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Workshop => Kampagnen & Abenteuer => Thema gestartet von: Lich am 29. Dezember 2008, 19:03:09

Titel: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Lich am 29. Dezember 2008, 19:03:09
Alea iacta est.

Die Ergebnisse des Wettbewerbs liegen vor.  Die Jury (Nadir-Khan, Darigaaz, Ariadne, Lich) hat sich nach eingehender Beratung
für folgende Teilnehmer entschieden:

Berandor
Bruder Grimm
Juy Juka


Zwei Teilnehmer sind leider sehr knapp an der Teilnahme zur Abstimmungsrunde gescheitert. Vielen Danke für Eure Teilnahme
und die Mühen bei der Ausarbeitung.

Wahl des Gesamtsiegers
Der Gesamtsieger wird von der Community in einer Umfrage bestimmt.
Ihr dürft hier Eure Stimme abgeben http://forum.dnd-gate.de/index.php/topic,21529.0.html.
Wahlende ist der 8.1.2009

Gewinnerbeiträge
Der besseren Übersicht wegen hier noch mal die Gewinnerbeiträge:

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Berandor
1. Der neue Spieler:
Der Spielercharakter steht in Diensten eines wichtigen NSC, am besten ein bekannter Antagonist der Gruppe. Dieser hat dem neuen SC aufgetragen, die Gruppe zu beobachten und auszukundschaften, ihm dabei aber freie Hand gelassen. Der SC hat dies getan – in Wahrheit plant er jedoch, den Antagonisten zu verraten und zu töten, zu verhaften oder sonstwie zur Strecke zu bringen (zu heiraten?).
Jetzt wird die Gruppe von Monstern oder Eingeborenen (was halt ins Setting passt) überrascht und angegriffen. Der SC nutzt diese Gelegenheit, um zu Hilfe zu eilen, entweder kämpferisch oder, wenn der SC eher auf Verhandlungen aus ist, indem er erkennt, dass sich die Gruppe auf einem Heiligtum aufhält. So plant er, die Gruppe für seinen Verrat einzuspannen.

2. Ein Spieler im Rampenlicht:
Idealerweise stellt man das auf den SC und Spieler genau ab: kommt dem Spieler Romantik zu kurz, kann man beispielsweise ein Candle-Light-Dinner einplanen, bei dem er endlich seine Herzensdame für sich gewinnt. Aber nehmen wir Standard-SC und -Spieler an. Der fragliche SC bekommt Nachricht, das der Bürgermeister seines Heimatdorfes / der Fürst / der König (Stufen- und Hintergrundabhängig) dabei ist, einen Bösewicht zum obersten Verwalter zu ernennen. Sofort rast die Gruppe los, um das zu verhindern, aber nur derjenige mit der Einladung (der SC) wird durchgelassen, gerade bei "der soll nun sprechen oder für immer schweigen". Ein Eingreifen führt dann zu einem Duell, sei es mit Worten, Zaubern oder Klingen, direkt am Hofe, und zu Ohnmachtsanfällen seitens örtlicher verliebter Jünglinge und Jungfrauen.

3. Spruchrolle und Ritual
Ich gehe davon aus, dass dies kein "Einmal-Plot-Ritual" ist, sondern beispielsweise ein Zauber aus einem Zusatzbuch. Der Magier hört davon, dass ein Dschinn, der über seltenes magisches Wissen verfügt, an eine Ruine gebunden ist. Zu aller Überraschung will der Dschinn aber die Ruine nicht verlassen, vielmehr möchte er endlich mal wieder ein richtiges (=nichtmagisches) Festmahl haben. Es liegt nun am Magier, mit den Gewürzen und anderen Speisen ein solches Mahl zu kreieren (vielleicht gewinnt er die Hilfe eines Koches?). Ist der Dschinn zufrieden, so gewährt er ihm einen alten Zauber in Form eines schmalen Rohrs aus Kristall, durch das der Wind die Zauberformeln flüstert.

4. Monster in der Stadt
Ich nehme mal ein Dorf, weil in einer Stadt sind die Leute zynischer und damit weniger schnell mit auffälligem Gähnen bei der Sache, wenn es um Neues geht. Die Dorfbewohner werden den SC ansehen und sich fragen, wieso der SL so was zulassen... ach nee. Sie betrachten den SC, erst auf Entfernung, dann vielleicht etwas mehr aus der Nähe. Andere holen Bekannte, und dann läuft ein Kind vor und sagt: "Du siehst komisch aus" oder "sind die echt" oder "darf ich mal anfassen" – und von da an bestimmt die Reaktion des SC, was passiert, ihm und (in Grenzen) allen weiteren seines Schlags.

5. Ein besonderer Reiseführer:
Es melden sich ein paar, andere schütteln den Kopf wegen der Gefahren. Dann tritt Umma auf, die alte Reckin, die keine Abenteurerin war, aber auf eine lange Karriere als Fackelhalter zurückblickt. Ihr fehlt ein Arm und ein paar Zehen, und ein Auge, und die Kopfhaut ist verbrannt, aber sie ist guten Mutes, die SC führen zu können. Andere Führer ziehen sich aus Respekt/Angst vor ihr zurück, und auf dem Weg durch die Wildnis und an entsprechenden Stellen erzählt Umma, wie es in genau so einer Situationen einen früheren Arbeitgeber oder ein eigenes Körperteil dahingerafft hat. ("...und seitdem kann ich nicht mehr riechen")

6. Charakterhintergrund
Tritt der Charakter offen auf, so wird er es mit Feindseligkeiten zu tun bekommen, die in der Bevölkerung zum Großteil auf Vorurteilen beruhen ("ihr trinkt doch alle euer Bier warm") und gerät mit zunehmender Macht in den Blick des Reichsgeheimdienstes, der ihn entweder ver- oder entführen will. Hält er die Sache geheim, so bekommt er die Vorurteile zwar mit, aber nicht direkt zu spüren, muss dafür aber mehrfach aktiv werden, um das Geheimnis nicht zu lüften. Auf höchsten Stufen kann er dann entweder das verfeindete Reich in die Knie zwingen, einen Friedensvertrag erreichen oder sonstwie die Kampagnenwelt an dieser Stelle gestalten.

7. Die Reise:
Ich gehe davon aus, dass die alte Kampagne sich nicht anknüpfen lässt (der Bösewicht stirbt mit den Worten: "Düsseldoooorf!"). Nun, nachdem die Kampagne so erfolgreich beendet wurde, lassen es sich die Helden nicht nehmen, ein wenig auszuspannen. In Düsseldorf findet zufällig gerade der berühmte Karneval statt, ein Fest, bei dem sich das Dorf immer mit seinem Nachbarn streitet. Wein, Weib und Gesang sind zu finden, und vielleicht auch charakterspezifische Dinge (Bibliothek, Gilde, Superschmied), die man verknüpfen kann. Das Fest wird möglichst zumindest teilweise ausgespielt, vielleicht sogar als Einstiegsabenteuer benutzt ("versaut den Kölnern ihr Fest" / "tauscht Pils gegen Kölsch aus")

8.  Der Tempel in der Wildniss
Also, zunächst einmal lasse ich die SC *natürlich* tagelang im Sumpf umherirren, sonst findet das Ding ja jeder. Nun, wie das mit Tempeln nun mal so ist, stehen sie nicht lange leer. Und irgendwo müssen die Sumpfkreischer tagsüber ja Schutz vor der Sonne suchen. Die Lösung ist also einfach: Ein SC muss sich fangen lassen, damit der Kreischer den Happen zum Nest bringt (langweiligere Möglichkeiten sind denkbar), und dann solange im Nest überleben, bis die anderen hinterhergekommen sind und einen Weg in den Tempel gefunden haben.

9.  Nachforschung in der Bibliothek
Natürlich ist jede Bibliothek hervorragend organisiert, und natürlich hilft die Stichwortsuche überhaupt nicht und stellen irgendwelche komischen Leute die Bücher an falsche Orte zurück. Wir brauchen also intelligente Recherche, Entdecken oder Suchen von verlegten Texten, die Kooperation der Bibliothekare, um besondere Bücher zu finden, jemanden, der die ganzen Bücher zusammenträgt und zusammen trägt, und dann wahrscheinlich Tests, deren Ergebnisse sich aufsummieren bis zu einem Zielwert (vgl. Craft).

10. Angriff der Assassine:
Die Assassinen sind etwas höherstufig und Assassinen (PrCl). Sie verkleiden sich magisch als Bedienstete in einer Wirtsstube oder wo die SC sonst speisen, eine Bedienstete und ein Koch. Die Bedienstete bezahlt einen anderen NSC, damit der den SC erzählt, der Koch plane, sie zu vergiften. Jetzt wird entweder der Koch verdächtigt (wenn die SC glauben) oder aber die Bedienstete (wenn sie den NSC ausquetschen). Der andere Assassine jedenfalls nutzt die Gelegenheit, um tatsächlich Gift zu verwenden. Nach Möglichkeit erfolgt nun der Kampf gegen die Assassinen, sodass bei einem Scheitern der hoffentlich geschwächte SC erst dann das Gift zu sich nimmt.

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Juy Juka
1. Der Spieler erhält einen Charakter von einer außerdimensionelen Rasse, die als Diener eines Gottes eines Gruppenmitgliedes bekannt. Da es sich um einen Gott des Chaos handelt, ist es nicht ungewöhnlich, dass seine Diener ohne Wissen über ihren Auftrag zu den Gläubigen geschickt werden. Falls der neue Spieler häufiger kommt, kann man sich etwas koplexes ausdenken, ansonsten kann der Charakter als Schlüssel zu einem Grabmal oder ähnlichem des Gottes dienen.

2. Die Charakter werden früher oder später in eine Taverne einkehren. In der Taverne wird ein Tänzer oder anderer Unterhalter auftreten. Der Schausteller wird sich den Charakter des Spielers herraus picken und auf die Bühne schleifen - Gleichzeitig wird der Spieler auch in Echt in die Mitte gesetzt. Dann wird der Charakter vom Schausteller mit Tricks und ähnlichem Bombardiert - nach meinen begrenzten Möglichkeiten auch der Spieler. Je nach dem was dem Spieler gefällt, wird der Charakter den Schausteller bei einem seiner eigenen Tricks "schlagen" oder eine super Show abliefern, auf jeden Fall wird der Charakter lokal dafür bekannt und beliebt werden.

3. Der Magier wird in einen kleinen, schäbigen, düstern und kühlen Laden gelotzt. Der Laden ist voll von nicht nur exotischen sondern auch seltenen Kräutern, Mineralien und anderen Schätzen der Wüste, die nur für die Eingeweihte zu erkennen sind. Während der Magier die Regale und Auslagen durchstöbert wird er von der alten Besitzerin unter dem Schleier hervor beobachtet. In einem Regal findet der Magier einige gravierte Kristalle, dem Magier fallen die arkanen Runen auf, jedoch kann er sich nicht erklären, was Sie auf den Kristallen zu suchen haben. Früher oder später erhält er die Information, wie diese Kristalle wie ein Zauberbuch gelesen werden können. Hoffentlich hat er die Kristalle gekauft oder sind Sie zumindest noch in dem Laden.

4. Die Spieler wollen gerade ein Zimmer nehmen. Der Wirt begrüst sie freundlich und höflich, schaut während des Gesprächs immer wieder zu dem Wesen. Schließlich sagt der Wirt: "Gut das sind also 4 Goldmünzen für die Zimmer. Für einen Unterstand im Stall für das *deutet auf das Wesen" muss ich aber drei mal so viel verlangen." Die Charaktere werden dies natürlich sovort Korrigieren oder sogar Wütend reagieren. Der Wirt wird sich entschuldigen und versuchen die Gäste trotzdem zu behalten. Lassen sich die Spieler zum Bleiben überreden wird er Wirt das Wesen sogar zum Essen einladen und lange mit ihm/ihr reden.

5. Bei dem Führer handelt es sich um ein Mädchen - minderjährig. Sie ist nett und sehr naiv. Was niemand weiß ist, dass sie seit Geburt vom Gott der Reisen gesegnet ist und somit jeder Reise unbeschadet überstehen wird. Die Mutter des Mädchens ist jedoch sehr auf Geld fixiert. Sie wird den Spielern horende Summen abknöpfen wollen. Sollten die Spieler das nicht zahlen wollen, werden Sie auf der Suche nach einem anderen Führer immer wieder auf Händler und andere Leute treffen, die zwar andere Führer empfehlen können, jedoch meinen dass sie - fall möglich - immer das Mädchen mit nehmen würden.

6. Unter den Adeligen des Herkunftslandes des Charakters ist es eine Mutprobe, ein Spiel und eine beliebte Methode gegen Langeweile, für einige Zeit im Feindesland zu leben oder zu reisen. Der Charakter hat dies auch gemacht, ist jedoch dann zu einem Leben als Abenteurer gekommen und dabei geblieben. Sollten die Spieler im späteren Verlauf die Dienste von guten Spezialisten in Anspruch nehmen, besteht die Chance, dass der Spezialist den Charakter erkennt oder zumindest bekannt vor kommt. Sollte es dann wirklich herraus kommen, könnte dann die Regierung eines der beiden Länder Attentäter, Entführer oder Spione schicken.

7. Die Charakter erfahren von einem sehr interesanten Gegenstand, den sie sicher zu besitzen wünschen. Jedoch ist der Händler bereits auf den Weg in die besagte Stadt. Sollten die Charakter noch unentschlossen sein, erfahren sie von einigen anderen Leuten, die dem besagen Händler auch schon folgen.

