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Autor Thema: Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story  (Gelesen 18712 mal)

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Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #360 am: 08. Dezember 2020, 15:16:37 »
Besh

Der Transfer zu Sprungpunkt VII, wo der Abfangverband Aurek in Stellung geht, verläuft ohne besondere Vorkommnisse. Ich habe mir die Reisen innerhalb des Ivax Nebula schwieriger vorgestellt. Es kann natürlich auch sein, dass wir einfach besonders sichere und stabile Routen haben. Da ist die Sperrzone um das Hapes-Konsortium schon deutlich schwieriger zu navigieren. Leider werden wir auch hier von keinem dieser Weltraumdrachen angegriffen. Wir sehen noch nicht mal einen. Nur ich scheine darüber wirklich enttäuscht zu sein, während der Rest diesen Umstand eher positiv sieht.

Da wir gut in der Zeit liegen, mahne ich ein gemeinsames Manöver an, da wir noch nie miteinander gekämpft haben. Der erste Versuch endet in mehreren Beinahezusammenstößen. Aber genau deswegen übt man so was ja auch mal im Vorfeld. Nach kurzer Manöverkritik geht es dann auch schon weiter zum zweiten Versuch, der schon deutlich besser klappt. Im dritten Anlauf schaffen wir sogar einen halbwegs gut aussehenden Zangenangriff. Das muss reichen.

Wir positionieren uns am Rand des Sprungpunktes und gehen auf Schleichfahrt. Alle Kampfstationen sind besetzt und ich döse in der Kav-Dann Rüstung im Sessel des Co-Piloten. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen und nun heißt es warten. Die meisten Einsätze bestehen aus warten, wie ich aus meiner Zeit als Kommandosoldatin nur noch zu gut weiß. Dies ist die Zeit, wo die Gedanken wandern und man sich all die schrecklichen Dinge ausmalt, die einem im Kampfeinsatz widerfahren können. Das zerrt an den Nerven.

Schließlich treten zwei Impulse aus dem Hyperraum. Es handelt sich hierbei um hochmoderne TIE-Advanced, die hier wohl die Rolle von Aufklärern spielen. In Formation beginnen die Sternenjäger eine generische Suchhelix wie aus dem Imperialen Lehrbuch abzufliegen. Ich hoffe, die Sensoren von so kleinen Schiffen haben nicht die Stärke uns aufzuspüren. Gebannt starren wir alle auf das Radardisplay Nach etwas über zehn Minuten verschwinden die wieder. Da alles ruhig bleibt, scheinen die uns nicht entdeckt zu haben.

So langsam entspannen wir uns wieder und die Warterei geht weiter. Dann brechen sieben Raumschiffe aus dem Hyperraum. Das Schiff im Zentrum der Diamantformation ist eindeutig eine schwer modifizierte UGS-535.

"Angriff!", rufe ich aus, was aber schon längst nicht mehr nötig ist, da sich unser Verband schon voller Enthusiasmus in Bewegung gesetzt hat. Auch ich gebe Vollgas, in dem ich alle Energie auf die Triebwerke leite. Für einen kurzen Moment werden wir von der Beschleunigung in die Sessel gepresst, dann springen die Absorber an. Die Ionengeschütze sind auf zwölf Uhr gestellt und ich eröffne das Feuer. Gerade so treffe ich mit beiden Rohren und Elmsfeuer breitet sich auf der Außenhaut der UGS-535 aus. Auch die Korvette eröffnet das Feuer aus allen Rohren. Der Zangenangriff der anderen Schiffe gelingt und die feindliche Formation wird auseinander gerissen. Unbehelligt können wir uns auf unser primäres Ziel konzentrieren. In dem Moment werden Abwehrtürme ausgefahren und beginnen uns aus allen Rohren zu beschießen. Ich drehe die "Vanguard" im letzten Moment aus dem Feuer heraus. Sofort beginne ich mit einem neuen Anflug und treffe mein Ziel gerade so, bevor ich vorbei rausche.

Dieses mal war ich wohl etwas zu Nah, denn wir bekommen den ersten Treffer ab. Zum Glück nur Oberflächlich. Aber ich bin sicher, dass war nicht der letzte Treffer. Die UGS-535 feuert nun Erschütterungsraketen ab. Shaka löst unsere Köder aus, aber nur eine der Raketen lässt sich täuschen, die andere hält Kurs. Edna kann sie aber mit dem oberen Lasergeschütz erledigen, bevor sie uns erreichen kann.

Ich drehe ein dritte mal auf die Luxusfrachter ein und treffe dieses mal wieder mit beiden Läufen. Das Sternenschiff giert inzwischen deutlich, was zeigt, dass schon einige Systeme durch Überlastung den Dienst eingestellt haben. Unserem hapanischen Bordschützen gelingt es ein feindliches Geschütz zu eliminieren. Die Korvette der Balosarer zieht massiv Feuer und wird mehrmals getroffen. Aber auch sie erwidern das Feuer. Nicht mehr lange und das Schiff von Adalhart wird springen.

Also drehe ich ein viertes mal ein. Ich vertraue mich der Macht an und schieße. Dieses mal treffe ich gut und die Systeme des Frachters erlöschen. Unsere andere Schiffe sind immer noch im Klinsch mit der Eskorte, können sie aber beschäftigt halten. Die Korvette beginnt nun parallel zur  UGS-535 zu gehen. Ihnen gelingt es schon die Sturmschleuse beim ersten Versuch zu setzen. Da der Frachter mit den Luxusquartieren sich um die eigene Achse dreht, ist das gar nicht so einfach. Die Balosarer entkoppeln die Sturmschleuse und nun ist es an uns, daran anzudocken. Es ist verdammt schwer, wie ich feststellen muss. Beim Andockmanöver komme ich dem Sternenfrachter zu Nahe und es knirscht, als wir leicht kollidieren.

"Frauen und einparken", kommentiert Edna frech vom Geschützstand aus. Ich würde ja jetzt gerne was spitzfindiges erwidern, aber leider bin ich gerade mit wichtigerem beschäftigt, als den frechen Hapaner in die Schranken zu weißen. Aber nun sind wir eingeklinkt und koppeln an. Zeit die Sache im Nahkampf zu erledigen. Ich hoffe nur, ich behalte alle meine Gliedmaßen, da ich nicht so wie Shaka herumlaufen will.

Lyn übernimmt nun die Kontrollen, Tory setzt sich an den Funk und die Schadenskontrolle, während Eloy das Schott und Schiff sichern wird. Unser Angriffsteam wird aus Scav, Edna, Shaka und mir bestehen. Wir lebenden tragen alle die Kav-Dann Powerarmor und Schutzschilde. Die Sturmschleuse hat sich inzwischen durchgeschweißt und wir können davon ausgehen, dass man uns schon erwarten wird. Das Metallstück fällt scheppernd nach Innen und wir sehen den dahinter liegenden Raum. Das ist eine Art Lagerraum, der nun voll improvisierter Barrikaden ist. Sechs Leibwächter in grauer schwerer Rüstung haben sich hinter der Barrikade verschanzt. Sie sind gut positioniert und haben eine perfekte Todeszone erschaffen. Leichter Rauch wabert durch den Raum, der nur spärlich von roter Notbeleuchtung erhellt wird. Im Hintergrund heult eine Sirene und die künstliche Schwerkraft funktioniert noch. Wir haben offensichtlich wohl nicht alle Systeme ausgeschaltet.

Mutig wie ich bin, gehe ich als Sturmspitze hinein. Sofort eröffne ich das Feuer auf drei links von mir stehende Truppler. Einen töte ich, einen verwunde ich schwer und einen leicht. Edna folgt mir und erledigt die beiden überlebenden. Damit ist die Todeszone aufgebrochen. Shaka tötet ebenfalls noch einen, so das nun nur zwei den Feuerkampf aufnehmen. Einer schießt auf mich und ich versuche mich vergeblich aus seiner Schußbahn zu hechten. Wenigsten kann ich die größte Wucht der Hochenergiewaffe neutralisieren, trotzdem tut der Treffer ordentlich weh.

"Fierfek!", kommentiere ich das. Hätte schlimmer kommen können, da noch alles dran ist. Trotzdem ärgerlich, dass es mich schon so früh erwischt hat. Das lässt tief blicken. Da dies alles noch nicht schlimm genug ist, rückt von hinten noch ein Purgetrooper mit einer Klapperschlange vor, die nun anfängt zu rotieren.

Nakagos wirre Gedanken

Schon blöd, wenn man gleich beim ersten Treffer einen kritischen kassiert. Zweimal Ausweichen und drei Verteidigung ist einfach zu lasch. ;D Der Raumkampf ging halbwegs, bis auf das Andocken. Hab ja nur vier Trainings und einen Begabungswürfel plus einen Verstärkungswürfel. Probe zwar geschafft, hatte aber ziemlich viele Nachteile gewürfelt. So was ist immer ärgerlich.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #361 am: 10. Dezember 2020, 16:45:07 »
Cresh

Der Purge Truppler lässt seine Klapperschlange für sich sprechen und die fünf um die zentrale Achse rotierende Läufe haben uns viel zu erzählen. Wir werden alle leicht getroffen, da unsere Rüstungen das meiste absorbieren. Da ich mehr Angst vor den Disruptorgewehren habe, schieße ich einen weiteren Leibwächter um. Meine anderen Schüsse liegen leider zu hoch. Aber Edna ist ja auch noch da und vollendet mein Werk. Shaka und Scav schießen sich auf den Purgetruppler ein. Von weiter hinten rücken vier Flottensoldaten vor und eröffnen mit Karabinern das Feuer auf uns. Einer schafft es tatsächlich mich zu treffen.

"Fierfek!", kommentiere ich diesen Umstand und positioniere mich in den toten Winkel zu den Flottensoldaten, so dass nur noch der Purge Truppler auf mich schießen kann, was ja auch reicht. Dieses mal habe ich Glück und entkomme seiner Salve, während Scav massiv getroffen wird. Nun erwidere ich aus stabiler Position das Feuer und treffe ihn gut, aber meine Treffer reichen nicht, um ihn zu töten. Auch wenn er nun desorientiert nach hinten stolpert. Edna erledigt ihn mit einer gut sitzenden Salve.

Auf dem Weg zur Wand neben dem Gang schnappe ich mir eine Fragmentgranate von einen der toten Leibwächter. Hätte mir was besseres erhofft, aber für Flottensoldaten sollte die mehr als genug sein.

"He, hört mal zu ihr da hinten. Wir haben keinen Streit mit euch. Verlasst eure Stellung und formiert euch im rückwärtigen Raum neu. Bald wird niemand mehr übrig sein, der einen Anfall von gesunden Menschenverstand ahnden könnte!", rufe ich den Soldaten zu.

"Verpisst euch, Rebellenabschaum", bekomme ich zu hören. Zwei Beleidigungen in einem Satz mit drei Wörter zu packen ist eine Kunst für sich. Nun gut, ich habe ihnen eine Möglichkeit gegeben, zu überleben. Sie haben ihr Schicksal selbst gewählt und ich drehe die Granate gegen den Uhrzeigersinn. Dann werfe ich die in den Gang und einen Augenblick später ertönt eine Detonation. Als ich mit dem DLT-19D in den Gang vorrücke finde ich nur noch vier Leichen. Derweil hat Shaka ihren Blasterkarabiner zurück in Richtung der "Vanguard" geworfen und eines der Disropturgewehre aufgenommen. Bis jetzt waren wir immer schnell genug, diese furchtbare Waffe vor ihr wegzuschnappen und dann heimlich zu entsorgen. Hier lagen einfach zu viele Waffen herum.

"Scav, schau, ob du ins System rein kommst und den Hyperraumantrieb lokalisieren kannst", wende ich mich an Scav. Der tut sein Bestes und kann grob sagen, wo wir diesen finden. Da Scav zugriff auf das System hat, zeigt, dass unser Ionenbeschuss nicht so erfolgreich war, wie von uns erhofft. Deswegen müssen wir so schnell wie möglich den Hyperraumantrieb finden und endgültig deaktivieren.

Wir haben nun eine direkte Route über Nebengänge. Feindkontakt vermeiden wir so, aber ein automatischer Repetierblaster kommt aus der Decke über dem Zugangsschott heraus und nimmt mich unter Feuer. Leider reicht meine Rüstung nicht aus, um mich vor so einer durchschlagsstarken Waffe zu schützen. Toll! Heute scheine ich Blasterstrahlen magisch anzuziehen. Im Gegenzug verarbeite ich mit einer kurzen Salve das Geschütz zu Altmetall. Falls wir vorher noch einen Überraschungsmoment hatten, ist der jetzt flöten gegangen. Deswegen lasse ich nichts anbrennen. Mit einem Notgriff öffne ich das Schott. Der Hyperraumantrieb wird von zwei Purge Trupplern bewacht. Sofort rücke in den Raum hinein, damit der Rest auch stürmen kann. Während dem schieße ich auf linken Truppler und treffe ihn viermal mittig in den Torso. Edna kommt mir sofort nach und vollendet mein Werk mit seinem DLT-19. Während Shaka tapfer nach hinten sichert, stürmt Scav mit hinein und feuert sein MWC-35c auf den noch stehenden Purgetruppler ab. Der steckt den massiven Treffer weg und feuert eine Salve aus seiner Klapperschlange auf den Droiden ab. Das hinterlässt mehrere qualmende Löcher, aber Scav steckt das ebenfalls gut weg.

"Kontakt!", meldet Shaka, schießt und stolpert einen Moment später mit einer Hand weniger in den Raum hinein. Wieder mal hat ihr Cyberarm etwas abbekommen. Kommt in letzter Zeit ja häufiger vor. Edna und ich wirbeln herum und erledigen die Leibwächter, die uns ins Kreuzfeuer nehmen wollen. Einer schießt vorher noch ganz knapp an mir vorbei. Scav erledigt den Purgetruppler und wir haben den Raum gesichert. Skav will tatsächlich nur ein paar Komponenten ausbauen.

"Scav? Was zum Fierfek treibst du da?", schnauze ich ihn etwas unwirsch an, während ich mir mehrere Ladungen an Stimpack verabreiche und den Spender nachfüllen lasse.

"Ich baue einige Teile aus, dass der Hyperraumantrieb nicht mehr funktioniert", erklärt der Droide ruhig. "Später kann ich sie wieder einbauen und haben ein weiteres Schiff für unsere Flotte."

"Dir ist schon klar, dass über kurz oder lang ein Sternenzerstörer der Imperiums II Klasse auftauchen wird? Und das wahrscheinlich in den nächsten zehn bis zwanzig Minuten?", erwidere ich und bin über den Optimismus von Scav durchaus amüsiert. Kenne ich von ihm gar nicht.

"Nach meiner Einschätzung ist unser Zeitfenster durchaus größer", meint Scav etwas uneinsichtig. Auch das kenne ich von ihm nicht.

"Wahrscheinlich haben die schon längst unsere Störung der Kommunikation überwunden. Das sind militärische Schiffe und ich bin sicher, dass dort an den Kommunikationskonsolen nicht gespart wurde." Eine Zeitlang kann man durchaus die feindliche Kommunikation lahmlegen, aber militärische Schiffe haben Gegenmaßnahmen. Und im Notfall wird eines der Eskortschiffe einfach einen kurzen Sprung machen um außerhalb unserer Gegenmaßnahmen dann einen Notruf abzusetzen.

"Nun gut, du bist hier die Militär mit der größten Erfahrung und folge demnach einfach deiner Expertise." Mit der Vibroaxt zerschlägt Scav nun kurzerhand ein paar technische Bauteile, deren Austausch länger dauert.

"Los! Los! Los! Wir haben keine Zeit zu verlieren!", treibe ich die anderen an, da sich unser Zeitfenster langsam aber sicher schließt. Wir haben innerhalb von zehn Minuten den Gouverneur oder wir müssen evakuieren.

Wir wissen, dass die Quartiere von Adalhart und seinen engsten Begleitern im Zentrum des Schiffes sind, also rücken wir nun darauf vor. Laut Plan gibt es einen breiten Zugang von unserer Seite aus und je einen Zugang links oder rechts. Das schreit direkt nach einer Trennung für einen Flankenangriff. Sie zu trennen ist zwar nie gut, aber manchmal einfach notwendig. Die werden sich bestimmt in dem Saal, der den Quartier vorgelagert ist, verschanzt haben. Also ist es sinnvoll, dass wir uns trennen. Shaka ist nur noch bedingt kampffähig, da sie nur noch einen voll einsatzfähigen Arm hat. Das wird kein Spaziergang werden.

Nakagos wirre Gedanken

Die Kämpfe liefen nicht so gut für unsere Seite. Das waren eben auch knackige Gegner mit überproportionalen Lebenspunkten, Absorption und Sonderregeln. Leicht war Gestern...

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #362 am: 13. Dezember 2020, 14:39:52 »
Dorn

Ohne Feindkontakt erreichen wir quasi das Zentrum des Raumschiffes. Dabei handelt es sich um eine Art Saal, der nüchtern eingerichtet ist. Von dort aus geht es über eine Treppe zu den persönlichen Quartier von Adalhart. Dieser Saal ist eine Mischung aus Kommunikationszentrale, Aufenthaltsraum und Cantina. Ein Mehrzwecksaal eben. Ein kurzer Scann zeigt bis zu dreißig Impulse an. Ein erheblicher Teil davon sind wahrscheinlich nur Flottensoldaten, nicht mehr als Kanonenfutter für uns. Aber stetiger Tropfen höhlt den Stein. Und auch ein einfacher Blaster kann mich immer noch töten, trotz meiner guten Ausrüstung.

Scav und ich werden von vorne hinein gehen, Shaka und Edna werden von einem Seiteneingang das Feuer eröffnen und so hoffentlich für Konfusion sorgen. Am Rand des Haupteingangs gehen wir in volle Deckung und warten kurz, bis das Besh Team ihre Stellung eingenommen hat.

"He Leute, ihr habt die einmalige Situation von hier weg zu kommen. Flieht und lebt oder bleibt und sterbt!", rufe ich ihnen zu. Auch hier bekomme ich nur unflätige Worte zu hören. Nun gut, dann eben auf die harte Tour. Ich beginne den Angriff, in dem ich eine vom Imperium gesponserte Granate blind einfach um die Ecke in den Raum werfe. Die Explosion und das dadurch verursachte Chaos benutzt Scav um in den Raum zu stürmen. Ich folge ihm. Edna und Shaka greifen vom Nebeneingang aus an. Der Saal ist etwa acht Schritt breit und dass doppelte davon lang. Aus Möbeln und Konsolen wurden Barrikaden errichtet. Die meisten Gegner sind nur Flottensoldaten mit Karabinern. Aber auch mehrere Leibwächter und Purge Trooper befinden sich hier. Einer der letzteren feuert auf mich und das ionisierte Tibanagas beschädigt meine Rüstung. Das irritiert mich so langsam sichtlich.

