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Autor Thema: Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story  (Gelesen 12469 mal)

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Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #270 am: 12. Mai 2020, 17:23:09 »
Forn

"Von wem gelöscht?", meine Stimme ist viel zu hoch, da die Enttäuschung sich in mir ihren Weg bricht.

"Von Meister Tinakai wohl persönlich. Hat es wohl zu gefährlich gefunden, die Koordinaten zu hinterlegen", erklärt Scav ruhig.

"Nun gut, wenigstens haben wir die Codes. Irgendwelche relevanten Hintergrundinformationen?", frage ich schon etwas ruhiger.

Leider recht wenig. Der Mond war wohl ein Vorposten der Yuuzhan Vong, die wohl von einer anderen Galaxis stammen, so jedenfalls die Vermutung von Meister Tinakai. Der Mond ist mit einem weitreichenden Tunnelsystem durchzogen und es scheinen sich noch irgendwelche gefährlichen Kreaturen darin zu befinden. Die Gamorraner haben dort wohl gezielt eher nach Xenosartefakten gesucht. So weit zum Thema Rohstoffe. Ich denke, wenigstens Daraka sollte wissen, was seine Verwandtschaft dort gesucht hat. Oder spielt seine Frau ein doppeltes Spiel? Müßig darüber zu spekulieren. Der Planet ist wohl nicht offiziell besiedelt. Das mit dem Piratenpack, dass dort haust, könnte soweit stimmen. Wenig neues, aber wir haben die Codes und könnten so Wattoo zufrieden stellen. Aber wir haben zu wenig Informationen, um jetzt die Folgen einer Aktivierung abschätzen zu können. Ganz abgesehen davon, dass die Welt inzwischen nach über dreißig Jahren vielleicht stärker besiedelt ist. Wirklich viel mehr wissen wir nicht, was äußerst bedauerlich ist. Aber auf alle Fälle besser als vorher. Und wir haben die Codes und damit können wir uns erst einmal Wattoo und seine Brut auf Distanz halten.

Natürlich hat Scav auch nach anderen Themen geforscht. Darth Varak ist zwar bekannt, aber Una Batri war dafür die Expertin und die hat nur wenig dem Archiv hinterlassen. Da war der Tempel auf Sybal um Längen besser informiert. Auch hier gibt es noch Daten über verschwundene Kinder. Auf Corellia scheinen noch keine verschwunden zu sein. Und so wie es aussieht, gibt es Bestrebungen für ein Programm, im Zuge einer Galaxis weiten Gesundheitsuntersuchung Machtsensitive zu finden und zu registrieren. Das löst bei mir keine Freudensprünge aus.

"Probleme! Ich brauch euch alle sofort im Archiv!", meldet sich Cad Bane mit einem dringlichen Unterton in der Stimme.

"Was für Probleme?", hake ich nach.

"Zeig ich euch, wenn ihr da seid", meint der alte Duro leicht gereizt. Da wir hier nun fertig sind, fahren wir nach unten und begeben uns zu den Archiven, da wir uns dort unten eh sammeln müssen, um von hier zu verschwinden. Im Archiv ist alles ruhig und das Team von Rey Bilka versucht immer noch das Tor zur Holocrom Kammer aufzubekommen. Cad Bane ist nicht zu sehen. Das lässt bei mir die Alarmglocken schrillen.

"Was gibt es für Probleme?", frage ich Bilka.

"Probleme? Was für Probleme?", stellt er mir eine Gegenfrage.

"Cad Bane hat davon was erzählt und wollte uns hier darüber im Detail informieren. Aber ich sehe ihn nirgendwo", stelle ich klar .

"Hm, den Mistkerl habe ich schon länger nicht mehr gesehen, dass wird doch nicht etwa..." In dem Moment geht Alarm los.

"Achtung! Eindringlinge im Archiv! Abschottungsmaßnahmen einleiten", ertönt eine Lautsprecherstimme. Na Toll, Cad Bane benutzt uns wohl zu einem Ablenkungsmanöver. Auf der Gala sei irgend ein Kunstwerk gezeigt worden, erzählt Scav und er hat errechnet, dass wohl der alte Kopfgeldjäger hinter diesem Objekt her sein dürfte. Und wir sorgen nun für die notwendige Ablenkung, damit er sein Ding durchziehen kann. Tja, irgendwie fühle ich mich ja richtig geehrt, vom berüchtigten Cad Bane aufs Kreuz gelegt worden zu sein.

"Dafür wird dieser Bastard büßen!", keift Shaka, die von ihrer üblichen Rachsucht übermannt wird. Aber für Rache haben wir momentan keine Zeit, da unser Weg, durch den wir hinein gekommen sind, gerade abgeriegelt wird. Also rennen wir auf die sich schließenden Schotts zu, um hier noch heraus zu kommen.

Wir kommen gerade so noch raus, bevor das Archiv hermetisch abgeriegelt wird. Ich kann einige Energiequellen auf uns zu kommen sehen. Leider kommen wir nicht schnell genug weg, um ihnen aus dem Weg zu gehen. Sechs von diesen B2A Sicherheitsdroiden stellt uns in einer malerischen Säulenhalle. Vor meinem geistigen Augen kann ich schier die Jünglinge hier herum rennen sehen. Aber die Blasterstrahlen die um uns in den Wänden und Säulen einschlagen, lassen das Bild recht schnell zerfasern. Ich gehe an einer der geschichtsträchtigen Säulen in Stellung und schieße die beiden führenden B2A über den Haufen. Mit nur einem Schuss erledigt Shaka einen weiteren. Vielleicht sollte sie sich bei den Scharfschützen bewerben, die nehmen sie mit Handkuss. Edna versucht derweil einen der Sicherheitsdroiden mit seiner Ionenpistole zu stoppen, scheitert aber leider. Ohne zu zögern stürmt Scav seinen "Kollegen" entgegen und gibt dem ersten seine Vibroaxt zu schmecken, die sofort einen Totalschaden verursacht. Im Gegenzug werden die exponierten Teammitglieder Edna und Scav getroffen, was aber zum großen Teil von ihrer Panzerung absorbiert wird. Aber eben nicht alles, diese B2A sind starke Gegner und wären wir nicht so gut gepanzert, wir wären so was von tot.

Mit einer weiteren Garbe zerstöre ich die letzten beiden Exemplare und damit haben wir die erste Welle überstanden. Aber etwas sagt mir, dass dies nicht alles ist, was die Sicherheit des alten Jeditempels aufzubieten hat. Schätze mal, wir sind noch nicht in Sicherheit.

Wir erreichen einen nicht blockierten Zugang zu den riesigen Lüftungsschächten des Tempels und sind in einem runden Schacht. Über uns sind zwei Ventilatoren, unter uns nur ein weiterer. Es gibt eine kurze Diskussion über den besten Weg hier raus. Zum einen könnten wir den Weg hoch auf das Dach nehmen und dort einen Gleiter entwenden. Aber wahrscheinlich brauchen wir zu lange, den Gleiter zu knacken und wenn wir abheben, wird die FLAK uns erledigen. Also bleibt nur der Weg nach unten. Magnus, der riesige Droide klappt sich zusammen und wird zu einem Skiff, wo alle bis auf mir gerade so Platz haben. Zum ersten mal macht sich mein Jetpack so richtig bezahlt. Meist war es nur totes Gewicht was ich auf den Schultern getragen habe. Ich übernehme die Vorhut und "tauche" ab. Mit meinem DLT-19D zerschieße ich den Antrieb des Ventilators, der schon bald stoppt. Zwischen zwei Blättern kommt Magnus gerade so durch.

Schließlich kommen wir am Boden des Schachts an und nehmen einen Stollen, der nach Westen führen dürfte, dem schnellsten Weg aus dem Tempel heraus. Dieser Stollen ist mit etwa dreieinhalb Schritt Durchmesser deutlich kompakter als der Schacht. Mein Scanner zeigt an, dass sich uns drei Energiesignaturen schnell nähern. Es gilt keine Zeit zu verlieren. Nur blöd, dass die Leitung schließlich mit einem Sperrgitter aus Laserstrahlen geschützt ist. Die Projektoren sind gut in die Wand aus Durabeton eingearbeitet und gut geschützt untergebracht. Nun ist Präzision gefordert. Wir zerschießen nach mehreren Fehlversuchen immerhin drei von fünf Projektoren, so dass sich eine Lücke auftut, die gerade groß genug für Magnus ist, um diese passieren zu können.

Leider endet dieser Stollen an einer T-Kreuzung und wir haben die Außenmauer des Jeditempels erreicht. Wir wenden uns nach links und erreichen drei Dutzend Schritte ein Gitter im Boden, dass zur Kanalisation führt. Hier in diesem Stollen sammelt sich Wasser und kann hier abfließen. Der Schacht ist nicht besonders breit, aber ich denke, breiter wird es nirgendwo sein. Das Abflussgitter ist nicht dazu gedacht, geöffnet zu werden und die gegnerischen Impulse schließen schnell auf. Das wird knapp werden.

Nakagos wirre Gedanken

Wie erwartet hat Cad Bane uns ans Messer geliefert. Ein Schicksal, dass wir mit vielen seiner ehemaligen Partner teilen.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #271 am: 14. Mai 2020, 16:27:01 »
Grek

Dank Magnus haben wir einen Abbruchspezialisten dabei und auch Scav ist Meister der Verschrottung. In Null Komma Nix haben die beiden das massive Gitter aus der Verankerung gerissen. Jetzt aber nix wie weg! Leider hat Magnus ein massives Problem, in den Schacht zu kommen und steckt fest! Das ist jetzt nicht gut!

Natürlich kommen in diesem Moment drei der B2A mit Jetpacks auf dem Rücken um die Ecke gesaust. Nachdem sie näher gekommen sind, wird mir klar, dass dies nicht die gleichen Modelle sind, die wir schon bekämpft haben. Das Grundmodell war wohl auch der B2, aber die sind deutlich schwerer gepanzert als der B2A. Kurzerhand bezeichne ich sie als B2S, wobei S hier für Super steht. Sofort eröffnen die das Feuer aus allen vier Läufen, da die tatsächlich jeweils zwei gekoppelte schwere Blaster an ihren Armen montiert haben. Und damit eröffnen die sofort das Feuer auf uns. Die Sicherheit des Tempels hält sich nicht mit solch Kleinigkeiten auf, uns zur Aufgabe zu bewegen. Die wollen uns töten!

Nun gut, wir gehen so gut wie es geht in Stellung, da Deckung so gut wie nicht zu finden ist, das Magnus und seine Kameraden den Abwasserschacht blockieren. Auch Scav ist noch da unten und versucht seinem "Landsmann" wieder frei zu bekommen. Es liegt an mir, den Feuerreigen auf das führende Exemplar  der Rotte von B2S zu eröffnen. Ich treffe gut und drei Krater glühen nach, was den Droiden aber nicht wirklich zu tangieren scheint. Auch Edna schießt nun mit seinem DLT-19 und erzielt einige Treffer, aber der führende B2S ist ein zäher Bursche und erst Shaka erledigt diesen mit einem Einzelschuss. Der Droide kracht zu Boden, aber seine Kameraden sind nun in Schussposition und ein wahrer Feuerregen prasselt auf uns nieder. Alle drei werden getroffen und die Waffen haben genug Feuerkraft um auch unsere guten Rüstungen zu durchschlagen. Noch so ein Hagel und Shaka ist am Boden.

Scavangerbot 523 gelingt es in einer heroischen Kraftanstrengung Magnus aus einer misslichen Lage zu befreien. Wir halten unser Feuer aufrecht und beschießen nun den linken. Wieder pflanze drei Einschusslöcher und Edna erledigt ihn dann. Mit einem wirklich guten Schuss erledigt Shaka allein den letzten.

"Das wäre doch ein guter Fähigkeitsnachweis für eine Bewerbung bei den Rangern", meine ich dazu trocken. Die blaue Twi´lek findet das noch nicht einmal ansatzweise lustig. Der Rest aber schon.

Der Weg nach unten ist nun endlich frei und wir erreichen die Kanalisation. Ein wahres Labyrinth aus Rohren, Schächten, Abflüssen und Wartungszugängen. Mit angemessener Geschwindigkeit verlassen wir nun den Ort des Gefechts und gewinnen schnell Distanz. Dank meines hervorragenden Scanners kann ich recht gut durch dieses Wirrwarr von unseren Verfolgern weg lotsen. Nach mehreren Stunden sind wir sicher, organisieren uns einen Transport und verschwinden von der Bildfläche.

"Sieht so aus, als wäre der Job nun zu Ende. Ich Schulde euch noch was", meint Rey Bilka, nachdem wir in Sicherheit sind. Gefallen sind immer ein wichtiges Gut. Fragt sich nur, ob wir den je einfordern können. Wenigstens hat auch er seine primäre Mission erfolgreich zu Ende geführt und eine Statue von Großmeister Yoda aus dem Archiv entwenden können. Irgend ein Sammler ist bereit, dafür ein Vermögen auszugeben. Wir verabschieden uns von diesen Leuten und müssen nun die letzten losen Enden kappen.

Wir schaffen unsere drei Gefangenen in ein kleines Hotel und legen so dort ab. Ich hoffe nur, die sind nicht allzu sauer auf uns und schicken keine Kopfgeldjäger hinter uns her. Sonst wären wir vom Trommelfeuer in ein Minenfeld geraten. Wenigstens wurde da niemand verletzt und sie haben nur zwei Tage ihres Lebens "verschlafen". Andere wären da nicht so zimperlich vorgegangen, aber letztendlich wollen wir auch keine Kriminellen sein. Aber manchmal muss man halt als Erwachsener Dinge tun, die einem nicht gefallen.

Kaum zurück in der "Vanguard" nehme ich eine ausgiebige Dusche und mache mit fertig für eine Mütze voll Schlaf, als Scavangerbot mich auf eine Newsmeldung aus dem HoloNet aufmerksam macht. In Sektor Blau auf Corellia gab es wohl eine Auseinandersetzung mit zwei Toten. Könnte was mit meiner Schwester zusammen hängen, die ja diesen Sektor Blau besuchen wollte. Fierfek! Das ist wirklich nicht gut! Sofort beginne ich mir große Sorgen um meine kleine Schwester zu machen.

Sitzung gespielt am: 13.07.2019
Anwesende Spieler: Lyra, Scav, Shaka, Edna
Erfahrungspunkte: 20 EP. Investiert in das Talent "Defensive Steuermanöver". 1 Spalte, 4 Reihe Fahrer.

Beute: Daten und Codes vom Krustenknacker,

Getötete und überwundene Gegner: 1 mundane Twi´lek, 1 machtsensitive Twi´lek, 1 Drall Leibwächter, 3 überschwere Sicherheitsdroiden,

Resümee: War eine schöne Sitzung, wenn es auch teilweise etwas Leerlauf gab. Der Anfang war wieder Diskussionsreich, bis wir dann eine Richtung eingeschlagen haben. Der "Run" in den Tempel war so richtig Shadowrun Style. Hat mir verdammt gefallen. Richtig Cool war auch das auftauchen von Cad Bane. Ich mag diesen fiesen Mistkerl einfach. Natürlich hat er uns in die Pfanne gehauen, fand ich einfach nur cool. Natürlich sind wir hier und da ein wenig herum geeiert, war aber OK.

Hatte am Ende noch ein längeres Gespräch wegen dem Wunsch von Shakas Spieler auf Gedeih und Verderb zu den Sektorranger zu wechseln. Wirklich schlüssige Argumente hat er nicht gebracht, warum er unbedingt da hin will und dafür noch den Gefallen vom Direktor Mica verheizen muss. Durch die Bekanntschaft nun mit dem Sektorranger Marshall Grim Corda könnte Shaka auch eventuell so wechseln. Anfangs stand noch die Summe von 150 000 Credits im Raum, was es Bestechung kostet, da rein zu kommen. Aber die ist nun vom Tisch, wobei ich immer noch nicht kapiere, was an diesem Verein jetzt so Toll sein soll, um solche Summen zu rechtfertigen. Ganz abgesehen davon, dass Shaka bisher in keinster weise überhaupt versucht hat, ganz legal zu diesem Verein zu wechseln. Ist ja nicht so, dass der Charakter nichts kann.

Auf alle Fälle fängt diese Problematik mit Shakas militärischen Rang und ihre Attitüde in Bezug auf die Sektorranger an, nicht nur mich tierisch zu nerven. Ich sehe es auch nicht als einziger nicht ein, dass Shaka jetzt einen Gruppengefallen aufbraucht, um sich diesen Status zu "kaufen". Ich finde es auch zunehmend befremdlich, wie Shaka immer mehr ihren Militärrang hervorhebt und was sie deswegen alles nicht machen kann/will. Der Spieler von Edna macht sich die ganze Zeit darüber lustig und das nicht zu unrecht.

Der Strang mit den Yuuzhan Vong in Verbindung mit den Sith scheint sich ja weiter zu entwickeln. Das ganze nimmt immer größere Ausmaße an. Könnte sein, dass auf dem Mond noch irgend welche biologischen Waffen eingesperrt sind. Und es könnte auch sein, dass das Hapes Konsortium mit in den Entführungen involviert ist. Bekannterweise liebt unser Spielleiter unglaublich vernetzte Plots. Momentan haben wir noch zu wenig Puzzleteile für ein Gesamtbild, aber ich denke, da braucht sich einiges zusammen.

Lyras Entwicklung: 20 EP für die Sitzung ist fair. Dafür hole ich mir nun "Defensive Steuermanöver". Damit wäre nun die wichtigsten Talente für den Piloten bzw. Fahrer zusammen. Habe heute erfahren, dass auch Edna den Fahrer genommen hat... Finde ich jetzt etwas blöd. Aber leider nicht mehr zu ändern. Seine Begründung: Damals auf Cyphera hat er einiges mit dem Kampfläufer gerissen und will keine Strafpunkte für Artillerie ausgeben. Auch bekommt er für 75 EP Hingabe plus zwei Lebenspunkte plus ein Erschöpfungslimit. Zwei mal Bastler ist zwar für den Arsch, aber der Rest ist ja durchaus nie verkehrt.

Immerhin habe ich jetzt schon 774 Seiten zusammen. Nicht schlecht für die Arbeit von anderthalb Jahren. Soviel Output hatte ich glaube ich noch nie in meinem Leben und meine Handgelenke danken es mir nicht.  Die nächsten fünfzehn Punkte werden nun in das Talent "Überschüssige Munition" vom Rigger investiert, was Waffen mit Begrenzter Munition einen zusätzlichen Schuss gibt. Zwar verfügt die "Vanguard" momentan über keinen Protonenraketenwerfer, aber ich schätze mal, wenn es gegen Crimson Dawn in die heiße Phase geht, bauen wir da noch was um. Das ist jetzt dann das neunzehnte Talent vom Rigger, bleibt dann nur noch "Größeres Projekt" für zehn Punkte übrig, dann ist der Baum vollendet.

Star Wars – Allies and Adversaries

Lange erwartet, endlich da. Ein Buch voll mit ausgearbeiteten NSC, Kreaturen und einigen neuen Rassen. Ich warte ja schon lange auf eine Art Monsterkompendium oder Kreaturenbuch, wie es in anderen System ja gang und gäbe ist. Aber leider sind da so gut wie keine neuen Kreaturen drin, was natürlich äußerst Schade ist. Die sind immer noch über alle Publikationen wild verteilt. Vielleicht kommt ja eines Tages noch ein Kreaturenbuch heraus. Oder vielleicht auch nicht. Schwer zu sagen, wie lange die Lizenz überhaupt noch läuft. Generell kommen wir langsam zu dem Punkt, wo kaum noch neue Publikationen sinnvoll sind. Es hat schon seinen Grund, warum in letzter Zeit nur noch übergreifende Bücher heraus kommen. Die nächsten sind dann ein Ausrüstungsbuch und ein Zeitalterbuch für das Ende der Klonkriege. Wirklich interessant wäre ein Buch über das Ende des Imperiums und wie es direkt nach Jakku weiterging.

Das Buch ist in vier Hauptkapitel aufgeteilt. Am Anfang ein paar einführende Worte und die Fertigkeiten Kriegskunde und Lichtschwert werden noch einmal erklärt, falls man halt nur Bücher aus "Am Rande des Universums" hat.

Das erste Kapitel behandelt "Rebels and Heros". Neben namhaften Helden der Allianz gibt es natürlich auch Werte für die normalen Mitglieder, wie Soldaten, Fahrer, Offiziere und Piloten. So ziemlich alle Protagonisten der Episoden IV bis VI sind vertreten, einschließlich Meister Yoda. Dazu noch die Helden von Rouge One. Mit der Lasan Honour Guard gibt es sogar eine Anleihe an Rebels, Zeb ist ja ein Lasan. Und hier gibt es auch Werte, wenn man einen Angehörigen dieser Rasse spielen möchte. Immerhin haben sie von Grund auf einen Wert von drei in Stärke und Gewandtheit, was sie recht attraktiv für Spieler macht, die eher kampforientierte Klassen spielen möchten, wie Söldner, Soldat oder Kopfgeldjäger.

