Autor Thema: Iyear Kulisth - ein Artificer  (Gelesen 1335 mal)

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Doombrand

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Iyear Kulisth - ein Artificer
« am: 13. Januar 2005, 21:33:53 »
 Iyear Kulisth, ein Artificer

Teil 1

Anmerkung vorweg: Die komplizierte Ausdrucksweise stammt weniger von mir als von dem Char, wenn ihr versteht, was ich meine.

Der schlanke, mittelgroße Mann von etwa 30 Jahren mit den scharf geschnittenen Gesichtszügen setzt sich vor die gespannt wartende Masse von Jugendlichen und spielt mit seinen Fingern. „Ich soll euch dann also eine Geschichte erzählen – auf Wunsch der alten Dame, die dort hinten sitzt“, bemerkt er mit einem verschmitzten Lächeln und einem Fingerzeig auf eine sehr alte Frau an der Rückwand des Raumes, während die gespannte Kinder- und Jugendlichenschar vor ihm verstummt. „Hmm, also ich denke, dieses Mal habe ich eine besonders gute auf Lager. Sie wird manchmal traurig sein, sie wird manchmal – so hoffe ich es doch- packend sein, und sie hat viel mit einer bestimmten Person hier im Raum zu tun.“ Die Kinder blicken alle entgeistert ihre Eltern an, die im hinteren Teil des Raumes Platz genommen haben, sich fragend, ob diese nun gemeint sind oder gar eines der anderen Kinder?
„Also, dann fangen wir mal an“, fährt der Mann fort und legt seinen Stab behutsam beiseite:

„Es begab sich vor etwa 30 Jahren, dass in einem kleinen Teil des großen Gebietes Droaam, das man früher noch zum Breland zählte, eine arme  Familie ihr 7. Kind zeugte – ohne große Begeisterung darüber, denn der Mann, der der Mutter des Kindes schon die ganze Zeit seinen Willen aufzwang, war nicht besonders erfreut. Folglich durfte die Frau es auch nicht sein, wenn sie nicht den Zorn ihres Ehemannes auf sich ziehen wollte.
Das Kind wurde in der Folgezeit vernachlässigt – der Vater zog aus, um sich gegen die Monster zu behaupten, die inzwischen fast täglich Überfälle auf das kleine, abgelegen liegende Dorf starteten; die Mutter musste sich um die anderen 6 Kinder kümmern, die entweder noch zu jung waren, um auf sich selbst aufzupassen, oder alt genug, um mitzuhelfen, das Dorf zu verteidigen und somit fast alle ständig verletzt auf irgendwelchen blutigen Matratzen herumlagen.
Die nächsten paar Jahre verliefen nicht gerade erfreulich für den kleinen Bengel: Der Vater verließ das Dorf, um seinem Beruf nachzugehen, der offenbar das Herstellen magischer Gegenstände für diverse am Krieg beteiligte Parteien war. Da er mit seiner Magie, die er in wahren Feuerwerken aus seinen Stäben und Schriftrollen entlud, wie der Junge sich auch heute noch erinnern kann, die größte und eigentlich letzte Verteidigungsbastion gegen die Monstervölker aus der Wildnis darstellte, hatten die Bewohner der Ansiedlung nach seinem Weggang nicht mehr den Hauch einer Chance.
Die Brüder des Jungen wurden noch im Krankenbett liegend abgeschlachtet oder anderweitig missbraucht – womöglich auch gefoltert – die Mutter packte ihren kleinsten Sohn, der Einzige der 7, der ohne Hilfe laufen konnte, und floh mit ihm tiefer in die Wildnis, bis zu einem Druidenhain, den sie offenbar noch kannte, denn der Junge sah die Zielstrebigkeit in ihren Augen. In diesen grünen Augen, die er auch von ihr geerbt hatte.
Dort lebte sie eine zeitlang. Die Druiden akzeptierten, aber ignorierten sie auch. Das verstand der Junge nicht, doch er dachte sich insgeheim, dass der Grund, warum die Beschützer des Waldes seine Mutter nicht mochten, derselbe war, weshalb sie auch in das Dorf, aus dem er kam, gegangen und sich so gar nicht wie ein Druide verhalten hatte- zumindest, soweit er das beurteilen konnte. Er traute sich allerdings auch nie, sie danach zu fragen, denn sie wirkte während dieser ganzen Zeit, als läge ihr etwas schwer auf dem Herzen: Sie saß eigentlich nur tief in Gedanken versunken bei unserem Lager und trug dem Jungen verschiedene Aufgaben auf; na ja eigentlich eher alles, was es so zu tun gab: Wasser holen, Essen machen und so weiter.
Das Leben plätscherte in diesem abgelegenen Teil Khorvaires so vor sich hin, während der Letzte Krieg in der großen, weiten Welt draußen tobte – bis auch der Junge von einem Strudel der Ereignisse gepackt wurde, der auch seine Mutter erfasste und sie aus ihrem dauerhaften Trancezustand riss.
Es war ein heißer Sommertag, an dem die Gnolle, die den Druidenhain bis dahin weiträumig umgangen hatten, plötzlich und überraschend angriffen. Völlig gepackt von den Ereignissen starrte der Junge auf die Szenerie und sah, wie die Druiden ihre Feinde mit allergrößter Mühe zurückschlagen konnten, doch nicht ohne den Preis zu bezahlen, der in diesem Fall lautete, dass die Hälfte des Lagers oder sogar mehr verstümmelt worden und zu Boden gegangen war.
Die Augen der Mutter brannten nun in einem Feuer, wie er es noch nie gesehen hatte: „Ist es Angst?“, dachte er sich, doch das tat nichts zur Sache. Sie nutzte einen Stab, den sie offenbar ihrem Mann vor dessen Verschwinden abgenommen hatte, und der sie und ihren Sohn unsichtbar machte. So schafften die Beiden es, aus dem Lager zu entkommen.
Eine ganze Weile ging es Richtung Osten, während immer mehr Ladungen des Zauberstabes aufgebraucht wurden. Schließlich jedoch forderte die Mutter ihren Sohn auf, den Stab an sich zu nehmen, und zu gehen – in Richtung der Stadt Grauwand, wo er angeblich sicher sein solle. Wie gelähmt stand er da noch eine geschlagene Stunde, als seine Mutter sich schon längst in eine andere Richtung aufgemacht hatte. Wohin bloß?

