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Autor Thema: Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)  (Gelesen 22438 mal)

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Boras

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #75 am: 23. November 2005, 21:53:50 »
 Kleine Regelkunde: Traue niemals einem Zwerg, obwohl mit seine Ratschläge ansonsten schon das eine oder andere Mal geholfen haben.

Wie so immer - wer lesen kann ist klar im Vorteil !

Sollte mir so schnell nicht wieder passieren. Der Band der 1000 Weisheiten wandert nun irgendwann unter´s Kopfkissen, sobald die Nächte wieder an einem Stück sind.

shaz´narahd

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #76 am: 24. November 2005, 10:50:29 »
Zitat von: "Berandor"
Anna war ein Zwerg? :blink:
Kazmojen hatte Dirim niedergestreckt und mit seinem Cleave bei Anna einen kritischen Treffer gelandet, der sie in Stücke haute.
Dummerweise wäre es nie zu dem Cleave gekommen, wenn der +4 RK-Bonus gegen Riesen (Kazmojen war ein Halb-Troll und zählte somit bei den Rassen zu den Riesen) bei Dirim angerechnet worden wäre. Denn dann hätte der blöde Zwer-Troll unseren Dirim-Zwerg nämlich nichtmals getroffen.

Glaube mir: DAS vergesse ich NIE  :akuma:  :D  ;)

shaz
"Ich höre nichts", sagte Anna zum Zwerg, der ihr beipflichtete. Der Raum hinter Tür schien eindeutig leer zu sein... bis auf den Tod!

Berandor

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #77 am: 30. November 2005, 20:03:44 »
 Wir haben am letzten Spielabend nicht soo viel geschafft - u.a. aber den Auftritt eines Gast-NSC - deshalb müsst ihr euch etwas gedulden, bis die Kettenbrecher wieder einschreiten. Um die Zeit zu vertrösten, bekommt ihr das

Zwischenspiel: Finster

Finster unterdrückte ein Gähnen. Nach dem Sex wurde er immer schläfrig. Im Kamin brannten die Holzscheite geräuschvoll vor sich hin und tauchten das Zimmer in angenehme Wärme. Eine trockene Wärme, die Finsters Erinnerungen anregte. Er blickte nach rechts. Sonnentau hatte ihn beobachtet. Sie wirkte nachdenklich.

»Was ist?« Finster setzte sein Frauenherzenschmelzlächeln auf. »Nicht zufrieden?« Natürlich war sie es.

»Das ist es nicht.« Das hätte ihn auch sehr überrascht. »Ich habe mich gefragt, ob ich mich anders fühle.«

Er musste lachen. »So gut bin ich auch wieder nicht.« Dann wurde er ernst. »Oder?«
»Nein. Ganz sicher nicht. Aber... ist auch egal.«

Diesmal unterdrückte Finster das Gähnen nicht mehr. Typische Frauengespräche. »Hör zu, wenn das alles ist...«

Sonnentau schlug das Fell zurück und stand auf. Auf ihrem nackten Körper perlte der Schweiß. Ein Teil von Finster wollte sie zurück ins Bett ziehen, aber die Müdigkeit gewann. Morgen war auch noch ein Tag. Sonnentau schlüpfte in ihre Robe und aus dem Zimmer. Finster verschränkte die Arme hinter dem Kopf und sah zur Decke. Seine Augen wurden schwer. Das Feuer, die Wärme, der animalische Geruch trugen seinen Geist fort. Er ließ es geschehen. Seine Augen fielen zu. Er träumte.

-

Die Arena zu Westtor war bis zum Bersten gefüllt, wie immer bei Gottesurteilen. Ein rashemischer Berserker war verhaftet worden, ein ebenso muskel- wie haarbepackter Kerl. Er hatte Tempus gebeten, seine Schuld oder Unschuld zu beweisen. In Westtor hieß das, einen Tag jedem Herausforderer in der Arena gegenüber zu treten. Kampf auf Leben und Tod. Es hieß aber auch, dass die Nachtmasken die Kämpfe manipulieren würden - sowohl förderliche als auch schwächende Gifte waren schnell verabreicht, und nach dem Tod eines Kämpfers stellte ohnehin niemand Fragen.

Der Berserker hatte scheinbar einen guten Draht zu der herrschenden Diebesgilde, und er gewann seine ersten Kämpfe schnell genug, um die Zahl der Herausforderer stark auszudünnen. Auch die Zuschauer verstanden schnell, dass der heutige Tag nicht so blutig werden würde, wie erhofft. Bald wurden erste fragende Blicke in die Loge geworfen, in der auch heute wieder der Krieger saß, den man allgemein als Finster kannte.

Finster hatte das Schauspiel bislang genossen. Als er angekommen war, hatte er zwei Frauen aus der Menge zu sich gewunken. Die Beiden überboten sich nun in ihrem Bemühen, ihn zufrieden zu stellen - ganz, wie es sich gehörte. Finster schlürfte Wein und ließ sich mit Trauben füttern, während unten der Berserker auf seine nächsten Gegner wartete. Finster hatte nicht übel Lust, dem Kerl eine Lektion zu erteilen, aber es war heiß, und die Finger und Münder seiner Gespielinnen wesentlich angenehmer als der Biss einer Axt.

Schließlich trat der Starke Ferdinand gegen den Berserker an. Finster gähnte. Ihm war langweilig, aber trotzdem sah er sich das Schauspiel zu Ende an. Er befahl den Frauen nur, sich etwas mehr anzustrengen. Er wollte nicht einschlafen. Schon beim Hereinkommen sah man dem Starken Ferdinand an, dass er nicht freiwillig auf der Liste stand. Wahrscheinlich musste er seine Schulden bei irgend einem Adeligen abbezahlen, und dieser hatte den - wahrlich starken, aber ansonsten in jeder Beziehung außer seiner Trink- und Spiellust völlig unzureichenden - Jungkämpfer zu seiner Hinrichtung geschickt. Es dauerte denn auch nicht lange, bis sein Kopf ziemlich stark auf den Boden aufschlug, ohne dass sein Körper gefallen war. Als der Berserker erfuhr, dass damit die Liste der Herausforderer durchlaufen war, reckte er seine blutige Axt in die Höhe.

»Selbst in Rashemen kennt man die Arena von Westtor«, brüllte er. Finster horchte auf: das konnte interessant werden. »Und jetzt hat sie einen neuen Herrn! Fyolor, die stählerne Faust, Beschützer von Liriella und Krieger des Landes, hat diesen Ort erobert und seine Feinde im Staub zermalmt!«

Plötzlich herrschte völlige Stille in der Arena; niemand wagte auch nur zu husten. Verwirrt ließ Fyolor den Arm sinken und starrte umher. Dann folgte er dem Blick aller Anwesenden hin zu der einzelnen Loge, in der ein in feinste Seide gehüllter Mann aufgestanden war und gerade zwei Frauen von sich schob. Dann endete die Stille ebenso plötzlich, wie sie  gekommen war, und wurde durch einen dumpfen Choral ersetzt. Tausend und mehr Kehlen murmelten den Namen ihres Champions, und im Gleichklang schwoll dieses Murmeln zu einem Donnern an.

Finster, wiederholten sie. Finster. Finster. Immer wieder. Jetzt begannen sie, im Takt mit den Füßen zu stampfen, und immer noch wurde die Forderung lauter, drängender. Finster.

Finster selbst stand in der Loge und genoss das Spektakel. Es war ihm nicht Recht, sich jetzt anstrengen zu müssen - er hasste es, sich danach den eigenen Schweiß und fremdes Blut abzuwaschen - aber er hatte einen Ruf zu verlieren. Westtor hatte einen Ruf zu verlieren. Als ob die Arena einem dahergelaufenen Flohträger wie diesem Berserker erlauben würde, als Herr der Stätte wieder nach Hause zu fahren. Und Finster war der verlängerte Arm der Arena. Ihr wahrer Herr. Er hob die Hand, und sofort erstarb der beschwörende Gesang.

»Bringt mir meine Waffe!«, sagte er nur. Der folgende Jubel musste bis Cormyr zu hören gewesen sein. Finster verließ seine Loge und stieg durch das Publikum nach unten. Die Massen wichen zur Seite und bildeten einen Kordon, der ihn bequem durchließ. Dies war ein Moment, wo die Nachtmasken zuschlagen könnten, aber gleichzeitig einer der wenigen Momente, wo sie es womöglich nicht ungestraft täten. Finster genoss die Macht, die ihm die Menge in der Arena verlieh. Als er in der ersten Reihe ankam, schwang er sich über das Geländer und sprang hinunter. Sofort kamen Diener und zogen ihm das Hemd aus, ein weiterer reichte ihm sein Schwert. Der Diener hielt seine Hände weit von dem Schwertgriff entfernt; trotzdem zitterten seine Arme. Finster löste seinen Zopf und schüttelte das Haar. In der Menge kreischten einige Frauen auf. Er lockerte seine Muskeln, und erst dann erlöste er den Diener und nahm ihm die Klinge ab. Schon in seiner Scheide erahnte man die gezahnte Klinge, wirkte der lange Griff wie eine Schlange, die sich um den Schwertarm schlingen wollte. Finster strich leise über den Knauf.

»Zieh mich heraus«, flüsterte Vollstrecker in seinem Geist. »Lass uns töten

Finster legte die Hand um den Griff und wartete. Seine Finger zuckten, als die Waffe ihren Einfluss verstärkte. Bei den ersten Malen hatte noch sein ganzer Arm gezittert. Bald würde er Vollstrecker völlig unter Kontrolle haben. Finster hielt still, bis der Druck in seinem Arm nachließ.

