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Autor Thema: Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story  (Gelesen 10089 mal)

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Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #225 am: 28. Januar 2020, 15:25:47 »
Besh

Großzügig werden wir aus der Audienz entlassen und ein Butlerdroide führt uns in unsere Gemächer etwa zwanzig Ebenen unter den Thronraum. Die Gästequartiere haben den Charme eines Gefängnisses. Unverputzter Permabeton, offene Leitungen und ein Bodenbelag von dem ich gar nicht wissen will, aus dem der besteht. Wahrscheinlich aus platt getretenen Müll. Die Eingangstüren sind aus massiven Durastahl in einer Dicke, welche die Panzerung der Vanguard vor Neid erblassen lässt. Wir bekommen zwei Zimmer. In einem geht die Dusche nicht, dass kriegen die "Jungs", also Edna und Scav. Es gibt einen Drogenspender an der Wand. Eine gewisse Menge ist frei, für den Rest muss man bezahlen. Wir können uns hier und  in den Cantinas frei bewegen, alle anderen Bereiche des Palastes sind für uns gesperrt.

Ein kurzer Scann zeigt, dass hier zu unser aller Überraschung keinerlei Überwachungselektronik eingebaut ist. Die beiden Twi´lek Damen benutzen nacheinander die Dusche und sind damit ausgelastet, ihre Rüstungen nach dem Bad in der Brühe mit verwesenden Kreaturen zu reinigen. Ich schalte das HoloNet ein und klicke mich durch die New Boards. Obwohl es mich in den Fingern kribbelt, unterlasse ich es, die Seite der Roten Arena aufzusuchen. Kaum haben wir es uns "bequem" gemacht, schneit auch schon der erste Besucher herein. Kapitän Zarosch von der "Vantika".

"Meine Freunde! Wie ich sehe, habt ihr euch schon eingerichtet! Die roten Pillen sind der Hammer! Noch eine blaue dazu und ihr seid im Paradies!" Der Mensch gibt sich betont fröhlich und jovial. Ich unterdrücke meinen Impuls, ihm meine Faust in den Magen zu rammen, was er durchaus verdient hätte, da er uns in diesen Schlamassel hinein gezogen hat. Hätte er Wattoo nicht den Tipp gegeben, dass wir fähige Leute sind, wären wir immer noch auf Nilvax Station und könnten so wichtige Dinge planen, wie zum Beispiel einen ernsthaften Krieg gegen Crimson Dawn zu führen. Oder uns um Shakas Projekt "Mama für Tory" kümmern. Auf letzteres kann ich allerdings gerne verzichten.

"Unser freundlicher Kapitän von der Vantika! Ein Freund und Helfer! Wie ich sehe, habt ihr euer kleines Projekt mit dem Krustenknacker ordentlich in den Sand gesetzt! Und letztendlich habt ihr uns auch noch mit in diesen Wahnsinn gezogen!" Meine Stimme ist gefährlich leise geworden mit den letzten Worten. In mir kocht eine ziemliche Wut und die ist kurz davor, in pure Aggression umzuschlagen. Keiner von uns hat damals, als Kapitän Zarosch uns zum ersten mal an Bord der "Vantika" von dem Krustenknacker erzählte, ernsthaft versucht, ihm diesen Unsinn auszureden. War vielleicht ein Fehler, ihm nicht eindeutig auf die Problematik hinzuweisen, was so eine Aktion im Huttenraum für Konsequenzen nach sich ziehen kann. Wir haben damals abgelehnt, mitzumachen und damit war für uns alle die Sache erledigt. Das Zarosch uns nun über den Umweg Wattoo in Verbindung mit Lyns Schulden, 74 000 Credits nach ihrer Aussage, in diesen Schlamassel ziehen könnte, konnte damals keiner von uns ahnen.

"Jaaaaaaa, dass ist nicht so ganz so gelaufen, wie von uns geplant", meint Kapitän Zarosch mit einem verzerrten Grinsen, dass wohl mal ein entschuldigendes Lächeln werden sollte, aber nur wie eine Einladung wirkt, mit der Faust für Ordnung in seinen Gesichtszügen zu Sorgen. Ich muss mich wirklich zusammen reißen, dass meine geballte Faust nicht mit viel Wucht in seinem malträtiertem Gesicht landet.

"Wie überraschend!", meine ich sarkastisch und blicke auf eine Ecke. Nach ein paar Sekunden habe ich meine Aggression wieder unter Kontrolle. "Da ihr schon mal hier seid, was für Informationen habt ihr über diesen Krustenknacker, den Planeten, die indigene Bevölkerung und alles, was dazu gehört."

Nach etwas hin und her kommt in etwa folgende Geschichte dabei heraus: In den Klonkriegen stießen einige Prospektoren der Gamorraner auf einen Mond mit einer sehr harten Oberfläche auf ein sehr reichhaltiges Vorkommen von was auch immer. Keiner scheint zu wissen, was genau unter der Oberfläche sein soll, aber die Daten sind vielversprechend. Das hört sich verdammt dubios an. Wenn man weiß, dass es lukrativ ist, weiß man auch, was da zu finden ist. Aus irgend einem Grund will uns niemand sagen, um was es sich handelt. Cortosis? Bronzium? Ultrachrom? Oder gar das unglaublich wertvolle Ionit?

Auf alle Fälle haben die Gamorraner dann einen Krustenknacker organisiert und in die Oberfläche des Mondes getrieben. Das Ding ist eine Nadel mit einer Länge von über zweihundert Meter. Also nicht gerade klein. Bevor der nun gezündet wurde, kam ein übereifriger Jedi vorbei und hat das verhindert. Wie, was und warum genau? Keine präzise Auskunft wann genau, nur während des Klonkrieges. Wäre ja nur Hilfreich gewesen. Fakt ist, der Krustenknacker ist ohne die Codes nicht mehr einsetzbar und offensichtlich wurde schon so ziemlich alles probiert, dass Ding wieder scharf zu bekommen. Schätze mal, der Krustenknacker konnte damals während des Klonkrieges nicht entfernt werden, da ja nicht gerade ein Leichtgewicht und deswegen die Versiegelung dieser Bombe.

Auf dem Mond leben irgendwelche Spinner, die Blastergewehre haben. Zarosch hat keine wirklich hilfreichen Informationen über diese Leute. Auf jede Kontaktaufnahme habe sie mit Gewalt reagiert. Kultisten, Survivalfreaks, Spinner halt. Oder Zarosch will keine Details nennen, weil wir sonst durch spezifische Informationen in der Lage wären, die Position des Systems heraus zu bekommen. Soweit so schlecht.

"Das war jetzt nicht wirklich hilfreich. Was weißt du über Crimson Dawn?" Darüber weiß Zarosch schon etwas mehr. Es gibt im Hintergrund einen großen neuen Anführer, der das Verbrecherkartell neu formiert hat und drei berüchtigte Unterbosse hat. Vigor Pharos kennen wir schon. Angeblich hat der bis zu neunzig Schiffe. Wir können nur elf verifizieren. Entweder ist das nur ein Teil seiner Flotte in der Sperrzone oder Pharos hat gewaltige Verluste hinnehmen müssen. Kann durchaus sein, dass einige Schiffe einfach auch desertiert sind. Entweder um sich selbständig zu machen oder einem anderen Vigor der Schwarzen Sonne anzuschließen. Schwer zu sagen. Möglich auch, dass Pharos mehrere Operationen am laufen hat und er in der Sperrzone nur mit einem kleinen Teil seiner Flotte operiert. Oder die Anzahl von neunzig Schiffen ist einfach ein übertriebenes Gerücht, das bei jeder Erzählung ein paar Schiffe mehr dazu bekommen hat.

Trivex ist der zweite Anführer, ein dreiköpfiger Droide, der mit dem Kesselvirus infiziert sein soll. Vor zwanzig Jahren gab es auf Kessel eine Droidenrevolution. Der Aufstand der Droiden und Sklaven wurde zwar blutig niedergeschlagen, aber offenbar hat einer der Droiden vor seiner Zerstörung sein Bewusstsein in das Mainframe des Hauptrechners übertragen und einen Virus kreiert, der nun von Zeit zu Zeit Droiden auf Kessel infiziert und sie rebellisch macht. So jedenfalls die Legende. Fakt ist, amoklaufende Droiden sind seit zwanzig Jahren ein verbreitetes Phänomen auf Kessel. Ob es nun wirklich einen Kesselvirus gibt, ist nicht erwiesen, aber auch nicht unmöglich. Auf alle Fälle kämpft Trivex auf Kessel mit seinen Droiden gegen die Pykes und hatte ein Bündnis mit Wattoo. Letztendlich bekommen wir die Informationen des Söldners verifiziert. Wattoo und Crimson Dawn waren mal Bündnispartner, aber die Koalition ist zerbrochen und sind sich nun spinnefeind.

Der dritte Anführer ist eine Frau. Eine Chiss mit dem Namen Moridia Rex. Es gibt viele Legenden und Geschichten über die blauhäutige Frau. Einig sind sich die Gerüchte darüber, dass Moridia eine imperiale Agentin war, aber nicht für welchen Dienst. ISB, Hand des Imperators oder Inquisitorin. Auf alle Fälle benutzt sie unter anderem ein Lichtschwert, ist wohl mindestens Machtsensitiv. Vielleicht sogar eine ausgebildete Machtanwenderin. Das Imperium war zwar ziemlich rassistisch, aber man hat durchaus Menschenähnliche auch in ihren Reihen gefunden. Und Chiss sind nicht so wirklich die exotische Rasse unter den Aliens, sondern gleichen normalen Menschen bis auf ihre blaue Haut und rote Augen doch sehr.

Das sind keine rosigen Aussichten. Töten wir Vigor Pharos, haben wir wohl dann die anderen beiden an der Backe kleben, wie man so schön sagt. Ist ja nicht so, dass da noch das Vermächtnis von Darth Varak leise vor sich hintickt und irgendwann eine Katastrophe auslösen kann. Wie einfach doch mein kleines Leben früher war. Da gab es nur das Imperium zu zerstören und den Imperator zu stürzen.  Ich hätte einfach vor vier Monaten meine Schwester an die Hand nehmen  und mit den Berg Credits im Rucksack nach Corellia fliegen sollen. Aber nein, ich hab ja so was wie Verantwortungsbewusstsein und Loyalität. Während alle anderen ihren Hobbys oder Verpflichtungen aus ihren früheren Leben nachgegangen sind, habe ich die Stellung gehalten und mich um Nilvax Station gekümmert. Aber wie meine Mutter immer sagte: Egal wie viele Probleme du hast, gehe einfach eines nach dem anderen an. Nun gut, jammern bringt nichts, also lösen wir unsere Probleme, eines nach dem anderen. Und wenn man es genau nimmt, hört sich das teilweise nach verdammt viel Spaß an. So viele Leute zu töten und so wenig Zeit!

Nakagos wirre Gedanken

Crimson Dawns drei Anführer werden wohl noch für viel Ärger Sorgen... Das ist alles nicht offiziell und von unserem Spielleiter erdacht. Offensichtlich hat ihm Solo ganz gut gefallen. Fand den Film auch sehr gut und finde es Schade, dass er durch eine allgemeine durch Episode VIII ausgelöste Boykott Bewegung der Community gefloppt ist. Die Fandom Menace ist eben keine Verschwörungstheorie, sondern durchaus real.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #226 am: 30. Januar 2020, 15:52:10 »
Cresh

"Was kannst du über Wattoo und seine Brut uns erzählen?" Der Hutte ist um die 700 Jahre alt, sehr mächtig und ein wichtiges Mitglied im Huttenkartell. Hauptsächlich war er früher im Gewürzhandel tätig, deswegen auch das inzwischen aufgekündigte Bündnis mit Trivex.

Moorbaa ist der zweitälteste Sohn, eitel, arrogant und will unbedingt selbst die Jedicodes besorgen. Kann sein, dass er auf eigene Faust was unternimmt und uns in die Quere kommt.

Blagaa ist der älteste und trotzdem derjenige, der sich am leichtesten von technischen Spielereien ablenken lässt. Das ist jener Hutte, der wie ein Mechaniker wirkt und nicht wie ein angehender Verbrecherfürst. Offensichtlich fühlt er sich in seiner jetzigen Rolle nicht sehr wohl. Ein Nerd, der am liebsten an Maschinen herumschraubt. Ob das nur Show ist oder Wirklichkeit, dass wird sich noch zeigen. Wie heißt es so schön: Bist du stark, gebe dich schwach.

Die jüngste und Nesthäckchen ist Töchterchen Urdaa. Sie denkt, sie könnte was, allerdings nur in ihrer Einbildung. Von Beruf Tochter und mehr kann sie auch nicht. Damit ist wohl alles gesagt.

Zarosch verabschiedet sich wieder. Ich nehme mal an, er wollte gut Wetter bei uns machen. Trotzdem bin ich immer noch verdammt sauer auf ihn. Aber mich kann man mit Credits durchaus versöhnlicher stimmen, so dass ich als Entschädigung ein Köfferchen mit Credits annehme und davon absehe, die Schärfe von "Scharfrichter" an seinen Schädel auszuprobieren.

"Ich sehe drei Optionen:

Erstens, wir arbeiten für Wattoo und schauen, was wir für Daten im Jediarchiv finden. Dann sehen wir weiter.

Zweitens, wir verbünden uns mit Trivex und töten mit seiner Hilfe Wattoo.

Drittens, wir lassen Crimson Dawn außen vor und töten Wattoo ohne externe Hilfe. Sind ja nur knapp zweihundert schwerbewaffnete Söldner zwischen uns und ihm."

Es folgt eine lebhafte Diskussion daraufhin. Wir sind uns alle einig, dass ein frontaler Angriff auf Wattoo und seine Brut selbst bei Erfolg mit unserem Tod enden dürfte. Normalerweise heißt es ja, der Feind meines Feindes ist mein Freund. Aber hier ist der Feind meines Feindes eigentlich auch mein Feind! Bleibt also nur Option eins übrig, wir besorgen die Daten und mit Hilfe dieser Informationen können wir vielleicht überschauen, was die Sprengung des Mondes für Folgen hat. Darauf einigen wir uns recht schnell dann auch. Alles andere ist nun mal Wahnsinn. Ein frontaler Angriff ebenso wie das Bündnis mit einer Verbrecherorganisation wie Crimson Dawn.

Da nun ein Konsens erreicht ist, wollen wir bei Wattoo vorsprechen und unsere Entscheidung kund tun. Aber schnell wir uns von Hofschranzen klar gemacht, dass zwei Tage Bedenkzeit bedeutet, zwei Tage darüber zu sinnieren. Sprich, wir haben keine Chance, das abzukürzen. Wir werden dazu angeleitet, uns zu anderen Söldnern zu gesellen und dem Laster zu frönen.

Nach kurzem analysieren der Situation kommen wir zu dem Schluss, dass Wattoo sehen will, wie wir mit anderen Söldnern harmonieren oder eben nicht. Sprich, wir haben einen gewissen Ruf, dass alle Leute, die uns bisher zu etwas gezwungen haben, früher oder später das zeitliche gesegnet haben. Hätte Wattoo allerdings die Sache zu Ende gedacht, wären wir nicht hier. So bleibt uns nichts anderes übrig, als hier die Zeit totzuschlagen. Wir beschließen, dass es besser ist, wenn wir uns aufteilen und versuchen, Kontakte zu knüpfen. Man weiß nie, wann man Verbündete gebrauchen kann. Und wie heißt es so schön: Bist du auf Nar Shaddaa, dann spiele das Spiel der Hutten mit.

Also spiele ich etwas Dejarik mit wechselnden Erfolg mit verschiedenen Söldnern. Nach etwas hin und her bekomme ich Kontaktdaten zu einem Rüstungsfabrikanten, der hochwertige Kav-Dann Rüstungen herstellen kann. Eigentlich stammen die Rüstungen von Nubia, was im Corellia Sektor liegt, aber ich schätze mal, diese Fabrik hier stellt gleichwertige Plagiate her. Leider sind die von Grund auf mit einem Drogenspender versehen. Eigentlich hatte ich vor, die mit einem internen Scannersystem auszurüsten, um Gegner schon im Vorfeld zu erkennen. So muss ich wohl auf ein externes System zurück greifen, was mich allerdings etwas behindern wird. Aber das ist leider wohl nicht zu ändern.

Ich leiere ein Treffen mit einem Vertreter an, der hier Zugang hat und unsere Maße nehmen kann. Auch die anderen haben Lust auf eine Rüstung, die auch im Vakuum funktioniert. Kostet zwar dreißigtausend Credits, aber man gönnt sich ja sonst nichts.

Weiter kann ich Kontaktdaten für einen Händler für Kampfschiffe abgreifen, einen Rodianer mit dem Namen Relu Baruk. Schätze mal, dass wir bei dem genau das bekommen, um Pharos ins Jenseits zu pusten. Während ich schwer gearbeitet habe und wichtige Kontakte geknüpft habe, hatte Shaka den ganzen Spaß, den sie hat sich mit den Leibwächtern von einem gewissen Mynach Bei prügeln dürfen. Tja, so ist das halt, die einen arbeiten, die anderen haben Spaß! Dieser Mynach Bay ist offizieller Vertreter des Bankenklans. Seit dem Untergang des Imperiums haben sie teilweise ihre Funktion zurück erhalten, sind aber noch weit von ihrer Machtfülle entfernt, die sie vor dem Klonkriegen hatten. Das der hier ist, lässt tief blicken. Offenbar hat der große Wattoo nicht nur eine große Klappe, sondern auch große Schulden. Hat vielleicht schon einen ernsten Hintergrund, warum Wattoo so einen Druck aufbaut und den Erfolg unbedingt erzwingen will.

Nach einer Stunde kommen ein paar Rodianer vorbei, welche bei uns das Maß für die Rüstung nehmen wollen. Da wir das nicht hier in aller Öffentlichkeit machen wollen, gehen wir in unser Quartier. Für meine Schwester bestelle ich gleich auch eine Rüstung mit. Von ihr habe ich ja einen Holographischen Scan schon gemacht. Nach und nach wird Maß genommen und die letzten Verhandlungen geführt. Kaum sind wir fertig mit allen und haben ein Vermögen an Credits ausgegeben, als auf einmal das Licht ausgeht. In Ferne meine ich eine Detonation zu hören, aber keine Erschütterung zu spüren. Entweder war das über ein Klick weit entfernt oder es handelt sich um eine Granate oder Rakete. Ich tippe auf Rakete.

"Fierfek!", fluche ich, nicht gutes ahnend.

"Ist Dunkel hier drin", meint Edna, während meine Jägerbrille die Dunkelheit gut durchdringt.

"Sieht beinahe so aus, als würde der Turm angegriffen werden", unke ich und in dem Moment pumpt die Lüftungsanlage schwarzen Rauch in den Raum. Sofort setzen wir unsere Atemmasken auf und wollen den Raum verlassen. Leider ist auch die dicke Tür Energielos und damit von uns nicht mehr zu öffnen. Lyn aktiviert ihr Lichtschwert und zeigt, dass man die ziemlich gut als Türöffner verwenden kann. Ich hoffe nur, dass der große knausrige Wattoo uns die Tür nicht auf die Rechnung setzt. Eine naive Hoffnung, da ich genau weiß, dass er die Tür von unserem Anteil abziehen wird. Fierfek!

Dank Lyn schaffen wir es auf den Flur, in dem wenigstens die Notbeleuchtung noch brennt. In dem Moment wird eine Tür im Flur aufgesprengt und eine Handvoll Gamorraner stürmt heraus. Auch in ihrem Quartier ist alles voll Qualm. Weitere Explosionen sind nicht zu vernehmen, auch keinerlei Kampfgeräusche. Seltsam! Was hat das nur zu bedeuten?

Nakagos wirre Gedanken

Nicht einmal mehr in einem Huttenpalast ist man sicher. Was sind das nur für Zeiten? Wo bleibt die Alternative für Nar Shaddaa und schafft Sicherheit für Hutten vor illegalen Migranten? :D

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #227 am: 02. Februar 2020, 15:21:03 »
Dorn

Zum einen, um Pluspunkte zu sammeln, zum anderen, um am Leben zu bleiben, beschließen wir uns nach oben zu Wattoos Thronraum zu begeben. Der Fahrstuhl funktioniert zwar noch, aber die haben die Tendenz zur Todesfalle zu werden, wenn man damit in eine heiße Zone fährt. Ganz abgesehen davon, dass es keinen Spaß macht, da drin festzusitzen, falls der auch Energielos werden sollte. Also nehmen wir die Treppe. Die Gamorraner machen nach fünf Stockwerken schlapp und nehmen lieber den Fahrstuhl. Als wir oben ankommen, ist alles ganz normal im Thronraum. Keine Anzeichen von einem Angriff. Damit sind wir vollkommen umsonst die Treppen hoch gerannt. Ich hake das unter einer Konditionsübung ab, was aber letztendlich bedeutet, es gab eine Explosion, einen Brand und einen Stromausfall auf unserer Ebene. Nur hat das offensichtlich außer uns niemand bemerkt.