 
Well, some people hate it, some people love it.<br><br>Therefore..<br><br>Balanced! :)

Doombrand

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Iyear Kulisth - ein Artificer
« Antwort #1 am: 13. Januar 2005, 21:34:13 »
 Teil 2

Diese Frage verfolgte den Jungen sein ganzes Leben über, und er machte sich, als es soweit war, auch daran, dem nachzugehen und das bohrende Ungewissen über das Schicksal seiner Mutter aus der Welt zu räumen. Immer wieder fragte er sich auch, wo dieses bohrende Ungewissen überhaupt herkam – nie hatte sie sich verhalten wie eine Mutter, nie war er liebevoll in die Arme genommen und getröstet worden, auch im Lager der Druiden hatte sie zwar ihren Beschützerinstinkt bewiesen, aber nicht, dass sie seine Mutter war. War sie das? „Ja“, sagte sich der Junge, „da bin ich mir sicher“.
Doch erst einmal musste er sich darum kümmern, die Stadt Grauwand zu erreichen, von der seine Mutter gesprochen hatte. Wie sollte er dort hinkommen? Verzweifelt und orientierungslos streifte er tage- und wochenlang durch die Wildnis, ohne zivilisierten Gebieten auch nur näher zu kommen. Die Unsicherheit, ob er es überhaupt schaffen oder bei dem Versuch sterben würde, nagte ungemein an dem Jungen, doch er trieb sich damit an, dass er den „letzten Willen seiner Mutter“, wie er es bereits nannte, erfüllen müsse.
Schließlich traf er auf einer Lichtung auf ein merkwürdiges Konstrukt, das jedoch eine Robe umhatte – eine Ähnliche, wie sein Vater eine getragen hatte. War dies ein Mensch – nein, kein Mensch – vom selben Schlage? Eventuell sogar genauso grausam? Doch er musste das Risiko eingehen, sonst würde er nie aus der Wildnis herauskommen, das konnte sein junger, aber schon scharfer Verstand genau analysieren.
Das Wesen nannte sich „Lethren“ und sorgte für den verunsicherten Jungen. Es führte in sogar in Richtung Grauwand, trennte sich dann irgendwann jedoch mit den besten Wünschen von ihm, ohne zu sagen, warum. Generell schien niemand dem Jungen Gründe nennen zu wollen. „Also gut“, dachte er sich dann, „auf nach Grauwand“. Aufbruchstimmung erfasste ihn, die jedoch schnell niedergeschlagen wurde, als ein Orktrupp ihn gefangennahm und in ihr Lager verschleppte. Dort wurde er zusammen mit einigen anderen Wanderern und sogar einem Waldläufer und einem Druiden festgehalten, in einem stinkenden Schlammloch. Nie konnte der Junge die Folterungen und Rituale, die ihn an den Rande des Todes, aber unerklärlicherweise  niemals darüber trieben, vergessen und nie konnte er auch die Narben vergessen, die seinen kompletten Körper zierten – bis auf das Gesicht, das hatten sie verschont. Die Orks schienen eine merkwürdige Gottheit anzubeten, das merkte der Junge schnell. Und das machte er sich zunutze.
Als er und die anderen Gefangenen mal wieder ein Ritual über sich ergehen lassen sollte, zog Riyek, so hieß der Waldläufer, plötzlich einen Dolch und meuchelte einen der Schamanen. Der Junge packte sich die rituelle Waffe des“ Gottesmannes“ und erledigte den Anderen. Es folgte ein Spießrutenlauf durch das Lager, den nur 3 der 7 Fliehenden überstanden – und auch diese erreichten die offene Wildnis auch nur blutüberströmt und schwach, während die bösen Humanoiden bereits Spähtrupps zusammenstellten, um sie zu finden.
Eggstand, ein gewitzter Bursche, und Norsit, ein merkwürdiger, selbst in dieser Situation arroganter, undurchschaubarer Kerl waren die Gefährten des verletzten Jungen. Und es wurde noch einer weniger, als Eggstand Norsit mit der Begründung umbrachte, „dass er uns früher oder später verraten hätte“. Der Junge, inzwischen ein junger Mann, war endgültig in der Realität angekommen.
Völlig erschöpft, mit zerrissenen Klamotten und ohne jegliches Hab und Gut erreichten die Gefährten, die während der gefährlichen Reise Freunde geworden waren, Grauwand. Nur gegen den Ritualdolch, den der junge Mann immer noch mit sich herumschleppte, konnten sie sich professionelle Versorgung ihrer Wunden erkaufen.
