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Autor Thema: Nagakeng´s RttToEE 2.Teil: Moathouse/Nulb/ToEE  (Gelesen 20099 mal)

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Gawain

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Nagakeng´s RttToEE 2.Teil: Moathouse/Nulb/ToEE
« Antwort #120 am: 23. Oktober 2005, 14:35:34 »
 Ja, der Feuertempel wird fallen, aber was für einen Blutzoll das gefordert hat.. :(

Wenn ich mir ausmale, was mit Gawain gemacht wird, werde ich nur noch böser...  :lol: (Gag an den SL)
" Wahrlich, auch den Größten fand ich - allzu menschlich!"

Nagakeng

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Nagakeng´s RttToEE 2.Teil: Moathouse/Nulb/ToEE
« Antwort #121 am: 24. Oktober 2005, 09:38:25 »
 
QUOTE (Gawain)
Wenn ich mir ausmale, was mit Gawain gemacht wird, werde ich nur noch böser...  (Gag an den SL) [/quote]

Der liegt jetzt auf einer weichen Chouch, umringt von wunderschönen Mädels, die ihm Weintrauben in den Mund schieben und mit riesen Palmwedeln die heiße Karibikluft aus dem Gesicht fecheln, während er von seinen heroischten Taten berichtet. (Gag an den Spieler) :D  

Nagakeng

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Nagakeng´s RttToEE 2.Teil: Moathouse/Nulb/ToEE
« Antwort #122 am: 06. November 2005, 11:05:25 »
 Ich melde mich zurück von der Spielefreizeit. Drei Tage und Nächte nur DnD für Anfänger geleitet, Cthulhu geleitet und gespielt. Meine Güte, war ich danach vielleicht kaputt. :o

Es geht weiter mit zwei Beiträgen, denen ich nur die Überchrift ergänzt habe, obwohl noch einiges hätte ausgeschmückt werden können.
Denn der Zweite zitiert in weiten Teilen den Ersten.
So habt ihr auch mal die Möglichkeit die echten Schreibstile der Spieler kennenzulernen.
An den darauf folgenden TB-Einträgen bin ich dran. :)

Abbruch der „heiligen“ Mission

(54)
Moimli’s Segen und Schutz über euch, die ihr diese Worte lest und guten Herzens seid.

Wir müssen unser Haupt neigen vor den Disputen die wir austrugen und vor den Verlusten, die wir erlitten und dennoch erbete ich weiterhin deinen Segen, Moimli. Deine Gnade wurde mir am heutigen Tage zu Teil. Dafür gebührt dir mein Dank.

Der Salamander war entflohen, auf dem Weg, den letzten bösen Teil der Kraterrandminen zu warnen, der noch in bösen Händen lag: den Feuertempel.

Aus blindem Hass auf alles Böse wollte sich Gawain sogleich hintendrein stürzen.
Und auch Holk, Moimli halte seine schützende Hand über ihn, war ein weiteres Mal nicht Herr seiner Sinne.
Brottor Langbart habe ich es zu verdanken, dass wir anderen die beiden vom Weiterziehen abhalten konnten. Durch meine Ausbildung bei ihm in den Reihen der Tempelwachen konnte ich in solch einer Situation klar denken. Sie hätten uns erwartet, wären vorbereitet gewesen. Sie hätten uns vernichtet.
Doch schließlich sah auch Gawain ein, dass ein Angriff, nachdem einige Minuten verstrichen waren, ein zu hohes Risiko dargestellt hätte.

Die Gruft

So wandten wir uns wieder dem Raum der Zwerge zu. Wir wollten dort beratschlagen, was weiterhin zu tun sei.
Sowohl der meinige, als auch Tharels Vorschlag war es, die Grabstätten zumindest soweit zu erkundigen, als dass man sich sicher sei, dass hiervon keine Gefahr ausginge.

Gawain hingegen sträubte sich, diese Ruhestätte auch nur im Ansatz zu betreten, auch wenn es Möglichkeiten gibt, sich vor den Untoten zu verbergen, die hier vermutet wurden.
Wo ist sein Mut, wenn man ihn erwartet? (Zwergisch)
So beschloss er, am Rande der Krypta, bei den Statuen und der Inschrift zu warten.

Als wir ein weiteres Mal durch die große geräumige Höhle zogen, entdeckte Pante ein Symbol des bereits zum zweiten Mal zerschlagenen Erdtempels.
Daraus und aus den vielen hier angesammelten Knochenresten schloss er, dass dies hier wohl die Stelle war, an der einst die Kräfte von Erde und Feuer aufeinander prallten.

Nach dieser Erkenntnis zog es uns weiter, in Richtung der Krypta.
Die Statuen, die diese Krypta zu bewachen scheinen waren aus schwarzem Gestein.
Ihre menschlichen Körper waren bedeckt mit Ritterrüstungen, welche viele Verzierungen und Stacheln aufwiesen.
An die drei Meter groß, waren sie mit Schwertern bewaffnet und schienen die Wachen des Ortes zu sein.

Tharel deutete nun auf die Inschrift, die in einer seltsamen, verwirrenden und geschwungenen Schrift in den Boden getrieben wurde:

„Hier liegen die, die dem Meister in all ihren Formen am Besten gedient haben. Stört nicht ihren ewigen Schlaf“, übersetzte uns Tharel.

Als wir tiefer in die Krypta eindrangen, blickten wir uns um:
Im ersten der Räume trafen wir auf drei Steinsärge, in deren Deckel die Abbildungen dreier Personen gemeißelt waren: Die erste trug in ihren Händen einen Streitkolben, die zweite hatte ein Zepter in den verschränkten Händen, die letzte hielt eine Schriftrolle.

Als wir den Raum wieder verließen, wurden wir von großen Fledermäusen angegriffen, welche in einem Schacht in der Nähe ihr Quartier hatten.
Nachdem sie besiegt worden waren, durchquerten wir, nun ohne den Schutz von Holk’s Zauber einen weiteren Raum, in dem zehn Steinsärge in zwei Reihen aufgestellt waren. So schön die letzten Särge verziert worden waren, so schlicht waren die jetzigen Särge. Lediglich die Symbole des Wasser- und des Lufttempels waren darauf zu erkennen.

Die Sarkophage hinter uns lassend erblickten wir vor uns in der Dunkelheit ein Symbol Tharizduns. Einige Fuß im Durchmesser, baumelte es von schweren Ketten getragen, einige Schritte in der Luft.
Als wir voran schritten entdeckten wir dank eines Zaubers einige Untote, die scheinbar aus ihren Gräbern emporgestiegen waren.

Da es Pante schaffte, den „heldenhaften“ Krieger, der vor dem Eingang wartete, zu überzeugen, dass es hier doch einige böse Wesen gab, kam er uns zu Hilfe.

Nur durch seine Hilfe war es uns schließlich möglich, diese Wesen zu vertreiben oder zu vernichten. Dennoch traf uns der Angriff hart: Die Schatten vermochten es, Gawain seiner Stärke zu berauben, während einige Spektren Tharel verwundeten.

http://www.wizards.com/dnd/images/MM35_gallery/MM35_PG232.jpg' target='_blank'>Schreckgespenst

Mit Hilfe von Holks Heilkünsten vermochte er es, Tharels Verletzungen zu regenerieren, während sich Gawain wieder auf den Weg zum Rand der Krypta machte. Dort wollte er, schwer angeschlagen, auf unsere Rückkehr warten.

Wir hingegen wandten uns dem nun verbleibenden Raum zu.
Der Raum, in dem der letzte Sarkophag stand, beherbergte noch eine Statue und ein leeres Wasserbasin.
Der Sarkophag hingegen war auf einigen Stufen etwas erhöht errichtet worden.

Doch als wir uns diesem nähern wollten, allen voran ich, Rurik Talimkint, füllte sich das Basin plötzlich mit Wasser.
Ohne irgendeinen Verdacht zu schöpfen, beschloss ich weiterzugehen.
Doch plötzlich richtete die Statue ihren Speer auf mich. Perplex bleib ich stehen.
Doch als ich einen Schritt zurück machte, schossen plötzlich einige Energiekugeln aus der Spitze und trafen mich direkt in die Brust.
Doch auch, als ich auf den Speer mit meiner Axt einschlug, vermochte ich es nicht, ihn zu zerstören. Zum Glück für mich beschützte mich Tharells Amulett vor den Energiekugeln.
Erst als ich mit der Hand in dieses Wasserbecken griff und mich selbst darin erkannte, nahm die Statue wieder ihre wachende Position ein.

Dennoch etwas unsicher, ging ich alleine weiter, um mir die Inschrift am Fuße des Sarkophags anzusehen.
Darauf stand in Handelssprache geschrieben:

„Der größte von uns, gegangen aber nicht verschieden.“

Als sich schließlich die anderen dem Sarg näherten, sprach plötzlich der Mund zu ihnen:

„Das ist der Ruheort Unariq VoTalsimols, der mit dem Meister zusammengebracht worden ist.“

Der Mund, der als Teil einer Dämonenfratze in den Sarg eingearbeitet worden war, verstummte danach.

Doch als Pante, Tharell und Holk beschlossen, den Sarg zu öffnen, musste ich mich einfach gegen sie wenden.
Wir hatten Gawain versprochen, diese Krypta nicht zu schänden und dafür stehe ich mit meinem Wort.
So machte ich auf den Weg zurück zu Gawain.
Doch mein Fehler war es, die Schatten zu vergessen, jene, die Holk nur vertrieben hatte.

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Mit ihren schemenhaften Klauen griffen sie mich an und schwächten mich mit jedem Angriff.
Ich wollte ihnen unsichtbar entkommen, doch als ich gerade meinen Trank einnehmen wollte, erwischt mich eine ihrer Hände in meinem Rücken.
Es wurde mir beinahe schwarz vor Augen, als ich bereits taumelte.
Doch es war die helfende Hand Moimlis, die mich wieder aufrichtete.
Mehr stolpernd, denn wirklich gehend, war er allein es, der mir den Weg nach draußen wieß, wo bereits Gawain wartete, ebenfalls an eine Wand gelehnt.
Neben ihm brach ich schließlich zusammen. Moimli hatte erkannt, dass ich nun in Sicherheit war.

Nach einiger Zeit kamen Tharel und Pante aus der Krypta – allein.
Sie erzählten uns, dass Holk es mit einer übernatürlichen Anstrengung geschafft hatte, den Sargdeckel zu heben.
Doch sogleich offenbarte sich Tharel und Pante ein sich drehender Wirbel aus schwarz und lila.
Neben den beiden tauchten sofort einige Ätherische Plünderer auf, welche sie für kurze Zeit vertreiben konnten.

http://www.wizards.com/dnd/images/MM35_gallery/MM35_PG105.jpg' target='_blank'>Ätherischer Wächter

Dann schließlich schien es, so berichtete Tharel, als wolle Holk die Hände der beiden in den Strudel drücken.
Während Tharel daraufhin folgende Stimme in seinem Kopf vernahm, wurde Holk gänzlich in den Strudel gezogen.

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„Der Dunkle Meister des Vergessens ist jetzt noch nicht bereit, befreit zu werden, doch da das Geheimnis der vier Mondknoten enthüllt sein will, werden alle dunklen Wünsche Früchte tragen.“

Hörte Tharel die Stimme in seinem Kopf.

Als Tharel sich Pante gegriffen hatte und seinen Fluchtzauber verwendete, realisierte er, dass Holk nicht mehr da war.
So kamen sie zurück zu uns.
Wir beschlossen, nochmals im Zwergenraum zu rasten, dort einen Zettel zu hinterlegen -Holk würde uns bei Y’Dey oder Rerrid antreffen können- und dann zurück nach Bah zu kehren.
In Bah erklärte uns Y’Dey, dass sie für ein Bettenlager für die Bevölkerung Vonidus gesorgt habe, die wir bis nach Bah begleitet hatten.
Während Tristan, den wir auf der Straße zufällig trafen, sehr beschäftigt zu sein schien, erklärte er uns, dass auch Phife und der Waldläufer ihm bei der Ausbildung der Stadtmiliz halfen.
Während Tristan uns eine Auflistung über die verschiedenen Königreiche Kalamars überreichte, versprach uns Y’Dey, Holk auszuspähen, ob er noch lebte.
Leider hatte sie uns vor einigen Stunden mitgeteilt, dass sie ihn für tot hält, da sie ihn nicht sehen konnte.

Möge Holk in die Reihen seiner Ahnen aufgehen.

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Moimli, ich erbete nochmals deine schützende Hand für meine Gefährten und mich, da unser Weg noch nicht zu Ende ist.
                  
Rurik Talimkint, Tempelwächter des Moimli

Informationen von Tristan über die Tellenischen Reiche

Das Königreich Kalamar, Kalamar, ist nicht gleichzusetzen mit Reich Kalamars, Tellene.