Kapitel II heißt: "Imperials and Despsots". Das Highlight ist sicher Imperator Palpatine höchstpersönlich, wenn der Spielleiter seine Spieler wirklich "fordern" will. :D Es gibt gleich neun verschiedene Stormtrooper, für jede Umgebung das richtige Equipment. Auch hier tummeln sich die üblichen Verdächtigen aus der klassischen Trilogie. Einige kennt man schon aus "Dawn of the Empire", was generell ein Problem des Buches ist, da man vieles eben einfach schon kennt. Neben den ganz hohen Rängen wie Moffs und Gouverneure, werden auch einige der niedrigeren Vertreter des Imperiums vorgestellt, mit denen man als SC wohl eher in Kontakt tritt, wie eben Sicherheitsbeamte oder Inspektoren.

"Scums and Villany" ist der Titel von Kapitell III. Hier werden zum Beispiel alle Kopfgeldjäger vorgestellt, welche man in Episode V mal kurz auf der Brücke der "Executer" gesehen hat. Auch Doktor Aphra, ihre beiden Droiden und Black Krrasanten haben es ins Buch geschafft und damit die ersten reinen Comiccharaktere die es offiziell in die Rollenspielwelt gelandet sind. Dazu gibt es die üblichen dunklen "Logistiker", also Schwarzmarkthändler, Fälscher, Schieber etc. Auch ein Vigo der Schwarzen Sonne gibt sich hier die Ehre. Auch zwei Dunkle Jedi, gefallener Padawan und gefallener Meister finden sich hier. Auch gibt es hier mal Javas zu bestaunen und die Werte, um sie spielen zu können. Wo Javas sind, dürfen die Tuskenräuber natürlich nicht fehlen.

Als letzte Kapitel werden dann "Creatures und Citizens" vorgestellt. Als letzte der bekannten Rassen, die bisher noch nicht spielbar waren, gibt es hier den Ewok mit seinen Werten. Wer wollte nicht schon immer einen Teddybären im Weltraum spielen? ;D Die meisten Kreaturen sind schon in anderen Publikationen erschienen. Natürlich ist es schön, hier eine solide Auswahl zu haben, aber mehr Neues wäre von Vorteil gewesen, wie der Rukuss von Ryloth. Der Sarlacc und der Krayt Drache dürften wohl die prominentesten Neuzugänge sein. Eigentlich hätte das Kapitel Kreaturen und Droiden heißen müssen, da sich hier viele Droiden tummeln.

Fazit: Nichts Neues im Weltraum, könnte man beinahe sagen. Wer besonders die vier Regionalbücher hat, braucht dieses Buch nicht wirklich. Wer nur das Grundbuch hat und leiten will, findet hier viele gut ausgearbeitete NSC. Wer alle anderen Bücher hat, findet hier nur vier weitere Rassen zum spielen, aber dafür eben auch die mit bekanntesten Rassen des Star Wars Universums. Das Artwork ist teilweise neu und aber in doch nicht wenigen Fällen recycelt. So ein Buch zusammen zu stellen ist sicherlich nicht einfach. Immerhin muss man zum einen die Leute zufrieden stellen, die schon fast alles haben und zum anderen auch an die Käufer denken, die bisher nur das Grundbuch ihres Systems besitzen.

Ich würde jetzt nicht generell sagen, Finger weg. Aber auch keine klare Kaufempfehlung. Wer nur wenige der anderen Bücher hat, findet hier viel neues, wer die anderen schon hat, bekommt nur ein paar weitere NSC die er wahrscheinlich nie einsetzen können wird. Man kann es sich kaufen, brauchen tut man es aber wirklich nicht. Da gibt es viele Bücher, die wichtiger sind.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #272 am: 17. Mai 2020, 16:43:29 »
Episode XXXV
Eine neue Suche
Aurek

Kaum habe ich die Meldung über Tote bei einem Gefecht im Blauen Sektor von Corellia zu ende gelesen und ich meine kleine Schwester über Com kontaktieren will, meldet sich Lyn. Ihr Holo baut sich auf und sie sieht durch den Wind aus, was ich mal als ziemlich schlechtes Zeichen deute. Da ich meine Schwester nirgendwo im Hintergrund sehe, wappne ich mich für eine wirklich schlimme Nachricht. Mein Herz schlägt bis zum Hals, mein Mund ist trocken und ich muss alle Disziplin aufwenden, nicht schon jetzt in Tränen auszubrechen.

Letztendlich bekomme ich folgende Geschichte zu hören. Lyn ist mit Eloy und Tory auf Corellia gelandet und haben eine Cantina mit dem Namen Garanox aufgesucht, um dort einen Mann zu finden, der laut Khador, der sich immer noch auf Nilfax Station in einer Arrestzelle befindet, mehr über die verschwundenen Machtsensitiven wissen könnte. Offensichtlich war dies wohl mehr oder weniger eine Falle, da eine Chiss aufgetaucht ist und mit dem Trio Schlitten gefahren ist. Lyn wurde bei dem Kampf aus dem Fenster geworfen, einem geschlossenem, wie die orangene Twi´lek immer wieder betont. Unsere primäre Pilotin hat dadurch den Abflug gemacht, da sich das Garanax an einer Bruchkante zum Blauen Sektor hin befindet und deutlich höher liegt als das dahinter liegende Terrain. Eloy und Tory wurden von der Chiss gefangen genommen und Lyn hat die Spur verloren. Fierfek!

Das sind keine guten Nachrichten. Ich schließe die Augen und versuche meine aufschäumenden Gefühle zu bekämpfen, da ich mich konzentrieren muss und keine Zeit habe, hysterisch herum zu jammern. Meine Schwester ist niemand, den man so einfach überwältigt. Lyn nieder zu kämpfen ist nicht wirklich das Problem, aber meine Schwester ist eine kampfgestählte Veteranin und wer sie besiegen kann, spielt in der obersten Liga vorne mit.

Eine der drei bekannten Anführer des Crimson Dawn ist eine Chiss. Eine Machtsensitive Frau mit dem Namen Moridia Vex. Führt ein Lichtschwert mit roter Klinge. Allgemeiner Tenor der uns bekannten Gerüchte ist, dass die Chiss eine ehemalige Imperiale Agentin mit der Spezialisierung auf Attentate war. Entweder ISB, Hand des Imperators oder Inquisition. Während wir wissen, dass Trifex auf Kessel im Drogengeschäft ist und Pharos uns Ärger in der Sperrzone macht, haben wir keine Ahnung, für welchen Geschäftssektor die Vex eigentlich zuständig ist und wie groß ihre Haustruppen sind. Laut Lyn war die blauhäutige Chiss in Begleitung von etwa sechs bis acht "Söldnern", sprich schwer gerüstete Kämpfer, zwei davon waren Gamoraner mit Schrotflinten in Kaliber Sechs. Ein Volltreffer damit hat gereicht, um Lyn im hohen Bogen aus der Cantina zu schmeißen. Wenigstens waren ein paar Reklametafeln so freundlich, den Sturz der der schwer gepanzerten Twi´lek zu stoppen.

Nun ja, uns bleibt nichts anderes übrig, als sofort den Kurs auf Corellia zu setzen und in den Hyperraum zu springen. Ich habe nun etwa zwölf Stunden Zeit zum nachdenken. War das ganze eine Falle, um meine Schwester gefangen zu nehmen oder war sie nur zur falschen Zeit am falschen Ort? Jemand der geschickt genug ist, könnte durchaus eine falsche Information an Khador lanciert haben, um den wiederum dazu zu bringen, diese an Eloy zu verkaufen, die sofort darauf anspringt und durch die halbe Galaxis fliegt, um in eine Falle zu tappen. Möglich, aber natürlich könnte das auch nur eine Verkettung von Zufällen sein. Aber irgendwie fühle ich, dass dies ein äußerst klug eingefädelter Schachzug war. Mein Verstand meint zwar, dass nur wenige Sith so weitreichende Pläne wie Darth Sidious weben können, aber es kann gut sein, dass der neue Sith-Lord ähnliche Netze auswerfen kann wie der ehemalige Kanzler der Republik. Es könnte gut sein, dass der oberste Anführer von Crimson Dawn der neue Sith-Lord ist, der im Hintergrund seine Fäden zieht. Es gibt ja einen neuen Meister, dass wissen wir von Szzam. Ist Vex vielleicht auch seine "wahre" Schülerin? Immer zu zweit sie sind, ein Meister, ein Schüler und tausend geheime Schüler.

Da die nächsten Tage äußerst stressig und anstrengend werden dürften, nehme ich trotz der Sorge um meine Schwester eine erholsame Mütze voll Schlaf. Als Soldat der Allianz habe ich gelernt, in jeder Situation schlafen zu können.

Ohne Zwischenfälle erreichen wir meine Heimatwelt Corellia. Normalerweise würde mir warm ums Herz werden. So mache ich mir nur Sorgen um meine kleine Schwester. Irgendwie kommt mir das wie ein sehr böses Deja Vu vor. Kaum habe ich mein Schwesterchen gefunden, ist sie schon wieder weg. Das kam in der ursprünglichen Geschichte zweier Schwestern nicht vor. Die endete damit, dass sie sich gegenseitig töteten. Aber ich dachte, wenigstens wir hätten ein Happy End verdient, stattdessen suche sich sie nun wieder. Hätte ich ihr die Nachforschung verbieten sollen? Nein, ich hätte ihr helfen müssen. Aber ich dachte, meine Schwester ist erwachsen und nur wenig in der Galaxis kann ihr gefährlich werden. Offensichtlich hat sie ihre "Meisterin" nun gefunden. Das ist äußerst bitter und ich verfluche den Umstand, dass wir in Wattoos Dienste haben treten müssen. Ich hätte Daraka und Zarosch in dem Augenblick töten müssen, als sie mir vom Krustenknacker erzählt haben. Aber hinter her ist man bekanntlich immer schlauer.

Wir landen in der Nähe von Sektor Blau und der Cantina auf einem der etwas kleineren Landefelder von Coronet, der Hauptstadt von Corellia, welche malerisch im Meer gelegen ist. Dank meiner immer noch gültigen Kopfgeldjägerlizenz ist es kein Problem mit unseren militärischen Rüstungen und Waffen herum zu laufen. Lyn wartet schon auf uns und hat bisher recht wenig unternommen. Was auch durchaus vernünftig ist. Aber der Kontakt bzw. die Zielperson, die Eloy gesucht hat, ist auch verschwunden. Vielleicht wäre da noch was zu holen gewesen. Shaka und Edna nehmen sich dieser kalten Spur an, während der Rest zum Garanax fährt.

Die Cantina ist das letzte Gebäude aus schon ziemlich verwitterten Permabeton an einer Sackgasse, da die Straße hier endet, weil es da über drei dutzend Meter nach unten geht. Nun gut, Jumpspeeder hält das nicht auf. Der typische Geruch eines Slums liegt in der Luft, also der nach ungewaschenen Körpern, schlecht gewartetem Abwassersystem und verwesenden Müll. Momentan ist in der Cantina Hochbetrieb, die wegen dem gestrigen Ereignis gerade renoviert wird. Der Kampf gegen meine Schwester hat viel zu Bruch gehen lassen. Ganz so einfach hat sie nun doch nicht beigegeben. Die Bar hat trotzdem schon auf und in einer Ecke lassen sich ein paar Stammkunden nicht von den Arbeitern stören. Wir hören uns um und bekommen recht wenig mehr zu hören. Die zwei Toten waren unbeteiligte Gäste, die das Pech hatten, zwischen die Fronten zu geraten. Meine Schwester und Tory haben noch gelebt, als man sie in die Gleiter vor der Tür zerrte. Es waren zwei Fahrzeuge ohne wirklich markante Merkmale. Also die perfekten Fluchtfahrzeuge. Interessanterweise gibt es Aufnahmen vom Außenbereich der Cantina vom gegenüberliegenden Pfandladen. Gegen einen kleinen Obolus ist der Mann hinter dem Tresen bereit die Aufnahmen zu zeigen.

Viel ist nicht zu sehen, außer dass meine Schwester und Tory noch gelebt haben, als sie in die Gleiter verfrachtet wurden. Die Chiss ist ebenfalls gut zu erkennen und nach ihrem Aussehen dürfte es sich tatsächlich um Moridia Vex handeln. Irgendwelche Versuche ihr Aussehen zu verändern oder sich zu tarnen hat sie unterlassen. Es ist ihr offensichtlich vollkommen egal, ob man dieses Verbrechen ihr zuordnen kann oder nicht.

Wir sind hier im Blauen Sektor und die Corsec lässt sich hier nicht mehr blicken. So ziemlich jede Welt hat ihre kleine "Chaosecke" und die von Corellia ist hier, eben der berüchtigte Blaue Sektor. Es gibt hier einen Schwarzmarkt, der als einer der größten der Kernwelten gilt. Selbst unter dem Imperium wurde dieser Sumpf nicht ausgetrocknet. Dieses Areal entstand um eine Müllhalde herum und hat einen Durchmesser von knapp dreißig Kilometer, wobei die Grube als Meteorkrater schon ziemlich große Ausdehnungen hat. Hier meine kleine Schwester Eloy zu finden dürfte verdammt schwer werden.

Scav versucht mit Hilfe von Kameras den Weg der Gleiter zu rekonstruieren. Sie kamen aus dem nordwestlichen Bereich des Sektors und sind darin wieder verschwunden. Ab einem gewissen Bereich gibt es keine Kameras mehr, die man hacken könnte. Also ist erst mal etwas Beinarbeit angesagt. Also Drinks spendieren und zuhören.

Nakagos wirre Gedanken

Ich habe ja befürchtet, dass Eloy in irgend etwas unangenehmes geraten wird, aber dass sie gleich entführt wird? Der Spielleiter konnte einfach nicht widerstehen, mich ein weiteres mal auf eine Suche zu schicken.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #273 am: 19. Mai 2020, 12:17:36 »
Besh

Nach drei Stunden "Beinarbeit", wie man das beschaffen von Informationen über die Unterwelt auch nennt, haben wir ein grobes Bild über unser Gefechtsfeld gewonnen. Der Blaue Sektor ist seit vielen Jahren hart umkämpft. Syndikate steigen auf, erobern Gebiete und Geschäftsfelder, stagnieren, büßen Bereiche ein und versinken schließlich im Sumpf des Verbrechens zur Bedeutungslosigkeit.

Momentan ist ein Syndikat unter der Führung eines gewissen Nero Fexler in den letzten Monaten wie ein Komet aufgestiegen und hat die anderen Syndikate mehr oder weniger ausgelöscht oder unterjocht. Nur noch fünf weitere Syndikate sind im "Rennen" oder besser gesagt, sie stemmen sich noch gegen den finalen Untergang.

Das wären die Douglas Brüder, zwei Aqualishaner und Schieber. Die Sandlosen, Söldner, bestehend aus Sandleuten von Tatooine, die von einem gewissen Winnik angeführt werden. Ein Schwarzmarktgroßhändler und Duro mit dem Namen Rinter Kakuo. Die Nikta Schwesternschaft, eine Swoopgang aus weiblichen Twi´lek. Und zu guter Letzt die Schmuggler um die coruscanter Geschäftsleute Minak und Dexter.

An Fexlers Syndikat ist interessant, dass diese in dem Bereich ein großes Areal haben, woher die Gleiter gekommen und wieder verschwunden sind. Auch scheint die Vex bei Fexler regelmäßig ein und aus zu gehen. Wir wissen aus der Vergangenheit, dass die großen Syndikate wie Crimson Dawn oder die Schwarze Sonne gerne Allianzen mit untergeordneten Syndikaten eingeht, sprich, die machen dann die Arbeit, für die sich die Großen zu fein sind oder keine Ressourcen aufwenden wollen. Wahrscheinlich haben Fexler und Crimson Dawn hier so eine Allianz am laufen. Momentan ist das wohl unsere heißeste Spur und der sollten wir nachgehen.

Da es ja heißt, der Feind meines Feindes ist mein Freund, wäre es vielleicht eine Überlegung wert, sich da Verbündete zu sichern. Und sei es, dass nur ein paar Informationen heraus springen. Nun gut, da die Sandlosen angeblich eine Blutfehde mit Dexler persönlich am laufen haben, sind die wohl der nächste Ansprechpartner, besonders da wir von denen wissen, wo sich ihr Anführer aufhält, in einer Cantina mit dem Namen "Zum gefräßigen Sarlacc".

Wir fahren mit unseren Jumpspeedern in das Herz des Blauen Sektors. Die Straßen, Gebäude und Bewohner machen einen eindeutig herunter gekommenen Eindruck. Hier und da ist immer mal wieder das zischen eines Blasters oder das rattern eines vollautomatischen Projektilwerfers zu hören. Viele Gebäude wirken so, als wären sie massiv einsturzgefährdet. Andere dagegen sind neu und modern. Meist kleine Festungen und sicherlich aus gutem Grund. Neben den Einheimischen sieht man auch viele Touristen und Besucher anderer Welten. So verkommen der Blaue Sektor auch ist, so bekannt sind auch dessen Vergnügungsbetriebe und die leben von den Touristen. Deswegen ist es für Leute, die viel Geld ausgeben möchten, vergleichsweise sicher, da die Syndikate es nicht wertschätzen, wenn ihre Kunden es nicht lebend zu ihnen schaffen, um ihr Geld dort für einschlägige Vergnügungen ausgeben zu können. Sprich, die Sorgen hier für mehr Ordnung und Sicherheit als es die Corsec könnte.

Ausnahmsweise bin ich froh, ohne gefährliche Zwischenfälle das Areal der Sandlosen zu erreichen. Sie beherrschen ein paar Blöcke in der Nähe der Grube. Überall sind weibliche Exemplare, Alte und Kinder der Sandleute zu sehen, aber kaum Erwachsene oder Jugendliche. Hier und da ein Späher, da eine Gruppe, die wie eine Alarmrotte aussieht, um auf Bedrohungen von Außerhalb schnell reagieren zu können. Mir wird recht schnell klar, dass die sich entweder betont schwach geben, um sich einen Vorteil zu verschaffen, oder wirklich schwach sind, weil sie durch die Blutfehde ausgeblutet sind.

"Der gefräßige Sarlacc" entpuppt sich als besonders herunter gekommene Cantina, der Wände mit Szenen aus der Geschichte der Sandleute bemalt sind. Im Raum ist nur ein einziger Sandmann, der Anführer von diesem traurigen Haufen. Offensichtlich hat er wohl den Kampf verloren. Ich muss mir ein paar blöde Sprüche von ihm anhören, als ob das seine Welt wäre. Da irrt er sich aber. Wäre er auf Tatooine, würde ich ihn respektieren. Aber wir befinden uns auf Corellia! Er ist hier nur Gast und Weisheiten von alten besiegten Narren interessieren mich nicht wirklich. Ein nützlicher Verbündeter ist er nicht. Aber er hat ein paar Informationen, die sich vielleicht als nützlich erweisen könnten.

Nexler hat etwa 200 bis 300 Söldner in seinen Reihen, was ihm einiges an militärischer Schlagkraft verleiht. Das ist eine beeindruckende Truppe für ein Syndikat, besonders da nach Aussage von Winnik die einiges drauf haben sollen. Immerhin hat es gereicht, die "Sandlosen", bzw. die jüngeren Erwachsenen dazu zu bringen, überzulaufen. Ein wirkliches Hauptquartier hat Fexler nicht, da er sich meist mit einer handverlesenen Leibwache aus Elitesöldnern zwischen seinen Niederlassungen bewegt und vor Ort seinen Geschäften nachgeht. Allerdings weiß Winnik, wo sich Nexler heute Abend aufhalten wird und wie man in das gut bewachte Areal herein kommt. Er gibt uns für knapp dreihundert Credits einen Schmierzettel mit der Skizze der Kanalisation unter diesem Areal mit einem markierten Einstiegspunkt und einer ausgeklügelten Route. Das sieht mir schon beinahe zu einfach aus. Nun gut. Mehr erfahren wir hier nicht mehr und gehen.

Die Informationen sind nicht schlecht, aber Scav drängt darauf, die Nikta Schwesternschaft auch noch aufzusuchen, da die als Mitgliedsstarke Swoopgang vielleicht etwas "Manpower" bereit stellen könnten. Nun gut, kann sicherlich nichts Schaden, da mal unverbindlich nachzufragen. Wir fliegen los und beginnen uns dann in verruchten Cantinas zu erkundigen. Nachdem einige Credits den Besitzer gewechselt haben, fliegen wir zu einem Bordell mit dem äußerst kitschigen Namen "Tausend Blütenblätter".  Das Gebäude hat etwa zehn Stockwerke, sieht neu aus und die zur Straße gewandte Fassade ist eine einzige Reklametafel. Verschiedene Clips laufen, Preislisten für die hier angebotenen Dienstleistungen werden grell blinkend angezeigt. Sogar Rodiansich haben die im Programm.