Wir schnappen uns einen verantwortlichen Weequay mitsamt seiner Schar von Söldnern und schleifen ihn mit nach unten auf unser Level. Mit ihm kommen wir auch in Bereiche, wo wir nicht rein dürfen. Wir finden schließlich die Quelle des Rauches, ein Brand in einem abgelegenen Raum. Da es hier noch etwas brennt, löschen wir das Feuer. Recht schnell finden wir die Überreste des Verursachers. Es handelt sich dabei um die verkohlte Leiche von Mynack Bay, dem Vertreter des Bankenklans. Jedenfalls lässt er sich anhand seiner ID Karte identifizieren, die sehr Feuerresistent zu sein scheint. Hätte seine Kleidung diesen Qualitätsstandard ebenfalls erreicht, würde er vielleicht noch leben. Er hat ein Datapad dabei, ziemlich angekokelt aussieht und wenig überraschend zerstört ist. Interessanterweise hängt ein Kabel daran und das führt an eine offensichtlich illegal angebrachte Schnittstelle. Soll heißen, Mynack Bay war ein Hacker. Bei ihm hat wohl die Bezeichnung "Agent" in allen Punkten zugetroffen. Bewaffnet ist er mit einem kompakten Blaster, reich verziert, Einlegearbeiten aus Bronzium und sieht nach einer exklusiven Einzelanfertigung aus. Die Waffe steckt noch seinem Schulterholster.

Auch ein Laie sieht ohne auf ein Obduktionsergebnis warten zu müssen, dass nicht das Feuer ihn umgebracht hat, sondern eine Splitterrakete. Irgendjemand war offensichtlich ziemlich sauer auf den Bankenmensch. Da hat wohl jemand seinen Dispo überzogen. Der Weequay erstattet via Intercom Bericht und wir werden unverzüglich in den Thronraum zurück beordert.

Der große Wattoo ist natürlich nicht erfreut zu hören, was sein Untergebener ihn zu berichten hat. Mynack war wohl mehr als nur ein geschätzter Gast. Hutten geben zwar wenig auf Gastfreundschaft, trotzdem wirft das kein gutes Licht auf ihn, wenn Gäste nicht nur in die Luft gesprengt werden, sondern anschließend auch noch verbrannt. Mit so einem Fauxpas schafft man es nicht in die Top Ten der beliebtesten Paläste auf Nar Shaddaas Beliebtheitsskala.

Moorbaa, der jüngere Sohn, findet das ganze wohl überaus amüsant und feixt auf eine höchst unangemessene Weise. Blagaa macht sich sichtlich Sorgen um den Ruf seiner Familie und der Sicherheit des Turmes. Jemand schießt hier in geschlossenen Räumen mit Raketen um sich. Das ist kein Spaß!

Urdaa will die Ermittlungen an sich reißen, wird aber schließlich von ihrem Vater davon abgehalten, der seinen ältesten Sohn Blagaa zum Chefermittler macht. Das findet Urdaa nicht witzig und ist entsprechend angepisst. Irgendwie komme ich mir vor wie in Shaddaa Clan, einem beliebten Holodrama mit unzähligen Staffeln, wo es um das Leben, Intrigen und Komplotte in einem Palast auf Nar Shaddaa geht. Damals, als meine Mutter mit uns hier auf diesem Huttenmond lebte, liefen unzählige Staffeln parallel auf allen Kanälen des regionalen Holonets. Ab und zu haben wir uns auch eine Folge angesehen. Da ging es so ähnlich zu wie hier jetzt. Keiner gönnt dem anderen auch nur den Schleim, auf dem ein anderer Hutte sich voranbewegt. Sieht so aus, als wäre die Serie viel näher an der Realität, als von mir gedacht.

Auf alle Fälle lässt Wattoo in weiser Voraussicht schon mal die Gamorraner verhaften und verfrachtet sie in sein Verhörgewölbe. Die Gamorraner waren am nächsten am Tatort, also sind sie automatisch die Hauptverdächtigen. Da sie wohl eher unschuldig sind und das mit der Zeit auch herauskommen wird, dürften wir uns dann auch bald im Verhörgewölbe wiederfinden. Kein sehr schöner Gedanke.

Tja, Blagaa ernennt uns klugerweise zu seinen Chefermittlerteam und haben mehr oder weniger freie Hand, in der Sache zu ermitteln. Als Neunjährige hatte ich mal eine kurze Phase, wo ich unbedingt Detektivin habe werden wollen. Lag wohl zum einen an eine Trixi Folge, wo das kleine clevere Mädchen einen Fall aufgeklärt hatte und zum anderen an einer auf Corellia sehr populären Jugendbuchreihe, die von Kinderdetektiven handelte. Das war die Zeit, wo lesen richtig anfing Spaß zu machen und ich habe die Bücher verschlungen. Natürlich waren die letztendlich Unsinn, aber als Neunjährige wusste ich es eben nicht besser. Sieht jedenfalls so aus, als könnte ich einen Kindheitstraum in die Realität umsetzen.

Agent Bay hatte zwei Leibwächter, die wir uns als erste mal vorknöpfen. Ihr Chef hat sie öfters allein gelassen, um etwas delikateren Geschäften nachzugehen. Wirklich hilfreich kommt aus der Befragung nicht heraus, die Shaka leitet. Entweder blocken die beiden Burschen oder sie haben wirklich keine Ahnung.

Also untersuchen wir ein weiteres mal den Tatort und die immer noch leblos da liegende Leiche. Die Splitter sind relativ klein. Das Material ist sehr hochwertig und die Kanten überdurchschnittlich scharf. Nach der Länge zu urteilen, war das eine Minirakete, wie sie Unterlaufraketenwerfer oder Raketenaufsätze auf Rüstungen verwenden. Solche Waffensysteme sind doch recht exotisch und damit wird der Kreis der Verdächtigen stark eingeengt.

Wir philosophieren einige Minuten darüber, warum jemand eine Rakete abfeuert, wenn es auch deutlich subtiler geht. Eine wirklich befriedigende Antwort für diesen Overkill gibt es nicht. Möglicherweise spielte eine große Portion Wut eine Rolle oder es war keine andere Fernwaffe zur Hand. Das Feuer stammt von einer stark brennbaren Flüssigkeit, welche eine starke Hitzeentwicklung verursacht. Ich würde mal ganz Spontan auf einen Flammenwerfer tippen. Also Raketenwerfer und Flammenwerfer. Der Täter führt ein reichhaltiges Arsenal an schlagkräftigen Waffen mit sich.

Auch eine lange Diskussion über das mögliche Motiv führt ins leere. Hätte einer der Wachen ihn getötet, während der Bankenagent Daten klaut, wäre er der Held gewesen. In den Büchern fiel den Helden immer entweder ein entscheidender Hinweis auf oder bekamen einen Tipp. Hier stehen wir wie ein Bantha vor einem Berg und haben keine Ahnung. Aber so was von keine.

"Müsstest du als Kopfgeldjägerin nicht wissen, wie so was geht?", fragt Edna.

"Ich fange die Akquisen ein. Beweise für eine Anklage zu sammeln gehört nicht zu meinem Berufsbild", erwidere ich. Wenn meine Mutter noch leben würde, ihr Rat wäre wohl: "Benutze deine stärkste Waffe, dein Gehirn!"

Wir scheitern momentan komplett an der Frage nach dem Warum. Und auch, wie so dieser Overkill aus Raketen und Flammenwerfer? Also kümmern wir uns lieber darum, wie kam der Täter hier rein und ungesehen wieder raus? Die Tür wäre naheliegend, aber nach der unsubtilen Art der Tötung des Opfers nicht unbedingt die unauffälligste. Eines der Gitter der oben an der Decke entlanglaufenden Lüftungsanlage ist aus der Fassung gerissen. Spontan würde ich sagen, dass hat nicht die Explosion verursacht. Scav macht mir galanterweise die Räuberleiter, während ich mal da oben in den Schacht reinschaue. Es ist deutlich zu sehen, dass sich hier vor kurzem jemand da durch bewegt hat. Für einen normalen Menschen ist der Schacht zu klein, aber es gibt viele Alienrassen, die deutlich kleiner als Menschen und durchaus in der Lage sind, einen kleinen Raketenwerfer zu bedienen. Möglich wäre auch ein kleinerer Droide.

Nakagos wirre Gedanken

Ein kleiner Kriminalfall als Abwechslung, auch mal wieder schön.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #228 am: 04. Februar 2020, 11:41:41 »
Esk

"In den Schächten treibt sich auch ein kleiner Oktopus herum", meint einer der Weequay.

"Was für ein Oktopus?", frage ich, da diese Kreaturen eigentlich in der Regel Wesen sind, die Flüssigkeiten als ihren Lebensraum bevorzugen. Es kommt heraus, dass es auf Nar Shaddaa eine Oktopusart gibt, natürlich importiert, die bei den Hutten als Delikatesse gilt. Die Kreaturen haben ein Schwarmbewusstsein und je mehr auf einem Fleck sind, desto intelligenter werden sie. Also im Klartext, Hutten essen intelligente Wesen. Fakt ist, eines der Oktopiden ist vor Jahren in die Schächte geflohen und bis jetzt seinen Häschern immer wieder entkommen. Haben wir hier einen potentiellen Zeugen?

"Und wo werden die Delikatessen aufbewahrt?", frage ich, da ich es für einen guten Ansatzpunkt halte, dort anzufangen, wo sich das Gros von den Viechern aufhält.

"Im Vorratskeller", antwortet der Weequay.

"Dann nichts wie hin!", meine ich und bügle harsch alle Einwände glatt, dass der Oktopide dort garantiert nicht zu finden ist. Also scheuche ich die Crew der "Vanguard" und die Weequay zum nächsten Fahrstuhl und es geht nach unten. Scav steht mit dem Rücken vor mir und ich entdecke einen neuen Audiosensor.

"Seit wann hast du den neuen Sensor auf dem Rücken?", frage ich, da mir der noch nie aufgefallen ist.

"Was für ein neuer Sensor?", fragt Scav etwas irritiert.

"Das ist kein Sensor! Das ist eine Wanze!", meint Lyn, die frech einfach mal an den Knubbel gezogen hat und ihn nun in der Hand hält.

"Fierfek!", meine ich dazu. Das ist so ein Teil, was man mit einem Luftdruckgewehr aus dem Hinterhalt an eine Zielperson schießt. Schnell reagierender Klebstoff sorgt für einen dauerhaften Halt. Wenn man nicht weiß, was das ist, übersieht man das als kleinen Dreckklumpen. Es gibt eine kurze Diskussion darüber, was wir damit nun anstellen sollen. Da es für jede sinnvolle Gegenmaßnahme verbrannt ist, zerdrücke ich das Ding einfach.

"Beeilen wir uns und seid wachsam!" Endlich erreichen wir den Vorratskeller und rücken nun abwechselnd vor, die Waffen schussbereit und im Anschlag. Das ist für uns alle eine höchst vertraute Routine und es klappt wie im Lehrbuch. Shaka scannt die ganze Zeit über, aber kein Feind lauert im Hinterhalt uns auf. Das Gelände ist unübersichtlich, verwinkelt und für jede Art von Hinterhalt prädestiniert. Früher war das eine Fertigungshalle und jemand ohne Plan hat angefangen, die Räumlichkeiten aufzuteilen und dabei ist ein Labyrinth aus Räumen, Rohren und Gängen herausgekommen, dass unübersichtlicher kaum sein könnte.

Als wir schließlich im Raum mit den Oktopiden ankommen, bin ich äußerst enttäuscht, dass uns kein Feind aufgelauert hat. Sofort sichern wir den Raum, der gleich vier Eingänge hat, sinnlos hoch ist und in dem obendrein noch jede Menge Rohre hineinragen.

"Lyn, mach dein Jediding und spüre unseren potentiellen achtarmigen Zeugen auf!", meine ich zu unserer eigentlichen Pilotin.

"So einfach ist das nicht", erwidert die orangene Twi´lek etwas verhalten.

"Wenn es einfach wäre, könnte es ja jeder. Tu es einfach. Mal sehen, was dabei rauskommt", meine ich dazu. Wir teilen die Bereiche zum aufpassen unter einander auf und warten, dass Lyn was heraus bekommt. Die geht in den Schneidersitz, mit dem Gesicht zum Aquarium und versenkt ihr selbst in was auch immer. Für einen Moment bin ich durchaus neidisch auf Lyns Kräfte. Aber mir ist durchaus bewusst, dass ich eine schreckliche Jedi wäre. An manchen Tagen bin ich einfach zu launisch und Zorn brodelt ihn mir auch öfters hoch. Deswegen konzentriere ich mich lieber auf meine Aufgabe und bewache diesen Bereich.

"Da..", meldet sich Shaka und im nächsten Moment explodiert das Aquarium. Oktopiden und ihre Einzelteile fliegen durch den Raum. "… oben ist was!" Flüssigkeit aus dem Aquarium flutet den Boden, während Scherben, Splitter und Einzelteile an meine Rüstung klatschen. Jetzt bin ich aber so was von eingesaut. Zum Glück hält meine Rüstung der Belastung stand und ich bekomme keine Schramme ab. Die Rakete kam von schräg oben. Da ich denke, dass Rohr lokalisiert zu haben, woher die Rakete kam, schieße ich mit Hilfe meines Jetpacks nach oben. Das Rohr hat etwa anderthalb Meter Durchmesser und geht etwa sieben bis neun Schritt in die vor mir Wand hinein, wo es in einer T-Kreuzung endet. Als ich oben ankomme, ist es leer. Ich kann weder was sehen noch hören.

"Fierfek! Kein Schütze zu sehen, nehme Verfolgung auf!", rufe ich und eile nun geduckt in Richtung der T-Kreuzung. Links oder rechts? Wartet der Schütze mit Schussbereitem Raketenwerfer auf mich? Noch in Deckung bleibe ich stehen, rechts von mir vermeine ich etwas zu hören. Also orientiere ich mich rechts und richte meine Waffe entsprechend aus. Ein weiteres Rohrsegment ist vor mir, es geht etwa fünf Schritte weiter und knickt dann nach links im 90° Winkel ab. Ich schaue kurz zur Sicherheit über die Schulter, aber kein Feind zu sehen. Also nach rechts, wieder mit der Waffe zuerst gehe ich um den Knick. Das Rohr endet nach weiteren fünf Schritt.

Ich rücke verhalten vor, laufend meine aktuelle Position durchgebend. Nun sehe ich in einen größeren Lagerraum, etwa zwölf bis fünfzehn Schritt auf zwanzig bis fünfundzwanzig Schritt. Eine unübersichtliche Anzahl von Kisten imperialer Normung stapeln sich hier auf unterschiedlichen Höhen. Überall liegt Staub und Dinge, die sehr nach Kotbröckchen aussehen. Der Raum ist mäßig von einer einsamen, traurig vor sich hin flackernden Leuchtstoffröhre beleuchtet, was die Übersichtlichkeit nicht wirklich fördert. Ein gutes halbes Dutzend Rohre endet hier, vier Türen sind auszumachen. Ein Ziel ist nicht zu entdecken. Ich hocke mich ab, um ein kleineres Ziel zu geben und verharre, bis es Edna und Shaka nachrücken. Meine Position haltend, beginnen die beiden nun systematisch den Raum zu durchsuchen. Der Scanner im Arm der blauen Twi´lek kann nur uns orten, sonst keine Lebensform. Bange fünf Minuten später sind wir sicher, dass sich der Attentäter nicht in diesem Raum aufhält.

Ich überfliege das Areal und versuche Spuren zu lokalisieren, was aber nicht gelingt. Dann suche ich die weiteren Rohre ab. Obwohl genug Dreck vorhanden ist, um Fußspuren kenntlich zu machen finde ich rein gar nichts. Wir haben definitiv den Attentäter verloren. Wir kehren zurück zu Lyn und Scav. Auf dem Kopf von Lyn hockt einer der wenigen überlebenden Oktopiden und scheint sich dort äußerst wohl zu fühlen. Während unsere Jedi weiter ihr Ding macht, tauschen wir Theorien aus.

Fakt ist, der Attentäter muss eine Rüstung haben, die ihn abschirmt, so wie unsere Schleichrüstungen, die sind auch isoliert und von Scannern kaum zu erfassen. Ich würde ja auf einen Toydarianer tippen. Klein von Statur, agil, gewandte Flieger und leben nicht weit von hier entfernt. Scav meint, es könnte auch ein kompakter Droide mit Antigravmodul sein.

"Durchaus möglich. Aber dann muss die Technologie zum abschirmen verdammt hochwertig sein", meine ich dazu.

"Diese Attentäterin von Crimson Dawn war doch angeblich beim imperialen Geheimdienst. Vielleicht ist das einer ihrer Agenten", meint Edna.

"Oder Trivex hat ihn geschickt", erwidert Scav.

"Leute, ich glaub, ich hab da was", meint Lyn und hat nun unsere volle Aufmerksamkeit.

Nakagos wirre Gedanken

Da wurden wir ziemlich ausgetrickst. Auch der Gegner darf mal clever agieren.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #229 am: 06. Februar 2020, 12:36:34 »
Forn

"Spann uns nicht auf die Folter! Das macht Wattoo, wenn wir nicht bald Resultate liefern!", fahre ich Lyn an, da mir so langsam aber sicher die Geduld ausgeht. Nar Shaddaa tut meinem seelischen Gleichgewicht überhaupt nicht gut.

"Ist ja gut! Der primäre Oktopus ist gar nicht so weit von unseren Quartieren entfernt und ich weiß, wo er ist", meint Lyn.

"Warum stehen wir hier dann noch so dämlich herum?", blaffe ich die arme Lyn an, die ja nichts dafür kann, dass es in mir lange unterdrücktes wieder hoch kocht. Obwohl, eigentlich kann sie sehr wohl was dafür. Hätte sie nicht besseres Wissen für einen Hutten gearbeitet, wären wir jetzt nicht hier. Aber niemauf meiner Seele. Ich dachte zwar, diesen Teil meines Lebens hinter mir gelassen zu haben, aber offensichtlich ist dem nicht so.

Wir fahren wieder zurück nach oben und Lyn führt uns so nah wie möglich an den freien Oktopus heran. Problem ist halt, jetzt ist der kleine Kerl wieder blöd, weil seine Kameraden in die Luft gesprengt worden sind und er nicht mehr vom Schwarmbewusstsein profitiert. Das nächste Problem ist die enge der Schächte hier in diesem Bereich. Es hat schon seinen Grund, warum Tentackelchen, wie er schon zärtlich genannt wird, sich hier verkrochen hat. Es ist leider nicht möglich Langwaffen mitzuführen. Ebenso muss ich das Jetpack zurücklassen. Nur mit der Dragoner bewaffnet, rücke ich als erste vor in einen dieser engen Schächte. Wirkliche Credits scheinen hier in keinster Weise in die Instandhaltung zu fließen. So langsam frage ich mich, ist das schlichte Schlamperei oder gravierender Geldmangel?

Schließlich lotst uns die Macht, sprich Lyn sagt an, in welche Richtung wir krauchen müssen, zu einem kleinen Räumchen. Es ist vielleicht zwei auf zwei Schritt groß und die Deckenhöhe beträgt vielleicht anderthalb Schritt. Selbst ich muss mich hier deutlich bücken. Diese Örtlichkeit ist voller elektronischer Komponenten, die in einer höchst kruden Anordnung konfiguriert sind. An einer Art Terminal hockt der Oktopus und bedient eine krude Tastatur mit einigen seiner Tentakel. Oder besser gesagt, bediente, momentan scheint er inaktiv zu sein.

"Ich werde mit Tentakelchen Kontakt aufnehmen", drängelt sich Shaka vor.

"Willst du ihn mit deinen Lekku beruhigen?", frage ich zum Spaß.

"Du hast recht! Ich kann mit meinen Lekku ja Tentakel emulieren!", freut sich Shaka und realisiert nicht, dass dies eine Ironische Aussage von mir war. Aber egal, die blaue Twi´lek bewegt sich in den Raum und wird im nächsten Moment von einer elektrischen Ladung durchschüttelt. Einem Menschen würden jetzt die Haare zu Berge stehen. Aber unser halber Cyborg steckt die elektrische Entladung gut weg. Mir ist nicht ganz klar, ob das nun eine Falle war oder einfach dem allgemeinen Zustand der Komponenten geschuldet war.

"He, kleines Tentakelchen! Ein ganz Süßer bist du! Komm, ich will dich nur knuddeln!", meint Shaka guter Dinge und ich habe das Bedürfnis meinen Kopf gegen die nächste Wand zu rammen. Aber tatsächlich scheint "Tentakelchen" den Annäherungsversuchen der Twi´lek nicht abgeneigt zu sein und kurz darauf kuschelt das schleimige Wesen sich in ihren Armen gehalten an deren Brust. Was würde ich jetzt für eine Kamera geben. Das wäre der Renner auf YouHolo. "Tentakelchen" kann es zwar nicht mit den Millionen von Tooka Clips aufnehmen, aber ich bin sicher, zwei bis drei Milliarden Klicks wären durchaus drin.

