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Autor Thema: Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story  (Gelesen 6370 mal)

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Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #180 am: 01. Oktober 2019, 14:10:48 »
Cresh

Natürlich funkt Admiral Hoyt uns nicht an, um uns ein paar Holovid Clips zu präsentieren, sondern weil es konkrete Pläne gibt, nun Cyphera anzugreifen, um ein weiteres mal das Imperium heraus zu locken, um es dann mit über vierzig Kampfdrachen und drei Großkampfschiffen der Neuen Republik zu bekämpfen. Und er braucht Leute, die es schaffen, dass Schild abzustellen. Damit sind wir gemeint. Es ist noch gar nicht so lange her, da hat genau dieser Mann uns vorgeworfen, uns in Dinge einzumischen, die ein paar Nummern zu groß für uns sind. Und jetzt wird von uns erwartet, genau das zu machen. Aber einmal Allianz, immer Allianz!

Natürlich sagen wir zu, sofort nach Calfa zu fliegen und uns auf der nächsten Strategiebesprechung einzubringen. Also Kurs auf Calfa. Die Überfahrt geht just über Cyphera, dann weiter über die Vol Yunkai Station, bis wir die Sperrzone verlassen und das Hapes-Konsortium erreichen. Es gelingt uns, pünktlich auf der "Sternenheim" zu landen und sind nicht die letzten, die zur Strategiebesprechung erscheinen. Wir sind in einem nüchtern eingerichteten Oval mit einem Holoprojektor in der Mitte. Von Republikanischer Seite ist die Botschafterin, sowie Admiral Hoyt und einige höhere Stabsoffiziere anwesend. Wir werden freundlich von diesen Leuten begrüßt, immerhin wollen die ja, dass wir unseren Hals für sie für lau riskieren.

In genau drei Tagen soll der Angriff auf Cyphera beginnen und die Flotte von Admiral Thorne herlocken. Wir probieren das gleiche wie auf Sybal, nur mit noch mehr Schiffen. Auf Sybal gab es wenigstens noch Unterstützung vom Boden, dass wird hier nicht der Fall sein. Sonst hat sich eigentlich nichts geändert. Noch immer wissen wir nicht, wie wir diese hochentwickelte Technologie von Darth Varak umgehen können. Und das ist ja der große Knackpunkt.

Auf der anderen Seite muss schnell ein Sieg her, sonst wird das Hapes-Konsortium zerbrechen. Die Wankelmütigen werden zu Admiral Thorne überlaufen und für ihren "Schutz" einen gewaltigen Preis bezahlen. Noch steht das komplette Hapes-Konsortium hinter der Königinmutter. Aber wenn sie keine Erfolge liefert, wird sich das schnell ändern. Soweit zum Thema, die Reihen sind geschlossen. Das ist sicher der Knackpunkt bei den meisten Bündnissen. Alle ist Super, so lange man nicht geprüft wird. Aber sobald es so eine Gefahr gibt, wie sie Admiral Thorne mit seinen Schiffen darstellt, bröckelt die Allianz sehr schnell und jeder ist sich Selbst der Nächste. Dank der politischen Tragweite ist dieses Unternehmen schon beschlossen und unterlasse es, dagegen zu argumentieren. Die Verantwortlichen werden sich des Risikos bewusst sein, dass es durchaus möglich, wenn nicht gar wahrscheinlich ist, bei einem konzentrierten Gegenangriff den Kürzeren zu ziehen. Aber man scheint sich ja von einem Abnutzungskrieg etwas zu versprechen. Ich halte das trotz allem für den falschen Weg, aber auch ich kann nicht sagen, wann es uns gelingen mag, den Weg nach Xios zu öffnen und dort vielleicht etwas zu finden, was uns helfen könnte, diese Sturmschilde zu durchbrechen. Falls es überhaupt eine Gegentechnologie dort dafür gibt. Kann ja sein, dass Darth Varaks Wissenschaftler überhaupt keine Gegenmaßnahmen für ihre eigenen Schilde entwickelt haben.

"Wir werden mehrere autark von einander operierende Teams herunter schicken, welche die Anlage mit dem Schildgenerator infiltrieren und sabotieren sollen. Da jedes Team für sich alleine operiert, hoffen wir, dass am Ende wenigstens eines durchkommt und das Schild abstellt", erklärt Hoyt grob den Masterplan und wir bekommen Schaubilder von der Anlage präsentiert. Die Festungsanlage ist auf einem Plateau, gesichert mit Bunkern und zwölf schweren Geschützstellungen mit mutmaßlichen schweren Turbolaserbatterien. Im Zentrum ragt der etwa dreihundert Meter hohe Turm auf. Nach Norden hin befinden sich um ihn Halbkreisförmig angeordnete Kraftwerkblöcke. Im Süden davon ein befestigtes Landefeld, darum ein Lager und weitere Strukturen von Gebäuden, deren Sinn und Zweck aus dem Luftbild sich nicht erschließen lässt.

Vorgestern hat man versucht, mit Raketen, die mit Tremorsprengköpfen bestückt waren, die Anlage zu zerstören. Leider sind alle Raketen entweder schon im Luftraum abgeschossen worden oder haben keine große Flutwelle wie erhofft ausgelöst, um den Turm einfach wegzuspülen. Aber eine der Raketen hat sich in den Meeresboden gegraben, ohne dass ihr Sprengkopf detoniert ist. Wenn wir den zur Explosion bringen, können wir für etwas Ablenkung sorgen.

Ein weiterer Ansatzpunkt wäre das Suul-Tanca Corporation Hauptquartier auf Cyphera. Von dort hat ein hochrangiges Vorstandmitglied signalisiert, in Besitz von Detailinformationen über die Anlage zu sein. Die würde er im Austausch für eine Evakuierung seiner Person samt Familie gerne weiter geben. Das hört sich ziemlich gut an. Da Informationen der Schlüssel für den Erfolg ist, dürfte das wohl unser erster Ansatzpunkt sein.

Letztendlich sind wir uns von der "Vanguard" alle einig, dass wir helfen, dass Schutzfeld zu zerstören. Wir sind dafür qualifiziert und wir haben alle einen guten Grund, dort hin zu gehen. Manche von uns noch einen besonders guten, wie Lyn, da Commander Lorrik dort das Kommando führt. Ich überlege kurz, ob ich dafür eine Begnadigung für meine Schwester erwirken soll, aber ich bin nicht sicher, ob das in dem Moment wirklich sinnvoll ist.

Wir melden uns als Freiwillige, um diesen Job zu erledigen. Dafür bekommen wir immerhin etwas Ausrüstung gestellt. Als erstes setzen wir uns zusammen und überlegen gemeinsam, wie wir am besten vorgehen können. Eigentlich ist es nicht schwer. Erster Punkt dürfte ein durchschleichen des Schirmes sein, dann tauchen, von unten nach Cyphera Hafen hinein, mit dem Vorstandmitglied von der Suul-Tanca Corporation mit dem Namen Elon Marquartz ausfindig machen, Informationen abgreifen und dann sehen, was sich so ergibt. Falls sich nichts ergeben sollte, dass ganze könnte ja immerhin auch nur eine Lüge sein, um von dort weg zu kommen oder es lässt sich keine wirklich wichtigen Erkenntnisse finden, fliegen wir auf die andere Seite, tauchen so nah wie möglich heran, lösen die Sprengung aus, tauchen in der Flutwelle in die Basis hinein, infiltrieren die Kraftwerke und legen sie lahm.

Also besorgen wir uns etwas gepanzerte Alltagskleidung für die offene Annäherung an das Verwaltungsgebäude und einige Scuba mit Bewaffnung in Form von gekoppelten Blastergewehren. Tauchanzüge haben wir ja schon. Wir bekommen noch Komfrequenzen übermittelt, dann kann es losgehen. Ich nach wir vor von dem strategischen Gesamtkonzept nicht überzeugt, da wir ja noch immer kein Mittel gegen die überlegene Schutzfeldtechnologie haben und die ganze Aktion darauf beruht, dass nur ein kleiner Teil der feindlichen Flotte kommen wird, um den Angriff abzuwehren. Ich hoffe nur, dass dieser Part aufgeht, sonst wir aus dem angepeilten Sieg um die Moral zu heben eine Niederlage, welche die Moral vollkommen zerschmettern wird. Möge die Macht mit uns sein! Immer!

Der Transfer gelingt ohne Probleme, da wir inzwischen über wirklich gutes Kartenmaterial verfügen und Scav ein gutes Händchen zum navigieren hat. Wir kommen auf der Sonnenabgewandten Seite heraus und gehen sofort auf Schleichfahrt. Auch hier gibt es verschiedene Satelliten und Patrouillenboote. Nach einem längeren Blick auf das Display klügle ich einen guten Kurs aus, der uns durch die Blockade bringt. Jetzt ist da nur noch ein Schutzfeld. In einem unwillkürlichen Rhythmus erscheinen kleine Spalten und Löcher im Feld, nur um nach wenigen Augenblicken wieder zu verschwinden. Manche Lücken halten sich nur für Sekunden, andere wiederum für Minuten. Einige blitzen nur kurz auf, um einen Augenblick wieder zu verschwinden. Langsam fliegen wir näher an ein Gebiet heran, wo sich diese Anomalien verstärkt bilden.

Schließlich tut sich direkt vor uns eine Lücke im grün schimmernden Schutzfeld auf und sofort gibt Lyn vollen Schub. Die "Vanguard" erbebt Regelrecht, als die Absorber einen Moment später die auftretenden Kräfte der aufbrüllenden Triebwerke schlucken. Trotzdem werden wir unangenehm stark in unsere Sitze gepresst. Kaum haben wir beschleunigt, schließt sich der Spalt auch schon wieder. Die Ränder kommen rasend schnell näher und füllen unser Sichtfeld aus. Zum abdrehen sind wir schon zu Nah und würden auf dem grünen Feld zerschellen. Ein Notsprung ist auch nicht möglich, da wir schon im Gravitationsfeld von Cyphera sind.

"Möge die Macht mit uns sein!", stoße ich noch hervor.

Nakagos wirre Gedanken

Und wieder mal bringen wir uns für sage und schreibe Null Credits in Todesgefahr. Natürlich haben wir alle die Hoffnung, dass sich das Königshaus am Ende erkenntlich zeigen wird. Es ist halt nur die Frage, ob wir lange genug leben werden.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #181 am: 03. Oktober 2019, 17:00:00 »
Dorn


Wir rasen mit Volllast auf den sich schließenden Spalt des grünen Schutzfeldes von Cyphera zu. Im letzten Moment dreht die die orangene Twi´lek unser Schiff, so dass wir gerade so noch durch die Öffnung passen, bevor sie sich direkt hinter uns wieder schließt. Das war jetzt eine Sache von einer Zehntelsekunde, die über unser Schicksal entschieden hat.

"Bei der Macht! Das war knapp!", stoße ich aus und dachte wirklich, wir zerschellen im nächsten Augenblick. Das wäre ein schneller Tod gewesen, innerhalb einer Millisekunde komplett zerrissen zu werden. Wir verringern nun die Geschwindigkeit der "Vanguard" und dringen mit so wenig Leistung wie möglich in die Atmosphäre des Wasserplaneten ein. Ohne entdeckt zu werden erreichen wir die Meeresoberfläche und verringern im Tiefflug über den Wellenkämmen die Distanz zu Cyphera Hafen. Fünfzig Kilometer, bevor wie in die Reichweite der imperialen Nahdistanzscanner kommen, sinken wir zur Meeresoberfläche, wassern und kehren den Repulsorliftantrieb um. In etwa dreißig Meter Tiefe beginnen wir mit der Tauchfahrt zur schwimmenden Stadt. Je näher wir kommen, desto mehr drosseln wir die Fahrt und schalten alle überflüssigen Systeme ab oder fahren sie soweit wie möglich runter, um unseren Energieausstoß zu minimieren. Wir sind zwar gut isoliert, aber unter den Platten der Stadt sind weitere Ortungsgeräte angebracht.

