Autor Thema: Chem Frey's Kampagne  (Gelesen 9384 mal)

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Scurlock

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Chem Frey's Kampagne
« Antwort #30 am: 18. Mai 2004, 13:44:40 »
 
Zitat
Der Priester mit dem gar nicht so garstigen Schreckensflegel ist allein unter den Pranken meines Löwen zerfetzt worden. Da war kein wimmernder Blaine auch nur in der Nähe.
Wen nennst Du hier wimmernd, kleiner Baumkuschler? :akuma:
Wenn man nur den Lakaien des Bösen gegenübertritt, besteht auch keine Möglichkeit in Gefahr zu geraten. Vor allem dann, wenn das Haustier die Schmutzarbeit macht und der Waldschrat ab und an aus sicherer Entfernung kleine Blitze auf ein paar Skelette wirft.  

Zitat
Schließlich und endlich bin ich nicht über ein Seil nach draußen gekrochen, sondern als stolzer Adler, König der Lüfte, nach draußen entstiegen.
Eine Dachratte hätte dem Mann besser zu Gesicht gestanden.  
And now the rains weep o'er his hall and not a soul to hear...

Chem Frey

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Chem Frey's Kampagne
« Antwort #31 am: 18. Mai 2004, 13:56:10 »
 @Supaman (wir hatten schon spekuliert, unter welchem Nich du hier spionierst  :rolleyes: )

An alle Einzelheiten kann ich mich selten eine Woche später noch erinnern, aber ich trage das gerne noch nach. (und zwar in Rot)  ;)

(Spieler außer Heiko draußenbleiben)  :akuma:
Spoiler: Klicke, um den Beitrag zu lesen


Was den Löwen angeht, lasse wir das Thorn selbst entscheiden... Wenn er ja sagt müssen wir wohl diesen Teil des Kampfes noch nachtragen (Thorn, seines Zeichens Benheriks Spieler, hatte uns an dem Abend etwas früher verlassen und konnte nicht bis zum Ende des Kampfes dabei sein).
It's ok, I'm a Bard.

Calivar

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Chem Frey's Kampagne
« Antwort #32 am: 18. Mai 2004, 15:11:16 »
 Naja,
wer akzeptiert werden will, muss Opfer bringen!
 :D  

Suparman

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Chem Frey's Kampagne
« Antwort #33 am: 18. Mai 2004, 19:02:50 »
 @Cali
Womit du sicher den neuen Priester meinst.

@Scurlock
Was für Lakaien. Gegen was hast du denn überhaupt gekämpf (und außerdem gewonnen)?  :lol:

Aber auch für einen groben Schlächter wie dich kommen mit Sicherheit bessere Zeiten. ;)  

Calivar

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Chem Frey's Kampagne
« Antwort #34 am: 18. Mai 2004, 21:57:20 »
 @Suparman

Natürlich meinte ich den. ;)
 

Thorn

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Chem Frey's Kampagne
« Antwort #35 am: 01. Juni 2004, 21:07:56 »
 Oops,
nun habe ich doch tatsächlich wegen Abwesenheit zu spät in die Story Hour reingeschaut, und nun ist Jhaton große Katze doch tatsächlich eingegangen  (gestern war wieder Showdown angesagt). Tja, das passiert, wenn man seinen Stubentiger zu früh ins Freie läßt, und er den Gefahren da draußen noch nicht widerstehen kann.  
DM: "Der Troll bückt sich ..."
SC Sir Gallroy: "Ich greif' an"

Chem Frey

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Chem Frey's Kampagne
« Antwort #36 am: 03. Juni 2004, 16:06:05 »
 EIN ENDE MIT SCHRECKEN?

Die Protagonisten des Abends:
- Benherik Bärentöter, Mensch Cle5 des Kord (Spieler Thorn)
- Blaine Bluthund, Mensch Bbn2/Rgr5 (Spieler Scurlock)
- Kou Arashi, Gnom Mag3/Cle3 des Boccob (Spieler Daylight)
- Jathon Löwenherz, Mensch Dru6 (sein Nick verschweigt er uns noch)
- Melee, ein Githzerai-Mädchen unbekannter Klasse und Stufe (NSC)

Calivar fehlte diesen Abend also haben die Zwerge Korlic und Tarax die ganze Zeit damit zugebracht, zusammen mit den Rittern den belagerten Tempel zu bewachen. Womöglich hätte alles einen anderen Ausgang genommen, wäre Calivar dabei gewesen?

Leider kann ich diesmal nicht alles schreiben, was passiert ist, denn einige Spieler fanden ihre Einzelaktionen nicht ausreichend durch Spoiler geschützt würden  ;)
Ich lasse diese Teile deshalb aus und berichte an dieser Stelle nur, was alle auch wirklich mitbekommen haben. Alles andere wird dann nachgereicht, sobald die Angelegenheiten sich erledigt haben.


LOS GEHT’S

Geschlagen aber mehr oder weniger lebendig – Nach der Flucht aus dem Tempel

Nachdem es den Helden nicht gelungen den Knochenteufel und seine Spießgesellen im geschändeten Pelortempel zu besiegen, trennte sich die Gruppe wieder. Blaine und Kou wollten nur noch in Ruhe ihre Wunden auskurieren und begaben sich zu dem verlassenen Haus, das der Gruppe in den letzten Tagen als Stützpunkt diente. Benherik wollte noch einmal in die Herrschaftliche Burg, um nach bisher übersehenen Hinweisen zu suchen. Jathon begab sich direkt in das Gasthaus direkt am Tempelplatz, das die Ritter als ihr Hauptquartier erkoren hatten.