Das Königreich Paru Bor:
Sugil II., Sohn Ragils VI., welcher trotz Blutsverwandtschaft Erzfeind des Imperators Kabori war, ist im Moment sein König. Kabori, war zu seiner Glanzzeit Kanzler und zugleich Kaiser über das größste jemals existierende Reich auf Tellene, das Kalamaranische Kaiserreich.
Kabori, der Kanzler des kalamaranischen Reiches musste, als er alt und gebrechlich wurde, mitansehen, wie sich die nördlichen Provinzen vor sechs Jahrzehnten gegen die Anordnungen des Imperators auflehnten und diesen somit noch weiter schwächten.
Dies war die Geburtsstunde der Feindschaft mit Paru-Bor, welches der lauteste und stärkste Protestierende in dieser Angelegenheit war.
Ragil VI war ein strenger aber gerechter Herrscher im Sine der Kirche des Wahren, behütet von den Rittern der Gerechtigkeit. Er war es, der die Sklaverei unterband.
Er lebte lange, wohl auch aufgrund des Willens, die Regentschaft seines Sohnes so kurz wie möglich zu halten.
Ragil war verheiratet mit einer edlen Dame, die sich später als ungemein rachsüchtig und eitle Schneppe entpuppte. Sie verzog den Sohn und Prinzen Sugil II.
Bis heute wird ihm nachgesagt, keine richtige Frau für die Königreiche zu haben, lediglich Mätressen werden an seiner Seite erblickt.
Sugil II ist ein überheblicher und ungläubiger Herrscher, der in ständiger Spannung mit der Kirche lebt und den Disput der Sklavereieinführung und der Alkoholprohibition wieder anfachte.
Er wagte es sogar, den Schutz durch die Ritter der Gerechtigkeit abzulehnen und stattdessen einen eigenen Wachtrupp ins Leben zu rufen, der gehörige Summen des Adelshaushalts verschwendet, den die Bevölkerung aufzubringen hat. Die Menschen Bet Regors zahlen also faktisch doppelt- für ihren Schutz und nochmals für die Leibgarde des Königs. Dies alles war sicher nicht im Sinne seines Vaters geschehen.

Das Herzogtum O’Par:
Hat sich bisher fast immer neutral verhalten. Uns ist bereits beinahe ein Jahrhundert nicht mehr Teil Kalamars.
Man sagt, dass Herzog Gadadik I. im Moment kaum militärische Macht besitzt, erkenntlich an den niedrigen Heereszahlen.
Dennoch hält sich das Gerücht, dass der Herzog in jeder Nachbarsregierung mindestens einen Spion habe, um dadurch immer als erster von Neuerungen in der Umgebung Kenntnisse zu besitzen. Dieses Spionagenetzwerk bringt im wohlgleich einen strategischen Vorteil.
Nicht umsonst wird O´Pars Hauptstadt Bet Bireli auch Stadt der Ohren genannt.

Das Kaiserreich Kalamar:
Hauptstadt des Reiches ist die größte Menschensiedlung Tellenes: Bet Kalamar.
Das Reich gewinnt unter dem neuen Imperator schrittweise seine alte Stärke zurück.
Es hat bereits einige ursprüngliche Landstriche wieder eingegliedert, wodurch seine Macht weiter anwächst.
Der alleinige Herrscher der Bakor Dynastie ist seit fünfzehn Jahren Che Kabori, der Eroberer, und
entstammt ebenso wieder, wie alle Kaiser vor ihm der königlichen Adelsfamilie Bakor.
Den Anstoß zum Feldzug gegen die Unabhängigkeit, gab ein Ereignis, den Gerüchten nach.
Das Schwert der Könige, welches lange als verschollen galt, soll wiedergekehrt oder gefunden worden sein.
Aber auch so sei er ein Herrscher mit Prinzipien und Geradlinigkeit. Bei seiner Krönung habe er den gesamten Hofstab entlassen.
Als Vorsichtsmassnahme gegenüber O´Par und Konsorten.

Sugil II. Beschwichtigung gegenüber dem Imperator vor einigen Jahren, führte zu einem Vertrag,  welcher Kalamar fünf Prozent des Handelseinkommens zusichert für die weitere Unabhängigkeit.
Sugil II. hingegen scheint verblendet, er erkennt nicht und unterschätzt die Gefahr.
Er besteht auf das Abkommen.

Nagakeng

  • Mitglied
Nagakeng´s RttToEE 2.Teil: Moathouse/Nulb/ToEE
« Antwort #123 am: 06. November 2005, 11:48:02 »
 Tag der Entscheidung - Protokoll des Schlichter Calmars

(55/1)
Gawain in Klerikaler Robe mit Schwert in der Rechten mit Waage in der Linken, steht erhöht vor dem Altar, zu seiner Rechten steht leicht erniedrigt eine den andern unbekannte Klerikerin, zu seiner linken Tristan, mit dem Banner des Wahren. Auf der linken Seite sitzen an einem Tisch die Kanoness und die anderen Kleriker des Wahren, Calmer schreibt Protokoll mit. Auf der andern Seite sitzen an einem Tisch Burne, Rufus, der Schriftrollenmagier Zerosh Nubrik, Spugnoir und der zwergische Wächter des Trankbrauers.

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"Willkommen in der Kirche des Wahren.
Wodurch definieren wir Gut und Böse? Was bedeutet Gutes zu tun? Was zeichnet uns aus, das Recht zu beanspruchen uns Gut zu nennen?
Jede Aktion in dieser Welt ruft unweigerlich Reaktionen in unserer Umgebung hervor. Wer handelt muss sich der möglichen Folgen gewiss sein.
Es gibt in unserer Welt Dinge nach denen fast jeder strebt. Das sind Macht, Einfluss und Reichtum. Die Welt beherbergt genügend für jedermanns Bedürfnisse, jedoch nicht für jedermanns Gier.
Die Zwerge haben ein Sprichwort:

Zorn beherrscht mich nicht, doch die Gewissheit euch hier und heute in dieser Kirche zu richten.
Jeder von euch ist schuld an dem unnötigen Tod unseres Gefährten unseres Verbündeten und Freund Holk.
Des weiteren seit ihr schuldig im Sinne einer Lüge, welche in Verbindung mit dem Tod Holks steht. Und noch etlicher weiterer Delikte.
Ich eröffene diesen Prozess mit den Worten mit jenen wir Fäuste Raziels in unseren ewigen Dienst in die Reihen des Wahren eingeführt werden:
"


Mit Blick gen Himmel:
"

Oft durfte ich aus dem Mund Tarel Ragnaroks hören, das wir doch auf einer Seite stehen. Tharel benutzte diese Worte immer wenn er sich für seine Taten eine Rechtfertigung erhoffte.
Es ist nun an euch erst zuzuhören, danach bekommt ihr Gelegenheit zu antworten."


Schuldfrage

"Pante.   
Vor dem Feuertempeltor zeigtest du eine Gewisse Unsicherheit. Du führtest nochmals auf das uns hinter diesem Tor alles erwarten hätte können. Mag es an deinen Kampffertigkeiten liegen? Ich denke eher an ein gewisses Maß an Furcht, was dich zurückschrecken ließ.

Ich mache dir dies bezüglich keine Vorwürfe, hätte es do meine Aufgabe sein müssen euch die Furcht zu nehmen. Jedoch waren wir uns Tags zuvor einig, anzugreifen. Ihr hättet eure Einwände früher anbringen sollen. Nun ist es uns nicht mehr möglich erneut einen gezielten Stich in ihr Herz, den Altarraum auszuführen. Des weiteren bin ich mir gewiss, das der Äußere Bereich erneut jemanden geschickt hat um uns nun auszulöschen. Hier geht es schließlich um den Letzten Tempel im Kraterrand."
   
"Als ich vor dem Grab stand und Wache hielt. Kamt ihr zurück um mich zu bitten euch doch zu begleiten. Entgegen meiner Prinzipen kam ich mit. Aus eigenen Zügen.
Ich betonte hierbei noch einmal das die Grenzen zu verschwimmen beginnen.
Lasst es uns wenn richtig machen. Und keine dieser Kreaturen entkommen lassen.
Im Gegenzug hattet ihr mir versprochen, sie an einer Schändung des Grabes abzuhalten. Denn ich war mir gewiss das sie ihre Finger nicht bei sich halten können.
   
Ihr hab euer Versprechen in gewisser Hinsicht gebrochen. Mit durch eure Passivität brach eine Kette von Ereignissen an, die unweigerlich zu Holks Tod führten."


Rurrik.   
Eurer Verhalten am Bronzetor des Feuertempels war alles andere als eines Kämpfers würdig.

Tagebucheintragzitat.
<>
Wir waren uns am Tag zuvor einig. Mir Überstürztheit vorzuwerfen ist frech.

<>

Er vertrat den selben Standpunkt wie ich, wollt ihr damit sagen, das ich auch nicht Herr meiner Sinne war?
   
<Doch schließlich sah auch Gawain ein, dass ein Angriff, nachdem einige Minuten verstrichen waren, ein zu hohes Risiko dargestellt hätte.>>

Wir waren uns Tags zuvor einig! Ihr wart Wache? Jemand der solch einer Ausbildung genossen hat, sollte wissen, wie lange es dauert, das Truppen zusammengezogen sind, und eine Verteidigung organisiert. Eine Wache, die keinen Dienst hat, läuft doch auch nicht im Kettenhemd und mit Schwert in der Rechten herum, oder täusche ich mich da?

Der Salamander war kurz zuvor verschwunden. Wir hatten ihn noch durch den Vorhang schlüpfen sehen können. Bis wir das Tor geöffnet hätten, wären noch dreißig Sekunden vergangen. Das hätte gereicht. Was stellt ihr euch vor? Das wir sie im Schlaf ermeuchelt hätten? Tessimon hatte doch gewiss vorher Ordern erlassen, die das Verhalten der Wachposten koordinieren sollten.  Hattet ihr erwartet das sie töricht ihre Stellung halten? Ihr stellt das so dar, als stelle ich mir vor das es ein Spaziergang geworden wäre. Das habe ich nie behauptet, und auch ich weiß, dass wir es mit dem Feuertempel, dem stärksten in den Kraterrandminen zu tun haben.

Ihr müsstet wissen, welch Wichtigkeit es hat, Beschlüsse nicht so kurz vor der eigentlichen Aktion in Frage zu stellen, und abzuraten. Das zerstört die Moral und lässt alle an ihrer Tat zweifeln. Zweifel können wir uns nicht erlauben. Wo bleibt eure Disziplin? Mit einer Gruppe, die sich nicht stimmig ist, sind keine heroischen Taten möglich, derer die Barden noch in tausend Jahren besingen.

Als Wache dürftet ihr auch wissen, das dort nun erhöhte Alarmbereitschaft gilt. Diese wird gewiss nicht nach zwei Wochen wieder gesenkt sein. Oder habt ihr vor so lange zu warten? Der Kampf ist somit noch schwerer geworden, sie wissen, dass sie einer Gruppe gegenüberstehen, welche schon die drei anderen Tempel ausgelöscht hat. Sie wissen wie viel auf dem Spiel steht. Eine Chance, den Kampf gegen den Feuertempel schnell zu beenden, ist für immer Passé.
Ihr irrt euch also, denn ich habe aus eigener Verstand so gehandelt, das ich auf den Angriff verzichtet habe, da die Diskussion zwei Minuten dauerte, und das die Zeit ist, welche gereicht haben sollte, das alle kampfbereit sind. Also habt ihr recht, sie hätten uns vernichtet, nach der Diskussion.

Als ich sagte, ich wolle Tessimon ausschalten, da die restlichen Truppen dann vielleicht aufgeben, da ihre Führerin tot ist, und ihre Moral geschwunden ist, habt ihr nur gesagt,
Eine schlüssige Begründung fehlte hier gänzlich. Die Wachen arbeiten eher auf Soldbasis als aus Überzeugung Tharizduns gegenüber- siehe Eridiks Brückenkomplex, Timstadt.

Und auch ihr habt sicherlich nicht vergessen das Tessimon gute Verbindungen zu Hedrack haben dürfte, schließlich wurde sie zu Hedrack geladen. Eine Bitte von ihr die Plage der Abenteurer abzuwenden, wird ihn wohl dazu veranlassen jemanden zu schicken. Ich möchte bei solch einer Begegnung auf Ukemil am Erdtempelaltar verweisen.

<
Gawain hingegen sträubte sich, diese Ruhestätte auch nur im Ansatz zu betreten, auch wenn es Möglichkeiten gibt, sich vor den Untoten zu verbergen, die hier vermutet wurden.
Wo ist sein Mut, wenn man ihn erwartet? (Zwergisch)
So beschloss er, am Rande der Krypta, bei den Statuen und der Inschrift zu warten.>>

Ihr und Tharel versuchten mir klar zu machen, das wir die Grabstätte erkunden sollten, da ihr vermeiden möchtet das uns eine Armee von Untoten in den Rücken fällt. Das nennt ihr dann also erkunden? Ihr wolltet sie zerstören, weshalb dann verbergen? Ist das nicht ein Paradoxon?

Ihr unterstellt mir Mutlosigkeit und Furcht. Ich habe keine Angst. Und das muss ich nicht damit beweisen ein Grab zu betreten. Es gehört nicht viel Mut dazu ein Grab zu betreten. Ausserdem habe ich nicht gewartet, sondern aufgepasst, das niemand kommt und uns den Rückweg abschneidet. Dies kann Pante bezeugen, als er kam stand ich kampfbereit mit Bogen und Pfeilen im Boden mit Blick gen Feuertempel in mitten des Ganges.
Ich habe zuvor meine Position erklärt, das es für mich auch Orte gibt, an denen ich keinen Zugriff haben sollte. Einer davon ist ein Grab meiner Feinde, da diese mit der Welt im reinen sind, sie haben keinen Einfluss mehr. Auch ich habe Respekt vor den Orten an denen die Toten meiner Feinde ruhen. Denn auch ich wünsche, das sie nicht meine Ruhestätte, oder die meines Vaters und meiner Ahnen betreten. Als Zwerg, solltet ihr, der ihr auf euren Stammbaum auch sehr viel wert gibt, das wissen und respektieren.