Nach nicht ganz zwei Stunden haben wir unser Ziel erreicht und sind direkt unter der Platte, wo sich die örtliche Verwaltung des Suul-Tanca Corporation befindet. Wir steigen in unsere Tauchanzüge und booten aus. Das Wasser ist äußerst trüb und voller Hausmüll. Hier will man wirklich keinen Hautkontakt riskieren. Aber die geringe Sichtweite ist auch ein guter Schutz. Langsam arbeiten wir uns an die Platte heran und finden eine Leiter in einer Einbuchtung, die von außen nur schwer einsehbar ist. Vorsichtig klettere ich hoch. Es ist gerade Dämmerung und die Sonne schickt sich an, über den Horizont zu steigen. Selbst hier ist alles voller Unrat. In einem Schuppen lassen wir unsere Tauchanzüge zurück und laufen in Richtung des Verwaltungsgebäudes, dass auch schon bessere Tage gesehen haben muss. Davor ist eine Straßensperre und wird von Konzerngardisten überwacht. Es besteht die Gefahr, dass wir erkannt werden und möglicherweise befindet sich dort auch ein Agent des Imperiums. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass es dort imperiale Spione gibt, selbst wenn sie nur verkappte Mitglieder des Heritage Council sein mögen. Also umgehen wir die Straßensperre und kommen in einem Park mit hohen Hecken. Prompt laufen wir einer Imperialen Patrouille in die Arme. Ich mache kurzen Prozess, ziehe meine Dragoner, klappe den Schaft aus, gehe in Anschlag und schieße sie nieder. Wieder zwei Leben ausgelöscht, ohne groß darüber nachzudenken. Meine Schwester und ich unterscheiden uns wirklich nicht viel. Leider konnte ich das Eloy nicht so klar machen, wie ich hätte gern wollen.

Nachdem wir die Leichen so gut wie möglich versteckt haben, gehen wir weiter und erreichen die Rückseite des Verwaltungsgebäudes. Dort befindet sich ein umzäuntes Landefeld mit einem betagten Shuttle aus hapanischer Produktion. Es gibt hier einen außenliegenden Fahrstuhl, der bis ins obere Drittel des Hochhauses führt. Das ganze ist von zwei Sicherheitskameras überwacht, welche das Landefeld im Blick haben, aber sich nicht gegeneinander. Nun gut, nach etwas hin und her klettere ich im toten Winkel am Rand den Zaun hoch und schiebe die Kamera ganz vorsichtig etwas zur Seite, klettere herunter, gehe an der Wand entlang und mache das gleiche bei der zweiten. Das mache ich mehrmals, bis die Fahrstuhltüre nicht mehr im Blickwinkel der Kameras sind. So können die anderen Nachrücken, was beide schaffen, ohne abzustürzen oder den Zaun zum Einsturz zu bringen.

Scav gelingt es den Fahrstuhl so zu manipulieren, dass er die Kabine rufen kann und sich die Türen öffnen. Damit fahren wir nun in den zwanzigsten Stock. Unentdeckt kommen wir da an. Ein leerer Gang ist vor uns, Büros zu beiden Seiten. Vorsichtig huschen wir weiter. Mit Hilfe von Shakas integriertem Scanner können wir unser Vorgehen so gestalten, dass wir niemanden über dem Weg laufen. An einem Terminal hackt sich unser droidischer Kamerad in das interne System und bekommt heraus, dass unsere Zielperson sich im obersten Stockwerk befindet. Dorthin gibt es nur Zugang über einen exklusiven Fahrstuhl. Wir lokalisieren dessen Standort und begeben uns leise, still und heimlich dort hin. Auch hier zeigt Scav, was er kann und holt die Kabine zu uns, ohne dass es einen Alarm gibt. Wir fahren hoch in den dreißigsten Stock, die Tür fährt zur Seite und wir blicken in die Mündung von zwei Blastergewehren. Dahinter stehen zwei sehr nervös aussehende Sicherheitsgardisten der Suul-Tanca Corporation. Hier sind sie nicht mein Feind und ich hebe demonstrativ meine leeren Hände.

"Wir kommen in Frieden und wollen mit dem Vorstandmitglied Elon Marquartz in einer dringenden Angelegenheit sprechen!", spreche ich mit deutlicher Stimme zu den Gardisten.

"In wessen Auftrag kommen Sie?", fragt eine weitere Stimme und unsere Zielperson duckt sich vorsichtig hinter der Barrikade hoch, hinter denen die Gardisten in Stellung gegangen sind.

"Können wir offen reden?", frage ich vorsichtig nach.

"Das sind handverlesene Leute, denen ich mein Leben anvertraue", meint Marquartz und kommt noch ein mutiges Stückchen weiter aus der Deckung heraus.

"Nun gut, wir haben von Ihrer Kontaktaufnahme zum Geheimdienst ihrer Majestät der Königinmutter erfahren und sind nun hier, um Details zu klären", erkläre ich unser erscheinen. Die Gardisten senken nun ihre Waffen auf ein Zeichen des Vorstandmitgliedes und winkt uns her. Er führt uns zu einer Sitzecke, da dieses Stockwerk wohl sein Büro ist. Momentan ist er wohl der Interimschef dieser Firma, weil das Froschmännchen ja auf Sybal mit uns Bekanntschaft gemacht hat. Ist ihm nicht gut bekommen.

Er will für den Austausch von Informationen und Unterstützung durch Pässe von diesem Planeten weg. Und zwar nicht nur alleine, sondern mit seiner gesamten Familie und einigen Vertrauten mit deren Anhang. Die "Vanguard" ist leider kein allzu großes Schiff. Da es sich dabei auch um acht Kinder handelt, können wir vierundzwanzig Personen aufnehmen. Wir haben zwar Nahrung für ein halbes Jahr an Bord für eben bis zu acht Personen, für welches die E-9 ausgelegt ist. Aber Süßwasser kann nicht unendlich oft aufbereitet werden. Auch hat die Umwälzpumpe und Aufbereitungsanlage der Lüftungsanlage nur eine gewisse Kapazität und die ist dann damit vollkommen ausgeschöpft.

Schließlich steht der Deal, Evakuierung von vierundzwanzig Personen, darunter acht Kinder, von Cyphera im Austausch gegen Informationen, Pässe und Hilfsstellung. Mit konkreten Bauplänen kann der gute Mann uns leider nicht dienen, aber er kennt die Funktion einiger Gebäude der Anlage. Zwei beinhalten die örtliche Garnison. Zwei Kompanien an Sturmtruppen plus eine Eliteeinheit direkt unter dem persönlichen Kommando von Lorrik, quasi seine Handverlesene Haustruppe und Leibwächter, sind dort stationiert. Der große Komplex mit Turbolasergeschützkuppel ist die Luftüberwachung. Links daneben auf sieben Uhr die Sicherheitszentrale. Auf neun Uhr ist dann ein Labor. Skav meint, dass es sich dabei vielleicht um das zweite Klonzentrum handeln könnte. Bin nicht sicher, ob Suúl dort den notwendigen Zugang hat, da der ja ein Meereswesen ist. Aber vielleicht gibt es eine unterirdische Verbindung, da dieses Wesen sich ja teilweise auch in den Untergrund gegraben hat.

Da immer noch Versorgungsflüge der Suul-Tanca Corporation zu der besagten Anlage durchgeführt werden, besteht die Möglichkeit, uns dort in Kisten einschmuggeln zu lassen. Da dort auch biologisches Material geliefert wird, wäre es auch kein Problem durch die entsprechenden Scanner zu kommen, wenn die Kisten entsprechend deklariert werden. Ich wäre zwar gerne mit Hilfe einer durch eine Explosion ausgelöste Flutwelle in die Station eingedrungen, aber das hört sich deutlich sicherer an, wenn auch nicht halb so spaßig. Dann wir das wohl unser Weg in den Stützpunkt der Imperialen sein.

Während er schon mal alles für uns vorbereitet, begleiten wir die erste Gruppe zur "Vanguard". Vier Erwachsene und zwei Kinder. Die haben ihre eigene Tauchausrüstung und auch einen besseren Zugang ins Meer, fern von ungebetenen Zuschauern. Wir holen unsere Tauchanzüge und führen die Gruppe zu unserem getauchten E-9. Auf dem Weg dahin können wir einige Fischmenschen, also die indigene Bevölkerung dieser Welt, ausmachen. Sie verstecken sich nicht wirklich, sind aber mit Stangenartigen Waffen bewaffnet, die technische Komponenten tragen. Die Kreaturen mustern uns mit ihren gelb leuchtenden Augen, machen aber keine Anstalten näher zu kommen. Bis jetzt verlief jeder Kommunikationsversuch mit diesen Wesen Erfolglos. Wollen sie jetzt mit uns reden? Aber vorher bringen wir unsere Passagiere zum Schiff.

Nachdem wir sie so gut wie möglich untergebracht haben, gehen wir wieder ins Wasser um die nächste Gruppe abzuholen. Wir sind wieder nicht allein, da einige der Fischmenschen sich in unserer Nähe aufhalten. Bis jetzt waren sie harmlos und ich hoffe, dass dies bleiben wird. Plötzlich spüre ich eine massive Bewegung vor uns und einem Augenblick später hat sich eine Wand aus einem Tentakel vor uns gebildet. Dann öffnen sich unzählige Augen und blicken uns an.

Nakago wirre Gedanken

Tja, Suúl hat wohl noch etwas mit uns zu bereden. Und wir hatten wieder mal etwas Shadowrun im Star Wars Universum. :D

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #182 am: 06. Oktober 2019, 15:09:26 »
Forn

Einige der gelben Augen von Suúl fixieren mich. Mir wird klar, dass dies kein Zufall ist, als eine telepathische Stimme in meinem Kopf ertönt. Wobei Stimme nicht so ganz richtig ist, aber auch nicht Falsch. Ich bekomme Eindrücke und Gefühle übermittelt. Bilder aus Sequenzen, die ich nur schwer einordnen kann. Erst mit der Zeit bekomme ich ein Verständnis dafür, was ich da eigentlich zu sehen bekomme.

Die Quintessenz ist wohl folgendes. Einst erschuf Darth Varak hier auf Cyphera dieses Wesen, dass den Namen "Suúl" trägt. Sith der alten Zeit waren teilweise durchaus berüchtigt dafür, Chimären zu erschaffen. Aber meist Kampfbestien für den Krieg. Manche Wissenschaftler meinen ja, dass sie es waren, welche die Rancore über die ganze Galaxis verteilt haben. Jedenfalls gibt es einige Spezies, die auf vielen Planeten heimisch sind. Allerdings ist Suúl nicht als Waffe konzipiert gewesen, sondern als ein Speicher für Erinnerungen und Gedanken. So sollten Erfahrungen gesammelt, archiviert und als Anschauungsmaterial für folgende Generationen dienen. Praktisch Erfolge und Niederlagen wie selbst erlebt durchleben und Lehren daraus ziehen. Ein Trainingsprogramm für Elitetruppen und Führungskräfte.