»Ihr seid es, Meister. Verzeiht, dass ich euch nicht erkannte.« Die Stimme der Waffe war leise, ruhig, längst nicht so beleidigt, wie Finster sie kannte. Er wurde misstrauisch. Er rief den Diener zu sich zurück.

»Ich werde heute nicht mit Vollstrecker kämpfen. Bring mir ein einfaches Schwert.« Wäre es ihm möglich gewesen, wäre der Diener lieber gegen den Berserker angetreten als Vollstrecker wieder in Empfang zu nehmen, aber ihm blieb nur, zu gehorchen. Schnell reichte man Finster ein einfaches Langschwert, das er prüfend durch die Luft sausen ließ. Nach allem, was er von dem Berserker gesehen hatte, würde es genügen. Und es war alle Mal besser als ein Willensduell mit Vollstrecker mitten im Kampf.

»Können wir anfangen?«, rief Fyolor zu ihm herüber. »Oder willst du dir lieber doch eine Rüstung anziehen?«

»Nein«, sagte Finster trocken. »Wir können anfangen.«

Fyolors Zunge strich über seine Lippen. Aus zusammengekniffenen Augen betrachtete er seinen Gegner, der so überhaupt keine Angst vor ihm zu haben schien. Finster stellte sich in eine Abwehrposition und wartete. Fyolor war kein taktischer Kämpfer. Er würde angreifen.

Und tatsächlich brüllte der Berserker etwas in seiner Heimatsprache, das ihm ebenso Mut zusprechen wie seinen Gegner einschüchtern sollte und höchstens zur Hälfte erfolgreich war. Er rannte los, die Axt zu einem Zweihandhieb erhoben, ohne Idee von Finesse und Überraschungselement. Welche Abwehr auch immer diesem Hieb entgegen stand, Fyolor würde sie durchbrechen.

Finster hob das geborgte Schwert zu einem Block. Triumph im Gesicht des Berserkers wandelte sich in Schrecken, als Finster der Wucht seines Gegenübers standhielt. Finster zwinkerte Fyolor zu. Dann brach die Klinge des Langschwerts entzwei.

Finster war zu überrascht, um rechtzeitig zu reagieren. Fyolor lachte auf. Seine Axt fuhr nieder und schnitt tief in Finsters Brust. Finster taumelte zurück. Für einen winzigen Augenblick starrte er auf den Rest der Klinge in seiner Hand, ein etwa dolchgroßes und glatt abgeschlagenes Stück Metall. Der Rest des Schwertes lag im Sand. Am Rand seiner Wahrnehmung bemerkte er, dass die Arena wieder still geworden war. Während sein Blut zu Boden tropfte und Fyolor zu einem weiteren Angriff ansetzte, ging Finster ein Licht auf: Die Nachtmasken hatten ihre Chance genutzt. Das Schwert war präpariert gewesen. Weiter dachte er nicht, denn da war Fyolor schon heran und zwang ihn, auszuweichen. Die Axt schnitt durch die Luft und berührte Finsters Schulterblatt sogar noch. Finster rollte sich ab und lief ein paar Schritte, um Abstand zu gewinnen. Fyolor folgte ihm lachend.

»Lauf nicht weg, kleiner Hase!«

Finster warf sich herum und stürmte auf seinen Gegner zu, Schulter voraus. Fyolor stieß seine Axt vor. Finster ließ den Hieb auf seinen linken Arm geschehen und biss die Zähne zusammen, als die Waffe Fleisch und Muskeln durchtrennte. Dann prallte er gegen die Brust des Berserkers. Fyolor ächzte auf, dann stolperte er und fiel nach hinten. Finster fiel hintendrein und griff nach Fyolors Axt. Für einige Augenblicke rangen die beiden Kontrahenten um die Waffe. Dann presste Fyolor seinen Daumen direkt in Finsters frische Wunde. Finster schrie auf. In diesem Moment schüttelte Fyolor ihn ab und kämpfte sich wieder hoch. Finster stand ebenso schnell wieder. Wenigstens hatte er noch die abgebrochene Klinge in der Hand.

Fyolor hielt ihm seinen blutigen Daumen entgegen. Ein Stück Fleisch klebte unter dem Fingernagel. Es glitzerte nass im Sonnenlicht. »Keine Angst, es tut nicht mehr lange weh.«

Finster spie aus. Er stellte sich in eine abwartende Position, den linken Arm vorgestreckt, die abgebrochene Klinge zum Stoß bereit nah an der Hüfte. Dann eben so.

»Willst du mich zu Tode quatschen?«, fragte er höhnisch.

Fyolor schüttelte traurig den Kopf. »Du willst sterben, und du wirst sterben. Aber dann, wenn Fyolor es will.«

»Dann sollte Fyolor sich etwas beeilen.« Finster hoffte, dass er sich an den richtigen Namen erinnerte. »Liriella liegt in meinem Bett, und sie wartet nicht gerne.«

Als er den Namen seiner Hathran hörte, weiteten sich die Augen des Berserkers. »Frevel!«, brüllte er, und die Spuckefäden flogen bis auf Finsters Brust. »Frevel!«

Dann stürmte er vor. Die Axt ragte in den Himmel. Die Szene verlangsamte sich vor Finsters Wahrnehmung genug, dass er denken konnte: So also sieht der Tod aus. Fyolor schlug beidhändig zu. Finster packte den Griff der Waffe und lenkte den Schlag zur Seite, dann rammte er dem überraschten Fyolor den Schwertstumpf in die Kehle.

»Nicht meiner«, sagte Finster, um sich selbst zu überzeugen. »Nicht meiner.«

Für einen Moment standen sie still, nahe beieinander wie Liebende. Dann riss Finster die Waffe wieder heraus und trat zurück. Dickes Blut spritzte hervor und besudelte ihn von oben bis unten. Fyolor versuchte, etwas zu sagen, aber er gurgelte nur. Dann klappte der Berserker zusammen, lange bevor der Schnitt in seinem Hals aufhörte, frisches Blut auszuspeien.

Jubel brach über der Arena aus, und sogleich ergriffen die Massen wieder ihren Schlachtruf. Finster. Finster. Er fragte sich, wie viele von ihnen gehofft hatten, dass er starb. Und er fragte sich, wie lange er in Westtor noch überleben würde. Die Nachtmasken würden ihn nicht mehr in Ruhe lassen. Er würde einen Ausweg finden, aber im Moment konnte er nicht denken. Auch aus seinem Körper floss noch immer Blut, und der Lärm machte ihn schwindelig. Er wünschte sich Ruhe. Er wollte schlafen. Müde ließ Finster den Schwertgriff fallen und stapfte zum Ausgang der Arena und zu seinem Schwert. Vollstrecker würde nicht mehr von seiner Seite weichen. Dann wurde es aber Zeit, dass er nach Hause kam, bevor die Kunde seiner Tat herum war.

Es stimmte: Liriella wartete nicht gerne - aber noch viel weniger würde ihr gefallen, dass er trotz seines Versprechens ihren Leibwächter getötet hatte.
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Askael

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #78 am: 30. November 2005, 21:03:18 »
 Aaah, wieder einmal eines der beliebten Interludii - und nicht zu Unrecht, wie ich persönlich finde.
Immer wieder staune ich über deine Fähigkeit, die NSCs so unterschiedlich und lebendig darzustellen. Respekt an dieser Stelle.

Mir hats wieder gut gefallen, Danke,

Alex
Pünktlichkeit ist der Dieb der Zeit

Kylearan

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #79 am: 01. Dezember 2005, 11:18:03 »
 Mir hat das Zwischenspiel auch gut gefallen. Aber was hat das mit uns Kettenbrechern zu tun? Mir wird Angst und Bange um Boras...

Kylearan/Helion/Peccari
"When the going gets tough, the bard goes drinking."

Berandor

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #80 am: 01. Dezember 2005, 16:10:01 »
 Ich möchte nur die Käfigschmiede etwas genauer vorstellen, damit dann in etwa drei Jahren die Begegnung mit ihnen entsprechend interessant ist, und nicht nur "da ist so ein Typ mit nem Schwert" - zumal die Käfigschmiede nach einem Thema erstellt wurden (das aber nach nur einem Beitrag wohl nicht erkennbar ist).

Ähnlich wie bei "Tarkilars Letzter Atemzug".

Zudem gebe ich gerne zu, dass mir ein Zwischenspiel etwas mehr schriftstellerische Freiheit erlaubt.
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Levold

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #81 am: 01. Dezember 2005, 17:38:21 »
 Ich kann nur hoffen, dass deine SH in Vergessenheit geraten ist, wenn ich anfange, "Shackled City" zu leiten.  ;)
Ich hatte eigentlich auch vor, dann eine SH zu schreiben. Aber es wird schwierig sein, in deine Fußstapfen zu treten. Entmutigt mich etwas.
Naja, bis wir damit anfangen zu spielen, ist bestimmt noch ein Jahr hin. Dann kann ich mich vielleicht dranwagen.
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Ihr fetten, wohlgenährten Städter! (Shakespeare)

Berandor

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« Antwort #82 am: 01. Dezember 2005, 17:48:16 »
 In einem Jahr haben wir "Willkommen im Dämonenschlund" auch durch :)

Aber fertig sind wir dann bestimmt noch nicht.
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Berandor

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« Antwort #83 am: 04. Dezember 2005, 18:58:23 »
 Dann gebe ich euch mal etwas Material, das mit den Kettenbrechern direkt zu tun hat...

