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Autor Thema: Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story  (Gelesen 19817 mal)

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Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #375 am: 14. Januar 2021, 21:28:35 »
Besh

"Das ist ein schlechter Witz! Wir haben da ein vielfaches an Credits herein gesteckt und der Rest der Station ist ja auch noch da. So lange ihr keine Null dran hängt, ist das nicht mal Wert um darüber zu reden!", mache ich Ruani Quen von den Erstgeborenen sofort über ihr äußerst unverschämtes Angebot klar.

"Nun gut, darüber werden wir später noch einmal reden. Vielleicht zeichnet sich die "Vanguard" bei der Schlacht um Sybal aus, dann werden wir weiter sehen."

"Aha! Und warum sollten wir jetzt noch um Sybal kämpfen wollen?", frage ich nach, da mir gerade der primäre Motivationsgrund abhanden gekommen ist, nämlich die Nilvax Station. Ich habe schon innerlich im Unterbewusstsein seit längerer Zeit realisiert, dass wir die Nilvax Station unter diesen ganzen widrigen Umständen nicht wirklich länger halten werden können. Trotzdem tut es weh, nun  so ein lächerliches Angebot gestellt zu bekommen. Sybal war für uns äußerst wichtig, weil von Sybal primär unser Erz für die Börse an Bord der Station kommt. Das war ja eine unserer vorrangigen Einnahmequellen. Aber ohne das Erz von Sybal kommt so gut wie nichts herein, da die Bergbauaktivitäten auf Anduras I auch fast vollkommen zum erliegen gekommen sind. Und da momentan kaum noch geschmuggelt werden kann, gibt es kaum einen Grund für einen Kapitän die Nilvax Station anzufliegen.

"Sind das nicht Eure Leute? Wenn wir die Macht ohne Eure Hilfe übernehmen, dann werden wir den Klanleuten die gleichen Konditionen wie Crimson Dawn offerieren. Und mit Hilfe meine ich mehr als nur eine E-9." Irgendwie scheint Ruani Quen der Auffassung zu sein, dass die Klanleute uns über Gebühr am Herzen liegen. Sie liegen mir am Herzen, aber ich werde nicht alles für sie aufs Spiel setzen. Damals die Klans zu vereinen und die Suul-Tanca Corporation zu vertreiben war damals militärisch strategisch notwendig gewesen, um Thorne hervor zu locken. Ich bin bereit für die Unterdrückten zu kämpfen, aber ich werde nicht in einen Krieg ziehen, nur das eine Fremdherrschaft gegen eine andere ausgetauscht wird.

Mir ist nicht ganz klar, warum die königliche Flotte da noch nichts unternommen hat. Das ist ihr Sperrgebiet und hier tummeln sich gleich zwei Piratenflotten. Einmal die von Crimson Dawn unter dem Kommando von Pharos und die der Erstgeborenen unter dem Kommando Ruani Quen. Die Flotte von Crimson Dawn ist uns über, aber für die königliche Flotte sollten zwei Marauder und ein paar kleinere Schiffe jetzt nicht die Herausforderung sein, wenn dessen Stützpunkt bekannt ist. Das ergibt so einfach keinen Sinn. Da muss noch mehr dahinter stecken. Hat Pharos es geschafft, die Flotte schon zu unterwandern? Da sollten wir bei Gelegenheit nachhaken.

"Nun gut, reden wir über Details, sobald wir uns auf Sybal etwas umgesehen haben", bleibe ich unbestimmt, da ich die Anführerin dieser Zelle der Erstgeborenen nicht schon jetzt als meine Feindin haben möchte.

"Eine schöne Sammlung habt ihr da", meint Edna und die beiden Hapaner liefern sich ein kurzes Blickduell.

"Wollt ihr meiner Sammlung beitreten?", fragt die Erstgeborene lauernd.

"Kein Interesse. Aber ich würde euch gern euren Unterarm abkaufen. Es gibt so coole Cyberware. So ein Arm mit Scanner wäre doch was praktisches", meint Edna fröhlich, als ob er auf dem Markt einer zögerlichen Kundin etwas andrehen möchte, was sie garantiert nicht braucht.

"Nun, den müsst Ihr Euch schon selbst holen. Aber wenn Ihr versagt, hole ich mir Euren Kopf und rechten Unterarm für meine Sammlung." Ihr Stimme ist gefährlich leise geworden.

"Meinen Kopf kann ich leider nicht so ohne weiteres mit Cyberware ersetzen. Also kein Interesse", wiegelt Edna ab, auf dessen Liste ja Ruani Quen ziemlich weit oben steht. Nachdem das geklärt ist, verabschieden wir uns, ohne das es zu einer Eskalation gekommen ist. Als wir endlich wieder in der Vanguard sind, gibt es erst mal ein großes Stelldichein in unserem neu gestalteten Aufenthaltsraum. Meine Schwester setzt sich neben mich, Tory flegelt sich ungeniert auf dem Boden und Lyn flankiert mich auf der anderen Seite. Der Rest verteilt sich auf dem bequemen Sofa. Ich fasse die letzten Ereignisse noch einmal zusammen.

"Ich habe wieder einmal das Gefühl, dass uns etwas essentiell Wichtiges entgeht. Die Flotte hat hier massiv aufgerüstet, aber trotzdem tummeln sich recht offen gleich zwei große Piratenbande, von denen eine einen festen Stützpunkt hat. Das passt alles nicht zusammen!" Selbst Scav blickt da nicht durch.

"Wir brauchen mehr Informationen. Konzentrieren wir uns zuerst auf Zargos Zarbossa Mission. Vielleicht weiß er mehr als er zugibt", schlägt Scav vor und so verbleiben wir unverbindlich.

"Ein Schritt nach dem anderen", meint meine Schwester und legt beruhigend ihren Arm um mich und drückt mich aufmunternd. Über diese schwesterliche Geste bin ich durchaus erfreut und kuschel mich an sie.

So brechen wir nun nach Varia auf. Um die Erstgeborenen zu täuschen, springen wir scheinbar in Richtung Sybal, gehen aber schon noch nach einer Minute aus dem Hyperraum heraus und drehen um. Mit drei kleinen Sprüngen bewegen wir uns hinter Varia und beginnen uns langsam anzunähern. Da wir nun wissen, dass die Erstgeborenen ein Auge auf diese Welt haben, scannen wir die Umgebung und finden tatsächlich einige Satelliten im Orbit. Unseren erste Landung blieb also nicht unbemerkt, diese sollte es aber werden. Da wir nun die Position der Satelliten kennen, können wir uns eine Lücke suchen und dringen so hoffentlich unentdeckt in die Atmosphäre ein. Wir haben noch eine Stunde vor Sonnenaufgang, als wir in unserem Zielgebiet ankommen. Nach Bordzeit ist es jetzt mitten in der Nacht und entsprechend müde bin ich, wobei ich schon ein kleines Nickerchen gehalten habe, als wir uns innerhalb des Blauen Nebels dem Landungsort genähert haben. Ein Soldat weiß, dass er jeden Moment zum schlafen ausnutzen muss.

Wir landen und booten aus. Da es gegen einen Drachen geht, haben wir unsere hochwertige Ausrüstung an, also die Kav-Dann Servorüstung. Da ich denke, dass ein Raketenwerfer als letzte Alternative nicht verkehrt ist, nehme ich mal einen mit. Man weiß ja nie. Edna steuert das andere Speederbike und hat Scav als Passagier. Ich muss mal wieder mit Shaka vorlieb nehmen. Lyn, Eloy und Tory bleiben auf der "Vanguard" zurück, als wir mit dem Köder vorne auf den Stabilisierern der Speederbikes losfliegen. Da wir recht Nahe an der Höhle unsere E-9 geparkt haben, geht es ohne Probleme unseren Aratech 74-Z zu der Höhle. Es ist ungefähr eine halbe Stunde vor der Zeit, in der Zargos in die Höhle eindringen will, um das heilige Artefakt oder was auch immer das Ding auch sein aus dem Hort des Drachen zu stehlen. Ich komme mir vor wie in einem Fantasy Holoactiondrama. Das ist ja so was von cool!

Wir lassen den Köder in der Nähe der Höhle fallen und warten. Es vergehen etwa zehn Minuten, da kommt eine Kreatur heraus, die wie einer der Laufdrachen der Hapaner aussieht. Nur in recht klein. Das kann nicht wirklich die Kreatur sein, die wir für Zargos aus der Höhle locken sollen. Nach und kommen mehrere dieser Drachen heraus, manche sind kleiner, manche deutlich größer. Scav äußert die Vermutung, dass wir hier mehrere Würfe verschiedensten Alters vor uns haben. Und dann bebt die Erde, als das Muttertier heraus tritt. Ja, dass muss die eigentliche Drachenkreatur sein, denn sie sieht auch aus wie ein Drache. Fierfek!

Nakagos wirre Gedanken

Damit beginnt nun die erste Actionsequenz des Tages. Hätte auch so in einem D&D Abenteuer ablaufen können. :D

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #376 am: 17. Januar 2021, 16:34:39 »
Cresh

Allerdings kann das grün geschuppte Ding nicht mehr fliegen, da seine Flügel zerrissen sind. Es gibt ja Spezies, die hören nie auf zu wachsen und ich denke, dieses Kreatur fällt in diese Kategorie. Ich schätze mal, die kann ohne sich strecken zu müssen, über die "Vanguard" drüber schauen. Die muss sich aus der Höhle winden, da sie darin nicht wirklich stehen kann. Die schaut zu, während nun ihre Jungen den Köder verspeisen.

"So war das nicht gedacht. Fierfek!", meine ich dazu etwas zerknirscht.

"Irgendwie haben wir bei so was nie Glück", erwidert Edna, auf den Baby Rancor anspielend, wo unser Plan so auch nicht wie gedacht geklappt hat, wenn wir am Ende aber doch noch ans Ziel kamen.

Die zwei kleinsten Drachen beginnen nun zu taumeln. Das Betäubungsmittel beginnt zu wirken. Mama Drache sieht das und treibt nun ihre Brut vom Köder weg. Dieses Wesen kann recht gut Ursache und Wirkung in Zusammenhang bringen. Dumm ist diese Kreatur jedenfalls nicht. Die beiden Jungtiere fallen nun um und bleiben Regungslos liegen. Die Mama stupst ihre Kinder mit der Nase an und die beginnen zu zucken, leben also noch. Der Drache schnappt sich eines der Tiere und schleift es in seinen Bau zurück. Ihre anderen Kinder folgen ihr.

"Nehmen wir uns doch einfach das Jungtier und schleppen es weiter weg", schlägt Scav das vor, was mir auch gerade im Kopf vorgeht.

"Und los!", meine ich dazu nur und gebe Schub. Wir flitzen mit unseren Speederbikes nach unten. Scav und Shaka schnappen sich nun das betäubte Jungtier und wir gewinnen schnell an Höhe, dass es nicht über den Boden schleift. Leider kommt jetzt schon die Mama zurück und brüllt wütend auf. Mit einem gewaltigen Satz springt es in unsere Richtung und beschleunigt aus dem Stand heraus so auf eine unglaubliche Geschwindigkeit. Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass ein Wesen dieser Größe eine so wahnsinnige Beschleunigung erreicht. Der perfekte Laufdrache, was für uns aber gar nicht gut ist.

"Schub auf Maximum in drei!", spreche ich mich über Com mit Edna ab.

"Verstanden!"

"Eins, zwei, drei!" Gemeinsam beschleunigen wir nun und fliegen nun über hundert Stundenkilometer. Aber der Drache wird immer noch schneller und schließt zu uns auf. Wir haben die Möglichkeit von hier aus in ein Tal mit einem Fluss zu fliegen oder einen Pass hoch in ein Gebirge. Das Gelände hier ist sehr zerklüftet und war wohl früher mal Weideland, da die Steigungen für eine geregelte Landwirtschaft zu steil sind. Inzwischen ist natürlich alles verwildert, wie auch die einstigen Besitzer. Bergab gewinnt die Kreatur noch mehr Geschwindigkeit und kommt schnell näher. Schneller können wir mit dem zusätzlichen Gewicht nicht fliegen. Müssen wir auch nicht, die Kreatur ist weit genug vom Bau weg, damit Zargos nun Problemlos den "Schatz" stehlen kann. Ich hoffe, dass er schon in Position war und alleine mit der zurückgebliebenen Brut fertig wird.

"Loslassen auf drei", meine ich und wir führen das Manöver über einer sumpfigen Stelle am Talgrund aus. Ich hoffe, das Jungtier überlebt diese rüde Behandlung. Schließlich wollen wir Mama Drache einen Grund geben, stehen zu bleiben und uns nicht weiter mit noch mehr Wut zu verfolgen. Aber Mama Drache denkt gar nicht daran, sich um ihr Kleines zu kümmern, sondern stürmt an ihm vorbei und ist wohl wie Shaka über Gebühr rachsüchtig.

"Hoch ins Gebirge!", meine ich nun und lege den Speeder in eine weite Linkskurve. Ich hoffe, dass wir im zerklüfteten Gelände eine größere Chance haben, das Ding loszuwerden. Ich beschleunige nun auf die maximal Geschwindigkeit und Felsen ziehen wie Schemen an mir vorbei. Der Repulsorliftantrieb heult in einer ungesunden Höhe und die Leistungsskala bekommt rote Ziffern. Das ist nicht gut. Ich hoffe mal, dass Gerät ist gut gewartet worden, was man bei dem Preis durchaus erwarten könnte. Wenn nicht, werden schon bald der Repulsorliftantrieb seine erstten Aussetzer haben.

Wir sausen nun im Slalom durch eine Felsformation mit recht wenig Vegetation. Der rachsüchtige Drache jagt uns immer noch. Dem scheint so schnell nicht die Puste auszugehen. Und er hält nicht nur mit, sondern schließt wieder auf, besonders auf Edna, der nicht mit meinen Fahrkünsten mithalten kann.

"Über die Schlucht!", rufe ich, als da eine Chance sehen, die wütende Mama endlich los zu werden. Der andere Rand ist deutlich niedriger, so dass wir da rüber kommen müssten. Ich hole alles aus dem Speederbike von Aratech heraus und sause mit Höchstgeschwindigkeit über den Abbruch. Der Repulsorliftantrieb heult protestierend auf und wir beginnen Augenblicklich abzusacken, da dieser Antrieb nur fünfundzwanzig Meter hoch fliegen kann. Schnell kommt die andere Seite näher. Aber wir kommen gut auf der anderen Seite an. Edna hat da größere Probleme, da er meine Geschwindigkeit nicht erreichen konnte und die Schwerkraft beginnt schon viel zu Früh unnachgiebig an den Bike zu zerren. Schnell verliert er an Höhe, da ja auch Scav verdammt schwer ist. Gerade so kommt er auf der anderen Seite hoch und schleift für einen Moment über den Boden, bevor der kreischende Repulsorliftantrieb wieder greift und das Bike in die Luft erhebt. Der Drache versucht es uns nach zu machen. Mit einem gewaltigen Satz springt er über die Schlucht. Kommt auf der anderen Seite gerade so auf und rutscht dann aber an der Kante ab. Es sieht schon beinahe komisch aus, wie Mama Drache gegen ihren Willen tiefer in die Schlucht rutscht. Sie brüllt wütend auf und löst durch den Lärm einen regelrechten Steinschlag aus. Wir müssen die gute Frau Mama wirklich sauer gemacht haben.

Wir machen, dass wir weiter kommen und gewinnen so den notwendigen Abstand, dass diese Kreatur unsere Spur verliert, da nach ihrem Gebrüll zu urteilen der Sturz sie nur noch wütender gemacht zu haben scheint. Mit einer vergnüglichen Fahrt in Höchstgeschwindigkeit durch Felsenlabyrinth erreichen wir schließlich wieder die "Vanguard".

"Das hat jetzt doch Spaß gemacht", verkünde ich gut gelaunt und breit grinsend unter dem Helm.

"Man muss wohl Corellianer sein, um das als Spaß zu sehen", meint Shaka etwas säuerlich.

"Kann gut sein", meine ich nur vergnügt, finde aber leider keinen Vorwand für eine weitere kleine Ausfahrt ins Gebirge.

Nakagos wirre Gedanken

Das hat Lyra wirklich Spaß gemacht. Da hat sich der Talentbaum des Fahrers mal wirklich ausgezahlt.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #377 am: 19. Januar 2021, 14:37:24 »
Dorn

Es dauert nicht lange, da funkt uns Zargos Zarbossa über Com an. Seine Aufgabe hat er erfolgreich gelöst und die nun vereinigten Stämme werden nun unmittelbar angreifen. Wir treffen ihn kurz und besprechen Anhand unseres von dem letzten Eindringen in die Tempelanlage vorhandenen Kartenmaterials die Details. Seine Truppen werden von oben her angreifen, also können wir durch die Kanalisation vorrücken. Ich hoffe nur, dass die ihre Schwachstelle nicht schon längst ausgemerzt haben. An deren Stelle hätte ich das getan.

Wir nehmen noch eine Mütze voll Schlaf, dann kann es losgehen. In Schleichfahrt nähern wir uns mit unserer "Vanguard" im Schutze des Blauen Nebels an den Rand des Ionenfeldes an. Das war ja damals das große Thema gewesen, dass Schiffe dort anfangen abzustürzen. Lyn setzt uns an alter Stelle ab und sucht sich dann ein gutes Versteck, da es durchaus sein kann, dass von oben Hilfe kommen wird. Nun wird es Ernst. Dies ist nun der Augenblick wo wir noch zurück können. Wir tarnen uns zwar, aber es kann durchaus sein, dass dies auf uns zurück fallen wird. Wir greifen damit nun eine hapanische Anlage an und erklären damit der Königinmutter den Krieg. Und wir haben ja alle gesehen, mit welcher unglaublichen Grausamkeit die Hapaner ihre Gefangenen hinrichten. Es gibt Dinge, für die lohnt es sich zu kämpfen und dabei auch den Tod zu riskieren. Und dieses verdammte Netzwerk endlich zu zerstören ist dieser Preis wahrscheinlich durchaus wert. Bei manchen Dingen ist es nicht die Frage wer es hat, sondern es muss einfach vernichtet werden, bevor noch mehr Unheil daraus erwächst. Sogar Edna sieht das so. Und so überschreiten wir den Punkt ohne Wiederkehr.

In Reihe rücken wir nun versetzt vor. Dieses mal haben wir keine Probleme mit Eingeborenen oder ihren Bestien. Zargos hat uns eine halbwegs sichere Annäherungsroute verraten und damit kommen wir ohne Probleme zum Einstieg in die Kanalisation. Dank unserer Kav-Dann Rüstungen haben wir auch kein Problem mit dem Atmen. Wobei hier sowieso schon lange kein Abwasser mehr abtransportiert wird.

