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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 04. Mai 2021, 17:14:57 »
Jenth

Ohne auf Widerstand zu treffen, sause ich nun die Treppe nach oben, komme in die Eingangshalle und bin dann draußen. Im letzten Moment reiße ich mich zusammen und fliege nicht weiter. Nicht auszudenken, wenn da oben irgendwelche automatisierten Geschütze auf jene lauern, die meinen, sich fliegend im Bereich des Klosters zu begeben.

So ganz langsam beruhigt sich mein Herzschlag wieder und ich kann meine komplett verkrampften Hände von meinem DLT-19D lösen. Mehrmals atme ich tief ein und aus. Ich schüttle meine Hände aus, um die Nachwirkungen des Krampfes zu minimieren. Dann bin ich bereit, mich dem Drachen ein weiteres mal zu stellen. Aber das ist wohl nicht mehr nötig, denn eine mächtige Explosion erschüttert den Boden und mit einer Staubwolke rennen meine Kameraden aus dem einstürzenden Tempel. Shaka ist es gelungen, einen Sprengsatz zu improvisieren. Damit hat sie den Altar der Dunklen Seite der Macht gesprengt. Zum einen hat sie damit den Spuk mit dem "Schrecken aus der Tiefe" in Form des Drachens beendet, zum anderen aber auch die gesamte Höhle zum Einsturz gebracht.

Damit haben wir wohl den Tempel der Assassinen zerstört. Mission erfolgreich ausgeführt. Also Zeit uns zurück zu ziehen, schließlich haben wir noch sechs weitere Aufträge zu erledigen. Draußen  bei den Säulen setze ich den toten Drachen in Brand, um für später ein eindeutig erkennbares Ziel zu haben. Ich besteige den 74-Z und übernehme wieder die Vorhut. Der dämliche Nebel hält sich immer noch in den Schluchten. Vorsichtig nehmen wir die gleiche Route, mit der wir auch hergekommen sind, da wir dort schon alle Fallen ausgelöst haben dürften. Waren ja teilweise doch recht tödlich.

Drei Stunden später haben wir dann die "Vanguard" erreicht. Nach und nach bringe ich mit Hilfe meines Jetpacks alle Crewmitglieder nach oben, da die E-9 hier nicht tiefer gehen kann. Ich nehme den Platz des Co-Piloten ein und steuere unseren Aufklärer in eine stabile Position. Wir können das Feuer orten und ich richte alle Waffensysteme aus. Dann drehen wir einen kurzen Film, präsentieren Schwert, Roben und das Auftragsbuch der Kamera. Leider haben wir keine Bilder vom Kloster selbst gemacht. Bei den ganzen Nebel und den Störmitteln wären wahrscheinlich sowieso keine vernünftigen Bilder entstanden. Dann feuere ich eine Salve Protonentorpedos auf die Position des Feuers ab und zerstöre damit auch noch die restlichen Strukturen des Tempels. Und weil es so schön war, feuere ich noch alle Waffensysteme ab, was zwar cool aussieht, aber keinen wirklichen Effekt hat. Aber hier geht es nur um die Show. Diesen doch imposanten Film überspielen wir dann an Isolders Hauptquartier. Damit haben wir diesen Auftrag zur Gänze ausgeführt und ich bin Froh, dass wir für diese Mission nicht mit Leben bezahlen mussten.

Momentan läuft unsere Offensive gut. Die Zerstörung des Klonlabors ist in aller Munde. Auch die Sabotage bei den Noir Droiden Werke hat tiefen Eindruck hinterlassen. Prinz Isolder hat einen Drachen erschlagen, jemand hat Weltraumbojen sabotiert und eine wichtige Handelsroute lahmgelegt, Waffen wurden geschmuggelt und wir haben ja noch den Höllenritt gemeistert. Inzwischen dürfte die Königinmutter realisiert haben, dass ihr Sohn auf dem Kriegspfad ist. Es bleibt zu hoffen, dass am Ende genug Schattendrachen von Xios abgezogen werden, um uns den Weg zur Pyramide mit dem Roten Kristall zu ebnen. Wir müssen dieses Netzwerk vernichten, koste was es wolle.

Nakagos wirre Gedanken

Sitzung gespielt am: 30.05.2020
Anwesende Spieler: Lyra, Scav, Shaka, Lyn (Happy!)
Erfahrungspunkte: 25 EP, 25 EP in Meisterhaftes Vollgas investiert. Erste Spalte, fünfte Reihe Fahrer.

Beute: 30 000 Credits für Filmaufnahmen, Mini Ta´a Chume, der Xte Klon von Kosai,  (Wäre doch mal eine Idee für einen Superschurken für Marvel oder DC, egal wie oft man ihn tötet, der nächste Klon wartet schon.)

Getötete und überwundene Gegner: 1 Mini Gunship, 6 KS+ Sicherheitsdroiden, 5 Dragoner, 1 Dragonerhauptmann, Kosai, 1 Assassinen Nonne, ca. 9+ Assassinen Mönche, 1 "Drache", 1 Künstliche Intelligenz, 3 leichte Sicherheitsdroiden

Resümee: War eine richtig coole Sitzung. Hat mir verdammt gut gefallen. Mir liegen einfach Abenteuer mit einer klar definierten Aufgabestellung. Waren abwechslungsreiche Szenarien. Ein Kampf in den Wolken, eine Infiltration am Boden und ein Überfall in den Untergrund. Waren alle sehr anspruchsvoll. Vier von zehn Aufgaben wären damit erledigt und das waren die schwierigsten. Haben ja auch was gekostet.

Der Spieler von Shaka hat mich mal wieder ziemlich genervt. Mir geht es so auf den Sack, dass alles immer bei ihm stockt und das ist schon seit neun Jahren so. Zuerst eiert er herum, was er überhaupt tun will. Und wie er es zu tun gedenkt. Jeder Würfelwurf ist ein Drama für sich. Es dauert ewig, bis er seine Würfel zusammen gesucht und geworfen hat. Dann die Auswertung, bis er endlich mal das Ergebnis ermittelt hat. Oder doch nicht und noch mal nachkorrigiert. Und dann hat er einen absurden Schadenscode. Das ist so unglaublich langweilig und zäh. Er braucht für seine Aktionen mehr Zeit als alle am Tisch zusammen, einschließlich das SLs, der mehrere NSC gleichzeitig zu bändigen hat. So macht das einfach keinen Spaß mehr.

Aber der Rest war OK, hat Spaß gemacht und wir haben dieses mal nur wenig Diskussionen gehabt, weil eben mal die Aufgabestellung klar war. Ich habe gemerkt, dass einfach so drauf los spielen in dieser Konstellation einfach nicht klappen mag. Zu viele Diskussionen wegen rein gar nichts. Aber wir kommen nun deutlich voran und die Missionen sind sehr anspruchsvoll gewesen. Und auch sehr Abwechslungsreich. Vielen Dank an unseren Spielleiter Stefan dafür, der es auch hier wieder geschafft hat, was wirklich episches auf die Beine zu stellen.

Lyras Entwicklung: Widerstandskraft einmal mit Erfahrungspunkten und dann noch mit einem kybernetischen Implantat zu steigern war eine gute Idee. Die Giftproben wären sonst wahrscheinlich nicht zu schaffen gewesen.

Fünfundzwanzig Erfahrungspunkte sind natürlich verdammt cool. Und wie üblich habe ich die Qual der Wahl. Noch ein paar Talente vom Powertech oder Attentäter? Oder das letzte sinnvolle vom Fahrer? Das wäre Meisterhaftes Vollgas, was die Geschwindigkeit für ein Anzahl Runden in Höhe von List um zwei Punkte steigert. Und da nächste Sitzung ein Raumschiffrennen ansteht, wäre es wohl jetzt wirklich sinnvoll, dass zu nehmen. Natürlich passt das auch zu Lyras Herkunft, da Corellianer nun mal geborene Rennfahrer sind. Jedenfalls lässt uns das der berühmteste Sohn dieses Planeten, Han Solo, uns das glauben. Es gibt sicherlich effektiveres, was ich jetzt kurz vor Schluss noch nehmen könnte, aber ich denke, in dieser Situation hat das einen praktischen Nutzen und sind nicht komplett herausgeworfene Erfahrungspunkte. Man merkt halt, dass manche Talente in jedem Kampf etwas bringen, andere nur mehrmals pro Sitzung, wiederum andere nur einmal pro Sitzung und manche Exoten nur alle paar Sitzungen etwas.

Die nächsten fünfzehn Seiten wandern in den fünften Rang von Disziplin. Vor langer Zeit gab es ja mal die Belohnung, die nächste Stufe von Disziplin für zehn Erfahrungspunkte weniger als Normal zu steigern. Bis jetzt war das nicht nötig gewesen. Aber eine Disziplinprobe habe ich im Assassinentempel versaut und ich denke, in der Sithpyramide auf Xios stehen wir auf alle Fälle mindestens einem der Hohepriester gegenüber, vielleicht sogar beiden, um die Sache interessanter zu machen. Und wahrscheinlich wird es auch noch eine finale Auseinandersetzung mit Moridia Vex geben, die auch nicht ohne ist. Hatte ja schon die Befürchtung, dass die im Kloster eine Nachhilfeklasse leitet. Aber dem war zum Glück nicht der Fall. Also ist es kein Fehler, die Disziplin noch einmal hochzusetzen.
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 02. Mai 2021, 15:27:51 »
Isk

Vorsichtig rücken wir vor und spähen die Treppe nach unten. Nebel wabert knapp über den Boden, so dass man diesen nicht sehen kann. Ich übernehme freiwillig die Vorhut, da ich ein Jetpack auf dem Rücken habe und so eine Fallgrube mir nichts tun kann. Alle anderen Fallensysteme schon. Sorgfältig prüfe ich bei jedem Schritt nach unten, ob da wirklich tragfähiger Boden ist. Die Wände taste ich mit Blicken ab, ob sich dort hinterlistige Fallen verstecken. So brauchen wir dann für etwas über hundertfünfzig Stufen fast eine Halbe Stunde. Fast bin ich etwas enttäuscht, dass hier keine fiesen Fallen sind.

Unten angekommen sehen wir einen bizarren Raum, eher eine weitläufige Höhle. Auch hier ist der Boden vollständig mit Nebel bedeckt. Es sieht aus wie eine Tropfsteinhöhle mit einer recht hohen Deckenhöhe von etwas über zwölf bis weniger als zwanzig Schritt. Sie ist ziemlich weitläufig, wäre es ein Hangar, hätten hier gut ein dutzend Leichter Frachter platz. Von der Treppe führt ein hölzerner Steg tiefer in die Höhle hinein, wo er sich vor einer Art Altar verzweigt und um ihn herumläuft. Links, Rechts und nach weiter hinten führen weitere Stege zu Gängen. Der Altar ist wie der Kopf eines Drachen geformt.

"Das ist der Ort, von dem die Strahlung der Dunklen Seite ausgeht", meint Lyn beim Anblick von dem Altar.

"Ich kann es auch spüren", meine ich und fröstle, da sich wieder eine massive Gänsehaut bildet. Eine gewisse Angst kann ich nicht verleugnen. Ich mag gar nicht hier sein, aber ich habe auch kein Veto eingelegt. Also jammere ich nicht, wie es andere hier tun würden, sondern reiße mich zusammen. Der Chor ist hier deutlicher zu hören, aber zu sehen ist davon nichts. Wobei mich die Vorstellung, von einem Chor singender Assassinen doch leicht zum schmunzeln bringen kann.

