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Autor Thema: Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story  (Gelesen 11254 mal)

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Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #270 am: 12. Mai 2020, 17:23:09 »
Forn

"Von wem gelöscht?", meine Stimme ist viel zu hoch, da die Enttäuschung sich in mir ihren Weg bricht.

"Von Meister Tinakai wohl persönlich. Hat es wohl zu gefährlich gefunden, die Koordinaten zu hinterlegen", erklärt Scav ruhig.

"Nun gut, wenigstens haben wir die Codes. Irgendwelche relevanten Hintergrundinformationen?", frage ich schon etwas ruhiger.

Leider recht wenig. Der Mond war wohl ein Vorposten der Yuuzhan Vong, die wohl von einer anderen Galaxis stammen, so jedenfalls die Vermutung von Meister Tinakai. Der Mond ist mit einem weitreichenden Tunnelsystem durchzogen und es scheinen sich noch irgendwelche gefährlichen Kreaturen darin zu befinden. Die Gamorraner haben dort wohl gezielt eher nach Xenosartefakten gesucht. So weit zum Thema Rohstoffe. Ich denke, wenigstens Daraka sollte wissen, was seine Verwandtschaft dort gesucht hat. Oder spielt seine Frau ein doppeltes Spiel? Müßig darüber zu spekulieren. Der Planet ist wohl nicht offiziell besiedelt. Das mit dem Piratenpack, dass dort haust, könnte soweit stimmen. Wenig neues, aber wir haben die Codes und könnten so Wattoo zufrieden stellen. Aber wir haben zu wenig Informationen, um jetzt die Folgen einer Aktivierung abschätzen zu können. Ganz abgesehen davon, dass die Welt inzwischen nach über dreißig Jahren vielleicht stärker besiedelt ist. Wirklich viel mehr wissen wir nicht, was äußerst bedauerlich ist. Aber auf alle Fälle besser als vorher. Und wir haben die Codes und damit können wir uns erst einmal Wattoo und seine Brut auf Distanz halten.

Natürlich hat Scav auch nach anderen Themen geforscht. Darth Varak ist zwar bekannt, aber Una Batri war dafür die Expertin und die hat nur wenig dem Archiv hinterlassen. Da war der Tempel auf Sybal um Längen besser informiert. Auch hier gibt es noch Daten über verschwundene Kinder. Auf Corellia scheinen noch keine verschwunden zu sein. Und so wie es aussieht, gibt es Bestrebungen für ein Programm, im Zuge einer Galaxis weiten Gesundheitsuntersuchung Machtsensitive zu finden und zu registrieren. Das löst bei mir keine Freudensprünge aus.

"Probleme! Ich brauch euch alle sofort im Archiv!", meldet sich Cad Bane mit einem dringlichen Unterton in der Stimme.

"Was für Probleme?", hake ich nach.

"Zeig ich euch, wenn ihr da seid", meint der alte Duro leicht gereizt. Da wir hier nun fertig sind, fahren wir nach unten und begeben uns zu den Archiven, da wir uns dort unten eh sammeln müssen, um von hier zu verschwinden. Im Archiv ist alles ruhig und das Team von Rey Bilka versucht immer noch das Tor zur Holocrom Kammer aufzubekommen. Cad Bane ist nicht zu sehen. Das lässt bei mir die Alarmglocken schrillen.

"Was gibt es für Probleme?", frage ich Bilka.

"Probleme? Was für Probleme?", stellt er mir eine Gegenfrage.

"Cad Bane hat davon was erzählt und wollte uns hier darüber im Detail informieren. Aber ich sehe ihn nirgendwo", stelle ich klar .

"Hm, den Mistkerl habe ich schon länger nicht mehr gesehen, dass wird doch nicht etwa..." In dem Moment geht Alarm los.

"Achtung! Eindringlinge im Archiv! Abschottungsmaßnahmen einleiten", ertönt eine Lautsprecherstimme. Na Toll, Cad Bane benutzt uns wohl zu einem Ablenkungsmanöver. Auf der Gala sei irgend ein Kunstwerk gezeigt worden, erzählt Scav und er hat errechnet, dass wohl der alte Kopfgeldjäger hinter diesem Objekt her sein dürfte. Und wir sorgen nun für die notwendige Ablenkung, damit er sein Ding durchziehen kann. Tja, irgendwie fühle ich mich ja richtig geehrt, vom berüchtigten Cad Bane aufs Kreuz gelegt worden zu sein.

"Dafür wird dieser Bastard büßen!", keift Shaka, die von ihrer üblichen Rachsucht übermannt wird. Aber für Rache haben wir momentan keine Zeit, da unser Weg, durch den wir hinein gekommen sind, gerade abgeriegelt wird. Also rennen wir auf die sich schließenden Schotts zu, um hier noch heraus zu kommen.

Wir kommen gerade so noch raus, bevor das Archiv hermetisch abgeriegelt wird. Ich kann einige Energiequellen auf uns zu kommen sehen. Leider kommen wir nicht schnell genug weg, um ihnen aus dem Weg zu gehen. Sechs von diesen B2A Sicherheitsdroiden stellt uns in einer malerischen Säulenhalle. Vor meinem geistigen Augen kann ich schier die Jünglinge hier herum rennen sehen. Aber die Blasterstrahlen die um uns in den Wänden und Säulen einschlagen, lassen das Bild recht schnell zerfasern. Ich gehe an einer der geschichtsträchtigen Säulen in Stellung und schieße die beiden führenden B2A über den Haufen. Mit nur einem Schuss erledigt Shaka einen weiteren. Vielleicht sollte sie sich bei den Scharfschützen bewerben, die nehmen sie mit Handkuss. Edna versucht derweil einen der Sicherheitsdroiden mit seiner Ionenpistole zu stoppen, scheitert aber leider. Ohne zu zögern stürmt Scav seinen "Kollegen" entgegen und gibt dem ersten seine Vibroaxt zu schmecken, die sofort einen Totalschaden verursacht. Im Gegenzug werden die exponierten Teammitglieder Edna und Scav getroffen, was aber zum großen Teil von ihrer Panzerung absorbiert wird. Aber eben nicht alles, diese B2A sind starke Gegner und wären wir nicht so gut gepanzert, wir wären so was von tot.

Mit einer weiteren Garbe zerstöre ich die letzten beiden Exemplare und damit haben wir die erste Welle überstanden. Aber etwas sagt mir, dass dies nicht alles ist, was die Sicherheit des alten Jeditempels aufzubieten hat. Schätze mal, wir sind noch nicht in Sicherheit.

Wir erreichen einen nicht blockierten Zugang zu den riesigen Lüftungsschächten des Tempels und sind in einem runden Schacht. Über uns sind zwei Ventilatoren, unter uns nur ein weiterer. Es gibt eine kurze Diskussion über den besten Weg hier raus. Zum einen könnten wir den Weg hoch auf das Dach nehmen und dort einen Gleiter entwenden. Aber wahrscheinlich brauchen wir zu lange, den Gleiter zu knacken und wenn wir abheben, wird die FLAK uns erledigen. Also bleibt nur der Weg nach unten. Magnus, der riesige Droide klappt sich zusammen und wird zu einem Skiff, wo alle bis auf mir gerade so Platz haben. Zum ersten mal macht sich mein Jetpack so richtig bezahlt. Meist war es nur totes Gewicht was ich auf den Schultern getragen habe. Ich übernehme die Vorhut und "tauche" ab. Mit meinem DLT-19D zerschieße ich den Antrieb des Ventilators, der schon bald stoppt. Zwischen zwei Blättern kommt Magnus gerade so durch.

Schließlich kommen wir am Boden des Schachts an und nehmen einen Stollen, der nach Westen führen dürfte, dem schnellsten Weg aus dem Tempel heraus. Dieser Stollen ist mit etwa dreieinhalb Schritt Durchmesser deutlich kompakter als der Schacht. Mein Scanner zeigt an, dass sich uns drei Energiesignaturen schnell nähern. Es gilt keine Zeit zu verlieren. Nur blöd, dass die Leitung schließlich mit einem Sperrgitter aus Laserstrahlen geschützt ist. Die Projektoren sind gut in die Wand aus Durabeton eingearbeitet und gut geschützt untergebracht. Nun ist Präzision gefordert. Wir zerschießen nach mehreren Fehlversuchen immerhin drei von fünf Projektoren, so dass sich eine Lücke auftut, die gerade groß genug für Magnus ist, um diese passieren zu können.

