scheiterte daran, dass kein Personal ins Freie evakuiert werden sollte. Jetzt reicht es uns, wenn der zentrale Arbeitsbereich geräumt wird. Leider lassen sich auch die dortigen Sensoren von unserem Zugang auch nicht manipulieren. Nun gut, bleibt wohl nichts anderes übrig, dass Scav und ich die Sache vor Ort regeln. Wir müssen ja sowieso dahin.

Wir verlassen unseren Arbeitsbereich, nachdem die Wachen mal wieder kurz rein geschaut haben, ob wir noch da sind. Was bin ich Froh, dass die Soldaten an der Peripherie ihren Job so locker nehmen. Rettet ihnen das Leben und minimiert das Risiko, dass jemand über ihre Leichen stolpert. Wir gehen den Versorgungstunnel entlang, bis wir an eine Kreuzung kommen. Wir nehmen die rechte Abzweigung und nehmen von dort dann einen Kriechgang, in dem Datenleitungen verlaufen. Denen folgen wir, müssen mehrere kleine Schotts überwinden, was Scavangerbot 523 übernimmt, in dem er den Sensoren einfach mitteilt, dass er einen offiziellen Wartungsauftrag hat. Bei der nächsten Sicherheitsüberprüfung dürfte das zwar auffallen, aber die nächste ist erst in einigen Stunden fällig. Schließlich sind wir im Rechenzentrum unterhalb des zentralen Arbeitsbereiches. Hier ist nichts los, was uns nur recht ist. Leider gibt es hier keinen Zugang zu den Daten, was ich etwas seltsam finde. Aber nun gut. Wir haben ein paar in Öl getränkte Lumpen dabei und platzieren diese vor entsprechenden Sensoren. Dann zünden wir sie an und der Feueralarm schrillt schon nach wenigen Sekunden los.

Plangemäß wird nun der obere Arbeitsbereich evakuiert und wir machen, dass wir hoch kommen. Unser Zeitfenster dürfte nicht wirklich groß sein. Feuerlöschdroiden sind schon auf dem Weg hierher. Allerdings ist es ein leichtes, über ein offenes Terminal an alle relevanten Daten zu kommen. Scav gelingt es, alles herunter zu laden und wir machen, dass wir von hier wegkommen. Gerade so können wir verschwinden, als schon die ersten Löschdroiden ihre Arbeit aufnehmen. Unsere kleine Sabotage dürfte bald auffallen. Ich warte jeden Moment darauf, dass es eine vollkommene Abriegelung gibt, aber nichts passiert. Wir schaffen es gerade so wieder an unserem Arbeitsplatz zu kommen, als die beiden Wachen auftauchen.

"Ihr seid für heute fertig!", meint einer der Wachen und macht deutlich, dass wir alles zusammen zu packen und von hier zu verschwinden haben.

"Du bist der Boss", meine ich dazu nur lapidar und beginne alles Werkzeug und Ersatzteile in der angemessenen Geschwindigkeit einzupacken. Schließlich wollen wir ja auch von hier weg. Die beiden Wachen machen durchaus Druck und nun ist wohl Schluss mit Lustig. Aus der ferne sehen wir, dass andere Arbeiter zusammen getrieben und gründlich untersucht werden. Heute haben wir mehr Ausrüstung dabei, was bei einer peniblen Durchsuchung durchaus gefunden werden könnte. Die Schleichanzüge unter unseren Arbeitsoveralls sind ebenso eindeutig verdächtig wie die Luftgewehre. Da die Wachen tatsächlich voraus gehen, ist es ein leichtes, die Gewehre aus den Wagen zu holen und sie von hinten nieder zu schießen. Das gelingt ohne Probleme und wir zerren die betäubten Soldaten in die nächste Besenkammer. Da die Wachen weit vor uns darauf fixiert sind, ihre "Verdächtigen" unter Kontrolle zu halten, bemerken diese nicht unser Treiben direkt vor ihrer Nase.

Eine kurze Zählung ergibt zehn Wachen vor uns und das sind nur die, wo wir sehen. Da lauern bestimmt noch mehr weiter hinten. Uns da durch zu kämpfen erscheint niemanden wirklich opportun zu sein. Also lassen wir uns zurückfallen und beschließen durch die rückwärtige Wartungsluke zu verschwinden. Wir bewegen uns so schnell und ebenso heimlich wie möglich durch die Peripherie der Anlage. Einer Patrouille weichen wir im letzten Moment aus und lassen sie in einer Damentoilette wartend passieren. Dann geht es weiter und wir benutzen einen Wartungsschacht um ein Stockwerk höher zu kommen. Da geht es dann weiter.

Jetzt steht nur noch der festmontierte Aufseherdroide zwischen uns und dem Ausgang. Also hole ich meine Dragoner hervor, ziehe die Schulterstütze vor und schraube den Schalldämpfer auf. Während die anderen ein Stück zurückbleiben, schleiche ich in geduckter Pirscherhaltung vor und bekommen eine Sichtlinie zu meinem Ziel. Anvisieren, zentrieren, Atem anhalten und abziehen. Ich treffe den Droiden direkt in seinen Metallschädel und er sackt augenblicklich in sich zusammen. Da war keine Möglichkeit mehr, einen Alarm auszulösen. Die übrigen Droiden haben eine zu eingeschränkte Wahrnehmung und ein zu geringe Autonomie um in irgend einer anderen Form darauf zu reagieren, als stoisch auf weitere Anweisungen zu warten, die niemals mehr von diesem Aufseherdroiden kommen werden. Ich gebe Zeichen und die anderen rücken nach. Die Wartungsluke zu öffnen ist so kein Problem mehr. Aber die ist von einem Geschütz einsehbar. Also wechsele ich wieder auf das Luftgewehr und gehe als erste raus.

Tatsächlich schaut gerade in dem Moment der Schütze im Geschütz genau zu mir runter. Auch hier lege ich sofort an, ziele, zentriere und ziehe sauber ab. Der junge Mann sackt bewusstlos in seinem Sitz zusammen, nachdem mein Geschoss ihn mittig im Torso getroffen habe. Nun heißt es in den toten Winkel der anderen Geschütze zu gelangen. Und das bedeutet, ein Sprung ins Nichts.

Nakagos wirre Gedanken

So, jetzt gibt es erst mal ein kleine Osterpause bis voraussichtlich Sonntag 28.04.2019. Kann auch sein, dass es schon am Donnerstag den 25.04.2019 weiter geht.

Sitzung gespielt am: 24.08.2018
Anwesende Spieler: Lyra, Shaka, Scav, Edna
Erfahrungspunkte: 25 EP, 10 EP investiert in Fertigkeit Nahkampfwaffen zweiter Rang, 15 EP noch übrig.

Beute: Daten aus der Anlage, ein Lambda Shuttle, Waffen im Wert von etwa 60K bis 72K Credits

Getötete und überwundene Gegner: 1 Deathtrooper, 1 Offizier, 1 Verhörspezialist, 2 Viper Droiden, 1 Verwaltungsdroide, 3 Soldaten, etwa 1 Dutzend Sturmtruppler, 3 Sandwürmchen,

Gruppenwert:
Diplomatie: 225
Schmuggel/Handel: 260 (+50 wegen erfolgreicher Flucht von einem Sternenzerstörer)
Militär: 350 (+50 wegen erfolgreicher Flucht von einem Sternenzerstörer)

Resümee: Das war eine ziemliche Achterbahnfahrt. Wirkliche Antworten haben wir immer noch keine. Aber es war notwendig, das Zeitfenster einzuhalten, um mit General Gale Kontakt aufzunehmen. Es gab ja ein paar neue Entwicklungen. Entweder ist General Gale tot, gefangen oder umgedreht. Eine wirklich überraschende Entwicklung, die aber viel erklären würde, warum wir zum Beispiel nicht gerettet wurden.

Momentan sieht es so aus, als würden mit Hilfe von Suul und dem Traum Leute "umprogrammiert" werden. In Gales Fall wird er dann am Ende der Sündenbock sein, der versucht hat, die Königin Mutter zu töten. Das wäre eine Steilvorlage um der Neuen Republik den Krieg zu erklären. Offensichtlich glaubt Admiral Thorne, dass er an der Seite des Hapes Konsortiums in der Lage wäre, die Neue Republik in die Knie zu zwingen.

Der Angriff im Übungsgelände war ziemlich heftig. Nach dem Deathtrooper war mir klar, dass dieser Kampf einer von jenen ist, wo man gefangen genommen werden wird, egal was man macht. Deswegen habe ich es dann einfach geschehen lassen, darauf vertrauend, dass dies für die Story notwendig ist.

Dafür war die Flucht aus dem Sternenzerstörer Kino pur. Das war richtig geil! Und Lyra konnte richtig gut fliegen! Normalerweise verhaue ich Pilotenproben fast immer. Sie kann das zwar rudimentär mit einem Trainings- und drei Begabungswürfeln, aber dieses mal war es verdammt gut. Diese Szene hat mir sehr gefallen.

Zum Glück hat unser SL die Werte des IT-O nicht gekannt, sondern nur was aus dem Stehgreif improvisiert. Normalerweise hätten zwei Schläge nicht gereicht. Das Ding ist für seine 30cm Durchmesser ein verdammt zähes Teil mit 12 Lebenspunkten und einer Absorption von 3, dass sich mit einem Säurestrahl wehren kann und Elektroschocks verteilen kann. Diese kleine gemeine Kugel ist ein richtig garstiges Ding.

Etwas blöd war das Doppelspiel der Rebellen auf Cyphera. Außer Spesen nichts gewesen. Wenn sie gleich reinen Tisch gemacht hätten, wäre es für uns einfacher gewesen. Aber auch hier gibt es Indizien, dass der "Verräter" mit Hilfe einer uns noch bekannten Technik umgedreht wurde.

Die 25 EP sind durchaus angemessen.