Am Haupteingang sind einige quasi Uniformierte weibliche Twi´lek aufmarschiert, welche Kunden von Abschaum trennen. Eine trägt einen leibhaftigen T-21 Repetierblaster in Vorhalte, eine andere ein E11s. Der Rest hat nur Blasterpistolen von Coronet Arms in den Gürtelholstern und Schockschlagstöcke. Die Uniformen sind zwar grellbunt, aber eindeutig gepanzert. Es gibt etwas hin und her, dann werden durchgelassen, da für Frauen das Bordell gegenüber gedacht ist. Und Droiden haben normalerweise hier überhaupt keinen Zugang.

Dort finden wir eine der Oberrinnen der Schwesternschaft, eine rothäutige Twi´lek mit den Namen Kasha. Ich überlasse Lyn das reden, da sie kulturell bedingt besser mit der guten Frau klar kommen dürfte. Im Hintergrund ihres Büros halten sich drei schwer bewaffnete Schwestern auf, deren Ausrüstung fast unser Niveau erreicht und das will wirklich was heißen. An gute hochwertige militärische Ausrüstung der letzten Generation heran zu kommen ist auf Corellia offensichtlich kein Problem. Da die Frauen sich taktisch klug verteilt haben, ist mir klar, dass dies keine generischen Ganger sind, die den Tag damit verbringen, an ihrem Bike herum zu schrauben oder sich die Lekku zu putzen.

Letztendlich erzählt Kasha das gleiche wie Winnik, nachdem wir uns vorstellen mussten, da sie mit Nonames nicht geredet hätte. Auch hier hat man unsere Namen schon vernommen. 200 bis 300 Söldner hat Fexlers Syndikat, haben dazu noch viele der kleineren Gangs in ihrem Dienst. Und lustigerweise hat sie auch für eine Handvoll Credits einen geheimen Zugang zu dem Areal, wo sich Fexler heute Abend aufhalten wird. Welch ein Zufall! Dieses mal ist ein Chip, den ich für meine sauer verdiene Credits bekomme. Weitere Hilfe bekomme ich keine zugesagt, aber für ein paar Credits mehr würde Kasha sich umhören. Um keinen Verdacht zu erregen, bezahle ich sie dafür. Ungeschoren kommen wir wieder heraus.

Wir fahren etwas weg und dann checke ich die Daten, die letztendlich eine moderne Version der Skizze ist, die wir von Winnik bekommen haben.

"Fierfek! Das ist eine Falle!", meine ich dazu. Skav meint, dass wohl diese Informationen die Runde gemacht haben, was aber nicht automatisch bedeutet, dass dies eine Falle ist. Außerdem konnte er unmöglich in so kurzer Zeit zwei ihm verfeindete Syndikate mit falschen Informationen füttern, nur um uns eventuell in eine Falle zu locken.

"Ich denke, Fexler hat diesen Plan gestreut, um Eindringlinge in eine ihm gewogene Zone zu locken, wo er sie vernichten kann", meine ich dazu. "Ich gebe dir recht, dass diese Gegenmaßnahme nicht exklusiv auf uns gemünzt ist. Wahrscheinlich hat er all seinen Feinden diese Information zugespielt!"

Nakagos wirre Gedanken

"Its a Trap!", könnte beinahe eines von Lyras neuen Standardsätzen werden. Mal sehen, ob mein Instinkt mich getrogen hat.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #274 am: 21. Mai 2020, 13:29:17 »
Cresh

Bei meinen Kameraden fällt meine Fallentheorie nicht auf allgemeine Zustimmung. Nun, es gibt noch andere Wege an Informationen zu kommen. Für was haben wir die "Vanguard" und die hochentwickelten Sensoren der E-9? Immerhin sind die dazu gedacht, um Oberflächen zu vermessen und zu kartographieren. Wir düsen zurück zu unserem Schiff und drehen einfach mal unverbindlich eine Runde über den Sektor Blau, um unsere Repulsorlifte zu kalibrieren, wie wir der Flugkontrolle melden.

Das Areal, was Fexler heute Abend angeblich besuchen soll, ist eine Festung. Auf dem ersten Blick sieht es nur aus wie ein ummauertes Areal mit einiges an ziviler Infrastruktur wie ein großes Lagerhaus, ein Hangar mit Landefeld für Raumschiffe von der Größe eines YT-1300, einige langgezogene Gebäude, die schwer nach Produktionshallen aussehen, mehrere Wohnblöcke und Garagen. Zwei in Drehtürmen lafettierte Ionengeschütze sind klar auszumachen. Es gibt zwei Torkomplexe, die hinein führen. Beides sind eher Garagen, durch die man auch durchfahren kann. Die Mauer ist nicht ganz zwanzig Schritt hoch und am Boden mindestens fünf Schritt breit, verjüngt sich nach oben aber auf drei Schritt mit einem Laufgang, der von Schießscharten unterbrochen ist. Kein Gebäude in Blastergewehrreichweite ist höher als die Mauer. Hier und da sind Baustellen zu sehen, von der Baugrube bis hin kurz Fertigstellung, aber alles niedriger als die Mauer. Andere Ruinen sehen so aus, als wären die Gebäude noch nicht allzu lange dem Erdboden gleich gemacht worden. Alles was an Struktur im Innern über die Mauer ragt, ist eindeutig auf Verteidigung getrimmt. Auch die Anordnung der Gebäude ist so gewählt, dass regelrechte Todeszonen dazwischen geschaffen werden. Das ist eine verdammte Festung! Und zu unserem Unglück eine wirklich gute noch dazu.

Auf der Mauer allein können wir über dreißig Bewaffnete ausmachen. Mich würde nicht wundern, wenn hier mindestens hundert Söldner stationiert wären. Vielleicht sogar mehr. Eine Sturmlandung ist fast ausgeschlossen, Bewegung auf der Oberfläche ist Deckungslos, da jeder Punkt von mindestens einer Position eingesehen werden kann. Wer diese Anlage entworfen hat, der versteht was von seinem Geschäft. Ich sehe keine Schwachstelle. Dabei wissen wir noch nicht einmal, ob meine Schwester sich überhaupt darin befindet.

"Ich könnte eventuell Vex aufspüren. Ihre Aura war sehr stark", meint Lyn. Da mir nichts besseres einfällt, bin ich einverstanden. Also geht die Jedi in den Schneidersitz und versucht die ehemalige imperiale Attentäterin zu orten. Das gelingt ihr auch, die Frau ist definitiv in dem Areal. Und damit auch meine Schwester. Da es keine praktikable Alternative gibt, müssen wir wohl unterirdisch in die Anlage hinein kommen.

"Nun gut, versuchen wir es mit diesem Plan. Ich denke zwar, dass er in einen Hinterhalt führt. Aber wie heißt es so schön: Eine erkannte Falle ist auch eine Gelegenheit!" Genau genommen ist es reiner Wahnsinn, was wir hier tun. Ich kann sehen, dass Scav und Lyn meine Sorgen um den mutmaßlichen Hinterhalt nicht wirklich ernst nehmen. Irgendwie scheint Scav zu denken, dass ich dramatisiere und wegen meiner kleinen Schwester Eloy nicht klar denken kann, weil ich krank vor Sorge um sie bin. Mir geht es ja auch verdammt nahe, was ihr passiert ist und ich will mir gar nicht vorstellen, was die Chiss alles mit ihr anstellen könnte. Am meisten fürchte ich, dass Eloy doch noch in die Dunkelheit fallen könnte. Auf der einen Seite vertraue ich ihr, aber ich bin nicht Naiv genug um zu glauben, dass man sie nicht brechen kann. Una Batri hat es zwar vergeblich versucht, aber ein Mensch kann nun mal nicht alles wegstecken. Jeder hat seine Sollbruchstelle. Vernünftig wäre es, einen anderen Weg zu suchen, aber unser verdammtes Zeitfenster wird nicht ewig offen bleiben.

Ich übergebe Scav ein Satz des neuen guten Einbruchswerkzeuges und nehme eine kleine Aufklärungsdrohne mit. Da wir mit einer Falle rechnen, jedenfalls ich bin davon überzeugt, dass wir in einen Hinterhalt hinein laufen, haben Lyn und ich die militärische Rüstung an. Darüber ziehen wir aber einen Regenponcho zur Tarnung.

Im Schutze des Nachtzyklus brechen wir mit unseren Jumpspeedern auf. Hinein in den Sündenpfuhl. Straßenbeleuchtung gibt es hier keine, dafür Sorgen die grellen und nach Aufmerksamkeit heischenden Reklametafeln für ausreichend Licht. Nicht das wir das wirklich brauchen würden. Nur Lyn und Scav begleiten mich, da Edna und Shaka immer noch den gut untergetauchten Mann suchen, den Eloy aufsuchen wollte.

In der Nacht ist im Blauen Sektor deutlich mehr los. Sogar Busse voller Touristen sind hier unterwegs, um das Nachtleben hier auszukosten. Schließlich gibt es neben Bordellen auch viele Nachtclubs, Casinos und Tanzlokale mit Livebands. Wir fahren an hunderten von Nachtschwärmern unterwegs und mehr als einer ist nur angetrunken. In dem Bereich, wo wir hin wollen, ist es etwas ruhiger. Könnte an den vielen dort zerstörten Häusern liegen. Wir parken in der Nähe und schleichen uns zu dem markierten Eingang. Der ist mit einem massiven Gitter verschlossen, dass man aber mit einem Schlüssel öffnen kann. Das Gitter ist zwar älter, aber schon mehrmals ausgebessert worden und in einem recht guten Zustand. Ich scanne die Umgebung und kann nichts auffälliges entdecken. Auch die Drohne kann nichts entdecken. Also rücken wir vor. Lyn und ich sichern, Scav öffnet das Schloss ohne Probleme. Soweit so gut!

Eine schmale Treppe führt in die Tiefe. Schon bald haben wir eine der Abwasserröhren erreicht. Das Wasser steht Wadentief und ich bin froh, ein geschlossenes System mit eigener Luftversorgung zu haben. Gegen einige Maßnahmen wie Giftgas sind wir durchaus vollkommen Immun. Schon Früh teste ich, ob es eine andere mögliche Route gibt, in dem ich die Drohne voraus flitzen lassen. Schnell wird klar, jeder andere Zugang ist durch massive Barrieren verstellt.

Nun lasse ich die Drohne immer voraus schweben und entdecke so eine Kamera, bevor uns diese erfassen kann. Lyn lässt ein Flimsi vor die Kamera wehen und wir rennen durch, bevor das Flimsi dann wieder zu Boden fällt. Eine weitere Laserbarriere überschreiten wir. Das waren bis jetzt nur Sensoren. Schließlich kommen zum letzten Abschnitt, dass mit einem Gitter verschlossen ist. Auch hier ist ein Schloss, dass Scav knackt. Dieses Gitter ist Neu und im guten Zustand. Das ist erst vor kurzem ausgewechselt worden.

Der vor uns liegende Gang endet schließlich in circa fünfzig Schritt Entfernung an einem massivem Schott. Über dem ist eine Kamera angebracht. In der Mitte gibt es einen Abfluss, in dem sichtbar das Wasser versickert. Irgendwelche Luken oder Gitter an den Wänden oder Decke kann ich keine ausmachen. Mit meinem Scanner untersuche ich mehrere Minuten das vor mir liegende Areal. Mein Instinkt sagt mir, dass dies der Ort des Hinterhaltes ist. Aber die einzige sichtbare Anomalie ist das versickernde Wasser. Alles andere ist so, wie es visuell auch zu sein scheint. Wenn das eine Falle ist, dann ist sie perfekt getarnt.

"Ist das ein Fluchttunnel oder ein Hinterhalt?", frage ich einfach mal in die Runde.

"Ich würde eher sagen, dass dies ein geheimer Zugang ist, um ungesehen Sachen rein und wieder raus zu bringen", meint Scav.

"Aber warum? Vor der Corsec oder dem Zoll fürchten die sich garantiert nicht", frage ich Scavangerbot 523.

"Verbrecherorganisationen sind selten Homogen. Vielleicht verschiebt hier jemand seine eigene Ware oder macht unter der Hand Geschäfte, von denen sein Chef  nichts wissen soll", fabuliert Scav ins blaue. Wobei das durchaus im Bereich des möglichen liegt.

"Es ist deine Schwester", weißt Lyn mich auf die Tatsache hin, dass meine Freunde nur wegen mir hier sind.

"Nun gut, rücken wir vorsichtig vor. Kurz bevor wir in die Kamerabereich kommen, wirst du Scav mit deinen Jedikräften anheben und lässt ihn über der Kamera schweben", schlage ich vor.

"Hört sich nach einem guten Plan an", meint Lyn und bedächtig bewegen wir uns vor, jederzeit bereit auf eine Bedrohung zu reagieren. Als wir etwa noch zwanzig bis fünfundzwanzig Schritt vor dem Schott sind, baut sich hinter uns eine Laserbarriere auf. Etwas Rauch kündet von der gerade verdampften Tarnung über den Projektoren. Zusätzlich senkt sich der Boden vor uns und bildet nun eine Rampe in die Tiefe.

"Ich wusste doch, dass es eine verdammte Falle ist! Fierfek! Aber so was von!", fluche ich leise vor mich hin.

Nakagos wirre Gedanken

Mein Instinkt hat mich nicht getrogen, aber manchmal ist es besser in eine Falle zu laufen als gar nichts zu machen.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #275 am: 24. Mai 2020, 14:55:45 »
Dorn

"Wohin die Rampe wohl führt?", fragt Lyn mehr oder weniger rhetorisch.

"Meine visuellen Sensoren sagen mir, dass sie in die Tiefe führt", meint Scav vollkommen ohne Ironie.

"Wer hätte das gedacht!", meine ich dazu nur ironisch, da an Skav weiterer Sarkasmus verschwendet ist. Nun empfange ich eindeutig mehrere Energiequellen und eine Lebensform unter uns. Ich schicke die Drohne vor und dringe in einen weiteren Schacht ein. Der Raum unter uns ist deutlich höher und auch länger. Zu sagen, der Boden wäre mit Leichen übersät, trifft es nicht ganz. Die stapeln sich teilweise eher schon. Aus dem Bauch heraus, würde ich mal sagen, dass es sich mindestens um hundert handelt, aber wahrscheinlicher weniger als zweihundert. Hinter den Leichen ist eine freie Fläche, dann steht dort ein regelrechter Thron, wie er als Kulisse in einem Fantasyholo öfters zu sehen ist. Ein riesiges Alien hockt darauf. Es trägt eine schwarze Rüstung, die mit blanken Nieten in Form von Totenschädeln bestückt ist. Zuerst denke ich, er hat einen Helm mit der lebensechten Nachbildung eines Haikopfes auf, dann wird mir klar, dass ist sein richtiger Kopf. Momentan schleift er ein gigantisches Vibroschwert, ein zweites ist an seinen Thron gelegt. Dahinter geht es weiter zu einem Lift.

"Schaut mal", meine ich und projiziere die Bilder.

"Der Reinigungsdroide ist wohl in der Wartung", meint Lyn scheinbar leichthin zu diesem Schlamassel, aber ich kann das Beben in ihrer Stimme hören.

"Als Alternative schlage ich vor, die Laserbarriere näher anzusehen", meint Scavangerbot und hat damit vollste Zustimmung. Die Projektoren sind zu tief, um sie mit unseren Waffen zu erreichen. Selbst die Klinge von Lyns Lichtschwert ist zu kurz dafür. Ganz abgesehen davon, dass dies kein Permabeton ist, sondern auch Durabeton mit einer Schicht Cortosis. Wer immer das sich ausgedacht hat, wusste sich gegen jede erdenkliche Gegenmaßnahme zu schützen. Und nach den Leichen unter uns zu urteilen, sind schon viele diesen Weg gegangen und keiner ist wieder heraus gekommen.

"Ich muss zugeben, kein uns mögliches Szenario führt zum Erfolg", gibt Scav schließlich auf, nachdem er mehrere Tests ausgeführt hat.

"Probieren wir mal das Schott", meint Lyn und versucht ein Loch in den vermeindlichen Durastahl zu schneiden.

"Cortosis!", stellt sie nach einigen Augenblicken bedauerlich fest. Also fällt das auch Flach. Ein Schnitt in die Wand schlägt auch fehl.

"Damit ist es offiziell. Wir können weder vor, noch zurück oder zur Seite", fasse ich zusammen. "Uns bleibt demnach nur ein Weg und der führt nach unten."

"Wie schlimm kann es schon werden?", fragt Lyn scheinbar frohgemut, aber sie hat sicherlich genau so viel Angst wie ich auch. Bei einer Rettungsaktion zu sterben ist nie verschwendet, aber ich finde an einem Tod in einem Abwasserkanal nicht wirklich etwas glorreiches. Aber ich bin nun mal die Große Schwester und ich nehme mir vor, wenn ich Eloy je wiedersehen werde, dann werde ich ein paar Takte mit ihr reden. Über das abschätzen von Risiken und so. Und ich nehme mir vor, sollten Worte nicht ausreichen, sofort an ihre Seite zu eilen und sie zu beschützen. Aber die Banthamilch ist verschüttet und alles jammern der Galaxis bringt sie zurück ins Glas. Wegwischen, abhaken, es in Zukunft besser machen. Ich fokussiere mich auf den bevorstehenden Kampf, schultere mein DLT-19D und ziehe meinen Zweihänder.

Vorsichtig übernehme ich die Spitze, gefolgt von Scav und Lyn sichert nach hinten. Die Rampe hat eine Neigung von etwa dreißig Grad und ist äußerst glitschig von dem nassen Müll, der da gerade herunter gerutscht ist. Nun sehen wir alle die ersten Leichen, viele davon sind regelrecht zerhackt worden. Der Verwesungsgrad ist unterschiedlich. Die ältesten dürften ein halbes Jahr alt sein, die frischesten sind erst vor zwei oder drei Tagen gestorben. Manche sind eindeutig nur Ganger, andere tragen hochwertige Rüstungen, darunter die gleichen wie wir auch. Und die Kav-Dann hat den Ruf, zu den Besten in der Galaxis zu zählen, die man für Credits kaufen kann. Hier liegen viele zerbrochene Waffen herum. Die Wände und Decke weisen einige Einschusslöcher auf. Die meisten vor uns in Richtung unseres Kontrahenten, sehr wenige hinter uns. Mein Scanner zeigt teilweise noch volle Tibanagaskartuschen an, aber nur leere Energiezellen. Einige der Waffen waren leichte Repetierblaster. Das gibt mir zu denken.

"Die Chancen, diesen Kampf zu überleben liegen bei....", will Scavangerbot seine Analyse des Gefechtsfeldes verkünden, aber ich unterbreche ihn: "Sag mir nie, wie hoch meine Chancen stehen."

"Was kann der schon drauf haben? Irgendwelche Tipps?", fragt Lyn.

"Du schießt auf ihn, dann nehmen Scav und ich ihn in die Zange", lege ich mal die grundlegende Taktik fest. Inzwischen ist unser Gegner fertig mit dem schleifen seines Schwertes und hat beide Schwerter nun in den Händen. Für einen normalen Menschen wäre das ein riesiger Zweihänder, für ihn sind das nur ganz normale einhändige Schwerter. Die Klingen sind deutlich länger als wie bei meinem Cherkahänder. Die abzubekommen wird weh tun. Ich kämpfe den Impuls nieder, wegzurennen und beginne den Leichenhaufen zu überqueren. Der Untergrund ist nicht nur makaber sondern auch eine massive Behinderung für jeden Angreifer. Ich bin links, Skav auf gleicher Höhe Rechts und Lyn folgt hinter uns versetzt in der Mitte, beide Blasterpistolen gezogen. Sie schaut auf einen Repetierblaster.

"Die sind alle leer", meine ich dazu, ihre Gedanken auch ohne jegliche Jedikräfte erahnend. Ohne von unserem Kontrahenten angegriffen zu werden, überwinden wir den Leichenberg und stehen nun wieder auf Durabeton. Jetzt wo er aufgestanden ist, kann ich auf dem Thron das Sonnenzeichen von Crimson Dawn erkennen. Nun wird klar, wer dieser Fexler wohl ist. Ein Unterboss von Crimson Dawn. Das erklärt auch, wer die ganzen Söldner finanziert. Und ich denke, dieser Unterweltkrieg ist längst entschieden und die Rivalität zwischen den sechs Syndikaten ist nur Show. Deswegen haben wir zwei mal den gleichen Plan bekommen. Wahrscheinlich kamen schon andere auf diese Idee, eben nach dem Motto: Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Offen können sie nicht gegen ihren Konkurrenten vorgehen, aber sie haben von einem Überläufer diesen Plan, dass ist die Gelegenheit. Greife noch heute an und sterbe am Abend, der bevorzugten Zeit für eine heimliche Infiltration. Und wie man sieht, sind schon viele Leute darauf herein gefallen. Wir sind also nicht die einzigen Dummen. Nun ja, ich habe eigentlich gleich eine Falle vermutet und wenn es nicht um meine Schwester gehandelt hätte, wäre ich auch nicht hier. Wobei ich ehrlich genug bin zu sagen, eine wirkliche Alternative habe ich auch keine gesehen.