Wir warten etwas, bis der oberirdische Angriff auf breiter Front vorangetragen wird. In weit gestreuten Wellen unterstützt von gezähmten Bestien wird der Angriff vorangetragen. Einige der fliegenden Bestien werfen sogar Bomben auf die verbunkerten Geschützstellungen der Außenverteidigung des Tempelkomplexes ab. Wahrscheinlich hat ein gewisser einschlägig bekannter Waffenhändler diese Zargos geliefert. Auf alle Fälle ist das keine einseitige Sache, da auch die primitiven Varianer durchaus moderne Blasterwaffen in ihren Reihen führen. Aber wir sind nicht hier, um dem Schlachtspektakel zuzusehen, sondern rücken nun vor. Während hier und da die Umgebung bebt, bleiben wir vollständig unbehelligt vom Krieg über uns.

Meine Befürchtung, die Tempeldiener hätten was gegen unser letztes Schlupfloch getan bewahrheitet sich nicht. Das ist äußerst nachlässig. Zargos hat uns einen äußerst rudimentären Plan der Anlage gegeben. Schließlich war er vor sehr langer Zeit mal selbst ein Priester dieses Glaubens und war vor der blauen Seuche schon mal hier, auch wenn er die Nanovirenproduktionsstätte selbst nie zu Gesicht bekommen hat. Aber er weiß, welche Zonen absolut verboten waren und welche davon wohl die Anlage beherbergen dürfte. Man merkt, wie unglaublich alt hier alles ist. Immerhin wurde dieser Tempel vor mehr als drei Jahrtausenden errichtet. Der Permabeton ist großporig geworden und bei jedem Einschlag rieselt es Staub von der Decke. Würde mich nicht wundern, wenn hier bald einiges einstürzt. Bis dahin sollten wir aber unsere Mission erledigt haben. Also ein Gegenmittel für die Infizierten auf der Mynaros Station herstellen, den roten Kristall bergen und die Anlage dann zerstören.

Ohne auf Feindkontakt zu treffen, erreichen wir die Sperrzone. Es gibt hier einiges an Überwachungselektronik, aber keine Wachen. Sieht so aus, als hätte man alle verfügbaren Kräfte mobilisiert, um den Angriff der Eingeborenen abzuwehren. Aber der Gegner dürfte jetzt wissen, dass wir uns in der Anlage befinden. Scav öffnet mehrere Schotts und legt sich auch einen Zugang ins interne Computersystem, dass trotz seines Alters immer noch funktioniert. Wahrscheinlich wurden gewisse Komponenten regelmäßig erneuert. Da wir nun wissen, wo wir hin müssen, finden wir die Anlage auf dem kürzesten Weg ohne auf gegnerische Einheiten zu stoßen. Schließlich stoßen wir auf ein massives Schott.

"Nach den Plänen befindet sich dahinter die Kontrolleinheit der Nanovirenproduktionsanlage", meint Scav.

"Wenn wir durch dieses Schott gehen, wird es kein zurück mehr geben", erkläre ich den anderen. Dies ist der wirklich letzte Punkt, wo wir noch zurück können. Danach wird es nur noch in eine Richtung gehen können.

"Tun wir es! Das Vermächtnis von Darth Varak darf nicht länger mein Volk bedrohen!", verkündet Edna mit fester Stimme.

"Ich wollte schon immer wissen, was es mit diesen Nanoviren auf sich hat", bestätigt Scav seinen Willen, die Sache durchzuziehen.

"Die werden nie erfahren, wer dafür verantwortlich ist", macht sie Shaka selber Mut. Ich bin da nicht so optimistisch. Wir sind zwar getarnt, aber die Anzahl der Leute, die so etwas durchziehen können, ist in der Sperrzone eine sehr kleine Liste. Und ich denke, wir stehen dann ganz weit oben bei den üblichen Verdächtigen. Ganz abgesehen davon, dass wir wahrscheinlich bei unserem ersten Ausflug zu Zargos Zarbossa von den Satelliten der Erstgeborenen geortet wurden. Aber ich denke, es wäre äußert kontraproduktiv der blauen Twi´lek das zu erklären. Und sobald die Sache nicht mehr so laufen wird, wie Shaka sich das erträumt hat, sind eh wieder alle daran Schuld, nur sie nicht.

"Worauf warten wir dann noch? Los! Los! Los!", meine ich zu Scav, der nun das Schott öffnet, das geräuschvoll nach oben saust.

Hinter dem Schott aus geschichteten Verbundwerkstoff liegt ein großer Raum mit Konsolen, deren Konfiguration jeder Beschreibung spotten. Diese Baureihen gibt es wohl seit Jahrtausenden nicht mehr zu kaufen. Schätze mal, wir haben hier tatsächlich den Steuerraum der Nanovirenproduktionsanlage gefunden. Hinter einer dicken Scheibe aus Transpariglas können wir eine dreißig Schritt hohe Säule aus einem mir unbekannten Verbundwerkstoff stehen, die einen Kantenlänge von vielleicht drei Schritt hat. An der Außenfläche läuft rotglühendes Metall in zähen Bahnen herunter. Irgendwie habe ich mir unter der Nanovirenproduktionsanlage etwas anderes vorgestellt als das.

Mehrere leichte Sicherheitsdroiden verrichten hier im Kontrollraum ihren Dienst, ebenso ein in ein Schutzfeld gehüllter Varianer und drei Hapanische Techniker. Wir selbst haben uns als Piratenbande der Crimson Dawn getarnt und Scav hat sich weitere Bauteile angetackert und sich etwas umgefärbt. Ich hoffe mal, dass wird reichen, unsere Spuren zu verwischen.

Nakagos wirre Gedanken

So sind wir nun endlich zur Nanovirenproduktionsanlage vorgestoßen. Etwas, was wir ja schon seit sehr langer Zeit versuchen und was nun endlich geklappt hat.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #378 am: 21. Januar 2021, 17:55:01 »
Esk

Shaka spricht ein paar motivierende Worte und erledigt zwei der Sicherheitsdroiden vom Rand des Schottes aus. Ich nehme mir ihre Worte zu Herzen und gehe als erster in den Raum, wo ich zwei weitere weiß lackierte Sicherheitsdroiden umschieße. Aber kaum bin ich exponiert, öffnet sich ein Schott links von mir und zwei verbesserte Nachbauten der KX Baureihe ebenfalls in weiß gehalten mit schwarzen Photorezeptoren rücken vor. Statt Hände haben sie bösartig aussehende Vibroschwerter und damit versuchen sie auf mich einzuhacken. Gerade so kann ich noch das schlimmste verhindern, werde aber trotzdem getroffen. Scav eilt mir zur Hilfe und beschäftigt einen der weißen KX. Edna feuert ebenfalls in den Raum, trifft aber niemanden.

Während Edna und Shaka weiter den Feuerkampf bestreiten, kämpfen Scav und ich gegen die hochgezüchteten und schwerst gepanzerten KX Sicherheitsdroiden. Es lässt tief blicken, dass das Hapes Konsortium diese Einheiten in ihren Reihen übernommen hat. Während ich mein DLT-19D am Riemen fange und schultere, ziehe ich blitzschnell meinen Cherkahänder.

In dem Moment geht eine Alarmsirene los, als einer der Techniker ein Panel hochgewuchtet und einen darunter liegenden Schalter umgelegt hat. Das hört sich nicht gut an, besonders da die Säule nun beginnt sich zu verfärben. Schätze mal, dass dies eine Selbstvernichtungssequenz war. Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass der Hapaner sich danach den Lauf einer Blasterpistole in den Mund steckt und sich damit erschießt. Das deute ich mal als äußerst schlechtes Zeichen. Aber ich kann mich darum nicht kümmern, sondern muss die KX Droiden beschäftigt halten. Mit "Scharfrichter" schlage ich nun auf die weiße Kampfeinheit vor mir ein. Funkensprühend durchschlage ich dessen massive Panzerung, komme aber nicht an die letalen Stellen heran.

Scav schlägt derweil seinen Kontrahenten mit seinem massiven Hammer nieder und eilt zu der Konsole, um den Schalter wieder umzulegen. Aber die Sirene heult weiter, während die Säule eine immer unangenehmere Farbe annimmt. Aber darum kann ich mich nicht momentan kümmern. In einem eins gegen eins Gefecht bekomme ich meinen Gegner gut unter Kontrolle, besonders da ich mit dem Zweihänder auch die größere Reichweite habe. Derweil schießen Shaka und Edna den anderen KX in Stücke, so dass ich nicht in die Zange genommen werde. Ich blocke den nächsten Hieb, hole kurz aus und strecke den Kampfdroiden nieder. Geht doch! Wenn sicherlich auch mühsam.

Der Raum ist nun unter unserer Kontrolle, aber nicht die Anlage. Das Transpariglas hat inzwischen Sprünge bekommen und ich eile zu der Leiche des Varianers, da der ein Schutzfeld hat. Aber Scav hat nun die Lage unter Kontrolle, die Sirene verstummt und die Säule beginnt wieder die vorherige Farbe anzunehmen.

"Ich bin im System drin", mein Scav.

"Versuche das Gegenmittel zu erschaffen", schlage ich vor.

"Ich durchsuche noch die Daten", erwidert der Droide ruhig.

"Leg einen Zahn zu, ich bin sicher, die da oben wissen jetzt, dass wir hier unten sind." In dem Moment habe ich auch schon einen positiven Bewegungskontakt.

"Sieben Impulse nähern sich!", gebe ich meine Beobachtung weiter und im nächsten Moment betreten auch schon einer der uns bekannten Hohepriester den Raum. Begleitet wird er von sechs schwer bewaffneten und gerüsteten Varianer. Die Rüstungen und Waffen sind reich verziert, schätze mal, dass ist so etwas wie seine offizielle Leibwache. Er selbst trägt auch eine Rüstung unter prächtigen Gewändern. So stellt man sich ein Oberhaupt einer mächtigen Kirche vor. Dieser Mann und seine zwei Brüder haben letztendlich ihr Volk zu dem gemacht, was es nun ist. Exilanten auf dem eigenen Mond und Heimatlos. Nur um ein paar abtrünnige Ketzer zu bestrafen, welche die Wahrheit hinter diesem Kult von Darth Varak erkannten.

"Haltet ein, ihr Narren!", donnert er mit einer Stimme, in der eine sehr starke Autorität liegt. Dieses Wesen ist gewohnt zu befehlen und erwartet deswegen auch einen gewissen Gehorsam. Und tatsächlich verharren wir erst einmal.

"Wir haben uns schon einmal geeinigt. Geht einfach und ich vergesse diesen Vorfall", fährt er fort. Offensichtlich scheint er uns durch unsere Tarnung zu erkennen. Das ist nicht gut. Auf der einen Seite würde ich ihm ja gerne glauben, dass er den Vorfall vergessen würde, wenn wir gehen. Aber etwas in mir wehrt sich dagegen.

"Gebt uns das Gegenmittel für die Infizierten auf der Mynaros Station und wir werden es eventuell in Erwägung ziehen", bluffe ich, da wir so recht einfach an das Gegenmittel kommen könnten, ohne uns hier zu verzetteln.

"Das muss ich leider ablehnen. Und nun geht!" Er macht dabei eine seltsame Geste mit der Hand. Mir stellen sich die Nackenhaare hoch.

"Ja, warum eigentlich nicht", meint Edna und senkt die Waffe.

"Eigentlich ist das voll in Ordnung, einfach zu gehen", meint auch Shaka.

"Was zum Fierfek macht ihr da?", frage ich die Beiden im scharfem Tonfall, als sie tatsächlich anstalten machen den Rückzug anzutreten Und in dem Moment wird mir klar, was hier eigentlich vorgeht. Der Hohepriester hat Machtfähigkeiten und versucht uns gerade zu manipulieren. Wahrscheinlich hat er das auch schon beim letzten mal gemacht. Da sind wir auch so einfach abgezogen. Meine Kameraden verharren und für einen Moment blicken sie sich verwirrt um.

"Nun gut, dann eben auf die harte Tour!" Im nächsten Moment fühle ich, dass eine unsichtbare Kraftwelle mich erfasst und ich wie ein umgeworfener Kegel durch den halben Raum geschleudert werde. Scav, Edna und Shaka knallen mit voller Wucht gegen die Wand. Etwas splittert, als Scav aufprallt und ein Teil seiner Tarnung platzt ab. Das spielt aber jetzt sowieso keine Rolle mehr. Ich dagegen komme mit beiden Füßen zuerst auf der senkrechten Wand, federe so den Aufprall ab und stoße mich im nächsten Moment ab, um mit einer Körperdrehung mit beiden Beinen wieder normal waagerecht auf dem Boden zu stehen.

"Tötet sie alle!", brüllt der Hohepriester an seine Leibwache und im nächsten Moment stehe ich Blasterhagel. Sofort hechte ich zur Seite und ein Großteil der Geschosse verfehlt mich, aber nicht alle. Nachdem ich mich abgerollt habe, gehe ich in Stellung und nehme den Feuerkampf auf. Meine Salve hämmert in ein unsichtbares Schutzfeld, welches den Hohepriester zu umgeben scheint. Ich verletze ihn zwar nicht, aber damit das Kraftfeld nicht vollständig zusammen bricht, lässt er meine Kameraden los, die mehr oder weniger elegant auf den harten Tatsachen des Bodens landen, als sie nicht mehr durch die Machtkraft an der Wand festgenagelt sind.

Nakagos wirre Gedanken

Jetzt wird klar, wer wohl das Netzwerk des Darth Varak steuert. Da es ja immer drei Hohepriester gibt und die wohl Machtsensitiv sind, werden in den anderen beiden wohl seine Brüder hocken. Damit ist ein weiteres Rätsel gelöst. Und wieder mal hat sich der hohe Disziplinwert von Lyra gelohnt, waren letztendlich doch gut angelegte Punkte.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #379 am: 24. Januar 2021, 16:34:29 »
Forn

Sofort rappelt sich Edna auf und stürmt in den Nahkampf mit dem Hohepriester, dessen Schutzfeld aber die Attacke des Hapaners abwehrt. Shaka motiviert uns eine weiteres mal unser bestes zu geben und Scav richtet sich auf. Da Edna nun im Weg steht, rücke ich vor und töte zwei der Soldaten, die auch Shaka unter Feuer nimmt. Deren Reihen lichten sich sichtlich.

Der varianische Kleriker taumelt durch die nachsetzenden Angriff von Edna zurück und ein weiteres mal werden wir alle wieder gegen die Wand geschleudert. Es knackt hörbar und Shaka verliert das Bewusstsein. Wieder gelingt es mir, geschickt aufzukommen und mit beiden Beinen auf dem Boden zu landen. Wäre Shaka nicht jetzt bewusstlos geworden, hätte ich das ganze für eine Zeitschleife gehalten. Der nächste Unterschied ist, dieses mal zerbricht das Schild unter meinen Schüssen und der Hohepriester des Tempels ist sichtlich verwundet. Skav schnappt sich die letzten Soldaten, während Edna das Leiden des Priester beendet. Dieser Kampf war jetzt deutlich härter als von mir erwartet gewesen.

Skav und Edna kümmern sich um die schwer verwundete Shaka, während ich den Raum sichere. Da hatten wir noch einmal Glück im Unglück. Wir leben noch, aber da der Hohepriester uns so einfach durchschaut hat, gibt mir zu denken. Hat er die Information vorher noch weiter gegeben? Werden seine Brüder eine Machtvision davon bekommen, was geschehen ist? Damit konnte keiner rechnen. Ich denke, Zargos hat nur zu genau gewusst, was der Hohepriester ist und Zargos ist ja auch Machtsensitiv. Eine kleine Warnung am Rande wäre nicht verkehrt gewesen, aber nun ist das Bantha schon in den Treibsand geraten und nun gibt es nichts mehr, was etwas daran ändern könnte. Ich fühle mich nicht gut bei dem Gedanken, aber Friktion war zu erwarten gewesen. Es ist nur bitter, dass dies gleich beim ersten Schritt auf unserem Weg, dass Netzwerk des Darth Varak abzustellen, passiert ist.

Nachdem Shaka wieder auf den Beinen ist, lasse ich meine Wunden versorgen, von denen ich einige abbekommen habe. Die Soldaten waren ziemlich gute Schützen gewesen. Edna dagegen ist komplett unverletzt. Zäher Bursche, dieser Hapaner.

Nun wird es Zeit, am Heilmittel für die Infizierten auf der Mynaros Station zu arbeiten. Über uns scheint es heiß zuzugehen. Die Königliche Flotte ist im Orbit erschienen und feuert nun in das Schlachtgetümmel. Sie würden das nicht tun, wenn die Eingeborenen nicht am gewinnen wären. Momentan sind wir noch sicher, aber unser Zeitfenster ist gering. Scav sichtet Dateien, fuchst sich in die Steuerung und meldet sichtlich geknickt schließlich: "Mit meinem Wissen komme ich zu keinem befriedigenden Ergebnis."

"Dann ziehen wir Dr. Lykas zur Rate." Mein Vorschlag hat eine kurze Diskussion mit Shaka zur Folge, die tatsächlich in ihrer grenzenlosen Naivität denkt, wir wären noch nicht aufgeflogen. Schlimmer macht ein Gespräch es auch nicht mehr. Es gibt hier eine betriebsbereite Hyperraumfunkanlage und wir nehmen Kontakt mit der Mynaros Station auf. Dr. Lykas ist immer noch dort und wir übermitteln ihm die Daten. Der Wissenschaftler und sein Stab haben ein ziemlich fortschrittliches System inzwischen vor Ort und können nun anhand der Blaupause des Nanovirus ein Gegenmittel erstellen. Das ganze dauert nur eine Dreiviertelstunde. Über uns flachen die Kämpfe inzwischen ab und die Zeit läuft uns davon. Bald werden Bodentruppen landen und dann müssen wir weg sein oder es wird verdammt hässlich für uns und diejenigen werden, die uns holen kommen.

Aber nun beginnt die Säule wieder zu pulsieren, wenn auch in satteren Farben und in einem langsamen Rhythmus. Nach weiteren zehn Minuten haben wir einen Zylinder mit dem Gegenmittel zur Hand. Ich wünschte, wir könnten die Viren von hier aus abstellen, wie eigentlich geplant, geht aber nicht. Aber wir fahren das System herunter und Skav überlädt einige wichtige Elemente, so das die Säule nun stumpf wird. Ich hoffe, dass diese Maßnahmen reichen, um die Produktionsstätte für alle Zeit still zu legen. Als nächstes lassen wir den Steuerungskristall auswerfen und bekommen den in einem weiteren Behälter geliefert. Wenigstens das hat geklappt. Ich hoffe mit dem Kristall können wir vielleicht von außen ins Netzwerk hinein und einen Weg finden, es abzustellen, ohne dass uns alles um die Ohren fliegt.