Leider endet dieser Stollen an einer T-Kreuzung und wir haben die Außenmauer des Jeditempels erreicht. Wir wenden uns nach links und erreichen drei Dutzend Schritte ein Gitter im Boden, dass zur Kanalisation führt. Hier in diesem Stollen sammelt sich Wasser und kann hier abfließen. Der Schacht ist nicht besonders breit, aber ich denke, breiter wird es nirgendwo sein. Das Abflussgitter ist nicht dazu gedacht, geöffnet zu werden und die gegnerischen Impulse schließen schnell auf. Das wird knapp werden.

Nakagos wirre Gedanken

Wie erwartet hat Cad Bane uns ans Messer geliefert. Ein Schicksal, dass wir mit vielen seiner ehemaligen Partner teilen.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #271 am: 14. Mai 2020, 16:27:01 »
Grek

Dank Magnus haben wir einen Abbruchspezialisten dabei und auch Scav ist Meister der Verschrottung. In Null Komma Nix haben die beiden das massive Gitter aus der Verankerung gerissen. Jetzt aber nix wie weg! Leider hat Magnus ein massives Problem, in den Schacht zu kommen und steckt fest! Das ist jetzt nicht gut!

Natürlich kommen in diesem Moment drei der B2A mit Jetpacks auf dem Rücken um die Ecke gesaust. Nachdem sie näher gekommen sind, wird mir klar, dass dies nicht die gleichen Modelle sind, die wir schon bekämpft haben. Das Grundmodell war wohl auch der B2, aber die sind deutlich schwerer gepanzert als der B2A. Kurzerhand bezeichne ich sie als B2S, wobei S hier für Super steht. Sofort eröffnen die das Feuer aus allen vier Läufen, da die tatsächlich jeweils zwei gekoppelte schwere Blaster an ihren Armen montiert haben. Und damit eröffnen die sofort das Feuer auf uns. Die Sicherheit des Tempels hält sich nicht mit solch Kleinigkeiten auf, uns zur Aufgabe zu bewegen. Die wollen uns töten!

Nun gut, wir gehen so gut wie es geht in Stellung, da Deckung so gut wie nicht zu finden ist, das Magnus und seine Kameraden den Abwasserschacht blockieren. Auch Scav ist noch da unten und versucht seinem "Landsmann" wieder frei zu bekommen. Es liegt an mir, den Feuerreigen auf das führende Exemplar  der Rotte von B2S zu eröffnen. Ich treffe gut und drei Krater glühen nach, was den Droiden aber nicht wirklich zu tangieren scheint. Auch Edna schießt nun mit seinem DLT-19 und erzielt einige Treffer, aber der führende B2S ist ein zäher Bursche und erst Shaka erledigt diesen mit einem Einzelschuss. Der Droide kracht zu Boden, aber seine Kameraden sind nun in Schussposition und ein wahrer Feuerregen prasselt auf uns nieder. Alle drei werden getroffen und die Waffen haben genug Feuerkraft um auch unsere guten Rüstungen zu durchschlagen. Noch so ein Hagel und Shaka ist am Boden.

Scavangerbot 523 gelingt es in einer heroischen Kraftanstrengung Magnus aus einer misslichen Lage zu befreien. Wir halten unser Feuer aufrecht und beschießen nun den linken. Wieder pflanze drei Einschusslöcher und Edna erledigt ihn dann. Mit einem wirklich guten Schuss erledigt Shaka allein den letzten.

"Das wäre doch ein guter Fähigkeitsnachweis für eine Bewerbung bei den Rangern", meine ich dazu trocken. Die blaue Twi´lek findet das noch nicht einmal ansatzweise lustig. Der Rest aber schon.

Der Weg nach unten ist nun endlich frei und wir erreichen die Kanalisation. Ein wahres Labyrinth aus Rohren, Schächten, Abflüssen und Wartungszugängen. Mit angemessener Geschwindigkeit verlassen wir nun den Ort des Gefechts und gewinnen schnell Distanz. Dank meines hervorragenden Scanners kann ich recht gut durch dieses Wirrwarr von unseren Verfolgern weg lotsen. Nach mehreren Stunden sind wir sicher, organisieren uns einen Transport und verschwinden von der Bildfläche.

"Sieht so aus, als wäre der Job nun zu Ende. Ich Schulde euch noch was", meint Rey Bilka, nachdem wir in Sicherheit sind. Gefallen sind immer ein wichtiges Gut. Fragt sich nur, ob wir den je einfordern können. Wenigstens hat auch er seine primäre Mission erfolgreich zu Ende geführt und eine Statue von Großmeister Yoda aus dem Archiv entwenden können. Irgend ein Sammler ist bereit, dafür ein Vermögen auszugeben. Wir verabschieden uns von diesen Leuten und müssen nun die letzten losen Enden kappen.

Wir schaffen unsere drei Gefangenen in ein kleines Hotel und legen so dort ab. Ich hoffe nur, die sind nicht allzu sauer auf uns und schicken keine Kopfgeldjäger hinter uns her. Sonst wären wir vom Trommelfeuer in ein Minenfeld geraten. Wenigstens wurde da niemand verletzt und sie haben nur zwei Tage ihres Lebens "verschlafen". Andere wären da nicht so zimperlich vorgegangen, aber letztendlich wollen wir auch keine Kriminellen sein. Aber manchmal muss man halt als Erwachsener Dinge tun, die einem nicht gefallen.

Kaum zurück in der "Vanguard" nehme ich eine ausgiebige Dusche und mache mit fertig für eine Mütze voll Schlaf, als Scavangerbot mich auf eine Newsmeldung aus dem HoloNet aufmerksam macht. In Sektor Blau auf Corellia gab es wohl eine Auseinandersetzung mit zwei Toten. Könnte was mit meiner Schwester zusammen hängen, die ja diesen Sektor Blau besuchen wollte. Fierfek! Das ist wirklich nicht gut! Sofort beginne ich mir große Sorgen um meine kleine Schwester zu machen.

Sitzung gespielt am: 13.07.2019
Anwesende Spieler: Lyra, Scav, Shaka, Edna
Erfahrungspunkte: 20 EP. Investiert in das Talent "Defensive Steuermanöver". 1 Spalte, 4 Reihe Fahrer.

Beute: Daten und Codes vom Krustenknacker,

Getötete und überwundene Gegner: 1 mundane Twi´lek, 1 machtsensitive Twi´lek, 1 Drall Leibwächter, 3 überschwere Sicherheitsdroiden,

Resümee: War eine schöne Sitzung, wenn es auch teilweise etwas Leerlauf gab. Der Anfang war wieder Diskussionsreich, bis wir dann eine Richtung eingeschlagen haben. Der "Run" in den Tempel war so richtig Shadowrun Style. Hat mir verdammt gefallen. Richtig Cool war auch das auftauchen von Cad Bane. Ich mag diesen fiesen Mistkerl einfach. Natürlich hat er uns in die Pfanne gehauen, fand ich einfach nur cool. Natürlich sind wir hier und da ein wenig herum geeiert, war aber OK.

Hatte am Ende noch ein längeres Gespräch wegen dem Wunsch von Shakas Spieler auf Gedeih und Verderb zu den Sektorranger zu wechseln. Wirklich schlüssige Argumente hat er nicht gebracht, warum er unbedingt da hin will und dafür noch den Gefallen vom Direktor Mica verheizen muss. Durch die Bekanntschaft nun mit dem Sektorranger Marshall Grim Corda könnte Shaka auch eventuell so wechseln. Anfangs stand noch die Summe von 150 000 Credits im Raum, was es Bestechung kostet, da rein zu kommen. Aber die ist nun vom Tisch, wobei ich immer noch nicht kapiere, was an diesem Verein jetzt so Toll sein soll, um solche Summen zu rechtfertigen. Ganz abgesehen davon, dass Shaka bisher in keinster weise überhaupt versucht hat, ganz legal zu diesem Verein zu wechseln. Ist ja nicht so, dass der Charakter nichts kann.