In der letzten Zeit ist Suúl verwirrt, da die Träume sich überschneiden oder eben auseinander gehen. Ein Umstand, der ihm seine Identität raubt und wohl so langsam in den Wahnsinn treibt. Die Träume müssen bereinigt werden und wir sollen das wohl bewerkstelligen. Aber ich habe keine Ahnung, wie wir die Träume wieder eins werden lassen sollen. Ich denke, die Imperialen haben etwas esoterisches mit dem Körper von Suúl angestellt, um damit das Klonprogramm voranzutreiben. Und dieser Zustand hat durchaus seine negativen Nebenwirkungen auf dieses uralte Wesen.

"Ich habe keine Ahnung, wie wir dir helfen könnten", meine ich zu dieser gigantischen Chimäre.

"Ihr werdet einen Weg finden!", meint Suúl sinngemäß und dann ist nichts mehr so wie es war.

Für einen Moment bin ich verwirrt, meine zu fallen und hätte beinahe meiner Einheit Schande bereitet. Ich stehe mit meinen Kameraden in Reih und Glied. Unser Commander Lorrik hält eine flammende Rede, um uns anzuspornen, den feindlichen Widerstand für immer zu zerschlagen. Mein Name ist ST-487938 und mein Auftrag ist, der Schlange den Kopf abzuschlagen. Auf meiner Liste steht ein Primärziel und zwölf Sekundärziele. Der Feind wiegt sich in Sicherheit, denkt, einen Erfolg errungen zu haben und ist vom vermeintlichen Sieg berauscht. Aber das gehört alles zum großen Plan, der nichts anderes als die vollständige Übernahme des Hapes-Konsortium vorsieht. Von hier aus wird es ein leichtes sein, Offensiven gegen die sogenannte Neue Republik zu starten und sie Stück für Stück auszulöschen. Mögen sich den Imperator auch getötet haben, seine Lehren leben in uns weiter und wir sind auserwählt, unseren Feinden den Tod zu bringen. Und Feinde haben wir wahrlich genug.

Die Szenerie ändert sich und ich befinde mich im großen Ballsaal vom Schloss der Ducha von Calfa. Ein rauschendes Fest ist im Gange. Diese Narren glauben wirklich, sie hätten gewonnen. Aber ich bin hier, um sie eines besseren zu belehren. Unter meinem ausladenden Kleid trage ich die die Komponenten für ein kompaktes Scharfschützengewehr, welches in drei Teile zerlegt ist, am Körper. Obendrein habe ich eine Garotte, ein schlankes Messer mit einer nur ein Molekül breiten Schneide und ein Flakon mit einer Substanz, die schwache Geister gefügig macht. Ich weiß, dass ich auf dieser Mission fallen werde, den es gibt keinen Plan für ein entkommen. Aber mein Opfer wird nicht vergeblich sein, sondern vielen Soldaten das Leben retten und diesen Krieg mit einem triumphalen Sieg des einzig wahren Imperiums unter dem neuen Imperator Thorne beenden. Es ist an der Zeit, dass die Neue Ordnung endgültig über die Rebellion siegt und die Menschen zur alleinigen Herrscherrasse macht. Den das Alien ist unrein und seine einzige Daseinsberechtigung ist, unter der Herrschaft der Menschheit als Sklaven zu dienen. Denn das ist nicht nur die Neue Ordnung, sondern die einzige natürliche Ordnung. Sozusagen die Erste Ordnung!

Die Königinmutter befindet sich auf einer Empore, umgeben von ihrer Leibwache aus Königlichen Dragonern. An die komme ich nicht vorbei. Scav ist als Butlerdroide getarnt hier unterwegs und infiziert nach und nach andere Droiden mit Berserkerviren. Auch Shaka ist hier irgendwo. Schließlich sind wir Ehrengäste. Oder besser gesagt, unsere Originale wären es, wenn sie denn noch leben würden. Diese Narren haben in ihrem blinden Fanatismus genug Schaden angerichtet, aber dafür haben sie uns nun die Möglichkeit eröffnet, dem Feind mit geringen eigenen Opfern den Kopf abzuschlagen.

Über dem Ballsaal gibt es verschiedene Balkone für ausgewählte Adlige, die von ihren Logenplätzen dem treiben zuzusehen und in einem intimeren Rahmen wohl das tun, was dekadente Adlige im Hapes-Konsortium eben so treiben. Intrigen, Verschwörungen, Ehebruch und zwielichtige Geschäfte. Leider werde ich nicht mehr erleben, wie diese hapanische Elite in Umerziehungslagern auf den rechten Weg der Ersten Ordnung gebracht werden wird. Ein Leibwächter steht vor einer Loge, die nur mit zwei Personen besetzt ist. Leider sind hier zu viele Leute, um ihn unauffällig zu entsorgen. Also zücke ich meinen Flakon, tu so, als ob ich meinen Duft auffrischen würde und verpasse ihm eine Ladung mit meinem Hypnomittel.

"He, du, hohl mir mal was zu trinken!", herrsche ich den Mann an, der beinahe über seine Füße stolpert, als er losläuft mir einen Drink zu holen. Komplexere Sachen kann man mit dem Mittel leider nicht machen. Aber das reicht ja auch.

"Lyra! Was freue ich mich dich zu sehen!", ruft eine Stimme hinter mir und ich erkenne Admiral Hoyt. Der Verräter ist zwar nicht mein primäres Ziel, aber er steht auf der Liste all jener, die ausgelöscht werden müssen. Einst war Hoyt ein angesehener Offiziers des einzig wahren Imperiums der Menschheit unter seiner Majestät dem Imperator Darth Sidious. Aber dieser Mann war Schwach, konnte nicht ertragen, was der Imperator tat, um die Menschheit ans Licht zu führen und sie zur Herrenrasse der Galaxis aufzubauen, wie es unser aller Geburtsrecht nun mal ist. Jedes Kind weiß, der Mensch ist die Krone der Schöpfung und es unsere Bestimmung, uns über alle niederen Rassen zu erheben. Das dies nicht ganz unblutig ablaufen kann, sollte jedem klar sein. Aber solche Schwächlinge wie Hoyt waren einfach nicht dazu geschaffen, dass zu tun, was dafür notwendig ist.

"Admiral Hoyt! Ich freue mich so, Sie hier zu sehen!" Der Verräter ist deutlich betrunken, als ich ihn scheinbar überschwänglich umarme. Mein Dolch ist in einer Unterarmscheide und ich ziehe ihn von meinem Ziel unbemerkt.

"Bedanke dich für die Gnade eines schnellen Todes, Verräter!", flüstere ich ihm in Ohr und ramme ihn die dünne Klinge meines Dolches in seinen Hinterkopf. Er stirbt augenblicklich und sackt in meinen Armen zusammen. Die Wunde ist zu dünn und klein, dass viel Blut dabei austritt. Ich lasse den Leichnam zu Boden gleiten.

"Der Admiral ist vollkommen betrunken, schafft ihn zum ausnüchtern heraus!", weiße ich einen Butlerdroiden an und betrete nun die Loge. Inzwischen laufen einige Butlerdroiden im Saal Amok, was einen allgemeinen Tumult dort unten ausgelöst hat. Momentan ist alle Aufmerksamkeit darauf konzentriert und ich habe freie fahrt. Zuerst töte ich den Adligen von hinten mit einem sauberen Stich hinter dem Ohr. Die Frau bekommt das leider mit und beginnt zu schreien, bevor ich ihr die Kehle  aufschlitze. Leider wurde das auf anderen Logen registriert und mein Zeitfenster ist kleiner geworden. Ich lasse meinen Rock fallen und greife zu den drei Komponenten des Scharfschützengewehres. Innerhalb weniger Augenblicke habe ich die Waffe zusammen gesetzt. Hinter der Empore gehe ich in Stellung und mein Blick wandert in Richtung der Königinmutter, die noch nicht evakuiert wurde. Aber ich denke, dass wird gleich passieren. Also hebe ich die Waffe, benutze die Balustrade als stütze, zentriere die Herrscherin des Hapes-Konsortium in der Mitte meines Zielfernrohrs, richte meinen Anschlag aus, zentriere das Ziel, höre auf zu atmen, nehme den Druckpunkt, warte zwischen zwei Herzschlägen und ziehe ab. Im nächsten Moment hat die Königinmutter ein drittes Auge, während ihre Augäpfel gerade anfangen zu kochen und im nächsten Augenblick einfach zerplatzen.

Nakagos wirre Gedanken

Wie heißt es so schön, kommt der SC nicht in den Traum, kommt der Traum zum SC. :D

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #183 am: 08. Oktober 2019, 15:36:08 »
Grek

Sofort wandert mein Zielfernrohrs weiter und kommt auf der entsetzt da stehenden Ducha von Calfa zu ruhen, im nächsten Moment ist auch sie Geschichte. Panik bricht auf der Ehrentribüne unter den dekadenten Adligen aus. Leibwächter stürmen heran, gehen in Stellung und lokalisieren mich. Aber mit ihren lächerlichen Blasterpistolen haben sie einfach nicht die Reichweite, um mich gezielt zu treffen. Ich töte noch vier weitere Adlige auf der Tribüne und ein gutes halbes Dutzend Leibwächter, dann wird meine Loge von zwei Dragonern gestürmt. Den ersten schieße ich über den Haufen, den anderen, weiche ich aus, lasse mein Gewehr fallen, packe sein ausgestrecktes Handgelenk und nutze seinen eigenen Schwung um ihn über die Balustrade in die Tiefe des Ballsaales zu werfen. Hart kommt er auf dem steinernen Boden auf und bricht sich mehr als nur ein Bein.

Nun heißt es in Bewegung bleiben. Ich nehme wieder das Scharfschützengewehr auf, nehme Anlauf und springe in die nächste Loge, erschieße von dort weitere Ziele, unbedeutende Adlige oder Dragoner. Irgendwo da unten in dem Chaos geht Shaka zu Boden. Ein Nichtmensch weniger. Die Twi´lek war in dieser Form aber durchaus ein nützliches Werkzeug. Was Scav so treibt, kann ich nicht sehen, aber so ziemlich alle Butlerdroiden, die er infiziert hat, sind zerstört. Aber sie haben eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Ein erfreulicher Anblick, all die toten Hapaner, die es gewagt haben, sich der Ersten Ordnung in den Weg zu stellen. Möge das ihnen und ihren Angehörigen eine Lehre sein. Das Imperium ist unbesiegbar, auch wenn es momentan ein paar kleinere Rückschläge gibt. Ist auch der Imperator gefallen, seine Idee wird ewig in der Ersten Ordnung weiterleben.

Auch diese Loge wird schließlich gestürmt, dieses mal von vier Dragonern. Aber ich habe nicht vor, hier Wurzeln zu schlagen. Eines der essentiellen Nachteile eines Schwertes ist, dass das Ziel in unmittelbarer Nähe stehen muss. Also springe ich einfach zum nächsten Balkon, drehe mich um, gehe in den Anschlag und erschieße zwei Dragoner, bevor die anderen beiden vollständige Deckung vor mir nehmen. Sofort suche ich mir neue Ziele und schieße zwei Mitglieder eines Sicherheitsgardistentruppes nieder, der sich unten positioniert hat und mich unter Feuer nehmen will. Die sechs anderen Mitglieder suchen sich gute Deckung und versuchen das Feuer zu erwidern. Immer wenn einer auftaucht, schieße ich ihn nieder. Ein lustiges Spiel, aber weitere Truppen ziehen nach.