Und ich habe mich nicht dagegen entschieden, weil wir am Vortag nicht den Feuertempel attackiert haben.
Jeder darf frei entscheiden, auch ich, ihr habt euch aus eurem Grund gegen den Feuertempel entschieden ich mich aus meinem gegen das Grab, das solltet ihr respektieren, und nicht meinen Mut in Frage stellen.
Alle habt ihr mir versprochen das Grab nicht zu schänden. Alle außer Pante haben mich belogen beziehungsweise ihr Versprechen gebrochen.
Nach dem Kampf gegen die Schatten, hattet ihr freie Hand, da ich mich vor das Grab zurückziehen musste.

<>

Die Anführungszeichen bei heldenhaften sollten wohl nocheimal dem Leser verdeutlichen, das es sich hier um einen feigen Paladin handelt. Ich denke ich habe euren Respekt, und euer Ansehen verdient nicht euren Spott.

Pante überzeugte mich nicht, sondern ich bin aus freien Stücken mitgekommen. Ich hatte schon erwähnt, was meine Bedingungen an ihn waren, das ich euch unterstütze.

<>

Hiermit habt ihr gezeigt das ihr das Grab geschändet habt. Ihr wolltet den Wächter, der diesen Sarkophag beschützt zerstören.
Grabschändung ist nicht aus dem eigenen Blickwinkel zu sehen, sondern aus dem jener, welche Wert auf diese Ruhestätte legen. Ihr habt mit dem Versuch die Statue zu vernichten, die Pietät jener mit Füssen getreten. Man muss keinen Sarkophag öffnen um ein Grab zu schänden.
   
<>

Ihr habt euch mit einem Wasser gereinigt. Es ist wie als würdet ihr in die Kirche des Wahren gehen, und euch beim Eintritt mit Weihwasser waschen. Nur das dies ein Ritual war um sich dem Sarkophag des Bösen zu nähern, und ihr habt euch darauf eingelassen. Zusätzlich habt ihr somit Tharel und Holk gezeigt, wie sie ihrem Ziel näher kommen.

<Wir hatten Gawain versprochen, diese Krypta nicht zu schänden und dafür stehe ich mit meinem Wort.
So machte ich auf den Weg zurück zu Gawain.
Doch mein Fehler war es, die Schatten zu vergessen, jene, die Holk nur vertrieben hatte.>>

Hier liegt ihr in eurem Bericht falsch, Pante hat sich nicht auf diese Aktion eingelassen. Egal was er gesagt hat, er hat nichts getan. Taten entscheiden mehr als Worte.
Ihr habt euch doch noch an euer Versprechen erinnert, doch zu diesem Zeitpunkt war es schon zu spät.
Ihr habt euch zurück auf den Weg zu mir gemacht, und eure Freunde, mit denen ihr gemeinsam das Gebiet erkunden wolltet, was ja auch euer Vorschlag war, im Stich gelassen. Ihr seid einfach abgehauen, anstatt mit ihnen einen Disput zu führen.

Ihr habt versucht eure eigene Furcht zu vertuschen, durch diesen Bericht und eure Argumentation. Angst um euer Leben beherrscht euer Handeln. Jeder der mit euch zieht, hat genauso viel zu verlieren. Keiner möchte sterben, doch ihr sollt wissen, das jeder von uns drei Verpflichtungen hat.
Zum einen sich selbst gegenüber, zu sehen das man nicht im Geschehen verloren geht.
Zum andern, seinen Gruppenmitgliedern, seinen Freunden gegenüber, das gleiche zu vollbringen, was sie für dich tun würden.
Und zu Schluss, den Bürgern Bahs und Vonidus, welche ihr Vertrauen in uns legen, die Bedrohung im Mount Stalagos abzuwenden."


"Tharel.
In deinen Tagebucheinträgen sprichst du oft über die einfachen Bürger, über den Mob in den Stassen von Bynarr. Du hast dir große Ziele gesteckt. Vor allem dich selbst zu bereichern.

Erinnert ihr euch an den Tag, als Xaod mich darauf aufmerksam machte, das ihr hinter meinem Rücken mich schlecht redete, während ich Raziel und den Wahren um Beistand bat, uns am Brückenkopf nicht scheitern zu lassen? Damals war Torwin noch bei euch. Ich sagte Xaod, dass ich euch im Auge behalte, und euch richten werde, wenn ihr euch zu weit von der Seite des Guten entfernt. Heute ist dieser Tag.

Ich beobachtete euer handeln, in der steten Hoffnung auf Besserung. Immer wieder waren eure Worte: Gawain, wir stehen doch auf der selben Seite.
Ich hatte es mir zur Aufgabe gemacht, euch an diesem finsteren Ort, dem Tempel des Bösen, den Weg des Lichtes zu zeigen.
   
Oft habe ich euch das Leben gerettet. Als ihr am Brückenkopf verstorben ward, rettete ich euch vor dem ewigen Tod durch die Verspeisung an die Trolle. Im Wassertempel, nahm ich die Schläge des Elementares auf mich um euch zu retten. Im Grab, wehrt ihr womöglich gestorben, wenn die Schatten euch statt mich attackiert hätten.

Tristan erzählte mir von euerm fehlerhaften Benehmen zu Hofe Sugils. Und eure angedeuteten Drohungen dem Herrscher und seinem Hofmagier gegenüber. Ihr tretet Autoritäten, die über euch stehen nicht mit dem gehörigen Respekt entgegen. Selbst wenn er ein Narr wäre, bräuchte er eure Unterstützung, und nicht euren Widerstand.

Anstatt euch zu bessern, äußerte sich eure Gier in verschiedensten Formen.
Die Dämonenstatuen im Brückenkopf. Ihr wolltet sie verscherbeln um bessere Ausrüstung zu besorgen. Ihr wolltet keinen Kompromiss eingehen, selbst als Phive und ich euch entgegenkamen, und sagten, der Erlös soll an Y´Dey gehen, sie, die sie uns doch die ganze Zeit unterstützt.
   
Vor dem Feuertempel, habt ihr mich genauso enttäuscht wie Rurrik.

Doch einen Vorschlag zu bringen, der einen Hinterhalt böser Untoter, ja einer Armee von Untoten in dem Grab hinter uns beinhaltet, hat keinerlei Substanz. Als roter Magier, einem Magier Bynarrs, hätte ich mehr erwartet, um eure Furcht und eure Gier zu vertuschen.

Euer Verstand hätte euch sagen müssen, das nicht einmal Tessimon, eine Frau die auch Prinzipien hat, wie könnte sie sonst den Feuertempel befehligen, ein Grab jener, welche Tharizdun am besten dienten, als Rekrutierungslager verwendet. Für sie hat ein Grab gewiss die selbe Bedeutung wie für uns. Ja auch sie dürfe so etwas wie Ehre empfinden, und hält bestimmt das Andenken an ihre Vorgänger hoch.

Ihr hattet mich von Anfang an belogen. Ihr wolltet die Untoten im Grab vernichten, habt aber selbst das nicht zu Ende gebracht. Eure Gier nach Reichtümern, nach Beigaben an die Toten hat euch dorthinein geführt.

Nach der Aussage von Pante, ward Holk und ihr euch angeblich einig gemeinsam in den Strudel zu fassen. Ihr hättet versuchen müssen ihm zu folgen. Er hatte auf euch gebaut, doch anstatt mit ihm zu gehen, habt ihr ihn im Stich gelassen. Es ist doch viel angenehmer das Leben anderer zu riskieren als das eigene, oder täusche ich mich, Tharel Ragnarok.

Des weiteren dürfte ich noch in Erfahrung bringen, dass ihr Zerosh bedroht habt. Einen angesehenen Bürger Bahs. Es ging hierbei um Austausch von arkanem Wissen."


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Urteil

"Die Bewohner Tellenes sind für ihre Eigensinnigkeit, ihre Fehlerhaftigkeit bekannt, so muss man ihnen immer wieder aufs neue eine Chance geben. Es ist nicht wichtig, woher man kommt, sondern wohin man geht. Ihr seid als Freie Männer gekommen, so werdet ihr als Freie Männer wieder gehen. Doch jedem von euch wird eine Aufgabe auferlegt sein. Und jeder wird einen Betreuer für diese erhalten.

Pante.
Du wirst mit mir nach Bet Regor gehen. Dort werde ich dir zeigen, wie Mann sich den Mut nimmt einzugreifen. Ich werde dir Helfen, dein Durchsetzungsvermögen zu stärken. Frisch gestärkt werden wir dann zurückkehren und den Tempel der völligen Vertilgung zum Schwerte führen.

Rurrik.
Dein Weg wird dich in die Obhut Tristans führen. Bei ihm wirst du lernen deinen Kameraden, mit welchen du Seite an Seite bluten wirst, zu unterstützen, egal wie groß die Gefahr ist. Er wird dich lehren, dass das eigene Leben nicht mehr wert ist als deiner Kameraden, welche genauso viel zu verlieren haben wie du selbst.  Er wird in dir die Disziplin wecken, jene die deinen Körper noch nicht vollständig durchströmt. Er wird dich in Kampftaktik schulen, so dass du auch in großen Schlachten eine Struktur in der Formation halten wirst. Er wird wissen wann du bereit bist.

Tharel.
Für dich gibt es jemanden, der dir besser als ich zeigen könnte was es bedeutet nichts zu haben. Phive wird deinen Weg begleiten. Jedoch wird er dich nicht direkt führen, sondern beobachten und unterstützen. Du, der du mehr als jeder andere, den ich bis jetzt traf, nach Macht strebst, um den einfachen Mann zu unterjochen, sollst sehen wie es ist ein einfacher Mann zu sein. Du wirst deinen Weg ohne Zauberbuch beschreiten. Du sollst von selbst lernen, welche Gründe es gibt nach Macht zu streben die es rechtfertigen, eine höhere Stufe zu erklimmen als ein einfacher Bürger. Du wirst es merken, wenn sie dich erheben, nur dann wird deine Macht auf ein sicheres Fundament gestützt sein, was nichts erschüttern kann. Du wirst zurückkehren und all deinen Besitz wieder erhalten. Du wirst sofort nach dem du diese Kirche verlassen hast dich auf deinen Weg begeben und Bah verlassen.


Ich wünsche uns allen auf unseren Wegen den Segen des Wahren, und den Schutz des
Patronen Raziel.

Die Verkündigung ist hiermit zu Ende."


Tharel Ragnarok entscheidet sich gegen das Urteil und führt ein ausgiebiges Gespräch mit Gawain, der ihm daraufhin erneut die Chance gibt sich zu bewähren.
Seine letzte Chance auf Besserung.
Rurrik soll noch ein paar Tage bei Tristan bleiben.

Calmer der Schlichter
 

Simon

  • Gast
Nagakeng´s RttToEE 2.Teil: Moathouse/Nulb/ToEE
« Antwort #124 am: 06. November 2005, 18:17:02 »
Es kommt vielleicht ein bischen spät, aber ich muss Dir mal ein dickes Lob und meinen vollen Respekt für die Mühen aussprechen, die du Dir mit der Vorbereitung dieses epischen Abenteuers und jetzt auch mit der Veröffentlichung in der Story Hour auflegst. Zwar verliefen unsere Spielerunden nicht immer völlig reibungslos, jedoch treten bei mir nachdem sich unsere Gruppe zunehmend geographisch und auch persönlich trennt nur noch gute Erinnerungen an das gemeinsame Zocken in den Vordergrund.

Danke dafür,
Simon.

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Nagakeng´s RttToEE 2.Teil: Moathouse/Nulb/ToEE
« Antwort #125 am: 06. November 2005, 21:22:36 »
 ... und auch ich habe die Zeit schön gefunden und werde auch noch die kommende gemeinsamen Momente genießen.

Danke dir und den anderen.
Hannes

Nagakeng

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Nagakeng´s RttToEE 2.Teil: Moathouse/Nulb/ToEE
« Antwort #126 am: 09. November 2005, 12:40:55 »
 Nächster überdacht. Viel Freude!

Vor dem Entschluss

(55/2)
Wieder in Bah führte ich mit Y´Dey ein Gespräch unter vier Augen. Es betraf meine Entscheidung hinsichtlich der morgigen Verkündigung. Die anderen warteten nichtsahnend solange vor der Kirche.

Wir kamen am Quartier der Voniduaner vorbei, das rattenbefallene, vor kurzem noch leerstehende Gemeindehaus.
Es hatte bereits einen Kranken gegeben, doch Dank des schnellen Einschreitens Yethers, Hilfreicher des Regenbogenmachers, kam es nicht zu einer Epidemie.
Die Leute sahen unzufrieden aus mit ihrer Situation, mit ihrem Leben. Sie hielten draußen ein Lagerfeuer am Brennen. In dicken Fellen, aber mit ausgezehrtem Gesicht blickten viele von ihnen uns vorwurfsvoll an und fragten sich, ob es klug gewesen war, auf den Vorschlag einzugehen, hinsichtlich des nahenden Winters und dieser Umstände. Die Nahrung war, trotz des priesterlichen Beistands etwas mager ausgefallen.
Ich überreichte einen Beutel voller Gold und empfahl ihnen, sich mit einem Karren aus Bet Regor genügend Kost zu besorgen.
Währenddessen war Tharel bei Spugnoir und wollte sein Zauberbuch durchstöbern. Jener wies seine Bitte, die nicht wie eine Bitte formuliert war, jedoch zurück, gerade auch, weil der reiche Tharel einige Münzen hervorholte und den Trankbrauer bestechen wollte, in dem er die Goldstücke auf den Tisch knallte. Jener schob sie ihm hin und forderte ihn auf, sein Haus zu verlassen. Ein Glück für Tharel, dass ich nicht anwesend war, denn die nun folgende verbale Bedrohung seitens des Roten Magiers hätte ich ihm nicht durchgehen lassen können.