Aleks Atem

»Was machen wir jetzt?« Dirim eröffnete das Gespräch, nachdem die Kettenbrecher einige Zeit schweigend um den Tisch im Tyrtempel gesessen hatten, jeder seiner eigenen Müdigkeit nachhängend.

»Morgen ziehen wir los nach Redgorge. Maavu wartet nicht ewig.« Helion wartete nicht, ob ihm jemand widersprach. »Ich gehe heute abend noch zu Embril und sehe mal, ob ich nicht ein paar Heiltränke oder so etwas abstauben kann.«

»Gut«, sagte Boras. »Ich treffe mich noch mit Terseon. Ich will wissen, was er weiß oder wusste. Man weiß ja nie.«

Wieder senkte sich Stille über den Raum als die Kettenbrecher einander ansahen und dasselbe dachten.

»Kann ich mitkommen?«, fragte Thargad. Boras zuckte mit den Schultern. Helion nickte Thargad verstohlen zu.

»Ich gehe dann zu Jenya. Vielleicht hat sie noch ein paar Sachen für uns«, fügte Dirim an.

»Na dann.« Helion riss die Augen auf, um seine Müdigkeit zu vertreiben. »Ich weiß noch nicht, ob ich in der Nacht noch zurückkomme. Wir sehen uns sonst morgen vor der Stadt.« Während die Anderen noch ihren eigenen Gedanken nachhingen, warum der Kobold im Azuthtempel übernachten wollte, stand er auf und machte sich auf den Weg.

-

Der Winter hatte Cauldron inzwischen im Griff. Allerdings hatte die Schneezeit noch nicht begonnen, und das nun verhältnismäßig warme Wasser des Kratersees führte dazu, dass selbst auf den höheren Straßen eine leichte Nebelschicht lag, während die unteren Gebiete in diffus nach Schwefel schmeckender Suppe schwammen, die erst gegen Mittag des nächsten Tages vollständig von der Sonne verbrannt werden würde. Alles in allem eine Witterung, die es den Stadtwachen schwerer als üblich machte, die Stadt zu sichern, es aber andererseits einem einsamen Kobold die Navigation überaus erleichterte.

Helion fühlte sich denn auch sicher genug, relativ direkt den Weg zum Azuthtempel einzuschlagen. Er wirkte einen Zaubertrick, um vor Embrils Fenster zu klopfen - das verabredete Zeichen. Allerdings dauerte es etwas, bis er aus dem Inneren grünliches Licht sah, wiederum das Zeichen, dass sie ihm nun die Tür öffnen würde. Und dann stand an der Tür auch noch ein junger Mann in brauner Robe, ein Akolyt, der sich als Fredo vorstellte.

»Ich bringe Euch zur Ersten«, sagte Fredo freundlich, konnte aber nicht verhindern, dass seine Augenbrauen angesichts des späten Gastes leicht in die Höhe gingen. Pecarri beachtete ihn nicht und ging voraus. Fredo schloss hastig die Tür und überholte ihn im Laufschritt.

Vor Embrils Tür angekommen, sah Fredo den Kobold mit indignierter Missbilligung an. Er klopfte an die Tür.

»Herein.«

Fredo öffnete die Tür und Pecarri schlüpfte an ihm vorbei in den Raum. Eine große Stundenkerze brannte neben dem Schreibtisch, und im Kamin loderte es gemütlich warm. Embril hielt gerade ihre Fingerspitzen gegen eine Glaskugel, die aus dem Inneren heraus zu leuchten begann. Sie trug einen Morgenrock aus schwerem Brokat; ihre Haare waren in der Art verwildert, die auf Schlaf schließen ließ.

»Danke, Fredo. Du kannst jetzt gehen. Nein, warte! Bring uns heißen Wein, bitte.« Fredo verneigte sich und ging rückwärts aus dem Zimmer, ohne Pecarri aus den Augen zu lassen.

»Ihr habt schon geschlafen?«, fragte dieser, als der Akolyt fort war. »Bitte verzeiht, ich dachte nicht-«

»Kein Problem«, unterbrach Embril ihn. »Ich war nur müde von den Ereignissen des Tages. Was kann ich für Euch tun?«

»Wir werden für einige Zeit verreisen, wie es aussieht. Ich wollte Euch fragen, ob Ihr vielleicht ein paar Tränke erübrigen könnt.«

»Natürlich.« Embril machte eine wegwerfende Bewegung mit der Hand. »Allerdings,« es klopfte, »da kommt der Wein.« Fredo brachte eine Karaffe mit zwei Kelchen. Auf Embrils Geheiß zog er sich wieder zurück. Embril schenkte den Wein ein, dann nahm sie einen Schluck. Sie zuckte, als habe sie sich die Zunge verbrannt. »Was ich sagen wollte: Allerdings kann ich Euch nicht alles kostenlos überlassen. Eine Handvoll - sagen wir ein halbes Dutzend Heiltränke erhaltet ihr als Zeichen meiner Freundschaft, und ich mache Euch einen guten Preis für den Rest, aber ansonsten...«

»Das ist kein Problem«, sagte Helion und nahm ebenfalls einen Schluck des dampfenden Getränks. Es war ein wenig kühl für seinen Geschmack. Er deutete mit dem Kelch zum Schreibtisch. »Woran arbeitet ihr?«

Embril betrachtete ihn für einen Moment. »An dem Zauber, den ihr mir gegeben habt.« Sie stand auf und herüber. »Ich muss gestehen, dass der Nutzen dieser Magie sehr beschränkt zu sein scheint.« Sie stellte den Wein ab und nahm vorsichtig eine handliche Truhe hoch, die sie zu Helion zurück trug. Als sie den Deckel hob, sah er ein Dutzend kleiner Phiolen säuberlich aufgereiht. »Ich habe einige Tränke angefertigt, allerdings wirken sie bei niemandem, der sie bislang versucht hat. Ich fürchte, sie sind völlig nutzlos außer für Euch. Wollt ihr sie haben?«

»Einfach so?«

»Nun... nein.« Embril lächelte. »Es hat schließlich einiges gekostet, die Tränke herzustellen. Obwohl ich natürlich gerade zugegeben habe, sie nicht gebrauchen zu können.« Sie lachte auf und wies auf ihren kaum benutzten Kelch. »Ich schätze, der Wein ist schuld. Nun, ich gebe euch ein paar als Geschenk. Probiert sie aus, dann könnt ihr den Rest ja immer noch erstehen.« Sie nahm vier Phiolen aus der Kiste und gab sie Helion.

»Danke«, sagte dieser und steckte die Tränke ein. »Nun, ich will euch dann nicht länger stören.« Er stand auf. »Danke für den Wein.«

»Gerne«, sagte Embril. »Ich werde Fredo bitten, euch die Heiltränke zu geben und auch, was ihr sonst begehrt, zu einem guten Preis zu verkaufen. Aber Eines noch...«

»Ja?«

»Ihr spracht von Aufbruch. Wo wollt ihr hin? Wie lange werdet ihr fort sein?«

Helion zeigte seine Zähne. »Das ist ein Geheimnis.«

Embril lachte auf. »Ich liebe Geheimnisse.«

-

»Der Hauptmann ist nicht hier«, beharrte der Wachmann. Er warf seinen beiden Kumpanen einen nervösen Blick zu.

»Lügst du auch nicht?« Boras lehnte sich gegen das Gitter und starrte ihm direkt in die Augen. Der Wachmann trat einen Schritt zurück.

»Warum sollte ich?«

Boras sah ihn noch einen Moment an, dann nickte er. »Wo ist er dann?«

»Woher soll ich das wissen. Er hat sich nicht abgemeldet.« Die anderen beiden Wachen kicherten. Boras verzog das Gesicht. »Er ging in Richtung Stadthaus«, sagte der Mann schnell.

»Danke«, sagte Boras. Er nickte Thargad zu, und gemeinsam marschierten die Zwei davon.

»Feigling!«, sagte eine der beiden Wachen zu ihrem Sprecher. Dieser bedachte ihn mit einem vielsagenden Blick.

»Nächstes Mal redest du mit ihm.«

-

Der weiße Marmor des Helmtempels schien im Nebel zu verschwimmen und erinnerte Dirim an Geistergeschichten aus seiner Jugend. Vor den schweren Doppeltüren stand ein Priester Wache, in den Händen Langschwert und Fackel, um die Finsternis zu verdrängen. Dann bemerkte Dirim, dass zwischen ihm und dem Wachmann eine weitere Gestalt wartete, vor den Stufen des Tempels geradezu lauerte. Es war eine alte Frau. Dirim ging auf sie zu, musterte ihre zerschlissene Gewandung und hob die Hand zum Gruß.

»So spät noch unterwegs?«

Die Alte schob ihr Kinn vor und neigte ihren Kopf zur Seite. Spröde Lippen teilten sich und entblößten gelbe Zähne. Ein krummer und altersgeplagter Arm fuhr hoch, ein dürrer Finger streckte sich. Die Alte deutete genau auf Dirim, und begann zu sprechen.

-

»Heda«, rief Terseon, als er die Gestalten bemerkte. Dann entspannte er sich. »Ach, ihr seid’s. Wo soll’s hingehen?«

»Eigentlich suchen wir nach dir«, sagte Boras.