"Schön, dass Ihr Euch doch noch nach unten bequemt hat. Ihr müsst wissen, da hoch zu klettern ist für mich doch etwas anstrengend und die wo nicht zu mir kommen, die töte ich nicht mit den Klingen, sondern reiße ihnen die Glieder aus und schlage sie mit ihren eigenen Armen tot!", verkündet das Alien. Oder handelt es sich gar um eine Chimäre? Ich kann mich Dunkel erinnern, einmal Bilder von Wesen gesehen zu haben, die ähnlich wie das vor mir aussehen. Aber die wirkten nicht so riesig. Mir will einfach der Name nicht einfallen.

"Gut zu wissen. Mit wem habe ich das Vergnügen?", frage ich und scanne ihn eingehend. Seine Rüstung sieht von außen Primitiv aus, ist aber wohl nur Show. Das ist ein äußerst hochwertiges Unikat.

"Mein Name ist Vorca! Aber genug geredet, lassen wir die Schwerter sprechen!"

"Ich spreche nur Blaster!", meint Lyn und schießt!

Nakagos wirre Gedanken

Wie es vor einem zünftigen Kampf gehört, haben wir erst einmal miteinander geredet.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #276 am: 26. Mai 2020, 14:51:52 »
Esk

"Ich spreche nur Blaster!", meint Lyn zu unserem riesigen Kontrahenten Vorca und schießt ihre beiden Blasterpistolen ab. Hochangereichertes Plasma aus Tibanagas zischt auf das Alien zu und stanzt zwei Löcher auf der Höhe seines Herzens.

"Das kitzelt!", meint die Kreatur vollkommen unbeeindruckt. Ich bin nun an dem Riesen heran, hohle aus und treffe ihn auf Bauchhöhe ich reiße ihm eine Wunde, aber mein Schwert verkeilt sich kurz in seiner Rüstung und ich bekomme sofort einen Gegentreffer ab. Meine Rüstung kompensiert das meiste, aber allein die brutale Wucht lässt Knochen hörbar knirschen. Ich taumle getroffen zurück und zwei Schwerter krachen auf mich herab. Meine Rüstung hält, aber trotzdem reicht die kinetische Energie aus, um mich zurück zu schleudern. Hart komme auf der Wand auf und ich sehe einen Moment nur Sterne vor meinen Augen, als der harte Aufprall mir die Luft aus den Lungen presst. Skav versucht ihn mit seiner Vibroaxt abzulenken, aber die Kreatur schüttelt den Treffer einfach ab. Ich stoße mich von der Wand ab und greife mit aller Kraft an, ich passiere ihn, treffe ihn hart und bekomme sofort wieder zwei Gegentreffer ab, die mich von den Beinen reißen. Hart komme ich auf, rolle mich sofort ab und kann sehen, wie der nächste Hieb den Durabeton aufreißt und kleine Splitter wie Schrapnelle durch den Raum flirren. In dem Moment beginnt die Energiestandsanzeige auf meinem Vibroschwert zu piepsen. Ich kann sehen, dass sie sich im roten Bereich befindet.

"Etwas entzieht mir Energie!", meint auch Scav und auf dem internen Display kann ich sehen, wie der Balken des Ladestandanzeigers der Batterie meiner Powerarmour gerade sichtbar kleiner wird. Inzwischen bin ich wieder auf den Beinen und greife mit äußerster Kraftanstrengung an. Ich treffe meinen Gegner ein weiteres mal hart. Derweil hat Lyn ihr Lichtschwert gezückt greift an, trifft mit zwei schnellen Hieben und die surrende Klinge erlischt. Fierfek!

Auch mein Vibroschwert hat nicht nur aufgehört zu piepsen, sondern auch zu vibrieren. Während Lyn nur noch einen Zylinder in der Hand hält, habe ich immer noch ein hochwertiges Schwert aus geschliffenen und geschichteten Stahl in der Hand. Trotzdem ist das nicht gut und mir wird klar, an was unsere Vorgänger gescheitert sind. Etwas entzieht unseren Systemen recht schnell die Energie und die meisten haben sich auf Gewehre verlassen, da ja jeder weiß, dass Blastergewehr ist mächtiger als das Vibroschwert. Aber ein Blastergewehr ohne Energie ist nur wenig mehr als ein verdammt teurer Knüppel. Die Schwerter unseres Gegners vibrieren immer noch, also müssen diese abgeschirmt sein.

Nachdem ich wieder auf den Beinen bin und einen guten Stand habe, schlage ich ein weiteres mal von oben nach unten zu. Mein Schwert ist kaum mehr in der Lage, seine harte Haut zu durchschlagen, aber ich schaffe immerhin eine oberflächliche Wunde. Für mich wäre es so langsam Zeit, den internen Drogenspender zu benutzen, um mir ein Stimpack zu verabreichen. Kaum denke ich das, fährt ein weiterer mächtiger Doppelhieb auf mich herab. Meine parierende Klinge wird einfach zur Seite gewischt und der Aufprall hämmert mich zu Boden. Für einen Moment schwebe ich im Nichts, dann fährt ein Aufputschmittel durch meine Venen und ich bin wieder da. Lyn hat den Drogenspender über den Notknopf aktiviert. Skav ist nun das primäre Ziel des wirklich schlagkräftigen Vorca. Der Kerl hat mich besiegt! Diese eine Schlacht hat er gewonnen, aber noch ist der Krieg nicht vorbei. Ich quäle mich auf die Beine und aktivere meinen Drogenspender ein weiteres mal, was mich durchaus stärkt und mich meine Schmerzen vergessen lässt. Mein Instinkt schreit danach, sofort zu fliehen, aber ich weiß, dass wir nur gemeinsam siegen können und Scav bekommt weitere harte Treffer ab. Lyn zieht als trotzige Geste nun ihr Vibromesser, dass immer noch ein Kampfmesser ist.

Nun gut, auf in den Kampf! Vorca ist momentan auf Scav fokussiert. Die Energie meiner Rüstung reicht nur noch für etwas über eine Minute, dann bin ich in einem körperbetonten Sarg gefangen. Es gilt also keine Zeit zu verlieren. "Möge die Macht mit mir sein!"

Ich fokussiere mich, suche nach einer Schwachstelle und spurte los. Nach einem kurzen Sprint springe ich hoch und trenne mit einem wuchtigen Hieb seinen rechten Arm ab. Eine Blutfontäne spritzt durch den Raum, aber der Körperschock verhindert, dass er einfach verblutet. Wütend wirbelt er zu mir herum und im nächsten Augenblick trifft auch Skav den anderen Arm und trennt ihn mit brutaler Körperkraft ab. Aber Vorca gibt nicht auf wegen diesen lächerlichen Fleischwunden, hat er doch immer noch ein riesengroßes Maul voller scharfer Zähne. Damit versucht er mich tatsächlich zu beißen. Aber in seiner Raserei rammt er nur sein Maul in mein Schwert. Es ist hauptsächlich seine eigene Kraft, die ihn mit Schwung in die Klinge hinein treibt. Da er nun erschlafft, scheint mein Schwert irgend etwas lebenswichtiges erwischt zu haben. Ich ziehe Scharfrichter aus ihm heraus und atme mehrmals tief ein und aus. So hart war selten ein Gegner zu mir gewesen und noch nie hat ein einzelner Gegner mir so hart zugesetzt. Nachdem ich ihm mit einem Salut meinen Respekt erwiesen habe, heißt es, nach vorne zu blicken. In diesem Moment geht Scavangerbot die Energie aus und er bricht in sich zusammen. Das ist nicht gut! Auch meiner Rüstung geht so langsam aber sicher der Saft aus.

Laut meinem Scanner gibt es hinter der unscheinbaren Fahrstuhltür mehrere starke Energiequellen. Schätze mal, dort müsste zu finden sein, was ich suche. Nämlich eine Möglichkeit, die Energieabsaugung zu unterbinden und unsere Systeme wieder hoch zu fahren. Irgend einen Knopf um die Tür zu öffnen gibt es leider nicht, aber wer braucht schon Knöpfe, wenn er einen Cherkahänder hat? Kurzerhand heble ich die Tür auf  und ein Schacht ist zu sehen. Eine Leiter aus an der Wand befestigten Sprossen führt nach unten zu einer weiteren Tür. Da sind wir richtig! Hoffe ich zumindest.

Mit letzter Energie vom Notstromaggregat erreiche ich die Tür, öffne sie und stehe in einer kleinen Halle. Mit etwas Mühe kann ich die verschiedenen Systeme einordnen und deaktiviere den Energieabsauger, in dem ich den Schalter umlege. Dann laden Lyn und ich zuerst unsere Rüstungen auf, dann unsere Waffen. Auch deaktivieren wir die Laserbarriere, so das nun ein  Rückzug jederzeit möglich wäre. Als letztes schnappen wir uns ein Verlängerungskabel und sorgen dafür, dass Scavangerbot wieder aufgeladen wird.

Keine Sekunde zu Früh, da deutlich zu hören ist, wie die Fahrstuhlkabine sich nach unten bewegt. Sieht so aus, als wüsste jemand da oben, dass sein Champion gefallen ist. Einer meiner Grundsätze ist, keine Fahrstühle im Gefecht zu benutzen, so lange es nur irgendwie möglich ist. Offensichtlich haben die bei der Ausbildung wohl geschlafen, da so enge Kabinen zu meiden sind. Nun, diesen Umstand werden zu nutzen wissen.

Neben der Fahrstuhltür beziehe ich nun Stellung, ziehe meine einzige Fragmentgranate. Ich packe sie mit beiden Händen, drehe die obere Hälfte im Uhrzeigersinn um eine Viertelumdrehung. Nun höre ich die Kabine unten ankommen, lasse die ober Hälfte los und der Zünder beginnt nun sich zurück zu drehen. Die Türen fahren zischend auf und ich werfe aus dem toten Winkel die Granate in den Kabinenraum. Panische Schreie ertönen. Einen Augenblick später detoniert die Granate. Mehreren gelingt es noch aus der Kabine zu springen, während die hinteren im engen Raum zu Hackfleisch verarbeitet werden. Haben sie nun von ihrer Nachlässigkeit. Lyn und Skav schießen die Überlebenden nieder und das Blutbad hat hier schon das Ende gefunden. Sieben tote Söldner liegen zu unseren Füßen.

"Ich spüre, wie Vex sich schnell von uns entfernt", reißt Lyn mich aus der Betrachtung des Massakers.

Nakagos wirre Gedanken

Der Kampf war verdammt hart und ich bin so einen harten Gegner einfach nicht mehr gewohnt. Habe zu spät reagiert, da ich durchaus noch einige Optionen gehabt hätte, ein zu Boden gehen zu verhindern. Aber Dank Teamwork wurde mein Fehler kompensiert und es ist nichts passiert.

Nakago

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« Antwort #277 am: 31. Mai 2020, 15:54:48 »
Forn

"Fierfek!", fluche ich herzhaft. Denn da wo Vex ist, dürften sich auch meine jüngere Schwester Eloy und Tory befinden. "Was meinst du, Gleiter oder Raumschiff?"

"Die fliegen ganz klar in den Orbit und ich kann sie kaum noch spüren", erklärt Lyn nach einigen weiteren Sekunden. Für einen kurzen Moment meine ich zu fallen und muss mich an der Wand abstützten. Das ganze hier war umsonst.

"Fierfek! Fierfek! Fierfek! Wir sind zu spät! Es ist nur die Frage, flieht Vex vor uns oder hat sie sowieso vor gehabt, von hier zu verschwinden? Wahrscheinlich letzteres! Fierfek!" Fluche ich aufgebracht.

"Ich bin dafür, dass wir weiter vorstoßen und Informationen sichern", meint Scav.

"Wer bist du und was hast du mit Scavangerbot 523 gemacht?", frage ich perplex den Droiden und meine Frage ist nur halb im Spaß gesagt. Für einen Moment erwäge ich tatsächlich, dass unser Kamerad gehackt und seine Persönlichkeit überschrieben wurde. Normalerweise ist es ja Scav, der jedes Risiko vermeiden möchte.

"Nach meinen Berechnungen ist momentan in dieser Örtlichkeit der einzige Ansatzpunkt, der wirklich eine Chance auf Erfolg hat, um an weitere Informationen zu kommen. Da mir bewusst ist, dass durch deine biologische Verbindung zu deiner jüngeren Schwester du die Situation sowieso nicht rational beurteilen kannst, ist ein direktes Vorgehen unumgänglich und zum jetzigen Zeitpunkt durchaus zu forcieren", erklärt Scavangerbot. Ich denke einen kurzen Moment über seine Worte nach und gebe ihm recht. Vex ist weg mit den beiden Gefangenen, falls Tory nicht schon längst übergelaufen ist

"Gut! Rücken wir vor zu einem Terminal und versuchen Informationen zu sammeln. Jedes Datenfragment könnte sich als nützlich erweisen. Und ich denke, wir sollten denen da oben eine kleine Überraschung bieten!" Mit meinen letzten Worten beginne ich Handgranaten zu sammeln. Darunter auch eine mit Fernzündung. Wir stapeln die Leichen zu einer Barriere, arrangieren ein paar Läufe, als würden wir dahinter abknien und setzen die Handgranaten quasi als eine Richtladung vor der Barrikade. Die anderen klettern auf das Dach der Kabine, dann aktiviere ich den Fahrstuhl und klettere ihnen nach. Ohne Zwischenfälle kommen wir oben an, die Türen öffnen sich und massives Blasterfeuer zischt in großer Anzahl in die Kabine. Ich drücke den Zünder und Richtladung befördert ein halbes Dutzend Handgranaten in den Raum. Und genau so viele sekundäre Explosionen erschüttern den Raum. Auch direkt unter uns detonieren zwei Handgranaten, die von den Söldnern in die Kabine geworfen wurden. Allerdings hält die Decke auch diesen Belastungen stand. Das ist eben nach Corellianischen Industriestandard gefertigte Wertarbeit. Nutze das Gelände und deine Möglichkeiten, meine Ausbilder wären sicherlich Stolz auf ihr Werk. Ich springe als erste durch die Luke, rolle ab und gehe links in Stellung. Sofort eröffne ich das Feuer auf unsere Gegner, die sich im Halbkreis um die Kabine aufgestellt hatten. Allerdings sind das nicht alle.

Wir sind in einer Lagerhalle herausgekommen. Wahrscheinlich befinden wir uns sogar in der großen zentralen Lagerhalle, da diese von den Ausdehnungen mit der hier übereinstimmen dürfte. Auf den Hochregalen stapeln sich Kisten und Fässer. Im am uns nächsten liegenden Regal haben die Explosionen einige dort lagernde Kisten beschädigt und in einer offenen sind jede Menge Glimsticks heraus gekullert. Ein weiteres Indiz dafür, dass dies zu Crimson Dawn gehört. Wobei ich davon ausgehe, dass das Sonnensymbol auf dem Thron des nun toten Vorca durchaus seine Legitimierung hat.

Ein weiteres halbes Dutzend sehr gut ausgerüsteter Söldner hat sich in den Umliegenden Bereichen verschanzt und nimmt uns unter Feuer. Wir rücken schnell zu einem Kistenstapel vor und nehmen von der dortigen Position den Feuerkampf auf. Ich töte einen Söldner mit einem Disruptorgewehr und werde im Gegenzug von einem T-21 Repetierblaster getroffen, was eine weitere Verletzung meinem geschundenen Körper hinzufügt. Vorca hat uns zu sehr zugesetzt, um jetzt noch einen Abnutzungskampf gegen einen numerisch weit überlegenen und Ausrüstungstechnisch gleichwertigen Gegner aufnehmen könnten. Ich töte nun den Schützen mit dem Repetierblaster und zwei weitere Ziele. Ein Söldner stürmt mit einem Flammenwerfer vor und wird von Lyn niedergeschossen, bevor er uns erreichen kann. Auch Scavangerbot hält reichlich Ernte mit seinem formidablen Geschütz. Kaum haben wir diesen Gegner nieder gekämpft und wollen Raum gewinnen, als hinten ein Tor hochfährt und ein gutes Dutzend Söldner in roten Power Armours in den Raum eindringt. In der Mitte wirkt ein Anzugträger verdammt deplatziert. Schätze mal, wir haben Fexler vor uns, den örtlichen Strohmann von Crimson Dawn, der heimlich alle anderen Syndikate des Blauen Sektor unter seiner Herrschaft gebracht hat. Das ist ein Mann, den man nicht unterschätzen darf.

"Feuer einstellen! Es ist genug Blut geflossen. Ich habe euch ein Angebot zu machen, dass ihr nicht ablehnen könnt!" Fexler tritt mit offenen Händen aus der Mitte seiner Söldner hervor, was irgendwie doch etwas befremdlich wirkt. Als ob er nicht genug Feuerkraft hätte. Diese Opposition können wir nicht mehr niederkämpfen. Wir sind alle in keinem guten Zustand, da Vorca uns allen gut eingeheizt hat. Gegen Ganger oder Söldner aus der Regionalliga zu kämpfen ist nicht das Problem. Aber ich erkenne einen Eliteeinheit wenn ich sie sehe. Ich frage mich, wie viele ehemalige Sturmtruppler wohl in ihren Reihen sind. Oder Veteranen der Allianz, die ihre Fähigkeiten nun dem meistbietenden zur Verfügung stellen. Eine meiner stärksten Fähigkeiten ist zu erkennen, wann ein Gefecht verloren ist. Dieses Gefecht ist verloren. Wir sind weit gekommen, aber hier ist nun Endstation.

"Wir hören?", antworte ich laut und mache heimlich eine Rauchgranate scharf. Leise wende ich mich an meine Kameraden. "Wir gewinnen hier kein Land mehr. Aber ich will wissen, was er uns anbietet."

"Wenn er nur Zeit schinden will?", fragt Lyn berechtigterweise und späht über unsere improvisierter Barrikade.

"Nach meinen Berechnungen hat es unser Gegner nicht nötig, Zeit für weitere Verstärkung zu schinden", erklärt Scavangerbot und zeigt, dass er zu einer gleichen Einschätzung wie ich gekommen ist.

"Wenn die Verhandlungen scheitern, lasse ich die Rauchgranate fallen. Jeder merkt sich eines von diesen Fässern auf denen einen "Leicht Entflammbar" Symbol darauf steht und schießt drauf. Dann geben wir Deckungsfeuer und du ziehst dich in die Kabine zurück. Mach ein Loch mit dem Lichtschwert und klettere nach unten. Wir anderen ziehen uns dann schießend zurück und dann nichts wie weg hier!", erkläre ich meinen Plan.

"Gut!", meint Lyn und Scav fügt hinzu: "Dieser Plan ist nach meiner Analyse sehr vielversprechend!"

"Ich sehe, ihr seid formidable Kämpfer, da ihr trotz aller Widrigkeiten Vorca besiegt habt. Ich werde den Scheißkerl wahrlich vermissen, aber Geschäft geht bei mir immer vor Rache. Nachtragende Leute sind in der Regel nicht erfolgreich", erklärt uns Fexler sein Credo und warum er nicht sauer ist, dass wir ihm bis jetzt etwa zwanzig seiner Leute getötet haben, darunter dieser Vorca, was immer er auch gewesen sein mag.

"Schade, dass Shaka das nicht hören kann", meint Lyn mit einem Seufzer und nimmt mir die Worte aus dem Mund.

Nakagos wirre Gedanken

Sieht ganz danach aus, als wäre unsere "Offensive" hier zum erliegen gekommen. Wir sind allerdings viel weiter gekommen, als von mir anfangs gedacht.


Grek

"Und Erfolg ist alles was zählt. Ich bin der alleinige Importeur für Glimstim. Und Glimstim ist das Produkt der Zukunft. Das ist kein Millionengeschäft, dass ist ein Milliardengeschäft! Und deswegen kann ich es mir leisten, die besten Leute zu ihren besten Konditionen anzuwerben. Wie hört sich ein Einstiegsgehalt von 250 000 Credits pro Jahr für euch an? Und wenn ihr euch bewährt, gibt es die Vollmitgliedschaft bei Crimson Dawn noch als Bonus obendrauf." Offensichtlich weiß er weder, wer wir sind, noch was wir hier wollen. Offenbar ist es ihm noch nicht zu den Ohren gekommen, dass die Crew der "Vanguard" hinter ihm her ist. Immerhin haben wir uns der einen Oberin der Twi´lek Schwesternschaft offenbaren müssen. Geld interessiert mich nicht wirklich. Jedenfalls nicht so verdientes Geld und eine Vollmitgliedschaft bei Crimson Dawn steht auch nicht auf meiner oder die meiner Kameraden Agenda.