„Haunor, begleite den Herrn doch bitte hinaus!“

Der zwergische Wächter mit Hammer kam auf Tharel zu, welcher angefahren wurde

„Fass mich nicht an, Höhlenbewohner“

Schlug seine Hand beiseite und verließ die Stube.
All dies hatte ich noch vor dem Gericht erfahren.

Rurrik suchte die Burgherren auf. Aber auch bei ihnen war die Suche nach Informationen über die mysteriöse Gestalt Unariq VoTalsimols nicht von Erfolg gekrönt. Sein Name war den Geschichtsbüchern gänzlich unbekannt.
Rurrik gab bei Burne einen Unsichtbarkeitstrank in Auftrag. Der Magier hatte ihn beinahe um einen Auftrag angefleht. Aber wohl weniger aus Geldsorgen, als aus Langeweile.

Der kommende Tag sollte über unseren zukünftigen Zusammenhalt entscheiden. Nach der Morgentoilette fand Tharel prallgefülltes Buch nicht mehr. Ich hatte es entfernen müssen, um ihn anzulocken.

„Mein Buch ist verschwunden, und Gawain ebenso. Los, Pante, Rurik, helft mir suchen! Ich glaube, wenn wir den Paladin finden, finden wir auch meinen Schatz.“

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Sie wussten, wo man mich finden könnte.

Calmer bat sie in der Anwesenheit Tenaris um das Ablegen ihrer Waffen. Verwundert hinterlegten sie ihre Eisen und Hölzer beim Hüter des Eingangs. Bei Tharel und Pante wohl eher eine symbolische Geste.
Sie folgten dem einzigen Gang in die hausinterne Kapelle.
Durch die bunten, gotischen Glasfenster fielen flache Strahlen der Morgensonne.
Rufus stand neben der Tür und schloss sie hinter ihnen, die Kantorin kniete auf einem Scheit, Spugnoir und Zerosh saßen hinten auf einer Bank und lauschten gespannt, Phife lehnte in einer Ecke. Ich stand auf der Empore mit silberner Waage und Schwert. Neben mir Tristan, wie auch Thaila, Kircheninquisitorin des Wahren, mit dem Banner des Wahren. Derim führte Protokoll, und Calmer zeichnete seine Richtigkeit ab.

Das Urteil fiel milder aus, als ich zuerst befürchtet hatte, da ich nicht den Richter spielen darf über die verschiedenen guten und neutralen Gesinnungen, auch, wenn ich eine für die allerrichtigste halte.
Auch Y´Dey beriet mich und meinte, dass auch der Wahre zwischen Wahrheiten gewichte.
Auf der einen Seite meinen Kameraden einen Dienst zu erweisen, an dem sie wachsen könnten, und auf er anderen Seite eine drohende Gefahr auszumerzen.

Die Unterweisung ist im Protokoll nachzulesen.

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Lehren

Während Tharel seinen Mentor der nächsten Tage – Phife - aufsuchte, statteten wir Bet Regor einen Besuch ab. Die Kircheninquisitorin sprach mit Erimm Rechtung und bekam sein Einverständnis sich uns in der Erforschung dieses Tempels des Bösen anzuschließen und seine Geheimnisse freizulegen.
Mit Pante machten wir uns gezielt auf die Suche nach Konflikten, die er ohne seine faszinierenden Fähigkeiten der Stimme und Melodie lösen sollte. In Bet Regor suchten wir vergebens. Da zeigt sich die Wirkung von Recht und Gesetz des Wahren – gerade auch die Beschränkung des Alkoholkonsums. In Bebutido wurden wir fündig.
Ein Streit um Belanglosigkeiten war im Gange.
Nun ja, für den Bauernbursch waren die Kartoffeln, die ihm der Landstreicher geklaut haben soll, nicht belanglos. Wegen Pantes schwachen Auftreten eskalierte die Angelegenheit, er hatte die Situation falsch eingesetzt. Ich musste einschreiten und drückte die Köpfe der beiden Streithähne auf den Tisch. So blickten sie sich Aug in Aug.
Pante sprach dann, sie mit Vernunft zur Einsicht geleitend.
Dies war leider die einzige Möglichkeit Pante zu lehren.
Er würde mich weiter beobachten, und gut daran tun.
Ich will ihm noch weiter ein Pfad durch dorniges Gebüsch sein.

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Nach weiteren Besorgungen kehrten wir ins Dorf von Bah zurück. Auch Tharel hatte sein Wort gehalten und die Zeit mit Phife verbracht. Im persönlichen Gespräch zeigte sich aber, dass Phife nicht an eine Besserung Ragnaroks glaubte. Der Zeitraum, diese fünf Tage, war einfach zu kurz gewesen. Ich musste den Druiden auf ein andermal vertrösten, denn der Tempel des Elementaren Bösen ruht nicht und scheint auch gerade erst zu wahrem Leben erwacht.

Beschwerlicher Marsch im Wintereinbruch

Wir marschierten nach Vonidu, am Rande der Byth Berge hingen schwere weiße Wolken.
Der Weiler selbst glich einem Geisterdorf, keine Menschenseele auf den paar wenigen Straßen, kein Kindergelächter bei wildem Fangenspielen, kein Prusten oder Hämmern von Handwerkern, die ihr Tagewerk verrichten, nur grauer trister Rauch aus Schornsteinen, die Fensterläden zugeklappt, kein Licht, welches zu gerne aus den Häusern gestrahlt hätte. Die Anfänge eines Pukas.
Kommen mir hier noch einmal Bedenken an unsere Umsiedlung der Dorfbewohner nach Bah, bin ich mir jedoch entgegen ihrer Unzufriedenheit mit der neuen Situation gewiss, dass Bah sicherer ist als Vonidu.
Noch immer macht mich Ukemils Auftauchen hier unruhig.
Hatte er doch im Schlepptau den Führer des Feuerschwertes.
Seit dem gewaltigen Unwetter vor drei Wochen, einem Unwetter in dem sich alle vier Elemente in ihrer stärksten Form präsentierten, scheint sich etwas geändert zu haben.
Sie wirken entschlossener als je zuvor und gehen Risiken ein!

Ohne Rast zogen wir weiter, obwohl die Beine schmerzten. Wir konnten nicht Halt machen, die letzten Tage war genug Zeit gewesen sich auszuruhen.
Der beschwerliche Weg zu Mount Stalagos lag wiederum vor uns.
Aber gerne nehme ich ihn auf mich, um die Hüter des Bösen heraus zu fordern.
Es waren nun drei Tage seit dem offiziellen Wintereinbruch in Paru´Bor vergangen und dies mussten wir nun zu spüren bekommen.
Die erste Schneeflocke fiel. Der Winter hatte eingesetzt. Aber wir waren vorbereitet. Dickes Fell über den Schultern und feste, warme Boots an den Füßen
Aus dieser einen wurden immer mehr und so befanden wir uns kurzerhand im ersten Schneetreiben dieses Jahres.
Über dem östlichen Gebirge begann sich ein Unwetter anzubahnen, und seine Verwehungen reichten bis hier her. Am Boden blieb jedoch nur Schneematsch übrig.
Wie auch die typische Fauna der kalten Monate hierher geweht wurde. Keine Jahreszeit ist in Paru´Bor so lang und heftig wie der Winter.
Im Wald erspähte Pante Bewegung in unserer Flanke, die sich nur schwer von der Umgebung abhob. Wir richteten uns danach aus. Unsere Linsen tasteten die weißen Schwaden ab... doch nichts.
Was auch immer da war, es zog ab.
Vorerst.

http://www.wizards.com/dnd/images/MM35_gallery/MM35_PG256.jpg' target='_blank'>Die typische Fauna der Berge Synabyths

Weiter ging es den Trampelpfad, welcher mehr durch die Bäume, als durch den Boden kenntlich wurde.
Da sprangen drei Winterwölfe von hinten auf unsere Gruppe zu, einer biss Pante in die Wade und rang ihn ohne Probleme zu Boden, wir mussten auch ihren kalten Odem entgegennehmen, welcher jedoch für die meisten eher eine kalte Brise war.
Stellte dieses Rudel doch keine große Herausforderung für uns da, sorgte es jedoch dafür das es uns Ressourcen aufbrauchte, welche wir eventuell im Kampf gegen den Feuertempel brauchen würden.
Durch den misslichen Umstand, dass die Wölfe zu sehr verteilt und ihn unsere Formation eingebrochen waren, konnte Tharel seinen Feuerball nicht platzieren, sondern stärkte die Gruppe durch einen Geschwindigkeitszauber. Danach setzte er auf seine zielsicheren Geschosse.
Rurik wurde seinem Handwerk erneut gerecht und streckte innerhalb weniger Augenblicke eines dieser Biester nieder. Thalia bekämpfte den Wolf auf der anderen Flanke, während ich Pante zur Hilfe eilte, welcher durch meine Ablenkung sich vom Boden erheben konnte, und darauf sich auf eine sicherere Seite platzierte, und von dort mit seiner Peitsche eingriff.
Gemeinsam errangen wir den Sieg.
Das rote Blut tränkte den Boden.
Welch Anblick, wenn man von weiß in weiß umgeben ist.

Wir marschierten nordwärts, und durch den Wald direkt auf den Lufttempeleingang zu.
Es hatte bereits wieder zu schneien aufgehört, wir traten ungehindert – das Tor war eingeschlagen- ein in die kalten Höhlen und klappten unsere Fellkapuzen zurück.
Noch einmal blickte ich auf dieses zwergische Meisterwerk von Baukunst.
Möge der Wahre seine schützende Hand weiterhin über unsere Gruppe halten, und uns ein Licht in dunkelster Nacht sein!

Konfrontation mit dem Feuertempel

Der Weg führte uns durch den Teil der Minen, welcher noch keiner von uns betreten hatte, doch wurden wir nicht von etwaigen Unannehmlichkeiten aufgehalten.
Thalia zauberte auf jeden der Gruppe Schutzzauber vor Feuer.
Von weiten konnte Tharel schon zwei Feuerbrüder in Ignal aus der hinteren Ameisenhöhle streiten hören, welche doch verschiedene Ansichten über ihre Schwänze hatten:

„Du mit deinem mickrigen Schwänzchen hast doch nichts drauf!“

„Ach, halt doch die Schnauze, mit deinem klumpigen DingsDa!“

...


Diese Unaufmerksamkeit war es, die der Wahre uns bot, um den Kampf mit einem Überraschungseffekt zu beginnen.
Ich blickte in ihre Gesichter, doch sichtlich warteten sie auf etwas.
Sie zögerten.
Ich klappte mein Visier hinab, band mein Schwert an den Lederriemen in meinem Handschuh, schwang mein Schild und rannte los.

Schnell wurde ich von Rurik, der seine Axt schwang überholt.
Meine Gefährten zogen mit.
Der Sturm auf den Feuertempel hatte nun begonnen.

Rurik erreicht die beiden mit den Schwänzen ineinander verknoteten  zuerst, und wurde von ihnen mit einer Angriffsserie empfangen, was ihn trotzdem nicht stoppen konnte.
Hatte er den ersten Salamander gerade zu Boden gestreckt, kam ich um den Zweiten zu entwaffnen.
Entgegen meiner Annahme wir würden ihn gefangen nehmen, um von ihm zu erfahren welch Feinde uns dort erwarten - die Ungewissheit des Bevorstehenden machte meinen Kameraden doch am meisten Angst – schlug Rurrik ihn tot.
Das Ameisenloch war zugeschmolzen.

Die Wunden wurden schnell versorgt, nun nahmen wir unsere Fernkampfwaffen zur Hand, und bereiteten uns vor, den ersten der sich blicken ließe niederzustrecken.
Langsam tasteten wir uns vor und der Pfeil schnellte von der Sehne meines Bogens.

Der Feuermephit, welcher in dem sich uns auftuendem Raum an einen Orb mit rot-orange, züngelnden Flammen fassen wollte, bei meinem Anblick, segnete das Zeitliche.

http://www.wizards.com/dnd/images/MM35_gallery/MM35_PG183.jpg' target='_blank'>Der Linke

Es war ein runder Raum, welcher auf der gegenüberliegenden Seite drei Ausgänge offen hielt.
 In der Mitte schwebte über einem glattpolierten, Bernstein roten Mosaik, welches das Feuerzeichen darstellte, eine große Kugel aus Feuer. Wie eine kleine Sonne.
Vier spitzzulaufende Obelisken aus schwarzem Stein gaben dieser Szenerie den passenden Rahmen.