"Ich schlage vor, wir meiden den Steg und gehen hier rechts rüber zum Höhleneingang", schlage ich vor, da mir die ganze Sache nicht geheuer ist. Also gehe ich vor, die anderen folgen mir. Wir dringen in den schmalen Gang vor. Hier können sich gerade so zwei entgegen kommende Menschen aneinander vorbei bewegen. Links und rechts zweigen weitere Gänge ab. Wieder rücke ich vor und spiele Zielscheibe. Tatsächlich werde ich dann auch von weiter hinten beschossen. Sofort knie ich ab und erwidere das Feuer mit meinem DLT-19D. Vier Schützen nehmen uns unter Feuer aus einer Entfernung von über hundert Schritt, mehr geht nicht, da der Gang sich teilweise windet. Dieses mal liegt mein Feuer besser und ich erledige zwei, Shaka die anderen beiden. Damit wäre dieser Widerstand gebrochen. Der Chor singt immer noch monoton weiter. So langsam komme ich zu dem Schluss, dass es sich um eine Aufnahme handeln muss, die über kleine Lautsprecher ausgestrahlt wird.

Was wir hier finden sind zumeist leere Räume. Einige sind als Trainingsraum zu erkennen, andere wohl für Meditation und natürlich Schlafquartiere. Aber nur wenige, die einen bewohnten Eindruck machen. Viele Assassinen scheint das Kloster zur Zeit nicht zu haben. Schlielich erreichen wir einen Raum am Ende des Ganges, wo es nicht mehr weiter geht. Hier ist eine Art Labor und drei Mönche attackieren uns, was sich für sie zu einer verdammt schlechten Idee heraus stellt. Ich schieße einen nieder, Shaka ebenso und Lyn darf auch mal. Irgendwie habe ich mehr von diesen legendären Assassinen erwartet.

"Sind die Eindringlinge tot?", fragt eine zittrige Stimme und ein blinder Mönch kommt hinter einer improvisierten Deckung hervor.

"Ja, sind sie", meint Shaka mit verstellter Stimme, was wirklich keinen zu täuschen vermag.

"Die Tiefe wird euch verschlingen!", meint der blinde Mönch und Shaka schießt ihn nieder, als er einen Vibrodolch zieht. Nun gut, der Kerl hat es wohl darauf angelegt. Ich hätte gerne mich noch etwas mit ihm über das Kloster und seine Bewohner unterhalten. Die Nonne ist bis jetzt noch nicht wieder aufgetaucht. Hier finden wir ein paar Substanzen und eine Art Stereoanlage, von dem die Soundeffekte für den Chor eingespielt werden.

"Die haben hier echt Soundeffekte für so was?", fragt Lyn verwundert den Kopf schüttelnd.

"Irgendwie habe ich mir die ganze Sache viel gefährlicher vorgestellt", erwidere ich, da ich mit einer deutlich höheren Anzahl an Assassinen gerechnet habe.

"In der Tat habe ich auch mit mehr Widerstand gerechnet", gibt Scavengerbot kund.

"Schon etwas seltsam", meine ich und finde ein paar Unterlagen in einer Schublade, welche eine Art Auftragsbuch ist. Das sieht interessant aus und wir nehmen das mal mit. Shaka kann es nicht lassen und nimmt auch ein paar giftige Substanzen mit. Wenig schlauer als zuvor rücken wir ab und untersuchen nach und nach das ganze Höhlensystem. Die Anlage dürfte für weit über hundert Leute ausgelegt sein, aber wir treffen auf keinen Assassinen. Schließlich haben wir den ganzen Komplex soweit erforscht. Bis auf die große Höhle mit dem Altar.

Nun gut, scheint wohl nicht anders zu gehen, als diesen Teil noch näher zu erforschen. Alles in mir sträubt sich dagegen, näher an den Altar zu gehen. Aber ich reiße mich ein weiteres mal zusammen und betrete den Steg. Nach wenigen Metern bemerke ich einen Bodenlosen Abgrund links und rechst des Stegs. Das kommt mir nicht geheuer vor und ich werfe etwas hinein. Als nach zwanzig Sekunden noch kein Geräusch eines Aufschlages zu hören ist, wird mir klar, dass dies nicht sein kann. Hier stimmt was ganz und gar nicht. Der Blinde Mönch hat etwas davon gefaselt, die Tiefe würde uns verschlingen. Deswegen aktiviere ich schon mal mein Jetpack, als wir weiter auf den Altar vorrücken.

Irgendwas passiert nun, was ich rational nicht erklären kann. Aus der schier bodenlosen Tiefe erheben sich gewaltige Klauen. Ich schieße darauf – treffe - erziele aber keinerlei Effekt. Die Nonne taucht auf und versucht mich mit ihrem gezackten Schwert zu schlagen. Ich weiche im letzten Moment aus und die gezackte Klinge fährt ins Leere. Lyn aktiviert ihr Lichtschwert und zwingt die Nonne sich im rückwärtigen Raum neu zu orientieren, wo Shaka sie über den Haufen schießt. Nun erscheint der Kopf des Drachens. Rotglühende Augen fixieren mich mit unendlichen Hass. Das Ding öffnet sein Maul und ich kann das Feuer der Hölle darin lodern sehen. Alles in mir schreit nur noch: "Weg hier!"

"Rückzug!", brülle ich und starte mit meinem Jetpack. Nur weg von hier! Das ist alles was ich noch denken kann. Ob meine Kameraden mir folgen ist mir in diesem Moment vollkommen egal. So eine Panik habe ich noch gespürt.

Nakagos wirre Gedanken

Beim erscheinen des Drachenkopfes war mal wieder eine Disziplinprobe fällig. Dadurch, dass ich Lyra ja einst in den Traum auf Cyphera schicken wollte, um Khador aufzuspüren, habe ich ja den Wert auf sehr gute vier hoch gesetzt. Leider kam es ja nie dazu, aus freien Stücken in den Traum zu gehen. Und die Auswirkungen des Traumes waren ja auch nie so wirklich schlimm gewesen. Wie auch immer, in dem Moment habe ich die Probe gegen eine Schwierigkeit von fünf, also dem Maximum, zwar geradeso geschafft, hatte aber ein Verhängnissymbol. Und dieses ließ Lyra panisch vom Gefechtsfeld fliehen. Die Probe war geschafft, ich will also gar nicht wissen, was mit dem passiert wäre, der sie versemmelt hätte.
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 29. April 2021, 15:24:47 »
Herf

"Ihr seid weit gereist, um hier zu sterben!", meint der Mönch mit der gezackten Vibroklinge in der Hand.

Schätze mal, die Zeit des Redens ist vorbei. Lyn wirft eine Granate und die trifft alle Mönche wenigstens leicht. Schon mal ein guter Anfang. Ich habe meine Probleme, meine Ziele zu erfassen und erledige mit meinem DLT-19D nur einen der Mönche. Dagegen mäht Shaka mühelos drei Mönche nieder. Der letzte Überlebende hebt die Hand und die fünf Köpfe der Drachen speien Feuer. Oder besser gesagt die Flammenwerfer darin hüllen uns in Flammen ein. Obwohl meine Rüstung versiegelt ist, tut das verdammt weh.

Als erster bewegt sich Scavengerbot aus den Flammen heraus und greift den Mönch mit seinem Vibroschwert an. Als ob eine Flammenwand nicht genug wäre, schießen aus erhöhter Position vier Mönche mit Projektilbeschleuniger auf uns. Die Geschosse bohren sich selbst durch die dickste Rüstung durch und ich kann spüren, wie ein Gift in mir zu wüten beginnt. Aber mein Kybernetisches frisch eingebautes Filtersystem rettet mir das Leben. Das waren gut investierte zehntausend Credits.

Wir machen, dass wir aus der Flammenwand heraus kommen und versuchen die Assassinen in ihren gut gedeckten Stellungen hinter ihren Schießscharten in den Felswänden zu treffen. Das ist gar nicht so einfach, da ich nur einen Ausschalten kann. Wieder zeigt Shaka, dass sie momentan die bessere Schützin ist und erledigt gleich zwei von ihnen. Derweil erledigt Scav den letzten stehenden Mönch und Lyn erschießt den letzten Schützen. Zuerst denke ich, dass war es schon aber weit gefehlt.

In dem Moment bricht aus dem Nebel ein riesiger Laufdrache, auf die wir schon mal das Vergnügen hatten zu reiten. Nur ist dieses Exemplar so unglaublich viel größer, dass ich es nicht glauben würde, wenn ich es nichts selbst mit eigenen Augen sehen würde. Der Drache rennt brüllend auf Lyn zu und seine mächtigen Kiefer schleißen sich an der Stelle, wo gerade die Twi´lek noch gestanden ist. Ihre überragenden Reflexe haben sie im letzten Moment zur Seite hechten lassen. Für einen schrecklichen Moment habe ich schon gedacht, Lyn würde jetzt aus zwei Teilen bestehen. Aber alles gut und mir fällt ein Stein vom Herzen.

Sofort eröffnen wir aus allen Rohren das Feuer auf diesen Riesen. Ich treffe ihn mehrmals, aber meine Treffer vermögen es nicht, seine dicke Panzerung zu durchdringen. Dafür trifft Shaka um so Besser und hinterlässt regelrechte Krater. Lyn ist inzwischen wieder auf den Beinen und aktiviert ihr Lichtschwert. Surrend baut sich die Klinge auf und tötet den Drachen, als er wieder zu ihr Herabstößt und sich quasi so selbst den Schädel spaltet. Augenblicklich bricht der Laufdrache in sich zusammen und dieses mal schafft es Lyn nicht auszuweichen. Sie wird Regelrecht vom Leib des Drachen begraben.

"Fierfek!", rufe ich aus. Skav und ich benutzen unsere Waffen als Hebel, während Shaka die eingeklemmt Pilotin heraus zieht.

"Ich fühle mich so richtig geplättet!", scherzt Lyn schon wieder und wuchtet sich hoch.

"Dieser Spruch war jetzt echt platt!", lege ich noch einen obendrauf und wir lachen befreit über die wirklich flachen Witze auf. Das hilft, den Horror und das Grauen des Gefechts abzuschütteln. Bis jetzt war das zwar recht gefährlich, erklärt aber nicht, warum bis jetzt noch keiner von hier zurück gekommen ist, obwohl schon viele versucht haben, dieses Kloster, Tempel oder was auch immer das sein mag, auszulöschen. Das kann noch nicht alles an Gemeinheiten sein, was die hier aufbieten können.

Also rücken wir nun vorsichtig in kurzen Abständen vor. Also zwei sichern, die anderen gehen ein paar Meter vor und bleiben dann sichernd stehen. Dann rücken die hinteren  nach vorne. Mein Scanner spielt noch immer verrückt. Die müssen hier irgend eine technische Teufelei haben, welche mehr als nur den Scanner blendet, sondern ihn mit widersprüchlichen Daten schier überlastet. Oder ist das alles nur in meinem Geist?

Wir erreichen nun eine Art Portal. Eine breite Treppe führt hoch zu einem Eingangsbereich mit Säulen und einem aus dem Fels heraus gehauenen Vordach. Auf der Treppe stehen etwas hundert starre Personen in verschiedenen Rüstungen und Kleidungsstilen. Viele davon sehen seltsam aus, wahrscheinlich schon seit längerem aus der Mode. Und bei Männern will das was heißen. Wie Statuen gleich stehen hier Uniformierte, Gerüstete und Zivilisten stumm Wache. Laut Scanner hat hier keiner Körperwärme. Sind das Lebensechte Nachbildungen aus Wachs oder einem ähnlichen Material? Sind das ausgestopfte Leichen? Da niemand hier wirklich sich damit aufhalten möchte, die Statuen näher zu durchsuchen, werden wir das wohl niemals heraus finden. Auf alle Fälle sind meine Nerven wieder bis zum zerreißen gespannt. Mehrmals drehe ich mich langsam um die eigene Achse, um feindliche Schützen zu entdecken, da dies hier eine perfekte Ablenkung ist. Aber nichts dergleichen passiert.

Wir steigen die Treppe hoch und betreten den Eingangsbereich des Kloster der Assassinengilde. Dahinter liegt eine kreisrunde Eingangshalle, etwa zwölf Schritt im Durchmesser und genau so hoch. Ein Portal führt zu einer schmäleren Treppe nach unten. Ein monotoner Singsang ist von dort zu hören. Als ob ein ganzer Chor dort singen würde. Auf dem Boden ist ein Mosaik, der einen Drachen zeigt. Wirklich interessant ist die Nonne, die uns mit gezogenen Schwert erwartet.