8. Mit einigen Nachforschungen und/oder eigenen Überlegungen können die Charakter zwar nichts über den Standort des Tempels ermitteln, jedoch soßen sie auf zwei Experten. Ein Experte der Geschichte kennt eine Quelle für altes geografisches Material, die er sich jedoch nicht leisten kann - im gegensatz zu den Spielern. Ein Experte für Geographie oder Mathematik verfügt über eine Methode um die bessten und/oder warscheinlichsten Bauplätze für Gebäude zu ermitteln. Bringen die SC's nun die Quelle für die Informationen und die Methode zusammen, können Sie einige wenige, dafür aber warscheinliche Orte im Sumpf ausmachen, zu die sie dann untersuchen können. Erschwerend kann man noch Material für verschiedene Epochen giebt und man noch die richtige Epoche aus den alten Schriften ermitteln muss.

9. In der Bibliothek gibt es experten, die jedoch nicht sehr gesprächig sind. Effektiver ist es mit den Bibliothekaren oder Hausmeistern zu sprechen, die einem helfen können schneller zu gewünschten Ergebnis zu kommen.

10. Die Assasinen werden ein Fest, Gottesdienst oder ähnliches abwarten. Den Spielern dort Gift verabreichen. Sollten die Spieler überleben, werden die Assasinen sie möglichst sofort in einen abgelegenen Bereich locken und zuschlagen. Sie werden Illusionsmagie, Rauch, Nebel und ähnliches verwenden, um oft hinterhältige Angriffe oder gar tödliche Angriffe auszuführen. In den ersten Runden werden die Assasinen ihre tödlichen Angriffe für Lähmungen gegen anfällige Charakter (Zauberwirker, etc.) einsetzen.

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Bruder Grimm

1. Der neue Spieler
Eigentlich eine Situation die wir alle kennen. Man könnte den Spieler nun über die Gruppe stolpern und feststellen lassen, daß sie das gleiche Ziel haben, aber das wäre etwas unkreativ. Wie wäre es stattdessen, wenn der neue Spieler von der Familie eines Gruppenmitgliedes beauftragt wurde, den abtrünnigen Sohn/die abtrünnige Tochter aus dem abenteuernden Lotterleben zurück in den Schoß der Familie zu holen. Dabei wird er natürlich in die turbulenten Ereignisse verstrickt, in die die Gruppe natürlich immer wieder gerät, und erkennt so den Sinn und die Bedeutung, die das Abenteurerleben für seine Zielperson hat. So bleiben alle Optionen offen - sich entweder der Gruppe anschließen oder unverrichteter Dinge zu seinen Auftraggebern zuückkehren. Oder sogar seiner Zielperson helfen, seine Probleme mit der Familie beizulegen.

2. Spieler im Rampenlicht
Den Charakter ebenfalls Geburtstag feiern lassen ist im Prinzip eine gute Idee. Habe ich auch schon gemacht und war riesig lustig. Aber eine weitere interessante Möglichkeit wäre es, dem Charakter etwas zu schenken, was regeltechnisch nicht bewertbar ist: Für seine tapferen Taten für das Land erhält der Charakter den Ritterschlag! In Verbindung mit einem rauschenden Fest und der Übergabe eines kleinen Stückes Land ist der Charakter für einen Tag die wichtigste Person im Land. Variationen können ein Aufstieg in der Adelshierarchie sein (falls der Charakter bereits adlig ist), ein Ehrentitel der Magierakademie, eine höhere Weihung durch seinen Orden etc. (was aber langsam wieder klassenspezifisch wird - obwohl: Auch ein Nicht-Magier könnte honoris causa einen akademischen Titel verliehen kriegen...)

3. Spruchrolle und Ritual
In dem vorgegebenen Ambiente würde ich ein cthuloeskes Szenario entwerfen mit einem Hauch von "Abdul Alhazred" und "Necronomicon". Eine halb im Wüstensand vergrabene Ruine, bewacht von lauernden Untoten und Dämonen  (vorsichtig eingesetzt, um eine Atmosphäre des lauernden Schreckens hervorzurufen), und darin verborgen eine magische Lampe, deren Licht die Vergangenheit der Ruinen wieder heraufbeschwört, bevölkert von einer uralten nichtmenschlichen Rasse. In der kurzen Zeit, in der die Lampe noch brennt und dann für immer verlischt, gelingt es dem Magier noch ein Buch voll vergessener Geheimnisse in die Gegenwart hinüberzuretten - und in diesem findet er das Ritual oder den Zauberspruch (ich persönlich würde etwas aus dem Book of Vile Darkness, dem Libris Mortis, Lords of Madness, oder sogar Call of Cthulhu d20 aussuchen - wobei aus letzterem ja bereits viel in den ersteren schon zu finden ist).

4.Monster in der Stadt
Schon erlebt. Sehr lustig. Einer meiner Spieler wollte mal etwas wirklich Exotisches spielen, und da habe ich ihm einige von meinen selbstentworfenen Rassen gezeigt. Er entschied sich für eine Haplosphinx, ein Wesen hal Mensch, halb Sphinx, vom Aussehen her vorstellbar wie ein aufrechtgehender geflügelter Löwe. Auch er geriet in eine dörfliche Gegend mit abergläubischen Bewohnern. Ich entschied, daß die Menschen hier davon ausgingen, daß diese Gestalt ein in höchstem Grade magisches Wesen sein müsse. Zunächst äußerte sich das darin, daß die Dorfbewohner es vermieden, mit ihm zu sprechen, einen großen Bogen um ihn machten, sogar vermieden, ihn nur anzusehen (aus Angst vor dem Bösen Blick, klar? wink). Dann, nach Einbruch der Dunkelheit, kamen Dorfbewohner heimlich zu ihm geschlichen, um von ihm verschiedenste magischen Hilfe zu erbitten, wie ihnen die Zukunft vorherzusagen (was ein Haplosphinx in begrenztem Maße tatsächlich kann!), die kranke Großmutter zu heilen, die Liebe einer anderen Person zu gewinnen, und was einem noch so an Naivitäten einfällt, bis der Spieler langsam zu entnerven drohte! cheesy Vorsicht! Wenn der Charakter nicht mitspielt, kann das umschlagen und blitzschnell hat er eine Anklage wegen Hexerei am Hals...

5.Ein besonderer Reiseführer
Die Suche der Gruppe nach einem Führer verläuft erfolglos, denn niemand ist je lebend von diesem Ort zurückgekehrt. Doch dann werden sie aus einer dunklen Ecke von einer vermummten Gestalt angesprochen, die ihnen mit hohlerStimme anbietet, sie zu führen, und betont, er sei der einzige, der den Weg kenne, denn er war schon dort.
Wie das? Hieß es nicht, keiner sei lebend von dort zurückgekehrt? Das ist auch nicht der Fall... twisted
Ja, der Führer ist ein Untoter, der bei/in dem Dungeon ums Leben gekommen ist und von den dort herrschenden Mächten verflucht wurde, keine Ruhe zu finden und neue Opfer zu der Höhle zu führen, bis ein anderer dort stirbt und seinen Platz einnimmt. Mal sehen, wie gut die Gruppenmitglieder während der Nächte auf dem mehrtägigen Marsch zu ihrem Ziel schlafen grinsend

6.Charakterhintergrund
Als Adliger (wenn auch mit entbehrlichem Status twisted) könnte der Charakter vom Herrscher seines Landes tatsächlich in diplomatischer Mission ausgesandt worden sein, um endlich wieder Frieden zwischen den beiden Nationen zu stiften. Nin verlangt der Herrscher des Landes, in dem die Kampagne spielt, aber Beweise für die lauteren Absichten des Diplomaten und sendet ihn auf eigene Missionen, begleitet von loyalen Staatsbürgern, die ihn unterstützen, aber auch überwachen und bewerten sollen. Gleichzeitig könnte der Herrscher des Heimatlandes unseres Charakters ihn nur als Ablenkungsmanöver für seine wahren Pläne benutzt haben, die, sobald sie offenkundig werden, die Gruppe in herrlichste Loyalitätskonflikte stürzen werden.

7.Die Reise
Hier würde ich einen NSC einsetzen, den die Charaktere in der vorangegangen Kampagne kennengelernt haben, und der ein vertrauter Freund und Helfer der Gruppe wurde. Diesen haben dringende Geschäfte, je nachdem, um was für einen NSC es sich handelt, in die Zielstadt geführt, und nun erreicht die Gruppe von diesem ein Brief. Diesen kann man nun ganz variabel gestalten: eine harmlose Einladung, eine Bitte um Hilfe, ein verzweifelter Hilferuf blink, oder auch ein seltsames Schreiben voll mysteröser Anspielungen und so gar nicht nach der Art dieses Freundes suspious

8.Der Tempel in der Wildnis
Ohne regeltechnische Lösungen ist das wirklich schwer. Die Idee, die Bewohner des Sumpfes zu fragen, gefällt mir persönlich ausgezeichnet. Mir würde dazu höchstens noch einfallen, zu versuchen herauszufinden, warum er dort gebaut wurde, und warum den Priestern der entsprechenden Gottheit dieser Ort als würdig erschien, dort einen Tempel zu errichten - vielleicht könnte man aus diesen Überlegungen den genauen Ort weiter eingrenzen. Ansonsten muß ich mich an diesem Punkt erst einmal Harveys Kreativität geschlagen geben.

9.Nachforschung in der Bibliothek
Hier muß ich an etwas denken, was ich tatsächlich schon einmal eingebracht habe - eine echte High-TechMagic-Bibliothek, deren Kernstück eine Säule war, die durch Trugbilder ihre Benutzer zu den gewünschten Informationen führte, indem sie weitere Trugbilder und illusionäre Räume erzeugte, wenn die Charaktere die richtigen Bildelemente innerhalb der Trugbilder berührten (wie eine Art dreidimensionaler Touchscreen). Wenn derSpielleiter die entstehenden Bilder plastisch beschreibt, können sich die Spieler stundenlang damit beschäftigen. Schließlich kann diese Einrichtung noch mit richtigen Büchern kombiniert werden, indem die Säule helping hands (oder ähnliches) aussendet, um die Charaktere durch die Regalreihen zu Büchern zu führen, die von Interesse sein könnten.

10.Angriff der Assassinen
Ein Assassinen-Angriff, den ich mal geplant, aber nie durchgeführt hatte: Ein einzelner Assassine (übrigens als Werratten-Rogue gedacht) sollte sich nächtens in die Zimmer der Charaktere schleichen und sie einfach im Schlaf meucheln. Die Assassinen-Gilde ist natürlich bestens über die Charaktere informiert, hat sie über mehrere Tage beobachtet, und entschieden, da sie in verschlossenen Einzelzimmern schlafen, sie einfach in ihren Betten umzubringen. Sollte für einen Rogue kein Problem sein, durch stinknormale Tavernenzimmer-Türen zu kommen. Er hätte sich zuerst den Magier vorgenommen (der wäre in dieser Nacht wahrscheinlich gestorben). Die einzige Rettung für die Gruppe wäre gewesen, daß die Assassinen-Gilde nicht wußte, daß die Kriegerin der Gruppe kürzlich etwas Magie gelernt und einen Vertrauten gewonnen hatte, der den Assassinen beim Eindringen in das Zimmer seiner Meisterin bemerkt hätte (der Magier der Gruppe wollte keinen - war ihm zu nervig...). Aber der Punkt ist, das Information das A und O ist. Die Assassinen müssen genau wissen, wie sich ihre Zielpersonen während der Nacht absichern und genau dafür Gegenmaßnahmen treffen. Dann ist der Meucchelmord im Schlaf die sicherste Lösung.

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Kommentare zum Wettbewerb

Kommentar zum Wettbewerb von Lich:
Es gab eine Reihe von überdurchschnittlichen Beiträgen, aber keiner der Beiträge konnte glänzen. Ich hatte mir auch insgesamt etwas mehr als 14 Teilnehmer erhofft, freue mich aber über das überwiegend positive Feedback und die Teilnehmer, die noch mitgemacht haben

Vor Beginn des Wettbewerbs hatte ich mir einige Standardantworten vorgefertigt, die ich nicht so gerne hören wollte. Es handelte sich hierbei um langweilige und allgemein übliche Lösungen von Spielsituationen. Dazu gehörten beispielsweise auch Antworten zur Frage 1, die Themen wie "zufällig die gleiche Reiseroute", "Überfall im Wald", "zufällig nachgereist" beinhalten. Oder auch Antworten zur  Frage 7 (die Reise) im Sinne von "ein Fest", "ein Verwandter", "Päckchen überbringen", oder zur Frage 10 "Angriff im Wirtshaus".  Das sind leider Antworten, wie man sie in jedem uralten Kaufabenteuer schon vorfinden kann. Entsprechend negativ sind für mich die Antworten zu den Fragen 1,4, 7 und 10 ausgefallen. Offenbar sind das aber einfach gängige Lösungen.

Die Antworten konnten demonstrieren, dass sich der Stil der verschiedenen Spielrunden bzw. der Spielleiter gar nicht so sehr voneinander unterscheidet. Ich denke, man hat einen ganz guten Überblick gewonnen, wie andere Spielrunden so "ticken" und schwierige
Situationen handhaben.

Am besten gelungen fand ich die Antworten zur Frage 3, Spruchrolle und Ritual. 

Mein Favorit für die Wahl des Gesamtsieger ist Bruder Grimm (auch wenn er nicht der Gesamtsieger meiner Punktwertung war).
Seine Beiträge sind gut spielbar und  insgesamt sehr solide, einige seiner Antworten gehören auch zu den besten des Wettbewerbs.



Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Juy Juka am 30. Dezember 2008, 00:45:12
Hallo,

Danke für die Ehrung. Ich freue mich auf viel Kommentare. :)

Gruß
Juy Juka
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Darigaaz am 30. Dezember 2008, 02:15:36
Ich fand die Antworten zum größten Teil wenig überraschend, gleichermaßen berrechenbar und dennoch gleichermaßen gut umzusetzen.