Jathon:

Jathon wurde allein zu der goldäugigen Marith, Vorkämpferin und Anführerin der Ritter unter dem Sonnenbanner Pelors, vorgelassen. Dort berichtete er bei einem Kelch Wein von den letzten Geschehnissen im Tempel. Nach wie vor war es ihr Plan, den Tempel eine Stunde nach Sonnenaufgang anzugreifen, deshalb interessierte sie sich sehr für die darin befindlichen Kreaturen und deren Taktiken. Außerdem war Marith sehr an den genauen Umständen des Todes von Baron Euphemes interessiert. Da Jathon selbst aber nicht dabei gewesen war, konnte er dazu wenig berichten, aber er fand die Information sehr interessant, dass Schattenklinge, das legendäre schwarze Schwert des Barons ebenfalls verschwunden war (eine Waffe anhand man später leicht den Dieb und Mörder überführen könnte).
Jathon sprach die Warnung aus, die Teufel könnten den Herrschersitz aufsuchen, um nach ihrem Herren zu sehen – Marith schickte sogleich einen Boten los, die dort stationierten Wachen zu warnen. Jathon fragte noch seinerseits, was aus der Handvoll Ritter geworden war, die Marith geschickt hatte sich der Oger Magi und deren schwarzen Freundes im Wald anzunehmen, aber bisher war niemand von ihnen zurück. Marith befürchtete das schlimmste, konnte aber derzeit keine Soldaten mehr abziehen um dem nachzugehen.
Während der Unterhaltung kam ein aufgeregter Knappe hereingestürmt und meldete, dass eine Nachricht aus dem Tempel eingetroffen sei: Offenbar gab es drinnen jemand, der eine Verhandlung dem Kampf vorzog. In zwei Stunden würde jemand die Anführer des Heeres unter der Parlamentärsflagge sprechen wollen.
Marith entließ Jathon mit der Bitte, den Rest der Gruppe möglichst bald zu ihr zu bringen, um einige Fragen zu klären. Jathon bat Marith wiederum, sich bei den Leuten aus dem Tempel nach dem Verbleib seines dort zurückgelassenen Löwen Fang zu erkundigen.

Benherik:

Benherik machte sich allein zur Burg des Barons auf, wo er die Leiche des Barons, die dort in der Gruft aufgebart war untersuchen wollte. Die drei Torwächter, ein Ritter und zwei der ursprünglichen Stadtwachen, wollten ihn nicht einlassen. Die Familie des Barons müsse sich von den Schrecken der letzten Tage erholen und Marith habe befohlen, dass niemand sie stören solle. Gerade während seiner fruchtlosen Überzeugungsversuche traf ein Bote ein und wurde eingelassen. Er brachte die letzte Order von Marith, die Wachen im Herrenhaus des Barons zu verstärken. Wenn Benherik dort eingelassen werden wollte, bräuchte er einen schriftlichen Befehl von Marith oder Forgrimm persönlich.
Unverrichteter Dinge kehrte er zurück und sah gerade noch Jathon, als dieser das Hauptquartier der Ritter verließ. Jathon teilte Benherik mit, dass Marith nach ihm geschickt habe und ging dann zum Rest der Gruppe zurück.
Auch Benherik wurde von Marith über das befragt, was er bei der Besetzung des Herrschersitzes gesehen hatte. Er war ja ausgesandt worden, ein Auge auf die Gruppe zu haben. Aber auch Benherik konnte nichts zu dem Tod des Barons sagen.
Marith bat ihn noch, weil er ja mit im Tempel gewesen war, am Abend bei der Verhandlung mit den Gegnern zugegen zu sein. Er könne zumindest die Personen aus dem Tempel identifizieren. Er erklärte sich dazu bereit, und auch den Rest der Gruppe mitzubringen – Marith hatte noch einige Fragen offen.


Schwarzer Vogel

Auf dem Rückweg zum Haus fiel dem aufmerksamen Jathon ein schwarzer Rabe auf, der ihm anscheinend zu folgen schien. Als er sich dem Tier näherte flatterte dieser jedoch davon.
In dem Haus der Gruppe angekommen, berichtet Jathon den anderen, was sich bei Marith zugetragen hatte. Diese Schilderung veranlasste Blaine, das von ihm erbeutete schwarze Schwert in ein Laken einzuschlagen und im Haus zu verstecken.
Als auch Benherik zurück kam und den anderen gerade berichten wollte, was er bei Marith erlebt hatte, bemerkte Blaine durch das Fenster einen schwarzen Raben auf dem Dach des gegenüberliegenden Hauses sitzen und aufmerksam zu ihnen rüber spähen. Jathon erkannte den Vogel wieder und gemeinsam eilten die Helden auf die Straße und legten auf den Raben an. Der erste Schuss ging daneben, aber Blaine konnte einen guten Treffer landen, bevor der Rabe sich über das Dach retten konnte. Der Pfeil hatte ihn nicht getötet, aber das bestätigte nur den Verdacht der Gruppe, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Vogel handeln könne. Eins war klar: Wer auch immer diesen Raben auf sie angesetzt hatte wusste nun, wo sich ihr Haus befand. Eilig packten sie alles zusammen (nicht jedoch die sperrige Kriegsbeute in Blaines Versteck) und verließen das Haus.
Die ganze Gruppe ging zum Tempel, um Zeugen der Unterhandlungen mit den Kreaturen aus dem Tempel zu werden.
It's ok, I'm a Bard.

Chem Frey

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Chem Frey's Kampagne
« Antwort #37 am: 03. Juni 2004, 16:06:49 »
 Die Immunitäten eines Parlamentärs