Dem gebe ich mit meinem DLT-19D so ordentlich Kontra, dass ich ihn mit einer sauber Salve töte. Ein guter Anfang. Edna tötet von der Flanke aus einen der Leibwächter und damit ist ein Disruptorgewehr weniger im Spiel. Derweil habe ich die erste Barrikade erreicht und gehe in Stellung, während Scav weiter in die Tiefe des Raumes vorrückt und einen weiteren Leibwächter ausschaltet. So langsam lichten sich die Reihen unserer Feinde. Von meiner Position aus erschieße ich den letzten Leibwächter, den ich sehen kann. Einige der Flottensoldaten erkennen nun die Zeichen der Zeit und beginnen sich durch den freien Seiteneingang abzusetzen. Shaka erledigt einhändig den wohl letzten Purgetrooper und weitere Soldaten machen sich aus dem Staub. Nur drei Unverbesserliche halten aus und fallen unter unserem Feuer.

Oben am Ende der Treppe geht nun das Schott auf und ein riesiger Purgetrooper mit einem Totenkopfhelm kommt heraus. Als Geschenk wirft er uns einen Thermoldetonator zu. Ich gehe in volle Deckung und Hauptsächlich bekommt Scav die Wucht der Detonation ab. Das hat bestimmt weh getan. Die Splitter fliegen über mich hinweg, ebenso Trümmerteile. Einige prasseln auf mich herab, aber ich bleibe ausnahmsweise mal unverletzt.

Sieht so aus, als wäre das der berüchtigte Commander Bragg, von dem wir schon so viel gehört haben. Und der ist nicht gut auf uns zu sprechen, denn er nimmt nun seine Klapperschlange und beginnt mir den fünf um die Achse rotierenden Läufe auf uns zu schießen. Das lassen wir nicht auf uns sitzen. Ich komme aus der Deckung hervor und meine Schüsse werden von der Rüstung schier reflektiert.

"Fierfek!", fluche ich verhalten, besonders da just in dem Moment auch noch mein Zielsystem den Geist aufgibt. Das ist jetzt wirklich übel, da ich nicht mehr zielen kann. Auch Edna und Shaka verfehlen das Ziel oder kommen nicht an dessen Schutzfeld vorbei. Obwohl Scav aus mehreren Kratern in seiner Rüstung qualmt, zeigt er uns, wie man das Schutzfeld des Commanders brechen kann. Ich gehe zurück in volle Deckung und versuche mein Zielfernrohr zu reparieren. Aber ein Neustart des System produziert nur einen roten Schriftzug mit "Fehlfunktion" zu Tage. Das System ist massiv beschädigt und mit Feldmitteln nicht zu reparieren. Ein weiterer Thermaldetonator explodiert und Scav wird ein weiteres mal schwer beschädigt. Ich komme wieder hoch aus meiner vollen Deckung und treffe rein gar nichts! Das ist äußerst frustrierend. Shaka gelingt es mit einem Glückstreffer den Commander zu töten. Seine Leiche kracht die Treppe herunter und wir stürmen nun nach oben.

"Nicht vergessen, wir brauchen Adalhart lebend!", erinnere ich alle an diesen wichtigen Punkt, schultere mein nutzloses DLT-19D, ziehe meine Dragoner und mache sie Schussbereit. Ich stürme als erstes in den Raum. Dies ist ein Besprechungszimmer mit einem langgezogenen Tisch an dem zwölf höhere imperiale Offiziere sitzen. Adalhart steht an der Stirnseite des Tisches und hat als einziger eine Blasterpistole gezogen.

"Lang lebe das Imperium!", schreit er und hält sich die Pistole an den Kopf. Bevor er abdrücken kann, schießen Shaka und ich ihn nieder. Die imperialen Offiziere sind nicht so dumm und heben ihre Hände. Zeit Gefangene zu machen. Wir entwaffnen sie und stellen sie dann in eine Reihe auf. Auf dem Tisch liegen jede Menge Datapads und Speicherchips. Ein paar wurden zerbrochen. Ich schiebe einfach mal alles in eine hier herumliegende Transportkiste. Daten sind immer Wertvoll. Edna wirft sich Adalhart über die Schulter und ich bitte Scav die Klapperschlange von Commander Bragg mitzunehmen.

"Legt einen Zahn zu, ein Sternenzerstörer ist gerade im System angekommen und bootet TIE-Jäger und Bomber in großer Anzahl aus!", warnt uns Lyn und wir treiben unsere Gefangenen an. Meine Schwester kommt uns entgegen und hilft zu evakuieren. Kaum ist das Schott hinter uns zu, koppelt Lyn die "Vanguard" auch schon ab. Das war jetzt ziemlich eng. Während Edna und Shaka erst einmal zurück bleiben, bringen Scav und ich Adalhart auf die Krankenstation, um ihn betäubt zu halten. Dann eile ich ins Cockpit, aber ich kann nur noch einen Blick auf das Display erhaschen, in dem sich hunderte von Symbolen tummeln. Dann sind wir im Hyperraum. Die Mission war erfolgreich. Unsere Begleitschiffe haben es alle geschafft, haben aber keines der Begleitschiffe ausschalten können. Das macht nichts. Hauptsache wir blieben unbehelligt.

Auf der Krankenstation weiße ich Besh 42 an, nach einem Hyperraumsender zu suchen. Der ist recht leicht zu finden, da er mit dem Cyberherz verbunden ist. Auf einem Scannberbild sehe ich das Innenleben von Adalhart und der Mann ist ein Cyborg. Der könnte mit der Anzahl an Implantaten den Dunklen Lord Darth Vader Konkurrenz machen und das ohne ein Bad in einer Lavagrube genommen zu haben.

"Kriegst du den deaktiviert?", frage ich Scav.

"Daran traue ich mich nicht ran. Die Verdrahtung ist gelinde gesagt verwirrend unlogisch." Ich kann deutlich die Zweifel in seiner künstlichen Stimme wahrnehmen.

"Nun gut, dann melde ich mal dem Oberkommando unseren Erfolg. Sollen die entscheiden, wie wir weiter verfahren."

Ich melde Vollzug der Mission und bekomme Anweisung, Adalhart zur Hauptbasis zu bringen. Die wissen von dem Peilsender, also gehen die auf volles Risiko. Angeblich können die nur dort die Operation durchführen, die notwendig ist, die Bomben zu entschärfen.

Nakagos wirre Gedanken

Der Kampf gegen Commander Bragg lief nicht gut. Durch ein Verhängnissymbol fiel dann mein Zielsystem aus und damit waren dann laut Aussage SL drei blaue Würfel durch Präzision futsch und das bis zu einer Reparatur. Ist eigentlich so vom System nicht vorgesehen. War danach ziemlich angepisst. War eh an dem Tag nicht so wirklich gut drauf. Dann war der Spieler von Shaka entweder besonders langsam oder ich war einfach zu ungeduldig. Es ist unglaublich, wie lange es dauern kann, einen Würfelpool zusammen zustellen und dann kullert noch die Hälfe immer in einen Bereich, den man nicht einsehen kann. Holt er die Würfel hoch, sind sie entweder bei positiven besonders erfolgreich oder bei negativen, blank... Da kann man sich sein Teil denken. Und er hat sich richtig am Disruptorgewehr aufgegeilt.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #363 am: 15. Dezember 2020, 22:48:31 »
Esk

Nach dem Besh 42 und Scav einen Teil meiner schlimmsten Verletzungen verarztet habe, kehre ich zurück in den Lagerraum, wo Edna und Shaka immer noch dabei sind, die Gefangenen zu durchsuchen. Wie üblich lässt Shaka dabei ihrem Hass freien Lauf. Ich kann froh sein, dass es noch keine Toten gegeben hat, was wahrscheinlich nur der Anwesenheit meiner Schwester zu verdanken ist, die wohl schlimmeres verhindert hat. Ich bringe mit ein paar harschen Worten in Richtung der blauen Twi´lek etwas Ordnung ins Chaos. Ihren Vorschlag, alle zwölf Imperiale in die Arrestzelle zu stecken, die für drei, im Notfall auch vier Leute ausgelegt ist, lehne ich ab.

"Nein, wir werden da keine zwölf Menschen hinein stopfen."

"Das gleiche würden sie mit uns auch machen", argumentiert Shaka.

"Mag sein, aber wenn wir von der Allianz nur noch durch die Farbe und Schnitt unserer Uniformen von unseren Gegnern unterscheiden, haben wir verloren. Warum gehst du nicht zur Krankenstation und lässt deine Verletzungen behandeln?" Da die ehemalige Commanderin immer ihren persönlichen Bedürfnis besonders aufgeschlossen ist, zieht sie leise vor sich hin murmelnd von dannen. Ich gehe nicht so weit, mich für das Verhalten dieser Person zu entschuldigen, sorge aber nun für eine gerechte Aufteilung. Tory muss leider ihre Kabine temporär räumen, aber das ist ja nicht für lange. So stecken wir in die Arrestzelle und in den zwei Kabinen jeweils vier Offiziere. Die ich intuitiv als die gefährlichsten einschätze, kommen in die Arrestzelle, der Rest in die Kabinen. Ich untersuche jeden noch einmal sorgfältig mit meinem Scanner und finde sogar noch drei kleine Blasterpistolen und zwei Vibromesser, die besonders gut versteckt waren.

Nachdem ich etwas Zeit habe, beginne ich die Datapads zu sichten. Eloy findet eines mit offenen Zugang und ich kann so einiges an Informationen über Flottenstärke und Bodentruppen extrahieren. Schließlich erreichen wir nach einigen mehr oder weniger ereignislosen Sprüngen das Hauptquartier des Adelshofes. Da sie damit rechnen, dass wir immer noch aufgespürt werden können, immerhin hat Adalhart einen Hyperraumpeilsender, evakuieren sie gerade die Station. Wir übergeben unsere Gefangenen an ein Schiff der Neuen Republik und fliegen dann in die Basis. Ich bin froh, den imperialen Ballast loszuwerden. Sofort wird Adalhart in das medizinische Zentrum transferiert. Ich schätze mal, den Eingriff wird er nicht überleben. Tja, dieses Schicksal hat er sich selbst zuzuschreiben. Scav und ich schauen uns die "Vanguard" von außen an. Wir haben einiges abbekommen in den letzten Tagen. Zuerst die Flucht von der "Supremacy" und dann noch das Gefecht mit Adalharts Frachter. Leider haben wir nicht die Zeit, schon mal mit den ersten Reparaturen zu beginnen. Aber ich kümmere mich mal um das beschädigte Zielsystem des DLT-19D. Letztendlich muss ich es komplett austauschen. So ein Pech aber auch.

Nach drei Stunden wird Entwarnung gegeben. Das Herz ist samt Sender isoliert und die Abschaltungscodes der Fusionsbomben sind extrahiert. Darauf hat die Flotte der Neuen Republik nur gewartet. Die Eiserne Blockade ist gefallen und eine Flotte von Großkampfschiffen setzt sich auf die Hauptwelt Gerrenthum in Bewegung. Auch wir werden angefordert, wenn auch nur als Langstreckenaufklärer und sollen die Schlacht dokumentieren. Derweil haben wir genug Zeit, um ein paar der schlimmsten Schäden etwas auszubessern und zwischendurch ein Bad im Bactatank zu nehmen.

Für einen Moment kalkuliere ich unsere Erfolgschancen durch, noch einmal die "Supremacy" zu infiltrieren und erfolgreich ein Attentat auf Direktor Quaile auszuüben. Ich komme recht schnell zu dem Schluss, dass dieser Zug abgefahren ist. Wenn die halbwegs klug sind, dürfte das Schiff schon in Bewegung sein. Die erste Ordnung wird ihr Flaggschiff irgendwohin verlegen, wo sie noch an der Macht sind. Genau betrachtet hatten wir eigentlich nie eine reale Chance, so ein Attentat in dieser Konstellation durchzuführen. Wir hatten ja schon im Labor einige Pläne, oder genauer gesagt, äußerst rudimentäre Ideen von Shaka durchgekaut die letztendlich daraus hinaus liefen, dass irgend jemand anders das volle Risiko getragen hätte, während sie sicher sonst wo gewesen wäre. Sprich, es wäre an Eloy und mir hängen geblieben. So lange das berüchtigte Lekku Dilemma nicht gelöst ist, wird sich daran wohl auch in Zukunft sich nichts daran ändern. So was hat man gerne, Pläne machen, aber dann selbst nicht ausführen können.

Und auf Cyphera hat so ein Ansatz in der Katastrophe geendet. Aber da war zum Glück eine gigantische, Machtsensitive Chimäre der Sith auf unserer Seite gewesen. Ohne Suúl wären wir damals alle gestorben. Aufwand und Nutzen haben einfach nicht gestimmt. Natürlich hat dieser Quaile den Tod verdient, aber sein Ableben hätte nur wenig bewirkt. Ein anderer wäre an seine Stelle gerückt und wir wären genau so weit wie jetzt auch. Diesbezüglich habe ich nichts zu bereuen.

Der Großteil der Flotte der Imperialen zieht sich um die Hauptwelt Gerrenthum zusammen. Hier ist das wirtschaftliche und Administrative Zentrum. Die Corellianische Handelsstraße führt hier durch und kreuzt sich mit zwei Ausweichrouten. Wer den Anoat Sektor kontrollieren will, muss Gerrenthum kontrollieren. Die Imperiale Flotte zählt am Anfang zwanzig Großkampfschiffe und etwas um die sechzig Schiffe über hundert Schritt Länge. Die Imperialen halten sich tief im Orbit über der stark befestigten Hauptstadt, wo Bodengestützte und Verbunkerte Geschützstellungen mit schweren Turbolaserbatterien und Ionenkanonen Feuerunterstützung geben können. Auch gibt es viele Raketensilos mit Langstreckentorpedos die mit Fusionssprengköpfen bestückt sind. Im Orbit kreisen zusätzlich noch mehrere größere Stationen. Und auf dem Planet sich natürlich auch noch mehrere TIE-Jäger und Bomber Geschwader verschiedenster Typen stationiert.

Die vereinte Flotte der Republik mit den verbündeten Rebellenzellen des Anuat Sektors verfügt über fünfundzwanzig Großkampfschiffe und etwas über achtzig Schiffe über hundert Schritt Länge. Dazu kommen noch etwa zweihundert Schiffe von der Größenordnung der "Vanguard". Eine beeindruckende Übermacht sieht anders aus.

Da es eh keinen Überraschungsmoment gibt, positioniert sich Hoyt auf seiner "Overseers" in aller Ruhe außerhalb der Reichweite der feindlichen Flotte. Er teilt die Flotte so auf, dass sie eine Halbschale bildet, um so die Feuerkraft zu maximieren. Während die Flotte der Neuen Republik sich noch formiert, nimmt der Admiral so gleich Verhandlungen auf. Oder besser gesagt eine Gruppe von Senatoren, welche jedem Überläufer Amnestie für ihre Verbrechen garantiert. Und da drüben dürften sich einige üble Kriegsverbrecher befinden. Immerhin hat selbst nach imperialen Maßstab Gouverneur Adalhart mit harter Hand regiert. Diese Taktik ist ein zweischneidiges Schwert. Zum einen verhindert so ein Taktik Blutvergießen auf beiden Seiten. Jeder Sieg ist mit Opfern erkauft. Soldaten auszubilden und auszurüsten kostet Credits. Jedes Schiff verschlingt beim Bau ein Vermögen. Seit dem ich selbst mit der Crew der "Vanguard" eine Flotte aufbaue, weiß ich, was für Unsummen schon eine Kompanie verschlingt. Eine Ausbildung die was bringen soll, kostet Credits, benötigt teure Infrastruktur und qualifiziertes Fachpersonal. Davon kann ich wahrlich ein Lied singen. Schiffe müssen gebaut, ausgerüstet und die Besatzung braucht lange, bis sie so funktioniert, dass sie effektiv ist. Ein vermiedenes Gefecht ist immer ein Gewinn.

Aber auf der anderen Seite wollen die Geschundenen ihre Peiniger am liebsten brennen sehen. Im Falle der Neuen Republik entweder von der Laserguillotine geköpft oder wenigstens für den Rest ihres Lebens in einem Gefängnis auf einer unwirtlichen Welt weggesperrt. Eine Amnestie verhindert Gerechtigkeit und die Opfer können nicht abschließen. Eine schwärende Wunde bildet sich und die Frage, für was die Neue Republik gut ist. Deswegen bin ich Froh, dass ich Militär bin und kein Politiker.

Nakagos wirre Gedanken

Ich habe keine Ahnung, ob es im neuen Disney Kanon so etwas wie die Todesstrafe noch gibt. Da unserem SL solche Schlachten nicht liegen, war die mit einem: "ihr seht, sie siegen, alles gut gelaufen", abgefertigt. Ich habe mir hier die künstlerische Freiheit genommen, die Sache etwas auszuschmücken.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #364 am: 17. Dezember 2020, 13:11:47 »
Forn

Anfangs kommen nur die üblichen unflätigen Beleidigungen von den Imperialen Funkern zurück, dann bricht ein Verband mit sieben Großkampfschiffen aus der imperialen Formation aus und rückt schnell zur Republikanischen Flotte vor. Dann senden diese Schiffe auf allen Frequenzen, dass sie überlaufen wollen. Ein weiterer Verband bricht aus und kommt auf unsere Linie, auch die verkünden zuerst ihre neue Loyalität, während die restlichen Schiffe das Feuer eröffnen. Diese drei Schiffe springen schließlich einfach in den Hyperraum, die anderen sieben scheinen es ernst zu meinen und reihen sich in unsere Formation ein. Das ist natürlich nicht ganz ohne Gefahr, aber unser Admiral Hoyt scheint darauf zu vertrauen, dass die dortigen Offiziere leben und sich nicht für eine verlorene Sache opfern wollen.

Die verblieben feindlichen Schiffe ordnen sich neu, bis auf eines, dass seine Postion hält. Vom Boden aus werden nun Salven von Langstreckentorpedos abgefeuert und die Schlacht ist hiermit endgültig eröffnet. Hoyt rückt mit dem Hauptkörper seiner Flotte vor und wir verbleiben hinter den Linien in der Reserve, die sich aus Schiffen zusammensetzt, die wie wir überdurchschnittlich beschädigt sind. Auch auf dem Boden brechen nun Kämpfe aus, als örtliche Rebellenzellen die Geschützstellungen am Boden angreifen. Teile der imperialen Armee wechseln die Zeichen der Zeit erkennend die Seiten und ein heftiger Kampf am Boden entbrennt. Kleinere Schiffe der Republik landen und booten Truppen aus, die in den immer heftig werdenden Bodenkampf eingreifen. Ich wünschte, ich wäre dort unten. Aber sonst hat keiner der Crew die Ambition, hier Geschichte zu schreiben. Wohl oder übel halten wir unsere Position im rückwärtigen Raum.