Beispiel Frage 1:
Die Wildnis lässt einfach wenig Optionen, um jemanden einzuführen, alle Möglichkeiten für einen Neuzugang der Gruppe erscheinen für mich willkürlich und gleichermaßen nach Holzhammer, es ist einerlei, ob man jetzt einen off target-Teleport nimmt, der dann aber auch entsprechende Stufe + Ressourcen erfordert oder die mit einfachste und unproblematischtse Methode des zu Rettenden, zukünftigen Kameraden.

Der/die Bekannte soll an dem Abend mitmachen, also macht er/sie mit, egal wie. Ich persönlich würde so jemanden nie spontan mitnehmen, ich setze mich mehrere Tage vorher in Verbindung mit ihm/ihr und arbeite das aus, denn eine solche Situation, wo ich einen Besucher erwarte, wenn ich eine RPG-Gruppe leite, kommt eigentlich gar nicht vor, weshalb es maximal ein spontanes Gastspiel der Person gäbe, wo ich dann sehr unkreativ die The-Gamers-Methode wählen würde.

Ich persönlich war deshalb doch recht beeindruckt darüber, daß ich oft den NSC las, der noch einem den gleichen Auftrag gegeben hatte oder wie bei Berandor den Antagonisten mit weiteren kleinen Beziehungen und Wandlungen. Hut ab, ich persönlich kann so etwas nicht spontan improvisieren und auf spontan liefe es bei mir hinaus.

Beispiel Frage 2:
Ich teile generell Osrics Ansicht, am besten gefiel mir jedoch der Ansatz, einfach einen kleinen Vers zu schreiben, weil ich persönlich das nicht kann, es aber gerne können wollen würde ;).

Beispiel Frage 3:
Da haben alle bei mir gut bis sehr gut bekommen.

Beispiel Frage 4:
Da erging es mir wie bei Frage 1, die Antworten waren für mich wenig überraschend und originell, aber die Problematik an sich bietet auch keinen Freiraum, denn die grundlegende Reaktion ist ja schon vorgegeben: Mißtrauisch.

In der von mir favorisierten Welt heißt das für einfache Leute, die nicht abergläubisch sind aber von reisenden Zauberern so einiges über geflügelte Viecher, sprich: Dämonen gehört haben, daß dieses Viech am besten gar nicht zeigt oder zumindest eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des örtlichen Gerichts benötigt und sich dann am besten immer noch nicht zeigt oder sich dumme, kindische Sprüche anhören muß. Allgemein mag ich solche Situationen nicht unbedingt, sowas hemmt imho nur den Fluß der Geschichte, wenn man es ausspielt oder wenn der Exotenspieler es darauf anlegt. Aber er will es halt so.

Demenstprechend hat Taysal da absolut Recht ;).

Beispiel Frage 5:
Berandors Fackelträger ist spitze.

Beispiel Frage 6:
Mich überraschte, daß die Wenigsten den Spieler in den Charakterhintergrund miteineziehen (kam mir jedenfalls so vor), gerade hier hätte der Spieler bei mir die Pflicht, aktiv mitzuarbeiten, da er auf einen Konflikt von vorneherein besteht.

Beispiel Frage 7:
Wieder Frage-1-Syndrom. Ich persönlich gehe auf die Gruppe ein, im Zweifelsfall zieht Geld und mehr Geld etc. immer. Die Antworten fielen entsprechend dieser Erwartung aus.

Beispiel Frage 8:
Man kann langweilig sein (dafür realistisch) und die Gruppe rumsuchen lassen, bis sie schwarz wird oder man fordert sie dazu auf, Infos zu sammeln, die alle existierenden Klassen/Fähigkeiten/Ressourcen der Gruppe fordern.

Beispiel Frage 9:
Man nimmt dazu die Bibliothek von Ariadne, hier im Materialbereich ;P.

Beispiel Frage 10:
Ist man konsequent, ist die Gruppe tot, irgendwie ist das aber bei fast allem so, was einer Stufe-5-Gruppe über den Weg läuft, von daher favorisiere ich die Herausforderung, die nur mit absoluter Dummheit nicht zu packen ist, wenn es auch nicht unbedingt die Realistischste wäre. Bei der Vorgabe ist rein von der Bezeichnung des Gegners her die Gruppe einfach zu schwach und ich war schon ein wenig verzückt darüber, wie kreativ die Teilnhemer teilweise ihre Gruppe in den Abgrund schicken ;).

Das Duell und die beiden Giftköche fand ich dabei am besten.

Das ist eine recht allgemeine Kommentierung zu wenigen Beiträgen und zu den Fragen. Insgesamt war es für mich extrem schwierig, die Kreativität zu bewerten, umsetzbar sind alle Antworten, doch Kreativität ist irgendwie zu subjektiv, um sie befriedigend zu beurteilen, deshalb befolgte ich Taysals Worte und sah es insgesamt nicht so ernst, ich habe also wahrscheinlich viel zu gut bewertet ;).
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Bruder Grimm am 30. Dezember 2008, 08:28:51
Ich bin ja völlig von den Socken! Ich bin Lich's Favorit!? Vielen Dank! Das bedeutet mir schon mal viel!

Ich muß allerdings auch sagen: Der Contest war nicht leicht!  Die meisten Situationen sind wohl allgemein bekannt und kaum einer denkt noch darüber nach, die besonders kreativ darzustellen. Das war's, was mich an dem Contest so gereizt hat. Ich freue mich, daß ich das doch wohl ganz gut hingekriegt habe. :)
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Berandor am 30. Dezember 2008, 12:38:42
Zu Frage 7 hätte ich gerne mal gehört, was denn Lich da gerne hätte. Man kann einen einfachen Reisegrund bringen (das große Kriegsschiff der Marine läuft vom Stapel) – der bringt aber keine direkten Interaktionsmöglichkeiten. Man kann auch direkt den Plot anstoßen (die Spieler erreicht ein Hilferuf).

Aber selbst, wenn man charakterspezifische Dinge einbaut (die Schwester kriegt ein Kind) läuft es für interagierbare Dinge auf einmalige Momente heraus – also ein "Fest" – oder auf ständige Besonderheiten des Ortes (z.B. die große Bibliothek), wodurch man aber die Frage, warum die Spieler gerade jetzt dahin sollen, nicht beantwortet, ohne dem wieder einen einmaligen Moment zu verpassen.

Wenn also etwas gefordert ist, was nicht einfach das nächste Abenteuer ist, aber auch der sehr vagen Definition eines "Festes" nicht genügen darf – was dann?

Im Endeffekt hätte ich am liebsten Osrics Idee gehabt und diese noch stärker herausgearbeitet. In Situationen wie diesen läuft es doch in den meisten Gruppen so ab, dass die Spieler eben da sind, weil da das Abenteuer weitergeht, und sich niemand groß um Glaubwürdigkeit kümmert. Auch, was Darigaaz schreibt, dass nämlich einige Fälle i.d.R. nur im Verbund mit den Spielern gelöst werden, waren ja nicht so richtig im Sinne dieses Wettbewerbs, auch wenn das der Tischrealität entspricht.
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: DU#1229 am 30. Dezember 2008, 15:15:00
Habe gerade wenig Zeit, werde mich heut Nacht mal an eine ausführliche Darlegung setzen.
Meine Favoriten waren:
1. Taysal
2. Berandor
3. Wormy

den 4. Platz hatte ich an Grimm und Juy Juka vergeben.

Mehr dazu später... muss jetzt arbeiten  :X
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Wormys_Queue am 30. Dezember 2008, 15:49:09
Glückwunsch an die drei Weitergekommenen. :) Mich wunderts eher nicht, dass ich nicht dabei bin, weil ich tatsächlich (es ging ja um Spontanität) das erste beste hingeschrieben habe, was mir dazu jeweils einfiel (und man merkt glaube ich recht gut, wo mir nicht wirklich was auf die Schnelle eingefallen ist.

Ich hab die anderen Beiträge bisher noch gar nicht gelesen, bin schon mal sehr gespannt :)
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Lich am 30. Dezember 2008, 17:07:57
Zu Frage 7 hätte ich gerne mal gehört, was denn Lich da gerne hätte.
Vielleicht etwas, was nicht dem üblichen Einheitsbrei entspricht und auch mit dem Hinweis "Küstenstadt" in Verbindung zu bringen ist. Wie wäre es beispielsweise mit dem Fund einer uralten Galleonsfigur eines versunkenen Schiffs, auf dem das Familienwappen eines der Charaktere abgebildet ist? Nur um ein spontanes Beispiel zu nennen.
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Eleonora am 30. Dezember 2008, 17:15:21
Da mir der Beitrag von Bruder Grimm am besten gefiel an dieser Stelle schon mal ein: herzlichen Glückwunsch zu den Top3.

Ich bin so frei und begründe kurz:
1. Der neue Spieler

Ich persönlich bin bei der Beantwortung davon ausgegangen, das 'eigener Charakter' bedeutet, dass sich der neue Spieler tatsächlich die Mühe machen will selbst einen Charakter zu erschaffen und habe deshalb von der Charaktergeschichte unabhängige Antworten versucht. Von den vielen Antworten, die jedoch irgendwie davon ausgingen, dass man den Char doch recht stark beeinflusst hat mir Bruder Grimms Antwort allerdings am besten gefallen, weil sich in wohl jeder 'Heldengruppe' der typische 'Ausreißer' befindet - und somit ist seine Antwort tatsächlich recht universell einsetzbar und wird bestimmt mal ausprobiert  :thumbup:

2. Spieler im Rampenlicht
Hier hat mir Bruder Grimms Antwort nicht ganz so gut gefallen, was aber einzig und allein daran liegt, dass Ritterschläge etc. in unserer Welt eine enorme Bedeutung haben (z. B. erlauben sie das Tragen von Langschwertern und Ritterrüstungen).

3. Spruchrolle und Ritual
Hier fand ich die Lösung von Bruder Grimm sehr schön, auch wenn ich denke, dass sie nicht zwangsläufig mit dem Szenario verknüpft ist. Aber sie hat sofort ein gut funktionierendes Bild erzeugt und ich werde diese Idee sicher mal für ein Abenteuer übernehmen.

4.Monster in der Stadt
Sehr sehr lustig - wenn der Spieler des exotischen Charakters mitzieht. Kann mir vorstellen, dass das für ein bis zwei lustige Stunden am Spieltisch sorgt.

5.Ein besonderer Reiseführer
Prinzipiell sehr schön, nur ein bisschen doof, wenn einer der Charaktere vorsorglich die Umgebung auf Untote überprüft.

6.Charakterhintergrund
Auch hier eine gute Lösung, auch wenn ich so etwas nie ohne Absprache mit dem Char/Spieler machen würde.

7.Die Reise
Solide Lösung, nicht spektakulär.

8.Der Tempel in der Wildnis
Dazu ist ja nicht viel zu sagen  :D

9.Nachforschung in der Bibliothek
Juchuu! Noch mehr Leute die moderne Technik mit Zaubern erzeugen (ich habe auch die Handy-Steine eingeführt: Sprechverbindung zu wichtigen NSC, Aktivierung durch Befehlswort, Gegenseite kann abblocken.) - find' ich eine sehr tolle Lösung und wird garantiert eingeführt.

10.Angriff der Assassinen
Tödliche Lösung, netter, wenngleich gruppenspezifischer Ausweg.

Die anderen Top3-Kanditaten:
Berandor: solide, routiniert - und wirkte von daher ein wenig langweilig auf mich.
Juy Juka: mir viel zu viel SL-Willkür und RailRoading

Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Ariadne am 30. Dezember 2008, 18:18:12
Puuuh, ich glaube, die Bewertung zu geben war fast so schwierig, wie den Contest selbst zu schreiben. Auch bei mir gab es keinen Beitrag, der komplett durch die Bank gut oder schlecht gewesen wäre und ich war bei einigen Antworten wirklich überrascht. Die waren wirklich kreativ. Mein Bewertungssystem war ein striktes nebeneinanderlegen der einzelnen Fragen und erst eine Vorauswahl, dann eine direkte Reihenfolge untereinander. Generell gab es für kreativere Antworten mehr Punkte.

Im Einzelnen:

Frage 1:
Schwer zu beantworten und Realismus reinzubringen ist hier eigentlich fast unmöglich, egal wie mans dreht. Allerdings ist dies eine Frage, mit der man als SL tagtäglich umzugehen hat, ob man will oder nicht. Mein Favorit wurde die Antwort mit der chaotischen Gottheit, weil ich auf so eine Idee nie gekommen wäre! Auch echt passend fand ich die Antworten, in denen die Gruppe zu einem Kampf hinzukommt.

Frage 2:
Hier habe ich der Kreativität dem wohl in vielen Gruppen vorherrschenden Realismus den Vorzug gegeben (sorry Osric). Am besten gefiel mir das Turnier und die Gedicht-Idee.

Frage 3:
Als Spellcaster-Spieler natürlich DIE Frage für mich und ich war überrascht, dass wirklich fast alle Antworten auf ihre Weise besonders und auch kreativ waren! Wer dem Magier seine Schriftrolle/ Ritual nicht permanent gegeben hat, bekam von mir allerdings Abzüge. Bei Frage 3 war eine Rangliste besonders schwer zu erstellen. Die verschiedenen Dschinn-Ideen, den mysteriösen Schamanen, die Schausteller und auch die Cthulhu-Idee fand ich alle sehr schön.

Frage 4:
Hier war Misstrauen schon die offenbar gängigste, wie auch realistischte Antwort. Dementsprechend sind auch genügend Antworten so ausgefallen. Den Vorzug bekam bei mir hier, wer die Szenerie besonders lustig verfasst hat. Besonders gelacht habe ich über "Das Bestiarium ist am anderen Ende der Stadt". Dieser Beitrag hat Frage 4 dann auch gewonnen.