In diesem Raum versteckten sich mehrere Feuermephits in den an den Wänden in Eisenfackeln lodernden Flammen, welche uns mit ihren Feuerattacken – Strähle aus Feuer und Metall der Rüstungen erhitzenden Fähigkeiten, wie auch dem Direktangriff mit feurigen Klauen- zudeckten.
Dem Schutze Thalias sei Lob in der Höh. Sie hatten keinerlei Auswirkungen für uns.
Ein Mephit berührte den Orb in der Mitte und plötzlich erstanden vier Feuerelementare in menschlicher Größe.
Thalia erschuf noch ehe sie attackieren konnten einen Schutzkreis, welcher von ihnen nicht durchdrungen werden konnte. Lediglich Rurik nutzte ihre Obdach nicht und trat aus dem Kreis.
Pante spielte ein altes Lied der Halblinge, in welchem sie einen Vulkan nur mit dem Wasser eines kleinen Brunnens löschen.
Tharel setzte auf alt bewährtes. Rurrik trieb seine Axt tief in die Körper seiner feurigen Gegner.
Thalia zwang sie mit ihrem Schwert „Inquesito“ in die Knie und ich brachte meine Pfeile immer wieder platziert in ihr Ziel. Zwei der Mephiten flohen über verschiedene Gänge.

Erneut waren wir erfolgreich.
Und erneut versorgten wir unsere Wunden... auf das der Sturm nicht enden möge!

Wir wählten den linken Gang, der uns vorbei an einem Ausblick auf den Äußeren Bereich, circa fünfzig Fuß über den Wasserspiegel gelegen, zum nächsten Vorposten führte.
Die elfischen und menschlichen Krieger warfen den Tisch um, und verschanzten sich dahinter, während einige mit Bastardschwertern nur auf den Nahkampf warteten und andere mit Bögen bereits schossen.
Aber ich war schneller und streckte den ersten mit einem Schuss nieder.
Rurik stürmte auf den Tisch zu. Aus einer nicht einsichtigen Ausbuchtung sprang von hinten ein Hochelf, unmerklich besser ausgerüstet als seine Unterstellten, und wetzte sein Schert in Ruriks Rücken.
Pante sang ein Lied der Verwirrung und die Wachen taumelten hin und her. Schnell hatten wir die Oberhand gewonnen.
Der Anführer hielt sich nur wenige Momente länger auf den Beinen.

Der dämonische Herrscher des Rauches

Ein Treppe senkte sich hinab. Schon hier vernahmen unsere Nasen einen merkwürdigen Geruch. Die alchemistischen Vorkenntnisse Tharels offenbarten uns, dass dies Schwefel war.
An ihrem Ende begrüßte uns eine undurchsichtige Rauchwolke.

Thalia kramte ein Seil hervor, drei banden es sich um den Baum, einer ging in der Mitte und hielt sich im Dreieck fest. Noch einmal tief Luft geholt, Atem angehalten und hinein ins Vergnügen.
Wir tasteten uns an den Wänden entlang, verließen dann ihre sichere Orientierung und irrten durch den grauen Dunst. Eine sich aus dem Boden erhebende Struktur nahm Umrisse an. Metallverstrebungen formten den Kopf eines Dämons, der über dieselben Verstrebungen im Steinsockel verankert war und stetig den Rauch hinausblasend erschuf. Pante ging schön langsam die Luft aus, da wurden wir plötzlich von den zwei Feuermephits attackiert, die unsere schlechte Sicht auskosteten. Sie zogen sich nach einer Angriffsserie zurück. Und wieder schlugen sie zu. Wir machten kehrt und hasteten aus dem Rauch.
Unser folgender Plan ging auf. Rurik und ich glitten nochmals hinein, mit bereits gezogenen Waffen und streckten die Biester, als wir die feurigen Haare wahrnahmen sogleich nieder.
Trotzdem kamen wir hier eigentlich nicht vorwärts und Rurik der sich an der Wand entlang tastete stürzte sogar in eine tiefe Grube, die dieser robuste Zwerg aber lediglich mit einem leichten Husten würdigte. Wir legten am Rande der Fallgrube eine Brotkruste nieder, damit wir sie beim nächsten Mal sogleich ausfindig machen könnten.

Tharel war bereits dabei die Wachen von unnötigen Wertgegenständen zu befreien und es fand sich sogar ein zusammengeknüllter Zettel, der in eine Ritze unter der Holzplatte gestopft war.

TESSIMON DEPHNAMI IGNAMUIS

- Tessimon, Herrscherin über das Feuer - auf Ignal

Einen der anderen Gänge auslotend, kamen wir in eine erleuchtete Höhle- übrigens führte der andere Gang auch hierhinein- mit einer Grube, aus der stetig derselbe Rauch qualmte. Eine Höhle, die sich anschloss zeichnete tiefe glühende Mulden in den Boden, das Gestein war erweicht. Hier hatten Feuerkreaturen gehaust.

Wir wandten uns der Grube zu und berieten, was zu tun sei. Ein Geräusch aus der Tiefe ließ uns hellhörig werden, jemand hatte uns belauscht und watschelte gerade davon. Aber niemand machte sich die Mühe und nahm das Risiko auf sich hinabzuspringen. Gerade als ich springen wollte sahen wir aus der Grube etwas gelbliches heraufsteigen und machten uns zum Kampf bereit. Es entpuppte sich jedoch als konzentrierte Schwefelwolke und Pante brach daraufhin für einen Moment zusammen und keuchte und hustete.

Unterbrochene Vision

Wir nächtigten im luxuriösen Schlafgemach Fachishs, ehemaliger Hohepriester des Lufttempels. Dort wollten wir unsere Kräfte vor dem endgültigen Ansturm, welcher hoffentlich das schnelle Ende des Feuertempel herbeiführt, regenerieren.
In dieser Nacht hatte ich einen schweren Traum. Es war eine Szenerie, ich vermute Bah, und sah Pante und Thalia, welche in einem schwarzen Tuch eine Kreatur über die Schulter trug. Überall war dieser lila Nebel, und die Dunkelheit schien regelrecht zu atmen. Dann kam eine Gestalt ein Hüne mit helfender Hand. Was sie sprachen konnte ich nicht verstehen. Doch konnte ich gewiss die Worte „Gawain“ und „zurückgelassen“ erhaschen. In diesem Moment wurde mir klar, eines Tages wird mich Thalia verraten. Ich werde es ihr besser nicht erzählen.

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Doch der Traum riss ab. Kampfeslärm, ich schrak auf. Sprang aus dem Bett, und stürmte mit dem Schwert in meiner Hand Richtung Kampf. Tharel hatte sich während seiner Wache erwähren müssen.

http://www.wizards.com/dnd/images/MM35_gallery/MM35_PG33.jpg' target='_blank'>Chaos Bestie

Eine Bestie, tentakelübersät und kaum mit erkennbarer Anatomie hatte sich auf unseren Nachtwächter gestürzt, der die Tür nur einen kleinen Spalt offengelassen hatte. Aber das hatte diesem formlosen Ding gereicht.Er musste schon mehrmals die bösen Angriffe des Wesens hinnehmen und ihren ätzenden Schleim provisorisch vom Körper streifen.
Doch Glück im Unglück verfiel er nicht ihrer Fähigkeit ihre Formlosigkeit übergreifen lassen zu können.

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Nur im Nachthemd und mit meinem Schwert stellte ich mich schützend zwischen Tharel und dem Biest. Mit der Macht des Wahren, gelang es mir mit wenigen Hieben, die Höllenkreatur zu bezwingen. Leider ließen sich meine Mitstreiter ein wenig Zeit, bauten sie darauf das Tharel alleine klarkommt? Es lebe die Hilfsbereitschaft.

Doch nun lasst uns den Tempel des Bösen Feuers auslöschen.
Wahrer gib mir Kraft!

Gawain

PS: Als nächstes kommt ein Beitrag, der von einem Spieler aus der Sicht eines Mitspielercharakters geschrieben wurde. Sehr köstlich.  :) Kommt bald.

Gawain

  • Mitglied
Nagakeng´s RttToEE 2.Teil: Moathouse/Nulb/ToEE
« Antwort #127 am: 09. November 2005, 17:05:40 »
 Oh ja, Visionen sind so wichtig... zeigen sie doch die Zukunft...  :lol:

Bald kommt Innuleki juhu  :D warten wir erst mal diesen Freitag ab... :(

 
" Wahrlich, auch den Größten fand ich - allzu menschlich!"

Gawain

  • Mitglied
Nagakeng´s RttToEE 2.Teil: Moathouse/Nulb/ToEE
« Antwort #128 am: 10. November 2005, 13:02:14 »
  :akuma:  
" Wahrlich, auch den Größten fand ich - allzu menschlich!"

Nagakeng

  • Mitglied
Nagakeng´s RttToEE 2.Teil: Moathouse/Nulb/ToEE
« Antwort #129 am: 10. November 2005, 13:05:00 »
 Wer ist Innuleki? :huh:

Gast_Gawain

  • Gast
Nagakeng´s RttToEE 2.Teil: Moathouse/Nulb/ToEE
« Antwort #130 am: 10. November 2005, 16:31:33 »
 Der Herr der Winde  :D

und er ist verdammt stark... nicht um sonst schon fast ein Gott...  :lol:  

Nagakeng

  • Mitglied
Nagakeng´s RttToEE 2.Teil: Moathouse/Nulb/ToEE
« Antwort #131 am: 14. November 2005, 14:47:15 »
 Pffft... Herr der Selbstüberschätzung!  :P

Leider keine Bilder, dafür aber viele Spoiler und wörtliche Rede:

Entschlossenheit

(56)
Oh wie schmerzt mir mein Herz. Ich verstehe nun Gawains Botschaft...
Unser Verfechter des Guten, ist von uns gegangen. Ich bin schuld. Hedrack, ich werde dich für die Schmach die du über mich und meinen Verrat an Gawain gebracht hast, büssen lassen!

Der Teufel soll dich holen, du verdammter Gesandter des Iuz. Eines Tages, wird dir jemand gegenüberstehen, dem du nicht gewachsen bist. Mein Traum prophezeite mir einen Krieger mit goldener, trauriger Maske und gekleidet in eine lila Robe, auch er dient Tharizdun.
Seine Boshaftigkeit wird deine bei Weitem  übersteigen, er wird dich auslöschen, und all jene töten die dich kennen. Niemand wird sich an dich erinnern.

So geschah es nun.
Wir zogen gen Feuertempel.
Wild und entschlossen rückten wir vor, kletterten durch die Destrachanhöhlen, schritten die Ameisentreppen hinauf, streckten zwei, diesmal konzentriert wirkende Flammenbrüder, die es noch schafften vier Feuerelementare zu beschwören, nieder.
Doch kein Thema.

Durchquerten den Rauch – an der Stelle, wo gestern noch die Brotkruste lag, war heute ein zersetztes Häufchen Elend zu Hause.
Über die Luft des Abgrunds wandelnd, überquerte einer nach dem anderen Schulter an Schulter mit mir die Schlucht, allen voran natürlich Gawain, den gespannten Bogen bereits im Ansatz.

„Hier ist wahrhaftig jemand. Alarm!“ Es klang ungläubig.

Noch ehe wir herausgetreten waren, hörten wir stöhnen.
Der Avatar des Wahren stand mit dem Gesicht zu einer Wand, und wurde von zwei Dienern beschossen, doch weit gefehlt.
Er zielte mit zwei Pfeilen in einer Sehne des Bogens auf ihre Leiber und streckte sie gleichzeitig nieder.

Gawain blieb nicht stehen.
Er bog ohne zu zögern in den ersten sich auftuenden Gang ein.
Wir folgten und vermochten kaum mit der Begierde Gawains mitzuhalten.

Nun standen uns zwei Salamander gegenüber und zwei weitere befanden sich hinter einem Felsvorsprung dicht an der Steinwand.
Rurik übersah sie dann auch, den die Räumlichkeit war in leichten, qualmenden Rauch gehüllt.
Sie waren noch ein gutes Stück entfernt.
Gawain sprach klar und deutlich:

„Formation beibehalten!“

Doch Rurik der noch vor seinem jähen Ende von Gawain tatsächlich beflügelt wurde sich für uns einzusetzen stürmte vor!
Der Kampf schritt schnell voran, auch ohne Zaubermacht zu vergeuden, besonders, da sich drei weitere Salamander zwischen uns und Rurik stellten.
Weiter hinten im Gang sahen wir einen Fhokki laufen.
Er schien zu... fliehen?
Doch wir sollten ihn noch treffen.
Es blieb nur ein Salamander übrig, Gawain sprach auf Ignal zu ihm:

„Gib auf, du sollst heute nicht streben. Ich schenke dir das Leben. Nimm es an und geh.“
 
Geschenk des Himmels

Dieser senkte seinen Speer, schlängelte zwischen uns und sprach bedacht mit bösem Blick:

„Meister Zert, Führer der gepaarten Flammenklingen, flieht, doch gibt es nur einen wahren Krieger des Bösen Feuers!“

Gawain fragte langsam und deutlich:

„Und wer soll dies sein?“

Plötzlich kam aus der Decke eine Kette scheppernd heruntergefallen, und an ihr, ein wirklich großer, und sehr wütender Feuersalamander.

„Ich, Skassik! – Finsterer Streiter des Älteren Urgewaltigen Auges! Zert, du Feigling, komm und kämpfe! Und du mein kleiner Brüder, sieh, wie ich in die Schlacht ziehe, und das Gute bezwinge!“

Rief Skassik– eine wirklich furchteinflössende Erscheinung in einer leuchtend roten, mit flammenden Schädeln verzierten Ritterrüstung- auf Handelssprache und den letzten Teil auf Ignal mit Bedacht.