»Tja, dann habt ihr mich gefunden. Lust auf ein Bier?«

Sie suchten eine kleine Kneipe auf, die ebenso namenlos wie gemütlich war. Die wenigen Gäste schienen Terseon zu kennen, denn keiner reagierte bei seinem Eintreten. Der Hauptmann bestellte zwei Bier auf seine Kosten - Thargad wollte nichts trinken - und nahm erst einmal einen tiefen Schluck.

»Das tut gut. Also, was gibt’s?«

»Es geht um die Herausforderung«, sagte Boras.

»Hätte ich mir denken können.« Terseon wischte sich Bierschaum von der Oberlippe. »Das ist ziemlich beschissen gelaufen. Angeblich hätte ich informiert werden sollen, aber irgendwie ist die Nachricht nicht rübergekommen. Und weil ich nichts gesagt habe, haben Severen und Tenebris angenommen, ich wollte die Sache geheim halten.«

»Was ist das überhaupt für eine Regelung?«

Terseon zögerte. »Frag mich was Leichteres. Anscheinend irgend ein altes lokales Gesetz. Ein Mitglied der fünf besten Familien kann beim Stadtherren eine Herausforderung einreichen, und der Sieger aus einem Duell wird - oder bleibt - Hauptmann der Wache.«

»Warum muss man die Herausforderung beim Stadtherren abgeben?«

»Wahrscheinlich, damit der Hauptmann nicht gemeuchelt und das Ganze als rechtmäßig verkauft wird. Aber heute habe ich wirklich Besseres zu tun, als mich um so was zu kümmern. Überhaupt - danke für Eure Hilfe auf dem Festplatz.«

»Kein Problem«, sagte Boras. »Was ist mit den Wachen, die Maavu eingelassen haben?«

»Ich habe sie festgenommen. Sie haben noch nichts gesagt, aber das kommt schon noch.«

Thargad hatte derweil still dagesessen und den Hauptmann beobachtet. Seine Antworten kamen zögerlich, als wolle er sichergehen, nichts Falsches zu sagen. Und irgendwie war er unruhig. Etwas brodelte in ihm.

»Wie geht es jetzt weiter?«, fragte der Assassine.

»Na ja, angeblich ist Alek ja besessen oder so was. Wir werden versuchen, ihn ausfindig zu machen und sicher zu stellen. Ansonsten sollen wohl noch ein paar neue Söldner angeworben werden - aber frag mich nichts Genaues. Severen, Tenebris und dieser Zwölftöter sind jetzt noch zugange und klären das.«

Thargad frohlockte innerlich. Da war es also, was Terseon so beschäftigte. »Ohne Euch?«, fragte er in bestürztem Ton und wurde belohnt, als der Hauptmann als Erstes sein Bier in einem Zug leerte und gleich ein Neues bestellte.

»Ohne mich.«

Boras war überrascht. »Aber ist es denn nicht Eure Aufgabe, die Sicherheit der Stadt zu gewährleisten?«

Terseon Skellerang senkte den Blick. Sein Unterkiefer mahlte, und er sagte nichts, bis er endlich sein neues Bier bekommen hatte. Er fuhr sich mit den Handrücken über den Mund. »Meine Aufgabe ist es, dem Stadtherren zu dienen. Und das tue ich. Wenn er meint, dass ich mich auf Maavu konzentrieren soll...«

»Aber das geht doch nicht!«

Terseon sah Boras an, dann Thargad. »Was soll ich machen? Wenn ich aufmucke, booten sie mich am Ende ganz aus. Ich spiele lieber mit und bleibe dafür auf meinem Posten. So kann ich wenigstens noch etwas ausrichten. Willst du wirklich nichts trinken?«

Thargad verneinte. »Ich glaube, ich gehe jetzt auch besser. Viel Glück, Hauptmann.« Er nickte Terseon zu und verließ die Kneipe.

Boras leerte seinen Humpen und rülpste. »Keine Angst, mein Freund«, sagte er. »Ich trinke noch eins.«

-

Thargad war gerade auf dem Weg in den Tyrtempel, als ihm ein Botenjunge über den Weg lief. Der Bursche blieb überrascht stehen.

»Ihr seid doch einer von den Kettenbrechern. Ich habe eine Botschaft für Euch!«

Thargad rieb sich den Nasenrücken. »Was ist denn jetzt schon wieder?«

-

Pecarri marschierte in die kleine Seitengasse. Nimbral lief neben ihm her in geduckter Stellung. Der Wachgoblin am Ende der Straße erzitterte, dann versuchte er hektisch, aus seinen Lumpen heraus zu kommen und Alarm zu schlagen. Pecarri ging einfach in ihm vorbei und öffnete die Geheimtür.

»Warte hier«, sagte er zu Nimbral und dem Goblin gleichermaßen.

Im Versteck der Kobolde war nur Laktak anwesend. Der Alte hielt ein kleines Feuer in Gang. »Schön, dich zu sehen. Warst du heute auch auf dem Platz?«

»Klar«, sagte Pecarri.

»Gab ganz schön was zu sehen, oder?«

»Und abzustauben.« Er nahm eine Handvoll Silber aus der Tasche.

»Oh. Ja, klar. Das auch. Ich hab nur alles schon verteilt oder Trakis gegeben. Was fandst du denn am Besten heute?«

»Ach, die ganze Panik, und wie der Adler aufgetaucht ist.«

»Ja, das war ein Ding, was?« Laktak lachte nervös. »Der Adler. Mannomann.«

»Wo sind die anderen?«

»Noch unterwegs. Wollen was zu essen besorgen. Ich habe natürlich schon gegessen - aber wenn du was dabei hast...« Der Kobold sah Pecarri hungrig an.

»Ne, tut mir leid.« Er setzte sich ans Feuer. »Dann warte ich mal auf die anderen.«

»Habe ich dir eigentlich schon erzählt, wie ich damals auf Jagd war, als mein Stamm von den Sturmklingen ausgelöscht wurde?«

»Mehrmals«, sagte Pecarri.

»Tja, neulich erst ist mir da noch was eingefallen. Ich war also auf der Jagd...«

Als endlich Teek auftauchte, war Pecarri kurz davor, seine gemeinsten Zauber an dem alten Kobold auszuprobieren. Teek begrüßte die Beiden und warf Laktak einen Laib Früchtebrot zu. »Dein Anteil für den guten Tipp«, sagte er.

»Tipp?«, wunderte sich Laktak. »Oh. Klar. Kein Problem.«

»Können wir kurz rausgehen?«, fragte Pecarri, während der Alte sich über sein Essen hermachte und aus dem Dunkel heraus drei ebenso hungrige Goblins neidisch zusahen. Laktak fauchte sie an, und die drei verschwanden wieder in den Schatten. Teek folgte Pecarri vor die Tür.

»Was gibt’s denn?« Pecarri hob seinen Arm, und Nimbral glitt aus den Schatten. »He, Vorsicht! Oh, Kurtulmaks besudelte Hose! Ist das deine?«

»Das ist Nimbral«, sagte Pecarri. »Mein Freund.«

»Freund? Du meinst...«

»Schhh!«, machte Pecarri.

Teek senkte seine Stimme zur Koboldversion des verschwörerischen Tuschelns. »Du kannst zaubern?«

»Genau!«, sagte Pecarri. »Aber ich muss weg - üben. Kannst du in der Zeit ein wenig auf Nimbral Acht geben?«

Teek schluckte. »Äh.. Klar. Was frisst sie denn?«

»Ratten.«

Teek kicherte. »Ich verstehe. Sag mal, wie stehst du eigentlich zur Verteilung von Beute in einem Clan? Wie viel würdest du dir nehmen... nur so gedacht, wenn du der Führer eines Clans wärst. Und wie viel würden die bekommen, die dir auf den Posten geholfen haben?«

Pecarri grinste. »Bei mir würde jeder bekommen, was er verdient.«

Teek nickte langsam. »Ich kümmere mich um deine Katze. Und auch darum, dass wir dich während deiner Abwesenheit nicht vergessen.«

Bevor Pecarri etwas entgegnen konnte, kam Brim angerauscht. Der junge Kobold war ganz außer Atem.

»Ihr werdet nicht glauben, was vor dem Helmtempel passiert ist! Ihr kennt doch diese Kettenbrecher...«

-

»Er wurde verflucht«, sagte Jenya.

Thargad sah sie nicht einmal an. Er konnte seine Augen nicht von Dirim nehmen. Der Zwerg war völlig durchscheinend - ja, er leuchtete leicht - und schemenhaft. Dirim öffnete seinen Mund, aber Thargad hörte nur ein fernes Flüstern, unmöglich zu entziffern. Dirim gab den Versuch wieder auf und trat nach nach dem Tisch vor ihm. Sein Fuß glitt durch das Holz hindurch.

»Gibt es Zeugen?«

»Einen.« Jenya bat den Priester ins Zimmer, der die Tore des Tempels bewacht hatte. »Erzähl es bitte noch einmal.«

»Da war eine alte Frau. Die stand plötzlich vor ihm und zeigte mit dem Finger auf ihn. Dann sagte sie... ich weiß nicht mehr ganz genau, aber es klang wie ›Du suchst ein reines Herz, doch du wirst keines finden. Ich verfluche dich zur Untätigkeit, solange Alek Tercival noch atmet!‹«

»Und was soll das bedeuten?«

Der Priester zuckte mit den Schultern. Jenya seufzte. »Nun, es ist natürlich ein Fluch. Dadurch, dass er mit einer Bedingung verknüpft wurde, ist dieser Fluch wesentlich schwieriger zu bannen als normalerweise. Und er hat auch eine eigenwillige Wirkung.«

»Das sehe ich.« Thargad setzte sich und sah Jenya an. »Wie kriegen wir ihn zurück?«

-

»Gut, dass ihr kommt!«, rief Dernholm Boras zu. »Da war ein Bote. Ihr müsst sofort zu Jenya Urikas!«

Auf dem Weg zum Tempel rannte der Barbar beinahe Helion um, der ebenfalls auf dem Weg war, Brims verstörendes Gerücht zu überprüfen. Boras packte sich den Kobold und hastete weiter.