„Zaubergeist“, wie Norsit seinen Freund wegen seines schnellen Verstandes und seiner Überzeugungskraft und in Ermangelung einer für ihn typischen Waffe nannte, musste sich von Anfang an mit all den Tücken einer Stadt, die von verfeindeten Völkern und vor allem so vielen verschiedenen Völkern bewohnt wurde, herumschlagen. Er und sein Freund schafften es jedoch schnell, sich zurechtzufinden, und der junge Mann mit dem frisch erworbenen Spitznamen ergatterte sich mithilfe seiner in diesem enthaltenen Fähigkeiten  schnell mehrere Zauberstäbe, mit denen er so liebevoll umging wie andere mit einem Ehepartner. Sogar eigene Namen fand er für sie.
In der Folgezeit begann er sich immer mehr für die Kunst, mit solchen magischen Gegenständen umzugehen und sie herzustellen, zu interessieren, und arbeitete hart (bzw. Norsit stahl tüchtig), um die Gebühren für die städtische Bibliothek zusammenzukratzen und sich dort weiter zu informieren.
Der Name „Zaubergeist“ war bald durch das ganze Stadtgebiet bekannt, denn der junge Mann pflegte mit den offensiven Mächten seiner Stäbe zur Erreichung seiner Zeile sehr freizügig umzugehen und sich selbst aus misslichen Lagen zu befreien. Aufgrund dieser Berühmt- oder Berüchtigtheit zog er es auch vor, auf einen festen Wohnsitz zu verzichten, auch wenn die Bibliothek wie ein zweites Zuhause für ihn wurde. Die anderen Gelehrten oder Studenten, die sich dort informierten, verachteten den verdreckten Kerl, der sich die Nacht um die Ohren schlug, um allerlei zu lernen und zu erproben (letzteres tat er jedoch bevorzugt außerhalb der Stadt), genauso wie er schließlich begann, sie für ihre Schleimigkeit, ihre Arroganz, ihre Eitelkeit und Affektiertheit  und später ihrer Eifersüchtigkeit aufgrund seiner stärker ausgeprägten Fähigkeiten zu verachten. Es kam jedoch der Tag, an dem der Mann, der nun schon einige Jahre in der Stadt lebte und studierte,  beschloss, es werde zu gefährlich für ihn und er brauche ein wenig Abwechslung. Der letzte Krieg, der um ihn herum immer noch tobte, ließ ihn dabei die ganze Zeit, und hatte ihn die ganze Zeit davor, völlig kalt gelassen – er wollte nichts mit etwas zu tun haben, in das sein abscheulicher Vater verwickelt war.
Norsit begleitete ihn also nach Westen, hinein in die Shadow Marches, auf der Suche nach einer Erprobung seiner Kräfte im Umgang mit magischen Gegenständen. Von Letzteren hatte er inzwischen auch schon einige angesammelt und fand, dass es an der Zeit war, sich einer beträchtlichen Menge von ihnen zu entledigen.
Doch schon nach kurzer Zeit gab er das Abenteuern in den sumpfigen Gebieten auf und wendete sich nach Osten, wo ihn zwar der Krieg, aber auch mehr Zivilisation und wenn möglich, auch mehr zu erforschende Gebiete und neue, unentdeckte Geheimnisse gab. Er zog, immer noch mit Norsit im Schlepptau, ungebunden an irgendwelche Ortschaften durchs Land, als scheinbar unauffälliger Wanderer, denn er wollte keine Aufmerksamkeit, von irgendjemandem.
Mit der Zeit schuf sich der junge Mann eine immer größere Anzahl an magischen Utensilien und Fertigkeiten zur Herstellung von solchen, und erforschte das Breland für einige Jahre. Soweit ich weiß, hält er sich dort auch heute noch auf.
In jedem Fall wurde er irgendwann auf das Haus Tharashk aufmerksam, denn mehrere Kopfgeldjäger machten ihm das Leben unsicher. Wo sie beauftragt wurden, stellte sich nach einer Weile heraus, warum sie kamen und was sie mit seiner Tötung bezwecken wollten, und wie sie überhaupt von ihm erfahren hatten, wo er sich doch die ganzen Jahre so bedeckt gehalten hatte, war ihm jedoch ein Rätsel. Ein Rätsel, auf das er keine Lösung fand, und so machte er sich auf, dem sich dem Ende zuneigenden Krieg zu entfliehen, forschte mit Norsit, der inzwischen den Pfad des Magiers eingeschlagen hatte, nach Möglichkeiten der Ebenenreise und entschloss sich schließlich, nach Zugängen zu den Ebenen Irian und Kythri zu suchen, und zwar nicht nur aus Furcht vor dem ihm verfolgenden Feind, nein, das war weniger das Problem, sondern wegen seinem unbezähmbaren Forscherdrang.