Am Tempel angekommen, dämmerte bereits der Abend und Marith und Forgrimm kamen aus dem Gasthaus, ihrem provisorischem Hauptquartier, heraus um den Parlamentären gegenüber zu treten. Sie sahen die Gruppe, es war aber keine Zeit mehr für ein Gespräch, so schickte sie lediglich einen Knappen, der die Helden aufforderte, nach den Verhandlungen zu Marith in den Gasthof zu kommen und bei einem Kelch Wein einige offene Fragen zu erörtern. Aber zunächst verfolgten die Helden mit den anderen Rittern neugierig das Geschehen auf dem Tempelplatz.
Die Reihen der Streiter Pelors schloss sich um den gesamten Tempel, aber nur Marith und Forgrimm nährten sich dem Tempel und blieben auf halben Wege stehen und warteten. Die Helden mischten sich derweil unter die Ritter, nur Blaine kletterte auf ein Dach des umliegenden Hauses, spannte seinen Bogen und legte einen Pfeil auf die Sehne.
Aus einem Nebentor des Tempels traten zwei schwer gerüstete Gestalten in schwarzen Ritterrüstungen mit dem Symbols Hextors auf der Brustplatte. Einer trug eine notdürftig geknotete weiße Fahne – die vormals wohl der Umhang eines der im Tempel gefallenen Ritters war, die Hextoranhänger hatten sich nicht die Mühe gemacht, das getrocknete Blut zu entfernen. Der Sprecher der beiden trug keinen Helm und man konnte die beiden Widderhörner erkennen, die aus seiner Stirn wuchsen. Er stellte sich als Darros Höllensucher vor, einen Namen, den die Helden vorher bereits gehört hatten.
Die Verhandlungen waren recht kurz, nach einem kurzen Wortwechsel drehten sich beide Parteien um und kehrten zu ihren Leuten zurück. Auf die Entfernung konnte man aber nicht verstehen, was gesprochen worden war. Die Gruppe (Blaine hatte seinen Platz auf dem Dach wieder aufgegeben) kam hinzu, als Marith gerade ihren Leuten berichtete, was die Hextorkleriker angeboten hatten.
Es schien so, als hätten einige im Inneren des Tempels kalte Füße bekommen und boten nun an, die Seiten zu wechseln. Darros forderte freies Geleit für sich und seinen letzten verbleibenden untergebenen Kleriker und versprach auf schnellstem Wege nach Osten über die Landesgrenze zu ziehen und nie zurück zu kommen. Als Gegenleistung wollte er den Streitern des Pelors helfen, indem er die Schwächen des Knochenteufels offenbaren wollte, damit dieser endgültig besiegt werden könne. Er erwarte eine Antwort zur Mitternacht, bis dahin blieben gerade mal zwei Stunden um eine Entscheidung zu treffen. Forgrimm wollte diese Angelegenheit mit Ser Bornt, dem Führer der Chartawächter diskutieren, während Marith sich zunächst mit den Helden unterhalten wollte.


Zweifelhafte Verhörmethoden

Zunächst saß man in einer eher zwanglosen Unterhaltung bei einem Kelch Wein zusammen und Marith berichtet noch einmal die Forderungen und Angebote von Darros Höllensucher. Sie fragte die Helden nach ihrer Einschätzung der Situation, ob sie Darros im Tempel haben kämpfen sehen, über welche Kräfte er verfüge, ob sie ihm schon früher einmal begegnet seien (waren sie nicht, hatten aber von ihm gehört). Auch interessierte sie die Kampfkraft des Knochenteufels, dem die Helden kürzlich ja gegenüberstanden. Die Helden wussten aber nur von Stärken zu berichten, womöglich könnten Darros Informationen hilfreich seien. Allerdings war die Mehrheit der Meinung, Darros versuche lediglich seine Haut zu retten und hätte nichts wirkliches anzubieten.
Dann viel Marith wie zufällig auf, dass Kou immer noch schwer verletzt war und schickte ihn mit einem Kleriker nach draußen, damit er seinen Wunden versorgen könnte. Das tat dieser dann auch, stellte aber dabei auch reichlich Fragen (welche und wie Kou geantwortet hat muss hier leider offen bleiben).
Derweil nahm sich Marith am Tisch Blaine vor und verlangte von ihm noch einmal die Geschehnisse im Haus zu berichten. Blaine erzählte in knappen Worten die Ereignisse und ließ auch nicht den Teil aus, als er selbst den Baron niedergestreckt hatte. Marith – etwas überrascht von soviel nicht erwarteter Ehrlichkeit – gab einem der Kleriker im Raum ein zeichen und Blickte Blaine durchdringend mit ihren goldenen Augen an. Blaine spürte eine Kraft, die sich in seinem Geist einnistete und schrie auf “Raus aus meinem Kopf!“ (wer Blaines Geschichte bis hierher kennt, wird diesen Satz nicht zum ersten Mal gehört haben). Marith sprach unbeeindruckt weiter, dass sich ihm jetzt eine einzige Frage stellen würde und dieser Zauber lediglich sicherstellen würde, dass er die Wahrheit sagen müsse. Blaine weigerte sich überhaupt etwas und dem Einfluss von Zaubern zu sagen, Marith bestand darauf. Blaine drohte, Marith durchbohrte ihn mit ihren goldenen Augen (nicht einmal der mächtige Blaine kann einem Paladin Angst einjagen). Blaine prangerte die Metoden als eines Paladins unwürdig an, Marith wollte in diesem einen Punkt sich aber nicht auf das bloße Wort eines Barbaren verlassen. Schließlich gab Blaine doch noch nach und beantwortet – unter Protest – die Frage, ob er, als er Baron Euphemes gegenüber trat und ihn tötete, gewusst hatte, dass der Baron unter Geistiger Kontrolle eines Gedankenschinders stand.
Blaine verneinte dies, was der grob Wahrheit entsprach (schließlich kümmern einen Barbaren solche Details wenig). Der Zauber wurde wieder von Blaine genommen und Mariths Züge wurden etwas weicher. Blaine hatte sogar zugegeben, „Schattenklinge“, das legendäre schwarze Schwert des Barons an sich genommen zu haben und war bereit es wieder herauszugeben.
Kou kam vollständig geheilt zu den anderen zurück, Marith wechselte einen kurzen Blick mit dem Kleriker und dieser schüttelte fast unmerklich den Kopf.
Das weitere Gespräch war entspannter. Marith berichtete, dass in Kürze die Schwester des verstorbenen Barons, Eriana, die Regierungsgeschäfte übernehmen würde. Sie würde eine lückenlose Aufklärung des Todes ihres geliebten Bruders verlangen und es ist nicht gewiss, dass sie sich dabei nicht von Rachegefühlen würde leiten lassen. Blaine wäre zumindest nicht der erste aufrechte Krieger, der nach einem Zweikampf von den  adligen Hinterbliebenen des Verlierers wegen Morders hingerichtet worden wäre.
Ser Bront mit seiner roten Hundeschnauze, der nach dem Gespräch mit Hohepriester Forgrimm hinzugetreten war, stimmte mit Marith in diesem Punkt überein. Er habe von der Mission der Grenzlandbarbaren gehört (inzwischen war nur noch Blaine lebendig, wenn auch Benherik als Kleriker des Kord den Stämmen sehr nahe steht) und fand diese Aufgabe als unterstützungswürdig. Inzwischen war es überall bekannt, dass viele Barbaren  nach der Axt von Malkard suchten. Ser Bornt unterstrich, dass diese Insignie der Macht unbedingt wieder in die Hände des neuen Barbarenführers gelangen müsse, weil ansonsten die Stämme zerbröckeln könnten und wieder damit beginnen würden, über die zivilisierten Länder des Westens herzufallen. Aus der über tausendjährigen Geschichte des Vorreichs gehe hervor, dass auch damals die Schwächung des Ostens das Reich in Anarchie versinken ließ, bis schließlich die „Alten“ es in einem Handstreich komplett einnehmen konnten.
Auch Ser Bront riet den Helden, die Stadt möglichst schnell zu verlassen um aus dem Einflussgebietes der Familie Euphemes zu geraten. Aber diese Nacht sollten sie noch warten. Darros Höllensucher hatte Informationen angeboten, womöglich wisse er, wo die Axt sich derzeit befand – womöglich sogar im Tempel selbst.
Die Helden erkundigten sich noch nach dem schwarzen Raben und Marith gab zu, dass einige der Chartawächter gelegentlich diese Tiere zum spionieren einsetzen würden.