Schätze mal, ich habe einen Vertreter der drittobersten Kategorie von Crimson Dawn vor mir. Ganz oben in der Spitze der Pyramide der Organisation ist der geheime ominöse oberste Anführer, über den niemand was näheres zu wissen scheint oder will. Nach meiner Vermutung könnte es sich dabei um einen Darth der Sith handeln. Zwar sind mit dem Tod von Darth Sidious und Darth Vader in der Schlacht von Endor die Sith offiziell ausgelöscht, aber es könnte durchaus sein, dass ein geheimer Schüler überlebt hat und die Regel der Zwei weiter praktiziert. Oder sie auch gänzlich ignoriert. Sith ist ja kein geschützter Markenname wie die CIG oder Incom. Nach meinem Instinkt gehend halte ich den Chef von Crimson Dawn für einen Darth und wäre ja sogar eine gewisse Tradition fortführend. Die zweite Ebene bilden Pharos, Trifex und Moridia Vex. Wobei ich denke, letztere ist die Schülerin des neuen Sith-Lords.

Die nächste Ebene sind dann Leute wie Fexler. Sie leiten quasi eine eigenständige Zelle. Crimson Dawn liefert die Ware und kassiert risikolos den Großteil des Gewinns. Sonst dürfte Fexler vollkommen autark agieren. Außer es gibt massiven Ärger, dann kann er auf weitere Ressourcen zugreifen. So stelle ich mir das in etwa vor. Die vierte Ebene sind dann die Subsyndikate, die wiederum von Fexler und seines gleichen beliefert werden. Wahrlich schon ein Pyramidenspiel, je weiter unten, desto höher das Risiko.

Letztendlich will ich meine Schwester zurück und ich denke, dass liegt außerhalb seiner Möglichkeiten. Es gibt zwar sicherlich eine unglaublich minimale Chance, dass Eloy und Tory noch hier sind, aber alles spricht dafür, dass sie mit Vex zu deren Meister geflogen sind. Hier ist für uns nichts mehr zu holen.

"Bedauerlicherweise muss ich ablehnen!", mit diesen Worten zünde ich die Granate und Lyn wie auch Scavangerbot schießen ein Fass in Brand. Sofort lassen wir uns zurückfallen. Die Söldner schützen im ersten Moment ihren Brötchengeber, da tote Dienstherren die Tendenz zeigen, keinen Sold mehr zu bezahlen. Ich gebe Deckungsfeuer während Lyn das Loch in die Kabine schneidet und als erste geht. Scavangerbot geht kurz in Stellung, um meine Bemühungen zu unterstützen und löst sich dann ebenfalls vom Gegner. Einen kurzen Moment warte ich noch weiter Sperrfeuer gebend und lasse mich dann durch das Loch fallen. Mit meinem Jetpack fliege ich nach unten und bin noch vor Lyn in der Höhle von Vorca. Mit meinem DLT-19D in Anschlag sichere ich den Raum und stelle fest, dass sich keine Truppen verschanzt haben. Aber ich bin sicher, ein Kommando ist mindestens in Truppstärke schon hier her unterwegs.

Nachdem ich die Drohne voraus geschickt habe, übernehme ich die Spitze. Wir machen gut Strecke und kommen bis zum Eingang ohne Probleme. Ich schicke meinen Späher über die Dächer und kann sehen, wie die Gasse von einem schweren Gleiterfahrzeug blockiert wird. Wir verstecken uns im Innenhof und lassen die sechs Mann, also nur ein starkes Team, passieren. Allerdings kommen noch zwei weitere Gleiter und die booten nun einen vollen Trupp aus, der uns ebenfalls passiert. Allerdings blieben vier Söldner zurück. Ich könnte einfach davon fliegen, aber die Option haben meine Kameraden nicht.

"Gebt mir eine Minute und dann rückt vor. Ich umfliege sie und räume von hinten auf!" Und so machen wir das auch. Mit meinem Jetpack fliege ich hoch, umkreise den Gegner und nehme sie von einem Dach gegenüber ins Visier. Wirklich wachsam ist das zurück gelassene Team nicht, dass sind entweder besser bewaffnete Gangmitglieder oder schlecht bewaffnete Söldner. Die zeigen Präsenz, erwarten aber keinen Kontakt mit einem weit überlegenen Gegner. Das ist der letzte Fehler in ihrer Verbrecherkarriere, die nun genau hier endet.

"In Stellung!", verkünde ich und zentriere das erste Ziel im Zielfernrohr meines DLT-19D. Der Feuerüberfall ist kurz und blutig. Ich erschieße zwei, die Überlebenden laufen Deckung suchend in die Gasse, wo Lyn und Skav schon auf sie warten. Wenige Augenblicke später sind zwei weitere Gegner tot. Das war jetzt relativ unspektakulär, trotzdem rennen einige Nachtschwärmer panisch vom Ort des Geschehens weg. Ich hüpfe nach unten, Scavangerbot hievt unsere Jumperspeeder auf die Ladefläche eines der Gleiter und Lyn befestigt diese. Derweil zerstöre ich mit dem Cherkahänder die Repulsorliftantriebe der anderen beiden Gleiter. Dank meiner Panzerung, die auch vor elektrischen Entladungen schützt ist das für mich vollkommen ungefährlich. Scavangerbot geht auf der Ladefläche in Stellung, Lyn setzt sich auf den Beifahrersitz und ich klemme mich hinter die Kontrollen des wuchtigen Gleiters. Die Bedienelemente entsprechen dem Corellianischen Industriestandard und sind mir vertraut. Sofort starte ich den Antrieb und wir heben ab. Sofort nehme ich fahrt auf.

Leider waren wir wohl nicht schnell genug weg vom Ort des Kampfes, da sich hinter uns zwei weitere Gleiter setzen und die nehmen sofort die Verfolgung auf. Der Gleiter ist zwar ein kleiner Frachtgleiter, aber der Antrieb hat es in sich. Die Beschleunigung drückt mich regelrecht in den Sitz, was mich trotz des ernstes der Situation zum jauchzen bringt. Leider sind die Gleiter hinter uns ebenfalls getunt. Trotzdem kann ich etwas mehr Leistung aus den Triebwerken heraus kitzeln als unsere Verfolger. Aber dafür kennen sie das Terrain viel besser als ich und können den Abstand halten.

Auf meinem Helmdisplay rufe ich unsere selbst von diesem Sektor erstellte Karte und suche mir eine praktikable Route zur "Vanguard" aus. Scavangerbot eröffnet derweil das Feuer auf unsere Verfolger mit seiner MWC-35c, während die aus allen Rohren auf uns schießen. Dem Droiden gelingt es auf Anhieb, einen der verfolgenden Gleiter einen Volltreffer zu verpassen, welcher den Gleiter zum Absturz bringt. Das Fahrzeug zerschellt beim Aufschlag und vergeht in einer Explosion, als dessen Treibstoff hochgeht. Dies dürfte kein Insasse überlebt haben. Ich hoffe nur, dass dies kein Kollateralschaden verursacht hat.

Kaum ist der eine Gleiter weg, kommt schon der nächste in Begleitung von ein paar Swoopbikern. Die Schwesternschaft oder ein der Subgangs beteiligt sich auf die Jagd nach uns. Ganz blöd ist, die wissen vielleicht inzwischen, wohin wir fliegen. Das ist jetzt echt nicht gut gelaufen. Wenn man Hilfe möchte, muss man eben mit Erfolgen und Referenzen protzen. So ist das eben. Wer hätte auch ahnen können, dass der angeblich heiße Unterweltkrieg zwischen sechs Syndikaten wohl seit Wochen nur noch Show nach außen ist?

Die Bikes sind deutlich schneller als wir und die Twi´leks auf den Sitzen eröffnen mit Blasterpistolen das Feuer auf uns. Das ist nicht Nett, aber unsere Antwort ist es auch nicht! Scav und Lyn feuern aus allen Rohren zurück. Die orangene Twi´lek lehnt sich aus dem Fenster und feuert ihre präzise Blasterpistole ab. Sie trifft einer ihrer "Schwestern" und deren Bike kracht führerlos in eine Hauswand. Der Droide lässt vom schwankenden Untergrund nicht beirren und schießt ebenfalls ein Swoop ab. Eine der Schwestern meint tatsächlich, es wäre eine gute Idee, mich überholen zu wollen. Ein kleiner Schwenker mit dem Heck des Gleiters und sie kracht in einen Müllhaufen. Das hat jetzt bestimmt sehr weh getan. Der Rest erkennt nun deutlich die Zeichen der Zeit und lässt sich zurückfallen.  Es ist nun an der Zeit, etwas mehr als nur etwas Straße zwischen uns und unsere Verfolger zu bringen. Besonders da nun ein weiterer Gleiter entgegen kommt. Auf der Ladefläche befindet sich ein Söldner und der hat einen Raketenwerfer geschultert. Und der fackelt nicht lange.

"Festhalten!"

Nakagos wirre Gedanken

Eine zünftige Verfolgungsjagd durch enge Gassen war schon lange überfällig. Für was hat man so coole Fertigkeiten, wenn man sie nie einsetzen kann? Das war Spaß pur!

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #278 am: 02. Juni 2020, 14:22:11 »
Herf

"Festhalten!", mit dienen Worten sause ich nun mit einer sauberen Kehre in eine recht enge Gasse, als ein Söldner auf einem Gleiter in voller fahrt eine Rakete auf uns abfeuert. Diese enge Kurve kann keine Rakete fliegen und detoniert folgerichtig an einer unschuldigen Häuserecke. Funkensprühend kracht eine Reklametafel für eine Cantina auf den Boden. Die Gasse ist verdammt eng und etwa dreißig Schritt vor uns ragt ein Gebäude so weit hinein, dass wir mit unserem Gleiter da nicht mehr durchpassen. Sofort nehme ich Geschwindigkeit weg und gewinne etwas Höhe. Fliegen kann das Teil hier leider nicht wirklich, aber eben etwas die Flughöhe von ein bis zwei Meter regulieren. Dann leite ich die Energie des linken Repuslorliftes zum rechten um, so kippt unser Gleiter und passt nun Schräg durch diese verdammt enge Lücke. Unwillkürlich halte ich den Atem an, als wir durch diese Engstelle schrammen.

Kaum haben wir das Hindernis passiert, verändere ich die Trimmung wieder auf Normalzustand. Das war jetzt knapp gewesen. Die beiden Gleiter hinter uns versuchen zwar noch zu bremsen, aber der erste Verfolger schrammt in die Lücke und bleibt stecken und zweite Gleiter mit dem Raketnschützen auf der Ladefläche kann nicht schnell genug bremsen und kracht in seinen Vorgänger hinein. Beide Gleiter verkeilen sich und Passagiere machen buchstäblich den Abflug. Eine malerische Explosion bleibt leider aus. Dafür haben wir unsere Verfolger abgeschüttelt, jedenfalls diese.

Ich schieße mit unserem Gleiter nun in eine Hauptstraße am Rande von Sektor Blau hinein. Mit einem wilden Manöver weiche im letzten Moment einem von links querenden Gleiter aus und fädle mich dann auf der anderen Spur in den Verkehr ein. Die Straße führt hinaus aus diesem Sektor und nun können unsere Gegner einfach nicht mehr auf uns schießen. So schnell wie möglich fliegen wir zu dem Raumhafen, wo sich nicht nur die "Vanguard" befindet, sondern auch die ILH-KK, mit der meine Schwester, Tory und Lyn her gekommen sind. Dort verstauen wir den erbeuteten Gleiter und unser sich immer noch darauf befindlichen Jumpspeeder.

Lyn fliegt los, um Shaka und Edna einzusammeln, da wir von hier evakuieren. Es macht keinen Sinn, länger auf Corellia zu bleiben. Meine kleine Schwester und Tory befinden sich nicht mehr hier und sind wohl auf dem Weg zum Sith-Lord, wer auch immer das sein mag. Das sind keine guten Nachrichten, aber nichts hält uns mehr hier, besonders da ein ziemlich großes Chapter von Crimson Dawn hinter uns her ist.

Ich mache die Vorhut, da ich deutlich mobiler wie Scavangerbot. Es sind tatsächlich sechs Söldner zu sehen, die sich auffällig unauffällig in der Nähe unseres Landeplatzes aufhalten. Wir sind nicht mehr in Sektor Blau und ein offenes Feuergefecht dürfte die CorSec auf den Plan rufen. Allerdings sind es es einfach zu viele, um sie einfach nur zu betäuben. Auch erscheint es mir unmöglich, unbemerkt von diesen gedungenen Mördern zu unserem Schiff zu gelangen. Letztendlich sind wir im Krieg mit Crimson Dawn und jeden den ich töte, ist ein Gegner weniger. Allerdings ist mir auch klar, dass all jene, die wir heute getötet haben, schon Morgen von neuen Anwärtern und Söldnern ersetzt sein dürften. Wobei ich mich Frage, sind das Mitglieder von Crimson Dawn oder einfach nur gedungene Mörder?

Letztendlich ist das egal. Von einem Skyway aus eröffne ich das Feuer auf meine Gegner. Die haben keine Chance. Meine erste Salve erledigt, drei von ihnen, meine zweite zwei. Einer entkommt in den toten Winkel unter der "Vanguard". Ich starte mein Jetpack und fliege einfach hin. Der Mann kauert hinter einer der Landestützen. Für einen Moment erwäge ich ihn am leben zu lassen. Dann denke ich an meine Schwester und richte ihn regelrecht hin. Heute bin ich einfach nicht in Stimmung für Gnade. Das ist kein Sicherheitsgardist, der einfach nur seine Arbeit tut, um seine Familie zu ernähren. Das ist ein Berufsverbrecher!

RD 79 öffnet die Schleuse und auch Scavangerbot 523 hat inzwischen den Weg gefunden. Nichts wie weg hier. Sofort renne ich in die Pilotenkanzel und aktiviere die Systeme. Ohne auf Starterlaubnis zu warten, hebe ich ab. Schnell gewinne ich an Höhe und werde von der Flughafensicherheit und von CorSec angefunkt. Etwas genervt simuliere ich eine Funkstörung und Scavangerbot berechnet einen kurzen Sprung zu einem mit Lyn vereinbarten Treffpunkt. Die CorSec lässt sich nicht täuschen und ich kann auf dem Display der Kurzstreckensensoren eine Rotte Sternenjäger auf Abfangkurs ausmachen. Aber bevor die in Schussweite sind, springen wir in den Hyperraum.

Nach wenigen Minuten sind wir am Ziel und koppeln unsere Schiffe zusammen, als auch Lyn mit den anderen auftaucht. Das ist jetzt nicht so gut gelaufen. Meine Instinkte haben mich nicht betrogen, was die Falle anbelangt. Wir sind daraus entkommen, aber es war verdammt knapp. Das war kein guter Tag für uns. Mir bleibt nichts anderes übrig als zu akzeptieren, dass ich momentan nichts für meine Schwester tun kann. Tory ist mir ehrlich gesagt so was von egal. Ich bin noch nicht einmal sicher, ob sie meine Schwester nun ans Messer geliefert hat oder nicht. Skav untersucht die Kommunikationskonsole der ILH-KK, aber findet keine verdächtigen Daten, die auf heimliche Gespräche zwischen Tory und Crimson Dawn hindeuten. Aber wir wissen alle, dass Tory solche Spuren durchaus verwischen kann. Es gibt keinen Beweis, dass sie eine Verräterin ist, aber auch keine wirkliche Entlastung. Ich trau dem kleinen Gör auf keinster weise und sie hat auch keine Veranlassung, Loyal zu uns zu stehen.

Nun ja, wir informieren Grim Corda, den netten Sektorranger, über unsere letzten Erkenntnisse über Crimson Dawn und die verschwundenen Machtsensitiven. Also das eventuell der oberste Anführer der Crimson Dawn womöglich ein Sith-Lord ist, Moridia Vex seine erste Schülerin und die für eine Armee von Machtsensitiven eben solche Wesen im größeren Maßstab entführen. Wir erklären auch den Zwischenfall auf dem Raumhafen und entkommen so einer Anklage wegen Terrorismus und Mord.

Nachdem das erledigt ist, planen wir unser weiter vorgehen. Auch wenn ich meine Schwester suchen will, ist mir klar, dass wir zuerst den Rücken dafür frei bekommen müssen. Also müssen wir endlich das Wattoo Problem aus der Galaxis schaffen. Wir informieren seinen Sohn Blagaa, den einzigen Hutten in dieser Familie, der halbwegs intelligent und rational ist, über das erlangen der Codes. Der schickt uns einfach die Koordinaten, wohin wir müssen. Dabei haben wir uns einen recht komplizierten Plan ausgedacht, unsere Daten nicht preis zu geben, bevor wir wissen, wo sich diese Welt befindet. Und Blagaa gibt diese Information einfach so heraus.

Das Sharipta System befindet sich am äußersten Rand außerhalb des Huttenraumes. Jedenfalls gehört das nicht mehr zur Hegemonie dieser Wesen. Nun gut, wir folgen der Corellianischen Schnellstraße zum Äußeren Rand, biegen bei Geonosis ab und machen einen kurzen Abstecher nach Tatooine, wo wir in Anchor Head unsere Waren an den Mann bringen. Leider bekommen wir nur wenig neue Ware herein, da wir ein enges Zeitfenster haben. Auch wollen wir Teile des Laderaumes für eventuelle Beute frei halten.

Nakagos wirre Gedanken

Endlich wissen wir, wohin wir müssen und letztendlich sagt man uns das einfach. Manchmal kann es so einfach sein. Das war nun das erste Segment der Sitzung.

Nakago

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« Antwort #279 am: 04. Juni 2020, 22:23:43 »
Isk

Insgesamt brauchen wir etwas über zwei Tage reine Flugzeit. Zeit genug um unsere Wunden von unseren Kämpfen auf Corellia von Besh 42 behandeln zu lassen und wieder Fit zu werden. Ich habe viel Zeit um Nachzudenken und auch mir Sorgen um meine kleine Schwester zu machen. Irgendwie kommt mir das ganze wie ein böser Albtraum vor. Jahrzehnte hat es gedauert, sie aufzuspüren und kaum gefunden, ist sie wieder weg. Hab ich die Fähigkeiten meiner Schwester überschätzt? War ich nicht vorsichtig genug? Letztendlich ist Eloy eine erwachsene Frau, die eine der härtesten Ausbildungen überlebt hat, die man sich nur vorstellen kann. Trotzdem war sie dieser Moridia Vex und ihrer Spießgesellen nicht gewachsen. Sie zu finden dürfte letztendlich der leichtere Part werden, denn sie zu befreien, wenn diese Moridia in der Nähe ist, wird nicht leicht werden. Besonders da mein Selbstvertrauen etwas angeknackst ist. Ein Gegner hat mich in Unterzahl besiegt. Das ist hart! Aber ich muss nach vorne blicken, Lehren aus dem Geschehenen ziehen und es abhaken.

Das Sharipta System besteht aus einer Sonne und im wesentlichen aus drei Gasriesen. Einer dieser Riesen hat als Mond nun das Objekt der Begierde. Er befindet sich in der optimalen habitablen Zone. Drum herum sind Dutzende Schiffe im stabilen Orbit. Das größte Schiff ist wohl die Vantika, der Rest sind wohl eher Kampfschiffe. Auch das von Wattoo befindet sich hier. Ein Klotz von einem Schiff, was sehr alt aussieht und von einer mir gänzlich unbekannten Baureihe. Natürlich werden wir sofort herbeizitiert. Eine Einladung, die wir nicht gerne annehmen, aber leider nachkommen müssen.

Das Huttenschiff ist nicht gerade klein, aber deutlich kleiner als die "Vantika". Trotzdem können wir mit unserer "Vanguard" gut darin landen. Die Gänge sind eindeutig auf die Größe eines Hutten ausgelegt, soll heißen, da geht bequem eine Sänfte durch. Der Hutte von Welt kriecht ja nicht vor sich herschleimend durch die Gegend, sondern fliegt bequem mit seiner ganz privaten Sänfte. Die Gänge sind bar jeder Verschalung. Kabelstränge winden sich durch die Korridore, was dem ganzen ein äußerst bizarrer Anblick beschert. Recht schnell kommen wir in den geräumigen, aber nicht wirklich prächtigen Thronsaal, wo wir wie Champions mit Applaus von einer großen Anzahl hier anwesender Speichelleckern empfangen werden. Neben den uns schon bekannten Söldnern auch viele Zivilisten wie Prospektoren oder Vertreter des Bankenklans. Nun gut, offensichtlich wird unser Kommen bejubelt, auch von Wattoo und von irgendwelchen Repressalien ist nicht mehr die Rede. Wattoo vergisst schnell, im guten wie im schlechten, wie es scheint. Nun gut, soll uns recht sein.