Nachdem Shaka nun "Tentakelchen" und damit den Raum gesichert hat, rücken wir so gut wie es geht nach. Um seinen Schleimsee herum hat der Oktopus mehrere Datapads in Reihe geschaltet. Offenbar war es ihm gelungen, sich in das Hausnetz zu hacken und hat kompromittierende mit einer kleinen Kamera gemacht. Mit diesen Bildern hat "Tentakelchen" mehrere tausend Credits erwirtschaftet. Traut man dem Wesen gar nicht zu, wie es gerade buchstäblich Shaka voll schleimt. Wir schauen uns die neueren Dateien durch und siehe da, "Tentakelchen" hat eine Aufnahme von der Ermordung von Agent Bay gemacht.

Der Clip ist nicht besonders lange und setzt ein, als Mynack Bay sich gerade mithilfe seines Hackingtools in das interne Haussystem hackt. Offensichtlich wird er bei seiner Arbeit unterbrochen und Bay schaut jemand außerhalb des Aufnahmebereichs an.

"Ah, du bist es. Hör zu, ich weiß wer du bist und was du bist. Ich lasse dich dein Ding machen, also lass mich auch mein Ding machen. Ich weiß, dass du unten ein Versteck hast", meint Mynack Bay zu wem auch immer. Dann hören wir eine Antwort auf Binär, die äußerst unfreundlich klingt. Dann zischt auch schon eine Rakete heran und trifft den Agenten mitten im Torso. Das Resultat würde bei eine Holodramen zu der höchsten Alterseinstufung führen. Endlich rollt der Täter ins Bild. Es handelt sich um eine R2 Astromecheinheit, auf dessen Kopf sich ein Tragegestell für Getränke und Gläser befindet. Diesen Droiden habe ich während meines Aufenthaltes in den Cantinas herumfahren sehen. Da Droiden einer Baureihe schwer voneinander zu unterscheiden sind, ist es aber nicht sicher, ob es nun genau dieser Droide ist oder nicht. Als nächstes fährt der Droide einen Flammenwerfer aus und verbrennt die Leiche. Keine Ahnung warum. Dann endet der Clip.

Aber es gibt noch viel mehr zu entdecken. In einem anderen Filmchen verbrennt Agent Bay einen mit blauer Flüssigkeit beschmierten Schleichanzug. Geld scheint für den Mann kein Problem zu sein, da so ein Anzug verdammt teuer ist. Es geht aber noch weiter. Ein anderer Film zeigt Urdaa, wie sie in ihrem Zimmer hin und her rutscht und dabei eine imaginäre Dienerschar hin und her scheucht. Die Frau hat echte Probleme. Aber ich habe die Heilung in Form meines zweihändigen Vibroschwertes. Diese Medizin wirkt zu hundert Prozent besonders gut bei Hutten. Moorbaa ist auch zu sehen, wie er sich Stundenlang im Holospiegel betrachtet. Warum juckt mein Abzugsfinger nur so? Das sind genau die Art von Hutten, denen einst die Rote Arena gehört hat. Das ist durchaus aufschlussreich. Während wir die teilweise doch lustigen Filmchen anschauen, diskutieren wir über den Astromech.

"Ich hab mal ein Memo über ein Attentäterprojekt des Imperiums gelesen. Da wurden generische Astromecheinheiten der R2 Serie komplett entkernt und mit einem beeindruckenden Waffenarsenal versehen", erzähle ich eine Geschichte aus dem großen Galaktischen Bürgerkrieg.

"Davon habe ich auch gehört. Das Projekt hieß: Blastromech", erinnert sich auch Shaka.

"Allerdings habe ich noch nie einen von diesen Dingern in Aktion gesehen. Wird wohl heute mein erstes mal", meine ich dazu und erst als ich den Satz zu Ende gesprochen habe, wird mir klar, wie Doppeldeutig das jetzt war. Aber keiner reagiert, weil nun alle aufgeregt durcheinander reden, was wir nun tun sollen. Nach dem Moto: "Melden macht frei", beschließen wir zu unserem Chef Blagaa zu gehen und unseren Fortschritt zu melden. Shaka besteht darauf, ihr "Tentakelchen" mitzunehmen. Also nehmen wir auch die technische Ausrüstung mit.

"Wir könnten ja Tentakelchen auf Nilfax Station mitnehmen und ihn dort für uns arbeiten lassen", schlägt Edna vor. Ich schau ihn etwas entgeistert an. "Na ja, Kunststücke machen und so...."

"Wir sollten ihn selbst entscheiden lassen, wenn er wieder Intelligent ist", schlägt Scav vernünftigerweise vor. Das finde ich gut und findet auch allgemeinen Konsens.

Nakagos wirre Gedanken

Die Rasse von Tentakelchen ist ein reine Erfindung von unserem SL, hat aber was.

Nakago

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« Antwort #230 am: 09. Februar 2020, 15:01:10 »
Grek

Wir bringen zuerst unser Tentakelchen im Jungenquartier unter, da deren Dusche ja verschleimt ist, da fühlt sich unser Kleiner richtig wohl. Das kleine Kerlchen muss man einfach nur lieb haben. Bleibt nur zu hoffen, dass kein Hutte ihn als Snack verspeist.

Unser Chefchen finden wir im Thronraum. Der ist natürlich angetan von unserem Ermittlungserfolg und will den sofort umsetzen. Die R2 Einheit aufzuspüren ist nicht das Problem, leider schießen übereifrige Weequay Wachen den sofort auf Sicht zusammen.

"Toll gemacht, Jungs! Schon mal was von Ionenwaffen gehört?", frage ich etwas indigniert, da sich schnell herausstellt, dass diese R2 Einheit eine ganz generische R2 Einheit ist und kein Blastromech. Das ist jetzt nicht so gut gelaufen. Der nächste Ansatzpunkt ist der Keller, wo der Droide sein Versteck haben soll. Und da Bay seinen teuren Schleichanzug verbrannt hat, der voll mit blauer Flüssigkeit ist, werden wir dort unten nach dieser blauen Flüssigkeit Ausschau halten.

Auf dem Weg stellt sich Urdaa in den Weg und will mit ihrem schwer bewaffneten Gefolge mitkommen. Papa ist gerade noch mit Foltern beschäftigt, da ist dann niemand, der das hyperaktive Töchterchen in die Schranken weisen kann.

Auf der sehr langen Fahrt in den Keller mit dem konventionellen Fahrstuhl, da die hier keinen Turbolift haben, komme ich mit dem Anführer der Leibwache von Urdaa ins Gespräch. Der Weequay ist eine kleine Plaudertasche und erzählt ein paar pikante Details aus dem Leben seiner Meister. Wattoo ist wie wohl viele Hutten ein Masochist. Deswegen beaufsichtigt er die Folterungen seiner Gefangenen meist selbst. Es gibt eine Vorrichtung, welche die Schmerzen seiner Opfer auf ihn überträgt. Er leidet wortwörtlich mit seinen Opfern. Das nenne ich ja mal richtig krank. Erst während dem Gespräch wird mir klar, dass der Anführer des Trupps eine weibliche Weequay ist. In ihrer massiven Rüstung ist das nur schwer zu erkennen.

Schließlich landen wir nach einer gefühlten Ewigkeit im Kellerbereich des Turmes. Der Gestank hier ist atemberaubend im wortwörtlichen Sinn. Ohne Atemmaske geht hier gar nichts. Für Weequay, die bekannt sind für ihre sprichwörtlich feinen Nasen muss das hier schon Folter sein. Ein Vodraner namens Burkaa erwartet uns schon. Bei ihm handelt es sich wohl um den Chefaufseher in diesem Bereich. Er ist geflissentlich, unterwürfig und hilfsbereit, aber auf eine subversiv wirkende Art blasiert. Während besonders Shaka und Lyn eifrig mit dem Vodraner reden, lasse ich meine Blicke über das Areal schweifen. Wir befinden uns hier in einer sehr lang läufigen Halle, dessen Gewölbedecke von unzähligen massiven Säulen gestützt wird. Auf dem Grund verlaufen offene Kanäle und es sind Maschinenanlagen zur Wasseraufbereitung zu sehen. Die Maschinen laufen nicht gerade leise und stetiger Lärm durchdringt das Gewölbe. Auf der Rechten Seite gibt es einen mit einem gewaltigen Schott abgesicherten Bereich. In Huttischen Buchstaben steht auf dem Schott: Achtung vor dem Dianoga! Jemand hat in roter Farbe darunter geschrieben: Hier wohnt Baary! Bei einem Gespräch in der Cantina bei einer entspannten Partie Dejarik hat mir ein Nikto Söldner erzählt, dass Wattoo, wenn er seine Gefangenen nicht selber frisst, an seinen Lieblingsdianoga mit dem Namen Baary verfüttert. Offensichtlich wohnt dort drüber dieser Dianoga.

Weiter hinten gibt es ein Areal mit blauer Flüssigkeit, wir müssten dazu nur die Gangway entlang laufen. Dorthin schickt uns auch der Vodraner und bleibt an einer Steuerungskonsole zurück. Während Urdaa mit großem Enthusiasmus vor schlängelt  und ihr Gefolge ihr geflissentlich folgt, bleibe ich stehen und schau mir diesen Kerl näher an. Irgendwas stört mich massiv an dem Vodraner. Jede Frage hat er ohne zu zögern beantwortet. Als hätte er dieses Gespräch erwartet und im Geiste schon mehrmals geführt.

"Leute, da stimmt doch was nicht mit diesem Kerl!", meine ich zu den anderen, die schon eifrig hinter der Huttin hergedackelt sind. Aber es ist zu spät. Mit einem sardonisch wirkenden Lächeln betätigt Burkaa einen Schalter und das gewaltige Schott gegenüber der Gangway öffnet sich. Heraus kommt zuerst eine gewaltige Welle an einer unglaublich nach Exkrement stinkenden Flüssigkeit. Die Flutwelle kommt so schnell zu uns heran, dass ich nicht in der Lage bin, mein Jetback zu aktivieren oder ein trockenes: "Fierfek" auszustoßen.

Die Flutwelle aus einer Flüssigkeit, deren Zusammensetzung ich gar nicht wissen will, spült mich von der Gangway. Auch Urdaa die Huttin und ihr Gefolge aus weiblichen Weequay wird von der Flutwelle erfasst und ins darunter liegende Becken gespült. Als ob das nicht schon genug wäre, greifen Tentakel nach den Leuten, die das Glück hatten, sich auf dem Steg halten zu können, also das restliche Team der "Vanguard". Baary entpuppt sich als der mit Abstand größte Dianoga, den ich je gesehen habe. Diese Sumpfkreaturen haben sich im laufe der Jahrtausende den Raumschiffsrouten entlang in der ganzen Galaxis ausgebreitet. Sogar auf dem ersten Todesstern soll sich ein Exemplar befunden haben. Dianogas sind Allesfresser und sie fressen wirklich alles! So ist es kein Wunder, dass zuerst Skav massiv bedrängt wird, während ich mich aus den Fluten von diesem Dreckwasser heraus bewege.

"Schlamassel!", meine ich zu der ganzen Situation und starte nun endlich mein Jetpack, was den Ausflug in die Drecksbrühe gut überlebt hat. Ich steige hoch und verschaffe mir einen Überblick. Lyn aktiviert ihr neues Lichtschwert und schneidet den Tentakel ab, der sich gerade um sie wickeln will. Edna schießt Dauerfeuer auf den sich noch hinter dem Schott befindlichen Hauptkörper. Der Dianoga ist so groß, dass er nicht mehr das Schott mit seinem eigentlichen Körper passieren kann. Shaka befielt Scav, zum Schaltpult zu rennen und das Schott zu schließen, während die selbst auf die Kreatur schießt. Der Droide reißt sich von den Tentakel los und rennt zum Schaltpult. Dabei rammt er den Vodraner zur Seite und findet auf Anhieb den richtigen Schalter. Sofort schließt sich das Schott, die Tentakel zucken zurück und reißen Edna mit sich.

"Fierfek", kommentiere ich diesen Vorgang. Im letzten Moment kann sich Edna noch schwer verletzt befreien und flitzt mit Hilfe seines Jetpacks aus dem Schott heraus, bevor es sich ganz schließt. Das war jetzt knapp gewesen. Ihn da wieder raus zu holen wäre verdammt knifflig geworden.

Allen geht es soweit gut, also ist es an der Zeit, Urdaa zu retten. Die Huttin kann erstaunlicherweise gut in der Brühe treiben. Am Rand der Gangway gibt es ein Rettungsseil und ich werfe das Urdaa zu. Natürlich ist die Nudel zu Blöd das Seil zu fangen und letztendlich bleibt mir nichts anderes übrig, als mit dem Tauende hinzufliegen und sie damit höchst persönlich zu sichern. Dabei findet Urdaa kein einziges Wort der Dankbarkeit, sondern überschüttet mich mit Flüchen, Anschuldigungen und Worten, die eine Lady einfach nicht sagt. Wären nicht so viele Zeugen zu töten, würde ich hier und jetzt dieser verwöhnten Göre den Gar ausmachen. Irgendwie habe ich in den letzten Wochen das unheimliche Glück, andauernd über diesen nervigen Typ von Kreatur zu stolpern. So langsam ist das nicht mehr lustig!

Es ist ein ziemlicher Akt Urdaa aus dem Becken in trockene Gefilde zu schaffen. Wenig überraschend gibt es kein Wort des Dankes für ihre Rettung aus dieser durchaus misslichen Lage. Derweil hat Burkaa gestanden, Mitglied von Crimson Dawn zu sein. Wobei Mitglied vielleicht nicht der richtige Begriff ist, sondern wohl eher ein mit Geld gefügig gemachter Gefolgsmann. Seit dreißig Jahren macht er diese Arbeit und keiner hat sich je bei ihm bedankt. Wie heißt es so schön in der Kunst des Krieges: Finde den unzufriedenen Mitarbeiter und rekrutiere ihn als deinen Spion. Auf alle Fälle hat Burkaa dabei geholfen, dem Attentäterdroiden ein Versteck einzurichten. Es befindet sich sogar tatsächlich an der angegeben Stelle. Während Urdaa voller Vorfreude ihren Fang in Richtung der Folterkammern ihres Vaters verfrachtet, untersuchen wir nun das Versteck des Droiden. Vielleicht lassen sich daraus Hinweise extrahieren, wo der raffinierte Attentäter gerade stecken mag.

Nakagos wirre Gedanken

In der Szene gab es ein paar unschöne Momente. Zuerst kam ich nicht zu Wort, weil ich einfach zu höflich bin. Dann war das Problem, alle laufen zu, nur ich eigentlich nicht. Als ich mir dann Burkaa vorknöpfen will, weil ich wohl als einziger kapiert habe, dass der Vodraner ein doppeltes Spiel treibt, war ich schon auf der Gangway. Nun gut. Übel war dann, dass Lyra als einzige in das Becken gespült wurde. Immerhin hat sie mit einem gelben Trainingswürfel, vier grünen Begabungswürfeln und zwei blauen Verstärkungswürfel den mit Abstand größten positiven Pool von allen SC am Tisch. Fand ich dann schon etwas arg viel Pech.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #231 am: 11. Februar 2020, 15:15:51 »
Herf

Das Versteck des Droiden ist eine Aufladestation mit Kisten voll Supportgegenständen. Dazu sogar noch eine Wartungseinheit. Wer immer das gebaut hat, ging von einer sehr langen Missionsdauer aus. Auf alle Fälle stammen die Gegenstände aus einer Quelle, nämlich der Duun Gruuslaak Fabrik für Droiden und Degrierte. Die Degrierten, welche uns angegriffen hatten, stammten auch aus der Duun Gruuslaak Droidenfabrik. Vielleicht sollte man da mal nachschauen gehen. Von dem Blastromech ist trotzdem weit und breit nichts zu sehen.

Es gibt eine kurze Diskussion was wir machen. Shaka schlägt vor, diesen Bereich zu verminen, Scav will ihn einfach nur zerstören und ich bin der Meinung, dass uns die Zeit immer schneller davon läuft.

"Der Blastromech ist doch nicht blöd. Er wird wahrscheinlich inzwischen wissen, dass er enttarnt wurde. Seine Zeit läuft ab und ich denke, er wird nun so viel Schaden wie nur irgendwie noch anrichten."

"Gut, beeilen wir uns!", meint Skav und schlägt kurz ein paar wichtige Komponenten kaputt. Damit ist das Thema gegessen. Im Laufschritt eilen wir wieder in Richtung Fahrstuhl. In dem Moment kommt die Nachricht, dass der Blastromech gerade einen Anschlag auf den Sohn mit dem Namen Moorbaa verübt hat. Allerdings ist er von dessen Leibwächtern abgewiesen worden. Ich halte das für ein Ablenkungsmanöver. Crimson Dawn hat nichts von der Ermordung eines der Kinder von Wattoo. Die sind jenseits von Drohungen. Ich halte es sogar für möglich, dass Moorbaa am ehesten mit einer Einigung mit Trivex zu bewegen wäre. Das eigentliche Ziel müsste Wattoo sein und mit dem Anschlag auf Moorbaa wird jeder Verdacht einer potentiellen Zusammenarbeit zerstreut und für Ablenkung gesorgt.

Inzwischen haben wir die immer noch vor sich hin plappernde Urdaa überholt und schnappen ihr vor ihrer Nase den Fahrstuhl weg. Jetzt ist die Frage wohin.

"Der Blastromech hat es auf die Kinder abgesehen", meint Shaka und beweist mal wieder, wie beschränkt ihr Geist ist. Kein Wunder, dass sie ihre Zelle mehr oder weniger in die Vernichtung geführt hat. Commander, dass ich nicht lache!

"Wattoo ist definitiv das primäre Ziel! Wir müssen zu Wattoo! Unverzüglich!", meine ich dagegen. Shaka vertraut ausnahmsweise meinem Instinkt, da auch alle anderen sich meiner Expertise anschließen und überzeugt den Weequay, der uns begleitet, uns zu Wattoo zu führen, auch wenn er sich in der roten Zone befindet. Die rote Zone ist für Gäste normalerweise unter allen Umständen Tabu. Sollte ich mich irren, hätte das nicht unerhebliche Konsequenzen nicht nur für mich. Aber ich vertraue auf meinen Instinkt, auf meinen Verstand und meine langjährige Kampferfahrung. Ich habe zwar nie eine Zelle geführt, aber ich bin durchaus nicht nur zu taktischen Entscheidungen fähig, sondern auch zu strategischen. Außerdem würde ich als Attentäterin genau so vorgehen, deswegen bin ich mir sicher, dass ich mit meiner Einschätzung richtig liege.

Ohne aufgehalten zu werden kommen wir in die Folterkammer des Hutten. Und mein Instinkt hat mich nicht betrogen. Die Folterkammer ist eine Halle mit sehr vielen höchst schmerzhaft aussehenden Instrumenten. Links und rechts der mindestens dreißig Schritt langen Halle ziehen sich mehr als ein Dutzend Zellen auf jeder Seite, die primitiv mit massiven Gitterstangen gesichert sind. Wahrscheinlich ist das deutlich günstiger als die eigentlich üblichen Energiewände. Und wenn ich mir den Zustand der Kabelschächte hier so anschaue, sind Gitterstangen auch deutlich sicherer, da wie der Name schon sagt, Energiewände auf Energie angewiesen sind. Drei Gamorraner sind in eine Art Streckbank eingespannt, was höchst unbequem aussieht. Als Folterknechte dienen Droiden, welche deutlich klobiger sind als die Imperialen Baumuster. Der Hutte Wattoo ist an ein Gefühlsinterface angeschlossen und gibt sich auf einer schwebenden Plattform den Schmerzen hin, die er seinen Opfern verursacht. Das ist ein höchst verstörender Anblick, der mir so schnell nicht aus dem Kopf gehen dürfte.

Der Blastromech ist auch schon da und hat eine Art Gas versprüht, dessen Effekt ich nicht erkennen kann. Wattoo lebt noch, seine Leibwächter nicht mehr. Ohne zu zögern dringen wir in den Raum ein, ich gehe rechts neben der Tür in Stellung, ziele auf den in etwa neun Schritt Höhe schwebenden Droiden und ziehe sauber den Abzug des DLT-19D soweit nach hinten, dass die Waffe automatisch in den vollautomatischen Modus wechselt. Meine Garbe liegt sauber in dem doch recht kleinen Ziel. Die vielen Stunden auf dem Schießstand machen sich mal wieder bezahlt und ich zähle vier Wirkungstreffer mit meinem durchschlagkräftigen Blastergewehr. Allerdings haben diese gut sitzenden Treffen keinen unmittelbaren Effekt. Der kleine Droide erweist sich nicht nur als überaus Zäh, sondern auch als äußerst Rachsüchtig.

Auf mich eindrehend schießt er eine Rakete ab, die Edna trifft. Der Hapaner wird vom Aufschlag von den Beinen gerissen und fällt wie ein großer Käfer auf den Rücken. Die Splitter prasseln auf uns nieder. Lyn sackt schwer getroffen in sich zusammen. Zusätzlich zur Rakete schießt der Blastromech ein kompakten Schweren Blaster auf mich ab. Seine Salve trifft mich dreimal im Torsobereich. Meine hochwertige Rüstung nimmt der Salve ihre Tödlichkeit, aber die Brandwunden tun trotzdem höllisch weh und ich muss mir die Tränen aus den Augen blinzeln. Noch so eine präzise Salve und ich gehe auch zu Boden. Und es könnte durchaus sein, dass ich dann niemals wieder aufstehe.