Frage 5:
Ja, beim besonderen Reiseführer ließ ich wieder die Kreativität gewinnen. Am interessantesten fand ich die Idee mit dem kleinen, naiven Mädchen, aber auch andere Bechreibungen von interessanten, wie exotischen Reiseführern konnten bei mir punkten. Der Fackelträger lag bei mir übrigens auch ganz vorne...

Frage 6:
Ja, auch mich überraschte hier das wenig Einbeziehen von Spieler-Hintergründen. Man muss ja nicht sofort eine komplette Story drum knüpfen, aber zumindest etwas einbeziehen sollte man den meiner Meinung nach schon. Gewonnen hat bei mir hier die "Sport"-Idee...

Frage 7:
Also über den Drachen QWERT musste ich so prusten, dass der Beitrag mal spontan gewonnen hat. Ansonsten war die Frage ähnlich schwierig zu beantworten, wie schon Frage 1, dafür ähnlich SLs täglich Brot.

Frage 8:
Hier galt wieder Realismus vs. Kreativität. Da ich allerdings wieder ein Fan von Kreativität bin, fand ich den Code auf den Bäumen zwar nicht wirklich realistisch, dafür kreativ und zum Rätseln kommen die Spieler auch noch. Ja, warum nicht...

Frage 9:
Ich glaube, einige haben hier meine Bibliothek gelesen...  :D

Frage 10:
Auch die war, was Kreativität angeht, schwierig zu beantworten und viele Antworten waren auch hier ähnlich. Hier weit vorne waren auch für mich die Köche, das Mörderpärchen mit den zusammen 56 Morden und die Duellanten...

So, das war meine Bewertung, ebenfalls sehr allgemein gehalten. Die Bewertung von Kreativität ist hier, wie Darigaaz schon geschrieben hat, sehr subjektiv und kommt wohl vor allem auf den eigenen Geschmack an. Zumindest habe ich versucht, möglichst gerecht zu bewerten.

Mein Favorit für den Gesamtsieg ist Juy Juka, da mir sehr viele seiner Ideen sehr gut gefallen haben, aber alle, die es in die endgültigen Top 3 geschafft haben, sind auch bei mir in den Top 3 gelandet, wenn auch in anderer Reihenfolge...
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Berandor am 30. Dezember 2008, 19:11:59
Zu Frage 7 hätte ich gerne mal gehört, was denn Lich da gerne hätte.
Vielleicht etwas, was nicht dem üblichen Einheitsbrei entspricht und auch mit dem Hinweis "Küstenstadt" in Verbindung zu bringen ist. Wie wäre es beispielsweise mit dem Fund einer uralten Galleonsfigur eines versunkenen Schiffs, auf dem das Familienwappen eines der Charaktere abgebildet ist? Nur um ein spontanes Beispiel zu nennen.
Hey, gute Idee!
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Berandor am 30. Dezember 2008, 19:19:02
Frage 4:
Hier war Misstrauen schon die offenbar gängigste, wie auch realistischte Antwort. Dementsprechend sind auch genügend Antworten so ausgefallen. Den Vorzug bekam bei mir hier, wer die Szenerie besonders lustig verfasst hat. Besonders gelacht habe ich über "Das Bestiarium ist am anderen Ende der Stadt". Dieser Beitrag hat Frage 4 dann auch gewonnen.

Diese Misstrauenskiste ging mir übrigens richtig auf den Sack. Ich finde es einfach billig, wenn dann der MOnster-SC durch sein Aussehen so abgestraft wird. Das ist weder kreativ, noch förderlich für die Story, noch wird es i.d.R. durchgezogen (sondern nach zwei Begegnungen vergessen). Es nervt nur: Ah, jetzt muss der SL wieder einen auf Rassist machen, bis wir dem Schmied geholfen haben, weil Tommy unbedingt einen Ogermagus spielen wollte.

Das hat mich echt und wirklich enttäuscht in dem Contest, dass es darauf hinauslief. Wenn schon, dann richtig mit z.B. einem Potenzmittel, dass nur aus Halbdrachenhorn gewonnen werden kann und die ganzen Männer des Dorfes auf den Plan rufen, oder mit einem alten Ritus, nach dem der längste Fangzahn, den ein Jäger in einem Jahr fangen kann, zu einer Steuerbefreiung führt – und wer hat große Fangzähne? Oder oder oder. Aber es waren so oft nur despektierliche Kommentare und fertig. Bah!
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Ariadne am 30. Dezember 2008, 20:04:33
Das hat mich echt und wirklich enttäuscht in dem Contest, dass es darauf hinauslief. Wenn schon, dann richtig mit z.B. einem Potenzmittel, dass nur aus Halbdrachenhorn gewonnen werden kann und die ganzen Männer des Dorfes auf den Plan rufen, oder mit einem alten Ritus, nach dem der längste Fangzahn, den ein Jäger in einem Jahr fangen kann, zu einer Steuerbefreiung führt – und wer hat große Fangzähne? Oder oder oder. Aber es waren so oft nur despektierliche Kommentare und fertig. Bah!
Also ganz ehrlich: SO eine Antwort hätte bei mir auch ganz klar gewonnen...
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Archoangel am 30. Dezember 2008, 20:56:10
Nette Idee auf jeden Fall. Schade das ich zeitlich nicht zur Teilnahme kam ... von den drei hier abgedruckten favorisiere ich eindeutig auch unseren Bruder Grimm. Muss die anderen mal bei Gelegenheit lesen. Allerdings teile ich Lichs Ansicht bzgl. Stereotypen nicht; nur weil es schon häufiger da war, muss es ja nicht gleich schlecht sein.

Was noch hinzu kommt, ist wohl der Punkt, dass hier einfach auch verschiedene Spielstile aufeinandertreffen ... vielleicht hätte man ein paar Weltparameter festlegen sollen ... was ist den schon eine "Standardwelt"? Wie hoch ist der Magielevel? Wie wahrscheinlich ist das Unwahrscheinliche? Wie viel Charakterplay darfs denn sein?

Gerade die Seltsame Fremdrasse lässt sich bei mir ganz einfach erklären: den gibt es in meiner Kampagne nämlich nicht. Problem gelöst.
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Eleonora am 30. Dezember 2008, 21:07:24
Gerade die Seltsame Fremdrasse lässt sich bei mir ganz einfach erklären: den gibt es in meiner Kampagne nämlich nicht. Problem gelöst.

Die Dorfbewohner sagen also: "Du bist nur eine Illusion, verschwinde?" und dürfen dann Willenswürfe machen um den SC anzuzweifeln, während der Rettungswürfe macht um nicht dem Solipsismus anheim zu fallen? wink
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Archoangel am 30. Dezember 2008, 21:25:41
Nö ... sie ignorieren ihn gleich ... wie auch die Mitspieler und der SL.
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: DU#1229 am 30. Dezember 2008, 23:24:30
Generelles:

meist fehlte mir der letzte Pfiff. Die Neuartigkeit, oder die richtige Würze in den meisten Beiträgen.  Jene, die da hervorstachen, habe ich zu meinen Favoriten gewählt.


Juy Juka (mein virtueller 4ter Platz)
tolle Arbeit, wenn sie nicht im Laufe der Antworten an Spritzigkeit, Humor und Innovation verloren hätte. Wäre der Stil und der Anspruch der ersten Posts, durchgängig bis zum Letzten, so wärest Du sicherlich meine Nummer 2 gewesen!


Bruder Grimm (teilt sich mit Juy Juka den 4ten Platz)
interessante und spannende Beiträge. Nur hier fehlte mir das gewisse "Etwas", um zu den Top 3 zu gehören.


Wormys Queue
Einige innovativen Ideen, spannend zu lesen, gut umzusetzen. Alle meine Vorgaben erfüllt: Platz 3


Berandor
was soll ich da noch zu sagen, eigentlich mein Favorit, wie Wormy eigentlich eine hervorragende Arbeit und einen kleinen Pluspunkt, wegen der Schnelligkeits-Spontaneität wink dann also Platz: 2


Taysal
von Anfang an der Gewinner für mich! Dein Humor ist weltspitzenklasse und verdient bekommst Du meinen Platz 1
Dein Humor wurde versucht zu kopieren, was gnadenlos schief gelaufen ist. Schade, dass die Anderen nicht meiner Meinung waren... Demokratie braucht eigentlich eh niemand!
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Archoangel am 31. Dezember 2008, 01:36:47
Da hast du wahr (wie der gemeine Pfälzer sagt); jetzt, da ich ihn gelesen habe, muss Taysal eindeutig der Gewinner sein.  :thumbup:
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Ariadne am 31. Dezember 2008, 01:40:32
Nette Idee auf jeden Fall. Schade das ich zeitlich nicht zur Teilnahme kam ... von den drei hier abgedruckten favorisiere ich eindeutig auch unseren Bruder Grimm. Muss die anderen mal bei Gelegenheit lesen. Allerdings teile ich Lichs Ansicht bzgl. Stereotypen nicht; nur weil es schon häufiger da war, muss es ja nicht gleich schlecht sein.
Ja, sehr schade. Ich hätte von dir auch gern was gelesen gehabt. Schlecht sind Stereotypen sicher nicht, dafür langweilig. Bei dem Contest ging es ja vor allem um kreative Antworten für mehr oder weniger Alltagsfragen.

Zitat
Was noch hinzu kommt, ist wohl der Punkt, dass hier einfach auch verschiedene Spielstile aufeinandertreffen ... vielleicht hätte man ein paar Weltparameter festlegen sollen ... was ist den schon eine "Standardwelt"? Wie hoch ist der Magielevel? Wie wahrscheinlich ist das Unwahrscheinliche? Wie viel Charakterplay darfs denn sein?
Für mich war so eine Definition jetzt nicht so wichtig, aber wenn nichts festgelegt ist, gehe als Standard D&D Welt nicht von Midnight und nicht von der Maximalstufe 10 aus. Sprich "normale" Stufen, und "Standard"  Magie-Level.  Wobei selbst wir beide "Standard" und "Normal" sicher unterschiedlich definieren. Wahrscheinlich sind selbst meine Standard Palastwachen von durchschnittlich höherer Stufe, als deine Standard SCs, um nur ein ins Blaue gegriffenes Beispiel zu nennen...

Macht aber nix, im Zweifel nimm das, was DU als Standard deffinierst. Viele gingen bei "Standard-Stufen" von irgendwas zwischen Stufe 5 und 7 aus, wenn du "Standard" aber unbedingt als Stufe 1 oder 17 definierst, so what, Hauptsache deine Idee zur Lösung der Frage wäre kreativ gewesen! Irgendwelche Stufen oder Regelangaben waren für mich hier total nebensächlich. Auch beim Angriff der Assassinen hat mich irgendeine Stufenangabe oder Klassencombo  der Angreifer wenig vom Hocker gehauen, obwohl ich sonst ja eher zu den Regelfanatikern und PrC-Liebhabern gehöre. Liegt vielleicht auch daran, dass ich Rogue 5/ Assassin 2 oder Rogue 5 jetzt nicht so wirklich kreativ finde. Da gings mir tatsächlich nur allein um die beschriebene Szene, sämtliche Build-Angaben habe ich mal getrost ignoriert. Wenn du also deine Assassinen als Stufe 2 Rogues auf eine Stufe 1 Gruppe gejagt hättest, die Idee aber irgendwie besonders gewesen wäre, wäre das vielleicht ihr Preis gewesen.

Allerdings frage ich mich, woran man Charakterplay festlegen soll  :suspious: . Im Zweifel ist das immer genau soviel, wie du dir als SL Charakterplay als Optimum vorstellst.

Zitat
Gerade die Seltsame Fremdrasse lässt sich bei mir ganz einfach erklären: den gibt es in meiner Kampagne nämlich nicht. Problem gelöst.
Sorry, aber diese Antwort hätte bei mir jetzt auch nicht gerade den Kreativitätspreis bekommen, aber zumindest auch ne Lösung... wink
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Archoangel am 31. Dezember 2008, 02:38:52
Das meine ich ja nun eher mit "Was ist Standard"?

Meine Bibliothek wäre sicher für viele ein langweiliger Ort, weil ich es eben nicht zu bunt mag. Und wenn mir ein SL den Zauber auf einem vom Wind gesäuselten Kristall präsentiert, frage ich spontan erst mal, was er geraucht hat und wo man das Zeug kaufen kann...das ist mir halt zu ... seltsam.

Es mag ja wenig kreativ sein, aber wenn ich einen Baby-Balrog gar nicht erst als Charakterrasse zulasse, muss ich mich nachher im Low-Fantasy Setting halt auch nicht fragen, wie die bevölkerung auf ihn reagiert. Oder anders gesagt: wie wird sie wohl reagieren? Offensichtlich war ich bekifft genug das Ding zuzulassen - da kann ich dem Spieler jetzt schlecht einen Strick draus drehen und den Charakter von der örtlichen Metzgergilde zu Teufels-Gulasch verarbeiten lassen, wie? (Anspielung auf 4E, wo Succubi jetzt keine Dämonen mehr sind...)

Generell in Kurzform:

1. siehe Taysal. Wenn der Char nur für einen Abend da ist mache ich kein fass auf. Wenn ich knallebunt, die wachen sind Level 20 spiele und Hüpfelfen und Baby-Balrogs durch die Straßen laufen, kann er auch aus einem Portable Hole rausfallen, oder mit einem "Meistermeisterbittebittenicht..." vom Himmel stürzen. Notfalls fällt halt der Henchmen in eine Grube und - sobald die Helden ein Seil hinuntergelassen haben - aus dieser kommt der "Neue" halt raus. Oder der Monster Summoning vom Magier geht schief und wenn die Type halt schon mal da ist, nehmen wir sie halt auch mit. "You seem trustworthy - would you join the party?"