"Meine Gratulation zu eurem Erfolg", begrüßt sie uns trocken. "Selten kommt jemand bis hierher."

"Tja, wir sind dafür bekannt, weiter zu kommen als die meisten", erwidere ich trocken und spähe nach Schützenlöchern an den Wänden, kann aber nichts entdecken.

"Ihr habt die einmalige Chance jetzt umzukehren und euren Enkeln zu erzählen, was ihr hier erlebt habt", bietet sie uns an. Ich bin nicht sicher, was ich davon halten soll. Eine Gilde von Assassinen lässt normalerweise niemanden entkommen. Ich denke, die gute Frau will uns lieber draußen töten, damit ihr Blut nicht den Fußboden ruiniert.

"Wir wissen Euer großzügiges Angebot zu schätzen. Aber wenn Ihr Euch über uns informiert habt, dann wisst Ihr auch, dass wir keine halben Sachen machen", erwidere ich.

"Es steht Euch frei auch den Tod zu wählen. Überlegt es Euch in aller Ruhe!" Eine unmerkliche Geste später ist sie in einer Rauchwolke verschwunden. Kein Angriff erfolgt und wir igeln kurz. Aber keine Assassinen enttarnen sich und wir bleiben allein.

"Wir sollten die Treppe runter nehmen. Wenn die was drauf hätte, würde die Nonne uns hier erledigen", meine ich dazu.

"Also Treppe?", fragt Lyn.

"Ich frage mich, wo die uns wohl hinführt und Skav, wenn du wieder sagst, sie führt nach unten, dann Schrei ich!", wende ich mich an Scavengerbot, der meine Fragen immer mit simplen Richtungsangaben beantwortet, die selbst für mich offensichtlich sind.

Nakagos wirre Gedanken

Und so haben wir den Tempel/Kloster der Assassinengilde betreten. Ich musst dabei die ganze Zeit an Arrow von DC und dessen Liga der Assassinen denken.
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 27. April 2021, 15:37:28 »
Grek

Nun steht der Assassinentempel auf dem Plan. Wir treten ja nur gegen die berüchtigste Assassinengilde des Hapes Konsortium an. Unzählige tapfere "Abenteurer" sind schon aufgebrochen, den halbwegs versteckt liegenden Tempel aufzuspüren und zu vernichten. Der Name des Planeten "Talcharaim" hört sich schon unheilverkündend an. Beim Aussprechen das Namens will ich am liebsten ausspucken, da sich die Laute tief im Rachen bilden. Genau so hässlich präsentiert sich diese Welt auch. Erinnert mich etwas an die Minenregionen von Kessel. Von oben sieht der Planet ziemlich karg und zerklüftet aus. Das Areal, in dem sich der Tempel befinden soll, ist von dichten Nebeln verhangen und ist von tiefen Schluchten samt steilen Berghängen umgeben. Wir scannen das Areal sorgfältig mit unseren Sensoren aus dem Orbit heraus. Es gibt in dem zerklüfteten Gebiet wenig sinnvolle Landeplätze. In dem Bereich, wo sich laut unseren Informationen das Kloster befinden soll, orten wir keine Strukturen. Wahrscheinlich ist es unterirdisch angelegt. Über den eigentlichen Aufbau gibt es keine verlässlichen Informationen, da noch nie ein Eindringling lebend davon zurück gekommen ist.

Ich dränge auf einen abseits gelegenen Punkt, der sich nur bedingt zum landen eignet. Da bis jetzt alle gescheitert sind, dürften die wenigen offensichtlichen Plätze Todesfallen sein. Auch dürfte es keine gute Idee sein, einfach über dem Kloster auszubooten. Also parken wir die Vanguard schwebend etwa zwanzig Meter über dem Grund in einer der unzähligen Schluchten, die ein wahres Felsenlabyrinth bilden. Ich denke, hier ist alles voller tödlicher Fallen. Auf den Bergkämmen sind hier und da verräterische Energieansammlungen zu erahnen. Wahrscheinlich gut isolierte, verbunkerte Laser und Ionenkanonen. Mir ist nicht wirklich wohl dabei, die kleine Ta´a Chume allein in ihrer Kabine zu lassen und trage Besh 42 auf, ab und zu nach der Kleinen zu sehen. Sie aber unter keinen Umständen allein auf dem Schiff herum laufen zu lassen.

Wir booten unsere 74-Z aus, mit denen wir nun auf maximaler Höhe vorrücken, ohne dabei die eigentliche Schlucht zu verlassen, was uns wahrscheinlich in den Feuerbereich von Abwehrgeschützen gebracht hätte. Scavengerbot sitzt hinter mit, die beiden Twi´leks nehmen den zweiten. Mein Scanner zeigt verwirrende Daten, die sich teilweise deutlich widersprechen. Visuell ist selbst mit den Restlichtverstärken kaum was zu erkennen. Irgend eine große Kreatur scheint sich im Labyrinth zu befinden, da wir es brüllen hören. Ich hoffe mal, der leichte Repetierblaster des Gleiters wird damit fertig, da ich an keinen Raketenwerfer gedacht habe. Aber zurückfliegen will ich auch nicht mehr.

Die Umgebung ist bedrückend, ich habe Gänsehaut und meine Nackenhaare stellen sich auf. Lyn ist der Meinung, dass dies ein Ort der Dunklen Seite der Macht ist. Kein Wunder, dass ich da besonders empfindlich darauf reagiere, immerhin habe ich ja eine gewisse Sensitivität für die Macht  und das hier setzt mir schon körperlich zu. Am liebsten würde ich mich übergeben. Für Lyn müsste das noch viel stärker sein. In dem Moment bin ich durchaus Froh, dass Eloy sich einer anderen Crew angeschlossen hat.

Langsam, aber sicher, machen wir Strecke. Wir sind noch knapp drei Kilometer vom Kloster entfernt, als sich auf einmal eine Laserbarriere vor uns aufbaut. Im letzten Moment kann ich das Speederbike herum reißen. Nur wenige Fingerbreit von meinem Kopf entfernt flimmert die Barriere. Lyn und Shaka haben nicht so viel Glück. Mit einem verzweifelte Manöver versucht Lyn die Barriere zu überfliegen, schafft es dabei zwar selbst den Strahlen soweit auszuweichen, aber der fordere Stabilisator der 74-Z wird dabei abgetrennt. Sofort beginnt sich der Speeder um seine eigene Achse zu drehen und wenige Momente später kracht der Hauptkörper mit seinen Passagieren auf den Boden.

"Fierfek!" Wirklich sehen kann ich das schon nicht mehr, aber ich weiß, wie sich ein Absturz anhört. Ich steuere unser Bike durch die Lücken der Sperre und lande neben dem Wrack. Der 74-Z ist nur noch noch eine Ansammlung von Schrott. Nicht mal Jawas würden dem Haufen einen zweiten Blick gönnen. Die beiden Twi´leks hat es übel erwischt. Scav kümmert sich um sie, während ich aufgesessen bleibe und mit dem Repetierblaster des Bikes die Umgebung sichere. Kann gut sein, dass sich hier Assassinen verstecken, um uns im Moment der Schwäche anzugreifen. Aber der Feind nutzt nicht die Gunst der Stunde und Scavengerbot verarztet die Verwundeten ohne Zwischenfall.

Nun sind wir am Boden gefesselt, was mir gar nicht schmeckt. Langsam rücken wir nun vor. Vor uns aus dem Nebel schälen sich zwei riesige Drachen, die links und rechts den Zugang zur nächsten Schlucht markieren. Da mein Scanner keine Lebensform oder Bewegung anzeigt, wird schnell klar, dass es sich nur um Statuen handelt, die verdammt Lebensecht wirken. Schätze mal, wir sind auf dem richtigen Weg. Wenn die Dinger dazu da sind, einen Einzuschüchtern, dann erzielen sie genau den gewünschten Erfolg. Jeden Moment glaubt der Betrachter, die Dinger springen einen an. Echt gruselig!

Ohne das etwas schreckliches geschieht, passieren wir die beiden Statuen und rücken verhalten weiter in die Schlucht vor. An den Wänden sind nun Reliefs zu sehen, die in lebensechter Größe sind. Teilweise scheinen die Figuren so plastisch zu sein, dass man meint, sie könnten jeden Moment einen attackieren. Mir ist klar, dass sind nur Psychospielchen, aber ich muss gestehen, sie wirken verdammt gut.

Wir kommen an mehreren Fallen vorbei, die aber uns nicht verletzten können oder gar nicht erst auslösen. Trotzdem zerrt das alles unglaublich an den Nerven. Das ganze gehört sicherlich zum Konzept der Einschüchterung, Entmutigung und Überreizung. Wer die ganze Zeit damit rechnet, im nächsten Moment attackiert zu werden, erschöpft sich geistig recht schnell und lässt entsprechend nach. Oder verliert den Mut. Schließlich sind wir kurz vor dem Ziel. Hin und wieder ist Gebrüll zu hören. Entweder ist das auch nur ein Trick oder es ist eine verdammt große Bestie. Ich vermisse schmerzlich meinen Raketenwerfer.

Langsam schwebe ich weiter, meine Nerven sind zum zerreißen gespannt. Schließlich sind wir fast da und die Schlucht weitet sich etwas. Eine Art Platz schält sich aus dem Nebel. In einem Halbrund stehen mehrere Säulen. Oben auf jeder Säule sind Drachenköpfe montiert, in denen Mäulern es verdächtig glimmt. Fünf Mönche, jedenfalls erinnern mich die Kutten an Mönchsgewänder, sitzen meditierend zwischen den Säulen.

"Willkommen im Taiki Kloster!", begrüßt uns der Mönch in der Mitte, nachdem er in einer äußerst fließenden Bewegung aufgestanden ist. Seine Kapuze rutscht dabei nach hinten und enthüllt einen Drachenkopf. In seiner Hand hält diese Kreatur ein dünnes langes Vibroschwert mit einer bösartig gezackten Klinge. Obwohl ich genau weiß, dass dies alles nur dazu dient, den Kontrahenten über Gebühr einzuschüchtern, muss ich sagen, diese Strategie geht auch hier auf. Ich muss meine ganze Willenskraft aufbieten, um nicht schreiend wegzulaufen.

"Ihr seid weit gereist, um hier zu sterben!"

Nakagos wirre Gedanken

Jetzt kommen wir zum gruseligen Teil des Abends. Es war da schon fast vor Mitternacht und wir haben somit schon über sieben Stunden gespielt gehabt. Dem SL ist es hier durchaus gut gelungen, eine düstere und unheimliche Atmosphäre zu erschaffen.
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 25. April 2021, 14:52:56 »
Esk

Nach diesem grandiosen Fehlschlag gehen wir erst einmal ins Restaurant, während der kleine Reinigungsdroide ungestört seine Runden weiter zieht. Das Restaurant ist offen und befindet sich quasi momentan im Freien. Aber ich kann Projektoren für Energiewände sehen. Wahrscheinlich werden die aktiviert, wenn keine Besucher hier Anwesend sind. Auch von hier lässt sich keine Schwachstelle lokalisieren.

Scavengerbot 523 bringt schließlich den Vorschlag, den gleichen Reinigungsdroide wie den unhackbaren zu kaufen und zu modifizieren. Für die kleinen Dinger gibt kleine Klappen, durch die sie sich im Gebäude fortbewegen können. Damit müsste man ein Dongle legen können. Nun, dieser Plan gefällt mir, da er ausnahmsweise nicht von mir verlangt, mich zu exponieren. Also essen wir zu Ende, sammeln uns auf der Plattform und besteigen den Gleiterbus.