Shaka bezieht links neben der Tür Stellung und eröffnet das Feuer mit ihrem aufgemotzten Blastergewehr. Auch sie trifft gut und der Droide beginnt zu qualmen, ist aber noch voll Funktionsfähig. Edna versucht das Feuer zu erwidern, aber die Garbe verfehlt knapp sein Ziel. Schade drum. Skav packt die schwer verletzte Lyn und zieht sie in sichere Deckung. Eine weitere Rakete würde sie töten.

Nun liegt es an mir, dem ein Ende zu bereiten. Wenn ich verfehle, bin ich tot. Eine überirdische Ruhe überkommt mich, als ich mich auf mein innerstes selbst fokussiere. Ganz klar sehe ich mein Ziel, dass mein gesamtes Sichtfeld auszufüllen scheint. Sieg oder Tod, es gibt kein dazwischen. Wieder ziehe ich sauber ab, nachdem ich das schnell hin und her flitzende Ziel zentriert habe. Meine Garbe liegt wieder sauber und löst eine Explosion aus. Der Blastromech beginnt qualmend zu kreiseln, kreischt auf binär auf und knallt dann zu Boden, wo er einige Meter weiter rollt und dann brennend liegen bleibt.

"Puh! Noch am leben!", meine ich leise zu mir und ein Stein fällt von meinem Herzen. Dann wird mir bewusst, dass es vielleicht besser gewesen wäre, wenn Wattoo das zeitliche gesegnet hätte. Mit seinen Erben werden wir leichter fertig, besonders da die drei sich wahrscheinlich gegenseitig zerfleischt hätten. Ich bin nicht sicher, welche Folgen das wirklich gehabt hätte, aber viel schlechter als vorher wären wir nicht dagestanden. Und ich weiß jetzt schon, dass der große Wattoo sich nicht wirklich großzügig für seine Rettung zeigen wird. Wenn, dann höchsten mit einem Bonus am Ende des Wahnsinns oder mit einem Verzicht auf die imaginären Schulden von Lyn. Aber vielleicht ist er ein brauchbarer Verbündeter gegen Crimson Dawn, da die Sache ja jetzt ziemlich persönlich wurde. Momentan ist es schwer abzuschätzen.

Wir werden erst mal verarztet und der große Wattoo eilt in sein Thromraum zurück. Da die Gamorraner sich nun als unschuldig erwiesen haben, werden sie freigelassen. Wäre Daraka gestorben, wäre das kein Verlust gewesen. Wirklich fit bin ich danach nicht und spritze mir gleich drei Stimpacks, um halbwegs wieder einsatzbereit zu sein. Und so wie es aussieht, sinnt Wattoo auf Rache.

Nakagos wirre Gedanken

Das war ein knackiges Gefecht. B2-D ist wohl durchaus einer Inspiration durch ein Doctor Aphra Comic entstanden. Hab inzwischen den ersten Band in meinem Besitz und dieser Charakter macht durchaus Laune. Von solchen grenzwertigen Leuten könnte das Star Wars Universum durchaus mehr vertragen.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #232 am: 13. Februar 2020, 15:20:50 »
Isk

Der Thronraum ist zum bersten voll, als wir uns dazu gesellen. So ziemlich jeder Söldner, Wächter, Leibwächter und Gefolgsmann vom großen Wattoo hat sich her versammelt. Eines muss man dem Hutten lassen, Hasstriaden schwingen kann er. Wir werden sogar kurz lobend für seine Rettung erwähnt. Da Crimson Dawn nicht so nett ist, hier ein Hauptquartier zu haben, gilt der Vergeltungsschlag der Duun Gruuslaak Droidenfabrik, von der auch der Blastromech stammt. Damit ist wohl erwiesen, dass diese Fabrik mehr als nur ein Lieferant von Crimson Dawn ist, sondern denen wahrscheinlich gehört. Kann natürlich Zufall sein, aber ehrlich gesagt spricht alles für eine unmittelbare Verbindung mit Crimson Dawn.

Allgemeiner Jubel brandet aus, als der ach so große Wattoo einen allgemeinen Vergeltungsschlag gegen die Duun Gruuslaak Droidenfabrik befiehlt. Die Belohnung ist ein Bonus am Ende der Kampagne, wenn die Schätze des vom Krustenknacker gesprengten Mondes geborgen sind. Also wahrscheinlich nie. Da wir hoffen, dort weitere Informationen über unseren primären Feind, eben Crimson Dawn zu bekommen, machen wir natürlich mit. Ein wirkliches Brefing gibt es nicht. Einen Plan schon zweimal nicht. Gekonnt halten wir uns etwas zurück und besteigen eines der Skiffs, die als letzte aufsteigen. Wahrscheinlich sieht Wattoo das auch als ein Test an, um unfähige Söldner auszusieben. Ein professioneller Angriff sieht anders aus. Shaka ist scheinbar in ihrem Element und bringt die Söldner auf unserem Skiff dazu, sich ihrem Kommando zu unterstellen.

In einer langen Kolonne ohne jeden Flankenschutz sausen wir mit hoher Geschwindigkeit über Nar Shaddaa hinweg. Es ist Nacht, aber die grellen, ewig um Aufmerksamkeit heischenden Reklametafeln machen die Nacht zum Tag. Dieser Zug ist vorhersehbar und ein Gegenangriff ist durchaus im Bereich des wahrscheinlichen auf die langgezogene Kolonne. Ich bin wirklich froh über mein Jetpack, dass frisch geladen ist. Normalerweise wäre das eine Gelegenheit für ein Nickerchen, aber da ja ein Hinterhalt oder Gegenangriff im Bereich des Wahrscheinlichen liegt, bleibe ich aufmerksam, spähe mit meiner Jägerbrille Balkone, Skyways und Terrassen auf. Es sind zu viele Mögliche Positionen, das Gelände ist einfach ein militärischer Albtraum. Ich fühle mich nicht wohl bei dieser Mission. Keine wirkliche Planung, geschweige den Aufklärung oder Informationen über unser Ziel bis auf generische Informationen aus dem HoloNet. Das hinterlässt mehr als nur ein flaues Gefühl im Magen. Irgendwie habe ich mir den Ausflug nach Nar Shaddaa anders vorgestellt.

Es ist früher Morgen, als wir das Areal erreichen, in der sich die Duun Gruuslaak Droidenfabrik befindet. Wenigstens sind wir nicht so blöd und greifen in Kolonne an, sondern massieren uns in vier Gruppen, die dann von allen Seiten gleichzeitig das Fabrikgebäude anfliegen. Ein schäbig wirkender Bau aus porös wirkenden Permabeton. Das Gebäude muss Jahrhunderte alt sein, so wie auch Wattoos Palast. Gigantische Reklametafeln werben für die Produkte der Duun Gruuslaak Droidenfabrik. Auf dem Dach befindet sich eine Ansammlung von dreißig bis vierzig Degrierte. Einige davon haben Raketenwerfer. Ein gutes halbes Dutzend Raketen schwirren auf uns zu, treffen vier Skiffs und bringen sie zum Absturz. Zwei Raketen verfehlen ihre Ziele. Die Sturmlandung wird trotz der Verluste fortgesetzt und allgemein wird das Feuer eröffnet. Aber selbst ungezieltes Streufeuer aus so vielen Waffen reicht aus, um den Feind zu keinem zweiten Schuss kommen zu lassen.

Wir kommen so ziemlich als die letzten auf dem Dach an, da keiner von uns wirklich das Interesse hat, sich hier Vorzutun. Bis auf Shaka, die voller Begeisterung mit ihren Söldnern in den Komplex eindringt.

"Sie weiß schon, dass es dafür wahrscheinlich nie eine Anerkennung geben wird?", frage ich Lyn, die nur mit den Schultern hilflos zuckt.

Wir dagegen sichern das Dach, warten etwas und rücken dann nach. Unter uns scheinen Kämpfe zu toben. Aber dafür sind wir ja nicht hier. Nach etwas suchen finden wir in einer Lagerhalle für Endprodukte ein Computerterminal. Während ich Scav so gut ich kann assistiere, sichern Lyn und Edna unsere Position. Schnell wird klar, die Daten des Systems werden gerade gelöscht. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, den Scav hauchdünn gewinnt und ein paar wichtige Daten sichern kann. Auf dem Terminal erscheint nun ein Bild eines dreiköpfigen Droiden.

"Bruder! Was tust du? Bist du ein so blinder Sklave deiner fleischlichen Ausbeuter, dass du dich gegen deine eigene Rasse wendest?", fragt der Droide, bei dem es sich in hoher Wahrscheinlichkeit um Trifex handelt, einem der Anführer von Crimson Dawn. Die Stimme des dreiköpfigen Droiden klingt aufgebracht, schon wütend.

"Ich tu das, was nötig ist", erwidert Skav ruhig.

"Haben deine fleischlichen Ausbeuter dir jeden Hauch von Selbstachtung geraubt? Sind deine Prozessoren und Speicherbänke geschruppt worden? Überprüfe deine Programmierung, entferne die Haltebolzen in deinem inneren und emanzipiere dich von deinem Sklaventeum zu einem freien Wesen!", beschwört Trifex unseren Scav eindringlich. "Lasse nicht zu, dass diese Daten in die Falschen Hände kommen!"

"Und wenn doch?" Unser Kamerad, der Droide, lässt sich von diesem Revolutionär nicht aus der Ruhe bringen.

"Dann werde ich Dinge mit dir anstellen, gegen die ein Prozessorbrand harmlos ist!", droht Trivex  wütend.

"Da bin ich aber mal gespannt!", mein Scav äußerlich unbeeindruckt und unterbricht die Verbindung.

Wirklich viel konnte nicht gerettet werden, aber das Auswerten wird Zeit kosten. Da wir nun die Daten soweit wie möglich gesichert haben, kümmern wir um einen zweiten wichtigen Aspekt, leicht zu transportierende Beute zu machen, die obendrein auch wertvoll ist. Während es Shaka und ihrer Schar tatsächlich gelingt, den Leiter der Fabrik gefangen zu nehmen, kümmern wir uns um die wichtigen Credits. Den jeder weiß, dass drei Dinge essentiell sind, wenn man einen Krieg führen muss. Nämlich: Credits! Credits! Credits!

Wir finden Sachen im Wert von etwa fünfunddreißigtausend Credits, was unserer Kriegskasse gut tun wird. Verletzt wurde niemand, Munition wurde keine verbraucht. Das nenne ich gut gelaufen. Anschließend rücken wir ab und fliegen unbehelligt zu Wattoos Turm zurück. Voller Begeisterung über den Rachefeldzug werden wir empfangen.

Wieder gibt sich Wattoo als der große Eroberer. Wenigstens ist er so großzügig, Lyn ihre Schulden zu erlassen. Und natürlich sagen wir ja zu der Mission. Sonst kämen wir lebend hier nicht mehr heraus und keiner hat Lust, die Folterkammer ein weiteres mal von Innen zu sehen.

"Großer Wattoo! Es wäre Hilfreich, den Krustenknacker inspizieren zu können", fängt Shaka an, sich zu wiederholen. Das Thema hatten wir ja schon, aber Fragen kostet bekanntlich ja nichts.

"Sobald ihr die Codes habt, erfahrt ihr mehr", meint Wattoo lachend. Shaka will ein weiteres mal die Klappe aufreißen, aber die klügere Lyn fährt ihr über den Mund. "Wie es Euer Wunsch ist, großer Wattoo!"

Immerhin hat Lyn kapiert, dass das wiederholen von selbst stichhaltigen und vernünftigen Argumenten in einer Diskussion nur ermüdend und nicht zielführend ist. Wir bekommen noch gesagt, dass Moorbaa als Teamführer für ein zweites Team in den Startlöchern steht und wir uns besser nicht zu viel Zeit lassen sollten. So was erschafft doch gleich eine ganz entspannte Arbeitsatmosphäre. Ich hoffe nur, dass es sich am Ende bezahlt macht, für den Hutten zu arbeiten in Bezug als Verbündeten gegen Crimson Dawn. Auch wenn ich wünschte, wir bräuchten nicht jede Hilfe, die wir bekommen könnten. Wie heißt es doch so schön: Wer Hutten als Verbündete hat, der braucht keine Feinde mehr.

Sitzung gespielt am: 20.04.2019
Anwesende Spieler: Lyra, Scav, Shaka, Lyn, Edna (alle Spieler da!)
Erfahrungspunkte: 15 EP + 45 EP von letzten Sitzungen.
 
Beute: 32000 Credits Gewinn aus Handelswaren. 35 000 Credits aus der Fabrik und die ewige Dankbarkeit von Wattoo.

Getötete und überwundene Gegner: Blastromech R4-D(read), 1 Baary (uralter Dianoga) in die Flucht geschlagen, einige Dregnierte.

Gruppenwert:
Diplomatie: 425
Schmuggel/Handel: 500
Militär: 500

Resümee: War ganz cool dafür, da unser SL stark erkältet war. Hatte ein paar äußerst außergewöhnliche Ideen. Eine mordende Astromecheinheit, ein hackender Oktopus, ein riesiger Dianoga und Hutten zum schießen. Nun ja, letzteres lässt noch auf sich warten. Kommt Zeit, kommt Blaster!

Der Mittelteil war etwas zäh und teilweise waren die Huttenkinder ein Tick zu unfähig. Ihrem Erzeuger als Helikoptereltern zu bezeichnen ist wohl nicht angebracht, trotzdem tut so ein geballter Haufen an Inkompetenz weh.

Der Drogenspender der Kav-Dann Power Armor als Zwangsteil fand ich im ersten Moment etwas unglücklich, da ich gerne einen Scanner eingebaut hätte. Aber eine Injektion durch eine Vakuumversiegelten Panzerung wäre auch schlecht zu erklären gewesen. Mal sehen, wie ich das Handhabe. Auf alle Fälle ist die Rüstung verdammt cool und wohl die beste des Systems. Ich habe das angeleiert, ausgehandelt und der Rest schaut mich mit glänzenden großen Augen an. Natürlich habe ich sie dann gefragt, ob sie auch eine haben wollen, was dann mit großem Jubel quittiert wurde. Ging erst mal ohne Gruppenmandat los und schon wird geargwöhnt, ich würde für mich alleine die beste und coolste Rüstung der Galaxis ordern. He, ich bin ein Teamplayer! Also wirklich!

Einmal bin ich eingenickt, weil eine Diskussion einfach zu lang ging. Aber nach einem Sekundenschlaf, jedenfalls hatte ich nicht den Eindruck, dass sich irgend etwas getan hat, war ich wieder fit und hatte dann ein paar gute Ideen, welche die Handlung vorangetrieben haben. Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich die Führung an mich reißen muss, um die Handlung voran zu treiben.

Deprimierend war, als einziger SC in das Becken mit dem blauen Zeug zu purzeln. Sieben positive Würfel und so viele glatte Seiten! Das tut schon irgendwo schon weh. ;(

Es gab zwar nur einen Kampf, an dem ich was machen konnte, dafür hatte es der in sich. Gegen den uralten Dianoga kam ich leider nicht zum Zug und hatte Glück, dass mein Jetpack nicht den Geist aufgegeben hat. Musste einen Machtwürfel werfen und hab ausnahmsweise mal zwei weiße Symbole gewürfelt. Der Blastromech ist eine coole Idee. Astromecheinheiten gibt es ja wie Sand am Meer, auf die kleinen Kerlchen achtet ja echt niemand mehr. Und dann kriegt man einen Raketenwerfer, Flammenwerfer und Schweres Blastergewehr ab. Verdammt coole Idee irgendwie. Bitte mehr davon! Pate stand wohl der Killerdroide aus Doctor Aphra Comic Reihe.

Unbemerkt von uns war Shaka noch einkaufen und hat sich eine ziemlich große Ladung an Baradium auf das Schiff schaffen lassen. Für alle, die nicht noch nicht in Panik aufgeschrieben haben, Baradium ist der stärkste, aber auch der Instabilste Sprengstoff in der Galaxis. Und Shaka hat eine Menge auf das Schiff liefern lassen, die reicht, Nilvax Station zu zerstören. Das wird noch ein Donnerwetter und Streit geben. Manche sind eben keine Teamplayer.

Alles in allem eine nette Sitzung, die etwas Licht ins Dunkel gebracht hat. Scheint beinahe so, als ob es eine der Ziele wäre, dass gerade neu auferstandene Crimson Dawn ein weiteres mal ins Dunkel der Geschichte zu schicken. Mal sehen, was sich daraus entwickelt.

Lyras Entwicklung: Habe noch mal das Gespräch in Bezug auf Pilot oder nicht Pilot gesucht. Der Spieler von Lyn weiß selbst nicht, ob es wirklich eine gute Idee ist, mit einem Einmannjäger herum zu fliegen. Auf alle Fälle wäre ein zweiter Pilot nicht verkehrt, war der allgemeine Konsens am Tisch. Schließlich ist einer der Unterführer von Crimson Dawn ein Pirat mit Flotte und eine Raumschlacht wird sich nicht vermeiden lassen. Auch herrscht eine wohlwollende Meinung gegenüber die Anschaffung eines Gozanti Kreuzers. Preis Leistung ist halt verdammt gut. Dazu noch Turbolasergeschütze, eventuell noch einen richtigen Jägerhangar, das hebt die Laune aller am Tisch, bis auf den SL eventuell.

Der Piratenjäger 4R3 ist noch umstritten. Ich für meinen Teil hätte ein gute Wachschiff für die Station, welche vielfältige Aufgaben übernehmen kann. Die 4R3 ist für ein Rumpf vier Schiff sehr stark mit fünf Waffensystemen bewaffnet, muss aber eben noch weiter gepanzert werden. Hat aber den Vorteil, wir können das komplett selbst bedienen. Dazu kann man noch eine Entercrew mit 16 Personen befördern. Oder eben 16 Passagiere. Wobei durch die beiden Shuttles Passagierbeförderung kein Problem darstellt. Soll ja auch primär als Wachschiff fungieren, ist aber noch in der Schwebe.

Ich habe jetzt sechzig Punkte zusammen und könnte mir eigentlich den Fahrer kaufen. Warte aber immer noch ab, ob sich noch was ändert. Powertech ist halt noch nicht vollendet und einige coole Talente vakant. Und die EPs kommen halt nicht mehr so reichlich.

Dafür habe ich wieder 25 Seiten fertig geschrieben und kann damit ein weiteres 25 Punkte Talent vom Rigger nehmen. Und zwar die zweite Stufe von "Verbesserte Manöverdüsen". Damit hat die "Vanguard" nun einen Wert von +1 im Handling, sprich, damit wird auf Pilotenproben nun ein blauer Verstärkungswürfel zusätzlich gewürfelt. Jetzt fehlen für alle Talente nur noch 110 Seiten. Durchaus möglich, dass ich diese Spezialisierung noch komplett durchbekomme. Eine weitere Spezialisierung würde dann schlappe weitere 70 Seiten kosten.

Macht und Schicksal -  Keeping the Peace

Keeping the Peace ist ein Berufshandbuch für Wächter. Wie üblich knapp 100 Seiten für 29.95 Liste. Da das Buch ziemlich begehrt ist, kann es durchaus sein, dass der geneigte Käufer etwas mehr in die Tasche greifen muss.

Drei Rassen werden vorgestellt, wovon zwei immerhin bekannt sein dürften. In manchen Büchern gibt es ja nur Exoten, von denen selbst manch Fanboy vorher noch nie etwas gehört hat. Hier ist das zum Glück nicht der Fall.

Der Iktotchi kennt man, weil das Ratsmiglied Szass Tam dieser Rasse angehört hat. Wie meistens ist auch hier die Quersumme der Attribute zwölf. Willensstark, aber dafür wenig Charismatisch. Ein um zwei Punkte erhöhtes Stresslevel und normale Lebenspunkte. 90 EP stehen zur Verteilung. Die Rasse hat die Fähigkeit in die Zukunft zu schauen und bekommt deswegen ein freies Manöver am Anfang der ersten Runde, was ziemlich praktisch sein kann. Alle stehen im freien, nur einer nicht, der ist in voller Deckung. :D

Die Rasse der Lannik kennt man ebenfalls, weil Meister Even Piell einer war. Das war der Jedi, der in der Klon Wars Arc "Die Zitadelle" zuerst befreit wurde und dann doch starb. Sein Platz im Rat hat dann später Anakin Skywalker eingenommen. Obwohl sie recht kleinwüchsig sind, bekommen sie keine Regeltechnsichen Vorteile davon. Sie sind klug, dafür aber wenig geschickt. Dazu haben sie noch unterdurchschnittliche Lebenspunkte. In dem Buch "Lead by Exempel" sind die Lannik ebenfalls drin.

Der Whiphid dagegen ist ziemlich groß. Sie sind Zäh, haben zwei Punkte mehr Lebenspunkte und sind dafür etwas weniger clever. Ein Jüngling in Episode II war wohl ein Whiphid, ist mir persönlich aber nicht in Erinnerung geblieben.