2. Bei mir ist jeder Spieler an jedem Abend im Rampenlicht. Wenigstens für 15 min. Das ist mein Job als SL. Wenn ich das nicht mehr hinkriege, reiche ich die Burger-King-Krone weiter und jemand anderes soll den Job machen. Und wer zum Burzeltag ein Extra braucht, der kriegt halt ne dralle Elbenmaid in die Kiste gelegt, oder darf (in der Balrog-Welt) mit dem Tod eine  Bong rauchen und über den Sinn des Lebens labern. Ne im Ernst jetzt ... ich beschenke meine Spieler ohnehin schon, alleine dadurch, dass ich leite.

3. Was spricht gegen ein Buch? Oder aber der Magier kommt in die versifteste Kneipe aller Zeiten ... einfach nur weil er dringend aufs WC muss ... der Teufels Gulasch ist ihm einfach nicht bekommen ... nachdem er also auf dem schändlichsten Donnerbalken aller Zeiten seine Notdurft verrichten musste und allen ihm bekannten Göttern dankt, dass ihn - den 23. Level Archmage - niemand in dieser entwürdigenden Position gesehen hat, wird er vom Wirt erst einmal auf einen Bong eingeladen. Ablehnen kann er nicht, weil ihn sonst alle für einen eingebildeten Schnösel halten, was die Assassine von Antwort 10 auf den Plan ruft. Während er also den guten schwarzen Alfghanen quarzt erscheint ihm der gute Dschinn "Niehammawassa" und erzählt ihm vom Ritual der 1000 Freuden. Als der Magier am nächsten morgen nackt und müde neben dem (250kg) Wirt aufwacht (und damit den Rest seiner Würde verloren hat, weil er Religionsgelehrter ist und homophob) ist das magische Ritual immer noch in seinem Kopf vorhanden ... dummerweise wird er es nie wieder vergessen können.

4. Siehe oben. Baby-Balrog muss nicht weinen. Schlimmstenfalls wollen die komischen Leute halt, dass er ihnen Wünsche erfüllt, weil er wohl ein Dschinn sein muss...

5. Ein Lich, der einen magische Kuriositäten-Laden führt, gibt ihnen einen Untoten Schrumpfkopf mit auf den Weg. Der kennt sich nicht nur wie ein Lexikon aus - nein, er kann auch Magie riechen und identifizieren. Schade eigentlich, dass er immer um Mitternacht einen halben Liter Blut trinken will - am Besten aus den fersen, wenn man die Achiles-Sehne durchtrennt...

6. Wenn ich gut drauf bin, gibts Romeo und Julia - aber der Char darf weiterleben (nur seine wahre Liebe ist für immer verloren ... bis sie als Untote zurückkommt und von ihm das Eheversprechen einfordert). Wenn ich nicht so gut drauf bin gibts halt einen Scheinprozess, der den Charakter zu Teufels-Gulasch verarbeiten soll, aber er kann durch den einmal-Mitspieler gerettet werden - der ist nämlich von Gerichts aus Pflichtverteidiger...

7. Ist es wichtig? Wenn nein: Ihr reist 5 Tage bis zur nächsten Stadt. Dann bleibt mir wenigstens mehr Zeit, um das dortige Abenteuer besser zu gestalten. Wenn ja: Das Teufels-Gulasch, welches es nur dort gibt, ist bis hierher bekannt. Oder aber nur dort wohnt ein Führer für die Gegend, in die die Charaktere gerade hinwollen...möglicherweise ist es auch ganz egal, was es dort gibt, weil ein gewisser erzmagier einfach nur noch so schnell wie möglich aus dieser Stadt hier weg will...

8. Hier habe ich tatsächlich eine Idee, die manch einer als brauchbar ansehen könnte: nach x-maligem Verlaufen und nahe am Verhungern sind die Charaktere darauf angewiesen komische (kosmische) Pilze zu essen ... als sie von ihrem Horror-Psycho-Trip aufwachen befinden sie sich in der Obhut eines Shamanen, welcher ihnen das Leben gerettet hat. Von ihm erfahren sie zudem, dass der Tempel ein Tabu ist, welches von mächtiger Magie verborgen ist. Natürlich will er sie nicht hinlassen - werden unsere Helden nun ihren Lebensretter hintergehen und das Stammesheiligtum durch ihre Anwesenheit schänden?

9. Es ist eine Bibliothek. Sie müssen halt suchen. Das Abenteuer ist ja nun mal nicht die Suche nach dem Buch, oder? Möglicherweise bin ich aber schlecht vorbereitet und muss noch schnell eine Stunde Zeit totschlagen und traue mich nicht meiner Gruppe zu sagen, dass ich mit meinem vorbereiteten Abenteuer für heute am Ende bin ... schließlich macht es allen gerade so viel Spass. Also muss ich mir irgendwas aus den Fingern saugen, um die Bibliothek so lange zum Punkt des Handlung zu machen, bis alle Müde sind und einen break wollen.

Hm ... O.K. Die Bibliothek hat neben Büchern in roten, grünen und blauen Einbänden auch noch einen Lesehandschuh. Sobald man ein Buch mit einem Handschuh anfasst, wird man in das Buch hineingezogen und erlebt das "gespeicherte Wissen" aus erster hand mit. Ein eigentliches Lesen findet also nicht statt. Die Einbände können nun verschiedene "Sicherheitsstufen", oder einfach nur Themengebiete asein. Der Bibliothekar ist ein Golem, dass nur begrenzte Fragen beantworten kann ... so weit so gut - bis die Charaktere ein Buch mit dem Titel "Die spannenden Abenteuer des Erzmagiers Mini-Balrog" finden - in dem die bisherige Kampagne (aus sicht des genannten Charakters) mitzuerleben ist...ab da wirds dann lustig...

10. Wenn ich meine Kampagne kreativ (oder aus Unlust) beenden will, wird mir als SL schon einfallen, wie den Assasssinen das gelingt. Wenn nicht, handelt es sich wohl nur um ein Encounter, dass den Leuten sagen soll, dass sie einem NSC zu viel auf den Schlips getreten sind.  Also bringe ich halt die alte Martha harry, die den (dankbaren) Erzmagier um den Finger wickelt (wenigstens kein fetter Wirt!) und seinen Kopf dem Priester zum morgendlichen Frühstück servieren lässt (auf der Serviette steht dann, wo man den Rest findet, wen man angepisst hat und wohin man bitte auswandern soll, wenn man nicht häufiger auf solche Zwischenfälle stoßen möchte). Dem Priester natürlich, damit er ihn gleich (der Tod ist eine heilbare Krankheit) wieder zurückholen kann - wir wollen schließlich keinen Spieler langfristig aus dem Spiel ausschließen, oder?

Halt ... geniale Idee!

DAS ist die Special-Scene für den Geburtstags Charakter! Er wird kreativ hingerichtet! Und der neue Spieler ist der Assassine - dann wird er auch nicht misstrauisch  :twisted:. Und der "Neue" kann gleich einen Eindruck gewinnen, ob er demnächst mit einem neuen Charakter eiosteigen will, oder aber überläuft, weil er sein Opfer doch ganz nett findet...zum Ausgleich bringt er dann n och ein neu entwickeltes Ritual mit, dass den Magier wieder versöhnt! Einzig unangenehm wird die Überaschung, dass der SL offenbar bekifft war (Drogen am Spieltisch - also Nein!) und dem "Neuen" einen jungen Balrog (weiblich) zugelassen hat ... wie werden da die (konservativ-christlich-fundamentalistischen) Dorfbewohner nur darauf reagieren??? Also schnell mal einen Reiseführer gebucht - egal ob er Blut säuft, oder nicht - und ab ins Nachbarkönigreich in die bis dato unbekannte Stadt ... da soll es ja so eine tolle Bibliothek geben, in der sogar der geheime Ort des verwunschenen Tempels nachzulesen ist, den die Gruppe eh noch sucht. Und nen Golem als Bibliothekar? Das soll seltsam sein? Unser Erzamgier hat einen weiblichen Balrog als Geliebte, die ihn erst einmal gemeuchelt hat, bevor sie sich in ihn verliebte...

In diesem Sinne einen guten Rutsch ins nächste Jahr - und esst kein Teufels-Gulasch - mann weis nie (wer) was da drinn steckt...

Archo`

P.S.: Es ist nach halb drei. Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Ariadne am 31. Dezember 2008, 02:47:01
Was hast du geraucht und wo kann man das kaufen?  :lol:
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Darigaaz am 31. Dezember 2008, 10:19:14
Frage 4:
Hier war Misstrauen schon die offenbar gängigste, wie auch realistischte Antwort. Dementsprechend sind auch genügend Antworten so ausgefallen. Den Vorzug bekam bei mir hier, wer die Szenerie besonders lustig verfasst hat. Besonders gelacht habe ich über "Das Bestiarium ist am anderen Ende der Stadt". Dieser Beitrag hat Frage 4 dann auch gewonnen.

Diese Misstrauenskiste ging mir übrigens richtig auf den Sack. Ich finde es einfach billig, wenn dann der MOnster-SC durch sein Aussehen so abgestraft wird. Das ist weder kreativ, noch förderlich für die Story, noch wird es i.d.R. durchgezogen (sondern nach zwei Begegnungen vergessen). Es nervt nur: Ah, jetzt muss der SL wieder einen auf Rassist machen, bis wir dem Schmied geholfen haben, weil Tommy unbedingt einen Ogermagus spielen wollte.

Das hat mich echt und wirklich enttäuscht in dem Contest, dass es darauf hinauslief. Wenn schon, dann richtig mit z.B. einem Potenzmittel, dass nur aus Halbdrachenhorn gewonnen werden kann und die ganzen Männer des Dorfes auf den Plan rufen, oder mit einem alten Ritus, nach dem der längste Fangzahn, den ein Jäger in einem Jahr fangen kann, zu einer Steuerbefreiung führt – und wer hat große Fangzähne? Oder oder oder. Aber es waren so oft nur despektierliche Kommentare und fertig. Bah!
Wenn der Oger Magus als MM-Monster existiert und die Leute sich auf das MM1-Wissen verlassen, dann hat er logischerweise Probleme mit Interaktion, dementsprechend gibt es da aus meiner Sicht als DM keine Gnade, man hat die normalen Rassen, wer solche Exoten mimen will, hat die Konsequenzen zu tragen.
Ja, es ist lahm, ja es ist abgedroschen aber es ist sogar für eine DnD-Welt absolut in Ordnung. Oger Magi sind böse Kreaturen, das ist das, was man via Common Knowledge über die weiß. Willst du böse magische Wesen bei dir in der Nachbarschaft??? Hier wirkt es noch lächerlicher, wenn man nicht auf Rassist macht aber dennoch bringt es einen existierenden Plot eher wenig voran, wenn die Kreatur nicht der Angelpunkt darin ist. Aber der Spieler könnte ja auch einfach ne andere Basisrasse nehmen und Exotik durch etwas Anderes als offensichtliche Äußerlichkeiten darstellen.

Außerdem sind solche Monster nicht als SCs gedacht, demenstprechend ist gerade so ein Viech ein schlechtes Beispiel, jeder Spieler, der mir mit so etwas ankommt, macht das imho nur aus High-Power-Ideologie, sonst gar nix.
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Taysal am 31. Dezember 2008, 12:16:39
Erst einmal herzlichen Glückwunsch an die Gewinner. :)

Uiuiui, so viel Kram der geschrieben wurde, mal sehen was ich so auf die Schnelle dazu sagen kann.

Zitat von: Nadir-Khân
Taysal
von Anfang an der Gewinner für mich! Dein Humor ist weltspitzenklasse und verdient bekommst Du meinen Platz 1
Dein Humor wurde versucht zu kopieren, was gnadenlos schief gelaufen ist. Schade, dass die Anderen nicht meiner Meinung waren... Demokratie braucht eigentlich eh niemand!

Da mein Beitrag in erster Linie unterhalten sollte, habe ich doch schon gewonnen. Ich habe meine Ziel erreicht.  Jedenfalls Danke für deine Zustimmung und mein Dank geht auch an Archoangel für seine Sympathiebekundung. Freut mich, dass du ebenfalls Spaß hattest. :)

Da ich nicht im Vorfeld eins auf den Deckel bekommen wollte (miesmachen etc.), tippe ich nun im nachhinein meine Anmerkung zum Contest.

An sich eine gute Idee und eine nette Umsetzung. In meinen Augen waren aber bereits die Vorgaben so gestrickt, dass eine - für mich - zu hohe Subjektivität den Wettbewerb beherrschte. Das hat sich im Nachhinein auch bestätigt. Es ist einfach eine Geschmackssache geworden. Ich für meinen Teil könnte zwar sagen wessen Beitrag mir am besten gefiel, aber eigentlich sollte der "handwerklich" beste Teilnehmer gewinnen. Jedenfalls meine Meinung. Aber ich kann ja noch abstimmen und somit einen kleinen Teil meinen Favoriten unterstützen. :)

Außerdem bin ich der Meinung, dass die Beiträge erst einmal nur an die Jury hätten gehen sollen, um ein Abschreiben und/oder eine Beeinflussung zu vermeiden.

Dann noch die Sache mit dem Misstrauen der Einheimischen: Man musste für den Wettbewerb einfach von D&D-Standard ausgehen. Andere Systeme und Spielwelten hätten sicher schönere Lösungen ergeben. Ob nun hässlicher Oger-Magus oder charmante Dunkelelfen - in einer D&D-Welt zieht muss man einfach mit Misstrauen reagieren. Das Ding heißt ja nicht umsonst Monsterhandbuch.  :cheesy:

Bei den drei Finalteilnehmern steht der Gewinner eigentlich fest. Seine Antworten waren kreativ  und handwerklich mehr als ordentlich.