-

»Es ist, als sei er ätherisch - aber gleichzeitig stofflich«, sagte Helion. Er schaffte es nicht, die Faszination aus seiner Stimme heraus zu halten.

»Er wird ähnlich aufgehalten wie ein normaler Erkenntniszauber«, sagte Jenya.

»Kleine Gegenstände sind kein Problem, aber dickere Materialien kann er nicht passieren. Und natürlich ist es sichtbar.«

»Kann er zaubern?«, fragte Thargad. Dirims Gestalt schüttelte den Kopf.

»Dann ist er also völlig nutzlos«, sagte Boras. Alle sahen ihn an. Dirim schüttelte wieder den Kopf, diesmal vehement.

»Wenn man so will, ja«, sagte Jenya.

»Zum Glück hatte er seinen Heilstab nicht dabei«, sagte der Barbar. »Kann ich den eigentlich benutzen?«

»Nein«, sagte Helion. »Es gibt nur einen einzigen Zauberstab, den du benutzen kannst - und ich hoffe, du benutzt ihn nicht, wenn ich dabei bin.«

Thargad räusperte sich. »Wir waren gerade dabei, wie wir Dirim von diesem Fluch befreien können«, erinnerte er.

»Nun ja«, sagte Jenya. »Wie es aussieht, habt ihr verschiedene Möglichkeiten. Ihr könnt versuchen, den Fluch zu bannen - dafür benötigt ihr einen entsprechend mächtigen Zauberwirker. Ich habe es mit einer Schriftrolle versucht, aber ohne Erfolg. Oder ihr tötet den Urheber des Fluches - mit etwas Glück beendet das den Fluch, aber das ist keineswegs sicher. Oder ihr erfüllt die Bedingung.«

»Also muss Alek Tercival sterben?«, fragte Thargad. Jenyas Kopf fuhr herum und bedachte ihn mit einem warnenden Blick.

»Ich hoffe doch, nicht. Denn eigentlich«, sie lächelte, »wollte ich euch bitten, nach Alek zu suchen.«

»Aber er muss zumindest aufhören, zu atmen«, sagte Helion.

»Ja. Vielleicht.« Jenya presste die  Lippen aufeinander.

»So oder so müssten wir ihn finden. Habt ihr eine Idee, wo er sein könnte?«

»Nein, leider nicht. Aber ich fürchte, mit dem Kopfgeld und den Anschuldigungen gegen ihn wird er nicht gerade zimperlich behandelt werden. Alek ist ein guter und enger Freund. Es soll ihm nichts geschehen.«

»Habt ihr wirklich keine Idee?«, fragte Thargad nach.

»Denkt nach! Warum sollte ich sie vor Euch verheimlichen?« Jenya hielt inne. Sie presste die Fingerkuppen gegeneinander, bis das Fleisch weiß wurde. »Vergebt mir. Ich bin müde.«

»Es gibt nichts zu vergeben«, sagte Thargad ernst. Jenya lächelte.

»Danke. Nun, ihr könntet mit seiner Schwester sprechen. Sie arbeitet in der Wäscherei. Oder mit Tygot, dem Antiquitätenhändler. Alek und er verstanden sich sehr gut. Ansonsten kann ich euch nur unsere letzten Heiltränke anbieten. Wir bekommen bald Nachschub aus Saradush.«

»Das wäre sehr freundlich«, sagte Helion. »Wir sollten jetzt gehen. Wenn wir morgen nach Redgorge wollen und vorher noch Aleks Spuren finden, wird es ohnehin eine kurze Nacht.«

»Möge Helm seine Hand über euch halten«, sagte Jenya.

»Und über Alek«, gab Thargad zurück.

»Ja«, sagte Jenya. »Über Alek auch.«

-

Am nächsten Morgen standen die Kettenbrecher früh auf. Helion bereitete die Abreise vor und würde sich mittels Dimensionstor vor die Stadt begeben und dort auf die anderen warten. Thargad wollte Franca Tercival einen Besuch abstatten, und Boras bei Tygot vorbei schauen. Dann würde Dirim sich so gut wie möglich in Boras verstecken, um unauffällig aus dem Tor zu kommen.

Währenddessen kam Thamior nach Cauldron zurück. Die letzten Wochen hatten ihm gut getan. Er und der Falke - sein Falke - hatten gut gelebt im Wald. Wider Erwarten hatte Thamior aber gemerkt, dass ihn etwas nach Cauldron lockte. War es das Versprechen, das er am Grab seiner Tochter gegeben hatte, oder doch nur der Kontakt mit anderen Personen? Es war nicht wichtig. Aber er war zurück gekehrt.

Als er durch die Straßen der Stadt ging, fielen ihm die vielen Menschen auf, die Kratzer oder blaue Flecken hatten. Scheinbar hatte es eine große Prügelei gegeben. Die Stadtwachen - waren es auch vorher gemischtrassige Trupps gewesen? - warfen den Bürgern immer wieder warnende Blicke zu, aber das war wohl normal. Unten am See stiegen dünne Rauchfinger aus der verkohlten Ruine eines Gebäudes, aber auch das war nicht notwendigerweise ein Grund für Besorgnis.

Thamior wanderte durch die Straßen, bis er den kleinen Wald erreichte, in dem Shensen zuvor gehaust hatte. Die komische Dunkelelfe war schließlich abgehauen, also konnte er dort ein Lager aufschlagen. Nachdem er einen geeigneten Lagerplatz gefunden hatte, markierte er erst einmal sein Revier. Dann entschloss er sich, ein wenig einzukaufen.

-

»Was wollt ihr?« Thargad schrak zurück.

»Spricht man so mit Kunden?«

Die ältere Frau ihm gegenüber pustete eine Haarsträhne aus dem Gesicht. »Seid ihr denn ein Kunde?«

»Nein, ich-«

»Da seht ihr’s. Also?«

»Ich suche Franca Tercival.«

»Und?«

Thargad bemühte sich um Ruhe. Diese Frau war schlimmer als der beste Wachhund. »Kann ich mit ihr reden?«

Die Frau musterte ihn von oben bis unten und schien nicht gerade begeistert. »Sie ist schon vergeben.«

»Ich will nur mit ihr reden.«

Die Frau schüttelte mit dem Kopf. Dann steckte sie ihren Kopf in den hinteren Waschraum. »Franca, hier ist ein Kerl, der dich sehen will. Pack dich!«

»Ich komme, Frau Lingdar«, kam eine Stimme von hinten. Kurz darauf kam Franca Tercival durch den offenen Durchgang. Sie war eine junge Frau von unscheinbarem Äußeren, vor allem im Vergleich zu ihrem statuesken Bruder. Auch gehörte sie nicht zu jenen seltenen Frauen, denen ein verschwitztes Äußeres zusätzliche Anziehungskraft verlieh. Franca wischte sich die von Seifenlauge schrumpligen Finger am Rock ab und blickte Thargad unsicher an.

»Herr? Seid ihr unzufrieden mit Eurer Kleidung?«

»Nein, ich komme wegen Eures Bruders.«

»Was immer man Euch gesagt hat, Alek ist nicht besessen! Bitte tut ihm nichts!«

»Das hatte ich auch nicht vor. Ich will ihn finden, gerade damit ihm nichts zustößt.«
Francas Augen weiteten sich. »Ihr seid einer von den Kettenbrechern, oder?«

»Ja. Warum?«

Unwillkürlich strich sich Franca ihr Haar glatt, und selbst Hanna Lingdar reckte sich ein wenig. » Alek hat mir von Euch erzählt, und von Eurem gemeinsamen Kampf. Und von eurem brutalen Zwerg«, fügte sie hinzu.

»Der wird schnell missverstanden«, sagte Thargad. »Na ja, ich würde gerne wissen, ob Ihr eine Ahnung habt, wo Alek sein könnte.«

»Wenn ich etwas wüsste, würde ich es Euch sagen.« Franca sprach mit ernster Stimme. »Aber ich weiß  es nicht. Er wollte auf eine Queste gehen, eine heilige Queste, wie er sagte. Mehr weiß ich nicht. Seitdem halte ich den Schrein in Schuss, so gut es geht.«

»Ihr habt wirklich keine Ahnung?«

»Ich fürchte, er sah eine Möglichkeit, zu viel Gold zu kommen. Er spart ja alles, um unseren Besitz zurückzukaufen.« Franca schien von diesem Plan nicht sehr begeistert. »Aber ich weiß nicht, wohin es ihn verschlagen haben soll.«

»Das reicht jetzt«, mischte die Hausherrin sich ein. »Franca, zurück an die Arbeit. Wenn ihr wollt, könnt ihr sie nach ihrer Schicht wiedersehen.«

»Trotzdem danke«, sagte Thargad und wandte sich deutlich nur an Franca.

»Hoffentlich findet Ihr ihn!«, rief Franca noch, schon halb im Waschraum verschwunden. Thargad warf Hanna Lingdal noch einen düsteren Blick zu, der sie aber kalt zu lassen schien, dann verließ er die Wäscherei und war so klug als wie zuvor.

