• Drucken

Autor Thema: Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story  (Gelesen 14850 mal)

Beschreibung:

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Nakago

  • Mitglied
Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #300 am: 23. Juli 2020, 12:24:44 »
Herf

Scavangerbot 523 hat die ausgelesenen Daten schon aufbereitet und das wichtigste für uns  zusammen gefasst. So viel Eigeninitiative bekommt ein großes Lob von mir. Ein interessantes Detail ist, dass Trivex sich Daten zerstörter Droiden herunterlädt. Auf der einen Seite fügt er seinem Bewusstsein so neue Facetten hinzu und zum anderen lernt er dadurch, wie man es auf keinen Fall machen sollte. Was im ersten Moment wie morbider Wahnsinn aussieht, ist bei näherer Betrachtung eigentlich gar nicht so monströs. Erfahrung ist die Summe der Fehler, die man überlebt hat. Trivex Erfahrungsschatz wird durch Fehler angereichert, die derjenige eben nicht überlebt hat. Ist eigentlich ziemlich clever, wie ich finde.

Ein weiterer äußerst interessanter Fakt betrifft die Raffinerie Quil-Lom. Dort haben früher die Pykes das hier geförderte Coaxium raffiniert. Der Komplex liegt südlich des Äquators und sie ist weder unter der direkten Kontrolle der Pykes, Trivex, TaggeCo oder dem Königshaus. Auf alle Fälle liefert Trivex regelmäßig menschliche Gefangene, ausschließlich gesunde Exemplare, bevorzugt Anführer, an diese Anlage. Es gibt auf alle Fälle eine lange Reihe von "Bestellungen" und bestätigten Lieferungen. An wen oder war und warum wird aus den Unterlagen nicht klar ersichtlich.

"Wer immer in der Anlage auch sein mag, er scheint berechtigt zu sein, Trivex Befehle zu geben", stelle ich fest. "Arbeitet dort eventuell eine Abteilung von Crimson Dawn, die direkt deren obersten Führer unterstellt ist?"

"Gute Frage, wir sollten dort nach weiteren Informationen suchen gehen", meint auch Lyn, die sich halbwegs ausgeschlafen wieder zu uns gesellt. Auch Shaka taucht nun frisch aus dem Bactatank wieder auf.

"Du hast ein paar coole Aktionen verpasst", meine ich dazu nur lapidar.

"Dafür habe ich wichtige Arbeit beim Kronprinzen erledigt. Ich habe nun sein Ohr und wir sollten uns mit ihm koordinieren", schlägt die blaue Twi´lek vor, ohne weiter auf meine Worte einzugehen. Wie auch immer, dass ist nicht so verkehrt. Also ziehe ich meine gute Kleidung an und wir werden vorstellig. Ganz rein zufällig ist gerade eine allgemeine Runde angesagt und auch wir sind eingeladen. Vielleicht hat Shakas Anwesenheit tatsächlich etwas bewirkt oder wir wären auch so eingeladen worden, nachdem wir die königliche Familie und tausende von Zivilisten gerettet haben, ohne dass uns jemand dafür bezahlt hat.

Auf dem Weg dorthin erzähle ich den anderen von meiner Machtvision. Auch ihnen sagt der Name Sintra, Sohn der Sicra nichts. Wirkliche Rückschlüsse lässt der Raum auch keine zu. Ich würde auf ein Raumschiff oder eine Raumstation aufgrund der Bodenvibrationen tippen. Wegen dem roten Kristall an der Decke könnte es sich irgendwo im Vergänglichen Labyrinth des Darth Varak befinden. Ober jemand versucht ein neues Netzwerk aufzubauen. Momentan können wir nur wild spekulieren.

Die neue königliche Residenz befindet sich in der geräumigen Villa eines örtlichen Händlers, der diese aus reinem Patriotismus heraus seinem Oberhaupt zur Verfügung gestellt hat. Im Klartext, dem armen Tropf blieb wohl auch gar nichts anderes übrig. Alles wirkt etwas improvisiert im Konferenzsaal, der wohl sonst eher als der große repräsentative Raum dient, um Gäste zu beeindrucken. Überall liegen Kabel für verschiedene Geräte und Sessel, Stühle und Sofas sind in ein Rund geordnet. Auch einer der Sektorranger ist dort, unser alter Bekannter Val Vegara, der momentan die Verbände der Ranger führt, da sich Marshall Volkan schwer verwundet im Bactatank befindet. Er ist wohl auf dem Weg der Besserung, wird aber noch ein paar Tage wohl ausfallen. Wir übergeben die Daten, bevor die Konferenz losgeht. Wir bekommen 100 000 Credits, von denen Shaka gleich mal ihren Anteil spendet. Eine breitere Schleimspur kann man kaum hinterlassen. Während sie hier herum gesessen ist, hat der Rest tausende von Zivilisten gerettet und hunderte befreit. Aber egal, es ist ihr Geld, auch wenn wir eigentlich noch einen Krieg zu führen haben und jeden Credit brauchen, um Crimson Dawn zu vernichten.

Zusätzlich bekommen wir die Informationen über Urdaa. Ihr letzter bekannter Aufenthaltsort ist die Mine K97. Die ist bekannt als die Mine, in der Trivex gearbeitet und dann "erwacht" ist. Das ist schon beinahe ein heiliger Ort für die Droiden, der Geburtsort ihres Aufstandes. Mir weiß Val auch nicht oder will es uns vielleicht auch nicht sagen. Die Mine befindet sich in der nördlichen Hemisphäre mitten im Nirgendwo. Dort unbemerkt rein und wieder raus zu kommen dürfte verdammt schwierig werden. Aber momentan haben wir sowieso andere Sorgen, als Urdaas Kopfgeld.