Moorbaa oder eines seiner anderen Kinder ist nicht anwesend, die sind schon auf der Oberfläche und bereiten alles vor. Das ist gut, denn wir wollen ja noch ein paar Sachen nachprüfen. Überraschenderweise bekommen wir es geschafft, die dafür notwendige Zeit heraus zu schinden. Allerdings erfahren wir, dass Crimson Dawn erst kürzlich einen Angriff auf diese Flotte gestartet hat, aber zurück geschlagen wurde. Hauptsächlich waren wohl die Schiffe von Trifex beteiligt und nicht die von Pharos, der ja unser primäres Problem ist. Eine signifikante Schwächung seiner Flotte wäre für uns äußerst begrüßenswert.

"Das ging ja jetzt einfacher als gedacht", meine ich zu meinen Kameraden, als wir von Wattoo Flaggschiff weg fliegen.

"Hoffentlich hat Wattoo auch noch gute Laune, wenn er erfährt, dass er den Krustenknacker nicht einsetzen kann, weil der sonst irgend eine uralte Alienwaffe freisetzt", unkt Lyn und spricht durchaus auch meine Bedenken aus.

"Nach meinen Berechnungen wird Wattoo nicht erfreut darüber sein und uns die Schuld dafür geben", analysiert Scavangerbot.

"Da sind wir ja alle einer Meinung", meine ich dazu nur.

Der Mond mit dem Krustenknacker hat nur ein Durchmesser von knapp dreihundert Kilometer. Von außen sieht das Ding aus wie ein ganz normaler, wenn auch recht kleiner Mond. Unsere Sensoren melden ein Gravitation von fast eins, also dem Wert von Coruscant. Die Oberfläche ist kahl, mit Kratern übersät. Es verfügt trotz seiner geringen Größe über eine atembare Atmosphäre. Ein Tiefenscan ist nicht möglich, was auch nicht überrascht, da offensichtlich schon andere daran gescheitert sind.

"Wahrscheinlich dachten die Gamorraner, weil sie die tieferen Regionen nicht scannen können, dass wegen der Abschirmung sich was wertvolles im Innern befindet", fasse ich meine Gedanken über die bisherigen Erkenntnisse zusammen.

"Ich kann eine Präsenz im Innern spüren. Es ist beinahe, als wäre dieser Mond ein eigenständiges Wesen", gibt die orangene Twi´lek ihre Gedanken kund.

"Du meinst, da drin unter der Oberfläche des Mondes lauert eine Art Schwarmbewusstsein?", hake ich nach.

"Ich meine, dieser Mond an sich ist ein eigenständiges Wesen."

"Das ist gar nicht gut!", meine ich dazu. Was immer das auch ist, es hat seine eigene atembare Atmosphäre. Dieser Mond ist wirklich eine einzige Anomalie. Jedenfalls gibt es fünf interessante Punkte auf der Oberfläche. Etwas unter dem Nordpol ragt der gewaltige Krustenknacker auf. Vielleicht ist er zu einem fünftel in die Mondoberfläche eingedrungen und ragt mehrere Kilometer in die Höhe. Das Ding war eigentlich mal ein Raumschiff, man kann immer noch die Triebwerke hoch in den Himmel ragen sehen. Man sieht der Konstruktion die dreißig Jahre an, die es hier schon vor sich hin vegetiert. So ein Konstruktion wird praktisch so gebaut, dass sie den Transport übersteht, sich eingraben kann und dann detoniert. Alles was nicht stabil sein muss, ist vom billigsten Material, was man sich nur vorstellen kann. Trotzdem ist das ein ziemlich beeindruckendes Ding, wenn man erst mal davor steht.

Es gibt noch auf der anderen Seite etwas südlicher eine alte Bergbausiedlung mit Bohrtürmen, die recht krude aussehen, wahrscheinlich auch gamorranische Technologie. Vermutlich Probebohrungen, die man damals noch vor dem setzen des Krustenknackers durchgeführt hat.

Von dieser Anlage südlich im Äquatorbereich gibt es einen größeren Krater, in dem eine deutlich höhere Schwerkraft herrscht. Im Zentrum ist das Wrack eines größeren Raumschiffes auszumachen, wahrscheinlich ein Großraumfrachter.

Noch etwas weiter im Süden ist ein Geysirfeld und brodelnde Teiche. Das würde eine gewisse vulkanische Aktivität bedeuten. Wenn das ein Wesen ist, sollte so etwas eigentlich ausgeschlossen sein.

Und zu guter Letzt gibt es ein Höhlensystem nordwestlich davon, aber immer noch südlich des Äquators. Dort gibt es die "Kultisten", die wir eigentlich auf Grund von fehlerhaften Informationen oder einem Missverständnis auf der Planetenoberfläche vermuteten.

Die Ellipsenförmige Umlaufbahn ist ebenfalls bemerkenswert und alle zweiundvierzig Stunden kommt der Mond dem Gasriesen so Nah, dass dessen Atmosphäre auf den Mond rüberschwappt. In dieser Zeit soll es zu komischen Wechselwirkungen kommen. Es ist nur die Frage, was damit nun genau gemeint ist. Wahrscheinlich nichts Gutes, dünkt mir.

Nakagos wirre Gedanken

Nun sind wir endlich da, wo Wattoo (oder unser Spielleiter) uns schon immer haben wollte. Mal sehen, ob wir das Geheimnis des Mondes lüften können, bevor uns buchstäblich alles um die Ohren fliegt.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #280 am: 07. Juni 2020, 14:56:51 »
Jenth

Nach kurzer Beratung beschließen wir, dass Raumschiff in der Gravitationssenke aufzusuchen, um dort eventuell neue Erkenntnisse zu gewinnen. Wir landen am Rand der Senke und machen uns mit den praktischen Jumpspeedern auf. Vorher laden wir sie voll auf, da die kompakten Repulsorliftantriebe Schwerstarbeit leisten müssen. Nach etwa zwei Stunden ohne weitere Zwischenfälle kommen wir an dem Wrack an. Es handelt sich definitiv um einen Großraumfrachter, aber das Modell ist schon älter und ganz klar mehrmals modifiziert worden. Keine Ahnung, was das mal ursprünglich war.

Mein Scanner zeigt weder Lebensformen noch Energie in unserer Nähe an, aber man kann ja nie wissen, besonders da dicke Wände alles abschirmen. Mit feuerbereiten Waffen rücken wir vorsichtig ins Innere des Raumschiffes durch eine offen stehende Frachtschleuse. Schnell wird klar, alles was nicht niet und nagelfest ist, wurde wohl schon langer Zeit geplündert. An den Wänden sind hier und da grellbunte Bilder zu sehen. Es handeln sich um religiöse Motive und im Kern scheint es um einen Erlöser zu gehen. Jedenfalls ist das meine Interpretation. Lyn kommt zum gleichen Schluss, während Scavangerbot mit diesen bunten "Graffiti" überhaupt nichts anfangen kann.

Schließlich erreichen wir das Kommandodeck und finden einen Computeranschluss. Mit etwas tricksen bekommen wir genug Saft in das Bordsystem, um den Hauptcomputer soweit hochzufahren, um das Logbuch auszulesen. Das Schiff wurde von einem Clan Twi´leks mehrere Jahre nach dem Aufstieg Palpatines zum Imperator gekauft. Der Clan folgte einem Guru, der seinen Jüngern ein leben im Paradies versprach. Der hatte jedenfalls Visionen von einem lebenden, aber schlafendem Gott und die sind hier absichtlich gelandet. Schließlich fand der Clan eine neue Heimat in den Höhlen auf der anderen Seite des Mondes. Und dort leben sie immer noch. Wäre sicherlich interessant zu wissen, wieweit die darüber informiert sind, dass sie auf einem riesigen Schiff sich angesiedelt haben.

Da es hier rein gar nichts zu holen gibt, beschließen wir, einfach mal bei den Twi´leks vorbei zu schauen, ob die wissen, dass sie eventuell auf einer Basis der Yuuzhan Vong gesiedelt haben. Auch müssen wir schauen, die irgendwie von diesem Mond zu bekommen, wenn wir gezwungen sind, den Krustenknacker nun doch einzusetzen. Nicht um an wertvolle Rohstoffe zu gelangen, sondern eine Bedrohung für die Galaxis zu eliminieren.

Also heißt es wieder zu unseren Jumpspeedern zurück zu stampfen und loszufliegen. Auch der Rückflug klappt ohne Zwischenfälle, was in dieser Umgebung wirklich nicht verkehrt ist. Auf den letzten Drücker kommen wir zurück auf die "Vanguard". Viel weiter hätten wir mit diesen Fahrzeugen nicht fliegen können. Wir laden unsere Rüstungen wieder auf, RD 79 macht das bei den Gleitern.

Als nächstes fliegen wir nun zu den Höhlenbewohnern. Die sind mehr oder weniger von den Truppen Moorbaas eingekesselt, wir können aber ungehindert landen. In unseren massiven Militärrüstungen gehüllt rücken wir auf den Höhleneingang zu, haben unsere Waffen aber geschultert, um unsere friedlichen Absichten zu unterstreichen. Jedenfalls hat momentan keiner vor, hier und jetzt Gewalt anzuwenden. Mir gefällt nicht, einfach so in ein Höhlensystem einzudringen, ohne die Möglichkeit eines Rückzuges offen zu lassen. Die Situation auf Corellia hat mich doch nachdenklich gemacht. Also bleibe ich zurück, um den Höhleneingang zu sichern, während Lyn und Scavangerbot die Twi´leks besuchen. (Hier bin ich kurz am Tisch eingenickt und habe recht wenig vom Gespräch mitbekommen. War aber eh Bedeutungslos.)

Nach einer Viertelstunde kommen die orangene Twi´lek und der Droide wieder zurück. Der Anführer heißt Kiquat und die Twi´leks hier sind alle mehr oder weniger mutiert. Dabei handelt es sich um eine sehr kleine Kolonie mit weniger als sechzig Mitglieder, die alle mehr oder weniger mutiert sind. Auf alle Fälle werden allen Fremden auf dieser Welt der Zorn Gottes angedroht und zwar während der Zeit des Sturms. Das ist die Phase, wo der Mond in die Atmosphäre des Gasriesen eindringt. Lyn ist der Meinung, dass die Gefahr sich bei den Geysiren materialisieren wird. Nun gut, dann hoffe ich mal, dass unsere Pilotin mit ihren Jedisinnen Recht behält. Bis zu dieser Sturmzeit sind es nicht mehr lang.

Wir ziehen uns zurück auf die "Vanguard" und beratschlagen im schnuckligen Aufenthaltsraum unser nächstes Vorgehen. Wirklich viel haben wir immer noch nicht in Erfahrung gebracht. Sprengen oder nicht sprengen, dass ist hier die Frage. Der Jedimeister Tinakai, immerhin Experte auf dem Gebiet der Yuuzhan Vong, hat die Sprengung unterbunden. Es ist die Frage, wollte er ein Forschungsobjekt erhalten, um es nach dem Klonkrieg in aller Ruhe in Augenschein nehmen zu können oder war er überzeugt davon, eine nicht zu beherrschende Gefahr loszutreten? Der Rat ging wohl vom letzteren aus, sonst hätten sie nicht die Koordinaten des Mondes aus dem Archiv getilgt. Wirklich wissen tun wir nicht viel. So vertagen wir die endgültige Entscheidung nach dem Sturm des Zorns.

Es erscheint uns ratsam, mit der "Vanguard" direkt in das Zielgebiet zu fliegen und dort Stellung zu beziehen. Sportlicher wäre es, was da auch immer lauert, zu Fuß zu begegnen, aber Scavangerbot hat zu seiner alten Vorsicht zurückgefunden und setzt sich mit seiner Linie durch, erst in Sicherheit abzuwarten, was da sich zusammenbraut und dann darauf Zeitnah zu reagieren. Ich lege schon mal einige alternative Waffen wie den Raketenwerfer wie auch den Flammenwerfer bereit. Man weiß ja nie, was da einen alles anspringen kann.

Schließlich tritt der Mond in die Atmosphäre seines Planeten ein und Nebel bildet sich. Ich befinde mich als beste Schützin des Teams oben in der Kanzel zum Lasergeschütz und richte es schon mal in Richtung des Geysirs aus. Ich habe die Zielbrille aufgesetzt und starre quasi ins Nichts.

"Da tut sich was!", meint Lyn schließlich.

"Geht es bitte etwas präziser?", hake ich nach, da ich momentan keine signifikante Veränderung feststellen kann.

"Etwa ein Klick Nordöstlich manifestiert sich eine Wesenheit und die ist ziemlich übel gelaunt", erklärt mir die Jedi nun deutlich präziser.

"Danke, damit kann ich jetzt was anfangen", erwidere ich und schwenke das Geschütz in die angegebene Richtung und entsichere es. Auch kommen nun Sensordaten auf mein Display. Das Ding was da aus dem "Teich" kommt, ist riesig. Schätze mal, dass es vom Volumen her die Vanguard toppt, von der Höhe auf alle Fälle. Es bewegt sich auf sehr langen Tentakeln fort und besteht praktisch nur aus diesen mit einem langen Körper in der Mitte. Ein wortwörtlicher Kopffüßler. Wobei vorne von einem riesigen Schnabel dominiert wird, über dem vier Augen zu sitzen scheinen.

Dieses Wesen kommt recht zielstrebig auf uns zu. Da ich nicht denke, dass es mit uns kommunizieren möchte, eröffne ich das Feuer aus beiden Rohren. Unter diesen Umständen treffe sogar ich ziemlich gut den Angreifer, er nun mal verdammt groß und in gerader Linie auf uns zukommt. Allerdings wird schnell klar, ein Doppeltreffer hält den nicht wirklich auf. Nun gut, Energie für unsere Lasergeschütze haben wir mehr als genug. Der nächste Treffer reißt die Panzerplatten am Kopf ziemlich stark auf. Sofort gibt es Nachschlag und ein weiterer harter Kopftreffer bringt es zum taumeln. Inzwischen ist es auf unter fünfzig Schritt an die "Vanguard" heran gekommen. Noch hält es sich auf den Beinen und allein sein Gewicht kann massive Schäden an unserem Schiff verursachen. Der nächste Treffer muss es töten oder wir können viele Credits in die nächste Reparatur investieren.

Nakagos wirre Gedanken

Anfangs habe ich es durchaus in Erwägung gezogen, den Feind draußen mit einem Raketenwerfer zu stellen. Aber letztendlich habe ich mich zu Lyras Glück für die sichere Lösung überzeugen lassen.

Nakago

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« Antwort #281 am: 09. Juni 2020, 14:21:18 »
Krill

Ruhig warte ich, bis mein Gegner in der Mitte des Fadenkreuzes zentriert ist und ziehe ab. Beide Läufe speien ihr gebündeltes Licht auf das Monster und dringen tief in den Leib ein. Lyn ist gerade dabei einen Alarmstart vorzubereiten, aber der ist nicht nötig. Die Kreatur bricht in sich zusammen und rührt sich nicht mehr. Der Boden bebt dabei so stark, dass ich dass bis hoch in den Geschützstand spüren kann. Das Vieh war jetzt ziemlich zäh. Es ist ein richtiger Berg aus Fleisch und Tentakeln, was da vor uns aufragt. Mit Handfeuerwaffen wären wir wahrscheinlich nicht durch dessen dicke Haut und Panzerplatten aus Knochen gekommen. Ich würde den Kadaver gerne näher untersuchen und vielleicht die eine oder andere Probe nehmen.

"Ich kann spüren, wie im Moment viele Wesen im Bereich des Krustenknackers sterben", meldet sich Lyn.

"Wahrscheinlich wird der Krustenknacker von Crimson Dawn angegriffen", mutmaßt Scavangerbot, der die Verbrecherorganisation zu Recht als unseren primären Gegner ansieht.

"Vielleicht ist auch eine Teufelei der Yuuzhan Vong dafür verantwortlich. Ich würde vorschlagen, wir fliegen einfach mal hin und sehen nach, was da im Detail vor sich gehen mag", meine ich dazu nur.

"Hört sich nach einem guten Plan an", meint Lyn und leitet die Startsequenz ein.

"Ich schließe mich dem an, da eine visuelle Überprüfung der Ereignisse uns weitere wichtige Informationen offenbaren werden", gibt auch Scavangerbot sein OK dazu. Die "Vanguard" hebt ab und ich bleibe im Geschützstand. Wir messen eindeutig kurzzeitig aufblitzende Energieemissionen, die auf auf heißes Feuergefecht deuten.

"Hier spricht Blagaa! Meine Einheit wird am Krustenknacker angegriffen! Brauche sofort militärische Unterstützung!", meldet sich der Erstgeborene von Wattoo über Com. Da Blagaa der einzig vernünftige von Wattoos Brut ist, machen wir uns sofort kampfbereit. Der Technik affine Hutte hat seine Söldner um den Krustenknacker und auch auf dem Krustenknacker stationiert. In weißer Voraussicht hat seine Leute sich eingraben lassen und einige erhöhte Postionen befestigt. Bei dem Gegner handelt es sich um keine Yuuzhan Vong oder deren Machtgeister, sondern um Söldner.  Sieht so aus, als hätte Scavangerbot mit seiner Vermutung nicht ganz unrecht gehabt. Allerdings frage ich mich, woher die auf einmal in so großer Anzahl kommen. Ist ja nicht so, dass hier keine Flotte des Hutten herumlungern würde.

Die gegnerischen Söldner haben drei Angriffskeile gebildet, die praktisch auf Null, Achtzig und Hunderstsechzig Grad angreifen. Der auf Achtzig ist wohl der Hauptvorstoß, die anderen Keile flankieren nur und unterstützten den Hauptvorstoß. Mir ist nicht ganz klar, warum man nicht zwei gleich große Angriffspitzen bildet, die von gegenüberliegenden Seiten angreifen.

Die Hauptangriffsspitze wird von einem schwer gepanzerten Gleiter aus angeführt, auf dessen Ladefläche eine Blasterkanone montiert ist. So ein Fahrzeug haben wir auch schon mal so modifiziert. Scavangerbot nimmt dieses Fahrzeug mit der unten montierten Ionenkanone unter Feuer. Er trifft gut und bringt das Gefährt zum Absturz. Der Gleiter pflügt durch den Untergrund und bleibt schräg stehen. Hinten geht eine große Luke auf und ein Hutte purzelt heraus. Auf dem zweiten Blick erkenne ich Urdaa, die Tochter von Wattoo.

"Sieht ganz danach aus, als würde Urdaa für Crimson Dawn arbeiten. Sie hat ja schon gewisse Andeutungen auf Nar Shaddaa gemacht", erklärt Scavangerbot und hat wohl den richtigen Riecher gehabt. Von diesen Andeutungen haben ich leider nichts mitbekommen und Scavangerbot hat es offensichtlich unterlassen, mich von diesen nicht ganz unwessentlichen Detail zu unterrichten. Darüber werden wir wohl noch ein Gespräch zur rechten Zeit führen müssen.

Mehrere Raketenwerferteams nehmen die "Vanguard" nun als Ziel. Die habe ich im Blick und richte mein Lasergeschütz auf den Feind aus. Es ist zwar nicht fair, mit einer Schiffswaffe auf einzelne Personen zu schießen, aber es ist auch nicht Nett, Raumschiffe mit Raketen zu beschießen. Mit zwei Schüssen eliminiere ich zwei feindliche Teams mit Raketenwerfern. Eines kann seine Rakete noch auf uns abschießen, aber die zischt harmlos an uns vorbei. Die Angreifer haben nun nichts mehr, um uns bekämpfen zu können und damit ist der Angriff gebrochen. Recht schnell versuchen die Söldner wieder zu ihren Ausgangsstellungen zu kommen. Ich mache ihnen Beine, in dem ich in Pulks hinein schieße und dabei versuche, niemanden ernsthaft zu treffen. Das reicht, um jegliche Struktur zum erlöschen zu bringen und die Söldner zerstreuen sich.

Auch Urdaa will das Weite suchen. Zu "Fuß" sind Hutten nun mal nicht gerade als Sprinter bekannt. Es wäre ein leichtes, Urdaa zu verdampfen. Auch wenn sie eine Verräterin ist, so dürfte Wattoo doch etwas an ihr liegen. Wäre vielleicht nicht der beste aller Dejarikzüge, sie in aller Öffentlichkeit vor Zeugen in Stücke zu schießen.

Wir überholen ihren Trupp, der offensichtlich auf dem Weg zu einem gelandeten Raumschiff ist und blockieren ihnen mit der "Vanguard" den Weg. Ich steige aus und mache den Leuten klar, entweder kommt Urdaa alleine mit mir oder alle sterben. Ihre Nikto Söldner entscheiden sich ohne Nachzuverhandeln sofort für die erstere Option und überlassen ihre launenhafte Brötchengeberin ihrem verdienten Schicksal. Offensichtlich ist sie bei ihren Leuten nicht wirklich beliebt, sonst würden die wenigsten so tun, als ob sie verhandeln würden.

"Das werdet ihr alle noch bereuen! Es ist ein Fehler, sich Crimson Dawn in den Weg zu stellen! Dieser Unsinn hier frisst nur wichtige Ressourcen und wird mir keinen Profit bringen", geifert sie und mach aus ihrem Verrat keinen Hehl. Mit dem letzten Satz von ihr gehe ich allerdings konform. Das hier kostet nur Zeit und Credits. Was sich auch immer im Innern dieser Welt befinden mag, es ist nicht das, was sich alle erhoffen. Und irgendwie weiß ich jetzt schon, dass dies alles unsere Schuld sein wird.

