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Autor Thema: Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)  (Gelesen 22453 mal)

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dude

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #15 am: 07. Oktober 2005, 13:01:44 »
 @lupus major als gast
Zitat
Dude (oder dem Dude?)

du kannst mich auch eure dudeheit nennen  :D

also böse würde ich dirim nicht sehen... vielleicht mit einer gewissen sadistischen ader  :rolleyes:

@berandor

was boras betrifft, er kommt mir (außer im kampf) recht passiv vor... irgendwie... möglicherweise würde ich ihn absolut neutral betrachten, vielleicht auch n.g.

aber da müßte man sich das ganze nochmal auf die schnelle durchlesen mit einem auge auf boras... und das is ne heiden arbeit...

Arkos

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #16 am: 07. Oktober 2005, 13:15:34 »
Zitat von: "Levold"
Hier meine Einschätzung:
...
Levold
@ Levold:

Was liest du hier  <_< ?

 :P  
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Levold

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #17 am: 07. Oktober 2005, 15:10:55 »
Zitat von: "Arkos"
Zitat von: "Levold"
Hier meine Einschätzung:
...
Levold
@ Levold:

Was liest du hier  <_< ?

 :P
... und was hast du hier verloren?  :lol:
Nee, ich hab schon angefangen hier zu lesen, bevor wir die Online- Runde gestartet haben. Ich hab überhaupt nicht damit gerechnet, den AP selber als SC bestreiten zu dürfen.  :)
Aber ich werde hier trotzdem weiterlesen. Ich behaupte mal von mir Out-Time-Wissen und IT-Wissen trennen zu können. :rolleyes:
Bis denn,
Levold

P.S.: Meiner Gruppe habe ich verboten, hier zu lesen!  B-)  
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Arkos

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #18 am: 07. Oktober 2005, 15:30:27 »
 Ich habe bisher nur Teil 1 gelesen. Das bleibt auch solange so, bis wir die einzelnen Kapitel bestritten haben und ich sie hier noch mal "erlesen" kann. Klar kann ich auch Spieler und Charwissen trennen - aber es gibt nichts besseres als Spannung im Abenteuer!

Ich hatte aus einem anderen (Berandor bekannten) Grund hier vorbeigeschaut.  :D
Die GREIFENBRUT in CORMYR & SCHATTENTAL

Berandor

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #19 am: 08. Oktober 2005, 19:21:49 »
 Himmlische Entschuldigung
Kheyne trat durch die Flammenwand hindurch, und das Feuer vermochte ihn nicht zu verzehren. Dort, wo das Inferno kleine Brandblasen verursachte, heilte die Haut sogleich wieder, alldieweil der Feuervogel auf Kheynes Brust hungrig leuchtete. Kheyne trat Sooka entgegen und schickte ihn mit einem Schlag zu Boden. Im selben Moment flohen seine Getreuen, und die Ära des Schwarzen Heers war vorüber.
- Aufstieg und Fall von Sooka, dem gnomischen Beschwörer, 1354 TZ


»Und was machen wir jetzt mit dir?«, fragte Dirim den Kobold, der sich als Helion ausgegeben und selbst die härtesten Identifikationstests bestanden hatte.

»Sagt einfach, Helion sei nach der Wiedererweckung entstellt, und würde sich nicht mehr vorwagen.«

»Geht sowas denn?«, fragte Boras.

»Passiert leider viel zu oft«, gab Helion zurück und deutete auf die linke Hand des Barbaren, an der ein Finger fehlte. »Ach, und noch was. Ich nenne mich in Zukunft Pecarri.«

»Was ist mit dem Tempel?«, erkundigte sich Thamior.

»Wieso? Was ist denn damit?«

Schnell berichtete Dirim von Beregard und seinen Mannen. »Jedenfalls sitzt er jetzt im Tempel und hat die Aufsicht. Wir müssen ihm schon etwas sagen.«

»Aber er muss ja nicht wissen, dass Pecarri in Wahrheit Helion ist, oder?«

»Nein, aber...« Dirim schien etwas unwohl.

»Denk mal an Krystof Jurgensen - unser Freund von Lathander hat gleich ausgeplaudert, wer wir sind. Und Beregard muss es nur seinen Leuten erzählen, dann weiß es morgen die ganze Stadt.«

»Also gut«, sagte der Zwerg schließlich. »Ich sage erst Mal nichts.«

Als die Kettenbrecher zum Tyr-Tempel kamen, gab es auch prompt Probleme. Die Torwache rief Beregard, ließ die Gruppe aber dennoch eintreten - schließlich war Dirim nach Beregard die höchste Autorität  und schien keinesfalls von seinen seltsamen Gefährten gezwungen worden zu sein. Zudem erwartete man ja die Ankunft der gesamten Abenteuergruppe.