Schließlich beginnt die Besprechung und es gibt ein allgemeines neues Update. Hygaia ist komplett geräumt und befindet sich nun vollständig in Trivex Hand. Seine Festung hält dort weiter die Stellung. Kleinere Gruppen von Droiden besetzen gezielt kleine Ortschaften, belassen es dabei, die wenigen noch vorhandenen Bewohner zu registrieren und zu entwaffnen. Was möglich war, wurde von den königlichen Streitkräften und den Sektorranger evakuiert, wir müssen also nicht noch einmal ran. Das was noch draußen ist, bekommen sie auch mit ihren Mitteln rein. Soll uns Recht sein.

Die Tagge Corporation hat die drei Kommandanten, deren Verbände offen für Trivex gekämpft haben, zu Verrätern erklärt. Jeder Kommandant ist lebend 200 000 Credits wert. Tod allerdings immer noch die Hälfte. Schätze mal, die wollen denen einen fairen Schauprozess geben und sie dann Hinrichten.

Die TaggeCo war einst ein führendes Mitglied der Handelsföderation, verließ diese aber schon vor dem Ausbruch der Klonkriege aufgrund interner Querellen mit der kriegstreibenden Fraktion. Deswegen hatte die Firma einen guten Start bei der Gründung des Imperiums. Die Familie Tagge stellte während dieser dunklen Zeit viele imperiale Offiziere in hohen Rängen. Es gibt mehrere Admirale oder Generäle mit dem Nachnamen Tagge. Inzwischen setzen sie aber auf die Neue Republik und tun so, als wäre alles in Ordnung. Die Geschäfte gehen eben weiter, als wäre nichts geschehen. Die TaggeCo ist ein riesiger Konzern mit hunderten von Tochterunternehmen. Die stellen von Spielzeug bis zum Sternenkreuzer so ziemlich alles her. Meine Dermalpanzerung ist von ihnen, ebenso die Protector Rüstung, die ich lange Zeit vor der Kav-Dann getragen habe und wenn es das soziale Umfeld erfordert, auch heute noch gerne anziehe.

Eine neue Flotte der Tagge Corporation ist mit Bodenkampfverbänden ist auf dem Transfer nach Kessel. Angeführt werden sie von First Commander Marcus Allacour, dem obersten Kriegsherrn der Firma. Wirklich hundert Prozentig sicher können wir nicht sein, dass Crimson Dawn die Corporation unterwandert hat oder auch nicht. Momentan ist beides möglich.

Die Pykes halten auch weiterhin ihre Minen und machen keine Anstalten, sich aktiv am Krieg zu beteiligen, so lange sie nicht selbst angegriffen werden. So nebenbei bekomme ich mit, warum viele Städte oder Fabriken Doppelnamen haben. Der erste Name ist der des Erbauers, der zweite von jemanden, den man damit ehren will. Wird aber die Stadt renoviert oder was signifikant verändert, ändert sich der Name wieder. Interessantes System, dass bestimmt schon für einige Verwirrung gesorgt haben dürfte.

Das Königreich ist nun auf drei nennenswerte Orte zusammengeschrumpft. Die Festung Tyg keine zweihundert Klicks im Norden von hier, die Minenstadt Quinqua, etwa dreihundert Klicks südwestlich von hier. Das ist alles, was vom Planeten noch übrig ist. Die Lage ist verzweifelt, aber nicht Hoffnungslos. Der Kronprinz hat vor, den Senat der Neuen Republik offiziell um Hilfe zu bitten, um Truppen zu entsenden, um die Ordnung auf Kessel wieder herzustellen. Dazu bräuchte er aber die Unterstützung von einigen Leuten.

In der nördlichen Hemisphäre gibt es eine Freistadt namens Sombria. Die Bewohner sind ehemalige Sklaven aus den Minen und werden von zwei Schwestern angeführt. Wenn wir eine von Ihnen auf unsere Seite ziehen könnten, würde das die Position des Prinzen stärken. Auch bräuchte er einen Vertreter der Pykes, da er noch deren Wohlwollen benötigt. Am liebsten würde er alle involvierten Fraktionen von außerhalb so schnell wie möglich los werden. Aber momentan steht uns nicht nach einer diplomatischen Mission und ich schlage eine Alternative vor.

Nakagos wirre Gedanken

Ein paar neue Informationen. Die Gesamtlage ist inzwischen verzweifelt, aber nicht gänzlich Hoffnungslos, wie Lyra das ja schon so schön analysiert hat.

Nakago

  • Mitglied
Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #301 am: 26. Juli 2020, 14:38:33 »
Isk

"Eure Majestät, wir haben ein paar beunruhigende Fakten über die Raffinerie Quil-Lom in Erfahrung gebracht", beginne ich meinen Vorschlag zu erläutern. Momentan sehe ich dort das größte Potential in Bezug auf Crimson Dawns obersten Anführer weiter zu kommen. An Trivex selbst heran zu kommen ist momentan illusorisch.

Natürlich verkaufe ich das nicht so, da es mir momentan primär darum geht, in Bezug auf meine kleine Schwester weiter zu kommen. Dieser Ansatzpunkt hat dazu im Augenblick das größte Potential. Der Kronprinz ist nicht abgeneigt und auch der Sektorranger Val Vegara sieht durchaus die Vorteile weiterer Informationen. Nur wer sich und seinen Feind kennt, wird alle Schlachten gewinnen. Momentan verlieren "wir" hier nur auf breiter Front und die Aussichten sind nicht gerade rosig.