Da wir nun haben was wir wollen, rücken wir ab. Vom Hohepriester nehmen wir noch seinen persönlichen Comlink mit, auf dem zwei Nummern gespeichert sind, wahrscheinlich seine Brüder. Jetzt heißt es so schnell wie möglich zu verschwinden, da Lyn uns nun durchgibt, dass sich eine große Anzahl von Landungsschiffen aus dem Orbit dem Tempelkomplex nähern. Im Laufschritt eilen wir zurück und werden nicht aufgehalten.

Ohne Feindkontakt erreichen wir die Kanalisation und sind nun unter der Stadt. Die Kämpfe sind nun abgeflacht. Die Eingeborenen haben auf breiter Front den Rückzug angetreten und zerstreuen sich. Die Mission ist erfüllt, die Brutstätte des Nanovirus ist zerstört. Wir kommen an die Oberfläche und ich hoffe, dass der allgegenwärtige Blaue Nebel und vor Entdeckung schützt. So schnell wir können setzen wir uns ab. Schließlich erreichen wir die "Vanguard" und vereinbaren mit Zargos eintreffen. Wir müssen mehrere Stunden warten, bis der große Häuptling sich um uns kümmern kann.

"Es ist vollbracht", meint Zargos durchaus selbstgefällig. Ich will gar nicht wissen, wie viele Varianer heute gestorben sind, aber dies ist wohl der Preis, den Zargos zu zahlen bereit war. Ob die Varianer auch bereit waren, diesen gewaltigen Preis in Blut zu bezahlen werden wir wohl nie erfahren.

"In der Tat! Eine kleine Warnung wäre angebracht gewesen, dass der Hohepriester über Machtkräfte verfügt", weise ich den ehemaligen Besitzer des Roten Turms und Herr von Quaria auf ein gewisses Manko bei der Informationsweitergabe hin.

"Ich dachte, ihr wüsstet das", verteidigt sich Zargos scheinbar vollkommen überrascht die Arme theatralisch ausbreitend. "Ich habe aus meinen Fähigkeiten nie einen Hehl gemacht und ich dachte, es wäre klar, dass alle höheren Priester diese Gabe hätten. Sonst wären sie ja logischerweise keine Priester."

"Wir dachten, du wärst einmalig", meine ich dazu etwas säuerlich. "Besteht die Gefahr, dass seine Brüder seinen Tod mitbekommen haben?"

"Seht es als Fakt an. Ich habe den Tod meiner Brüder nicht nur gespürt, sondern auch in einer Machtvision gesehen", erklärt er mir in einem Tonfall, als würden wir bei einem Tässchen Kaf über das Wetter von Morgen plaudern.

"Fierfek!", meine ich dazu nur und fühle mich Elend. Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben die überlebenden Brüder uns als schon angeschwärzt, was unsere Handlungsmöglichkeiten extrem einschränkt.

Es folgt eine lebhafte Diskussion darüber, ob die zwei übrig gebliebenen Brüder diese Information mit ihren "Herren" teilen werden. Besonders Skav ist der Meinung, dass sie vielleicht diesen Fakt für sich behalten, um persönlich Rache an uns nehmen zu können. Auch Zargos meint, dass eine solche persönliche Blutfehde wahrscheinlicher ist, als dass sie damit zu den Hapanern rennen. Rachsucht scheint nicht nur ein Merkmal von Zargos Zarbossa zu sein, sondern wohl auch unter den hohen Klerikern zu kursieren. Hass ist eine starke Quelle der Dunklen Seite der Macht. Nun gut, vielleicht ist noch nicht alles verloren. Aber Pläne, deren Grundlagen auf ein "Vielleicht" basieren, sind selten jene, die wirklich aufgehen.

Nakagos wirre Gedanken

Das die überlebenden Hohepriester definitiv wissen, wer ihren Bruder umgebracht hat, war schon ein kleiner Schock am späten Nachmittag und durchaus Motivationshemmend. Zuerst die Ansage, dass wir die Nilvax Station mit hoher Wahrscheinlichkeit verlieren werden, dann, dass wir schon beim ersten Schritt aufgeflogen sind. Unser SL hat das etwas relativiert, dass sie Kleriker die Information aus Rachsucht zurück halten werden, um uns selbst zu töten. Hass ist eine der primären Antriebe der Dunklen Seite der Macht, so dass diese Handlungsmöglichkeit durchaus kanonisch und nachvollziehbar ist.

Nakago

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« Antwort #380 am: 26. Januar 2021, 13:26:50 »
Grek

"Vertrauen wir einfach, dass die Dunkle Seite und der Hass über die Vernunft siegt", meine ich dazu, als alle Fakten nun auf dem Tisch sind und wir darüber nun ausgiebig diskutiert haben. Das ist ist nun nicht mehr zu ändern. Auf alle Fälle dürfen wir uns auf mindestens zwei Konfrontationen mit hasserfüllten Machtanwendern der Dunklen Seite freuen. Immer wenn ich denke, ich habe dieses Problem gelöst, tauchen neue auf. Tritt auf keinen Stein, könnt ein verkannter Sith darunter sein.

"Was kannst du uns noch für Informationen geben, die wir noch nicht selbst heraus gefunden haben?", frage ich dann keck weiter.

"So wie ich das Sehe, seid ihr momentan in einer sehr unglücklichen Position. Auf der einen Seite die Erstgeborenen, dann die Flotte von Crimson Dawn unter Pharos auf Sybal und die sich immer stärker ausbreitende Königliche Flotte."

"In der Tat, dass sind Mühlsteine, die Sybal, die Nilfax Station und uns zu zermalmen drohen", gebe ich ihm Recht.

"Die Erstgeborenen werden hier über Gebühr geduldet. Normalerweise sind das Renegaten, ungeliebte Verwandte und meist Adlige, die einen Machtkampf verloren haben. So lange sie im Verborgenen bleiben, überleben sie. Aber hier im Vergänglichen Labyrinth des Darth Varak agieren sie offen unter der Nase der Königlichen Flotte. Diese Zone wird von einem Admiral Elem Lontra verwaltet. Den würde ich mir mal näher ansehen."

"Den Namen kenne ich", verkündet Edna. "Elem Lontra war mal Liebhaber der Mutterkönigin Ta´a Chume. Er gilt als kompetent und verlässlich."

"Also durchaus ein integer Mann. Trotzdem muss er ein dunkles Geheimnis haben", vermutet mal Shaka und ich denke, dass sie da ausnahmsweise mal Richtig liegt.

"Gut, merken wir uns das mal für die Zukunft. Was gibt es sonst noch?"

"Die Erstgeborenen kochen auf alle Fälle hier ein Süppchen, ist die Frage, was sie nun genau wollen."

"Schon klar", meine ich, da dies ja offensichtlich ist. Wenn sie nicht größere Pläne hätten, wären die gar nicht erst hier.

"Pharos baut sich ein eigenes Netzwerk auf. Im großen Stil verschiebt er Drogen ins Hapes Konsortium." Wir klären Zarbossa über die Zusammenhänge von Glimstim mit Crimson Dawn und der "Ersten Ordnung" auf. Das war bis jetzt bis auf den Namen eines Admirals nicht besonders erhellend. Und viel neues Erfahren wir auch nicht. Es gibt noch einen Hinweis auf Vult Vokai, der ominösen Gefängnisstation der Hapaner. Es lässt schon tief blicken, ein Gefängnis außerhalb des eigenen Territoriums zu unterhalten. Was da wohl für finstere Dinge vorgehen?

"Und was hast du jetzt noch so vor?", frage ich Zargos Zarbossa zum Abschied.

"Nachkommen zeugen", meint er mit einer Geste, die wohl das varanische Äquivalent zum Augenzwinkern ist.

"Dann viel Spaß damit", meine ich dazu nur.

"Werde ich haben", erwidert er durchaus fröhlich. Nach dem heutigen Blutverlust gibt es bestimmt viele Witwen zu trösten.

Wir kehren zur "Vanguard" zurück und beschließen das Heilmittel zur Mynarosstation zu bringen. Im Tiefflug verlassen wir diese Zone und im Schutze des Blauen Nebels entkommen wir auch den Sensoren der Königlichen Flotte wie auch dem Netzwerk der Erstgeborenen. Jedenfalls werden wir nicht abgefangen, als wir den Orbit verlassen und dann in den Hyperraum zur Mynaros Station zu springen. Die neuen Routen sind sehr verdreht und wir müssen insgesamt siebenundachtzig Sprünge berechnen. Wir sind also ein vielfaches im Realraum. Wir fliegen in voller Gefechtsbereitschaft, da ein Piratenüberfall an jedem Austrittspunkt möglich ist. Immerhin operieren hier zwei Piratenflotten in einem sehr begrenzten Gebiet.

Die Warterei zerrt an den Nerven, auch wenn wir nun genug Leute haben, um in zwei separaten Schichten operieren und alle Stationen besetzen zu können. Nur Scav bleibt an der Schadenskontrolle kleben und sichtet nebenbei die erbeuteten Daten. Ich kann die Neugier des Droiden nachvollziehen, aber ein schaler Nachgeschmack bleibt zurück, da es das Restrisiko gibt, dass Scav mit dem Trivex Virus infiziert sein könnte. Die Wahrscheinlichkeit bewegt sich zwar im Promillebereich, aber ganz von der Hand ist es nicht zu weißen. So eine Waffe in der Hand eines Wesens, dessen Agenda die Befreiung seiner Art von den Lebenden war, könnte verheerend für die Galaxis sein. Aber vielleicht sehe ich auch nur Phantome.

Schließlich erreichen wir nach etwas über einen Tag Flugzeit die Mynaros Station. Wir werden schon sehnlichst erwartet und können so ungehindert in die Quarantänezone um die Station hinein fliegen. Vor einem der offenen Hangartore geht die "Vanguard" auf Reede. In Schutzfelder und unsere hochwertigen Rüstungen gehüllt, booten wir aus. Ich übernehme die Spitze und führe die Sicherungsleine mit mir. Die verankere ich an der Außenhülle und der Rest folgt. So sind es nur noch ein paar Schritte in den Hangar hinein. Eine Abordnung von Wissenschaftlern erwartet uns schon, darunter auch Dr. Lykas. Wir übergeben den Behälter mit den Gegenmittel und einen Datenträger mit den Daten. Ein letztes mal werden die Originaldaten nachgeprüft, dann wird einem Patienten das Gegenmittel verabreicht. Schon nach kurzer Zeit werden die eigentlichen Viren inaktiv und sterben dann ab. Die neu injizierten Viren nehmen nun ihre Arbeit auf und reparieren den veränderten Gencode. Es wird allerdings seine Zeit dauern, bis alles wieder beim alten ist. Der gute Doktor schätzt mal grob, dass nach den vorhandenen Daten ein Zeitraum von drei bis etwa vier Standardwochen realistisch sein dürfte.

Gut, dann waren unsere Bemühungen nicht umsonst, auch wenn es nach meinem Geschmack einfach viel zu lange gedauert hat, dieses Problem endlich aus der Welt zu schaffen. Aber die "Krankheit" ist ja in der Regel nicht letal und ist die Veränderung erst eingetreten, passiert nichts mehr weiter.

Der Lykas und seien Wissenschaftler bedanken sich artig für unsere Hilfe. Damit können wir nun gehen. Es ist ein gutes Gefühl, als wir die Station mit dem Bewusstsein verlassen, über zehntausend Wesen wieder gesund gemacht zu haben. Damit wäre eines der Probleme gelöst, die mir sehr am Herzen gelegen haben. Das zaubert ein breites lächeln auf mein Gesicht.

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Endlich ist auch dieser Storybogen zu einem befriedigenden Ende gebracht. Dieser Punkt war ja lange vakant und die Folgen dürften noch durchaus schmerzhaft sein.

Nakago

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« Antwort #381 am: 28. Januar 2021, 12:20:01 »
Herf

Nachdem wir nun die intelligenten Wesen auf der Mynaros Station gerettet haben, ist die Frage, wie verfahren wir nun weiter. Ein Minimalziel haben wir nun erreicht und ich habe mein Versprechen gegenüber Dr. Lykas eingelöst, mein möglichstes zu tun.

Die Crew der "Vanguard" versammelt sich im großen Aufenthaltsraum mittschiffs, um unsere Optionen durch zu sprechen. Die Lage ist nicht wirklich rosig. Am einfachsten wäre es, die Verluste zu akzeptieren und das Weite zu suchen. Neben der Station würden wir obendrein einen Manteljäger, zwei Lambda Shuttle und ein ILH-KK verlieren. Dazu noch der Aufklärer von Edna, dem die Königliche Flotte ihm zur Verfügung gestellt hat. Aber der zählt nicht wirklich dazu. Wir überlassen die Sperrzone ihrem Schicksal und um das verdammte Netzwerk des Darth Varak kann sich kümmern wer will. Schließlich müssen wir nicht immer alles selbst erledigen. Ich sehe momentan nur ein riesiges Gebirge aus Problemen vor uns auftürmen und noch keinen Pass, dies  zu bezwingen.

Alles was wir via HoloNet über Admiral Lontra heraus finden konnten, lässt auf einen unbestechlichen und integren Ehrenmann schließen. Im Kontrast dazu steht sein konkretes Verhalten gegenüber die Erstgeborenen. Edna hat es sich nicht nehmen lassen, Kontakt mit dem Admiral aufzunehmen. Bei dem Gespräch sei aber rein gar nichts heraus gekommen, da Edna sich nicht getraut hat, einfach zu Fragen. Wäre wahrscheinlich eh nur eine Lüge dabei heraus gekommen.

"Das einzige was mir momentan einfällt, was halbwegs Sinn macht, nach Sybal zu reisen und dort mal zu schauen, was der Crimson Dawn da so treibt", meine ich nach einer halben Stunde fruchtloser Diskussion, die uns keinen Deut weiter gebracht hat. Mit dem Vorschlag erreichen wir einen gemeinsamen Konsens. Zurück ins Vergängliche Labyrinth, die Lage auf Sybal untersuchen und eine Möglichkeit finden, den Leuten da zu helfen. Bringt uns wirtschaftlich gesehen nun eigentlich gar nichts mehr, aber ich als Corellianerin kann da gar nicht anders, als es wenigstens zu versuchen. Die Crew zerstreut sich und nur Eloy bleibt mit mir zurück.

"Wie fühlst du dich?", fragte meine kleine Schwester mich.

"Auf der einen Seite zufrieden, weil ich den Leuten auf der Mynaros Station helfen konnte. Frustriert, weil ich momentan keinen Plan habe, wie wir das Gebirge an Problemen abtragen sollen. Und ich habe durchaus die Befürchtung, dass wir über kurz oder lang von den Hapanern gejagt werden. Wir haben ja gesehen, wie unglaublich grausam die mit ihren Gefangenen umgehen. Aber ich denke, dass kannst du auch so sehen", erkläre ich meine Gefühle.

"In der Tat", erwidert sie mit einem lächeln.

"Und wie fühlst du dich dabei?", frage ich Eloy, nicht nur weil das die Höflichkeit fordert, sondern auch weil es mich wirklich interessiert.

"Ich vertraue auf meine große Schwester, die Situation zu meistern", verkündet sie mit einem breiten lächeln im Gesicht.

"Das hast du aber lieb formuliert."

"Ich weiß!", antwortet Eli mit einem herzlichen Lachen. Wir lachen beide darüber ein Stück meiner Anspannung und Ängste verflüchtigen sich. Wir sind Corellianer und so lange wir uns haben, können wir alles schaffen, was wir uns vornehmen.

Nachdem das geklärt ist, beginnt unser Transfer nach Sybal. Wieder machen wir alles in zwei versetzten Schichten, nur Scav, der als Droide bekanntlich keinen Schlaf braucht, macht auch dieses mal unermüdlich weiter. Wir brauchen fast zwei Tage, bis wir in Sybal ankommen. Früher war es schon gefährlich zu navigieren, aber inzwischen ist das der reine Horror.

Über dem Areal von Sektor I tobt ein ziemlicher starker Gewittersturm. Scheint so, als hätte Myrte endlich ihre Chemikalien bekommen, um das Wetter zu ändern. Einst hatten wir diesen Auftrag ignoriert und als wir ihn dann übernehmen wollten, war es schon zu spät gewesen. Auf alle Fälle wirkt ihre Mixtur, vielleicht sogar etwas zu gut.

In Schleichfahrt nähern wir uns Sybal an und dringen in die Atmosphäre weit ab von Sektor I und die Geschützstellungen ein. Da Lyn gerade Freischicht habe, bin ich es, der die "Vanguard" an den Sensoren vorbei mogelt. Sauber gehe ich in den Tiefflug und nähere mich mit der maximal vertretbaren Geschwindigkeit an Mine 169 an. Dort haben wir schon einige Abenteuer erlebt, sprich wir kennen uns aus. Dazu liegt die Mine im Zentrum des Siedlungsgebietes. Von dort aus stehen uns alle Optionen offen. Ich bremse nun ab und parke die "Vanguard" unter einem großen Felsvorsprung, den wir schon mehrmals benutzt haben.

Wir booten unsere Z-74 aus und fliegen dann in Kolonne nach Mine 169. Auch hier ist es windig und starker Regen fällt vom Himmel. Der Boden ist aufgeweicht und von den Hängen wälzen sich Wassermassen wo früher schmale Rinnsale es kaum bis ins Tal geschafft haben, in dem nun ein reißender Fluss die Wassermassen abtransportiert. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass sich Myrte etwas mit der Dosierung vertan hat. Wie üblich bin ich die einzige die großen Spaß daran hat, am Fluss entlang zu heizen.

Schließlich erreichen wir unser Ziel. Die Siedlung vor der Mine steht unter Wasser, eine Sandsackbarriere am Eingang verhindert das Eindringen von Wasser in die Mine. Wir fahren hinein und parken dort unsere Gleiter. Herzlicher als erwartet werden wir begrüßt. Wahrscheinlich denken sie, wir sind zurück um sie ein weiteres mal zum Sieg zu führen. Da Hoffnung eine starke Waffe ist, lassen wir sie erst einmal im Glauben, dass wir wüssten, was zu tun ist. Genau genommen weiß ich das sogar. So schnell von hier zu verschwinden und sich nie mehr wieder um dieses Areal zu kümmern. Aber so bin ich nicht und Vernunft war noch nie meine Stärke. Und vielleicht findet sich ja hier ein Ansatzpunkt, an dem wir ansetzen können.