Eine Explosion ertönt und ich schätze mal, dass verkündet das Ende von Skav. Diese Position ist nicht länger zu halten und auch nicht von Vorteil. Also springe ich zurück in die andere Loge, von der ich gekommen bin. Die beiden Dragoner schauen mich überrascht an, als ich über sich springe. Im Flug erschieße ich den einen, der andere greift mich unmittelbar nach der Landung an. Dieses mal muss ich mit dem Gewehr parieren. Die Vibroklinge fährt in die empfindliche Optik und in den Mantel darunter. Funken sprühen und eine rote Leuchtdiode beginnt hektisch zu blinken. Nun halte ich nicht mehr als einen sehr teuren Knüppel in den Händen. Aber auch damit kann ich gut umgehen, wie ich sogleich beweise, in dem ich mit dem Kolben auf den Kerl vor mir einprügle und ihn so heftig treffe, dass er über die Brüstung fällt. Er kann sich gerade so noch mit seiner Freien Hand festhalten. Leider ziehe ich nun massives Feuer und muss geduckt zurück weichen, während die Luft um herum wortwörtlich anfängt zu brennen.

Geduckt husche ich hinaus, nehme eines der Schwerter in die Rechte und meine Garotte in die Linke. Eine Adlige, die wohl zu beschwipst ist, den Notausgang zu finden, kommt mir entgegen. Genau das, was sich gebraucht habe. Mit der Garotte fang ich sie ein und zwinge sie vor mir, wo sie mir als mobile Deckung dient, die ich dringend nötig habe, da weitere Sicherheitsgardisten mit Blastergewehren auftauchen. Dank der Geisel schießen sie nicht auf mich. Einer der Offiziere brüllt mich an, fragt, was in mir gefahren ist. Ich denke, der Offizier war ein Kontakt meines Originals. Seine Unentschlossenheit nutze ich gnadenlos aus, komme so nah genug heran und schubse meine Geisel in den nächsten Gardisten, gehe zu Boden, ducke mich so über die Salve hinweg, überschlage mich und trenne mit dem Schwert einem der Gardisten ein Bein ab. Schreiend geht er zu Boden dann bin ich im Nahkampf. Einen weiteren erschlage ich, einen spieße ich auf, dann erhalte ich den ersten schmerzhaften Treffer in die Seite, dann noch einen in den Rücken und einen ins Bein.

"Lang lebe Imperator Thorne!", rufe ich, bevor ein Kopfschuss mich tötet. Es wird Schwarz, dann erscheint eine Leuchtschrift: Mission Erfolgreich! 1/1 Primärziel liquidiert, 10/12 Sekundärziele liquidiert, 22 Bonusziele liquidiert. Die Schrift erlöscht und ich höre eine Stimme aus einer weiten Ferne. "Gut gemacht, machen wir weiter mit der Jugend."

Was soll das? Wo bin ich? In der roten Arena. Aber doch irgendwie auch nicht. Es fühlt sich falsch an. Als wäre das nur ein Holovidzusammenschnitt über meine Kämpfe, was man sieht und hört, aber nicht was man fühlt und riecht. Auch spüre ich nichts. Was ist hier los? Das ganze verwirrt mich immer mehr. Erinnerungen beginnen sich zu überlagern und kämpfen gegen diese falschen Empfindungen an. Ich bin nicht ST-487938, sondern Lyra Askana, Tochter von Hyla und Manan Askana, geboren auf Corellia, aufgewachsen auf Nar-Shaddaa, Veteranin des Großen Galaktischen Bürgerkrieges und nun im Vergänglichen Labyrinth als Freischaffende unterwegs, um einen weiteren Krieg einzudämmen.

Langsam erlange ich Kontrolle über diesen Körper, der nicht der meine ist. Ich öffne die Augen, deren Lieder leicht verklebt sind. Vor meinem Sichtfeld ist ein VR-Brille und ich ziehe diese von meinem Kopf. Nackt liege ich in einer Wanne aus einer glibbrigen Flüssigkeit, von der ich gar nicht wissen will, wie hoch der Anteil meiner Ausscheidungen da drin ist. Die Wanne wiederum steht in einer großen Halle, mit vielen anderen Wannen. Das Dach ist verglast und ich kann Suúls Auge über mir erkennen. Das ist eine Halle mit Klonen und das heißt, ich bin ein Klon! Das schockt mich ziemlich und als ich meinen Körper abtaste merke ich, dass ich keine implantierte Dermalpanzerung mehr trage.

"Ich bin ein Klon!", stoße ich hervor und für einen Moment bin ich gelähmt. Ist mein Original tot? Ich versuche meine letzte Erinnerung zu greifen, die Begegnung mit Suúl. Lebt mein Original noch und nur die Erinnerungen wurden kopiert? Aber alle Klone haben nie gewusst, dass sie gestorben sind, also kann ich mir dessen nicht sicher sein. Wurde mein Bewusstsein von diesem lebenden Archiv hierher übertragen? Dieser Suúl hat mehr Fähigkeiten als nur Erinnerungen zu speichern. Bin ich hier, um eine Aufgabe zu erfüllen? Soll ich den Traum bereinigen? Wenn ja, wie? Das ganze verwirrt mich ziemlich.

"Oh, was haben wir denn da? Fühlt sich da jemand nicht wohl?", höre ich eine Stimme und suche den Sprecher, der hinter mir steht. Es handelt sich um einen Aqualishaner mit nur einem normalen Auge und eines, das gelb leuchtet und eine Miniarturform von Suúls Augen zu sein scheint. Ich erkenne in dem Alien den Künstler Thadd Krudd. Der ist mir deshalb so gut bekannt, weil es zwei Aufträge gegeben hat, die mit seiner Person zu tun hatten. Einmal suchte er im Traum Modelle von erfahrenen Söldnern. Das andere mal etwas später war er verschwunden und seine Gönner haben ihn verzweifelt gesucht. Beide Aufträge haben wir damals links liegen lassen. Das Thema Traum war ja immer so mit Vorurteilen belastet gewesen. Es wäre wohl hilfreich gewesen, trotz aller Widerstände innerhalb der Crew in den Traum einzutauchen. Wenn wir nicht zum Traum kommen, kommt der Traum eben zu uns. Wobei ich nicht sicher bin, ob das nun wirklich real ist oder es nur ein Traum ist.

Falsche Erinnerungen oder besser gesagt, die wahren Erinnerungen meines Klons zeigen mir, dass dieser Krudd eine Art Betreuer für Klone sein muss und seine Probanden für ihre Missionen vorbereitet. Also wird er es nicht gutheißen, dass ich aufgewacht bin. Falls ich den aufgewacht bin. Das ist alles so verwirrend und fühlt sich so falsch, aber doch wiederum real an. Da der Aqualishaner eine Spritzpistole in der Hand hat, denke ich, dass der etwas gegen meinen Momentanen Zustand unternehmen will. Und mir gefällt mein momentaner Zustand besser, als mit einer VR-Brille in einer Wanne voller glibbriger Flüssigkeit zu liegen, die sonst was für Inhaltsstoffe enthalten kann. Während der Mann in einem Laborkittel mit Schürze näher kommt, stehe ich auf und steige aus der Wanne. Dabei ziehe ich eine Kanüle aus meiner Haut und reiße einige Sensoren ab.

Nakagos wirre Gedanken

Für einen kurzen Moment eine fanatische imperiale Assassine zu spielen war äußerst spaßig. Hier hatte ich richtig viel Spaß, besonders da ich mir um Lyra ja keinerlei Sorgen machen musste. Ich mag solche Szenarien zwischendurch, wo nichts wirkliche Konsequenzen hat und man mal Raum hat, was spektakuläres Auszuprobieren. Und das habe ich dann reichlich getan.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #184 am: 10. Oktober 2019, 14:58:10 »
Herf

Da ich vollständig mit diesem Glibberzeug überzogen bin, habe ich keinen besonders guten Halt auf dem Boden, als ich die Distanz eher wie ein Schlittschuhläufer zu dem Aqualishaner namens Thadd Krudd überbrücke. Zuerst springe ich auf einen Wannenrand und dann hoch genug, um mit beiden abgewinkelten Beinen auf seinen Schultern zu landen. Eine Bewegung und ich breche ihm das Genick. Das Attentätertrainingsprogramm war sehr umfangreich und bin da selbst meinem Original überlegen.

Das war jetzt eine Kurzschlusshandlung ohne groß darüber nachzudenken. Aber hätte ich nicht augenblicklich gehandelt, hätte Krudd mich wohl zurück in den Traum geschickt. Ich spüre wie das gelbe Auge von Suúl von der verglasten Decke auf mich herabstarrt. Ist das ein Traum im Traum? Ist das die Realität? Ist mein Bewusstsein in meinen Klon transferiert worden? Oder ist das nur eine Simulation von Suúl? Alles ist möglich und ich habe keinen Anhaltspunkt, was nun Wirklichkeit ist oder nur ein Traum. Der einzige Zeuge ist eine kleine Reinigungseinheit, die durch die Reihen fährt und sauber macht.

Mit dem Kittel des toten Künstlers mache ich mich sauber und ziehe danach seine Klamotten an. Einen Alarm habe ich wohl nicht ausgelöst, sonst wäre schon die Hölle los. Leider ist der Klonbetreuer nicht bewaffnet, also sehe ich mich mal etwas um. Mir fällt auf, dass die Reinigungseinheit ziemlich anhänglich ist und mir folgt. Hält mich der primitive Droide für einen wandelnden Schmutzfleck?

Am Ende der Halle finde ich einen Raum mit Spinden und bereitliegender Ausrüstung. Darunter das Scharfschützengewehr in meiner Trainingseinheit. Ebenso eine Garotte und ein feingeschliffenes Vibromesser. Die Reinigungseinheit zwitschert etwas auf Binär, dass ich nicht wirklich verstehe. Es klingt ziemlich aufgeregt. Will sich der kleine Schmierölklumpen etwa über die Sauerei mit Krudd beschweren? Als ich ihm nicht antworte, rollt er zu einem Terminal und logt sich dort ein.

"Hallo Lyra! Hier spricht Scav!", erscheint in Großbuchstaben auf einem Bildschirm. Offensichtlich hat man in diesen harmlosen Droiden den Bewusstseinsspeicher von Scavangerbot 523 kopiert. In der Form kann er auch nicht viel machen, da er nur eine Steckverbindung und verschiedene Reinigungsgeräte hat. Das ist natürlich buchstäblich zum in die Tonne treten. Ich bin ein Klon mit dem Wissen und Bewusstsein meines Originals oder mein Bewusstsein wurde in einen Klon transferiert. Oder ich bin in einem Traum und merke das noch nicht einmal. Wäre ich nur einmal in den Traum eingetreten, so lange es noch so einfach ging. Aber nein, ich habe mich dem Konsens der Crew gebeugt, bloß die Finger vom Traum zu lassen. So habe ich keinerlei Anhaltspunkte, ob das nun alles nur ein Traum ist oder doch die Realität.

"Was soll das nur alles bedeuten?", rufe ich aus. "Ist das ein Traum? Ist das die Realität? Wenn das die Realität ist, bin ich ein Klon!" Das nimmt mich so mit, dass ich Anfange zu weinen.