Nach etwas hin und her bekommen wir die Mission genehmigt und viel wichtiger, auch mit Informationen unterstützt. Ich schätze mal, diese Aufgabe hätten wir so oder so erledigt, aber die Informationen sind äußerst hilfreich. Quil-Lom wurde von den Pykes schon vor Ewigkeiten errichtet und war lange Zeit die wichtigste Coaxium Raffinerie in der Galaxis. Der Komplex ist ein Block von zwei Klicks Kantenlänge. Umgeben ist er von einer hohen Mauer mit nur zwei Zugängen, einer im Norden und genau gegenüber im Süden. Südlich davon war bis vor kurzem einer der letzten dichten Wälder von Kessel, aber aufgrund eines intensiven Feuergefechtes fing der Wald Feuer und brannte komplett ab. Jetzt ist dort alles voller Asche und macht den Sensoren der Droiden zu schaffen. Also wird unsere Annäherung von Süden aus erfolgen. Damit ist die Sache geklärt.

Zum frühst möglichen Zeitpunkt klinken wir uns nun aus und gehen zurück zur "Vanguard". Da wir gedenken, leise rein zu gehen und genau so wieder heraus zu kommen, da es sich ja nur um Informationsbeschaffung handelt, wählen wir die Schleichrüstung für diese Mission. Da wir keine Zeit zu verlieren haben, heben wir auch sogleich ab. Die Raffinerie befindet sich am Äquator von Kessel, entsprechend lange brauchen wir auch im Tiefflug in der Atmosphäre, um dorthin zu gelangen. Die letzten zweihundert Kilometer legen wir in Schleichfahrt zurück. Das dauert entsprechend und es ist Nacht, als wir dort anlanden. Lyn findet eine Bodensenke etwa fünf Klicks südlich der Anlage und landet.

Scavangerbot 523, Shaka und ich bilden das Bodenteam, Lyn und Edna bleiben zurück. Kaum haben wir ausgebootet, stellen wir fest, dass wir in der Asche am Boden gut sichtbare Spuren hinterlassen. Wir versuchen verschiedene Methoden, unsere Spuren zu verwischen, aber die machen es eher noch deutlicher, dass gerade jemand hier entlang gelaufen ist. So bleibt uns nichts anderes übrig, als unser Glück zu versuchen. Von einem Höhenrücken aus beobachten wir uns Ziel in der Ferne. Die Anlage ist gut ausgeleuchtet. Davor befindet sich ein Sensorperimeter aus einem Zaun aus Stangen in schätzungsweise fünfundvierzig bis fünfundfünfzig Schritt Abstand. Einige blinken Rot, weil sie wegen der Asche eine Fehlfunktion haben. Wir finden zwei nebeneinanderstehende "Rote", dazwischen werden wir durchschlüpfen.

Die massive Mauer aus Permabeton dahinter ist etwa fünfzehn Schritt hoch. Weiter dahinter ragen die Gebäude auf. Mal sehen, ob wir dort das finden, was wir so dringend benötigen, Informationen über den obersten Anführer oder einen Ansatz, diesen zu finden. Vorsichtig rücken wir nun vor. Die Spuren, die wir hinterlassen, beunruhigen mich. So ist es auch kein Wunder, dass wir schließlich Verfolger hinter uns haben. Die feindliche Patrouille ist nicht gerade leise und besteht unter anderem aus einem Kastenförmigen Droiden, der wohl ein Scanner auf vier Beinen sein dürfte. Sechs leichte und ein schwerer Kampfdroide runden die Opposition ab. Wir haben den Vorteil, dass wir sie trotz ihrer Sensoreinheit eher wahrnehmen als sie uns. Da sie unseren Spuren folgen, schlagen wir einen Kreis und holen sie dann ein. Weil sie ihre komplette Aufmerksamkeit auf das Areal vor ihnen liegt, ist es uns ein leichtes, sie zu überraschen. Einer der Droiden hat eine gut sichtbare Kommunikationseinheit auf den Rücken und ist damit mein erstes Ziel. Mit zwei Treffern zerstöre ich ihn und meine Garbe wandert weiter, so dass zwei weitere leichte Kampfdroiden zu Boden gehen. Das hat jetzt gesessen.

Die blaue Twi´lek macht sich nützlich und schießt auf den schweren Kampfdroiden, trifft, zerstört ihn leider nicht. Der sprintet vor und aktiviert ein Waffensystem, dass ein umgekehrte Repulsorfeld erzeugt, was bewirkt, dass Scavangerbot wie ein Spielball bei Schlagball durch die Luft geschleudert wird. Wenn das mal kein Homerun war. In einer Aschewolke kommt Scav hart auf dem Boden auf, rappelt sich wieder hoch und schießt überhastet auf seinen Kontrahenten. Offensichtlich müssen seine visuellen Sensoren mal wieder rekalibriert werden, da er weit daneben schießt.

Einer der leichten Sicherheitsdroiden trifft mich mittig in der Brust. Meine Rüstung bewahrt mich vor ernsthaften Schaden, es tut aber trotzdem weh. Ich ignoriere den leichten und richte meine Waffe auf den Schweren Kampfdroiden. Meine Garbe liegt gut und die Maschine ist nur noch Schrott. Shaka und Scavangerbot erledigen nun die Letzten der leichten Kampfdroiden und wir haben dieses Gefecht gewonnen. Nachdem unser Droide ein paar Schrauben nachgezogen hat, können wir weiter vorrücken. Die Droiden lassen wir liegen, da wir sie nicht wirklich gut verstecken können.