Lyras Entwicklung: Tödliche Präzision hat sich bewährt. Drei Schadenspunkte mehr sind schon sehr gut. Auch der Cherkahänder ist ziemlich heftig in voller Aufrüstung. Bloß blöd, dass die Gewichtsreduzierung nicht geklappt hat, der mit Gewicht vier doch recht schwer ist. Mit einer Stärke von 4 kann Lyra maximal 9 Punkte Belastung verkraften, Ausrüstungsgürtel gibt 1 und Rucksack 4 zusätzliche Punkte. Die taktische Weste nur 3. A-280 hat auch Belastung 4, Dragoner und Vibromesser je 1, dazu der Zweihänder sind wir schon 10. Jede Handgranate hat ebenfalls 1, 10 Kleinteile sind ebenfalls 1, Jetpack kostet 2. Da die Rüstungen nur jeweils ein Gewicht von 3 haben, spielen sie zum Glück keine Rolle, da ein Wert von 3 oder weniger bei einer angezogenen Rüstung keine Rolle spielen.

Noch im letzten Kapitel habe ich darüber philosophiert, wie nutzlos eigentlich "Kreatives Töten" ist. Und schon war es praktisch, da ich den Droiden mit einem Schlag so hart kritisch treffen konnte, dass er zerbrochen ist. Das war wahrscheinlich auch die einzige Anwendung in der ganzen Kampagne für dieses Talent, aber dafür war es genau richtig.

Bei Rekrut erreiche ich nun die letzte Ebene und nehme für 25 Seiten Abgehärtet, so das Lyra nun 19 Lebenspunkte hat.

Die 25 Erfahrungspunkte verursachen die Qual der Wahl. Pirscher für 20? Schwere Feuerwaffen auf 4 für 20? Letztens habe ich Pilot Planetar auf 2 gesteigert. Eine Waffenfertigkeit wäre also wieder dran. Oder Nahkampfwaffen für 10 um den zweiten Rang darin zu bekommen? Oder für Powertech sparen und den dann für 30 kaufen?

Letztendlich habe ich mich dafür entschieden, für 10 Punkte den zweiten Rang für Nahkampfwaffen zu nehmen. Mit dem Zweihänder kann Lyra ordentlich Schaden machen und sollte dafür auch richtig umgehen können. Eine hohe Nahkampffertigkeit entspricht ja auch ihrem Hintergrund als Gladiatorin. Ränge darin sind auch später wichtig für mehr Schaden durch "Tödliche Präzision", was es auf der vierten Ebene des Powertechs zu kaufen gibt. Die restlichen 15 Punkte werden für den Kauf der dritten Spezialisierung von Lyra, den des Powertechs aufgespart. Von der Klasse erwarte ich recht viel, da diese viele unterstützende und defensive Talente hat. Besonders Ausrüstung wie Waffen und Rüstungen können verbessert werden. Und verbesserte Ausrüstung bringt viel in diesem System.

Am Rande des Imperiums, dass Rollenspiel

Heute will ich den Rekruten vorstellen. Das ist eine allgemeine Spezialisierung, die aus "Zeitalter der Rebellion" ist und für jede Charakterklasse ohne Strafpunkte zu  haben ist, so lange der Charakter für die Allianz gekämpft hat oder noch aktiv ist. Es spiegelt sozusagen die Grundausbildung wieder. Viele Klassen in den Systemen haben das Problem, dass sie überhaupt keine Kampffertigkeiten besitzen. Mit sehr viel Glück bekommt man hier und da mal leichte Fernkampfwaffen oder Nahkampfwaffen. Manche Talentzweige geben viele Boni auf Nah oder Fernkampf, bloß Blöd, wenn davon nichts eine Berufsfertigkeit ist. Für knapp zwanzig Punkte, vorausgesetzt es ist die zweite Spezialisierung, kann man sich den Rekruten kaufen.

Als Berufsfertigkeiten bekommt er Athletik, Disziplin, Überleben und Wachsamkeit mit. Zwar keine Waffenfertigkeit, aber Ränge in diesen Fertigkeiten zu haben ist auch kein Fehler. Die Waffenfertigkeiten werden dann über Talente frei geschaltet. In drei Kästchen kann man für 5 Punkte zum einen jede normale Waffenfertigkeit kaufen, für 10 Punkte kriegt man Artillerie und Pilot Planetar. Für weitere 10 Punkte bekommt man die Wissensfertigkeiten Kernwelten und Äußerer Rand.

Das restliche Spektrum an Talenten ist eine gute Mischung aus defensiven, offensiven und unterstützenden Talenten. Immerhin bekommt man 3x Abgehärtet, was fünfzig Punkte kostet. Aber sechs Lebenspunkte sind nie ein Fehler. Dazu 2x Starrsinn, also 2 Punkte mehr Erschöpfung, auch sehr sinnvoll. 3x langer Atem, man kann Erschöpfung in Höhe des Talentranges in einer Nebenhandlung einmal pro Begegnung abbauen, auch äußerst praktisch. Belastbarkeit erhöht die Absorption für 25 Punkte, teuer, aber gut. Kann einem das Leben retten. Hingabe ist obligatorisch. Dynamisches Feuer senkt die Schwierigkeit im Nahkampf eine Fernkampfwaffe abzufeuern, auch sehr gutes Talent, wenn auch sehr teuer. Kreatives Töten für 20 kann Nett sein, wie ich erst letztens beim kampf gegen den Verhördroiden feststellen konnte. Schnellziehen und in den Stand sind äußerst Praktisch und nie verkehrt. Ersatzmagazin ist auch ein gutes Talent was Friktion raus nimmt. Und Naturbursche für 5 Punkte ist auch kein Fehler.

Das ist sicherlich nicht die Überklasse, aber für eine Nichtkämpferklasse eine sinnvolle Erweiterung, da es doch recht häufig zu kämpfen kommt. Das Spiel heißt nicht aus einer Laune heraus "Star Wars". Ein breites Spektrum an Waffenfertigkeiten bringt Flexibilität ins Spiel. Und Spezialisierungen mit Zugriff auf alle Waffen sind rar gesät. Das ist eigentlich nur der Söldner/Soldat. Und sechs Lebenspunkte sind auch nie ein Fehler. Davon kann man auch nie genug haben. In der Summe eine gute Ergänzung für so ziemlich jede andere Klasse.

Nakago

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« Antwort #114 am: 28. April 2019, 14:15:16 »
Episode XVI
Anlage XIII.VI
Aurek
Sirenen beginnen nun laut zu heulen und es sieht so aus, als wäre unsere Flucht aus der imperialen Bunkeranlage hinter uns entdeckt worden. Ich klemme mir ein Atemgerät zwischen die Zähne und springe ohne zu zögern in den Kanal. Sieben Meter Höhenunterschied hört sich nicht nach besonders viel an, aber der Aufschlag hat es doch schon in sich. Mühsam komme ich wieder in der Drecksbrühe zwischen den beiden schwimmenden Inselplatten aus verwitterten Permabeton nach oben und beginne zu Schwimmen. Nichts wie weg hier lautet nun die Devise.

Zum Glück sind wir recht schnell aus dem Sichtbereich der Anlage heraus. Mehrmals müssen wir abtauchen, um von Patrouillen des sogenannten Imperiums nicht aufgespürt zu werden. Zum Glück gibt es hier ziemlich viel Treibgut aus Plastikmüll, was für guten Sichtschutz sorgt. Schließlich holt Lyn uns mit der "Vanguard" unter Wasser ab und wir sammeln als letztes Scav ein, der als Droide nicht wirklich schwimmen kann.

Das war jetzt heftig und ich bin froh, dass wir das alles ohne Blessuren überstanden haben. Die neuen Schleichrüstungen sind wirklich cool und jeden Credit wert. Besonders toll ist, dass wir diese wirklich guten Rüstungen nicht bezahlten haben müssen. Ich schäle mich als erstes aus der Rüstung, zieh mir was bequemes an und reinige die empfindliche Oberfläche der Schleichrüstung gründlich. Dann gehe ich duschen und ziehe meine Kampfrüstung an, da es durchaus möglich ist, dass wir noch aufgespürt werden.

Im Aufenthaltsraum ist Scav schon am Auswerten der Daten und Valerie Virin schaut ihm über die Schulter. Ich stöpsle mein Datapad ebenfalls ein und sichte, was wir denn da alles herunter geladen haben. Der Inhalt der Datenpakete ist ernüchternd. Das Interessanteste dürfte ein Organigramm sein, welche die Struktur der Stützpunkte der sogenannten Imperialen auf Cyphera zum Inhalt hat. Es gibt offizielle Stützpunkte, welche jederzeit von der Kontrollkommission der Königlichen Flotte besucht werden können, da dort alles offen gelegt werden kann. Dann gibt es Geheimbasen die reine Köder und Ablenkung sind. Ein Labyrinth aus Fallen um potentielle Rebellen und Spione in die Falle zu locken. Und dann gibt es die wirklichen Geheimbasen, die uns wirklich brennend interessieren.

Die wollten uns nach XIII.VI verlegen und nach unserer Theorie werden da die Leute umgedreht. Wie sie das mit Hilfe von Suul machen ist uns nach wie vor ein Rätsel und wird wohl nur dadurch aufgeklärt werden, wenn wir dort nachsehen. Wir finden tatsächlich relevante Daten, welche diese Geheimanlage betreffen. Sie liegt wenig überraschend in einem Sperrgebiet weitab aller wirtschaftlicher Interessen. Es gibt dort also keine eingezeichnete Unterwasserstadt der indigenen Fischmenschen wie auch keinerlei Kristallkorallenfelder in der Nähe. Das Areal liegt etwa fünftausend Kilometer von hier entfernt in etwa 500 Meter Tiefe. Östlich davon gibt es eine Klippe und einen unterseeischen Gebirgszug, wo eine Annäherung möglich sein dürfte. Die Anlage selbst besteht aus vier Kuppeln und einem langgezogenen Gebäude. Eine Zentralkuppel mit mehreren hundert Meter Durchmesser ist das Zentrum der Einrichtung. Im Osten gibt es eine kleiner Kuppel mit der Bezeichnung "Dock". Wahrscheinlich der Unterwasserhafen der Anlage. Weiter im Westen gibt es ein Geothermalkraftwerk, in etwas südlicher Entfernung daneben ein Gebäude mit der Bezeichnung "Bunker". Auf dem Bunker ist einer von vier schweren Unterwasserlasergeschütztürmen installiert. Drei weitere Geschützstellungen sorgen dafür, dass eine Sturmlandung nicht möglich ist. Außerhalb befindet sich ein über 150 Meter hohes Gebäude mit der Bezeichnung Sicherheitsturm, welches nach den Plänen zu urteilen aber nicht mit der eigentlichen Anlage verbunden ist.