»Wen haben wir denn hier?«, fragte Beregard zur Begrüßung. Er sah jedoch zurückhaltend-freundlich und keineswegs misstrauisch aus. Seine altersmäßig hohe Stirn glänzte vor Schweiß; er hatte wohl gerade Waffenübungen gemacht.

»Das sind meine Gefährten, die Kettenbrecher. Thamior, Thargad, Boras und H... Pecarri. Freunde, das ist Beregard Streithammer von Tyr.«

»Tyr zum Gruße«, sagte Beregard förmlich, und dann: »Ich dachte nicht, dass ihr einen Kobold unter den Euren habt.«

»Nun, wir haben kürzlich unseren Magier verloren, und Pecarri soll in die Bresche springen«, sagte Dirim bestimmt.

»Nun ja... aber ein Kobold! Und dann seid ihr noch zu fünft.«

»Seid ihr etwa abergläubisch?«, fragte Pecarri schelmisch.

»Ich? Ach was«, versicherte Beregard nicht besonders glaubhaft.

»Gibt es denn ein Problem mit Pecarri?«, schaltete sich Dirim dazwischen.

»Ich habe Euch doch gesagt, solange die Räume unten nicht gebraucht werden, stehen sie Euren Gefährten weiter zur Verfügung.«

»Dann gehen wir mal runter.«

-

»Vielleicht erzähle ich euch erst Mal, was mit Devkin passiert ist«, sagte Dirim, als sie sich unten in eines der Zimmer zurückgezogen hatten. Gemeinsam mit Thamior berichtete er also von dem Treffen im Höchsten Sonnenstrahl, als sich der alte Zwerg als Verkleidung entpuppt hatte, hinter der Fürst Vlaathu, der scheinbar zauberkundige Betrachter steckte.

»Und was war mit Celeste?«, fragte Helion der jetzt, wo sie unter sich waren, natürlich wieder seinen richtigen Namen benutzte.

»Sie ist abgehauen. Hat noch irgendwas gemurmelt und ist verschwunden. Sie wollte sowieso nicht, dass wir uns mit Devkin treffen, sondern wollte uns aufhalten.«

»Abgehauen?«, erkundigte Thargad sich.

»Teleportiert«, bestätigte Thamior.

»Sieht so aus, als bestünde da noch Klärungsbedarf«, gab Thargad zurück und streichelte die Griffe seiner Kurzschwerter.

»Oder wir schnappen sie uns und quetschen sie aus«, sagte Boras.

Nach einem kurzen Moment der Stille sagte Helion: »Oder das.«

»Wir sollten uns auch noch mal mit Jenya treffen«, meinte Dirim.

»Auf jeden Fall«, stimmte Thargad zu. »Aber wir brauchen auch etwas Geld. Wir sollten ein paar der Beutestücke, die wir haben, abstoßen.«

»Ich brauche eine magische Tasche«, sagte Helion gleich, »Ich kann mein ganzes Zeug nicht mehr tragen. Außerdem benötige ich Komponenten, um ein paar Gegenstände zu erschaffen.«

»Vielleicht sollten wir die silberne Axt verkaufen, und uns dafür eine andere silberne Waffe kaufen?«, schlug Thargad vor. Boras sah entsetzt aus.

»Kannst du mit der Axt überhaupt umgehen?«, fragte Dirim.

»Klar!«, sagte Boras. »Zumindest so halb.«

»Dann wäre es vielleicht besser, wir hätten ein silbernes Langschwert oder so.«

»Mal sehen, was da ist.«

Es klopfte an der Tür. »Bruder Dirim«, klang es von draußen, »da ist ein Bote für Euch. Er wartet.«

Dirim öffnete die Tür und fand einen von Beregards Wachen davor, der ihm einen Brief in die Hand drückte. Dirim entrollte die Schriftrolle.

»An die Kettenbrecher«, las er vor, »ich möchte mich mit Euch treffen. Möglichst geheim. Schreibt mir wann, und wo. Es ist wichtig. Gezeichnet: Celeste.«

»Holla«, sagte Boras, »das ist eine Überraschung.«

»Und eine gute Gelegenheit«, sagte Thargad mit undurchsichtigem Lächeln.

»Hören wir sie uns erst Mal an«, schlug Helion vor.

»Aber wo?«, fragte Thamior. »Hier wird sie wohl nicht hinkommen.«

»Im Lathandertempel«, sagte Dirim bestimmt. »Und was Krystof angeht - den schicke ich weg.«

-

Pünktlich zur verabredeten Zeit klopfte es an die Tür des Lathandertempels. Davor stand Celeste, in einen grauen Wintermantel gehüllt, der es schaffte, sie derart zu verhüllen, dass man sich auf die Enthüllung umso mehr freute. Celeste schlug die Kapuze zurück und schüttelte ihr goldenes Haar, sodass der kleine Gebetsraum sich mit ihrem Duft füllte und die Temperatur um ein oder zwei Grad anstieg.