Es gibt eine kurze Diskussion darüber, wie groß unser Zeitfenster ist, bevor die ihre Einheit vermissen. Das kann zwischen fünf Minuten und mehreren Stunden liegen. Ich setze mal meinen Timer auf drei Stunden. Spätestens dann dürfte es einen allgemeinen Alarm geben. Also beeilen wir uns und legen einen Zahn zu. Der Wind frischt auf und entwickelt sich zu einem leichten Sturm. Asche wird aufgewirbelt und dringt in alle Ritzen. Das macht besonders Scavangerbot zu schaffen, da seine Sensoren massiv beeinträchtigt werden.

Aber der Sturm ist eher zu unserem Vorteil, deswegen beschwert sich niemand von uns wirklich darüber. Unbemerkt durchbrechen wir den Sensorperimeter und stehen nach knapp dreißig Minuten nun vor der Mauer. Mit Hilfe der Seilzugpistolen kommen wir schnell hoch und überwinden das Hindernis. Über einen Skyway erreichen wir ein großes Gebäude und dringen ein. Innen gibt es kaum Überwachungselektronik. Die verlassen sich auf ihre Perimetersicherung. In einem Waschraum, der wohl schon länger nicht mehr benutzt wurde, waschen wir uns die Asche ab, was besonders zu einer deutlich besseren Laune bei Scav sorgt.

Ich wechsele nun auf meinen schallgedämpften Dragoner und wir huschen von Deckung zu Deckung tiefer in die Anlage. Dank unseren Scannern können wir jede Begegnung gut vermeiden. Schließlich findet Scavangerbot einen Computeranschluss und hackt sich ins System. Schnell ist der Bereich lokalisiert, wo die Gefangenen untergebracht sind. Über den Zellen gibt es einen Laborkomplex und da dürften wir fündig werden.

Nach zwanzig Minuten erreichen wir diesen Bereich und unser Zeitfenster ist massiv geschrumpft. Erschwerend kommt hinzu, dass die Zugänge zu diesem Areal von Energiebarrieren gesichert sind. Da ist guter Rat teuer. Es gibt zwar Zuleitungen für Coaxium, aber die sind zu Eng, wie wir schnell feststellen, als wir eine Luke öffnen und dann die Leitung. Shaka kann es nicht lassen und legt für alle Fälle eine Photonengranate in die Leitung. Ich bin davon nicht wirklich begeistert, sehe aber den Vorteil, eine Ablenkung parat zu haben. Wobei eine Kettenreaktion unvorhergesehene Folgen haben könnte.

Nakagos wirre Gedanken

Dank einiger guter Würfe kamen wir schließlich relativ Problemlos in die Anlage hinein. Aber einem Verzweiflungssymbol sei Dank hatten wir das Treffen mit der Patrouille, die wir dann ausschalten mussten.

Nakago

  • Mitglied
Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #302 am: 28. Juli 2020, 15:25:52 »
Jenth

Neben den Leitungen für das Coaxium gibt es noch die klassischen Lüftungsschächte. Da diese ja für den Austausch der Luft im Innern benötigt werden, können die nicht mit Energiebarrieren abgeriegelt werden, sondern haben massive Gitter aus Durastahl. Aber das ist nichts, was unseren Scavangerbot 523 wirklich aufhalten könnte. Gekonnt flext er ein Gitter heraus und schon sind wir drin. In dieser weitläufigen Anlage scheinen sich vergleichsweise wenige Wachen aufzuhalten. Die fühlen sich hier absolut sicher, dass sie keine sichtbaren Ressourcen in die innere Sicherheit investieren.

Da wir wissen, wo wir hin müssen, ist es ein leichtes, das Labor zu finden. Der große Raum wirkt äußerst modern und fortschrittlich eingerichtet. Das sind keine Geräte, die man so einfach auf dem freien Markt im Laborbedarf kauft. Wir können vier Wissenschaftler identifizieren, die Probanden mit VR-Brillen betreuen. Da erinnert etwas an die Situation, wie wir sie in der Kathedrale der Euphoria vorgefunden haben. Neben den Weißkitteln laufen als Kontrast wieder schwarz gerüstete Söldner herum. Sie tragen die Protector Eins Rüstung von TaggeCo. Da auch wir diese Rüstung haben, heißt das nicht, dass es sich jetzt zwingend um Personal der Corporation handelt. Diese Rüstungen sind vom Preis Leistungsverhältnis einfach das Beste, was man in diesem Segment auf dem Markt kaufen kann. Der Tragekomfort spricht für sich und jeder Söldner mit großem Budget dürfte diese Rüstung mit Handkuss kaufen.

Was die da eigentlich genau treiben, erschließt sich mir nicht. Dazu fehlen mir die Grundlagen. Auch die anderen werden nicht schlau draus. Es gibt hier zwar mehrere Terminals, aber keine ist von unserer Position aus erreichbar. Hier herein zu platzen wäre gewagt. Zwar scheint nicht viel Personal vor Ort zu sein, aber ich weiß nicht, wie lange die brauchen, um Verstärkung in diesen Bereich nachzuführen. Ein Kampf ist hier keine wirklich anzustrebenden Lösung für unser Problem. Also bewegen wir uns weiter und finden im nächsten Raum eine Unterkunft der Wachen. Zwei schlafen in ihren Feldbetten, sonst ist niemand zu sehen. Besser dürfte es wohl nicht mehr werden.