Auf alle Fälle fängt diese Problematik mit Shakas militärischen Rang und ihre Attitüde in Bezug auf die Sektorranger an, nicht nur mich tierisch zu nerven. Ich sehe es auch nicht als einziger nicht ein, dass Shaka jetzt einen Gruppengefallen aufbraucht, um sich diesen Status zu "kaufen". Ich finde es auch zunehmend befremdlich, wie Shaka immer mehr ihren Militärrang hervorhebt und was sie deswegen alles nicht machen kann/will. Der Spieler von Edna macht sich die ganze Zeit darüber lustig und das nicht zu unrecht.

Der Strang mit den Yuuzhan Vong in Verbindung mit den Sith scheint sich ja weiter zu entwickeln. Das ganze nimmt immer größere Ausmaße an. Könnte sein, dass auf dem Mond noch irgend welche biologischen Waffen eingesperrt sind. Und es könnte auch sein, dass das Hapes Konsortium mit in den Entführungen involviert ist. Bekannterweise liebt unser Spielleiter unglaublich vernetzte Plots. Momentan haben wir noch zu wenig Puzzleteile für ein Gesamtbild, aber ich denke, da braucht sich einiges zusammen.

Lyras Entwicklung: 20 EP für die Sitzung ist fair. Dafür hole ich mir nun "Defensive Steuermanöver". Damit wäre nun die wichtigsten Talente für den Piloten bzw. Fahrer zusammen. Habe heute erfahren, dass auch Edna den Fahrer genommen hat... Finde ich jetzt etwas blöd. Aber leider nicht mehr zu ändern. Seine Begründung: Damals auf Cyphera hat er einiges mit dem Kampfläufer gerissen und will keine Strafpunkte für Artillerie ausgeben. Auch bekommt er für 75 EP Hingabe plus zwei Lebenspunkte plus ein Erschöpfungslimit. Zwei mal Bastler ist zwar für den Arsch, aber der Rest ist ja durchaus nie verkehrt.

Immerhin habe ich jetzt schon 774 Seiten zusammen. Nicht schlecht für die Arbeit von anderthalb Jahren. Soviel Output hatte ich glaube ich noch nie in meinem Leben und meine Handgelenke danken es mir nicht.  Die nächsten fünfzehn Punkte werden nun in das Talent "Überschüssige Munition" vom Rigger investiert, was Waffen mit Begrenzter Munition einen zusätzlichen Schuss gibt. Zwar verfügt die "Vanguard" momentan über keinen Protonenraketenwerfer, aber ich schätze mal, wenn es gegen Crimson Dawn in die heiße Phase geht, bauen wir da noch was um. Das ist jetzt dann das neunzehnte Talent vom Rigger, bleibt dann nur noch "Größeres Projekt" für zehn Punkte übrig, dann ist der Baum vollendet.

Star Wars – Allies and Adversaries

Lange erwartet, endlich da. Ein Buch voll mit ausgearbeiteten NSC, Kreaturen und einigen neuen Rassen. Ich warte ja schon lange auf eine Art Monsterkompendium oder Kreaturenbuch, wie es in anderen System ja gang und gäbe ist. Aber leider sind da so gut wie keine neuen Kreaturen drin, was natürlich äußerst Schade ist. Die sind immer noch über alle Publikationen wild verteilt. Vielleicht kommt ja eines Tages noch ein Kreaturenbuch heraus. Oder vielleicht auch nicht. Schwer zu sagen, wie lange die Lizenz überhaupt noch läuft. Generell kommen wir langsam zu dem Punkt, wo kaum noch neue Publikationen sinnvoll sind. Es hat schon seinen Grund, warum in letzter Zeit nur noch übergreifende Bücher heraus kommen. Die nächsten sind dann ein Ausrüstungsbuch und ein Zeitalterbuch für das Ende der Klonkriege. Wirklich interessant wäre ein Buch über das Ende des Imperiums und wie es direkt nach Jakku weiterging.

Das Buch ist in vier Hauptkapitel aufgeteilt. Am Anfang ein paar einführende Worte und die Fertigkeiten Kriegskunde und Lichtschwert werden noch einmal erklärt, falls man halt nur Bücher aus "Am Rande des Universums" hat.

Das erste Kapitel behandelt "Rebels and Heros". Neben namhaften Helden der Allianz gibt es natürlich auch Werte für die normalen Mitglieder, wie Soldaten, Fahrer, Offiziere und Piloten. So ziemlich alle Protagonisten der Episoden IV bis VI sind vertreten, einschließlich Meister Yoda. Dazu noch die Helden von Rouge One. Mit der Lasan Honour Guard gibt es sogar eine Anleihe an Rebels, Zeb ist ja ein Lasan. Und hier gibt es auch Werte, wenn man einen Angehörigen dieser Rasse spielen möchte. Immerhin haben sie von Grund auf einen Wert von drei in Stärke und Gewandtheit, was sie recht attraktiv für Spieler macht, die eher kampforientierte Klassen spielen möchten, wie Söldner, Soldat oder Kopfgeldjäger.

Kapitel II heißt: "Imperials and Despsots". Das Highlight ist sicher Imperator Palpatine höchstpersönlich, wenn der Spielleiter seine Spieler wirklich "fordern" will. :D Es gibt gleich neun verschiedene Stormtrooper, für jede Umgebung das richtige Equipment. Auch hier tummeln sich die üblichen Verdächtigen aus der klassischen Trilogie. Einige kennt man schon aus "Dawn of the Empire", was generell ein Problem des Buches ist, da man vieles eben einfach schon kennt. Neben den ganz hohen Rängen wie Moffs und Gouverneure, werden auch einige der niedrigeren Vertreter des Imperiums vorgestellt, mit denen man als SC wohl eher in Kontakt tritt, wie eben Sicherheitsbeamte oder Inspektoren.

"Scums and Villany" ist der Titel von Kapitell III. Hier werden zum Beispiel alle Kopfgeldjäger vorgestellt, welche man in Episode V mal kurz auf der Brücke der "Executer" gesehen hat. Auch Doktor Aphra, ihre beiden Droiden und Black Krrasanten haben es ins Buch geschafft und damit die ersten reinen Comiccharaktere die es offiziell in die Rollenspielwelt gelandet sind. Dazu gibt es die üblichen dunklen "Logistiker", also Schwarzmarkthändler, Fälscher, Schieber etc. Auch ein Vigo der Schwarzen Sonne gibt sich hier die Ehre. Auch zwei Dunkle Jedi, gefallener Padawan und gefallener Meister finden sich hier. Auch gibt es hier mal Javas zu bestaunen und die Werte, um sie spielen zu können. Wo Javas sind, dürfen die Tuskenräuber natürlich nicht fehlen.

Als letzte Kapitel werden dann "Creatures und Citizens" vorgestellt. Als letzte der bekannten Rassen, die bisher noch nicht spielbar waren, gibt es hier den Ewok mit seinen Werten. Wer wollte nicht schon immer einen Teddybären im Weltraum spielen? ;D Die meisten Kreaturen sind schon in anderen Publikationen erschienen. Natürlich ist es schön, hier eine solide Auswahl zu haben, aber mehr Neues wäre von Vorteil gewesen, wie der Rukuss von Ryloth. Der Sarlacc und der Krayt Drache dürften wohl die prominentesten Neuzugänge sein. Eigentlich hätte das Kapitel Kreaturen und Droiden heißen müssen, da sich hier viele Droiden tummeln.

Fazit: Nichts Neues im Weltraum, könnte man beinahe sagen. Wer besonders die vier Regionalbücher hat, braucht dieses Buch nicht wirklich. Wer nur das Grundbuch hat und leiten will, findet hier viele gut ausgearbeitete NSC. Wer alle anderen Bücher hat, findet hier nur vier weitere Rassen zum spielen, aber dafür eben auch die mit bekanntesten Rassen des Star Wars Universums. Das Artwork ist teilweise neu und aber in doch nicht wenigen Fällen recycelt. So ein Buch zusammen zu stellen ist sicherlich nicht einfach. Immerhin muss man zum einen die Leute zufrieden stellen, die schon fast alles haben und zum anderen auch an die Käufer denken, die bisher nur das Grundbuch ihres Systems besitzen.