Die Befragung von Darros Höllensucher

Um Mitternacht traten Darros Höllensucher und sein untergebener Hextorkleriker erneut vor den Tempel um die Antwort der Peloranhänger entgegen zu nehmen. Ser Bront hatte eine Entscheidung herbeigeführt, als er die Möglichkeit mit in die Debatte einbrachte, die Axt von Malkard womöglich mit Darros Unterstützung zu erlangen. Vorher hatten Marith und Forgrimm sich nicht einigen können – Marith befand sich in einem Gewissenskonflikt und Forgrimm wollte die Schänder seines Tempels nicht davonkommen lassen.
Darros war erfreut, als man ihm diese Entscheidung mitteilte, und ihm erlaubte im Schutz der Ritter den Tempelplatz zu verlassen. Ein wütender Aufschrei drang telepatisch in den Geist aller in der Nähe um den Tempel aufhaltenden Personen ein, nur ein einzelnes Wort: “Verräter!“
Im Hauptquartier angekommen ließ sich Darros auf einem Stuhl nieder um bei einem guten Tropfen sich den Fragen der anwesenden zu stellen. Die Helden waren auch zugegen, um etwas über die Axt in Erfahrung zu bringen.
Zunächst einmal berichtete er, dass nach dem Tod des Gedankenschinders, der sich übrigens Ghaerleth Axom nannte, der Bann den dieser über den Osyluthen (Knochenteufel)  plötzlich immer schwächer wurde. Da wusste Darros, dass der Meister gestorben war (er selbst diente nur Hextor selbst und folgte freiwillig Axom bei dessen Plänen). Die Angst vor der Rache des Teufels und der Kreaturen, die dieser womöglich durch das Portal womöglich noch herbeirufen würde, hatten Darros schließlich dazu veranlasst, sich der Gnade der Ritter auszuliefern und auf freies Geleit zu hoffen.
Als das Gespräch auf die Schwächen des Knochenteufels kam, konnte Darros nur wenig neues berichten. Dieses Exemplar eines Teufels sei sehr gefährlich, weil es wenig Schwächen habe und im Gefahrenfalle könne er sich nach belieben teleportieren (Marith stellte voller Unbehagen fest, dass diese Tatsache die bisherige Belagerung des Tempels eigentlich unnütz werden ließ). Aber eine Sache gäbe es – der Stolz dieses Teufels könnte seinen Untergang bedeuten. Gelänge es den Teufel in seinem Stolz zu verletzen, würde er womöglich die schützende Flammen verlassen um Rache zu nehmen. Solange er sich jedoch in den  Höllenflammen aufhalten würde, wäre er nahezu unbesiegbar – dort sei es so heiß, dass sogar Pfeile verglühen würden, ehe sie ihn erreicht hätten.
Die Helden fanden diese Information wenig hilfreich und wollten Darros Handel für geplatzt erklären, doch Marith war anderer Ansicht. Es nicht viel, aber sie war sich sicher, dass Darros ihnen allen in dieser Angelegenheit nichts verschwiegen hatte.
Dann kam das Gespräch auf die Axt von Malkard und Darros erklärte sich bereit sein gesamtes Wissen preiszugeben. Er selbst habe die Axt nie zu Gesicht bekommen. Damals waren fünf weißhäutigen von Menschen nicht zu unterschiedenen Wesen, die von den Menschen eins „die Alten“ genannt wurden in die Stadt gekommen und hatten die Axt mit sich geführt. Vier von ihnen waren weiter gereist, der letzte aber – Alucard – war aber in Gefangenschaft geraten, gerade als er mit der Axt versucht hatte die Stadt zu verlassen. Am Osttor wurde er überwältigt und in den Kerker des Barons geworfen. Zu diesem Zeitpunkt hatte bereits Ghaerleth Axom die Macht in der Stadt übernommen, er verfolgte jedoch seine eigenen Pläne, so dass die Axt schließlich in der Aservatenkammer des Magisters Sinistran Goldblums landete, der sie sich sogleich gierig seine Privatsammlung seltener Artefakte aufnahm.
Eine weiterer Spieler in diesem undurchdringlichen Spiel trat an Darros heran und bat ihn um Hilfe bei der Befreiung eines Gefangenen Barbaren namens Dern. Er nannte sich Jaylen und wollte von Darros bei der Hinrichtung eingeschleust werden, um diesen vor dem Richtblock zu retten. Auch Dern war ein Grenzlandbarbar wie auch Blaine und der tote Vorrik, wenn auch von einem anderen Stamm. Er war damals auch aus dem gleichen Grund nach Brindinfuhrt gekommen, als sein Partner Pollock aber von Blaine niedergestreckt wurde, schloss sich Dern mit Jaylen zusammen um gemeinsam die Axt von Malkard zu finden. Über die Motive Jaylens wusste Darros nichts zu sagen, aber der Mann gefiel ihm, also half er ihm und besorgte ihm klerikale Gewänder und verschaffte ihm den Platz hinter dem Henker. Die Befreiung gelang, nicht zuletzt durch das Eingreifen der Helden, und sowohl Dern, Jaylen als auch Alucard der „Alte“ entkamen.
Kurz darauf wurde im Hause des Magisters Sinistran Goldblums eingebrochen. Am nächsten Tag fehlten nur der Magister, sein treuer Leibwächter Bonehead und die Axt von Malkard. Ansonsten war das Haus bis auf einige Kampfspuren unversehrt geblieben. Die Spuren deuteten auf mehrere Parteien hin: Zum einen waren in den Überfall Lykanthropen verwickelt – man fand die Spuren einer Werratte auf dem Balkon vor den Schlafgemächern des Magisters (der Aufmerksame Leser wird sich hier an Vorrik „die Ratte“ erinnern). Zum anderen lag der Hauch schwarzer Magie in der Luft – einer sehr alten Magie, seit tausend Jahren vergessenen Magie. Schließlich deutete noch die aufgebrochene Tür und die tiefen Schnitte einer großen Axt auf den Einsatz von brachialer Gewalt hin (Barbarentaktik).
Sowohl Alucard als auch Dern und Jaylen ist es anschließend gelungen die Stadt zu verlassen. Darros wisse nicht, wer sich nun im Besitz der Axt befindet, vermutet aber, wer auch immer es ist, wird von der anderen Partei gnadenlos gejagt werden.
Nach diesen Ausführungen ließ Marith Darros und dessen Spießgesellen ins Nebenzimmer bringen um in Ruhe mit den Anwesenden zu diskutieren. Jathon folgte ihnen nach, um sich nach seinem Löwen Fang zu erkundigen, wurde aber enttäuscht. Der Löwe habe nach der Flucht aus dem Tempel nicht mehr lange gelebt und habe dem Infernalischen als Festmahl  gedient. Jathon wollte sich auch noch des Besitztümer der beiden Hextorkleriker annehmen, damit diese keinen Schaden mehr anrichten könnten. Marith ließ ihn aber abblitzen, sollten die Kleriker zu fliehen versuchen, würden sie keine Gnade erwarten – nun hätten sie aber ihr Wort darauf zunächst unversehrt zu bleiben, was auch ihre Habseligkeiten betraf (irgendwie beängstigend, das Blitzen in Jathons Augen, wenn er eine Beute schon sicher glaubt).
Marith und Ser Bornt waren der Ansicht, dass sie die Hextorkleriker ziehen lassen müssten, es müsse aber sichergestellt werden, dass diese tatsächlich sich an ihr Wort halten würden und das Land auf schnellstem Wege verlassen. Dies wäre für die Helden doch die Gelegenheit die Stadt schnellstmöglich zu verlassen, ohne dass es wie eine Flucht aussähe. Allerdings waren die Helden von dieser Idee zunächst nicht begeistert, wurden sich aber zusehends über die Möglichkeiten dieser Vereinbarung bewusst. Marith entschloss sich dann aber doch, lieber jemand vertrauenswürdigeren zu schicken, nachdem die Helden in ihrer Diskussion etwas zu offen die Möglichkeit eingeräumt hatten, dass die beiden Hextoranhänger die Grenze nicht erreichen würden (wir nehmen ihnen alles ab, womit sie sich verteidigen könnten – ähm, sagt Marith, wir müssen sie doch nicht etwas auch noch verteidigen?).