Nicht lange, und sie fanden auch solche Zugänge. Auf den beiden Ebenen schließlich sammelten die 2 Freunde unschätzbare Erfahrungen im Kampf, im Umgang mit Gefahren durch das Wetter oder die Unberechenbarkeit der Existenzebenen und auch in Bezug auf Magie oder, in „Zaubergeists“ Fall, in Bezug auf magische Materialien und aus ihnen gefertigte Gegenstände. Schließlich wurde man fündig, und auch die Rückkehr auf die materielle Ebene stellte sich als nicht ganz so schwierig wie erwartet heraus. So weit, so gut, doch „Zaubergeist“ hatte noch längst nicht genug. Er wollte herausfinden, was mit seiner Mutter geschehen war – was er so lange verdrängt hatte – er wollte weitere Erkenntnisse über die Funktionsweise der Magie und ihre Manipulierbarkeit, er wollte herausfinden, wer die Assassinen auf ihn angesetzt hatte und ob das Haus Tharashk aktiv darin verwickelt war, und er sehnte sich langsam auch nach einem Ort, an dem es sich zu bleiben lohnte, jetzt wo der letzte Krieg gerade sein Ende gefunden hatte.
Trotz seiner inzwischen mächtig angewachsenen Kräfte blieb er jedoch für die meisten Menschen und anderen Bewohner Brelands und Droaams, in das er auch wieder zurückkehrte, ein Phantom, unfassbar und schnell wieder verschwunden.
Dieses Phantom suchte, doch es hatte noch keine Antworten auf seine aktuellen Fragen gefunden, auch wenn er einige Fragen für sich aus der Welt geschaffen hatte: Er glaubte nicht an das Gute, sondern an das Böse in jedem lebendigen Wesen – das war immer vorhanden, das Gute jedoch musste gefördert oder durch eine außerordentlich starke Persönlichkeit hervorgebracht werden, so zum Beispiel eine seiner Überzeugungen. Mit Norsit sprach er selten über solche Dinge, und wenn, drängte dieser sofort, wollte mehr hören, doch „Zaubergeist“ ließ ihn nicht mehr hören. Er wollte diese Dinge für sich behalten, auch die Schrecken seiner Kindheit und seine Überzeugungen.
Einige Dinge offenbarten sich für Norsit, seinen engen Freund, jedoch schon, zum Beispiel die Abneigung des schwarzhaarigen Mannes gegen Kämpfe, die allerdings nie in Furcht davor umschlug, die Ablehnung des Glaubens an eine Existenz der Macht des Schicksals oder auch der Drang, zuerst zu denken und dann zu handeln. Norsit konnte ihn gut verstehen, diesen Eindruck hatte „Zaubergeist“, doch niemand anders verstand ihn – glaubte er. Norsit glaubte, und das traute er sich seinem Gefährten jedoch nicht zu sagen, dass dieser es aufgrund seiner schlimmen Erfahrungen nicht fertig brachte, aus sich heraus zu gehen und seine Probleme offenzulegen. Dieses Problem besteht, soweit ich weiß, immer noch, wenn es auch nicht mehr so offensichtlich ist, dass es da ist, doch ich denke, dass sich „Zaubergeist“ inzwischen soweit gebessert hat, dass er zumindest die Quelle des Problems erfasst hat – nämlich seine Mutter. Insofern, dass sie eine Antwort auf die vielen aufgeworfenen Fragen seines zerrissenen Lebens geben kann und ihm hilft, ein sicherer und entschlossener Mensch zu werden – auf dass er die Fähigkeiten, die er über die Jahre erlangte, nicht nur zur Anhäufung von Wissen und Magie benutzen könne, sondern auch, um anderen Menschen zu helfen und Khorvaire wieder aufzubauen – was es sowieso dringend nötig hat, gerade in diesem von wilden Humanoiden heimgesuchten Gebiet. Soweit ich weiß, ist „Zaubergeist“ gerade auf dem Weg nach Grauwand, um Gefährten für den Kampf gegen die Töchter von Sora Kell zusammenzusuchen – mit dem Hintergedanken, auch etwas mehr über Haus Tharashk zu erfahren, dem einzigen der großen Häuser, das dort einen Standort besitzt.