Die Imperialen sind nun massiv in der Unterzahl. Zwar gelingt es ihnen eine Mon Colamari M80 zu zerstören, als sie ihr Feuer auf ein Schiff bündeln. Aber dieser Triumph wärt nur kurz, dann vergeht ein imperiales Schiff nach dem anderen im konzentrierten Feuer der Flotte der Neuen Republik. Eines der Imperialen ergibt sich schließlich, dass sich nicht an den Kämpfen beteiligt hat, weil die Besatzung damit beschäftigt war, sich gegenseitig umzubringen.

Wir verlassen unsere Position, als die ersten Notrufe eintreffen und beginnen abgeschossene Piloten zu bergen. Da ich damit Erfahrung habe, übernehme ich es, den Fänger zu spielen. Also mit einer Winde verbunden aus der Schleuse zu springen und den treibenden Piloten zu greifen und in die Schleuse zu schleppen. Auf einmal komme ich mir wieder vor wie sechzehn, als ich die erste Liebe meines Lebens gerettet habe. Das ist auch schon wieder fast ein ganzes Leben her. Die Nostalgie verfliegt so schnell wie sie gekommen ist, als mir klar wird, dass ich immer noch den gleichen Krieg kämpfe. Mag der Imperator auch gefallen sein, seine faschistoide Ideologie lebt immer noch. Zuerst die "Neue Ordnung", nun die "Erste Ordnung" und am Ende wird wohl noch die "Letzte Ordnung" stehen. Manche Leute sind eben unverbesserlich. Andere nicht, meine Schwester hat inzwischen eingesehen, einer Irrlehre gefolgt zu sein, auch wenn sie hier und da immer noch einen Aspekt schön zu reden versucht. Selbst ihr fällt es noch schwer, von diesem Unsinn komplett Abstand zu halten.

Langsam aber sicher ebbt die Schlacht ab. Zwei imperiale Großkampfschiffe werden mit Ionenbeschuss zum halten gebracht und dann geentert. Da die Mannschaften nicht komplett bereit sind sich durch Selbstsprengung zu zerstören, gelingt es zwei Sternenzerstörer zu erobern. Die Schlacht im Orbit ist nun zu Ende. Wir retten noch sechs Stunden weiter Überlebende, danach können wir nur noch Leichen bergen. Siebzehn von unseren Jungs und Mädels konnten wir retten und Neunundzwanzig imperiale Piloten. Der jüngste ist gerade mal achtzehn Jahre alt und zittert am ganzen Körper. Ob vor Angst oder Unterkühlung kann ich nicht sagen, aber ich schätze mal, es wohl Beides. Da die Bodenkämpfe anhalten und noch nicht alle Batterien in unserer Hand sind, ziehen wir uns zurück. Ich halte ein kurzes Nickerchen, um neue Kräfte zu schöpfen.

Wir liefern die Überlebenden, Gefangenen und Leichen auf der "Overseers", dem MC 80 Sternenkreuzer der Freiheitsklasse und Flaggschiff von Admiral Hoyt ab. Neben uns landet ein Lambda-Shuttle mit übergroßen Republikanischen Hoheitszeichen und lädt Verwundete aus. Einige hat es schlimm erwischt. Ein junger Offizier in schwerer Rüstung im Rang eines Hauptmannes kommt auf uns zu. Da auf unseren Rüstungen "Vanguard" steht und wir vor dem entsprechenden Schiff stehen, scheint er uns wohl zu erkennen.

"Da unten sieht es übel aus. Wir brauchen jeden, der was vom kämpfen versteht", meint der junge Mann von etwa fünfundzwanzig Standardjahren. Ich sehe das mal als Aufforderung, dort unten auch noch mitzumischen. Ich bin zwar etwas Müde, da wir doch schon recht lange auf den Beinen sind, aber ich bin doch deutlich von meinem Limit entfernt. Als Kommandosoldatin habe ich gelernt, eine gewisse Zeit mit wenig Schlaf auszukommen.

"Ne, muss mich um andere Sachen kümmern", wiegelt Edna ab, der offensichtlich genug davon hat, sich in Republikanische Angelegenheiten zu mischen.

"Die Vanguard musst dringend repariert werden und ich bräuchte unbedingt ein ausgiebiges Ölbad", meint Skav.

"Ich würde ja gerne, aber nur als Kampfpilotin", erklärt Lyn, da sie nun mal nicht wirklich die Eliteinfanteristin ist.

"Ich diene lieber beim Stab, da kann ich mich nützlicher machen", erwidert Shaka selbstlos wie immer.

"Wartet bitte einen Moment, ich muss noch was abklären, ob ich mit kann", vertröste ich den Hauptmann. Ich flitze ins Schiff und suche Eloy.

"Schwesterchen, hast du Lust, ein paar dickköpfige Imperiale zu bekämpfen?", frage ich sie, als ich sie im Aufenthaltsraum finde, wo sie gerade Tory herum scheucht und ihr Anweisungen gibt, wo sie überall zu putzen hat. An diesem Machtgefälle hat sich auch während der Fahrt nichts geändert. Tory wischt immer noch Blut weg.

"Hab nichts passendes zum anziehen", meint sie und zeigt auf ihre Todestrupplerrüstung, die sie immer noch anhat.

"Was verschlamperst du auch deine gute Kav-Dann Powerarmor", werfe ich ihr halb im Scherz, halb im Ernst vor. Die hat immerhin über dreißigtausend Credits gekostet. Selbst für meine momentanen finanziellen Verhältnisse ist das viel Geld.

"Wenn mich nächstes mal eine ehemalige Hand des Imperators in die Mangel nimmt, werde ich daran denken", meint sie säuerlich.

"War nicht so gemeint. Ich habe noch eine Kampfrüstung, die ist nur wenig schlechter und passender für dieses Ereignis", schlage ich vor. Sie schaut mich einen kurzen Moment nachdenklich an.

"Nun gut, ich bin dabei!"

Nakagos wirre Gedanken

Ich fand das eine gute Gelegenheit, dass Band zwischen den Askana Schwestern durch gemeinsames Blutvergießen zu stärken.

Nakago

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« Antwort #365 am: 20. Dezember 2020, 15:26:16 »
Grek

Die Schlacht um Gerrenthum nähert sich dem Ende. Seit fünf Tagen sind wir im Einsatz und konnten einmal immerhin fünf Stunden am Stück schlafen. Zuerst haben wir eine verbunkerte Turbolaserbatterie in einem Wohngebiet gestürmt. Die Pionierkompanie der Neuen Republik hatte am Anfang noch über achtzig Mann gezählt, als wir auch den letzten Purgetrooper erledigt hatten, waren es noch dreiunddreißig einsatzfähige Männer gewesen. Der Hauptmann hat es zwar überlebt, hat jetzt aber einen neuen Cyberarm. Eloy hat sich gut dabei gemacht und wir haben uns gut ergänzt. Ich bin stolz auf meine Schwester und sage ihr das auch ausdrücklich.

Nach drei Stunden Schlaf ging es dann weiter zu einem imperialen Schwerpunkt, welches ein Kraftwerk gesichert hat. Es war zu befürchten, dass die Imperialen vielleicht auf die Idee kommen könnten, den Reaktor zu überladen und die umliegenden Gebiete verheeren. Wir Askana Schwestern gingen dann über die Kaltwasserzuleitung ins Kraftwerk und brachten es unter unserer Kontrolle, während eine neue Kompanie Pioniere unterstützt von Truppen des Adelshofes den Schwerpunkt nahm. Danach konnten wir dann fünf Stunden am Stück schlafen und uns sogar anschließend waschen und richtig in Ruhe was essen.

Der dritte Einsatz war dann ein Krankenhaus, in dem sich zersplitterte imperiale Kräfte in unbekannter Stärke verschanzt hatten. Die drohten damit, einen Patienten nach dem anderen zu töten, wenn man ihnen nicht ein Raumschiff und eine Million Credits in unmarkierten Chips geben würde. Das kam natürlich nicht Frage, aber Geiseln massakrieren konnte man sie auch nicht lassen. Also lag es dann an uns, diese Kräfte still und heimlich zu erledigen. Mit Hilfe unserer Jetpacks konnten wir auf dem Dach von einem überfliegenden Lambda-Shuttle aus landen. Im leisen töten waren wir beide gut ausgebildet und erfahren. Wir konnten drei von fünf Stockwerke von Imperialen Kräften säubern, ohne dass dem Feind aufgefallen wäre. Die bestanden aus Imperialer Armee, Gerrenthum Miliz, bewaffneten Wachpersonal des Raumhafens und einem Purgetrooper. Es gab wohl Streit und der Purgetrooper begann Tatsachen zu schaffen. Es lag also nicht daran, dass wir aufgeflogen wären. Im zweiten Stockwerk kam es dann zum Massaker und über achtzig zivilen Opfern. Auch einige Wachgardisten wurden vom Purgetrooper liquidiert. Es war Eloy, die ihn erschlagen hat. Der Rest hat sich dann uns ergeben. Die Mission war so gesehen ein Erfolg, aber jeder Tote ist einer zu viel.

Der vierte Einsatz ging dann zu einem imperialen Stützpunkt vor dem Regierungsviertel. Diese Soldaten waren entsprechend fanatisch und ihre Stellungen waren gut verbunkert und obendrein noch durch ein Schutzfeld vor orbitalen Bombardement geschützt. Diese Anlage hatte über zwei Jahrzehnte Zeit zu wachsen und optimiert zu werden. Da diese imperiale Festung das Regierungsviertel und auch den Palast des Gouverneurs schützt, hat man an nichts gespart. Letztendlich hieß es dann einsickern und den Schildgenerator sabotieren. Tja, dass blieb an mir und meiner kleinen Schwester hängen. Fast einen ganzen Tag haben wir gebraucht, um uns unterirdisch über die Kanalisation und Wartungsschächte an den Schildgenerator anzuschleichen. Da Eloy ganz genau wusste, wo die Schwachstellen sind, war es ein einfaches, die Ladungen anzubringen. Das Schutzfeld brach zusammen und die Besatzung bekam ein Ultimatum gestellt. Entweder sie ergeben sich oder werden aus dem Orbit weggesprengt. Nach einer kurzen heißen internen Diskussion hat schließlich ein Commander die Festung der Republik überantwortet, nachdem sich der General wohl hat nicht überzeugen lassen, was das Beste für seine Männer ist und wurde deswegen in den jenseitigen Ruhestand versetzt.

Das war jetzt das letzte große Widerstandsnest gewesen, dass in der Hauptstadt noch ausgehalten hat. Eloy und ich sitzen mit baumelnden Beinen auf einem Sperrriegel und schauen zu, wie die Besatzung aus der Festung kommt und sich von den Truppen der Neuen Republik gefangen nehmen lässt.

"Schätze mal, dass war es dann für uns. Und wie fandest du es?", frage ich Eloy, die gerade an einem Rationsriegel knabbert. Sie kaut schweigend, schluckt dann hörbar und schaut mich von der Seite her an.

"Gut! Ich fand es gut! Wir haben vielen Menschen geholfen, dass fühlt sich einfach richtig an. Als wären wir Jedi aus dem alten Tempel", meint meine kleine Schwester und ein lächeln umspielt ihre Lippen.

"Es ist gut gelaufen. Die Macht war mit uns", erwidere ich und drücke sie kurz mit einer symbolischen Umarmung.

"Auch das Krankenhaus?" In ihrer Stimme höre ich leise Zweifel.

"Wir können nichts dafür, dass der Purgetrooper durchgedreht ist. Wir haben hunderte in den oberen und unterstem Stockwerk gerettet. Das ist das, was letztendlich zählt", erkläre ich. Natürlich tun über achtzig erschossene Geiseln weh, aber man hat nun mal nie die vollständige Kontrolle und Friktion ist normal. Wir sind beide im Krieg erfahren genug, um das zu akzeptieren. Wir haben über tausend Leute gerettet und das ist das, was wirklich zählt. Die wären auch tot, wenn wir nicht gewesen wären.

"Ich wünschte, ich könnte das so positiv sehen wie du", zweifelt Eloy immer noch etwas an meinen Worten.

"Wer immer nur das Negative sieht, wird bei dieser Art von Arbeit schnell Wahnsinnig oder stumpft total ab. Komm, lass uns noch etwas die Stadt ansehen, bevor es zur "Vanguard" zurück geht." Ich zeige auf zwei abgestellte Z-74 von Aratech. Das sind die leichten Speederbikes, welches das Imperium so gerne einsetzt.

"Na gut", meint Eloy schon etwas vergnügter, da jeder Corellianer gute Laune bekommt, wenn er sich auf etwas setzen kann, was nicht nur ordentlich beschleunigt, sondern auch Spaß macht zu fliegen. Also schnappen wir uns die Speederbikes, melden uns bei dem kommandierenden Offizier ab, dem wir uns zugeteilt haben, nehmen seinen Dank entgegen und flitzen ab. Überall sind nun Kontingente der Armee der Neuen Republik, des Adelshofes, lokale Zellen des Widerstandes und auch "Militärberater" der Figgs, welche die eigentlichen Herrscher dieses Sektors sind und nun noch versuchen zu sichern, was sich zu sichern lässt. Aber der Adelshof hat sich schon die Filetstücke gesichert und ich bin mir sicher, dass wird auf lange Zeit nicht gut gehen. Nach dem Krieg ist vor dem Krieg.

Die Schlacht ist geschlagen und jetzt trauen sich die Leute aus ihren Verstecken, Kellern, Verschlägen und Bunkern. Und wie bei jedem Umsturz ist es nun an der Zeit abzurechnen. Wie bei vielen Imperialen Welten wurden besonders die Nichtmenschen äußerst schlecht behandelt, Apartheid, schlecht bezahlte Jobs oder gar Sklaverei. Wir kommen an einer Ballung von intelligenten Wesen vorbei, die gerade eine Frau steinigen. Ein umgestürzter Gleiter liegt quer auf der Straße, offene Koffer, die zum größten Teil schon geplündert sind. Ein zerschossener Sicherheitsdroide liegt vor dem Gleiter. Die Frau kauert an einer Wand, ihr Oberkörper beschützt zwei Kinder. Mädchen wie ich auf dem zweiten Blick sehe. Sofort halten wir an, da brauchen wir uns noch nicht einmal abzusprechen.

"Was zum Fierfek geht hier vor!", frage ich einen goldhäutigen Nothoiinianer, der gerade ein paar Brocken abgesprengten Permabeton aufsammelt.

"Das ist die Frau von einem Imperialen Blutsauger! Hat ihre nichtmenschlichen Angestellten wie bösartige Tiere gehalten und jetzt bekommt sie das, was sie verdient!", erklärt mir der Mann aufgebracht.

"Wir müssen den Leuten da helfen", meint Eloy und ich nicke ihr zu. Da sind wir einer Meinung und ich drücke mich resolut durch die Menge. Meine verstärkte Rüstung leistet mir da große Dienste, da ich mit Worten alleine hier nicht weiter komme.

"Stopp! Das hier hört jetzt auf!", rufe ich so laut ich kann und baue mich vor der Frau und den Kindern auf. Die Frau ist schwer verletzt. Ein Bein hat einen offenen Bruch. Das Oberteil ihres Kleides ist voll von ihrem Blut. Kann gut sein, dass sie auch innere Verletzungen hat. Von den Kindern, die unter ihr begraben sind, kann ich zu wenig sehen, um ihren Gesundheitszustand einschätzen zu können. Meine Schwester stellt sich demonstrativ neben mich und sichert meine Flanke.

"Verpisst Euch!", schreit mich eine rote Twi´lek in äußerst knapper Lederkleidung an und wirft einen Stein auf mich, der von meinem Schutzfeld abgelenkt wird. Auch andere schreien mich geifernd an. Die wollen Blut sehen. Da hebe ich mein DLT-19D.

Nakagos wirre Gedanken

Diese Szene ist leider nicht erspielt. Auf einen Bodeneinsatz war niemand erpicht und der SL hat diesbezüglich nichts vorbereitet. Hätte es schön gefunden, wenn wir da hätten aktiv werden können. Da hätte man viele kurze Actionszenen bringen können. Sollte aber leider nicht sein. Wirklich Schade drum

Nakago

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« Antwort #366 am: 22. Dezember 2020, 14:00:18 »
Herf

"Verpisst Euch!", brüllt uns eine rote Twi´lek an und wirft einen Stein auf mich, der von meinem Schutzfeld abgelenkt wird. Auch andere schreien mich geifernd an. Die wollen Blut sehen. Da hebe ich mein DLT-19D und gebe eine kurze Salve in den Himmel ab, nachdem ich mich überzeugt habe, niemanden über uns zu treffen.

"Ich werde nicht zulassen, dass diese Menschen gesteinigt werden! Wenn ihr zu ihnen wollt, müsst ihr an mir vorbei und ich bin keine Tür!", stelle ich klar.

"Was weißt du Söldnerin schon davon, was die uns angetan haben?", ruft ein Nothoiinianer aufgebracht.

"Ich bin keine Söldnerin! Mein Name ist Lyra Askana! Seit meinem sechzehnten Lebensjahr kämpfe ich für die Allianz für die Wiederherstellung der Republik. Ich war elf Jahre alt, als meine Mutter brutal von imperialen Agenten ermordet wurde. Meine Schwester und ich wurden in die Sklaverei verkauft. Jahrelang musste ich schreckliche Dinge ertragen, wie ihr auch! Ich weiß also nur zu genau, zu was die Imperialen fähig sind. Mein Vater ist im Krieg gefallen und meine Familie hat einen großen Blutpreis für die Freiheit der Galaxis bezahlt. Aber wenn ihr jetzt diese Frau und ihre Kinder ermordet, dann seid ihr kein Deut besser als sie!", versuche ich an ihre Vernunft zu appellieren.

"Lyra Askana? Das ist die, wo Adalhart in Stücke geschlagen und Bragg seine Klapperschlange in den Hintern gerammt hat!", meint ein Twi´lek und lässt augenblicklich seinen Stein fallen. Ich habe zwar nichts dergleichen getan, aber die Geschichte unserer Taten hat sich auf seltsamerweise verselbstständigt. Und einen gewissen Ruf zu haben, zahlt sich manchmal aus. Meine Ansprache hat sie nicht umgestimmt, aber mein Name zeigt hier deutlich Wirkung. Die meisten lassen ihre Steine fallen und suchen sich ein leichteres Opfer. Schnell schrumpft die Menge bis auf einige Unverbesserliche zusammen, die dann aber Leine ziehen, als sie wohl realisieren, dass ein Verhältnis von nur zehn zu zwei unfair ist.