(http://www.taysal.net/grafiken/berandor_vote.jpg) (http://forum.dnd-gate.de/index.php/topic,21529.0.html)

;-)

Ich drück dir jedenfalls die Daumen. :)
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: DU#1229 am 31. Dezember 2008, 12:33:28
@ Taysal:

so etwas kann man nicht objektiv nach dem Handwerklichen bewerten. Grundsätzlich war dieser Contest darauf in dieser Konsequenz meines Erachtens auch nicht ausgelegt. Das sage ich als Jury-Mitglied, nicht als der Chef vom Ganzen wink

Was das Abschreiben angeht, so haben wir hier doch erwachsene Menschen, die sich entweder zusammenreissen, und den Spoiler nicht lesen, oder beim Abschreiben (was mir übrigens sehr negativ auffiel) einfach dann von der Jury aussortiert werden.

Misstrauen und DnD ist ein absolut subjektives und weltenabhängiges Thema, deswegen gehe ich darauf nicht weiter ein. Wenn mir jemand erklärt, warum auf seiner so und so reagiert wird, dann bewerte ich das nach eben diesen Maßstäben.
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Darigaaz am 31. Dezember 2008, 12:38:32
Zitat
Da mein Beitrag in erster Linie unterhalten sollte, habe ich doch schon gewonnen. Ich habe meine Ziel erreicht.  Jedenfalls Danke für deine Zustimmung und mein Dank geht auch an Archoangel für seine Sympathiebekundung. Freut mich, dass du ebenfalls Spaß hattest.
Sieger der Herzen.
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Taysal am 31. Dezember 2008, 14:36:26
@ Taysal:

so etwas kann man nicht objektiv nach dem Handwerklichen bewerten. Grundsätzlich war dieser Contest darauf in dieser Konsequenz meines Erachtens auch nicht ausgelegt. Das sage ich als Jury-Mitglied, nicht als der Chef vom Ganzen wink

Was das Abschreiben angeht, so haben wir hier doch erwachsene Menschen, die sich entweder zusammenreissen, und den Spoiler nicht lesen, oder beim Abschreiben (was mir übrigens sehr negativ auffiel) einfach dann von der Jury aussortiert werden.

Misstrauen und DnD ist ein absolut subjektives und weltenabhängiges Thema, deswegen gehe ich darauf nicht weiter ein. Wenn mir jemand erklärt, warum auf seiner so und so reagiert wird, dann bewerte ich das nach eben diesen Maßstäben.

Sind halt verschiedene Ansichten. Die beste Idee nützt ja nix ohne richtige Verpackung und Einbindung. :)

Für den einen ist es abschreiben, für den anderen nur die gleiche Idee.  :D

Hm, auf meinen D&D-Welten misstraut man den Monstern weil sie Monster sind, das Leben ein ewiger Kampf ist und sich der arme Mann von der Straße keine Wiederbelebung leisten kann.  :cheesy:

Zitat
Da mein Beitrag in erster Linie unterhalten sollte, habe ich doch schon gewonnen. Ich habe meine Ziel erreicht.  Jedenfalls Danke für deine Zustimmung und mein Dank geht auch an Archoangel für seine Sympathiebekundung. Freut mich, dass du ebenfalls Spaß hattest.
Sieger der Herzen.

 :lol:
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Juy Juka am 31. Dezember 2008, 17:23:40
Hallo,

Zitat von: Eleonora
Juy Juka: mir viel zu viel SL-Willkür und RailRoading
Was meinst du mit "RailRoading"?

@Ariadne: Danke schön.

Gruß
Juy Juka
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Berandor am 04. Januar 2009, 21:22:39
Könnte mal jemand für mich stimmen, bitte?
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Archoangel am 04. Januar 2009, 21:32:41
Hey - es haben doch immerhin schon mehr Leute abgestimmt, als am Contest teilgenommen haben, oder?
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Archoangel am 04. Januar 2009, 21:33:37
... aber gerade so ...
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Eleonora am 04. Januar 2009, 23:00:36
Was meinst du mit "RailRoading"?

Das fehlende Mitspracherecht der Spieler & die 'die Spieler werden so und so handeln' Einstellung:

Zitat
1. Der Spieler erhält einen Charakter von einer außerdimensionelen Rasse, die als Diener eines Gottes eines Gruppenmitgliedes bekannt. Da es sich um einen Gott des Chaos handelt, ist es nicht ungewöhnlich, dass seine Diener ohne Wissen über ihren Auftrag zu den Gläubigen geschickt werden. Falls der neue Spieler häufiger kommt, kann man sich etwas koplexes ausdenken, ansonsten kann der Charakter als Schlüssel zu einem Grabmal oder ähnlichem des Gottes dienen.

Zum einen finde ich so etwas für einen Neuen recht schwer zu spielen, weil es ein recht fest gestricktes Charaktermuster ist. Was hier passieren würde, wenn Du eine rein rg (lg) oder rn (ln) Gruppe hättest, kannst Du Dir vielleicht auch selbst ausmalen.

Zitat
2. Die Charakter werden früher oder später in eine Taverne einkehren.
Werden sie? Du glaubst nicht, wie viele SL ich schon in den Wahnsinn getrieben habe, als ich sagte "Nein, ich geh' nicht ins Wirtshaus ich klopf' an den Türen und biete [bel. Dienst hier einsetzen] für einen Schlafplatz.
Zitat
In der Taverne wird ein Tänzer oder anderer Unterhalter auftreten. Der Schausteller wird sich den Charakter des Spielers herraus picken und auf die Bühne schleifen
Muss auch nicht klappen "Wie er packt mich und zerrt mich auf die Bühne? Ich zieh' mein Schwert!" -macht aber nichts, denn:
Zitat
auf jeden Fall wird der Charakter lokal dafür bekannt und beliebt werden.

Zitat
3. Der Magier wird in einen kleinen, schäbigen, düstern und kühlen Laden gelotzt.
Wenn er sich aber nicht locken lässt?
Zitat
Der Laden ist voll von nicht nur exotischen sondern auch seltenen Kräutern, Mineralien und anderen Schätzen der Wüste, die nur für die Eingeweihte zu erkennen sind.
Wie... praktisch, das dürfte den Umsatz enorm in die Höhe treiben.
Zitat
Während der Magier die Regale und Auslagen durchstöbert wird er von der alten Besitzerin unter dem Schleier hervor beobachtet.

Das hängt aber nicht mit der Antwort zusammen, oder? (Die schlechten Witze über Magierstäbe verkneife ich mir jetzt mal ^^)
Zitat
In einem Regal findet der Magier einige gravierte Kristalle, dem Magier fallen die arkanen Runen auf, jedoch kann er sich nicht erklären, was Sie auf den Kristallen zu suchen haben.
Ah, der berühmte INT 6 Magier ohne Zauberkunde, Wissen (Arkanes) und/oder 'Identifizieren'.
Zitat
Früher oder später erhält er die Information, wie diese Kristalle wie ein Zauberbuch gelesen werden können. Hoffentlich hat er die Kristalle gekauft oder sind Sie zumindest noch in dem Laden.
Warum hätte er sie kaufen sollen, wenn er nichts damit anfangen konnte?


Zitat
4. [...]Die Charaktere werden dies natürlich sovort Korrigieren oder sogar Wütend reagieren.
Vielleicht frotzeln sie aber auch mit? "Mein Herr, das ist uns seine Unterbringung wert, wenigstens müssen wir bei dem vielen Pferdefleisch dort dann nicht auch noch sein Futter bezahlen."
Oder sie nehmen's gelassen?
Oder sie drücken dem Wirt das Doppelte in die Hand und sagen freundlich: "Er kriegt ein Zimmer und eure Tochter."

Zitat
5. [...] Sollten die Spieler das nicht zahlen wollen, werden Sie auf der Suche nach einem anderen Führer immer wieder auf Händler und andere Leute treffen, die zwar andere Führer empfehlen können, jedoch meinen dass sie - fall möglich - immer das Mädchen mit nehmen würden.

Woraufhin sich die Spieler sicher sind, dass es sich bei dem Mädchen um ein gestaltwandelndes Wesen handelt, das das Dorf unter seine geistige Kontrolle gebracht hat.

Zitat
7. Die Charakter erfahren von einem sehr interesanten Gegenstand, den sie sicher zu besitzen wünschen. Jedoch ist der Händler bereits auf den Weg in die besagte Stadt. Sollten die Charakter noch unentschlossen sein, erfahren sie von einigen anderen Leuten, die dem besagen Händler auch schon folgen.

Und wer jetzt noch nicht an den Rattenfänger von Hameln denkt,...
Der Händler ist übrigens auch das kleine Mädchen aus Antwort 5.

Zitat
9. In der Bibliothek gibt es experten, die jedoch nicht sehr gesprächig sind. Effektiver ist es mit den Bibliothekaren oder Hausmeistern zu sprechen, die einem helfen können schneller zu gewünschten Ergebnis zu kommen.

Hausmeister: "Joa det Buch vom weißen Riesen Magister Proper über die arkanen Strukturen des Wassers in Kombination mit Lichtzaubern findet Ihr im dritten Obergeschoss."

Das meine ich.
Nichts für ungut,
E.
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Darigaaz am 04. Januar 2009, 23:19:34
Zitat
Woraufhin sich die Spieler sicher sind, dass es sich bei dem Mädchen um ein gestaltwandelndes Wesen handelt, das das Dorf unter seine geistige Kontrolle gebracht hat.
Naja komm, wenn es nunmal die beste Führerin ist?

Zitat
Ah, der berühmte INT 6 Magier ohne Zauberkunde, Wissen (Arkanes) und/oder 'Identifizieren'.
Je nach Stufe kann es unmöglich sein, zu erkennen, worum es sich bei den Kristallen handelt. Sofern man nicht Analyze Dweomer besitzt, ist das eigentlich okay. Nur wenn das auch noch versagen würde...

Zitat
Wie... praktisch, das dürfte den Umsatz enorm in die Höhe treiben.
Es soll Läden geben, die verlangen obszöne Preise und sind deshalb selektiv, was die Kunden angeht.

Zitat
Warum hätte er sie kaufen sollen, wenn er nichts damit anfangen konnte?
Lust auf Abenteuer? Geld? Neugierde? Es soll auch Spieler geben, die kaufen sich vermeintlich unnützen Kram.

Oder doch lieber auf ''Ignore Plot'' würfeln???

Zitat
Und wer jetzt noch nicht an den Rattenfänger von Hameln denkt,...
Der Händler ist übrigens auch das kleine Mädchen aus Antwort 5.
Ich nicht.

Zitat
Hausmeister: "Joa det Buch vom weißen Riesen Magister Proper über die arkanen Strukturen des Wassers in Kombination mit Lichtzaubern findet Ihr im dritten Obergeschoss."
Je nachdem, wie der 'Hausmeister' integriert ist, ist das doch okay? Ich hörte von einer Putzfrau, die den Naturwissenschaftlern im Physikpraktikum die kinetische Gastheorie erklärt. Alles authentisch.

Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Taysal am 05. Januar 2009, 13:08:57
Zitat
Zitat
Was meinst du mit "RailRoading"?

Das fehlende Mitspracherecht der Spieler & die 'die Spieler werden so und so handeln' Einstellung:

Quatsch, "Railroding" ist ein klasse Werkzeug für bestimmte Abenteuer und wird von Vertretern der "Sandbox" einfach falsch verstanden. Der Begriff passt schon sehr gut. Es ist wie beim Zugfahren. Der Zug fährt von A nach B. Du kannst die Strecke zwar nicht verlassen, aber während der Fahrt lauter tolle Sachen erleben - ähnlich wie bei Videospielen ("Resident Evil 4" mag als Beispiel dienen). Du kannst während der Fahrt die Wagons abklappern ( "Encounter"), eventuell gibt es mal einen Halt ("Sidequests") und schlussendlich ist manchmal auch eine Weiche eingebaut ("Change"). Wie gut ein Zug fährt bestimmt schlussendlich der Konstrukteur (Autor) und der Lokführer (Spielleiter). Halt das Konzept der meisten Kaufabenteuer.

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Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Taysal am 05. Januar 2009, 13:17:27
Könnte mal jemand für mich stimmen, bitte?

Mehr als 'nen rosa Button ging nicht, sorry. Aber ich könnte deinen Beitrag nochmals lobend erwähnen.

Immerhin ist er flott und stilsicher geschrieben. Sämtliche Vorgaben wurden einwandfrei erfüllt. Bereits der erste Satz jeder Antwort weckt Neugierde auf den Rest. Durch die Nutzung bekannter Klischees ist jedermann sofort mit dem in der Antwort enthaltenen Vorschlag vertraut. Also eine effektive Ausnutzung der Möglichkeiten. Auch kreativ ein Meisterstück, denn trotz dem hohen Wiedererkennungswert zu tatsächlichen Gegebenheiten, wurde alles ordentlich auf die üblichen Fantasywelten angepasst. Außerdem gibt es eine große Anzahl an Optionen und weiterführenden Strängen. Nebenbei ist der Beitrag auch humorvoll und sehr kurzweilig.

Die dir zugestandene Routine ist übrigens keineswegs langweilig, sondern sorgt für einen guten Beitrag, durch den halt der obige positive Eindruck bei mir entstand. Wer den Berandor nicht ehrt, ist der Ideen halt nicht wert. ;-)
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Berandor am 05. Januar 2009, 15:01:24
Oh.

Danke ;)
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Eleonora am 05. Januar 2009, 15:36:21
Wie gut ein Zug fährt bestimmt schlussendlich der Konstrukteur (Autor) und der Lokführer (Spielleiter). Halt das Konzept der meisten Kaufabenteuer.
Nein die 'Schienen' daher das 'rail'. Man nehme TheGamers2: Wenn der SL ganz genau weiß, wie die Geschichte läuft, klappt's nicht  wink

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Allerliebste Grüße,
E.
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Darigaaz am 05. Januar 2009, 16:05:19
Zitat
Richtig, der berühmte belesene mittelalterliche Hausmeister (Hausmeister!?).
Du kannst dem Author alles vorweerfen, nur nicht deine Erwartungen an seine Spielwelt, wo wird authentische mittellaterliche Welt vorgegeben? Nirgends, deine Kritik ist hier fehl am Platz.