Ich würde jetzt nicht generell sagen, Finger weg. Aber auch keine klare Kaufempfehlung. Wer nur wenige der anderen Bücher hat, findet hier viel neues, wer die anderen schon hat, bekommt nur ein paar weitere NSC die er wahrscheinlich nie einsetzen können wird. Man kann es sich kaufen, brauchen tut man es aber wirklich nicht. Da gibt es viele Bücher, die wichtiger sind.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #272 am: 17. Mai 2020, 16:43:29 »
Episode XXXV
Eine neue Suche
Aurek

Kaum habe ich die Meldung über Tote bei einem Gefecht im Blauen Sektor von Corellia zu ende gelesen und ich meine kleine Schwester über Com kontaktieren will, meldet sich Lyn. Ihr Holo baut sich auf und sie sieht durch den Wind aus, was ich mal als ziemlich schlechtes Zeichen deute. Da ich meine Schwester nirgendwo im Hintergrund sehe, wappne ich mich für eine wirklich schlimme Nachricht. Mein Herz schlägt bis zum Hals, mein Mund ist trocken und ich muss alle Disziplin aufwenden, nicht schon jetzt in Tränen auszubrechen.

Letztendlich bekomme ich folgende Geschichte zu hören. Lyn ist mit Eloy und Tory auf Corellia gelandet und haben eine Cantina mit dem Namen Garanox aufgesucht, um dort einen Mann zu finden, der laut Khador, der sich immer noch auf Nilfax Station in einer Arrestzelle befindet, mehr über die verschwundenen Machtsensitiven wissen könnte. Offensichtlich war dies wohl mehr oder weniger eine Falle, da eine Chiss aufgetaucht ist und mit dem Trio Schlitten gefahren ist. Lyn wurde bei dem Kampf aus dem Fenster geworfen, einem geschlossenem, wie die orangene Twi´lek immer wieder betont. Unsere primäre Pilotin hat dadurch den Abflug gemacht, da sich das Garanax an einer Bruchkante zum Blauen Sektor hin befindet und deutlich höher liegt als das dahinter liegende Terrain. Eloy und Tory wurden von der Chiss gefangen genommen und Lyn hat die Spur verloren. Fierfek!

Das sind keine guten Nachrichten. Ich schließe die Augen und versuche meine aufschäumenden Gefühle zu bekämpfen, da ich mich konzentrieren muss und keine Zeit habe, hysterisch herum zu jammern. Meine Schwester ist niemand, den man so einfach überwältigt. Lyn nieder zu kämpfen ist nicht wirklich das Problem, aber meine Schwester ist eine kampfgestählte Veteranin und wer sie besiegen kann, spielt in der obersten Liga vorne mit.

Eine der drei bekannten Anführer des Crimson Dawn ist eine Chiss. Eine Machtsensitive Frau mit dem Namen Moridia Vex. Führt ein Lichtschwert mit roter Klinge. Allgemeiner Tenor der uns bekannten Gerüchte ist, dass die Chiss eine ehemalige Imperiale Agentin mit der Spezialisierung auf Attentate war. Entweder ISB, Hand des Imperators oder Inquisition. Während wir wissen, dass Trifex auf Kessel im Drogengeschäft ist und Pharos uns Ärger in der Sperrzone macht, haben wir keine Ahnung, für welchen Geschäftssektor die Vex eigentlich zuständig ist und wie groß ihre Haustruppen sind. Laut Lyn war die blauhäutige Chiss in Begleitung von etwa sechs bis acht "Söldnern", sprich schwer gerüstete Kämpfer, zwei davon waren Gamoraner mit Schrotflinten in Kaliber Sechs. Ein Volltreffer damit hat gereicht, um Lyn im hohen Bogen aus der Cantina zu schmeißen. Wenigstens waren ein paar Reklametafeln so freundlich, den Sturz der der schwer gepanzerten Twi´lek zu stoppen.

Nun ja, uns bleibt nichts anderes übrig, als sofort den Kurs auf Corellia zu setzen und in den Hyperraum zu springen. Ich habe nun etwa zwölf Stunden Zeit zum nachdenken. War das ganze eine Falle, um meine Schwester gefangen zu nehmen oder war sie nur zur falschen Zeit am falschen Ort? Jemand der geschickt genug ist, könnte durchaus eine falsche Information an Khador lanciert haben, um den wiederum dazu zu bringen, diese an Eloy zu verkaufen, die sofort darauf anspringt und durch die halbe Galaxis fliegt, um in eine Falle zu tappen. Möglich, aber natürlich könnte das auch nur eine Verkettung von Zufällen sein. Aber irgendwie fühle ich, dass dies ein äußerst klug eingefädelter Schachzug war. Mein Verstand meint zwar, dass nur wenige Sith so weitreichende Pläne wie Darth Sidious weben können, aber es kann gut sein, dass der neue Sith-Lord ähnliche Netze auswerfen kann wie der ehemalige Kanzler der Republik. Es könnte gut sein, dass der oberste Anführer von Crimson Dawn der neue Sith-Lord ist, der im Hintergrund seine Fäden zieht. Es gibt ja einen neuen Meister, dass wissen wir von Szzam. Ist Vex vielleicht auch seine "wahre" Schülerin? Immer zu zweit sie sind, ein Meister, ein Schüler und tausend geheime Schüler.

Da die nächsten Tage äußerst stressig und anstrengend werden dürften, nehme ich trotz der Sorge um meine Schwester eine erholsame Mütze voll Schlaf. Als Soldat der Allianz habe ich gelernt, in jeder Situation schlafen zu können.

Ohne Zwischenfälle erreichen wir meine Heimatwelt Corellia. Normalerweise würde mir warm ums Herz werden. So mache ich mir nur Sorgen um meine kleine Schwester. Irgendwie kommt mir das wie ein sehr böses Deja Vu vor. Kaum habe ich mein Schwesterchen gefunden, ist sie schon wieder weg. Das kam in der ursprünglichen Geschichte zweier Schwestern nicht vor. Die endete damit, dass sie sich gegenseitig töteten. Aber ich dachte, wenigstens wir hätten ein Happy End verdient, stattdessen suche sich sie nun wieder. Hätte ich ihr die Nachforschung verbieten sollen? Nein, ich hätte ihr helfen müssen. Aber ich dachte, meine Schwester ist erwachsen und nur wenig in der Galaxis kann ihr gefährlich werden. Offensichtlich hat sie ihre "Meisterin" nun gefunden. Das ist äußerst bitter und ich verfluche den Umstand, dass wir in Wattoos Dienste haben treten müssen. Ich hätte Daraka und Zarosch in dem Augenblick töten müssen, als sie mir vom Krustenknacker erzählt haben. Aber hinter her ist man bekanntlich immer schlauer.

Wir landen in der Nähe von Sektor Blau und der Cantina auf einem der etwas kleineren Landefelder von Coronet, der Hauptstadt von Corellia, welche malerisch im Meer gelegen ist. Dank meiner immer noch gültigen Kopfgeldjägerlizenz ist es kein Problem mit unseren militärischen Rüstungen und Waffen herum zu laufen. Lyn wartet schon auf uns und hat bisher recht wenig unternommen. Was auch durchaus vernünftig ist. Aber der Kontakt bzw. die Zielperson, die Eloy gesucht hat, ist auch verschwunden. Vielleicht wäre da noch was zu holen gewesen. Shaka und Edna nehmen sich dieser kalten Spur an, während der Rest zum Garanax fährt.