"Manchmal ist es gut, einen gewissen Ruf zu haben", spricht Eloy meine Gedanken aus und schnappt sich das Medkit vom abgestürzten Gleiter. Die Frau hat es übel erwischt, die Kinder, zwei Mädchen haben einige Blessuren davon getragen, aber nichts, was nicht ein Bactapflaster heilen könnte. Die Schwestern klammern sich weinend aneinander fest, während Eloy Erste Hilfe leistet und den offenen Bruch behandelt. Die ältere müsste um die zehn sein, die jüngere etwa halb so alt. Das erinnert mich Fatal an uns Askana Schwestern. Beide schauen mich furchtsam aus staubbedeckten Gesichtern an, in denen Tränen für ein Linienmuster gesorgt haben. Die jüngere Schwester stinkt so, dass sie sich vor Angst eingekotet haben muss. Die ältere hat eine Schramme an der Stirn, die leicht blutet. Als erstes desinfiziere ich die Wunde und klebe ihr mit aufmunternden Worten ein Bactapflaster drauf. Für die kleine Schwester gibt es zum Glück aus einem rosafarbenen Rucksack etwas Unterwäsche zum wechseln. Das ist zwar auf offener Straße ziemlich demütigend, aber es macht keine Sinn, sie so herumlaufen zu lassen. Jedenfalls gehorchen sie mir aufs Wort. Ob sie realisieren, dass ich ihnen helfen will oder aus purer Angst heraus, vermag ich nicht genau zu sagen.

"Wenn wir die Frau nicht schnellsten in ein Krankenhaus schaffen, wird sie an ihren Inneren Verletzungen sterben", meint Eloy nachdem sie den Bruch gerichtet und einen Scan mit Hilfe des Medkits durchgeführt hat. Unsere Speederbikes eignen sich nicht zu einem Krankentransport, der Gleiter ist schwer beschädigt, den kriegen wir auf die schnelle nicht mehr zu laufen. Ich kann etwa ein halbes Dutzend weitere Gleiter die Straße entlang ausmachen, die meisten sind nicht mehr als ausgebrannte Wracks, wobei noch einer fröhlich vor sich hin brennt. Man merkt hier deutlich, dass ist immer noch ein aktives Kriegsgebiet, auch wenn der Feind offiziell geschlagen ist.

Da wir auf die schnelle hier keinen Krankentransport organisieren können, rufe ich auf einer uns genannten Frequenz die Leitstelle an. Zuerst ist die Stimme recht zuvorkommend, als ich mich und meinen Status als Militärberaterin von der "Vanguard" bekannt gebe. Aber das ändert sich schlagartig, als ich erkläre, wen ich da ins Krankenhaus schaffen möchte. Momentan sind alle Kliniken überbelegt und Angehörige der ehemaligen Imperialen Besatzungsmacht haben keine Priorität. Nun gut, ich bleibe ruhig, da ich Reif genug bin, diese Fakten anzuerkennen und lasse mich zur "Vanguard" durchstellen. In der Zwischenzeit hat Scav die E-9 wieder vollständig hergestellt und auch ein ausgiebiges Ölbad genossen. Lyn hat inzwischen genug davon Bodenunterstützungseinsätze zu fliegen und innerhalb von zehn Minuten schwebt die "Vanguard" über uns. Leider kann Lyn das Expeditionsschiff hier nicht landen. Aber RD-79 kann eine Plattform mithilfe der Seilwinde herunterlassen. So können wir nun die Verletzte, die Kinder und uns nach oben schaffen.

Die schwer verletzte Frau transportieren wir auf die Krankenstation, wo sich Besh-42 ihrer annimmt. Der Medidroide ist optimistisch gestimmt, sie retten zu können. Eine Erfolgsaussicht von über achtzig Prozent sind gut. Sofort beginnt er mit der notwendigen Operation. Derweil hat sich Tory der beiden Mädchen angenommen und lenkt sie erfolgreich ab. Das tut die Göre von Sybal ganz von sich aus, ohne das sie jemand dazu drängen muss. Das ist wohl der erste Moment, wo Tory etwas in meiner Achtung steigt. Bis jetzt habe ich recht wenig von ihr gehalten. Ein Problem, dass Shaka verursacht hat und mit dem sich nun schon seit längerer Zeit meine kleine Schwester herum schlägt. Die blaue Twi´lek hat ja schon recht schnell jegliches Interesse an der Hackerin verloren.

Da ich in den letzten fünf Tagen nicht aus der Rüstung heraus gekommen bin, ist es Zeit, mich etwas um meine körperliche Hygiene zu kümmern. Ich geh duschen und reinige anschließend meine Rüstung. Auch müssen dringend die Energiespeicher aufgeladen werden. Scav ist so freundlich darum zu kümmern. Momentan liegt nichts weiter an und ich gehe in meine Koje schlafen, da ich gelinde gesagt kaum mehr stehen kann.

Als ich nach sechzehn Stunden von alleine wieder aufwache, ist der Kampf um Gerrenthum beendet. Truppen des Adelshofes haben die Schlüsselstellungen der Welt besetzt und die Söldner der Figgs, die Jahrhunderte lang diese Region beherrscht haben, schauen in die Röhre. Hinter den Kulissen tobt aber schon der Machtkampf. Die Senatoren, welche die Flotte begleitet haben, tragen im Hintergrund einen politischen Krieg aus, der auf dem diplomatischen Parkett geführt wird. Mir ist es so lang wie breit, wer den Anuat Sektor letztendlich regiert, so lange es keine pro imperialen Kräfte sind.

Inzwischen ist auch Nothoiin befreit, ebenso alle Welten der Corellianischen Handelsstraße entlang bis hinunter nach Isde Naha. Damit ist endlich die Haupthandelsroute wieder offen und die abgehängten Sektoren, die nur über langwierige Umwege erreicht werden konnten, sind nun wieder über die wichtigste Route mit dem Rest der Neuen Republik verbunden. Die Eiserne Blockade ist nun vollständig durchbrochen. General Calrissian hat Bespin zurück erobert. Über Polmanar sammelt sich das, was von der imperialen Anuat Sektor Flotte übrig geblieben ist. Von dieser Welt führen einige wenig bekannte Routen Randwärts, was damit ein guter Sammelort ist, um dann den Rückzug auf eine Route anzutreten, von der nur wenige wissen.

Als nächstes steht ein Vorstoß auf den Liegeplatz der "Supremacy" vor. Natürlich fragt Admiral Hoyt uns, ob wir bereit sind, nachzusehen, ob das Schlachtschiff der Mega-Klasse dort überhaupt noch liegt. Mir ist zwar nicht wohl dabei, mit Kindern an Bord eine solche Mission zu übernehmen, aber momentan ist die Lage noch zu unsicher und die Frau schwimmt dazu noch komatös im Bactatank.

Ein weiteres mal bildet die "Vanguard" die Vorhut und wir dringen in den Ivax Nebel ein, der nach einem tückischen Diebesgott der alten Corellianer benannt ist. Immerhin wurde diese Route ja von Corellianern entdeckt. Inzwischen kennen wir ja einige Routen und Sprungpunkte. Wiedermal attackiert uns kein Weltraumdrache, was doch etwas enttäuschend ist. Jedenfalls für mich, da ich doch so gerne mal eine solche Kreatur sehen würde.

In Schleichfahrt dringen wir vor und stellen fest, dass die "Supremacy" ihren Liegeplatz verlassen hat. Sogar die Satelliten sind weg. Nur noch die Überreste des havarierten Frachter lassen sich orten und selbst den haben sie fast komplett demontiert. Ich gehe davon aus, dass die "Supremacy" nach der Niederlage der Flotte bei Gerrenthum den Rückzug angetreten hat. Wohin ist schwer zu sagen. Die "Erste Ordnung" scheint ja gerade ein Netzwerk bei den überlebenden Warlords aufzubauen und wird irgendwo an einem abgelegenen Ort Unterschlupf gefunden haben. Damit ist offiziell, Direktor Quaile ist unserer Gerechtigkeit endgültig entkommen. Wenn ich in der Zeit zurück reisen könnte, ich würde wieder die sechzig Machtanwender retten. Ich habe mir nichts vorzuwerfen und bin mit mir selbst im reinen.

Nakagos wirre Gedanken

So sind wir nun wieder in der erspielten Geschichte. Wir waren wirklich die Vorhut für einen Angriff auf den sich im Bau befindlichen Dreadnaught der Mega-Klasse. War uns klar, dass wir zu spät kommen würden, da ja Admiral Hondo mit ihrem Kamikaze Angriff dieses Schiff zerstören wird. Eine Szene, die mich wirklich unglaublich wütend macht. Das schlimmst an Episode VIII, pure Ketzerei!

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #367 am: 27. Dezember 2020, 14:21:01 »
Isk

Wir befinden uns in einem Hangar der "Overseers", der zu einem Festsaal umgebaut wurde. Von der Decke hängen Fahnen der Flottenteile und Regimenter. Dazu ein riesiges Banner mit den Insignien der neuen Republik, ein blaues Symbol der Allianz auf schwarzem Grund umgeben von fünfzehn goldenen Sternen.

Ich trage eine ausgeliehene Uniform der Streitkräfte der Neuen Republik. Der Schnitt und auch die Farben sind neu und ungewohnt. Aber das ist wohl der Weg der Zeit. Vertrautes geht, neues kommt. Die neuen Uniformen sind auf alle Fälle viel fescher als die alten. Der Designer war auf alle Fälle seine Credits wert. Statt des Badges der Shellys Gundarks trage ich das rote Allianzsymbol umgeben von weißen Sternen auf blauem Grund mit dem gelben Schriftzug Neue Republik  Spezialkräfte.

Eine Kompanie Flottensoldaten in Paradeuniform steht Spalier, als wir von der Vanguard nach vorne schreiten, um unsere Belohnung entgegen zu nehmen. Festliche Marschmusik dröhnt, während wir unterwegs sind. Auf Zuschauerpodesten tummeln sich das, was nun im Anoat das sagen hat. Der Adelshof und die Figgs streiten sich immer noch darum, wie der Kuchen verteilt wird. Da die Figgs zu spät reagiert haben, bekommen sie momentan nur die Krumen, während der Adelshof sich schon die besten Stücke gesichert hat.

Der Anoat Sektor ist befreit. Die "Vanguard" war in der Vorhut auf den letzten Angriff auf Polimanar. Aber die imperiale Flotte hatte das Feld da schon geräumt und war Randwärts entkommen. Allen Anschein nach sind sie dann wohl in Richtung des Wilden Raumes geflohen. Letztendlich ist das nur noch eine Fußnote der Geschichte um diesen Sektor. Der Handel läuft, der Credit rollt, die Hardliner im Senat haben sich durchgesetzt. Weitere Welten sind in den Schoß der Republik zurück gekehrt. Die erbeuteten Großkampfschiffe wiegen die Verluste bei weitem auf. Die Umerziehungslager sind voll und die Prognosen stehen gut, dass viele letztendlich die jetzige Ordnung der Neuen Republik anerkennen werden. Wäre die "Supremacy" nicht entkommen, wäre das ein Sieg auf ganzer Linie. Aber man kann bekanntlich nicht alles haben.

Wir haben schon einiges für unseren Einsatz bekommen. Die "Vanguard" ist auf dem neusten Stand der Technik, viele Komponenten wurden uns Gratis zur Verfügung gestellt. Wir haben einiges an Kopfgeld für die zwölf Offiziere bekommen, die wir bei Adalhart mitgenommen haben. Der Adelshof hat uns 150 000 Credits für unsere Bemühungen gegeben. Für mich gab es eine Amnestie für meine Schwester Eloy, die nun vollständig rehabilitiert ist. Die "Vanguard" ist offiziell nun unser Schiff und ich habe ganz offiziell nun ein Kapitänspatent. Die Prüfung habe ich für die normalen Gebühren ganz regulär abgelegt. In den letzten Monaten habe ich doch viel über Astronavigation und die einzelnen Komponenten gelernt.

Shaka ist nun offiziell Captain der Flotte der Neuen Republik. Ich halte Shaka nach wie vor für ungeeignet ein Kommando über lebende Wesen zu führen. Aber das ist nun mal eine politische und keine rationale Entscheidung. Nach und nach bekommen wir von der Crew der "Vanguard" das Kreuz von Corellia verliehen, zusätzlich zum Feldzugsabzeichen Anoat, dass sich bei mir zu der Schlacht von Yavin, Hoth, Endor, Commenor, Kuat, Corellia und Jakku gesellt. Das Kreuz von Corellia ist eines der höchsten Orden, welche die Allianz bzw. die Neue Republik zu vergeben hat. Das ist schon was und macht mich durchaus stolz.

Eine blauhäutige Senatorin von Pandora heftet mir den Orden an die Brust. Es fühlt sich gut an, dass man meine Leistungen anerkennt. Immerhin habe ich drei Sith erledigt, darunter einen Darth, habe knapp sechzig Machtanwender aus den Klauen der Initiative 17 befreit, Adalhart gefangen genommen und geholfen, Gerrenthum zu befreien. Auch meine Schwester bekommt für ihre Verdienste einen Orden, aber nur eine Verdienstmedaille, da sie eigentlich nur Zivilistin ist. Trotzdem freut sie sich deutlich darüber, dass ihre Leistungen anerkannt werden und Edna bekommt ebenfalls nur diesen Orden, da er ja offiziell Mitglied einer anderen Armee ist.

Natürlich werden nicht nur wir ausgezeichnet, sondern auch viele andere Freiwillige und Angehörige der Streitkräfte. Das Ganze wird von einem HoloNetteam aufgenommen und Galaxisweit ausgestrahlt. Siege verkaufen sich immer besser als Niederlagen und heben durchaus auch die Moral der Zivilbevölkerung. Nachdem alle ihre Lametta abbekommen haben, werden Reden geschwungen. Admiral Hoyt ist kurz und prägnant, dass mag ich an ihm. Dann dürften drei Senatoren und ein Vertreter des Adelshofes eine kurze Rede halten. Die brauchen schon deutlich länger und ich muss mir bald ein Gähnen unterdrücken. Von dem Sprichwort: In der Kürze liegt die Würze, haben die noch nie was gehört. Schließlich ist dieser Teil vorbei und das eigentliche Fest beginnt.

Nun wird flotte Musik gespielt und Tanzpaare bilden sich. Die offizielle Zeremonie ist nun vorbei und ich komme mir nun etwas verloren vor. Jedenfalls nur kurz, dann wollen sich einige der Adligen und wichtigen Leute in diesem Sektor sich mit mir Fotografieren lassen. Wahrscheinlich um im HoloNet auf Pinstagram ein Bild posten zu können. Geflissentlich spiele ich mit, da mir das durchaus auch etwas schmeichelt. Nach einer halben Stunde erlahmt dann aber das Interesse an mir wieder und über diesen Umstand bin ich gar nicht traurig. Ich besorge mir etwas zu trinken und schlendere etwas herum. Hier und da treffe ich auch bekannte Gesichter. Unter anderen auf Direktor Minka vom Korrektivbüro, der uns damals auf Ida Naha gegen seinen abtrünnigen Untergebenen geholfen hat. Wir wechseln ein paar Floskeln und er erzählt mir ein paar neue Informationen über die momentanen Entwicklung in der Sperrzone.

Die königliche Hapanische Flotte jagt im Vergänglichen Labyrinth verstärkt Piraten. Aber leider nicht die Crimson Dawn Bande von Pharos, sondern Primär die Erstgeborenen, mit denen wir ja gegen den ehemaligen Vigo der Schwarzen Sonne vorgehen wollten. Immerhin haben wir ja inzwischen einiges an Raumschiffen und Waffen zusammen, um nicht ganz als Bittsteller, sondern als Verbündete der Erstgeborenen angesehen zu werden. Dafür haben wir inzwischen verdammt viele Credits ausgegeben. In diesem Kontext sind das keine guten Nachrichten, da gerade unsere Verbündeten dezimiert werden.

Nach seinen Informationen halten Säuberungen im Hapes Konsortium nach wie vor an. Wie schlimm es nun genau ist, kann er mir nicht sagen. Ich hoffe ja immer noch, dass Ta´a Chume sich irgendwann wieder einkriegt. Aber mein Instinkt sagt mir, dass sie vielleicht doch dem Kristall zu Nahe gekommen ist. Dieses verdammte Netzwerk aus roten Kyberkristallen ist immer noch eine schwärende Wunde. Es ist äußerst bedauerlich, dass wir keine roten Kyberkristalle von der "Supremacy" haben mitnehmen können. Auf alle Fälle kennt meine Schwester nun ein paar Kniffe, wie man mit dem Netzwerk umgehen kann, auch wenn ihre Kenntnisse äußerst rudimentär sind. Aber das ist schon deutlich mehr, als wie wir vor einem halben Jahr wussten. Vielleicht ist es an der Zeit, die Sperrzone zu besuchen, da Direktor Minka andeutet, dass er eine Hyperraumroute nach Quaria kennt. Wir sollten uns mal in nächster Zeit im privateren Rahmen mit ihm treffen. Nun gut, ich behalte das mal im Hinterkopf und der Direktor geht weiter seine Wege und unterhält sich nun mit Shaka.

Ich treffe den jungen Hauptmann wieder, der um ein Verwundetenabzeichen, einen Tapferkeitsorden und ein Cyberarm reicher geworden ist. Wir unterhalten uns etwas, als Shaka wie aus dem Nichts auf mich zugewankt kommt. Im ersten Moment denke ich, sie ist vollkommen betrunken, aber das passt nicht zu ihrer hellblauen Gesichtsfärbung.

"Direktor Minka vom Korrektivbüro hat versucht mich umzubringen!", stößt sie hervor.