Zitat
Hervorhebung von mir. See the point?
Wo ist das sdchlecht? Nicht jeder macht aus Trotz immer das Gegenteil und versucht durch sowas, den DM irgendwie als Konkurrent zu sehen und wo steht eigentlich, daß der Spieler das als schlecht empfindet. Ich kenne wenig Spieler/-innen, die bewusst das Gegenteil von dem machen, was von ihnen erwartet wird.

Zitat
Das ist Blödsinn. Tugendhafte Menschen in Tavernen? Schon mal 'In taberna quando sumus' aus den Carmina Burana gelesen (wenn nicht: ist verlinkt)? Und ansonsten fällt mir so auf Anhieb kein mittelalterlicher Text ein der 'wichtige' Leute in einer Taverne verorten würde. Dreh- und Angelpunkt des sozialen Lebens waren Markt- und Kirchplätze.
In deiner Welt, die das historische Mittelalter als Basis hat aber wo steht, daß das überall so sein muß? In Fantasy-Welten herrscht in Tavernen das social network und wird auch in DnD so sehr oft genutzt.

Zitat
Schuster Al steht im Morgengrauen auf um zu arbeiten und legt sich bei Sonnenuntergang schlafen weil die Arbeit so schwer war. Seine Kinder liegen im selben Bett in dem er und seine Frau weiteren Nachwuchs zeugen und wenn er einen Hund hätte würde er sich strafbar machen, denn das ist ein Vorrecht des Adels. Den Besuch einer Taverne kann er sich nicht leisten.
Das ist dumems Zeug. Wieder erwartest du deine Welt als maßstab. Diese Adelklischees existieren per se nicht. Sonst gäbe es im DMG nicht verschiedene Gesellschaftsstrukturen sondern nur Aristokratie.

Zitat
Du guckst definitiv zu viel fern und hast wenig bis keine Ahnung vom Mittelalter. Die berühmten 'mittelalterlichen' (also eher frühneuzeitlichen) Schausteller, die bestenfalls minderbegabte Strauchdiebe, schlimmstenfalls Vogelfreie waren und die, während ein Teil des Trupps einen drittklassigen Auftritt ablieferte, den 'Bauern' Werkzeuge, Nahrungsmittel und die Jungfräulichkeit ihrer Töchter stahlen.
Du spielst definitiv zu realistisch als DnD und kritisierst hier etwas, das nie wichtig für die Bewertung war.

Zitat
Dann haben die SC wohl zuviel Geld
Haben sie immer, jedenfalls im normalen DMG-Standard und ich sehe in so einer Investition absolut nichts Schlimmes und Unglaubwürdiges.

Zitat
...und es gibt den großen Teil der anderen, die nicht jeder Frau mit Schleier im Gesicht in einen Laden voller unidentifizierbarem Zeug folgen.
Und dann wären da noch die Leute, die sich fragen, wieso nun das ein Problem wäre? Dann folgt er halt nicht. Na und?

Zitat
Ganz ruhig, Du bist doch sonst so humorvoll.
Du bist nicht kritikfähig.
Das Wenigste hat bei Juy Yuka (oder wie er/sie heißt) mit railroading zu tun aber es blitzt eine kleine Trotzliese auf, die sich bei den kleinsten Vorgaben (die hier sowas von banal sind) gleich in ihren Menschenrechten verletzt sieht.

Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Eleonora am 05. Januar 2009, 16:21:50
Du kannst dem Author alles vorweerfen, nur nicht deine Erwartungen an seine Spielwelt, wo wird authentische mittellaterliche Welt vorgegeben? Nirgends, deine Kritik ist hier fehl am Platz.
Das war im 'Gespräch' mit Taysal, das ist Dir klar?

Zitat
Wo ist das sdchlecht? Nicht jeder macht aus Trotz immer das Gegenteil und versucht durch sowas, den DM irgendwie als Konkurrent zu sehen und wo steht eigentlich, daß der Spieler das als schlecht empfindet. Ich kenne wenig Spieler/-innen, die bewusst das Gegenteil von dem machen, was von ihnen erwartet wird.

Ich habe nicht gesagt, dass es schlecht ist, ich sagte für mein Empfinden ist das railroading. Und SLs sind meine besten Freunde, sonst spielt es sich schlecht. Aber selbst mit seinen besten Freunden kann man mal streiten.

Zitat
In deiner Welt, die das historische Mittelalter als Basis hat aber wo steht, daß das überall so sein muß? In Fantasy-Welten herrscht in Tavernen das social network und wird auch in DnD so sehr oft genutzt.
Japp, aber das hat Taysal nicht so explizit gemacht, er sprach von "waren und sind" was eher eine nonfiktionale denn eine fiktionale Realität beschreibt.

Zitat
Das ist dumems Zeug. Wieder erwartest du deine Welt als maßstab. Diese Adelklischees existieren per se nicht. Sonst gäbe es im DMG nicht verschiedene Gesellschaftsstrukturen sondern nur Aristokratie.
Siehe oben: Taysal bezog sich nicht explizit auf eine Fantasy-Welt, sondern (der Wortwahl folgend) auf irgendetwas Realitätsähnliches.

Zitat
Du spielst definitiv zu realistisch als DnD und kritisierst hier etwas, das nie wichtig für die Bewertung war.
Und? Ich bin nicht in der Jury? Ich habe nur meine Meinung abgegeben, wie andere auch. Wohlgemerkt: Meine.

Zitat
Haben sie immer, jedenfalls im normalen DMG-Standard und ich sehe in so einer Investition absolut nichts Schlimmes und Unglaubwürdiges.
Gut. Mir erscheint es nach wie vor unlogisch und wenig allgemeintauglich.

Zitat
Und dann wären da noch die Leute, die sich fragen, wieso nun das ein Problem wäre? Dann folgt er halt nicht. Na und?
Nichts und, dann findet er nur nie heraus, dass es in dem Laden eine Frau gibt, die ihn gern ansieht und seltsame Kristall-Zauberbücher.

Zitat
Du bist nicht kritikfähig.
Womit ich mich doch hervorragend in die Forengemeinschaft einpasse, oder?

Ansonsten: schön mal wieder mit Dir geschrieben zu haben,
immer wieder glücklich darüber,
sendet Dir liebe Grüße,
Deine E.
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Darigaaz am 05. Januar 2009, 18:06:36
Zitat
Das war im 'Gespräch' mit Taysal, das ist Dir klar?
Ja. Deine Kritik bleibt dennoch die von Juys Beitrag und dessen Idee.

Zitat
Ich habe nicht gesagt, dass es schlecht ist, ich sagte für mein Empfinden ist das railroading.
Was meist negativ besetzt ist. Allerdings sehe ich imemr noch nicht das strikte railroading bei Juy, da fehlt mir deine Erläuterung.

Zitat
Japp, aber das hat Taysal nicht so explizit gemacht, er sprach von "waren und sind" was eher eine nonfiktionale denn eine fiktionale Realität beschreibt.
Wenn es das so beschreibt, von mir aus, da hier aber auf einen Contest Bezug genommen wird, der Zitat: ''fiktionale Realität''(-en) als Basis hat, beziehe ich deinen Beitrag darauf und auch auf die Bewertung davon.

Zitat
Und? Ich bin nicht in der Jury? Ich habe nur meine Meinung abgegeben, wie andere auch. Wohlgemerkt: Meine.
Mache ich auch, wenn mir aber, wie in deinem Fall, eine Erläuterung fehlt, ist die Meinung von mir eben anders.

Zitat
Gut. Mir erscheint es nach wie vor unlogisch und wenig allgemeintauglich.
Mit den Spielern, mit denen ich mich schon rumschlagen musste, ist es das auch, Geld wird bei Min./Max.ern und wie die Feindbilder von nicht kampfbezogenem DnD eher ökonomisch eingesetzt, allerdings hat man mit Standard-Besitz aus dem DMG eigentlich immer Geld zur Verfügung, natürlich nicht auf Stufe 1 mal eben schnell 5000 gp.

Zitat
Nichts und, dann findet er nur nie heraus, dass es in dem Laden eine Frau gibt, die ihn gern ansieht und seltsame Kristall-Zauberbücher.
Ja, dann findet er es nie heraus, wo ist da also in diesem Beispiel railroading? Und wenn der DM den SC da reinbringen will, dann geht das auch ohne, daß es offensichtlich ist.
Denn das ''Lotsen'' muß in dem Beitrag dann individuell gestaltet werden.

Zitat
Womit ich mich doch hervorragend in die Forengemeinschaft einpasse, oder?
Und was hat das mit Fisch zu tun?

Zitat
Ansonsten: schön mal wieder mit Dir geschrieben zu haben,
immer wieder glücklich darüber,
sendet Dir liebe Grüße,
Deine E.
Ist das deine Masche? Einmal rübertippen und fertig?
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Curundil am 05. Januar 2009, 20:04:18
He he, beruhigt Euch mal alle wieder.
Eleonora hat hier einen Beitrag kritisch kommentiert. Egal ob man ihre Meinung nun nachvollziehen kann (tu ich zum Beispiel), teilt (tu ich teilweise) oder ablehnt (tut hier offenbar die Mehrheit), wäre es irgendwie konstruktiver und sowohl dem allgemeinen Klima als auch dem Threadinhalt förderlicher, wenn man sich jetzt nicht seitenlang an dem, was Eleonora schrieb ausläßt (und an ihren zunächst mal recht sachlichen Antworten dann immer und immer weiter festnagelt), sondern vielleicht lieber eine eigene Kritik zum eigentlichen Beitrag verfaßt.
Daß das schwieriger ist, als abseits vom Thema herumzustänkern, bis die Stimmung ins Persönliche kippt (sofern der Grat nicht schon erreicht wurde), ist mir klar - deshalb kommentiere ich hier keines von beiden. Ich bitte Euch aber, im Interesse der Übersichtlichkeit, hier nicht weiterhin eine einzelne Kritik zu zerpfriemeln.
Eure eigene, direkte Stellungnahme würde mich persönlich - als (bis auf diese Bitte hier) reinen Leser dieses Threads - viel mehr interessieren.

Danke. Und jetzt habt Euch wieder lieb (nehmt notfalls ausnahmsweise die 10 auf Bluff).
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Archoangel am 05. Januar 2009, 20:08:14
Du rufst jetzt nicht ernsthaft dazu auf, dass einige User 3/4 ihrer Postings in Zukunft einfach sein lassen sollen?
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Berandor am 05. Januar 2009, 20:12:38
ablehnt (tut hier offenbar die Mehrheit)
Weil 2 Leute die Mehrheit sind? Stimmt, auf der anderen Seite ist ja nur eine.

Was mich angeht, so fand ich ihre Kritik zwar auch sehr stark auf ihren eigenen Spielstil und ihre Gruppe bezogen, aber genau das ist m.E. ja das gute an diesem Wettbewerb, dass man zumindest mal ansatzweise Einblicke in die Spielrealität anderer Gruppen bekommt, denn in den Antworten (und z.B. Eleonoras Kritik) stecken viele implizite Annahmen über Spielerverhalten und Spielwelt.
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Archoangel am 05. Januar 2009, 20:25:22
Was ich an Eleonora nicht ganz verstehe ... warum spielst du eigentlich D&D? Warum nicht z.B.: Pendragon? Und warum bis Level 50? Was hat D&D Level 50 mit einem realistischen Mittelalter zu tun? Dürfen bei dir eigentlich alle nur Männer spielen? Wird Elfen und Zwergen mit einem Rassenhass (ähnlich den Juden) begegnet? Wie erklärst du waffentragenede SC? Oder sind die alle adelig? Magie und Kirche?

Ich bin echt neugierig ... wenn schon Mittelalter beim Schuster und in Kneipen, dann ja wohl auch bei den SC, oder?
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Curundil am 05. Januar 2009, 20:30:52
Du rufst jetzt nicht ernsthaft dazu auf, dass einige User 3/4 ihrer Postings in Zukunft einfach sein lassen sollen?
Ob Du's glaubst oder nicht, es gab in der Vergangenheit schon Momente, wo mir das durch den Kopf ging. Würde ich aber nie offen sagen.  :D Dafür bin ich selbst eine viel zu große Nervensäge.

ablehnt (tut hier offenbar die Mehrheit)
Weil 2 Leute die Mehrheit sind? Stimmt, auf der anderen Seite ist ja nur eine.

Was mich angeht, so fand ich ihre Kritik zwar auch sehr stark auf ihren eigenen Spielstil und ihre Gruppe bezogen, aber genau das ist m.E. ja das gute an diesem Wettbewerb, dass man zumindest mal ansatzweise Einblicke in die Spielrealität anderer Gruppen bekommt, denn in den Antworten (und z.B. Eleonoras Kritik) stecken viele implizite Annahmen über Spielerverhalten und Spielwelt.
Naja, mit "hier [...] Mehrheit" meinte ich eben die hier bis dato in diesem Kontext geäußerten ´"Beiträge".
Kann Dir ansonsten nur zustimmen. Ich sehe das genauso, finde es spannend, und interessiere mich nur bedingt für Versuche, diese Spielstile und die zugrunde liegenden Meinungen dann in epischer Breite mit dem Häcksler zu filetieren.
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Juy Juka am 06. Januar 2009, 00:27:41
Hallo Eleonora,

Also danke für die Erklärung und das genaue Lesen und Bewerten meines Beitrages.
Deine Kritik kann ich nach vollziehen. Jedoch hab ich in meinem Text keine Spieler-Interaktion berücksichtigt, da man auf diese ja eh nur in der echten Runde reagieren kann. Alles andere ist Humbug.