In der Hauptkuppel scheint sich das Hauptlabor zu befinden. In einer nördlich gelegenen kleineren Kuppel "Labor III", Labor Nummer Zwei liegt im Westen, dass "Archiv" im Süden. Wir überspielen die Daten in unsere Holokonsole aus den Klonkriegen und betrachten darum herum stehend die lebensnahe Projektion der geheimen Anlage. Der Komplex ist ziemlich groß, allein der Sicherheitsturm im Süden ist über 150 Meter hoch. Im Bunker kann locker eine ganze Kompanie Sturmtruppen Quartier beziehen. Leider haben wir außer der Außendarstellung der Anlage keine Pläne vom Innern oder weiterführende Daten.

Es gibt eine längere Diskussion darüber, wie viele imperiale Soldaten oder Sicherheitsdroiden hier Stationiert sein dürften. Die Anlage ist sehr groß, da könnte ein ganzes Regiment bzw. Legion platz finden. Scav argumentiert, dass die Geheimhaltung der größte Schutz der Anlage ist und Verstärkungen von dem Hauptquartier innerhalb einer halben Stunde nachgeführt werden können. Deswegen macht es wenig Sinn, hier Truppen in signifikanter Anzahl zu stationieren. Ich bin eher der Meinung, dass diese Anlage praktisch ein Schlüsselstein in den Plänen von Admiral Thorne sein dürfte und deswegen ein ausreichend starke Besatzung von mindestens Kompaniestärke hat. Wobei es möglich ist, dass es noch andere Anlagen dieser Art gibt. Wir wissen nur von ihr, weil wir dorthin verlegt werden sollten und unsere Theorie besagt, dass dort die Möglichkeit besteht, unliebsame Personen "umzuprogrammieren". Mein Instinkt sagt mir, dass es so sein muss. Allerdings kann es durchaus sein, dass mehrere solcher Anlagen gibt. Letztendlich können wir nur spekulieren. Die Faktenlage ist äußerst dünn. Von einem Zug bis zu einem Regiment finden sich Argumente und Gegenargumente. Fest steht, wir sollten uns da drin so unauffällig wie möglich verhalten. Die einzigen uns noch zugänglichen Daten besagen, dass kürzlich die Bioscanner im Dockbereich verbessert worden sind.

In den nächsten Stunden diskutieren wir über verschiedene Pläne und Möglichkeiten. Immer wieder versuchen wir uns über verschiedene Aspekte dieser Welt klar zu werden. Die Fauna und Flora ist wenig feindlich. Es ist davon auszugehen, dass die indigenen Fischmenschen den Großteil aller ihr gefährlichen Kreaturen ausgerottet haben, wie es bei den meisten zivilisierten Welten eben der Fall ist. Es gibt hier Fische, welche in Schwärmen auftretend in der Lage sind, Sensoren zu stören. Leider gibt es die nicht in der Nähe der Anlage, in die wir einbrechen wollen. Auch gibt es keine praktikable zeitnahe Möglichkeit daran was zu ändern, auch wenn Lyn darüber ausgiebig fantasiert. Die Unterwasserströmung kommt dort aus südöstlicher Richtung, was eine Verwirbelung des Bodens nach sich zieht. Wieweit das Sensoren nun effektiv stört steht auf einem anderen Blatt. Skav wie auch ich sind der Meinung, dass dieses zwar eine Annäherung erleichtert, aber uns nicht genug vor den Sensoren abschirmen wird.

Unser Primärziel ist das erlangen von Daten und der Beweis, dass das Imperium nicht nur in der Lage ist, Menschen umzuprogrammieren, sondern dass dies auch spezifisch mit General Gale passiert ist. Die Zerstörung der Anlage ist da irrelevant. Spaßenshalber rechne ich trotzdem mal aus, wie viel Detonite wohl nötig ist. Theoretisch wäre es wohl sogar möglich, die Anlage zu zerstören. Bin aber trotzdem dagegen, da ich finde, dass wir uns auf die Sammlung von Beweisen für Admiral Thornes Machenschaften konzentrieren sollten und uns nicht verzetteln. Die Zerstörung der Anlage wäre sicherlich kein Fehler, aber ich habe gelernt, dass verzetteln zu Friktion führt. Und zu viel Friktion führt zum scheitern. Also die Missionsparameter einfach und klein halten.

Letztendlich einigen wir uns auf einen Plan. Wir werden uns mit der "Vanguard" im Schutze des Höhenzuges auf etwa zwei Klicks annähern, in einer Schlucht landen und uns mit Hilfe von Taucheranzügen annähern. Über einen Wartungszugang im Kraftwerk werden wir eindringen, da dies direkt an der Klippe anliegt und so eine Annäherung über die zerklüftete Landschaft gut möglich ist.

"Auf den Plänen ist gar kein Wartungszugang verzeichnet", meldet sich Shaka.

"Auf den Plänen ist überhaupt kein Zugang verzeichnet. Aber Kraftwerke haben die Tendenz, dass sie gewartet werden müssen. Auch von Außen, also wird es einen Zugang geben", argumentiere ich.

"Wir sollten nicht auf Annahmen planen, sondern auf Fakten", meint die blaue Twi´lek dazu. Ich fokussiere mich auf die gegenüberliegende Ecke, zähle bis drei, sammle mich und bleibe ganz ruhig.

"Dummerweise können wir nicht auf einen Kaf vorbei flanieren und nachschauen", weiße ich auf den Faktor hin, dass es für uns nicht möglich ist, die Anlage im Vorfeld aufzuklären.

"Wir müssen uns darauf verlassen, dass diese ewig gestrigen Imperialen an ihre Bauverordnungen halten. Wenn man sich bei den Spinnern von der Neuen Ordnung verlassen konnte, dann das, dass sie sich akribisch an Verwaltungsvorschriften gehalten haben. Das wird bei XIII.VI nicht anders sein", führe ich als Argumente an und kann nicht verhindern, dass sich in meine Stimme ein immer schärferer Unterton schleicht.

"Wir haben gute Scanner an Bord unseres Schiffes. Es sollte möglich sein, einen Scan von der Anlage zu machen", beharrt Shaka weiter auf eine Aufklärung im Vorfeld der Mission.

"Meine Berechnungen ergeben, dass wir für einen detaillierten Scan unweigerlich in den Erfassungsbereich ihrer für diese Größe einer Anlage vorgeschriebenen Sensoren geraten und gegebenenfalls von den zu erwartenden Gegenmaßnahmen massive Beschädigungen an unserem Schiff riskieren", argumentiert Scav gegen einen Aufklärungstauchgang. Nach einer weiteren halben Stunde äußerst intensiver Diskussion ist das Thema Nahaufklärung dann auch endlich vom Tisch.

"Nach dem Eindringen über die Standardmäßig vorhandene Wartungsluke bewegen wir uns über Versorgungsschächte in den Dockbereich, nehmen die Abzweigung zu den Außenlaboren und folgen deren Versorgungsschächte bis ins Archiv. Dort werden wir die Beweise finden, die belegen, dass dieser klägliche Rest des Imperiums versucht, mit umprogrammierten Menschen das Hapes-Konsortium in einen Krieg mit der Neuen Republik zu treiben", fasse ich grob meinen Plan zusammen. Was kann dabei schon schief gehen?

Nakagos wirre Gedanken

Nach der Osterpause geht es nun wieder weiter. Nach der Flucht gleich die Planung für die nächste Infiltration. Die Diskussion darüber war wirklich auch am Tisch sehr intensiv und ich hatte so meine Probleme mit dem Spieler von Shaka. Und er sicherlich auch mit mir.

Nakago

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« Antwort #115 am: 30. April 2019, 16:37:50 »
Besh

Der nächste Knackpunkt auf der Tagesordnung ist, dass Valerie Virin, die bis jetzt sich im Still im Hintergrund gehalten hat, darauf besteht, mit in die Anlage einzudringen. Dummerweise hat sie weder Erfahrung noch einen Schleichanzug. Hätten wir ihr besorgen können, aber wirklich niemand im Team ist darauf scharf, sie mit in die Anlage zu schleppen. Dazu hat sie einfach nicht genug praktische Erfahrung in der Infiltration und ist auch kämpferisch kein Herausforderung für einen imperialen Sturmtruppler. Ich habe ihr ein paar Grundkenntnisse beigebracht und wäre wohl in der Lage, einen Kampf gegen einen Sittenstrolch oder Straßenräuber zu bestehen. Aber nicht so was. Nach etwas hin und her lässt Valerie sich überzeugen, dass ihr Mitkommen den Erfolg massiv gefährdet.

Als nächstes besorgen wir uns ein paar Tauchanzüge, die für den hohen Druck in so einer Tiefe ausgelegt sind. Auch achten wir darauf, dass wir unsere Rüstungen darunter anziehen können. Auch besorgen wir einen Kameradroiden mit einem großen Speicherchip, um unsere Infiltration zu dokumentieren. Schließlich brauchen wir Beweise und ein Film sagt mehr als tausend Worte. Dann heißt es die Ausrüstung zu überprüfen, beschädigtes auszutauschen und die letzten Vorbereitungen zu treffen. So eine Mission bräuchte durchaus eine eingehende Aufklärungsphase, da hat Shaka nicht mal so unrecht, aber wir haben schlicht die Zeit dafür nicht. Nach unserer Annahme dürfte Operation Windstoß während dem Besuch der Königinmutter Ta‘a Chume stattfinden und der ist in wenigen Tagen. Deswegen ist unser Zeitfenster ziemlich gering. Wir müssen am Besten schon im Vorfeld unwiderlegbar beweisen, dass General Gale von Admiral Thorne in eine hörige Marionette verwandelt wurde. Falls nicht, könnte ein heißer Krieg zwischen dem Hapes-Konsortium und der Neuen Republik ausbrechen.