Nakagos wirre Gedanken

Fand ich gut, dass wir mal wirklich für unsere Heldentaten von der Neuen Republik geehrt wurden. Credits gab es zwar nur vom Adelshof, aber Orden und Amnestie für Eloy sind auch nicht schlecht. Momentan ist das hier Seite 1021. Hätte nicht gedacht, dass diese Chronik so lange werden würde. Der reine Wahnsinn. Es ist nur Schade, dass dieses Mammutwerk vergleichsweise wenig Beachtung findet.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #368 am: 29. Dezember 2020, 14:37:20 »
Jenth

"Fierfek! Was ist passiert?", hake ich nach. Aus ihren Worten entnehme ich, dass Shaka schon vor längerer Zeit den guten Direktor des Korrekturbüro gebeten hat nachzuforschen, wer ihre Zelle einst an das Imperium verraten hat. So wie es aussieht war es wohl eine Balosarische Widerstandszelle gewesen, um die Ablenkung für ein Attentatsversuch auf den Imperator zu nutzen. Und Direktor Minka hat wohl beschlossen, lieber Shaka umzubringen anstatt sie zu belügen. Ist ja nicht so, dass wir da weiter nachgebohrt hätten, wenn Direktor Minka gesagt hätte, darüber lassen sich zurzeit keine Informationen extrahieren. Ein toter Attentäter würde in einer Luftschleuse liegen und sie zeigt mir eine rote Feder, um dieses Attentat dann einem imperialen Agenten auf Isde Naha anzuhängen. Shaka will die Sache selbst in die Hand nehmen, auch wenn sie sich kaum auf ihren Cyberbeinen halten kann. Wir sind hier nicht im freien Raum, sondern auf einem Schiff der Neuen Republik.

"Ich hole jemand, der für die Sicherheit zuständig ist", meine ich nur und schaue mich nach einem Offizier der Bordwache um. Nach kurzem Suchen finde ich einen Leutnant der inneren Sicherheit und erkläre in kurzen Worten, was gerade hier passiert ist. Der spricht in sein Interkom und nach einer halben Minute hat er ein Team aus vier gerüsteten Sicherheitsgardisten an der Hand. Gemeinsam suchen wir nun Direktor Minka.

Den hat leider schon Shaka gefunden, wie er ausgerechnet mit General Calrissian und Admiral Hoyt redet. Und stellt diesen zur Rede. Der Balosarer ist kreidebleich geworden und versucht seidenfadene Ausreden anzuführen. Wie üblich labert Shaka ziemlich viel Unsinn und man könnte wirklich meinen, sie wäre betrunken. Aber da sich in der von ihr beschriebenen Luftschleuse tatsächlich ein toter Balosarer befindet, spricht alles für Shaka und gegen Direktor Minka. Trotz ihres Kontraproduktiven Gefasel gelingt es nun dem Offizier den Direktor zu verhaften. Shaka wird nun augenblicklich auf die Krankenstation verlegt. Es liegt an mir, den beiden hochrangigen Offizieren zu erklären, was da die Hintergründe gewesen sind, da die blaue Twi´lek mal wieder alles so erklärt hat, dass es keiner versteht. Dabei komme ich mit dem berühmten Helden bei der Schlacht von Endor ins Gespräch. Er schildert mir ausgiebig, wie er erst vor wenigen Tagen die Wolkenstadt auf Bespin zurück erobert hat. Dieser General Calrisian ist ein wahrer Teufelskerl, auch wenn ich die übliche Übertreibung solcher Geschichte minimiere, hat auch er ein recht wildes Abenteuer erlebt.

Ich stelle fest, ich finde diesen kultivierten und gut angezogenen Mann äußerst attraktiv. Und er scheint auch von mir durchaus angetan zu sein, als ich von meinen Abenteuern auf Kessel erzähle. Da hat er auch ein paar haarsträubende Geschichten erlebt. Es war wohl sein etwas eigenwilliger Astromechdroide mit der Bezeichnung L3-37, welcher die Grundlage zu dem Droidenaufstand auf Kessel gelegt hat, aus dem irgendwann Trivex als neuer Messias der Droiden aufgestiegen ist. Mit solchen Geschichten vergeht der Abend wie im Flug und als er mich fragt, ob ich noch auf einen Kaf auf seiner Zimmer mit will, sag ich nicht nein. Was dann geschah, darüber schweigt eine diskrete Lady.

Der Krieg ist vorbei und wir haben nun eventuell die Möglichkeit, ins Sperrgebiet zurück zu kehren. Leider bekommen wir Tretch und ihre Leute immer noch nicht aus ihrer Sicherheitsverwahrung losgelöst, da sie ja den Gozanti Kreuzer bemannen sollten. Wir haben viele Raumschiffe, aber keine qualifizierten Crews. Wir sind immer noch in der Vorbereitungsphase, um gegen die Piratenbande von Crimson Dawn unter dem Kommando vom ehemaligen Vigo Pharos vorzugehen. Und irgendwie sehen wir diesbezüglich kein Land.

Direktor Orsul Minka vom Korrektivbüro von Balosar überlebt die Nacht in Gewahrsam nicht. Er nimmt eine Giftkapsel oder sie wird ihm verabreicht, um den Skandal einzugrenzen. Der ganze Vorfall mit Shaka, dem Attentäter und Direktor Minka wird mit keinem Wort mehr erwähnt. Im HoloNet gibt es nur die Nachricht, dass Orsul Minka, Direktor des Korrektivbüro von Balosar nach kurzer schwerer Krankheit verstorben ist.

Wir fragen dort via Hyperraumfunk nach, weil wir ja noch eine gewisse Route brauchen. Statt der Route bekommen wir eine Einladung nach Balosar. Da uns hier nichts mehr hält, melden wir uns ab und fliegen von dannen. Wir folgen der Corellianischen Handelsstraße bis nach Hosina Prime, wo wir unser "imperialen" Passagiere von Bord bringen. Die gute Frau kommt ursprünglich von dieser sehr stark bevölkerten Welt und hat dort noch einiges an Verwandtschaft. Die ganze Besatzung hat besonders die lebhaften Kinder ins Herz geschlossen und das kleine Mädchen will zum Dank meiner Schwester Eloy ihre Puppe, eine Püppi 1000S schenken, welches ihr wertvollster Besitz darstellt.

Einst wollte Eli das Vorläufermodell von diesem Spielzeug unbedingt haben. Ich kann mich noch gut erinnern, wie sich im Einkaufszentrum auf Nar Shaddaa von mir losgerissen hat, um sich dann ihre Nase an einem Schaufenster von einem Spielzeugladen platt zu drücken. Ich habe sie damals mit dem Hinweis loseisen können, dass nur brave Mädchen ein solches Spielzeug geschenkt bekommen. Da wird mir richtig wehmütig zu mute. Eloy genau so. Aber sie erklärt dem kleinen Mädchen, dass ein Baby bei seiner Mutter bleiben muss und gibt ihr die Püppi 1000S zurück. Damit endet diese kleine Episode und wir machen uns von hier aus in Richtung Balosar auf.

Balosar liegt an der Grenze zum Inneren Kern, auch wenn diese Welt offiziell zu den Kernwelten gehört. Trotzdem stehen hier die Sonnen schon relativ dicht und wir müssen über einhundert Sprungpunkte anfliegen, uns neu ausrichten und weiter fliegen. Die "Vanguard" kann hier ihre überlegene Geschwindigkeit gut ausspielen. Trotzdem dauert der Transfer von Hosino nach Balosar drei mal länger als der von Gerrenthum nach Hosino, welches zehnmal weiter auseinander liegt. Hier zu navigieren ist nicht leicht. Schließlich erreichen wir die stark industrialisierte Welt, die fast komplett mit Fabriken und Wohnkomplexen überzogen ist. Ich habe kein wirklich gutes Gefühl bei der Sache, aber mir ist klar, dass wir diese Route brauchen.

Also landen wir auf dem Hauptraumhafen und bekommen eine VIP Behandlung. So freundlich und zuvorkommend war noch nie ein Hafenbeamte zu uns. Ein luxuriöser Gleiter der 8880 Baureihe von Ubrikkian holt uns ab, um uns zum Korrektivbüro zu fliegen. Die Innenausstattung ist vom feinsten. Jeder Passagier hat einen äußerst bequemen und voluminösen Sessel zur Verfügung. Es gibt eine gut bestückte Minibar und Edna probiert mit großer Begeisterung einige der Alkoholika durch. Ich spiele etwas mit der im Sessel eingebauten HoloNet Konsole herum. Die haben sogar eine Spielesammlung. Wir kommen in ein Viertel mit eindeutig administrativen Gebäuden. Ich frage den Fahrer, wie lange wir noch bis zum Korrektivbüro unterwegs sind und er antwortet mir: "Wir befinden uns schon innerhalb des Korrektivbüro."

Ich habe keine Ahnung, was ich erwartet habe. Wahrscheinlich ein riesiges in den Himmel ragendes Gebäude. Aber das hier ist wirklich gigantisch, da es sich um gewaltigen weitläufigen Komplex handelt. Schließlich landen wir in der Tiefgarage eines riesigen Sternenkratzers. Auch hier werden wir schon erwartet und eine weibliche, äußerst adrett gekleidete Balosanerin geleitet uns zu den Fahrstühlen. Der Turbolift schießt uns in eines der obersten Stockwerke und wir brauchen doch fast eine halbe Minute, bis wir oben sind. Nach einer Sicherheitskontrolle werden wir nach kurzer Wartezeit zum neuen Direktor vorgelassen. Mal sehen, was uns da erwartet.

Nakagos wirre Gedanken

Das Attentat auf Shaka fand ich etwas unglücklich und auch unnötig. Aber wenigstens hat der Charakter jetzt auch das Talent "Zähne zusammenbeißen". Der Kampf mit dem Attentäter war recht knapp und ich denke, hätte der SL nicht Gnade walten lassen, wäre Shaka wohl endgültig gestorben. Die Darstellung von Balosar dürfte dem (vielleicht auch ehemaligen) Kanon entsprechen. Allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #369 am: 03. Januar 2021, 16:19:17 »
Krill

Der Direktor entpuppt sich als elegant gekleidete Frau mittleren Alters, die sich als Casiopia Ratters vorstellt. Bis auf die Fühler, die ihr aus dem Kopf ragen, sieht sie wie jeder Balosianer aus wie ein Mensch. Sie entschuldigt sich für den Attentatsversuch von Direktor Minka und legt uns Nahe, darüber kein weiteres Wort zu verlieren. Damit habe ich kein Problem. Shaka erstaunlicherweise auch nicht, was mich wundert. Wie auch immer, wir unterzeichnen eine Geheimhaltungserklärung und werden dann an einen Agenten mit dem Namen Morkai verwiesen.

Die adrette Dame geleitet uns wieder zum Turbolift und wir fahren in ein Stockwerk in der mittleren Ebene. Agent Morkai ist vielleicht dreißig Jahre alt und erwartet uns in einem kleinen Konferenzzimmer, dass recht spartanisch eingerichtet ist. Grau ist die vorherrschende Farbe. Hier und da ein Farbtupfer dürfe der Inneneinrichtung gut tun. Wir bekommen einen Chip mit einer Route, die aktuell sein dürfte. Und den Tipp, uns mit der Agentin Vira Oquai kurz zu schließen. Der ehemalige Direktor Minka hätte sie zwar dazu hin getrieben, abtrünnig zu werden, aber sie hat immer gute Arbeit geleistet. Die gute Frau haben wir ja als quirlige, neugierige, wie aber auch als sehr gut informierte Reporterin kennen gelernt, die uns damals ja interviewt hatte. Die hatte ja schon recht gut Bescheid gewusst. Nun gut, es dürfte sicherlich kein Fehler sein, mit ihr zusammen zu arbeiten, besonders da sie ja im Gegensatz zu uns in letzter Zeit in der Sperrzone agiert. Sie zu finden steht auf einem anderen Blatt.

Auf alle Fälle sind wir nun deutlich schlauer als zuvor und lassen uns mit dem luxuriösen 8880er Gleiter zurück zu unserer "Vanguard" fliegen. Wir versammeln uns im Aufenthaltsraum der E-9 und besprechen, wie wir nun am besten vorgehen sollen. Momentan haben wir keine Strategie mehr. Es herrscht noch nicht einmal Konsens über unsere Ziele. Wie sollen wir mit der Nilfax Station verfahren? Wie mit Sybal? Wie mit dem Netzwerk? Letztendlich wissen wir viel zu wenig und darüber herrscht ausnahmsweise Einigkeit.

Nach etwa einer Stunde angeregten Gedankenaustausch kommen wir überein, dass wir zuerst nach Quaria fliegen, da wir nach dorthin nun eine Route haben. Da sehen wir dann weiter, wo wir unsere Informationen herbekommen. Da gibt es ja einige Ansatzpunkte. Vira Oquai, Zargos Zarbossa und der in der Sperrzone verschollene Händler Reelu Baruk. Mal sehen, wenn wir zuerst finden. Aber bevor wir aufbrechen, wollen die meisten erst noch einkaufen gehen. Shaka ist ganz wild darauf, ihr Disruptorgewehr aufzurüsten.

"So eine Waffe steht einer hochdekorierten Offizierin der Neuen Republik nicht. So eine Waffe gegen ihre eigenen Besitzer zu richten ist das eine. Vergiss nicht, wer solche Waffen normalerweise führt, dass ist Abschaum!", mache ich Shaka auf einen gewissen Umstand aufmerksam. Und darauf, wie wir mit solchen Gegnern verfahren, schließlich haben wir immer in jedem Gefecht als erstes den Gegner mit dieser Waffe ausgeschaltet. Anders herum wird das genau so laufen, jeder wird so lange auf die Twi´lek schießen, bis sie neutralisiert ist. Also wird sich die Problematik wohl recht schnell erledigen, so oder so. Da Shaka sich uneinsichtig zeigt, wird sie in nächster Zeit wohl sehr viel Feuer ziehen. Alle die auf sie schießen, schießen nicht auf mich.

Ich selber bin mit meiner Ausrüstung zufrieden. Aber meine Schwester braucht eine neue Rüstung. Kav-Dann Powerarmor haben die sogar hier zum kaufen.

"Dieses mal passe aber besser darauf auf", meine ich zu Eloy, als ich den horrenden Betrag für die Rüstung bezahle.

"Wirst du mir das nun wirklich bis zu meinem Lebensende vorhalten?", fragt sich mich leicht eingeschnappt.

"Nein, nur bis zu dem Zeitpunkt, wo du die immensen Kosten für zwei Rüstungen abgearbeitet hast", meine ich süffisant.

"Menno!", beschwert sich Eli und bläst scheinbar empört ihre Backen auf. Da müssen wir dann beide herzhaft lachen.

Skav kauft sich einen neuen Hammer, Edna kopiert meine Ausrüstung und Shaka lässt mit einem irren Grinsen im Gesicht ihr Gewehr aufrüsten. Ich sage dazu nichts weiter und verlasse mich darauf, dass sie auf die harte Tour lernen wird, dass man viel einstecken können muss, wenn man so eine Waffe führt.

Zurück auf der "Vanguard" tanken wir auf, ersetzen verbrauchten Proviant und starten. Fracht nehmen wir keine auf, da ich nicht riskieren will, dass man uns unter irgend einem fadenscheinigen Vorwand die Ware beschlagnahmt. So lange wir die Verhältnisse nicht kennen, will ich nichts riskieren.

Bis nach Onderon brauen wir fünf Tage. Bei der Mynaros Station passieren wir die Grenze. Dort ist die Lage unverändert schlecht. Die Menschen an Bord der Station leiden immer noch unter den Nanoviren. Dieses Problem sollten wir auch so langsam lösen. Der Anfang der Route entspricht noch der alten, aber dann wird es abenteuerlich. Wir machen unglaublich viele, aber sehr kurze Sprünge. Teilweise unter einer Million Klicks. Wir sind gezwungen, die Geschwindigkeit auf Minimum zu drosseln, damit die Komponenten durch das andauernde an und aus nicht geschädigt werden. Das erinnert mich fatal an die erste Reise mit der "Vanguard" von Anduras I zur Nilvax Station. Damals hatten wir die ganze Zeit Angst, dass der Hyperraumantrieb komplett abbrennt und wir ohne Nahrung in Leerraum treiben, bis wir verhungern. Diese Angst haben wir jetzt weniger, wobei durchaus ein Restrisiko besteht.

Knapp zwei Tage sind wir unterwegs, bis wir den Mond Quaria erreichen. Wir gehen erst einmal auf Schleichfahrt, um die Lage zu peilen. Schnell wird klar, es gibt hier immer noch einen regen Raumverkehr. Die königliche Flotte zeigt hier momentan nur wenig Präsenz. Wir nähern uns nun ganz offen dem Raumhafen. Letztes mal waren ja schon deutliche Veränderungen zu sehen gewesen. Inzwischen ist der einst so chaotische Raumhafen zu einem wie jeder andere geworden. Keine Händler wuseln mehr in ihren transportablen Ständen herum. Alles macht einen geordneten und neuen Eindruck. Wir bekommen ein spezifisches Landefeld mit einem neuen Belag aus  Permabeton zugewiesen und landen dort. Der bürokratische Flimsikram ist schnell erledigt. Willkommen auf Quaria!

Nakagos wirre Gedanken

Endlich sind wir wieder in der Sperrzone. Hat ja verdammt lange gedauert. Jetzt heißt es erst einmal Informationen zu beschaffen und alte "Freunde" zu besuchen. Wir haben zwar nur Brotkrumen, aber die Botschaft war deutlich, dass einige NSC wohl wichtige neue Informationen haben, die ein neues Bild ergeben. In Episode XXVIII haben wir ja schon eine ähnliche Tour gemacht, die allerdings nur in Sackgassen geführt hat. Nun haben wir die Ziele außerhalb des Vergänglichen Labyrinths erreicht, nun kann es wieder hier weiter gehen. Allen Lesern noch ein gutes neues Jahr!

endier

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« Antwort #370 am: 04. Januar 2021, 08:56:33 »
Auch Dir ein frohes Neues nachträglich.

Nakago

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« Antwort #371 am: 05. Januar 2021, 13:51:42 »
Danke schön!
Leth

Während bei unserem letzten Besuch entlang der Hauptstraße alles im Umbau begriffen war, ist dieser nun beendet. Neuer Straßenbelag, signifikanter Verkehr von Gleitern, überall bewaffnete Wächter wie auch schon beim letzten Besuch zu sehen. Der rote Turm ist nicht wieder zu erkennen. Letztes mal waren sie ja noch am umbauen, dass ist jetzt alles fertig. Es gibt einen neuen Vorbau mit Turboliften, welche direkt ins Casino führen. Innen ist es wie jedes andere auch. Der Flair der Exklusivität ist endgültig verflogen. Zargos Zarbossa hat den Roten Turm inzwischen vollkommen verkauft. Dies ist nun zu hundert Prozent ein Unternehmen der Erstgeborenen. Natürlich über Strohmänner, aber wer etwas nachhakt, kommt zu diesem Schluss.

Leider weiß niemand, wo Zargos abgeblieben ist. Es gibt das Gerücht, dass er wohl eine Söldneroperation gegen ominöse Anlagen auf verschiedenen Welten am laufen gehabt hat und dabei grandios gescheitert ist. Die Faktenlage ist äußerst dünn, aber wenn man die Informationen etwas siebt und die Übertreibungen weglässt, scheint es mir, dass Zargos versucht hat, mit Gewalt die Nanovirenfabriken zu zerstören, die nun in der Hand der Hapaner sind. Hat wohl nicht so ganz geklappt.