„Also, habt ihr noch Fragen?“, erkundigt sich der Mann grinsend angesichts der verwirrt dreinschauenden Dorfbewohner, die bei der komplizierten Ausdrucksweise des Mannes gar nicht mehr mitkamen. Nur einige wenige der Älteren scheinen die Geschichte begriffen zu haben und einer von ihnen fragt: „Seid ihr das? Diese Person? Ich meine, immerhin seht ihr so aus wie er. Warum habt ihr seinen Namen nicht genannt?“ . Der Mann scheint für einen Moment unsicher, streicht sich dann die mittellangen Haare aus dem Gesicht und fasst sich wieder. „Es ist ein Verwandter von mir. Ich kenne ihn schon sehr lange, sehr lange....“  Er bleibt noch einen Moment sitzen, wirft der Runde einen letzten Blick zu, erhebt sich dann und durchquert den Raum. Dabei streift sein Blick die alte Frau, die ihn auch gebeten hatte, den Minderjährigen diese Geschichte zu erzählen, von einem Jungen aus einem Dorf, der sein Zuhause genau über der Stelle hatte, wo der schwarzhaarige Mann gerade steht. „Danke“, sagt die Frau nur, wirft dem zur Tür hinaustretenden Iyear Kulisth jedoch noch einen Blick zu, der eindeutig sagt : „Viel Glück.“ Iyear zieht „Alzheimer“, einen seiner Lieblingsstäbe, aus der Manteltasche, spielt damit herum und macht sich gedankenverloren auf den Weg nach Grauwand, wo Norsit bereits wartet, um ihm die erfahrenen Abenteurer zu präsentieren, die sich für den Kampf gegen die Bewohner der großen Stadt im Herzen von Droaam bereit erklärt haben.....



 
Well, some people hate it, some people love it.<br><br>Therefore..<br><br>Balanced! :)

Doombrand

  • Mitglied
Iyear Kulisth - ein Artificer
« Antwort #2 am: 13. Januar 2005, 21:34:43 »
 Hmm, recht lange. Egal. :D  
Well, some people hate it, some people love it.<br><br>Therefore..<br><br>Balanced! :)