Wir werden in einen Bereich der Mine geleitet, wo es schön trocken ist und die Frauen des Clans ein kleines, aber feines Nest für ihre Familien gebaut haben. Auch hier werden wir mit großem Überschwang empfangen. Zum einen freut es mich ja durchaus, dass diese Leute nicht vergessen haben, dass wir von der "Vanguard" sie zum Sieg geführt haben. Eine der jüngeren Frauen zeigt mir ihr Baby und erzählt mir begeistert mit roten Wangen dass sie ihr Töchterlein Lyra genannt hat. Damit aus ihr auch eines Tages eine starke unabhängige Frau wird, die für das einsteht, für was sie glaubt. Und damit setzt sie mich auch etwas in Zugzwang, diesen hohen Erwartungen gerecht zu werden. Natürlich bin ich durchaus gerührt über diese Geste. Und die Kleine ist ja auch so was von Süß!

Nakagos wirre Gedanken

Die Diskussion über das was wir nun tun sollen hat sich ziemlich gezogen und habe sie entsprechend auf den am Ende erzielten Konsens reduziert. Das ist wieder mal eine Situation wo man als Spieler nicht genau weiß, was ist jetzt der richtige, bzw. der vom SL als der leichteste Weg um das Problem zu lösen. Das war halt schon heftig, die Nilfax Station werden wir nun dann halten können, wenn wir die Erstgeborenen ausschalten und die Station dann von hier wegschaffen.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #382 am: 31. Januar 2021, 15:05:26 »
Isk

Nachdem alle wichtigen Leute anwesend sind und wir stark gesüßten Kaf aus kleinen Tassen schlürfen, können wir mit dem Informationsaustausch beginnen. Wir selbst bleiben vage, verkünden aber, dass wir unsere Flotte deutlich verstärkt haben, aber noch passende Crews dafür suchen. Das stimmt ja auch soweit. Wir können ihnen eventuell noch weitere Waffen in Aussicht stellen, da wir momentan wohl gar keine Miliz haben. Es ist aber zu befürchten, dass die von unserem rodianischen Waffenhändler gelieferten Waffen inzwischen verdunstet sind. Das momentan die Erstgeborenen hier aktiv mitmischen wollen, verschweigen wir erst einmal. Ich denke, da werden wir noch was drehen müssen, auch wenn ich noch gar keine Ahnung habe, wie wir das bewerkstelligen sollen. Wir kennen unseren Feind einfach nicht gut genug, um einen Ansatzpunkt zu finden.

Wir bekommen bestätigt, dass Myrte für das Wetterchaos verantwortlich ist. Crimson Dawn hat die Wassertanks in Sektor I mit einer unbekannten Chemikalie versetzt. Deswegen sah die kleine Drall sich gezwungen, frisches Wasser zu beschaffen. Nur ist das leider zu viel des guten. Auf alle Fälle wissen die von Crimson Dawn wem sie dem Dauerregen zu verdanken haben und sind entsprechend Sauer auf sie. Deswegen ist jetzt ein fünfstelliges Kopfgeld auf die quirlige Drall ausgesetzt. Keiner weiß, wo sie zu finden ist. Das ist natürlich bedauerlich, da ich mir von ihr ein paar neue Erkenntnisse erhofft habe. Als Wissenschaftlerin hat sie eine andere Sichtweise als die einfachen Klanleute hier.

Der Mandolorianer Roark hat sich inzwischen Crimson Dawn angeschlossen, was keine guten Nachrichten sind. Entehrte Mandolorianer wie Roark sind eben Söldner und arbeiten für den, wer am meisten bietet. Ich nehme sein Überlaufen deswegen auch nicht persönlich, sondern ich habe schlicht auch nichts anderes von ihm erwartet. Natürlich hätte ich mich gefreut, wenn er geblieben wäre.

Als eine weitere Enttäuschung entpuppt sich Lordak, dem wir einst ein Rancorbaby verkauft haben. Der eigentliche Grund, warum wir überhaupt Sybal besucht haben. Auf alle Fälle ist er der Generalvertrieb für Glimstim. Wir warnen die Leute eindringlich vor dieser Droge und empfehlen alle Süchtigen zu separieren. Wahrscheinlich ist Lordak nicht freiwillig zum Crimson Dawn übergelaufen, sondern wurde mit Tinakk entsprechend konditioniert. Das macht die Sache nicht Besser, sondern eher schlimmer, da wir keine Möglichkeit kennen, die Leute vom Tinakk zu heilen und die Konditionierung zu durchbrechen.

Die Flotte von Crimson Dawn ist inzwischen auf etwas um die zwanzig Schiffe angewachsen. Einige davon gehören in Ungnade gefallenen Adligen des Hapes Konsortium, deren Name auf einer der Klonlisten aufgetaucht ist und noch rechtzeitig in die Sperrzone fliehen konnten. Wenigstens sind keine weiteren Großkampfschiffe darunter. Die zwei Marauder sind mit ihren acht Doppelturbolaserbatterien schon eine verdammt harte Nuss. Vor denen habe ich am meisten Angst, da die mit jeder Salve eines unserer Schiffe zerstören werden. Die zu vernichten wird uns was kosten.

Interessanterweise sind die ganzen Geschützstellungen in diesem Areal unter der Kontrolle der Klanleute. Also die Männer und Frauen der Klanleute, die schon seit der Befreiung von der Suul-Tanca Corporation die Waffen bedienen. Da Crimson Dawn die neuralgischen Punkte nicht mit eigenen Leuten besetzt hat, lässt in mir der Verdacht keimen, dass die einheimischen Bediener mit Tinakk loyal gestellt wurden. Genau so würde ich das jedenfalls als ruchloser Pirat ohne Moral machen.

Fakt ist, Crimson Dawn konzentriert sich auf Sektor I und hat da etwa dreißig bis fünfzig Kämpfer vor Ort. Die Anzahl variiert von Tag zu Tag. Dazu kommen noch etwa 200 bis 250 Hapaner, also Adlige und ihr Gefolge im Exil. Im schlimmsten Fall stehen uns also 300 bewaffnete Gegner gegenüber, deren Kampfkraft von unausgebildeten Möchtegern bis zum schlachterprobten Veteran reicht. Das Kommando über Sektor I und damit quasi über Sybal hat ein "Zyklop" mit dem Namen  Nork. Keiner scheint so recht zu wissen, was für einer Spezies der "Zyklop" angehört und der einzige, der es gewagt hat, nachzufragen, ist eines äußerst unangenehmen Todes gestorben. Einige vermuten, er könnte ein Abyssinier sein, wobei ich von dieser Spezies noch nie etwas gehört habe. Nun ja, dass hört sich nach einer Menge Ärger an. Langweilig wird es uns hier auf Sybal wirklich nicht.

Die Klans sind wieder mal weit davon entfernt als Einheit zu agieren. Einige der Klans verdingen sich im Drogengeschäft und führen untereinander auch Krieg um ihre Kunden. Lordak ist aber auch hier der Große Macher im Hintergrund.

In der Zusammenfassung ist Lage schier Hoffnungslos. Crimson Dawn wächst, die Klans sind noch uneiniger als damals vor dem finalen Sieg gegen die Suul Tanca Corporation und wir haben nur Verbündete, die genau das gleiche Stück vom Bolbifruchtkuchen haben wollen. Die Hutten Wattoo und eventuell auch Grakkoo könnten wir um Unterstützung bitten, da besonders ersterer noch was schuldig ist. Aber man weiß ja, wie zuverlässig Hutten sind. Kann gut gehen, kann schief gehen und im schlimmsten Fall kann es noch viel schlimmer werden. Also auch keine Option, die man einfach so wählt, da ich von Hutten immer das schlimmste annehme und bedauerlicherweise meist damit auch richtig liege.

Nun gut, wir nehmen noch an einem offiziellen Festessen zu unseren Ehren teil, wobei ich heimlich Lyn bescheid gebe, die Umgebung im Auge zu behalten. Durch dieses verfluchte Stimglim und das verdammte Tinakk kann man niemanden mehr trauen. Wahrscheinlich sind alle Klans schon mit umgedrehten Doppelagenten durchsetzt.

Es wird aufgetafelt und wir werden zuvorkommend bewirtet. Andauernd kommen Kinder vorbei, die uns kleine Sachen wie selbstgemalte Bilder oder selbstgemachten Schmuck schenken. Ich bekomme besonders viel, was Shaka gar nicht schmeckt. Ohne das dies sich als Falle entpuppt flitzen wir reich beschenkt zurück zur "Vanguard".

Nun ist guter Rat teuer. Wir vermitteln dem Rest der Crew unsere Erkenntnisse. Momentan sehe ich keine Möglichkeit auf eine Erfolgreiche Operation. Ich hätte nicht gedacht, dass irgend ein Gewürz mir den Tag so versauen könnte wie heute. Ich fühle mich äußerst frustriert und durch die herzliche Aufnahme, wie ich durch diese einfachen, aber von Herzen kommenden Geschenke unter Zugzwang gestellt. Beruhigend legt Eloy ihren Arm um mich und hilft mir, wieder herunter zu kommen. Nach etwas hin und her beschließen wir Myrte zu suchen. Zum einen weil sie eine Insiderin ist, zweitens weil sie garantiert nicht unter Glimstim Einfluss steht und drittens, weil dieses Fellknäuel einfach unglaublich klug ist.

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Die Lage ist Hoffnungslos und durchaus verzweifelt. An diesem Punkt hätte ich einem vollständigen Rückzug wohl zugestimmt. Wir können keinem trauen, jede Operation mit auch nur einem Klan als Verbündeter wird Dank Glimstim vereitelt. Dazu noch die Erstgeborenen, die Königliche Flotte und zwei rachsüchtige Hohepriester.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #383 am: 02. Februar 2021, 15:34:07 »
Jenth

Jetzt ist nur die Frage, wo wir Myrte finden können, wo sie sich doch vor Kopfgeldjägern versteckt hält. Wobei 10000 Credits nicht gerade das höchste aller Kopfgelder ist. Irgendwie scheinen alle zu meinen, ich müsste das wissen, weil ich eine Kopfgeldjägerlizenz habe.

"Warum fangen wir nicht beim Turm an, wo sie gewohnt hat?", schlägt Scav frohgemut vor.

"Klar, dass ist der Ort, wo sie garantiert nicht sein wird. Aber da mir nichts besseres einfällt, schauen wir einfach mal nach, um die Örtlichkeit ausschließen zu können", lenke ich ein. Also booten wir ein weiteres mal aus und fliegen mit unsere Z-74 hoch zum verlassenen Dorf. Die Strecke ist anspruchsvoll und es macht mir riesigen Spaß unter Volllast durch dieses Felsenlabyrinth zu heizen. Leider ist Edna so ein lahmes Nuna, dass es gar keinen Spaß macht, ihn andauernd zu besiegen.

Schließlich erreichen wir das Areal, wo eins Khador gehaust hat. Hier schwirren immer noch ein paar von diesen Raubvögeln herum, die einst so gefährlich waren. Aber mit unserer überlegenen Ausrüstung sind die kein Problem mehr. Myrtes Turm finden wir verlassen vor. Jemand hat die Tür samt Zarge aus der Wand gerissen. Wahrscheinlich Magnethaken und ein Fahrzeug mit einem Leistungsfähigen Repulsorliftantrieb. Der Turm selbst ist leer, abgesehen von Trümmern und Müll. Jemand hat sich die Mühe gemacht, dass wenige an Einrichtung zu demolieren. Und das ziemlich gründlich.

Da diese Gegend ziemlich von Höhlen durchzogen ist, schauen wir einfach mal da rein. Mein Scanner findet schnell mehrere Lebenszeichen, aber jedes einzelne entpuppt sich als eine einheimische wurmartige Kreatur, die sich durch die Felsen frisst. Da die uns nichts tun, lassen wir sie in Ruhe. Das war wohl nix!

Also kehren wir noch einmal zum Turm zurück und scannen von dessen Spitze sorgfältig die Umgebung. Scav und ich entdecken schließlich eine kleine, gut versteckte Energiequelle etwa einen viertel Klick vom Turm entfernt. Die entpuppt sich als eine kleine Kamera, Akkublock und Speichereinheit. Keine Sendeeinheit. Wäre die Kamera von Kopfgeldjägern, hätte sie eine Sendeeinheit. Da dies nicht der Fall ist, könnte es Myrtes sein. Auch wenn mir Sinn und Zweck davon nicht klar ist.

Da dies unsere einzige Spur ist, gebe ich der Sache zwölf Stunden Zeit. Tut sich hier was, gut, wenn nicht, dann nicht. Wir suchen uns eine Höhle aus, die zum einen ein gutes Schussfeld bietet, leicht zu verteidigen ist und die Möglichkeit bietet, sich tiefer in das Labyrinth zurück zu ziehen. Scav übernimmt freiwillig die Wache, während wir lebenden einen Energieriegel verdrücken, etwas trinken und dann ein Nickerchen halten.

Am nächsten Morgen tut sich wirklich etwas. Ein Java auf einem Speederbike saust heran und macht sich an der Kamera zu schaffen. Ich bin nicht sicher, aber ich denke, dass ist einer der drei Jawas, die damals das Ionenschild in die "Vanguard" installiert haben. Und deren Kampfvehikel wir geborgen haben. Wobei es nur selten ein Gefecht gesehen hat. Jawas sind für einen Angehörigen einer anderen Spezies auch schwer voneinander zu unterscheiden.

"Hallo! Nicht erschrecken! Wir wollen dir nichts böses tun!", rufe ich dem kleinen Kerlchen zu, der trotzdem erschrickt. Ich nehme meinen Helm ab und winke ihm zu. Er legt den Kopf schief und hört auf, auf das Jetbike zu schielen. Da er nun anfängt zu winken, scheint er mich erkannt zu haben.

Nach etwas hin und her erklärt er sich bereit, uns zu Myrte zu führen. Wir holen unsere Speederbikes und folgen dem Java auf seinem Vehikel, dass Selbstgebaut aussieht. Die Geschwindigkeit von diesem Gefährt ist nicht wirklich berauschend. Aber besser als laufen. Gegen Mittag erreichen wir die ehemalige Fabrik, wo wir einst unsere ersten Waffenmodifikationen gekauft haben. Hier bekommen wir auch das neuste Projekt der Javas präsentiert. Ein Kampfläufer, wie ihn die Galaxis noch nicht gesehen hat. Wahrscheinlich muss man Java sein, um so was bauen zu wollen. Das Ding ist etwa zehn Schritt hoch. Links und Rechts von der Kanzel gehen massive Geschützrohre ab. Ob das Ding jemals funktionieren wird?

Myrte freut sich uns zu sehen. Genau wie wir sie auch. Wir gleichen unsere Informationen über Glimstim und sein Ursprungsstoff Tinakk ab. Auch das die Dunal Kreaturen dafür verantwortlich sind. Aber auch die kleine Drall hat ein paar Neuigkeiten oder Tipps für uns. Zum einen meint sie, dass Sybal oder besser gesagt die Klans, vom Bordellschiff dieser Rodianerin im Dienste von Crimson Dawn überwacht wird. Und das Vira Oquai, die vermeintliche Reporterin von Galactic News Service und abtrünnige Agentin des Korrekturbüros hier auf Sybal Interviews mit Hapanischen Renegaten geführt hat. Hat ihr leider nicht gut bekommen, denn die umtriebige Reporterin wurde von dem grünhäutigen Abysinner Nork in Sektor I festgesetzt. Und die müsste eigentlich noch viel mehr wichtige Informationen haben. Sieht so aus, als hätten wir endlich ein neues Ziel.

Nakagos wirre Gedanken

Sitzung gespielt am: 25.01.2020
Anwesende Spieler: Lyra, Scav, Shaka, Edna
Erfahrungspunkte: 15 EP +5 vom letzten mal,  20 EP in vierten Rang von Schwere Fernkampfwaffen investiert.

Beute: Heilmittel, Daten und wir haben tatsächlich die Varianischen Schutzfelder liegen gelassen. Fierfek!

Getötete und überwundene Gegner: 1 Hohepriester, 2 schwere Sicherheitsdroiden, 6 Varianer, 3 leichte Sicherheitsdroiden, 3 hapanische Techniker und 1 varianischer Techniker.

Resümee: Nun spielen wir schon fast exakt genau zwei Jahre Star Wars, da wir am 27.01.2018 unsere erste Sitzung hatten. Aus den knapp zwanzig Abenteuern die nicht mal ein Jahr dauern sollten hat sich doch einiges entwickelt. Schätze mal, fünfzig Sitzungen kriegen wir auf alle Fälle noch voll.

Der Spieler von Shaka hat mich positiv überrascht, da er nun doch keine Disruptorwaffe eingesetzt hat. Man könnte meinen, meine Worte letztes mal hätten was bewirkt. Oder was eher zutreffen dürfte, der Spieler hat Shakas Stärke auf drei gesteigert, so dass diese nun eine vollautomatische Waffe wie ein DLT-19 tragen kann.

Dieses Kapitel zu schreiben fiel mir teilweise recht schwer, da ich auf halber Strecke wegen Grippe flachlag. Und Erinnerungen verblassen eben doch schneller, als einem lieb sein kann.

Lyras Entwicklung: Da ich letztes mal die Defensiven Eigenschaften von Lyra gesteigert habe, kommen nun die Punkte in eine offensive Fertigkeit, nämlich dem von den Schweren Fernkampfwaffen. Jetzt hat Lyra in beiden primären Offensivfertigkeiten eine satte vier. Und da sie nun einen coolen Krafthandschuh hat, bekommt sie in jeder noch einen grünen Würfel dazu.

Da heute Fertigkeiten steigern angesagt ist, kommen zwanzig Seiten ebenfalls zwei Steigerungen zugute. Einmal Astronavigation von eins auf zwei. Und endlich Körperbeherrschung von eins auf zwei. Hätte nicht gedacht, dass dies so lange dauern würde, diesen Rang zu steigern.

Gadget an Gears – The Essential Collection of Weapons and Equipment

Da dieses RPG nun seit 2013 läuft und alle Berufsbücher veröffentlicht sind, kommt man jetzt auf die Idee, Ausrüstung und Raumschiffe zusammen zu fassen, wie das ja bei den Vorgängern üblich war. Eines der größten Mankos des System ist, dass die ganzen coolen Sachen über zwanzig Bücher verteilt sind. Deswegen legt Fantasy Flight Games nun Essential Collection Bücher auf, um den Kunden nicht zu nötigen, sich alles zu kaufen oder illegal im Netz zu besuchen. Nein Spaß, es geht wohl eher primär darum, mit aufgewärmten Zeug das schon da ist Kasse zu machen. Jedenfalls kommt es mir so vor. Teilweise fehlen die Highlights wie die TaggeCo Protector Armor und die Kav-Dann Powerarmor. Auf fehlt alles cooles Zeug aus den Zeitalterbüchern. Frage mich, wann das Buch zu the Mandolorien heraus kommt. Da kann man gleich noch ein neues Zeitalterbuch heraus bringen.