-

»Sieh mal einer an!«, rief Anna Taskerhill erfreut. »Wen haben wir denn da?« Die Sturmklingen waren gerade aus Tygots Alten Sachen getreten, als Boras vor dem Laden auftauchte.

»Sag mal-«, setzte sie zu einer Frage an. Boras senkte den Kopf und drängte sich an den Vieren vorbei in den Laden hinein. Anna blinzelte zweimal. Erst dann schloss sie ihren Mund.

»Lass ihn doch«, meinte Todd Vanderboren. »Tygot weiß ohnehin nichts.«

Anna zuckte mit den Schultern. »Er hätte die Frage ohnehin nicht verstanden.«

-

Das Innere des einstöckigen Hauses war ein ordentlicher Laden. In mehreren Regalen standen Vasen, Statuetten, außerdem sah Boras kleinere Möbel, Wandbehänge, und ein Extraregal mit Tonmodellen von Cauldrons Gebäuden. An einem Tisch im hinteren Teil saß ein ältlicher Halbling, dessen Haare nur noch in einem schmalen Kranz kurz über den Ohren wuchsen, und arbeitete an einem Tonmodell des Fingers. Zu seinen Füßen schnarchte ein Hund, dessen Fell zwar lose und struppig von seinem Körper hing, aber immer noch von einem satten Goldton war. Der Hund öffnete ein Auge, als Boras sich näherte, rührte sich sonst aber nicht.

»Tygot?«

Der Halbling erschrak. Er sah zu Boras auf. »Ach, ihr seid’s. Ich hatte mich schon gefragt, wann ihr kommen würdet.«

Boras runzelte die Stirn. »Häh?«

»Ihr kommt doch wegen der Schnitzereien, oder?«

»Schnitzereien?«

Tygot sah sich kurz um. »Spielt ihr mir einen Streich?« Er ging zu einer Schublade und nahm vier längliche Stücke trockener Baumrinde heraus. »Ich rede von den Schnitzereien Eures Vaters.« Er legte sie auf den Tisch. »Ihr seid doch der Sohn von Boros Breda, dem Schwarzen Opal?«

Boras antwortete nicht. Er nahm das erste Stück in die Hand. Auf die Innenseite der Rinde hatte jemand ein Bild eingeritzt. Es zeigte eine Gruppe von sechs Personen, die um ein Lagerfeuer herumsaßen. Boras erkannte die Schätze Tethyrs beinahe sofort. Er nahm das nächste Rindenstück. Darauf sah er einen Drachen. Helion würde eindeutig einen Grünen Drachen erkennen. Boras nicht. Das dritte Rindenstück war das Portrait einer sehr schönen Frau, die Boras nicht kannte. Er legte es wieder hin und nahm das letzte Stück auf. Er schüttelte den Kopf, dann sah er noch einmal die anderen Stücke an. Alle vier trugen ein kleines doppeltes ›B‹ in der unteren rechten Ecke. Trotzdem...

»Seid ihr sicher, dass dieses Stück von meinem Vater ist?«

Tygot erschrak ob des harschen Tons. »Natürlich. Er gab sie mir selbst.«

»Das ergibt keinen Sinn«, murmelte Boras. »Ich verstehe das nicht.«

Helion hatte Wochen damit verbracht, die Bedeutung des Symbols zu ergründen, das Zenith und der Waisenjunge Terrem auf der Stirn trugen. Und jetzt das. Auf dem Rindenstück, das Boros Breda vor nahezu zwanzig Jahren geschnitzt hatte, prangte Boras genau das selbe Zeichen entgegen.
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Berandor

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #84 am: 10. Dezember 2005, 20:40:02 »
 Ich muss diejenigen, die auf den Gate-NSC warten, leider vertrösten :) Das nächste Update geht noch nicht so weit, und danach kommt erst ein weiteres (storynahes) Zwischenspiel, und erst dann tritt der NSC auf.

Trost 1: Es ist nur der erste von zwei Gatelern in diesem Abenteuer
Trost 2: Die Updates sind alle schon fertig.
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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #85 am: 10. Dezember 2005, 22:17:20 »
 Die Steinmetze

»Stimmt etwas nicht?« Tygot schien verwirrt. Boras schüttelte den Kopf.

»Nein«, sagte er. »Was kosten die Stücke?«

»Oh, eines schenke ich euch. Die anderen kosten, sagen wir...« Tygot schielte zu seinem Hund hinunter. Das Tier schlief. »...jeweils fünfzehn Goldstücke.«
Boras zahlte sofort.

»Und was wolltet ihr hier, wenn ihr nicht für die Zeichnungen kamt?«

»Ach so, richtig. Ich wollte nach Alek Tercival fragen.«

Tygots Miene verfinsterte sich. »Der arme Alek. Die Sturmklingen haben auch schon gefragt. Leider weiß ich nicht, wo er steckt; er ist sehr verschwiegen.«

»Wieso denn das?«

»Ich glaube, er hat Angst, dass andere Leute seine Beute beanspruchen könnten. Schließlich versucht er, den Besitz seiner Familie zurückzukaufen - da braucht er jedes einzelne Goldstück. Trotzdem lassen die Sachen, die er mir verkauft hat, vielleicht darauf schließen, wo er war. Vielleicht hilft das ja.« Boras sah skeptisch drein. »Obwohl ich sagen muss, dass die Sturmklingen die Stücke auch nicht sehen wollten.«

»Zeigt sie mir.«

Kurz darauf hatte der Halbling einige Kunstgegenstände aus dem Keller geholt. ›Der Vulkanische Ganter‹ war die lebensgroße Statuette einer kleinen Gans aus dunkelgrauem Basalt - eine von Zwölfen, die von der Heldin Tlimida vor 8 Jahrhunderten zur Mittsommernacht erschaffen wurde. Nach der Legende hatte Tlimida auch den Grundstein von Cauldrons Stadthaus gesetzt. Die Nachfahrin des legendären Surabar Zauberschmied  wurde vom Flug mehrerer Gänse über den See tief bewegt, und wollte sie mit diesen Statuetten unsterblich machen. ›Der Braune Ritter‹ war das 250 Jahre alte Ölgemälde eines stehenden Ritters in braunen Roben. Der Ritter trug ein Bastardschwert an seiner Seite und lehnte an einer Büste, auf der ein Helm lag. Der Ritter zeigte wahrscheinlich den amnischen Ritter Axel Herewall und war mit A.A. unterzeichnet. ›Die Pavianmaske‹ war eine goldverzierte Maske aus Dunkelholz. Sie war in Form einer unbekannten Paviangottheit geschnitzt, obwohl laut Tygot der letzte Werpavian vor mehr als einem Jahrhundert gesichtet wurde. Boras klärte ihn nicht über den Krieger auf, den er im Glücklichen Affen halbiert hatte. ›Der Gott des Sees‹ war die Büste eines Fischmonsters - kein Kuo-Toa - aus rosa Marmor. Der Kopf war am Nacken abgeschnitten und stammte wahrscheinlich von der lebensgroßen Statue einer Gottheit. Die Augenhöhlen sind leer, hielten aber augenscheinlich einst teure Edelsteine. Schließlich reichte Tygot dem Barbaren noch eine Stahlplatte, auf deren Front irgendwelche Bilder und Runen eingeritzt waren. Als Boras die etwa zehn Spann hohe Platte in die Hand nahm, spürte er Einkerbungen auf der Rückseite. Dort fand er eine krude Landkarte mit Markierungen, die er allerdings nicht entziffern konnte. Auf jeden Fall aber war diese Karte von einer wesentlich schlechteren Qualität als die Zeichnungen auf der Front. Boras hatte das Gefühl, dass die Karte wichtig werden könnte. Helion musste sie sehen.

»Was wollt ihr dafür haben? Ich muss sie mitnehmen.«

»Fünfhundert Goldköniginnen«, sagte Tygot. Der Hund knurrte, ohne die Augen zu öffnen. »Sagen wir dreihundert«, verbesserte sich der Händler. Der Hund bellte. »Ist ja schon gut, Lepook.« Tygot seufzte. »Es ist vielleicht am Besten, wenn Ihr die Platte erst einmal mitnehmt. Es geht schließlich um Alek.« Der Hund gähnte einmal kurz, dann begann er zu schnarchen. Boras bedankte sich, nahm die Platte und machte sich auf dem schnellsten Weg zu Helion auf.

-

Thamior hatte mittlerweile ein neues Schwert erstanden und auch zusätzliche Pfeile gekauft. Vielleicht sollte er den ehemaligen Gefährten seiner Tochter einen Besuch abstatten, um seine Anwesenheit zu verkünden.

-

»Oh, hallo Thamior«, sagte Boras. Er riss die  Augen auf und trat von einem Fuß auf den anderen. »Wie geht’s?«

»Stimmt etwas nicht?«

»Wieso?« Der Barbar lies die Augen kreisen. Thamior sah genauer hin. An manchen Stellen schien er zu glühen.

»Du glühst ja«, sagte er.

»Ach nein, das ist nur Dirim... oh, Mist!« Boras trat nach einem Stein, wobei er den Blick auf ein durchscheinendes Bein freigab, dass zuvor mit dem seinen verschmolzen war.