Er kanalisierte seine Macht und trieb seinen großen, aus einem Stück Eisen gefertigten, stumpf gezackten und tiefrotglühenden Zweihänder tief in Ruriks Bauch.

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Das von der Klinge triefende Gift steckte der Körper des Zwerges aber nichtsdestotrotz weg.
Dieser schrie wie am Spieß, brüllte wie im Wahn und enthauptete den Salamander.

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Zuvor jedoch fand jener noch Zeit, Tharel, der übermütig nach vorn schritt und Hast wirkte, die rechte Körperhälfte mit einem weiteren gewaltigen Hieb zu zerhauen und fast ins Jenseits zu befördern.
Unglaublich.

Dieser Zwerg, dessen Geschichte mir ein Rätsel ist, wie die Quelle aus der er seine Kraft schöpft, hatte das Ungetüm besiegt.
Pante meinte, dass Ruriks Glück im Kampf größer sei als sein Können.
Gawain schrieb Ruriks Tat dem Wahren selbst zu.
Des weiteren sagte er:

„Du hast dein Ziel erreicht. Du bist bereit für das Jenseits. Lebe frei, herrsche gut.“

Rurik verstand diese Worte nicht.
Der andere Salamander starb durch meine Hand.

Pante kletterte in die Spalte hinauf und sah sich in einer stickigen Kammer um. Er entdeckte einen feuerfesten Sack mit Giftphiolen, einem Öl und einem Trank darin. Zum identifizieren hatten wir noch später Zeit.

Hinter einem roten schweren Vorhang mit dem Feuertempelsymbol darauf, aber in gelb, entdeckten wir nur eine sehr spartanisch eingerichtete Höhle, mit Holzbett, Holztruhe und Holznägeln in der wand, an denen ein Umhang, ein Hemd und ein Hut hingen.

Brenzlige Situation

Wir sahen das, vor dem wir uns gefürchtet hatten.
Ein Bronzetor, darauf ein Relief eines Feuer speienden Drachen, mit dem Maul weit aufgesperrt.
Der Tunnel dahin hatte viele Risse und Spalten zu beiden Seiten, in der Mitte blieb ein glattpoliertes Muster als Pfad übrig. Es sollten Flammen sein, die peitschend in Richtung Tor zeigten, wobei die Einkerbungen mit einem rötlichen Metall gefüllt waren.
Es musste die andere Seite sein.
Ja das war sie.
Wir schritten bis vor die Tore.
Da huschten aus den Spalten von oben und unten Klauenschrecke.
Wir hätten die Anzeichen ihrer Anwesenheit- den abgekratzten und angenagten Stein der Wände- besser wahrnehmen sollen.
Ein ziemlich chaotischer, blutrünstiger Haufen. Ungeordnet ließen sie allesamt einen schrillen Ton von sich, sahen uns mit ihren großen silbernen Augen an, und der Reihe nach war es nur noch Tharel und Rurik – bald nur noch Rurik- möglich sich aktiv zu erwehren. Der Magier schoss mit Magischen Geschossen, Rurik schwand vergrößert seine mächtige Axt und zerteilte die außer Reichweite schwebenden Klauenschrecks, einen nach dem anderen, während diese versuchten, sich am Blut der Erstarrten zu laben, mit mäßigem Erfolg.

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So hatte ich die Ehre, Gawain, die Farbe im Gesicht zurückzuschenken.

Versammelte Truppen

Da lag es nun vor uns.
Das, in welches wir uns schon so lange gedanklich hineingeschwungen hatten.
Das Feuertor.
Ich schützte alle vor den verheerenden Auswirkungen des Feuers und ging mit Gawain einen Pakt der Anteilnahme über zwei Platinringe ein.

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Dahinter sollte eine Geschichte auf uns warten, die ich mir so nie vorzustellen vermocht hätte.
Ein Debakel.

Gawain sprach mit kräftiger, schallender Stimme:

„Tessimon dephnami ignamuis“

Das Tor öffnete sich.
Mit einer Schallexplosion, die uns auf der Haut kitzelte.
Hier sollte der ewige Kampf gegen die Tempel des Kraterrandes zu Ende gehen, dies war der Tag.

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Eine sehr große, dampfend heiße und runde siebzig Fuß hohe Höhle eröffnete sich uns.
In der Mitte lag eine riesige, runde, achtzig Fuß im Durchmesser breite Feuergrube, deren Flammen böse emporzüngelten.
Im Zentrum schwebte eine mit Runen verzierte Eisenplattform, und auf dieser Stand Tessimon- in ockerfarbener Robe mit Kapuze, schwarzen langen Haaren und rot eingefärbten Spitzen, ihr Nacken mit dem Tattow roter züngelnder Flammen geschmückt, eigentlich eine recht schöne Frau, jedoch durch einen ekligen Arm, wie von einer Abberation, entstellt, während ihr anderer Arm einen Tentakelstab führte - mit zwei kleinen Feuersalamandern und zwei brennenden Skeletten.

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Hinter ihr der raue Altar aus Vulkangestein, eine große Pauke, und zwei erleuchtete fünfarmige Kerzenständer aus Messing.
Die Kuppel der Höhle war mit Wandmalereien von hitzigen Dämonen, die Menschen quälen und sie über Feuer schworen, überzogen.
Es fühlt sich an, wie ein Ausblick in die Hölle selbst.

Mein durchdringender Blick, als Inquisitorin des Wahren, ließ mich sofort erkennen, dass ein Teil der Höhlendecke nur Schein war.
 
In mehreren Wellen waren auf beiden Seiten die Truppen stationiert.

Direkt am Tor ein mittelgroßer Salamander mit erhobener, spitzer, glühender Eisenstange.
 
Brennende Skelette bildeten auf der rechten Seite, der Feinde vorderste Kampfreihe.
Einige Fuß dahinter stand Zert der Führer des Feuerschwertes- wie sich herausstellte war er ein begnadeter Zweiwaffenkämpfer, ein etwas älterer Fhokki, dunkelhäutig, mit schwarzen Haar und von grauen Strähnen durchzogen, in dunkelgrüner Rüstung mit einem reptilienartigen Muster bemalt und einer langen Narbe auf der linken Wange- um ihn herum, drei abschirmende menschliche Wachen.
 
Wieder weiter dahinter stand ein wahrer Sadist. Ein Gnom, nicht in klerikaler Kleidung trotz Priesterstatus, doch mit einem Feuertempelsymbol doppelt so groß wie Tessimons, mit herausstechenden schwarzen Augen und nur wenig Haar auf dem Kopf, welches jedoch von einer roten Schädelhaube bedeckt war.
Er versuchte sich im folgenden Kampf immer mit dem Gesicht in das spritzende Blut zu werfen, was ihm noch zusätzlich anspornte und antörnte. Ein lustvolles Stöhnen war der Beweis.
Er wurde begleitet von brennenden Skeletten.

Zusätzlich war noch ein Hexer, unsichtbar, weit in der Luft durch Tharels Augen zu erkennen.
Eine Witzfigur in grauen Roben und mit schwarzer Schärpe mit goldenen Runen bestickt, mit seinen langen blonden Haaren, die mit einer einzigen Schnur hinten zusammengebunden waren.

Auf der gegenüberliegenden Seite war ein Feuermephit mit einem Höllenhund an der Kette an das tor gewand, um hinaus zu lauschen, weit davor au der linken Seite vier elfische Bogenschützen, die auf Tharel zielten.

Vor der Grube starrte ein Heuler uns an, bereit loszuspringen. Tatsächlich sollte er durch Gawains Klinge fallen.

Tessimon hielt eine Schriftrolle empor und wetterte:

„Nun seid ja endlich gekommen, um eurer Vernichtung durch das elementare Feuer ins Auge zu blicken.
Ich habe mir etwas ganz besonderes für euch ausgedacht.
Ihr dürft fallen, wie einst der Erdtempel. Hahaha!!! “


Sie hatte eine irritierende Lache, warf die Kapuze zurück und begann murmelnd zu lesen.

Rurrik stürmte hinein mitten in die Massen, ich hinterher um ihn zu unterstützen.
Zert feuerte mit den Worten

„So, dann mal an die Arbeit.“

vom Schwert des Feuers aus, eine Feuerkugel auf den feuerfesten Zwerg.
Pante sang ein gewaltiges Lied, eine Lobeshymne an die Sturmesfluten und das löschende Wasser, und huldigte den Feuertrupps.
Gawain wartete, er hatte sein Ziel schon festgelegt.
Tharel schoß seinen Säureball –ein abgewandelter Feuerball- mitten auf Tessimon, übertraf ihre Zauberresistenz und ihr fauler Zauber starb, wie auch die Schriftrolle, und zwei ihrer Beschützer.
Ein gellender Schrei fuhr aus ihrer Kehle.

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Die Bogenschützen nahmen Tharel unter ständigen Beschuss und versuchten den Roten Magier die Momente für das Zaubern zu nehmen- doch der eine Pfeiltreffer war nicht genug, um ihn am hasten unserer Gruppe zu hindern.
Doch Pante erlöste Tharel von seiner Orgie des Ausweichens und wendete, die Schützen gegeneinander, ließ sie flüchten und zurückkehren.

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Als  Rurik und ich auf den Feind – Salamander und brennende Skelette- auftraten, borsten die Schwerter und Äxte, es war ein Getümmel, und wir waren stets darum bemüht, nicht flankiert zu werden.
Gawain nutzte die Chance, flog über uns hinweg, und widmete sich Zert, den Menschen und dem Sadisten Firre Oranak, den er nach einem kurzen hin und her zu Fall brachte.
Er kanalisierte des Wahren Macht immer und immer wieder und trieb die beiden noch in den Tod, ehe Rurrik, Pante und ich  zu ihm vorstoßen konnten.
Zert meinte noch mit anteilloser Stimme zum Hexer:

„Arlainth, deck sie ein! Asche zu Asche!“
 
Der Hexer feuerte seine Zauber am laufendem Band- Strähle aus Feuer, Feuerbälle- doch konnte er uns nicht wirklich etwas anhaben.
Natürlich regte ihn das schrecklich auf und er wechselte auf Magische Geschosse.
Bald war auch er mit Pfeilen aus Gawains und Pantes Bögen vom Himmel geholt.

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Tharel setzte unterdessen nach und versuchte erneut Tessimon mit seiner mächtigen Magie, dem Wirbelwind, in die Knie zu zwingen, die angeschlagen den Lift in die Hölle betätigte und einen Schutzzauber auf sich wirkte, so dass sie aus unserem Sichtbereich verschwand und Tharel sie nicht mehr lokalisieren konnte.
Sie floh mit der schwebenden Plattform sehr schnell nach oben.
Wir erledigten den Rest.
Und formierten uns.
Ich versorgte notdürftig die Wunden.
Tharel und Gawain waren wild entschlossen, es sofort zu beenden.
Doch leider musste einer zurückbleiben.
Pante entschied sich unseren Abmarsch „vorzubereiten“,

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und den herabschwebenden Hexer, der direkt über der Feuergrube hinabsank, mit seiner Peitsche einzufangen, und ihn zu sich zu ziehen.
Hinter den roten Vorhang mochte niemand sehen, dafür war jetzt auch keine Zeit.

Die Plattform war inzwischen an die Stelle der Deckenillusion getreten.
Ganz leicht hörten wir eine Trommel schlagen...

Die Mächte des Altars

Ich heilte kurz die klaffendsten Wunden –mein Pakt mit Gawain hatte doch sehr geholfen- versammelten uns um Tharel und traten eine Reise ins Ungewisse an. Der Rote Magier streckte den Finger Richtung Decke und sprach:

„Einhundert Fuß“

Via Dimensionstür gelangten wir in einen kleinen quadratischen Raum, welcher genauso groß wie die Plattform war.
Die Wände voller Bilder von Feuerelementaren, Efreeti und Salamandern. In der nordöstlichen Wand steht eine Geheimtür offen, hinter der eine Nische mit Brettern ist. Darauf einige Gegenstände.

Leider hatte Tharel unseren Ankunftsort zu hoch eingeschätzt, so dass wir von der Decke fielen und unsanft aufschlugen.
Alle um den Altar, nur Gawain landete direkt auf ihm.
Der letzte verbliebene Salamander stand mit geschlossenen Augen im einem Eck und trommelte noch auf die Pauke ein, in einem benachbarten Tessimon – fast all ihre Wunden waren verheilt- mit geöffneten Augen und bösem Grinsen:

„Ich wusste, das ihr kommen würdet! Seht genau hin, dies ist die Macht des Älteren Urgewaltigen Auges!!!“

In der normalen, nicht-dämonischen Hand hielt sie einen Stab, dessen oberes Ende in drei Tentakel überging, welche nur danach gelüsteten etwas zu zerquetschen.
Sie lässt einen schweren Flammenschlag auf uns hernieder fahren.

Der Altar ward transparent und in seiner Mitte ein Goldenes Auge nun deutlich zu erkennen.

Jeden erfasste seine böse Macht, Gawain, der nur mit einem Auge blinzelte, und ich konnten sie noch einmal abschütteln, Tharel jedoch verfiel in absoluten Wahnsinn, und spann in einer Ecke herum.
Ich hatte mich nach dem ersten Anzeichen komplett abgewandt und meine Augen geschlossen.

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Rurriks Muskeln erschlafften und er konnte gerade noch seine Axt halten. Auch er hatte geblinzelt, doch das Auge war einfach zu verlockend gewesen, um nicht hineinzusehen.