Doch zunächst sollte der Teufel aus der Feuersäule herausgelockt und getötet werden. Die Helden sollten Seite an Seite mit einigen Paladinen (gegen die Furchtaura) in erster Front kämpfen, Chartawächter würden aus der zweiten Reihe dafür sorgen, dass der Teufel sich nicht in die Luft erheben oder davon teleportieren würde.

Eine Stunde nach Sonnenaufgang sollte diese letzte Schlacht stattfinden. Bis dahin sollten alle wieder zu Kräften gekommen sein. Also zog man sich für den Rest der Nacht zurück.
 
It's ok, I'm a Bard.

Chem Frey

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Chem Frey's Kampagne
« Antwort #38 am: 03. Juni 2004, 16:07:42 »
 Melee hat etwas zu verbergen

Benherik suchte nach dem Mädchen Melee, das mit ihnen im Tempel gewesen war, seit die Gruppe sich allerdings zu den Rittern begeben hatte, war sie in der Menge untergetaucht und blieb verschollen. Auf dem Tempelplatz, wo er sie zuletzt gesehen hatte, war sie nirgends zu entdecken. Er durchstreifte die umliegenden Gassen und wurde durch ein leises “Psst“ hinter einen Stapel Kisten gelockt. Dort hockte Melee im Schatten und versteckte sich und war gelegentlich einen Blick auf den Tempelplatz.
Sie wollte lieber nicht den Rittern gegenübertreten – insbesondere nicht den Chartawächtern aus Angst von ihnen aufgegriffen zu werden. Melee hatte die Helden in den Tempel begleitet, um als Auge und Ohr der „Gesegneten“ zu dienen, damit sie diese rufen könne, um das Tor zur Höllenebene zu schließen. Die Helden hatten bei den Gesprächen mit Marith nichts von der „Gesegneten“ erwähnt, nur der verstorbene Vorrik hatte mit ihr damals gesprochen und hatte sich bereit erklärt, dabei zu helfen, das Höllentor wieder zu schließen, das war die Gegenleistung dafür, dass die Gesegnete ihn von der Lykanthropie befreit hatte.
Es sollte sich nun herausstellen, dass es gut war nichts von der Gesegneten berichtet zu haben, denn mochten ihre Motive womöglich auch gut sein, bediente sie sich doch regelmäßig schwarzer Magie (in diesem Fall Bezauberungen) und jeder Chartawächter wäre gezwungen sie sofort zu inhaftieren. Auch war sie als Anführerin der Sekte der „Höhrenden“ Kabalisten, die unter anderem die Realitätsnische in Brindinfurt betrieben hatten, den Buchladen im Westhügelviertel, in dem Lady Alein, Paladin des Heironeous, den Tod gefunden hatte. Wie sie Vorrik einst versichert hatte, stand sie damals unter dem Einfluss des Traumflüsterers und floh sobald sie sich daraus befreien konnte. Allerdings rechtfertigt das nicht die Praktizierung der verbotenen Magie und stellt ein nicht minder schweres Verbrechen dar.
Benherik holt den Rest der Gruppe dazu, damit sie darüber beraten, was zu tun ist. Melee beschwört die Helden, den Knochenteufel doch aus dem Tempel zu locken um damit auch die Ritter abzulenken, damit die Gesegnete sich in den Tempel begeben kann und das Tor schließt, ohne dass die Ritter ihre Anwesenheit dort bemerken. Ist das Tor erst einmal geschlossen, würden die Taten der Gesegneten womöglich in einem besseren Lichte dastehen.
Die Helden beschließen also, den Knochenteufel aus dem Tempel zu locken – Baine soll wie ein wahrer Held alleine auf dem Hauptplatz dem Teufel gegenübertreten (die Helden vermuten, dass der Teufel sie nicht in angreifen würde, wenn er sich nicht überlegen fühlen würde) und behaupten, er habe den Gedankenschinder Ghaerleth Axom – den Meister des Knochenteufels – erschlagen (eigentlich hatten dies die beiden Zwerge erledigt, die waren allerdings nicht verfügbar, das sollte schon von den anwesenden Spielern alleine gemeistert werden). Kou sollte derweil Melee unsichtbar machen und sie so unbemerkt in den Tempel einschleusen, wo sie die Gesegnete rufen wollte um das Portal zu schließen.
Allerdings drohte der Plan schon im Ansatz zu scheitern, als Blaine sich plötzlich weigerte dem Teufel gegenüber zu treten. Erst nach zähen Überredungsversuchen und der Zusicherung aller Zauberkundiger der Gruppe, Blaine mit ihren Zaubern nahezu unbesiegbar zu machen, willigte er zähneknirschend ein.