"Hör auf zu heulen und mach was produktives!", herrscht mich Scav auf Binär piepsend an und auf dem Bildschirm erscheint die Übersetzung.

"Du hast leicht reden! Du bist kein Lebewesen aus Fleisch und Blut. Wir nehmen so was doch etwas emotional auf!", verteidige ich mich vehement und weine nur noch stärker.

"Schalte deine Tränendrüsen ab und konzentriere dich auf das Wesentliche. Wecken wir Shaka auf und machen, dass wir von hier wegkommen!", schlägt Scav in Form der rollenden Mülltonne vor. Der hat leicht reden. Aber letztendlich hat er recht, egal was ich nun bin, etwas sollte ich machen. Shaka ist auf alle Fälle auch hier, auch der Rest der Crew der "Vanguard" befindet sich in verschiedenen Stadien des Wachstums. Am weitesten sind wohl Shaka und ich. Von Lyn gibt es zwei Versionen. Einmal als Attentäterin und ein Zweitexemplar als Sexsklavin, angefordert von dem berüchtigten Commander Lorrik, der in ihr wohl deren Mutter wiedererkennt. Das ist schon ziemlich pervers.

Nun gut, mit Hilfe von Scav lokalisiere ich die Wanne der blauen Twi´lek, die vollständig in der Wanne liegt. Soll heißen, Beine und Arm sind noch dran und nicht durch Cyberware ersetzt. Scav deaktiviert ihr Trainingsprogramm und ich ziehe ihr die VR-Brille vom Kopf. Die ehemalige Commander ist vollkommen desorientiert und voll auf imperialen Kurs. Es dauert etwa zehn Minuten, bis ich sie auf ein erträgliches Level herunter gefahren habe und sie die unangenehme Tatsache verarbeitet hat, nicht das Original zu sein. Jetzt ist nur die Frage, ist das ein Traum in Suúls Archiv oder ist das die Realität? Da die Träume lebensecht sein sollen und wir ja besonders durch Shakas vehementen Widerstand nie jemanden, sprich mich, in den Traum gelassen haben, gibt es auch keine Vergleichsmöglichkeiten. Selbstredend war mein Original nie wirklich erpicht darauf, da rein zu gehen, aber unsere Schwester wäre es wert gewesen. Wie auch immer, Shaka ist inzwischen halbwegs wieder bei klarem Verstand und ich helfe ihr aus der Wanne mit diesem Glibberzeug.

In einem der Spinde finden wir passende Kleidung für sie, aber hier liegt nur die Ausrüstung bereit, die wir auch in unserer Trainingseinheit benutzt haben. Es kann durchaus sein, dass wir als Klone irgendwann ein reales Training hatten. Auf Grund unserer Ausstattung beim Attentat ist nur ein Scharfschützengewehr vorhanden, der Rest sind die Gifte, welche Shaka benutzt hat. Dadurch ist nun nur einer von uns wirklich bewaffnet, was Shaka gar nicht passt.

"Du bist viel besser im Nahkampf als ich, also gib mir das Gewehr." Es stimmt zwar, dass ich besser im Nahkampf bin, aber eine Garotte und ein Vibrodolch sind nun mal nur für Attentate effektiv und nicht für einen Kampf mit Sturmtruppen, die es laut Scavangerbot hier geben soll. Momentan sind zwar nur zwei vor dem Schott zur technischen Zentrale positioniert, aber Verstärkung kann jederzeit nach wenigen Minuten nach Anforderung nachgeführt werden. Scav ist der Meinung, dass wir uns im Labor beim Turm befinden müssen, also inmitten der feindlichen Anlage, die unsere Originale ja infiltrieren sollen.

"Mag sein, aber ich behalte doch lieber das Gewehr und wir besorgen dir ein eigenes", meine ich, da ich auf keinen Fall die Schusswaffe aufgeben möchte. Eingeschnappt fügt sich Shaka, da sie wohl keine Möglichkeit sieht, etwas gegen meine Entscheidung machen zu können. Es wäre besser gewesen, wenn sie sich hätte überzeugen lassen.

"Wenn wir schon mal hier sind, können wir uns auch gleich um die Kraftwerke kümmern", erwidere ich. Es ist natürlich der reine Wahnsinn, aber was sollen wir auch sonst tun? Momentan können wir nur Vermutungen anstellen, was Suúl genau von uns will. Wahrscheinlich will er sich wiedervereinigen und die Imperialen loswerden. Damit haben wir in etwa die gleichen Ziele, jedenfalls das was das loswerden anbelangt. Ich entwerfe einen groben Plan. Wir schnappen uns die beiden Sturmtruppler, nehmen ihre Rüstungen und Waffen, stürmen die technische Zentrale, sammeln dort weitere Informationen, wecken alle Klone auf und sorgen für jede Menge Chaos. In dem Chaos rennen wir auf das Landefeld, schnappen uns ein Lambda-Shuttle. Benutzen dieses um die Krafwerke zusammen zu schießen und fliehen anschließend. Die Verteidigung der Anlage ist nach außen und nach oben gerichtet. Wenn wir nicht zu hoch fliegen, sind wir im toten Winkel der schweren Turbolasergeschütze. Der Plan ist natürlich ziemlich Friktionsanfällig, aber wohl die Summe der besten Optionen, die wir hier haben.

Nach etwas hin und her schreiten wir zur Tat, da alles besser ist als rein gar nichts zu tun. Dadurch das Scav hier Reinigungsdroide ist, kennt er sich hier natürlich gut aus und wir folgen ihn in die Tiefen der Anlage. Im Vorfeld hat Scavangerbot sich schon ins System rein gehackt und kann uns so unentdeckt bis zur Schleuse zur Technischen Zentrale führen. Davor stehen wirklich zwei Sturmtruppler, die ich kurzerhand mit dem Scharfschützengewehr niederschieße. Das war jetzt einfach. Schon fast zu einfach, als wäre ich in einem Traum. Ich hab jeweils auf den Hals gezielt, um die Rüstungen nicht zu beschädigen. Wir ziehen die Leichen in einen Aufenthaltsraum und ziehen dann deren Rüstungen an. Die passen leider nicht wirklich gut, da ich etwas zu klein für die Rüstung bin.

 Nakagos wirre Gedanken

Der letzte Satz war natürlich eine Anspielung auf den ikonischen Satz von Prinzessin Leia zu Luke Skywalker bei der Rettung aus ihrer Zelle.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #185 am: 13. Oktober 2019, 16:21:23 »
Isk

Jetzt sind wir gerüstet und jeder hat eine Schusswaffe, damit gehen wir nun kurzerhand in die technische Zentrale. Natürlich ist das Schott fest verschlossen, aber wir haben mit Scavangerbot 523 den ultimativen Türöffner. Schon nach wenigen Sekunden, nachdem der kleine Droide sich eingestöpselt hat, zischt das Schott auf. Darin befinden sich vier Protokolldroiden der RA-7 Baureihe, die uns mit weit offenen Photorezeptoren anglotzen. Ich schieße auf den, welcher direkt neben dem großen roten Alarmknopf steht. Sauber strecke ich ihn nieder. Shaka macht das gleiche mit dem nächsten Droiden. Unser kleiner Reinigungsdroide fährt hektisch zwischen seinen Kollegen hin und her. Auch die anderen beiden werden von unseren Blasterschüssen niedergestreckt. Leider gelingt es dem letzten noch vor seiner Vernichtung den roten Knopf zu drücken.

"Fierfek!", fluche ich verhalten. Das hätte nicht passieren dürfen. Prompt bekommen wir per Intercom eine Anfrage, was da los ist.

"Alles in Ordnung, nur ein Fehlalarm. Ein Reinigungsdroide ist beim Saubermachen auf den Roten Knopf gekommen", bluffe ich einfach mal drauf los. Ich muss wohl den Helm des Ranghöheren aufhaben, da sie mich direkt anfunken.

"Geben sie den entsprechenden Code ein!", befielt die Stimme am anderen Ende des Intercoms. Damit ist die Sache wohl gelaufen. Ich unterbreche die Verbindung und meine zu Scav: "Lass die Klone frei und schau, ob du hier was über Suúl herausfinden kannst."

Nun liegt es an den kleinen Reinigungsdroiden, die Mission noch in trockene Tücher zu bekommen. Die Aktivierung der Klone misslingt, nur etwa ein Drittel wird aufgeweckt und können nicht motiviert werden, ihre Wannen zu verlassen. Dafür kann Scavangerbot aber einiges an relevanten Daten extrahieren. Die meisten Klone werden für die Schattendrachen herangezüchtet. Notwendige Spezialisten, um hochkomplexe Instrumente zu bedienen. Das Attentäterprogramm ist nur Sekundär, trotzdem ziemlich umfangreich. Aus den Unterlagen geht hervor, dass Suúl in zwei Teile gespalten wurde. Sprich ein kleiner Teil wurde komplett vom Hauptkörper abgetrennt und mit Nervenkontrollen versehen, die eine Steuerung dieses immer noch absurd riesigen Wesens bis zu einem gewissen Grad erlauben. Jedenfalls weit genug, um ihn die Träume träumen zu lassen, die vom Imperium benötigt werden. Als kleine Rückversicherung hat das Imperium Nanoviren in Stellung gebracht, die nach Freisetzung Suúl innerhalb von zwei Wochen töten würde und zwar komplett.

Wir haben nun mehrere Optionen durchzudenken und ethische Erwägungen zu bewerten. Das ist nicht einfach. Wir wissen, dass Suúl eine Chimäre ist, die von Darth Varak vor langer Zeit als lebendes Archiv erschaffen wurde. Ein lebendiges Werkzeug eines Sith-Lords. Ein Instrument der dunklen Herrschaft und damit der dunklen Seite der Macht. Letztendlich ist Suúl ein hochentwickeltes biologisches Flimsi, dass nichts dafür kann, was darauf geschrieben steht. Er ist der einzige seiner Art und nach unserem Wissen hat er keine böse Tat von sich aus begangen. Das Imperium hat ein Teil von ihm versklavt und missbraucht ihn zu diesem Klonprogramm. So gesehen ist er nur ein Sklave und mein Credo war schon immer, Sklaven zu befreien. Leben retten geht vor Leben nehmen. Der Rest der anwesenden Crew sieht das genau so, Suúl ist als ein Sklave zu betrachten und nicht dafür haftbar zu machen, für was das Imperium ihn missbraucht hat. Also befreien wir ihn und vernichten ihn nicht. Ich bin nicht sicher, ob das nicht ein Fehler ist, aber meine Mutter hat mich gelehrt, Taten zu bewerten und nicht das Aussehen oder die Herkunft eines Wesens. Also bleibt nur zu hoffen, dass Suúl im Grunde ein neutrales Wesen und nicht von Grund auf Böse getrimmt ist. Auch könnte ein lebender Suúl ein machtvoller Verbündeter im Kampf gegen seine ehemaligen Unterdrücker sein.

Also deaktivieren wir die Nanodroiden nicht nur, sondern vernichten sie. Genau so deaktivieren wir die Steuereinheit für den kleinen Suúl, so dass das Imperium keinen Zugriff mehr auf ihn hat oder ihn gar vernichten kann. Mit deaktivieren ist gemeint, dass Scav Impulsgeber auf Nervenknoten der Chimäre zum durchschmelzen bringt. Damit ist der kleine Suúl frei und kann sich wieder mit dem großen Körper vereinen, falls das überhaupt möglich ist. Da so ein Wesen einmalig ist, haben wir keine Ahnung, zu was er fähig ist und zu was nicht.