Also öffnet Scavangerbot 523 das nächste Gitter. Ich klettere heraus, springe fast lautlos herunter und betäube zur Sicherheit die schlafenden Wachen, da Scav auf keinen Fall lautlos hier herunter kommen wird. Schließlich sind wir alle im Raum und schauen uns etwas um. Hier liegt ein Datapad herum, in dem eine der Wachen ein paar Zeichnungen gekritzelt hat. Wir werden zwar nicht ganz schlau daraus, was wir sehen, kopieren die Daten trotzdem. Es gibt ein paar Spinde und einen Waffenschrank. Nichts was wir finden gibt Aufschluss darüber, ob wir es nun mit Söldnern im Dienst der TaggeCo zu tun haben oder mit einer anderen Fraktion. Unverdrossen schleichen wir zur offenen Durchgangstür. Wir sind hier leider im Sichtfeld der Wachen und Wissenschaftler. Aber für was haben wir die Tarnfelder?

Die bieten zwar keinen hundert Prozentigen Schutz, aber wir müssen ja auch nicht besonders weit kommen. Es reicht hinter eine der größeren Laborgeräte in der Nähe der Tür zu huschen, wo sich ein Terminal mit dem von Scavangerbot benötigten Computeranschluss befindet. Gekonnt hackt der Droide sich in das System ein. In dem Moment kommt einiges Leben in die Wissenschaftler. Schon habe ich meine Waffe oben, aber die Hektik gilt nicht uns, sondern eine Nachricht kommt herein. Ein gewisser Direktor Quaile will einen Bericht zu den neusten Fortschritten von Projekt Besh 52 haben.

Einen Klarnamen zu haben ist ein großer Vorteil. Mit etwas Glück ist der sogar echt. Schnell wird klar, dass Besh 52 wohl der Projektname für dieses Gehirnwäscheprogramm ist. Die dazu nötige Flüssigkeit, also mutmaßlich das Tinakk der Yuuzhan Vong, wird hier produziert. Dadurch konnten sie viele Mitglieder anderer Fraktionen auf Kessel umdrehen und deren Organisationen unterwandern. Scav gelingt es einige Listen mit den Namen der entsprechenden Personen herunter zu laden. Leider sind einige mit Codenamen und nicht mit deren richtigen Namen versehen. Aber man kann eben nicht alles haben. Interessanterweise fliegen die Agenten in der Stadt Gariad immer wieder auf. Die ist noch mehr oder weniger frei und gehört keiner der gängigen Fraktionen auf Kessel an. Leider ist nicht ersichtlich, wie sie das schaffen und auch die Wissenschaftler hier haben keine Kenntnis darüber. Das ist natürlich interessant.

Aber mehr erfahren wir hier leider auch nicht. Die ganzen Informationen sind zwar hilfreich, bringen mich aber direkt nicht näher an meine Schwester heran. Nun gut, lässt sich nicht ändern. Für einen kurzen Moment sinniere ich darüber nach, einen der Wissenschaftler gefangen zu nehmen. Aber ich komme zu dem Schluss, dass liegt momentan außerhalb unserer Möglichkeiten. Jedes mögliche Szenario endet in einem Blutbad. Ein guter Kommandosoldat weiß, was er kann und was noch viel wichtiger ist, was er nicht kann. Das hat mein Vater immer wieder zu mir gesagt und er hat damit nur zu Recht.

"Wir haben, was wir bekommen können. Rückzug, bevor die hier wegen einem Alarm alles abriegeln", meine ich schließlich. Auch die Gefangenen vor Ort zu befreien liegt außerhalb unserer Möglichkeiten, nachdem ich mir die dazu vorliegenden Daten angesehen haben. Das hier ist das Maximum, was wir erreichen können und ich habe das zu akzeptieren, auch wenn es mir schwerfällt.

Nach und nach kehren wir in den Aufenthaltsraum zurück und entkommen erfolgreich über das Lüftungssystem. Scavangerbot befestigt jeweils die Gitter wieder und wir sind wieder vor der Anlage.

"Shaka, nimmt bitte wieder die Photonengranate mit", meine ich zu ihr, als die ehemalige Commanderin einfach loslaufen will.

"Wieso? Wir können die Anlage so jederzeit zünden", meint sie uneinsichtig.

"Du kannst nicht im mindesten abschätzen, wie stark die Zerstörungen sein könnten, eine Granate an einem solch neuralgischen Punkt zu zünden. Der Kollateralschaden ist unkalkulierbar durch die Wechselwirkung mit den Coaxiumresten in diesem System", argumentiert Scavangerbot 523 ruhig und ich pflichte ihm bei.

"Scav hat vollkommen Recht. Niemand kann abschätzen, was eine Sprengung für Folgen haben kann. Und was passiert, wenn die Photonengranate hier zurückbliebt und irgendwann wir wieder Coaxium raffiniert."

"Bis dahin ist Granate wieder entfernt", gibt sich Shaka uneinsichtig.

"Wir wissen nicht mal, ob wir Morgen noch leben", gebe ich zu bedenken. Tod oder Gefangenenname sind durchaus mögliche Szenarien.

"Die Hülle der Granate ist dicht, da kann gar nichts passieren", bleibt Shaka weiter stur.