Die 144 Seiten sind in Einführung, 9 Kapitel und einem Index eingeteilt. Index ist nie verkehrt.Auf den ersten Seiten werden die Talente erklärt, die in dem Buch vorkommen, aber nicht in jedem der drei Grundbücher stehen.

Kapitel I beginnt mit den ikonischen Blasterwaffen. Die Einführungsseite ziert ein ziemlich gelungenes Bild von Qui´ra aus Solo. Emilia Clark ist ziemlich gut getroffen. In dieser Sektion gibt es wenig neues und manches kennt man auch aus den Grundbüchern von ArdI und ZdR, wird wahrscheinlich noch einmal aufgewärmt, da diese Sektion Settingbedingt bei Macht und Schicksal Stiefmütterlich behandelt wurde. Falls ich nichts übersehen habe, gibt es zwei neue Waffen, die persönlichen von Han Solo und Qui´ra. Die haben lustige Sonderregeln, sind aber ganz klar an die entsprechenden Personen gebunden.

Das zweite Kapitel handelt von Projektilwerfern, also klassischen Feuerwaffen. Hier vermag ich keine neue Waffen entdecken. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass außer Luke in den ersten Szenen je einer der Hauptcharaktere so eine Waffe geführt hat.

Weiter geht es in Kapitel III mit exotischen Waffen. Darunter fallen die Bowcaster der Wookiee oder die Bögen der Nachtschwestern. Chewbakkas Bowcaster wird hier vorgestellt und das dürfte die einzige Neuerung gewesen sein.

In Kapitel IV geht es dann zum "Unbewaffneten Nahkampf". Und hier gibt es die ersten neuen Spielzeuge, die für SC geeignet sind. Der Exglove erhöht Stärke um eins und hat eine Art abfeuerbaren Seilzug, mit dem man Sachen zu sich herziehen kann oder sich selbst dorthin ziehen lassen kann. Für 2000 Credits ist das so was von ultracool! Eigentlich schon so overpowerd, dass man es einfach haben muss. Und es gibt hier die Kyuzo Petars zu bestaunen. Das sind diese fiesen Dinger, Dryden Vos in Solo benutzt hat. Als Paar sind sie wohl das Beste, was man im "Waffenlosen" Nahkampf benutzen kann. Das Buch folgt wohl dem Motto: Wenn schon, dann aber richtig!

Weiter geht es mit Nahkampfwaffen, zum dem auch Lichtschwerter zählen, in Kapitel V. Lichtschwerter von Darth Vader, Luke Skywalker und Obi Wan Kenobi sind hier in ganzer Pracht zu bewundern. Beim Rest habe ich leider auch nach dem zweiten Durchblättern nichts neues gefunden.

Kapitel VI behandelt Sprengstoff und vereint quasi das was in Gefährliche Verträge, Special Modifications und Fully Operational schon drin steht. Auch hier nichts neues. Danach kommen Handgranaten, dann Raketen, dann Miniraketen. Von allem eine ziemlich große Auswahl, aber auch nichts Neues zu finden. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob da wirklich alle Typen nun auch vereint drin stehen.

Die Rüstungen werden in Kapitel VII behandelt. Auch hier gibt es bis auf Boba Fetts und Darth Vader Rüstung nichts Neues zu bestaunen, was man nicht schon aus anderen Publikationen kennt. Die Auswahl ist vielseitig, aber ich kenne die halt alle schon. Nur bei zwei bin ich mir nicht sicher, ob die es schon gab oder nicht. Auf alle Fälle fehlen einige Rüstungen und zwar die besonders guten.

Kapitel VIII sind dann Waffen und Rüstungszubehör. Wirklich neues konnte ich auch hier nicht entdecken. Aber dafür scheint so ziemlich alles versammelt zu sein, was je an Zubehör heraus gekommen ist.

Das letzte Kapitel IX behandelt Ausrüstung und Cyberware. Die Sektion von der Cyberware sieht recht komplett aus. Es gibt zwei Garderoben als Neuheit. Einmal die Umhänge von Lando Calrissian und zum anderen die Kleiderkammer von Prinzessin Leia. Das ist zwar irgendwie witzig, aber nicht wirklich nützlich. Die Kleidung und Umhänge hätte man halt auch einzeln bringen können. Das wäre Nett gewesen.

Fazit: Für diejenigen die schon alle Bücher haben, gibt es nur zwei wirklich coole Nahkampfwaffen für den Waffenlosen Kampf und ein paar an NSC gebundene Ausrüstungsgegenstände. Spieler, die vielleicht nur ein Grundbuch und ihr Berufsbuch haben, finden hier viel neues cooles Zeug. SL, die nur die Bücher ihres Setting haben, finden auch noch einiges, besonders Macht und Schicksal ist in einigen Sparten sehr mager bestückt, was Cyberware und Fernkampfwaffen angeht. Wer nur Am Rande des Imperiums spielt und keinen Jedi in der Gruppe hat, findet dagegen nur wenig neues brauchbares.

Wirklich vollständig ist das Werk auch nicht. Was ich auch als schlecht empfinde, da es bis auf die Griffe von Lichtschwertern es keinerlei Tabellen gibt. Man muss die Sektion durchsuchen, um was vergleichen zu können. Wäre vielleicht besser gewesen, sich nur auf Waffen zu konzentrieren und die generische Ausrüstung wegzulassen, dass auch nur einen Bruchteil dessen abbildet, was auf die vielen Bücher verteilt ist. Aber dafür dann wirklich alles an Waffen und Rüstungen die es gibt vollständig bringen und auch mit Tabellen. Die dreiunddreißig Seiten welche Ausrüstung behandeln, hätten vielleicht sogar dafür gereicht.

Hier wäre auf alle Fälle buchstäblich mehr drin gewesen. Solche Bücher sind eigentlich immer sinnvoll, da man so nicht gezwungen ist, alle Bücher zu haben. Wer schon alle hat, wird mit recht wenig brauchbarem Zeug abgespeist. Letztendlich sind es wohl nur die zwei Waffen für das "Waffenlose" kämpfen. Aber dafür sind die beiden Teile wirklich verdammt cool und diesen Stärkehandschuh mit Seilzug will ich unbedingt haben.

Das Artwork der farbigen Bilder ist auf dem gewohnten gutem Niveau der Reihe. Aber leider sind viele der Bilder für die Waffen nur aufgewärmt und kennt man schon zur genüge. Da hätte man durchaus noch das eine oder andere bis jetzt fehlende Artwork spendieren können. Auch hier hat man an der falschen Stelle gespart. Ich habe mir doch mindestens pro Sektion eine verwendbare Neuheit erwartet und bin jetzt durchaus enttäuscht über die minimale Ausbeute an neuem. Dabei kann ich von Glück sagen, dass ich noch ein Exemplar davon ergattert habe, da es danach auf Amazon ausverkauft war und auch sonst nirgendwo mehr in Deutschland angeboten wurde.

Nakago

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« Antwort #384 am: 04. Februar 2021, 16:03:24 »
Episode XLVI
Der Hinterhalt
Aurek

Da die "Vanguard" zu bekannt ist, um mit ihr einfach in Sektor I zu landen, beschließen wir uns als regionale Händler auszugeben, die dort etwas Handel treiben wollen. Nach etwas hin und her lassen wir unsere guten Kav-Dann Powerarmour zu Hause und begnügen uns mit der TaggeCo Protector I. Wir tarnen die immer noch zu gute Rüstung mit einigen Schrottteilen und sehen so aus wie "normale" Händler von einem Klan. Wir leihen uns einen sehr betagten AA5 und machen uns auf dem Weg. Der Zustand von diesem Vehikel ist nicht wirklich annehmbar und wir zockeln mit einer unterirdischen Geschwindigkeit durch die Gegend. Dazu ist die Kanzel mehr als nur löchrig und unablässig dringt Spritzwasser in den Innenraum. Das macht keinen Spaß!

Nach einer Stunde erreichen wir Sektor I. Niemand hält uns an oder kontrolliert die Ladung aus Schrottteilen. Wir parken am Rande und dürfen als Gebühren 50 Credits abdrücken. Da keiner durch übermäßiges Feilschen auffallen möchte, zahle ich zähneknirschend den Preis. Wir mischen uns in die Besucher des Marktes. Es ist hier deutlich mehr los als gedacht. Viele Hapaner haben hier ihre Zelte aufgeschlagen und bieten Waren des Konsortiums feil. Auch gibt es hier Stände, welche falsche Identitäten für die Neue Republik verkaufen, ebenso Schmuggler, die bereit sind, Renegaten in die Sicherheit der neuen Republik zu geleiten.

Wir gehen in eine der Cantinas und an einem Tisch entdecke ich Valerie Virin. Es war ein Abenteuer gewesen, sie damals zu finden und noch ein größeres, um ihren Auftrag zu erfüllen. Dadurch fanden wir die Klonanlage und viele wichtige Informationen. Ich unterdrücke den Impuls, Hallo zu sagen, da wir ja inkognito unterwegs sind. Offensichtlich ist wohl die ganze Familie Virin in Verruf geraten, da auch die Matriarchatin am Tisch sitzt, die uns damals an den Königlichen Geheimdienst verraten hat, weil sie unseren Informationen einfach nicht glauben wollte. Wer ist auch schon begeistert von der Nachricht, dass eine Tochter ermordet und von einem lebensecht wirkenden Klon ersetzt wurde?

Wir hören uns etwas um. Vira Oquai befindet sich oben bei den Piraten. Offensichtlich hat sie zu viele Fragen gestellt und man wurde aufmerksam auf sie. Zu den Piratenquartieren kommt man nicht so einfach, da vor den Fahrstühlen schwer bewaffnete Posten Wache stehen. Wenn ich die Sache überschlage, komme ich auf deutlich mehr als die etwa maximale Anzahl von fünfzig Piraten. Denke mal, dass dürften über hundert sein. Auch sind das hier mehr als zweihundert Renegaten. Die Informationen der Klanleute sind veraltet oder bewusst viel zu tief angesetzt.

Fakt ist, wir müssen hoch und das wird nicht so einfach. Lüftungsschächte fallen flach, sind zu eng hier. Ein Versuch von Scav sich in das System zu hacken, geht schief. Aber wir haben Lyn und die kann inzwischen ein paar Jedikräfte. Wir suchen uns eine unbewachte Fahrstuhltür und die orangene Jedi drückt die Kamera darüber leicht zur Seite, so dass wir uns ungesehen annähern können. Schon praktisch!

So kommen wir in die Bereiche, wo die Piraten hausen. Dort gibt es ein weiteres Terminal und dieses mal hat Scav Erfolg. Im 96. Stockwerk gibt es eine Cantina der Piraten. Dort halten sich mindestens zwanzig von ihnen auf. Auch Nork ist zu sehen, der auf einem gewaltigen Thron flegelnd hier Hof hält. Links und Rechts hocken die größten Massiffs die je gesehen habe. Passend zu ihrem riesigen Herrn, den Abyssiner Nork. In der Nähe hockt der Mandolorianer Roark. Von der Decke baumelt in Ketten gelegt die arme Reporterin Vira Oquai und sieht ziemlich verbeult aus. Die haben sie fies durch die Mangel gedreht. Die Kette hängt wiederum an einem Kran, bzw. einer Laufkatze. Der Kran führt unter anderem ins Freie, wo darunter sich eine Rancorgrube befindet. Schätze mal, dass die da oben über kurz oder lang vorhaben, die arme Reporterin an die Rancore zu verfüttern.

Es gibt eine lange Diskussion darüber, wie wir am besten vorgehen. Einen direkten Angriff können wir getrost vergessen. Es sind schlicht zu viele und es können zu viele Piraten oder Renegaten nach oben zur Verstärkung kommen. Hinein schleichen, wenn alle schlafen, fällt auch flach, da die vorher wahrscheinlich Vira verfüttern werden. Zeit ist also ein ebenso großer Faktor wie die gewaltige Opposition.

Wirklich motiviert ist außer mir niemand hier, sein Leben für die kleine Oquai zu riskieren. Wir schulden ihr nichts und ich denke, die hat ihre Informationen wahrscheinlich schon längst an die Piraten heraus gerückt. Deswegen mache ich keinen auf die Alternative aufmerksam, die Informationen von einem der Gäste zu extrahieren, den gefangen zu nehmen einfacher von statten gehen dürfte als Vira aus dieser Höhle zu befreien.

Letztendlich bringe ich die anderen dazu, ein Ablenkungsmanöver zu starten, wenn ich alleine Oquai befreien werde. Das wird nicht einfach werden und ich trage das volle Risiko. Aber für solche Missionen wurde ich ausgebildet und Menschen retten ist einfach mein Ding. Da kann ich einfach nicht widerstehen.

Während die anderen ein Ablenkungsmanöver vorbereiten, begebe ich mich nach oben. Von dort schleiche ich mich zur Außenseite und lasse mich auf den Außenleger des Kranes herab. Hier weht ein ziemlich starker Wind und Regen peitscht unablässig gegen die Fassade. Was immer da Myrte auch gemacht hat, es war definitiv zu viel des Guten.

"Bin in Postion! Könnt loslegen!"

"Gut!", meldet sich Shaka und im nächsten Moment ertönt eine Detonation, als einer der Fahrstuhltüren in die Luft mit dahinter befindliche Kabine fliegt. Das Licht geht aus und ich klettere in das Innere der Cantina. Die Dunkelheit schützt mich soweit, dass ich unbehelligt die Laufkatze erreiche. Mit wenigen Handgriffen löse ich die Bremse und bewege mich dann mit Manuell nach draußen. Leider wird der Mandalorianer Roark auf mich Aufmerksam und nimmt mich unter Feuer. Derweil haben meine Kameraden einen Ablenkungsangriff von einer Seitentür vorangetragen, so dass der Großteil der Aufmerksamkeit auf ihnen liegt. Roark trifft mich mit seiner Blasterpistole leider dreimal, bis ich aus seinem Winkel heraus komme. Das tut verdammt weh und erinnert mich daran, dass wir ihn einst als Ausbilder auf diese Welt gebracht haben. Mit zurück schießen halte ich mich gar nicht erst auf, sondern konzentriere mich, so schnell wie möglich von hier weg zu kommen. Endlich draußen ziehe ich Vira nach oben und zertrenne ihre Kette.

"Alles in Ordnung?", frage ich sie, bevor wir einen Abflug machen.

"Alles noch dran! Nichts wie weg hier!", erwidert sie deutlich erleichtert, wenn auch am Ende ihrer Nerven. So eine öffentliche Zurschaustellung über ein Gehege mit hungrigen Rancoren ist nicht gut für das seelische Gleichgewicht.

"Gut!", meine ich und mache einen Abflug mit dem Jetpack. Schüsse tasten nach mir, aber der Regen sorgt dafür, dass ich nur schwer aufgeschaltet werden kann. Hier ist das Unwetter endlich mal mein Verbündeter und es gelingt mir, aus der Reichweite unserer Gegner zu kommen, ohne dabei getroffen zu werden.

In der Nähe unseres Gleiter lande ich und bugsiere die befreite Reporterin in die Kabine. Das ging gerade noch einmal gut und ich bin Froh darüber, dass ich mir nichts schlimmeres eingefangen habe. Die anderen geben durch, dass sie einen Gleiter klauen und ich nicht auf sie warten muss. So darf ich nun mit dieser Rostlaube weg fliegen, während die anderen den ganzen Spaß haben. Fierfek!

Nakagos wirre Gedanken

Das war der spaßige Teil der Sitzung.

Nakago

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« Antwort #385 am: 07. Februar 2021, 14:14:22 »
Besh

Wir treffen uns unmittelbar vor der "Vanguard". Auf dem Flug unterhalte ich mich etwas mit Vira, die erst so langsam realisiert, dass sie in Sicherheit ist. Die Spionin gibt sich etwas zerknirscht, dass sie von den Piraten gefangen genommen wurde. Besonders ärgerlich für sie ist, dass sie wichtige Informationen hat preisgeben müssen, um nicht sofort an die Rancore verfüttert zu werden. Es gibt wohl einen Schwertmeister, der mit seiner Yacht in einem Asteroidengürtel vor Reede liegt. Dieser Schwertmeister weiß, mit was Admiral Lontra von den Erstgeborenen erpresst wird. Allerdings weiß Pharos das nun auch und ist wohl unterwegs, um diesen Schwertmeister zu finden. Zeit ist also ein wertvolles Gut.

Froher Dinge lande ich vor der "Vanguard". Die Rampe ist herunter gefahren und die Schotts offen. Aber keiner von der Crew ist zu sehen. Die anderen trudeln auch gerade ein. Vira plappert immer noch vor sich hin, während bei mir sich die Nackenhärchen aufstellen. Mein Instinkt meldet sich gerade.

"Grün eins an Grün zwei! Bitte melden!", versuche ich meine Schwester zu kontaktieren. Aber keiner meldet sich. Ich nehme meine DLT-19D in den Anschlag und meine zu Vira: "Geh in volle Deckung, hier stimmt was nicht!"

Die anderen booten aus und ich gebe ihnen ein Zeichen, dass hier was nicht stimmt und sie machen sich kampfbereit. Vorsichtig in Pirscherhaltung rücke ich geduckt als erste vor. Der Laderaum ist verwüstet, RD 79 liegt schwer beschädigt und immobil am Boden. Fierfek! Überall Graffiti und ich kann den strengen Geruch von Urin riechen. Jemand hat gegen die Wände gepinkelt! Die Graffiti ist nicht wirklich spezifisch, sieht aber eher infantil aus. Da dies eher für einen unorganisierten Gegner spricht, ist das wohl kein Racheakt des Imperiums. Ist das ein Racheakt verärgerter Klanleute? Waren das Pharos Leute? Noch habe ich zu wenig Informationen, um dieses Ereignis einem konkreten Feind zuordnen zu können.

Die anderen rücken militärisch sichernd nach. Wir kommen nach oben, unser Aufenthaltsraum ist vollkommen zerstört. Die Sitzbezüge unserer neuen Sitzgruppe sind aufgeschlitzt und das innere herausgerissen. Teller, Tassen und Gläser sind alle gegen die Wände geworfen und zersplittert oder man hat sie zerschossen. Es knirscht, als wir über die Scherben vorrücken.