»Dirim? Was ist denn passiert?« Schnell erzählte Boras dem Elfen, was vorgefallen war. »Ein heimtückischer Fluch. Wenigstens hat die Hexe Dirim aber keinen Haarausfall gewünscht. Das wäre richtig gemein.« Boras nickte zustimmend - das machte Sinn. »Na komm«, sagte Thamior, »ich begleite Euch. So richtig viel Lust auf die Stadt hatte ich sowieso nicht.« Er streckte den Arm aus, und binnen Sekunden landete ein Falke darauf. Ein scharfer Schnabel nibbelte an Thamiors Ohr. »Das ist Sheera«, sagte er, und zu dem Falken: »Sheera, wir gehen auf die Jagd!«  

-

Thargad war auf dem Weg zum Treffpunkt mit Helion gerade aus dem Stadttor heraus, als eine Stimme seinen Namen rief. Ein in feinste Kleider gewandeter Zwerg keuchte die Straße hinab, einen Arm zum Signal erhoben. Thargad lächelte. Meerthan gab wirklich einen glaubwürdigen Zwergenhändler ab.

»Meister Bernhelm«, spielte Thargad das Spiel mit. »Was gibt es denn so dringendes?«

»Zweierlei«, keuchte der angebliche Zwerg. »Zunächst... erinnert Ihr Euch daran, dass ich Euch eine Überraschung versprach? Ich habe nach Euren Eltern geforscht. Es scheint, dass einst ein Barde - Vilian der Sanftmütige - ein Lied über das Verschwinden der Schätze verfasste. Allerdings ist Vilian verschollen.«

»Na toll.«

»Moment,« der vorgebliche Tyro Bernhelm grinste, »das ist nicht alles. Er wollte auf dem Weg nach Saradush auch den Dämonenschlund sehen, und scheinbar über einen Handelsposten reisen, der in etwa auf dem Weg liegt. Der Posten war zu dem Zeitpunkt oder kurz davor von Banditen bemannt wurden, was vielleicht sein Verschwinden erklärt. Jedenfalls ist er heutzutage verlassen. Vielleicht findet ihr dort ja einen Hinweis.«

Thargad drückte Meerthans Hand. »Danke.«

»Noch etwas. Nehmt diese Schriftrolle; bei Felliarn konnte ich sie nicht benutzen. Sie wird einen der Euren vom Tode zurückholen.«

Thargad musste an Dirim denken. »Danke, aber momentan können wir sie nicht-«

»Ich kann sie auch nicht nutzen. Darum ist in dem Futteral auch ein Trank, der euch hoffentlich ermöglicht, die Schriftrolle zu wirken.«

»Ich weiß nicht, was ich sagen soll.«

»Dann schweigt.« Meerthan zwinkerte dem Assassinen zu. »Kommt heil zurück -  oder nicht kaputter als sonst.«

-

»Der ›Kopflose Dämon‹ könnte zu dem Kopf gehören, der bei Tygot war«, meinte Helion. »Aber genau kann ich das nicht sagen.«

»Ich weiß nur, dass die Schriftzeichen ogrisch sind«, knurrte Thamior. »Ich kann Riesen nicht ausstehen.«

»Was war noch Mal mit der Vorderseite?«, fragte Boras. »Die vierarmigen Viecher-«

»Zauberweber«, sagte Helion.

»Zauberweberviecher dann eben. Die lassen die Oger schuften, um son Spiegel zu bauen, und nach einem Schluck Zauberbier sind die plötzlich stärker und bauen schneller? Und was ist dann mit den Nummerobis da oben?«

»Ich habe doch gesagt, dass es keine Nummern sein müssen«, sagte Helion.

»Ich habe sie auch nicht ›Nummern‹ genannt«, triumphierte Boras.

Helion winkte ab. »Ist auch egal. Es könnte ein Code sein, um den Spiegel in Gang zu setzen, oder auf eine bestimmte Welt zu justieren.«

»Bist du sicher, dass dieser Spiegel ein magisches Tor ist?«, fragte Thargad.

»So sicher, wie ich nach dem Studium von vier Bildern auf einer Platintafel sein kann.«

»Hilft uns die Karte jetzt oder nicht?«, fragte Thamior. »Von Weltentoren war bislang nicht die Rede.«

»Na ja, ein Ort ist mit ›Zuhause‹ markiert. Vielleicht war Alek dort.«

»Besser als nichts«, sagte Thargad.

-

Redgorge schien noch heruntergekommener als bei ihrem ersten Besuch. Obwohl Dirim neben ihnen her glitt, schenkten die wenigen Bewohner, auf die sie trafen, ihnen keinen zweiten Blick. Entweder kümmerte sie nicht, wer durch ihre Stadt ritt, oder sie waren auf ihr Kommen vorbereitet. Die Kettenbrecher hielten ihre Pferde vor dem Hintereingang zum Roten Kumpel. Thargad und Boras gingen hinein. Zwei Gäste saßen an einem Tisch und starrten in ihre Humpen, auf der Bühne stimmte der übliche Barde seine Laute. Minimax ging schnell in Kampfstellung und wieder heraus, als er die Neuankömmlinge bemerkte, schnell genug um eine entsprechende Ausbildung zu verraten.

»Ach, ihr seid es. Wo ist denn Dirim?«

»Er wartet draußen«, sagte Thargad. »Wir suchen Maavu.«

»Ja, ich weiß. Wartet noch einen Moment. Der Wahrsänger bringt euch zu ihm.«

»Der Wahrsänger?«

Minimax deutete mit dem Daumen zum Barden. »Sein Spitzname.«

»Wir sind dann draußen«, sagte Thargad und verließ die Kneipe wieder. Draußen blickte Dirim die Beiden fragend an. »Entschuldige. Ich habe vergessen, nach Pellir zu fragen. Er war auch nicht da.« Dirim blickte den Schurken böse an und stieß einige Worte aus, die sicher ebenso wenig freundlich wie hörbar waren. Kurz darauf schlüpfte der Wahrsänger aus der Türe, runzelte angesichts Dirims Zustand die Stirn, gebot ihnen aber doch, ihm zu folgen.

Im Keller eines verlassenen Hauses sang er eine fremdartige Melodie. Daraufhin begann der Boden zu erzitterten, und einige Platten lösten sich, schwebten in die Luft und wurden durchlässig. Darunter war eine steile Treppe, die der Wahrsänger mutig hinabschritt. Unten hielt er vor einer Tür und wartete, bis die Bodenplatten oben wieder an ihrem Platz waren. Nun waren sie alle von völliger Dunkelheit umschlossen, die nur von Dirims Gestalt schwach erhellt wurde. Dann öffnete der Wahrsänger die Türe. Warmes Licht flutete den Gang. Die Wände des Raums waren glatt und weiß, aber von Adern aus feuerrotem Gestein durchdrungen. Der Stein leuchtete aus sich selbst heraus, ein helles, aber kein warmes Licht. Mehrere Säulen säumten den Raum, an dessen Ende eine weitere Tür wartete.

Wieder sang der Barde eine Melodie. Zwei der Säulen knickten plötzlich in der Mitte ab. Zuerst fürchteten die Kettenbrecher einen Einsturz, aber dann wurde ihnen klar, dass die Säulen sich verneigten. Der Wahrsänger nickte ihnen zu, dann durchschritt er den Raum. Der Gang dahinter war ebenso glatt und selbstleuchtend, ja der ganze Komplex schien diese Beschaffenheit zu besitzen. Auch ohne Dirims Kommentar war den Kettenbrechern klar, dass dieser Unterschlupf mit Magie erschaffen worden war.

Sie kamen an einer heißen Quelle vorbei, an einem großen Gästeraum, und schließlich führte der Wahrsänger sie in einen sechseckigen Raum, in dem ein ebensolcher Tisch stand. Neun Stühle standen um den Tisch, Karaffen mit Wein und Kelche auf demselben. Zwei der Stühle waren besetzt. Auf dem einen saß Maavu, auf dem anderen ein Mann mit Halbglatze und fast schwarzer Haut, der verkohlte Zwilling von Minimax, und doch an Kleidung und Haltung erkennbar ein betuchter Mann.

»Wir haben auf Euch gewartet«, begrüsste der Mann sie. Dann wandte er sich an den Barden. »Gibt es Neuigkeiten von Alek?« Der Wahrsänger schüttelte den Kopf. »Nun gut. Dann beginnen wir ohne ihn. Die Zeit drängt ohnehin.«

»Wer seid ihr überhaupt?«, fragte Boras.

»Entschuldigt.« Der Mann hob die Hände. Ein leises Lächeln lag auf seinem Gesicht. »Ich bin der Vorarbeiter, der Anführer der Steinmetze.« Er blickte erwartungsvoll in die Runde. Die Kettenbrecher blickten zurück - oder besser: Pecarri blickte zurück. Thargad studierte den Raum auf mögliche Verstecke hin, Thamior behielt die Anwesenden im Auge und Boras blickte interessiert auf die bemalten Wände.

»Die Steinmetze«, versuchte der Vorarbeiter es erneut, gab es dann aber auf. »Schon gut. Betrachtet die Szenen an der Wand.« Man hatte fünf Szenen in die Wände geritzt; diese Zeichnungen gerieten in Bewegung, wenn man sie ansah, und ließen eine abgehackte Bewegung erahnen. »Hier kommt Surabar Zaubermeißel und befreit die Gegend von den Zauberwebern. Auf dem Nächsten legt er den Vulkan trocken und gründet Cauldron. Dann sieht man, wie er die Basaltfeste von Redgorge in die Höhe zieht. Auf dem vierten Bild verteidigt er die Stadt gegen die Horden des Glabrezu Nabthatoron. Und auf dem letzten schließlich wird er zum Berg; er stirbt.« Der Vorarbeiter war aufgestanden und hatte jeweils mit dem Arm auf die betreffende Szene gewiesen. Jetzt setzte er sich wieder. »Die Steinmetze führen das Werk von Surabar Zaubermeißel vor. Wir sorgen für die Sicherheit und Stabilität der Region.«

»Gute Arbeit«, sagte Pecarri zu Maavu.