"Nergon-14, also der Sprengstoff der Photonengranate und Coaxium gehörten zu den reaktivsten Substanzen der Galaxis. Eine Wechselwirkung ist trotz des Mantels nicht ausgeschlossen", argumentiert Scavangerbot.

"Bitte akzeptiere die Entscheidung der Mehrheit der Crew der Vanguard", appelliere ich an Shaka und ich kann sehen, wie schwer sie sich tut, dass zu akzeptieren. Wie ein kleines Kind, dass keine Schuhe anziehen will, obwohl es draußen schneit.

Nakagos wirre Gedanken

Das war eine unglaublich zähe und auch so sinnlose Diskussion, auf die ich gerne hätte verzichten können. Aber wenigstens haben wir mit Direktor Quaile einen neuen Namen.

Nakago

  • Mitglied
Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #303 am: 30. Juli 2020, 22:03:25 »
Krill

Nachdem Shaka sich endlich bequemt hat, ihren Sprengkörper zu entfernen, können wir von hier verschwinden. Noch immer wird die von uns ausgeschaltete Patrouille nicht vermisst und es wird kein allgemeiner Alarm gegeben. Draußen weht immer noch ein starker Wind und mit Hilfe des Aschesturms können wir uns erfolgreich von der Anlage absetzen. Der Rückmarsch erfolgt schweigend.

Bei dem Unwetter die "Vanguard" wieder zu finden ist nicht leicht. Zwar finden wir den Höhenzug leicht wieder, aber dann wird es knifflig. Zuerst laufen wir an unserer E-9 vorbei, finden sie dann aber doch noch. In der Schleuse noch waschen wir die Ascheschicht von unseren Rüstungen. Lyn hebt ab und manövriert die "Vanguard" gekonnt durch den Sturm. In Schleichfahrt und im Tiefflug gelingt es uns vollkommen unbemerkt vom Gegner abzusetzen. Wäre die Patrouille nicht auf uns aufmerksam geworden, hätten wir überhaupt keine Spuren hinterlassen. Mit etwas Glück halten sie das nur für ein Geplänkel. Auf alle Fälle war die Mission ein vollständiger Erfolg.

Wir werten auf dem Flug zurück die Daten vollständig aus. Scavangerbot regt an, so schnell wie möglich zur Fabrikstadt Garrad zu fliegen. Die scheinen ein Mittel gefunden zu haben, die Unterwanderung mit Agenten zu stoppen. Da dies außerordentlich hilfreich sein dürfte, schließe ich mich nach kurzem Überlegen seiner Meinung an. Momentan sehe ich keinen weiteren Ansatzpunk, näher an den obersten Anführer von Crimson Dawn und damit an meine Schwester zu kommen. Ich hoffe nur, meine Kleine hält das aus.

Es ist nur die Frage, wie kommen wir nach Garrad und wie rein. Bevor wir das klären können, bekommen wir Nachricht, dass der Verband der TaggeCo im Orbit einschwenkt und wir bei der nächsten Konferenz mit First Commander Marcus Allacour anwesend sein sollten, die in etwas über zwei Stunden angesetzt ist. Nun gut, wir müssen ja auch unsere Ergebnisse präsentieren.

Wir kommen gerade rechtzeitig, um der Ankunft von drei Transporter voll mit Truppen beizuwohnen. Über uns kreist der Schlachtkreuzer "Prosperety", welcher mit seiner Dolch förmigen Form durchaus an einen Sternenzerstörer der Imperiumsklasse erinnert. Die TaggeCo hat versucht, damit den Auftrag für den Nachfolger der Siegesklasse zu bekommen, aber die Kuat Triebwerkswerften haben den Zuschlag bekommen. Vitamin B ist eben nicht alles.

Zwei der Transporter booten menschliche Truppen aus, der dritte Kampfdroiden einer neuen Baureihe der TaggeCo. Darüber schwebt mit Raketenstiefeln der Anführer dieses Verbandes: First Commander Marcus Allacour.

"Wer so eine Show abziehen muss, der kann nichts drauf haben", meine ich zu dem Spektakel. Die TaggeCo hat viel an Vertrauen eingebüßt und so Spektakel sieht zwar von außen schön aus, hat aber doch wenig Substanz. Auch finde ich es kritisch, dass immer noch auf Droiden gesetzt wird. Die sind hier in diesem Gefechtsfeld nun mal nicht wirklich die erste Wahl. Wobei wir ja gerade gesehen haben, dass die in Quil-Lom durchaus eine Möglichkeit gefunden haben, mit Hilfe von Tinakk und VR-Technik Menschen umzudrehen. Irgendwie erinnert- mich das an Cyphera und die Klonlabore. Wobei diese Technik noch effizienter ist. Man braucht keinen Klon und keine riesige Chimäre.

Die Crew der Vanguard nimmt geschlossen in schweren Kav-Dann Rüstungen an der Konferenz teil. First Commander Marcus Allacour ist ein Mann in den Sechzigern, mit einer Tagge verheiratet und dient dem Konzern wohl schon seit über Vierzig Jahren. Das heißt, er hat schon in den Klonkriegen gekämpft.

In seiner Rede macht er klar, dass die Verräter keine Gnade erhalten werden und bekräftigt noch einmal das Kopfgeld von 200 000 Credits auf jeden der drei übergelaufenen Anführer, wenn man sie Lebend der TaggeCo übergibt. Es scheint der Corporation sehr wichtig zu sein, den Status der Verräter noch einmal klar zu stellen. Wobei zwei der drei Überläufer auf unserer Liste der Umgedrehten stehen. Erstaunlicherweise ist Oberst Eggard keiner der umgedrehten, sondern wohl aus freien Stücken übergelaufen. Oder er ist einer der Agenten mit Codennamen.