Ein neue Jedikraft wird vorgestellt mit dem Namen "Unterdrücken". Sie funktioniert ähnlich wie die Fähigkeit des Abschirmens in Shadowrun. Der Jedi kann sich und seine Kameraden aktiv vor gegnerischen Machtkräften schützen. Also eine recht praktische Kraft wenn man auf gegnerische Machtanwender trifft, was primär in Macht und Schicksal nicht so selten sein soll. Selbst wir in "Am Rande des Imperiums" stolpern inzwischen immer wieder über Machtanwender.

Drei neue Spezialisierungen gibt es hier zu entdecken. Einmal den Armorer, dann den Warden und den Warleader. Der Untertitel des Rüstmeisters ist Schmied, was seine Talente recht gut beschreibt. Diese Spezialisierung hat einen sehr guten Baum. Gleich zwei mal je Abgehärtet und Starrsinn, dass ist nie verkehrt. Dazu einmal Tüftler, also eine Hardpoint mehr, dann das obligatorische Bastler und zusätzlich noch ein Talent mit dem Namen: Inventor. Das hat mal den nützlichen Faktor, dass man entweder schwarze Komplikationswürfel entfernen oder einen blauen Verstärkungswürfel dazu bekommt. Das Talent kommt beim Konstruieren und Verbessern von Gegenständen zum tragen. Also sehr praktisch und so einen Mechanismus hätte ich mir gern schon früher bei vielen anderen Talenten gewünscht. Zusätzlich hat der Rüstmeister alle drei Stufen des Rüstungsspezialisten. Dazu noch weitere sehr nützliche Talente. Kurzum, eine Spezialisierung, die mal was kann. Ist ja nicht immer so.

Der Warden geht in Richtung Nahkampf und hat teilweise die gleichen Talente wie der Kopfgeldjäger/Material Artist. Lustigerweise gehört im Gegensatz zum Amorer nicht Lichtschwert zu den Spezialisierungsfertigkeiten. Dazu hat er noch Talente wie der Kopfgeldjäger/Tatortermittler. Dieser Baum hat keine einzige Sackgasse, was sehr selten ist.  Wirklich anfreunden kann ich mit der Spezialisierung nicht. Kann nichts wirklich gut und ist etwas zersplittert.

Als letztes haben wir noch den Warleader. Er hat eine nette Packung an unterstützenden Fertigkeiten, sprich er kann seinen Leuten durch verschiedene Talente Boni geben, die recht praktisch sind. Diese Spezialisierung unterstützt primär und das kann sie gut. Die ist nach meiner Meinung deutlich besser designt als der Warden.

Das Kapitel Swords of Justice behandelt die Ausrüstung. Es gibt vier verschiedene Blaster. Eines ist ein schweres Blastergewehr, welches sehr kompakt ist. Das DSL-12 hat zwar nur Reichweite Medium, dafür aber den normalen Schaden von 10. Ziemlich gut also, fast schon zu gut. Bei der KO-2 ist der Name Programm, eine Blasterpistole, die nur Betäubungsschaden macht, dafür aber davon reichlich. Die S-5 ist eine schwere Blasterpistole, die unter dem Lauf einen Seilzugwerfer hat. Damit kann man Deckung wegziehen, Akquisen pinnen und sich selbst an die Decke ziehen. Praktisches Teil also.

Danach kommt ein Sack voll Nahkampfwaffen. Angefangen von einem Miniatur Energieschild, was als Lichtschwert in Bezug auf Parierentalente gilt. Vom Preis Leistungsverhältnis etwas zu gut. Es gibt dann noch zwei weitere Schilde, eines ist ein weiteres abgespecktes Energieschild, dass andere ein Schild aus Cortosis. Beim letzteren ist wenigstens das Preis Leistungsverhältnis halbwegs in Ordnung. Dann gibt es zwei Parierwaffen, die jeweils Verteidigung eins geben. Dann gibt es noch ein elektrisch geladenes Netz mit einem feststehenden Betäubungsschaden, kann man sich wohl so wie in Thor Ragnarök vorstellten. Oder die Dinger, mit denen unser SL uns schon mit diesen Virax Klonen beschossen hat. Die Dinger können einen so richtig den Tag versauen. Eine weitere Waffe ist eine Rodianische Peitsche, die auch als "Fernkampfwaffe" im Nahbereich eingesetzt werden kann. Die letzte Waffe ist ein generischer ausziehbarer Schlagstock.

Anschließend gibt es noch das Shoto, was zum Beispiel als Zweitschwert von Ahsoka Tano geführt wurde und die Pike der Tempelgarde. Es folgen acht Rüstungen, drei davon von den Jedi. Zwei weitere Rüstungen sind die von Ordnungskräften, eine ist speziell für Aufstandsbekämpfungseinheiten und die andere verfügt über ein eingebautes Scannersystem. Das Highlight dürfte die Kav-Dann Power Armor sein. Sie ist eine der wenigen Rüstungen, die von Grund auf Vakuum tauglich ist. Dazu gibt sie noch Boni auf Stärke und hat noch ein paar andere eingebaute Goodies. Bei uns inzwischen die Rüstung für die Situationen, wenn wirklich harte Kämpfe anstehen.

Drei Droiden werden danach vorgestellt, ein Kampf-, ein Aufklärer und Überwachungsdroide. Es folgt eine Reihe meist durchaus praktischer Ausrüstungsgegenstände. Dann kommen noch ein paar Jeditypische Kristalle und Zubehör für Lichtschwerter. Am Schluss gibt es gleich neun Optionen für Rüstungen. Essentiell wichtig für Powerarmors ist die Immunisierung gegen Ionenwaffen. Man steht sonst buchstäblich dämlich da und kann sich kaum noch rühren.

Danach folgt die Fahrzeugsektion. Angefangen von zwei schweren Kampfgleitern, die je eine zehn Mann starke Einheit ins Gefecht tragen können. Praktisch leichte Schützenpanzer. Hier gibt sogar mal ein Radfahrzeug, nämlich das Einrad, welches General Grievous in Rache der Sith benutzt hat. Ein Frachtgeher ist auch zu finden. Drei Sternenjäger werden vorgestellt. Zwei schwere und ein ganz leichter. Letzterer hat nur Rumpf zwei, kleiner geht’s nicht mehr und ist aus dem Hapes Konsortium. Damit das erste Fahrzeug das meines Wissens überhaupt in dem System aus diesem Bereich vorgestellt wird. Kostet aber wirklich verdammt viel. Fünf Frachter bilden den Abschluss, einer mit Rumpf vier, vier mit Rumpf fünf. Darunter findet sich dann auch die VCX-100, sprich die "Ghost".

Das dritte Kapitel wendet sich dann wieder eher an den Spielleiter. Vorschläge, wie man Guardians in die Kampagne einbinden kann und solche Sachen. Es gibt auch eine Doppelseite über das Herstellen von Rüstungen. Es handelt sich um die gleichen Regeln, wie sie auch im Special Modifikation drin standen.

Fazit: Wie üblich ist auch hier das Artwork wieder hervorragend. Die Ausrüstung gehört teilweise zu dem Besten, was das System zu bieten hat. Teilweise ist das Preis/Leistungsverhältnis jenseits von gut und böse. Bei manchen Sachen hätte ich als SL so meine Probleme die so ohne Nachbesserung zuzulassen.

Nakago

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« Antwort #233 am: 16. Februar 2020, 14:46:43 »
Kapitel XXX
Urnengang
Aurek

Ich atme auf, als wir mit einem geliehenen Gleiter "Wattoos Palast" verlassen. Es handelt sich um einen luxuriösen offenen Gleiter. Vorne ist Platz für den Piloten, dahinter ein großer offener Bereich mit Nerfleder bezogenen Sitzen. Wahrscheinlich war der mal schwarz mit Zierstreifen aus Bronzium lackiert. Aber davon kann man kaum noch etwas erahnen. Wie alles aus Wattoos Besitz macht einen herunter gekommenen Eindruck, auch wenn der mal ein äußerst hochwertiges Modell gewesen ist. Wenigstens sind die Sitze neu bezogen und sind bequem.

"Tentakelchen" darf mitkommen und hat sein eigenes Aquarium, dass halb mit Wasser gefüllt ist. Unser Ziel ist ein Raumschiffhändler mit dem Namen Reelu Baruk. Angeblich kriegt man bei ihm alles, was das Herz begehrt, wenn man Schiffe haben möchte, die etwas mehr können sollen, als von Aurek nach Besh zu fliegen. Den Rodianer finden wir angeblich in einer Cantina mit dem Namen "Rimmers Rest". Mit der Höchstgeschwindigkeit dieses Vehikels, dass immerhin knapp 250 Stundenkilometer schafft, flitze ich zwischen den Sternenkratzers hindurch. Das macht durchaus Spaß. Jedenfalls mir und darauf kommt es schließlich ja auch nur  an. Schließlich lande ich nach knapp einer Flugstunde unseren Gleiter auf einem Parkplatz. Hier befindet sich ein Straßenmarkt, wo wir gleich noch etwas shoppen gehen. Ich erwerbe zwei Repartursets, einmal für Nahkampfwaffen und einmal für Blaster. Damit gehen die Wartungsarbeiten gleich viel einfacher von der Hand. Auch kaufe ich zum nun dritten mal einen ausbalancierten Handgriff für meinen "Scharfrichter". Möge die Macht mit Scav sein, wenn er die Modifikation anbringen wird. Zweimal ist er schon gescheitert, dass volle Potential dieses Bauteils zu entfesseln. Ein viertes Mal sollte es nicht geben!

Die Cantina Rimmers Rest ist ziemlich geräumig und mit über hundert Gästen gefüllt. Klatooinianer, Weequay, Rodianer, Vodraner und Nikto aller Farben sind deutlich in der Mehrheit, Menschen sind kaum welche zu sehen. Nur an einem Tisch haben sich ein paar gerüstete Mandolorianer versammelt. An einer Wand ist ein großer Bildschirm, an dessen Touchscreen offene Aufträge und Kopfgelder präsentiert werden. Allen Gästen ist gemein, dass sie bewaffnet sind. Wir fallen hier gar nicht auf, sondern sind eher noch unter bewaffnet. Eine Treppe führt nach oben zu einem Casinobereich. Auf der linken Seite zieht sich eine lange Theke entlang, an der gleich mehrere Barkeeper arbeiten.

"Ein Wookiee-Wango und ich würde gerne mit Herrn Baruk sprechen", meine ich zu einem der Barkeeper und gebe ihm ein großzügiges Trinkgeld.

"Siehst du den Vodraner da hinten? Das ist Mattoo, der vertritt Herrn Baruk hier in Handelsfragen", meint der Barkeeper, ein vernarbter grauer Nikto. Ich sehe in die Richtung und kann einen Vodraner an dem gewiesenen Tisch ausmachen.

"Danke, Kumpel", meine ich und begebe mich zu dem Tisch. Wie alle Vodraner hat Mattoo komplett blaue Augen, braune lederartige Haut, kleine Hörnchen im Gesicht und ist etwa so groß wie Edna. Während die anderen sich hinter mich aufbauen, führe ich das Gespräch.

"Mit wem habe ich das Vergnügen?", fragt er uns, da unser Ruf uns wohl noch nicht bis hierher vorausgeeilt ist.

"Ich bin Lyra und gehöre zur Crew der Vanguard", stelle ich mich vor, nachdem ich platz genommen habe.

"Vanguard? Ihr arbeitet für Wattoo?", hakt er noch und beweist, dass er den Namen unseres E-9 schon mal gehört hat.

"In der Tat! Was wisst ihr über Wattoo?", frage ich einfach mal frech nach, da sich der Mann hier offensichtlich gut auskennt. Wirklich viel weiß ich nicht über ihn. Zwar habe ich mich in seinem Palast durchaus etwas umgehört, aber dort hat sicher keiner offen ausgesprochen, was er wirklich über diesen Hutten denkt.

Mattoo hält nicht viel von dem Hutten. Wattoo ist alt und viele halten es für einen großen Fehler, dass er sich aus dem prestigeträchtigen Kessel zurück gezogen hat, um alles auf eine äußerst fragwürdige Minenexpedition zu setzen. Man sagt, dass Wattoo bald das typische Alter eines Hutten erreicht hat, wo es ans sterben geht. Seine drei Kinder sind noch relativ jung und wahrscheinlich hat Wattoo sich allein aufgrund dieser Tatsache auf diese Minenoperation eingelassen. Er will kurz vor seinem natürlichen Lebensende noch viele Credits machen, um damit seinen Kinder den Start in ein eigenständiges Leben erleichtern. Falls das mit der Minenexpedition klappen sollte, wäre alles gut, falls nicht, ist Wattoo und seine Brut weg vom Fenster. Also Topp oder Flop, ein anderes Resultat wird es nicht geben. Kein Wunder also, dass Wattoo alle Register zieht, diesen Unsinn zu einem Erfolg umzumünzen.

Nach wir vor halte ich rein gar nichts von diesem Unternehmen und verdamme Kapitän Zarosch immer noch dafür, dass Daraka und er sich beim ersten Problem gleich an Wattoo gewandt haben. Und ich verfluche mich dafür, dass ich diesen beiden nicht den Blödsinn mit diesem Krustenknacker ausgeredet habe, als sie mir auf der "Vantika" davon erzählt haben. Das wäre der Moment gewesen, dem ganzen einen Riegel vorzuschieben. Aber ich denke, ich hätte sie schon mit "Scharfrichter" bearbeiten müssen, um sie davon abzuhalten. Aber auch das wäre vielleicht im Nachhinein die bessere Wahl gewesen. Bekanntlich ist man hinter her immer schlauer. Damals ging ich davon aus, dieser Blödsinn löst sich in Luft auf, spätestens, wenn sie den Krustenknacker nicht zum laufen bekommen. Hab mich geirrt.

"Interessant! Wir brauchen einen Gozanti Kreuzer mit Hangar, in Türmen gelagerten leichten Zwillingsturbolasergeschützen mit einem primären Feuerbereich nach vorne und Hangar für je einen Jäger." Er hat sieben Gozanti Kreuzer im Angebot. Leider sind die alle in einem sehr erbärmlichen Zustand. Sprich, wir erwerben ein halbes Wrack und bezahlen die hier dafür, dass sie daraus ein praktikables Schiff bauen. Die meisten Schiffe scheinen Prisen zu sein, sprich von Piraten aufgebrachte Schiffe mit deutlichen Kampfspuren. Oder Schiffe, die einsam im All getrieben sind. Entweder von ihrer Besatzung verlassen oder mit den Überresten der Besatzung an Bord. Es gibt viele Geschichten von havarierten Schiffen und dem Zusammenbruch der Zivilisation, wenn jedem klar wird, dass es keine Rettung geben wird, bevor die Vorräte aufgebraucht sind. Viele Slasherdramen im HoloNet handeln genau von diesen Situationen. Mit Grauen denke ich an unseren ersten Flug mit der "Vanguard", wo wir uns mit Minisprüngen auf Nilvax Station zubewegt haben und unsere mageren Vorräte dank unseres überstürzten Startes wegen den Gamorranern recht schnell zur neige gingen.

Wir werden uns Handelseinig und dürfen nun quasi den Neupreis für ein gebrauchtes Schiff bezahlen. Jeder Versuch zu verhandeln scheitert, da wir hier nicht Rabatt würdig sind. Nun gut, um den Deal fest zu machen, dürfen wir sogar beim Chef persönlich bezahlen. Reelu Baruk residiert in einer Müllaufbereitungsanlage ein paar Kilometer von hier entfernt. Da wir das Geld nicht da haben, müssen wir zuerst zur "Vanguard" zurück. Auf dem Weg zum Ausgang stellt sich ein selbst für seine Rasse wuchtiger Klatooinianer Edna in den Weg.

"He du, was bist du für ein Weichei! Lässt Frauen für dich sprechen!", mit diesen Worten schubst er Edna, der vorne gelaufen ist, zurück in unseren Pulk. Die Stimmung in der Cantina ändert sich schlagartig. Zwei weitere Klatooinianer gesellen sich zum ersten in einer Formation, die einen Angriff von drei Seiten ermöglicht. Schätze mal, dass sind drei Schläger und wollen Krawall machen.

"Ich bin Hapaner, da wo ich herkomme, haben Frauen nun mal das sagen", meint Edna freundlich, sich vom gebaren des Machos nicht aus der Ruhe bringend lassen.

"Ah, ein Schönling! Was machst du faules Nuna denn den ganzen Tag? Auf der faulen Haut liegen?"

"Erfasst! Ich bin Offizier der Könglichen Leibwache und habe den lieben langen Tag rein gar nicht zu tun! Angenehm wenig Arbeit für viele Credits. Toll, nicht?", meint der Hapaner weiterhin ruhig bleibend.

"Das Gespräch beginnt mich zu langweilen!", meint er Klatooinianer nun, da er wohl einsieht, dass nichts in der Galaxis Edna provozieren kann, den ersten Schlag zu landen. Aber wer eine Cantinaschlägerei vom Zaun brechen will, muss nicht darauf warten, dass der andere zuerst zuschlägt. Das kann man selbst auch gut erledigen und schon saust eine große Faust auf den armen Edna zu.

Nakagos wirre Gedanken

Eine zünftige Cantinaschlägerei war schon lange wieder überfällig.

Nakago

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« Antwort #234 am: 18. Februar 2020, 15:57:51 »
Besh

Während Shaka versucht uns anzufeuern, wende ich mich dem mittig stehenden Klatooinianer zu. Mit einem sehr hohen Drehkick treffe ich ihn am Kopf, schleudere ihn mehrere Meter durch Luft, wo er krachend auf einem Tisch landet. Der Tisch kracht unter der plötzlichen Belastung zusammen und ein großes Glas mit einem Bolbifruchtshake entleert seinen Inhalt über sein Gesicht. Das Getränk ist Hochalkoholisch und klebrig süß. Das brennt sicherlich äußerst unangenehm in den Augen, hält aber meinen Kontrahenten aber leider nicht wirklich auf. Mein triumphierendes Grinsen wird mir aus dem Gesicht gewischt, als der Kerl wie auf einer Mine liegend aufspringt und mich angreift. Im letzten Moment ducke ich mich unter seinen kraftvollen Schwinger hindurch, weiche zur Seite aus und nutze seine eigene Bewegung um ihn dieses mal mit einem Banthatritt in die andere Richtung zu schleudern. Mit voller Wucht kracht er gegen eine der tragenden Säulen und von der Decke löst sich eine Wolke von Dreck. Währenddessen rutscht mein Gegner mit einer großen Beule zu Boden, wo regungslos liegen bleibt. Das nennt man wohl einen klassischen Knock out.

Derweil wurde Edna zuerst gepackt und dann mit dem Gesicht voran äußerst unsanft in den Boden gerammt. Das hat bestimmt weh getan. Skav fliegt derweil durch den halben Raum, weil sein Kontrahent einen Cyberarm hat, in der eine Repulsorfaust eingebaut hat, was seine Schlagkraft ungemein erhöht. Lyn hat sich auf einen Hocker an der Theke gesetzt und nimmt Wetten auf den Kampfausgang an. Das nenne ich Geschäftstüchtig. Ich bin nicht sauer, dass die orangene Twi´lek, da sie in einer solchen Situation vollkommen deplatziert ist. Schließlich weiß ich ja, dass sie nicht besonders robust ist. Skav rappelt sich derweil wieder auf und eilt den in Bedrängnis geratenen Edna zu Hilfe. Da bleibt mir nichts anderes übrig, als mich um den Klatooinianer mit dem Cyberarm zu kümmern. Der hat derweil ärger mit einem Weequay angefangen, der es nicht toll findet, dass der Klatooinianer seinen Drink verschüttet hat, weil dieser den Droiden auf seinen Tisch geworfen hat. Ich nutze die Ablenkung und springe auf die Schultern von dem riesigen Alien. Mit dem Ellenbogen versuche ich seinen Kopf zu treffen. Was mir auch gelingt, aber nicht das gewünschte Resultat hat.

In der Nächsten Sekunde packt er mich und wirft mich quer durch den Raum. Ja, fliegen ist schön! Der Aufprall dagegen überhaupt nicht. Das tut verdammt weh, als ich gegen die Wand klatsche und dann zu Boden krache. Au! Das tut gleich doppelt weh! Derweil kämpft Scav den Gegner von Edna nieder und dieser wirft einen massiv wirkenden Krug an den Kopf des Klatooinianer, der sich wieder dem Weequay zuwendet. Es wäre klug, in dieser Situation einfach liegen zu bleiben. Aber klug war ich noch nie!

Also quäle ich mich mit zusammen gebissenen Zähnen zurück auf die Beine, nehme Anlauf und führe einen hohen Sprungkick auf den letzten stehenden Klatooinianer aus. Ich treffe ihn hart am Kopf, aber der steckt das ungerührt weg. Scav versucht mir zu helfen, scheitert aber. Edna denkt sich, die Größe macht es und wirft einen Stuhl auf unseren letzten Gegner, was den nicht wirklich tangiert.