Dieser Punkt war erfolgreich, jetzt geht es um unsere Flucht von hier weg. Leider stellt sich eines dieser riesigen Virax Kreaturen in den Weg, bevor wir überhaupt aus dem Raum rauskomen. In der anderen Klonanlage hatten wir ja auch mehrmals Kontakt mit diesen Kreaturen. Im rechten Arm hatten sie immer einen Werfer mit einer klebrigen Flüssigkeit, was einen quasi an den Boden oder Wand geklebt hat. Im linken waren dann ein Werfer, der kleine Scheiben verschießt, die starke elektronische Impulse von sich geben. Das war schon damals eine äußerst tödliche Kombination und hier ohne richtige Ausrüstung und gewohnte Bewaffnung ist doppelt so übel. Also tu ich das, was ich damals auch schon getan habe, den Tank mit dem Klebstoff beschießen. In den Anschlag gehen, zielen und feuern sind quasi eine einzige fließende Bewegung. Der Schuss bricht und das sonnenheiße Plasma schafft Fakten, in dem es den Tank explodieren lässt. Das klebrige Zeug klebt seinen Arm an die Konsole fest. Shaka gibt ihm Nachschlag mit einem sehr guten Treffer auf die Höhe seines Herzens. Leider hat dieses Wesen wohl darunter kein Herz, trotzdem geht er schreiend zu Boden und reißt die Abdeckung der Konsole heraus. Mühsam kämpft er sich zurück auf die Beine, wird aber von einem Treffer von mir zurück auf die offene Konsole geschleudert, was ihm einen tödlichen Stromschlag verpasst. Jedenfalls springen seine Augäpfel heraus und seine fettigen Haare fangen an zu brennen. Und auch sonst riecht es hier wie in einer Würstchenbude.

"Die Sicherungen sind hier aber verdammt träge und entsprechen nicht der Corellianischen Industrienorm", merke ich an, da normalerweise schnelle Sicherungen genau so etwas verhindern sollen. Das Imperium ist selbst gegenüber seinem eigenen Personal menschenverachtend. Diese Bedrohung konnten wir nun gut und schnell ausschalten. Aber das war leider noch nicht alles. Ein Trupp Sturmtruppen wirft Rauchgranaten und stürmt daraufhin in die Technische Zentrale. Sie gehen sofort in Deckung und geben sich gegenseitig Unterstützung. Shaka und ich ziehen massiv Feuer, während Scavangerbot in Form des Mülleimerförmigen Reinigungsdroiden komplett ignoriert wird. Nun hat die Twi´lek massives Pech, weil ihr die Munition von der ersten Waffe ausgeht. Die vorherigen Besitzer waren wohl heute schon damit auf dem Schießstand gewesen und haben vergessen, die Energiezelle zu wechseln. Shaka geht nach zwei Treffern zu Boden, während ich der Macht sei Dank keinen Kratzer abbekommen, weil ich sehr schnell mehrmals hintereinander die Stellung wechsele und der Rauch auch für den Gegner einer massive Behinderung darstellt. Eine Königreich für eine Jägerbrille!

Ich erwidere das Feuer und schieße den ersten Sturmtruppler um, der einen leichten T-21 Repetierblaster trägt. Sofort schwenke ich weiter und vermisse mein DLT-19D schmerzhaft und das ist wortwörtlich zu verstehen. Nun bekomme ich die ersten Treffer ab, die meine weiße Rüstung durchschlagen und schmerzhafte Wunden hinterlassen. Nachdem ich vier weitere Sturmtruppler erschossen habe, ziehen sich die restlichen zurück. Das läuft nicht gut. Scavs Hilfe beschränkt sich darauf, Shakas Blut aufzusaugen, immerhin ist er ja der Reinigungsdroide. Ich selber bin schwer angeschlagen und erschöpft. Mühsam quäle ich mich auf meine Beine und will endlich diesen Raum verlassen, als der nächste Virax herein stürmt. Leider gelingt es mir nicht, mich zu verstecken und muss mich dem Kampf stellen. Wieder zerschieße ich den Tank, aber leider gelingt es mir nicht, ihn damit festzunageln, sondern er lässt sich davon nicht aufhalten. Dann ist der Klon über mir, holt aus, trifft mich hart und dann ist nichts mehr.

Ich schwebe im Nichts und öffne die Augen. Trübes Wasser umgibt mich und ich höre ein nerviges Piepsen. Auf dem Display meines Taucheranzuges steht eine Warnmeldung, das ich noch Atemluft für eine halbe Stunde habe.

"Lebt ihr noch? Bitte melden!", höre ich Lyns von Sorgen erfüllte Stimme.

"Bei der Macht! Ja, wir leben noch!" Ich schau auf die Uhr und stelle fest, dass wir fünf Stunden weg waren. Auch Scavangerbot war für diese Zeit komplett herunter gefahren. Das war jetzt richtig gruselig. Die Augen des Tentakels von Suúl sind nun allesamt geschlossen und ein sonores Brummen geht von ihm aus. Bevor ich über das Geschehene ausgiebig reflektieren kann, kommt eine Gruppe von Fischmenschen auf uns zu geschwommen.

"Mein Name ist Sókal und ich bin Hohepriester des Suúl. Euch Fremdweltlern ist eine seltene Ehre zuteil geworden, in den Traum eintauchen zu dürfen. In den letzten Wochen hat unser Gott einige in den Traum geschickt und nur wenige haben das überlebt. Mein Häuptling würde gerne mit euch sprechen", verkündet der offensichtliche Anführer der Gruppe, da er besonders prächtig mit Ornamenten behangen ist.

"Aber gerne doch. Allerdings müssen wir erst unseren Luftvorrat erneuern", erwidere ich, da wir ja schon früher mal Händeringend versucht haben, mit der indigenen Fischmenschenpopulation Kontakt aufzunehmen, was aber bis dato fehlgeschlagen ist. Vielleicht ergibt sich daraus ein neuer Ansatzpunkt.

Sitzung gespielt am: 02.02.2019
Anwesende Spieler: Lyra, Scav, Shaka,
Erfahrungspunkte: 25 EP, 20 EP investiert in Tödliche Präzession für Nahkampfwaffen, 5 Punkte  gespart.
 
Beute: Beute? Bezahlung? Nö! Nix! Nada!

Getötete und überwundene Gegner: 2 Sturmtruppler in der Realität, in der Traumsequenz ca. 20 bis 30 Gegner. Als Klon 1 Virax, Krudd, ca. sechs bis acht Strumtruppler.

Gruppenwert:
Diplomatie: 325
Schmuggel/Handel: 460
Militär: 500

Resümee: Seit genau einem Jahr spielen wir nun Star Wars Am Rande des Imperiums. Und endlich hat Lyra ihre Schwester gefunden. Lange hat es gedauert und es ist besser gelaufen als von mir gedacht. Vielleicht ist es mir gelungen, eine Saat in Eloy zu legen, die noch aufgehen wird. Unser SL ging eher von einem bewaffneten Konflikt aus, aber mit nur drei Spielern war das wohl Selbstmord, die Sache eskalieren zu lassen. Ich bin froh, dass die Auseinandersetzung verbal blieb und hoffe weiterhin darauf, dass beide Schwestern das nächste Aufeinandertreffen überleben werden.

Die Sitzung hat mir gut gefallen, auch wenn da ein paar ziemliche Hammerszenen drin waren. Zuerst das höchst emotionale Gespräch in der Arena, dann der Anruf von Admiral Hoyt, anschließend die Begegnung mit Suúl und dem Traum. Jetzt wissen wir wenigstens, was Suúl nun eigentlich genau ist. Mir war schon irgendwann klar, dass es wohl um eine Chimäre aus dem Labor von Darth Varak handeln musste, fand die Auflösung aber trotzdem verdammt cool. Auch das Austoben auf der Trainingsmission war äußerst spaßig, da man mal ohne Konsequenzen eine Imperiale Fanatikerin spielen konnte.

Der erste Virax war ein echter Pechvogel, da er nicht einmal zum Zug kam und einen verheerenden kritischen Treffer nach dem anderen kassierte. Nach seinem Ableben wurde erst einmal über so viel geballtes Pech gelacht. Noch nie hatte ein NSC soviel Pech wie dieser arme Klon. Möge er ihn Frieden ruhen.

Die Traumsequenz war ziemlich cool mit dem Attentat auf die Königinmutter. Auch der Kampf unserer Klone gegen die Übermacht. Hier kann man gut sehen, was Ausrüstung für einen entscheidenden Unterschied ausmacht. Das System lebt wirklich davon, dass man sich einen Kopf darüber macht, welche Waffe mit welchem Zubehör man mitnimmt und wie man diese am geschicktesten einsetzt. Das Scharfschützengewehr beim finalen Kampf war natürlich keine gute Wahl, aber die beste zur Verfügung stehende Option. Hat schon seinen Grund, warum Lyra quasi in ihrer eigenen Waffenkammer lebt.

War eine ziemlich gute Sitzung, auch wenn wir leider nur drei Spieler waren. Trotzdem ein wahres Highlight und unser SL hat sich wirklich die Tasse, die er von mir zum Geburtstag mit der Aufschrift: "Weltbester Spielleiter"  bekommen hat, redlich verdient.

Lyras Entwicklung: Es war definitiv ein Fehler, die Elitesteigerung jetzt schon zu nehmen. Es wäre besser gewesen, Tödliche Präzision zu nehmen und jetzt dann die Nahkampfwaffenfertigkeit zu steigern. Ich hätte einfach abwarten sollen, bis ich auf Eloy treffe und dann schauen, was sie so kann. Gegen sie habe ich ironischerweise ja schon im Wasserschloss gekämpft. Sie ist also eine sehr versierte Nahkämpferin mit ihrer Hellebarde. Aber alles ist besser als ein Lichtschwert, so muss ich mir um meinen Cherkahänder keine Sorgen machen. Bis jetzt hat Eloy bis auf einen Machtsprung keine Kräfte gezeigt, also wird sie zumindest die Jedikraft "Verstärken" haben. Die beinhaltet Machtsprünge und gibt Bonuswürfel auf gewisse Fertigkeiten. Und kann auch Attribute zusätzlich mit der Macht temporär steigern. Würde ich Lyra jemals Jedikräfte geben, wäre es "Verstärken". Unkompliziert und gibt einen ordentlichen Bonus auf Bewegung und Attribute.

Also nehme ich nun "Tödliche Präzision" und hoffe, dass der Kampf um den Turm auf Cyphera lang genug dauert, dass das große Finale von Season I um eine Sitzung herausgezögert wird, so dass ich mit etwas Glück Nahkampf noch auf drei oder sogar vier Ränge steigern kann. Die Elitesteigerung war kein grundsätzlicher taktischer Fehler, hätte aber bei meinem Konzept bleiben sollen. Aber egal, muss so oder so gehen.

Durch fleißiges Schreiben kann ich nun zwei weitere Talente für den Rigger nehmen. Zum einen "Verbesserte Manövrierdüsen" und die zweite und finale Stufe von "Bastler", welche für 20 Punkte sehr wenig bringt, aber genommen werden muss, um an das darunter liegende "Nicht Heute" zu gelangen, welches die finale Zerstörung der "Vanguard" einmal pro Sitzung für einen Schicksalspunkt abwenden kann, was ziemlich cool ist. "Verbesserte Manövrierdüsen" verbessert das Handling des Signaturfahrzeuges auf um einen Punkt. Im Fall der "Vanguard" sind wir nun vom negativen Wert von -1 auf genau Null. Also weder Boni noch Mali. Für Lyra ist das wichtig, weil sie so keinen schwarzen Komplikationswürfel mehr aufgebrummt bekommt, falls sie mal hinters Steuer muss.