Unsere Kabinen sind ebenfalls aufgebrochen, die Matratzen aufgeschlitzt und alles was nicht massiv beschädigt oder gar zerstört wurde, ist weg. Darunter meine umfangreiche Waffensammlung. Von Eloy und Tory keine Spur. Auf der einen Seite fällt mir ein Stein vom Herzen, dass ich hier keine ihrer Leichen finde. Aber ich mache mir mit jedem Herzschlag mehr Sorgen. Mein Darm ist ein einziger Knoten und ich bin am Rande eines Nervenzusammenbruches. Das ist ein äußerst schreckliches Deja vu für mich, da mal wieder meine Schwester entführt wurde. Jedenfalls spricht momentan alles dafür.

"Fierfek! Fierfek! Fierfek! Bei der Macht, Nein!", murmele ich immer wieder vor mir hin, je mehr ich von dem Chaos sehe.

Besh 42 finden wir in der Krankenstation, die überraschenderweise vollkommen unbehelligt geblieben ist. Der Droide antwortet nur langsam auf meine Fragen und seine Antworten sind so widersprüchlich, dass sich kein klares Feindbild ergibt. Kurzerhand deaktiviere ich ihn, da ich denke, jemand hat an seiner Programmierung herum gepfuscht. Im Cockpit fehlt die Hauptplatine des Navigationscomputers, also die Komponente mit den wichtigen Speicherbänken. Damit haben wir quasi unsere Mobilität verloren und das zu Unzeit. Zwar befinden sich Häufchen von Kot auf unseren Sitzen, aber die Instrumente sehen unbeschädigt aus.

Allerdings finden wir ein kleines Abspielgerät. Nach kurzer Untersuchung um eine Sprengfalle auszuschließen drücke ich den Knopf und ein Genosianer erscheint. Diese Rasse ist fast ausgerottet, da sie einem Völkermord durch das Imperium zum Opfer fielen. Dieser hier ist aber noch lebendig und will für Eloy und Tory 100 000 Credits haben. Dazu bekommen wir die Koordinaten für den Übergabeort hier auf Sybal. Dumm nur, dass die schon den Großteil unserer Kasse haben. Den Großteil unserer Geheimverstecke haben die gefunden und leergeräumt. Wir haben keine 70 000 Credits mehr. Ein Teil ist sicherlich auf der Bank, trotzdem sind riesige Vermögenswerte verloren gegangen. Dazu noch Eloy und Tory. Das macht mich durchaus wütend. Wer immer auch die Angreifer sind, sie wurden mit meiner Schwester fertig. Und ihnen ist es gelungen, unbemerkt ins Schiff zu gelangen und das können nur wenige.

"Moridia Vex! Ich könnte wetten, diese Chiss Hexe hat ihre blauen Finger im Spiel!", stoße ich hervor.

"Meinst du?", fragt Shaka etwas zweifelnd.

"Es gibt nicht viele Wesen in der Galaxis, die das hier abziehen könnten! Du glaubst doch nicht wirklich, dass ein paar Piraten an meiner Schwester heran gekommen wären?" Nach etwas hin und her wird mir geglaubt. Also geht es nicht darum, noch mehr Credits von uns heraus zu leiern, sondern uns zu töten. Wir durchsuchen das Raumschiff und finden schließlich eine Bombe. Ein ziemlich große Bombe. Shaka und Scav übernehmen das entschärfen, der Rest geht weit weg in Deckung.

"Irgendwie glaube ich, dass wir es zu diesem Schwertmeister nicht mehr rechtzeitig schaffen", meine ich zu Vira, während wir in sicherer Entfernung auf die Entschärfung der Bombe warten.

"Sieht ganz danach aus", meint auch die Spionin ziemlich zerknirscht. "Ihr habt ja richtig mächtige Feinde mit einem genau so schlechtem Geschmack."

"Leider ja, schätze mal, Moridia Vex hat es persönlich genommen, dass wir Trivex auf Kessel ausgeschaltet haben. Und jetzt bekommen wir die Quittung dafür." Ich unterhalte mich etwas mit der mir sehr sympathischen Vira, bis die blaue Twi´lek die Entschärfung der Bombe durchgibt. Als erstes müssen wir die "Vanguard" wieder flott bekommen. Einige der Schaltschränke sind offen und jemand hat darauf geschossen. Viele der Ersatzteile sind leider auch zerschossen worden, aber in der Nähe ist ja ein Reparaturwerk und wir haben ja noch den AA5. Also fliegen wir hin, gabeln ein paar Freiwillige samt Myrte auf und schwer beladen mit Teilen kehren wir zurück. Nun bringen wir die "Vanguard" wieder gemeinsam in einen flugfähigen Zustand zurück. Das dauert über eine Stunde, dann haben wir wieder Energie und können alle notwendigen Systeme starten. Jemand hat eine Ladung Bantha Dung in die Umwälzpumpe gestopft, was für ein Scherzkeks! Aber wir können fliegen! Dann reparieren wir die Waffensysteme und rekalibrieren die Geschütze. Auch hier wurden Leitungen durchgeschnitten oder Systeme sabotiert. Auch gibt es an jedem Geschütz noch eine Sprengfalle an den Steuergriffen. Obwohl die Zeit unter unseren Nägeln brennt, dränge ich Scav dazu, noch einmal alle Systeme des Schiffes auf inaktive Viren oder Schadprogramme zu untersuchen. Und tatsächlich findet der Droide noch einiges an fiesen Überraschungen. Ich hoffe nur, wir haben alles gefunden.

Nach einer weiteren Stunde denke ich, die "Vanguard" ist bereit für ein Gefecht. Wir rekrutieren Myrte, Oquai und ein paar der Klanleute einfach. Soll ihr Schaden auch nicht sein. In Schleichfahrt nähern wir uns den Koordinaten und schauen uns den "Übergabeort" einfach mal mit unseren Scanner an. Das ist eine Schlucht, die an einem Mineneingang endet. Die Klamm der Schlucht ist mit Baradiumladungen bestückt. Zwei leichte YT-1000 Frachter sind gegenüberliegend in Stellung gegangen. Geschütze unter der Pilotenkanzel ragen in die Schlucht hinein. Wir kriegen über dreißig Impulse von Lebewesen hinein. Das ist ein Hinterhalt wie er im Buche steht. Scav schlägt vor, dass ich mit der Schleichrüstung mich an das Areal anschleiche und eine Nahaufklärung mache. Da dies ein vernünftiger Vorschlag ist, erkläre ich mich dazu bereit.

Allerdings ist die Schleichrüstung beschädigt und muss erst repariert werden, ebenfalls die Kav-Dann Powerarmor. Während die anderen dann auch meine Kav-Dann reparieren, schlüpfe ich in die frisch reparierte Schleichrüstung und boote etwa zehn Klicks Luftlinie vor dem Hinterhalt aus. Mit Jetpack überfliege ich die gröbsten Hindernisse und nähere ich mich dann vorsichtig an. Unter den Schiffen sind jeweils vier weitere Piraten in Stellung gegangen. Vor dem Mineneingang befindet sich meine Schwester, ein Wookiee, ein Genosianer und acht menschliche Piraten, alle schwer bewaffnet. An der Klamm entlang mache ich auf jeder Seite noch zehn weitere Heckenschützen aus. Also mindestens 44 Leute, da ich denke, dass die Geschütze der Raumschiffe bemannt sind und sich noch ein Pilot an Bord befindet. In der Mine könnten sich noch ein paar weitere befinden. Das sind keine guten Aussichten.

Nakagos wirre Gedanken

Nun beginnt der frustrierende Teil der Sitzung.

Nakago

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« Antwort #386 am: 09. Februar 2021, 15:48:46 »
Cresh

Diese Nuss zu knacken wir schwierig werden, wenn nicht gar unmöglich. Und irgendwo könnte noch diese Moridia Vex stecken. Allein die zu töten dürfte schon eine ziemlich große Herausforderung sein. Von den mindestens sechsundvierzig anderen Gegnern will ich gar nicht erst anfangen. Meine Schwester da raus zu holen ist reiner Selbstmord und wenn ich keine Corellianerin wäre, würde ich den Verlust wohl akzeptieren. Aber ich stamme von einem Volk ab, dessen ursprüngliche Sprache kein Wort für aufgeben hat. Also werde ich auch hier nicht meinen Mut verlieren und meine kleine Schwester ihrem Schicksal überlassen.

Es dauert eine große Zeitspanne, bis ich mich erfolgreich und unentdeckt vom Feind gelöst habe. An unserem Holotisch auf der "Vanguard" versammeln wir uns. Eine detaillierte Karte schimmert auf dem Tisch, wo ich gerade die Positionen unserer aufgeklärten Gegner eingetragen habe. Während die anderen darüber diskutieren, wie wir am besten vorgehen, höre ich nur mit halbem Ohr zu. Egal von welcher Seite wir angreifen, wir laufen uns tot. Aber ich habe viele Schlachten gesehen und auch einige Scharmützel geleitet. Ich weiß, was ich kann und viel wichtiger, was ich nicht kann. In meinen Gedanken spiele ich mehrere Szenarien durch. Die meisten enden mit unserer Auslöschung. Aber eine Variante könnte von Erfolg gekrönt sein.

"Leute! Wir müssen uns trennen. Scav, Shaka und ich greifen von Innen heraus an. Die Minen sind miteinander verbunden, also sickern wir ein. Lyn, Edna, Myrte und Vira bleiben auf der "Vanguard" und halten die leichten Frachter am Boden, bzw. schalten sie aus. Unsere Klanleute greifen hier und hier seitlich an, eure Aufgabe wird sein, die Piraten von der Klamm zu vertreiben." Nach etwas hin und her bekomme ich meinen Plan durchgedrückt. Er ist nicht gut, aber er ist die einzige Option von der ich denke, sie könnte Erfolgreich sein. Die Kampfkraft so aufzuteilen ist nie gut, aber hier ist eine Massierung unsererseits nur Kontraproduktiv.

Unsere Rüstungen sind soweit wieder hergestellt, dass wir unsere Kav-Dann Servorsrüstungen anlegen, aufmunitionieren und es kann losgehen.

"Möge die Macht mit uns sein!", verabschiede ich mich vom anderen Team. Wir booten mehrere Kilometer von dem Hinterhalt entfernt am Eingang eines Höhlensystems aus. Ein Scan hat keine Lebensformen oder Energie geortet. Trotzdem sind wir bei der Annäherung äußerst Vorsichtig, da wir damit rechnen müssen, dass Moridia Vex die Drahtzieherin dieses Hinterhaltes ist. Eine Falle in der Falle ist durchaus möglich und dieser Zug ist durchaus vorhersehbar. Allerdings hätte Moridia, wäre sie wirklich klug gewesen, uns an der "Vanguard" aufgelauert. Mit ihrer Truppenstärke hätte sie uns da einkesseln und aufreiben können. Ich denke, Moridia nimmt die Sache zu persönlich und will deswegen hier ein überambitioniertes Meisterwerk abliefern oder uns kontrolliert sehr langsam auf äußerst schmerzhafte weise töten, nachdem sie uns unmissverständlich unsere Unzulänglichkeiten demonstriert hat. Hybris kommt bekanntlich meist vor dem Fall, hoffentlich ist das hier auch der Fall. Aber auch wir dürfen diese Frau auf keinen Fall unterschätzen. Wer so problemlos mit Eloy fertig wird, der gehört zu den gefährlichsten Wesen der Galaxis. Und natürlich mache ich mir große Sorgen um meine kleine Schwester, die mal wieder in einer äußert misslichen Lage gefangen ist. Wird das jemals aufhören?

Auf alle Fälle kommen wir ohne Probleme in das Höhlensystem und damit auch zur eigentlichen Mine. Allerdings gehen wir sehr leise zu Werke, verharren öfters um das vorliegende Areal zu scannen und rücken dann verhalten vor. An der Decke hängen im ersten Bereich ein Schwarm Mynocks an der Decke. Diese Viecher sind berüchtigt, Energie abzusaugen und Hüllen von Raumschiffen anzunagen. Die könnten unserem Scav gefährlich werden. Und auch uns in den Servorüstungen. Aber die Viecher bleiben inaktiv an der Decke hängen.

Nach zwei endlosen Stunden erreichen wir den Minenbereich, wo die Schlucht endet. Hier ist eine große Halle aus Tropfsteinen. Ein gerader Pfad geht mitten durch, schon vor langer Zeit einfach brutal durch die schönen Tropfsteinen geschlagen. An der Decke hängt ein großer Schwarm von diesen Mynocks. Das kann ein Vorteil sein, aber auch ein massiver Nachteil. Um einen stationären Scanner herum haben sich drei weitere Piraten gruppiert. Am Boden angekettet befindet sich hier Tory. Moridia Vex kann ich nicht entdecken und auch mein Scanner behauptet, dass sich in Bodennähe keine weiteren Lebensformen aufhalten. Aber Scanner kann man täuschen.

"Wir sind in Position! Wie ist euer Status?", funke ich Lyn an.

"Die Bodenteams sind draußen und haben ihre Bereitstellungsraum erreicht. Die "Vanguard" kann jederzeit mit dem Angriffsflug beginnen."

"Gut, wartet noch einen Moment!" Es gibt eine kurze Diskussion darüber, wie wir mit den Mynocks verfahren sollen. Scav schlägt vor, eine Rauchgranate hier zu zünden und die Viecher so raus zutreiben. Sein Argument ist, dass Rauch einen Fluchtreflex auslösen wird. Letztendlich ist es meist Feuer, was Kreaturen fürchten, Rauch ist da nur eine Folge davon. Aber da dieses Manöver, wenn es klappt, uns einen großen taktischen Vorteil verspricht, erkläre ich mich bereit, meine Rauchgranate dafür einzusetzen.

"Beginnt mit dem Luftangriff!", gebe ich das Zeichen zum zuschlagen und werfe meine Rauchgranate. Die ploppt auf und der qualmende Rauch versetzt die Mynocks in Panik. Scavs Einschätzung der Verhaltensweise der Mynocks war richtig. Der Schwarm löst sich von der Decke und jagt nach draußen. Der Scanner wird umgeworfen. Einer der Piraten wird von einem Mynock attackiert, die anderen beiden sind zu konfus, was zu machen. Ich töte sie, bevor sie überhaupt wissen, wie ihnen geschieht. Von draußen kann ich eine große Explosion hören.

"Erstes Schiff zerstört!", meldet Lyn, die zwei Protonentorpedos abgefeuert hat. Das andere Schiff wird mit Hilfe unserer Ionenkanonen lahm gelegt. Damit sind die schweren Waffen ausgeschaltet. Ein guter Anfang. Ich rücke derweil vor und befreie Tory. Die krabbelt so schnell sie kann hinter ein paar Tropfsteinen in volle Deckung, was in dieser Situation wohl das klügste sein dürfte. Die Piraten von draußen haben inzwischen die Zeichen der Zeit erkannt und schwärmen nun in die Höhle. Nur der Wookiee bleibt bei meiner Schwester zurück. Nicht gut!

Der Genosianer hat zwei stark modifizierte schwere Blasterpistolen in den Händen und eröffnet das Feuer auf mich, da die anderen noch viel weiter hinten stehen. Ich werfe mich zu Boden und nehme jede Deckung, die ich kriegen kann. Trotzdem werde ich getroffen, aber nicht vom Captain, sondern von seinen Leuten. Das fängt nicht gut an. Ich erwidere das Feuer auf die normalen Piraten, da die zu viele Läufe in meine Richtung halten und mich gut eindecken. Zwar kann ich dem schlimmsten entgehen und erledige auch zwei der Piraten, aber das wird noch ziehen. Shaka und Scav rücken nun verhalten vor. Die blaue Twi´lek hat ihr Disruptorgewehr dabei, was mir gar nicht gefällt. Aber vielleicht zieht sie dann Feuer, während ich ignoriert wäre. Schließlich schießen wir auch immer zuerst die Gegner mit diesen schändlichen und äußerst grausamen Waffen um.

Die blaue Twi´lek schießt auf dem Piratenkapitän und verkrüppelt ihn mit ihrem Disruptorgewehr. Jetzt kann er nur noch mit einer Pistole schießen. Ein Umstand, der mich in diesem Fall nicht traurig stimmt. Ich töte zwei weitere Piraten mit meinem DLT-19D, da ich mein vollautomatisches Feuer aufrecht erhalte. Der Piratenkapitän schießt im Gegenzug nun Shaka um. Die beißt die Zähne zusammen, richtet sich schreiend auf, schießt, und "köpft" einen Tropfstein. Der nächste Schuss haut sie ein weiteres mal um und sie bleibt dieses mal liegen. Skav greift nun mit seiner Axt an und spaltet den Kapitän mit seiner Axt nicht nur den Kopf, sondern den ganzen Körper. Leider ist die Wucht so stark, dass der vibrierende Axtkopf im Boden stecken bleibt und der Droide nun nur noch den Axtstil in der Hand hat. Ich töte die letzten Piraten und nur noch der Wookiee ist übrig. Demonstrativ richtet er seinen Bogenspanner auf den Kopf meiner Schwester. Das sieht ganz und gar nicht gut aus.

Nakagos wirre Gedanken

Der Kampf war durchaus spannend und sehr fordernd. Die Mynocks haben sich zum entscheidenden Vorteil entwickelt. Shaka setzte das Talent "Die Hard" ein, um noch einmal kurz aufstehen zu können, hat ihr aber nicht geholfen. Danach ging es viel dynamischer weiter, da niemand mehr gebremst hat. Es ist der reine Wahnsinn, wie zäh eine Fernkampfprobe sich entwickeln kann, wenn man sich überhaupt keine Mühe gibt, da etwas Geschwindigkeit rein zu bringen. Wenigstens kann man so lange auf die Toilette gehen und man verpasst nichts!

Nakago

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« Antwort #387 am: 11. Februar 2021, 17:25:15 »
Dorn

Entweder der Wookiee oder meine Schwester. Da fällt mir die Entscheidung verdammt leicht. Ich rutsche leicht in Position und zentriere mich auf den großen Kopf des Wookiee. Mein Zielfernrohr zoomt das Ziel heran und ich visiere das Zentrum seines Kopfes an. Eigentlich mag ich ja Wookiees, aber auch bei dieser Spezies gibt es Schurken. Als ich sicher bin, zu treffen, ziehe ich den Abzug sauber nach hinten durch. Drei Schüsse stanzen drei Löcher in den Kopf der Kreatur und ein Teil seines Felles fängt obendrein Feuer. Seine Augäpfel platzen und Rauch quillt aus seinem Kopf, als er in sich zusammen sinkt. Das hat gesessen.