Die umtriebige Reporterin Vira Oquai hat vor ein paar Tage Quaria mit unbekannten Ziel verlassen. Das ist äußerst bedauerlich, da die "Reporterin" sicherlich gute Informationen für uns gehabt hätte, aber da ist leider nicht zu ändern. Vira scheint in letzter Zeit viele "Reportagen" getätigt zu haben. Ein klares Ziel oder Thema lässt sich aus den vagen Informationen, die wir in vielen Einzelgesprächen und spendierten Drinks wie auch Credits extrahieren, bedauerlicherweise nicht herausfiltern.

Aber wir bekommen heraus, dass der rodianische Waffenschieber und Raumschiffhändler Reelu Baruk Quartier im Casino Sunset bezogen hat. Da wir ja von dem noch ein paar Sachen wollen, suchen wir den einfach mal auf. Wir schnappen uns eines der nun zahlreich vorhanden Taxigleiter und lassen uns zu diesem Sunset fahren. Auf dem Weg sehen wir die abgestürzten Überreste von Quibans fliegenden Schloss, oder besser gesagt, seinem Anwesen. Das haben wir einst erobert. Scheint inzwischen havariert zu sein. Wir erfahren, dass die neuen Besitzer mit der Technik nicht klar kamen und es irreparabel beschädigt haben. Inzwischen ist es fester Bestandteil des umliegenden Slums und vollständig besiedelt.

"Das kenne ich doch?", meine ich, als wir vor dem Gebäude stehen. Es ist ein neues Casino, trotzdem kommt es mir bekannt vor.

"Das war das Hauptquartier der Schwarzen Sonne", hilft Scavangerbot 523 mir freundlicherweise auf die Sprünge.

"Du hast Recht! Jemand hat die Bauruine zu Ende gebaut!", meine ich nun lachend, da ich begreife, warum es Sunset, also untergehende Sonne heißt. Das Logo ist auch eine schwarze Sonne, die gerade zum größten Teil hinter dem Horizont verschwindet. Vor dieser einst so berüchtigten und gefürchteten Verbrecherorganisation hat wohl niemand mehr so richtig Angst. Der Kampf der Vigo untereinander hat die Organisation wohl so geschwächt, dass viele Konkurrenten die Gelegenheit ergriffen haben, deren Geschäftsfelder und Territorien zu übernehmen. Einer davon ist wohl Crimson Dawn. Ob die weiter so groß im Geschäft bleiben werden, wage ich zu bezweifeln. Direktor Quaile wird da wohl nicht mehr die Ressourcen hinein stecken, da die ihren primären Zweck, dass Glimstim und damit das Tinakk in der Galaxis zu verteilen nicht mehr nachkommen können. Die Newsboards der letzten Wochen waren jedenfalls voll von Erfolgsmeldungen von Behörden, welche Razzien gegen die Verbrecherorganisation durchgeführt haben. Gibt es erst einmal großen Druck von oben, gegen eine Organisation vorzugehen, bringt Bestechung in den unteren Rängen nur noch wenig.

Dieses mal betreten wir das Gebäude durch den regulären Haupteingang im Erdgeschoss. Obwohl das Casino etwas abgelegen ist vom Raumhafen, ist es gut besucht. Eine Holotafel erinnert sogar an unsere "Heldentat", diese Zelle der Schwarzen Sonne ausgelöscht zu haben. Ein paar Sachen stimmen, vieles ist Maßlos übertrieben. Aber wenigstens haben sie unsere Namen richtig geschrieben, ist ja schon was. Einzelne Ebenen sind nach uns benannt. In Lyras Saal wird Sabacc gespielt. Kann ich nicht verstehen, da ich wohl eine der schlechtesten Sabacc Spielerin im Vergänglichen Labyrinth bin. Scavs Saal kann ich verstehen, da hier Spielautomaten stehen. Und in Shakas Saal wird gewettet.

Als wir uns umsehen, treffen wir auf die verräterische Kopfgeldjägerin Scaffa und ihren Partner, einen Droiden der IG-86 Baureihe mit dem Namen Z2. Erstaunlicherweise geht Shaka nicht sofort auf die beiden Verräter los, die uns immerhin an das Imperium verschachert haben. Damals haben wir die blaue Twi´lek überstimmt, die unbedingt Rache an den beiden nehmen wollte. Die beiden sind sich keiner Schuld bewusst, als wir sie darauf ansprechen.

"Das war rein geschäftlich, nichts persönliches", erwidert die menschliche Frau in einem Tonfall, als würde ich ihr vorwerfen, ihr Gürtel würde farblich nicht zu ihren Stiefeln passen.

"Das macht es natürlich weniger schlimm, nein, dass war jetzt pure Ironie!", erwidere ich. Da ein bewaffneter Konflikt hier in diesen Räumen nicht zielführend ist, belassen wir es bei einem Geplänkel. Scaffa ist mit der momentanen Situation auf Quaria nicht glücklich und wenn wir was dagegen unternehmen wollten, würde sie doch gerne mitmachen. Klar, wie blöd hält die uns eigentlich? Das Duo hat ja bewiesen, dass man ihnen nicht trauen kann. Also trennen wir uns, ohne das es zu einem Kampf kommt.

Den Rodianer Reelu Baruk finden wir in Karbeks Saal. Der Ort, wo der Selonianer und Anführer der Zelle der Schwarzen Sonne sein verdientes Ende gefunden hat. Beinahe hätte die Tookaähnliche Kreatur mich noch getötet. Zum Glück habe ich überlebt. Da kommen einige Erinnerungen hoch. Hier haben wir drei Hapanerinnen aus den Klauen der Schwarzen Sonne befreit. Ich hoffe mal, dass diese drei Frauen nicht inzwischen einer Säuberungswelle von der Königinmutter zum Opfer gefallen sind.

Baruk sieht etwas herunter gekommen aus, als wir an seinen Tisch treten. Interessanterweise spielt er mit seinen Söldnern Sabacc um sehr kleine Beträge. Er schaut auf, als er uns gewahr wird. Zuerst ist sein Gesichtsausdruck etwas ärgerlich, dann beginnt er sich zu freuen.

"Sieh an, sieh an, wen wir da haben. Wegen euch bin ich in dieser Einöde gestrandet. Aber da ihr hier seid, bedeutet dass...", seine Stimme wird deutlich leiser zu einem kaum zu verstehenden Flüstern. "Das ihr eine Passage nach draußen in die Zivilisation kennt!"

"Könnte man meinen. Aber das hat seinen Preis", meine ich, die Verhandlungen an mich reißend.

"Was wollt ihr denn?", fragt der Rodianer Schicksalsergeben, da er weiß, dass er in einer verdammt schlechten Verhandlungsposition ist. Da ich ihn nicht zum Feind haben möchte, einigen wir uns darauf, dass er die letzten Rate für die bestellten Waren, also die Waffen für die Miliz und für den Piratenjäger 4R3 erlässt. Und natürlich noch ein paar Informationen über die momentane Situation in der Sperrzone. Als er ohne zu verhandeln darauf eingeht, wird mir klar, dass ich mehr hätte verlangen können. Aber da er diese Bedingungen wohl als angemessen betrachtet, dürfte dieser Deal unsere zukünftigen Geschäftsbeziehungen nicht trüben. Ich weiß zwar nicht, ob wir ihn noch einmal brauchen, aber man weiß ja nie.

Mit seinen Informationen gibt es folgendes Gesamtbild. Bewegungen innerhalb der Sperrzone sind möglich, ebenso kann man immer noch über eine Route über die Vol Yunkai Station nach Calfa reisen. Ob von da noch eine Route ins Konsortium selbst offen ist, kann er nicht sagen. Nilvax Station gibt es noch, ist jetzt aber ein Semioffizieller Stützpunkt der königlichen Flotte und unsere Waffen sind da schon hin geliefert worden. Wie nun die Besitzverhältnisse sind, weiß er auch nicht zu sagen. Er hat Zargos Zarbossas Unternehmungen ausgerüstet. Als letztes hat er ihm ein kleines Raumschiff ohne Hyberraumantrieb verkauft, mit dem Zarbossa nach Varia geflogen ist und seitdem als verschollen gilt. Aber das Schiff hat einen Transponder, mit dem man es aufspüren kann. Wenn das mal keine Spur ist, dann weiß ich auch nicht.

Nakagos wirre Gedanken

War schon cool zu sehen, was aus den früheren Stätten unserer Abenteuer inzwischen geworden ist. So was macht durchaus gute Laune und da hat das spielen wieder richtig Spaß an dem Abend gemacht.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #372 am: 07. Januar 2021, 18:56:28 »
Mern

Nach knapp zwei Tagen haben wir zu einem die YV-929 von Reelu Baruk aus der Sperrzone geschafft, sondern sind auch wieder zurück. Da wir die Route inzwischen kennen und schon den einen oder anderen Sprung etwas verbessert haben, kommen wir deutlich schneller vorwärts. Varia ist immer noch von einem blauen Nebel umhüllt. Wir fahren unsere Sensorgloben aus und können schon bald das Transpondersignal von Zarbossa orten.

Der Eintritt in die Atmosphäre ist ziemlich holprig. Aber wir tauchen ohne Probleme in den blauen Nebel ein. Ich reduziere deutlich die Geschwindigkeit und fliege nach Sensoren, immer bereit, irgend einem von diesen fliegenden riesigen Drachen auszuweichen. Bei unserem ersten Ausflug in den blauen Nebel hat ja eines von diesen Viechern uns gerammt und einen Schaden von mindesten anderthalbtausend Credits verursacht. Inzwischen sind solche Beträge Kleinkram, trotzdem möchte ich eine Kollision mit so einem Drachen vermeiden.

Schließlich erreichen wir das Areal, von woher das Signal kommt. Wir befinden uns etwas weniger als 300 Klicks südlich von der zentralen Sithpyramide der Hauptstadt entfernt. Das Gelände ist recht zerklüftet. Das Signal ist nicht an der Oberfläche zu verorten, sondern scheint aus dem Innern eines kleinen Berges zu kommen. Etwa zwei Klicks in Nordwestlicher Richtung finden wir eine Massierung von Lebensformen, mutmaßlich eine Siedlung der indigenen Varianer in ihrer ursprünglichen Form. Im Tiefflug entdecken wir eine Höhlenformation. Der Eingangsbereich ist ziemlich groß, verengt sich aber schon nach wenigen Schritten. Hineinfliegen ist nicht. Ich lande neben dem Höhleneingang. Hier befindt sich auch ein kleines Gebäude und einen umzäunten Platz aus Permabeton.

Es gibt eine kurze Diskussion, was wir nun als erstes untersuchen sollen, falls überhaupt. Letztendlich einigen wir uns darauf, erst einmal das Raumschiff von Zarbossa zu finden. Vielleicht befindet er sich ja an Bord seines kleinen Schiffes. Wir booten aus und bilden zwei Teams. Scav und ich rücken auf der linken Seite vor, Edna und Shaka auf der rechten. Wir gehen immer versetzt, eine Gruppe sicher, die andere rückt vor und dann immer abwechselnd. Die Höhle wird zunehmend enger. Einige Teile sind natürlich, andere sind bearbeitet und mit modernen Permabeton wird die eine oder andere Kluft überbrückt. In Verbindung mit der Struktur am Eingang schätze ich das als eine Art Touristenattraktion ein, als dies noch ein zivilisierter Planet war. Als wir dann in die ersten Reliefs aus der Herrschaft von Darth Varak entdecken, wird uns klar, dass dies wohl einst eine heilige Höhle oder so eine Art Kultstätte gewesen sein muss. Schon bald sehen wir riesige Wandreliefs, welche Varianer bei der Anbetung ihres falschen Gottes zeigen.

Und wir finden das Schiff von Zarbossa. Davor hat er eine Selbstschussanlage platziert, die ich zerstören muss. Wir rufen in Richtung des Raumschiffes und geben uns zu erkennen. Aber alles bleibt ruhig. Bewegungen kann ich keine erfassen, auch keine Minen oder Sprengfallen. Das Schott ist verschlossen. Aber Scav demonstriert mal wieder, dass kein Schloss ihm widerstehen kann. Das Innere des kleinen Schiffes besteht letztendlich aus einer Passagierkabine mit kompakter Hygienezelle und der Pilotenkanzel. Aus einem Waffenständer fehlen einige Blastergewehre. Während der weiße Anzug von Zargos, mit dem wir ihn zuletzt im Roten Turm gesehen, ordentlich an einem Haken hängt, liegen viele Sachen lose auf dem Boden. Auf einem Tisch liegen Flimsibögen mit ausgedruckten Kartenmaterial. Eine können wir als Umgebungskarte dieser Region identifizieren, eine andere zeigt diese Höhle. Den Rest können wir mit unserem Wissensstand nicht einordnen.

Da es noch tiefer in die Höhle geht, folgen wir ihr einfach. Überall Reliefs über die Anbetung von Darth Varak, Opferrituale und manches können wir nicht wirklich deuten. Schließlich landen wir an einer Grube. Die führt etwa dreißig Schritt in die Tiefe. Die Grube ist von Stehlen umgeben, die voller Gekritzel sind. Wahrscheinlich deren Schrift aus alter Zeit. Einige Zeichen erinnern an das Alphabet der Sith, andere an Huttisch. Vielleicht Zufall, vielleicht dienten diese Schriftsätze als Inspiration. Möglicherweise ist das auch einfach nur Graffiti, wo sich Pilger ganz profan verewigt haben. Oder sie haben für viel Geld hier ihre Wünsche aufgeschrieben. Müßig über Details zu spekulieren, für die wir nicht hier sind. An einer der Stelen ist ein Kletterseil befestigt. Ist Zargos da rein geklettert.

Neugierig wie ich bin, fliege ich einfach mal in die Grube hinein. Auf der Hälfte ist das Seil gerissen, ein Teilstück finde ich auf dem Boden. Ist der Durchmesser des Schachtes oben etwa zwanzig Schritt, so sind es auf dem Grund keine dutzend mehr. Hier sind weitere Stelen aufgerichtet. Schriftsätze umrahmen Bilder, deren Bedeutung mir äußerst abstrakt anmutet. Auf dem Boden liegt nicht nur ein Stück vom Seil, sondern auch der Kadaver einer Katze mit einer Schulterhöhe von etwas über einem Schritt und eine Länge von zwei. Das Maul hat eine Reihe beeindruckender Zähne. Nach dem Verwesungsgrad zu schließen ist sie seit mehreren Tagen tot, aber noch keine Standardwoche. Todesursache war massiver Blutverlust, da das Bodenrelief voll davon ist. Mehrere tiefe Schnitte haben dazu geführt. Nach Anordnung und Tiefe der Schnitte schließe ich auf einen Kampf. Da es keine weiterführende Gänge gibt, muss diese Kreatur mit großem Aufwand nach hier unten befördert worden sein. Ein Geheimversteck oder gar einen geheimen Gang vermag ich nicht zu finden.

Mir bleibt nichts anderes übrig, als ohne weitere Erkenntnisse wieder nach oben zu fliegen. Aber wenigstens finden sich hier auf dem Sand eine Spur, die tiefer in die Höhle führt. Wahrscheinlich mehrere Varianer in ihrer ursprünglichen Form. Wir spekulieren etwas, was das da gerade gewesen sein könnte. Für mich sieht das aus wie ein Ritual, alles andere erscheint mir recht unwahrscheinlich.

Wir folgen den Spuren in eine Seitenhöhle, die recht eng ist und steil ansteigt. Einige der engeren Passagen sind mit der doch recht massiven Kav-Dann Servorüstung nur schwer zu meistern. Oben angekommen sind wir weniger als einen Klick von der Siedlung entfernt, zu welcher die Spuren führen. Mein Instinkt sagt mir, dass sich dort Zargos Zarbossa befinden muss. Meine Theorie ist, dass mit einem Kampf in der Grube seine Nützlichkeit bewiesen hat und wohl versucht, diesen Stamm für sich zu gewinnen.

"Gehen wir ins Dorf und schauen, was für eine Show Zarbossa da abzieht", meine ich zu den anderen. Aber der Rest ist für ein weniger forsches Vorgehen. Das Ritual in der Grube könnte ja auch bedeuten, dass sie Zargos haben opfern wollen und er entkommen ist. Halte ich nach der Spurenlage für ziemlich unwahrscheinlich. Aber egal, der Rest will mit der "Vanguard" hinfliegen, um ihm Notfall sofort evakuieren zu können. Da ich weiß, dass in solchen Fällen eine Diskussion nur aufhält und am Resultat wenig ändert, erkläre ich mich mit diesem Vorgehen einverstanden. Mal sehen, was uns in diesem Dorf erwartet.

Nakagos wirre Gedanken

Mal wieder Spaß auf Varia. Das ist jetzt unser dritter Ausflug auf diese Welt. Wenn man die geringe Anzahl der "Spielwelten" in der Sperrzone bedenkt, haben wir doch verdammt viel Spaß und es gibt immer neue Facetten zu entdecken. Unser Sandkasten umfasst gerade mal fünf Welten und drei Stationen, trotzdem wird es einem nie langweilig. So was hätte ich gerne mal als offizielles Regionalbuch gehabt. Der gleiche Verlag und teilweise auch Autoren haben das ja für die Warhammer 40 K Rollenspiele wie Schattenjäger und Freihändler ja auch geschafft, jeweils einen eigenständigen Sandkasten auf die Beine zu stellen.

Nakago

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« Antwort #373 am: 10. Januar 2021, 14:05:09 »
Nern

Da wir ja das Höhlensystem soweit schon aufgeklärt haben, gehen wir den Weg zurück den wir gekommen sind. Wir hätten auch einfach über die Anhöhe laufen können oder Lyn rufen, aber damit brauche ich gar nicht erst zu kommen. Eine Stunde später sind wir zurück in unserer E-9. Mit der "Vanguard" fliegen wir nun zum Dorf und landen in der Nähe der Umzäunung, bestehend aus einer Ansammlung von zweckentfremdenden Material. Obwohl sehr primitiv, erfüllt diese Barrikade durchaus ihren Zweck. Wir sind wohl noch nicht entdeckt worden. Es gibt zwar Türme hinter der Barrikade, aber die sind nicht besetzt. Zwar sehen wir keinen Varianer, aber dafür hören wir Trommeln und rhythmische Gesänge.

"Ich denke, die halten irgend ein Ritual ab", meine ich dazu.