Die letzte Nacht?

Den Rest der Nacht verbrachte Benherik im Feldlazarett, wo sich die Kleriker des Pelor seiner Wunden annahmen. Auch Blaine, noch immer reichlich angeschlagen, obwohl er zuvor seinen Zauberstab der leichten Heilung restlos aufgebraucht hatte, begab sich dorthin um für den nächsten Tag fit gemacht zu werden.

Am nächsten Morgen erinnerte Marith Blaine daran, endlich das Schwert des Barons herauszugeben und schickte einen Ritter mit Blaine zu dem Haus, in dem er seine Beute versteckt hielt. Dort angekommen fand Blaine die Beute, allerdings fehlten alle Gegenstände des Barons – seine Brustplatte, sein Schild und sein Schwert „Schattenklinge“. Die Tatsache, dass nur die Dinge des Barons verschwunden waren, andere Schätze aber unberührt geblieben waren, sehr merkwürdig. Zurück bei Marith überbrachte er die schlechten Nachrichten, Marith tobte und Blaine unterwarf sich diesmal freiwillig dem Wahrheitszauber, er hatte nichts zu verbergen.
Als die Stunde des Gebets verstrichen war, musste das Schwert erst einmal hinten angestellt werden und sich für die bevorstehende Schlacht gerüstet werden.


Das letzte Gefecht um den Pelortempel

Blaine schritt alleine auf den Tempel zu – nicht ganz alleine, einige Schitte hinter und neben ihm kam auch Benherik mit. Die Ritter Pelors hielten sich bereit, um im Notfall heranstürmen zu können. Jathon war an die Tempelmauer herangeschlichen und stand nun südlich vom Tor, von drinnen nicht zu sehen, in einigem Abstand. Melee hatte das gleiche auf der Nordseite getan. Kou war nachdem er einige Schutzzauber auf Blaine gesprochen hatte lief zu Melee um sie im entscheidenden Moment schnell unsichtbar machen zu können.
Etwas mulmid drehte sich Blaine noch einmal zu seinen Gefährten um – was trieb er hier bloß, das war nicht sein Kampf, warum zum Geier hatte er.... mit lauter Stimme rief er zum Tempel hinüber:
Hier stehe ich, Blaine (ich kann nicht anders). Ich habe den Gedankenschinder Ghaerleth Axom eigenhändig niedergestreckt. Nun komm heraus und zeig dich!
Stille. Dann schwangen die Tore des Hauptportals zum Tempel langsam auf und offenbarten den Blick auf die dahinter in der großen Hallen empor springende Feuersäule. Das Fauchen wurde lauter doch nichts geschah.
Dann begann die Luft im Blaine zu flirren und eine Wand aus Eis schloss sich im den Barbaren. Von draußen konnte man gerade noch Blaines undeutliche Konturen erspähen. Benherik stürmte herbei und schwang seinen mächtigen Zweihänder und hieb auf die Wand aus Eis ein. Innerhalb kürzester Zeit konnte er die eine Seite der Blaine umschließenden Mauer komplett zerstören, zurück blieb nur noch der eisige Hauch der Magie, die den Helden in der Vergangenheit schon so manche Frostbeule beschert hatte. Blaine indess schien wie hypnotisiert zu sein. Benherik rief panisch nach ihm, ob Blaine Hilfe brauch, doch dieser murmelte nur etwas wie “es geht mir gut“, und starrte weiter auf die Feuersäule.
Auch Kou begann unter den Blicken aller jetzt wie von Geisterhand gezogen sich dem Tempel zu nähren und stolperte durch das Tor. Hinter ihm schlossen sich die Torflügel und verschluckten ihn im Inneren des Tempels. Dann stieß jemand einen Kampfschrei aus die versammelte Ritterschar stürmte auf den Tempel zu und versuchten verzweifelt das Tor zu öffnen, doch irgend etwas verbarrikadierte es von innen her.
Jathon verwandelte sich in einen Panther (dank seiner Jahre der Wanderschaft durch den Dschungel kennt er viele Tierarten) und lief schnell durch den Seiteneingang in den Tempel hinein. Der aus seiner Starre erwachte Blaine durchschritt dank einer Schutzzauber die Eiswand unbeschadet und lief Jathon nach, ihm folgte Benherik, der aufgrund seiner schweren Rüstung aber nicht ganz so schnell wie die anderen war.