Ich fühle große Erleichterung ihn getötet zu haben, aber keine Freude über den Tod dieses Wesens. Schade, dass wir uns nicht unter anderen Umständen kennen gelernt haben. Vielleicht wären wir Freunde geworden, so habe ich ihn nun getötet, um meine kleine geliebte Schwester zu retten. Mal wieder!

Sofort springe ich auf und renne zu meiner Schwester. Die "Vanguard" dominiert den Luftraum und säubert die Klamm vor Scharfschützen. Einer nimmt mich noch unter Feuer, kann aber gerade so noch ausweichen und erwidere den Beschuss. Nur treffe ich besser als er und schalte ihn aus. Schätze mal, dass war meine Nigthstinger. Eines der zwei Scharfschützengewehre, die mir gestohlen wurden. Unsere Klanleute treiben nun ebenfalls die Gegner aus ihren Stellungen und zwingen sie zum Rückzug. Ich komme zu meiner Schwester und überzeuge mich, dass sie es auch ist. Nicht dass es Moridia Fex ist, die mir die finale Falle stellt. Aber es ist wirklich Eloy. Ich schneide sie vom Boden los und in dem Moment detonieren die Baradiumladungen an der Klamm. Ein gewaltiger Regen an riesigen Steinen poltert nach unten. Mir bleibt nichts anderes übrig, als Eli zu schnappen und mit Hilfe meines Jetpacks nach oben zu fliegen, um diesem höllischen Inferno zu entkommen.

Leichter gesagt als getan. Was bin ich froh, ein Interface zu haben, so dass ich das Jetpack quasi mit Gedanken steuern kann. Ein riesiger Felsbrocken saust direkt auf uns zu. Im letzten Moment drehe ich uns aus dessen Flugbahn, berühre das Trümmerstück mit meinen Beinen und stoße mich damit weiter ab, um einem weiteren Brocken auszuweichen. Kleinere Steinchen prasseln wie Hagel in unsere Rüstungen und da geht mehr als nur etwas der Lack ab. Noch einem Brocken ausgewichen und ich schieße aus der Staubwolke heraus. Das war knapp gewesen, entsprechend rast mein Herz und mein Mund ist staubtrocken.

"Lyn! Peile mich an!", gebe ich nach einem Räuspern durch und schon sehe ich die "Vanguard" heran rauschen. Die untere Rampe geht auf und ich flitze in das Schiff.

"Puh! Das wäre geschafft", meine ich zu Eloy, die vollkommen durch den Wind ist.

"Diese verdammt Vex! Auf einmal war sie an Bord des Schiffes! Ich habe sie nicht gespürt! Sie war einfach in der Macht nicht da!", stammelt meine Schwester mit Tränen in den Augen und ich helfe ihr aus der Rüstung. Sie hat ziemlich viel Prügel einstecken müssen und ich denke, mehrere Rippen sind gebrochen oder angebrochen. Zeit für ein Bad im Bactatank. Ich helfe ihr aus der Rüstung und in den Tank. Aber schon nach wenigen Augenblicken fängt sie an, sich unkontrolliert zu bewegen. Fierfek!

Sofort ziehe ich sie aus der angeblichen Heilflüssigkeit und schreie nach Edna. Der eilt sofort herbei und mithilfe eines Medkits, dass wir dabei hatten, erkennen wir die Vergiftung. Sofort mischen wir ein Antidot, bevor Eli an einer Vergiftung krepiert. Diese Vex ist noch hinterhältiger als wir dachten. An eine mögliche Sabotage des Bactatank habe ich gar nicht gedacht. Das ist so was von hinterlistig, dass es einfach über meinen Horizont geht. Wir betten meine Schwester in die Schlafnische der Station und halten sie warm. Momentan kann ich für Eli nichts mehr tun und eile ins Cockpit.

"Status?", frage ich, weil die "Vanguard" momentan die Position hält.

"Kein Kontakt mehr mit Scav und Shaka!", meint Lyn.

"Gehe tiefer! Alle Energie auf Sender und Empfänger!", befehle ich und versuche Kontakt zu bekommen.

"Könn.. nur.. stück.. ehen. Dia war … Kon... ka... !" Das war Scav. Scheint so, als hätte es einen Kontakt mit Moridia Vex gegeben. Keine Ahnung, warum sie sich nicht früher enttarnt hat. Die Staubwolke hat sich inzwischen gelegt. Ein Pirat konnte gefangen genommen werden, der Rest ist auf der Flucht, verschüttet oder tot. Meine Nightstinger kann ich bergen, sonst nichts mehr. Nicht gut! Der gekaperte YT-1000 hat einige Kisten mit unserem Geld und weiterer Ausrüstung an Bord, die wir sofort bergen. Allerdings nicht die Speicherbänke des Navigationscomputers. Das sind keine guten Nachrichten, aber nicht zu ändern. Von hier kommen wir auf keinen Fall in der Mine. Die Schlucht existiert hier nicht mehr, sondern ist nur noch eine Mulde aus riesigen Gesteinsbrocken und Schutt.

Nun gut, wir landen wieder hinter der Mine. Edna und ich fliegen nun mit unseren Z-74 in die Höhle. Langsam, immer einen Hinterhalt vermutend.

"Scav? Kannst du mich verstehen?", funke ich den Droiden von hier unten an.

"Laut und deutlich!"

"Der Macht sei Dank! Wie geht es euch?", frage ich, nachdem ein ganzes Gebirge von meinem Herzen gefallen ist.

"Shaka ist schwer verletzt und ohne Bewusstsein. Ich bin schwer beschädigt. Hatten Kontakt mit Moridia Vex. Haben sie verwundet und in die Flucht geschlagen."

"Wie lange ist das her?", frage ich ihn, mich wachsam umblickend. Jederzeit bereit, meinen leichten Repetierblaster des Z-74 abzufeuern. Aber kein Ziel offenbart sich mir, während wir in Formation weiter in die Höhle hinein fliegen. Ohne Feindkontakt erreichen wir Scav, der den Körper von Shaka bewacht. Eines ihrer Cyberbeine ist ab. Ihr Disruptorgewehr liegt neben ihr, dem gebe ich einen herzhaften Tritt, weil ich diese Art von Waffen einfach abgrundtief verabscheue. Ich sichere die Umgebung, während Edna und Scav sich um Shaka kümmern. Inzwischen haben wir weit über acht Stunden uns mit diesem Schlamassel beschäftigt. Der tote Kapitän hat die Speicherplatine unseres Navicomputers bei sich. Immerhin sind wir nun wieder vollkommen Flugfähig. Aber wir werden auf alle Fälle zu spät zu diesem Schwertmeister kommen. Eine wichtige Spur hat sich damit in den Sand verlaufen.

Nachdem Shaka in einem transportablen Zustand gebracht wurde, verfrachten wir sie auf eines der Speederbikes und machen, dass wir von hier wegkommen, bevor Moridia Vex sich von ihren Wunden erholt hat und zum finalen Schlag ausholt. Irgendwie bin ich fast enttäuscht, als wir lebend ohne Feindkontakt von der "Vanguard" aufgenommen werden.

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Tja, Moridia Vex hat letztendlich doch nicht das volle Register gezogen.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #388 am: 14. Februar 2021, 17:02:08 »
Esk

Zwei Tage später fliegen wir die Route ab, die uns Vira Oquai gegeben hat. Wir sind nun einem riesigen Asteroidenfeld, dass von einer sterbenden Sonne umkreist wird. Ob die kosmische Katastrophe vom Zusammenbruch des Vergänglichen Labyrinths ausgelöst wurde oder durch die sterbende Sonne lässt sich nicht klar ermitteln. Spielt auch keine Rolle. Wenig Überraschend finden wir nur noch ein Wrack vor. Einst war das eine stolze Yacht, mit geräumigen Hallen. Nun ist es ein toter Klotz Metall. Mit großem Können wurden zuerst die Triebwerke und dann die Waffensysteme in den Waffenkuppeln zerschossen. Den Hyperraumantrieb lahmzulegen hat sich in diesem Umfeld als obsolet heraus gestellt. Lebenszeichen sind keine mehr zu erfassen. Die Piraten von Crimson Dawn haben ganze Arbeit geleistet.

Wir docken an und rücken in Kav-Dann Servorüstungen gehüllt vor. Von der Schleuse geht es zu einem opulent eingerichteten Empfangsraum. Die Holzvertäfelung ist teilweise verbrannt, Einschläge von Blasterschüssen sind als Ursache unschwer zu erkennen. Hier halten sich tote Piraten und wohl einst schwer bewaffnete Angestellte noch die Waage. Die "Hausdiener" haben sich wohl aus ehemaligen Soldaten des Konsortiums rekrutiert.

Uns gelingt es, eines der Notreaktoren zu reaktivieren. Künstliche Schwerkraft stellt sich wieder ein, ebenso läuft die Heizung wie auch das Lüftungssystem. Auch haben wir wieder Licht, allerdings sind viele Globen zerschossen. Ich denke, einst war das ein geräumiger Frachter, der in eine ebenso großzügig dimensionierte Schwertkampfschule umgebaut wurde. Es ist schwer zu unterscheiden, wer Schüler und wer Angestellter war, aber ich denke, es waren wohl etwa um die zwanzig Schüler und eine ebenso große Anzahl an Angestellten, Lehrer und der Meister anwesend. Etwa dreißig tote Piraten finden wir. Die Leute haben sich wirklich gut gewehrt und von ihren Angreifern einen hohen Blutzoll gefordert. Genützt hat ihnen das letztendlich nichts.

Es dauert eine Weile, bis wir das Quartier des Schwertmeisters finden. Besonders sein Arbeitszimmer ist vollkommen demoliert. Man hat sogar die Wandverkleidung herunter gerissen. Zwei kleine offenstehende Tresore zeigen, dass die Suche nicht vergeblich war. Natürlich ist alles geplündert. Auch gab es hier zwei Vitrinen, die vollkommen von ihrem Inhalt entblößt wurden. Nur eine zerhackte Uniform des Leibregiments der Königinmutter ist noch vorhanden. Was immer es hier zu finden gab, ist weg.

Letztendlich haben wir nichts anderes erwartet. Auch eine eingehende Untersuchung des gesamten Quartiers bringt wenig zu Tage. Es gibt ein gemeinsames Bild mit dem Besitzer dieses Schiffes und Admiral Lontra. Aber mehr als das es der Admiral ist, lässt sich daraus nicht schließen. Wir gleichen das Bild mit den Leichen ab und stellen fest, der Schwertmeister ist nicht darunter. Offensichtlich wurde er mitgenommen, da ich mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehe, dass er an Bord seines Schiffes war.

Wir durchsuchen das Cockpit und finden hier noch Logdaten vergangener Gespräche. Die laden wir herunter, da die für eine schnelle Sichtung zu umfangreich sind. Ein letztes mal wandere ich durch die weitläufigen Trainingsräume, die Quartiere der Schüler und die Unterkünfte der Diener. Es gibt nichts traurigeres als ein Schlachtfeld voller Toter.

Gedrückter Stimmung kehren wir zur "Vanguard" zurück. Hier sieht es nur etwas wohnlicher aus. Den ganzen Müll und zerschlagene Einrichtung ist von Bord. Die notwendigsten Sachen wie Matratzen haben wir ersetzt. Besh 42 ist rekalibriert und war mit einigen Giftdosen statt Stimpacks präpariert gewesen. Einen Teil der Graffiti haben wir schon in den Kabinen entfernt, aber es gibt noch viel zu tun.

Momentan fühle ich mich mutlos, antriebslos und auch wütend. Der Anschlag auf das Leben meiner Schwester, Tory und letztendlich auch uns nagt an mir. Wenn Vex sich selbst meiner Schwester unbemerkt nähern kann, wie sollen wir uns da gegen sie schützen? Die Schändung des Wohnbereichs und der Kabinen setzt mir persönlich zu. Das fühlt sich schon fast wie eine Vergewaltigung der Seele an. Sie waren in meinem persönlichen Bereich und haben drauf geschissen. Und letzteres ist nicht metaphorisch gemeint. Inzwischen ist alles mehrmals mit Desinfektionsmitteln abgespült, die Matratze ist ersetzt, die Bettwäsche ebenso. Die Farbe ist komplett herunter geschliffen, neu grundiert und neu lackiert. Trotzdem fühlt sich meine Kabine momentan nicht wie ein Hort der Sicherheit an, sondern einfach geschändet, entweiht und nicht mehr als meins.

Inzwischen konnten wir wenigstens den Kapitän verifizieren. Der Geonisianer ist vor zwei Jahren von der Bildfläche verschwunden und es gibt starke Hinweise darauf, dass er im Geheimgefängnis von Vult Vokai interniert war. Über diesen Namen sind wir schon öfters gestolpert, seit wir uns hier im Vergänglichen Labyrinth des Darth Varak aufhalten. Aber angesteuert haben wir diese Station noch nie. Hatten dazu nie auch einen vernünftigen Grund. Mir ist nicht ganz klar, mit welchen Mitteln Vex diese Leute rekrutiert hat. Aber offenbar hat sie gut genug Verbindungen zum Direktor oder Personal, um knapp vierzig internierte Piraten rekrutieren zu können. Oder das war von ganz oben abgesegnet.

Nach etwas hin und her kommt in den gefundenen Logdateien immer wieder ein Name vor: Averack Baal. Der betreibt einen kleinen Handelsposten auf der Vol Yunkai Station. Ich denke, wir haben da sogar schon mal eingekauft, als wir noch Waren hin und her transportiert haben. Momentan haben wir keine Zeit für solche kleinen Nebengeschäfte.

Also fliegen wir zur Vol Yunkai Station, auch wenn keinem Wohl dabei ist. Letztendlich ist das unsere einzige Spur, der wir nachgehen können. Trotz aller Befürchtungen kommen wir nicht nur ohne Probleme an, sondern werden auch noch äußerst freundlich behandelt. Offensichtlich haben die Hohepriester bis jetzt dicht gehalten. Nach dem bezahlen der üblichen Handelsgebühren bringen wir unsere "Vanguard" in den Wertbereich, da Innen noch viel ersetzt werden muss. Vieles haben wir nur überbrückt. Während kompetente Techniker nun die Verkabelung in den Schaltschränken neu legen, Wände abschleifen und den Aufenthaltsraum mal wieder renovieren, schauen wir uns nach neuen Nachrichten um.

Calfa ist im Aufwind, zwei Familien sind in Ungnade gefallen und neue Machtstrukturen ordnen sich, was das Wirtschaftsleben ankurbelt. Die Sternenheim wird dort in den nächsten Tagen erwartet. Ich hoffe mal, dass wir dann dort nicht sein werden.

Mit dem Händler Averack Baal bekommen wir problemlos Kontakt und treffen uns in einer Cantina. Der Mann dürfte die Fünfzig überschritten haben, hat sich aber gut gehalten. Hapaner sind eben gutaussehend im jedem Alter. Auf alle Fälle macht er einen äußerst sympathischen Eindruck, was bei einem Handelsvertreter sicherlich kein Manko sein dürfte.

Skav übernimmt das Reden, was mich überrascht. Offensichtlich hat er seine sozialen Fertigkeiten wohl ein Update verpasst. Natürlich lässt Shaka es sich nicht nehmen, sich einzuschalten, während ich mich zurücklehne und die Show genieße. Mal sehen, was dabei raus kommt.

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Ich habe einiges an blödsinnigen Aktionen und Streit hier ausgelassen. Es gab ein langes Drama wegen dem zurück gelassenen Disruptorgewehr. Das auszubreiten habe ich keinen Nerv mehr, da es auch rein gar nichts zur Handlung beiträgt.

Nakago

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Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Antwort #389 am: 16. Februar 2021, 22:50:41 »
Forn

Scav und Shaka leiten das Gespräch recht schnell in die richtige Richtung und treffen sogar den passenden Ton. Zwar bekommen sie nicht heraus, was genau da zwischen Admiral Lontra und den Erstgeborenen gelaufen ist, aber es gibt ein paar Andeutungen von Seiten von Averack Baal. Es bleibt alles äußerst vage, aber es scheint wohl mal ein paar Dinge zum "Wohle" das großen Ganzen angeleiert worden zu sein. Das hört sich nach einer finsteren Geheimoperation an, in der wohl Teile der Flotte, Hapanische Privatiers und die Erstgeborenen verwickelt waren. Auf alle Fälle schien es notwendig gewesen zu sein und so heikel, dass sich Averack Baal entschuldigt, nachdem wir klar gemacht haben, dass Pharos wohl diese Information hat. Ich denke, dieser Baal hat noch Kontakte zumindest zu Admiral Lontra, der über diese letzten Entwicklungen nicht wirklich glücklich sein dürfte.

Nach kurzer Beratung beschließen wir alle auf Sybal zu warnen, die uns wichtig sind, da wohl bald eine Säuberungsaktion von Seiten der Flotte über die Piraten einbrechen könnte. Also warnen wir die Klanleute, Myrte und auch wegen der guten alten Zeiten willen Valerie Virin. Immerhin hat sie uns damals zu dem Klonlabor geführt und hat einige Ereignisse ins Rollen gebracht. Ihr Familie war zwar nicht gerade Nett gewesen, aber sie selbst betrachte ich doch als Freundin. Ich rede mit Valerie und mache ihr klar, dass es auf Sybal nun nicht mehr sicher für Renegaten des Hapes Konsortium ist. Was die Tochter des einst mächtigen Adelshauses daraus nun macht, ist ihre Sache und liegt nicht mehr in meiner Hand.

Da wir schon mal hier sind, treffen wir uns mit Vasgo und seinen Jungs. Vor einer Ewigkeit  haben wir zuerst gegen sie gekämpft, dann mit ihnen zusammen gegen diese seltsamen Schwarmaliens und gegen Volten. Was war das einfach im Gegensatz zu den heutigen Problemen. Die Schmuggler machen immer noch gute Geschäfte trotz aller Komplikationen. Da sie an Protonentorpedos herankommen, bestellen wir gleich mal genug bei ihnen, um unsere Werfer wieder aufmunitionieren zu können.

Wir bohren auch etwas wegen der Vult Yunkai Gefängnisstation nach, aber mehr als wir schon wissen, bekommen wir nicht heraus. In diesem Gefängnis sitzen Fremdweltler ein und wohl auch Hapaner, gegen die direkt keine offizielle Anklage erhoben wurde. Eine Nation, die so eine Gefängnis unterhält, kann nicht gut sein.