Am Rande des Imperiums – Neue Elitesteigerungen für das Segment Handel/Schmuggel

Unser SL hat sich ein paar neue Talente für je 25 Punkte ausgedacht. Während dem Kampf in der technischen Zentrale habe ich laut gedacht, wie praktisch jetzt ein Medkit oder Stimpack zur Hand wäre. Da hat unser SL gelacht und eine Liste mit neuen Talenten hervorgezogen, dass zweite auf der Liste hätte genau diesen Effekt gehabt.

Jedes Talent kostet 25 Punkte und es dürfen maximal 2 genommen werden. Aber erst wenn wir die 500 Punkte für Schmuggel/Handel voll haben.

Stets Erfolgreich

Verwende einen Schicksalspunkt um einen misslungenen Wurf gegen Schwierigkeit Mittel oder geringer zu wiederholen. Kostet zusätzlich drei Stresspunkte.

Anmerkung: Ein nettes Talent, dass hilft, Standardproben sicher zu schaffen.

Stets zur Hand

Verwende einen Schicksalspunkt um als Manöver einen Erste-Hilfe-Kasten zu finden. Dieser enthält zwei Stimpacks, zwei Reparatursets, ein Notfall Medkit, 3 Tagesrationen und 2 Schutzfilter.

Anmerkung: Wäre bei der letzten Sitzung äußerst praktisch gewesen.

Stets Bekannt

Verwende einen Schicksalspunkt, damit ein NSC nach Wahl dich und deine Reputation kennt.

Anmerkung: Für alle, die wie Kim Kadeshian sein wollen. :D Für Shaka sicherlich eine "sinnvolle" Option. ;) Und der Spieler hat das wie vorhergesagt schließlich auch genommen.

Stets der Erste

Verwende einen Schicksalspunkt, um bei einem erfolgreichen Angriff aus dem Hinterhalt einen kritischen Treffer mit +20% zu erzielen.

Anmerkung: Weiß nicht, für 25 Punkte bei der Konkurrenz nicht so der Bringer. Zu teuer für diesen minimalen Effekt. Bei +50% könnte man darüber nachdenken. So ist es einfach Witzlos. Hinterhalt und ein Schicksalspunkt für läppische +20 Prozent?

Stets Unvorbereitet

Verwende einen Schicksalspunkt, um bei einer Probe Aufschläge durch unzureichendes Werkzeug oder improvisierte Hilfsmittel zu verhindern.

Anmerkungen: Hatten wir schon mal Aufschläge außerhalb von einer Flucht aus der Gefangenschaft? Eigentlich nicht.

Für Lyra kommen die ersten beiden wirklich in Betracht, der Rest eher weniger.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #186 am: 15. Oktober 2019, 15:33:01 »
Episode XXV
Das Lekku Dilemma
Aurek

Die "Konferenz" mit dem Häuptling der Fischmenschen findet wenige Stunden später statt. In der Zwischenzeit haben wir den Großteil der 24 Personen evakuiert und haben damit unseren "Preis" bezahlt. Die Fischmenschen versprechen uns, vereinzelte Stellungen der Imperialen anzugreifen und sie zu beschäftigen, können uns aber bei dem eigentlichen Angriff auf den Turm nicht unterstützten. Es bleibt zu hoffen, dass durch die Angriffe vielleicht eine der zwei Kompanien an Strumtrupplern am Turm abgezogen werden, um einen Gegenangriff zu führen. Besser als nichts, aber weniger als erhofft. Aber ein Soldat muss mit dem Auskommen, was vorhanden ist. Ein netter Bonus, der uns unverhofft in die Hände gefallen ist, also kein Grund da jetzt zu jammern oder zu lamentieren. Es ist so, wie es ist. Also weiter mit Plan A der beinhaltet, dass wir uns mit einem Container an den feindlichen Stützpunkt liefern lassen. Ab da heißt es dann improvisieren. Ein Umstand, den keiner behagt.

Ein Container wird vorbereitet, in dem eine Zwischenwand eingezogen wird, vor der Kisten gestapelt werden. Aber falls wir zu der eigentlichen Tür nicht herauskommen, wird eine kleine Passage frei gehalten. Muss so gehen. Wir fassen Ausrüstung und einigen uns auf unsere Schleichrüstungen. Nur Shaka nimmt noch zusätzlich ihre TaggeCo Protector 1 mit. Am liebsten würde ich ja eine der Sturmtruppenrüstungen anziehen, die wir vor langer Zeit im Neuzustand auf Anduras I erbeutet haben. Das ist auch schon wieder eine Ewigkeit her. Wie schnell die Zeit vergeht. Damals kämpften wir noch um das nackte Überleben, jetzt kämpfen wir um den Frieden in der Galaxis und das ist noch nicht einmal pathetisch überzogen. Versagen wir, wird der Krieg nicht nur das Hapes-Konsortium verschlingen, sondern auch die Neue Republik in einen langjährigen und teuren Konflikt stürzen. Nach meiner militärischen Einschätzung würde die Neue Republik einen Abnutzungskrieg eventuell gewinnen, aber Thorne hat quasi eine Basis, die nicht so einfach einem Gegenangriff ausgeliefert ist. Ohne die Route nach Xios kann von dort aus Admiral Thorne bis in alle Ewigkeit hocken und nach belieben jeden Punkt am Rande des Nebels angreifen. Darunter auch wichtige Handelsverbindungen. Auf alle Fälle wäre das für die Neue Republik ein riesiger Prestigeverlust und würde ihre Verhandlungsbasis gegenüber noch unentschlossenen System, ob diese in den Schoß der Neuen Republik zurück möchten, massiv verschlechtern. Warum sich einem Bündnis anschließen, dass nicht einmal mit ein paar Schiffen eines abtrünnigen Admirals fertig wird?

Unser Plan, die Kraftwerke lahmzulegen ist äußerst rudimentär. Es gibt zwar noch zwei Teams, die auf die Anlage angesetzt sind, aber selbst wenn wir koordiniert zusammen einen Angriff vorantragen, werden wir keinen Erfolg haben. Und ich befürchte, dass wir trotz Schleichrüstungen recht schnell auffliegen werden. Das ist eine Selbstmordmission und selbst mit Selbstaufopferung ist der Erfolg nicht garantiert. Ich habe kein gutes Gefühl, als ich es mir im Container halbwegs bequem mache. Wir können wegen den Scannern kein Sprengstoff mitnehmen, müssen die Kraftwerksblöcke also auf andere Art sabotieren. Unsere Überlebenschance schätze ich auf weniger als zehn Prozent. Unsere Erfolgsaussicht liegt vielleicht bei zwanzig Prozent. Keine rosigen Aussichten, aber als der Galaktische Bürgerkrieg begann, haben die Imperialen Strategen der Allianz kein Jahr gegeben. Manchmal ist numerische Überlegenheit eben nicht das, was einen Krieg entscheidet.

"Das erinnert mich an alte Zeiten", meint Lyn und damit beginnt der Austausch von alten Kriegsgeschichten aus der Zeit der Rebellion. Damals, als es ziemlich düster aussah, immer auf der Flucht, immer in Bewegung. Nadelstiche hier und da. War schon ziemlich hart gewesen. Aber wie man sieht, ist das Imperium immer noch nicht endgültig besiegt. So vergeht die Zeit wie im Flug, was hier natürlich ein lustiges Wortspiel ist. Nach zwölf Stunden Flug landen wir auf dem Stützpunkt. Wegen dem Schutzfeld kann unsere Frachtmaschine nicht über die schnelle Obritroute fliegen, sondern muss sich durch die Atmosphäre quälen.

Nun wird es spannend. Ich höre wie die Frachtluke geöffnet wird. Dann verschiedene Stimmen, Frachtpersonal, Schiffspersonal und Soldaten. Falls es Verrat gibt, wird dieser sich jetzt offenbaren. Ich schätze mal, die scannen nun die Container. Einige Zeit später wird es leiser, Stimmen die sich entfernen. Sind wir aufgeflogen? Aber dann spüren wir, wie der Container angehoben wird. Scheint alles nach Plan zu laufen. Wir haben jetzt noch knapp fünf Stunden bis zum vereinbarten Termin. Also genug Zeit, vom Frachtterminal zu den Kraftwerken zu kommen. Nach einigen Minuten werden wir abgesetzt, es knirscht kurz. Mechanische Geräusche, die sich entfernen. Nach weiteren Minuten wird ein weiterer Container abgesetzt. Sieht so aus, als hätte die nur einen Schlepper, um die Container zu verschieben. Das Spiel wiederholt sich noch mehrere male, dann kehrt Ruhe ein. Sofort ausladen wollen die wohl nicht. Kann uns nur Recht sein.

Nachdem es mehrere Minuten um uns herum komplett Still geblieben ist, versuchen wir die Tür zu öffnen. Geht nicht, wir liegen sauber an einem weiteren Container an. Nun gut. Nach etwas hin und her haben wir die Zwischenwand gelöst und quetschen uns krabbelnd durch die Kisten zur anderen Tür.

"Fierfek!", auch diese Tür ist verstellt. Die haben wirklich nicht vor, diese Container in der nächsten Zeit zu entladen. Nun gut, dann kann Lyn ihr Lichtschwert ausprobieren. Die rote Klinge baut sich surrend auf und im engen Container hört sich das verdammt laut an. Zischend fährt die Klinge nach oben. Geschmolzenes Metall tropft nach unten trifft die Kisten. Ich hoffe nur, dass darin sich nichts leicht entflammbares befindet. Scav und ich verhindern, dass der Ausschnitt unkontrolliert auf den Boden kracht. Es ist nicht ganz einfach, dass Ding abzulegen, ohne sich dabei die Finger zu verbrennen. Nun liegt es an mir, mal zu sehen, wie es draußen aussieht. Vorsichtig strecke ich meinen Kopf heraus und sehe mich um.

Wie erwartet befinden wir uns in einem Depot. Container sind auf dem Boden aufgereiht. Weiter hinten steht an einer Aufladestation ein Stapeldroide mit einem kleinen Traktorstrahlermitter. Sonst ist niemand zu sehen. Nun gut, ich klettere hoch und helfe den anderen heraus. Hier heraus führen ein verschlossenes Schott für Fracht und eine Schleuse für Fußgänger. Im Boden gibt es einen großen Abflussgully, durch die auch ein Mensch passt. Interessanter ist aber eine Wartungsluke, die zu einem Kabelschacht führt. Damit dürften wir wohl am weitesten kommen. Scav und ich öffnen das Abdeckungspanel und ich krieche als erste in den schmalen Schacht. Es ist Mühsam, mit meinen sperrigen Waffen sich da durch zu winden, geht aber.

Scav muss mehrere massive Schotte öffnen, da hier viele Bereiche voneinander abgetrennt werden können. Das ist wahrscheinlich dem Umstand geschuldet, dass diese Anlage bald komplett unter Wasser sein dürfte. Ein Wassereinbruch dürfte da kein unwahrscheinliches Szenario sein. Schnell stellen wir fest, dass wir über die Kabelschächte nicht zu den Kraftwerkblöcken kommen, die wir sabotieren wollen. Und zwar aus dem Grund, weil dieser Bereich über seinen eigenen kleinen Reaktor verfügt.