Die Cantina ist das letzte Gebäude aus schon ziemlich verwitterten Permabeton an einer Sackgasse, da die Straße hier endet, weil es da über drei dutzend Meter nach unten geht. Nun gut, Jumpspeeder hält das nicht auf. Der typische Geruch eines Slums liegt in der Luft, also der nach ungewaschenen Körpern, schlecht gewartetem Abwassersystem und verwesenden Müll. Momentan ist in der Cantina Hochbetrieb, die wegen dem gestrigen Ereignis gerade renoviert wird. Der Kampf gegen meine Schwester hat viel zu Bruch gehen lassen. Ganz so einfach hat sie nun doch nicht beigegeben. Die Bar hat trotzdem schon auf und in einer Ecke lassen sich ein paar Stammkunden nicht von den Arbeitern stören. Wir hören uns um und bekommen recht wenig mehr zu hören. Die zwei Toten waren unbeteiligte Gäste, die das Pech hatten, zwischen die Fronten zu geraten. Meine Schwester und Tory haben noch gelebt, als man sie in die Gleiter vor der Tür zerrte. Es waren zwei Fahrzeuge ohne wirklich markante Merkmale. Also die perfekten Fluchtfahrzeuge. Interessanterweise gibt es Aufnahmen vom Außenbereich der Cantina vom gegenüberliegenden Pfandladen. Gegen einen kleinen Obolus ist der Mann hinter dem Tresen bereit die Aufnahmen zu zeigen.

Viel ist nicht zu sehen, außer dass meine Schwester und Tory noch gelebt haben, als sie in die Gleiter verfrachtet wurden. Die Chiss ist ebenfalls gut zu erkennen und nach ihrem Aussehen dürfte es sich tatsächlich um Moridia Vex handeln. Irgendwelche Versuche ihr Aussehen zu verändern oder sich zu tarnen hat sie unterlassen. Es ist ihr offensichtlich vollkommen egal, ob man dieses Verbrechen ihr zuordnen kann oder nicht.

Wir sind hier im Blauen Sektor und die Corsec lässt sich hier nicht mehr blicken. So ziemlich jede Welt hat ihre kleine "Chaosecke" und die von Corellia ist hier, eben der berüchtigte Blaue Sektor. Es gibt hier einen Schwarzmarkt, der als einer der größten der Kernwelten gilt. Selbst unter dem Imperium wurde dieser Sumpf nicht ausgetrocknet. Dieses Areal entstand um eine Müllhalde herum und hat einen Durchmesser von knapp dreißig Kilometer, wobei die Grube als Meteorkrater schon ziemlich große Ausdehnungen hat. Hier meine kleine Schwester Eloy zu finden dürfte verdammt schwer werden.

Scav versucht mit Hilfe von Kameras den Weg der Gleiter zu rekonstruieren. Sie kamen aus dem nordwestlichen Bereich des Sektors und sind darin wieder verschwunden. Ab einem gewissen Bereich gibt es keine Kameras mehr, die man hacken könnte. Also ist erst mal etwas Beinarbeit angesagt. Also Drinks spendieren und zuhören.

Nakagos wirre Gedanken

Ich habe ja befürchtet, dass Eloy in irgend etwas unangenehmes geraten wird, aber dass sie gleich entführt wird? Der Spielleiter konnte einfach nicht widerstehen, mich ein weiteres mal auf eine Suche zu schicken.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #273 am: 19. Mai 2020, 12:17:36 »
Besh

Nach drei Stunden "Beinarbeit", wie man das beschaffen von Informationen über die Unterwelt auch nennt, haben wir ein grobes Bild über unser Gefechtsfeld gewonnen. Der Blaue Sektor ist seit vielen Jahren hart umkämpft. Syndikate steigen auf, erobern Gebiete und Geschäftsfelder, stagnieren, büßen Bereiche ein und versinken schließlich im Sumpf des Verbrechens zur Bedeutungslosigkeit.

Momentan ist ein Syndikat unter der Führung eines gewissen Nero Fexler in den letzten Monaten wie ein Komet aufgestiegen und hat die anderen Syndikate mehr oder weniger ausgelöscht oder unterjocht. Nur noch fünf weitere Syndikate sind im "Rennen" oder besser gesagt, sie stemmen sich noch gegen den finalen Untergang.

Das wären die Douglas Brüder, zwei Aqualishaner und Schieber. Die Sandlosen, Söldner, bestehend aus Sandleuten von Tatooine, die von einem gewissen Winnik angeführt werden. Ein Schwarzmarktgroßhändler und Duro mit dem Namen Rinter Kakuo. Die Nikta Schwesternschaft, eine Swoopgang aus weiblichen Twi´lek. Und zu guter Letzt die Schmuggler um die coruscanter Geschäftsleute Minak und Dexter.

An Fexlers Syndikat ist interessant, dass diese in dem Bereich ein großes Areal haben, woher die Gleiter gekommen und wieder verschwunden sind. Auch scheint die Vex bei Fexler regelmäßig ein und aus zu gehen. Wir wissen aus der Vergangenheit, dass die großen Syndikate wie Crimson Dawn oder die Schwarze Sonne gerne Allianzen mit untergeordneten Syndikaten eingeht, sprich, die machen dann die Arbeit, für die sich die Großen zu fein sind oder keine Ressourcen aufwenden wollen. Wahrscheinlich haben Fexler und Crimson Dawn hier so eine Allianz am laufen. Momentan ist das wohl unsere heißeste Spur und der sollten wir nachgehen.

Da es ja heißt, der Feind meines Feindes ist mein Freund, wäre es vielleicht eine Überlegung wert, sich da Verbündete zu sichern. Und sei es, dass nur ein paar Informationen heraus springen. Nun gut, da die Sandlosen angeblich eine Blutfehde mit Dexler persönlich am laufen haben, sind die wohl der nächste Ansprechpartner, besonders da wir von denen wissen, wo sich ihr Anführer aufhält, in einer Cantina mit dem Namen "Zum gefräßigen Sarlacc".

Wir fahren mit unseren Jumpspeedern in das Herz des Blauen Sektors. Die Straßen, Gebäude und Bewohner machen einen eindeutig herunter gekommenen Eindruck. Hier und da ist immer mal wieder das zischen eines Blasters oder das rattern eines vollautomatischen Projektilwerfers zu hören. Viele Gebäude wirken so, als wären sie massiv einsturzgefährdet. Andere dagegen sind neu und modern. Meist kleine Festungen und sicherlich aus gutem Grund. Neben den Einheimischen sieht man auch viele Touristen und Besucher anderer Welten. So verkommen der Blaue Sektor auch ist, so bekannt sind auch dessen Vergnügungsbetriebe und die leben von den Touristen. Deswegen ist es für Leute, die viel Geld ausgeben möchten, vergleichsweise sicher, da die Syndikate es nicht wertschätzen, wenn ihre Kunden es nicht lebend zu ihnen schaffen, um ihr Geld dort für einschlägige Vergnügungen ausgeben zu können. Sprich, die Sorgen hier für mehr Ordnung und Sicherheit als es die Corsec könnte.

Ausnahmsweise bin ich froh, ohne gefährliche Zwischenfälle das Areal der Sandlosen zu erreichen. Sie beherrschen ein paar Blöcke in der Nähe der Grube. Überall sind weibliche Exemplare, Alte und Kinder der Sandleute zu sehen, aber kaum Erwachsene oder Jugendliche. Hier und da ein Späher, da eine Gruppe, die wie eine Alarmrotte aussieht, um auf Bedrohungen von Außerhalb schnell reagieren zu können. Mir wird recht schnell klar, dass die sich entweder betont schwach geben, um sich einen Vorteil zu verschaffen, oder wirklich schwach sind, weil sie durch die Blutfehde ausgeblutet sind.

"Der gefräßige Sarlacc" entpuppt sich als besonders herunter gekommene Cantina, der Wände mit Szenen aus der Geschichte der Sandleute bemalt sind. Im Raum ist nur ein einziger Sandmann, der Anführer von diesem traurigen Haufen. Offensichtlich hat er wohl den Kampf verloren. Ich muss mir ein paar blöde Sprüche von ihm anhören, als ob das seine Welt wäre. Da irrt er sich aber. Wäre er auf Tatooine, würde ich ihn respektieren. Aber wir befinden uns auf Corellia! Er ist hier nur Gast und Weisheiten von alten besiegten Narren interessieren mich nicht wirklich. Ein nützlicher Verbündeter ist er nicht. Aber er hat ein paar Informationen, die sich vielleicht als nützlich erweisen könnten.