In der Stadt kaufen wir dann einen Reinigungsdroiden vom gleichen Modell wie in der Pyramide. Den Rest des Tages und der ganzen Nacht modifiziert Scavengerbot seinen "Kollegen", bis dieser seinen Ansprüchen genügt. Shaka kann es nicht lassen und kauft sich ein paar Droiden als Bodyguards. Derweil kümmere ich mich um unsere kleine Passagierin. Kosai haben wir in der Arrestzelle untergebracht und Besh 42 hält die Kamonianerin im Dauerkoma. Ich halte das für eine unnötige Belastung und zu einem gewissen Punkt für Friktionsfördernd. Die kleine Ta´a Chume mussten wir mitnehmen, aber die Klonerin? Belohnung hin oder her, auf manche Komplikationen könnte ich durchaus verzichten.

Die Minikönigin begrüßt mich huldvoll und ich darf etwas Zeit mit ihr verbringen, wie sie mir großzügig erlaubt. Schließlich ist es Zeit für das Abendessen und ich lasse sie beim zubereiten der Mahlzeit zusehen.

"Und was für eine exotische Speise aus dem Raum der Neuen Republik ist das nun?", fragt sie mich, während ich mit der Zubereitung beginne.

"Das sind Sternenfritten und das wird ein Banthaburger", erkläre ich ihr bevor ich mit einer detailreichen Erklärung der einzelnen Schritte fortfahre. Die kleine Königin hört durchaus interessiert zu. Schließlich steht das Essen auf der Theke und sie schaut sich das Menü skeptisch aus allen Seiten erst einmal an.

"Sternenfritten ist man so." Ich zeige Mini Ta´a wie man eine Sternenfritte zuerst zwischen Zeigefinger und Daumen nimmt und sie dann in Ketchup tunkt, bevor man sie isst.

"Hmmmm!", meint sie skeptisch und probiert das schließlich dann auch. Die ersten kleine Bissen sind zögerlich, aber ich kann sehen, dass ihr das durchaus zu schmecken scheint.

"Nun kommen wir zum Banthaburger. Etwas zusammendrücken, aufpassen dass kein Dressing herausläuft und dann in den Mund führen. Seht Ihr?" Nun demonstriere ich dem Kind die Hohe Kunst einen Banthaburger zu essen, ohne sich dabei einzusauen. Auch hier sie zuerst etwas skeptisch, macht es mir dann aber nach und beißt ein ganz kleines Stückchen ab. Dann ein größeres und dann gibt es kein halten mehr, bis der Burger vertilgt ist.

Da sie das Essen aus Sternenfritten und Banthaburger komplett verputzt, scheint es ihr doch zu schmecken. Danach ist Schlafenszeit. Es gibt etwas Theater, bis sich ihre Majestät dazu bequemt, ihre Zähnchen zu putzen und den Schlafanzug anzuziehen, der nicht dem königlichen Standard zu entsprechen scheint, obwohl dieser mit das teuerste Exemplar in ihrer Größe im Laden war. Für eine Alleinherrscherin eben nur das Beste. Wobei ich mich Frage, welchen Zweck die Kleine genau hat. So wie ich das Unsterblichkeitsprogramm verstanden habe, will die große Ta´a Chume ja ihr aktuelles Bewusstsein auf einen "blanken" Klon überschreiben, so wie es die Imperialen ja teilweise auf Cyphera gemacht haben. Also die kompletten Erinnerungen. Ich denke, die Kleine war nur ein Versuch, da ja Kosai sofort versucht hat, dass Kind zu töten. Wobei ich nicht ganz verstehe, warum die Klonerin das versucht hat. Ob wir nun einen toten Klon oder lebenden Klon der Königinmutter präsentieren macht nur einen minimalen Unterschied.

"Schlaft gut, Eure Majestät und träumt was schönes." Mit diesen Worten hauche ich ihr einen Gute Nachtkuss auf die Stirn.

"Was machst du denn da?", fragt sie mich und ich denke mal, Kosai hat ihr Zeit nicht damit verschwendet, dem Kind körperliche Wärme zu vermitteln.

"Ich zeige Euch damit, dass ich Euch lieb habe", erkläre ich ihr.

"Das erlaube ich dir! Aber nur, weil du es bist!", erteilt mir die kleine Königinmutter huldvoll die Erlaubnis, nett zu ihr zu sein.

"Das ist aber lieb von Euch. Eure Majestät, wenn Ihr erlaubt, werde ich mich nun zurückziehen." Verabschiede ich mich von ihr und mache beim hinausgehen das Licht aus. Draußen vor der Tür schließe ich die Augen und schüttle den Kopf. Ich weiß nicht, warum gerade sie mütterliche Gefühle in mir weckt. Wahrscheinlich weil ich weiß, wie es ist, von einem Tag auf den anderen von seiner vertrauten Lebenswirklichkeit heraus gerissen zu werden. Nach den Unterlagen die wir erbeutet haben, ist der Klon vier Wochen alt, auch wenn sie wie sieben aussieht. Es bleibt die Frage, was wird aus der Kleinen werden?

Ich komme mir zwar etwas blöd vor, die gleiche Tour am nächsten Morgen noch mal zu buchen, aber ich halte diesen Plan für Alternativlos, also erledige ich das ohne zu jammern. Jedenfalls fällt mir immer noch nichts besseres ein und ich denke, dieser Plan hat durchaus das Potential Erfolgreich zu sein. Falls wir auffliegen, haben wir keine wirkliche Exitstrategie. Wir werden vor Ort mit dem Auskommen müssen, was auch immer wir vorfinden werden.

Also ziehen wir unser Ding durch, machen die gleiche Führung, gehen ins Museum und dort auf die Toilette. Scavengerbot schickt seinen kleinen Freund los und zehn Minuten später sitzt das Dongle auf einem Anschluss zum Netzwerk. Nun lädt Scav den Virus hoch.

"Ich denke, ich habe es geschafft", meint der Droide schließlich. Was immer wohl gemacht hat, Schreie und Schüsse sind nun aus dem Museum zu hören. Sofort ziehe ich meine Dragoner, klappe den Schaft auf und laufe hinaus. Einer der Wachdroiden schießt auf imaginiere Ziele, die wohl nur er sehen kann, da er schräg hoch in die Luft schießt. Die Touristen laufen schreiend herum.

"In Deckung!", rufe ich, werde aber weites gehend ignoriert. Nun gut, ich schieße den Droiden über den Haufen und Shaka schafft es, die Leute zu sammeln. Wir rennen zum Bus, werden aber von zwei Droiden angegriffen. Da sonst keiner eine Waffe dabei hat, liegt es an mir, die Droiden auszuschalten, was mit einer einzelnen Dragoner gar nicht so einfach ist. Aber inzwischen bin ich ziemlich gut darin, Droiden auszuschalten. Ich könnte damit schon fast als Veteranin der Klonkriege durchgehen.

Auf alle Fälle kommen wir alle zum Bus und können fliehen. Dieser Virus schießt ziemlich über das Ziel hinaus. Damit wird nicht nur die Produktion für die nächsten Wochen lahmgelegt, die Amok laufenden Droiden dürften ziemlich Marken schädigend für die NDW sein. Schätze mal, deren Anteilsscheine dürften sich im freien Fall befinden. Unbehelligt kommen wir raus und machen, dass wir von dieser Welt verschwinden. Ein Teil der Schäden ist inzwischen repariert, wenn auch nicht alles. Aber die nächsten Missionen sehen keine Raumkämpfe vor. Hoffe ich zumindest.

Ausnahmsweise kommen wir ungeschoren in den Orbit und springen unserem nächsten Ziel entgegen. Und das beinhaltet nichts weniger als die berüchtigste Assassinengilde des Hapes Konsortium auszuschalten. Möge die Macht mit uns sein!

Nakagos wirre Gedanken

Dieser Abschnitt hatte etwas leicht bizarres an sich. Hat mich ganz grob an die damalige Infiltration der Feinfeld Raffinerie bei unser damaligen Freihändlerkampagne erinnert. Nachzulesen in den "Fahrten der Audacia".
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 22. April 2021, 12:41:04 »
Dorn

Unser nächstes Ziel, Rboelle, ist eine schöne grüne Welt mit einem sehr gemäßigten Klima. Und hier befindet sich auch die Droidenstadt, in der wir einen Datenspeicher schmuggeln sollen. Im Klartext, wir sollen dort einen gefährlichen Virus frei setzen. Diese Mission hat sich Scavangerbot 523 ausgesucht.

Die kleine Ta´a Chume hat den Transfer unverletzt überstanden, da sie tatsächlich in ihrem Sessel angeschnallt geblieben ist und nicht versucht hat, sich zu befreien. Da bekommt sie ein großes Lob von mir und zur Belohnung darf sie sich eine Folge von "Trixi" anschauen, von der ich aus Gründen der Nostalgie alle Staffeln besitze. So wie das aussieht, ist das ihr erster Kontakt mit einem Unterhaltungsmedium, das ihre bisherige "Gouvernante" sie nur mit Lehrprogrammen in Kontakt gebracht hat. Das kleine Mädchen findet schnell gefallen an der Serie, so wie ich damals auch als kleines Kind auf Corellia. Ich kann mich noch erinnern, wie ich jeden Abend vor dem zu Bett gehen eine Folge ansehen durfte.

Diese Droidenstadt auf Rboelle ist eher eine riesige Fabrikationsanlage, wo Droiden Droiden herstellen. Neben harmlosen Industrie oder Reinigungsdroiden werden hier auch spezialisierte Kampfdroiden hergestellt. Neben der allseits bekannten KX+ Serie, also die verbesserte Version des imperialen Originals, werden hier auch Droiden für die Kampfdrachen gebaut. Da die Besatzung in der Regel von Adligen bzw. deren direkten Gefolgsleuten gestellt werden, haben die Säuberungen der letzten Monate für einigen Schwund gesorgt. Da so eine Ausbildung doch eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt, hat die Flotte die Lücken mit Droiden gefüllt. Das Programm ist noch nicht abgeschlossen und die Produktionsanlage mit einem Virus lahm zu legen würde die Kampfkraft der Königlichen Flotte durchaus minimieren.

Es gibt geführte Touren in das Innere der Produktionsanlagen und im Zentrum gibt es eine gigantische Pyramide mit einem Besucherzentrum, einschließlich Restaurant und Museum. Wir haben Tickets für eine dieser Touren. Bevor wir da los ziehen, gehe ich erst einmal einkaufen. Gehobene Kinderkleidung, wie ein Spielanzug mit Sturzschutz, Schlafanzug und Unterwäsche. Dann kaufe ich noch ein Puppe mit Wechselkleidung und ein Malbuch mit bunten Stiften. Für unsere kleine Königin nur das Beste. Huldvoll nimmt sie ihren Tribut entgegen. Die Kleine trägt ihr Näschen selbst in dieser Situation noch sehr hoch, da sie sich für die Königinmutter hält. Ich habe keine Ahnung, was wir mit der jungen Königinmutter anstellen sollen oder was aus ihr werden wird. Dieser Klon war nie Bestandteil der Mission, aber wir haben sie ja schlecht zurück lassen können. Aber darüber brauchen wir uns jetzt im Moment noch keine konkrete Gedanken machen, über unsere jetzige Mission schon.

Natürlich haben wir Diskussion darüber, wie wir die Sache angehen sollen. Momentan haben wir zu wenig Informationen über das ganze, also werfen wir uns in Schale und nehmen an einer dieser Führungen teil. Derweil lassen wir unsere E 9 mal wieder reparieren. Wahrscheinlich hat noch kein Raumschiff, der Millennium Falke mal abgesehen, in dieser Galaxis so oft in die Werft gemusst wie unsere "Vanguard".

Ich habe wieder meine gute gepanzerte Kleidung an, die ich vor knapp einen Jahr bei unserem ersten Aufenthalt auf Calfa gekauft habe. Mir kommt das wieder wie eine Ewigkeit vor. So viel ist inzwischen passiert. Ich trage, wie es sich für eine Dame von Welt gehört, ein Vibrorapier und meine Dragoner Blasterpistole im Tiefzeihhalfter.