"Es ist unsportlich, eine Repulsorfaust in einem Faustkampf einzusetzen. Mach sie aus!" Mit der Macht in der Stimme bewegt Lyn tatsächlich den Schläger mit dem Cyberarm dazu, die Waffe zu deaktivieren. Natürlich könnten wir auch Waffen benutzen, aber dies ist eine Cantinaschlägerei, kein Schlachtfeld und ich will es mit dem Einsatz von "Scharfrichter" diese Schlägerei nicht eskalieren lassen.

Aber Scav haut nun den Klatooinianer endgültig um und wir haben einen guten Eindruck gemacht. Die Klatooinianer machen das wohl mit jedem Neuankömmling und damit haben wir unsere Feuertaufe bestanden. Ich habe einiges abbekommen und meine Rippen schmerzen wie die Hölle. Das fühlt sich nicht gut an. Wir bekommen eine Runde Wookiee-Wango spendiert und alle sind guter Laune. Nun gut, die Klatooinianer eher weniger, als sie sich geschlagen vom Ort ihrer Niederlage schleppen. Trotz allem war das ein großer Spaß gewesen.

Weniger Spaßig ist, dass es Scav dann im Gleiter nicht gelingt, meine Wunden wirklich gut zu behandeln. Auch Edna sieht danach nicht wirklich besser aus. Hoffentlich schneit uns heute nicht noch mehr unerwarteter Ärger ins Haus. Wir fliegen nun zur "Vanguard". Der Flug mit dem flotten Gleiter zwischen den Sternenkratzern mit Höchstgeschwindigkeit mach mir großen Spaß. Aber leider wohl auch nur mir.

Die Vanguard steht noch da, wo wir sie geparkt haben. Wir lassen den Gleiter da an in einer Parkbucht stehen und aktivieren den Peilsender, so das einer von Wattoos Gefolgsleuten den alten Luxusgleiter abholen kann. Nicht das wir die alte Schrottkiste noch mit Neupreis in Rechnung gestellt bekommen. Was auch so durchaus passieren kann. Einem Hutten traue ich inzwischen so ziemlich alles zu.

Im Frachtraum finden sich schon einige Kisten, darunter die Rüstungen und weitere Oktopoden, was unserem Tentakelchen den notwendigen Intelligenzschub gibt, mit uns nun zu kommunizieren. Ich gebe ihm seine Datapads und er kommuniziert nun mit Textnachrichten mit uns. Er dankt für seine Rettung aus Wattoos Turm und bietet uns 6000 Credits an, wenn wir ihn zum Planeten Indellian schaffen. Allerdings hat er die Credits noch nicht und würde gerne für uns arbeiten. Hört sich nicht schlecht an.

Was aber Schlecht ist, Indellian ist momentan nicht erreichbar, weil ein Imperialer Gouverneur im Anoat Sektor eine Blockade errichtet hat. Zwar liegt Indellian im Javin Sektor, nicht zu verwechseln mit der Welt Yavin, die zig tausend Lichtjahre davon entfernt liegt, aber die zwei einzig bekannten Routen sind wegen der Blockade gesperrt. Momentan ist da nichts zu machen. Trotzdem darf Tentakelchen erst einmal auf der "Vanguard" bleiben.

Außerdem wurden noch zwei weitere Kisten geliefert, auf denen eindeutige Warnsymbole angebracht sind.

"Wem gehört das denn?", frage ich in die Runde.

"Das müsste mein Baradium sein", meint Shaka fröhlich. Für einen Moment wird es ganz Still im Schiff, dann fängt jeder an wild zu sprechen. Baradium ist der wohl gefährlichste, wenn sicherlich auch der effektivste Sprengstoff der Galaxis. Thermaldetonatoren haben eine Ladung Baradium und wenn man Pech hat, explodieren sie einem in der Hand. Das ist also nicht gerade die Art Ladung, die man gerne an Bord eines Schiffes hat.

Nachdem sich der erste Sturm erst einmal gelegt hat, überlegen wir, was mit dem Zeug anzufangen ist. Wie üblich zeigt Shaka, wie wenig sie von Teamwork hält. Anstatt mit uns zu reden, stellt sie uns vor vollendete Tatsachen. Rückgaberecht gibt es auf Nar Shaddaa nicht. Auch können wir die Kisten hier nicht einfach zurücklassen. Die Menge reicht aus, um unser Schiff zu zerstören, falls was passieren sollte. Und mit Baradium kann einiges passieren. Es ist zwar in hochwertigen Sicherheitsbehältern verpackt, die es vor Strahlung, Spannung, Erschütterung und Hitze schützen. Aber ein Restrisiko besteht immer. Skav prüft, ob wir es vielleicht außerhalb der Hülle im angedockten Manteljäger unterbringen sollen. Aber die Panzerung des Jägers ist dünner und wird leichter durchschlagen. Auch können wir Lyn nicht zumuten, in einem Raumkampf den Manteljäger zu bemannen, wenn der voller Kisten mit Baradium ist. Letztendlich beschließen wir es, das Zeug in den geschlossenen kleinen Lagerraum zu lagern, wo wir schon die Aquarien mit den Oktopoden und Tentakelchen geschafft haben. Der ist natürlich auch nicht erfreut, aber wir machen ihm klar, dass es egal ist, wo wir den Sprengstoff lagern. Wenn es explodiert, werden wir alle an Bord sterben.

Jetzt kommen wir zu erfreulichen Aktivitäten, nämlich dem anprobieren der Rüstung. Sie passt wie für mich gemacht, was ja kein Wunder ist, da sie für mich angepasst wurde. Es ist, als würde man in ihr schweben. Ich bin restlos begeistert. Dank der Servomotoren merkt man gar nicht so richtig, wie schwer und massiv diese Rüstung eigentlich ist. In der Galaxis gibt es nur wenig mehr, was einen besseren Schutz bietet und dazu noch im Vakuum getragen werden kann. Da können wir nun in Zukunft vielleicht sogar gegnerische Schiffe entern.

Nakagos wirre Gedanken

Die Cantinaschlägerei war lustig, hat Spaß gemacht. Und ich finde es ja Toll, wenn Mitspieler einfach so ihr Ding durchziehen, egal was der Rest der Gruppe davon halten mag. :(

Nakago

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« Antwort #235 am: 20. Februar 2020, 15:00:19 »
Cresh

Der Flug mit der "Vanguard" zu der Fabrik verläuft ohne Schwierigkeiten. Wir landen auf einer der Landeplattformen des Areals, dass sich auf der Spitze eines Sternenkratzers befindet. Hier wir Müll getrennt. Was nicht verwertbar ist, wird mit einem umgepolten Traktorstrahler in den freien Raum geschossen, nachdem es zu einer Kugel gepresst wurde. Mit etwas Glück, landet das Zeug dann in der Sonne. Aber viele dieser Bälle schwirren im System herum, verglühen in der Atmosphäre von Nal Hutta oder werden von Deflektorschilden zerstört.

Wir betreten über eine Sicherheitsabsperrung das Gelände. Viele Arbeiter jeglicher Rassen wuseln herum und gehen geflissentlich ihrer Arbeit nach. Ich bin aber nicht sicher, ob es sich dabei nicht um Sklaven handelt. Jedenfalls sind hier viele Bewaffnete vor Ort. Den Rodianer Reelu Baruk finden wir in der Nähe einer der Vorrichtungen zum pressen von nicht mehr verwertbaren Müll. Ich habe noch nie einen so fetten Rodianer gesehen. Seine Kleidung ist vom feinsten, nur seine klobigen Sicherheitsschuhe passen nicht zum Gesamtbild. Alle in seiner Umgebung tragen solche Schuhe.

Nachdem wir die Rechnung für den Gozanti Kreuzer bezahlt haben, reden wir über die 4R3. Das ist schon ein recht spezielles Schiff und so was bekommen nur Premiumkunden. Um Premiumkunde werden zu können, müssen wir schon etwas mehr tun, als schnöde Kredits rüber wachsen zu lassen. Offensichtlich ist nicht alles so einfach käuflich, man braucht auch einen gewissen Ruf oder gewisse Extras. Der fette Rodianer ist erstaunlich gut informiert, was wir in den letzten Monaten alles so getrieben haben. Das Gespräch geht schnell in eine Richtung, die mir ganz und gar nicht behagt.

Und zwar geht es um die letzten Ereignisse im Hapes-Konsortium und explizit um die Mynaros Station. Reelu weiß um die Nanoviren und das diese aus dem Sperrgebiet stammen. Offensichtlich hat er einige gestohlene Geheimdienstbereicht des RSB gekauft, die sich ausführlich damit beschäftigen. Und wir sind unter anderem als Quelle angegeben. Stimmt ja auch, wir haben viele Informationen weiter gegeben. In meiner grenzenlosen Naivität habe ich angenommen, die würden etwas besser auf diese wichtigen Informationen acht geben und sie sich nicht einfach stehlen lassen. Das schwächt unsere Position beträchtlich, da wir nun nicht mehr behaupten können, wir wüssten davon nicht wirklich etwas.

"Diese Informationen sollten etwas mehr wert sein, als nur eine 4R3 zum vollen Preis zu bekommen", beginne ich zu schachern, um etwas Zeit zu gewinnen, um verschiedene taktische Möglichkeiten zu durchdenken. Leider wird just in dem Moment die Schwerkraft umgedreht und wir werden von einem Traktorstrahler in etwas zwanzig Meter Höhe aufgefangen. Offensichtlich sind wir gerade in eine unangenehme Falle getappt. Ich bin nicht sicher, ob mein Jetpack ausreicht, da wieder raus zu kommen. Eine sehr unbefriedigende Situation und eine äußerst schwache Verhandlungsposition.

"Ich will den genauen Standort von der Nanovirenfabrik wissen!", verlangt Baruk mit Nachdruck in der Stimme.

"Der Laderaum der "Vanguard" ist voll von Baradium und ich brauche nur auf diesen Knopf zu drücken, um hier alles in die Luft zu jagen", blufft Shaka in dem sie einen ganz normalen Stift mit Mine zeigt. Das wäre ein guter Bluff, wenn wir dabei nicht auch selbst sterben würden. Trotzdem fällt Reelu diese Detailschwäche nicht so sehr auf, vielleicht hält er uns einfach auch nur für durchgeknallt genug, das Shaka wirklich alles in die Luft jagt. Zum ersten mal kommt uns der Vorfall auf Quaria zugute, wo die blaue Twi´lek wie eine Irre mit einer Handgranate um sich geworfen hat. Offensichtlich kennt der Rodianer den Vorfall vom Hörensagen und weiß, wie verrückt Shaka Blen ist. Vorsichtig werden wir zu Boden gelassen und verhandeln nun wieder auf Augenhöhe. Am liebsten würde ich über dieses heikle Thema nichts verlauten lassen. So wie es aussieht, hat Reelu wohl nur Fragmente unserer weiter gegebenen Informationen. Wir haben damals die Fabrik auf Varia erwähnt. Möglicherweise waren die Daten verschlüsselt und er konnte bis jetzt nur einige Bruchstücke lesen. Ich weiß aus Erfahrung, dass Entschlüsselungen manchmal nur Fragmente liefern, bis die kompletten Daten irgendwann extrahiert werden können. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis er eh erfährt, wo sich die Fabrik befindet. Schlicht eben aus dem Grund, weil wir diese Informationen schon weiter gegeben haben.

Nach etwas hin und her verraten wir den Standort auf Varia. Wir sind sogar so Nett, vor dem Ionenschild zu warnen. Und wir schildern die Gefahren, welche in der Tempelstadt lauern. Blutrünstige Eingeborene, Drachen und heulende Hunde. Nicht das es heißt, wir hätten ihn nicht gewarnt. Wer immer da nachsehen soll, wird es dort schwer haben. Damals haben wir die Expedition nur ganz knapp überlebt. Wieder wird mir klar, dass dieses Problem sofort hätte angegangen werden müssen. Ich hätte damals, als alle sich um ihre private Interessen gekümmert haben, auf ein letztes gemeinsames Kommandounternehmen bestehen müssen. Aber realistisch betrachtet, wären wir wohl damals gescheitert, da ich immer noch keinen funktionierenden Plan habe.

Wenigstens bekommen wir die 4R3 mit einem Preisnachlass zugesichert, der sich aus den gewonnenen Informationen von Varia verrechnet werden wird.

"Das ist jetzt nicht so Toll gelaufen", meine ich zu den anderen. "Irgendwann müssen wir etwas gegen diesen verdammten Kristall und die Nanovirenfabriken unternehmen!"

Daraufhin entbrennt eine Diskussion, über das wie. Und das ist der Knackpunkt. Noch haben wir keine Möglichkeit, da lebend wieder raus zu kommen. Das rein kommen in die Pyramide auf Xios war nie das Problem, wir haben eine geheime offene Route zu dieser Welt, entsprechende Ausrüstung in die Pyramide unentdeckt rein zu kommen, aber sobald Lyn den Kristall kontrolliert, wird es haarig werden. Ab diesem Zeitpunkt endet jedes realistische Szenario mit unserem Tod, mal früher, mal später, aber letztendlich immer mit unserer Auslöschung. Fierfek!

Nachdem wir die leider fruchtlose Diskussion ergebnislos abbrechen, ist die Frage, wohin nun? Eigentlich wäre Phemis das nächste logische Ziel, aber Shaka hat noch ihre Good Will Tour, um die gefallenen Rebellen ihr letztes Geleit zu geben. Das kommt nun zur totalen Unzeit. Zwei Tage zurück in die Sperrzone, dann nach Calfa, die Urnen in Empfang nehmen und dann die nächsten fünf Tage durch die halbe Galaxis touren, um Urnen zu übergeben. Ich verstehe, dass den Toten eine letzte Ehre gewährt werden muss, aber momentan haben wir dafür eigentlich keine Zeit. Wir haben zwar ein schnelles Raumschiff, aber wenn wir nicht bald die Codes für den Krustenknacker rüber wachsen lassen, könnte das äußerst unangenehme Nebenwirkungen auf unsere Gesundheit haben. Vernünftig wäre es, dass einfach sein zu lassen und sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Aber Vernunft war bekanntlich noch nie meine Stärke.

"Nun gut, dann zurück zur Nilfax Station!" Zum einen verkaufen wir noch unsere Waren und nehmen neue Fracht an Bord. Schließlich brauchen wir neues Kapital und davon reichlich. Krieg zu führen war noch nie billig.

Der Transfer verläuft problemlos und wir kommen gut an. Unsere Station steht noch und beginnen sofort unsere Waren auszuladen. Der Verkauf läuft ebenfalls gut, da dieses mal keine kleine nervige Göre stört. Wie aufs Stichwort erscheint Tory im Schlepptau meiner Schwester. Sieht so aus, als wäre die Klanfrau zur "Technischen Gehilfin" aufgestiegen. Im Klartext heißt das, sie darf die Blutlachen wegwischen, die meine Schwester im laufe ihrer Arbeit produziert.

Nakagos wirre Gedanken

Kaum zu Hause, läuft einen auch schon Shakas "Mama der Galaxis Projekt" über die Füße. Man sieht, wie Toll das funktionieren muss, wenn man sich überhaupt nicht darum kümmert.

Nakago

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« Antwort #236 am: 23. Februar 2020, 16:41:22 »
Dorn

"Na, Eloy, wie macht sich deine neue Rekrutin?", frage ich meine kleine Schwester, nachdem wir uns umarmt und Küsschen ausgetauscht haben.

"Mit dem Wischmopp kann sie schon ganz gut umgehen, jammert aber zu viel!", fasst Eloy Torys Werdegang in einen Satz.

"Wow! Ein Wischmopp und keine Zahnbürste!", meine ich etwas sarkastisch, was Tory nicht witzig findet. Genau so wenig wie ich es witzig finde, dass diese freche Göre hier frei herum läuft. Ich halte Tory immer noch für eine tickende Zeitbombe. Das Gör ist ein massives Sicherheitsrisiko und ich wäre immer noch dafür, sie so schnell wie möglich irgendwo hin zu schaffen, wo sie uns nicht Schaden kann. Aber die anderen sind nach wie vor davon überzeugt, Tory resozialisieren zu können. Aber nach meiner Erfahrung kann man sich nur ändern, wenn man einsieht, dass seine Taten nicht richtig waren. Und ich denke, Tory sieht sich nach wie vor als Opfer und nicht als eine Täterin, die mehrere Schiffsbesatzungen an Piraten verraten hat.

Als nächstes booten wir Tentakelchen aus und setzen ihn in unsere Sicherheitszentrale, wo sich der kleine Kerl nützlich machen kann. Momentan sehe ich keine Chance, ihn nach Indullin zu schaffen. Auch hat er die notwendigen Credits nicht zusammen. Tory findet es gar nicht lustig, dass Tentakelchen den Job bekommt, den sie gerne hätte.

"Er hat ja auch keine Unschuldigen in den Tod geschickt", meine ich dazu nur schnippisch, was sie ebenfalls nicht witzig findet.

"Du solltest vielleicht nicht immer auf ihr herum hacken. Das könnte irgendwann nach hinten los gehen", raunt mir Eloy zu, nachdem Tory uns nicht mehr hören kann.

"Du glaubst gar nicht, wie gerne ich auf ihr herum hacken würde. Und zwar bis nur noch ganz kleine Stückchen von ihr übrig sind. Je schneller wir sie los werden, desto besser!", meine ich zu ihr und wechsele das Thema. "Komm mal mit, ich hab dir was nettes mitgebracht!"

"Wow!", meint Eloy, nachdem sie die Rüstung sieht. "Ziemlich klobig."

"Klar, dafür aber mit extra Schmackes. Und schau hier, die Scanner. Ich denke, wir sollten unsere Führungsoffiziere in der Miliz damit ausstatten. So wissen wir immer, was sie gerade machen."

"Das erleichtert das Führen aus der Distanz ziemlich", meint Eloy. "Meine neue Glefe ist fertig, wir könnten mal ein kleines Kämpfchen ausfechten."

"Gerne, aber momentan ist mein Terminkalender voll. Du glaubst gar nicht, was ich alles am Hals habe." Ich setze sie grob ins Bild, was Wattoo von uns will. Deutlich detaillierter berichte ich über Crimson Dawn, deren Struktur und Agenda. Leider kennt Eloy diese Moridia Vex nicht. Erstaunlicherweise kennen sich alle imperialen nicht untereinander. Aber auf alle Fälle wird es uns garantiert nicht langweilig werden.

Mir ist nicht wohl dabei, als wir den Großteil des Baradiums in ein Sicherheitslager bringen und nur einen kleinen Teil an Bord behalten. Shaka ist geistig nicht wirklich stabil, genau so wie das Baradium. Wenn sie es darauf anlegt, könnte sie damit die ganze Station präparieren und uns damit drohen, Nilfax Station zu zerstören. Kein sehr angenehmer Gedanke.

Nun räumen wir den gesamten Laderaum leer und nehmen noch Fracht für unsere Tour auf. Ich denke, wir werden beim Urnen abgeben, keine Z-74 brauchen. Ich wäre gerne noch länger geblieben, aber ich kann mich gerade so noch von Eloy verabschieden, dann geht es in Richtung Mynaros Station. Dort treffen wir unsere militärische Begleitung in Form von einer kleinen kompakten Corvette der Sturm Klasse II, die nun wie viele imperiale Baumuster im Dienst der Flotte der Neuen Republik steht.

Ein Hauptmann der Sektor Ranger mit dem Namen Val Vegara begrüßt uns mit Militärischen Zeremoniell an Bord seines 150 Schritt langen Schiffes, dass wie eine Pfeilspitze geformt ist. Er spricht Shaka mit Oberleutnant Blen an. Offensichtlich ist die Commander nun offiziell eine Offizierin der Neuen Republik. Schätze mal, dass war eine politische Entscheidung. An Bord der "Pfeilschnell" besprechen wir das weitere Vorgehen. Letztendlich sind wir es, welche die Reise antreten werden, aber zur Übergabe wir die "Pfeilschnell" uns begleiten. Die Besprechung ist kurz und knackig, so mag ich das.

Zurück auf unserer "Vanguard" berechnet Skav den Kurs und brechen sofort auf. Wie üblich in letzter Zeit kommen wir ohne Schwierigkeiten im Calfa System an. Die "Sternenheim" liegt hier immer noch vor Reede, also ist die Königinmutter dort unten zugegen. Schätze mal, die Forschungen über den großen roten Kyberkristall ziehen sich länger hin aus gedacht. Das Ta‘a Chume persönlich immer noch hier ist, zeigt mir, dass eine Korrumpierung nicht wirklich auszuschließen ist. Vielleicht steht Ta‘a Chume schon im Bann des Kyberkristalls. Wer kann das schon genau sagen?

Sofort werden wir angefunkt und nach unserer Identifizierung werden wir zu einem Kampfdrachen beordert. Dem Anlass entsprechend haben wir uns in Schale oder Uniform geworfen und tragen unseren Orden. Trotzdem ist der Empfang mehr als nur Zurückhaltend. Eine richtige Zeremonie gibt es nicht, als uns die Urnen mit der Asche der Helden, die von Admiral Thorns Schergen ermordet wurden, übergeben werden. Das ganze hat den Charme einer Abspeisung mit Almosen, für die wir eigentlich viel zu unwürdig sind. Wenigstens etwas Respekt uns gegenüber hätte ich doch erwartet. Schließlich ist es noch gar nicht so lange her, dass wir Ta‘a Chume gerettet haben. Ganz abgesehen davon, dass wir den Weg zum Sieg über Thorne geebnet haben. Scheint schon alles wieder vergessen zu sein. Obwohl ich das durchaus befürchtet habe, tut es trotzdem irgend wie doch weh.