Nexler hat etwa 200 bis 300 Söldner in seinen Reihen, was ihm einiges an militärischer Schlagkraft verleiht. Das ist eine beeindruckende Truppe für ein Syndikat, besonders da nach Aussage von Winnik die einiges drauf haben sollen. Immerhin hat es gereicht, die "Sandlosen", bzw. die jüngeren Erwachsenen dazu zu bringen, überzulaufen. Ein wirkliches Hauptquartier hat Fexler nicht, da er sich meist mit einer handverlesenen Leibwache aus Elitesöldnern zwischen seinen Niederlassungen bewegt und vor Ort seinen Geschäften nachgeht. Allerdings weiß Winnik, wo sich Nexler heute Abend aufhalten wird und wie man in das gut bewachte Areal herein kommt. Er gibt uns für knapp dreihundert Credits einen Schmierzettel mit der Skizze der Kanalisation unter diesem Areal mit einem markierten Einstiegspunkt und einer ausgeklügelten Route. Das sieht mir schon beinahe zu einfach aus. Nun gut. Mehr erfahren wir hier nicht mehr und gehen.

Die Informationen sind nicht schlecht, aber Scav drängt darauf, die Nikta Schwesternschaft auch noch aufzusuchen, da die als Mitgliedsstarke Swoopgang vielleicht etwas "Manpower" bereit stellen könnten. Nun gut, kann sicherlich nichts Schaden, da mal unverbindlich nachzufragen. Wir fliegen los und beginnen uns dann in verruchten Cantinas zu erkundigen. Nachdem einige Credits den Besitzer gewechselt haben, fliegen wir zu einem Bordell mit dem äußerst kitschigen Namen "Tausend Blütenblätter".  Das Gebäude hat etwa zehn Stockwerke, sieht neu aus und die zur Straße gewandte Fassade ist eine einzige Reklametafel. Verschiedene Clips laufen, Preislisten für die hier angebotenen Dienstleistungen werden grell blinkend angezeigt. Sogar Rodiansich haben die im Programm.

Am Haupteingang sind einige quasi Uniformierte weibliche Twi´lek aufmarschiert, welche Kunden von Abschaum trennen. Eine trägt einen leibhaftigen T-21 Repetierblaster in Vorhalte, eine andere ein E11s. Der Rest hat nur Blasterpistolen von Coronet Arms in den Gürtelholstern und Schockschlagstöcke. Die Uniformen sind zwar grellbunt, aber eindeutig gepanzert. Es gibt etwas hin und her, dann werden durchgelassen, da für Frauen das Bordell gegenüber gedacht ist. Und Droiden haben normalerweise hier überhaupt keinen Zugang.

Dort finden wir eine der Oberrinnen der Schwesternschaft, eine rothäutige Twi´lek mit den Namen Kasha. Ich überlasse Lyn das reden, da sie kulturell bedingt besser mit der guten Frau klar kommen dürfte. Im Hintergrund ihres Büros halten sich drei schwer bewaffnete Schwestern auf, deren Ausrüstung fast unser Niveau erreicht und das will wirklich was heißen. An gute hochwertige militärische Ausrüstung der letzten Generation heran zu kommen ist auf Corellia offensichtlich kein Problem. Da die Frauen sich taktisch klug verteilt haben, ist mir klar, dass dies keine generischen Ganger sind, die den Tag damit verbringen, an ihrem Bike herum zu schrauben oder sich die Lekku zu putzen.

Letztendlich erzählt Kasha das gleiche wie Winnik, nachdem wir uns vorstellen mussten, da sie mit Nonames nicht geredet hätte. Auch hier hat man unsere Namen schon vernommen. 200 bis 300 Söldner hat Fexlers Syndikat, haben dazu noch viele der kleineren Gangs in ihrem Dienst. Und lustigerweise hat sie auch für eine Handvoll Credits einen geheimen Zugang zu dem Areal, wo sich Fexler heute Abend aufhalten wird. Welch ein Zufall! Dieses mal ist ein Chip, den ich für meine sauer verdiene Credits bekomme. Weitere Hilfe bekomme ich keine zugesagt, aber für ein paar Credits mehr würde Kasha sich umhören. Um keinen Verdacht zu erregen, bezahle ich sie dafür. Ungeschoren kommen wir wieder heraus.

Wir fahren etwas weg und dann checke ich die Daten, die letztendlich eine moderne Version der Skizze ist, die wir von Winnik bekommen haben.

"Fierfek! Das ist eine Falle!", meine ich dazu. Skav meint, dass wohl diese Informationen die Runde gemacht haben, was aber nicht automatisch bedeutet, dass dies eine Falle ist. Außerdem konnte er unmöglich in so kurzer Zeit zwei ihm verfeindete Syndikate mit falschen Informationen füttern, nur um uns eventuell in eine Falle zu locken.

"Ich denke, Fexler hat diesen Plan gestreut, um Eindringlinge in eine ihm gewogene Zone zu locken, wo er sie vernichten kann", meine ich dazu. "Ich gebe dir recht, dass diese Gegenmaßnahme nicht exklusiv auf uns gemünzt ist. Wahrscheinlich hat er all seinen Feinden diese Information zugespielt!"

Nakagos wirre Gedanken

"Its a Trap!", könnte beinahe eines von Lyras neuen Standardsätzen werden. Mal sehen, ob mein Instinkt mich getrogen hat.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #274 am: 21. Mai 2020, 13:29:17 »
Cresh

Bei meinen Kameraden fällt meine Fallentheorie nicht auf allgemeine Zustimmung. Nun, es gibt noch andere Wege an Informationen zu kommen. Für was haben wir die "Vanguard" und die hochentwickelten Sensoren der E-9? Immerhin sind die dazu gedacht, um Oberflächen zu vermessen und zu kartographieren. Wir düsen zurück zu unserem Schiff und drehen einfach mal unverbindlich eine Runde über den Sektor Blau, um unsere Repulsorlifte zu kalibrieren, wie wir der Flugkontrolle melden.

Das Areal, was Fexler heute Abend angeblich besuchen soll, ist eine Festung. Auf dem ersten Blick sieht es nur aus wie ein ummauertes Areal mit einiges an ziviler Infrastruktur wie ein großes Lagerhaus, ein Hangar mit Landefeld für Raumschiffe von der Größe eines YT-1300, einige langgezogene Gebäude, die schwer nach Produktionshallen aussehen, mehrere Wohnblöcke und Garagen. Zwei in Drehtürmen lafettierte Ionengeschütze sind klar auszumachen. Es gibt zwei Torkomplexe, die hinein führen. Beides sind eher Garagen, durch die man auch durchfahren kann. Die Mauer ist nicht ganz zwanzig Schritt hoch und am Boden mindestens fünf Schritt breit, verjüngt sich nach oben aber auf drei Schritt mit einem Laufgang, der von Schießscharten unterbrochen ist. Kein Gebäude in Blastergewehrreichweite ist höher als die Mauer. Hier und da sind Baustellen zu sehen, von der Baugrube bis hin kurz Fertigstellung, aber alles niedriger als die Mauer. Andere Ruinen sehen so aus, als wären die Gebäude noch nicht allzu lange dem Erdboden gleich gemacht worden. Alles was an Struktur im Innern über die Mauer ragt, ist eindeutig auf Verteidigung getrimmt. Auch die Anordnung der Gebäude ist so gewählt, dass regelrechte Todeszonen dazwischen geschaffen werden. Das ist eine verdammte Festung! Und zu unserem Unglück eine wirklich gute noch dazu.

Auf der Mauer allein können wir über dreißig Bewaffnete ausmachen. Mich würde nicht wundern, wenn hier mindestens hundert Söldner stationiert wären. Vielleicht sogar mehr. Eine Sturmlandung ist fast ausgeschlossen, Bewegung auf der Oberfläche ist Deckungslos, da jeder Punkt von mindestens einer Position eingesehen werden kann. Wer diese Anlage entworfen hat, der versteht was von seinem Geschäft. Ich sehe keine Schwachstelle. Dabei wissen wir noch nicht einmal, ob meine Schwester sich überhaupt darin befindet.

"Ich könnte eventuell Vex aufspüren. Ihre Aura war sehr stark", meint Lyn. Da mir nichts besseres einfällt, bin ich einverstanden. Also geht die Jedi in den Schneidersitz und versucht die ehemalige imperiale Attentäterin zu orten. Das gelingt ihr auch, die Frau ist definitiv in dem Areal. Und damit auch meine Schwester. Da es keine praktikable Alternative gibt, müssen wir wohl unterirdisch in die Anlage hinein kommen.