Kou

Kou, der dank seiner Zauberkräfte als einziger unsichtbare Gegner erspähen konnte, wusste als einziger, dass der Knochenteufel sich nicht auf dem Platz befand. Melee zog ihn, unsichtbar wie sie nun war, mit sich zum Tor, wo er einen Blick ins innere des Tempels werfen sollte, als er dort auch keine Spur von dem Teufel entdecken konnte, liefen sie beide ins Innere des Tempels, wo Melee zunächst die schweren Tore schloss, und verbarrikadierte, bevor sie ihre die Gesegnete rief.

Jathon sah in seiner Gestalt als Leopard sah von der Empore aus, wie eine unsichtbare Kraft mit einem großen Balken die Tore verrammelte. Kou sah sich derweil unsicher im Tempelraum um. Eine Frau in lila Roben war aus dem Nichts erschienen, eingehüllt in ein Schild aus blauen, züngelnden Flammen  und stürzte sich direkt in die gewaltige Flammensäule im Zentrum des Altarraums.
Dann begann das laute Rauschen des Feuers plötzlich unregelmäßig zu werden und erstarb schließlich zusammen mit der Flamme. Zu hören waren nur noch die Rufe und das laute Pochen der Ritter am Hauptportal. An die Stelle der Feuersäule trat eine lila, blasenähnliche Ausdehnung, auf deren Außenhülle wie auf einem wabernde Wassertropfen das Bild einer Landschaft sichtbar wurde. Diese schien einem Alptraum entlehnt zu sein, ein rosa Himmel spannte sich über violetten Bergen einer Wüste, ein riesiger Regenwurm mit mehreren Tentakel an einem Ende wand sich langsam im Hintergrund. Die Frau in lila stand mit ausgebreiteten Armen inmitten dieser Landschaft und rief mit aller Kraft. Nur leise, wie aus weiter Ferne konnte man die Stimme vernehmen: “Melee, nun komm endlich, worauf wartest du?“.
Nur Kou konnte die unsichtbare Melee sehen, wie sie auf diese Blase zulief. Im laufen drehte sie sich noch einmal zu ihm herum und rief. “Ich muss gehen, Fleund, vielleicht sehen wil und mal wiedel“... Sie sprang in die Blase hinein und verschwand zusammen mit dem Gebilde. Zurück blieb nur etwas Schleim, der auf den Boden getropft war, sich auf dem Ruß des Höllenfeuers langsam verteilte und auf den heißen Steinen langsam zu kochen und blubbern begann.
Blaine und Benherik hatten noch die letzen Sekunden auf diese Blase werfen können, bevor sie gänzlich verschwunden war. Dann brachen die Ritter durch das Tor und stürmten die Halle. Sie fanden nur Kou vor, der alleine und etwas verwirrt da stand und in das Loch schaute, wo vor wenigen Augenblicken noch das Höllenfeuer entsprungen war.

Später erzählte Blaine, dass der Knochenteufel telepatisch zu ihm gesprochen habe, jetzt da sein Meister getötet worden war, sei er endlich frei und würde die Stadt verlassen. Aber an den genauen Wortlaut konnte er sich nicht mehr recht erinnern... Der Schock, dass dieser Tage so oft Wesen in seinen Kopf eingedrungen waren...


Aufbruch ins Ungewisse

Den Tag über erholten sich die Helden noch und konnten nun endlich ihre bis dahin erbeuteten Schätze gegen Gold eintauschen. Hohepriester Forgrimm hatte nur noch den Wiederaufbau seines Tempels im Sinn, und Marith gab es nach einigem Nachfragen auf, mehr aus dem leicht verwirrten Kou herauszubekommen. Immerhin war sie überglücklich nun endlich wieder etwas Ordnung in Brindinfurt einkehren zu sehen und ließ die Stadttore wieder öffnen. Als erstes strömten die ausgesperrten Halblinge in die Stadt und bauten ihre eingerissenen Marktstände wieder auf und verwandelten die Straßen erneut ein einziges Fest. Nach und nach gesellten sich auch die übrigen Bewohner hinzu, aber der Schreck saß vielen noch in den Knochen und es würde einige Zeit dauern, eh sie wieder unbeschwert lachen würden. Viele Familien betrauerten ihre Toten, die entweder der Willkür des Kriegsrechts oder aber während ihres Dienstes für die Miliz verloren hatten (am zweiten Punkt sind die Helden mitunter nicht ganz unschuldig).
Munter identifizierte Kou, nun mit einigen Mitteln ausgestattet, die magischen Gegenstände der Gruppe. Und so mancher erlebte eine Überraschung. Wertgegenstände wurden zu Gold gemacht (bis das GP-Limit kracht) und dann wiederum bei den Händlern zu anderen Gütern getauscht. Blaine kaufte sich nun endlich mal eine Meisterhafte Großaxt – um kurz darauf von Kou zu erfahren, dass sich unter seinen Beutestücken eine Tanzende Streitaxt befand, die er immer nur mitgeschleppt hatte, sie aber nie eingesetzt, weil sie immer so komisch vibriert hatte nach dem ersten Schlag.
Jathon tauschte das Silberne Großschwert eines der besiegten Githyanki gegen einen magischen Krummsäbel, war aber trotzdem etwas unzufrieden, dass keiner der Händler ihm einen Nimmervollen Beutel verkaufen konnte (und auch keine Ogerkrafthandschuh). Kou deckte sich reichlich mit Perlen ein, die er später bestimmt noch gebrauchen würde – so hoffte er und hofft noch bis heute.