»Also«, fragte Dirim ungeduldig. »Was gibt es denn?«

Celeste sah sich um, und beim Anblick der versammelten Kettenbrecher beruhigte sie sich. Ihr Blick verharrte kurz auf dem Kobold, aber dann spielte ein Lächeln auf ihren Lippen, und sie nickte.

»Ich habe euch etwas mitgebracht«, sagte sie und holte einen kleinen Beutel hervor.

»Vorsicht!«, rief Boras. »Keine Dummheiten.«

Celeste öffnete den Beutel mit grazilen Fingern, griff hinein und nahm einen weiteren Beutel hervor, den sie wiederum öffnete und auf ihrer anderen Hand entleerte. Vor dem elfenbeinernen Fleisch glitzerten acht Smaragde im warmen Licht des Tempels.

»Die Steine sind insgesamt 16.000 Aenare wert«, nannte sie den Namen der tethyrischen Goldmünze. »Ich glaube, diese Belohnung ist für Thamior und Helion.«

»Pecarri«, sagte der Kbold störrisch, nicht willens, ihre Vermutung zu bestätigen.

»Pecarri. Natürlich«, Celeste lächelte nachsichtig und einladend zugleich, als wisse sie genau, wie man mit Kobolden umzugehen habe. »Was die restlichen Kettenbrecher anbelangt - ich glaube, es gab da ein paar Wünsche.«

Wieder griff sie in den Beutel. Diesmal nahm sie eine große Axt hervor. Der Schaft war aus Rosenholz und mit Runen verziert, die Klinge aus dunkel geschmiedetem Stahl, der an der Schneide rötlich glühte. Der Griff war mit rauem Leder umwickelt.

»Das ist Schlachtenwut«, sagte Celeste erhaben. »Die Waffe wurde 1066 TZ von Glotar Finsterstahl geschaffen. Er schmiedete sie für seine Tochter Glinda, die vor fünf Jahren an Altersschwäche starb. Wenn ihr die Waffe im Zorn verwendet, gewinnt sie zusätzliche Macht.«

Sie überreichte die Axt Boras, der sie mit großen Augen entgegen nahm und sie sogleich prüfend wog. Er schien zufrieden. Dann nahm Celeste ein Kurzschwert hervor. Es schien perfekt geschmiedet, und selbst im Lichtschein des Rosenfeuers im Tempel glänzte die Waffe nur blass.

»Dieses Schwert wurde vor zwei Jahren von Barl Höhlenklinge geschmiedet. Wie alle von Barls Waffen reflektiert die Klinge kein Licht. Das Schwert ist namenlos; es liegt am ersten Besitzer, ihm einen Namen und eine Geschichte zu geben.«

Sie gab die Waffe Thargad, der grimmig nickte. »Es liegt am zweiten Besitzer, die Waffe zu benennen.«

»Dann wird hoffentlich ihre Geschichte umso interessanter«, gab Celeste zurück. Sie griff wieder in den Beutel und entnahm ihm ein Breitschwert. Licht strömte von der glänzenden Klinge, weißes Licht, das im Gebetsraum fast unnatürlich kalt wirkte. Der Griff war mit rotem Leder umwickelt, in die Parierstange waren sechs Smaragde eingearbeitet; einer davon war gesprungen und schwarz, die anderen glänzten grün.

»Dies ist Lehnstreue. Torgan Silberarm schmiedete sie im Jahre 1341 TZ für Sammael den Gerechten, einen menschlichen Krieger. Das Schwert vermag es, Treulosigkeit zu entdecken. Als Sammael seinen Adjutanten mit der Waffe prüfte, zersprang einer der Smaragde und enthüllte dessen Falschheit. Daraufhin erschlug der Adjutant seinen Herren, bevor er von Sammaels Getreuen selbst getötet wurde. Man sandte die Waffe zu Torgan zurück.«

Sie reichte das Schwert an Dirim weiter. »Die Klinge ist aus Immerglanz.«

Dirim kannte diese zwergische Schmiedetechnik, wodurch eine Klinge immer scharf und glänzend blieb. Ehrfürchtig hielt er das Langschwert mit der für Zwerge typischen breiten Klinge in den Händen. »Eine gute Waffe«, sagte er.

»Das freut mich«, sagte Celeste mit einem Lächeln, das sagte: Wenn ihr nicht zufrieden gewesen wäret, hätte ich mir eine andere Methode der Bezahlung überlegen müssen. Sogleich legten die Kettenbrecher noch einmal einen prüfenden Blick an ihre neuen Waffen, konnten aber leider immer noch keinen Makel erkennen.