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Gawain stürmte auf den Salamander, in der Hoffnung Tessimon würde die Gelegenheit nutzen sich aus der Ecke zu bewegen.
Ich wollte ihr entgegenschreiten um sie zu zerhauen, doch dann sprach sie Worte in einer wahrhaft dunklen Sprache, wer weiß was sie bedeuteten, doch die Auswirkungen waren sichtlich.
Ein Geräusch ließ mich umblicken.
Die Transparenz war Vergangenheit und eine schwarze, verschleierte, schleimige Wolke war darin zu sehen.
Blitzschnell schoss ein schwarzer, dicker Tentakel aus dem Altar und umschlang Rurik, der soeben auf Tessimon losgehen wollte.
Er kämpfte mit ihm.
Doch keine Chance.
Wie in Zeitlupe vernahm ich den nächsten Moment.
Seine Gliedmaßen flogen durch den Ruck nach vorn...
seine Arme versuchten hilflos noch etwas zu packen...
in seinen Augen konnte ich Todesangst lesen...
Der Tentakel riss ihn, Rurik durch die Luft wirbelnd, ins Innere des Altars.
Der Altar hüllte ihn in schwarze wabernde Massen.
Rurik verschwand in Dunkelheit.
Ich konnte nicht mehr hinsehen und wendete mich ab.

...

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Es war noch nicht vorbei. Auf dem Altar lag nun ein goldgelbliches Ei, das schnell und stetig wuchs.
Außerdem eine Schriftrolle, die sich Tessimon freudig sofort unter den Nagel riss und sofort wieder zu zaubern begann:

„Auf ein Neues! Ja, hahaa, wie ich es mir gewünscht habe...folgt dem Erdtempel zu Grabe!“

Ich lauschte dem Geschehen und wendete mich zu ihr- es durfte kein Moment verloren gehen- sie stand in meinem Rücken und murmelte göttlichen Worte. Von Göttlicher Macht durchflutet kehrte ich mich zu ihr, hob meine Waffe, und ließ sie von oben auf sie herabfahren.
Tessimon hob schützend die Arme mit der aufgespannten Schriftrolle vor ihr Gesicht und ich zerteilte ... beides.
Röchelnd ging sie zu Boden.
Der Feuertempel war gefallen, denn gleichzeitig hatte Gawain den anstürmenden Salamander seiner Meisterin ins Jenseits folgen lassen.

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Das Ei schwoll an, wir hämmerten darauf ein, während der wahnsinnige Tharel nun seinen Kampfstab gegen uns wendete. Gawain schlug ihn kurzerhand bewusstlos, zu seinem eigenen Besten.
Wir knackten das Ei und aus der Spalte, floss lawaartiger Brei. Darin drei oder vier Föten... von Salamandern. Das Ei stoppte seinen wuchs.

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Nun war es vorbei.
Von den Brettern sammelten wir die Kette, später als Feuerballhalskette identifiziert, und eine göttliche Schriftrolle auf.
Und auch Tessimon wurde durchsucht, während Pante das für uns unten erledigte.

Doch wir konnten nicht hinab.
Wir versuchten so ziemlich alles.
Nach langem überlegen entschied sich Gawain, die Robe Tessimons anzuziehen, und den Stab mit den Tentakeln zu schwingen.
Er probierte:

„Auf Auf....
Los, los....
Bring mich hinab.....“


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Dem Wahren sei dank, wir fuhren hinab.
Gawain entschied, während der Lift hinab schwebte, den Altar hinab in die Flammen zu schieben in der Hoffnung er würde unten zerschellen und dort für immer verzehrt werden.
Doch leider kam es anders.
Der Altar setzte sich noch einmal in Gang.
Er wird transparent und bald darauf erscheint das Auge.
Es begann von vorne, die große Schlacht gewonnen, und dennoch verloren.
Das Auge erfasste Gawain völlig.
Auf einmal war er ein anderer, stürmte auf mich los und schlug mit dem Tentakelstab nach mir, die Tentakel schlossen sich um meinen Arm und zwangen mich auf die Knie. Gawain schrie:

„Stirb, ja, wehr dich nicht, es ist gleich vorbei...“

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Eigentlich war es so, dass Gawain den Bewusstlosen Tharel anging und Thalia eingreifen wollte. Woraufhin sich Gawain gleich ihr zuwendete.

Die Plattform senkte sich weiter.
In meiner Hilflosigkeit schrie ich nach Pante, der sein derzeitiges Werk abbrach und seinen Augen nicht glauben konnte, und schrie:

„Gawain was tust du!?!“

Er war irre geworden!

„Sterben sollst du, Weib, das Böse siegt immer, Jahhaha Hihihi... Ich bin der Herrscher der Welt...“

und streckte die Faust zum Himmel, als Zeichen des Sieges.
Nebenbei fand er noch Zeit mir ins Gesicht zu treten, ich glaubte es würde nun schwarz um mich, doch Gawain hörte auf, der Wahre hatte eingegriffen und Pantes Musik verstärkt, so dass er dem Bösen Effekt des Altars über stand.
Gawain klammerte sich an seinen liebgewonnenen Stab, und lauschte dem Gesang und dem Lautenspiel.

Ich stillte meine Wunden und wir schritten von dannen.
Doch nicht, ohne noch einmal an der gegenüber liegenden Tür von einer Schallexplosion erfasst zu werden. Diesmal kitzelte es doch mehr, Adern platzten.

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Pante spielte, ich schulterte Tharel und nahm den Verfechter des Guten an der Hand.
Pantes Nimmervoller Beutel hatte deutlich an Inhalt zugelegt.
Wir gingen gemeinsam zur Zwergenschutzkammer, die restlichen Räumlichkeiten des Feuertempels bewusst missachtend... sie würden auf uns warten.
Dort ließen wir Gawain mit Essen zurück. Den Stab ließ er nicht los.

„Wir kommen wieder um dich zu holen.“
 
Ich betätigte den Drachenarm und wir fuhren nach unten.
Das Tor schloss sich und ich blickte noch ein letztes Mal zu Gawain.
Pante beendete darauf sein Spiel und blickte trüb in mein Gesicht.
Wir schwiegen uns an.
Nun machten wir uns i  seichten Schneematsch und in Eiseskälte auf nach Bah.  
Ohne Zwischenfälle kamen wir wohlbehalten an, doch...

...

Dort lauert er. Er hat sich persönlich herausgewagt, um uns „kennen zu lernen“.

...

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Man sagt, es gibt zu allem immer mehrere Wahrheiten. Sie zu finden ist unser Ziel.
Heute liegt die Wahrheit vor mir, so deutlich wie noch nie in meinem Leben.
Gawain war ein Prophet, ein Kriegerpoet, ein Heiliger, ein durch und durch guter Mensch, das Ideal des Wahren, ein Freund – einer besser wie ihn niemand sonst haben könnte.
Danke für deine Zeit, die wir an deiner Seite, und mit dir, verbringen durften.

Thalia, deine Jüngerin

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Nagakeng

  • Mitglied
Nagakeng´s RttToEE 2.Teil: Moathouse/Nulb/ToEE
« Antwort #132 am: 16. November 2005, 23:15:40 »
 Bin gespannt auf Berandors Reaktion.
Keine Spoiler heute!

Die Botschaft

(57/1)
Wir werden nicht ruhen, bis der Abschaum aus den Höhlen Mount Stalagosses getilgt ist, und möge es mein Leben kosten!
Ich empfange jedwedes Schicksal, welches du für mich erkoren hast, oh Wahrer!
Mein Verrat an Gawain, geschehen, wie er selbst es vorausgesagt hatte...
 
Als wir am Rande unserer Kräfte und dennoch siegreich aus unserer Schlacht gegen den Feuertempel nach Bah bei Tagesanbruch – wir hatten uns durch die eisige Nacht gekämpft - zurückkehrten, suchten wir zunächst die Hohepriesterin Y’Dey auf und erkundeten uns bei ihr, ob sie Tharel heilen könne, der immer noch, von der Macht des Feuerauges erfasst, geistig umnachtet, in eine Decke gewickelt, auf meiner Schulter ruhte.
Sie bat Pante und mir Speis und Trank zur Stärkung und Calmer versorgte unsere erfrorenen Wunden.

Auch sie wusste um kein Mittel gegen den Wahnsinn Tharels und riet mir, dafür nach Bet Regor zu ziehen.
Diesen Rat folgte ich und so machten wir uns auf dem Weg. Gerade als wir die Brücke überquerten, blickte Tristan aus seinem Turm und rief herab:

„Wo ist Gawain, meine Freunde?“

„Tristan, wir wollen dich nicht schockieren, nimm es, wie es ist?“

„Wie was ist?“

„Es.“


Ungläubig sah er uns an. Schloss die Fensterläden und stand wenige Augenblicke später neben uns.

„Moment mal, das heißt...“

Seine Miene verfinsterte sich.

„Nein, der Tod hat ihn nicht heimgesucht, nur völlig durchgedreht ist er. Aber keine Sorge, er befindet sich an einem sicheren Ort.“

Hellte Pante sein Gesicht wieder auf.

„Gut, wenn das so ist, bleibe ich hier. Hier ist schließlich auch meine neue Pflicht, meine neue Heimat. Gawain wollte es auch so. Auf die Freundschaft. Bringt ihn wohlbehalten wieder.“

Diese Worte...Y´Deys sehr ähnlich...

Der Fremde

Plötzlich vernahmen wir Geschrei und Palaver.
Wohlbekannt, denn das Gemeindehaus, Notquartier der Voniduaner, lag direkt neben uns.
Ein Mann trat vor die Tür.
Hellblaue Robe, eine Schärpe in den Farben des Regenbogens, graue Haare, schon älter, von dünner Gestalt und dünnem Gesicht.
Er erinnerte mich an Yether den Hilfreichen, zumindest, was seine Kleidung anbelangte.
Ein Symbol des Regenbogenmachers war allerdings nicht auf seiner Brust zu sichten.

Er rieb sich die Hände, wie nach einem langen Schaffen, und pustete hinein.
Nebel stieg auf.
Er sah uns und kam entschlossenen Schrittes auf uns zu, die Hand zur Begrüßung uns entgegenstreckend.

„Willkommen. Ihr seht aus, wie ein Priester des Wahren. Wir könnten Hilfe gebrauchen bei der Versorgung der Menschen hier in dieser Notdurft.“

„So stellt euch doch erst einmal vor, mein Guter. Bei uns gehört das zum guten Umgang.“

„Ja, entschuldigt. Mein Name ist Trond. Und eure Namen lauten?“

„Pante, Thalia“

„So sagt doch, was schultert ihr. Dort reckt sich ein Bein heraus.“

„Ein bewusstloser Kumpan. Sein Geist ist verhühlt und wir haben ihn ruhig stellen müssen. Eine traurige Geschichte müsst ihr wissen.“

„Vielleicht kann euch Yether der Hilfreiche dabei einen Dienst erweisen. So kommt doch herein in die warme Stube. Und berichtet gleich noch vom traurigen Belang. Manchmal kann es helfen, sich seine Lasten von der Seele zu reden.“

„Nun, es begann alles so...“


Ich erzählte und erzählte.
Ja, einfach alles.
Alles was ich von der Vergangenheit und Gegenwart des Vorgehens gegen den Tempel der Völligen Vertilgung wusste.

Zusammen kehrten wir ein.
Ein Matratzenlager.
Trond schloss hinter uns die doppelseitige Tür, damit keine Wärme entwich.
Yether zeigte gerade einem Knaben die Kunst des Fütterns seiner Großmutter.
Er wandte sich uns dann zu und lauschte, wie auch Trond, der ein wahrhaft aufmerksamer Zuhörer war, wie man selten welche trifft, meiner Erzählung.

Ich kam zum Ende.

„...und Yether, könnt ihr uns damit zur Seite stehen? Erinnert ihr euch, ihr gabt einst den Ansporn zur Tat.“

„Ach, ja ihr habt recht. Aber eure Gesichter sind mir fremd. Ich würde euch mit Tharel Ragnarok zu gerne helfen, doch leider stehe ich nicht allzu hoch in der Gunst des Regenbogenmachers. Trond, wisst ihr Rat?“


Trond, der in den letzten Augenblicken mit dem Kinn in die Faust gedrückt und nachdenklich, mit den Augen zum Boden gesenkt, regungslos verharrte, sah nun auf.
Und mir direkt in die Augen.
Ein Funkeln war darin zu erkennen.

„Welch ein Zufall... göttliche Fügung... da bin ich ja direkt auf die Richtigen gestoßen. Euer makellos vorgetragener Bericht ist... gotteslästerliches Geschwätz!“

Erschrocken suchte ich nach dem Griff meiner Waffe, fand ihn nicht und taumelte einen Schritt zurück.

Er hob die Arme mit ausgestreckten Fingern zum Himmel, reckte seinen Kopf hinauf, das die Adern deutlich hervortraten, zog sie mit geballten Fäusten an und brüllte.

„BLASPHEMIE!!!“

Ein mächtige Welle böser Energie breitete sich von ihm aus.
Die Luft knisterte.