Ich klemme mich hinter die Konsole des Co-Piloten und wir beginnen mit dem Checkup der Systeme. Alles ist in Ordnung und vollständig einsatzbereit. Wir heben ab und steigen zuerst hoch und verabschieden uns von der Bodenkontrolle. Im Raum nehmen wir dann Kurs auf den Stützpunkt und schalten unsere Tarnvorrichtung ein, die es Sensoren erschwert, uns zu orten. Langsam beginnen wir mit dem Sinkflug und treten wieder in die Atmosphäre ein. Mit sehr großem Abstand beginnen wir dann mit dem Sinkflug und fliegen nur wenige Meter über der Meeresoberfläche mit über tausend Stundenkilometern entlang. Schließlich sind wir recht Nah an der Anlage, beginnen Geschwindigkeit zurück zu nehmen, bis wir über der Oberfläche schweben, dann sinken wir herab und kehren dann die Strömung der Repulsorliftantriebe um. Wir tauchen nun ins Meer und steuern dem Meeresboden zu. Vorsichtig nähern wir uns nun von Osten der Anlage an. Vergleichsweise langsam kommen wir voran und tauchen schließlich in einen Canyon ein. Dessen verlauf folgen wir mehrere Kilometer und sinken dann endgültig zu Boden. Nach und nach fahren wir alle überflüssigen Systeme herunter, um unsere Energiesignatur so niedrig wie möglich zu halten. Auch machen wir die Cockpitbeleuchtung vollständig aus. Nach einigen Minuten schauen schon die ersten Fische neugierig vorbei, was den da Interessantes in ihren Lebensbereiche eingedrungen ist.

Schließlich schlüpfen wir in unsere Tauchanzüge, schärfen Valerie ein, was ist tun soll, falls wir nicht zurück kommen sollten. Dann wird es an dieser jungen Frau allein liegen, einen Krieg zu verhindern.

"Möge die Macht mit uns sein!", bete ich und setze dann den schweren Tauchhelm auf. Dann wird die Schleuse geflutet und wir begeben uns nach draußen. Der Marsch auf dem Grund des Meeres ist äußerst kräftezehrend und wir müssen einige Passagen überklettern. Wir sehen wieder einer dieser riesigen Krakenarme von Suúl. Mit dem Unterschied, dass hier elektronische Bauteile angebracht sind. Sie haben Antennen auf ihrer Oberfläche und sind tief ins Fleisch eingedrungen. Das sieht äußerst bizarr aus und nährt den Verdacht, dass dieses Umprogrammieren von Menschen durchaus was mit Suúl zu tun hat.

Schließlich liegen wir am Rand der Klippe und erblicken zum ersten mal unser Missionsziel. Die Anlage ist erleuchtet und die Kuppeln scheinen aus Transpariglas zu bestehen. Das Kraftwerk hat auf dem Dach sechs Abflussrohre, aus dem stetig geschwärztes Wasser heraus kommt. Diese schwarzen Wolken verdunkeln einen erheblichen Teil der Klippe, was uns sehr zu gute kommen wird.

Wir können nach und nach vier hier patrouillierende U-Boote über und an der Peripherie der Anlage ausmachen. Die sind offensichtlich bewaffnet. Aber mehr kann ich dazu nicht sagen. Unterwasserkampf war nie mein Spezialgebiet. Genau genommen ist dies meine erste Infiltration eines Unterwasserstützpunktes. Dürfte allen anderen auch so gehen. Ein fünftes U-Boot fährt gerade vom Komplex mit dem namens "Bunker" los. Das ist deutlich größer und dürfte nach seinem breiten Design nach ein Transporter sein. Wir schauen dem Schauspiel kurz zu und suchen uns dann eine tiefe Rinne aus, in der wir uns an die Anlage heran schleichen werden. Der Abstieg dauert über eine Stunde und ist entsprechend anstrengend, da wir kaum was hier dunklen Wasserwolken sehen. Aber dafür sieht man uns auch nicht.

Schließlich erreichen wir die Außenbereiche der Anlage stehen quasi auf deren Dach. Zu unser Glück befindet sich hier die schon vermutete Wartungsluke nach Innen. Scav gelingt es, die Schleuse zu okkupieren und jegliche Signale zu einer Überwachungsstation zu unterdrücken. Nach und nach passieren wir die Schleuse und sind schließlich im Innern der Anlage. Wir ziehen hier unsere sperrigen Tauchanzüge aus und hängen sie an dafür vorgesehene Haken. Weitere Anzüge hängen hier nicht. Die Wände sind aus unverputzten Permabeton und die Anlage scheint dem imperialen Bauschema zu folgen. Es ist uns also ein leichtes, sich zurecht zu finden. War man in einem imperialen Stützpunkt, hat man quasi alle gesehen. Standardisierung hat auch seine Tücken. Ich ziehe meine Dragoner und schraube den Schalldämpfer auf. Soll ja nicht jeder hören, wenn ich hier herum schieße.

Vorsichtig begeben wir uns in die Tiefe des Kraftwerkes. Hier und da verrichten Wartungsdroiden stupide ihre Arbeit. Menschen, Soldaten oder gar Sturmtruppen sind keine auszumachen. Schließlich erreichen wir den Zugangsbereich zum Versorgungstunnel zur eigentlichen Station. Der obere Weg ist mit einem schwer gepanzerten Sicherheitsdroiden gesichert, der mir aus hapanischer Produktion zu stammen scheint, da ich diesen Typ nicht kenne. Nur die schwarze Lackierung zeigt, dass er ein imperialer Droide ist. Es gibt noch ein Stockwerk darunter, wo sich eine Hochenergieleitung befindet. Die ist ziemlich heiß und alle 2,3 Sekunden läuft ein Impuls mit etwa 100 Meter pro Sekunde hindurch. In regelmäßigen Abständen befinden sich Nischen in den Wänden, die helfen, der enormen Hitzeentwicklung zu entgehen. Allerdings sind die zu weit auseinander, um sie jeweils rechtzeitig zu erreichen. Das ist nicht gut.

Es gibt noch eine Abzweigung, die in Richtung Bunker führt. Alle anderen sind der Meinung, dass es eine gute Idee ist, einfach mal die zu nehmen, in der Hoffnung, dass von dort ein weiterer Versorgungstunnel vielleicht unterirdisch zur eigentlichen Forschungsstation führt. Ich halte das für eine weniger gute Idee, da ich aufgrund der Bezeichnung "Bunker" eine militärische Besatzung vermute.

Nun gut, also rücken wir vor. Auch dieser enge Versorgungstunnel besteht aus Permabeton. Hier und da ist eine Wasserpfütze zu sehen. Er ist unbeleuchtet und meine Nachtsichtbrille leistet mir hervorragende Dienste.

Der "Bunker" entpuppt sich als Depot, der aus einem großen Raum besteht. Wir betrachten ihn über eine Wartungsluke, da wir quasi an deren Decke herauskommen. Überall sind Kistenstapel zu sehen. Unter uns verläuft eine Gangway und es gibt eine in der Wand verankerte Sprossenleiter zu unserer Luke. Ein fest verankerter Verwaltungsdroide ist zu sehen, ebenso zwei Verladedroiden, die sich im Gegensatz zum Verwaltungsdroide im Ruhemodus befinden. Es gibt eine Frachtschleuse an der Wand gegenüber. Das alles hier hätte ich jetzt nicht erwartet. Vielleicht soll diese irreführende Bezeichnung eventuelle Eindringlinge verwirren, was in diesem Fall gut gelungen ist. Depot wäre die korrekte Bezeichnung für diesen Lagerbereich gewesen.

Es gibt eine kurze Diskussion darüber, wie wir nun weiter vorgehen sollen. Das scheint eine Sackgasse zu sein. Aber der Inhalt der Kisten könnte vielleicht interessant sein, um hier schon mal Informationen zu sammeln. Nun gut, es liegt an mir, aus der Luke zu klettern, auf der Gangway entlang zu schleichen und dann auf einen Kistenstapel zu springen. Das gelingt halbwegs und ich öffne mehrere Kisten, die Bergbauequipment beinhaltet. Etwas weiter weg, gibt es weitere Kisten, die anders aussehen. Also schau ich mir die auch an. Ich klettere ein Stück weit herunter, muss dann aber den Rest herunter springen. Allerdings komme ich zu hart am Boden auf, was ein deutlich hörbares Geräusch verursacht.

"Fierfek! Das hat der Droide bestimmt gehört!", denke ich noch und kann hören, wie sich etwas mechanisch bewegt.

Nakagos wirre Gedanken

Jetzt hat man schon Dank der geilen Schleichrüstung vier gelbe Trainingswürfel und drei blaue Verstärkungswürfel und trotzdem kommt am Ende kein Erfolg dabei raus. Drei der gelben haben die blanke Seite gezeigt, dazu waren noch zwei blaue blank. Schon ärgerlich!

Nakago

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« Antwort #116 am: 02. Mai 2019, 17:28:52 »
Cresh

Der Verwaltungsdroide aktiviert daraufhin einer seiner mobilen Helfer und schickt ihn zu meiner Position, wie Lyn mir aufgeregt mitteilt. Das ist nicht gut, könnte aber schlimmer sein, da noch kein allgemeiner Alarm gegeben wird. Also suche ich mir ein Versteck und warte ab. Ich kann hören, wie der Droide in dem Gebiet anfängt zu suchen, wo ich das Geräusch verursacht habe. Lyn meldet, dass der Droide ein Stück gelöstes Verpackungsmaterial findet und dann wieder abzieht. Das ist gerade noch mal gut gegangen. Ich verspüre deutliche Erleichterung, dass wir deswegen nicht aufgeflogen sind.