»Ihr habt es verdient, dass wir Euch anhören«, sagte Pecarri. »Also erklärt euch.«

»Es gibt nicht viel zu erklären«, sagte Celeste, und ihre Miene wurde traurig, wobei unklar blieb, ob die Traurigkeit durch das Thema hervorgerufen wurde oder dadurch, dass die Kettenbrecher keine andere Bezahlung brauchten.

»Kurz nach meiner Ankunft in Cauldron tauchte plötzlich dieser Betrachter bei mir auf. Er bezeichnete sich als ›Wahrer Fürst‹ der Stadt und nannte sich Vlaathu. Er gab mir zu verstehen, dass es in seiner Macht stünde, den Höchsten Sonnenstrahl zu zerstören und mich zu töten. Dann trug er mir auf, ein Auge auf Euch zu haben. Später befahl er mir, euch zu mir zu locken, um euch den Auftrag zu geben.«

Sie seufzte kurz, und jeder der Kettenbrecher war kurz davor, sie in den Arm zu nehmen. »Und ihr taucht nicht auf. Also befiehlt mir Vlaathu, euch zu holen, irgendwie, aber ihr seit verschwunden, und taucht erst drei Tage später wieder auf. Ich sah mein Stündlein schon geschlagen.«

»Warum wir?«, fragte Pecarri.

Celeste zuckte mit den Achseln, und bei der Bewegung wäre ihr Mantel beinahe von ihren Schultern gerutscht. »Ich habe ihn auch gefragt. Ich nehme an, er wollte sich rächen.«

»Warum habt ihr uns nicht gewarnt?«, fragte Thamior.

»Meint ihr das ernst? Was hättet ihr denn ausrichten können? Nein, ich dachte, wenn ich mitspiele, komme ich vielleicht heil da raus... und kann vielleicht versuchen, auch euch zu helfen. Indirekt.«

»Wie denn?«, fragte Boras, aber Thargad nahm Celeste die Antwort ab.

»Darum die Waffen.«

»Und die Versuche, uns Zenith vorher abzuknöpfen«, fügte Dirim hinzu.
Celeste nickte. »Ich dachte, wenn ich euch den Zwerg abnehme und euch die Belohnung gebe, erfahrt ihr gar nicht, was da gelaufen ist. Ich habe sogar extra Zwergenwaffen besorgt.«

»Was natürlich auch Eure Rolle in diesem Spiel verborgen gelassen hätte«, sagte Pecarri nüchtern.

Celeste senkte den Kopf ein wenig und schaffte es sogar, leicht zu erröten. Pecarri wollte sie gleichermaßen trösten wie bestrafen. »Zugegeben«, sagte sie.

»Und warum habt ihr die Belohnung erhöht?«

»Vielleicht als Wiedergutmachung?«, fragte Celeste zurück und überließ es jedem der Kettenbrecher, zu seinen eigenen Schlüssen zu kommen. »Nun ja, ich denke, wir  haben das zur Genüge besprochen. Gibt es noch etwas?«

»Im Moment nicht«, sagte Dirim.

»Falls doch noch etwas ist«, sagte Celeste, »wisst ihr, wo ihr mich finden könnt.«
»Und wenn ihr Hilfe braucht - wir sind da«, gab der Zwerg zurück. »Sagt uns Bescheid, wenn Vlaathu noch einmal bei Euch auftaucht.«

»Wenn ich mich damit nicht in eine Gefahr begebe, vor der ihr mich nicht beschützen könnt«, sagte sie kokett, »denke ich darüber nach.« Dann schlug sie die Kapuze wieder über ihren Kopf und verschwand in die Nacht.
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Berandor

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #20 am: 08. Oktober 2005, 19:22:13 »
 Die Waffen:

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Levold

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #21 am: 10. Oktober 2005, 07:45:49 »
 Sehr schön mal wieder.
Kannst du diese Lobhudeleien eigentlich noch ertragen, oder wirst du langsam megaloman?  :rolleyes:
Und überhaupt: steht das Angebot mit der Gastrolle noch? Dann müsste ich den Schleimfaktor ja nochmal erhöhen.
"Bezahlung" von dir an mich übrigens in Form von Postings in meiner SH. Bitte. Danke.
So, und jetzt zum Wesentlichen:

Zitat
»Und was machen wir jetzt mit dir?«, fragte Dirim den Kobold, der sich als Helion ausgegeben und selbst die härtesten Identifikationstests bestanden hatte.

Die Tests hätte ich gerne gelesen. Was war das denn? Folter, Drohung, Auskitzeln?