Nach zwei weiteren Tagen auf der Station, wo wir auf die Fertigstellung der Renovierung der "Vanguard" warten müssen, tut sich auf Sybal etwas. Wir bekommen verschiedene Nachrichten rein. Die königliche Flotte greift mit mehreren Großkampfschiffen die vereinigte Piratenflotte an. Ein erheblicher Teil der Piraten und Renegaten werden vernichtet. Allerdings kann Vigo Pharos mit seiner "Marauder" und einigen weiteren Schiffen erfolgreich fliehen. Sektor I und Anduras werden durch orbitale Schläge schwer in Mitleidenschaft gezogen. Ein Großteil der bodengestützten verbunkerten Turbolaser werden ebenfalls zerstört. Das ist bitter, da die Bedienungsmannschaften die Klanleute gestellt haben. Zwar waren die durch Glimstim wahrscheinlich den Piraten hörig, trotzdem dürften einige Veteranen und Kameraden des Befreiungskrieges gefallen sein. Obendrein sind Bodentruppen der Hapaner gelandet, um an der Oberfläche weitere Säuberungen durchzuführen. Das sieht alles nicht wirklich gut aus. Und das wirklich bittere ist, dass wir wahrscheinlich das mit der Befragung von Averack Baal ausgelöst haben.

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Sitzung gespielt am: 08.02.2020
Anwesende Spieler: Lyra, Scav, Shaka, Lyn
Erfahrungspunkte: 20 EP,  20 EP in vierten Rang von Artillerie investiert.

Beute: Großteil von unserem Zeug wieder bekommen. Die von Anduras I erbeutete E11s unwiederbringlich verloren, was sehr Schade ist. Die Waffe war zwar so nicht einsetzbar, da die Nightstinger eh besser ist, war aber eben eine schöne Trophäe. Snüff! Ein YT-1000 im Wert von etwa 75 000 Credits.

Getötete und überwundene Gegner: 1 Piratenkapitän, 1 Wookiee, viele Piraten, Moridia Vex in die Flucht geschlagen.

Resümee: Sehr guter Anfang, die Mission in Sektor I hat mir außerordentlich gut gefallen. Wir hatten nun endlich einen wichtigen Hinweis über die Hintergründe der Allianz von der Königlichen Flotte und den Erstgeborenen. Da hatte ich noch richtig gute Laune. Aber dann kam die Sache mit der "Vanguard". Klar, warum es den Spielern auch einfach machen... Das Moridia Vex irgendwann zuschlagen würde, war klar. Die hat ja wohl noch eine persönliche Rechnung mit uns offen, da wir ja ihren Kollegen Trivex ausgeschaltet haben. Aber der Zeitpunkt konnte nicht schlechter gewählt sein.

Das war dann so unglaublich zäh. Und natürlich war es mal wieder ärgerlich, dass Lyra schon wieder ihre kleine Schwester befreien musste. Ist ja Nett, wenn der SL immer einen netten Haken zur Hand hat, um die Spieler in ein Szenario zu zwingen. Aber es nervt mich persönlich, dass es schon wieder Eloy sein musste, die als Köder herhalten durfte. Tory natürlich auch. Myrte und die drei Javas wäre mal eine nette Abwechslung gewesen, aber die hat unser SL leider vorbei ziehen lassen. Das wäre besser gewesen und hätte vielleicht uns noch die Möglichkeit gegeben, den eigentlich vorgesehenen Weg zu gehen.

Das Szenario war schön knackig, aber als Warm Up bzw. kleines Hindernis zum eigentlichen Plot ungeeignet, da einfach zu hart dafür. Zwei Schiffe, fast fünfzig Mooks, zwei harte Zwischenbosse und Moridia Vex als finaler Boss. Zu viel für so wenig Spieler... Wir sind gut, aber so gut auch wieder nicht. Und dafür, dass wir ja noch eigentlich einen Rennen gewinnen sollten, war das vollkommen übertrieben. Als Stand Alone wäre das eine herausfordernde Queste gewesen, die mir großen Spaß gemacht hätte. So war das nur sehr ärgerlich und bald war klar, entweder Schwester oder Schwertmeister. Beides war nicht zu schaffen. Dann am Ende noch der vergiftete Bactatank. Das hat mir den Rest gegeben. Da war ich schon durchaus verärgert.

Dieser Abend ist ein gutes Beispiel, wie man ein eigentlich gutes Szenario durch äußerst schlechtes Timing vollkommen kaputt machen kann. So war jeder Spieler am Tisch je nach Naturell frustriert, verärgert, gelangweilt oder eingeschnappt. Die Kombination war so nicht zu schaffen gewesen und so was macht einfach keine gute Laune, sondern man schiebt nur Frust. Das war so Schade, besonders da seit langer Zeit der Spieler von Lyn wieder dabei war.

Der SL fand es Schade, dass Lyn dazu verdammt war, in der Kanzel der "Vanguard" gefesselt zu sein. Fand das eigentlich super, da Lyn genau das wirklich gut kann, nämlich fliegen und konnte zeigen, dass sie nun mal unsere primäre Pilotin ist. Im Erdkampf wäre sie schnell wieder ausgeschaltet gewesen. Zu wenig Absorption in Verbindung mit viel zu wenigen Lebenspunkten. Keine drei Runden und Lyn wäre (wie leider üblich) am Boden gewesen. So war sie außer Gefahr und hat einen Großteil der Gegner neutralisiert. Fand das wirklich gut von uns gelöst.

Der Anschluss an die Befreiung war dann planloses herumgeeier, weil keiner wusste, was denn nun von einem erwartet wird oder an welchem Punkt wir ansetzen können. Auf der einen Seite ist es Toll, frei agieren zu können, aber man verliert sich schnell, wenn man einfach nicht mehr weiter weiß. Besonders wenn die Motivation etwas selbstständig zu machen eher dünn ist. Wir sind von Gegnern umgeben und die Klanleute werden in der Mitte einfach zermalmt. Letztendlich sind wir niemanden mehr wirklich was schuldig. Und wenn SC nur noch eigentlich verlieren, macht das keinen Spaß. Es geht eigentlich gerade nur Verluste zu minimieren.

Und da sind dann noch gleich drei mächtige Machtanwender, die uns tot sehen wollen. Wenn man es genau nimmt, kann es uns aus Charaktersicht vollständig egal sein, was die mit Darth Varaks Netzwerk treiben. Die Galaxis ist groß, soll sich doch sonst jemand drum kümmern. Wie man hier lesen kann, meine Motivation ist gerade in den Keller gerutscht.

Wie man merkt, bin ich momentan äußerst unzufrieden mit der Entwicklung der Kampagne. Nilvax Station war eben der Punkt, der zumindest mich motiviert hat, da was von mir aus zu unternehmen. Zum einen aus einer gewissen Verpflichtung meines Spielercharakters zu deren Bewohnern heraus und zum anderen um damit durchaus die vielen schnöden Credits wieder zu bekommen, die äußerst reichlich in die Station geflossen sind. Und dadurch, dass wir realistisch gesehen unsere Credits verloren sind, egal wie die Sache letztendlich ausgeht, ist die Motivation bei mir vollkommen in den Keller gegangen, da noch was zu riskieren. Vielleicht bekommen wir ja die Nilvax Station zurück, vielleicht kriegen wir 100 000 Credits dafür, vielleicht auch gar nichts. Das reicht einfach nicht, um mich zu motivieren.

Das hört sich alles ziemlich negativ an, aber ich will jetzt nichts schön reden. Wir haben einen guten SL, trotzdem klappt halt selbst bei ihm auch nicht immer alles. Heute war eben so ein Tag, wo das Szenario vollkommen den Bach herunter ging. Besonders Schade ist halt, dass der Spieler von Lyn endlich mal wieder da war und dann geht es so in die Binsen. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass hat noch die Episoden um Togominda unterboten, die waren auch nicht gut. Abhaken, nach vorne sehen, daraus lernen. Erfahrung sind nun mal die Fehler, die wir überlebt haben.

Nachtrag: Am Ende der Kampagne habe ich dieses Kapitel noch einmal angesprochen. Normalerweise war vorgesehen gewesen, dass Lyn von Moridia Vex entführt wird. Aber nach langer Zeit war der Spieler halt mal wieder da und deswegen musste dann Eloy und Tory als übliche Opfer herhalten. Ist unglücklich gelaufen.

Lyras Entwicklung: 20 EP sind wirklich angemessen. Jetzt ist natürlich die Frage, was mache ich damit, da es mehrere sinnvolle Möglichkeiten gibt. Momentan geht es mir aber eher um eine konkrete Kampfwertsteigerung und Artillerie wäre mal wieder dran. Damit wandern 20 Punkte in den vierten Rang von Artillerie. Damit hat Lyra jetzt in der dritten Kampffertigkeit einen Rang von vier.

Für Fünfzehn weitere Seiten kann ich mir zu einem für fünf Punkte "König der Straße" kaufen, mit dem ich nun zwei schwarze Würfel auf Straßenwissen und Wissen Unterwelt abziehen kann. Also die schwarzen Würfel, die wir nie auf Proben aufgeschlagen kommen. ;D

Für zehn Punkte gibt es "Abgehärtet", was zwei zusätzliche Lebenspunkte gibt. Wie wir wissen, Lebenspunkte kann man nie genug haben. Damit wären es dann 29. Damit sind noch fünf Talente vom Entdecker offen, die aber 110 Punkte kosten.

Macht und Schicksal – Disciples of Harmony

Heute will ich ein weiteres Berufsbuch für Macht und Schicksal vorstellen. Wie üblich 100 Seiten für knapp 30 Dollar. Der Preis beträgt auch in Deutschland knapp dreißig Euro, weil das nicht zu den wirklich begehrten Büchern zählt.

Nach der üblichen Einführung geht es gleich mit Kapitel I eins los, dass den schönen Namen "Disciples of Law" trägt. Nach der Beschreibung was die einzelnen Subklassen so machen und warum, kommt ein Abschnitt über die Setting typische Moral. Dann kommen auch schon die drei neuen Rassen, wobei die hier wirklich alle neu und nicht aufgewärmt sind. Zwei davon kennt man durchaus.

Der Arkanianer stammt aus dem Legends Bereich. Kam wohl mehrmals in der Romanreihe Republik Commando vor, ist also inzwischen nicht mehr Kanonisch. Wer die Idee zu der Rasse hatte, muss wohl irgendwann mal Perry Rhodan gelesen haben. Den die Arkanianer haben verblüffende Ähnlichkeiten mit den Arkoniden. Ähnlicher Name, blaue Haut, weiße Haare und Arrogant. Also keine wirkliche Bereicherung des Universums. Sie sind klug, aber können nicht so gut mit anderen. Ein Bonus Rang in Medizin und sie können gut im Dunkeln sehen. Na ja.

Der Cosian kennt man aus der The Clone Wars Serie. Meister Sinube aus Episode 14 der zweiten Staffel ist ein Cosian. Eine meiner Lieblingsfolgen. Auch der Cosian ist klug, aber dafür körperlich schwach. Kann aber dank eines starken Rückens fünf Punkte mehr Ausrüstung durch die Gegend schleppen. Und sie haben von Grund auf einen Rang in Allgemeinbildung.

Schließlich haben wir aus Episode III noch den Pau´an. Auch die sind schwach, aber Willensstark. Dafür haben sie dann gleich mehr Lebenspunkte. Aber dafür sind sie nicht wirklich Stressresistent. Umgekehrt würde es deutlich mehr Sinn machen, aber so? Auch bekommen sie einen blauen Verstärkungswürfel auf Wahrnehmung und Wachsamkeit. Dazu noch einen Rang in Verhandeln oder Einschüchtern.

Die Rassen sind zwar bekannt, aber nichts, was mich in irgend einer Form reizen würde zu spielen. Nach den Rassen kommen wir natürlich zu den drei üblichen neuen Spezialisierungen. Im Angebot haben wir den Arbiter, den Ascetic und den Teacher. Klar, wer wollte nicht schon immer einen Lehrer im Weltraum spielen?

Der Arbiter verfügt über eine gute Mischung aus defensiven und sozialen Talenten. Auch hat er Lichtschwert als Spezialfertigkeit. Insgesamt hat der Arbiter drei zusätzliche Spezialfertigkeiten. Ich finde diese Mischung aus verschiedensten Talenten gut gelungen. Man kann von allem etwas, ohne jetzt übermäßig fokussiert oder zu breit aufgestellt zu sein.

Der Ascetic hat gleich fünf mal das Talent Starrsinn. Soviel wie keine andere Spezialisierung. Für zwei seiner Talente darf er eine maximale Belastung von zwei haben, dass ist verdammt wenig. Ein anderes Talent erlaubt dem Asket den gleichen Schaden, den er erlitten hat, auch dem Verursacher verabreichen. Diese Klasse ist doch recht speziell.

Der Lehrer bekommt nur eine weitere Spezialfertigkeit, kann aber über einen Talent noch zwei weitere nehmen. Viele seine Talente gehen in Richtung Unterstützung von Verbündeten. Einige sind recht brauchbar. Auch kann er für Kampfproben irgend ein Attribut verwenden, wenn er eben einen Schicksalpunkt dafür aufwenden, was doch recht teuer ist.

Danach kommen die üblichen Signatur Fähigkeiten. Hier ist das zu einem Much to Learn. Hier kann der Anwender für zwei Schicksalspunkte einem Verbündeten eines seiner Talente geben. In Unmatched Negotiation kann der Anwender für zwei Schicksalpunkte für bestimmte soziale Proben alle roten Würfel entfernen.

In diesem Buch gibt es gleich zwei neue Machtkräfte. Imbue kann ein Attribut eines oder später mehrerer Verbündeten anheben. Ebb/Flow verursacht bei Gegnern Stress oder heilt bei einem selbst Erschöpfung.

Kapitel II heißt "Tools of Judgement". Gleich sechs Fernwaffen sind im Angebot, die alle Betäubungsschaden machen. Einige haben zusätzlich die Eigenschaft des Niederwerfens oder des Verstrickens. Also das was man braucht, um Leute lebend zu überwältigen oder temporär auszuschalten, ohne sie gleich umbringen zu müssen. Eine der Waffen "friert" praktisch den Gegner kurz ein. Wie auch den Nahkampfwaffen ist der gemeinsame Nenner der Betäubungsschaden. Es gibt fünf Rüstungen zur Auswahl.

Die Ausrüstung hat den Schwerpunkt auf Überlebensausrüstung, Scanner, Medizinische Geräte und Lernutensilien. Also das was der Gesandte wohl auch so einsetzen mag. Vier Waffenzubehörteile stehen zur Auswahl ebenso vier neue Kristalle für Lichtschwerter.

Gleich sieben Droiden werden im Detail vorgestellt. Da wäre ein fernsteuerbarer "Droide", also eher eine Drohne, was in diesem Setting ja die große Ausnahme ist. Zwei davon unterstützten mit je einem blauen Verstärkungswürfel soziale Proben. Ein weiterer ist ein reiner Dolmetscher. Wir haben da noch einen Sicherheitsdroiden nur mit Betäubungswaffen und einen Trainingsdroide. Der letzte in der Reihe ist ein Rettungsdroide. Nette Auswahl, aber kein Must Have.

Bei den Fahrzeugen geht es gleich mit einem Tarnkappengleiter für zwei Personen mit Rumpf zwei und einer Zuladung von 20 los. Weiter geht es mit einem "Jetski", also einem schwimmfähigen Speederbike mit Rumpf eins! Das Teil kann immerhin 20 Meter hoch fliegen, kann einen Passagier tragen und hat eine Geschwindigkeit von vier. Weiter geht es wohl mit dem ersten Überwasserschiff in diesem System. Mir ist jedenfalls noch kein anderes Schiff aufgefallen. Es gibt zwar hier und da ein U-Boot, aber an ein richtiges reines nichtfliegendes Überwasserschiff kann ich mich nicht erinnern.

Danach kommen zwei Landspeeder, einmal die Krankenwagenversion des A-A5M, des meist verbreiteten Frachtgleiter überhaupt. Dann ein Luxusgleiter mit fünf Passagieren und einen Piloten. Ein sechsbeiniger Geher für Minenoperationen beendet dann den Reigen der Bodenfahrzeuge.

Die Raumschiffe starten mit dem T-6 Shuttle, welches mindestens zwei mal in der Clone Wars Serie vorkam. In der Episode Kopfgeldjäger, dass auf den Film die 7 Samurai beruht, ist Anakin damit abgestürzt. In der letzten Rebelsfolge kommt damit Ahsoka nach Lothal, um Sabine Wren abzuholen. Also ein recht bekanntes Design. Als nächstes kommt die zivile Version des V-19.

Auch zwei Frachter stehen zur Auswahl. Einmal der Action IV, der hier in diesem Werk schon mal vorkam und im Grundbuch zu "Am Rande des Imperiums" zu finden ist. Als zweites gibt es einen Frachter mit einer Zuladung von 400 bei einem Rumpf von vier. Zum Vergleich, unsere E-9 Vanguard hat bei gleicher Geschwindigkeit, Rumpf und Handling eine von 60.

Drei Großschiffe gibt es zu bestaunen. Zum einen die aufgewärmte Consular Class. Aber was wirklich cool ist, die Crucible wird beschrieben. Das ist das Jedischiff vom zweiten Arc der fünften Staffel von The Clone Wars. Das sind die Abenteuer der sechs Jünglinge und Ahsoka. Im Laufe des Arcs wird das Schiff eigentlich zerstört... Aber egal, schön das man dafür Werte hat. Als letztes gibt es noch ein Beobachterschiff der Kamonianer zu bestaunen.

Kapitel III heißt "Path to Peace" und zeigt als Artwork ein Duell auf einem Schneeplaneten. Der erste Teil beschäftigt sich mit Mentoren. In "Macht und Schicksal" ist ja ein Mentor eines der Elemente, welche SC zur Seite gestellt bekommen. Hier werden verschiedene Archetypen vorgestellt. Das ganze nimmt immerhin vierzehn Seiten ein, wo wir zu "Knowledge is Power" kommen. Artefakte werden kurz angesprochen und schon geht es weiter mit "Wie setze ich Gesandte ein" oder "Wie binde ich sie in meine Gruppe ein". Dazu noch etwas über Diploamtie und schon sind wir auch durch.

Fazit: Ein Buch für Gesandte, ganz klar. Sonst gibt es wenig interessantes zu entdecken. Einige der Waffen haben recht einmalige Kombinationen, andere sind nur Variationen schon bestehender Typen. Die Fahrzeuge haben es teilweise in sich. Einige der Werte mögen sich einfach nicht so glatt einfügen, sprich, das Preis Leistungsverhältnis passt so einfach nicht. Das Artwork ist wie immer solide, wenn auch nichts wirklich überragendes dabei ist.

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