Nachdem ich eine Weile gewartet habe, mache ich dann vorsichtig mit der Untersuchung weiter. Die anderen Kisten entpuppen sich als Umverpackungen für isolierte Transportbehälter für Detonite. Das ist der am weitest verbreiteste Sprengstoff der Galaxis und wird unter anderem besonders häufig im Bergau verwendet. Was zu der übrigen hier gelagerte Ausrüstung passen würde. Haben die hier in der Nähe eine Bergbauoperation laufen? Die Ausrüstung spricht dafür. Bohren die vielleicht Suúl an? Wir wissen, dass dieses riesige Wesen angeblich den halben Planeten bedeckt. Seine gigantischen Tentakel haben wir ja schon mehrmals gesehen. Und Tentakel müssen an irgend einen Körper befestigt sein. Da kein riesiger Balg aus dem Wasser herausragt, kann es durchaus sein, dass der eigentliche Leib von Suúl irgendwo tief unter dem Meeresgrund vergraben ist. Aber das ist jetzt reine Spekulation, da wir nur wenig gesicherte Informationen über das Wesen mit dem Namen Suúl haben.

Ich klettere wieder über mehrere Kistenstapel hoch zur Gangway. Was gar nicht so einfach ist und all mein können erfordert. Erst als ich wieder im Versorgungsgang bin, wage ich aufzuatmen. Das ging gerade noch einmal gut und hat bedauerlicherweise zu wenig brauchbaren Resultaten geführt. Und nun?

Nach etwas hin und her beschließen wir den Rückzug vom Depot. Wirklich viele neue Informationen haben wir durch diesen Ausflug nicht gewonnen. Eigentlich nur, dass sich im Bunker keine Truppen aufhalten und hier irgendwo eine Bergbauoperation zu laufen scheint. Jetzt ist die alles entscheidende Frage, wie wir in die eigentliche Anlage kommen. Den Sicherheitsdroiden können wir weder leise noch schnell genug ausschalten, dass liegt jenseits unser Möglichkeiten. So früh können wir es nicht eskalieren lassen. Bleibt also nur der Schacht mit der Hauptenergieversorgung. Schließlich manipuliert Scav die Sensoren des eigentlichen Kraftwerkes, dass die Leistung etwas herunter gefahren wird. So sind die Impulse nur noch alle 14 Sekunden und damit haben wir die notwendige Zeit von Wartungsnische zu Wartungsnische zu rennen. Shaka führt uns gekonnt durch diesen Tunnel, ohne das wir dabei lebendig gegrillt werden. Trotzdem sind alle lebenden Crewmitglieder der "Vanguard" danach so durchgeschwitzt, als hätten wir mit unserer Rüstung eine Sauna besucht. Die beiden Twi´leks stecken die Hitze als Wüstenbewohnerinnen besser weg als ich.

Nun befinden wir uns unter dem "Dock". Über uns sind Laufgitter und wir spähen nach oben. Der Zugang in Richtung Hauptkuppel mit dem Zentrallabor wird von zwei weiteren schwer gepanzerten Sicherheitsdroiden gesichert. Der Zugang zum Labor III dagegen nicht. Das Dock hat etwa hundert Meter Durchmesser und scheint in der Lage zu sein, zwei der U-Boote komplett aufzunehmen. Jedenfalls gibt es hier entsprechendes Equipment, die hier aufzubocken und einiges lässt auf Wartungsgeräte schließen. Dadurch ist der ebenerdige Sichtbereich für die meisten Droiden am Boden äußerst begrenzt. Wir arbeiten uns nach Norden zu dem Zugang zu Labor III durch, wechseln durch eine Luke nach oben und passen einen Moment ab, wo kein Droide uns hier im Blickfeld hat. Skav hat im Vorfeld die Überwachungselektronik für eine Minute in eine Schleife gestellt und es ist zu hoffen, dass dies niemanden auffällt. Menschen sind auch hier keine zu sehen. Scheint so, als wäre diese Anlage zum größten Teil Vollautomatisiert.

Wir landen in einen weiteren Gang und folgen dem über eine lange Kurve zu Labor III. Auch diese Tür öffnet Skav und wir befinden uns in einer äußerst unübersichtlichen Halle. Die Decke ist aus Transpariglas, darunter befindet sich Gittergeflecht aus äußerst stabilen Durastahl. Wir sehen daran eine spinnenförmige Droideneinheit entlang staksen. Oben befindet sich noch ein über eine Treppe zu erreichender geschlossener Raum. Die eigentliche Einrichtung besteht aus den typischen Zylinder, die man überall auf dieser Welt findet. Auch hier sind innerhalb der Zylinder Träumer zu sehen. Allerdings steht daneben jeweils eine massive Rechnereinheit, die nach der Größe nach eine immense Leistung haben dürfte. Wir verteilen uns etwas, um besser Deckung nehmen zu können, während Scav versucht, sich in eine der Konsolen hinein zu hacken. Leider klappt das nicht und er löst einen Sicherheitsalarm aus. Sofort verstecken wir uns und der große Spinnendroide sieht nach, was hier los ist. Auch sehen wir mehrere humanoide Droiden, die allerdings unbewaffnet sind. Auch die Spinne hat keine offensichtlichen Waffen, aber genug Platz, um welche zum ausfahren zu haben. Der stakst hier nun mehrere Minuten herum, untersucht die Konsole, an der Skav versucht hat, sich einzuhacken und geht dann schließlich wieder seines Weges. Das war jetzt verdammt knapp gewesen.

Nachdem die Luft wieder rein ist, kriechen wir aus unseren Verstecken. Ich schau mir mal einen dieser Schläfer an. Ein Mensch, zum Kopfbereich führen von der Decke des Behälters mehrere Leitungen und eine Art von mechanischen Reifen ist um seinen Kopf gelegt, welche auch Augen und Ohren bedecken. Ab und zu zuckt der Körper. Scav meint, dass diese Anlage Wissen implantiert. Soviel hat er aus den gewonnen Daten herauslesen können, bevor er aus dem System geworfen wurde. Wir durchqueren leise schleichend von Deckung zu Deckung huschend das Labor und Scav wagt einen weiteren Versuch an einem der vielen anderen Terminals. Das befindet sich so ziemlich in der Mitte auf einem Podest. Das hier ist etwas anders designt, da sich hier auch drei Sessel und drei Zylinder mit Träumertanks befinden. Ist das hier für Demonstrationszwecke gebaut? Dieses mal löst Skav bei seinem Versuch sich in das System einklinken einen richtigen heißen Alarm aus.

"Fierfek! Hoch zum zentralen Raum!" So schnell wir können fliehen wir nach dort oben, während sich nun auch mehrere Sicherheitsdroiden in diesem Bereich begeben. Das könnte jetzt wirklich knapp werden. Gerade so schaffen wir es hinein, bevor es unten wirklich lebhaft zugeht. Skav gelingt es die Tür so zu öffnen, dass kein Signal über diesen Vorgang an einen Sicherheitsrechner geschickt wird. Dieser runde Raum unter der Kuppel ist anders strukturiert, als der Rest der Anlage. In der Mitte ist eine Art Badewanne, in der ein Mensch liegt. Auch er trägt eines dieser eigenartigen Bänder um den Kopf, die Augen und Ohren bedecken. Er ist mit Handschellen fixiert. Das ist natürlich etwas seltsam. Aber momentan haben wir andere Probleme. Dieser Raum hat nur einen Zugang und ist deswegen leicht zu verteidigen. Dafür gibt es aber aufgrund der nicht gerade üppigen Größe des Raumes Platzprobleme um uns alle verstecken zu können. Also richten wir uns auf eine Verteidigung ein und verteilen uns sinnvoll im Raum, um zum einen Deckung zu haben und das Granaten uns nicht alle gleichzeitig erwischen können.

Bange Minuten des Wartens vergehen. Unten wird die Anlage systematisch von Droiden durchsucht. Menschliches Personal oder gar Angehörige des Imperialen Militärs sind nicht zu sehen. Offensichtlich ist diese Anlage in der Hand von Droiden. Das lässt darauf schließen, dass die Anlage sehr geheim und damit wichtig sein muss. Es soll wohl so wenig Mitwisser wie nur möglich geben. Nach einer halben Stunde ziehen die Droiden wieder ab. Auf die Idee hier oben nachzusehen, kommen sie offensichtlich nicht. Wahrscheinlich verlassen sie sich darauf, dass ein Öffnen der Tür registriert worden wäre. Langsam entspannen wir uns wieder. Hier gibt es ein weiteres Terminal und meine Mutter hat mal gesagt: "Aller guten Dinge sind drei". Also auf zum nächsten Versuch. Wir alle drücken Skav die Daumen, wenn das jetzt nicht klappt, müssen wir uns zurück kämpfen und die Mission abbrechen.

"Möge die Macht mit uns sein. Ausnahmsweise mal!", bete ich inständig.

Nakagos wirre Gedanken

Der Spieler von Scav hatte zweimal hintereinander großes Würfelpech. Manchmal hat man halt nur Vorteile und keine Erfolge. Dank der vielen Vorteile hatten wir noch genug Zeit uns zu verstecken. Sonst hätte es wirklich übel ausgehen können. Und Dank der unglaublich vielen Boni, was die Schleichrüstungen uns geben, wurden wir auch nicht entdeckt. Die sind zwar wirklich Teuer und schützen nicht so gut wie unsere Kampfrüstungen, die durch ihre Hochwertigkeit und Cortosiseigentschaft ziemlich widerstandsfähig sind. Aber man bekommt bei voller Aufrüstung einen Blauen Verstärkungswürfel, einen Punkt in die Fertigkeit Heimlichkeit und dazu eine zweifache Aufwertung der Fertigkeit. Normalerweise hat Lyra in Heimlichkeit einen Rang und in Gewandtheit vier Punkte, was in einen gelben Trainingswürfel und drei Begabungswürfel resultiert. Durch die Rüstung hat sie nun vier gelbe Trainingswürfel und dazu noch drei Verstärkungswürfel, zwei wegen dem Talent Pirscher und einen durch die Rüstung. Auch sind die anderen nun sehr leise, was uns in dieser Situation wahrscheinlich das Leben gerettet hat.