"Nun gut, versuchen wir es mit diesem Plan. Ich denke zwar, dass er in einen Hinterhalt führt. Aber wie heißt es so schön: Eine erkannte Falle ist auch eine Gelegenheit!" Genau genommen ist es reiner Wahnsinn, was wir hier tun. Ich kann sehen, dass Scav und Lyn meine Sorgen um den mutmaßlichen Hinterhalt nicht wirklich ernst nehmen. Irgendwie scheint Scav zu denken, dass ich dramatisiere und wegen meiner kleinen Schwester Eloy nicht klar denken kann, weil ich krank vor Sorge um sie bin. Mir geht es ja auch verdammt nahe, was ihr passiert ist und ich will mir gar nicht vorstellen, was die Chiss alles mit ihr anstellen könnte. Am meisten fürchte ich, dass Eloy doch noch in die Dunkelheit fallen könnte. Auf der einen Seite vertraue ich ihr, aber ich bin nicht Naiv genug um zu glauben, dass man sie nicht brechen kann. Una Batri hat es zwar vergeblich versucht, aber ein Mensch kann nun mal nicht alles wegstecken. Jeder hat seine Sollbruchstelle. Vernünftig wäre es, einen anderen Weg zu suchen, aber unser verdammtes Zeitfenster wird nicht ewig offen bleiben.

Ich übergebe Scav ein Satz des neuen guten Einbruchswerkzeuges und nehme eine kleine Aufklärungsdrohne mit. Da wir mit einer Falle rechnen, jedenfalls ich bin davon überzeugt, dass wir in einen Hinterhalt hinein laufen, haben Lyn und ich die militärische Rüstung an. Darüber ziehen wir aber einen Regenponcho zur Tarnung.

Im Schutze des Nachtzyklus brechen wir mit unseren Jumpspeedern auf. Hinein in den Sündenpfuhl. Straßenbeleuchtung gibt es hier keine, dafür Sorgen die grellen und nach Aufmerksamkeit heischenden Reklametafeln für ausreichend Licht. Nicht das wir das wirklich brauchen würden. Nur Lyn und Scav begleiten mich, da Edna und Shaka immer noch den gut untergetauchten Mann suchen, den Eloy aufsuchen wollte.

In der Nacht ist im Blauen Sektor deutlich mehr los. Sogar Busse voller Touristen sind hier unterwegs, um das Nachtleben hier auszukosten. Schließlich gibt es neben Bordellen auch viele Nachtclubs, Casinos und Tanzlokale mit Livebands. Wir fahren an hunderten von Nachtschwärmern unterwegs und mehr als einer ist nur angetrunken. In dem Bereich, wo wir hin wollen, ist es etwas ruhiger. Könnte an den vielen dort zerstörten Häusern liegen. Wir parken in der Nähe und schleichen uns zu dem markierten Eingang. Der ist mit einem massiven Gitter verschlossen, dass man aber mit einem Schlüssel öffnen kann. Das Gitter ist zwar älter, aber schon mehrmals ausgebessert worden und in einem recht guten Zustand. Ich scanne die Umgebung und kann nichts auffälliges entdecken. Auch die Drohne kann nichts entdecken. Also rücken wir vor. Lyn und ich sichern, Scav öffnet das Schloss ohne Probleme. Soweit so gut!

Eine schmale Treppe führt in die Tiefe. Schon bald haben wir eine der Abwasserröhren erreicht. Das Wasser steht Wadentief und ich bin froh, ein geschlossenes System mit eigener Luftversorgung zu haben. Gegen einige Maßnahmen wie Giftgas sind wir durchaus vollkommen Immun. Schon Früh teste ich, ob es eine andere mögliche Route gibt, in dem ich die Drohne voraus flitzen lassen. Schnell wird klar, jeder andere Zugang ist durch massive Barrieren verstellt.

Nun lasse ich die Drohne immer voraus schweben und entdecke so eine Kamera, bevor uns diese erfassen kann. Lyn lässt ein Flimsi vor die Kamera wehen und wir rennen durch, bevor das Flimsi dann wieder zu Boden fällt. Eine weitere Laserbarriere überschreiten wir. Das waren bis jetzt nur Sensoren. Schließlich kommen zum letzten Abschnitt, dass mit einem Gitter verschlossen ist. Auch hier ist ein Schloss, dass Scav knackt. Dieses Gitter ist Neu und im guten Zustand. Das ist erst vor kurzem ausgewechselt worden.

Der vor uns liegende Gang endet schließlich in circa fünfzig Schritt Entfernung an einem massivem Schott. Über dem ist eine Kamera angebracht. In der Mitte gibt es einen Abfluss, in dem sichtbar das Wasser versickert. Irgendwelche Luken oder Gitter an den Wänden oder Decke kann ich keine ausmachen. Mit meinem Scanner untersuche ich mehrere Minuten das vor mir liegende Areal. Mein Instinkt sagt mir, dass dies der Ort des Hinterhaltes ist. Aber die einzige sichtbare Anomalie ist das versickernde Wasser. Alles andere ist so, wie es visuell auch zu sein scheint. Wenn das eine Falle ist, dann ist sie perfekt getarnt.

"Ist das ein Fluchttunnel oder ein Hinterhalt?", frage ich einfach mal in die Runde.

"Ich würde eher sagen, dass dies ein geheimer Zugang ist, um ungesehen Sachen rein und wieder raus zu bringen", meint Scav.

"Aber warum? Vor der Corsec oder dem Zoll fürchten die sich garantiert nicht", frage ich Scavangerbot 523.

"Verbrecherorganisationen sind selten Homogen. Vielleicht verschiebt hier jemand seine eigene Ware oder macht unter der Hand Geschäfte, von denen sein Chef  nichts wissen soll", fabuliert Scav ins blaue. Wobei das durchaus im Bereich des möglichen liegt.

"Es ist deine Schwester", weißt Lyn mich auf die Tatsache hin, dass meine Freunde nur wegen mir hier sind.

"Nun gut, rücken wir vorsichtig vor. Kurz bevor wir in die Kamerabereich kommen, wirst du Scav mit deinen Jedikräften anheben und lässt ihn über der Kamera schweben", schlage ich vor.

"Hört sich nach einem guten Plan an", meint Lyn und bedächtig bewegen wir uns vor, jederzeit bereit auf eine Bedrohung zu reagieren. Als wir etwa noch zwanzig bis fünfundzwanzig Schritt vor dem Schott sind, baut sich hinter uns eine Laserbarriere auf. Etwas Rauch kündet von der gerade verdampften Tarnung über den Projektoren. Zusätzlich senkt sich der Boden vor uns und bildet nun eine Rampe in die Tiefe.

"Ich wusste doch, dass es eine verdammte Falle ist! Fierfek! Aber so was von!", fluche ich leise vor mich hin.

Nakagos wirre Gedanken

Mein Instinkt hat mich nicht getrogen, aber manchmal ist es besser in eine Falle zu laufen als gar nichts zu machen.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #275 am: 24. Mai 2020, 14:55:45 »
Dorn

"Wohin die Rampe wohl führt?", fragt Lyn mehr oder weniger rhetorisch.

"Meine visuellen Sensoren sagen mir, dass sie in die Tiefe führt", meint Scav vollkommen ohne Ironie.

"Wer hätte das gedacht!", meine ich dazu nur ironisch, da an Skav weiterer Sarkasmus verschwendet ist. Nun empfange ich eindeutig mehrere Energiequellen und eine Lebensform unter uns. Ich schicke die Drohne vor und dringe in einen weiteren Schacht ein. Der Raum unter uns ist deutlich höher und auch länger. Zu sagen, der Boden wäre mit Leichen übersät, trifft es nicht ganz. Die stapeln sich teilweise eher schon. Aus dem Bauch heraus, würde ich mal sagen, dass es sich mindestens um hundert handelt, aber wahrscheinlicher weniger als zweihundert. Hinter den Leichen ist eine freie Fläche, dann steht dort ein regelrechter Thron, wie er als Kulisse in einem Fantasyholo öfters zu sehen ist. Ein riesiges Alien hockt darauf. Es trägt eine schwarze Rüstung, die mit blanken Nieten in Form von Totenschädeln bestückt ist. Zuerst denke ich, er hat einen Helm mit der lebensechten Nachbildung eines Haikopfes auf, dann wird mir klar, dass ist sein richtiger Kopf. Momentan schleift er ein gigantisches Vibroschwert, ein zweites ist an seinen Thron gelegt. Dahinter geht es weiter zu einem Lift.