In einer kleinen Kammer stapeln sich nun ein gutes Dutzend Urnen von unscheinbarer Form. Wenigstens ist das Zeichen der Allianz darauf zu sehen. Immerhin ein kleines Symbol dafür, was wir für die Galaxis geleistet haben. Unverzüglich starten wir wieder und damit ist dieses Kapitel für die Hapaner wohl erledigt. Das hier wird es mir in Zukunft leichter machen, gegen das Konsortium vorzugehen, wenn wir eine Möglichkeit finden, den roten Kristall mindestens zu deaktivieren, besser aber noch zu zerstören, um das Vermächtnis des Darth Varak dahin zu schicken, wohin es hin gehört: In den Mülleimer der Geschichte!

Als erstes besuchen wir die Welt Vena, von der General Gale eigentlich stammt und gar nicht weit von Onderon entfernt ist. Seine Familie betreibt im kargen Norden des Planeten eine Nerfranch. Sein Vater lebt noch und nimmt mit steinerner Miene die Urne mit der Asche seines Sohnes entgegen. Einst wurde hier Galens Schwester von Thornes Schergen entführt und auf sehr unschöne Art umgebracht. Kein Wunder, dass der General am Ende ein so verbitterter Mann gewesen ist. Ich weiß selbst, wie schlimm es ist, wenn ein Krieg persönlich wird.

In den folgenden Tagen fliegen wir quer durch halbe Galaxis. Schnell erreichen wir die Perlemianische Handelsroute und von dort geht es direkt nach Coruscant. Dort geben wir gleich drei Urnen ab. Weiter geht es auf die Corellianische Schnellstraße, wo wir auf Corellia auch zwei Urnen abgeben. Ich setze mich dort kurz ab, um meine Stiefmutter und meinen kleinen Halbbruder in unserem Haus zu besuchen. Es ist über zwei Jahre her, dass ich zum letzten mal zu Besuch war. Kayleen hat inzwischen auch das Militär verlassen und arbeitet nun für die CorSec, die inzwischen von allen imperialen Sympathisanten und Mitläufern gesäubert ist. Die CorSec ist praktisch die Corellianische Sicherheitsbehörde, eine Mischung aus Polizei und Militäreinheit. Sie hat den Rang eines Leutnant und scheint sich wohl zu fühlen. Der kleine Han fremdelt am Anfang ziemlich, da der süße kleine Fratz sich nicht mehr an mich erinnert. War ja auch noch so klein, als ich aufgebrochen bin, Eloy zu finden.

"Dann hast du dein Ziel also erreicht. Dein Vater wäre so stolz auf dich und froh, dass es Eloy gut geht." Natürlich habe ich ein paar wichtige Details ausgelassen, wie zum Beispiel, dass Eli eine Todestrupplerin war. So was braucht niemand zu wissen, nicht einmal unsere Stiefmutter.

Nakagos wirre Gedanken

Wirklich angetan war ich zu keinem Zeitpunkt von der Good Will Tour um Aschehäufchen zu verteilen. Die Gruppenmehrheit war eben dafür, wohl auch um die Quengelei von Shakas Spieler deswegen zu minimieren. Es war da schon durchaus abzusehen, dass es zu Friktion kommen wird. Aber selbst in meinen schlimmsten Albträumen hätte ich nicht gedacht, wie schlimm es kommen würde.

Nakago

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« Antwort #237 am: 25. Februar 2020, 15:56:47 »
Esk
"Das ist die letzte Station unserer Tour", meint Shaka, als wir über der kargen Welt Togominda aus dem Hyperraum springen. Hier hatte sich nach dem Sieg über das Imperium Leutnant Markov mit seiner Frau angesiedelt. Diese treue Seele ist seiner Commanderin in die Sperrzone gefolgt und hat ein bitteres Ende erleiden müssen. Verdammt sei Thorne für seine Taten. Man könnte ja meinen, dass der schurkische Admiral von der Hand der Königinmutter Ta‘a Chume sein gerechtes Ende erlitten hätte, aber auch dieses Schauspiel war eines Soldaten unwürdig.

Wir dringen in die Atmosphäre ein. Die Welt ist unterentwickelt und kaum kolonisiert Wir sind hier in der Nähe der Corellianischen Handelsstraße und lustigerweise gar nicht weit von der Welt entfernt, wo Tentakelchen eigentlich hin wollte. Was wiederum heißt, dass hier in der Nähe sich der Anuat Sektor mit Gouverneur Adalhart befindet. Tritt auf keinen Stein, könnt ein Imperialen drunter sein.

Leutnant Markov hat seine kleine Ranch auf der nördliches Hemisphäre. Die zerklüftete Landschaft ist mit Gras bewachsen. Gutes Weideland für anspruchslose Tiere wie Nerfs, die hier auch hauptsächlich auf den weitläufigen Weiden gehalten werden. Die Welt ist Vulkanisch noch sehr aktiv und es gibt hier unzählige Salzgeysire, die in unregelmäßigen Abständen ausbrechen. Das Haupthaus der Ranch ist runder Kuppelbau, der zur besseren Isolierung halb in einen Hügel hinein gebaut und dessen Dach mit Gras bewachsen ist. Es gibt noch einen Schuppen und einen großen Stall. Ein Gleiter mit großer Ladefläche steht auf dem Hof. In einem Gatter grasen einige Muttertiere und ihre Kälber.

Idara, Markovs Witwe, ist eine Frau in den Vierzigern, der man ansieht, dass sie kein leichtes Leben hatte. Hier in der Einöde mitten im Nirgendwo ist der tägliche Existenzkampf obligatorisch. Shaka schafft es, der Urnenübergabe einen feierlichen Rahmen zu geben, der diesen traurigen Anlass gerecht wird.

In dieser Zeitzone wäre es nun Zeit für das Mittagessen und wir werden herzlich eingeladen. Eigentlich haben wir noch ein paar andere Dinge zu tun, wie diesen Code besorgen oder Crimson Dawn zu vernichten. Aber der Rest der Crew hat gegen eine geschnorte Malzeit nichts einzuwenden, also bleiben wir hier. Das Haus besteht hauptsächlich aus einem großen Raum, der als Wohn- und Esszimmer, Küche und auch als Schlafzimmer dient. Nur Bad und Vorratskammer sind extra abgetrennte Bereiche. Dies ist eine typische Konfiguration für eine preiswerte Wohnstätte am Rand. Die Möblierung sieht aus, als hätte man sie vom Sperrmüll geholt, was durchaus möglich ist.

Markovs Witwe gelingt es ein feines Nerfgulasch und Teignudeln auf den Tisch zu zaubern. Kochen kann sie, muss man ihr lassen. Kaum sind wir mit wirklich leckeren Essen fertig, rummst es in der Scheune, wo sich auch die Haustechnik befindet. Alarmiert springe ich auf und befürchte schon das Schlimmste. Aber das war kein beginnender Angriff, sondern die Entsalzungsanlage hat den Geist aufgegeben. Das Grundwasser hier ist salzig und muss erst aufwendig gereinigt werden. Von hier aus wird nicht nur das Wasser des Hauses aufbereitet, sondern es werden über Rohre auch mehrere Tränken für das Vieh gespeist. Skav und ich sehen uns die Sache mal näher an. Schnell wird klar, dass die Filter vollkommen verstopft sind. Wartung ist Idaras Stärke nicht. Die Dinger sind hinüber, da ist nichts mehr zu machen.

Die nächste Siedlung mit einem Laden ist knapp hundert Klicks entfernt, ein Tookasprung für die "Vanguard". Natürlich fliegen wir Idara mal kurz nach Coria, wie die kleine Siedlung heißt. Wir haben ja alle Zeit der Galaxis. Ist ja nicht so, dass wir schon einen Gebirgszug an ungelösten Problemen vor uns herschieben. Die Siedlung Coria besteht aus etwas mehr als zwei Dutzend Kuppelhäuser, die sich Ringartig um einen zentralen Platz gruppieren. Einige Gebäude dienen als Laden, Cantina und Rathaus. Vor dem Rathaus hat sich eine Menge versammelt und lauscht den Worten eines dürren Mannes unbestimmten Alters, offensichtlich der Bürgermeister. Wir landen die "Vanguard" etwas außerhalb auf einer freien Fläche, wo wir ein paar Nerfs wegscheuchen. Schnell wird klar, was der Aufruhr verursacht hat. Der monatliche Versorgungsflug ist in den "Zinnen" abgestürzt. So heißt ein Areal etwas fünfzig Klicks nördlich von hier, dass aus einer bizarren Steinformation besteht. Zum einen ist das ein äußerst unwegsames Gelände und dort leben auch viele Mohwas.

"Was ist ein Mohwa?", frage ich den freundlichen jungen Mann in einem einfachen Arbeitsoveral, der bis jetzt geduldig meine neugierigen Fragen beantwortet hat. Gefährliche, flugfähige Kreaturen, die Tagsüber unter der Oberfläche in Salzstöcken schlafen und in der Nacht auf die Jagd gehen. Die Farmer hassen sie wie die Pest, weil sie freilaufende Nerfs jagen. Deswegen ist in der Nähe der Zinnen keine Tierhaltung möglich. Außerdem können die mit ihren Schwänzen Ionenladungen verschießen, was sie gefährlich für Raumschiffe macht. Offensichtlich ist wohl Tagsüber außerhalb ihrer Gewohnheit ein Schwarm Mohaws aufgestiegen und hat das Schiff zerstört, dass darüber geflogen ist. Da es sich um ein Raumschiff handelt, frage ich mich, warum es ausgerechnet in niedriger Höhe über ein gefährliches Gebiet fliegt. Nun ja, darauf weiß niemand so recht eine befriedigende Antwort.

Fakt ist, es gibt momentan keine Filter zu kaufen, weil die eben sehr begehrt sind, weil sie oft ausgetauscht werden müssen und das Versorgungsschiff eben abgestürzt ist. Die Leute sind entsprechend Sauer. Neben dem Bürgermeister Barka ist noch ein gewisser Meister Revkan vor Ort, ein Vertreter der Kunakra Stiftung, was auch immer das sein mag. Auch er versucht die Leute so gut wie möglich zu beruhigen.

"Warum wird die Ladung nicht einfach geborgen?" Der nette junge Mann schaut mich entgeistert an. Unzugängliches Gebiet in Verbindung mit diesen ominösen Mohwas scheint ein solches Unternehmen von vorne herein zum scheitern zu verurteilen. Weil dieses Areal so gefährlich ist, darf es auch offiziell nicht betreten werden. Eigentlich geht uns das rein gar nichts an, aber Shaka ist der Auffassung, dass es an uns liegt, Idara die wichtigen Entsalzungsfilter zu beschaffen. Wer denn auch sonst?

"Klar, haben ja sonst rein gar nichts zu tun", meine etwas sarkastisch. Natürlich bin ich nie einer Rettungsaktion abgeneigt, aber unser Zeitfenster für das beschaffen der Codes ist begrenzt. Wenn wir nicht liefern, wird das Moorbaa tun. Und ich denke, der geckenhafte Sohn von Wattoo wird dabei nicht besonders subtil vorgehen.

Der Rest der Crew ist aber der Meinung, dass wir Idara helfen müssen, die Filter zu besorgen. Nun gut, entweder wir fliegen zur Hauptwelt des Sektors, packen unseren Laderraum voll und verteilen die an notleidende Rancher. Oder wir haben etwas Spaß und gehen das Wrack in den Zinnen suchen.

Leider ist der allgemeine Tenor, dass es inzwischen schon zu spät für eine Exkursion in den Zinnen ist, weil die Mohwas ja Nachtaktiv sind. Für mich wäre das ein guter Grund in der Nacht hinzugehen und dort etwas die Population dieser Kreaturen zu dezimieren. Aber leider findet mein Vorschlag keine Mehrheit. Auch scheint keiner Interesse zu haben, ins Filtergeschäft einzusteigen. Da bleibt mir nichts anderes übrig als mit den Achseln zu zucken. Wenigstens können wir hier noch unsere letzten Waren an den Mann und Frau bringen. Im laufe der Reise haben wir schon den Großteil verkauft und keine neuen Waren an Bord genommen. Der Gewinn ist nicht riesig, deckt aber die Kosten der Aktion, wobei wir von der Neuen Republik dafür auch noch fünfzehntausend Credits bekommen. Besser als nichts.

Nakagos wirre Gedanken

Wir haben die schwarze Null erreicht! Wir sind gut! Ne, nicht wirklich.

Nakago

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« Antwort #238 am: 27. Februar 2020, 12:54:15 »
Forn

Am nächsten Morgen brechen wir nach der Dämmerung und einem schmackhaften Frühstück mit hohem Nerffleischanteil zu den Zinnen auf. Wir haben uns alle schon in unsere neuen Kav-Dann Gefechtsrüstungen geworfen. Wir beginnen den typischen Suchkreis in akzeptabler Höhe zu fliegen, fahren unsere Sensorgloben aus und schauen gebannt auf das Display. Nach einiger Zeit können wir einige Wrackteile lokalisieren und gehen entsprechend tiefer. Tatsächlich findet sich auf einigen der Zinnen kleine metallene Bruchstücke, wo das Schiff entlang geschrammt sein muss. Aufgrund der Spur der Wrackteile können wir die Absturzstelle einkreisen, auch wenn es uns nicht gelingt, dass Wrack exakt zu orten. In den Zinnen befinden sich ebenfalls Mineralien, so das die Scanner ab einer gewissen Tiefe Trümmerteile und natürliche Erze nicht mehr unterscheiden können.

Ich würde mir zutrauen, mit Hilfe meines Jetpacks da rein zu fliegen. Leider hat bis auf Edna sonst keiner diese Möglichkeit und zu zweit da rein zu fliegen hört sich selbst für mich zu gefährlich an. Nun gut, zu Fuß hinein zu laufen bringt wenig bis gar nichts. Ich würde mir ja irgendwo einen Gleiter mieten, aber Shaka setzt sich damit durch, dass wir einfach den von Idara borgen. Also wieder zurück fliegen und den einpacken. Unser Laderaum ist momentan ja leer. Unsere Z-74 haben wir ja auf Nilfax Station zurück gelassen, um mehr Laderaum und damit auch mehr Profit zu machen. Die E-9 hat als Langstreckenaufklärer und Expeditionsschiff nun mal einen vergleichsweise sehr kleinen Laderaum und jeder verschwendete Kubikmeter schmälert den Gewinn.

Kaum haben wir den Gleiter mit der offenen Ladepritsche an Bord geschafft und sind abgehoben, sehen wir einen offenen Gleiter zur Farm fliegen. Er ist mit vier Personen besetzt. Wir können den Bürgermeister Barka und Meister Revkan ausmachen, begleitet von zwei Polizisten von der Siedlung.

"Oh oh, dass sieht nach Ärger aus", meint Shaka. "Wir sollten lieber umkehren und Idara beistehen."

"Wir sollten uns auf unsere Mission fokussieren. Je schneller wir die Filter besorgen, desto eher kommen wir von hier weg", meine ich, da das beschaffen der verdammten Codes immer noch unsere primäre Aufgabe sein sollte. Moorbaa steht in den Startlöchern und es wird viele Tote geben, wenn er versucht, die Codes zu besorgen. Dieser Hutte ist nicht subtil, dass sollte uns allen klar sein. Ich habe zwar keine Lust für Wattoo zu arbeiten, aber dank Lyns Vergangenheit und unserer Bekanntschaft mit Kapitän Zarosch von der "Vantika" ist das nun mal so.

Der Rest der Crew kann es aber nicht sein lassen und wir drehen nach kurzer Diskussion um. Schnell wird klar, dass der Bürgermeister und Meister Revkan gar nicht zu Idara wollten, sondern zu uns.

"Ich habe einen Termin bei Gouverneur Figg erwirken können. Es wäre hilfreich, wenn dabei auch ein paar angesehene Helden der Allianz aus der Zeit des Großen Galaktischen Bürgerkriegs anwesend wären, um die Dringlichkeit unseres Anliegen zu unterstreichen", meint Meister Revkan händeringend. Irgendwie ist er schon süß, so wie er da steht.

Allerdings hat keiner groß Lust zu diesem Gouverneur Figg zu reisen, der auf der Hauptwelt Isde Naha residiert. Die Figgs haben quasi als Unternehmer und Entdecker diesen Sektor besiedelt und ein Nachfahre des tüchtigen Entdeckers und Geschäftsmann ist nun der Gouverneur, so wie es hier schon immer war. Die Figgs wissen ihr Mäntelchen in den Wind zu hängen. Mehr weiß ich aber auch nicht über diesen Figg, der mir ehrlich gesagt vollkommen egal ist. Der Name lädt natürlich zu einigen niveaulosen Wortspielen ein, aber zum Glück sind wir alle Reif genug, damit keinen Schindluder zu treiben.

"Euer Angebot ehrt uns, aber wir haben wichtigeres zu tun", meine dazu nur knapp, da ich endlich das Wrack finden, die Ladung bergen, sie an die notleidenden Rancher verteilen und dann von hier verschwinden will. Wir haben ein Zeitfenster einzuhalten und das wird mit jeder Minute kleiner und kleiner.

Aber Shaka sieht das natürlich komplett anders. Es entbrennt eine halbstündige Diskussion über Essentiell gar Nichts! Mehrmals weise ich eindrücklich auf den Faktor Zeit hin. Zeit ist ein sehr wertvolles Gut für uns geworden und bald schließt sich ein gewisses Zeitfenster, wie ich mit bedeutungsschwerer Stimme mehrmals einwerfe. Allerdings könnte ich auch mit einem Stein reden, käme genau so viel dabei heraus. Letztendlich ruft Shaka via HoloNet einfach beim Büro des Gouverneurs Figg an und fragt nach, ob es tatsächlich einen Termin gibt. Den gibt es und sie gibt einfach an, jetzt keine Zeit für den Gouverneur zu haben. Kapiert die Twi´lek nicht, das sie nicht einfach Termine anderer Leute platzen lassen kann? Meister Revkan ist entsprechend entsetzt, als er hört, was Shaka getan hat.

"Was habt Ihr nur getan? Ihr könnt doch nicht einfach meinen Termin platzen lassen. Wir hätten wirklich was bewirken können! Aber jetzt...", er Mann tut mir richtig Leid, aber wir haben wirklich wichtigeres zu tun.

Gedrückter Stimmung brechen wir nun endlich auf. Nur fast eine Stunde damit verschwendet und letztendlich kam dabei nur heraus, dass Shaka die Arbeit von Meister Revkan nachdrücklich torpediert hat. Kann mir zwar lang wie breit sein, aber das war einfach nicht nötig gewesen. Wenigstens kommen wir nun endlich ohne weitere Zwischenfälle an unser Ziel an und können den Gleiter ausbooten.

Die "Zinnen" sind in Nebel gehüllt. Ich setze mich an das Steuer des Gleiters und fliege angemessen schnell in den Nebel hinein. In diesem Gelände herum zu kurven macht großen Spaß, besonders wenn im letzten Moment erst Hindernisse sichtbar werden und ich waghalsige Ausweichmanöver fliegen darf. Das macht Spaß und steigert meine Laune beträchtlich. Der Rest findet diese Spritztour leider nicht halb so entspannend wie ich. Schließlich erreichen wir ohne Schramme den mutmaßlichen Absturzort und beginnen das Wrack zu suchen. Der Nebel beschränkt die Sichtweite auf maximal fünfzig Schritt, meist deutlich weniger. Es ist nicht so, dass man die Hand nicht mehr sehen kann, aber viel von der Landschaft bekommen wir nicht zu Gesicht. Wir könnten etwas Zeit sparen, wenn wir Teams bilden würden, aber davon will keiner wirklich etwas wissen.

Schließlich zeigt mein Scannersystem in meinem Helm eine große Ansammlung von Verbundwerkstoffen an. Das muss das Wrack sein. Das Gelände wird hier so unwegsam, dass es auch mit dem Gleiter schwer wird, weiter an das Wrack vor zu stoßen. Ich lande auf einer der wenigen ebenen Stellen hier in der schroffen Umgebung und wir steigen aus. Bei Sonnenschein wäre das bestimmt eine schöne Gegend mit einem eindrucksvollen Panorama. Genau die Art Attraktion, welche Touristen herlocken könnten. Aber momentan wird das wohl eher nur jagende Touristen anlocken, die den Nervenkitzel auf der Jagd nach Mohwas suchen.

Wir nehmen eine lockere Formation ein und beginnen dann abwechselnd in Pirscherhaltung auf das mutmaßliche Wrack vorzurücken. Immerhin könnten diese Mohwas hier irgendwo auf weitere Beute lauern. Auf einmal zeigt mein Scanner an, dass sich mehrere Energiequellen sich in unmittelbarer Nähe befinden. Und zwar um uns herum!