Nakago

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« Antwort #117 am: 05. Mai 2019, 17:38:16 »
Dorn
Ein weiteres mal stöpselt sich Scav ein und versucht in das System vorzudringen. Bange stehen wir neben ihm und ich hoffe, dass die Macht dieses mal ausnahmsweise mal mit uns ist. Und tatsächlich, dieses mal gelingt es ihm, ohne sofort einen roten Alarm auszulösen. Dieser Bereich hier scheint dem letzten "Feinschliff" der Probanden zu dienen. Hier wird Konditioniert und nötiges Wissen vermittelt. Wahrscheinlich werden hier die umgedrehten Probanden auf ihre eigentliche Mission vorbereitet. Davor scheint es zwei vorhergehende Phasen zu geben, die zum einen in Labor II und im Zentrallabor stattfinden. Was das wiederum beinhaltet lässt sich nicht ganz klar ermitteln. Wir müssen wohl Vorort nachsehen.

Der Mann in der Wanne heißt Alic Mica, ein Händler und die männliche Nummer Eins eines wohlhabenden Hauses vom Planeten Dreena, welches in der Nähe von Calfa liegt. Nach den Unterlagen zu urteilen ist bei ihm die bisherige Konditionierung nicht angeschlagen und wird hier in diesem Raum praktisch nachbehandelt. Sollte diese nicht wie gewünscht in den nächsten 48 Stunden anschlagen, soll Mica terminiert werden. Imperiale machen eben keine halben Sachen. Weitere Daten lassen sich hier auf die Schnelle nicht extrahieren ohne sich in die wirklich geschützten Tiefen zu begeben. Da wir schon mehrere Alarme ausgelöst haben, lassen wir davon lieber ab.

Aber wir haben hier ein Opfer dieses Umprogrammieren vor uns und natürlich lassen wir die Gelegenheit nicht entgehen, mit ihm zu reden. Es ist nicht ganz einfach, den Visor von seinem Gesicht zu bekommen.

"Wo bin ich? Was ist passiert? Seid ihr hier, um mich zu retten?", sprudelt es aus ihm heraus, nachdem er einige Augenblicke gebraucht hat, um in der Realität anzukommen. Und genau genommen ist er das noch lange nicht. Wir bleiben vage, wer wir sind, erklären ihm aber, dass er in einer geheimen imperialen Anlage auf Cyphera ist. Seine letzte Erinnerung ist, dass er nach Cyphera gereist ist, um zum einen etwas für seine Familie Handel zu treiben und einige Zeit im Traum zu verbringen. Offenbar wurde er noch vor betreten einer Traumkapsel wohl hinterrücks niedergeschossen und betäubt in diese Anlage verfrachtet. Er fleht uns an, dass wir ihn mitnehmen. Das ist nicht so einfach, da wir keinen weiteren Tauchanzug mitführen. Shaka schwört, dass wir ihn mitnehmen werden, ohne jetzt eine Lösung für die Problematik anzubieten, wie wir ihn heraus bekommen.

Über die Anlage oder den Vorgang der Konditionierung kann er uns wenig erzählen. Schlicht auch deswegen, weil er nicht in der Lage ist, Traum bzw. vorgegaukelte Realität von der eigentlichen Realität zu unterschieden. Aber da die Konditionierung bei ihm nicht angesprochen hat, scheint irgendwas schief gelaufen zu sein. Wir lassen ihn schweren Herzen erst einmal zurück und bewegen uns nun zur Schleuse, der zu Labor II führt. Wieder erwartet uns ein leerer Gang. Ein Umstand, über den ich nicht traurig bin. Wir laufen mehrere hundert Meter im Viertelkreis, bis wir an eine Tür mit der Aufschrift Labor II ankommen. Skav gelingt es, die Tür zu öffnen und wir betreten einen dunklen Raum. Hier und da leuchten Dioden, sonst ist hier kein Licht zu sehen. Jedenfalls reicht die Beleuchtung der Dioden nicht aus, um irgend etwas zu erkennen. Mit Nachtsicht sehe ich einen Raum voller Traumkapseln. Auch hier schwimmen wieder Menschen in den Behältern. Allerdings sind dazwischen fleischliche Wülste in Tentakelform zu sehen. Vorsichtig schleichen wir etwas tiefer in den Raum.

"Zwölf Uhr! Bewegung!", meldet Shaka als erstes, da sich vor uns eine riesige Gestalt erhebt. Das Ding ist vier Meter hoch, sieht aus, als hätte meine kleine Schwester mit sehr viel Knetmasse versucht, eine menschliche Gestalt zu formen und wäre kläglich dabei gescheitert. Ein Helm mit Linsen bedeckt den Schädel und auf dem Rücken trägt es einen Tank. Ein Schlauch von dem Tank führt zu einem Armband am rechten Arm. Auf der anderen Seite hat er ebenfalls ein Armband mit einer Vorrichtung darauf, die mich fatal an einen kompakten Granatwerfer erinnert. Da das noch nicht schlimm genug ist, öffnet sich über uns ein riesiges Auge, dass wiederum Teil eines Tentakels ist, der sich über die Kuppel des Unterwasserhabitats erstreckt. Wahrscheinlich ein Tentakel von Suúl, dessen Ausläufer in diesem Raum auch viele Augen öffnen.

Im nächsten Moment bin ich in Nar Shadda. Ich erkenne den Eingang zu dem Hochhaus, wo ich den Kontaktmann der CBF treffen sollte. Gewürzsüchtige, Schläger und anderes Gesindel bevölkert die Straße. Aber ich halte dieses mal Eli nicht an meiner Hand. Denn Eloy wird gerade von Khador in den Eingang gezerrt.

"Lila! Hilf mir!", schreit meine kleine Schwester und ich beginne zu rennen. Auf dem Weg grapschen mehrere Leute nach mir. Die meisten sind so schnell vorbei, dass ich sie gar nicht richtig erkenne, obwohl sie mir auf fatale Weise vertraut vorkommen. Dann bin ich im Hauseingang, springe über einen betrunkenen Ithorianer, der am Boden liegt. Ich erreiche ein Treppenhaus und kann Eli von oben um Hilfe rufen hören. Ein stetiger Fluss von Blut rinnt die Treppen herunter, als ich beginne, hoch zu laufen. Eine Frau greift mich an und ich steche sie nieder, laufe einfach über ihre Leiche drüber. Die Frau habe ich schon mal erstochen, dann greift mich ein Massiff an, töte ihn mit einem Stich die Kehle und springe über seinen Kadaver. Und so geht es weiter, Kreaturen, Aliens, Menschen, Imperiale Soldaten, Offiziere, Sturmtruppler, Beamte, Handlanger, Straßenschläger, Syndikatsangehörige. Als würde jeder, den ich im laufe meines Lebens getötet habe, hier auf mich warten. Ich töte sie alle ohne jegliches Zögern ein weiteres mal. Schließlich kämpfe ich gegen einen reißenden Strom aus Blut an, bis ich endlich das Stockwerk erreiche, wo der Kontaktmann der CBF seine Wohnung hatte.

Ich öffne diese und betrete einen viel zu großen Raum. Ich bin im Büro von Zargos Zarbossa. Aber es es sieht doch deutlich anders aus. An den Wänden hängen keine Varianischen Dolche, sondern die Waffen, die ich im laufe meines bisherigen Lebens benutzt habe. Angefangen von einem Küchenmesser, den Speer, den ich anfangs oft in der Arena geführt habe und mir den Beinamen "Speermädchen" eingetragen hat. Blastergewehre, die ich in meiner Laufbahn bei der Allianz benutzt habe. Am Ende hängt "Scharfrichter", meine neuste Erwerbung eines Instrumentes zum töten, dass ich auch schon verwendet habe.

"Lyra, Lyra, Lyra, du wirst ein schlimmes Ende nehmen, wenn du es nicht endlich gut sein lässt. Gehe links und finde deinen Frieden. Gehe rechts und du wirst eine Wahrheit finden, die dich vernichten wird!", erzählt mir Zargos Zarbossa, mal wieder mit einem Chip spielend. Nur zeigt dieser auf einer Seite einen Totenkopf. "Lass endlich los und realisiere, dass ein kindischer Kleinfingerschwur kein Belang hat. Was immer du finden wirst, wird nichts mit dem zu tun haben, was du verloren hast!"

Seine Worte schneiden tief und im Grunde weiß ich, dass selbst wenn ich Eli nach so langer Zeit finden sollte, sie nichts mit dem lebenslustigen fünf Jahre alten Mädchen zu tun haben wird, die ich auf Nar Shaddaa vor so langer Zeit verloren habe. Wahrscheinlich hat sie mich schon längst vergessen und wenn nicht, wird sie mich dafür  hassen, so auf ganzer Linie versagt zu haben. Es ist sinnlos und doch muss es getan werden. Wenn ich sie nicht retten kann, so werde ich sie doch blutig rächen. Nicht nur um ihrer willen, sondern auch um meiner willen. Ich habe so viel Zeit, Credits und Energie in ihre Rettung investiert, dass darf einfach nicht umsonst gewesen sein. Also gibt es nur einen Weg für mich, auch wenn er mich in die Verdammnis führen sollte.

Nakagos wirre Gedanken

Jetzt beginnt es esoterisch zu werden. Und das wird noch ein paar mal passieren. Also mach euch auf was gefasst.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #118 am: 07. Mai 2019, 13:09:00 »
Esk

"Freiheit oder Tod!", rufe ich, als ich die rechte Tür nehme, die mich nach der Aussage von Zargos Zarbossa zu einer Wahrheit führen wird, die mich vernichten wird. Aber ich kann nicht anders, so lange es auch nur einen Hauch von Hoffnung gibt, meine kleine Schwester irgendwie lebend zu finden.