"Schaut mal", meine ich und projiziere die Bilder.

"Der Reinigungsdroide ist wohl in der Wartung", meint Lyn scheinbar leichthin zu diesem Schlamassel, aber ich kann das Beben in ihrer Stimme hören.

"Als Alternative schlage ich vor, die Laserbarriere näher anzusehen", meint Scavangerbot und hat damit vollste Zustimmung. Die Projektoren sind zu tief, um sie mit unseren Waffen zu erreichen. Selbst die Klinge von Lyns Lichtschwert ist zu kurz dafür. Ganz abgesehen davon, dass dies kein Permabeton ist, sondern auch Durabeton mit einer Schicht Cortosis. Wer immer das sich ausgedacht hat, wusste sich gegen jede erdenkliche Gegenmaßnahme zu schützen. Und nach den Leichen unter uns zu urteilen, sind schon viele diesen Weg gegangen und keiner ist wieder heraus gekommen.

"Ich muss zugeben, kein uns mögliches Szenario führt zum Erfolg", gibt Scav schließlich auf, nachdem er mehrere Tests ausgeführt hat.

"Probieren wir mal das Schott", meint Lyn und versucht ein Loch in den vermeindlichen Durastahl zu schneiden.

"Cortosis!", stellt sie nach einigen Augenblicken bedauerlich fest. Also fällt das auch Flach. Ein Schnitt in die Wand schlägt auch fehl.

"Damit ist es offiziell. Wir können weder vor, noch zurück oder zur Seite", fasse ich zusammen. "Uns bleibt demnach nur ein Weg und der führt nach unten."

"Wie schlimm kann es schon werden?", fragt Lyn scheinbar frohgemut, aber sie hat sicherlich genau so viel Angst wie ich auch. Bei einer Rettungsaktion zu sterben ist nie verschwendet, aber ich finde an einem Tod in einem Abwasserkanal nicht wirklich etwas glorreiches. Aber ich bin nun mal die Große Schwester und ich nehme mir vor, wenn ich Eloy je wiedersehen werde, dann werde ich ein paar Takte mit ihr reden. Über das abschätzen von Risiken und so. Und ich nehme mir vor, sollten Worte nicht ausreichen, sofort an ihre Seite zu eilen und sie zu beschützen. Aber die Banthamilch ist verschüttet und alles jammern der Galaxis bringt sie zurück ins Glas. Wegwischen, abhaken, es in Zukunft besser machen. Ich fokussiere mich auf den bevorstehenden Kampf, schultere mein DLT-19D und ziehe meinen Zweihänder.

Vorsichtig übernehme ich die Spitze, gefolgt von Scav und Lyn sichert nach hinten. Die Rampe hat eine Neigung von etwa dreißig Grad und ist äußerst glitschig von dem nassen Müll, der da gerade herunter gerutscht ist. Nun sehen wir alle die ersten Leichen, viele davon sind regelrecht zerhackt worden. Der Verwesungsgrad ist unterschiedlich. Die ältesten dürften ein halbes Jahr alt sein, die frischesten sind erst vor zwei oder drei Tagen gestorben. Manche sind eindeutig nur Ganger, andere tragen hochwertige Rüstungen, darunter die gleichen wie wir auch. Und die Kav-Dann hat den Ruf, zu den Besten in der Galaxis zu zählen, die man für Credits kaufen kann. Hier liegen viele zerbrochene Waffen herum. Die Wände und Decke weisen einige Einschusslöcher auf. Die meisten vor uns in Richtung unseres Kontrahenten, sehr wenige hinter uns. Mein Scanner zeigt teilweise noch volle Tibanagaskartuschen an, aber nur leere Energiezellen. Einige der Waffen waren leichte Repetierblaster. Das gibt mir zu denken.

"Die Chancen, diesen Kampf zu überleben liegen bei....", will Scavangerbot seine Analyse des Gefechtsfeldes verkünden, aber ich unterbreche ihn: "Sag mir nie, wie hoch meine Chancen stehen."

"Was kann der schon drauf haben? Irgendwelche Tipps?", fragt Lyn.

"Du schießt auf ihn, dann nehmen Scav und ich ihn in die Zange", lege ich mal die grundlegende Taktik fest. Inzwischen ist unser Gegner fertig mit dem schleifen seines Schwertes und hat beide Schwerter nun in den Händen. Für einen normalen Menschen wäre das ein riesiger Zweihänder, für ihn sind das nur ganz normale einhändige Schwerter. Die Klingen sind deutlich länger als wie bei meinem Cherkahänder. Die abzubekommen wird weh tun. Ich kämpfe den Impuls nieder, wegzurennen und beginne den Leichenhaufen zu überqueren. Der Untergrund ist nicht nur makaber sondern auch eine massive Behinderung für jeden Angreifer. Ich bin links, Skav auf gleicher Höhe Rechts und Lyn folgt hinter uns versetzt in der Mitte, beide Blasterpistolen gezogen. Sie schaut auf einen Repetierblaster.

"Die sind alle leer", meine ich dazu, ihre Gedanken auch ohne jegliche Jedikräfte erahnend. Ohne von unserem Kontrahenten angegriffen zu werden, überwinden wir den Leichenberg und stehen nun wieder auf Durabeton. Jetzt wo er aufgestanden ist, kann ich auf dem Thron das Sonnenzeichen von Crimson Dawn erkennen. Nun wird klar, wer dieser Fexler wohl ist. Ein Unterboss von Crimson Dawn. Das erklärt auch, wer die ganzen Söldner finanziert. Und ich denke, dieser Unterweltkrieg ist längst entschieden und die Rivalität zwischen den sechs Syndikaten ist nur Show. Deswegen haben wir zwei mal den gleichen Plan bekommen. Wahrscheinlich kamen schon andere auf diese Idee, eben nach dem Motto: Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Offen können sie nicht gegen ihren Konkurrenten vorgehen, aber sie haben von einem Überläufer diesen Plan, dass ist die Gelegenheit. Greife noch heute an und sterbe am Abend, der bevorzugten Zeit für eine heimliche Infiltration. Und wie man sieht, sind schon viele Leute darauf herein gefallen. Wir sind also nicht die einzigen Dummen. Nun ja, ich habe eigentlich gleich eine Falle vermutet und wenn es nicht um meine Schwester gehandelt hätte, wäre ich auch nicht hier. Wobei ich ehrlich genug bin zu sagen, eine wirkliche Alternative habe ich auch keine gesehen.

"Schön, dass Ihr Euch doch noch nach unten bequemt hat. Ihr müsst wissen, da hoch zu klettern ist für mich doch etwas anstrengend und die wo nicht zu mir kommen, die töte ich nicht mit den Klingen, sondern reiße ihnen die Glieder aus und schlage sie mit ihren eigenen Armen tot!", verkündet das Alien. Oder handelt es sich gar um eine Chimäre? Ich kann mich Dunkel erinnern, einmal Bilder von Wesen gesehen zu haben, die ähnlich wie das vor mir aussehen. Aber die wirkten nicht so riesig. Mir will einfach der Name nicht einfallen.

"Gut zu wissen. Mit wem habe ich das Vergnügen?", frage ich und scanne ihn eingehend. Seine Rüstung sieht von außen Primitiv aus, ist aber wohl nur Show. Das ist ein äußerst hochwertiges Unikat.

"Mein Name ist Vorca! Aber genug geredet, lassen wir die Schwerter sprechen!"

"Ich spreche nur Blaster!", meint Lyn und schießt!

Nakagos wirre Gedanken

Wie es vor einem zünftigen Kampf gehört, haben wir erst einmal miteinander geredet.

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