"Hoffen wir mal, dass sie nicht gerade Zargos ihrem Sithgötzen als Opfer bringen", unkt Edna und wir rücken nun in Richtung des Dorfes vor. Das Zentrum bildet ein freier Platz, umrahmt von Langhäusern, deren lange Seiten von oben betrachtet wie die Speichen eines primitiven Rades angebracht sind. Zargos zu finden ist leicht, sitzt der doch Splitterfasernackt auf einem Thron aus Knochen. Seine Haut blutverschmiert. Schätze mal, dass ist das getrocknete Blut von dieser toten Katze in der Grube.

"Gibt es irgend einen Ort in diesem Universum wo ihr nicht auftaucht?", begrüßt und Zargos und winkt mit einer knappen Bewegung ein paar Krieger weg, die wohl seine Leibwache bilden.

"Nun ja, die Herrentoilette würde den Großteil von uns definitiv draußen halten", erwidere ich trocken und Zarbossa lacht herzhaft auf.

"Darf man erfahren, was Ihr hier so treibt?", fragt Shaka neugierig ihren Seelenverwandten.

"Ich versuche gerade oberster Häuptling dieses Volkes zu werden", erklärt Zargos.

"Aha und zu welchem Zweck?", frage ich einfach mal frech weiter.

"Um die verdammte Nanovirenfabrik für alle Zeit zu vernichten. Ich habe eingesehen, dass es wohl nur den natürlichen weg der Evolution gibt, um mein Volk zu neuer Größe zu führen. Es ist Zeit, diesen Priestern ein für alle mal vom Nachschub der Fabrik abzuschneiden."

"Deswegen die angeheuerten Söldner?", hake ich nach.

"In der Tat. Ich habe versucht, alle drei Fabriken zu vernichten. Hat nicht so geklappt wie gedacht. Dafür ging fast alles drauf, was ich besessen habe. Nun wird es Zeit, eine neue Strategie einzuschlagen, die nicht so kostspielig ist. Ich werde hier Großhäuptling, stelle eine Armee auf, stürme die Nanofabrik unter der Pyramide und zerstöre die Produktionsstätte der Nanoviren." Ich mag es, wenn ein komplexer Plan mit ein paar simplen Worten erklärt wird.

"Wollt Ihr Euer Volk wirklich wieder auf diese primitive Stufe zurück führen?"

"Das ist ihre natürliche Form. Darth Varak hat aus ihnen eine knuddelige Sklavenrasse gemacht. Diese primitive Stufe ist ihr natürliches Erscheinungsbild", erkläre ich Shaka.

"Genau so ist es. Allerdings muss ich noch ein Prüfung ablegen, bevor ich Häuptling werden kann. Dazu muss ich etwas aus einem Drachenhort stehlen. Es wäre von Vorteil, wenn dieser Drache ausgeflogen wäre, wenn ich dort Morgen eindringe. Ihr versteht?"

"Wir werden uns darum kümmern, wenn wir vorher noch Gelegenheit erhalten, ein Gegenmittel für die Nanoviren auf der Mynarosstation herzustellen oder die Dinger von dort aus abzustellen", meine ich und lasse mir den Standort des Hortes beschreiben.

"Das war jetzt schon fies, Zarbossa so zu verarschen", meint Edna, als wir das Dorf wieder verlassen haben.

"Warum verarschen?", frage ich etwas irritiert nach.

"Wir werden diesen Wahnsinn doch nicht wirklich unterstützen", meint Skav.

"Wieso Wahnsinn? Wenn Zargos Häuptling wird, führt er einen Angriff durch, den wir als Ablenkung benutzen können, an diese Maschinen zu kommen", erkläre ich meinen Kameraden, was eigentlich schon Zargos gut dargestellt hat.

"Und warum sollten wir das machen?", fragt Edna nach. Ich schau ihn kurz an und stellt fest, dass er das wirklich nicht versteht. Nun gut, er ist ja auch kein Bürger der Neuen Republik und wir dringen in eine Anlage ein, die teilweise wahrscheinlich inzwischen von den Hapanern kontrolliert wird.

"Weil ich damals Dr. Lykas auf der Mynaros Station versprochen habe, mein möglichstes zu tun, um diese verfluchten Nanoviren zu neutralisieren. Die Mynaros Station ist immer noch unter Quarantäne und ich bezweifle, dass der gute Doktor mit seinen Ressourcen jemals etwas entwickeln wird, dass diese Viren vernichtet oder ausschaltet", erkläre ich meine Motive.

"Deine Absichten ehren dich, aber wie willst du die Nanoviren umprogrammieren?", fragt Shaka, die da durchaus ein praktisches Problem anspricht.

"Nicht ich werde das tun, sonder Scavbot 523. Er ist das mit Abstand intelligenteste Wesen, dass ich kenne. Wenn er keine Lösung findet, wird niemand eine Lösung finden", meine ich dazu nur, da ich Scav das wirklich zutraue.

"Gut und wie kriegen wir den Drachen aus seiner Höhle?", geht Edna nun zum praktischen Teil über.

"Wir suchen uns eines seiner bevorzugten Beutetiere, fangen es, präparieren es mit Schlafmittel und sorgen dafür, dass er es frisst", erkläre ich, was eigentlich offensichtlich sein sollte.

"Das hat ja beim Babyrancor damals schon so gut geklappt", meint Edna und erinnert mich an den zusammen gebrochenen Skyway auf der Nilvax Station. Das ist inzwischen schon mehr als eine gefühlte Ewigkeit her.

"Letztendlich hat der Rancor den Köder doch geschluckt und wir haben ihn für gute Credits auf Sybal verkauft. Die Taktik ging letztendlich auf", erinnere ich an den Erfolg der Mission. Klar, es hatte durchaus Friktion gegeben. Aber hier gibt es keinen Skyway der zusammen brechen könnte und inzwischen habe ich ein Jetpack, um solchen Bedrohungen zu entkommen.

"Dann brauchen wir erst einmal genug Betäubungsmittel", weißt Scav auf ein praktisches Problem hin.

"Ich bin sicher, auf Quaria wird sich entsprechendes finden lassen!"

Nakagos wirre Gedanken

Sitzung gespielt am: 28.12.2019
Anwesende Spieler: Lyra, Scav, Shaka, Edna
Erfahrungspunkte: 20 EP +10 vom letzten mal, 25 EP investiert in "Verbesserter Rüstungsspezialist", 5 Ebene, 3 Spalte von Talentbaum Powertech. 5 EP gespeichert.

Beute: 150000 Credits Kopfgeld und Belohnung, 50 000 Credits Entschädigung, Kampangenmedallie "Eiserne Blockade", Orden der Republik, eine 3R4 für 300 000 Credits bekommen. (Ich habe keine Ahnung mehr, ob wir überhaupt schon was angezahlt haben...)

Getötete und überwundene Gegner: 1 Commander Bragg, 1 Gouverneur Adalhart, 12 imperiale Offiziere gefangen genommen, ca. 10 Flottensoldaten getötet, ca. 20 Flottensoldaten in die Flucht geschlagen, ca. 10 bis 12 Leibwächter, 1 Direktor Minak und 1 Attentäter (von Shaka im Solomodus erledigt)

Resümee: Wir sind nach knapp 15 Sitzungen wieder in der Sperrzone. Wir haben einiges vom Star Wars Universum gesehen. Ich fand es wirklich gut, dass wir jetzt als ernsthafte Mitglieder der neuen Republik wahrgenommen werden.

Der finale Kampf gegen Adalhart war nicht schlecht, aber er war auch nicht episch. Die Disruptorgewehre passen zu solch finsteren Gestalten wie die Leibwache eines imperialen Gouverneurs. Nur ist es durch die Masse an Waffen nicht gelungen, diese Shaka vorzuenthalten. Diese Waffen sind laut Hintergrund hochgradig illegal und für einem Offizier der Armee der Republik einfach unwürdig. Sie gegen ihre ehemaligen Besitzer einzusetzen mag man gerade noch durchgehen lassen. Bin mal gespannt, ob der Spieler von Shaka nun komplett aus der Rolle fällt oder sich von dem Tödlich +5 blenden lässt. Was wahrscheinlich der Fall sein wird. Was dann der Witz des Jahrzehnts ist, da ausgerechnet sie uns ja die ganze Zeit Vorhaltungen gemacht hat, für Kriminelle zu arbeiten. Und jetzt benutzt sie eine der berüchtigsten und brutalsten Waffen des gesamten Settings. Ich hoffe nur, dass der SL die NSC entsprechend reagieren lässt und das gleiche tut, was auch wir immer tun, nämlich solange primär auf den Schützen mit dem Disruptorgewehr zu schießen, bis die Bedrohung neutralisiert ist.

Die Gala war etwas lahm und wirkte in der Gesamtheit etwas erzwungen. Ebenso der Besuch auf dem Planeten. Vom eigentlich total unnötigen Attentat will ich gar nicht erst reden. Macht keinen Sinn in meinen Augen. Es ist etwas Schade, dass wir den Gefallen nun nicht haben einfordern können und auch werden, da der Kerl ja tot ist. Aber von seinem Nachfolger haben wir ja immerhin eine Route in die Sperrzone bekommen.

Aber ich bin Froh, dass wir nun endlich nach so langer Zeit den primären Plot wieder vorantreiben können. Unser SL hatte nicht gedacht, dass wir sofort nach Zargos Zarbossa suchen würden, deswegen haben wir da dann vergleichsweise recht früh gegen Mitternacht abgebrochen. Zwanzig EP sind gut für das was wir geleistet haben. Ich finde es toll, dass wir weitere Orden nun von der Republik bekommen haben.

Natürlich ist es Schade, dass letztendlich Direktor Quaile seiner gerechten Strafe entkommen ist. Und daran wird sich wohl nichts mehr ändern, da der Part mit der "Ersten Ordnung" wohl abgeschlossen ist.

Am Ende gab es noch eine kleine Diskussion, warum wir überhaupt etwas gegen die Nanoviren unternehmen sollen. Für mich stand das schon seit Episode XIX auf der Agenda und war dann über den Umstand überrascht, dass wir darüber überhaupt diskutieren mussten. Wenn wir irgendwann das Netzwerk von Darth Varak komplett ausschalten, könnte dieser Part dann überflüssig gewesen sein, aber momentan haben wir ja aus Inplay und Charaktersicht keine Möglichkeit da was zu machen. So macht es Sinn, sich schon jetzt um das Nanovirenfabrikproblem zu kümmern.
                             
Lyras Entwicklung: So langsam zieht meine arme kleine Lyra in jedem Gefecht nicht nur jede Menge Feuer, sondern wird trotz Ausweichen vermehrt getroffen. Lange Zeit schon hätte ich das Talent "Verbesserter Rüstungsspezialist" nehmen können. Habe das aber immer verschoben und war auch längere Zeit gar nicht nötig. Der Fahrer kam eben dazwischen und musst dort erst einmal die relevanten Talente abgreifen und anschließend auch noch auf dessen Hingabe zuarbeiten. Mir fehlt jetzt nur noch ein Talent vom Fahrer. Aber noch mehrere vom Powertech. "Verbesserter Rüstungsspezialist" gibt einen aber einer Rüstung mit Absorption 2 eine zusätzliche Verteidigung. Und schwarze Würfel, mit dem man die Probe des Gegners versauen kann, kann man offensichtlich einfach nicht genug haben. In der Schleichrüstung sind das mit dem neuen Talent nun einer, in der Kampfrüstung zwei und in der Kav-Dann Powerarmor satte drei schwarze Würfel in Verteidigung. Damit kann man mehr Feuer aushalten, da so hier und da der Schaden sinkt oder ein kritischer verhindert wird. Das ist die letzte Maßnahme, die ich in dieser Season noch tätigen kann, um Schaden besser zu widerstehen. Wahrscheinlich sind es noch irgendwas zwischen vier und acht Sitzungen. Zu wenig, um noch eine neuen Baum anzufangen, der einem noch zusätzliche Absorption bringt.

In der letzten Zeit stelle ich fest, dass ich hinter die anderen Zurückfalle. Der Spieler von Edna hat seinen SC deutlich optimiert, während ich mich darauf konzentriert habe, die "Vanguard" besser steuern zu können und auch deren Überlebensfähigkeit zu steigern. Unser SL hat deutlich die Schwierigkeit angezogen und jedes Gefecht ist ein Tanz auf der Klinge. Eine Zeitlang war es eher zu leicht, jetzt beginnt es für meinen Geschmack eher zu hart zu werden. Der Fahrer war eben teuer und Hingabe ebenso teuer erkauft. Da fehlt es eben nun an anderen Stellen, besonders da der Rest der Gruppe sich ja deutlich auf andere Aspekte wie Kampf und Überlebensfähigkeit fokussieren konnte. Ich will hier nicht lamentieren und ich bereue es auch nicht, den Fahrer genommen zu haben, da der doch Lyras Spektrum verbreitert, so dass sie mehr Optionen hat. Auf der anderen Seite verliert sie so ihren Fokus, was in harten Kämpfen zum Nachteil wird. Aber das ist jammern auf hohem Niveau.

Durch fleißiges Schreiben und Überarbeiten habe ich nun stolze fünfundvierzig Seiten zu verteilen. Und damit kann ich nicht nur zum dritten mal das Talent "Schnelle Erholung" nehmen, was sich als äußerst praktisch heraus gestellt hat, sondern erreiche nun auch schon das äußerst wertvolle Talent "Hingabe" beim Entdecker.

Nun habe ich das Luxusproblem, wohin damit, dass es sinnvoll ist. Vom Min-Maxing ausgesehen, wäre es am sinnvollsten, entweder Stärke oder Gewandtheit zu steigern. Stärke erhöht den Schadensoutput im Nahkampf und gibt ein Punkt Absorption. Also genau das, was Lyra in letzter Zeit fehlt, da die beiden "Stärksten" inzwischen eine Absorption von zwölf haben. Damit hätte Lyra dann eine von elf. Auf der anderen Seite ist Stärke vier für eine Frau schon verdammt viel. Asajj Ventress hat diese Stärke auch. Mich würde interessieren, wie Cara Dune von den Werten her so wäre. Die Schauspielerin hat ja einiges an realer Muskelmasse und war ja eine Zeitlang eine professionelle MMA Kämpferin, die sieben Profikämpfe in Folge gewann, bis sie an den Cyborg geriet. Rein instinktiv würde ich eine vier für angemessen halten. Auch wenn es sehr verlockend ist, schrecke ich vor einem Wert von fünf in Stärke für Lyra zurück.

Gewandtheit hat Lyra schon fünf. Spielercharaktere dürfen zwar einen Wert von sechs haben, aber ich persönlich empfinde fünf einfach als das vor mir selbst vertretbare Maximum. Es ist sicherlich sehr verlockend, auf ihre primären Fertigkeiten sechs Würfel zu haben, aber ich persönlich finde es nicht in Ordnung, wenn ein SC besser ist als jede andere Kreatur in der Galaxis. So was muss einfach nicht sein, auch wenn es Regeltechnisch vollkommen in Ordnung ist.

Das nächste wäre Intelligenz und ich wollte das auch lange Zeit nehmen. Allerdings sind alle Fähigkeiten, die über Intelligenz laufen für Lyra nur zweitrangig wichtig. Sie hat zwar Ränge in Mechanik, Astronavigation und Computer. Aber keines davon sind für die Kampagne relevante Werte. Lange Zeit wollte ich ja unbedingt Intelligenz steigern. Zum einen, weil es eben nicht zur Effektivitätssteigerung beiträgt, weil die Bonuspunkte ja nicht die Kampfkraft steigern sollen, sondern nur die Überlebensfähigkeit von Lyra und dann die der "Vanguard".

Willenskraft wäre auch noch ein Wert, der bisher wie Intelligenz nicht gesteigert wurde. Willenskraft hat eben nur drei Fertigkeiten, die darüber laufen. Disziplin, Wachsamkeit und Einschüchtern. In allen drei hat Lyra Ränge. Disziplin war schon mehrmals wichtig, wenn nicht gar lebensrettend. Auf Wachsamkeit würfeln wir sehr selten, da wir in der Regel die Angreifer sind oder unmittelbar vorgewarnt sind. Einschüchtern war schon mehrmals ein Thema und der Powertech hat drei Talente, die sich um Einschüchtern drehen. Man könnte eine Steigerung in Erwägung ziehen, da ich Lyra teilweise recht stur auftreten lasse, was ihre Prinzipien anbelangt. Eine Steigerung würde also durchaus passen.

Charisma habe ich erst gesteigert und kommt durch Coolness bei jedem Kampf bei der Initiativeermittlung zum tragen. Verhandeln läuft ebenfalls darüber. Charme und Führungsqualität sind keine von Lyras Fertigkeiten. Drei passt zu ihr finde ich.

Und da wäre noch List, für den Kopfgeldjäger und Heimlichtuer wohl neben Gewandtheit das wichtigste Attribut. Da hat sie schon vier drin, also zweimal gesteigert. Darüber laufen fünf Fertigkeiten, Infiltration, Wahrnehmung, Straßenwissen, Überleben und Täuschung. Pro Sitzung werden meist mehrere dieser Fertigkeiten abgefragt. Shaka hat diesen Wert erst letztens auf vier gebracht, wenn ich es nicht besser wüsste, nur um mich zu ärgern. Eine List von vier ist hoch und man muss lange suchen, bis ein NSC mit List von fünf daher kommt. Ventress hat nur eine von vier, aber Boba Fett einen Wert von fünf. Wenn Lyra einen Wert von fünf hätte, dann wären vier von sechs Attribute mit denen von Boba Fett identisch. Und da es abzusehen ist, dass sie wohl weiter als Kopfgeldjägerin arbeiten wird, wenn sie diesen Wahnsinn in der Sperrzone überleben sollte, ist List sicherlich eine gute Wahl. Also List soll es sein!

Endless Vigil – Ein Sourcebook für Macht und Schicksal

Da ich mit den Berufsbüchern für Am Rande des Imperiums und Zeitalter der Rebellion nun komplett durch bin, stelle ich nun die restlichen Bücher von Macht und Schicksal vor. Ich musste ehrlich gesagt nachschlagen, was Vigil auf Deutsch heißt. Im Kontext mit dem Wächter passt wohl Wache am besten. Vigil ist ja ein Teil von Vigilant. Die üblichen hundert Seiten für dreißig Dollar Liste. Auf dem realen Markt ist das Buch massiven Schwankungen unterlegen. Ich habe auf Amazon Neupreis von 27 bis 55 Euro gesehen. Sentinels, sprich Wächter sind wahrscheinlich eine der attraktiveren Klassen vom System Macht und Schicksal.