Die Tour beginnt im Zentrum der anliegenden Stadt für Menschen. Hier stehen wieder mal verspielte Paläste, die aber nicht sehr reich verziert sind. Nicht überall scheint das Motto zu gelten: Mehr ist viel Mehr! Der Gleiter sieht stark nach einem modifizierten A10-T aus. Also ein langer Gleiter mit einem verglasten Aufbau, der den Passagieren einen ungestörten Rundblick garantiert. Der Reiseleiter ist eine schwebende Kugel, die mich fatal an einen Imperialen Verhördroiden ohne Spritze und Skalpell erinnert.

"Mein Name ist Caligo! Ich begrüße sie zu unserer Tour durch die Noir Droidenwerke, kurz NDW", verkündet der Droide, als wir in den wirklich bequemen Sesseln platz genommen haben. Wir fliegen los und sind bald in der "Droidenstadt", nachdem wir ein schwer gesichertes Werkstor passiert haben. Eine Mauer von etwas über zwölf Meter mit einem ziemlich hohen Zaun schützt das Areal. Die meisten Bodenfahrzeuge kommen da nicht mehr drüber.

Alles hier ist äußerst funktional gehalten. Überflüssige Verzierungen finden wir wie sonst üblich im Hapes Konsortium hier nicht. Wir durchfliegen mehrere Fertigungshallen für Servicedroiden jeder Art. Vor uns ploppen Regelmäßig Holodaten auf, welche die Spezifikation der Droiden und was sie hier kosten auflistet. Die Preise sind keine Schnäppchen, liegen aber in einer durchaus konkurrenzfähigen Bandbreite. Alles ist aufgeräumt und funktional. Lebendes Personal bekommen wir hier keines zu sehen.

Das ganze dauert etwa eine Stunde, dann landen wir an der zentralen Pyramide an. Außer der geometrischen Form hat sie nichts mit den bevorzugten Bauten der Sith zu tun. Die Fassade ist ziemlich glatt. Hier und da kleine Sensorkuppeln und ich denke, da gibt es auch einiges an ausfahrbaren Geschützen. Eine Lüftungsanlage, die uns als Einstiegspunkt dienen könnte, ist von hier aus keine zu erkennen. Wir werden in einen geräumigen Empfangsraum geschleust und dann dürfen wir uns das durchaus interessante Museum ansehen, haben dafür auch ein großzügiges Zeitfenster. Die Räume sind riesig und die Deckenhöhe beträgt etwa acht Meter. Zugänge zu "privaten" Räumen bestehen aus einem massiven Schott, vor dem ein Energiegitter gelegt ist. Daneben stehen jeweils zwei mit Blastern bewaffnete Sicherheitsdroiden die so tun, als wären sie gar nicht da. Einen für unsere Vorhaben so wichtigen Computeranschluss, der mit dem  Hauptnetzwerk verbunden ist, finden wir hier nicht. Einer der ersten Vorschläge war gewesen, ich schleiche durch eine der Türen und lege dann ein Dongle, über das Scavangerbot dann den Virus einspeisen kann. Schließlich bin ich eine Attentäterin und müsste so was können, hat jedenfalls Shaka gemeint. Klar komme ich auch durch diese Türen, nur wie kriege ich den dafür nötigen Raketenwerfer hier hinein?

Die Gitter an den inneren Lüftungsanlagen sind massiv und nicht dazu gedacht, die jemals wieder zu entfernen. Natürlich meint nun Shaka, dass ich da hoch klettern soll und mich da durch arbeiten. Aber ich krieg hier immer noch kein Raketenwerfer hinein, also erübrigen sich solche Pläne. Es wieder mal bezeichnend, dass alle Vorschläge von Shaka das Detail aufweisen, dass andere ihren Hintern riskieren, sie aber schön im Hintergrund bleibt. Mir liegt es auf der Zunge, sie darauf anzusprechen, wo ihre Zelle geblieben ist, die fast vollkommen ausgelöscht wurde. Könnte durchaus an ihrer Planung gelegen haben. Aber ehrlich gesagt, momentan habe ich keinen praktikablen Vorschlag. Das einzige was mir in den Sinn käme, mit der Schleichrüstung hier im Schutze der Nacht einzudringen und gezielt die Fertigungshallen für die Schiffsdroiden zu sabotieren. Letztendlich reicht es, wenn die Anlage für einen Monat ausfällt. Entweder wir waren bis dato erfolgreich oder wir sind Tod. Oder auf der Flucht. Meine Alternative wird allerdings abgelehnt, weil alle anderen unbedingt den kompletten Auftrag erfüllen wollen und sich nicht mit einem strategisch sinnvollen Teilerfolg zufrieden geben wollen.

Auf der Damentoilette fällt uns dann ein kleiner Servicedroide auf, der hier sauber macht. Den schnappt sich Scavangerbot und versucht ihn zu hacken, scheitert aber an der mächtigen Brandmauer des Reinigungsdroiden. Nun ist guter Rat teuer.

Nakagos wirre Gedanken

Das war der eher schwächste Teil des heutigen Abenteuers. Die Sicherheit war massiv und die meisten Vorschläge hatten den Fehler, dass allein ich dann das volle Risiko tragen sollte. Die Schwierigkeit den Reinigungsdroiden zu hacken waren zwei Lila Würfel, also normalerweise für Scavangerbots sechs Würfel. kein Problem. Bis auf heute... Da war das Gelächter am Tisch natürlich groß. Aber wie so oft, viele positive Würfel garantieren keinen eben Erfolg, wenn man "nur" ein Berg Vorteile hat. Ich glaub, es waren sieben Stück davon. Aber wenn man halt keinen Nettoerfolg hat...
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 20. April 2021, 13:06:59 »
Cresh

Die Klonerin und Kamonianerin Kosai schaut zuerst zu uns, dann zu dem kleinen Klon der Königinmutter und anschließend auf ihre Injektorpistole. Wie üblich beschließt sie lieber Selbstmord zu begehen als sich von uns gefangen nehmen zu lassen. Also drückt sie die Injetkionspistole auf ihre Arm und spritzt sich eine tödliche Dosis. Shaka und Skav versuchen das zu verhindern. Zwar ist Kopfgeld auf die Kosai ausgesetzt, aber da es sich um einen Klon handelt, da zumindest eines ihrer Exemplare nachweislich schon das zeitliche gesegnet hat, ist es moralisch natürlich nicht besonders einwandfrei, für sie ein weiteres mal ein Kopfgeld zu kassieren. Aber Shaka betäubt die Klonerin und Skav verhindert ein Ausbreiten des Giftes, in dem er den Arm mit dem Vibroschwert amputiert.

Derweil schnappe ich mir das kleine Kind, bevor sie noch vollständig traumatisiert wird. Die kleine Ta´a Chume schreit empört auf und schlägt mir ihren kleinen Fäusten auf meine Rüstung ein.

"Eure Majestät, ich würde es sehr begrüßen, wenn Ihr es unterlassen könntet, Euch selbst weh zu tun." Spreche sie respektvoll an und die Kleine beruhigt sich etwas, wohl auch einsehend, dass sie so nicht gewinnen wird.

"Ich wünsche augenblicklich wieder auf den Boden gestellt zu werden", verlangt sie nun, eine andere Taktik einschlagend. Der Klon wurde wohl künstlich gealtert, da diese Anlage erst etwa ein halbes Jahr aktiv ist. Offensichtlich hat man sie bis zu einem Alter von sieben wachsen lassen und dann mit ihrer Indoktrination begonnen. Jedenfalls steht eine der Wannen in dieser Größe hier herum.

"Wenn Eure Majestät versprechen, sich wie eine kleine Lady zu benehmen, werde ich dem nachkommen", erwidere ich.

"Na gut, ich verspreche mich wie ein wahre Königinmutter zu benehmen", verspricht sie huldvoll und ich setze sie auf den Boden ab.

"Wenn ich bitten dürfte, Eure Majestät", ich reiche ihr meine Hand und nach kurzem Zögern ergreift sie diese. Shaka versucht mehrmals sich einzumischen, aber ihre Majestät wie auch ich ignorieren sie gekonnt. "Ich schätze mal, ihr kommt ohne uns klar."

Während der Rest der Crew hier Daten sichert und Bomben legt, bringe ich die kleine Königin auf unser Schiff und stecke sie in die Passagierkabine, die normalerweise Tory belegt hat. Das Mädchen sieht nicht begeistert aus.

"Das ist aber ein äußerst bescheidene Unterkunft!", meint sie dazu, während ich ihr zeige, wo sie schlafen kann. Und wo sie den hygienischen Grundbedürfnissen nachkommen kann. So eine Hygienezelle kann tricky sein, besonders da die Bedienelemente teilweise doch recht hoch liegen. Aber ich denke, die kleine Lady bekommt das hin.

"Bleib jetzt schön hier im Sessel sitzen, bis ich wieder hier bin.S o legt Ihr die Sicherheitsgurte an. Falls Ihr Euch selbstständig abschnallt, ist das für Euer körperliches Wohlbefinden durch unvorhergesehene Wechselwirkungen abträglich" Ich zeige ihr schnell noch, wie das geht und hoffe, sie bleibt da auch sitzen, da die Flucht durchaus ruppig werden könnte.

"Wenn Eure Majestät mich bitte entschuldigen würden", meine ich und gebe ihr noch mein Datapad mit Holovidfilmchen zum Zeitvertreib.

"Nun gut, ich werde hier verharren. Ich erlaube, dass Ihr Euch nun um Eure Angelegenheiten kümmern dürft", entlässt sie mich huldvoll. Muss man der Kleinen lassen, dass ganze königlich hochgestochene Gehabe hat sie durchaus schon drauf.

Ich gehe nun zum Platz des Kopiloten und drehe schon mal die "Vanguard" um 180 Grad. Unser Eindringen ist nicht unbemerkt geblieben und mehrere Sternenjäger sausen von verschiedenen Militärstützpunkten auf uns zu.

"Was immer ihr da drinnen treibt, ihr habt jetzt noch 90 Sekunden zum evakuieren!", gebe ich durch und stelle einen Countdown. Ich beobachte bange das Display und die schnell näher kommenden Impulse von Jägern. Inzwischen sind die Kanonenboot Droiden in den Wartungsmodus versetzt und haben sich zu einer Bodenstation zu ihrer "regulären" Wartung begeben. Der Nachteil, wenn Droiden einem Protokoll unterliegen.

"Noch dreißig Sekunden!", meine ich, als sich da drinnen immer noch visuell nichts tut. Dann bewegt sich der Aufzug und die restliche Crew schleift tatsächlich Kosai mit. Manchen wird es wohl nie langweilig, sich mit der Frau zu beschäftigen. Auf "Drei" bekomme ich Meldung, dass alle drin sind. Schleusen zu und ab die Post. Ich flitze mit der E-9 aus dem Hangar, fahre die Landestützen ein, stelle die "Vanguard" senkrecht, was dank der künstlichen Schwerkraft keinerlei Auswirkungen auf die Passagiere hat und beschleunige mit maximaler Last. Währenddessen vergeht hinter uns in einer gewaltigen Feuerblume die Plattform mit dem Klonlabor. So viel zum Unsterblichkeitsprogramm der Königinmutter. Aber ich schätze mal, dass es nur eine Frage der Zeit ist, ein neues Labor mit einer weitere Kosai zu installieren. Trotzdem dürfte das ein Schlag ins Gesicht der Königinmutter sein, der ihr persönlich weh tut.

"Festhalten!", brülle ich noch ins Intercom,  dann schaffen die Absorber auch nicht mehr die Fliehkräfte komplett zu kompensieren. und ich werde in den Pilotensessel gepresst. Ich hoffe mal, die kleine Königinmutter sitzt wie versprochen angeschnallt in ihrem Passagiersessel. Aber langsamer geht nicht mehr, da die Neunzig Sekunden eigentlich schon zu wenig für eine gefahrlose Evakuierung waren. Diese kleinen Sternenjäger des Hapes Konsortium sind verdammt flink und wendig. Vor dem Frontalen Deflektorschild schiebe ich einen Keil aus Feuer, als wir in den freien Raum brechen. Trotzdem schließen die feindlichen Jäger weiter auf. Inzwischen kann ich sechzehn Impulse unterscheiden, die uns aus zwei Seiten in die Zange nehmen, wobei die rechte Zange näher als die linke ist. Also richte ich mich leicht nach links aus.