Zitat
»Ich brauche eine magische Tasche«, sagte Helion gleich, »Ich kann mein ganzes Zeug nicht mehr tragen.
:lol:

Zitat
Davor stand Celeste, in einen grauen Wintermantel gehüllt, der es schaffte, sie derart zu verhüllen, dass man sich auf die Enthüllung umso mehr freute. Celeste schlug die Kapuze zurück und schüttelte ihr goldenes Haar, sodass der kleine Gebetsraum sich mit ihrem Duft füllte und die Temperatur um ein oder zwei Grad anstieg.
...
wobei unklar blieb, ob die Traurigkeit durch das Thema hervorgerufen wurde oder dadurch, dass die Kettenbrecher keine andere Bezahlung brauchten.
...
Sie seufzte kurz, und jeder der Kettenbrecher war kurz davor, sie in den Arm zu nehmen.
...
Celeste senkte den Kopf ein wenig und schaffte es sogar, leicht zu erröten. Pecarri wollte sie gleichermaßen trösten wie bestrafen.

Supergeil die Beschreibungen von Celeste und die Reaktionen der Gruppe. Dafür gibt es nur einen Ausdruck: Schwülstig

Was mir auch sehr gut gefällt, sind die Beschreibungen der Waffen. Wo hast du die her? Selbst ausgedacht oder hast du dafür ne Quelle?
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Levold
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Kylearan

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #22 am: 10. Oktober 2005, 12:32:03 »
Zitat von: "Levold"
Die Tests hätte ich gerne gelesen. Was war das denn? Folter, Drohung, Auskitzeln?
 
Hab' ich alles nicht getan ;-)

Kylearan
"When the going gets tough, the bard goes drinking."

Berandor

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #23 am: 10. Oktober 2005, 17:33:01 »
Zitat von: "Levold"
Sehr schön mal wieder.
Kannst du diese Lobhudeleien eigentlich noch ertragen, oder wirst du langsam megaloman?  :rolleyes:
Ich bin schon lange megaloman, also weiter :D

Zitat
Die Tests hätte ich gerne gelesen. Was war das denn? Folter, Drohung, Auskitzeln?
Es gab keine. Shensen hat bestätigt, dass Helion der Kobold ist, und gut war. Sollte ein Insider-Gag sein
Zitat
Was mir auch sehr gut gefällt, sind die Beschreibungen der Waffen. Wo hast du die her? Selbst ausgedacht oder hast du dafür ne Quelle?
Spoiler: Klicke, um den Beitrag zu lesen

Die Waffen habe ich mir ausgedacht. Im Original bekommen die Helden ja vom falschen Splitterschild ihre Bezahlung (warum? Keine Ahnung!), und ich wollte eben mehr als nur einfach "Langschwert +1" geben.

Dirims Spieler hatte sich etwas Tyr-mäßiges gewünscht, am Besten bzgl. Wahrheit oder Recht, Boras ließ mir relativ freie Hand (wollte gerne eine Vorpal-Axt ;)) und Thargad wollte ein Kurzschwert +2.
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Askael

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #24 am: 10. Oktober 2005, 18:31:10 »
 Muß mich da Levold anschließen! Schön langsam gehen mir die Adjektive aus  ;)

Sehr cool fnde ich vor allem auch die kleinen Geschichtsbeschreibungen, die hin und wieder dem eigentlichen SH-Text vorausgehen!

Schönes Spiel auch mit Celeste - überaus geschickt..
Das arme Mädchen.. Aber sie hat ja Waffen mitbringen können, die die Scharte mehr als auswetzen  :P  
Pünktlichkeit ist der Dieb der Zeit

Dirim

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #25 am: 20. Oktober 2005, 13:22:03 »
 Da fehlt doch noch was, oder? B-)  

Berandor

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #26 am: 20. Oktober 2005, 21:53:57 »
 Da fehlt noch einiges. Unter anderem...

Wächter der Nacht

»Ich denke nicht, dass wir ihr trauen können«, sagte Thargad bestimmt. »Selbst, wenn Celeste auf unserer Seite stünde - sobald  Vlaathu wieder auftaucht, wird sie uns verraten.« Die Kettenbrecher saßen unten im Versammlungsraum des Tempels zusammen, mit Ausnahme von Thamior, der sich entschuldigt hatte.

»Wir können sie doch beschützen«, sagte Dirim.

»Nein«, gab Helion zurück. »Im Moment können wir das nicht. Aber noch etwas macht mir Sorgen.«

»Und was?«

»Der Name: Vlaathu. Ich finde, das klingt ein wenig wie Valanthru, meint ihr nicht?«

»Der Elf?« Boras war skeptisch. Thargad hingegen ganz Ohr.

»Habt ihr dessen Augen gesehen? Dieser Goldstich... ich weiß ja nicht.«

»Immerhin ist er ein Goldelf«, sagte Dirim.

»Trotzdem - wenn Vlaathu wirklich seine Gestalt verändern kann, könnte es passen.«

»Oder ein Trick sein.«

»Oder das.«

Danach besprachen die Vier ihre weiteren Vorhaben. Boras wollte sich etwas erholen, und vielleicht mit Terseon Skellerang ein Bierchen trinken gehen. Vielleicht würde er etwas mehr über die Söldner herausfinden können.