First Commander Marcus Allacour wird allerdings nicht konkret, welche Operationen er nun genau in die Wege leiten will, um Kessel von Trivex zurück zu erobern. Letztendlich redet er viel, sagt aber wenig konkretes. Dabei scheint er ganz klar Trivex zu unterschätzen.

"Unterschätzt diesen Droiden nicht. Er hat sich nicht nur erfolgreich selbst befreit, sondern auch eine Armee aus dem Boden gestampft und damit ein großen Teil von Kessel erobert", erinnere ich den First Commander an gewisse unleugbare historische Tatsachen.

"Dieser Droide hatte bisher in seinem Wahnsinn nur unverschämtes Glück. Dahinter steckt keine Strategie, keine Mission, alles nur Humbug!", fegt der First Commander Marcus Allacour meine Ermahnung vom Tisch.

"Trivex mag durchaus etwas verrückt sein, aber deswegen ist er noch lange weder dumm noch inkompetent. Und Glück hat damit rein gar nichts zu tun. Damit gewinnt man mal eine Schlacht, erobert aber nicht fast eine ganze Welt. Man wird nicht Anführer von Crimson Dawn, nur weil man Glück hatte", versuche ich ein weiteres mal gewisse Fakten zu verdeutlichen.

"Crimson Dawn ist nur ein Ammenmärchen um freche Kinder zu erschrecken", sagt der mir tatsächlich ins Gesicht. Nun gut, beweisen kann ich es nicht, aber sehe es als Fakt an.

"Ist es nicht äußerst Risikoreich weitere Droiden auf diese Welt zu bringen?", versuche ich es anders.

"Das ist die neuste Baureihe von TaggeCo, der ZY-9. Dieser neue Typ von Kampfdroide ist vollkommen Immun gegen den Kesselvirus und jeglicher Teufelei, die sich Trivex ausdenken könnte", meint First Commander Marcus Allacour im Brustton der Überzeugung, als würde er einem kleinen Kind erklären, dass sich unter dem Bett kein Monster befindet. Mir wird klar, dass ich mit Argumenten hier kein Land sehen werde. Unsere blaue Twi´lek fühlt sich nun bemüßigt, meine Argumente zu wiederholen, als ob das irgend etwas bringen würde. Natürlich werden auch diese abgeschmettert.

Das war wohl Nix! Wenigstens können wir noch unsere Ergebnisse präsentieren, ebenso die Liste mit den Agenten. Da sind einige aus dem Umfeld des Königshauses dabei. Das erklärt den Hinterhalt in der Höhle. Damit sind wir hier wohl erst einmal fertig und können uns nun unsere weiteren Schritte überlegen.

Nakagos wirre Gedanken

Unser Spielleiter hat First Commander Marcus Allacour ziemlich gut rüber gebracht. Das hat wirklich Laune gemacht, diesem arroganten Arschloch zuzuhören, damit ist der NSC und nicht unser SL gemeint. :D

Nakago

  • Mitglied
Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #304 am: 02. August 2020, 16:05:48 »
Leth
"Das ist jetzt nicht so gut gelaufen", meine ich zu den anderen, als die Konferenz zu Ende gegangen ist.

"Mich wundert, dass jemand mit solch Inkompetenz an der Spitze der Konzernarmee stehen kann", meint Edna.

"Vitamin B. Beziehungen sind alles und wenn man der Schwager des Konzernchefs ist, kann man sich einiges erlauben. Und die fähigen Mitglieder des Tagge Clans sind entweder auf der Flucht, im Gefängnis oder unter Hausarrest. Da bleibt eben nicht mehr viel übrig", fasst Lyn unsere HoloNet Recherche über den guten First Commander Marcus Allacour zusammen. Bevor wir das Thema weiter vertiefen können, kommt der Aqualishaner Nescha des Weges. Mit dem Kopfgeldjäger haben wir ja ein loses Bündnis, wobei wir momentan alles mögliche machen, nur nicht Urdaa weiter verfolgen. Wir tauschen unsere neusten Informationen aus. Nescha hat wohl einigen Reibach bei der Evakuierung der Adligen gemacht, während wir eigentlich nur kosten eingefahren haben. Aber dafür die Befriedigung mehrere tausend Zivilisten vor der Sklaverei gerettet zu haben. Jedenfalls vorläufig, da ich dem zukünftigen Kriegsverlauf unter dem Kommando von First Commander Marcus Allacour eher kritisch sehe. Viel Raum für Fehler gibt es nicht mehr, da es kaum noch Territorium gibt, was man gegen Zeit tauschen könnte. Aber vielleicht lässt Trivex seine Gegner erst einmal zu ihm kommen, was durchaus seine Vorteile hätte. Ein Massaker an der Zivilbevölkerung sorgt für keine gute Presse und dieser Droide denkt durchaus strategisch. Es kann gut sein, dass er zuerst die TaggeCo hier ins offene Messer laufen lässt und aus der Position der Stärke heraus sich mit dem Königshaus arrangiert, um eine offizielle Marionette zu haben, so wie es die Pykes bisher auch getan haben. Aber darüber zu spekulieren ist müßig, da Nescha einen interessanten Vorschlag hat.