Scav schafft es sich in den Sessel des Navigators zu wuchten und beginnt die letzten Feinheiten des Kurses zu berechnen. Der eigentliche Kurs stand ja schon, aber gewisse Details müssen eben nach einer gewissen Zeit nachjustiert werden. Die führenden zwei Jäger sind nun in Reichweite für ihre Protonentorpedos und feuern diese auch sogleich ab.

"Raketenalarm", rufe ich aus.

"Kurs steht!", meint Scav und Lyn, die es inzwischen auch ins Cockpit geschafft hat, betätigt den Hebel für den Hyperraumsprung. Die Sterne werden zu Strichen und wir sind im blauen Tunnel. Während Lyn nun wieder ihre Aufgaben als Pilotin nachgeht, schaue ich nach dem Kind. Beim Alarmstart war es wie von mir befohlen im Sessel angeschnallt gewesen und beschwert sich über diese ruppigen Transport und wünscht, dass so etwas nie wieder vorkommt. Tja, dass wünschte ich mir auch, mal nicht von irgendwo zu starten, wo mal nicht eine Menge Leute versuchen, uns umzubringen.

Nakagos wirre Gedanken

Lyns Spieler hat gemeint: "Schaffen wir es nicht einmal irgendwo zu sein, wo eine freche Göre uns nervt?" Nachdem wir endlich Tory wenigstens temporär los sind, haben wir das nächste kleine weibliche Problem am Hals. Mal sehen, was daraus noch erwächst.
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 18. April 2021, 16:15:19 »
Besh

"Wolkensprühanlage ein!", meine ich und drücke den Knopf. Nach wenigen Sekunden haben wir mit einigen Düsen und einer chemischen Reaktion unser eigenes Wölkchen erschaffen und treiben nur mit den Repolsurliftantrieb auf Leerlauf mit dem Wind auf die Wolkenstation zu.

"Wenn das mal nur gut geht", unkt Lyn.

"Muss es, eine andere Möglichkeit durchzukommen sehe ich nicht", meine ich dazu nur. Vorsichtshalber gehe ich zum Turm und klemme mich hinter das Terminal zum Lasergeschütz. Momentan ist alle aus, was nicht unbedingt zum in der Luft bleiben nötig ist. Ganz leise ist das Säuseln des Repulsorliftantriebes zu hören, da die Lüftungsanlage aus ist. Normalerweise ist die lauter als der Antigravantrieb. Ich schaue alle paar Sekunden auf den Chrono und berechne unseren Standort. Wir wissen die Windgeschwindigkeit und so kann ich im Geiste nachvollziehen, wo wir uns befinden. Momentan dringen wir nun in den äußeren Perimeter ein. Etwas zwanzig Minuten werden wir brauchen, bis wir durch sind.

Die Zeit dehnt sich zu Äonen. Wenn es schief läuft, werde ich mir von Shaka das übliche Gejammer anhören dürfen. Wenn es gut läuft, wird sie so tun, als wäre es ihre Idee gewesen und das zumindest nach außen so auch verkaufen. Wenn dieser Wahnsinn mit dem Kristall zu ende ist, werde ich versuchen, wieder als Kopfgeldjägerin zu arbeiten. Mit etwas Glück bekomme ich die "Vanguard" zugeschlagen. Wahrscheinlich werde ich wohl weder Scav noch Myrte als Mechaniker rekrutieren können. Ich denke mal, dass ich meine kleine Schwester für die Kopfgeldjagd begeistern kann. Immerhin ist sie nun eine freie Bürgerin der Neuen Republik und kann eine Lizenz erwerben. Tory wäre nicht schlecht als dritte Person an Bord. Irgendwie hasse ich das Gör so sehr, dass sie mir nun richtig fehlt.

"Wir sind durch! Fahre Systeme hoch!", reißt mich Lyn mich über Intercom aus meinen Gedanken über die Zukunft.

"Verstanden!", gebe ich kurz durch und aktiviere nun die Zielmatrix. Auf meiner Brille erscheint ein Raster.

"Wir haben einen Droiden am Hals!", meldet Lyn, noch bevor ich was sehen kann.

"Den übernehme ich! Lyra, neutralisiere die Lasergeschütze!" gibt Scav von der unteren Kanzel durch.

"Verstanden! Neutralisiere Lasergeschütz!" Der Nebel verzieht sich und die Plattform schält sich aus der Wolke, die uns bis jetzt umgeben hat. Die Plattform mit den Ausmaßen von etwas mehr als hundertzwanzig auf hundertzwanzig Schritt schimmert Silbern im gleißenden Sonnenlicht. Sofort schwenke ich auf das erste Lasergeschütz ein, zentriere es in meiner Zielmatrix und feuere! Ich treffe es eigentlich gut, aber obwohl es anfängt Funken zu sprühen und zu qualmen, feuert es im Gegenzug zurück. Skav gelingt es den einzigen vorwitzigen Droiden abzuschießen, der sich an uns geheftet hat. Lyn zerstört mit einer Salve Protonentorpedos einen weiteren Lasergeschützturm. Scav zerlegt einen weiteren und ich beende mein Werk, wobei die Kuppel des Lasergeschützturmes abgesprengt wird. Qualmend trudelt der Waffenträger um seine eigene Achse rotierend in Richtung Dschungel.

Nun kommen wir problemlos in den Hangar. Lyn landet die E-9 und sechs KX Sicherheitsdroiden marschieren auf uns zu. Leider befinden sie sich im toten Winkel von meinem Lasergeschütz. Also verlasse ich den Geschützstand und laufe wie die anderen zur Schleuse. Kaum öffnet sich die Schleuse, stehen wir schon im Feuerhagel. Ich werde gleich mal getroffen und meine Rüstung wird von dem Schweren Blastergewehr durchschlagen. Das tat jetzt weh. Skav wird ebenfalls getroffen, aber bei ihm prallen die Einschläge ab. Auch Shaka wird leicht verwundet. Ich versuche einen Feuerhagel zu entfesseln, kann aber nur einen mit zwei Treffer fällen, die restlichen Schüsse gehen fehl. Shaka erledigt dafür gleich mal zwei. Treffen kann sie, muss man ihr lassen. Skav schießt mit einer Blasterpistole auf den nächsten, kommt aber nicht durch dessen Panzerung. Seit neusten hat der Droide immer ein Aufruhrbekämpfungsschild dabei. Derweil zeigt Lyn wie man das richtig macht und lässt ihr Lichtschwert durch die Luft wirbeln. Mit ihrem gekonnten Wurf zerstört sie zwei der Droiden. Ich erledige den letzten der Sechs und wir haben die Landezone genommen. War ja jetzt gar nicht so schwer.

Professionell rücken wir uns gegenseitig deckend vor, aber hier formiert sich kein weiterer Widerstand. Skav schließt das Bedienungsterminal kurz und wir fahren hoch in die Hauptplattform. Die Schleuse öffnet sich und wir kommen oben an. Sechs Dragoner greifen uns mit gezogenen Klingen an. Shaka und ich demonstrieren ihnen, dass das Gewehr mächtiger ist als das Schwert und schicken vier von ihnen zu Boden. Ich habe durchaus ein schlechtes Gewissen diese Männer zu töten, dessen einziger Makel darin besteht, ihrer rechtmäßigen Königinmutter zu dienen. Das wäre alles nicht nötig, wenn man uns nur erlaubt hätte, diese verdammte Hinterlassenschaft von Darth Varak zu zerstören. Wie viele gute Menschen müssen deswegen noch sterben? Verflucht seien die Sith!

Die beiden überlebenden Dragoner greifen die Twi´leks an, wahrscheinlich weil sie diese als die schwächsten Ziele identifiziert haben. Shaka überlebt den Angriff und denkt, es wäre eine gute Idee, dass ich mich um den Kerl kümmere. Weit gefehlt, den in dem Moment geht ein Schott auf und die wuchtige Gestalt eines Virax zeichnet sich als Silhouette im Türrahmen ab. Wie ich diese Chimären inzwischen zu hassen gelernt habe. Natürlich kümmere ich mich um das Virax Ding, da ich auf die harte Tour gelernt habe, die können verdammt viel Schaden anrichten. Mein Klon auf Cyphera wurde von so einem Ding getötet und das hat durchaus seine Spuren hinterlassen. Diese Inkarnation war zwar nicht so gut gerüstet, aber so eine Chimäre hat mich erledigt und das macht mir durchaus Angst.

Trotz allem gelingt es mir gerade so den Sprühtank des Virax zu treffen und zu zerstören. Leider klebt sich die Chimäre dabei nicht selbst fest. Lyn erledigt ihren Gegner mit dem Lichtschwert. Shaka hat kein Glück und wird vom Hauptmann der Dragoner niedergestreckt. Der Virax greift mich an, aber ich weiche im letzten Moment seinem mörderischen Hieb aus. Skav versucht den Hauptmann beschäftigt zu halten und Lyn greift ihn an. Dabei stellt sie sich ziemlich ungeschickt an und fällt quasi in das Schwert des Gegners. Der Mann hat echt was drauf. Und der Virax auch. Während ich nun meinen Cherkahänder ziehe und versuche ihn zu schlagen, was mir auch gelingt, greift er mich ein weiteres mal an und ich klebe an seinem Arm fest. Damit rammt er mich mehrmals hart zu Boden. Ich kann spüren, wie ein paar meiner Rippen deutlich knacksen und ich bekomme kaum noch Luft. Das Atmen tut verdammt weh und in mir kommt die Panik hoch. Für einen Moment bin ich wieder auf Cyphera und der Virax bricht mir da das Rückgrat, bevor er mich mehrmals zu Boden rammt.

"Fierfek!", röchle ich, kämpfe meine Angst nieder und kann mich gerade so losreißen. Mit einem wuchtigen Hieb spalte ich ihm den Schädel und die Chimäre geht tödlich getroffen zu Boden. Hat er nun davon. Das war jetzt knapp gewesen und dies war einer der Momente, wo ich dachte, sterben zu müssen.

Scav hat derweil den Hauptmann getötet. Von dem offenen Schott aus können wir spitze Schreie vernehmen. Nachdem wir unsere Kameradinnen ins Leben zurück geholt haben, eilen wir ins Klonlabor. Wir sehen ziemlich vertraute Dinge aus den anderen Laboren, wir im laufe der Zeit schon besucht haben. Zum einen die typischen mit Flüssigkeit gefüllten Zylinder, einen Tisch aus poliertem Stahl und eine Doktor Kosai. Ich frage mich, wie viele verschiedene Klone von der Frau in dieser Galaxis noch herum laufen? Aber wirklich interessant dürfte das etwa sieben Jahre junges Mädchen in einem prächtigen Kleid sein, dass von Kosai um den Tisch gejagt wird. Schätze mal, wir haben da einen kleinen Klon von Ta´a Chume vor uns und die Kamoranerin Kosai versucht gerade, diese zu töten.

Nakagos wirre Gedanken

Dieser Kampf war doch noch recht hart. Der Hauptmann der Dragoner in Verbindung mit dem Virax war eine tödliche Kombination. Shaka hat taktisch unklug den Hauptmann mitgezogen, der so eine Art Heften Talent hat. Normalerweise funktioniert das etwas anders, aber auf einmal war ich mit dem Kerl im Nahkampf. Aber Dank eines Nettotriumphs konnte ich den Tank des Virax treffen, was dessen äußerst hässlichen Komboangriff verhindert hat, nämlich zuerst festkleben und dann zu Tode schocken.
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 15. April 2021, 16:00:22 »
Episode L
Das Klonlabor, die Droidenstadt und der Assassinentempel
Aurek

Thrakia ist eine moderate Wasserwelt mit einigen heimeligen Archipelen. Die meisten Leute wohnen aber auf schwebenden Plattformen über dem Meer. Je weiter oben, desto nobler die Gegenden. Wobei auch die unteren Plattformen keine Armenviertel sind, sondern die Häuser sind halt keine reich verzierten Paläste oder noble Villen. Wir checken in ein feudales Ressort ein, zu dem ein Vergnügungspark mir verschieden spektakulären Fahrgeschäften gehört. Das hätte auch meiner kleinen Schwester großen Spaß gemacht, hier wilde Achterbahnfahrten zu absolvieren. Es gibt sogar eine ziemliche wilde Bahn, welche dem Höllenritt nachbilden soll. Allerdings ohne riesigen macht-sensitiven Weltraumkraken. Macht aber trotzdem verdammt viel Spaß, jedenfalls mir.