Thargad hatte etwas mehr im Sinn; vor allem drängte er auf einen Besuch im Helmtempel, und natürlich würde er Meerthan Bericht erstatten. Außerdem wollte er ein Auge auf die einfachen Wachen werfen - und dabei nach einer ganz bestimmten Wache Ausschau halten, was er aber geheim hielt.

Dirims Pläne bezogen sich hauptsächlich auf den Tempel: Er wollte ein paar Glyphen zur Sicherung der Mauern anbringen, vielleicht noch eine Glyphe im Untergeschoss. Dazu wollte er versuchen, mit Beregard den Schlafplatz zu tauschen. Schließlich galt es noch, endlich mit Gottesdiensten zu beginnen und, wenn möglich, ein Schiedsgericht im Tempel abzuhalten.

Helion schließlich plante, einige magische Gegenstände herzustellen und ansonsten Zauberforschung zu beginnen. Er würde sich nach Möglichkeit nicht ohne Begleitung aus dem Tempel wagen und sich ohnehin so wenig wie möglich zeigen. Problematisch war, dass Helion in seiner Ausbildung auf die Grundsätze der Illusionsmagie verzichtet hatte, weshalb Verkleidungszauber und Unsichtbarkeit nicht in seiner Macht standen.

»Und dann brauchen wir Geld«, sagte Helion schließlich.

»Wir können erst einmal unsere Beute verkaufen«, sagte Dirim, »aber die Sachen von Zenith möchte ich gerne dem Splitterschildclan übergeben. Er ist schließlich einer ihrer Helden.«

»Vielleicht fangen wir damit an«, sagte Helion, »und dann gebe ich Thargad eine Liste mit den Dingen, die ich brauche.«

»Was ist mit der Silberaxt?«, fragte Thargad, und aus Boras’ Gesicht verschwand die Hoffnung, dieses Thema zu vermeiden.

»Wir sollten sie abgeben«, sagte Dirim. »wenn Celeste immer noch sie viel Gold dafür zahlt. Und dann nehmen wir uns eine andere Waffe.«

Sie schrieben einen Brief an Celeste und Dirim nahm ihn mit nach oben, um ihn einem vorbeilaufenden Boten mitzugeben. Auf dem Weg in sein Zimmer sah er Beregard, der sich mit Sam über einen Stapel Papiere beugte.

»Beregard?«

Der Tempelritter sah auf. »Bruder Dirim.«

»Kann ich euch kurz sprechen?«

»Aber nur kurz. Wir haben hier noch zu tun.« Beregard trat mit Dirim in den Hof hinaus. »Um ehrlich zu sein, bin ich ganz froh, dass ihr kamt. Mir schwimmt vor lauter Zahlen schon der Kopf.«

»Wie sieht es aus?«

»Nicht gut. Es wird Zeit, dass wir eine Kollekte einfahren.«

»Ich halte diese Woche meinen ersten Gottesdienst«, sagte Dirim. Beregard schien sich darüber zu freuen. »Aber deswegen wollte ich nicht mit euch reden. Es geht um Glyphen.«

»Wieso? Habt ihr welche entdeckt?«

»Nein, ich wollte welche legen. Um die Mauer abzusichern.«

Beregard rieb sich den Schnäuzer. »Ich weiß nicht. Die Glyphen sind ja begrenzt.«

»Habt ihr eine andere Idee?«

»Nicht unbedingt. Wir können sie auch nirgends anlegen, wo ehrbare Bürger zu Schaden kommen könnten. Aber ich kann Euch auch nicht die Komponentenkosten erstatten - dazu haben wir viel zu wenig Mittel.«

»Also?«

»Also wenn ihr Glyphen legen wollt, dann auf Eure Kosten.«

»Ich verstehe. Es wäre natürlich leichter, wenn ich nur den unteren Bereich abschließen müsste, aber dann müssten die Zimmer dort für alle verschlossen bleiben.«

»Ich schlafe dort«, sagte Beregard verwirrt.

»Ich könnte doch-«

»Nein, Bruder. Ich bin kein Priester. Das Zimmer in der Kapelle ist das Eurige, oder ihr gebt es Tomker, wie ihr mögt. Aber ich bleibe unten.«

»Schon gut«, beschwichtigte Dirim. »Ich ziehe mich dann für die Nacht zurück.«

»Schlaft gut«, sagte Beregard und begab sich zurück an seine Zahlen.

Doch Dirim begab sich noch nicht zur Ruhe. Er schob Stuhl und Tisch in seiner Kammer an die Wand, um etwas Platz zu bekommen, und stellte sich in die Mitte der Kammer. Er nahm sein heiliges Symbol in beide Hände und reckte es frontal vor sich. Dann begann er, zu beten, zuerst still, dann in einem leisen Flüsterton.