Wieder mal wird mir klar, dass wir unbedingt eine Arrestzelle für unser Schiff brauchen, als wir Urdaa in eine der freien Passagierkabinen sperren. Sie zetert immer noch und verspricht uns alle einen äußerst qualvollen Tod.

"Auf Nar Shaddaa hat Urdaa schon davon gesprochen, dass sie auf Kessel mit Crimson Dawn ihre Zukunft sieht", erklärt Scavangerbot 523, als wir sie endlich in die Kabine bekommen haben.

"Wann hast du mit ihr darüber geredet?", frage ich etwas perplex.

"Auf der Fahrt nach unten", meint Scav. Damals habe ich mich mit der Chefin ihrer Leibwache unterhalten und habe nichts von diesem Gespräch mitbekommen. Nun gut. Der Angriff ist abgewiesen und nachdem sich der "Sturm" verzogen hat, übergeben wir Urdaa ihrem ältesten Bruder. Letztendlich wird ihr Vater über ihr Schicksal entscheiden. Und wir wissen immer noch nicht, sollen wir nun die Codes rausrücken oder nicht?

In dem Moment werden wir von dem obersten Propheten Kiquat der mutierten Twi´lek angefunkt: "Mein Gott hat sich mir offenbart und er möchte, dass ich Euch ihm vorstelle. Wenn Ihr bitte so freundlich sein könntet, zu unserem Tempel in der Höhle zu kommen?"

So eine Einladung bekommt man wahrlich nicht alle Tage.

Nakagos wirre Gedanken

So langsam kommen wir zum Kern der Sache und zum großen Finale für die Krustenknackerproblematik, mit der wir uns schon seit einer gefühlten Ewigkeit herumschlagen müssen. Immerhin sind wir nun schon auf Seite 800 angelangt.

Nakago

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« Antwort #282 am: 11. Juni 2020, 15:06:43 »
Leth

Nach kurzer Beratung sagen wir zu, da wir ja hier sind, um neue Erkenntnisse zu erlangen. Vielleicht hilft ja der Besuch bei einem "Gott" uns klar zu werden, was das Beste ist. Wobei die Codes Wattoo vorzuenthalten durchaus heftige Nebenwirkungen haben kann. Aber eventuell eine schlafende Gefahr zu wecken ist auch nicht gerade eine verlockende Aussicht.

"Es wäre sicherlich hilfreich, den Überreste der gigantischen Kreatur näher zu untersuchen, die uns bei den Geysiren angegriffen hat", schlägt Scavangerbot vor. Da dies ein vernünftiger Vorschlag ist, wird er einstimmig angenommen. Also fliegen wir zuerst an den Kampfplatz und stellen fest, der Leichnam ist verschwunden. Wir landen trotzdem mit der "Vanguard" und Scavangerbot und ich gehen raus, um sich umzusehen. Der Rest bleibt auf dem Schiff und gibt uns Deckung. Es sind deutlich Spuren im Schlamm zu sehen, welche die Kreatur hinterlassen hat. Aber es es nicht erkennbar, wohin sie verschwunden ist. Sie hat sich wohl buchstäblich in Luft aufgelöst. Trotzdem nimmt Scavangerbot unverdrossen ein paar Bodenproben vom den Ort, wo das Monster "gestorben" ist. Zwar bezweifle ich, dass dies zu irgendwelchen neuen Erkenntnissen führt, aber Schaden kann es auch nicht.

Zurück auf unserer E-9 bringen wir die Proben in unser kleines Analyselabor neben der Krankenstation. Allerdings sind diese Apparate nicht dafür gebaut, verschwundene Kreaturen nachzuweisen, die vielleicht nur eine Manifestation der Macht waren.

Nun fliegen wir zurück zu den Höhlenwohnungen, um uns dort mit dem Propheten Kiquat zu treffen. Bevor wir landen, sehen wir visuell, dass dort ein Massaker statt gefunden hat. Aber nicht bei den Twi´lek, sondern bei Moorbaas Söldner. Einen Hinterhalt können wir auch nach mehreren Überflügen nicht entdecken. Nur jede Menge Leichen. Vorsichtig und auf der Hut landen wir schließlich. Nur Scav, Lyn und ich verlassen die "Vanguard". Der Rest sichert vom Schiff aus. Die meisten Leichen weisen die typischen Verletzungen von Blastertreffern auf, auch gibt es Tote von Fragmentgranaten oder besser gesagt, deren fragmentierte Splitter.

Nach einer wirklich koordinierten Verteidigung sieht das mir nicht aus. Hier und da ein Widerstandsnest, der Rest liegt im Freien und viele haben die Wunden im Rücken, sind also panisch vom Feind weg geflohen. Auch die Überreste eines zerstörten AT-GT finden wir. Darin die Leiche von Moorbaa.

"Ein Problem weniger!", kommentiere ich sein Ableben. Dieser Hutte war ein ständiges Ärgernis und ich weine ihm definitiv keine Träne nach.

Nach den Spuren zu urteilen, war das eine Rakete, was den Läufer erwischt und seinen Piloten erledigt hat. Wirklich Trauer kann ich für den nun toten Hutten nicht empfinden. Er hat all das von seiner Rasse repräsentiert, was ich an den Hutten verabscheue. Maßlose Gier, grundlose Ungeduld, gnadenlose Unbarmherzigkeit, grenzenlose Gewaltbereitschaft und absolute Undankbarkeit. Also fühle ich eher Erleichterung, dass ein weiterer potentieller Feind tot ist. Ein Problem weniger, um das wir uns kümmern müssen. Auch wenn das hart klingen mag.

Jetzt ist natürlich die Frage, wer diesen Angriff ausgeführt hat. Scavangerbot gelingt es, den Bordcomputer des AT-GT wieder zum laufen zu bringen. Die meisten Aufzeichnungen sind zerstört, bis auf eine und die zeigt den Angriff der Twi´lek von Innen heraus. Allerdings liegen die Leichen so, als wäre der Angriff von außen gekommen. Da die Bilder der realen Situation vor Ort widersprechen, halte ich das für eine gut gemachte Fälschung. Unter den "Toten" gibt es auch einige zerstörte Droiden. Nach etwas hin und her bringe ich Scav dazu, einen der Speicher auszulesen. Hier ist ganz klar zu sehen, der Angriff erfolgte von Außerhalb und setzte an mehreren Punkten an. Von der Zeit her war das am Anfang des Sturmes und noch bevor Urdaa auf Blagaa losging. Sieht so aus, als hätte sie zuerst den einen Bruder beseitigt, bevor sie zum nächsten überging. Ohne unsere Hilfe wäre Blagaa wohl untergegangen. Aber ich denke, auch dieser Hutte wird recht schnell unsere guten Taten für ihn vergessen. Das ist nun mal der Weg der Hutten, die sich wohl für das Zentrum des Universums halten.

Wir übermitteln die Daten nun an Blagaa, mal sehen, was er daraus macht. Oder Wattoo. Nun fokussieren wir uns auf das, wozu wir hier sind. Die Twi´leks empfangen uns ganz entspannt, als würde jeden Tag eine Gruppe Söldner vor ihrer Haustür abgeschlachtet werden. Der Prophet, ein rothäutiger Twi´lek mit mehr Tentakeln auf dem Kopf als anatomisch möglich sind, begrüßt uns überschwänglich. Irgendwas erhofft er sich von uns, mir ist nur nicht ganz klar was. Die Höhle an sich ist bunt, als hätte sich ein Einhorn übergeben. Bunt ist eigentlich schon eine Untertreibung, da die Farbpalette schon so grell ist, dass es weh tut. Die Bilder zeigen wohl irgendwelche Aspekte ihrer Religion, könnten aber genau so gut einfach das Gekritzel eines Irren sein. Den Großteil vermag sich nicht mal ansatzweise zu deuten.

Der Prophet führt uns in die Gebetskammer. Das ist ein tieferliegendes Gewölbe und die Bilder an den Wänden sich noch greller und ich kann da rein gar nichts mehr erkennen. Auf alle Fälle gibt es auf dem Boden der Höhle eine Diamantförmige Struktur, die sich nach wenigen Augenblicken umformt und einen Weg in die Tiefe frei gibt. Der "Gott" scheint wohl in der Tiefe zu wohnen. Von den Aufzeichnungen von Meister Tinakai wissen wir ja, dass sich unter der Oberfläche des Mondes irgendwelche außergalaktische Lebensformen verbergen könnten. Scheint so, als hätte der alte Jediritter recht behalten.

Die Höhle wechselt recht schnell ihre Beschaffenheit. Statt durch Stein scheinen wir in einen riesigen Organismus hinein zu laufen. Boden, Wände und Decke sind eindeutig eine Art von Fleisch, dass pulsiert. Fühlt sich so ein Virus, wenn er in den menschlichen Körper eindringt? Ich muss an Lyns Aussage denken, dass dieser Mond "lebt". Sieht so aus, als hätten ihre Sinne nicht getrogen.

Wir kommen nun in eine "Höhle", eher ein Raum mit Wänden aus pulsierendem Fleisch. Ich bin froh, dass die Kav-Dann Powerarmor komplett versiegelt ist und ich diese Atmosphäre nicht einatmen muss. Der Boden besteht hier aus gesprungenen Bodenplatten. Links und Rechts befinden sich Röhren, wie wir sie schon zur Genüge aus den Klonlaboren kennen. Nur sind die hier anders und darin liegen die Körper oder besser gesagt die Leichen, da einige schon bis auf das Skelett verfault sind, von Humanoiden. Schätze mal, dass es sich dabei um Yuuzhan Vong handelt. Und wahrscheinlich sind das keine Klone, sondern das waren Schlafkapseln, die irgendwann versagt haben.

Wir folgen dem Pfad aus Bodenplatten und kommen in einen weiteren Raum. Hier befinden sich Konsolen artige Geräuschschaften. Es könnte sich um eine Art Brücke handeln. Auf dem Boden sammelt sich in Pfützen die gleiche weiße zähe Masse, wie wir sie auch schon im Lagerhaus auf Corellia gesehen haben.

"Könnte sich um den Rohstoff für die diese Glimstim Droge handeln", meint Skav und damit wäre klar, warum Crimson Dawn so gegen die Minenoperation von Wattoo ist.

Von einem der Sessel aus Fleisch erhebt sich eine humanoide Kreatur und kommt dann auf uns zu. Der Humanoide ist grob menschenähnlich und überragt mich um über einen Kopf, der bei ihm eher an einen Totenschädel erinnert. Gekleidet ist er in eine schwarze glänzende Panzerung. Das könnte eine Art sehr zähes Leder sein oder auch Chitin wie bei einem Insekt. Bin mir da nicht sicher.

"Mein Name ist Yim Kee Quath, Former dieses Schiffes und der letzte Überlebende dieser Expedition!", verkündet das Alien auf Basic mit einem sehr starken Dialekt.

Nakagos wirre Gedanken

Sieht ganz danach aus, dass wir hier einen leibhaftigen Yuuzhan Vong vor uns haben. Der kann nichts gutes im Schilde führen.

Nakago

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« Antwort #283 am: 14. Juni 2020, 15:06:56 »
Mern

"Freut mich Euch kennen zu lernen, Former Quath. Meine Name ist Lyra, dass ist Scav und das Lyn", stelle ich uns vor. "Was verschlägt Euch in unsere Galaxis?"

"Einst waren wir ein Spähtrupp unseres Volkes. Wir suchten nach einer neuen Heimat für unser Volk. Hier in dieser Galaxis trafen wir auf das Imperium der Sith, die uns nicht wohlgesonnen waren. Sie hinderten uns daran, in Frieden Proben und Informationen zu sammeln. Wir führten viele Kämpfe gegen sie und mein Schiff wurde dabei schwer beschädigt. Hierher zogen wir uns zurück und unser Schiff verpuppte sich, um sich in aller Ruhe zu regenerieren. Leider waren die Beschädigungen viel stärker als gedacht und der Prozess dauert immer noch an. Im Laufe der langen Zeit sind leider alle meine Kameraden den Weg allen sterblichen gegangen", erzählt uns der Yuuzhan Vong frei heraus. Für den Jedimeister Tinakai wäre das sicherlich ein höchst interessantes Gespräch gewesen.

"Warum lebt ihr noch?", frage ich einfach mal.

"Ich bin der Former, ich bin Teil des Schiffes", erklärt er mir und ich bin eigentlich genau so schlau wie zuvor.

"Was ist das für eine seltsame Flüssigkeit?", fragt Lyn ganz frech.

"Das ist Tinakk, eine Absonderung des Schiffes und wird zum ruhigstellen von Proben verwendet", erklärt das Alien frei heraus.

"Aha!", meine ich dazu. Lyn und ich wechseln bezeichnende Blicke.

"Kann es sein, dass Euch etwas von diesem Tinakk abhanden gekommen ist?", fragt nun Scavangerbot.

"Vor einigen Sonnenumläufen kamen Plünderer auf mein Schiff, während ich noch schlief. Sie stahlen wichtige Proben, Dunals und Tinakk, bevor ich sie vertreiben konnte."

"Aber das waren nicht die Twi´leks?", hakt Lyn nach.

"Nein, die kamen erst kurz darauf. Sie halfen mir, die restlichen Proben sicher zu verwahren." Sieht ganz so aus, als wäre das die Ursache für das Mutieren der Twi´leks.

"Und dieses Tinakk ist ein essentieller Teil dieses Prozesses, richtig?", hakt Scavangerbot begierig nach.

"Ja, dass ist so korrekt", meint der Former. "Aber ihr fragt euch doch sicher, warum ich euch hergebeten haben, nicht wahr?"

"Irgendwie schon, ja", meine ich dazu und versuche aus dem gesagten schlau zu werden. So wie ich das verstehe, haben wohl Mitglieder vom ursprünglichen Crimson Dawn dieses Tinakk und die Dunals von diesem Schiff gestohlen. Nun verwendet das neue Crimson Dawn diese seltsame Technologie dazu, um aus dem Tinakk dieses Glimstim herzustellen.

"In letzter Zeit sind viele Wesen auf der Oberfläche meines Schiffes und die haben darauf nichts zu suchen. Da meine Besatzung tot ist, brauche ich nun jemand, der sich dieses Problems annimmt und es endgültig löst."

"Und da kamt ihr ganz rein zufällig auf uns?", frage ich danach.

"Der Prophet ist voll des Lobes über Euch." Na, wenn das mal keine Empfehlung für einen Massenmord ist.

"Ähm, tja, wie soll ich es sagen? Wir fühlen uns geehrt von Eurem Angebot, aber wir sind nicht wirklich in der Lage, es mit einer ganzen Armee aufzunehmen", lehne ich das Angebot erst einmal dankend ab.

"Natürlich könnt Ihr so nicht gewinnen, aber ich kann Euch so modifizieren, dass ihr es könnt!", verkündet nun der Former  Yim Kee Quath frohgemut.

"Trotzdem, nein, danke!", versuche ich die Verhandlungen zu beenden.

"Ich glaube, Ihr missversteht Eure Position!" Der Former erhebt die Hände und Tentakel bilden sich aus dem Boden heraus und greifen nach uns. Sieht ganz danach aus, als wäre die Zeit des ruhigen unverbindlichen Gesprächs damit abgelaufen.

Zeitgleich zücken wir unsere Waffen. Mit meinen vibrierenden Cherkahänder zerteile ich den ersten auf mich zu zuckenden Tentakel in zwei Teile. Mit seiner Vibroaxt macht es Scavangerbot mir gleich. Derweil zückt Lyn ihre beiden Blasterpistolen und richtet sie auf den Yuuzhan Vong.

"Hört auf mit diesem Wahnsinn oder bezahlt mit Eurem Leben!", gibt Lyn einer friedlichen Lösung die letzte Chance.

"Legt Eure Waffen nieder, denn ich brauche Euch als meine Werkzeuge!" Der Former zieht auch etwas, was eine Waffe sein könnte. Die orangene Twi´lek erkennt die Zeichen der Zeit und handelt entsprechend. Beide Blasterpistolen zischen laut auf und stanzen Löcher in die seltsame Panzerung des Formers.

"Ich habe versagt!" Mit diesen Worten sackt dieses uralte Wesen in sich zusammen und eine Welle geht durch den Boden. Weitere Tentakel schlagen nun wild auf uns ein. Der Prophet schreit seinen Schmerz heraus und ist wohl vom Tod des Formers, den er wohl die Inkarnation seines Gottes hält, äußerst geschockt. Dabei war er nie mehr als ein Gefäß für eine Probe. Eine nette Rasse scheinen mir diese Yuuzhan Vong nicht zu sein und ich hoffe nur, deren Zivilisation sucht sich eine andere Galaxis für ihr Erscheinen als diese.

Nichts wie weg hier! Der Boden bebt und rennen zur Wand, die mit Tentakeln verschlossen ist. Mit wuchtigen Hieben hauen wir die Tentakel zur Seite und brechen durch. Die Bodenplatten splittern, alles bewegt sich. Lebendig von einem lebenden Raumschiff verschlungen zu werden ist nicht die Art Tod, die man sich so vorstellt und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich auf die Erfahrung verdammt gut verzichten kann. Mit aller Kraft rennen wir durch diese lebendig gewordene Hölle und sind bald zu unserer Überraschung wieder auf festem Boden. Alles bebt, aber wir rennen weiter und kommen schließlich wieder in den Wohnbereich der Sektierer. Ohne uns von den panisch schreienden Twi´leks aufhalten zu lassen, rennen wir hinaus ins Freie.

Aber auch hier bebt alles und der Boden ist von tiefen Spalten durchzogen. Was immer wir da unten auch gemacht haben, es hat massive Auswirkungen auf den ganzen Mond. Nur noch ein kurzer Sprint und wir sind in der "Vanguard". Sofort rennen wir ins Cockpit unseres E-9 und starten, da Edna schon mal in weiser Voraussicht die Systeme hochgefahren hat. Sofort heben wir ab und gewinnen schnell an Höhe.

Nakagos wirre Gedanken

Das ging gerade noch einmal gut. Es war damals schon nach ein Uhr in der Nacht und wir waren schon entsprechend erschöpft.

Nakago

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« Antwort #284 am: 16. Juni 2020, 14:58:28 »
Nern

"Scav, übermittele Blagaa den Code für den Krustenknacker!" Die Zeit des Haderns ist vorbei. Dieser Mond ist kein Mond sondern ein lebendes Raumschiff und irgendwas in ihm schient der Rohstoff für Drogen zu sein, auf die der Crimson Dawn mutmaßlich angewiesen sein könnte. Alles spricht nun dafür, dieses Mond zu sprengen. Egal ob da nun ein paar Twi´leks darauf leben oder nicht.

"Daten sind übermittelt. Ebenso eine Warnung an alle!", meldet Scavangerbot 523 Vollzug. Unter uns bricht die Oberfläche des Mondes auseinander und das "Raumschiff" beginnt fahrt aufzunehmen. Gewaltige Schichten von Schutt und Gestein schüttelt das gewaltige lebende Raumschiff wie ein Massiff Wasser ab. Nach wenigen Sekunden fliegen wir durch ein Feld von Hausgroßen Asteroiden. Aber Lyn ist in ihrem Element und fliegt da durch, als hätte sie nie etwas anderes gemacht.

Nun beginnt das Raumschiff das Feuer zu eröffnen. Irgendwelche Plasmabrocken sausen nun durch den Weltraum. Ich habe keine Ahnung, auf welchem Prinzip diese biologischen Waffen beruhen, auf alle Fälle sind sie äußerst effektiv. Wir gewinnen erfolgreich Abstand zu diesem Ding und hoffen auf eine Explosion durch den Krustenknacker, die bleibt aber aus.

"Ich komme nicht Nah genug heran, um den Krustenknacker zu entsperren", meldet sich Blagaa nach mehreren Minuten. Sieht ganz so aus, als würde auch dieser Part uns zufallen.

"Also gut, die "Vanguard" übernimmt!", meine ich dazu nach einem Blick durch die Runde um die Sache einstimmig zu beschließen und Lyn beginnt mit dem gefährlichen Anflug, da wir recht nah wegen atmosphärischer Störungen heran müssen. Also dürfen wir wieder durch das Asteroidenfeld fliegen und dabei diesen riesigen Plasmageschossen ausweichen. Jedes ist für sich schon anspruchsvoll, aber Beides auf einmal ist fast unmöglich. Außer man verfügt über ein wendiges Raumschiff und eine gute Pilotin. Wir haben beides und ich unterstütze Lyn mit meinem ganzen können.