Nach einem vergnüglichen Tag im Park geht es ins Spa. Zuerst ein äußerst entspannendes Bad in einer heißen "Quelle", dann anregende Massagen, die meinem geschundenen Körper gut tun. So kann man die Tage auch verbringen. So ein entspannter Urlaubstag war auch schon lange überfällig gewesen.

Am nächsten Morgen schauen wir, wie die Arbeiten an unserer "Vanguard" voranschreiten. Eine Traube älterer Männer umringt unsere E-9. Offensichtlich hat es sich inzwischen herumgesprochen, dass mit diesem Schiff die Höllenritt Passage zum ersten mal seit über zweitausend Jahren bezwungen wurde. Kaum wird man uns gewahr, stehen wir auch schon im Fokus des allgemeinen Interesses und werden genötigt, uns auf ein paar Drinks in einer Rennfahrerbar einzuladen. Natürlich lassen wir das zu und erzählen dann von unseren Leistungen. Shaka fällt unangenehm auf, da sie meint, für uns sprechen zu müssen. Dabei waren Lyn, Skav und ich, welche die "Vanguard" durch die Höllenritt Passage gesteuert haben. Ihr Beitrag war dabei minimal, aber wenn man sie so reden hört, könnte man meinen, sie wäre alleine durchgeflogen und wir hätten in unseren Kojen gepennt.

Als ich sie etwas vorführe, wenn es um richtige Details geht, wird sie schnell kleinlaut und lässt dann das reden denen, die diese "Heldentaten" auch vollbracht haben. Inzwischen zähle ich die Tage, wo ich nicht mehr gezwungen bin, mit dieser Frau durch die Galaxis zu reisen. Wahrscheinlich werde ich auch noch in Zukunft mit ihr zu tun haben, aber wenn das Kristallnetzwerk des Darth Varak für ein und allemal vernichtet ist, gibt es keinen Grund mehr, sie auf meinem zukünftigen Schiff mitzuschleifen. Ob es die E-9 oder ein anderes sein wird, sei mal dahin gestellt. Aber das ist Zukunftsmusik.

Wir verkaufen schließlich einige spektakuläre Filmaufnahmen und Daten für 30 000 Credits. Besonders die Aufnahmen des Weltraumkraken sorgen für einiges an aufsehen. Zwar sind schon öfters Droidenschiffe durch die Passage gelangt, aber noch nie eines mit lebender Besatzung oder Passagieren. Lyn erklärt, was sie denkt, was das Ding macht. Ich hör ihr zu und verstehe es aber nicht wirklich zur Gänze. Auf alle Fälle scheint der Kraken was mit dem Bewusstsein der Crew zu machen und sorgt dafür, dass sie immer zu ihm zurück fliegen. Ein Art Netz, in dem sich der Verstand verstrickt.

Nach dieser Episode legen wir uns in einer Klinik unters Messer, um etwas einzubauen, was unsere Widerstandskraft gegenüber Gift erhöht. Das kann in Anbetracht der Tatsachen nicht Schaden, dass wir gegen ein Kloster voller Assassinen und Giftmischer vorgehen wollen. Da kann man gar nicht resistent genug gegenüber Gift sein. Auch müssen wir uns so langsam überlegen, wie wir gegen das Klonlabor in den Wolken vorgehen.

Das ist nicht so einfach. Wir haben ja schon einiges an Informationen bekommen, da der ursprüngliche Besitzer der Station gar nicht glücklich darüber ist, vom Staat enteignet worden zu sein. Früher war das eine Art Schließfach für besonders wertvolle oder heikle Dinge aus dem Besitz vermögender Adliger, jetzt ist es das persönliche Klonlabor der Mutterkönigin. Die erste Verteidigungslinie besteht aus einem Abwehrriegel aus treibenden Droiden. Sie erinnern grob vom Aussehen her an die berüchtigten Gunships der Separatisten aus den Klonkriegen. Also ein scheibenförmiges Antriebssegment und eine Kopfartig angeflanschte Kampfeinheit in Form eines schweren Blastergeschützes. Statt Raketen mitzuführen, fungiert der Droide selbst als übergroße Erschütterungsrakete. Sollte der Droide zu dem Schluss kommen, er kann ein Ziel nicht mit der Blasterkanone vernichten, so rammt er es und bringt seine Sprengladung zur Detonation. Und davon schwirren Dutzende um die Plattform herum. Allerdings nähern die Droiden aus Sicherheitsgründen sich nicht selbst der Station an. Ist man auf unter hundert Meter heran, rammen die Droiden nicht mehr. Gut zu wissen. Die Plattform selbst ist von drei Lasergeschütztürmen bestückt.

Unter der Station ist das Landedeck angebracht. Es ist nur von einem der Türme einsehbar. Über die aktuelle Sicherheit an Bord der Wolkenstation ist nichts bekannt. Die Plattform befindet sich in einer stabilen Parkposition über einem Dschungelareal, dass als schwer zugänglich gilt. Versorgt wird die Station über einen unregelmäßigen Shuttleverkehr von einem militärischen Stützpunkt in etwa zehn Minuten Flugdauer Entfernung.

Obwohl es eine von Shaka ausgewählte Mission ist, hat sie noch rein gar keine praktikable Idee, wie wir da rein kommen sollen. Ihr Vorschlag wäre eine Sturmlandung mit Volllast durchbrechen und in den Hangar hinein bremsen. Lyn und ich liegen nach dem Vorschlag lachend am Boden. Klar, wir bremsen in hundertfünfundzwanzig Meter von knapp über tausend Stundenkilometer auf Null. Das hält kein normaler Absorber aus. Unsere eigenen Gurte würden uns zerquetschen oder in Stücke schneiden, je nachdem wie gut die Rüstung der Belastung stand hält. Selbst mit wirklich teuren und qualitativ hochwertigen Hochleistungsabsorbern ist das physikalisch bei einem Flugkörper unserer Größe nicht drin. Ganz abgesehen davon, dass wir mit aller Wahrscheinlichkeit an der rückwärtigen Hangarwand zerschellen oder als sich explodierendes Wrack einfach durchbrechen.

"Du hast zu viel schlechte Holovid Filme gesehen. Nicht mal Han Solo mit dem Falken kriegt so ein Manöver hin", meine ich dazu nur, nachdem ich wieder Luft bekomme. Nachdem wir uns alle wieder beruhigt haben, kalkulieren wir einen konzentrischen Durchbruch durch. Also schnell rein, dann in einer engen Umkreisung abbremsen, die Lasergeschütztürme zum schweigen bringen und dann anzulanden. Die physikalisch mögliche Maximalgeschwindigkeit stellt sich schnell als zu niedrig heraus, die Droiden erwischen uns damit in zu großer Anzahl beim Anflug. Eine höhere Geschwindigkeit trägt uns durch die Fliehkräfte in das Areal mit den Droiden zwangsläufig wieder hinein. Auch ein Repulsorlift und Absorber hebt die Grundlagen der Physik nur bis zu einem gewissen Punkt auf. Ich lasse von Scav die Wahrscheinlichkeit durchrechnen, mit einem Sprungmodul einfach durchzuschlüpfen. Allerdings kommt Scavangerbot aufgrund der Sensorleistung der Droiden zu dem Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit unentdeckt mit einer Gruppe durchzubrechen, sich im einstelligen Promillebereich befindet. Selbst alleine würde das meine Chancen nur minimal erhöhen. Und ich will auch nicht gänzlich ohne Unterstützung auf eine Plattform, von der wir nicht wissen, wie viel Personal sich darauf regulär befindet. Diese Informationen sind uns leider nicht zugänglich.

Wir diskutieren kurz die Möglichkeit durch, einen der Versorgungsflüge zu kapern, haben aber nicht die Möglichkeit, dass unbemerkt zu erledigen. In eine militärische Hochsicherheitsanlage hinein zu kommen ist sicherlich nicht unmöglich, aber über das Areal haben wir keine Informationen und schlicht weg nicht die Zeit, diese zu beschaffen.

Letztendlich habe ich eine ziemlich verwegene Idee. Sie hört sich verdammt Schwachsinnig an, aber momentan fällt mir einfach nichts wirklich praktikables anderes ein, was nicht den Totalverlust der "Vanguard" beinhaltet.

"Leute, ich hab da was...", meine ich nur und alle schauen mich Erwartungsvoll an, als hätten sie die ganze Zeit nur darauf gewartet, einen Plan aus dem Hut zu zaubern. Ich muss sagen, meine Kameraden kennen mich eben.

Nakagos wirre Gedanken

Dieser kleine Seitenhieb auf Episode VII musste einfach sein. Wie ich die neue Trilogie und ihre Verstöße gegen Lore und Physik doch verabscheue. So langsam kann ich nachvollziehen, wie man für immaterielle Dinge in den Krieg ziehen kann.
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 13. April 2021, 12:47:06 »
Grek

Nachdem die Missionen verteilt sind, beginnt sich die Flotte zum größten Teil zu zerstreuen. Auch Tory schließt sich einer anderen Gruppe an. Ich hoffe nur, dass wir am Ende erreichen können, dass die Flottenpräsenz sich über Xios verflüchtigt. Damit hätten wir schon viel gewonnen. Der Sturm auf Xios wird hart werden und uns was kosten. Aber wenn wir temporär Kontrolle über das Netzwerk bekommen, um es dann herunter fahren zu können und es danach zerstören, haben wir unsere primäre Mission erfüllt. Ob nun am Ende Prinz Isolder oder Ta´a Chume auf dem Thron sitzt, ist für mich nur sekundär. Natürlich wäre ein uns zu Dank verpflichteter Herrscher besser, da wir dann auch die Nilvax Station behalten können. Aber das sehe ich als Bonus an. Sicherlich will ich gerne die Station behalten, aber so lange das Netzwerk aus Kyberkristallen noch existiert, geht davon eine Bedrohung für die Neue Republik wie auch für das Hapes Konsortium aus. Allein schon das herum probieren kann zu fatalen Reaktionen führen. Ganz abgesehen von einem bewussten Ausdehnen des Ionennebels in den Raum der Neuen Republik. Dieses Erbe von Darth Varak muss ausgelöscht werden, damit die Galaxis eine Chance hat, in Frieden zu leben. Für so etwas lohnt es sich zu kämpfen und im schlimmsten Fall auch zu sterben.

Ich verabschiede mich mit einem langen Gespräch von meiner Schwester, da es durchaus sein kann, dass eine von uns auf dieser Mission oder im Kampf um Xios fallen kann. Aber uns beiden ist klar, dass es eben Dinge gibt, für die es sich zu sterben lohnt.

"Möge die Macht mit dir sein, kleine Schwester!" wünsche ich Eloy.

"Möge die Macht auch mit dir sein, große Schwester", erwidert die ehemalige Imperiale meinen Gruß, umarmen uns und so scheiden wir reinen Herzens.

Der Flug ins Hapes Konsortium verläuft ohne große Komplikationen. Wir sind bald auf Kurs nach Dreena und schwenken dann zur Höllenschlundroute ab. Warnbojen befinden sich hier und fordern uns auf, sofort umzukehren, da hier Todesgefahr droht. Es gibt sogar die Möglichkeit, eine letzte Nachricht zu hinterlassen, bevor wir in den Höllenschlund eintreten.

"Lang lebe Prinz Isolder", verkündet Shaka. Im ersten Moment bin ich davon nicht so begeistert, aber es geht hier ja auch darum, unseren Hoffnungsträger das nötige Prestige zu erschaffen, damit er den Thron im Idealfall besteigen kann. Ohne Isolder, keine Station, so einfach ist das. Deswegen war Shakas Aktion schon richtig.