»Tyr, schlage mit deinem Schwert eine Brücke. Übermittle meine Worte. Finde Branda Gratur, und lasse meine Worte in ihrem Ohr erklingen: ›Hier spricht dein Sohn Dirim. Wo bist du, Mutter? Geht es dir gut? Verzage nicht!‹«

Wieder und wieder sprach er, und immer stärker fühlte er, wie die Macht Tyrs seinen Ruf verstärkte. Dann umwogte ihn die Kraft, riss ihn mit, und er stieß die Botschaft ein letztes Mal hinaus, schickte seine Worte in die Nacht hinaus. Dann war Stille.

Dirim wartete. Er wusste, wenn seine Mutter noch lebte, dann würde diese Botschaft sie erreichen. Selbst die meisten Ebenen konnten diesen Zauber nur selten aufhalten. Und wenn die Nachricht ihren Empfänger erreichte, dann konnte dieser antworten. Doch die Antwort blieb aus.

Noch einmal sprach Dirim das Gebet und ähnliche Worte. Diesmal richtete er seine Nachricht an Kheyne, Thargads Vater. Doch wieder blieb alles still. Wieder kam keine Antwort.

»Das wäre auch zu einfach gewesen«, murrte Dirim. Dann ging er zu Bett.

-

Am nächsten Morgen machten sich die Kettenbrecher in den Helmtempel auf. Ein mit Nachtwache betrauter Akolyth kämpfte gegen ein Gähnen und bat die Helden, einen Moment zu warten. Es dauerte eine halbe Stunde, bis Jenya kam. Sie wirkte müde. Als sie alle in ihrem Zimmer saßen, ließ sie sich gleich einen heißen Wein kommen. Erst, nachdem sie den ersten Schluck genommen und mit geschlossenen Augen genossen hatte, fragte sie die Kettenbrecher nach dem Grund ihres Kommens.

Dirim übernahm es, ihr von Vlaathus Erscheinen zu berichten, und von seiner Drohung. Jenya war bestürzt, oder besser: zornig.

»Danke, dass ihr mir davon berichtet. Ich fürchte jedoch, dass die Stärke des Tempels dieser Bedrohung nicht gewachsen ist. Der mächtigeren Priester sind nur wenige.«

»Das verstehen wir«, sagte Helion, der sich bei Jenya zu erkennen gegeben hatte. »Aber vielleicht könnt ihr Zauber nutzen, um Informationen zu beschaffen?«

»Ich werde tun, was ich kann. Aber der Stern der Gerechtigkeit ist im Moment verbraucht. Ich weiß nicht genau, wann ich ihn wieder nutzen kann.«

»Stimmt etwas nicht?«, fragte Dirim besorgt. »Können wir Euch helfen?«

»Helft der Stadt.« Jenya lächelte. »Das ist das Wichtigste.«

»Keine Sorge«, sagte Boras. »Das machen wir.«

Jenya erhob sich, um die Kettenbrecher zum Ausgang zu bringen. Thargad trat an sie heran.

»Habt ihr noch etwas Zeit?«

»Worum geht es?«

»Ich hätte gerne, dass ihr einem Eid vorsteht.«

»Natürlich. Jetzt?«

»Wenn möglich.«

»Hier«, sie deutete auf ihr Zimmer, »oder im Altarraum?«

»Der Altarraum wäre nicht schlecht.«

Jenya warf den anderen Kettenbrechern einen fragenden Blick zu, doch diese waren ebenso verwirrt. Dann ging sie voraus in einen kleinen Gebetsraum mit einem Altar. Sie rief Ruphus Laro und einen Akolythen, um die Kerzen zu entzünden und Weihrauch zu verbreiten. Dann bezog sie neben dem Altar Stellung, während die anderen Beiden links und rechts hinter Thargad standen. Die Kettenbrecher standen etwas abseits. Thargad ging in die Knie.

»Helm, Allsehendes Auge, bezeuge diesen Schwur«, hob Jenya an, dann nickte sie Thargad zu.

Dieser schloss die Augen und sagte: »Ich gelobe im Angesicht von Helm, dass ich all mein Wohl dem Wohle Cauldrons unterordnen, dass ich mein Streben ihrem Wunsch und mein Gut ihrer Verfügung unterstellen werde. Cauldron soll mein Herz einnehmen, und keine Liebe der Welt mag mit ihr konkurrieren. Das gelobe ich, das schwöre ich, so wahr mir Helm helfe.«

Jenya schwieg, sichtlich überrascht. Sie betrachtete den vor ihr knienden Mann in seiner dunklen Lederrüstung, der so ganz anders war als ihre gepanzerten Eleven. Wieder gingen ihr Helms Worte durch den Kopf: ›Ein Idealist, ein brutaler Schlächter und ein Meuchelmörder.‹ Es war nicht schwierig zu erraten, welche dieser Bezeichnungen Thargad gegolten hatte. Endlich legte sie ihre gepanzerte Hand auf Thargads Kopf.