"Fierfek!", meine ich dazu, als uns diese Tatsache klar wird. Das kompliziert die Sache ungemein. Über einen Wartungsschacht kommen wir zu einem unterirdischen Gang, der die verschiedenen Komponenten der Anlage miteinander verbindet. Ich bilde die Vorhut, Lyn folgt mir. Wir orientieren uns nach rechts, weil da die Blöcke liegen müssen. In der Ferne sind Stimmen zu hören. Mehr als zwei, weniger als ein Dutzend. Nicht gut. Trotzdem nähern wir uns der Geräuschquelle vorsichtig an. Bevor wir den Quergang erreichen, woraus die Stimmen schallen, hören wir schnelle Schritte in unsere Richtung. Der einzige Platz sich zu verstecken ist die Decke zwischen zwei Leuchtgloben. Ich helfe mit einer Räuberleiter Lyn nach oben und springe dann selbst hoch, um mich da fest zu klammern. Die Twi´lek hat nicht nur Probleme ihr Eigengewicht zu halten, obendrein hängen ihre Lekku auch noch herab. Es kostet wohl viel kraft, die waagrecht zu halten. Unter uns läuft nun ein Techniker mit einem Datapad vorbei. Als er auf der Höhe von Lyn ist, fällt die herunter und klatscht auf den armen Kerl drauf. Fierfek!

Nakagos wirre Gedanken

Körperliche Schwäche hat durchaus seine frappierenden Nachteile.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #187 am: 17. Oktober 2019, 15:44:40 »
Besh

Sofort rappelt sich Lyn auf und geht mit dem Vibromesser auf den Mann los. Fahrig durchschneidet sie die Luft, weit weg von ihrem Ziel. Die Twi´lek kann deutlich besser fliegen als kämpfen. So bleibt es an mir, den armen Techniker von seinem Leben zu erlösen, bevor er Alarm geben kann. "Scharfrichter" gleitet noch während ich von der Decke falle in meine Hand und ich töte den Techniker präzise mit einem Stich ins Herz. Leider steche ich durch ihn durch und saue alles ein. Das war so nicht geplant. Sofort schleppe ich die Leiche zum Schacht, wo wir sie verschwinden lassen. Oberflächlich machen wir sauber und hoffen, dass niemand die Reste des weggewischten Blutes am Boden sieht.

Derweil hat Scav schon die Daten des Datapads ausgewertet und hat schlechte Nachrichten. Auf dem kleinen Computer sind alle relevanten Wartungsdaten gespeichert und die sagen uns, es gibt keinen einzigen begehbaren unterirdischen Zugang zu den Kraftwerkblöcken, der für uns erreichbar wäre. Die einzige unterirdische Verbindung sind die Kabelschächte und die sind nur vom Turm aus begehbar. Also müssen wir in den schwer bewachten Turm hinein. Und das wiederum ist eine Liga für sich.

Ein weiteres Problem ist, der einzige Gang dahin führt durch die Kantine der Anlage und die kann nicht umgangen werden. Die ist durchgehend geöffnet und es gibt keinen Zeitpunkt laut Plan, wo sich darin niemand aufhält. Die Menschen unter uns könnten sich zwar verkleiden, aber nicht unsere Twi´lek Damen. Und ich denke auch nicht, dass sie als kulturelle Tänzerinnen durchgehen, welche Commander Lorrik zur Hebung der Moral angeheuert hat. Und Dank ihrer Lekku können wir sie auch nicht wirklich verkleiden. Edna schlägt Amputation vor und erntet dafür die übliche. Morddrohungen. Wir haben ein echtes Lekku Dilemma. Der Bereich der Kantine hat ihre eigene Lüftungsanlage, sprich, man kann da nicht von außen rein um da einfach drüber zu krabbeln. Oberirdisch das ganze zum umgehen ist auch keine Option. Fierfek!

Wir haben ja gewusst, dass es nicht einfach werden würde, aber momentan scheitern wir schon hunderte Meter vor den Blöcken. Das ist wirklich nicht schön. Schließlich denkt sich mein listenreiches Köpfchen einen verwegenen Plan aus. Irgendwie liegt es fast immer an mir, einen praktikablen Weg zu finden, der ohne die Amputation der Lekku auskommt.

Also klettere ich zurück in den Gang und wende mich dieses mal nach links. Nach etwas um die 120 Meter, vielleicht auch etwas weniger, erreiche ich eine Umkleidekabine und öffne mit der Identifikationszylinder des Toten seinen Spind. Da drin befinden sich noch mehrere Sätze Arbeitskleidung, die ich nun anziehe. Meine teure Rüstung packe ich in einen Müllsack, der wiederum in ein Wägelchen platziert wird, der aus Halterungen für zwei Müllbeutel besteht. Irgendwie komme ich mir jetzt richtig blöd vor, wenn ich mir das ganze so betrachte. Aber es gibt keine praktikable Alternative. Also rollere ich den Wagen zum Wartungszugang und packe unsere beiden Twi´leks in den Müllwagen und schütte noch etwas Müll über sie, um sie besser zu tarnen. Dieser Vorgang zaubert doch ein kindliches Grinsen auf mein Gesicht. Damit fahre ich nun los und rollere den Wagen samt Inhalt durch die Kantine. Niemand schaut mir ins Gesicht. Aus Gesprächsfetzen entnehme ich, dass eine der zwei Kompanien gerade Gegenangriffe ausführt, um Fischmenschen aus imperialen Stellungen zu werfen. Die Unterstützung der Fischmenschen zeigt nun doch noch eine Wirkung. Sind nur noch 120 Sturmtruppler nieder zu kämpfen. Nur einer der Gäste schüttet den Inhalt seines Tabletts in einen der Säcke, ohne wirklich darauf zu achten, was sich schon darin befindet.

Hinter der Kantine parke ich den Wagen in einem kleinen Magazin mit Putzmitteln und lasse die beiden Aliens aussteigen. Hier warte ich eine halbe Stunde, da es auffallen könnte, wenn ich sofort wieder zurück kehre. Dann bugsiere ich mein Vehikel wieder zurück und rolle ein weiteres mal durch die Kantine. Die Klientel hat sich inzwischen etwas geändert und höchsten dem Servicepersonal hinter den Tresen dürfte auffallen, dass ich schon wieder hier durchfahre. Und das dumme ist, ich muss ein weiteres mal hier durch. Wie heißt es so schön: Der Hutte schlägt den Sklaven so lange, bis der Knüppel bricht.

Nach einer Viertelstunde verpacke ich nun Edna und Scav in den Müllwagen und dieses mal habe ich immense Probleme, den Wagen in angemessener Geschwindigkeit zu bewegen. Ich habe extra noch das Radlager geölt, um dieses Wägelchen leichtgängiger zu machen, da einer der Räder gequietscht hat. Aber Scav wiegt eben doch eine Menge und ich hoffe, dass der Wagen dieses Gewicht lange genug aushält. Ein Repulsorliftantrieb wäre eine feine Sache gewesen, aber den hat man wohl nicht genehmigt bekommen.

Nun rolle ich ein drittes mal mit dem Wägelchen durch die Kantine und an einem der Tische sehe ich einen Sturmtruppler in einer silbernen Rüstung mit den Rangabzeichen eines Hauptmanns. Ausgerechnet der sieht mich genauer an, als ich mich mit dem Wagen hier abmühe. Der hat gerade fertig gegessen und steht auf, kommt auf mich zu und starrt mich an. Das ist nicht gut! Zwar befinden sich mit Edna und Scav sich zwei der kampfstärksten Mitglieder der Crew in den Müllsäcken, aber hier dürften über zwanzig Angehörige des Militärs sein, davon haben die meisten mindestens eine Blasterpistole dabei. Das wäre ein Kampf, den wir wahrscheinlich so nicht gewinnen werden.

Der Hauptmann schaut in beide Behälter hinein, die zum guten Teil mit Unrat aufgefüllt sind und schüttet dann seine Essensreste rein. Einen weiteren Blick würdigt er mir nicht und ich rollere meinen Wagen einfach weiter und versuche mir nicht anmerken zu lassen, wie schwer selbst mir als durchtrainierte Kämpferin es fällt, das große Gewicht vor mir her zu schieben. Erst als ich aus der Kantine draußen bin, wage ich es aufzuatmen und stemme mich nun gegen den Wagen, um ja schnell von hier weg zu kommen, bevor der mir noch auseinander bricht. Endlich sind wir in der Sicherheit des kleinen Lagers, wo schon die beiden anderen weiblichen Crewmitglieder der "Vanguard" auf uns warten. Wir sind zwar etwas näher an unser Ziel gekommen, aber eine wirklich praktikable Idee hat keiner, wie es nun weiter gehen soll. Also erst einmal die Lage peilen. Was wiederum bei mir liegen bleibt. Aber für solche Art Aufgaben bin ich auch einfach die qualifizierteste.

Putzend und Müll aufsammelnd kläre ich diesen Bereich auf. Bis zum Turm zu kommen ist einfach. Dann gibt es ein Sicherheitsschott, dass von zwei Selbstschussanlagen gedeckt wird. Dazu lungern dahinter entweder ein Feuerteam oder ein Trupp Sturmtruppler dahinter, was ich kurz sehen kann, als ein Offizier die Engstelle passiert. Vier Leute sehe ich auf alle Fälle, also ein Feuerteam. Dann wären wir im Turm und kämen von dort eventuell durch die Leitungsschächte zu den Kraftwerken, um diese dann irgendwie zu manipulieren, dass sie den Geist aufgeben. Im Geiste gehe ich verschiedene Optionen durch, aber jede endet mit sehr großer Wahrscheinlichkeit in Entdeckung und einem Feuergefecht, dass wir nicht gewinnen können. Also suche ich andere Möglichkeiten, um vielleicht von oben an die Blöcke heran zu kommen.

Es gibt natürlich die Möglichkeit über das Labor vorzurücken, wo unsere Klone den Heldentod gestorben sind, jedenfalls meiner und der von Shaka. Jedenfalls gehe ich davon aus, dass unsere beiden Klone die Aktion nicht überlebt haben, wobei ich noch immer nicht sicher bin, was war Traum, was war Real. Aber ich denke, wir haben wirklich Suúls Körper geheilt und dieses Wesen ist nun mehr oder weniger ein Verbündeter. Aber wer kann schon die Gedanken eines solche Spezies begreifen?

Wie auch immer, es gibt einen unterirdischen Zugang zum Labor und zwangsläufig auch eine Oberirdische Schleuse, die in Richtung der Blöcke führt. Durch das Labor unentdeckt zu kommen halte ich für ausgeschlossen, auch wenn da vielleicht noch Scav 2.0 in Form des Reinigungsdroiden ist.

Es gibt zwei Klappenschleusen, die direkt vom Gang an die Oberfläche führen. Eine ist sehr exponiert und von allen Seiten einsehbar. Die andere direkt neben einem der Garnisonsgebäude, was recht schwer einsehbar ist. Von dort könnten wir an die Oberfläche gelangen. Aber dann müssten wir freies Gelände zu den Blöcken überqueren. Das wird nicht einfach werden!

Nakagos wirre Gedanken

Bis jetzt kamen wir recht weit heimlich in die Anlage herein. Würfelglück sei Dank! Hier gab es ausnahmsweise mal viele Erfolge und auch Triumphe. Sonst wäre ich nicht durch die Kantine gekommen.

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