Die ersten fünf Sprünge in die Passage hinein sind ziemlich ruppig, aber wir haben umfangreiche Navigationsdaten, auch wenn die vom Datum her verdammt alt sind. Während wir bei vielen anderen Missionen uns um Hintergrundinformationen gekümmert haben, verfügen wir hier nur über die reinen Navigationsdaten.

"So langsam frage ich mich, warum das hier Höllenschlundpassage heißt", wende ich mich an Scavangerbot, der wie gewohnt an seinem Platz an der Schadenskontrolle und dem Navigationscomputer sitzt.

"Wir haben erst die Hälfte hinter uns gebracht. Vielleicht liegt die wirklich gefährlichen Abschnitte noch vor uns", meint Scav.

"Durchaus möglich", meine ich, da es bis jetzt schon beinahe zu leicht war. Als ob ich es gerufen hätte, schrillt in dem Moment der Kollisionsalarm. Und zwar nähern sich von hinten schnell fliegende Objekte. Es gibt recht wenig, was schneller als eine E-9 im Hyperraum ist. Mir gelingt einen Ausweichkurs festzulegen und ein leibhaftiger Asteroid rauscht unter uns durch.

"Bei der Macht!", rufe ich aus, da unmöglich, dass sich ein Asteroid im Hyperraum befindet. Ganz abgesehen davon, dass der noch schneller ist als wir. Auf alle Fälle führt das zu einigen unangenehmen Wechselwirkungen, da wir durch die Masse auf einen anderen Kurs gedrängt werden. Sofort leite ich den Notrückfall in den Realraum ein, bevor uns ein weiterer Asteroid noch von hinten rammt oder wir zu weit vom Kurs abgedrängt werden. Was leider schon der Fall ist, da wir am Ausläufer des Ionennebels landen. Elmsfeuer umzüngelt uns sofort, als wir krachend in dem Realraum zurück fallen. Einiges geht zu Bruch und ein dutzend Alarmleuchten beginnt hektisch zu blinken. Dann haut es die Sicherungen heraus und wir treiben energielos im Nebel. Scav handelt sofort und nach zehn Minuten haben wir wieder Energie. Unser Kurs stabilisiert sich und mir gelingt es mühsam die "Vanguard" in sichere Gefilde zu steuern. Zwei Stunden brauchen wir, bis wieder alles nominal läuft. Die Struktur des Schiffes hat einiges abbekommen. Ein paar Sachen können wir sofort reparieren, aber der Rest wird länger dauern.

Nun deutlich vorsichtiger springen wir in den Hyperraum und beginnen zu "stottern". Also kurze Sprünge, die besser zu kontrollieren sind. Damit machen wir anfangs ganz gut Strecke, dann landen wir in einem gigantischen Raumschiffsfriedhof in einer Blase im Nebel. Ein gigantisches Objekt sitzt im Zentrum der Blase und es ist groß genug, um eine eigene Gravitation zu entwickeln. Laut unsern Scannerdaten lebt dieses riesige Ding, was aber unmöglich ist. Es gibt zwar Berichte über riesige Weltraumkraken und Wale, aber dagegen sind die winzig. Selbst Suúl ist gegen das Ding ein Zwerg. Ich meine eine bösartige Präsenz zu spüren. Meine Nackenhärchen richten sich auf und ich habe eine regelrechte Gänsehaut. Was immer das auch ist, es führt nichts gutes im Schilde. Handelt es sich um eine Chimäre der Sith? Immerhin hat Darth Varak einen Giganten wie Suúl erschaffen und Größe scheint bei den Sith keine Rolle zu spielen.

"Wir müssen hier weg!", rufe ich und leite alle Energie auf die Antriebsdüsen. Schnell wird klar, dass dies nicht reichen wird. Nun gut, ich entschließe mich einfach die Anziehungskraft der Kreatur zu nutzen, um mit Hilfe deren Gravitation ihr zu entkommen. Also wende ich die E-9 mit einer Koirogankehre und sause so auf die Kreatur zu, dass wir sie knapp passieren und die Gravitation für zusätzlichen Schwung zu nutzen, um so letztendlich einen stabilen Sprungpunkt zu erreichen. Ich überlasse mich ganz der Macht und sie leitet mich!

Mein Manöver gelingt und während ein riesiger Tentakel nach uns schlägt, springen wir von dem Ding weg. Was danach folgt ist wirklich ein Ritt durch die Hölle. Diese Passage verdient ihren Namen zu recht. Mehrmals werden von irgendwelchen Trümmerteilen getroffen und so langsam laufen alle relevanten System auf Hochtouren. Ich verlange der E-9 Dinge ab, die ihre Erbauer wahrscheinlich nie für möglich gehalten haben. Mehrmals müssen wir unseren Kurs korrigieren, weil das Ding irgendwie in der Lage ist, unseren Computer zu manipulieren. Aber obwohl ich nur schwach Machtsensitiv bin, reicht es, den Kurs schließlich zu finden, der uns hier aus dem Bau der Bestie heraus bringt.

Nach einer gefühlten Ewigkeit, ungefähr sechzehn Stunden seit dem Kontakt mit den Hyperraum Asteroidenschwarm passieren wir eine weitere Boje und verkünden unseren Sieg über die Passage. Ich bin so was von fix und fertig. Meine Arme sind so verkrampft vom halten der Steuereinrichtung, dass ich davon einen Muskelkater bekomme. Aber noch ist nicht Zeit sich auszuruhen. Mit Scav zusammen schaue ich mir die Schäden an und die sind immens.

"So langsam realisiere ich, dass es vielleicht keine so gute Idee war, diesen Flug zu machen", gebe ich zu und streiche über einen langen Riss im Rahmen.

"Wir funktionieren noch und die E-9 kann man reparieren", fasst Scavangerbot die Situation gewohnt lakonisch zusammen.

Nach der Bestandsaufnahme fliegen wir nach Thrakia. Wir haben falsche Papiere und eine Handelslizenz, so dass es kein Problem ist, eine Werft anzufliegen, die HoloNet die beste Bewertung hat, aber Qualität hat ihren Preis. Dafür sind die wohl vier Tagen mit dem gröbsten fertig, was sonst deutlich länger gedauert hätte.

Und hier erfahren wir auch, dass seit über zweieinhalbtausend Jahren niemand mehr diese alte Route der der Jedi gemeistert hat. Ja, durch diese wirklich seltsamen Phänomene dürften nur Machtsensitive die Möglichkeit haben, dieses Höllenritt durch den Höllenschlund zu meistern. Die Macht war mit uns.

Nakagos wirre Gedanken

Sitzung gespielt am: 09.05.2020
Anwesende Spieler: Lyra, Scav, Shaka,
Erfahrungspunkte: 25 EP,  15 EP investiert in dritter Rang von Widerstand, 10 EP in zweiten Rang von Waffenlosen Nahkampf.

Beute: 120 000 Credits in den Bar, 80 000 Credits in Juwelen, 40 Splitterhandgranaten, 30 Blastergewehre, 25 Faserrüstungen, (150 000 Credits für Pharos)

Getötete und überwundene Gegner: Nork, Roark in die Flucht geschlagen, ca. 8 Piraten getötet, 17 Piraten gefangen genommen,

Resümee: Wegen der Covid 19 Pandemie konnten wir zwei Monate uns nicht treffen. Online wollten wir nicht, da es halt nicht das gleiche wie am Tisch ist und ich starke Verbindungsprobleme habe. Wir haben drei Sitzungen Pathfinder Online gespielt, hatte immer mit technischen Problemen zu kämpfen. Wie auch immer, es hat seit langer Zeit wieder geklappt. Zwei Spieler konnten, bzw. wollten nicht. (Inzwischen spielen wir wöchentlich Pahtfinder über Discord mit einem Würfelbot, der mich hasst.)

Anfangs war es schwer, sich wieder an alle Boni zu erinnern. Trotzdem war es eine sehr gute Sitzung mit einigen wirklich coolen Szenen. Manchmal kam ich mir wie ein Moderator vor, der zwischen den Spielern von Skav und Shaka vermittelt hat. Aber es war trotzdem eine verdammt gute Sitzung. Endlich geht es weiter und endlich ist klar, wie wir das verdammte Netzwerk des Darth Varak abschalten könnten. Prinz Isolder war eben bis zur letzten Sitzung nicht auf unserer Rechnung gewesen und so konnte die Gleichung einfach nicht aufgehen. Aber jetzt gibt es wieder klare Missionen und ein Ziel. Das ist das, was der Kampagne verdammt lange einfach gefehlt hat. Wir sind nun fast ein ganzes Jahr herum geeiert, ohne zu wissen, wie wir das Netzwerk abschalten sollen. Damit ist es nun endlich klar.

Und es gibt wieder Missionen zum auswählen. Das hat mir so gefehlt. Ein großes Dankeschön an unseren Spielleiter Stefan, der sich mal schlappe 60+ Missionen ausgedacht hat, aus denen wir wählen konnten. War einfach nur Klasse! Das hat mir so in der ersten Phase der Kampagne gefallen, einfach was auswählen und dann machen. Eine Aufgabe, viele Wege und am Ende unsere Lösung. Das war so cool und hat mir so gefehlt. Die Season II hat lange Zeit daran gekrankt, wir konnten nicht wirklich entscheiden. Zuerst Crimson Dawn, dann Wattoo mit seinem Krustenknacker, dazwischen die Komplikationen mit der eisernen Blockade. Dann die Entführung meiner Schwester und deren Rettung. Das war mehr oder weniger vorgegeben, ohne die Möglichkeit der freien Entscheidung.

Wie man sieht, ich bin so was von begeistert! Der Höllenritt durch den Höllenschlund war der reine Wahnsinn! Ich war es, der diese Mission ausgewählt hat. Ist halt eine Abkürzung in die Kernwelten des Hapes Konsortiums. Sah auf der Karte sinnig aus, da anzufangen, ein paar Missionen dann dort im Inneren und eine nette Rundreise durch das Hapes Konsortiums. Keiner hat es für nötig befunden uns zu sagen, dass seit Jahrtausenden niemand mehr den Ritt geschafft hat. Und wir haben auch nicht groß nachgefragt, was sich anschließend als großer Fehler heraus gestellt hat, da dieser Ritt unsere arme "Vanguard" ziemlich in Mitleidenschaft gezogen hat.

Lyras Entwicklung: 25 EP sind wirklich Cool! Ist natürlich Qual der Wahl! Weitere Talente oder doch lieber Fertigkeiten, die ich so lange vernachlässigt habe. Lange Zeit habe ich überlegt den fünften Rang in Nahkampfwaffen zu nehmen. Aber ich habe schon eine Kampffertigkeit auf dem maximalen Rang und da ich noch irgendwann Disziplin auf Rang 5 nehmen möchte und ich mir selbst maximal zwei Ränge auf fünf als Limit auferlegt habe, nehme ich davon Abstand, auch wenn es ihren Hintergrund eher abbilden würde.

Da es gegen einen Tempel von Assassinen geht, die mit Gift hantieren, ist es garantiert nicht verkehrt, Widerstandskraft zu steigern. Also wandern fünfzehn Punkte in diese Fertigkeit für den dritten Rang, um besser gegen Gift resistieren zu können. Bleiben zehn Punkte übrig. Waffenlos habe ich immer noch einen Rang darin, vielleicht mal Zeit, da etwas besser zu werden, auch wenn ich unglaublich selten Waffenlos kämpfe. Passt aber einfach zu ihrem Hintergrund, dort mit mindestens zwei Rängen trainiert zu sein.

Die nächsten 25 Seiten wandern in die zweite 25 Punkte Talent des Grenzgängers, nämlich Abhärtung und Lyra gewinnt mal wieder zwei Lebenspunkte, da man davon nie genug haben kann. Damit sind nun nur noch zweimal Ausweichen übrig, dann ist auch dieser Talentbaum vollständig genommen.
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