ENDE DES SPIELABENDS – Aber die Kampagne geht weiter.



Nun haben wir das Abenteuer Der Traumflüsterer endlich abgeschlossen, aber die Kampagne geht weiter, denn auch hier sind wieder einige Fragen offen geblieben:
  • Was ist aus der Githyanki geworden, die mit dem Baron gespeist hatte und dem Kampf entkommen konnte und warum waren sie überhaupt beim Baron? Anscheinend wussten sie nichts über den Gedankenschinder, Melee hatte berichtet, dass dies der Erbfeind ihrer beider Völker sei.
  • Wer oder was war der geheimnisvolle Riese in Dämonenrüstung, der die Oger Magi gerettet und fortgebracht hat? Was ist aus dem duzend Rittern geworden, die Marith auf Geheiß Jathons hin zu deren Lager geschickt geworden?
  • Wird die Schwester des getöteten Barons die Köpfe der Mörder fordern?
  • Wer hat die Waffe und Rüstung des Barons gestohlen? Taucht sie wieder auf, immerhin wird jeder Händler sie identifizieren können und keiner das Wagnis eingehen, diese Waffe dem Dieb abzukaufen.
It's ok, I'm a Bard.

Scurlock

  • Mitglied
Chem Frey's Kampagne
« Antwort #39 am: 04. Juni 2004, 09:00:55 »
 Ach Chem, Du bist doch ein ganz Großer (Spielleiter)! Ein ganzer Rollenspieltag und trotzdem kein Kampf. Das ist wirklich mal selten, aber mir hat's gefallen. ;)
Auch wenn Du bisher eine hervorragende Story-Hour geschrieben hast, sind mir einige Dinge aufgefallen, die ich ein wenig anders in Erinnerung habe oder nicht stimmen.

Zitat
Forgrimm wollte die Schänder seines Tempels nicht davonkommen lassen.
Ich hatte den Eindruck, dass er die Schänder davonkommen lassen wollte, um endlich seinen geliebten Tempel wieder einnehmen zu können. Blaine hielt ihn aus diesem Grund auch für einen ehrlosen Feigling, der die Gunst der Götter gar nicht verdient (Was er ja auch lautstark zum Ausdruck gebracht hat ;) ).

Zitat
Tanzende Großaxt
Das ist mit Sicherheit nicht richtig. Es handelt sich um eine Streitaxt und nicht um meine Großaxt.
Auch wenn die Verzauberung der Axt sehr mächtig erscheint, verläßt sich der gute Blaine doch lieber auf seine neue schön geschmiedete Großaxt.  Magie kann man einfach nicht trauen, vor allem dann, wenn sie mächtig ist.
 

     
And now the rains weep o'er his hall and not a soul to hear...

Calivar

  • Mitglied
Chem Frey's Kampagne
« Antwort #40 am: 04. Juni 2004, 09:05:39 »
 Sehr gut, dann kann ja der mächtige Kleriker des Moradin die "tanzende Axt" bekommen. ;)

Zwergenwaffe halt. :D  

Scurlock

  • Mitglied
Chem Frey's Kampagne
« Antwort #41 am: 04. Juni 2004, 09:23:33 »
Zitat von: "Calivar"
Sehr gut, dann kann ja der mächtige Kleriker des Moradin die "tanzende Axt" bekommen. ;)

Zwergenwaffe halt. :D
Vergiss es! :D  
And now the rains weep o'er his hall and not a soul to hear...

Chem Frey

  • Mitglied
Chem Frey's Kampagne
« Antwort #42 am: 04. Juni 2004, 12:53:59 »
 
Zitat von: "Scurlock"
Auch wenn Du bisher eine hervorragende Story-Hour geschrieben hast, sind mir einige Dinge aufgefallen, die ich ein wenig anders in Erinnerung habe oder nicht stimmen.
Mir ist aufgefallen, dass es schwerer zu sein scheint, sich an alles zu erinnern, wenn keine Kämpfe stattfinden.

Mit der Axt haste Recht...  :boxed: d8 Schaden

Auch mit Frogrimm könntest du recht haben: Hauptmotivation war es, seinen Tempel zurück zu erbeuten. Da ich nur die Motivation von NSC festhalte und sich der Rest aus der Situation ergibt und es an diesem Abend recht viele dieser Interaktionen gab, hab ich das wohl verwechselt. Das änder ich jetzt aber nicht mehr in der SH.
It's ok, I'm a Bard.

Scurlock

  • Mitglied
Chem Frey's Kampagne
« Antwort #43 am: 04. Juni 2004, 15:21:37 »
 
Zitat
Jathon Löwenherz, Mensch Dru6 (sein Nick verschweigt er uns noch)
Tja, hilft ihm jetzt auch nicht mehr weiter. Es gibt nämlich nicht viele hier im Forum, die nicht zitieren können. :D
Edit:
Kleiner Tip: Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er 19 mal gepostet, der alte Ausländer! ;)  
And now the rains weep o'er his hall and not a soul to hear...

Suparman

  • Gast
Chem Frey's Kampagne
« Antwort #44 am: 13. Juni 2004, 21:22:59 »
 Fleißig, fleißig Herr Scurlock!

Für diese Leistung solltet ihr glatt noch einmal den Jagd- und Spürorden des Hundes verliehen bekommen. Ich gratuliere.

Aber Ausländer!? Ich weiß nicht. Ich würde es eher mit der Fremde übersetzen. War doch ein nettes Ratespiel! ;)