Hier meine Langen antworten, mal als "Spoiler", damit man nicht ständig drüber weg scrollen muss:
Spoiler (Anzeigen)

Gruß
Juy Juka
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Darigaaz am 06. Januar 2009, 01:57:17
Zitat
Ich sehe das genauso, finde es spannend, und interessiere mich nur bedingt für Versuche, diese Spielstile und die zugrunde liegenden Meinungen dann in epischer Breite mit dem Häcksler zu filetieren.
Das kann man sehen wie man möchte, eine Idee mit der eigenen Vorstellung zu kritisieren, ist irgendwie sinnlos, und ich hake da nach, vor allem, weil der allgemeine Begriff railroading gefallen ist und ich einfach die Limitierung der Spieler so nicht wahrnehme. Sachlich ist außerdem anders Curundil.

Zum Beitrag von Juy Juka:
Zitat
1. Der Spieler erhält einen Charakter von einer außerdimensionelen Rasse, die als Diener eines Gottes eines Gruppenmitgliedes bekannt. Da es sich um einen Gott des Chaos handelt, ist es nicht ungewöhnlich, dass seine Diener ohne Wissen über ihren Auftrag zu den Gläubigen geschickt werden. Falls der neue Spieler häufiger kommt, kann man sich etwas koplexes ausdenken, ansonsten kann der Charakter als Schlüssel zu einem Grabmal oder ähnlichem des Gottes dienen.
1. Im Vergleich zu den anderen Beiträgen enthält für mich diese Lösung zu wenig Substanz, wenn der SC eh nicht weiß, wieso er/sie bei der Gruppe *Plöpp* macht, kann man das auch ganz weglassen und kurz mitmachen lassen. Eine grundlegende Motivation aller Mitglieder einer Gruppe halte ich aus meiner Erfahrung heraus für sehr wichtig.
2. Spieler zum Plotdevice (-> Schlüssel u. ä.) zu machen, finde ich persönlich nicht gut, dadurch hat man in der Umsetzung Probleme, wenn der Spieler nicht kann, aber die restlichen 4 Spieler/-innen spielen möchten.

Zitat
2. Die Charakter werden früher oder später in eine Taverne einkehren. In der Taverne wird ein Tänzer oder anderer Unterhalter auftreten. Der Schausteller wird sich den Charakter des Spielers herraus picken und auf die Bühne schleifen - Gleichzeitig wird der Spieler auch in Echt in die Mitte gesetzt. Dann wird der Charakter vom Schausteller mit Tricks und ähnlichem Bombardiert - nach meinen begrenzten Möglichkeiten auch der Spieler. Je nach dem was dem Spieler gefällt, wird der Charakter den Schausteller bei einem seiner eigenen Tricks "schlagen" oder eine super Show abliefern, auf jeden Fall wird der Charakter lokal dafür bekannt und beliebt werden.
Sehr speziell. Wer keine Tricks beherrscht, kann diese Idee nicht verwenden, hier hätte ich mir ein paar Vorschläge zur spielmechanischen Umsetzung gewünscht und zusätzlich, welche Tricks denn das genau sind/sein könnten, mit denen man den Spieler bombardiert. Die Idee ist okay, sofern man auch außerhalb der DM-Rolle ein paar Kunststückchen beherrscht, aber welche Kunststücke könnte man nun abseits eines einfachen Perform (xyz)-Checks via Würfeln oder Karten etc. einbinden.

Zitat
3. Der Magier wird in einen kleinen, schäbigen, düstern und kühlen Laden gelotzt. Der Laden ist voll von nicht nur exotischen sondern auch seltenen Kräutern, Mineralien und anderen Schätzen der Wüste, die nur für die Eingeweihte zu erkennen sind. Während der Magier die Regale und Auslagen durchstöbert wird er von der alten Besitzerin unter dem Schleier hervor beobachtet. In einem Regal findet der Magier einige gravierte Kristalle, dem Magier fallen die arkanen Runen auf, jedoch kann er sich nicht erklären, was Sie auf den Kristallen zu suchen haben. Früher oder später erhält er die Information, wie diese Kristalle wie ein Zauberbuch gelesen werden können. Hoffentlich hat er die Kristalle gekauft oder sind Sie zumindest noch in dem Laden.
Eleonora hat es schon angesprochen: Das Lotsen kann ein Problem werden, DnD lehrt aus meiner Erfahrung heraus vor allem erfahrenen Spielern, daß, nur weil man paranoid ist, das nicht bedeutet, daß niemand hinter einem her ist und deshalb sind diese Lotsen potenziell der Plotkiller. Also niemals sich alleine darauf verlassen.
Desweiteren sind die Eingeweihten unverständlich, vielleicht ist einfach gemeint, daß die exotischen Waren am gegebenen Standort zu unbekannt sind, um die wahre Bedeutung zu erkennen und dieser Laden als Gundel Gaukeleis Krims Krams bekannt ist anstatt Seliana Burningstars Laden der Weltherrschaft?
Letztendlich finde ich die Idee mit den Kristallen recht gut, daran kann man viele weitere Dinge anknüpfen als nur den Spruch für den ollen Zauberer.

Zitat
4. Die Spieler wollen gerade ein Zimmer nehmen. Der Wirt begrüst sie freundlich und höflich, schaut während des Gesprächs immer wieder zu dem Wesen. Schließlich sagt der Wirt: "Gut das sind also 4 Goldmünzen für die Zimmer. Für einen Unterstand im Stall für das *deutet auf das Wesen" muss ich aber drei mal so viel verlangen." Die Charaktere werden dies natürlich sovort Korrigieren oder sogar Wütend reagieren. Der Wirt wird sich entschuldigen und versuchen die Gäste trotzdem zu behalten. Lassen sich die Spieler zum Bleiben überreden wird er Wirt das Wesen sogar zum Essen einladen und lange mit ihm/ihr reden.
Die Situation an sich ist schon einschränkend genug, deshalb ist diese Idee zu erwarten, ob die Reaktion der SC dann aber so ausfällt, wie beschrieben, wage ich zu bezweifeln.

Zitat
5. Bei dem Führer handelt es sich um ein Mädchen - minderjährig. Sie ist nett und sehr naiv. Was niemand weiß ist, dass sie seit Geburt vom Gott der Reisen gesegnet ist und somit jeder Reise unbeschadet überstehen wird. Die Mutter des Mädchens ist jedoch sehr auf Geld fixiert. Sie wird den Spielern horende Summen abknöpfen wollen. Sollten die Spieler das nicht zahlen wollen, werden Sie auf der Suche nach einem anderen Führer immer wieder auf Händler und andere Leute treffen, die zwar andere Führer empfehlen können, jedoch meinen dass sie - fall möglich - immer das Mädchen mit nehmen würden.
Die Idee mag ich, vor allem, weil man/ich hieraus noch mehr als nur den Reiseführer machen kann/würde aber auch hier kann einem die Gruppe querschießen und man sollte all deren Optionen in Betracht ziehen. Letztendlich wird das 'horrende Summen' der limitierende Faktor sein und die Spieler, die ich kenne, werden nicht noch 'ne kleine Drecksplage mitnehmen, die durch Naivität eher noch 'ne Amme benötigt als sie einen Führer.

Zitat
6. Unter den Adeligen des Herkunftslandes des Charakters ist es eine Mutprobe, ein Spiel und eine beliebte Methode gegen Langeweile, für einige Zeit im Feindesland zu leben oder zu reisen. Der Charakter hat dies auch gemacht, ist jedoch dann zu einem Leben als Abenteurer gekommen und dabei geblieben. Sollten die Spieler im späteren Verlauf die Dienste von guten Spezialisten in Anspruch nehmen, besteht die Chance, dass der Spezialist den Charakter erkennt oder zumindest bekannt vor kommt. Sollte es dann wirklich herraus kommen, könnte dann die Regierung eines der beiden Länder Attentäter, Entführer oder Spione schicken.
Finde ich wenig originell, wozu der ganze Streß? Krieg erklären, drübberschrubben, Land platt, fertig oder die SC animieren, der politischen Situation anzunehmen und daraus ein Abenteuer entwickeln.
Letzteres erfordert aber viel Gefühl, weil solche Streitereien wenig mit Kampf zu tun haben, Klassen wie Kämpfer und Barbar sind hier ganz klar benachteiligt, wenn man die direkten Möglichkeiten der Klassen ansieht. Hoffentlich hat man Spieler, die mitdenken wollen.
Wie man sie jetzt animieren kann....ich würde eher etwas bevorzugen, das die Reputation der Gruppe betrifft, aber das ist nur die Referenz zu den Spielern, die ich kenne, hier ist es für mich derart stark vom Spielstil abhängig, daß ich so etwas allgemein nicht sagen konnte oder auch nur im Ansatz gerecht bewerten konnte.

Zitat
7. Die Charakter erfahren von einem sehr interesanten Gegenstand, den sie sicher zu besitzen wünschen. Jedoch ist der Händler bereits auf den Weg in die besagte Stadt. Sollten die Charakter noch unentschlossen sein, erfahren sie von einigen anderen Leuten, die dem besagen Händler auch schon folgen.
Ich sehe in der Situation kein Problem an sich und Geld zieht eigentlich immer. Demenstprechend ist sowas nicht originell, dafür einfach und umsetzbar.
Die Idee würde ich aber noch weiter ausbauen, wieso da jetzt plötzlich zig andere Leute hinter dem Händler hertingeln, muß einen Grund haben, der außerhalb vom Kaufpreis des ''superinteressanten'' Gegenstandes liegt.

Zitat
8. Mit einigen Nachforschungen und/oder eigenen Überlegungen können die Charakter zwar nichts über den Standort des Tempels ermitteln, jedoch soßen sie auf zwei Experten. Ein Experte der Geschichte kennt eine Quelle für altes geografisches Material, die er sich jedoch nicht leisten kann - im gegensatz zu den Spielern. Ein Experte für Geographie oder Mathematik verfügt über eine Methode um die bessten und/oder warscheinlichsten Bauplätze für Gebäude zu ermitteln. Bringen die SC's nun die Quelle für die Informationen und die Methode zusammen, können Sie einige wenige, dafür aber warscheinliche Orte im Sumpf ausmachen, zu die sie dann untersuchen können. Erschwerend kann man noch Material für verschiedene Epochen giebt und man noch die richtige Epoche aus den alten Schriften ermitteln muss.
Klingt für mich nach klassischer archäologischer Methode und passt eigentlich immer. Nur würde ich hier das Geld weglassen und lieber die Optionen der Gruppe einbeziehen, jeder Charakter soll gefordert sein und sich einbringen müssen, um den Standort ausfindig zu machen.

Zitat
9. In der Bibliothek gibt es experten, die jedoch nicht sehr gesprächig sind. Effektiver ist es mit den Bibliothekaren oder Hausmeistern zu sprechen, die einem helfen können schneller zu gewünschten Ergebnis zu kommen.
Das Problem ist hier, daß jedes gewünschte Ergebnis von unerwarteter Stelle herrührt, was Eeleonora wohl auch kritisiert. Ich kann mich grundsätzlich damit anfreunden, daß der Hausmeister recht gut informiert ist aber alles auf gar keinen Fall, und wenn, ist es kein normaler Hausmeister.

Zitat
10. Die Assasinen werden ein Fest, Gottesdienst oder ähnliches abwarten. Den Spielern dort Gift verabreichen. Sollten die Spieler überleben, werden die Assasinen sie möglichst sofort in einen abgelegenen Bereich locken und zuschlagen. Sie werden Illusionsmagie, Rauch, Nebel und ähnliches verwenden, um oft hinterhältige Angriffe oder gar tödliche Angriffe auszuführen. In den ersten Runden werden die Assasinen ihre tödlichen Angriffe für Lähmungen gegen anfällige Charakter (Zauberwirker, etc.) einsetzen.
Vorsicht, Rauch und Nebel verhindert precision based damage wegen Concealment und damit fällt Death Attack bzw. Sneak Attack flach. Regeltechnisch so nicht direkt umzusetzen und in DnD wenig effizient. Allerdings behaupte ich immer noch, daß so ziemlich alles einer Stufe 5 Gruppe gefährlich werden kann, und ein Stufe 7 NSC mit Assassinenstufen kann das allemal, er hat die Fertigkeiten, absolut unentdeckt arbeiten zu können, die Fertigkeiten der Gruppe werden definitiv nicht ausreichen, um so einem auf die Schliche zu kommen, deshalb ist auch hier, wie in anderen Beiträgen auch, die Gruppe auf den ersten Blick tot.
Nutzt man die generellen Optionen eines schurkischen Konzeptes, ist sie es doppelt und dreifach. Ohne Deus Ex Machina kann eine Gruppe sowas nicht schaffen, hier ist Fingerspitzengefühl notwendig, um so etwas so aussehen zu lassen, als habe die Gruppe echt etwas geleistet. Der einfache Hinterhalt ist da für mich als DM, der die Spieler 'bespaßen' soll, zu dürftig.
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Drumlin am 06. Januar 2009, 15:15:15
Da ich ja auch mitgemacht habe, und auf der Suche nach ständiger Verbesserung des eigenen Meisterstils hätt ich gerne gewusst, was genau, außer zu gewöhnlich, an meinem Stil zu verbessern wär?
Ich danke für Antworten. Wer den Thread nicht zuspammen will, darf mir auch gerne ne PM schreiben.
Titel: Re: DnD-Gate-Spielleiter-Contest 2008: Ergebnisse
Beitrag von: Simon_the_Sorcerer am 11. Januar 2009, 23:14:38
Wo Drumlin das gerade anspricht. Ich würde auch gerne wissen, wie die Jury meinen Beitrag im Gesamten bewertet hat. Ist ja mal interessant zu erfahren, was andere über meine Antworten denken^^.