Also gehe ich durch den Gang, an dessen Ende der Riese auf mich wartet. Dann bin ich wieder in der Realität. Der Riese steht unmittelbar vor mir, meine Kameraden sind an meiner Seite. War das gerade eine Kostprobe des "Traumes"? Ich weiß es nicht, aber es sieht so aus, als hätten wir uns alle von diesem Psychospiel ins Bockshorn jagen lassen. Shaka motiviert uns mit ein paar aufmunternden Worten und ich versuche den Kerl über den Haufen zu schießen. Ich treffe zwar gut in der Höhe, wo bei einem Menschen das Herz wäre, aber wirklich beeindruckt ist das Ding davon nicht. Dafür habe ich seine ungeteilte Aufmerksamkeit und er hebt den Arm mit dem Schlauch. Im nächsten Moment trifft mich eine klebrige Flüssigkeit und werde umgeworfen. Augenblicklich klebe ich am Boden fest. Nicht gut! Aber das war noch nicht alles. Aus dem anderen Arm kommt eine kleine Runde Scheibe geschossen, trifft mich am Torso und dann geht eine starke elektrische Ladung durch meinen Körper. Das ist nicht gesund!

Als ob der Riese nicht schon ein formidabler Gegner wäre, tauchen vier dieser Spinnendroiden auf. Deren Waffensysteme sind schon ausgefahren und feuern mit ihren Blastern auf meine Kameraden. Während die Schlacht um mich tobt und ein Teil meiner Kameraden ihr Heil im Nahkampf suchen, reiße ich mich nach mehreren Versuchen vom Boden los, entferne die verdammte Scheibe, die mir ein paar schmerzhafte Stromstöße verpasst hat und stehe auf. Mit dem A-280 nehme ich nun de Feuerkampf auf, während ich mich zu einer Konsole begebe in der Hoffnung, dort etwas vom Blasterfeuer geschützt zu sein. Ich visiere eine der Spinnendroiden an, treffe sie mittig im Torso und schieße sie sauber ab. Krachend fällt die Droideneinheit von der Decke zu Boden und bleibt Funkensprühend liegen, während ihre Beine ihren letzten Routinen folgend ins Leere greifen. Skav und Edna bilden ein tödliches Duo mit Vibroaxt und Vibroschwert. Lyn und Shaka haben sich ebenfalls sinnvoll im Raum verteilt und hinter Konsolen Deckung gefunden. Von dort nehmen sie ebenfalls die Spinnen unter Feuer. Während sie es in Teamarbeit schaffen, eine weitere Spinne zusammen zu schießen, bis sie einem halben Dutzend Einschlägen qualmend von der Decke fällt, schieße ich mit jeweils einen sauberen Schuss die beiden übrigen Spinnen von der Decke. Scavangerbot 523 schlägt schließlich dem zu Fall gebrachten Hybriden den Kopf ab. Sieht so aus, als hätten wir dieses Gefecht gewonnen, aber nun sind wir aufgeflogen und unser Zeitfenster hat sich gerade sehr minimiert.

"Vyrax III, Statusbericht!", hören wir auf einmal eine Lautsprecherstimme. Die Stimme hört sich weiblich an und spricht Basic mit einem zarten, aber doch hörbaren Akzent. Offensichtlich ist dieser Raum nicht von Kameras überwacht, sonst könnte man ja sehen, was wir da gerade angerichtet haben.

Der ganze Bereich hier ist sowieso äußerst seltsam. Aber zuerst schaue ich mir das Wesen näher an und zieh im den Helm vom Kopf. Auch der Schädel sieht aus, als hätte ein Kind versucht mit Knetmasse ein Gesicht zu formen und elendig gescheitert. Ich kann mich dunkel erinnern, dass ich Abbildungen solcher Wesen schon mal gesehen habe, kann sie aber keinem Namen zuordnen und die waren auch nicht so riesig wie das Ding hier. Der Helm ist deutlich Imperialer Herkunft, da innen Komponenten verbaut sind, wie man sie auch in einem normalen Helm der Sturmtruppen finden kann.

Dieser Raum an sich dürfte so eine Art Schnittstelle zum Traum sein. Wahrscheinlich ist das nötig, um den Traum so zu steuern, dass die Probanden dabei umprogrammiert werden. So lautet schließlich unsere Schlussfolgerung zu diesem bizarren Anblick. Wenn hier die Umprogrammierung erfolgt, was passiert dann im Zentrallabor? Auf alle Fälle dokumentieren wir das mit Hilfe unseres Kameradroiden. Auch den Kampf hat er aufgenommen. Skav sammelt weitere Daten, welche unseren Verdacht stützen. Dabei findet er einen Bodentresor in der Mitte des Raumes. Wir begeben uns dort hin und helfen Skav, den komplizierten Öffnungsmechanismus zu überlisten. Nach einigen bangen Momenten fährt der Tresor aus dem Boden und öffnet sich. Darin befindet sich ein Faustgroßer Kyberkristall.

"Hoffentlich fliegt der uns nicht auch um die Ohren!", unkt Lyn, die ja vor knapp einem Jahr mit dem Abschalten des Eindämmungsfeldes auf der Solarminenstation eine äußerst verhängnisvolle Kettenreaktion ausgelöst hat.

"Die Dinger waren damals aufgeladen, der hier wirkt eher harmlos", meint Edna, da sich die Kristalle durchaus optisch unterscheiden.

"Mit dem können wir den geheimen Zugang in der Tetrapyramide auf Utaria öffnen. Vielleicht bekommen wir so noch weitere Informationen, was die Sith hier einst so alles getrieben haben. Wir sollten den mitnehmen", schlage ich vor.

"Das übernehme ich", meint Skav und packt sich das doch unheimlich wirkende Ding kurzerhand in seinen Rucksack.

"Auf zum Archiv!", dränge ich nun, da wir keine Zeit zu verlieren haben, da ich damit rechne, dass jederzeit weitere Sicherheitsdroiden in den Raum kommen. Im Laufschritt bewegen uns durch einen weiteren gebogenen Gang. Damit hätten wir dann von den Docks aus das Zentrallabor in einem Dreiviertelkreis umrundet. Wiedermal betätigt sich Scav als Türöffner und wir betreten das "Archiv". Wie in den Plänen ist der Raum langgezogen, aber in zwei mit einer massiven Wand unterteilte Bereiche umfasst, in die eine weitere Sicherheitstür führt. Eigentlich hatte ich hier Speicherbänke erwartet, stattdessen ist der Boden von einer Art Nebel bedeckt, der durch Trockeneis entsteht. Der Nebel quillt aus einer Art Becken im Boden, was den Großteil des Boden einnimmt. Davor ist ein Podest, auf dem ein Terminal mit einem Bildschirm steht. Das ganze Ambiente irritiert nicht nur mich und wir verharren am Eingang mehrere Augenblicke lang. Es gibt noch einen Gang, der von hier ins Hauptlabor führt.

"Das ist jetzt unerwartet", meine ich und rücke vor. Aufgefächert nähern wir uns dem Terminal. Es ist ein Wunder, dass wir noch nicht von allen Seiten angegriffen werden. Ich verstehe das zwar nicht ganz, aber vielleicht braucht der Gegner Zeit, um eine ausreichend große Einheit zu formieren. Oder sie warten, bis sie uns in einem Bereich stellen können, wo Irrläufer keinen Schaden anrichten können.

Das Terminal hat nur sehr simple Funktionen und enthält eigentlich nur eine Inventar bzw. Namensliste mit etwas über 800 Einträge. Darunter ist auch General Gale. Wir klicken einfach mal den Namen an und etwas beginnt zu surren. Nach wenigen Sekunden fährt ein Behälter hoch vor das Terminal und öffnet sich. Darin sehen wir die tiefgefrorene Leiche von General Gale. Selbst von hier aus kann ich die typischen Wunden erkennen, welche Blaster verursachen. Offensichtlich ist er in einem Feuergefecht gefallen.

"Fierfek!", meine ich schockiert. Laut Dateneintrag liegt der seit elf Monaten auf Eis. Wie ist das möglich? Es gibt nur wenige Wochen alte Aufzeichnungen von Bild und Ton von ihm. Und angeblich hat er persönlich neue Rekruten für seine Sache gewonnen. Es gibt eine weitere Datei zu seinem Namen mit verschiedenen Einträgen, aus denen ich nicht wirklich schlau werde.

"Nach meiner Analyse ist das eine primäre Probe, die zum Klonen von Doppelgänger verwendet wurde", erklärt Skav die ominösen Einträge. Sieht so aus, als wäre General geklont worden, wobei die Konditionierung nie besonders lang anhält, das seine Klone die Tendenz haben, zu rebellieren. Tja, einmal Rebell, immer Rebell. Das lässt uns vermuten, dass die Umprogrammierung nicht so ganz einfach ist und scheint nur bei einen Klon zu funktionieren. Ich bin zwar keine Expertin im Fachbereich klonen, aber ich glaube mich zu erinnern, dass selbst mit moderner Technik ein Klon Jahre braucht, bis er erwachsen ist.

Den nächsten Namen den wir finden, ist der von Valerie Virins großer Schwester. Auch hier ist ihre Leiche zu sehen. Das sind natürlich traurige Nachrichten und wirklich bitter. Wenig überraschend ist hier auch der Verräter der Rebellenzelle von Cyphera zu finden: Tobin Apeel. Also haben wir seinen Klon getötet. Ebenfalls finden wir hier die Leiche von Shakas Nummer zwei - Leutnant Malkov. Auch die Duchta des Hauses Zacha, welches Eng mit den Aktivitäten des Republikfeindlichen Heritage Council verbunden ist, findet sich hier. Offensichtlich haben Thorne und seine Spießgesellen auch sie ausgetauscht. Damit wäre deren enge Bindung wohl erklärt. Es befinden sich auch zwei hochrangige Offiziere der Dragoner von Calfa auf der Liste, einer davon ist  Iron Morvis, welcher die Rekruten ausbildet. Edna kennt ihn nur zu gut.

Auch die Leiche von Alic Mica finden wir, dessen Klon in Labor III nicht auf die Konditionierung anspricht. Ich schaue mir die Liste weiter an und stolpere über einen Namen, der mir einen Schauer über den Rücken jagt. Nämlich den von Eloy Askana, meiner kleinen Schwester.