Mehrmals weichen wir den riesigen Plasmageschossen im letzten Moment aus. Mein Herz rast, mein Mund ist trocken und mein Magen ist ein einziger Knoten. Trotzdem unterstütze ich Lyn so gut ich kann beim durchfliegen von diesem Feuersturm. Wir kommen immer näher an das gigantische Schiff der Yuuzhan Vong, dass ein eigenes Bewusstsein zu haben scheint. Je näher wir kommen, desto stärker wird das Abwehrfeuer. Trotzdem gelingt es Lyn immer im letzten Moment einen tödlichen Treffer mit einem weiteren Manöver zu vermeiden. Inzwischen ist der Krustenknacker visuell zu erkennen und steckt zu unserem Vorteil noch immer in der Hülle des riesigen Raumschiffes.

"Codes sind gesendet und empfangen! Detonation in zehn Sekunden!", verkündet schließlich Scavangerbot, der die Kommunikation gerade unter sich hat.

"Nichts wie weg hier!", rufe ich mal wieder aus und Lyn hat schon längst eine Koiogran Kehre eingeleitet. Ich leite alle Energie auf die Triebwerke und wir machen einen spürbaren Satz vorwärts. Mit Höchstlast sausen wir weg, während die Hülle hörbar wegen der hohen Belastung knackt. Über die Rückfahrkamera hohle ich ein Bild vom Raumschiff auf den Schirm. Schnell wird es hinter uns kleiner, während Lyn immer noch weiteren Plasmageschossen ausweicht.

"Detonation in drei, zwei, eins...", zählt Scavangerbot die letzten Augenblicke des Schiffes der Yuuzhan Vong herunter, dann detoniert der Krustenknacker. Das riesige Schiff wird in zwei Teile gespalten und zerbricht dann in unzählige kleine Trümmer. Schätze mal, von dieser Biomasse wird niemand reich werden. Aber wir haben überlebt und den Feind besiegt. Letztendlich kommt es nur darauf an.

"Ich wette, Wattoo wird darüber nicht erfreut sein", unke ich, nachdem unser Jubel verhallt ist und Scav meint: "Wir haben gerade eine unmissverständliche Einladung erhalten, uns zu Wattoos Schiff zu begeben."

"Das bedeutet nichts gutes", kommentiert Lyn, der man die Erleichterung ansieht, lebend davon gekommen zu sein.

"Schätze mal, da hast du nur zu Recht", meine ich dazu nur mit einem tiefen Seufzer und schließe kurz die Augen. Ich glaube nicht, dass dies ein gutes Ende nehmen wird. So was passiert, wenn man sich mit Hutten einlässt.

Sitzung gespielt am: 27.07.2019
Anwesende Spieler: Lyra, Scav, Lyn
Erfahrungspunkte: 20 EP. Investiert in das Talent "Begabter Pilot". 2 Spalte, 4 Reihe Fahrer.

Beute: Ein paar Gewehre, 1 getunter Frachtgleiter, 5000 Credits für falsche Infos ausgegeben. Etwas durch Handeln wieder rein bekommen.

Getötete und überwundene Gegner: 1 Yuuzhan Vong Bioschiff, 1 Urdaa Huttin gefangen genommen, 1 Vorca, viele Söldner

Resümee: Das war jetzt eine sehr actionreiche Sitzung und wir sind sehr weit gekommen. Man merkt, dass der Spieler von Shaka nicht da war, auch wenn sich das jetzt böse anhört. Keine ausufernden Diskussionen, kein Störfeuer, keine unnötige Friktion, kein Warten, bis er sich endlich für eine Aktion entscheidet, die Würfel heraussucht und dann ewig braucht, sie auszuwerten. Das war so erholsam! Und wie man sieht, waren das nun schlappe vierzehn Kapitel. Siebenundzwanzig Seiten und ich war eine ganze Woche dran. Das nennen ich mal ein wirklich umfangreiches Abenteuer.

Das Lyras kleine Schwester mal wieder entführt wurde, ist natürlich nicht witzig. Aber unser SL konnte nicht widerstehen! Das ist wohl wieder ein Langzeitprojekt. Wäre ja sonst zu langweilig gewesen, wenn es nicht persönlich wäre. Wie auch immer, ein Problem gelöst, schon ist die Scheiße wieder mal richtig am Dampfen. Schätze mal, dass wir mit Wattoo nicht quitt sind. Wahrscheinlich dürfen wir nun für ihn auf Kessel kämpfen.

Es ist irgendwie ironisch, was wir für einen verdammten Eiertanz wegen dem möglichen Kollateralschaden durch den Krustenknacker aufgeführt haben und am Ende haben wir den doch glatt selbst gezündet. Fand es etwas komisch, dass der Planet nun ein Gasriese ist, da es doch immer hieß, auf dem Planeten würde jemand leben. Kann sein, dass der SL immer Mond mit Planet verwechselt hat, da ja auf dem Mond jemand gelebt hat. Es hieß ja schon am Anfang, es wären Spinner.

Mir hat die Sitzung wirklich gut gefallen und es hat verdammt viel Spaß gemacht. Und seit langer Zeit ist Lyra mal wieder zu Boden gegangen, war auch selbst Schuld. Denke noch, ich darf nicht vergessen, als Manöver ein Stimpack zu benutzen und ich Schussel vergesse es dann erst recht. War ganz schön Sauer auf mich selbst, dass ich das total vermasselt habe. Aber war nicht so tragisch, da ich quasi nur eine Runde ausgesetzt habe.

Zum ersten mal konnte ich meine Pilotentalente einsetzen, wo sie aber kaum zum tragen kamen. Die Verfolgungsjagd war trotzdem amüsant und äußerst spannend. Für mich der Höhepunkt des Abends und wir hatten dieses mal sehr viele Highlights. Wir kamen halt auch schnell voran, da die üblichen Diskussionen dieses mal zum größten Teil ausblieben, weil eben der übliche Querulant gefehlt hat. Wie man sieht, kommt diese Episode auf satte vierzehn Unterkapitel und damit ein neuer Rekord für eine Sitzung. Episode XXVII ist zwar genau so lang, aber da ist auch viel von mir selbst geschrieben worden, ohne das dies ausgespielt wurde.

So wie es aussieht, ist der Fokus dieser Season wohl nun doch der Kampf gegen Crimson Dawn und der Nebenkriegsschauplatz Wattoo samt Krustenknacker ist wohl Teil der Hauptstoryline. Unser SL hat uns am Ende der Sitzung eine Strategische Karte von Kessel gezeigt. Schätze mal, es wird an uns liegen, da für Wattoo mitzumischen, da nun nichts aus dem Creditsegen für die Rohstoffe wurde, die der Krustenknacker eigentlich freisetzen sollte.

Wer meine Geschichten kennt, hat vielleicht die "Fahrten der Audacia" gelesen, welche auch von dieser Gruppe erspielt wurde. Auch da gab es mit Luciems Odem aka Chordas Grab der Kampf um einen wichtigen Planeten. Sieht so aus, als würde sich dieses Szenario wiederholen, was ich für keinen Fehler halte, da dieser Part in der Freihändlerkampagne sicherlich zu den Highlights der damaligen Reihe gehörte. Für Action ist also gesorgt.

Lyras Entwicklung: 20 EP waren gefühlt etwas zu wenig für all das, was wir geleistet haben. Allein schon an der Kapitelanzahl kann man sehen, wie viel wir dieses mal gemacht haben. Aber egal, 20 EP sind auch fein.

Die Wahl fiel dieses mal einfach, "Begabter Pilot" zu zweiten, da dieses Talent zum negieren von schwarzen Komplikationswürfel eben doch oft zu tragen kommt. Der Fahrer hat dann noch zwei weitere interessante Talente für den Raumkampf zu bieten. Einmal "Rennfahrer" was einem erlaubt, eine Probe auf Pilot Planetar oder Artillerie zu wiederholen und zwar für lau. Das ist durchaus praktisch. Und da wäre dann noch "Meisterhaftes Vollgas", was die Maximalgeschwindigkeit um  zwei Punkte statt um einen Punkt hochsetzt, was dann 25 EP kostet. Es gibt zwar noch "Vollbremsung" und "Fahrkunst"  für 25 EP, aber das ist einfach zu teuer für das was es bringt.

Um an Hingabe zu kommen, werde ich wohl Außenrum müssen. Auf dem Weg liegen vier Talente für insgesamt 55 EP, aber nur das dritte mal Bastler für 20 EP ist mehr oder weniger sinnfrei, der Rest ist ziemlich gut. Einmal "Starrsinn", Erschöpfungslimit +1, einmal "Abgehärtet", Lebenspunkte +2 und "Schnelle Reflexe", ein Erfolg mehr bei Initiative für zwei Punkte Erschöpfung. Und dann wäre der Talentbaum des Fahrers auch ausgereizt. Regulär werde ich mir wohl keinen weiteren zulegen, da ich noch einiges vom Powertech und vielleicht noch das eine oder andere vom Attentäter holen werde. Ganz abgesehen davon, dass ich gerne noch ein paar Fertigkeiten steigern würde.

Mit dem Talentbaum des Riggers bin ich nun durch, 10 EP gehen in die zweite Stufe von Größeres Projekt, damit könnte Lyra nun auch ein Fahrzeug mit Signatur fünf wählen. Damit ist nun auch der zweite Bonustalentbaum durch. Hätte nicht gedacht, dass ich den so schnell voll bekomme. Weitere 10 EP fließen in die Wissensfertigkeit Unterwelt, da ich in diesem Abenteuer ja recht viel Kontakt hatte.

Jetzt ist die Frage natürlich, wohin mit den Bonus EP? Der Grenzgänger erscheint mir momentan am geeignetsten. Er hat eine gute Mischung aus Talenten, drei neue Berufsfertigkeiten und passt zur jetzigen Entwicklung. Alles was sonst noch in Frage käme, wäre einfach zu mächtig. Der einzige Knackpunkt sind die zwei weiteren Stufen von Ausweichen, die ich, falls überhaupt, als allerletztes nehmen würde.

Strongholds of Resistance

Da ich nun alle Bücher von "Am Rande des Imperiums" vorgestellt habe, ist es nun an der Zeit, die von "Zeit der Rebellion" vorzustellen. "Am Ziel" habe ich ja schon vorgestellt, ebenso das Grundbuch. In der letzten Zeit habe ich einige Teile von Strongholds of Resistance durchgelesen. Trotz des Titels hat es nichts mit den Ereignissen von "Erwachen der Macht" oder Episode VIII zu tun, sondern handelt von Planeten und Stützpunkten der Allianz. Der Titel ist also etwas irreführend. Wie alle Sonderbücher, die nicht Berufe behandeln, hat das Buch 144 Seiten und kostet um die 40 Euro.

Kapitel I heißt: Worlds in Revolt. Wie der Titel schon verrät, liegt hier der Fokus auf ganze Planeten. Neben dem üblichen Geographischen und Geschichtlichen Daten wird etwa näher auf deren Rolle in der Allianz eingegangen.

Angefangen wird mit Chandrilla, der Heimatwelt von Mon Mothma. Im alten Fluff war die Welt wichtig, weil viele Truppen davon kamen. Aber wie sehr der alte Kanon diesbezüglich überholt ist, bin ich ehrlich gesagt überfragt. Der Disney Kanon wird mir immer suspekter und ich blick da kaum durch. Man erfährt einiges über diese Welt und deren Bewohner. Nett, aber wirklich interessant war Chandrilla noch nie so wirklich. Ändert sich auch hier nicht.

Die nächste Welt heißt Kinyen. Noch nie gehört? Kein Wunder, ist auch relativ unwichtig. Das ist die Heimatwelt der Gran, diesen dreiäugigen Wesen, die oft die Straßen in der Serie "The Clone Wars" besiedelt haben.

Mon Cala ist da schon deutlich bekannter, hat doch ein ganzer Arc von the Clone Wars dort gespielt. Das ist die Heimatwelt der Quarren und der Mon Calamari. Das ist schon deutlich interessanter, wenn auch nicht durch seine Eigenschaft als Wasserwelt für ein längerer Aufenthalt oder Fokus einer Kampagne geeignet.

Sullust, die Heimatwelt der Sullustaner ist da schon etwas interessanter. Zum einen ist dort der Hauptsitz von Sorosub, zum anderen ist diese Welt hauptsächlich Unterirdisch besiedelt. Dazu unterstützen die Sullustaner die Allianz. Ein wirklich interessanter Schauplatz, den man nicht alle Tage hat.

Die nächste Welt ist Ord Gimmel. Ich weiß auch nicht, bei dem Namen muss ich irgendwie an einen alten Fischer denken, keine Ahnung, warum. Das ist ein Handelszentrum mit einer verschwundenen Königin.

Statt eines Planeten kommt noch das Roche Asteroidenfeld. Hier leben die Verpinen, auf denen das Design der Droidikas basiert. Das ist ebenfalls ein interessanter und exotischer Schauplatz.

Weiter geht es mit Thyferra. Der Planet ist wichtig, weil davon das Bacta kommt. Und jeder lebender SC braucht Bacta. Nur Droiden ist das Zeug vollkommen egal. Das ist auch ein eher interessanter Schauplatz.

Zu Yavin 4 brauch ich wohl nichts weiter zu sagen. Sollte jeder kennen und wird auch hier vorgestellt. Besonders interessant ist, was danach dann alles mit dem Mond passiert ist.

Dann kommen wir zum Abschluss zur "Indenpence", dem Flaggschiff der Allianz, der auf zwei Seiten vorgestellt wird. Auf vier weiteren Seiten werden dann noch ein paar weitere Systeme oberflächlich vorgestellt, darunter Hoth.

Kommen wir nun zu Kapitel II: Hidden Bases. Das ist eigentlich, was mich primär an diesem Buch interessiert hat. Wie ist eine Basis der Allianz aufgebaut. Nach ein paar Seiten grundlegende Einführung, werden ein paar Archetypische Basen vorgestellt.

Der Anfang macht die legendäre Echo Basis auf Hoth. Immerhin sechs Seiten und eine Farbkarte mit einer schematischen Darstellung der Basis. Dazu als ausgearbeiteter NSC, ein Deckoffizier. Neben einigen Daten gibt es noch Abenteuervorschläge. Problem ist halt, die Basis ist den Spielern zu bekannt. Es ist zwar ohne Frage cool, einen der bekanntesten Schauplätze des Setting zu haben und genau das ist halt der Knackpunkt.

Als nächstes gibt es die Polis Masa Base. Das ist der Ort, wo Padmé Amidala gestorben ist. Es gibt eine gut ausgearbeitete Karte von der Station, aber keine von der eigentlichen Rebellenbasis. Die Basis wird ausführlich beschrieben, aber es gibt keine schematische Karte dazu.

Weiter geht es mit der kleinen Tierfon Basis. Ein kleiner Stützpunkt mit ein paar Raumjägern. Es gibt eine Karte von der Basis und von der Umgebung. Allerdings fehlen darauf die Höhlen und die Geschützstellungen. Irgendwie empfinde ich es als Sinnfrei eine Karte mitzuliefern, die unvollständig ist. Klar kann man sich als SL jetzt eine Karte mit Stellungen, Tunneln und Gräben selbst machen. Aber dann brauch ich dafür auch keine 40 Euro für ein Sourcebook ausgeben.

Als letzte gibt es noch die Defiant Cave Base. Wie der Name schon sagt, besteht aus einem abgestürzten Schiff der Defiant Klasse in einer Höhle. Die Idee ist verdammt cool. Es gibt auch eine Karte für die erste Ebene der Basis. Aber eben nur für die erste. Die gesamte Anlage aus fünf Ebenen ist beschrieben, aber es gibt nur die Karte von der ersten Ebene. Zuerst dachte ich, die gibt es vielleicht als Download auf deren Seite. Aber denkste. Fehlanzeige, gibt es einfach nicht, was wirklich Schade ist.

Vier Basen, fünfundzwanzig Seiten und grenzenlose Enttäuschung auf meiner Seite. Nichts davon ist wirklich ohne weitere Arbeit brauchbar. Da kann ich mir das Geld auch sparen und mir komplett selbst was aus den Fingern saugen. Es wäre besser gewesen, nur zwei Stützpunkte zu bringen, aber die dann wirklich ausgearbeitet mit vollständigem Kartenmaterial.

Kommen wir zu Kapitel III, die immer von Spielern heißgeliebten Player Options. Drei Rassen gibt es, Polis Massans, Quarren und Verpinen. Alle haben in ihren Werten die Quersumme von zwölf, aber meist vier Abweichungen. Der Poli Massan kann nur für 10 Extra Punkte reden, hat sonst eine Telepathische Kommunikation. Er ist körperlich eher schwach auf der Brust und kann nicht so gut mit Leuten. Dafür ist er intelligent und Willensstark. Der Quarran ist ebenfalls Willensstark, aber dafür nicht besonders Helle. Kann logischerweise im Wasser atmen und eine Tintenwolke produzieren. Die Verpinen sind Agil und Klug, dafür aber wenig Pfiffig und andere Leute liegen ihnen auch nicht so. Sie können gut kleine Sachen erkennen und sich intern über eine Art internes Radio unterhalten.

Als nächstes kommen dann die Waffen. Sieben neue Blaster und vier Projektilwerfer stehen zur Auswahl. Unter den Projektilwerfer gibt es die wohl besten Waffen ihrer Klasse, die auch einiges kosten. Darunter wohl die stärkste Handfeuerwaffe des Systems, die Verpine Heavy Shatter Rifle. Schaden von 15, Präzise 2, Durchschlag 6, Niederwerfen, Belastung von 4 und vier Hardpoints. Der Spaß kostet dafür auch schlappe 45 000 Credits. Yup, 45 000 Credits bei einer Seltenheit von 8. (Für den gleichen Preis bekommt man schon einen günstigen Sternenjäger). Das ganze läuft zwar unter der Fertigkeit Artillerie, warum auch immer, aber bei einer Belastung von vier, was dem eines Blastergewehres entspricht? Um die Spielbalance zu wahren, geht die Waffe recht schnell kaputt. Jedes mal wenn sie fallen gelassen wird, man zwei Nachteile oder ein Verhängnissymbol in einer Kampfprobe gewürfelt hat, bekommt die Waffe Schaden, als wäre sie von Effekt Zertrümmernd betroffen worden. Sprich, man ist andauernd am reparieren und die kosten dafür sind bei diesem exorbitanten Basispreis wohl nicht sehr lange zu bezahlen. Diese Sonderregel macht die Waffe für Spieler fast schon wieder unbrauchbar und sollte sie bei einem Kampf erbeutet werden, muss man immer noch viele Credits investieren, um die Waffe brauchbar zu halten. Was wiederum gut für den SL ist, wenn ihm die SC zu mächtig vorkommen. Falls die den Kampf überleben und die Waffe erbeuten, kann die schon irreparabel beschädigt sein.

Als nächstes bekommt man aufgrund des Mon Calamari Fokus einen tragbaren Minitorpedowerfer und sechs verschiedene Torpedos. Weiterhin gibt es vier neue Nahkampfwaffen, zwei davon sind Piken bzw. Lanzen von den Mon Calamari. Es gibt auch einen Umhang, der einem Angreifer einen Stromstoß gibt. Drei Rüstungen stehen zur Auswahl, darunter auch eine ziemlich coole Unterwasserrüstung.

Drei Zubehörteile für Waffen werden vorgestellt, alle gab es aber schon in anderen Büchern. Dazu etwas Ausrüstung. Sechs Droiden werden näher beschrieben. Zwei davon waren zumindest mal in den Filmen zu sehen. Einmal der Medidroide aus Episode III, welcher Geburtshelfer bei Leia und Luke war. Dann einen Wartungsdroiden, der in The Clone Wars Serie immer mal wieder seinen Auftritt hatte.

Die Fahrzeugsektion hat nur vier Seiten, aber ein paar nette Fahrzeuge. Es gibt zwei kleine U-Boote, einen Stealthjäger, einen leichten, ebenfalls sehr heimlichen Frachter, zwei Großkampfschiffe der Mon Calamari und einen Gleiter mit der Bezeichnung R-444. Der kostet schlappe 1000 Credits, hat Signatur 1 und man höre und staune, ist mit einer Blasterkanone für 4000 Credits ausgestattet. Das Ding ist zwar mit einem R versehen und nicht so einfach zur wundersamen Geldvermehrung im Laden neben an zu kaufen, trotzdem macht es innerhalb der Spielwelt einfach keinen Sinn, ein Fahrzeug für 1000 Credits anzubieten, dessen Bewaffnung allein schon das vierfache Wert ist.

Kapitel IV heißt Modular Encounters und umfasst vier kleine Miniabenteuer, die alle auf den vorgestellten Welten spielen. Sind ein paar nette darunter.

Fazit: Ich werde nicht warm mit dem Buch. Teilweise sinnfreie Ausrüstung, einige uninteressante Locations und Stützpunkte, die man so nicht verwenden kann. Es ist nicht alles schlecht, aber zu viel zieht den Gesamteindruck einfach weit nach unten. Definitiv keine Kaufempfehlung. Die Ansätze sind da, nur hat man leider nur wenig daraus gemacht.

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