Der Händler stützte die Arme auf den Tisch. »Ich konnte doch nicht ahnen, dass-«, begann er.

»Doch«, unterbrach der Vorarbeiter. »Du hättest es ahnen können.« Er sah zu den Kettenbrechern. »Setzt euch doch bitte. Maavu handelte in gutem Glauben, aber voreilig und beinahe verhängnisvoll. Ihr seid hier, weil wir das Ganze beheben wollen.«

»Was geht in Cauldron vor?«, fragte Thargad. »Wisst ihr Genaues?«

»Leider nein. Aber irgendetwas geht sicher vor. Unsere Leute verlieren das Ziel aus den Augen; sie kümmern sich nur noch um ihren Profit. Die Führung der Stadt scheint unwillig, etwas gegen den schleichenden Verfall zu unternehmen. Und in letzter Zeit sind die Dinge dann aus den Fugen geraten: Entführungen, Flutungen, Attentate.«

»Massenpanik«, fügte Pecarri kalt hinzu. Maavu zuckte zusammen, sagte aber nichts.

»Irgendetwas steckt dahinter. Deshalb haben wir Alek darin unterstützt, den Hauptmann der Wache herauszufordern. Aber die Herausforderung wurde nie publik gemacht. Alek verschwand. Das muss doch zusammenhängen.«

»Und ich wollte die Führung aus der Reserve locken«, sagte Maavu. »Darum mein Auftritt.«

»Trotzdem sind die Dinge dadurch nur noch schlimmer geworden. Und Alek bleibt verschwunden. Es scheint nichts anderes übrig zu bleiben, als ihn zu finden.«

»Und ihr wollt, dass wir das tun?«, fragte Thamior.

»Ja. Aber wir wollen euch den Ernst der Lage verdeutlichen. Maavu gilt als Verräter. Früher oder später werden sie ihn hier vermuten, in Redgorge. Und dann werden sie kommen.«

»Dann sollte er besser fliehen«, sagte Boras.

»Die Stadt wird trotzdem hier sein. Und schätzt die Leute hier nicht falsch ein. Redgorge hat einem Dämonenheer widerstanden. Wenn Cauldron Soldaten schickt, werden die Bewohner von Redgorge sich wehren. Dieser Ort ist sicher. Alles andere...«

»Es wird Blut fließen«, sagte Pecarri düster. »Noch mehr Blut an Maavus Händen.«

»Ja, schon gut«, raunte dieser. »Ich hab’s verstanden.«

»Ihr müsst Alek finden«, sagte der Vorarbeiter. »Bevor es zu spät ist.«

»Wir werden es versuchen«, gab der Kobold zurück. »Sagt uns, was ihr wisst.«

-

»Alek kam eines Tages zu uns. Er hatte vorher schon Kontakt mit uns gehabt, aber diesmal war er irgendwie... verändert. Und ich meine nicht seine Muskeln. Er schien beseelt zu sein von einem Höheren Ziel, und tatsächlich erzählte er etwas von einer heiligen Queste. Er warnte uns vor dem Bösen, dass in Cauldron lauerte, und dass er ausrotten solle. Seine Augen brannten mit dem Feuer der Gerechtigkeit.

»Wir trafen uns öfter. Mit der Zeit wurde er immer sicherer, dass sich das Böse in Cauldrons Führung versteckte. Dann kam uns die Idee mit der Herausforderung. Um Aleks Sicherheit zu gewährleisten, ließen wir einen unserer Leute den Brief überbringen. Alek wiederum sagte, er habe noch etwas zu erledigen. Er wollte aber vor Jahreswechsel zurückkehren und Terseon Skellerang seines Postens entheben. Er nahm ein Boot den Fluss hinab. Danach sahen wir ihn nicht wieder.«

»Sagt Euch diese Karte etwas?«, fragte Pecarri und zeigte dem Vorarbeiter, was sie auf der Rückseite der Tafel entdeckt hatten.

»In etwa. Um Flussufer, ein paar Stunden flussabwärts steht eine alte Statue von Nabthatoron. Ihr Kopf liegt daneben im Sand, glaube ich. Es gibt auch Gnolle in der Gegend. Und der Dämonenschlund ist ebenfalls nicht mehr weit weg.«

»Wie kommt man dahin?«

»Mit dem Boot. Oder durch den Dschungel, aber da seid ihr Tage unterwegs.«

»Kennt ihr eine alte Karawanserei auf dem Weg?«, schaltete Thargad sich ein. Die Anderen sahen ihn an, aber er gab ihnen mit einem Blick zu verstehen: später.

»Ja - oder nicht ganz auf dem Weg. Wenn ihr beim Kopflosen Dämonen den Fluss überquert, müsstet ihr den alten Handelsweg noch erkennen können. Ein paar Stunden nach Südosten, und ihr erreicht den Handelsposten. Der ist aber schon lange verlassen - angeblich spukt es da.«

»Sonst noch etwas?«, fragte Pecarri.

»Wir können euch nicht viel bieten. Eine ruhige Nacht, Zugang zu unserer Bibliothek. Nehmt ein Bad, wenn ihr wollt. Ihr könnt Verpflegung haben, oder einfache Ausrüstung - aber da habt ihr ja wahrscheinlich, was ihr braucht.«

»Ein Boot?«

»Natürlich bekommt ihr ein Boot.«

-

»Was ist das?« Pecarri stand in einer kleinen Kammer, die ganz anders als der Rest des Unterschlupfes war. Wände, Boden und Decke waren aus unregelmäßiger Schlacke geformt, und die Unebenheiten und Spurrillen schienen komplexe Muster zu bilden. Helion erkannte, noch als er die Frage stellte, dass dieser Raum ein Beschwörungsraum war. Die Muster konzentrierten die Beschwörung, hielten das gerufene Wesen aber auch gefangen.

»Ich versuche, den alten Propheten der Steinmetze zu rufen«, sagte der Vorarbeiter. »In früheren Zeiten erwachte die Erde hier zum Leben und gab Blicke in die Zukunft preis. Aber es ist mir noch nicht gelungen, den Erddiener herbeizurufen.« Als Pecarri die Bibliothek begutachtet hatte, waren ihm die Bücher über Beschwörungsmagie und Erdmagie aufgefallen, die wesentlich abgegriffener waren als der Rest. Er nickte verstehend. »Es wird mir gelingen, eines Tages«, sagte der Vorarbeiter bestimmt.

»Hoffentlich nicht zu spät«, sagte der Kobold. Ein zischendes Gähnen entrang sich seiner Kehle. »Ich gehe wohl besser schlafen.« Und er ließ den Führer der Steinmetze zurück, der noch einige Zeit sinnierend auf das Gestein starrte.
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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #86 am: 10. Dezember 2005, 22:30:36 »
 Die Karte auf der Platte:

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Askael

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #87 am: 11. Dezember 2005, 21:57:36 »
  :D  Updates

Meine Highlights beim letzten Mal:

Zitat
Teek kicherte. »Ich verstehe. Sag mal, wie stehst du eigentlich zur Verteilung von Beute in einem Clan? Wie viel würdest du dir nehmen... nur so gedacht, wenn du der Führer eines Clans wärst. Und wie viel würden die bekommen, die dir auf den Posten geholfen haben?«

 :lol:  Wahnsinn.. Ich muß sagen, bizarrerweise gehört dieser kleine Koboldhaufen zu meinen absoluten LieblingsNSCs..
Und jetzt noch die Intrige um den "Führungswechsel" .. herrlich

Gut gefallen hatte mir auch die Szenerie um den Fluch - obwohl ich mir vorstellen kann, dass Dirim davon weniger angetan war.
Kann er jetzt überhaupt nicht eingreifen? Was für ein Zauber (?) war das?


Diesmal gefiel mir der Auftritt der Steinmetze am Besten, wenngleich mich der Name ein wenig an eine gewisse Simpsons-Folge erinnerte.
Der Aufbau ihres Domizils war sehr stimmig und wie immer ist die Farbe in deinen NSCs geradezu fühlbar.

In diesem Sinne:
Lass uns nicht allzulange warten, ja?
Pünktlichkeit ist der Dieb der Zeit

Berandor

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #88 am: 11. Dezember 2005, 22:08:13 »
 Dirims Fluch:
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Steinmetze:
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Zitat
Lass uns nicht allzulange warten, ja?
Noch mindestens ein Kommentar :)
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Askael

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Stadt in Ketten 4: Das ENDE! (Spieglein, Spieglein... 04/03)
« Antwort #89 am: 11. Dezember 2005, 22:28:41 »
  ein Kommentar  ...  :P

Sorry, ist spät :rolleyes:

Bezüglich Fluch:
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ahja: Bezüglich Zwischenspiel: Immer her damit.
Inspieriert von deinem Einsatz dieses Stilmittels habe ich begonnen ebenfalls Interludii einzuweben und - faszinierend, nicht nur dass mir diese Art der NSC-Präsentation/Story-spoilerei (was für ein Unwort) selbst viel Freudebereitet, den Spielern gefällt es auch gut :)

Guten Wochenstart,
Alex
 
Pünktlichkeit ist der Dieb der Zeit

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