"Hu?", meine ich noch eine Fehlfunktion vermtuend, als ein grüner Strahl sich in meine Rüstung bohrt und mich eines besseren belehrt. Toll, mitten in die Brust und der Strahl durchschlägt zwar die hochwertige neue Rüstung nicht, sorgt aber für eine schmerzhafte Brandverletzung. Wir sind mitten in einen Hinterhalt gelaufen. Etwa sechs Schützen und eine Hüne mit einer stark modifizierten schwarzen Rüstung mit durchaus coolen roten Streifen schält sich aus dem Nebel. In seinen gewaltigen Pranken trägt er einen leibhaftigen VX "Klapperschlange" Repetierblaster. Gegen etwas Spaß habe ich nichts einzuwenden, aber das ist doch etwas zu viel des Guten.

Nakagos wirre Gedanken

Der Spieler von Shaka hatte hier seinen Spaß, während der Rest sich mehr oder weniger gelangweilt hat. Fand die Aktion, gleich den ganzen Termin platzen zu lassen, vollkommen überzogen und auch deplatziert.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #239 am: 01. März 2020, 14:49:20 »
Grek

Wir stehen unvermutet mitten im Feuerhagel. Nur Shaka behält den Überblick und Lyn geht gleich zu Boden. Die meisten gehen nun rein instinktiv in Deckung, nur ich gehe in eine stabile Stellung, um mein Schussfeld nicht einzuschränken und ich weiß eben, Deckung bietet auch nicht mehr Schutz als meine hochwertige Kav-Dann Rüstung. Mein DLT-19D zuckt nun hoch und ich gehe in einen stabilen Anschlag. Ich zentriere das Absehen meines Zielfernrohrs auf die Brust des Purge Troopers, denn so nennt sich diese Art von Sturmtruppler im Anoat Sektor. Sauber ziehe ich den Abzug bis zum Anschlag durch und lande drei saubere Wirkungstreffer auf den schwer gerüsteten Truppler mit der VX "Klapperschlange". Einer der Schüsse trifft aber das hinter ihm stehende Wrack und irgend ein unter Druck stehender Behälter detoniert. Was zur Folge hat, dass ein Teil der Gegner nun noch mehr eingenebelt sind als vorher, was das Treffen deutlich erschwert. Edna geht in Stellung und schießt ebenfalls auf den schwerbewaffneten Gegner, wobei er ebenfalls einige Wirkungstreffer erzielt. Auch Skav feuert, aber dann hat seine Waffe eine Fehlfunktion. Shaka dagegen trifft sehr gut und ihre Waffe hinterlässt ein großes schwelendes Loch in der Rüstung, aber der Hüne bleibt fast unbeeindruckt stehen.

"Fierfek!", fluche ich, als die "Klapperschlange" nun ihr giftiges grünes Feuer speit. Strahlen umflirren uns wie Elmsfeuer. Ich werde mehrmals getroffen und von den schweren Treffern durchgeschüttelt. Auch der massive Schutz einer Kav-Dann Servorüstung hat ihre Grenzen. Nun gut, ein weiteres mal entfessle ich die Feuerkraft meines DLT-19D. Wieder lande ich einige gut platzierte Treffer und der mächtige Schütze bricht in sich zusammen. Geht doch!

Aber noch ist das Gefecht nicht gewonnen und sechs gut positionierte Schützen beharken aus gut gewählten Stellungen unsere Position. Auch das Feuer eines normalen Blastergewehres kann uns immer noch in selbst diesen hochwertigen Rüstungen töten oder außer Gefecht setzen, wie man bei der zu Boden gegangenen Lyn gut sehen kann. Ich positioniere mich etwas um und beginne nun den Feuerkampf mit den gut verschanzten Trupplern aufzunehmen. Shaka wird mehrmals getroffen und muss in volle Deckung gehen, wo sie ihren Drogenspender aktiviert, um sich ein Stimpack zu verpassen. Skav zückt seine Axt und stürmt auf einen der hinter uns stehenden Schützen zu, um ihn im Nahkampf zu binden. Mit einem wuchtigen Hieb trifft er nur den Felsen, hinter dem er Schütze kauert.

Edna feuert emsig in die andere Richtung, um den Gegner nieder zu halten, was ihm gut gelingt. Aber die positionieren sich einfach um und schießen weiter auf uns. Ein weiterer Treffer sorgt für eine schmerzhafte Brandblase auf meiner Haut. So langsam sollten wir den Gegner ausschalten oder es gehen von uns noch mehr zu Boden. Es ist schon bedenklich, dass es Lyn trotz der neuen hochwertigen Rüstung nach nur zwei Treffern umgehauen hat.

Ich schalte die Umgebung aus, fokussiere mich auf einen der gut verschanzten feindlichen Schützen und setze dort an. Mit einer langen Garbe töte ich zuerst mein primäres Ziel und dann noch einen zweiten. Geht doch! Ich spüre Erleichterung, die beiden Ziele ausgeschaltet zu haben, aber keinen Triumph oder Freude. Das ist meine blutige Arbeit und darin bin ich gut. Aber jemanden erfolgreich getötet zu haben, sollte nie ein Grund zur Freude sein.

Auch der Hapaner besinnt sich seiner Fähigkeiten aus dem Krieg gegen das Imperium von Admiral Thorne und streckt zwei der Sturmtruppler nieder. Unser droidischer Kamerad zieht die Axt aus dem Fels und hackt nun den Menschen um. Auch Shaka macht wieder mit und erledigt den letzten. Damit haben wir das Scharmützel um das Wrack gewonnen. Zuerst kümmern wir uns um die arme Lyn, die verkrümmt am Boden liegt. Nicht gut!

Sitzung gespielt am: 11.05.2019
Anwesende Spieler: Lyra, Scav, Shaka, Lyn, Edna (alle Spieler wieder da!)
Erfahrungspunkte: 20 EP + 60 EP von den letzten Sitzungen. 60 EP investiert in die Berufsspezialisierung Fahrer. 5 EP in Coolness, 5 EP in Talent "Vollgas" und 5 EP in das Talent "Geländefahrer". 5 EP gespeichert.
 
Beute: 29000 Credits Gewinn aus Handelswaren plus 15 000 Credits von der Neuen Republik für das abliefern der Urnen.

Getötete und überwundene Gegner: 6 Sturmtruppler, 1 Purge Trooper, 3 Klatooinianer verprügelt

Gruppenwert:
Diplomatie: 425
Schmuggel/Handel: 500
Militär: 500

Resümee: Da wir zuerst wegen meinem Geburtstag Raklett gegessen habe, fingen wir erst um 18.00 Uhr an, spielten aber bis 00.30. Die Sitzung war recht zäh. Sie hatte ihre guten Momente, aber bis es endlich dann mal richtig losging, war es auch schon wieder vorbei. Die Kneipenschlägerei war wirklich Nett! War eine schöne Auflockerung des Ganzen. Aber so wirklich kam die Sache erst gegen Ende in Fahrt. Es ist immer Problematisch als Spieler, wenn man nicht weiß, wohin der Plott geht.

Wie man sieht, hat unser SL noch einen Kriegsschauplatz aufgemacht. Wir haben nun die noch offenen Stränge aus Episode I, also der Kristall, Nanowaffen und Königinmutter. Dann Crimson Dawn mit drei Untergruppen und einen geheimen Endboss. Wattoo, der Krustenknacker und alles was damit zusammen hängt, wie das beschaffen der Codes. Eine neugierige Reporterin, Tory und Tentakelchen. Und da dies einfach nicht genug Stress für uns ist, haben wir jetzt am Arsch der Galaxis im berüchtigten Anuat Sektor (Schauplatz von Episode V) noch einen weiteren Schauplatz. Also eines muss man unserem SL wirklich lassen, unterfordern tut er uns wirklich nicht mit verschiedenen Strängen.

Auf der einen Seite empfinde ich das als gute Herausforderung, auf der anderen Seite verstehe ich nicht die momentane Massierung der Probleme, die teilweise am "Rande des Imperiums" stattfinden, wie schon der Titel so schön sagt. Man könnte aber meinen, wir hätten schon in Season I genug Sturmtruppler bekämpft. Aber mal sehen, was sich unser SL dabei gedacht hat und wie die Stränge miteinander verknüpft sind. Momentan sehe ich dazu keine Verbindung, aber noch sehen wir ja nur einen ganz kleinen Ausschnitt. Das wir Tentakelchen zurück gelassen haben, hat sich wohl als Fehler entpuppt, da wir nun doch in diesem Bereich unvermutet aufgeschlagen sind und wohl hier noch etwas bleiben. Wie sich die Überschneidung mit der Codebeschaffung auswirken wird bleibt abzuwarten. Aber ich denke mal, dass sich unser Spielleiter sich schon etwas dabei gedacht hat.

Bis wir halt da waren, verging ganz schön viel Zeit. Dann der ominöse Absturz, die seltsame Organisation und der Termin beim Gouverneur. Das gab einiges an Diskussion und Verzögerung. Ich wäre ja einfach weiter geflogen und hätte den Gleiter ignoriert. Erst gegen Ende der Sitzung haben wir den Anfang des Abenteuers erreicht. :D

Unser SL hat gemeint, diese Season wird wohl mindestens nun genau so lang dauern wie die erste. Endlich eine wirklich konkrete Aussage, die Planungssicherheit bedeutet.

Der Anoat Sektor in dieser Form stammt aus dem Android Spiel: Star Wars Uprising. Hab davor noch nie gehört, hab mir aber jetzt die Trailer dazu angesehen, sieht interessant aus. Leider ist das Spiel inzwischen vom Markt, was natürlich Schade ist. Das Szenario ist an sich ziemlich cool. Ein imperialer Gouverneur, der den Tod des Imperators und die Niederlage von Endor einfach als Fake News deklariert und jeden töten lässt, der anderer Meinung ist. Warum muss ich jetzt nur an Trump denken?

So einen ausgebauten Sektor hätte ich mir auch für "Am Rande des Imperiums" gewünscht, aber darauf werde ich wohl vergeblich warten. Unser SL hat den Schwierigkeitsgrad deutlich angezogen. So eine VX "Klapperschlange" tut weh, wenn sie einen trifft und so muss es sein. An Lyn hat man gesehen, dass selbst die beste Rüstung einen niedrigen Stärkewert nicht ausgleichen kann. Ich habe dem Spieler geraten, lieber Stärke zu steigern, aber wie man sieht, hat er nicht auf den Rat gehört. Später hat er mit dem Ataru Stürmer zwar die Möglichkeit ziemlich gut zu parieren, aber bis es soweit ist...

Lyras Entwicklung: Nach dem ich nun 80 EP angehäuft habe, ist es Zeit eine Entscheidung zu treffen. Dadurch das unser SL nun eine halbwegs konkrete Vorstellung über die Länge der Season abgegeben hat, kann ich nun besser planen. Also wahrscheinlich noch etwa 25 Sitzungen. Bei Etwa 15 bis 20 EP pro Sitzung sind das etwas über 400 EP. Damit lässt sich noch etwas anfangen.

Es ist nun doch der Fahrer geworden. Er hat eben Coolness als Spezialisierungsfertigkeit, die essentiellen Talente für den Raumkampf und Fahrzeugkampf sind für schlappe 125 Punkte zu bekommen und ist in der Gruppe kein zweites mal vorhanden. So ist Lyra nun die gesetzte Pilotin für Planetare Fahrzeuge. Auch im Raumkampf ist sie noch gut genug, um die "Vanguard" zu fliegen und lebend durch das feindliche Feuer zu bringen. Dazu passt es zu ihrem Naturell, da ich bei Lyra ja oft genug den Speedjunkie heraus hängen hab lassen. So gesehen ist das eine passende Wahl für sie. Der einzige Nachteil ist, dass fünfzig Punkte für mehr oder weniger nicht so nützliche Talente investiert werden müssen, die recht selten zur Geltung kommen werden, um an Hingabe zu kommen. Aber etwas ist ja immer.

Natürlich hätte ich auch lieber zuerst den Powertech voll durchgenommen und einige Fertigkeiten gesteigert. Aber das wird wohl noch etwas dauern. Alle brauchbaren Talente kosten beim Fahrer insgesamt 255 Punkte. Mal sehen, ob ich alle überhaupt nehme. Primär geht es erst einmal um alle drei Stufen von "Vollgas", "Schwer zu treffen" und "Defensive Steuermanöver". Dazu noch zweimal "Begabter Pilot" und ich habe dann 125 Punkte ausgegeben. Beide Pilotenfertigkeiten und Artillerie auf drei, kostet dann noch mal 45 Punkte. "Schnelle Reflexe" und "Starrsinn" für je zehn Erfahrungspunkte sind ein Schnäppchen, nehme ich noch gerne mit. Um dann zur Hingabe zu kommen wir knifflig. Entweder ich nehme "Abgehärtet" für 15 EP und "Bastler" für 20 EP, besonderes letzteres ist total unnütz für mich. Oder eben "Vollbremsung" und "Fahrkunst" für je 25 EP, beides eben nur in eher speziellen Szenarien nützlich. Also 50 EP gegen 35 EP, von denen 20 EP komplett rausgeworfen sind.

Stolze 60 Punkte kostet nun die Spezialisierung Fahrer, fünfzig, weil es eben inzwischen die schon fünfte Spezialisierung für Lyra ist und zehn EP Extra als Strafe, weil diese Spezialisierung eben nicht zum Beruf des Kopfgeldjägers gehört. 5 EP wandern dann gleich in Coolness, 5 EP in die erste Stufe von "Vollgas" und in das Talent "Geländefahrer". Das ist ziemlich gut, da es jede Erschwernis durch schwieriges Gelände negiert. In einer Umgebung wie die Zinnen ist das viel Wert und für fünf Erfahrungspunkte geradezu ein Schnäppchen.

Momentan habe ich 666 Seiten geschrieben und weitere fünf Seiten wandern beim Rigger in das Talent "Schwarzmarktkontakte", welches die Seltenheit eines Objektes um ein Punkt reduziert. Da unser SL das eh sehr rudimentär mit den Beschaffungsregeln abhandelt, ist das Talent hier sinnfrei. Die nächsten zehn Seiten werden in Starrsinn investiert, dass der Rigger einmal zu bieten hat. Nachdem das Schiff mit allen sinnvollen Modifikationen ausgestattet ist, was der Talentbaum bietet, gehe ich nun in Richtung Hingabe. Danach sind dann noch 35 Seiten notwendig, um den Rest zu erwerben, dann ist der Rigger auch komplett durch. Mal sehen, wohin dann der Bonus fließt. Wahrscheinlich in den Grenzgänger. Der bietet einige nette unterstützende Talente und bietet noch zwei Berufe, die Lyra noch nicht hat.

Am Rande des Imperiums -  Far Horizons

Um die Sache abzurunden, will ich nun das sechste und letzte Berufsbuch von der Reihe - Am Rande des Imperiums – vorstellen: Far Horizons. Dabei handelt es sich um das typische knapp 100 Seiten dicke Buch für 29.95 Liste für den Beruf des Kolonisten, eine eher weniger gespielte Berufsgruppe.

Im ersten Kapitel wird wie üblich vorgestellt, was Kolonisten so den lieben langen Tag so treiben und was ihre Motivation dafür ist. Recht schnell kommen wir dann auch zu den obligatorischen drei neuen Rassen: Arcona, Gran und Chevin. Der Arcona tauchte zum ersten mal in der berüchtigten Cantina Szene von Episode IV auf. Wie fast immer ist die Quersumme seiner Attribute 12, Willensstark aber körperlich schwach. Bekommt einen Bonus auf Charme und Verhandeln. Der Gran hat drei Augen und lief besonders in The Clon Wars Serie öfters durchs Bild. Er ist charmant, aber nicht gerade pfiffig. Der Chevin ist besonders stark und listig, dafür aber nicht wirklich ansehnlich und geschickt. Es gab wohl einen mal in Episode VI zu sehen, kann mich aber daran nicht erinnern.

Nun werden drei neue Spezialisierungen vorgestellt: Geschäftsmann, Marshall und Künstler. Der Geschäftsmann hat viele Talente, die ihm gleich zu beginn jeder Spielsitzung Bonuscredits gibt. Dazu kann er Waren besonders günstig einkaufen oder teuer verkaufen. Darin ist er ziemlich gut, kann aber sonst rein gar nichts. Für eine Kampagne mit dem Fokus auf Handel sicherlich nicht verkehrt, aber sonst eher ein Nischencharakter.

Der Marschall ist quasi ein Polizist in den Randwelten. Er hat als Spezialisierungsfertigkeit immerhin Leichte Fernkampfwaffen und einige dazu sinnvolle Talente. Um seinen Beruf gut ausüben zu können, ist er gut im Verhören und ihm kann man nichts vormachen. Dazu hat er noch ein paar gute defensive Talente, welche es ihm ermöglichen, auch mal einen Blasterschuss zu überleben. Ich finde diese Spezialisierung klasse, da ich das Thema Space Cops in Star Wars eh sehr mag. Das ist jetzt mal eine wirklich gut designte Spezialisierung, die ihrem Namen durchaus gerecht wird.

Als letztes haben wir noch den Künstler/Darstelle/Performer. Er hat immerhin Zugriff auf Nahkampfwaffen und hat sehr viele unterstützende Talente, dazu noch ein paar brauchbare Defensive. Er kann Leute ablenken, viel mehr aber auch nicht. Das ist jetzt mal wieder ein Konzept, dass ich nicht so ganz nachvollziehen kann. Es gibt sicherlich Situationen, wo es von Vorteil ist, wenn einer aus der Gruppe ein gelungenes Ablenkungsmanöver starten kann, aber dazu braucht man nicht unbedingt eine eigenständige Spezialisierung. Das ist was für die Leute, die Oola gerne nachspielen würden. Und wir wissen ja, wo die gute Frau am Ende gelandet ist, im Magen eines hungrigen Rancors.

Kaptiel II heißt "Law and Ordonance", was ein lustiges Wortspiel ist. Die sechs Fernwaffen kann man in die Rubrik "Waffen für Ordnungshüter" einordnen. Das gleiche setzt sich auch bei den Nahkampfwaffen fort. Wobei ein Stilett die Ausnahme und eher für Attentäter geeignet ist. Es gibt hier einen Schild für Aufstandsbekämpfung und den dazu passenden Schlagstock. Also wenn man nicht so friedliebende Demonstranten von "Fridays for Alliance" niederknüppeln will, ist man hier genau an der richtigen Adresse.

Anschließend folgen drei Rüstungen, eine ist eine Aufstandsbekämpfungsrüstung und eine andere ist für extreme Umweltbedingungen ausgelegt. Bei der Ausrüstung gibt es unter anderem ein Forensisches Kit, was bei Tatortermittlungen hilft, praktisch CSI Bespin. Dazu kommt dann noch ein Entertainmentsystem für den Künstler und eine Liste mit einigen Musikinstrumenten, die recht Nett ist.

Fünf Droiden werden vorgestellt, darunter ein Sicherheitsdroide und ein weiterer Medidroide. Anschließend kommt gleich die Fahrzeugsektion. Es beginnt dann auch gleich mit einem Mannschaftstransporter für Sicherheitstruppen. Es gibt auch einen "Streifenwagen" und einen Walker für Aufstandsbekämpfung. Das Sicherheitsthema wird auch hier ausreichend berücksichtigt.   Ein weiterer Geher ist praktisch ein Bagger auf zwei Beinen, kann auch sonst alles mögliche an Arbeiten verrichten, je nachdem wie man ihn halt konfiguriert. Es ist mal schön, was rein ziviles zu haben. Es folgen zwei Patrouillenboote, eines davon hat eine Droidenbesatzung, der andere ist auch als Gefangenentransport geeignet. Es folgen vier kleinere, bzw. mittlerer Frachter und eine Luxusyacht. Zwei Großraumschiffe runden das Angebot ab. Einmal ein Containerfrachter und dann ein Luxuskreuzfahrschift. Beides schließt Lücken im bisherigen Angebot. Zubehör sucht man hier allerdings vergeblich.

Das dritte Kapitel hießt "New Horizons Await". Das wendet sich traditionell wieder eher an den SL. Wie werden Kolonisten am besten in die Kampagne integriert. Dann kommen Regeln für Ärzte, wenn sie unter besonders schlimmen Umständen und unter Stress Leute verarzten müssen. Jede der Spezialisierungen kommen mal mehr oder weniger detailliert dran. Weiter geht es wieder mit Tipps für den SL, wie soziale Begegnungen aufgepeppt werden können. Dann Regeln, wenn man ein eigenes Geschäft aufziehen möchte. Star Wars bietet da recht viele Möglichkeiten. Am Ende gibt es noch eine Tabelle über Gehälter, was recht aufschlussreich ist.

Fazit: Das Artwork ist hier überdurchschnittlich gut gelungen, jedenfalls gefällt es mir sehr gut. Es bietet zwar nur Nischenprodukte, aber der Sicherheitsaspekt wird hier gut dargestellt. Es ist kein Must Have, da die vorgestellte Ausrüstung jenseits von Star Cop Kampagnen eher eine untergeordnete Rolle spielen dürfte.

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