Nakagos wirre Gedanken

Ja, dass war ein äußerst bitteres Kapitel und wirft viele neue Fragen auf, während die eine oder andere doch beantwortet wird. Hiermit haben wir nach knapp 350 Seiten nun ein wichtiges Etappenziel der Geschichte erreicht.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #119 am: 09. Mai 2019, 22:31:40 »
Forn

"Ach, Eli!", hauche ich und spüre, wie sich meine Augen mit Tränen füllen. Sollte hier meine lange Suche nach meiner kleinen Schwester enden? Ist das die Wahrheit, die mich vernichten wird? Mein Hand zittert, als ich ihren Namen anklicke. Es dauert einen Moment und der Behälter fährt nach oben. Er öffnet sich und ich schließe die Augen.

"Da ist ja gar niemand drin", merkt Lyn an und ich reiße die Augen wieder auf. Tatsächlich ist der Behälter leer und enthält nur einen dreiviertel Jahre alten Gedächtnisabdruck. Ich sammle mich und atme erst einmal tief durch. Meine Schwester hat mindestens noch vor einiger Zeit gelebt und in dieser Anlage gibt es nur einen Gedächtnisabdruck von ihr. Ich weiß, dass meine letzte Spur Khador meine Schwester und andere Machtsensitive Kinder an ein Syndikat verkauft hat, welches wiederum vom Imperium ausgelöscht wurde. Sieht so aus, als hätte ein imperialer Geheimdienst sich diese hundert Kinder geschnappt, jedenfalls waren es hundert Strichmännchen auf dem Bild, was wir in Khadors Haus aus Sybal gefunden haben. Und nach diesen Daten zu urteilen, ist meine Schwester wohl ein Mitglied von Admirals Thorne Truppenkontingent, in welcher Funktion auch immer. Das hält die Freude über die Gewissheit, dass meine Schwester lebt doch in Grenzen. Wir stehen in unversöhnlich verfeindeten Lagern und das erinnert mich an die Novelle: Die Geschichte zweier Schwestern, die während des letzten Sithkrieges spielt. Zwei Zwillingsschwestern werden nach der Geburt getrennt. Ein wächst bei den Jedi im Tempel auf, die andere bei den Sith. Und es endet äußerst tragisch.

Leider gibt es keine weiteren Daten und ihre Erinnerungen können wir nicht auslesen. Nun gut, weiter zum Tagesgeschäft. Wir haben noch eine äußerst wichtige Mission zu erledigen. Wir finden weitere interessante Einträge, wie den der Königinmutter Ta‘a Chume. Auch hier keine Leiche, dafür Genmaterial. Wahrscheinlich um sie zu klonen. Auch Material von Admiral Thorne und seiner Nummer Zwei, Commander Leorick lassen sich finden. Ein weiterer interessanter Eintrag ist der Name Una Batri. Das war einst eine Jedi des Tempels zu Coruscant. Am Anfang des Klonkrieges war sie die Sprecherin einer Gruppe von Jedi, welche so mit dem Kurs des Hohen Rates unzufrieden waren, dass sie den Orden verließen. Was aus ihr wurde, weiß ich nicht. Aber auf alle Fälle wurde sie erfolgreich geklont. Aber nicht in dieser Anlage. Weitere Informationen nur über die Direktorin. Mehr steht hier nicht. Diese Einschränkung haben noch ein paar andere Einträge. Und einer dieser Einträge hat den Namen Sheev Palpatine.

"Fierfek! Die wollen doch nicht etwa Palpatine klonen?", fluche ich, als ich diesen Eintrag sehe. Das wäre ja noch mal schöner. Aber letztendlich sollen wir ja Beweise sichern, als nehmen wir die Köpfe von General Gale, der Duchta von Zacha und den von Alic Mica. Das sollte mit den extrahierten Daten und den Aufnahmen hoffentlich reichen, um zu beweisen, was die Imperialen hier treiben.

Wir schauen uns noch die die Trennwand an, durch die ein massives Sicherheitsschott führt. Das ist mit einem Handabdruckscanner gesichert, der keine menschliche Hand zeigt. Auf der einen Seite wäre es sicherlich interessant zu wissen, was sich dahinter befindet, aber uns läuft die Zeit davon. Jeden Moment kann eine Kompanie Sturmtruppen über uns herfallen. Das letzte Gefecht hat deutlich gezeigt, dass wir mit einer solchen Opposition nicht fertig werden können. Also lassen wir die Tür unbeschädigt. Ich wäre für sofortigen Rückzug, da die Daten reichen sollten, um zu Beweisen, was Admiral Thorne für ein Schindluder hier treibt. Allerdings sind die anderen dafür, weiter ins Zentrallabor vorzustoßen und noch weitere Erkenntnisse zu sammeln. Nun gut, dann machen wir das eben so.

In dem Moment kommt eine Kugelrunde Droideneinheit mit vielen Kameras herein geschwebt. Ich schieße sie mit einem Schuss ab und es gibt mal wieder Alarm. Ich versteh zwar nicht, warum es nicht schon vorher Alarm gegeben hat, aber ich habe nicht die Muse darüber nachzudenken. Wir rücken in den nächsten Gang auf das Zentrallabor vor. Da steht ein Sicherheitsdroide der schwer gepanzerten Sorte herum, die ich mit zwei guten Treffer schwer beschädige, aber nicht ausschalte. Im Gegenzug bekomme ich einen schmerzhaften Treffer mit dem DLT 19 ab, mit dem der Droide ausgerüstet ist. Das tut weh! Lyn rächt mich aber und schießt den Droiden endgültig über den Haufen. Ich gebe mir ein Stimpatch, die mir die Schmerzen nimmt. Skav überwindet die Sicherheitstür und wir betreten nun die Zentrale Kuppel.

Ich habe historische Aufnahmen über die Herstellung der Klonarmee auf Kamino gesehen und diese Anlage erinnert mich vom Aufbau und Design fatal daran. Das ist eine Klonfabrik. Wir kommen an sechs zylinderförmigen Behälter vorbei, wo in verschiedenen Stadien des Wachstum weitere Virax Einheiten heranwachsen. Im Zentrum der Fabrik finden wir zum einen die Direktorin dieser Anlage, eine Kamonianerin die in einem verglasten Büro einsam über der Anlage residiert, die über eine Wendeltreppe aus Transpariglas zu erreichen ist. Zwei Virax Einheiten und zwei schwer gepanzerte Einheiten von Sicherheitsdroiden erwarten uns schon. Shaka motiviert uns und ich lege auf die mir gegenüberstehende Virax Einheit an. Da ich gelernt habe, diese Kreaturen wirklich ernst zu nehmen, ziele ich auf dessen Tank. Ich treffe gut und der unter Druck stehende Behälter detoniert. Das klebrige Zeug saut nun diese Kreatur so ein, dass sie seinen Arm festklebt. Das nenne ich einen guten Anfang!

Scav hackt sich erfolgreich ins System und hat nun erst mal alle Zugriffsrechte. Lyn wird vom anderen Virax getroffen und an einen Klontank festgeklebt. Ein Schocker trifft sie auch noch und schüttelt sie durch. Trotzdem gelingt es ihr soweit, einen Arm frei zu bekommen und schießt auf die Kreatur. Allerdings ist die von ihr verursachte Wunde so oberflächlich, dass der Virax noch nicht einmal zusammen zuckt. Die beiden Sicherheitsdroiden fangen an zu schweben, da sie offensichtlich hochwertige Antigravtechnologie integriert haben. Einer nimmt erfolgreich Scav unter Feuer und trifft ihn so hart, dass aus dem Körper von Scavangerbot 523 Funken sprühen. Shaka wirft sich gerade so noch aus dem Strahl, dass sie verfehlt wird. Edna nimmt aus gedeckter Stellung den Feuerkampf auf und schießt auf einen der schwebenden Droiden und trifft ihn zwar, schaltet die gut gepanzerte Einheit aber nicht aus.

Ich schwenke auf die andere Viraxeinheit ein und bringe auch dessen Tank auf dem Rücken zur Detonation. Für einen kurzen Moment ist er am Boden festgeklebt, reißt sich dann aber los. Der andere Virax hat seinen Schock überwunden und greift mich mit seinem freien Arm an. Da ich noch auf die andere Einheit fixiert war, trifft er mich so hart, dass ich mehrere Meter durch die Luft geschleudert werde. Der Aufprall ist fast genau so hart, wie der Treffer, der mich zu Boden geworfen hat. Ich kann mich halbwegs gut abrollen und stehe sofort wieder auf den Beinen. Das hat jetzt weh getan und ich hoffe, dass ich keine inneren Verletzungen davon getragen habe. Aber mein Adrenalin hält mich auf den Beinen und für Angst habe ich keine Zeit. Nun ist es Zeit für Scharfrichter, meinem Vibrozweihänder. Einer der schwebenden Droiden nimmt mich mit seinem DLT 19 unter Feuer und ich hechte im letzten Moment zur Seite. Die Einschläge prasseln dort auf dem Boden, wo ich mich gerade noch befunden habe. Das war jetzt knapp, da ich wahrscheinlich keinen direkten Volltreffer mehr überstehe.

Auch wenn Shaka alles versucht, wird Lyn durch mehrere hintereinander folgenden Stromschläge schließlich Ohnmächtig. Daraufhin macht sich die blaue Twi´lek auf den Weg nach oben, um zur Direktorin zu gelangen. Ich verstehe den taktischen Vorteil aufgrund eines solchen Manövers nicht, da die Direktorin momentan nicht von hier fliehen kann. Aber ich war ja im Galaktischen Bürgerkrieg ja nur am Ende Sergeant und nicht Commander. Scav gelingt es mittels eines Hacks, die beiden Droiden auf unsere Seite zu ziehen und die beginnen nun auf den frei stehenden Virax zu schießen, während der andere mir nachsetzt. Der Hapaner Edna gibt den Feuerkampf auf und geht in den Nahkampf. Er bindet den Klon, der mich gerade angegriffen hat, so dass ich mich auf den nächsten Virax kümmern kann, der mich wütend aufbrüllend angreift. Das wird noch ein langer Tag werden.

Nakagos wirre Gedanken

Das war ein verdammt harter Kampf. Ich hoffe, ich konnte ihn halbwegs übersichtlich wiedergeben. Die Sprühtanks sind eine ziemliche Schwachstelle der Virax Klonmutanten, wenn man die sehen und treffen kann. 

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