Die Voniduaner, die sich gerade noch so freudig unterhalten hatten, und erstaunt bei Tronds Reaktion verstummt waren, fassen sich an den Kopf oder aufs Herz und knicken mit Todesröcheln wie Gräser im Wind um.
Nur dass sie nicht wieder aufstanden.
Dumpf schlagen sie –ungeachtet Geschlecht und Alter - einer nach dem anderen auf den Holzboden auf.
Yether wird von der Qual bewusstlos und sinkt auf dem Bett zusammen.
Pante bleibt regungslos stehen und mir raubt die Schockwelle alle Kraft. Meine Beine geben unter der Last Tharels nach, wie Haferschleim, und ich knalle mit dem Rücken auf dem Boden, Tharel schlägt mit dem Kopf unsanft neben mir auf.
Für einen Moment herrscht für meine Sinne Dunkelheit.

...

Als ich sogleich wieder zu mir komme, starre ich an die Decke.
Ich will meine Glieder bewegen, doch die Anstrengung ist vergebens.
Eine Stimme spricht, von Pante erfahre ich später alles übrige.

„Wollen wir uns noch einmal vorstellen. Mein wahrer Name... Hedrack, Kommandant des Äußeren Rings des Schicksals.“

Seine Stimme so teilnahmslos.
Er blickt Pante von Nahem tief in die Augen.
Schreitet wie der König der Raubtiere um ihn herum, umkreist ihn, uns mehrmals.

„All diese Menschen mussten nur sterben wegen euch, die sich Helden nennen. Ihr habt das zu verantworten!“

Er beginnt unsere Sachen zu durchwühlen.

„Ich fordere mein Eigentum ein. Da habt ihr doch sicherlich nichts dagegen. Sonst hebt einfach den Arm.“

Er lacht teilnahmslos und nimmt sich dem Schwert des Feuers an, und was wir sonst noch an Schlüsseln zum Äußeren Bereich bei uns haben.

Aus dem Augenwinkel kann Pante beobachten, wie Hedrack bei der Sichtung der feurigroten Eisenplatten, den Feuerschlüsseln, ein Lächeln entwischt.

„Wir wollen mal nicht so sein...“

Er schleudert sie teilnahmslos zu Boden.

Beim Anblick unseres Tagebuchs entfährt ihm ein

„Na, sie führen Aufzeichnungen. Interessant. Tharel, Pante, Thalia, ihr habt doch sicherlich nichts dagegen, wenn ich mir das auf unbestimmte Zeit ausleihe? Sonst erhebt einfach das Wort.“

Da findet er Tharels wertvollsten Besitz.
Sein Zauberbuch.

„Hat der kluge Zauberer etwa sein Zauberbuch geschützt? Wollen wir sehen. Viel kann es nicht anrichten!“

Er schlägt es auf.

Nichts.

Tharel würde niemals einen Zauber auf sein Allerheiligstes sprechen, das es zum Schluss noch selbst zerstören könnte, das weiß ich.

Er reist willkürlich ein paar Seiten heraus und schleudert es in ein Eck.

Meine Glieder, mein Körper ist immer noch steif wie altes Brot.

Er schreitet nun einen nach dem anderen von uns dreien ab.
Zupft jedem eine Augenbraue, ein Nasenhaar oder ein Kopfhaar aus und hält weiter seine scheinbar einstudierte Rede.
Seine Stimme gewinnt an Fahrt.

„Wie köstlich. Ihr, die Bezwinger der Tempel der Kraterrandminen, so schwach und hilflos.
Das muss euch doch wütend machen, und auf Rache sinnen lassen.
Ich höre doch, wie eure Herzen lodern.
Es wäre ein leichtes euch jetzt zu erledigen... aber ich habe mit meinem freien Geist bestimmt, dass meine Helden mein Zeitvertreib sein sollen, bis die Große Dunkelheit sich aufs Land legte.
Natürlich sehen wir uns persönlich nicht mehr so schnell wieder, eure Rachegelüste sollen sich nähren an allen Gräueln, die folgen mögen.
Ihr müsst euch schon Mühe geben, leicht wird es nicht sein.
Dieses Faktum kann ich euch versprechen.
Versucht nicht, mich auszukundschaften, es hat keinen Sinn,...und bevor ich es vergesse, habt Dank für eure Präsente.“


Zwei tote Voniduaner packt er sich, schleift sie zu einem Punkt.
Holt einen kurzen Stab hervor.
Spricht ein unverständliches Wort, kein echtes.
Der Befehl lässt schwarze Tentakel wachsen.

„Ehre sei Tharizdun und dem Älteren Elementaren Auge!!!“

Er berührt die Toten, formt Gesten mit seinem Stab, murmelt düstre Phrasen und ist sogleich mit den Gegenständen und Leichen verschwunden.
Wie vom Erdboden verschluckt.

...

Ich starre immer noch zur Decke.
Doch die Stimme Hedracks ist nicht mehr zu vernehmen.
Da.
Plötzlich spüre ich meinen Zehen wieder.
Er wackelt.
Und da.
Der Finger.

...

Leben kehrt in meinen Körper zurück.
Wie auch in Pantes.
Ich erhebe mich, noch immer angeschlagen.
Pante kniet, fassungslos, mit Tränen in den Augen,...

...neben dem Knaben.

Thalia


Und gefällts? :)

Berandor

  • Mitglied
  • Verrückter Narr
    • http://www.p-pricken.de
Nagakeng´s RttToEE 2.Teil: Moathouse/Nulb/ToEE
« Antwort #133 am: 20. November 2005, 22:52:34 »
 So, habe das jetzt Mal überflogen und den letzten Beitrag genauer gelesen.

Erst mal ein paar Fragen:

Wie viele Spieler seid ihr? Sehe ich das richtig, dass einige der Spieler diese Tagebucheinträge schreiben, und du nur Spoiler etc. anfügst? Und was ist da eigentlich mit Gawain passiert?

Ich muss sagen, es gab schon ein paar "Highlights". Der Kampf, in dem auch Gawain verrückt wurde, war sehr schön. Der letzte Beitrag war ja aber der, für den du mich hier haben wolltest, gell :)

Halbwegs gute Dialoge zu schreiben, ist verdammt schwer. Im Großen gelingt das eigentlich schon recht gut - wenn man zweifelt, hilft es immer, die Sätze laut vorzulesen.
Zitat
So sagt doch, was schultert ihr. Dort reckt sich ein Bein heraus.
fand ich sehr schön. Das konnte ich mir richtig vorstellen, am Besten in einer lustigen Stimme :) "Oho, was schultert ihr? Ach, eine Leiche. Fein, fein, na dann mal weiter!"

Dass man seinem Erzfeind dann alles erzählt ist ja typisch. Aber nicht, dass deine Spieler dann aufhören Tagebuch zu schreiben, wenn du das gegen sie wendest :D

Ist es denn im Original auch so, dass Hedrack sie "packt"?

Richtig gut war das "Aufwachen", sprich Zeh und Fingerwackeln. Das gefiel mir.

reicht das? :D
Bitte schickt mir keine PMs hier, sondern kontaktiert mich, wenn nötig, über meine Homepage

Nagakeng

  • Mitglied
Nagakeng´s RttToEE 2.Teil: Moathouse/Nulb/ToEE
« Antwort #134 am: 21. November 2005, 10:19:52 »
 In der Gruppe sind heute fünf Spieler, es werden keine NSC mitgeführt.
(Der einzige der von der Gruppe aus "mit durfte" war Xaod, der Schlächter)
Die Zahl variierte zwischen vier und sieben über den Verlauf der letzten zwei Jahre.
Und ja, korrekt, die Spieler schrieben die Einträge... eigentlich.
Daher, dass aber hier und da etwas interessantes vergessen oder verkehrt dargestellt ist, greift meine Korrektur doch des öfteren ein.

Der letzte Beitrag sieht im Original so aus:

Leider muss nun ich, Thalia, die Aufgabe übernehmen, die zahlreichen Rückschläge der letzten Zeit, die unsere Gruppe im Kampf gegen das Böse im Mount Stalagos erlitten hat, aufzuschreiben. Nachdem wir schwerstens angeschlagen, doch siegreich aus unserem Kampf gegen den Feuertempel nach Bahr zurückkehrten, suchten wir die Hohepriesterin Y’Dey auf und erkundeten uns bei ihr, ob sie Tharel heilen könne, der immer noch von der Macht des Feueraltars geistig umnachtet auf meiner Schulter ruhte. Auch sie wusste um kein Mittel gegen den Wahnsinn Tharels und riet mir, es bei Jetta den Heiler zu versuchen. Diesen Rat folgte ich und so machten wir uns auf dem Weg zu ihm. Wir fanden ihn bei den Voniduanern, wo er sich gerade um deren medizinische Versorgung kümmerte. Ein anderer Heiler namens Trond, den wir noch nie zuvor gesehen hatten, war bei ihm. Jetta wusste ebenfalls keinen Rat um Tharels Heilung und verwies uns an Trond. Dieser war besonders interessiert in der Art, wie der Wahnsinn bei Tharel verursacht wurde. Da ich nichts Böses in ihm spüren konnte, meine Sinne mussten wohl durch den heftigen kurz zurückliegenden Kampf getrübt worden sein, erzählte ich ihm von unserem Kreuzzug gegen das aufsteigende Böse im Mount Stalagos und unseren Kampf im Feuertempel.

In Tronds Gesicht zeigte sich plötzlich ein merkwürdiges Grinsen und er sagte, er sei froh, dass er uns endlich gefunden hatte. Er sprach ein seltsames abscheulich klingendes Wort, und im nächsten Augenblick spürte ich, wie eine mächtige Welle böser Energie auf mich einschlug und mir die Kräfte raubte. Ich fiel zu Boden, unfähig, mich zu bewegen. Dasselbe geschah auch mit Phante. Auch die zahlreichen Voniduaner, die sich im Raum befanden, sackten kraftlos zusammen. Unser Gegenüber nahm nun die Maske ab, die er bisher getragen hatte, und offenbarte sich uns als HEDRACK! Da ich gelähmt war, musste ich sein Geschwätz über mich ergehen lassen, anstatt ihn mit meinem Schwert zu durchstoßen, wie er es verdient hätte. Er teilte uns mit, dass er uns jetzt ganz leicht töten könnte, aber stattdessen lässt er uns am Leben, weil er mit uns noch länger spielen möchte. Außerdem besaß er noch die Impertinenz, uns die Schuld für den Tod der anderen Menschen hier zu geben, die er als „Gewürm“ bezeichnete. Nachdem er noch ein paar Lobpreisungen für das ältere elementare Auge und Tharizdun aussprach, entriss er jedem von uns noch ein Haar und nahm sich Tharels Zauberbuch zur Hand, aus dem er einige Seiten abtrennte, bevor er sich wegteleportierte und uns gelähmt zurückließ.

Langsam kehrten meine Kräfte zu mir zurück. Ich stand und blickte mit Entsetzen auf das Schlachtfeld, das Hedrack hinterlassen hatte. Außer Phife, der ebenfalls wieder zu Kräften kam, und Jetta, der regungslos am Boden lag, hatte die böse Hexerei Hedracks wahrhaftig das Leben der zahlreichen Voniduaner gefordert. In diesem Moment schwor ich, das ich den Tempel der völligen Vertilgung und die Brut, die in ihm wohnt, mit allen Kräften bekämpfen werde, und diesen Schwur werde ich bis zu meinem letzten Atemzug Folge leisten. Nach kurzer Zeit traf Tristan ein, der Y’Dey alarmierte, die ebenfalls wenig später am Ort des Blutbades erschien. Auch die Voniduaner, die sich nicht in dem Haus befunden hatten, trudelten mit der Zeit ein und brachen in Tränen aus oder verzweifelten ob des schrecklichen Schicksals, das ihren Freunden und Verwandten wiederfahren war. Heute ist wahrhaftig ein schwarzer Tag für alles, was gut und gerecht ist, doch bin ich mir sicher, dass Hedrack noch hundertfach für die Gräuel zahlen wird, die er hier angerichtet hat, ob durch meine Hand oder, im schlimmsten Fall, die Hand derjenigen, die unseren Kampf fortführen werden.


...Und das ist mir einfach nicht "spannend" genug (Ich hoffe das ein wenig erzeugt zu haben).

Gawain ist permanent "confused". Im Text ist es ein wenig ausgeschmückt. Pante hat ihn fasziniert, und weil sein Lied nicht ewig hält, haben sie ihn kurzerhand in ein (bis dato) geheimes Versteck gebracht.
Dank Thalias ausführlicher Erzählung - der Spieler meinte am Spielabend, "Ach, ich erzähl im einfach alles" - weiß Hedrack, wo sich der Tentakelstab Tessimons befindet. Und das hat Konsequenzen... aber dazu bald mehr. :)

Inzwischen schreiben sie auch kein TB mehr. Ein NSC führt es weiter, Derim, ein junger Priester des Wahren hat es inzwischen übernommen.
Das wurde von den Spielern auch gefeiert. Und für mich bedeutet das weniger Arbeit, wenn ich es selbst führe.

QUOTE (Berandor)
Ist es denn im Original auch so, dass Hedrack sie "packt"?[/quote]

Mit Original meinst du wohl das Abenteuerheft selbst, indem diese Szene vorkommen sollte?
Das Abenteuer dient mehr als Grundlage und Grobraster, in dem die Räumlichkeiten vorgestellt werden, ein wenig die NSC und der Plot.
Was man daraus macht, bleibt dem SL überlassen.

QUOTE (Berandor)
reicht das? :D [/quote]

Jepp, das reicht. B-)
Danke dir, den Tipp mit dem laut Vorlesen merk ich mir. :)

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