"Ein paar etwas eher zwielichtige Gestalten haben während der Flucht aus Hygaia ihre Schwarzgeldkasse zurück lassen müssen. Wir müssen sie praktisch nur abholen", beginnt Nescha seine Idee zu erläutern. Letztendlich bekommen wir folgendes zu hören: Ein paar korrupte Beamte des Köngishauses haben sich zusammengeschlossen, ihr Schwarzgeld an eine gemeinsamen Ort zu verwalten. Um eben Kredite zu vergeben und Schwarzmarktgeschäfte in wirklich großen Stil zu tätigen, wurde in einem Nachtclub im Keller ein großer begehbarer Tresor installiert. Laut Neschas Informationen ist der Tresor immer noch gut gefüllt. Wir würden halbe halbe machen und der Gewinn dürfte für jede Crew etwa eine halbe Million betragen. Dazu müssen wir eben nach Hygaia hinein kommen, die nun komplett von den Droidentruppen von Trivex besetzt ist. Das ist eben der Knackpunkt. Wir müssen unbemerkt rein und auch wieder raus kommen. Aber genau für solche Operationen sind wir gut ausgerüstet.

"Wir müssen das kurz bereden", meine ich, als wir den Vorschlag zu Ende angehört haben. Wir ziehen uns kurz zurück, um die Sache unter uns zu erläutern.

"Ich sehe darin einiges Potential um unsere Kassen aufzufüllen", meint Scavangerbot.

"Es bringt uns zwar in unserer momentanen Situation nicht näher an unsere unmittelbaren Ziele, aber der Krieg gegen Crimson Dawn wird ein Vermögen kosten und in unsere Kriegskasse herrscht gerade Ebbe. Damit könnten wir schon mal die 4R3 bezahlen. Auch unsere Truppen auszurüsten wird nicht billig werden. Ich bin dafür, dieses Risiko einzugehen", erläutere ich Ausführlich meine Gedankengänge zu diesem Thema. Jede Minute, die ich nicht darin investiere, meiner kleinen Schwester näher zu kommen, tut weh. Aber ich sehe auch ein, dass ich in einem größeren Rahmen denken muss und Eloy nicht alles ist. So sehr ich meine kleine Schwester auch liebe, letztendlich war es ihre eigene Entscheidung sich in diese Gefahr zu begeben. Ich hätte es ihr besser ausreden sollen, wie es mein erster Impuls gewesen ist, aber meine Schwester ist eine erwachsene und mündige Person.

"Lyra hat meine Gedanken dazu schon gut zusammen gefasst", meint Lyn.

"Ich verstehe nur eines nicht, warum stehen wir hier noch herum und reden, statt die Credits abzuholen?", meint Edna und man kann sehen, wie er im Geiste schon die Credits in seiner Börse zählt.

"Und ich verstehe nicht, warum ihr alle illegale Aktionen befürwortet!", schießt Shaka mal wieder quer.

"Ich habe schon immer jede Aktion befürwortet, die Credits bringt", meint Scavangerbot 523 lapidar. "Und ich erkenne nicht, was daran illegal sein soll. Das ist momentan besitzloses Schwarzgeld und wir bergen es."

"Scav bringt es gut auf den Punkt", gebe ich dem Droiden recht. "Damit ist die Sache mit vier zu eins wohl genehmigt." Shaka wirkt nicht wirklich überzeugt und lässt es dann schließlich auch gut sein, nachdem sie noch etwas wie ein kleines Kind herum quengelt. Seit sie sich aus mir immer noch nicht nachvollziehbaren Gründen in den Kopf gesetzt hat, Sektorranger zu werden, wird sie noch schwieriger als früher und das will wirklich was heißen. Da war sie von Rache besessen und hat gemeint, sich nichts gefallen lassen zu dürfen und alles mit totaler Gewalt zu lösen, wenn es nicht nach ihrem Tentakelköpfchen ging. Und jetzt macht die gleiche Person einen auf moralisch, die sich wie wir alle einem höchst illegalen Kriegszug gegen Admiral Thorne aus unterschiedlichsten Motiven angeschlossen haben. Wir alle haben uns weiter entwickelt und unser Fokus hat sich durchaus verändert, aber Shaka Blen geht mir inzwischen gehörig auf die Nerven. Und ich wage mal zu behaupten, ich bin da nicht der einzige in der Crew.

"Wir machen mit! Wann geht’s los?", frage ich keck und wir besprechen einen groben Plan. Wir können nicht einfach eine Sturmlandung hinlegen, rein stürmen und die Credits raus tragen. Da ist schon etwas mehr Subtilität gefordert. Wir wissen, dass die Stadt mit Überlandtransporten versorgt wird. Wir kapern uns einen Transporter und fahren einfach ganz offiziell herein. Die "Vanguard" verfügt über Ionenkanonen, eines von Neschas Schiffen hat einen Traktorstrahler, um den Transporter vor einem fatalen Absturz zu bewahren. Da auf Trivex Seite ja Söldner der TaggeCo kämpfen, mal wir unsere Rüstungen einfach schwarz an. Droiden können uns eh nicht voneinander unterscheiden. Dann laufen wir zum Club, räumen den Safe, kehren zurück zum Transporter und fliegen wieder weg. Ganz einfach. Mal sehen, was alles schief gehen wird.

Nakagos wirre Gedanken

Einer kleiner Heist als Abwechslung. Unser SL war sich nicht sicher, ob wir uns dieser Aufgabe annehmen würden. Da kennt er uns aber schlecht. :D Natürlich hat nur der Spieler von Shaka herum gezickt, weil solche Aktionen angeblich seine Chancen auf Aufnahme bei den Sektorrangern vermindern.

  • Drucken