Nach der üblichen Einführung geht es gleich mal los mit Kapitel I: Unseen Vigilantes. Nach der Erklärung über den Hintergrund kommen wir zu drei neuen oder doch nicht so neuen Rassen. Zur Auswahl stehen Gand, der schon im Grundbuch zu Am Rande des Imperiums steht, den Muun und den Pantoran. Das sind mal Rassen aus dem Kanon und sind, wenn man halbwegs mit dem Setting vertraut ist, einem gut bekannt.

Der Gand kann nicht so gut mit anderen Wesen, dafür ist er Stur. Zusätzlich kann er nur Ammoniak atmen und braucht eine Maske. Kein Wunder, dass er da Charismaabzug bekommt.

Der Muun ist reich und bekommt 1000 Credits zusätzliches Startguthaben, was er aber nicht bei der Charktererschaffung ausgeben darf. Muun sind die Jungs vom Bankenklan und der Meister von Palpatine war ein Muun. Sie sind klug und clever, dafür fehlt es ihnen an Willensstärke und mit anderen Leuten können sie auch nicht.

Wirklich interessant finde ich aus der Sicht eines Minmaxers den Pantoraner. Er kann gut mit anderen, ist aber nicht sehr fokussiert. Interessanterweise hat er aber um einen Punkt höhere Stressresistenz und 110 XP zum verteilen. Er bekommt einen Rang in Coolness und darin kann man nicht gut genug sein. Zusätzlich kann er noch gut mit Kälte umgehen. Nur praktisch, wenn man auf Hoth seinen Skiurlaub gebucht hat. Durch die 110 XP kann man vier dreier Werte generieren und hat den Rest auf zwei. Das können nur sehr wenige Rassen. Wenn man noch 10 XP durch Nachteile freischaufeln kann, bekommt man sogar fünf dreier und ein Einser Wert. So lange man kein Jedi ist, kann man mit Willenskraft eins durchaus leben, da nur drei Skills darüber laufen. Und man sieht dazu noch fast wie ein Mensch aus. Etwas schminke und man hat nur noch wenige Nachteile. Besonders das "Lekkudilemma" fällt weg. Damit ist das eine sehr attraktive Species, die dazu noch einen gewissen Coolnessfaktor hat.

Wie üblich gibt es auch hier drei Spezialisierungen. Der Ermittler, der Rennfahrer (was mir nicht wirklich passend für den Wächter erscheint) und der Wächter.

Der Ermittler kann gut ermitteln, bekommt viele Fähigkeiten, um Dinge und Sachverhalte zu finden. Wer eine Detektivkampagne spielt oder den Fokus auf Kopfgeldjagd legt, hat hier eine gute Ergänzung. Sonst kann er recht wenig. Hier dürfte wohl Meister Sinube aus Episode 14 der zweiten Staffel von The Clone Wars Pate gestanden haben. Ich liebe diesen Kerl einfach. Eine meiner Lieblingsfolgen.

Der Rennfahrer kann gut Rennen fahren, wie der Name es ja schon andeutet. Seine Talente sind auf dieses Thema fokussiert. Alle drei Talente zum schnelleren Fahren, kann gut abkürzen, also Distanzen verringern und hat die Fähigkeit, ein Verhängnissymbol bei einer Pilotenprobe zu Erfolgen in Höhe seiner Ränge in Coolness umzumünzen. Wie cool ist das denn? Wer meint, dass viele Podrennen vorkommen, ist hier richtig. Später im Buch werden noch einige Podracer und Zubehör dafür vorgestellt. Mitglieder eines Rennstalls zu spielen ist bestimmt für ein oder zwei Abende lustig.

Der Wächter hat eine gute Mischung aus unterstützenden und defensiven Talenten. Offensiv hat er nur den Schwertwurf. Trotzdem finde ich die Spezialisierung sehr gut gelungen. Durch seine Talente kann er Wachsamkeit bei allen Inititiveproben verwenden kann dazu noch zwei blaue Verstärkungswürfel heranziehen. Außerdem kann er nicht nur Blastertreffer reflektieren und am Ende auch zurück schicken, sondern auch Ausweichen. In Verbindung mit dem Shien-Experten kann man ein ziemlich cooles Konzept erstellen, dass die Kampfertigkeiten von Ahsoka Tano gut abbildet.

Wie üblich hat diese Klasse auch zwei Signaturfertigkeiten die das sind: Meine Stadt und Unvergleichliche Wachsamkeit. Mit "Meine Stadt" kann man für zwei anhaltende Erschöpfung Informationen über eine Person, Gruppe oder Organisation bekommen. Mit "Unvergleichliche Wachsamkeit" kann man die Initiative beeinflussen und Boni oder Mali verteilen.

Es gibt auch eine neue Machtkraft: Manipulation. Letztendlich kann man damit besser Dinge reparieren. Da gibt es wahrlich nützlicheres als das.

Kapitel II heißt "Tool of Judgment". Vier neue Blasterwaffen machen den Anfang. Wir haben da eine Blasterpistole mit Stärke 8 und Tödlich 2, die bei einem Verhängnissymbol in der Hand des Schützen durchaus explodieren kann. Das macht es schon beinahe zu einer Waffe nur für NSCs. Machen Schaden, werden aber nicht von SC benutzt werden. Es gibt zwei Vollautomatische Blastergewehre mit wenig Schaden, dafür aber mit teilweise recht coolen Sonderregeln. Eine der Waffen ist die, welche Senatswachen benutzt haben und ist von Grund auf Hochwertig. Dann noch ein Scharfschützengewehr.

Dann kommen zwei sehr exotische Waffen. Eines ist das Nadelgewehr aus Episode II, mit dem auf Padmé geschossen wurde. Dann noch eine Nadelpistole, welche persönliche Schutzfelder ignoriert. Drei neue "Lichtschwerter" gibt es anschließend, eines davon ist eine Lichtpeitsche. Ein anderes ist eine Art Wurfmesser, welches mit der Fertigkeit Lichtschwert benutzt wird.

Vier Rüstungen gibt es. Eines ist für Rennfahrer, eines für Raumpiloten, eines für Mechaniker und die letzte ist eine leichte Schleichrüstung. Nichts besonderes darunter.

Ebenfalls vier neue Droiden gibt es. Der erste ist der Pit Droide aus Episode I, welche die Podracer gewartet haben. Dann ein leichter und ein schwerer Sicherheitsdroide. Letzterer teilt gut aus, hält aber zu wenig aus. Am Ende gibt es noch ein Infiltrationsdroide.

Die Ausrüstungssektion kann sich durchaus sehen lassen. Zuerst gibt es zwei neue Drogen und ein Wahrheitsserum. Dann gibt es den feuchten Traum aller pubertierenden Jungs, ein Fernglas, dass durch Wände schauen kann. Das ist auf der einen Seite ziemlich cool, kann aber interessante Situation zu schnell entschärfen. Dann gibt es eine Wanze in der Form einer Wanze. Also ein Microdroide in zweifacher Hinsicht. Und als nächstes kommt gleich ein Gerät, dass Abhören ziemlich erschwert. Also der White Noise Generator aus den früheren Editionen von Shadowrun.

Dann kommt das "Security Equipment". Das erste ist so eine Art Handschocker, wie es mal als Scherzartikel in der realen Welt gab. Damit kann man mit einer Infiltratonsprobe gegen Widerstandskraft einem Ziel zwölf Stresspunkte reinwürgen. Das nächste Sicherheitsgerät ist ein "Magschlossknacker", der elektronische Schlösser öffnen kann.

Unter Tools gibt es zwei wirklich coole Sachen. Zum ersten ein Hoverboard wie aus Zurück aus der Zukunft und ein Smartphone mit Google Maps, anders kann man es beinahe nicht beschreiben. Auch der Repulsor Lift Assist ist Nett. Praktisch dieses Wurfhakenteil, was Ahsoka und Anakin in The Clone Wars öfters mal benutzen.

Weiter geht es mit zwei Zubehörteilen aus Rebels. Zum einen der Blasterpistolengriff von Esra und den gebogenen Lichtschwertgriffen von Ahsoka. Dazu gibt es noch ein Zubehörteil, was Parieren und Reflektieren unterstützt.

Dann kommt auch schon die Fahrzeugsektion und wir beginnen mit Podracern. Dieses Buch bietet wirklich alles, um einen Podracering Team spielen zu können. Sechs Chassis stehen zur Auswahl, die sich minimal in Geschwindigkeit und Handling unterscheiden. Je schneller, desto schwerer zu steuern. Acht Zubehörteile stehen zur Verfügung, um den Podracer noch zu tunen. Am Ende dieser Sektion finden sich noch Regelen, wie man sich noch seinen ganz eigenen Podracer zusammen schrauben kann.

Wir springen dann auch gleich zu dem Raumschiffen. Als erste begegnen wir einen Veteranen der Clone Wars Serie, dem Eta-Class Shuttle. Zwei weitere Schiffe folgen, ein Kurier und ein leichter Kreuzer.

"Strike from the Shadows" ist der Name von Kapitel III. Die nächsten zehn Seiten beschäftigen sich mit dem urbanen Leben, Verkehr und andere städtische Besonderheiten. Vier weitere Seiten beschäftigen sich mit Informanten und Connections. Wer Shadowrun mal gespielt hat, erinnert sich bestimmt an die "Beinarbeit" und die Pflege von Connections. Genau darum geht es hier auch. Vier Seiten beschäftigen sich anschließend mit Ermittlungen. Ebenfalls vier Seiten handeln vom Bau des eigenen Lichtschwertes und das Kapitel entstand lange Zeit vor der Eröffnung der Themenwelt Star Wars in den Disney Parks, wo man sich für nicht wenig Geld ein Lichtschwert zusammenbauen kann.

Die letzten Seiten wenden sich primär an den Spielleiter, was für lustige Dinge man mit Wächtern machen kann und wie man sie in die Gruppe integriert.

Fazit: Einige neue, verwendbare und durchaus coole neue Spielzeuge. Nützliche Rassen, brauchbare Spezialisierungen und Pod Racing! Das Buch gefällt mir, auch wenn das Artwork nicht die Qualität der anderen Bücher erreicht. Besonders das Bild mit Ezra ist sehr gewöhnungsbedürftig. Dieses Buch als Spielleiter zu haben ist kein Fehler, allein schon mal die Möglichkeit ein Pod Racing zu bringen ist die Investition wert. Jeder der einen Wächter spielt, kommt um das Buch nicht herum. Alle anderen bekommen nette Spielzeuge. Wer wollte nicht schon immer mit einem Hoverboard durch die Gegend flitzen?

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #374 am: 12. Januar 2021, 15:59:07 »
Episode XLV
Rettung für Mynaros
Aurek
"Nun gut", meint Edna und führt weiter aus: "Für die praktischen und ethischen Probleme hast du eine gute Antwort. Aber dir ist klar, dass sich Hapaner in der Anlage befinden? Wenn wir da rein gehen, erklären wir der quasi dem Hapes Konsortium den Krieg."

"Nur wenn man uns identifiziert", erkläre ich und teile durchaus Ednas Bedenken. Wenn wir gegen die Anlage vorgehen, ist das ein Schritt gegen die Interessen des Hapes Konsortium oder besser gesagt, gegen deren unumschränkten Herrscherin Ta´a Chume. Aber früher oder später werden wir das wirklich tun müssen, da es immer noch unser großes Ziel ist, dass Netzwerk von Darth Varak herunterzufahren und unbrauchbar zu machen. Dieser Rote Kristall korrumpiert, dass dürfte Fakt sein. Keiner, wirklich keiner darf Kontrolle über dieses verfluchte Netzwerk haben, wer auch immer das gerade im Namen der Königin auch steuern mag.

"Dann werden wir uns tarnen müssen", meint Shaka.

"Das sollte sich bewerkstelligen lassen", meine ich dazu, da dies nicht so das Problem sein dürfte. Wir einigen uns darauf, neben Köder auch weitere Holofelder zu kaufen. Damit wäre das geklärt.

Zurück in der "Vanguard" fliegen wir nach Quaria. Wir landen auf unserem Landefeld und beginnen nach dem örtlichen Schwarzmarkt zu suchen. Schon mehrmals haben wir hier eingekauft und kennen ein paar einschlägige Händler. Leider sind nicht mehr alle da. Aber wir bekommen Problemlos schon einen präparierten Köder.

"Seit vorsichtig damit, wenn ihr keine Erlaubnis der Erstgeborenen zur Jagd auf Varia habt. Die sehen es nicht gerne, wenn unregistrierte Jäger dort unten ihr Unwesen treiben." Das ist eine neue Information. Dafür lege ich noch ein paar Credits oben drauf. Holofelder bekommen wir bei einem anderen Händler, aber nur zwei Stück. Nun gut, muss Skav eben etwas umgebaut werden, um einen anderen Droiden darzustellen, sollte nicht so das Problem sein. Da wir keine richtigen Kampfgleiter mehr haben, kaufen wir uns noch zwei Aratech 74-Z zu horrenden Preisen. Aber wenigstens haben die noch den eingebauten Repetierblaster dabei. Nachdem wir das ganze Zeug verstaut haben, schlendert eine einzelne Hapanerin auf unsere "Vanguard" zu. Sie trägt einen reich verzierten Hosenanzug wie er bei weiblichen hapanischen Adligen gerne außerhalb zu etwas raueren Freizeitaktivitäten getragen wird. Genau so reich verziert ist ihr Vibroschwert an der Seite. Sie hat eine Schmisse an der Wange und zeigt, dass sie ihr Schwert nicht zur Zierde spazieren trägt. Auf dem ersten Blick hat sie eine gewisse Ähnlichkeit mit Valerie Virin, für die ich sie im ersten Moment auch halte. Aber das ist nicht der Fall, nur Haarfarbe, Größe und Frisur stimmen, das Gesicht ist doch beim näheren Betrachten ein etwas Anderes.

"Meine Chefin würde gerne mit euch Mädels von der "Vanguard" sprechen", meint sie keck, ohne sich vorzustellen.

"Und deine Chefin ist wer?", frage ich einfach mal nach, wobei ich mir das in etwas durchaus denken kann.

"Ruani Quen, eine der Anführerinnen der Erstgeborenen", erklärt sie uns so hochnäsig, wie das nur hapanische Frauen können.

"Nun gut, wenn ihre Majestät uns ruft, so folgen wir natürlich", meine ich etwas sarkastisch, da ich es nicht mag, von kleinen Kindern durch die Stadt geschleift zu werden. Aber letztendlich verlieren wir nur, wenn wir dem Ruf nicht folge leisten. Also laufen wir etwas treudoof der jungen Frau hinter her. Das gefällt keinem von uns, aber wir sind inzwischen alle erwachsen genug, uns der Realität zu fügen.

Wir werden zum "Weißen Turm" geleitet, der ehemals der "Rote Turm" war. Was war das für ein Akt gewesen, damals da hinein zu kommen. Auch das ist schon wieder eine gefühlte Ewigkeit her. Die Ebene, wo eines Zargos sein Büro hatte, ist komplett umgebaut. Hier ist nun eine Art Club untergebracht, dessen Sitzgruppen sich um einen Kampfkäfig gruppieren. Darin kämpfen zwei Frauen in reich bestickten Hosenanzügen gegeneinander. Eine davon ist Chefin Ruani Quen, eine der Anführerinnen der Erstgeborenen. Die andere Frau ist deutlich jünger. Für einen Moment sieht das zu einem fairen Kampf aus, aber dann wird mir klar, Quen spielt nur mit ihrer Gegnerin. Ungefähr zwanzig bis dreißig Zuschauer haben sich darum gruppiert. Fast ausschließlich Hapanerinnen.

Der Kampf "tobt" noch knapp zwei Minuten, wo Vibroschwerter in beeindruckender Geschwindigkeit gegeneinander klirren. Attacke und Parade wechseln sich in schneller Folge ab. Beide haben eine gute Beinarbeit und man merkt, dass sie von klein auf fechten gelernt haben. Aber das Gewehr ist nun mal mächtiger als das Schwert, solange es sich um kein Lichtschwert handelt. Schließlich verpasst Quen ihrer Herausforderin eine blutige Schmisse an der Wange und der Kampf ist zu Ende. Ohne wirklich angestrengt zu wirken kommt nun die Offizierin der Erstgeborenen auf uns zu.

"Ah, die Besatzung der "Vanguard". Willkommen in meinem beschiedenen Hauptquartier. Wir müssen ein paar Takte reden." Wir folgen ihr in das Büro, in das wir einst Zargos Zarbossa getroffen haben. Die Holzvertäfelung ist noch vorhanden, aber die rituellen Klingen sind komplett verschwunden. Aber an prominenter Stelle steht nun ein Glasschrank in dem sich Behälter aus Glas befinden. In acht Stück sind abgeschlagene Köpfe und der rechte Unterarm ausgestellt. Es gibt ja ein hohes Kopfgeld auf ihren rechten Unterarm. Diese armen Tröpfe hatten wohl das Bedürfnis sich das "Handgeld" zu verdienen und das ist ihnen offensichtlich nicht so gut bekommen.

"Ihr seid schwer zu erreichen", meint Ruani Quen mit einem durchaus anklagenden Unterton in der Stimme.

"Wir mussten ein paar kleinere Probleme lösen", wiegle ich scheinbar ab. "So wie ein Scoutschiff der Yuuzhan Vong vernichten, eine Droidenrebellion auf Kessel niederschlagen und eine imperiale Blockade im Anuat Sektor auflösen. Das hat uns etwas beschäftigt."

"Wie auch immer, es gibt da ein paar offene Punkte. Wir ihr sicher schon mitbekommen habt, ist die Sperrzone nun fest in Hapanischer Hand. Jedenfalls bis auf das Piratenest auf Sybal, dass müssen wir noch ausreuchern. Das Problem ist, dass dieser Pharos die Angewohnheit wie ein Flutschi immer wieder zu entkommen." Ich habe keine Ahnung was, zum Fierfek ein Flutschi ist, aber offenbar kann diese Kreatur gut entkommen. Wahrscheinlich ist der Name der Spezies auch Programm.

"Und?"

"Da ihr ja gute Kontakte zu Sybal habt, wäre es uns sehr gelegen, wenn ihr da mal etwas herum schnüffeln könntet. Pharos und der Crimson Dawn müssen verschwinden. Und da wäre noch die Nilvax Station. Fremdweltler sind hier nicht mehr länger willkommen. Aber wir von den Erstgeborenen wollen nicht so sein und werden euch mit 100 000 Credits entschädigen."

Nakagos wirre Gedanken

Am Anfang gab es noch eine längere Diskussion, die wir eigentlich fast ähnlich schon am Ende der letzten Sitzung und habe sie etwas abgekürzt. Das Angebot der Erstgeborenen sorgte für Heiterkeit am Tisch.

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