»Dein Eid wurde im Angesicht Helms gesprochen, und ich bezeuge es. Willkommen, Thargad. Mögest du stets ein Licht in der Finsternis sein.« Sie gab den beiden Priestern ein Zeichen. »Höre den Eid Helms.«

Die Priester sprachen gleichzeitig: »Die Nacht sinkt herab, und meine Wacht beginnt. Sie soll nicht enden vor dem Morgen. Ich bin das Schwert in der Dunkelheit. Ich bin der Wächter auf den Mauern. Ich bin das Feuer, das gegen die Kälte brennt, das Licht, das den Morgen bringt, das Horn, das die Schläfer weckt, der Schild, der die Reiche der Menschen schützt, in dieser Nacht und in allen Nächten, die da noch kommen werden.«

Jenya griff nun Thargads Kinn und hob seinen Kopf, bis sie ihm in die Augen sehen konnte. »Erhebe dich, und beginne deine Wacht.«

Thargad stand auf, ohne den Blickkontakt abzubrechen. Dann verbeugte er sich knapp. Jenya nickte. Ein Lächeln spielte um ihre Lippen, doch es lag kein Humor darin, nur grimmige Genugtuung, und eine Spur Zweifel. Dann wandte Thargad sich um und verließ den Raum. Die Anderen folgten ihm.

-

Die Ebene des Lebens und die Ebene des Todes stehen in enger Beziehung, obwohl sie einander entgegen stehen. Götter können nur unter bestimmten Voraussetzungen Leben schaffen oder töten, ohne gleichzeitig eine entsprechende Menge der gegensätzlichen Energie in die Welt zu entlassen. Jenya hatte ihre Lebenskraft gegeben, um Helms Einsatz zu rechtfertigen, und es war gut, da Helm keinen Nutzen aus seinem Eingreifen zog.

Doch nun war alles anders. Mit den letzten Worten aus Thargads Schwur entstand ein Sog im Gefüge der Welt. Der Sog wurde immer stärker, zog sich über die Ebenen hinweg, und begann, an der negativen Ebene zu zerren. Normalerweise würde sich gleich ein Riss bilden, und negative Energie irgendwo auf Toril freigesetzt werden. Wild, zufällig, ungestüm. Normalerweise.

Aber jemand hatte den Sog ebenfalls bemerkt. Jemand, der kurz zuvor noch einen fein, beinahe adelig gekleideten und mit einem Schwert bewaffneten Gesandten ausgeschickt hatte. Jemand, der sich Hoffnungen auf die Gebete eines gewissen Assassinen gemacht hatte.

Hoar spürte diesen Sog, und sein Wunsch nach Vergeltung sah eine Möglichkeit. Es bedürfte nur eines Bruchteils seiner Macht, und aus dem brutalen Riss zwischen den Welten wurde ein wie mit dem Skalpell beigebrachter Schnitt. Und die negative Energie wurde genau da freigesetzt, wie Hoar es wollte.

Hoar faltete die Hände ineinander. Er hatte extra menschliche Gestalt angenommen, denn er liebte diese Geste. Sie gab ihm das Gefühl, Kontrolle zu haben. Noch einmal überprüfte er seinen Plan, und er sah, dass es gut war.

»Die Rache ist mein.«
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Dirim

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #27 am: 21. Oktober 2005, 07:55:01 »
 Das tut gut am frühen Morgen.
Danach ist man so wach und freut sich auf die Zukunft.

dude

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #28 am: 21. Oktober 2005, 09:59:46 »
 also die geschichte mit hoar versteh ich nicht... wieso hat der jetzt solche rachegelüste thargard gegenüber??

dude

Berandor

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« Antwort #29 am: 21. Oktober 2005, 12:56:44 »
 Thargad hatte ja ursprünglich an Ilmater geglaubt. Dies ließ sich nur schwer mit dem Dasein als Assassine vereinen. Daher hatte er bzw. sein Spieler vor, einen Glaubenswechsel zu Hoar vorzunehmen.

Hoar stand ja auch bei Thargad im Jenseits - er wollte gerne helfen, konnte aber noch nichts tun. Und dann kam Helm und hat sich eingemischt.

Deshalb richtet sich Hoars Zorn auch mehr gegen Helm an sich, der ihm gerade einen Gläubigen geklaut hat - und die Zahl der Anhänger hat ja eine direkte Auswirkung auf die Macht eines Gottes. Hoar sagt sich also: "Wollen wir doch mal sehen, ob du das so einfach kannst..."
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